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Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

Die Überschrift mag etwas überspitzt sein, aber ich habe irgendwie den Eindruck, dass die Gehälter überall inflationieren, während bei uns nicht viel ist?
Ich habe jetzt knapp 44k im Controlling eines Konzerns, aber kein sehr großer oder sehr bekannter Konzern. Und schon über 5 Jahre Berufserfahrung. Einstieg damals waren irgendwas um die 30-33k. Nicht viel, aber auch lange her.

Habe vor kurzem gelesen, dass ein durchschnittlicher Kindererzieher nach bundesweit einheitlichem Tarifvertrag 45k brutto mit 10 Jahren Berufserfahrung bekommt. Das wäre so mit Mitte/Ende 20. Aus engstem Freundeskreis weiß ich auch, dass Krankenschwestern in der Klinik mit Schichten und steuerfreien Zulagen 2.200 bis 2.500 raus haben. Mehr als ich.

Und Lehrer, deren einfaches Studium man früher belächelt hat, bekommen Dank Verbeamtung knapp 3k. Vor kurzem mit einer Freundin geredet: Was, du bist erst nach vier zuhause? Sie ist meist gegen 15h zuhause, trotz langem Arbeitsweg.
Und Leute, ich will weder Kindererzieher, Krankenpfleger, Lehrer noch Handwerker werden. Auch nicht bei den Big4 arbeiten.

Eigentlich wollte ich bei der Fachkarriere bleiben. Ich habe eine abwechslungsreiche Tätigkeit, Chefs sind super zufrieden und bin stark in alle Managemententscheidungen eingebunden ohne den Stress.

Wir suchen gerade für eine kfm. Stelle bei uns. Ich arbeite ja viel auch mit Leuten zusammen, die z.B. Steuerfachangestellte sind. Diese Leute sind intellektuell nicht eine sondern zwei Stufen höher als die von uns interviewten Bürokaufleute oder Industriekaufleute. Trotzdem verdienen die mit etwas, was ich Aushilfstätigkeit nennen würde mehr, als z.B. unsere Steuerfachangestellte damals in ihren Steuerkanzleien, wo die selbständig sich um komplette Mandanten gekümmert haben.
Ich werde wohl oder übel in Richtung kfm. Leitung gehen. Das Rüstzeug bekommt man dafür mit im Controlling. Aber hatte zum Berufsanfang echt gedacht, dass eine Fachkarriere besser vergütet wird als es sich jetzt heraus stellt. Unsere studierten Bilanzbuchhalter (also Studium und BiBu) verdienen noch weniger. Zum Vergleich, unser kfm. Leiter hat über 100k. Gut mehr als das Doppelte von mir. Es ist wirklich komisch, weil der Markt es eigentlich locker her gibt. In den Jobbörsen sind FACT/Controlling-Stellen viele Monate ausgeschrieben, die finden keine Leute. Von einem Freund weiß ich auch, dass die einen Controller suchen, aber naja. Gehalt 3,5x14 ist auch nicht wesentlich besser, ich will schon einen wesentlichen Sprung. Die finden keine auch nur halbwegs geeigneten Bewerber.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

Hättest du mal den Steuerberater gemacht. Bei deiner Berufserfahrung wärst du in einer mittleren Kanzlei easy bei 70k, Examen vorrausgesetzt.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

Zunächst Controlling ist nicht gleich Controlling. Es habe viele Controllingstellen mit "Aushilfen" bzw. Aufgaben besetzt gesehen, die eher Richtung Datensammler gehen. FI/CO trägt halt keine direkte Wertschöpfung bei und genießt daher meist nicht den größten Stellenwert. Wenn dann verantwortungsvolle Aufgaben (wie ich sie bei dir rauslese) und Werschätzung da sind, dann wird auch entsprechend gut verdient, auch in KMU, auch ohne kfm. Leiter sein zu müssen.

Mit deiner Erfahrung und den Aufgaben würde ich den nächsten Schritt Richtung Führungskraft gehen. Intern sind große Gehaltssprünge schwer, aber möglich. Man muss konsequent sein: entweder willst du das große Geld verdienen und forderst es ein oder du gehst zu einem Unternehmen, die dich mehr brauchen und entsprechend mehr bezahlen. Im Nest bleiben und auf das große Glück warten führt zu dem, wo du momentan bist.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

Es gibt keine Erzieher, die mit Mitte/Ende 20 bereits 10 Jahre BE haben.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

Controlling in DE wird wegrationalisiert, entweder durch Piotr oder durch die Digitalisierung

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 01.03.2019:

Controlling in DE wird wegrationalisiert, entweder durch Piotr oder durch die Digitalisierung

Piotr?

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 01.03.2019:

Hättest du mal den Steuerberater gemacht. Bei deiner Berufserfahrung wärst du in einer mittleren Kanzlei easy bei 70k, Examen vorrausgesetzt.

Also Big4, nur eine Stufe niedriger. Genau das will ich ja nicht machen. Nichts gegen WP oder Steuern, aber mir ist das zu stupide. Im Controlling kann ich Entscheidungen erarbeiten, welche dann tatsächlich umgesetzt werden und einen Impact auf das gesamte Unternehmen haben. Es hat reale Auswirkungen in der Produktion, im Vertrieb, im Einkauf etc. und ist eben nicht dieses ganz abstrakte testieren oder trockene Steuergesetze. Nicht dass sowas vielleicht nicht auch fordernd ist, aber mir wäre so ein Arbeit die absolut null Business-Impact hätte auf Dauer zu stupide.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 02.03.2019:

Hättest du mal den Steuerberater gemacht. Bei deiner Berufserfahrung wärst du in einer mittleren Kanzlei easy bei 70k, Examen vorrausgesetzt.

