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Chef torpediert mich und meine Beförderung

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Hallo Forum,

ich habe zunehmend das Gefühl das mein Chef versucht mich und eine potenzielle Beförderung zu torpedieren und weiß leider nicht wie ich reagiern soll. Vielleicht zum Background, ich wurde vor 2 Jahren zum Spezialist/Projektleiter befördert. Habe immer sehr viel geleistet und immer gutes Feedback erhalten, auch als Spezialist. Vor ca. einem Jahr gab es dann einen Wechsel meines direkten Vorgesetzten und mein neuer Vorgesetzter ist/war "ziemlich Fachfremd". Gerade in der Anfangszeit habe ich meinem Chef sehr oft den A... gerettet und habe auch seitdem die Leitung sämtlicher Projekte und Vertretung des Bereichs gegenüber anderen Bereichen übernommen (eigentlich der Job meines Chefs, dieser bleibt gerne in der 2. Reihe). Das ist natürlich aufgefallen und mir wurde via Kontakte mitgeteilt, dass mein Chef scheinbar von seinem Chef konfrontiert wurde ob ich nicht Potenzial für mehr hätte.

Seitdem hat sich das Verhältnis zu meinem Chef massiv verändert. Ich werde mit Aufgaben überschüttet (+50h, ich glaube es wird versucht bewusst Verschleiß/Überforderung bei mir hervorzurufen), gleichzeitig wird nach Fehlern gesucht. Jetzt hatten wir unser Zwischengespräch und obwohl ich massiv mehr Aufgaben übernehme, leite und schlicht für 2 arbeite, seit der Beförderung einen Urlaubsstau aus Vorjahren von über 40 Tagen habe, habe ich erstmals eine mittelmäßige Beurteilung erhalten. Ich wurde auch konkret gefragt ob ich mir mehr vorstellen könnte und wurde direkt danach abgewürgt mit "dafür erwartet er mehr...." Wirklich konkret wurde er auf Nachfrage nicht und hat Beispiele hervorgebracht, die ich direkt entkräften konnte. Mein Chef ist ein halber Choleriker und macht mit seiner Gestig aber recht deutlich das ihm meine Widerworte nicht gepasst haben.

Ich weiß jetzt leider nicht mehr was ich machen soll. Klar kann ich auf Konfrontation gehen, jedoch ist mein Vorgesetzter mein Vorgesetzter und wenn der sein Veto einlegt wird nie etwas passieren. Gleichzeitig merke ich wie mich die Arbeitsbelastung auch privat zunehmend stresst und ich nachts wach im Bett liege und grüble, wie ich den nächsten Tag unter einen Hut kriegen soll. Oft denke ich auch über eine Kündigung nach, möchte die geleisteten Jahre aber auch nicht einfach wegwerfen.

Bin dankbar über euer Feedback.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 02.12.2021:

Hallo Forum,

ich habe zunehmend das Gefühl das mein Chef versucht mich und eine potenzielle Beförderung zu torpedieren und weiß leider nicht wie ich reagiern soll. Vielleicht zum Background, ich wurde vor 2 Jahren zum Spezialist/Projektleiter befördert. Habe immer sehr viel geleistet und immer gutes Feedback erhalten, auch als Spezialist. Vor ca. einem Jahr gab es dann einen Wechsel meines direkten Vorgesetzten und mein neuer Vorgesetzter ist/war "ziemlich Fachfremd". Gerade in der Anfangszeit habe ich meinem Chef sehr oft den A... gerettet und habe auch seitdem die Leitung sämtlicher Projekte und Vertretung des Bereichs gegenüber anderen Bereichen übernommen (eigentlich der Job meines Chefs, dieser bleibt gerne in der 2. Reihe). Das ist natürlich aufgefallen und mir wurde via Kontakte mitgeteilt, dass mein Chef scheinbar von seinem Chef konfrontiert wurde ob ich nicht Potenzial für mehr hätte.

Seitdem hat sich das Verhältnis zu meinem Chef massiv verändert. Ich werde mit Aufgaben überschüttet (+50h, ich glaube es wird versucht bewusst Verschleiß/Überforderung bei mir hervorzurufen), gleichzeitig wird nach Fehlern gesucht. Jetzt hatten wir unser Zwischengespräch und obwohl ich massiv mehr Aufgaben übernehme, leite und schlicht für 2 arbeite, seit der Beförderung einen Urlaubsstau aus Vorjahren von über 40 Tagen habe, habe ich erstmals eine mittelmäßige Beurteilung erhalten. Ich wurde auch konkret gefragt ob ich mir mehr vorstellen könnte und wurde direkt danach abgewürgt mit "dafür erwartet er mehr...."

Unbedingt weg bewerben! Die nutzen dich da nur aus, so mein Gefühl

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 02.12.2021:

Hallo Forum,

ich habe zunehmend das Gefühl das mein Chef versucht mich und eine potenzielle Beförderung zu torpedieren und weiß leider nicht wie ich reagiern soll. Vielleicht zum Background, ich wurde vor 2 Jahren zum Spezialist/Projektleiter befördert. Habe immer sehr viel geleistet und immer gutes Feedback erhalten, auch als Spezialist. Vor ca. einem Jahr gab es dann einen Wechsel meines direkten Vorgesetzten und mein neuer Vorgesetzter ist/war "ziemlich Fachfremd". Gerade in der Anfangszeit habe ich meinem Chef sehr oft den A... gerettet und habe auch seitdem die Leitung sämtlicher Projekte und Vertretung des Bereichs gegenüber anderen Bereichen übernommen (eigentlich der Job meines Chefs, dieser bleibt gerne in der 2. Reihe). Das ist natürlich aufgefallen und mir wurde via Kontakte mitgeteilt, dass mein Chef scheinbar von seinem Chef konfrontiert wurde ob ich nicht Potenzial für mehr hätte.

Seitdem hat sich das Verhältnis zu meinem Chef massiv verändert. Ich werde mit Aufgaben überschüttet (+50h, ich glaube es wird versucht bewusst Verschleiß/Überforderung bei mir hervorzurufen), gleichzeitig wird nach Fehlern gesucht. Jetzt hatten wir unser Zwischengespräch und obwohl ich massiv mehr Aufgaben übernehme, leite und schlicht für 2 arbeite, seit der Beförderung einen Urlaubsstau aus Vorjahren von über 40 Tagen habe, habe ich erstmals eine mittelmäßige Beurteilung erhalten. Ich wurde auch konkret gefragt ob ich mir mehr vorstellen könnte und wurde direkt danach abgewürgt mit "dafür erwartet er mehr...." Wirklich konkret wurde er auf Nachfrage nicht und hat Beispiele hervorgebracht, die ich direkt entkräften konnte. Mein Chef ist ein halber Choleriker und macht mit seiner Gestig aber recht deutlich das ihm meine Widerworte nicht gepasst haben.

Ich weiß jetzt leider nicht mehr was ich machen soll. Klar kann ich auf Konfrontation gehen, jedoch ist mein Vorgesetzter mein Vorgesetzter und wenn der sein Veto einlegt wird nie etwas passieren. Gleichzeitig merke ich wie mich die Arbeitsbelastung auch privat zunehmend stresst und ich nachts wach im Bett liege und grüble, wie ich den nächsten Tag unter einen Hut kriegen soll. Oft denke ich auch über eine Kündigung nach, möchte die geleisteten Jahre aber auch nicht einfach wegwerfen.

