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Gehaltserhöhung & KarriereLehrer

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Guten Abend,
Vorneweg möchte ich anmerken dass ich hier in keinerweise „prahle“ sondern einfach gern mal eure Ratschläge/Meinungen und vielleicht eigene Erfahrungen hören möchte. Jetzt schonmal im Vorraus Vielen Dank für ernstgemeinte und sinnvolle Beiträge!

Erst zu meiner Situation. Ich komme aus einem sehr wohlhabenden Elternhaus. Mein Papa ist Unternehmer und meine Mama Lehrerin.
Ich musste mir noch nie in irgendeiner Hinsicht sorgen machen. Jede Ferien in den Urlaub , viele große Reisen Usa , Dubai , Malediven , Bora Bora usw., 2 Porsches stehen vor der Türe , schönes großes Haus mit Pool (in keiner Hinsicht Prahlerei , nur damit ihr eine bessere Einsicht bekommt). Mit Firmenanteil denke ich mal dass „wir“ ungefähr 8-10Mio Vermögen besitzen (Der Großteil sind Wohnungen die vermietet werden). Ich habe noch einen Bruder & eine Schwester (alles durch 3).

Jetzt zu meinen eigentlichen Fragen. Natürlich soll ich den Beruf später mal ausüben den Ich will & der mir Spaß macht.
Früher wollte ich „Karriere“ machen. Später mal in einer Bank , UB oder PE arbeiten. Mit einem eher (unter)durchschnittlichem Profil ist es ja auch relativ schwer Karriere zu machen. Nun zu meiner Frage.

  • Mit wie viel Gehalt kann man bei z.b einer kleineren Unternehmensberatung oder Bank rechnen?
  • Wie sieht es in Zukunft aus nach Berufserfahrung?

Jz liebäügel ich auch Lehrer zu werden. So viel Urlaub bekommt man nirgends und dass ist Gold wert. Als Lehrer verdient man auch seine 3,5-4,2 Netto in BaWü , dafür braucht man erstmal ~80 k Brutto bei z.b einer Bank. Kann man dass bei kleineren UB‘s , Banken .. auch erreichen bzw. wie schnell? Soll ich „einfach“ Lehrer werden und mit dem guten Geld von Zuhause und den vielen Ferientage mein Leben genießen? Bei dem Beruf Lehrer hab ich nur den Gedanken , dass es mich nicht „erfüllt“ , sprich 40 Jahre lang den gleichen Scheiß vorne vorzupredigen. War schonmal einer in derselben Situation? Übrigens ich mache dieses Jahr mein abitur ~ 2,2.
Vielen Dank für jeden einzelnen der sich bis hierhin Zeit genommen hat. Ich hoffe es versteht hier einer meine Situation.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Da kann ich nur den Kopf schütteln. Mach das worauf du Lust hast omg smh, Geld kann dir doch wohl egal sein bruh omg bye.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Ehrlich gesagt musst du halt einfach wissen was du für ein Typ Mensch bist und ob du halt Thrill im Leben brauchst oder nicht.

Die spannenden Jobs sind halt einfach nicht 9-5 sondern du musst ranklotzen.

Wäre ich (Eltern beide Konzernsoldaten mit Immobilien nur 1Mio) du würde ich Lehrer werden und mit meinen 3Mille mir spannende Hobbies kaufen (Rennfahren, Heliskiing in Kanada etc).

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

/close thread

Geh zu einem Psychologen aber bitte lass die Leute hier über ernsthafte Probleme diskutieren.

8 - 10 Millionen Vermögen und fragt bei Wiwi Treff, was er beruflich machen soll. SMH

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bwlnothx

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Hätten deine Eltern statt den Porsche vor dem Haus mehr in dich, deine Erziehung und die Vermittlung von Werten investiert, dann müsstest du hier gar nicht solche Fragen stellen.