Also Big4, nur eine Stufe niedriger. Genau das will ich ja nicht machen. Nichts gegen WP oder Steuern, aber mir ist das zu stupide. Im Controlling kann ich Entscheidungen erarbeiten, welche dann tatsächlich umgesetzt werden und einen Impact auf das gesamte Unternehmen haben. Es hat reale Auswirkungen in der Produktion, im Vertrieb, im Einkauf etc. und ist eben nicht dieses ganz abstrakte testieren oder trockene Steuergesetze. Nicht dass sowas vielleicht nicht auch fordernd ist, aber mir wäre so ein Arbeit die absolut null Business-Impact hätte auf Dauer zu stupide.

  1. Du verwendest das Wort stupide einfach im falschen Kontext. Ich denke jeder hier wird mir zustimmen wenn ich sage, dass Steuerberatung intelektuell um einiges herausfordernder ist als 8h lang in Excel Zahlen zu verschieben, wie du es machst.
  2. Steuerliche Beratung hat einen deutlich größeren Impact auf den Gewinn eines Unternehmens als Controlling.
antworten
WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

War wieder klar, statt beim Thema zu bleiben, wird hier wieder gespammt.

Mag sein, dass Steuerberatung einen Impact haben kann. Beim Thema Verrechnungspreise bspw., sicherlich nicht beim Erstellen einer Steuererklärung, also reine Compliance-Tätigkeiten, was den Hauptteil der Arbeit ausmacht. Und dass die Manager der Big4-StB bei uns weder mit mir noch mit dem Chef kommuniziert, sondern rein alles mit den Buchhaltern klärt, spricht Bände über das intellektuelle Niveau.

Was ich mit Impact meine, ich komme mit Analysen darauf, dass die Marge bei bestimmten Kunden sich verschlechtert hat. Es wird zum Europa-Chef kommuniziert und der tritt dem Vertriebler in den Arsch. In Zukunft tracken wir noch besser, welcher Vertriebler mehr Rabatt gibt und wo sich unsere Preise hin entwickeln.

Ich entwickle ein System, um Produktionsplanung mit Produktionsoutput abzugleichen. Nicht Auftrag für Auftrag, sondern im totalen unter Berücksichtigung von Kanban-Beständen, Mindestbeständen, Kundenaufträgen und über sechsstufige Fertigungstiefe hinweg. Wir können damit noch genauer überwachen, dass tatsächlich keine sinnlose Überproduktion entsteht. Ein reales Problem bei Massenfertigung.

Ich habe ein Tool entwickelt, mit welchem der Einkauf die Bestellzyklen erheblich verbessert. Wir haben halt sehr spezielle Anforderungen, welche das ERP-System nicht abbilden kann. Jetzt geht das alles. Rohmaterialbestand dadurch im Schnitt 25 Prozent weniger.

Reine Standard-Auswertungen werden im Regelfall nicht von Controllern gemacht. Kenne ich auch von anderen Unternehmen so, ist auch bei uns so, dass Standard-Auswertungen von Buchhaltern täglich erstellt werden. Ich erarbeite und verbessere die Grundlagen dafür.

Apropro Grundlagen, auch für das Investitionscontrolling habe ich eine solche Grundlage, also Datei erarbeitet. Jetzt tracken wir, also ausführend ein Buchhalter, unsere Investitionen genau im Hinblick auf geplanten und tatsächlichen ROI.

Auch arbeite ich in interdisziplinären Teams direkt an Verbesserungen in der Produktion und der Umsetzung von Lean Production.

Wir sind ein großes Fertigungsunternehmen mit fast 500 Arbeitnehmern am Standort in einem großen Konzern, doch haben uns in den letzten Jahren extrem gewandelt. Bestände halbiert, Durchlaufzeiten extrem verbessert, Kundenwünsche umgesetzt. Diese Verbesserungsprozesse wurden im Prinzip von 4-5 Personen im Unternehmen getragen, eine Person war ich davon.

WiWi Gast schrieb am 02.03.2019:

WiWi Gast schrieb am 02.03.2019:

Hättest du mal den Steuerberater gemacht. Bei deiner Berufserfahrung wärst du in einer mittleren Kanzlei easy bei 70k, Examen vorrausgesetzt.

Also Big4, nur eine Stufe niedriger. Genau das will ich ja nicht machen. Nichts gegen WP oder Steuern, aber mir ist das zu stupide. Im Controlling kann ich Entscheidungen erarbeiten, welche dann tatsächlich umgesetzt werden und einen Impact auf das gesamte Unternehmen haben. Es hat reale Auswirkungen in der Produktion, im Vertrieb, im Einkauf etc. und ist eben nicht dieses ganz abstrakte testieren oder trockene Steuergesetze. Nicht dass sowas vielleicht nicht auch fordernd ist, aber mir wäre so ein Arbeit die absolut null Business-Impact hätte auf Dauer zu stupide.

  1. Du verwendest das Wort stupide einfach im falschen Kontext. Ich denke jeder hier wird mir zustimmen wenn ich sage, dass Steuerberatung intelektuell um einiges herausfordernder ist als 8h lang in Excel Zahlen zu verschieben, wie du es machst.
  2. Steuerliche Beratung hat einen deutlich größeren Impact auf den Gewinn eines Unternehmens als Controlling.
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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

Arbeite selbst im Accounting und habe es bereits in anderen Threads geschrieben, lasst die Finger davon. Du bist einzig eine Kostenstelle, die es zu minimieren gilt und während im Accounting halbe Juristen sitzen, die Steuer, HGB & IFRS/US Gaap beherrschen müssen, hast du im Vertrieb Disponenten sitzen die auf Knöpfe drücken wenn bestimmte Größen unterschritten sind und dafür 20/30% mehr Gehalt bekommen, weil dort die Wertschöpfung liegt...

