DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Gehaltserhöhung & KarriereCoronavirus

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Autor
Beitrag
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Trotz fester Zusage, dass eine Höherstufung stattfinden soll, wird mir diese nun wohl voraussichtlich (wurde mir gestern als quasi sicher mitgeteilt) nicht gewährt.

Ich bin Mitte letzten Jahres (Juni 2019) in die neue Position eingestiegen (kurz zum Hintergrund: Weit überdurchschnittlicher Master und Bachelor in BWL an sehr renommierter Universität), man sagte mir ich solle mich circa ein Jahr beweisen und erhielte dann die Anpassung auf das Gehalt das eigentlich immer mit dieser Stelle verbunden ist.

Mir wurde mehrfach und durchweg exzellente Arbeit sowohl von Vorgesetzten, Kollegen als auch Kunden bescheinigt. Ich arbeite in einem herausfordernden Bereich, in dem hohe Koordinations- und Organisationsfähigkeiten bei ständigen Abstimmungen mit höheren Ebenen (sowohl intern als auch auf Kundenseite, teils bis zum Geschäftsführer großer Unternehmen) und daher auch entsprechendes politisches Geschick (neben für die jeweilige Situation perfekte Rhetorik) erforderlich sind.

Es fällt mir schwer mich nun mit dem "Totschlagargument" zufrieden zu geben, dass aufgrund der aktuellen Coronakrise keine Anpassung möglich sei und dies nun mal alle betrifft.
Mein Arbeitspensum ist unverändert hoch und sollte nicht meine individuelle Leistung und mein Wert für das Unternehmen entscheidend sein?

Wie würdet ihr euch jetzt verhalten?

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Verhandlungsposition anpassen. Suche dir ein Jobangebot was besser bezahlt wird als das bisherige und bekomme ein Angebot. Das legst du deinem Chef vor. Sonst ist er in der besseren Position ("findest eh nix wegen Corona"). Wenns nicht klappt hast du hoffentlich was für die Karriere und fürs Leben gelernt.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Sei froh, dass du nen Job hast und gesund bist. Ich denke andere würden sich freuen so ein „Luxusproblem“ zu haben.
Hier sind bestimmt einige, die ihren Job verloren haben, Gehalteinbußen haben oder gar keinen Job finden (Absolventen etc.) - wegen Corona.
Also warte bis der ganze Trubel vorbei ist und dann bekommst du deine höhere Stufe..

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

Trotz fester Zusage, dass eine Höherstufung stattfinden soll, wird mir diese nun wohl voraussichtlich (wurde mir gestern als quasi sicher mitgeteilt) nicht gewährt.

Ich bin Mitte letzten Jahres (Juni 2019) in die neue Position eingestiegen (kurz zum Hintergrund: Weit überdurchschnittlicher Master und Bachelor in BWL an sehr renommierter Universität), man sagte mir ich solle mich circa ein Jahr beweisen und erhielte dann die Anpassung auf das Gehalt das eigentlich immer mit dieser Stelle verbunden ist.

Mir wurde mehrfach und durchweg exzellente Arbeit sowohl von Vorgesetzten, Kollegen als auch Kunden bescheinigt. Ich arbeite in einem herausfordernden Bereich, in dem hohe Koordinations- und Organisationsfähigkeiten bei ständigen Abstimmungen mit höheren Ebenen (sowohl intern als auch auf Kundenseite, teils bis zum Geschäftsführer großer Unternehmen) und daher auch entsprechendes politisches Geschick (neben für die jeweilige Situation perfekte Rhetorik) erforderlich sind.

Es fällt mir schwer mich nun mit dem "Totschlagargument" zufrieden zu geben, dass aufgrund der aktuellen Coronakrise keine Anpassung möglich sei und dies nun mal alle betrifft.
Mein Arbeitspensum ist unverändert hoch und sollte nicht meine individuelle Leistung und mein Wert für das Unternehmen entscheidend sein?

Wie würdet ihr euch jetzt verhalten?

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

Trotz fester Zusage, dass eine Höherstufung stattfinden soll, wird mir diese nun wohl voraussichtlich (wurde mir gestern als quasi sicher mitgeteilt) nicht gewährt.

Ich bin Mitte letzten Jahres (Juni 2019) in die neue Position eingestiegen (kurz zum Hintergrund: Weit überdurchschnittlicher Master und Bachelor in BWL an sehr renommierter Universität), man sagte mir ich solle mich circa ein Jahr beweisen und erhielte dann die Anpassung auf das Gehalt das eigentlich immer mit dieser Stelle verbunden ist.

Mir wurde mehrfach und durchweg exzellente Arbeit sowohl von Vorgesetzten, Kollegen als auch Kunden bescheinigt. Ich arbeite in einem herausfordernden Bereich, in dem hohe Koordinations- und Organisationsfähigkeiten bei ständigen Abstimmungen mit höheren Ebenen (sowohl intern als auch auf Kundenseite, teils bis zum Geschäftsführer großer Unternehmen) und daher auch entsprechendes politisches Geschick (neben für die jeweilige Situation perfekte Rhetorik) erforderlich sind.

Es fällt mir schwer mich nun mit dem "Totschlagargument" zufrieden zu geben, dass aufgrund der aktuellen Coronakrise keine Anpassung möglich sei und dies nun mal alle betrifft.
Mein Arbeitspensum ist unverändert hoch und sollte nicht meine individuelle Leistung und mein Wert für das Unternehmen entscheidend sein?

Wie würdet ihr euch jetzt verhalten?

Erstmal ein Stückchen Kuchen auf das Eigenlob essen.

Danach den eigenen Marktwert ermitteln (neues festes Arbeitsvertragsangebot) und damit erneut verhandeln. Falls keine Einigung mit altem AG möglich, wechseln.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

Trotz fester Zusage, dass eine Höherstufung stattfinden soll, wird mir diese nun wohl voraussichtlich (wurde mir gestern als quasi sicher mitgeteilt) nicht gewährt.

Ich bin Mitte letzten Jahres (Juni 2019) in die neue Position eingestiegen (kurz zum Hintergrund: Weit überdurchschnittlicher Master und Bachelor in BWL an sehr renommierter Universität), man sagte mir ich solle mich circa ein Jahr beweisen und erhielte dann die Anpassung auf das Gehalt das eigentlich immer mit dieser Stelle verbunden ist.

Mir wurde mehrfach und durchweg exzellente Arbeit sowohl von Vorgesetzten, Kollegen als auch Kunden bescheinigt. Ich arbeite in einem herausfordernden Bereich, in dem hohe Koordinations- und Organisationsfähigkeiten bei ständigen Abstimmungen mit höheren Ebenen (sowohl intern als auch auf Kundenseite, teils bis zum Geschäftsführer großer Unternehmen) und daher auch entsprechendes politisches Geschick (neben für die jeweilige Situation perfekte Rhetorik) erforderlich sind.

Es fällt mir schwer mich nun mit dem "Totschlagargument" zufrieden zu geben, dass aufgrund der aktuellen Coronakrise keine Anpassung möglich sei und dies nun mal alle betrifft.
Mein Arbeitspensum ist unverändert hoch und sollte nicht meine individuelle Leistung und mein Wert für das Unternehmen entscheidend sein?

Wie würdet ihr euch jetzt verhalten?

Erstmal ein Stückchen Kuchen auf das Eigenlob essen.

Danach den eigenen Marktwert ermitteln (neues festes Arbeitsvertragsangebot) und damit erneut verhandeln. Falls keine Einigung mit altem AG möglich, wechseln.

Ich bin in einer ähnlichen Situation und ärgere mich auch ein bisschen. Klar andere haben es schlimmer aber nach dem Argument dürfte man sich ja nie beschweren, immerhin sterben Kinder in Afrika.

Ich werde es deutlich vorsichtiger und verständnisvoller ansprechen und weniger fordernd. Ich hoffe eine Lösung zu finden, mit der sowohl der Arbeitgeber als auch ich gut leben kann. Ich fühle mich aktuell aber auch nicht grundsätzlich unterbezahlt und habe es deswegen auch nicht so eilig. Ich kann daher auch mit einer Verschiebung um 1 Jahr leben. Ich bin auch kein Fan von der "sich beweisen und dann bezahlen wir dich entsprechend" Nummer von vielen AGs. Ich mache einen bestimmten Job und möchte angemessen an dem Erwartungen die man an mich stellt bezahlt werden. Wenn die Erwartungen an mich gering sind (da eine Einarbeitungszeit entsprechend ist usw.), dann darf man das Gehalt auch entsprechend anpassen. Aber in "Vorleistung" (erwarte ich vom AG auch nicht!) gehen würde ich nicht, sehe ich auch nicht ein. Da kann soviel schief gehen: plötzlich wechselt der Chef und der neue weiß davon nichts oder der Firma geht es plötzlich schlecht usw.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

Trotz fester Zusage, dass eine Höherstufung stattfinden soll, wird mir diese nun wohl voraussichtlich (wurde mir gestern als quasi sicher mitgeteilt) nicht gewährt.