Bin dankbar über euer Feedback.

Du bist leider kein Einzelfall, solche Chefs gibt es leider zuhauf. Da hilft m.E. tatsächlich nur eins: Wechsel! Wenn du deinen Chef nicht auf deiner Seite hast bzw. er sich nicht für dich einsetzt, wird das nichts mit dem nächsten "Karriereschritt". Falls du in einem größeren Unternehmen bist, strecke halt mal gezielt die Fühler in andere Abteilungen aus, wo es fachlich passen könnte!

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Vielleicht steckt das alte Dilemma von „Unersetzbarkeit“ dahinter. Sehr gut performen und erkennbar der Fachmann sein, super; dabei aber die Kollegen einweihen und mitnehmen, sodass im Zweifelsfall immer eine ~80% so gute Vertretung verfügbar wäre.

Hast du vielleicht zu viel Herrschaftswissen sodass dein Chef/dein Team ohne dich Platz wäre?

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Ist von außen immer schwer zu beurteilen. Es kann sein, dass das einfach seine, nicht unbedingt schöne, Art ist. Es kann sein, dass er nicht auf dich verzichten möchte. Es kann aber auch sein, dass er das mit dem mehr erwarten ernst meint. Also dass er damit wirklich testen will, ob du für den nächsten Schritt bereit bist oder dich darauf vorbereiten willst. Da wäre dass dann auch wieder die Frage, ob das so richtig oder übertrieben ist. Und daneben gäbe es noch ganz viel anderes.

Aber als Außenstehender hat man da halt keinen Einblick. Fühlst du dich mit dem wie es ist wirklich unwohl solltest du aber was tun. Entweder dir selber intern oder extern was anderes suchen, oder ihn einmal drauf ansprechen.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Ich leide beim Lesen mit...

Was du unbedingt tun solltest, bereite dich sehr gezielt auch deine Gespräche mit dem Vorgesetzten vor. Wenn ich das so lese und verstehe, wie du es schreibst, kann dein Chef kaum auf dich verzichten. Ich würde an deiner Stelle aber nach diesem Gespräch den Spieß umdrehen und ihn sich selbst vorführen lassen, indem du eben nicht mehr seine Aufgaben wie größere Runden mit übernimmst. Soll er sich einen anderen Dummen suchen...

Vor einer Kündigung würde ich auf jeden Fall noch einmal auf den Vor-Vorgesetzten zugehen und das ganze Thema mit ihm aufarbeiten. Da entwickeln sich manchmal noch ganz andere Perspektiven.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Wenn keine konkreten Punke von deinem Chef genannt werden und du so nicht mehr magst, nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern eine Ebene hoeher das Thema ansprechen oder in eine andere Abteilung gehen.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Seine erste Maxime ist: Ein schlechter Chef arbeitet selbst, ein guter Chef läßt arbeiten.

Seine zweite Maxime ist: Du bist besser als er, kannst mehr und wenn das auffällt, hat er ein Problem.

Seine dritte Maxime ist: Er hat Angst um seinen Posten und sucht daher, Dich klein zu halten.

Seine vierte Maxime ist: Je mehr Arbeit Du hast, desto mehr leidet die Qualität Deiner Arbeit (so denkt er).

Die von ihm gesuchte Lösung ist eine Mischung aus allem. Hast schon mal daran gedacht, die Thematik seinem Vorgesetzen zu kommunizieren ?

Was wenn Du einfach mal 3 Wochen krank bist ? Meinst Du, es fällt dann auf, was er alles (nicht) leisten kann in der dann (ohne Dich) chaotischen Abteilung ?

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Aus meiner Sicht solltest du dich schonmal nach einer neuen Stelle umsehen.
Dein neuer Chef hat Angst vor dir. Wenn er anscheinend fachfremd ist und du gute Kritiken von seinem Vorgesetzten bekommst, dann bekommt er natürlich Angst, dass er bald weg vom Fenster ist.
Also versucht er dich zu torpedieren. Das ist tatsächlich absoluter Alltag und nicht nur Stromberg-Methode.

Ich würde einen neuen Posten suchen und gleichzeitig mal das Gespräch suchen. Wenn du eine Zusage von einem anderen Unternehmen hast, kannst du vllt nochmal besser verhandeln.
Ansonsten kann man bei solchen Leuten nur das weite suchen, oder sich damit abfinden oder arrangieren. Karriere wirst du so aber nicht machen.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Sprich doch einmal mit dem Chef deines Chefs (dem du aufgefallen bist). Eventuell kann der dir helfen.
Und ja, eigentlich übergeht man nicht die Hierarchie, aber offenbar kannst du es dir bei deinem direkten Vorgesetzten eh nicht mehr verscherzen...

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Leistung konsequent herunterfahren und intern bewerben.
Dort wieder Gas geben.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Scheinbar hast du eine sehr gute Reputation im Unternehmen. Bevor du dich extern bewirbst, bestünde die Möglichkeit auch intern zu einem anderen Team zu wechseln? Ansonsten könnte eine Alternative sein, dass du dich ganz unvoreingenommen Zeit nimmst, um zu Überlegen, was dein Vorgesetzter von deiner Beförderung hätte. Wenn man Menschen von etwas überzeugen möchte, klappt das oft indem man ihnen die eigenen persönliche Vorteile aufzeigt. Wenn interner Wechsel nicht möglich und Überzeugungskraft nicht helfen, wäre ein externer Wechsel immer noch möglich (aber wenn du dich sonst im Unternehmen wohl fühlst, wäre das der letzte Schritt).

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Solche gibt es überall. Mein Rat wäre:
Bewerben und warten bis du ein gutes Angebot hast. Damit zum Chef von Chef und ihm von den Stromberg-Strategien deines Chefs erzählen und verhandeln. Vielleicht hat er eine andere interne Stelle für dich.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Willkommen in der Firmenpolitik. Ab gewissen Hierachistufen wird die Luft dünner. Erkennt dein direkter Vorgesetzter dein Potenzial und deine Ambitionen, bist du grundsätzlich eine Bedrohung für seine Position.

  1. Möglichkeit: Dein Vorgesetzter strebt selbst weiter nach oben. Um das zu schaffen braucht er starke Leute unter sich die ihn Supporten, also zieht er dich hinterher.
  2. Möglichkeit: Dein Vorgesetzter sorgt dafür, dass du keine Bedrohung mehr für ihn bist.