Und dort wo die Wertschöpfung tatsächlich im Accounting/Tax liegt (Big4, Steuerberatung, etc) gibt es keine Konzernstrukturen bzw. nur Partner, die Berufsanfänger maximal auspressen...

Einzig Gute an dem Bereich, gute Leute sind Mangelware (gab Vorlesungen, da saß ich alleine mit dem Prof im Hörsaal, während sich die Leute im Marketing gestapelt haben) und bei uns hatten alle 4 Absolventen schon lange vor ihrem Abschluss einen Arbeitsvertrag...

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

So verantwortungsvoll und dann lediglich 44k? I was passt da nicht.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

Ich kann deinen Post nicht nachvollziehen. Entweder bist du so gut wie du bist, dann forder 70k oder geh woanders hin oder eben nicht. Deine Mehrwert wird durch das Gehalt gezeigt. Da kann man sich soviel schönreden wie man will. Verdienst du weniger, bist du der Firma weniger wert. Ende

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

Es gibt in der Branche nicht wenig Kanzleien und Steuerberatungsgesellschaften, die infolge der Mandantenstruktur nur zu Mindestgebühren abrechnen (können) oder wegen veralteter und unproduktiver Arbeitsweise sowie Altlasten trotz Abrechnung zu Mittelgebühren und darüber keine höheren Gehälter bezahlen können.

Durch die Transparenz des Internets wird dies inzwischen auch immer mehr bekannt.

Insofern würde ich als Bewerber bei einem Vorstellungsgespäch stets fragen, in welchem Bereich der Gebührenordnung der potentielle Arbeitgeber abrechnet und ob dort eine in der Branche oft noch verbreitete unproduktive Arbeitsweise vorliegt, indem Abschlußdaten händisch in Word- oder Excel - Vorlagen übetragen werden und diese Abschlußbestandteile händisch durch Nachrechnen auf Rechen- oder Übertragungsfehler kontrolliert werden müssen.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

Ohhh, der Herr Controller hat ja so viel Verantwortung zu tragen, während die Tax Manager nur mit den Buchhaltern reden (mit wem auch sonst, warum sollte ein Controller mehr von Rechnungslegung verstehen als ein Bibu) und trotzdem verdient er nach 5 Jahren so viel wie ein frischer Absolvent bei Big4. Hör dich doch mal an, du belügst dich selbst.

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Subdreamer

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

alds ehrlich gesagt kann ich die Meinung des TE nicht teilen. Ich bin zwar aktuell nur Praktikant im Controlling, aber die 44 k sehe ich hauptsächlich als Einstiegsgehalt für einen guten Absolventen mit Praktikum, guten Noten und einer Persönlichkeit dahinter. Entweder bist du in einer allgemein schlecht bezahlten Branche wie Tourismus, in einer schwachen Gegend z.B. im Saarland oder dein Unternehmen ist kein Konzern, wie man sich klassisch vorstellt.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 02.03.2019:

War wieder klar, statt beim Thema zu bleiben, wird hier wieder gespammt.

Mag sein, dass Steuerberatung einen Impact haben kann. Beim Thema Verrechnungspreise bspw., sicherlich nicht beim Erstellen einer Steuererklärung, also reine Compliance-Tätigkeiten, was den Hauptteil der Arbeit ausmacht. Und dass die Manager der Big4-StB bei uns weder mit mir noch mit dem Chef kommuniziert, sondern rein alles mit den Buchhaltern klärt, spricht Bände über das intellektuelle Niveau.

Was ich mit Impact meine, ich komme mit Analysen darauf, dass die Marge bei bestimmten Kunden sich verschlechtert hat. Es wird zum Europa-Chef kommuniziert und der tritt dem Vertriebler in den Arsch. In Zukunft tracken wir noch besser, welcher Vertriebler mehr Rabatt gibt und wo sich unsere Preise hin entwickeln.

Ich entwickle ein System, um Produktionsplanung mit Produktionsoutput abzugleichen. Nicht Auftrag für Auftrag, sondern im totalen unter Berücksichtigung von Kanban-Beständen, Mindestbeständen, Kundenaufträgen und über sechsstufige Fertigungstiefe hinweg. Wir können damit noch genauer überwachen, dass tatsächlich keine sinnlose Überproduktion entsteht. Ein reales Problem bei Massenfertigung.

Ich habe ein Tool entwickelt, mit welchem der Einkauf die Bestellzyklen erheblich verbessert. Wir haben halt sehr spezielle Anforderungen, welche das ERP-System nicht abbilden kann. Jetzt geht das alles. Rohmaterialbestand dadurch im Schnitt 25 Prozent weniger.

Reine Standard-Auswertungen werden im Regelfall nicht von Controllern gemacht. Kenne ich auch von anderen Unternehmen so, ist auch bei uns so, dass Standard-Auswertungen von Buchhaltern täglich erstellt werden. Ich erarbeite und verbessere die Grundlagen dafür.

Apropro Grundlagen, auch für das Investitionscontrolling habe ich eine solche Grundlage, also Datei erarbeitet. Jetzt tracken wir, also ausführend ein Buchhalter, unsere Investitionen genau im Hinblick auf geplanten und tatsächlichen ROI.

Auch arbeite ich in interdisziplinären Teams direkt an Verbesserungen in der Produktion und der Umsetzung von Lean Production.