Sei einfach du selbst und mach das, worauf du Lust hast. Lehrer zu sein, gehört ja offensichtlich nicht dazu.

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Dolliii

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Mach worauf du Bock hast!

Lehrer immer gut:)

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WiWi Gast

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Die 80k Brutto eines Lehrers hast du in großen Beratungen schon im ersten Jahr nach dem Master...

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 07.04.2018:

Die 80k Brutto eines Lehrers hast du in großen Beratungen schon im ersten Jahr nach dem Master...

Ich hätte natürlich auch massiv Bock 80 Stunden für Geld zu schuften, das ich gar nicht brauche.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Was seid ihr für Wiwis, wenn ihr diesen rationalen Gedanken als unethisch abstempelt?

Die Frage ist in diesem Fall eigentlich nur, welchen Wert du deiner Freizeit beimisst. Hast du viele Hobbies? Übst du Vereinssport aus und willst das nicht aufgeben? Sind dir Freundschaften sehr wichtig? Brauchst du viel Zeit für deinen Partner? Falls ja: Werde Lehrer. Die Chance auf so viel Zusatzgehalt, dass deine Opfer kompensiert werden, ist viel zu gering. Und die müsstest du zwangsläufig bringen. Als Lehrer wäre dein maximales Unheil, eine Stunde entfernt von deinem Wunschort zu wohnen. Und an die Freizeit kommt kein Vollzeitjob ansatzweise heran, vor allem nicht bei dem Gehalt. Und das Studium ist halt völlig ohne Druck.

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WiWi Gast

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Du musst auch Optionalität bei deinen jetzigen Entscheidungen berücksichtigen. Deine Präferenzen können sich ja in fünf Jahren verändern. Mit z.B. BWL lässt du dir alle Türen offen, mit Lehramt verschließen sich die ersten Türen.

Gast schrieb am 07.04.2018:

Was seid ihr für Wiwis, wenn ihr diesen rationalen Gedanken als unethisch abstempelt?

Die Frage ist in diesem Fall eigentlich nur, welchen Wert du deiner Freizeit beimisst. Hast du viele Hobbies? Übst du Vereinssport aus und willst das nicht aufgeben? Sind dir Freundschaften sehr wichtig? Brauchst du viel Zeit für deinen Partner? Falls ja: Werde Lehrer. Die Chance auf so viel Zusatzgehalt, dass deine Opfer kompensiert werden, ist viel zu gering. Und die müsstest du zwangsläufig bringen. Als Lehrer wäre dein maximales Unheil, eine Stunde entfernt von deinem Wunschort zu wohnen. Und an die Freizeit kommt kein Vollzeitjob ansatzweise heran, vor allem nicht bei dem Gehalt. Und das Studium ist halt völlig ohne Druck.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Jetzt zu meinen eigentlichen Fragen. Natürlich soll ich den Beruf später mal ausüben den Ich will & der mir Spaß macht.

Du hast die angenehme Situation, dass du dir keine großen Gedanken machen musst, wie du ein zumindest ordentliches Haus oder deine Altersversorgung finanzieren kannst. Und falls beruflich alles schief gehen sollte, wirst du trotzdem nie auf der Straße landen.

Aber wie du schon selber schreibst, es ist nicht so viel, dass du ohne eigene Arbeit in Saus und Braus leben könntest, selbst wenn deine Eltern dir das Erbe schon frühzeitig auszahlen würden.

Und damit hast du das gleiche Problem bei der Berufswahl wie jeder andere auch. Du musst dir einen Berufsweg suchen, mit dem du nach dem Studium für die nächsten 35-40 Jahre zumindest zufrieden bist. Dein Vorteil ist, dass du nicht die überdurchschnittlich hoch bezahlten Jobs wählen musst, um dir trotzdem einen sehr ordentlichen Lebensstandard leisten zu können.