Ich bin Mitte letzten Jahres (Juni 2019) in die neue Position eingestiegen (kurz zum Hintergrund: Weit überdurchschnittlicher Master und Bachelor in BWL an sehr renommierter Universität), man sagte mir ich solle mich circa ein Jahr beweisen und erhielte dann die Anpassung auf das Gehalt das eigentlich immer mit dieser Stelle verbunden ist.

Mir wurde mehrfach und durchweg exzellente Arbeit sowohl von Vorgesetzten, Kollegen als auch Kunden bescheinigt. Ich arbeite in einem herausfordernden Bereich, in dem hohe Koordinations- und Organisationsfähigkeiten bei ständigen Abstimmungen mit höheren Ebenen (sowohl intern als auch auf Kundenseite, teils bis zum Geschäftsführer großer Unternehmen) und daher auch entsprechendes politisches Geschick (neben für die jeweilige Situation perfekte Rhetorik) erforderlich sind.

Es fällt mir schwer mich nun mit dem "Totschlagargument" zufrieden zu geben, dass aufgrund der aktuellen Coronakrise keine Anpassung möglich sei und dies nun mal alle betrifft.
Mein Arbeitspensum ist unverändert hoch und sollte nicht meine individuelle Leistung und mein Wert für das Unternehmen entscheidend sein?

Wie würdet ihr euch jetzt verhalten?

Erstmal ein Stückchen Kuchen auf das Eigenlob essen.

Danach den eigenen Marktwert ermitteln (neues festes Arbeitsvertragsangebot) und damit erneut verhandeln. Falls keine Einigung mit altem AG möglich, wechseln.

Das mit dem Eigenlob stimmt. Schon fast ekelig, weil es für den Sachverhalt nicht relevant ist. Aber hey...warum nicht zeigen, dass man der geilste ist???

Wird aktuell teilweise sehr schwierig. Viele Firmen stellen nicht mehr oder wenig ein und die Gehälter sinken.

TE wurde dir ein fester Termin letztes Jahr genannt? Wurde das Datum schriftlich fixiert?
Wenn nicht, dann

A) Abwarten
B) Unzufriedenheit mitteilen
C) Wechseln.

Musst du wissen

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Wenn es alle betrifft, dann betrifft es halt alle. Wenn du wirklich so geschickt auf firmenpolitischer Ebene bist wie du glaubst wirst du schon verstehen, warum man bei sowas keine Ausnahmen machen sollte. Das "alle in einem Boot"-Gefühl ist für Unternehmen sehr wichtig, vor allem wenn der Gürtel enger geschnallt werden muss. Es gibt sehr viele Leute, die trotz überdurchschnittlicher Leistung plötzlich nur noch Kurzarbeit machen können oder komplett vor die Tür gesetzt werden mussten.

Halte die Füße ein paar Monate still, danach sieht die Welt wahrscheinlich schon wieder ganz anders aus.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

Sei froh, dass du nen Job hast und gesund bist. Ich denke andere würden sich freuen so ein „Luxusproblem“ zu haben.
Hier sind bestimmt einige, die ihren Job verloren haben, Gehalteinbußen haben oder gar keinen Job finden (Absolventen etc.) - wegen Corona.
Also warte bis der ganze Trubel vorbei ist und dann bekommst du deine höhere Stufe..

Sehe ich anders. Wenn Du wirklich gut bist (also nicht nur ein beliebig ersetzbarer Sacharbeiter mit wenigen Wochen/Monaten Einarbeitungszeit) muss das Unternehmen Dich auch dementsprechend bezahlen, um Dich zu halten. Insbesondere in Krisenzeiten sind Unternehmen auf gute Mitarbeiter angewiesen und die Vergütung sollte sich an den Leistungen bzw. Mehrwert für das Unternehmen orientieren.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Dass ein „weit überdurchschnittlicher“ BWL-Master auf diese Idee noch nicht von selbst gekommen ist, ist eigentlich ein Trauerspiel.

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

Trotz fester Zusage, dass eine Höherstufung stattfinden soll, wird mir diese nun wohl voraussichtlich (wurde mir gestern als quasi sicher mitgeteilt) nicht gewährt.

Ich bin Mitte letzten Jahres (Juni 2019) in die neue Position eingestiegen (kurz zum Hintergrund: Weit überdurchschnittlicher Master und Bachelor in BWL an sehr renommierter Universität), man sagte mir ich solle mich circa ein Jahr beweisen und erhielte dann die Anpassung auf das Gehalt das eigentlich immer mit dieser Stelle verbunden ist.

Mir wurde mehrfach und durchweg exzellente Arbeit sowohl von Vorgesetzten, Kollegen als auch Kunden bescheinigt. Ich arbeite in einem herausfordernden Bereich, in dem hohe Koordinations- und Organisationsfähigkeiten bei ständigen Abstimmungen mit höheren Ebenen (sowohl intern als auch auf Kundenseite, teils bis zum Geschäftsführer großer Unternehmen) und daher auch entsprechendes politisches Geschick (neben für die jeweilige Situation perfekte Rhetorik) erforderlich sind.

Es fällt mir schwer mich nun mit dem "Totschlagargument" zufrieden zu geben, dass aufgrund der aktuellen Coronakrise keine Anpassung möglich sei und dies nun mal alle betrifft.
Mein Arbeitspensum ist unverändert hoch und sollte nicht meine individuelle Leistung und mein Wert für das Unternehmen entscheidend sein?

Wie würdet ihr euch jetzt verhalten?

Erstmal ein Stückchen Kuchen auf das Eigenlob essen.

Danach den eigenen Marktwert ermitteln (neues festes Arbeitsvertragsangebot) und damit erneut verhandeln. Falls keine Einigung mit altem AG möglich, wechseln.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

Sei froh, dass du nen Job hast und gesund bist. Ich denke andere würden sich freuen so ein „Luxusproblem“ zu haben.
Hier sind bestimmt einige, die ihren Job verloren haben, Gehalteinbußen haben oder gar keinen Job finden (Absolventen etc.) - wegen Corona.
Also warte bis der ganze Trubel vorbei ist und dann bekommst du deine höhere Stufe..

Sehe ich anders. Wenn Du wirklich gut bist (also nicht nur ein beliebig ersetzbarer Sacharbeiter mit wenigen Wochen/Monaten Einarbeitungszeit) muss das Unternehmen Dich auch dementsprechend bezahlen, um Dich zu halten. Insbesondere in Krisenzeiten sind Unternehmen auf gute Mitarbeiter angewiesen und die Vergütung sollte sich an den Leistungen bzw. Mehrwert für das Unternehmen orientieren.

So sehe ich das auch und leider suchen Unternehmen auf der anderen Seite immer nach (Schein-)Argumenten, warum der Mehrwert für das Unternehmen ja angeblich noch gar nicht so hoch ist oder warum eine Gehaltserhöhung gerade nicht geht (2008er-Krise, schwaches Jahr wegen xy, jetzt Corona etc.), habe ich selber immer wieder in Gesprächen erlebt und so auch von vielen Freunden/ Bekannten gehört.

Daher finde ich den Eingenlob-Vorwurf ehrlich gesagt quatsch, denn letzlich kann der AN nur durch entsprechendes Herausstellen der eigenen Leistung selber argumentieren, der Grund "ich hätte gerne mehr Geld" wird ja wohl nicht deine Alternative sein.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

In einer Krisenzeit ein Gehalt nachverhandeln ist ganz schlecht. Als Wiwi sollte man Angebot/Nachfrage kennen. Besser verhandelt man, wenn die Corona Krise vorbei ist und wie erhofft, es wieder aufwärts geht. Dann ist Zeit zum verhandeln, dann findet man ggf. auch eher ein Konkurrenzangebot, mit dem man der Verhandlung Nachdruck verleihen kann. Aktuell wird es sehr schwierig, wenn man sich extern bewirkt.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

In einer Krisenzeit ein Gehalt nachverhandeln ist ganz schlecht. Als Wiwi sollte man Angebot/Nachfrage kennen. Besser verhandelt man, wenn die Corona Krise vorbei ist und wie erhofft, es wieder aufwärts geht. Dann ist Zeit zum verhandeln, dann findet man ggf. auch eher ein Konkurrenzangebot, mit dem man der Verhandlung Nachdruck verleihen kann. Aktuell wird es sehr schwierig, wenn man sich extern bewirkt.