Wir sind ein großes Fertigungsunternehmen mit fast 500 Arbeitnehmern am Standort in einem großen Konzern, doch haben uns in den letzten Jahren extrem gewandelt. Bestände halbiert, Durchlaufzeiten extrem verbessert, Kundenwünsche umgesetzt. Diese Verbesserungsprozesse wurden im Prinzip von 4-5 Personen im Unternehmen getragen, eine Person war ich davon.

Sorry, aber nichts davon klingt sonderlich beeindruckend. Du schreibst hier und da Mal ein kleines Tool, das Soll und Ist vergleicht...
Diese Tools selber hab zwar spürbare Auswirkungen auf den Gewinn, aber sie zu entwickeln, ist jetzt keine intellektuelle Herausforderung...

Dich dann über Steuerberater auszulassen und zu sagen, sie hätten so gut wie keinen "Impact" auf den Gewinn, obwohl sie dein Unternehmen durch steuerliche Beratung vor der Insolvenz und deine Geschäftsführer vor dem Gefängnis bewahren (Umsatzsteuer zb.), ist schon ein starkes Stück. Ich bezweifle auch, dass du als Controller irgendwas von dem mitbekommst, wenn es steuerrechtlich mal fachlich richtig zur Sache geht.

Aber zurück zum Thema.
Wie wäre es, wenn du einfach Mal nach einer Gehaltserhöhung fragen würdest? Du kennst doch die Zahlen in- und auswendig und solltest eigentlich wissen, wie viel sie dir zahlen können. Wenn deine Tätigkeit so intellektuell anspruchsvoll ist und Ersatz nur dementsprechend schwer zu beschaffen ist, dann solltest die Erhöhung auch bekommen.

Allerdings könnten deine Vorgesetzten argumentieren, dass die Tools doch jetzt stehen und man dich eigentlich garnicht mehr braucht. Das wird aber in jedem Unternehmen so sein. Wenn du sowas wirklich auf Dauer machen willst, dann solltest du entweder in die Beratung oder in einen großen Konzern der entsprechend oft Restrukturierungen durchzuführen hat bzw. wo die Entwicklung solcher Kostenrechnungssysteme sehr viel Zeit in Anspruch nimmt .

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

Subdreamer schrieb am 02.03.2019:

alds ehrlich gesagt kann ich die Meinung des TE nicht teilen. Ich bin zwar aktuell nur Praktikant im Controlling, aber die 44 k sehe ich hauptsächlich als Einstiegsgehalt für einen guten Absolventen mit Praktikum, guten Noten und einer Persönlichkeit dahinter. Entweder bist du in einer allgemein schlecht bezahlten Branche wie Tourismus, in einer schwachen Gegend z.B. im Saarland oder dein Unternehmen ist kein Konzern, wie man sich klassisch vorstellt.

Vorstehendes habe ich bei mehreren Kanzleien und Steuerberatungsgesellschaften im Umfeld einer Stadt mit 0,3 Mio. Einwohnern in Baden-Württemberg erlebt.

Umziehen wollte ich nicht wegen eigenem Immobilienbesitz und anderen Vermögensinteressen vor Ort.

Außerdem nutzen 10k brutto p.a. kaum, die man in einer Großstadt wie Stuttgart oder Frankfurt vielleicht mehr verdient hätte angesichts der erhöhten Lebenshaltungskosten dort.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 02.03.2019:

Sorry, aber nichts davon klingt sonderlich beeindruckend. Du schreibst hier und da Mal ein kleines Tool, das Soll und Ist vergleicht...
Diese Tools selber hab zwar spürbare Auswirkungen auf den Gewinn, aber sie zu entwickeln, ist jetzt keine intellektuelle Herausforderung...

Wenn diese Tools so einfach sind, warum haben ERP-Systeme dann nicht sowas an Board?

Dich dann über Steuerberater auszulassen und zu sagen, sie hätten so gut wie keinen "Impact" auf den Gewinn [...]

Erstens habe ich gesagt, sie haben keinen Impact auf das Business. Zweitens stimmt es ja. Dass, was unsere Steuerberater (Big4) machen ist: Geben Sie uns mal diese und diese und diese Konten. Zahlen in ihr Programm übertragen. So und hier ihre Buchungssätze. Die sind meist falsch, weil manche Steuerberater nicht buchen können, aber man weiß was gemeint ist und die Beträge stimmen. Dann noch Steuererklärung machen und gut.

Es ist halt Konzernvorgabe, dass eine bestimmte Big4 unsere Steuern macht. Also lassen wir die da bisschen rechnen.

Aber nochmal zum Impact, durch die Steuerberater verbessert sich nicht unser Kerngeschäft. Die werden nicht unsere Lieferkette optimieren, Bestandsmanagement verbessern, Durchlaufzeiten verringern. Impact auf das Business eben. Steuerberater machen Compliance. Schön, gut und notwendig. Aber nicht das, was ich machen will.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 02.03.2019:

Arbeite selbst im Accounting und habe es bereits in anderen Threads geschrieben, lasst die Finger davon. Du bist einzig eine Kostenstelle, die es zu minimieren gilt und während im Accounting halbe Juristen sitzen, die Steuer, HGB & IFRS/US Gaap beherrschen müssen, hast du im Vertrieb Disponenten sitzen die auf Knöpfe drücken wenn bestimmte Größen unterschritten sind und dafür 20/30% mehr Gehalt bekommen, weil dort die Wertschöpfung liegt...

Und dort wo die Wertschöpfung tatsächlich im Accounting/Tax liegt (Big4, Steuerberatung, etc) gibt es keine Konzernstrukturen bzw. nur Partner, die Berufsanfänger maximal auspressen...

Einzig Gute an dem Bereich, gute Leute sind Mangelware (gab Vorlesungen, da saß ich alleine mit dem Prof im Hörsaal, während sich die Leute im Marketing gestapelt haben) und bei uns hatten alle 4 Absolventen schon lange vor ihrem Abschluss einen Arbeitsvertrag...