Lehrer würde wahrscheinlich deine finanziellen Bedürfnisse abdecken, allerdings nicht unbedingt den Lebensstil deiner Eltern ermöglichen. Es ist aber ein härterer Beruf als er oft dargestellt wird. Da kannst nur du entscheiden, ob das etwas für dich ist. Und der Entscheidungsprozess dafür ist eigentlich unabhängig von deinem finanziellen Hintergrund.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Das ist wohl nicht ganz richtig. Mit A13 oder A13z sind es als Berufsanfänger vermutlich eher 3.200 Euro netto. Die im Internet verfügbaren Besoldungsrechner weisen meistens ein "Nettoeinkommen" aus, welches keines ist, weil die Krankenversicherung noch abgezogen werden muss. Also 200 bis 300 Euro. Berufsanfänger ist man erst mit abgeschlossenem Referendariat, ein Master reicht nicht aus. Wie lange ist Deine Mutter schon Lehrerin und wie oft wurde sie befördert?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2018:
Als Lehrer verdient man auch seine 3,5-4,2 Netto in BaWü , dafür braucht man erstmal ~80 k Brutto bei z.b einer Bank.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 07.04.2018:

Das ist wohl nicht ganz richtig. Mit A13 oder A13z sind es als Berufsanfänger vermutlich eher 3.200 Euro netto. Die im Internet verfügbaren Besoldungsrechner weisen meistens ein "Nettoeinkommen" aus, welches keines ist, weil die Krankenversicherung noch abgezogen werden muss. Also 200 bis 300 Euro. Berufsanfänger ist man erst mit abgeschlossenem Referendariat, ein Master reicht nicht aus. Wie lange ist Deine Mutter schon Lehrerin und wie oft wurde sie befördert?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2018:
Als Lehrer verdient man auch seine 3,5-4,2 Netto in BaWü , dafür braucht man erstmal ~80 k Brutto bei z.b einer Bank.

Man wird ja praktisch automatisch befördert. Stufenweise über Berufserfahrung und dann nochmal als Oberstudienrat den jeder Lehrer Ende 40 erreicht. Dazu Kinderzuschlag von mehreren hundert Euro pro Kind, wenn man heiratet und der Partner wenig verdient kommt nochmal was drauf.
Also 4000 netto mit Ende 30 mit einem Kind sind wohl noch pessimistisch.

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bwlnothx

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Um Himmels willen. Wieso springen hier so viele auf den Lehrer - Zug auf? Wer sagt denn, dass ihm das überhaupt liegt und dass ihm das Spaß macht? Aber nein... Hauptsache das Gehalt hört sich erst mal toll an. Da merkt man einfach, dass viele noch nicht im Berufsleben stehen.
Das größte Kontra gegen eine Anstellung beim Staat ist und bleibt die mangelnde Flexibilität. Wenn der TE in 5 Jahren keine Lust mehr hat auf nervige Kids und Teenager, die Porsche seiner Eltern in der Einfahrt sieht und denkt "Wieso tu ich mir das überhaupt an", ja dann ist es zu spät.

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WiWi Gast

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Seid ihr des Wahninns? Lehrer? Guckt ihr keine Nachrichten?

Lehrer brauchen bald eine Krav-Maga-Ausbildung und stichfeste Westen, wenn die eine normale Unterrichtsstunde abhalten wollen. Von Lehrerinnen müssen wir erst gar nicht anfangen. Lehrer war mal ein Traumberuf in den 70er Jahren, wo die Welt ein Ponyhof war und es einen funktionierenden Staat inkl. zivilisierter Gesellschaft gab.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Verstehe nicht wieso viele so unnötige Kommentare ablassen. Das ist ein ganz normaler rationaler Gedankengang. Wer in so einer Situation ist, würde sich über sowas auch Gedanken machen...