Für gut aufgestellte Mitarbeiter und Firmen sind Krisen immer eine gute Gelegenheit. Übernahmen, Konkurrenten ausbluten, Marktanteile übernehme/neu erschließen etc... Klar, der 08/15 Wiwi-Sachbearbeiter sollte lieber kleinlaut darauf hoffen, dass ihn keiner rauswirft, da er nur Kosten verursacht.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

Dass ein „weit überdurchschnittlicher“ BWL-Master auf diese Idee noch nicht von selbst gekommen ist, ist eigentlich ein Trauerspiel.

Trotz fester Zusage, dass eine Höherstufung stattfinden soll, wird mir diese nun wohl voraussichtlich (wurde mir gestern als quasi sicher mitgeteilt) nicht gewährt.

Ich bin Mitte letzten Jahres (Juni 2019) in die neue Position eingestiegen (kurz zum Hintergrund: Weit überdurchschnittlicher Master und Bachelor in BWL an sehr renommierter Universität), man sagte mir ich solle mich circa ein Jahr beweisen und erhielte dann die Anpassung auf das Gehalt das eigentlich immer mit dieser Stelle verbunden ist.

Mir wurde mehrfach und durchweg exzellente Arbeit sowohl von Vorgesetzten, Kollegen als auch Kunden bescheinigt. Ich arbeite in einem herausfordernden Bereich, in dem hohe Koordinations- und Organisationsfähigkeiten bei ständigen Abstimmungen mit höheren Ebenen (sowohl intern als auch auf Kundenseite, teils bis zum Geschäftsführer großer Unternehmen) und daher auch entsprechendes politisches Geschick (neben für die jeweilige Situation perfekte Rhetorik) erforderlich sind.

Es fällt mir schwer mich nun mit dem "Totschlagargument" zufrieden zu geben, dass aufgrund der aktuellen Coronakrise keine Anpassung möglich sei und dies nun mal alle betrifft.
Mein Arbeitspensum ist unverändert hoch und sollte nicht meine individuelle Leistung und mein Wert für das Unternehmen entscheidend sein?

Wie würdet ihr euch jetzt verhalten?

Erstmal ein Stückchen Kuchen auf das Eigenlob essen.

Danach den eigenen Marktwert ermitteln (neues festes Arbeitsvertragsangebot) und damit erneut verhandeln. Falls keine Einigung mit altem AG möglich, wechseln.

Reisende soll man nicht aufhalten. Gerade als Chef würde ich die Forderung momentan belächeln. Keiner weiß wie es weiter geht und du kommst mit einer Forderung. Konnte man eben damals noch nicht mit rechnen, dass corona kommt. Momentan sind eben keine Sprünge möglich. Doch stellt zurzeit sowieso (fast) niemand ein, von daher wäre ich da ganz entspannt.
Der Post darüber kann echt nur von jemanden der heutigen Zeit sein, der gerade paar Jährchen arbeitet. *nachdruck verleihen mit anderen Angebot* erpressen lasse ich mich schon mal erst recht nicht -> ebenfalls tschau Kakao. Man findet genug Ersatz für angebliche weit überdurchschnittliche Bwler

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Ich mache derzeit einen befristeten Gehaltsverzicht mit, quasi freiwillig. Hintergrund ist aber, dass in quasi allen Geschäftsbereichen extreme Flaute herrscht, außer bei uns. Wir haben derzeit mehr zu tun als vor der Krise.

Mir hat das auch in den Fingern gejuckt und der HR eine Absage erteilen, auf der anderen Seite sieht man sich immer mehrmals im Leben. Es geht um rund 15% und es ist zwar nervig, aber ich muss deswegen nicht zu Fuss zur Arbeit gehen.

Was ich damit sagen will: Klar wird nun mit Corona argumentiert, ob das berechtigt ist: weißt du besser als ich. Deswegen ein Fass aufmachen? Damit nimmt man sich event. eine gute Verhandlungsposition in der Zukunft.

Hast du denn eine echte Alternative?

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Mit einem Jahr BE bist du bestimmt verzichtbar, daher füße still halten. Dein überdurchschnittlichen Master interessiert keinen nach einem Jahr. Wenn du jetzt stänkerst, obwohl du formal Recht hast, aber moralisch nicht, dann wird der Chef dich in Zukunft klein halten.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Du bist seit einem Jahr da und beherrscht dein Aufgabengebiet nach eigenen Worten. Also kann man es problemlos in kurzer Zeit anlernen. Gleichzeitig hältst du dich aber für unverzichtbar. Wir haben Krise und es fliegen am Ende die mit den kürzesten Kündigungsfristen und die hinterher am leichtesten wieder zu ersetzen sind. Das sind nun mal die, die man schnell zukauft und einlernt. Ja, ich würde sehr lautstark mehr fordern.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

Mit einem Jahr BE bist du bestimmt verzichtbar, daher füße still halten. Dein überdurchschnittlichen Master interessiert keinen nach einem Jahr. Wenn du jetzt stänkerst, obwohl du formal Recht hast, aber moralisch nicht, dann wird der Chef dich in Zukunft klein halten.

This!
Der Chef hat auch seine Vorgaben "von oben".

Mir wurde auch meine angekündigte Gehaltsanpassung eingefroren bis nach Corona. Allerdings geht es ALLEN Mitarbeitern im Unternehmen so. Warum soll ich bevorzugt behandelt werden, weil ich subjektiv empfunden "besser, mehr" als alle anderen arbeite?

Sei froh, dass du noch einen Job hast. Es ist eben höhere Gewalt zur Zeit. Das geht aber auch wieder vorbei. Ist halt nunmal nen scheiß Timing mit Corona.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Geht mir auch so. Die für April geplante Gehaltsrunde wurde ausgesetzt. Bei uns gibt es dieses Jahr keine Gehaltserhöhungen, für niemanden. Das ist ärgerlich, irgendwo aber auch verständlich (Umsatzeinbruch von 30%....was noch gut ist, im Vergleich zu anderen). Deswegen schmeisse ich aber nicht alles hin.

WiWi Gast schrieb am 26.04.2020:

Mit einem Jahr BE bist du bestimmt verzichtbar, daher füße still halten. Dein überdurchschnittlichen Master interessiert keinen nach einem Jahr. Wenn du jetzt stänkerst, obwohl du formal Recht hast, aber moralisch nicht, dann wird der Chef dich in Zukunft klein halten.

This!
Der Chef hat auch seine Vorgaben "von oben".

Mir wurde auch meine angekündigte Gehaltsanpassung eingefroren bis nach Corona. Allerdings geht es ALLEN Mitarbeitern im Unternehmen so. Warum soll ich bevorzugt behandelt werden, weil ich subjektiv empfunden "besser, mehr" als alle anderen arbeite?

Sei froh, dass du noch einen Job hast. Es ist eben höhere Gewalt zur Zeit. Das geht aber auch wieder vorbei. Ist halt nunmal nen scheiß Timing mit Corona.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Junge, junge. Du bist noch nicht mal ein Jahr an Bord und hältst Dich für den Geilsten. Wenn Du so ein toller BWLer wärst, hättest Du mal ermitteln sollen, wie viel Umsatz und Gewinn Dein Arbeitgeber momentan durch Corona einbüßt. Wenn Dein AG nicht gerade im Medizinsektor unterwegs ist, wird das wohl erheblich sein. Wenn in so einer Situation ein Grünschnabel mein, eine Gehaltserhöhung kriegen zu müssen (am besten während Teile der Belegschaft Kurzarbeit schieben), dann wird das - zu Recht - böse enden.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Bin in einer ähnlichen Situation. Leute die weniger Leisten aber das Glück hatten ein paar Monate vor mir zu beginnen, haben ihre Hochstufung bekommen. Ich darf jetzt warten bis es dem Unternehmen aus subjektiver Sicht des Chefs wieder besser geht. Werde nach der Krise auf Jobsuche gehen und dann entweder eine Wiedergutmachung für die verlorene Zeit verlangen oder Wechseln.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Schwierig - Die aktuelle Situation wird natürlich gerne auch von Unternehmen, die eigentlich keine großen Einbußen haben (ja, gibt es, insbesondere im IT-Bereich/ Digitalisierung, da laufen teils sogar mehr Projekte), als willkommenes Argument verwendet um eigentlich rechtfertigte Anpassungen abzuschmettern.