Sehr gute Zusammenfassung von Accounting und Controlling!

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 02.03.2019:

Sorry, aber nichts davon klingt sonderlich beeindruckend. Du schreibst hier und da Mal ein kleines Tool, das Soll und Ist vergleicht...
Diese Tools selber hab zwar spürbare Auswirkungen auf den Gewinn, aber sie zu entwickeln, ist jetzt keine intellektuelle Herausforderung...

Wenn diese Tools so einfach sind, warum haben ERP-Systeme dann nicht sowas an Board?

Dich dann über Steuerberater auszulassen und zu sagen, sie hätten so gut wie keinen "Impact" auf den Gewinn [...]

Erstens habe ich gesagt, sie haben keinen Impact auf das Business. Zweitens stimmt es ja. Dass, was unsere Steuerberater (Big4) machen ist: Geben Sie uns mal diese und diese und diese Konten. Zahlen in ihr Programm übertragen. So und hier ihre Buchungssätze. Die sind meist falsch, weil manche Steuerberater nicht buchen können, aber man weiß was gemeint ist und die Beträge stimmen. Dann noch Steuererklärung machen und gut.

Es ist halt Konzernvorgabe, dass eine bestimmte Big4 unsere Steuern macht. Also lassen wir die da bisschen rechnen.

Aber nochmal zum Impact, durch die Steuerberater verbessert sich nicht unser Kerngeschäft. Die werden nicht unsere Lieferkette optimieren, Bestandsmanagement verbessern, Durchlaufzeiten verringern. Impact auf das Business eben. Steuerberater machen Compliance. Schön, gut und notwendig. Aber nicht das, was ich machen will.

Du verstehst es nicht. Als Controller hast du eben NICHT direkten Impact auf das Business. Impact hat Vertrieb, Marketing, Einkauf, Logistik etc. aber doch kein Controller. Auch wenn du dich vom Steuerberater abheben willst, bist du genauso "nur" ein Gewinnoptimierer und Kostenschrauber nur mit dem Unterschied, dass Steuerberatung deutlich komplexer ist und dementsprechend viel besser entlohnt wird als deine Tätigkeit.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

Kommt auch immer drauf an, wie eine Controlling-Stelle gestaltet ist. Wenn es hauptsächlich um Zahlen zusammentragen geht, dann wird man da nicht übermäßig viel verdienen. Das ist meiner Meinung nach dann aber auch keine richtige Controlling-Stelle.

Controlling heißt "Steuern", der Beruf beinhaltet also explizit eine direkte Einflussnahme auf das Geschäft, die Vorgänge und Prozesse im Unternehmen. Bei uns sind Controller echte kaufmännische Entscheider. Sie geben ihr OK für den Abschluss von Kundenverträgen (haften dafür gewissermaßen sogar mit ihrer Unterschrift), sie gestalten die IT-Prozesse wie sie es brauchen, sie gestalten den Aufbau der Organisation so, dass möglichst transparente Aussage möglich sind, sie entscheiden über bilanzpolitische Maßnahmen, usw.

Solche Controller verdienen bei uns etwa 150k ohne Führungsverantwortung. Das ist es, was ich unter Controlling verstehe und sowas wird auch nicht wegrationalisiert. Das was hier oftmals mit Controlling gleichgesetzt wird, verdient im Grunde den Namen kaum (und stimmt so in der Praxisrealität auch nicht, es gibt nicht mehr den Zahlenschubser, außer das Unternehmen hinkt 20 Jahre hinterher).

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 02.03.2019:

Kommt auch immer drauf an, wie eine Controlling-Stelle gestaltet ist. Wenn es hauptsächlich um Zahlen zusammentragen geht, dann wird man da nicht übermäßig viel verdienen. Das ist meiner Meinung nach dann aber auch keine richtige Controlling-Stelle.

Controlling heißt "Steuern", der Beruf beinhaltet also explizit eine direkte Einflussnahme auf das Geschäft, die Vorgänge und Prozesse im Unternehmen. Bei uns sind Controller echte kaufmännische Entscheider. Sie geben ihr OK für den Abschluss von Kundenverträgen (haften dafür gewissermaßen sogar mit ihrer Unterschrift), sie gestalten die IT-Prozesse wie sie es brauchen, sie gestalten den Aufbau der Organisation so, dass möglichst transparente Aussage möglich sind, sie entscheiden über bilanzpolitische Maßnahmen, usw.

Solche Controller verdienen bei uns etwa 150k ohne Führungsverantwortung. Das ist es, was ich unter Controlling verstehe und sowas wird auch nicht wegrationalisiert. Das was hier oftmals mit Controlling gleichgesetzt wird, verdient im Grunde den Namen kaum (und stimmt so in der Praxisrealität auch nicht, es gibt nicht mehr den Zahlenschubser, außer das Unternehmen hinkt 20 Jahre hinterher).

150k ohne Führungsverantwortung? Entweder du bist ein Troll oder ein boomer

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 02.03.2019:

Kommt auch immer drauf an, wie eine Controlling-Stelle gestaltet ist. Wenn es hauptsächlich um Zahlen zusammentragen geht, dann wird man da nicht übermäßig viel verdienen. Das ist meiner Meinung nach dann aber auch keine richtige Controlling-Stelle.

Controlling heißt "Steuern", der Beruf beinhaltet also explizit eine direkte Einflussnahme auf das Geschäft, die Vorgänge und Prozesse im Unternehmen. Bei uns sind Controller echte kaufmännische Entscheider. Sie geben ihr OK für den Abschluss von Kundenverträgen (haften dafür gewissermaßen sogar mit ihrer Unterschrift), sie gestalten die IT-Prozesse wie sie es brauchen, sie gestalten den Aufbau der Organisation so, dass möglichst transparente Aussage möglich sind, sie entscheiden über bilanzpolitische Maßnahmen, usw.