Bei dir scheint wohl eher letzteres der Fall zu sein. Wie einige schon geschrieben haben, hilft da nur der (Abteilungs-)Wechsel. Versuch dem Chef klarzumachen, dass deine Ambition nicht sein Posten ist, sondern irgendein anderer auf der selben Hierachie-Ebene. Dann hast du ggf. sogar Chancen, das er dich in diese Richtung fördert, um die "Bedrohung" in seinem Nacken los zu sein.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Intern bewerben, ggf. mit Chef-Chef sprechen, ansonsten auch extern bewerben. In der jetzigen Abteilung auf jeden Fall weniger Projekte annehmen und nicht mehr 50h arbeiten sondern runterschrauben auf 40 mit der Begründung, dass dein Mehraufwand ohnehin nicht richtig gesehen und gewürdigt wird.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

je nach person auch mit dem chef Tacheles reden und fragen was das soll. Da es ein choleriker zu sein scheint, würde ich m die pseudo Höflichkeit sparen und ihm die Wahrheit sagen. Sag ihm, dass du nicht auf seinen posten geil bist.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

melde dich glaubhaft wegen irgendeiner krankheit 4-6 wochen krank. wenn der laden in der zeit explodiert, kriegt dein direkter chef richtig ein problem und du hast ein druckmittel in der hand. in der zeit kannst du dich auch schon mal wegbewerben. mit einfach nur alles abarbeiten wirst du nicht nur keine karriere machen.

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ExBerater

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Total spannend hier. Jemand erzählt eine Geschichte aus der eigenen Perspektive, und ohne überhaupt irgendwas zu hinterfragen sofort alle "toxic" oder "and Kreuz mit dem Chef"

Es könnte ja auch sein, dass der Chef seine Gründe hat. Es könnte ja auch sein, dass die Story so nicht stimmt. Es könnte ja auch sein, dass der Chef ihn wirklich fördern will und darauf vorbereitet.

Mal sachlich:
Suche das Gespräch mit deinem Chef. Frag was an der Leistung nicht so gut war wie zuvor. Bleib freundlich, bleib höflich, bleib am Ball, arbeite weiter gut und versuche immer bei Projekten oder Zwischenständen direkt zu fragen, ob er happy sei.
Sag ihm dass du schon zu viel arbeitest, frag ihn wie deine Perspektive sei...
Urlaub kann dir niemand verwehren, also würde ich einfach mal 3 Wochen am Stück nehmen. Das ist deutlich fairer als einfach einen auf krank zu machen - und es hat den gleichen Effekt.

Selbst WENN sein Verhalten wirklich schlecht ist, tust du dir keinen Gefallen damit, wenn du es ihm gleich tust und falsch spielst. Man weiß auch nicht, was aus ihm wird. Steigt er auf, kann er dich mitnehmen. Muss er gehen, kann es sein, dass du ihn ersetzt wenn du weiterhin am guten Standing in der Firma arbeitest.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Wir kennen jetzt natürlich deine Sicht. Wir kennen aber nicht die Sicht der Chefs oder des Unternehmens. Vielleicht hast du auch nur gehört, was du hören wolltest? Vielleicht schätzt du dich richtig ein, vielleicht falsch? Ist halt schwierig zu beurteilen.

antworten
WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 03.12.2021:

Wir kennen jetzt natürlich deine Sicht. Wir kennen aber nicht die Sicht der Chefs oder des Unternehmens. Vielleicht hast du auch nur gehört, was du hören wolltest? Vielleicht schätzt du dich richtig ein, vielleicht falsch? Ist halt schwierig zu beurteilen.

Die Sicht des Chefs ist doch klar, der Mitarbeiter ist nicht gut genug um aufzusteigen. Ein alt bekanntes Muster um sich die Konkurrenz vom Hals zu halten. Schwache Chefs wollen eben gerne Indianer haben, die ihnen die Arbeit abnehmen, aber ja nicht selbst aufsteigen wollen.

Ein kluger Chef hätte das Gespräch gesucht und ihm gesagt, dass er auch sieht, dass er gutes leistet, aber in seinem Bereich keine Möglichkeit hat, ihn aufsteigen zu lassen, er aber probiert für ihn ein gutes Wort in einem anderen Bereich einzulegen.

Ja, sowas habe ich sogar mal direkt in der Praxis erlebt. Solche Vorgesetzte soll es auch geben, die eben die "Konkurrenz" wegbefördern, was immer noch besser ist, als die derzeitige Situation, des "du bist nicht gut genug für die Position und ich sitze am längeren Hebel"-Bullshit.

antworten
ExBerater

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Wow. Du interpretierst da aber sehr viel rein was da nicht steht oder du nicht wissen kannst. Scheinst das alles aus deiner eigenen Frustration heraus abzuleiten. Es MUSS aber nicht so sein. Als "Chef" sehe ich das immer auch aus der andere Perspektive. Ich kriege oft mit, was meine Mitarbeiter von mir denken, welche "Vorwürfe" sie gegen mich haben, die dann aber oft gar nicht stimmen. Also, es gibt zwei Seiten einer Medaille.

An den TE: Immer ruhig bleiben. Wenn es zu viel Arbeit ist, dann sag ihm das. Wenn er dich NACHWEISLICH benachteiligt, gehe zu HR, oder auch besser: Sag es ihm dass das dein Eindruck ist. Was soll er schon machen?

  • Wenn nichts dran ist, wird er dir das sagen
  • Wenn was dran ist, wird er es verneinen. Dann kannst du immer noch Schritte einleiten - aber zumindest weiß er Bescheid. Da kann er dann immer noch überlegen, ob er dich lieber ganz verlieren will für die Firma oder sein Verhalten ändern will.
  • Im aller äußersten Fall: Such die was neues, wenn du einen Vertrag hast, gehst du damit zu ihm oder seinem Chef und teilst ihm mit was Sache ist

WiWi Gast schrieb am 03.12.2021:

WiWi Gast schrieb am 03.12.2021:

Wir kennen jetzt natürlich deine Sicht. Wir kennen aber nicht die Sicht der Chefs oder des Unternehmens. Vielleicht hast du auch nur gehört, was du hören wolltest? Vielleicht schätzt du dich richtig ein, vielleicht falsch? Ist halt schwierig zu beurteilen.

Die Sicht des Chefs ist doch klar, der Mitarbeiter ist nicht gut genug um aufzusteigen. Ein alt bekanntes Muster um sich die Konkurrenz vom Hals zu halten. Schwache Chefs wollen eben gerne Indianer haben, die ihnen die Arbeit abnehmen, aber ja nicht selbst aufsteigen wollen.

Ein kluger Chef hätte das Gespräch gesucht und ihm gesagt, dass er auch sieht, dass er gutes leistet, aber in seinem Bereich keine Möglichkeit hat, ihn aufsteigen zu lassen, er aber probiert für ihn ein gutes Wort in einem anderen Bereich einzulegen.

Ja, sowas habe ich sogar mal direkt in der Praxis erlebt. Solche Vorgesetzte soll es auch geben, die eben die "Konkurrenz" wegbefördern, was immer noch besser ist, als die derzeitige Situation, des "du bist nicht gut genug für die Position und ich sitze am längeren Hebel"-Bullshit.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

ExBerater schrieb am 03.12.2021:

Wow. Du interpretierst da aber sehr viel rein was da nicht steht oder du nicht wissen kannst. Scheinst das alles aus deiner eigenen Frustration heraus abzuleiten. Es MUSS aber nicht so sein. Als "Chef" sehe ich das immer auch aus der andere Perspektive. Ich kriege oft mit, was meine Mitarbeiter von mir denken, welche "Vorwürfe" sie gegen mich haben, die dann aber oft gar nicht stimmen. Also, es gibt zwei Seiten einer Medaille.