Wenn das hier der Fall sein sollte, wäre das sehr schäbig vom Arbeitgeber...

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 29.04.2020:

Schwierig - Die aktuelle Situation wird natürlich gerne auch von Unternehmen, die eigentlich keine großen Einbußen haben (ja, gibt es, insbesondere im IT-Bereich/ Digitalisierung, da laufen teils sogar mehr Projekte), als willkommenes Argument verwendet um eigentlich rechtfertigte Anpassungen abzuschmettern.

Wenn das hier der Fall sein sollte, wäre das sehr schäbig vom Arbeitgeber...

Da es jeden MA betrifft wird dieses wohl kaum zu treffen.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Bin auch eher beim Vorredner, schlechte Wirtschaft darf nicht als Entschuldigung dienen, wenn es dem Unternehmen an sich gut geht. Wird sehr oft als Ausrede genutzt, um sich kosten ALLER Mitarbeiter zu bereichern. Am liebsten noch mit geheuchelt mit wir müssen jetzt Solidarisch sein...

WiWi Gast schrieb am 30.04.2020:

WiWi Gast schrieb am 29.04.2020:

Schwierig - Die aktuelle Situation wird natürlich gerne auch von Unternehmen, die eigentlich keine großen Einbußen haben (ja, gibt es, insbesondere im IT-Bereich/ Digitalisierung, da laufen teils sogar mehr Projekte), als willkommenes Argument verwendet um eigentlich rechtfertigte Anpassungen abzuschmettern.

Wenn das hier der Fall sein sollte, wäre das sehr schäbig vom Arbeitgeber...

Da es jeden MA betrifft wird dieses wohl kaum zu treffen.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Die Frage ist wie geht es dem Unternehmen und ist zu erwarten, dass es demnächst finanziell schlechter gehen wird. Falls ja ist es durchaus berechtigt was das Unternehmen macht. Vermutlich Ansage von ganz Oben, Kosten sparen etc. Bei uns wurden schon Mal die Ausgaben für Externe gekürzt.
Im Grunde halb so wild, du bekommst deine Höherstufung wenn Corona vorbei ist (also in einem Jahr ).
Was Andere schon gesagt haben. Wenn es dich ärgert, schaue dich um. Auch jetzt werden Leute gesucht - merke, dass durch Anfragen von Head-Huntern. Lass dich nicht ärgern!

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

Sei froh, dass du nen Job hast und gesund bist. Ich denke andere würden sich freuen so ein „Luxusproblem“ zu haben.

Gleich in der ersten Antwort zeigt sich wieder die typisch deutsche Neiddebatte...

Ich bin in einer ähnlichen Situation, die Geschäftsführung hat bei uns auch verkündet, dass die übliche Gehaltsrunde zur Jahresmitte (bei der in den letzten Jahren fast immer auch eine Erhöhung für mich abfiel) "wegen Corona" ausgesetzt wird und man allenfalls gegen Jahresende, wenn die Tarifgehälter turnusmäßig angepasst werden, auch bei den AT-Mitarbeitern nochmal eine außerplanmäßige Gehaltsrunde prüfen wird. Dabei merken wir gar nicht viel von der Krise. Klar werden wir die Ziele, die für dieses Jahr gesetzt wurden, nicht einhalten, aber am Ende wird immer noch ein satter Gewinn stehen. Ist also nur ne billige Ausrede um Verwaltungskosten zu sparen. Hasse es auch, dass "Corona" nun als Universalausrede für alles herangezogen wird. Solange die Wirtschaftskrise andauert, heißt es Füße stillhalten, aber sobald es aufwärts geht dürfte dann auch bei mir eine Zeit für Neuorientierung gekommen sein...

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020:

WiWi Gast schrieb am 25.04.2020:

Sei froh, dass du nen Job hast und gesund bist. Ich denke andere würden sich freuen so ein „Luxusproblem“ zu haben.

Gleich in der ersten Antwort zeigt sich wieder die typisch deutsche Neiddebatte...

Ich bin in einer ähnlichen Situation, die Geschäftsführung hat bei uns auch verkündet, dass die übliche Gehaltsrunde zur Jahresmitte (bei der in den letzten Jahren fast immer auch eine Erhöhung für mich abfiel) "wegen Corona" ausgesetzt wird und man allenfalls gegen Jahresende, wenn die Tarifgehälter turnusmäßig angepasst werden, auch bei den AT-Mitarbeitern nochmal eine außerplanmäßige Gehaltsrunde prüfen wird. Dabei merken wir gar nicht viel von der Krise. Klar werden wir die Ziele, die für dieses Jahr gesetzt wurden, nicht einhalten, aber am Ende wird immer noch ein satter Gewinn stehen. Ist also nur ne billige Ausrede um Verwaltungskosten zu sparen. Hasse es auch, dass "Corona" nun als Universalausrede für alles herangezogen wird. Solange die Wirtschaftskrise andauert, heißt es Füße stillhalten, aber sobald es aufwärts geht dürfte dann auch bei mir eine Zeit für Neuorientierung gekommen sein...

Wenn es wieder aufwärts geht sollten die Gehaltsforderungen bescheiden bleiben um den Aufschwung der Firmen nicht zu gefährden, wenn es dann gut läuft sollten lieber Rücklagen gebildet und investiert werden

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020:

Sei froh, dass du nen Job hast und gesund bist. Ich denke andere würden sich freuen so ein „Luxusproblem“ zu haben.

Gleich in der ersten Antwort zeigt sich wieder die typisch deutsche Neiddebatte...

Ich bin in einer ähnlichen Situation, die Geschäftsführung hat bei uns auch verkündet, dass die übliche Gehaltsrunde zur Jahresmitte (bei der in den letzten Jahren fast immer auch eine Erhöhung für mich abfiel) "wegen Corona" ausgesetzt wird und man allenfalls gegen Jahresende, wenn die Tarifgehälter turnusmäßig angepasst werden, auch bei den AT-Mitarbeitern nochmal eine außerplanmäßige Gehaltsrunde prüfen wird. Dabei merken wir gar nicht viel von der Krise. Klar werden wir die Ziele, die für dieses Jahr gesetzt wurden, nicht einhalten, aber am Ende wird immer noch ein satter Gewinn stehen. Ist also nur ne billige Ausrede um Verwaltungskosten zu sparen. Hasse es auch, dass "Corona" nun als Universalausrede für alles herangezogen wird. Solange die Wirtschaftskrise andauert, heißt es Füße stillhalten, aber sobald es aufwärts geht dürfte dann auch bei mir eine Zeit für Neuorientierung gekommen sein...

Habt ihr auch mal darüber nachgedacht, was das für eine Signalwirkung hat. Bei uns in der Produktion wurde auf Kurzarbeit immens gesetzt. Wenn die Leute aus den Büros etc. jetzt ihre Gehaltserhöhung bekommen, dann fühlen sich die Leute aus der Produktion verschaukelt.
Außerdem wenn es nicht passt, dann wechselt doch den Job. Ich finde, es ist eher typisch deutsch auf jedes % zu pochen, was er meint mehr zu verdienen.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Mir gehts ähnlich wie dem TE. Gerade bei Einsteigern mit weniger als 5 Jahren BE macht es halt schon viel aus, ob man das Glück hatte noch Ende letzten Jahres hochgestuft zu werden oder ob man jetzt aufgrund Corona auf mindestens nächstes Jahr vertröstet wird. Im Worst Case machen die Kollegen dann schon wieder den nächsten Sprung während man selbst grade mal seine überfällige Hochstufung bekommt.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020:

Mir gehts ähnlich wie dem TE. Gerade bei Einsteigern mit weniger als 5 Jahren BE macht es halt schon viel aus, ob man das Glück hatte noch Ende letzten Jahres hochgestuft zu werden oder ob man jetzt aufgrund Corona auf mindestens nächstes Jahr vertröstet wird. Im Worst Case machen die Kollegen dann schon wieder den nächsten Sprung während man selbst grade mal seine überfällige Hochstufung bekommt.

Hier der TE, zunächst danke für alle Antworten, insbesondere die konstruktiven.