Solche Controller verdienen bei uns etwa 150k ohne Führungsverantwortung. Das ist es, was ich unter Controlling verstehe und sowas wird auch nicht wegrationalisiert. Das was hier oftmals mit Controlling gleichgesetzt wird, verdient im Grunde den Namen kaum (und stimmt so in der Praxisrealität auch nicht, es gibt nicht mehr den Zahlenschubser, außer das Unternehmen hinkt 20 Jahre hinterher).

Kenne ich bei uns auch so. Aber allein dass hier Accounting und Controlling in einen Topf geworfen wird, zeigt wie wenig Einblick in das Berufsfeld eines Controllers vorhanden ist. Da mag es für manche tätigkeiten teilweise Schnittstellen geben, in meinem Fall beispielsweise beschränkt sich das aber mehr oder weniger auf den Jahresabschluss. Ansonsten habe ich quasi nie mit dem Rechnungswesen geschweige irgendwelchen Buchungen oder dergleichen zu tun.

Bei uns verdient übrigens selbst ein Junior-Controller ohne BE 60k€ bei 35h. Der TE scheint also tatsächlich in einer Strukturschwachen Gegend bei einem Arbeitgeber ohne Tarifbindung zu sein.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 02.03.2019:

Du verstehst es nicht. Als Controller hast du eben NICHT direkten Impact auf das Business. Impact hat Vertrieb, Marketing, Einkauf, Logistik etc. aber doch kein Controller. Auch wenn du dich vom Steuerberater abheben willst, bist du genauso "nur" ein Gewinnoptimierer und Kostenschrauber nur mit dem Unterschied, dass Steuerberatung deutlich komplexer ist und dementsprechend viel besser entlohnt wird als deine Tätigkeit.

Ich glaube nicht, dass Steuerwesen sonderlich gut bezahlt ist. Die ex-Steuerfachangestellten bei uns freuen sich immer über ein paar hundert Euro mehr im Monat.

Und sich paar Konten geben lassen und paar Zahlen in das vorgegebene Modell eintragen um dann teilweise fehlerhafte Buchungen an den Mandanten zu geben ist jetzt nicht das wahnsinnige intellektuelle Niveau.

Außerdem ist der Steuerberater kein Gewinnoptimierer, sondern notwendiges Compliance-Übel.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 02.03.2019:

Außerdem ist der Steuerberater kein Gewinnoptimierer, sondern notwendiges Compliance-Übel.

In Unternehmen wird an den meisten Stellen ein Gewinnbegriff verwendet, wo Steuern und auch das Finanzergebnis überhaupt keine Rolle spielen. Meistens also EBIT, ggf. individuell angepasst. Das steht in den Zielvereinbarungen, danach werden Manager gesteuert. Die Leistungen eines Steuerberaters sind für mehr als 90% der Manager absolut irrelevant, wahrscheinlich ist der Anteil sogar noch viel höher. Die interessiert es schlicht nicht, was "da weiter unten in der GuV steht". Muss es auch nicht, hat mit operativer Leistung rein gar nichts zutun.

Alleine schon was hier über den Impact der Steuerberatung auf den Gewinn geschrieben wurde zeigt, dass da keine Ahnung vorhanden ist, wie es in Unternehmen läuft, den dieser Gewinnbegriff interessiert schlicht (fast) niemanden.

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 02.03.2019:

Du verstehst es nicht. Als Controller hast du eben NICHT direkten Impact auf das Business. Impact hat Vertrieb, Marketing, Einkauf, Logistik etc. aber doch kein Controller. Auch wenn du dich vom Steuerberater abheben willst, bist du genauso "nur" ein Gewinnoptimierer und Kostenschrauber nur mit dem Unterschied, dass Steuerberatung deutlich komplexer ist und dementsprechend viel besser entlohnt wird als deine Tätigkeit.

Ich glaube nicht, dass Steuerwesen sonderlich gut bezahlt ist. Die ex-Steuerfachangestellten bei uns freuen sich immer über ein paar hundert Euro mehr im Monat.

Und sich paar Konten geben lassen und paar Zahlen in das vorgegebene Modell eintragen um dann teilweise fehlerhafte Buchungen an den Mandanten zu geben ist jetzt nicht das wahnsinnige intellektuelle Niveau.

Außerdem ist der Steuerberater kein Gewinnoptimierer, sondern notwendiges Compliance-Übel.

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Ein Steuerfachangestellter hat nicht studiert. Wenn dann solltest du dich bei deiner Berufserfahrung mit nem fertigen Steuerberater vergleichen.
Aber rede dir ruhig ein, dass deine Controller Tätigkeit ach so anspruchsvoll ist. Viel Spaß mit deninem Hungerlohn bei FÜNF verdammten Jahren an Berufserfarung :D

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

Ich habe auch Praktika im Controlling absolviert und finde die Diskussion ganz interessant. Mir kommt auch hin und wieder der Gedanke mich aus Karrieregründen in die wertschöpfenden Bereiche umzuorientieren. Letztenendes ist man ja als Controller auch nur "Backoffice" und ein Kostenfaktor, den es möglichst gering zu halten gilt. Wie denkt ihr darüber? Wie wird Controlling in der Realität gelebt und wahrgenommen? Was ich aus meinen Praktika so weiß sind die Gehälter ja schon üppig (Mal vom TE abgesehen)

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 24.11.2019:

Ich habe auch Praktika im Controlling absolviert und finde die Diskussion ganz interessant. Mir kommt auch hin und wieder der Gedanke mich aus Karrieregründen in die wertschöpfenden Bereiche umzuorientieren. Letztenendes ist man ja als Controller auch nur "Backoffice" und ein Kostenfaktor, den es möglichst gering zu halten gilt. Wie denkt ihr darüber? Wie wird Controlling in der Realität gelebt und wahrgenommen? Was ich aus meinen Praktika so weiß sind die Gehälter ja schon üppig (Mal vom TE abgesehen)

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WiWi Gast

Gehalt im Accounting/Controlling lächerlich?