Dann lies doch mal den Eingangsbeitrag, denn scheinbar hast du das nicht getan. Dort ist die Rede davon, dass sein Chef ihm immer gutes Feedback gegeben, er diesem den A**** gerettet hat, sie bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Chef-Chef den TE gelobt hat, immer ein gutes Verhältnis hatten.

Also bevor du hier andere bele(e)(h)rst wäre es für eine Führungskraft wie dich mal besser, sich ALLE Informationen zu beschaffen.

An den TE: Immer ruhig bleiben. Wenn es zu viel Arbeit ist, dann sag ihm das. Wenn er dich NACHWEISLICH benachteiligt, gehe zu HR, oder auch besser: Sag es ihm dass das dein Eindruck ist. Was soll er schon machen?

Weitermachen bis der TE von selbst die Firma verlässt?

  • Wenn nichts dran ist, wird er dir das sagen

Sein Chef wird ihm bestimmt die Wahrheit sagen, nachdem sich das Verhältnis (wie durch ein Wunder :-)), plötzlich abgekühlt hat.

  • Wenn was dran ist, wird er es verneinen. Dann kannst du immer noch Schritte einleiten - aber zumindest weiß er Bescheid. Da kann er dann immer noch überlegen, ob er dich lieber ganz verlieren will für die Firma oder sein Verhalten ändern will.

Genau diese Antwort wird der TE erhalten, das ist meine Vermutung (das andere waren übrigens alles Sachen, die der TE selbst geschrieben hat, also keine Vermutung).

  • Im aller äußersten Fall: Such die was neues, wenn du einen Vertrag hast, gehst du damit zu ihm oder seinem Chef und teilst ihm mit was Sache ist.

Ich würde zum Chef-Chef gehen und ihm sagen, dass du gerne in der Firma bleiben willst, aber es im jetzigen Team scheinbar zwischenmenschlich nicht mehr funktioniert. Das wäre eine Chance für den Chef-Chef, dass er für den TE vielleicht noch eine andere Stelle hat.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Nach über 20 Jahren im Beruf kann ich sagen das Chefs die keine Ahnung vom Tagesgeschäft haben und ihre Mitarbeiter eigentlich den Laden schmeissen nicht unüblich sind und keiner dieser MA hat den Chef letztendlich überlebt, es sei denn er war hochgradig inkompetent, was ich aus deiner Beschreibung nicht herauslese.

Den anderen Chefs fällt die Situation vielleicht auf und sie machen sich drüber lustig, keiner davon wird aber Partei für dich ergreifen. Wieso auch? Auch dem ChefChef ist es letztendlich egal ob dein Chef den Laden selber führt oder seine Führungsaufgabe darin beschränkt mit der Peitsche hinter dir zu stehen, Hauptsache der Laden läuft und er läuft dank dir.

Ich sehe hier folgende Optionen.

Dich gut stellen, buckeln und hoffen das du bei der nächsten Rotation berücksichtigt wirst.

Intern wechseln.

Extern wechseln.

Das Gespräch mit deinem Chef suchen, von deiner Ambition berichten, ihm aber auch mitteilen das du nicht scharf auf seinen Posten bist sondern er dich bei der nächsten Unternehmensweiten Option als Kandidat ins Spiel bringen soll. Danach bist du vielleicht der Fachfremde Chef :)

Last but not least. Zugtiere lässt man schwer gehen. 50% aller erlebten Beförderungen waren wegbeförderungen weil die Leute unbequem wurden, vor dem Team hinterfragt/widersprochen haben, etc. Dafür muss jedoch dein Standing gut sein, was bei dir aber zutreffen sollte.

antworten
WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 03.12.2021:

Nach über 20 Jahren im Beruf kann ich sagen das Chefs die keine Ahnung vom Tagesgeschäft haben und ihre Mitarbeiter eigentlich den Laden schmeissen nicht unüblich sind und keiner dieser MA hat den Chef letztendlich überlebt, es sei denn er war hochgradig inkompetent, was ich aus deiner Beschreibung nicht herauslese.

Den anderen Chefs fällt die Situation vielleicht auf und sie machen sich drüber lustig, keiner davon wird aber Partei für dich ergreifen. Wieso auch? Auch dem ChefChef ist es letztendlich egal ob dein Chef den Laden selber führt oder seine Führungsaufgabe darin beschränkt mit der Peitsche hinter dir zu stehen, Hauptsache der Laden läuft und er läuft dank dir.

Ich sehe hier folgende Optionen.

Dich gut stellen, buckeln und hoffen das du bei der nächsten Rotation berücksichtigt wirst.

Intern wechseln.

Extern wechseln.

Das Gespräch mit deinem Chef suchen, von deiner Ambition berichten, ihm aber auch mitteilen das du nicht scharf auf seinen Posten bist sondern er dich bei der nächsten Unternehmensweiten Option als Kandidat ins Spiel bringen soll. Danach bist du vielleicht der Fachfremde Chef :)

Last but not least. Zugtiere lässt man schwer gehen. 50% aller erlebten Beförderungen waren wegbeförderungen weil die Leute unbequem wurden, vor dem Team hinterfragt/widersprochen haben, etc. Dafür muss jedoch dein Standing gut sein, was bei dir aber zutreffen sollte.

Ich lese hier nur die Einschätzung des TE. Ob das auch objektiv seine Leistung abbildet wissen wir nicht. Sich selbst sieht man ja immer fantastisch und denkt, das man den Laden alleine schmeißt und niemand so eine Leistung bringen könnte. Letztendlich macht man aber exakt nur das, wofür man bezahlt wird.
Seine angebliche Beförderung, die vereitelt wird, ist ein Gerücht von einem Dritten, der es von einem Dritten gehört haben will. Dabei ging es nicht einmal darum, sondern es wurde sich nur nach ihm erkundigt, was alles bedeuten kann oder eben nichts. Niemand hat ihm etwas versprochen oder zugesagt. Er fragt auch gar nicht nach, was schon für sich spricht, sondern sucht sich den Chef als Sündenbock aus, weil nichts mehr passiert.
Ich denke hier gibt es ein klassisches Fremd/Eigenbildproblem, wie es das so oft gibt.

antworten
WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 17.12.2021:

Ich lese hier nur die Einschätzung des TE. Ob das auch objektiv seine Leistung abbildet wissen wir nicht. Sich selbst sieht man ja immer fantastisch und denkt, das man den Laden alleine schmeißt und niemand so eine Leistung bringen könnte.

Im Endeffekt ist jeder ersetzbar, auch der Chef.

Letztendlich macht man aber exakt nur das, wofür man bezahlt wird.

Liegt in der Natur der Sache, außerdem wird es manchmal gar nicht gerne gesehen, wenn man mehr macht oder es wird nicht gewürdigt. Deswegen haben wird hier im Forum zurecht gesagt, dass es ab einer gewissen Stufe nicht mehr alleine auf Leistung ankommt, sondern man sich mit oberen sehr gut verstehen muss.

Seine angebliche Beförderung, die vereitelt wird, ist ein Gerücht von einem Dritten, der es von einem Dritten gehört haben will.

Nennt sich Flurfunk und der ist auch hilfreich um die Hintergründe zu erfahren, die einem keiner der Beteiligten direkt sagen würde. Es wird meist drumherum geredet.