Die zitierte Antwort zeigt mMn die weitreichenden Auswirkungen und ich will die Schärfe der Situation nur an ein paar Infos und einem Beispiel klarmachen:

  • Bisher nur ein geringer, einstelliger Rückgang der relevanten Kennzahlen insgesamt, mein Bereich hat quasi keine Veränderung durch Corona erfahren

  • Für mich hat der Workload sogar nochmals zugenommen, ich laufe auf average 55h Wochen wobei die Tage voller Abstimmungen und Besprechungen (Skype) mit dem Management (middle bis hin zu Geschäftsführung) der Kunden vollgepackt sind, d.h. oftmals auch ohne Lunch und zu 95-100% Auslastung

  • Anfang des Jahres haben bei uns vier neue MA angefangen, davon 2 frische FH-Bachelor. Teils müssen sie mir zuarbeiten (FK/ BS/ Präsentationen) und was ich da manchmal bekomme spottet jeder Beschreibung (z.B. 8-seitige Präsi in einer Form, dass man sich schämen würde, diese einem Kunden zu zeigen, ich muss entsprechend bis zu mehreren Stunden nacharbeiten um zu korrigieren).

  • Von einem der beiden weiß ich sicher, dass er mehr bekommt als ich. Nochmal zum Vergleich: FH-Bachelor mit null Verantwortung und geringen Erwartungen an ihn (über dessen Fehler schon von mehreren Kollegen berichtet wurde und der angeblich viel surfen und absitzen soll) im Vergleich zu sehr gutem Uni-Master mit hoher Verantwortung, politisch sehr heiklem Terrain und hohen Erwartungen an die Arbeitsleistung.

  • Genau wie im zitierten Post würde mich erst die Anpassung auf ein leicht höheres Level bringen, aber dann kann er ja schon weiterverhandeln und ich soll erst mal dankbar sein für das, was mir schon längst zugestanden hätte

Das es anderen schlechter geht ist mir klar, aber bis wohin soll der Vergleich gehen, dann gibt es immer jemanden, dem es schlechter geht und wir alle müssen künftig mit jedem Hungerlohn zufrieden sein.

Konkret stellt sich auch die Frage, wie das Unternehmen es rechtfertigen will, dass ich einen Job ausübe, der definitiv viel höher eingestuft ist.
Wenn ich jetzt plötzlich sage "Ok, dann mache ich den Job nicht mehr sondern arbeite meinem Gehalt entsprechend (also 40h-Woche und leicht besserer Sachbearbeiterjob ohne Kundenkontakt, wie es der Einstufung entspricht)", so haben es mir einige Im Umfeld geraten, dann hat das Unternehmen auch null Handhabe.

Aus intrinsischer Motivation mache ich das derzeit noch mit, aber keine Ahnung wie lange ich das noch vor mir rechtfertigen kann, insbesondere wenn man an solche Beispiele wie das zuvor genannte denkt.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

So what, gibt doch nur 2 Optionen:

  1. Anderen Job suchen
  2. Backen zusammen kneifen

Schön zu sehen wie die letzten Jahre der Markt die Berufseinsteiger verwöhnt hat.
Meine Gehaltsrunde wurde auch ausgesetzt, aber da fällt das eine Jahr nicht ins Gewicht.
Arbeitslosigkeit würde mehr zurückwerfen.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Wie kann das sein, dass der Zuarbeiter mehr bekommt als der TE. Ich glaube die Anfangspille mit der Besoldung der Stelle scheint eher das Problem zu sein. Bitter wenn Corona da bei einer nötigen Anpassung einen Strich durch die Rechnung macht, aber ich sehe nur einen Wechsel als Möglichkeit.
Ansonsten damit leben, aber man wird immer welche finden in der Arbeitswelt, die mehr verdienen, aber effektiv es nicht angemessen wäre. Entlohnung war noch nie gerecht.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Leistung bissl runterfahren
Nebenher bissl bewerben / LinkedIn updaten

Nach 2 Jahren BE ein Zwischenzeugnis anfordern, es sollte mindestens "GUT" sein.
Wenn dann die Wirtschaft wieder läuft, und die Firma dich halten will, bekommst du wahrscheinlich mehr Geld

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Lachhaft - die alten Boomer Kollegen können weder Excel noch Englisch, haben damals im Diplom nur gechillt (wenn sie überhaupt studiert haben), sitzen aber mit wenig Aufwand auf lukrativen, praktisch unkündbaren Altverträgen.

Unsere Generation kommt einfach zu spät zur Party. Realeinkommen mies, Immo preise explodieren.

Schön zu sehen wie die letzten Jahre der Markt die Berufseinsteiger verwöhnt hat.
Meine Gehaltsrunde wurde auch ausgesetzt, aber da fällt das eine Jahr nicht ins Gewicht.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Was manche Leute hier auch glauben was Ihre Arbeit wert ist.

Ich kann es hier mal aus der Perspektive eines AGs (start-up Gründer, allerdings versuche ich mich hier mal in eine Industrie Perspektive hineinzuversetzen) schreiben: Viele Arbeitnehmer überschätzen Ihren Wert und den Ihrer Arbeit massiv. Wenn ich einem BWL Absolventen 15-17€ die Stunde zahle kommen für mich nochmal der AG Anteil für SZ etc. dazu (kosten mich ca. 18-20, ohne Verwaltungskosten). Dazu kommen 28 Urlaubstage, Feiertage, Krankheit etc.

Das muss auch erstmal verdient werden vor allem da ein BWLler mit 1 Jahr Berufserfahrung häufig wenig Mehrwert generiert. Mit der eigentlichen Wertschöpfungskette hat der nichts zu tun und ersetzlich ist der auch.

Auch unterschätzen Leute was einstelliger Rückgang der Kennzahlen bedeutet. Recht mal durch wie sich ein 9% Umsatzeinbruch auf ein Unternehmen mit hohen Fixkosten (+80%) und einer EBIT Marge von 5% auswirkt. Da werden die Zahlen schnell rot. Je nach Branche ist in den nächsten 2 Jahren keine volle Erholung zu erwarten. Da überlegt man es doppelt, ob man Geschenke in Form einer Gehaltserhöhung an einen neuen Verwaltungs-BWLler gibt oder nicht

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Genau, der Boomer-Generation ist alles in den Schoß gefallen. Diplome gabs geschenkt...

Um diese „lukrativen, praktisch unkündbaren Altverträge“ zu haben, muss man jahrelang (eher jahrzehntelang) in einem Unternehmen gewesen sein. Die Geduld hat die heutige Generation kaum noch. Da wird alle 2-3 Jahre gewechselt.

Du kommst zu spät zur Party in den 90ern. Wo steht denn geschrieben, dass es keine neue Party in den 2020ern gibt? In punkto Gehalt knallt es oft ohnehin erst in den 30ern und 40ern. So wie Du schreibst, bist Du davon ein ganzes Stück entfernt.

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020:

Lachhaft - die alten Boomer Kollegen können weder Excel noch Englisch, haben damals im Diplom nur gechillt (wenn sie überhaupt studiert haben), sitzen aber mit wenig Aufwand auf lukrativen, praktisch unkündbaren Altverträgen.

Unsere Generation kommt einfach zu spät zur Party. Realeinkommen mies, Immo preise explodieren.

Schön zu sehen wie die letzten Jahre der Markt die Berufseinsteiger verwöhnt hat.
Meine Gehaltsrunde wurde auch ausgesetzt, aber da fällt das eine Jahr nicht ins Gewicht.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

So wie du schreibst bist du ein Boomer der zufällig Internet nutzt.

Um diese „lukrativen, praktisch unkündbaren Altverträge“ zu haben, muss man jahrelang (eher jahrzehntelang) in einem Unternehmen gewesen sein. Die Geduld hat die heutige Generation kaum noch. Da wird alle 2-3 Jahre gewechselt.

=> Der fragesteller ist doch der beste Beweis. Früher gab es automatische gehaltserhöhungen jedes Jahr - heute soll man sich erstmal in einem miesen unterbezahlten Vertrag "beweisen" und kommt ohne Wechsel gar nicht weiter

WiWi Gast schrieb am 02.05.2020:

Genau, der Boomer-Generation ist alles in den Schoß gefallen. Diplome gabs geschenkt...

Um diese „lukrativen, praktisch unkündbaren Altverträge“ zu haben, muss man jahrelang (eher jahrzehntelang) in einem Unternehmen gewesen sein. Die Geduld hat die heutige Generation kaum noch. Da wird alle 2-3 Jahre gewechselt.

Du kommst zu spät zur Party in den 90ern. Wo steht denn geschrieben, dass es keine neue Party in den 2020ern gibt? In punkto Gehalt knallt es oft ohnehin erst in den 30ern und 40ern. So wie Du schreibst, bist Du davon ein ganzes Stück entfernt.