WiWi Gast schrieb am 24.11.2019:

Ich habe auch Praktika im Controlling absolviert und finde die Diskussion ganz interessant. Mir kommt auch hin und wieder der Gedanke mich aus Karrieregründen in die wertschöpfenden Bereiche umzuorientieren. Letztenendes ist man ja als Controller auch nur "Backoffice" und ein Kostenfaktor, den es möglichst gering zu halten gilt. Wie denkt ihr darüber? Wie wird Controlling in der Realität gelebt und wahrgenommen? Was ich aus meinen Praktika so weiß sind die Gehälter ja schon üppig (Mal vom TE abgesehen)

Die Wahrnehmung des Controlling ist sehr unterschiedlich. Ich habe das Gefühl, dass es in größeren Unternehmen einen höheren Stellenwert hat als in kleinen.
In großen Unternehmen ist die Geschäftsführung weit weg vom Alltagsgeschäft und braucht daher ständig detaillierte Zahlen zu allen möglichen Themen, um überhaupt im Bilde zu sein.
In vielen (bei weitem nicht allen) KMUs denkt der Geschäftsführer, er kenne ja seinen Laden und hält Controlling für eher überflüssig.
In vielen Großunternehmen ist das Controlling auch ein entsprechend großer Bereich und viel größer als bspw. das ReWe. In manchen KMUs macht das der Leiter Rechnungswesen so nebenbei.
Oft merkt man den Wert des Controlling erst, wenn es fehlt. Dann geht plötzlich der Gewinn runter und niemand weiß, warum. Das habe ich (als Stb) schon oft bei Mandanten erlebt.
Karrieretechnisch bleibt es aber dabei, dass Controlling eben eine klassische Verwaltungsstelle ist, ohne direkten Kontakt zur Wertschöpfung. Wirklich gut verdienen tut man daher erst auf Leitungsstellen. Darunter dürfte deine persönliche Performance selten großen Einfluss auf dein Gehalt haben, da der Mehrwert einfach so schlecht messbar ist.

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TVöD: Ein weißes Schild weist den Weg zur  "Universität"

Die Tarifrunde 2018 mit dem Bund und den kommunalen Arbeitgebern ist abgeschlossen. Die Entgelte werden in drei Schritten erhöht; betrieblichschulische Ausbildungsverhältnisse und duale Studiengänge werden tarifiert. Außerdem wird die Jahressonderzahlung im Tarifgebiet Ost der VKA an das Westniveau angeglichen.

Bachelorabsolventen verdienen langfristig viel weniger

 Wortspinnennetz - An Fäden hängen mehrere kleine Würfel mit Buchstaben, die Hochschulabschlüsse: PHD, BA, DR, MA und DIPL vor grauem Hintergrund zeigen.

Höhere Abschlüsse zahlen sich aus. Das Gehalt von Bachelorabsolventen ist im Alter von 25 Jahren bei 2.750 Euro mit dem bei beruflichen Fortbildungsabschlüsse vergleichbar. Masterabsolventen erzielen dann bereits ein Einkommen von rund 2.900 Euro im Monat. Dieser Einkommensunterschied wächst mit steigender Berufserfahrung, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt. 34-jährige Masterabsolventen verdienen im Durchschnitt etwa 4.380 Euro im Monat, Bachelorabsolventen 3.880 Euro.

Gehaltsanalyse 2017: Was Fach- und Führungskräfte nach Bundesländern verdienen

Die Finanzmetropole Frankfurt.

Wer in Städten lebt und arbeitet, bekommt mehr Gehalt - das stimmt zumindest im Fall München. Fach- und Führungskräfte aus München verdienen durchschnittlich über 3.200 Euro mehr im Jahr als außerhalb der bayrischen Hauptstadt. Das gilt jedoch nicht für alle Bundesländer. Das Online-Portal Gehalt.de hat die Durchschnittsgehälter aller Bundesländer - ohne die Stadtstaaten - mit und ohne Hauptstadt analysiert.

Gehaltsübersicht 2017: Buchhalter und Einkäufer verzeichnen Gehaltszuwachs

Die Gehälter im Finance-, Assistenz- und kaufmännischen Bereich steigen im Jahr 2017 erneut. Besonders profitieren Lohnbuchhalter, Gehaltsbuchhalter sowie Einkäufer von den steigenden Gehältern. Lohnbuchhalter und Gehaltsbuchhalter erwarten einen Zuwachs von 5,9 Prozent, bei Einkäufern sind es 4,3 Prozent. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der neuen Gehaltsübersicht 2017 von Personaldienstleister Robert Half.

Gehaltsstudie 2015: Das verdienen Diplom-Kaufleute und Diplom-Betriebswirte

Ein Lego-Männchen im Anzug mit vielen 50 Euro Scheinen symoblisiert das Thema Gehalt.