Dabei ging es nicht einmal darum, sondern es wurde sich nur nach ihm erkundigt, was alles bedeuten kann oder eben nichts. Niemand hat ihm etwas versprochen oder zugesagt. Er fragt auch gar nicht nach, was schon für sich spricht, sondern sucht sich den Chef als Sündenbock aus, weil nichts mehr passiert.

Er hat nur die Sachlage analysiert und sich daraus einem Reim gemacht. Aber klar hat er sich mehr erhofft und merkwürdigerweise hat sich, laut Aussagen des TE, die Beziehung zu seinem Chef in dem Moment verschlechtert, als das Thema der Beförderung vom TE zur Sprache kam.

Ich denke hier gibt es ein klassisches Fremd/Eigenbildproblem, wie es das so oft gibt.

Ja, und zwar bei dir, denn du nimmst die Geschichte hier persönlich, weil scheinbar deine Mitarbeiter hinter deinem Rücken schlecht reden. Da könnte ich auch argumentieren, dass dies nur deine Sichtweise ist und doch irgendwo ein Körnchen Wahrheit drin sein muss.

Ich kann nur sagen, was ein ehemaliger Chef mal sagte: das meiste im Geschäftsleben läuft auf der persönlichen/emotionalen Schiene. Ein Mitarbeiter kann noch so gut sein, wenn er dem Chef nicht in den Kram passt, dann hat er einfach schlechtere Karten.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 03.12.2021:

Nach über 20 Jahren im Beruf kann ich sagen das Chefs die keine Ahnung vom Tagesgeschäft haben und ihre Mitarbeiter eigentlich den Laden schmeissen nicht unüblich sind und keiner dieser MA hat den Chef letztendlich überlebt, es sei denn er war hochgradig inkompetent, was ich aus deiner Beschreibung nicht herauslese.

Eine Führungskraft muss auch nicht unbedingt in den Details des Tagesgeschäfts stecken. Die Führung und Motivation der Mitarbeiter ist doch genau eine der Kernaufgaben eines (guten) Vorgesetzten; und das Vertrauen in den MA, dass das anstehende Tagesgeschäft effizient und in guter Qualität erledigt wird. Kommt natürlich auf die konkrete Stelle an. Ein Teamleiter eines sehr operativen Bereichts hat sicherlich mehr Einblick ins Tagesgeschäft seiner Mitarbeiter als ein Abteilungsleiter. Ich hätte z.B. gar kein Interesse daran, dass mein Chef in jedem Detail meiner täglichen Arbeit steckt. Hauptsache das Ergebnis stimmt.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Meeting anberaunen mit deinem Chef und dem Chef deines Chefs.
Darin dem Chef Chef darstellen, wieso du die Beförderung verdient hast.
(Gleichzeitig Plan B offen halten falls es in die Hose geht und du dich wegbewerben musst.)

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 17.12.2021:

WiWi Gast schrieb am 17.12.2021:

Ich lese hier nur die Einschätzung des TE. Ob das auch objektiv seine Leistung abbildet wissen wir nicht. Sich selbst sieht man ja immer fantastisch und denkt, das man den Laden alleine schmeißt und niemand so eine Leistung bringen könnte.

Im Endeffekt ist jeder ersetzbar, auch der Chef.

Letztendlich macht man aber exakt nur das, wofür man bezahlt wird.

Liegt in der Natur der Sache, außerdem wird es manchmal gar nicht gerne gesehen, wenn man mehr macht oder es wird nicht gewürdigt. Deswegen haben wird hier im Forum zurecht gesagt, dass es ab einer gewissen Stufe nicht mehr alleine auf Leistung ankommt, sondern man sich mit oberen sehr gut verstehen muss.

Seine angebliche Beförderung, die vereitelt wird, ist ein Gerücht von einem Dritten, der es von einem Dritten gehört haben will.

Nennt sich Flurfunk und der ist auch hilfreich um die Hintergründe zu erfahren, die einem keiner der Beteiligten direkt sagen würde. Es wird meist drumherum geredet.

Dabei ging es nicht einmal darum, sondern es wurde sich nur nach ihm erkundigt, was alles bedeuten kann oder eben nichts. Niemand hat ihm etwas versprochen oder zugesagt. Er fragt auch gar nicht nach, was schon für sich spricht, sondern sucht sich den Chef als Sündenbock aus, weil nichts mehr passiert.

Er hat nur die Sachlage analysiert und sich daraus einem Reim gemacht. Aber klar hat er sich mehr erhofft und merkwürdigerweise hat sich, laut Aussagen des TE, die Beziehung zu seinem Chef in dem Moment verschlechtert, als das Thema der Beförderung vom TE zur Sprache kam.

Ich denke hier gibt es ein klassisches Fremd/Eigenbildproblem, wie es das so oft gibt.

Ja, und zwar bei dir, denn du nimmst die Geschichte hier persönlich, weil scheinbar deine Mitarbeiter hinter deinem Rücken schlecht reden. Da könnte ich auch argumentieren, dass dies nur deine Sichtweise ist und doch irgendwo ein Körnchen Wahrheit drin sein muss.

Ich kann nur sagen, was ein ehemaliger Chef mal sagte: das meiste im Geschäftsleben läuft auf der persönlichen/emotionalen Schiene. Ein Mitarbeiter kann noch so gut sein, wenn er dem Chef nicht in den Kram passt, dann hat er einfach schlechtere Karten.

Der von dir zitierte User hat doch Recht: Es handelt sich um eine Interpretation des TE und Selbstüberschätzung ist keine Seltenheit.

antworten
WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 17.12.2021:

Ich lese hier nur die Einschätzung des TE. Ob das auch objektiv seine Leistung abbildet wissen wir nicht. Sich selbst sieht man ja immer fantastisch und denkt, das man den Laden alleine schmeißt und niemand so eine Leistung bringen könnte.

Im Endeffekt ist jeder ersetzbar, auch der Chef.

Letztendlich macht man aber exakt nur das, wofür man bezahlt wird.

Liegt in der Natur der Sache, außerdem wird es manchmal gar nicht gerne gesehen, wenn man mehr macht oder es wird nicht gewürdigt. Deswegen haben wird hier im Forum zurecht gesagt, dass es ab einer gewissen Stufe nicht mehr alleine auf Leistung ankommt, sondern man sich mit oberen sehr gut verstehen muss.

Seine angebliche Beförderung, die vereitelt wird, ist ein Gerücht von einem Dritten, der es von einem Dritten gehört haben will.

Nennt sich Flurfunk und der ist auch hilfreich um die Hintergründe zu erfahren, die einem keiner der Beteiligten direkt sagen würde. Es wird meist drumherum geredet.

Dabei ging es nicht einmal darum, sondern es wurde sich nur nach ihm erkundigt, was alles bedeuten kann oder eben nichts. Niemand hat ihm etwas versprochen oder zugesagt. Er fragt auch gar nicht nach, was schon für sich spricht, sondern sucht sich den Chef als Sündenbock aus, weil nichts mehr passiert.

Er hat nur die Sachlage analysiert und sich daraus einem Reim gemacht. Aber klar hat er sich mehr erhofft und merkwürdigerweise hat sich, laut Aussagen des TE, die Beziehung zu seinem Chef in dem Moment verschlechtert, als das Thema der Beförderung vom TE zur Sprache kam.