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020:

Lachhaft - die alten Boomer Kollegen können weder Excel noch Englisch, haben damals im Diplom nur gechillt (wenn sie überhaupt studiert haben), sitzen aber mit wenig Aufwand auf lukrativen, praktisch unkündbaren Altverträgen.

Unsere Generation kommt einfach zu spät zur Party. Realeinkommen mies, Immo preise explodieren.

Schön zu sehen wie die letzten Jahre der Markt die Berufseinsteiger verwöhnt hat.
Meine Gehaltsrunde wurde auch ausgesetzt, aber da fällt das eine Jahr nicht ins Gewicht.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 02.05.2020:

So wie du schreibst bist du ein Boomer der zufällig Internet nutzt.

Um diese „lukrativen, praktisch unkündbaren Altverträge“ zu haben, muss man jahrelang (eher jahrzehntelang) in einem Unternehmen gewesen sein. Die Geduld hat die heutige Generation kaum noch. Da wird alle 2-3 Jahre gewechselt.

=> Der fragesteller ist doch der beste Beweis. Früher gab es automatische gehaltserhöhungen jedes Jahr - heute soll man sich erstmal in einem miesen unterbezahlten Vertrag "beweisen" und kommt ohne Wechsel gar nicht weiter

WiWi Gast schrieb am 02.05.2020:

Genau, der Boomer-Generation ist alles in den Schoß gefallen. Diplome gabs geschenkt...

Um diese „lukrativen, praktisch unkündbaren Altverträge“ zu haben, muss man jahrelang (eher jahrzehntelang) in einem Unternehmen gewesen sein. Die Geduld hat die heutige Generation kaum noch. Da wird alle 2-3 Jahre gewechselt.

Du kommst zu spät zur Party in den 90ern. Wo steht denn geschrieben, dass es keine neue Party in den 2020ern gibt? In punkto Gehalt knallt es oft ohnehin erst in den 30ern und 40ern. So wie Du schreibst, bist Du davon ein ganzes Stück entfernt.

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020:

Lachhaft - die alten Boomer Kollegen können weder Excel noch Englisch, haben damals im Diplom nur gechillt (wenn sie überhaupt studiert haben), sitzen aber mit wenig Aufwand auf lukrativen, praktisch unkündbaren Altverträgen.

Unsere Generation kommt einfach zu spät zur Party. Realeinkommen mies, Immo preise explodieren.

Schön zu sehen wie die letzten Jahre der Markt die Berufseinsteiger verwöhnt hat.
Meine Gehaltsrunde wurde auch ausgesetzt, aber da fällt das eine Jahr nicht ins Gewicht.

und woher weißt du dass der TE mies und unterbezahlt ist?
Kennst du ihn zufällig?

Ich finde es persönlich auch teilweise sehr heftig, was Leute zum Einstieg bekommen und keine/ kaum gute Fähigkeiten haben. Teilweise erschreckend.
Und nein, ich bin kein Booemer, sondern erst 28 Jahre alt.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Als ob es früher keine Krisen gab, bei denen Gehaltsrunden ausgesetzt wurden...

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020:

Wenn es wieder aufwärts geht sollten die Gehaltsforderungen bescheiden bleiben um den Aufschwung der Firmen nicht zu gefährden

Da bin ich fast vom Stuhl gekippt vor Lachen. :-) Genau, wir sollten alle als Wohltäter für die Unternehmen aktiv werden und am besten noch auf Gehalt verzichten. Die Arbeitgeber sind ja umgekehrt auch immer nur um unser Wohlergehen bemüht.
Herrlich. Da hat jemand offensichtlich in seiner Waldorfschulen-Stuhlkreis-Tralala-Welt noch nicht begriffen, wie es in der Realität läuft. Dasselbe Unternehmen, dem du mit bescheidenen Gehaltsforderungen helfen willst, wird dich ohne mit der Wimper zu zucken feuern wenn es ihm wirtschaftlich nützt.

Habt ihr auch mal darüber nachgedacht, was das für eine Signalwirkung hat. Bei uns in der Produktion wurde auf Kurzarbeit immens gesetzt. Wenn die Leute aus den Büros etc. jetzt ihre Gehaltserhöhung bekommen, dann fühlen sich die Leute aus der Produktion verschaukelt.

Auch da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Klar, die harten Malocher aus der Produktion (die man perspektivisch durch Maschinen bzw. Roboter ersetzen kann und wird, nur mal nebenbei...) sind die wichtigsten, nicht etwa die fähigen Köpfe in den Büroetagen, die dafür sorgen dass der Betrieb weiterläuft und der Malocher auch morgen noch zu seiner Schicht kommen kann. Nein, die sitzen nur den ganzen Tag ihren Hintern im Bürostuhl platt und arbeiten ja gar nicht, gell?

Auch wieder so ne typisch deutsche Diskussion. Hier sind so viele was die Arbeitswelt angeht noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Frag mal einen Amerikaner oder Briten wen er vor seinem geistigen Auge sieht wenn es um Arbeit geht und dann einen Deutschen. Die ersteren denken an einen Menschen vor seinem Computer im Büro, der Deutsche an einen Malocher im Blaumann. Wahnsinn. Kann ich nicht verstehen. Vor allem in einem BWLer-Forum. In einem Handwerkerforum würde ich es noch verstehen, aber hier...

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 02.05.2020:

Wenn es wieder aufwärts geht sollten die Gehaltsforderungen bescheiden bleiben um den Aufschwung der Firmen nicht zu gefährden

Da bin ich fast vom Stuhl gekippt vor Lachen. :-) Genau, wir sollten alle als Wohltäter für die Unternehmen aktiv werden und am besten noch auf Gehalt verzichten. Die Arbeitgeber sind ja umgekehrt auch immer nur um unser Wohlergehen bemüht.
Herrlich. Da hat jemand offensichtlich in seiner Waldorfschulen-Stuhlkreis-Tralala-Welt noch nicht begriffen, wie es in der Realität läuft. Dasselbe Unternehmen, dem du mit bescheidenen Gehaltsforderungen helfen willst, wird dich ohne mit der Wimper zu zucken feuern wenn es ihm wirtschaftlich nützt.

Habt ihr auch mal darüber nachgedacht, was das für eine Signalwirkung hat. Bei uns in der Produktion wurde auf Kurzarbeit immens gesetzt. Wenn die Leute aus den Büros etc. jetzt ihre Gehaltserhöhung bekommen, dann fühlen sich die Leute aus der Produktion verschaukelt.

Auch da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Klar, die harten Malocher aus der Produktion (die man perspektivisch durch Maschinen bzw. Roboter ersetzen kann und wird, nur mal nebenbei...) sind die wichtigsten, nicht etwa die fähigen Köpfe in den Büroetagen, die dafür sorgen dass der Betrieb weiterläuft und der Malocher auch morgen noch zu seiner Schicht kommen kann. Nein, die sitzen nur den ganzen Tag ihren Hintern im Bürostuhl platt und arbeiten ja gar nicht, gell?

Auch wieder so ne typisch deutsche Diskussion. Hier sind so viele was die Arbeitswelt angeht noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Frag mal einen Amerikaner oder Briten wen er vor seinem geistigen Auge sieht wenn es um Arbeit geht und dann einen Deutschen. Die ersteren denken an einen Menschen vor seinem Computer im Büro, der Deutsche an einen Malocher im Blaumann. Wahnsinn. Kann ich nicht verstehen. Vor allem in einem BWLer-Forum. In einem Handwerkerforum würde ich es noch verstehen, aber hier...

Tut mir nur einen Gefallen an die Gutmenschen bezüglich ihres Arbeitgebers. Überdenkt das bitte nochmal damit fördert ihr in der Masse nur eins ... niedrigere Löhne.

Bei uns würde auch schon gesagt "jetzt ist Kurzarbeit, OK. Aber was ist nach einem Jahr? Beschäftigen wir dann weniger oder arbeiten alle für weniger Lohn..." Da habe ich gelacht und gesagt oder alle kündigen von selbst und der Unternehmens-Cashflow bleibt ohne erhebliche Investitionen aus. Also wirklich, was soll das denn. Man kann es sich immer einfach machen.

Wenn alle Unternehmer so denken und das wird mir großer Wahrscheinlichkeit so sein dann haben wir bald nur noch reich und arm und der verbeamtete Politiker von oben nickt das mit seinen 9.000€ brutto im Bundestag ab. Aber wer zahlt dann dessen Gehalt?