Diplom-Kaufleute verdienen in Deutschland im Durchschnitt 4.851 Euro im Monat. Das Einkommen der Diplom-Kaufleute steigt dabei mit der Dauer der Berufserfahrung von durchschnittlichen Einstiegsgehältern von gut 4.100 Euro bis hin zu etwa 6.000 Euro bei mehr als 20 Jahren Berufserfahrung. Auch Diplom-Kaufleute profitieren in tarifgebundenen Unternehmen von höheren Gehältern. Sie liegen 17,4 Prozent über dem Gehalt ihrer Kollegen in Betrieben ohne Tarifvertrag, so das aktuelle Ergebnis der LohnSpiegel Einkommensstudie für die Berufsgruppe „Diplom-Kaufmann/-frau, Diplom-Betriebswirt/in“.

Gehaltsstudie 2016: Gehälter in Marketing und Vertrieb steigen um 2,6 Prozent

Geldscheine und kleine Buchstabenwürfel zum Thema Gehälter liegen zusammen.

Die Gehälter im Marketing und Vertrieb wurden in Deutschland in 2016 um durchschnittlich 2,6 Prozent angehoben. Führungskräfte in Marketing und Vertrieb verdienen durchschnittlich 113.000 Euro jährlich, Spezialisten 73.000 Euro und Sachbearbeiter 49.000 Euro. Im Vertrieb ist die variable Vergütung Standard. Fast alle Vertriebsleiter, Außendienstleiter und Außendienstmitarbeiter erhalten etwa 20 Prozent vom Gehalt als leistungsabhängige Vergütung. Das zeigt die Gehaltsstudie 2016 der Managementberatung Kienbaum.

StepStone Gehaltsreport 2016: Das verdienen Fach- und Führungskräfte mit Wirtschaftsstudium

Ein Legomännchen mit Geldscheinen zum Thema Gehalt.

Durchschnittlich 52.000 Euro verdienen Fach- und Führungskräfte in Deutschland. Akademiker verdienen im Schnitt 28 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Brutto-Jahresgehalt inklusive variablem Anteile in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 58.871 Euro, in Wirtschaftsinformatik 62.382 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen 62.231 Euro.

Gehaltsübersicht 2016: Einkäufer mit größter Gehaltsentwicklung

Eine Hand hält gefächerte Karten mit Buchstaben, die das Wort Gehalt ergeben.

Die Gehälter bei kaufmännischen Fachkräften steigen im Jahr 2016. Der Gehaltsübersicht 2016 von Personaldienstleister Robert Half zufolge tendiert vor allem die Vergütung von Einkäufern, Kundenberatern, Office-Managern und Projektassistenten in diesem Jahr zu höheren Gehältern. Die Einkäufer erwartet bei den Office-Jobs mit 2,4 Prozent Gehaltssteigerung die beste Gehaltsentwicklung.

Gehaltsstudie 2015: Controller verdienen 2015 rund 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr

Buchstabenwürfel ergeben das Wort: Gehälter, welches sich auf einer roten, glatten Oberfläche wiederspiegelt.

Das Gehalt von Controllern steigt mit zunehmender Verantwortung und je anspruchsvoller die Position der Controller, desto höher ist entsprechend der Bonus zum Festgehalt. Sachbearbeiter verdienen im Controlling im Schnitt 63.000 Euro pro Jahr. Das durchschnittliche Jahresgehalt von Controllern in Führungspositionen beträgt 116.000 Euro. In großen Unternehmen verdienen Controller mehr als in kleinen Firmen, wie eine aktuelle Gehaltsstudie für das Jahr 2015 von Kienbaum zeigt.

Vertriebsgehälter: Variable Vergütung führt selten zum Ziel

Weißes Startbanner auf dem in fetten schwarzen Buchstaben das Wort ZIEL steht.

Variable Vergütungen sind im Vertrieb ein wichtiger Gehaltsbestandteil. Provisionen und Bonuszahlungen haben bei Vertriebsmitarbeiter jedoch nur sehr geringen Einfluss auf die Zielerreichung im Vertrieb. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Hay Group Unternehmensberatung zu Vertriebsgehältern.

Gehaltsstudie 2015: Gehälter in Marketing und Vertrieb steigen um 3,6 Prozent

Geldscheine und kleine Buchstabenwürfel zum Thema Gehälter liegen zusammen.

Die Gehälter in Marketing und Vertrieb sind in Deutschland in 2015 um 3,6 Prozent gestiegen. Führungskräfte in Marketing und Vertrieb verdienen durchschnittlich 115.000 Euro im Jahr, Spezialisten 75.000 Euro und Sachbearbeiter 49.000 Euro. Im Vertrieb sind die Gehälter am höchsten und am besten verdienen die Außendienstler im Maschinen- und Anlagenbau. Besonders stark steigen die Gehälter mit der Unternehmensgröße.

StepStone Gehaltsreport 2015: Das verdienen Fach- und Führungskräfte in Deutschland

StepStone-Gehaltsreport-2015: Ein Legomännchen mit 50 Euro Geldschein zum Thema Gehalt.

Durchschnittlich 52.000 Euro verdienen Fach- und Führungskräfte in Deutschland. Akademiker verdienen im Schnitt 35 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Bruttojahresgehalt inklusive variablem Anteile in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 56.438 Euro, in Wirtschaftsinformatik 60.929 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen 60.790 Euro.

Nur 56,4 Prozent sind mit dem Gehalt zufrieden

Rote Ziegelsteinmauer in einer Turnhallenkabine auf dem ein lachendes Gesicht aufgemalt ist.

Der Monster Gehaltsreport 2015 hat die Zufriedenheit von Arbeitnehmern mit ihrem Gehalt, Kollegen und weiteren Jobfaktoren ausgewertet. Nur 56,4 Prozent sind mit dem Gehalt zufrieden. Im internationalen Vergleich zeigen Deutsche die höchste Zufriedenheit bei der Zusammenarbeit mit den Kollegen.

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