Ich denke hier gibt es ein klassisches Fremd/Eigenbildproblem, wie es das so oft gibt.

Ja, und zwar bei dir, denn du nimmst die Geschichte hier persönlich, weil scheinbar deine Mitarbeiter hinter deinem Rücken schlecht reden. Da könnte ich auch argumentieren, dass dies nur deine Sichtweise ist und doch irgendwo ein Körnchen Wahrheit drin sein muss.

Ich kann nur sagen, was ein ehemaliger Chef mal sagte: das meiste im Geschäftsleben läuft auf der persönlichen/emotionalen Schiene. Ein Mitarbeiter kann noch so gut sein, wenn er dem Chef nicht in den Kram passt, dann hat er einfach schlechtere Karten.

Der von dir zitierte User hat doch Recht: Es handelt sich um eine Interpretation des TE und Selbstüberschätzung ist keine Seltenheit.

Immer das mit Selbstüberschätzung. Man wächst auch mit seinem Aufgaben. Und was ich im beruflichen Umfeld schon für haarsträubende Fehler mitbekommen habe. Auf allen Ebenen. Das meiste (nicht alles) wird aber meistens schnell wieder vergessen.
Auch die meisten Chefs haben in ihren Berufsleben Dinge in den Sand geschätzt und waren mit einzelnen Entscheidungen überfordert. Man wächst da auch ein Stück weit rein.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 17.12.2021:

Ich lese hier nur die Einschätzung des TE. Ob das auch objektiv seine Leistung abbildet wissen wir nicht. Sich selbst sieht man ja immer fantastisch und denkt, das man den Laden alleine schmeißt und niemand so eine Leistung bringen könnte.

Im Endeffekt ist jeder ersetzbar, auch der Chef.

Letztendlich macht man aber exakt nur das, wofür man bezahlt wird.

Liegt in der Natur der Sache, außerdem wird es manchmal gar nicht gerne gesehen, wenn man mehr macht oder es wird nicht gewürdigt. Deswegen haben wird hier im Forum zurecht gesagt, dass es ab einer gewissen Stufe nicht mehr alleine auf Leistung ankommt, sondern man sich mit oberen sehr gut verstehen muss.

Seine angebliche Beförderung, die vereitelt wird, ist ein Gerücht von einem Dritten, der es von einem Dritten gehört haben will.

Nennt sich Flurfunk und der ist auch hilfreich um die Hintergründe zu erfahren, die einem keiner der Beteiligten direkt sagen würde. Es wird meist drumherum geredet.

Dabei ging es nicht einmal darum, sondern es wurde sich nur nach ihm erkundigt, was alles bedeuten kann oder eben nichts. Niemand hat ihm etwas versprochen oder zugesagt. Er fragt auch gar nicht nach, was schon für sich spricht, sondern sucht sich den Chef als Sündenbock aus, weil nichts mehr passiert.

Er hat nur die Sachlage analysiert und sich daraus einem Reim gemacht. Aber klar hat er sich mehr erhofft und merkwürdigerweise hat sich, laut Aussagen des TE, die Beziehung zu seinem Chef in dem Moment verschlechtert, als das Thema der Beförderung vom TE zur Sprache kam.

Ich denke hier gibt es ein klassisches Fremd/Eigenbildproblem, wie es das so oft gibt.

Ja, und zwar bei dir, denn du nimmst die Geschichte hier persönlich, weil scheinbar deine Mitarbeiter hinter deinem Rücken schlecht reden. Da könnte ich auch argumentieren, dass dies nur deine Sichtweise ist und doch irgendwo ein Körnchen Wahrheit drin sein muss.

Ich kann nur sagen, was ein ehemaliger Chef mal sagte: das meiste im Geschäftsleben läuft auf der persönlichen/emotionalen Schiene. Ein Mitarbeiter kann noch so gut sein, wenn er dem Chef nicht in den Kram passt, dann hat er einfach schlechtere Karten.

Der von dir zitierte User hat doch Recht: Es handelt sich um eine Interpretation des TE und Selbstüberschätzung ist keine Seltenheit.

Immer das mit Selbstüberschätzung. Man wächst auch mit seinem Aufgaben. Und was ich im beruflichen Umfeld schon für haarsträubende Fehler mitbekommen habe. Auf allen Ebenen. Das meiste (nicht alles) wird aber meistens schnell wieder vergessen.
Auch die meisten Chefs haben in ihren Berufsleben Dinge in den Sand geschätzt und waren mit einzelnen Entscheidungen überfordert. Man wächst da auch ein Stück weit rein.

Also falls du der ursprüngliche TE bist wärst du bei mir schon wegen fehlender Kritikfähigkeit und Selbstreflexion nicht auf der Beflrderungsliste.

Zu der ganzen Geschichte zählt auch noch dazu, dass die Fähigkeiten die für eine gute Erfüllung der aktuellen Aufgabe gebraucht werden durchaus andere sein können als die, die man für den nächsten Schritt braucht.

Ich habe schon ein paar Sachbearbeiter erlebt, die in ihrem Fach sehr gut waren, denen die Fähigkeit für eine Führungsrolle aber schlicht fehlten. Trotzdem haben sie sich als natürliche Kandidaten für Beförderung gesehen.

antworten
WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 17.12.2021:

Der von dir zitierte User hat doch Recht: Es handelt sich um eine Interpretation des TE und Selbstüberschätzung ist keine Seltenheit.

Wieso hat dann der TE Vertretung für seinen Chef gemacht und wieso bekommt der TE über Flurfunk mit, dass der Chef Chef seinem Chef gesagt hat, ob der TE nicht Potential für mehr hätte?

Also entweder habt ihr den Text gar nicht gelesen oder aber ihr identifiziert euch eher mit dem Chef und dafür werdet ihr eure Gründe haben. Ich hoffe jedenfalls nicht, dass ihr schon mal so eine miese Nummer mit einem eurer Mitarbeiter gemacht habt.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

Ich wette dein Chef ist so ein klassischer Boomer, der sich als Industriefossil auf dem Rücken der Mitarbeiter fortbewegt, weil Excel und einfache Email ihm schon überfordern. Davon gibt es gefühlt noch 80% da draußen.

WiWi Gast schrieb am 02.12.2021:

Hallo Forum,

ich habe zunehmend das Gefühl das mein Chef versucht mich und eine potenzielle Beförderung zu torpedieren und weiß leider nicht wie ich reagiern soll. Vielleicht zum Background, ich wurde vor 2 Jahren zum Spezialist/Projektleiter befördert. Habe immer sehr viel geleistet und immer gutes Feedback erhalten, auch als Spezialist. Vor ca. einem Jahr gab es dann einen Wechsel meines direkten Vorgesetzten und mein neuer Vorgesetzter ist/war "ziemlich Fachfremd". Gerade in der Anfangszeit habe ich meinem Chef sehr oft den A... gerettet und habe auch seitdem die Leitung sämtlicher Projekte und Vertretung des Bereichs gegenüber anderen Bereichen übernommen (eigentlich der Job meines Chefs, dieser bleibt gerne in der 2. Reihe). Das ist natürlich aufgefallen und mir wurde via Kontakte mitgeteilt, dass mein Chef scheinbar von seinem Chef konfrontiert wurde ob ich nicht Potenzial für mehr hätte.