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

FAZIT

Situation erstmal aussitzen bis andere Angebote auf dem Tisch
ggf Leistung runterfahren / Weiterbilden

Kündigen oder zu stark drohen ist schlecht da Wirtschaftsboom zuende wegen CORONA

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 02.05.2020:

Wenn es wieder aufwärts geht sollten die Gehaltsforderungen bescheiden bleiben um den Aufschwung der Firmen nicht zu gefährden

Da bin ich fast vom Stuhl gekippt vor Lachen. :-) Genau, wir sollten alle als Wohltäter für die Unternehmen aktiv werden und am besten noch auf Gehalt verzichten. Die Arbeitgeber sind ja umgekehrt auch immer nur um unser Wohlergehen bemüht.
Herrlich. Da hat jemand offensichtlich in seiner Waldorfschulen-Stuhlkreis-Tralala-Welt noch nicht begriffen, wie es in der Realität läuft. Dasselbe Unternehmen, dem du mit bescheidenen Gehaltsforderungen helfen willst, wird dich ohne mit der Wimper zu zucken feuern wenn es ihm wirtschaftlich nützt.

Habt ihr auch mal darüber nachgedacht, was das für eine Signalwirkung hat. Bei uns in der Produktion wurde auf Kurzarbeit immens gesetzt. Wenn die Leute aus den Büros etc. jetzt ihre Gehaltserhöhung bekommen, dann fühlen sich die Leute aus der Produktion verschaukelt.

Auch da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Klar, die harten Malocher aus der Produktion (die man perspektivisch durch Maschinen bzw. Roboter ersetzen kann und wird, nur mal nebenbei...) sind die wichtigsten, nicht etwa die fähigen Köpfe in den Büroetagen, die dafür sorgen dass der Betrieb weiterläuft und der Malocher auch morgen noch zu seiner Schicht kommen kann. Nein, die sitzen nur den ganzen Tag ihren Hintern im Bürostuhl platt und arbeiten ja gar nicht, gell?

Auch wieder so ne typisch deutsche Diskussion. Hier sind so viele was die Arbeitswelt angeht noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Frag mal einen Amerikaner oder Briten wen er vor seinem geistigen Auge sieht wenn es um Arbeit geht und dann einen Deutschen. Die ersteren denken an einen Menschen vor seinem Computer im Büro, der Deutsche an einen Malocher im Blaumann. Wahnsinn. Kann ich nicht verstehen. Vor allem in einem BWLer-Forum. In einem Handwerkerforum würde ich es noch verstehen, aber hier...

Bist du Gordon Gecko?

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020:

Sei froh, dass du nen Job hast und gesund bist. Ich denke andere würden sich freuen so ein „Luxusproblem“ zu haben.

Gleich in der ersten Antwort zeigt sich wieder die typisch deutsche Neiddebatte...

Ich bin in einer ähnlichen Situation, die Geschäftsführung hat bei uns auch verkündet, dass die übliche Gehaltsrunde zur Jahresmitte (bei der in den letzten Jahren fast immer auch eine Erhöhung für mich abfiel) "wegen Corona" ausgesetzt wird und man allenfalls gegen Jahresende, wenn die Tarifgehälter turnusmäßig angepasst werden, auch bei den AT-Mitarbeitern nochmal eine außerplanmäßige Gehaltsrunde prüfen wird. Dabei merken wir gar nicht viel von der Krise. Klar werden wir die Ziele, die für dieses Jahr gesetzt wurden, nicht einhalten, aber am Ende wird immer noch ein satter Gewinn stehen. Ist also nur ne billige Ausrede um Verwaltungskosten zu sparen. Hasse es auch, dass "Corona" nun als Universalausrede für alles herangezogen wird. Solange die Wirtschaftskrise andauert, heißt es Füße stillhalten, aber sobald es aufwärts geht dürfte dann auch bei mir eine Zeit für Neuorientierung gekommen sein...

Habt ihr auch mal darüber nachgedacht, was das für eine Signalwirkung hat. Bei uns in der Produktion wurde auf Kurzarbeit immens gesetzt. Wenn die Leute aus den Büros etc. jetzt ihre Gehaltserhöhung bekommen, dann fühlen sich die Leute aus der Produktion verschaukelt.
Außerdem wenn es nicht passt, dann wechselt doch den Job. Ich finde, es ist eher typisch deutsch auf jedes % zu pochen, was er meint mehr zu verdienen.

Was ist daran verkehrt auf % zu pochen?
Dir ist hoffentlich klar, dass Nullrunden zu realen Gehaltseinbußen führen. Jedes Jahr sollten es um die 3-4% mind. sein, allein der Inflation wegen.

Heute im Lidl gewesen und die Packung Milch kostet jetzt knapp 80 Cent. Vor 2 Wochen waren es 73 Cent und im Dezember um die 65. Bei anderen Lebensmitteln wurde auch nur teurer. Und wenn das Unternehmen nicht existenziell gefährdet ist, sehe ich Corona nur als vorgeschobenen Grund, um Gewinne zu steigern. Das ist widerlich.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

WiWi Gast schrieb am 02.05.2020:

Wenn es wieder aufwärts geht sollten die Gehaltsforderungen bescheiden bleiben um den Aufschwung der Firmen nicht zu gefährden

Da bin ich fast vom Stuhl gekippt vor Lachen. :-) Genau, wir sollten alle als Wohltäter für die Unternehmen aktiv werden und am besten noch auf Gehalt verzichten. Die Arbeitgeber sind ja umgekehrt auch immer nur um unser Wohlergehen bemüht.
Herrlich. Da hat jemand offensichtlich in seiner Waldorfschulen-Stuhlkreis-Tralala-Welt noch nicht begriffen, wie es in der Realität läuft. Dasselbe Unternehmen, dem du mit bescheidenen Gehaltsforderungen helfen willst, wird dich ohne mit der Wimper zu zucken feuern wenn es ihm wirtschaftlich nützt.

Habt ihr auch mal darüber nachgedacht, was das für eine Signalwirkung hat. Bei uns in der Produktion wurde auf Kurzarbeit immens gesetzt. Wenn die Leute aus den Büros etc. jetzt ihre Gehaltserhöhung bekommen, dann fühlen sich die Leute aus der Produktion verschaukelt.

Auch da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Klar, die harten Malocher aus der Produktion (die man perspektivisch durch Maschinen bzw. Roboter ersetzen kann und wird, nur mal nebenbei...) sind die wichtigsten, nicht etwa die fähigen Köpfe in den Büroetagen, die dafür sorgen dass der Betrieb weiterläuft und der Malocher auch morgen noch zu seiner Schicht kommen kann. Nein, die sitzen nur den ganzen Tag ihren Hintern im Bürostuhl platt und arbeiten ja gar nicht, gell?

Auch wieder so ne typisch deutsche Diskussion. Hier sind so viele was die Arbeitswelt angeht noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Frag mal einen Amerikaner oder Briten wen er vor seinem geistigen Auge sieht wenn es um Arbeit geht und dann einen Deutschen. Die ersteren denken an einen Menschen vor seinem Computer im Büro, der Deutsche an einen Malocher im Blaumann. Wahnsinn. Kann ich nicht verstehen. Vor allem in einem BWLer-Forum. In einem Handwerkerforum würde ich es noch verstehen, aber hier...

Man sieht, dass du kein politisches Fingerspitzengefühl hast. Eine homogene Stimmung in der Belegschaft ist immer produktiver. Solche Dinge können schnell für Unmut sorgen und dann bekommt man die Quittung in Form von Krankschreibungen. Ich lese nur Ego Bekundungen heraus nach dem Anspruch "ich darf um keinen Preis zu kurz kommen".
Frag auch gerne mal den Ami, ob er das Konzept "kurzarbeit" kennt. Der wird nur lächeln und sich arbeitslos melden.

antworten
WiWi Gast

Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Mir geht es ähnlich, bei uns (knapp 2.000 MA, hidden champion in middle/ east europe) wurde nun mitgeteilt, dass es dieses und voraussichtlich auch nächstes Jahr keine Gehaltserhöhungen gibt, lediglich in Fällen in denen Beförderung auf deutlich höhere/ verantwortungsvollere Positionen erfolgen.

Ehrlich gesagt ist das für mich fadenscheinig und scheint mir nach Bologna der nächste Schritt um das Durchschnittsgehalt der Akademiker (und nun auch vieler anderer Arbeitnehmer) massiv zu senken.