Seitdem hat sich das Verhältnis zu meinem Chef massiv verändert. Ich werde mit Aufgaben überschüttet (+50h, ich glaube es wird versucht bewusst Verschleiß/Überforderung bei mir hervorzurufen), gleichzeitig wird nach Fehlern gesucht. Jetzt hatten wir unser Zwischengespräch und obwohl ich massiv mehr Aufgaben übernehme, leite und schlicht für 2 arbeite, seit der Beförderung einen Urlaubsstau aus Vorjahren von über 40 Tagen habe, habe ich erstmals eine mittelmäßige Beurteilung erhalten. Ich wurde auch konkret gefragt ob ich mir mehr vorstellen könnte und wurde direkt danach abgewürgt mit "dafür erwartet er mehr...." Wirklich konkret wurde er auf Nachfrage nicht und hat Beispiele hervorgebracht, die ich direkt entkräften konnte. Mein Chef ist ein halber Choleriker und macht mit seiner Gestig aber recht deutlich das ihm meine Widerworte nicht gepasst haben.

Ich weiß jetzt leider nicht mehr was ich machen soll. Klar kann ich auf Konfrontation gehen, jedoch ist mein Vorgesetzter mein Vorgesetzter und wenn der sein Veto einlegt wird nie etwas passieren. Gleichzeitig merke ich wie mich die Arbeitsbelastung auch privat zunehmend stresst und ich nachts wach im Bett liege und grüble, wie ich den nächsten Tag unter einen Hut kriegen soll. Oft denke ich auch über eine Kündigung nach, möchte die geleisteten Jahre aber auch nicht einfach wegwerfen.

Bin dankbar über euer Feedback.

antworten
WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 17.12.2021:

WiWi Gast schrieb am 17.12.2021:

Der von dir zitierte User hat doch Recht: Es handelt sich um eine Interpretation des TE und Selbstüberschätzung ist keine Seltenheit.

Wieso hat dann der TE Vertretung für seinen Chef gemacht und wieso bekommt der TE über Flurfunk mit, dass der Chef Chef seinem Chef gesagt hat, ob der TE nicht Potential für mehr hätte?

Also entweder habt ihr den Text gar nicht gelesen oder aber ihr identifiziert euch eher mit dem Chef und dafür werdet ihr eure Gründe haben. Ich hoffe jedenfalls nicht, dass ihr schon mal so eine miese Nummer mit einem eurer Mitarbeiter gemacht habt.

Ich kann den TE verstehen, sehe es aber auch kritisch, dass wir nur eine Seite kennen. Ich war auch mal so. Nach einem halben Jahr habe ich meinen Chef vertreten. Und ich habe auch Feedback von außerhalb meiner Organisation und meinem Chefchef bekommen. Als dann ein Angebot für eine höhere Stelle kam hat mein Chef mich zur Seite genommen und gesagt, dass er verstehen kann, dass ich das gerne annehmen möchte, er mir aber rät sich das gut zu überlegen und er glaubt, dass es zu früh ist und ich noch warten sollte. Das ganze übrigens uneigennützig, weil er zwei Monate später selber die Stelle gewechselt hat.

Ich war natürlich enttäuscht weil ich mir vorher so toll vor kam, von wegen Chef vertreten (das lag nicht an meiner Kompetenz, sondern an rein organisatorischen Gründen) und positivem Feedback (ich habe auch wirklich gute Ergebnisse geliefert, aber der weg dahin war teilweise noch etwas schwierig).

Vielleicht hatte ich Glück, dass ich einen Chef hatte, der das einfühlsam vermittelt hat. Aber wenn ich heute, 3 Jahre später, zurück gucke, hat er vollkommen Recht gehabt. Ich wäre sang und klang los untergegangen. Es war vollkommen richtig erst noch zu lernen und persönlich zu wachsen. Auch wenn ich mir eigentlich schon ganz toll vor kam.

Das soll nicht heißen, dass es beim TE auch so sein muss. Aber es kann durchaus Gründe geben, warum es noch nicht sinnvoll für den nächsten Schritt ist. Und jeder Vorgesetzte geht mit so einer Situation anders um. Der eine besser, der andere schlechter.

antworten
WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 17.12.2021:

Ich lese hier nur die Einschätzung des TE. Ob das auch objektiv seine Leistung abbildet wissen wir nicht. Sich selbst sieht man ja immer fantastisch und denkt, das man den Laden alleine schmeißt und niemand so eine Leistung bringen könnte.

Im Endeffekt ist jeder ersetzbar, auch der Chef.

Letztendlich macht man aber exakt nur das, wofür man bezahlt wird.

Liegt in der Natur der Sache, außerdem wird es manchmal gar nicht gerne gesehen, wenn man mehr macht oder es wird nicht gewürdigt. Deswegen haben wird hier im Forum zurecht gesagt, dass es ab einer gewissen Stufe nicht mehr alleine auf Leistung ankommt, sondern man sich mit oberen sehr gut verstehen muss.

Seine angebliche Beförderung, die vereitelt wird, ist ein Gerücht von einem Dritten, der es von einem Dritten gehört haben will.

Nennt sich Flurfunk und der ist auch hilfreich um die Hintergründe zu erfahren, die einem keiner der Beteiligten direkt sagen würde. Es wird meist drumherum geredet.

Dabei ging es nicht einmal darum, sondern es wurde sich nur nach ihm erkundigt, was alles bedeuten kann oder eben nichts. Niemand hat ihm etwas versprochen oder zugesagt. Er fragt auch gar nicht nach, was schon für sich spricht, sondern sucht sich den Chef als Sündenbock aus, weil nichts mehr passiert.

Er hat nur die Sachlage analysiert und sich daraus einem Reim gemacht. Aber klar hat er sich mehr erhofft und merkwürdigerweise hat sich, laut Aussagen des TE, die Beziehung zu seinem Chef in dem Moment verschlechtert, als das Thema der Beförderung vom TE zur Sprache kam.

Ich denke hier gibt es ein klassisches Fremd/Eigenbildproblem, wie es das so oft gibt.

Ja, und zwar bei dir, denn du nimmst die Geschichte hier persönlich, weil scheinbar deine Mitarbeiter hinter deinem Rücken schlecht reden. Da könnte ich auch argumentieren, dass dies nur deine Sichtweise ist und doch irgendwo ein Körnchen Wahrheit drin sein muss.

Ich kann nur sagen, was ein ehemaliger Chef mal sagte: das meiste im Geschäftsleben läuft auf der persönlichen/emotionalen Schiene. Ein Mitarbeiter kann noch so gut sein, wenn er dem Chef nicht in den Kram passt, dann hat er einfach schlechtere Karten.

Der von dir zitierte User hat doch Recht: Es handelt sich um eine Interpretation des TE und Selbstüberschätzung ist keine Seltenheit.

Immer das mit Selbstüberschätzung. Man wächst auch mit seinem Aufgaben. Und was ich im beruflichen Umfeld schon für haarsträubende Fehler mitbekommen habe. Auf allen Ebenen. Das meiste (nicht alles) wird aber meistens schnell wieder vergessen.
Auch die meisten Chefs haben in ihren Berufsleben Dinge in den Sand geschätzt und waren mit einzelnen Entscheidungen überfordert. Man wächst da auch ein Stück weit rein.

Also falls du der ursprüngliche TE bist wärst du bei mir schon wegen fehlender Kritikfähigkeit und Selbstreflexion nicht auf der Beflrderungsliste.

Zu der ganzen Geschichte zählt auch noch dazu, dass die Fähigkeiten die für eine gute Erfüllung der aktuellen Aufgabe gebraucht werden durchaus andere sein können als die, die man für den nächsten Schritt braucht.

Ich habe schon ein paar Sachbearbeiter erlebt, die in ihrem Fach sehr gut waren, denen die Fähigkeit für eine Führungsrolle aber schlicht fehlten. Trotzdem haben sie sich als natürliche Kandidaten für Beförderung gesehen.

Ich bin nicht der TE.
Aber ist mir auch zu einseitig deine Sicht. Wer bist du, dass du meinst alleinig entscheiden zu koennen wer fuer etwas geeignet ist oder nicht? Klingt fuer mich auch nach Selbstueberschaetzung.

Ja manchmal sind Sachbearbeit nicht fuer den naechsten Schritt geeignet oft aber schon.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 17.12.2021:

Der von dir zitierte User hat doch Recht: Es handelt sich um eine Interpretation des TE und Selbstüberschätzung ist keine Seltenheit.

Wieso hat dann der TE Vertretung für seinen Chef gemacht und wieso bekommt der TE über Flurfunk mit, dass der Chef Chef seinem Chef gesagt hat, ob der TE nicht Potential für mehr hätte?

Also entweder habt ihr den Text gar nicht gelesen oder aber ihr identifiziert euch eher mit dem Chef und dafür werdet ihr eure Gründe haben. Ich hoffe jedenfalls nicht, dass ihr schon mal so eine miese Nummer mit einem eurer Mitarbeiter gemacht habt.

Ich kann den TE verstehen, sehe es aber auch kritisch, dass wir nur eine Seite kennen. Ich war auch mal so. Nach einem halben Jahr habe ich meinen Chef vertreten. Und ich habe auch Feedback von außerhalb meiner Organisation und meinem Chefchef bekommen. Als dann ein Angebot für eine höhere Stelle kam hat mein Chef mich zur Seite genommen und gesagt, dass er verstehen kann, dass ich das gerne annehmen möchte, er mir aber rät sich das gut zu überlegen und er glaubt, dass es zu früh ist und ich noch warten sollte. Das ganze übrigens uneigennützig, weil er zwei Monate später selber die Stelle gewechselt hat.

Ich war natürlich enttäuscht weil ich mir vorher so toll vor kam, von wegen Chef vertreten (das lag nicht an meiner Kompetenz, sondern an rein organisatorischen Gründen) und positivem Feedback (ich habe auch wirklich gute Ergebnisse geliefert, aber der weg dahin war teilweise noch etwas schwierig).

Vielleicht hatte ich Glück, dass ich einen Chef hatte, der das einfühlsam vermittelt hat. Aber wenn ich heute, 3 Jahre später, zurück gucke, hat er vollkommen Recht gehabt. Ich wäre sang und klang los untergegangen. Es war vollkommen richtig erst noch zu lernen und persönlich zu wachsen. Auch wenn ich mir eigentlich schon ganz toll vor kam.

Das soll nicht heißen, dass es beim TE auch so sein muss. Aber es kann durchaus Gründe geben, warum es noch nicht sinnvoll für den nächsten Schritt ist. Und jeder Vorgesetzte geht mit so einer Situation anders um. Der eine besser, der andere schlechter.

Wirkt so, als haette er dir konstruktives Feedback gegeben. Damit kann man als MA auch etwas anfangen, auch wenn man es vielleicht im ersten Augenblick nicht wahr haben mag. Aber so ist es eben leider nicht immer.

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WiWi Gast

Chef torpediert mich und meine Beförderung

WiWi Gast schrieb am 18.12.2021:

Der von dir zitierte User hat doch Recht: Es handelt sich um eine Interpretation des TE und Selbstüberschätzung ist keine Seltenheit.

Wieso hat dann der TE Vertretung für seinen Chef gemacht und wieso bekommt der TE über Flurfunk mit, dass der Chef Chef seinem Chef gesagt hat, ob der TE nicht Potential für mehr hätte?

Also entweder habt ihr den Text gar nicht gelesen oder aber ihr identifiziert euch eher mit dem Chef und dafür werdet ihr eure Gründe haben. Ich hoffe jedenfalls nicht, dass ihr schon mal so eine miese Nummer mit einem eurer Mitarbeiter gemacht habt.

Ich kann den TE verstehen, sehe es aber auch kritisch, dass wir nur eine Seite kennen. Ich war auch mal so. Nach einem halben Jahr habe ich meinen Chef vertreten. Und ich habe auch Feedback von außerhalb meiner Organisation und meinem Chefchef bekommen. Als dann ein Angebot für eine höhere Stelle kam hat mein Chef mich zur Seite genommen und gesagt, dass er verstehen kann, dass ich das gerne annehmen möchte, er mir aber rät sich das gut zu überlegen und er glaubt, dass es zu früh ist und ich noch warten sollte. Das ganze übrigens uneigennützig, weil er zwei Monate später selber die Stelle gewechselt hat.

Ich war natürlich enttäuscht weil ich mir vorher so toll vor kam, von wegen Chef vertreten (das lag nicht an meiner Kompetenz, sondern an rein organisatorischen Gründen) und positivem Feedback (ich habe auch wirklich gute Ergebnisse geliefert, aber der weg dahin war teilweise noch etwas schwierig).

Vielleicht hatte ich Glück, dass ich einen Chef hatte, der das einfühlsam vermittelt hat. Aber wenn ich heute, 3 Jahre später, zurück gucke, hat er vollkommen Recht gehabt. Ich wäre sang und klang los untergegangen. Es war vollkommen richtig erst noch zu lernen und persönlich zu wachsen. Auch wenn ich mir eigentlich schon ganz toll vor kam.

Das soll nicht heißen, dass es beim TE auch so sein muss. Aber es kann durchaus Gründe geben, warum es noch nicht sinnvoll für den nächsten Schritt ist. Und jeder Vorgesetzte geht mit so einer Situation anders um. Der eine besser, der andere schlechter.

Wirkt so, als haette er dir konstruktives Feedback gegeben. Damit kann man als MA auch etwas anfangen, auch wenn man es vielleicht im ersten Augenblick nicht wahr haben mag. Aber so ist es eben leider nicht immer.

Das wollte ich ja damit sagen. Ich hatte Glück einen Chef gehabt zu haben der das gut und konstruktiv rübergebracht hat. Wobei wenn du mich damal gefragt hättest, hätte ich das auch noch anders gesehen. Da hab ich auch gesagt er gönnt mir das nicht oder sowas.

Nur ist halt nicht jeder Chef so. Und ich bin mir sicher, dass andere Chefs die gleiche Intention haben, und das aber nicht so rüberbringen können. Vielleicht auch weil sie dem Mitarbeiter nicht ins Gesicht sagen wollen, dass er noch nicht so weit ist. Und wenn du so einen erwischst, kann ich mir gut vorstellen, dass da sowas wie beim TE bei rumkommen kann.

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