Kenne mehrere jüngere Absolventen oder Studenten kurz vorm Abschluss aus dem Freundeskreis, die jetzt als Gehaltswunsch Gehälter um die 35k angeben (und das teils mit Master) um doch irgendwie unterzukommen. Traurig, traurig.

antworten

Artikel zu Coronavirus

Nach US-Präsident Trump scheint auch Präsident Macron an Hydroxychloroquin interessiert

Coronavirus-COVID-19 Resochin/Chloroquin Malaria-Medikament von Bayer AG

US-Präsident Donald Trump könnte Recht behalten mit seiner Notfallzulassung des deutschen Arzneimittels Resochin. Nach US-Präsident Trump scheint auch Präsident Macron an Hydroxychloroquin interessiert. Ärzte in Frankreich und Amerika haben Erfolge in der Behandlung von Covid-19 mit dem Medikament signalisiert. Bayer hatte den USA drei Millionen Tabletten des Malaria-Medikaments mit dem Wirkstoff Chloroquin gespendet. Deutschland hat sich das Medikament ebenfalls gesichert.

UPDATE: Tipps, Links und neue Symptome zum Coronavirus

Coronavirus: Zwei Viren-Zellen unter einem Mikroskop.

Was sind neue Symptome beim Coronavirus? Welche Schutzmaßnahmen und Hausmittel empfehlen Experten? Was ist beim Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Virus zu tun? Gibt es Behandlungsmöglichkeiten? Wie viele Coronavirus-Fälle gibt es aktuell in Deutschland? Welche Tipps, Links und Hotlines sind zum Coronavirus in Deutschland besonders hilfreich?

Bosch entwickelt COVID-19-Schnelltest

Das Bild zeigt ein Gerät für den COVID-19-Schnelltest auf den Coronavirus der Firma Bosch Healthcare Solutions und Randox Laboratories Ltd.

Das Unternehmen Bosch Healthcare Solutions hat einen COVID-19-Schnelltest zur Diagnose des Coronavirus entwickelt. Mit dem neuen Analysegerät Vivalytic soll das Test-Ergebnis innerhalb von zweieinhalb Stunden vorliegen. Mit dem COVID-19-Schnelltest will Bosch dazu beitragen, die Coronavirus-Pandemie einzudämmen.

Coronavirus-Karte: Coronavirus-Fälle in Deutschland

Screenshot der Coronavirus-Karte für Deutschland »corona.rki.de« vom Robert-Koch-Institut.

Coronavirus-Karte - Eine neue Karte vom Robert-Koch-Institut zeigt die Coronavirus-Fälle in Deutschland. Die interaktive Deutschland-Karte zeigt für alle Landkreise und Bundesländer, wie viele Fälle von Infizierten mit dem Coronavirus es dort gibt.

Corona-Shutdown wird Deutschland bis zu 729 Milliarden Euro kosten

Präsident ifo Institut Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest

Das Coronavirus wird die deutsche Wirtschaft durch Produktionsausfälle, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit Hunderte von Milliarden Euro kosten. Das zeigt eine Szenarioanalyse des ifo Instituts zur partiellen Stilllegung der Wirtschaft. Bei einem Shutdown von zwei Monaten erreichen die Kosten 255 bis 495 Milliarden Euro und das Bruttoinlandsprodukt sinkt um etwa 7-11 Prozent. Bei drei Monaten erreichen die Kosten 354 bis 729 Milliarden Euro und das BIP fällt um die 10-20 Prozent.

EU setzt Schuldengrenze für Staatsdefizite aus

EU-Fahne: Grenze für Staatsdefizite ausgesetzt

Die Coronavirus-Pandemie ist ein großer Schock für die europäische und globale Wirtschaft, der sich der Kontrolle der Regierungen entzieht. Die EU-Kommission schlägt daher vor, die im fiskalpolitischen Rahmen vorgesehene Ausweichklausel des Stabilitäts- und Wachstumspakts zu aktivieren.

Sofortpro­gramme in Milliardenhöhe für Deutschland und Europa

Covid-19: Sofortpro­gramme in Milliardenhöhe für Deutschland und Europa

Deutschland hat in der Coronakrise ein Sofortpro­gramm für Beschäftigte und Unternehmen in Milliardenhöhe vorgelegt. Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kündigten ein flexibleres Kurzarbeitergeld, steuerliche Liquiditätshilfe und unbegrenzte Kredite für Unternehmen an. Unterstützt wird zudem die gemeinsame "Corona Response Initiative" der Europäischen Kommission von 25 Milliarden Euro.

Coronakrise: Bayern verhängt Ausgangssperre

Ausgangssperre Coronavirus: Die bayrische Flagge vor grauem Himmel.

Bayern hat im Kampf gegen das Coronavirus zunächst für zwei Wochen eine vorläufig Ausgangsbeschränkung erlassen. Die Ausgangssperre gilt ab Samstag, dem 21. März 2020, im gesamten Bundesland.

Coronavirus: FAQ zum Arbeitsrecht des BAMS

Coronavirus - Fragen zum Arbeitsrecht

Wer darf wann zuhause bleiben? Besteht die Pflicht zur Arbeit in das Büro zu kommen, wenn die Kollegen husten? Diese und andere Fragen beantwortet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in den FAQs zu arbeitsrechtlichen Fragen rund um das Coronavirus.

Keine US-Übernahme von deutschem Impfstoff-Hersteller

Das Foto zeigt eine Labor-Maschine vom deutschen Impfstoff-Hersteller CureVac AG in Tübingen.

Nach Medienberichten der "Welt am Sonntag" hat die US-Regierung unter Donald Trump versucht, den deutschen Impfstoff-Hersteller CureVac AG zu übernehmen. Mit einer Rekordsumme im Milliardenbereich war laut Gerüchten geplant, sich Medikamente und Impfstoffe gegen das Coronavirus exklusiv für die USA zu sichern. Die CureVac AG weist die Spekulationen über einen Verkauf zurück und betont, den Impfstoff gegen das Coronavirus (COVID-19) für Menschen und Patienten in der ganzen Welt zu entwickeln.

Impfstoff gegen Coronavirus vor Durchbruch?

Impfstoff-Coronavirus: Eine Spritze symbolisiert die Impfung für das Coronavirus (COVID-19)

Bei der Entwicklung von einem Impfstoff gegen das Coronavirus (COVID-19) gibt es erste Erfolge. Das israelische Forschungsinstitut MIGAL hat eigenen Angaben zufolge einen wirksamen Impfstoff gegen das Vogel-Coronavirus entwickelt. Laut der Forscher lasse sich dieser Impfstoff zeitnah an einen Impfstoff für das COVID-19 Coronavirus für den Menschen angepassen.

DIVI-Intensivbetten-Register für COVID-19 Patienten

Das Berliner Krankenhaus Charite.

Das neue DIVI-Intensivbetten-Register zeigt, in welchen Kliniken wie viele Intensivbetten für Patienten mit dem Coronavirus zur Verfügung stehen. Auf einer Deutschlandkarte werden tagesaktuelle alle verfügbaren und freien Behandlungskapazitäten für Corona-Patienten angezeigt.

Neues Arbeit-von-morgen-Gesetz erleichtert Kurzarbeit

Das Reichstagsgebäude des Bundestags in Berlin.

Das neue Arbeit-von-morgen-Gesetz der Bundesregierung erleichtert Kurzarbeit. Der Gesetzentwurf zielt auf die mit dem Coronavirus verbundenen Probleme für Unternehmen ab. So wurden die Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld absenken und die Leistungen erweitern. Auch im Bereich der Leiharbeit wird Kurzarbeit ermöglicht. Zudem stehen der Klimaschutz, die digitale Wirtschaft, sowie die Aus- und Weiterbildungsförderung im Fokus.

Coronavirus: Sondergutachten der Wirtschaftsweisen

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) stellt die Welt vor große und bislang nicht gekannte Herausforderungen. Die gesundheitspolitischen Maßnahmen gehen mit starken ökonomischen Auswirkungen weltweit einher. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung analysiert die Lage in einem Sondergutachten und diskutiert geeignete wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Bewältigung der Krise.

Coronavirus: Wirtschaftlicher Schaden für Deutschland gewiss

DIW-Präsident Prof. Marcel Fratzscher

DIW-Präsident Marcel Fratzscher hält einen wirtschaftlichen Schaden für Deutschland infolge der Ausbreitung des Coronavirus für unausweichlich. Die deutsche Wirtschaft ist abhängiger vom internationalen Handel, als andere europäische Länder. Daher ist Deutschland von der Ausbreitung des Coronavirus in China und Europa wirtschaftlich stärker betroffen.

Antworten auf Keine Höherstufung wegen Corona - Wie verhalten?

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 45 Beiträge

Diskussionen zu Coronavirus

Weitere Themen aus Gehaltserhöhung & Karriere