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WiWi Gast

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Ich hätte es an deiner Stelle überhaupt nicht eilig mit dem Berufseinstieg. Erstmal lange studieren inclusive Praktika, Auslandssemester etc. Und dann erkennst du ja ob das jeweilige Fach was für dich ist. Wenn nicht einfach mit was ganz neuem anfangen. Halt das Studentenleben so lang wie möglich genießen.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Bevor du erbst, vergehen ersteinmal noch 30 Jahre oder so. Und in denen willst du ja auch angemessen leben. Daher wirst du nicht drumherum kommen, auch jetzt schon selbst Gas zu geben und einen ordentlichen Job zu machen. Sehe das Erbe deiner Eltern eher als eine spätere Versüßung deiner Altersvorsorge.
Daher: kein Lehrer! Gehalt gedeckt, viele Türen verschlossen, langweilig.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Ich würd erstmal Germanistik, Kunstwissenschaften und Co. (was dich halt so interessiert) studieren und einfach mal mein Leben genießen

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WiWi Gast

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Wenn du den "Drive" hast, dann würde ich mich Richtung Startups orientieren und später selber versuchen zu gründen.
Viele Gründer und Leute in der Startup Szene haben einen ähnlichen Background auch wenn Sie es nur nach mehren Drinks zugeben. Insbesondere WHUler ;)

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WiWi Gast

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"Lehrer" erreichen in vielen Fällen niemals den Oberstudienrat. Grundschule, Realschule, u.s.w. Ein Vergleich zwischen verheiratet mit Kind und Steuerklassse 1 hinkt natürlich auch total.

WiWi Gast schrieb am 07.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 07.04.2018:

Das ist wohl nicht ganz richtig. Mit A13 oder A13z sind es als Berufsanfänger vermutlich eher 3.200 Euro netto. Die im Internet verfügbaren Besoldungsrechner weisen meistens ein "Nettoeinkommen" aus, welches keines ist, weil die Krankenversicherung noch abgezogen werden muss. Also 200 bis 300 Euro. Berufsanfänger ist man erst mit abgeschlossenem Referendariat, ein Master reicht nicht aus. Wie lange ist Deine Mutter schon Lehrerin und wie oft wurde sie befördert?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2018:
Als Lehrer verdient man auch seine 3,5-4,2 Netto in BaWü , dafür braucht man erstmal ~80 k Brutto bei z.b einer Bank.

Man wird ja praktisch automatisch befördert. Stufenweise über Berufserfahrung und dann nochmal als Oberstudienrat den jeder Lehrer Ende 40 erreicht. Dazu Kinderzuschlag von mehreren hundert Euro pro Kind, wenn man heiratet und der Partner wenig verdient kommt nochmal was drauf.
Also 4000 netto mit Ende 30 mit einem Kind sind wohl noch pessimistisch.

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WiWi Gast

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Genau das war die Einstellung vieler Studentinnen in den 1970ern. Nach dem Motto " das Leben genießen" und später heirate ich doch (einen Gutverdiener). Da war ein schwerer Studiengang einfach nicht angesagt. Die Frauenquote bei Ingenieuren lag bei 1 bis 2%. Hat für viele auch funktioniert. Andere müssen als Geschiedene den ungeliebten Lehrer-Job bis zum Ende durchziehen.

WiWi Gast schrieb am 07.04.2018:

Ich würd erstmal Germanistik, Kunstwissenschaften und Co. (was dich halt so interessiert) studieren und einfach mal mein Leben genießen

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

ähnliche Situation hier vom Background her

könnte mir nie vorstellen Lehrer zu werden, da es mir nach wahrscheinlich 2 Jahren langweilig werden würde

Überlege, ob du genaug Motivation aus Freizeit, Freunde und Familie ziehen kannst? Dann ist Lehrer eine Überlegung wert.
Andernfalls: nutze deine Startposition für Auslandssemster in Harvard, top Praktika, nutze die Connections deiner Eltern - dann ist das 2.2 Abi auch fast wieder wett gemacht

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Ich verstehe ich, wie der TE mit dem Geld seiner Eltern, die sicherlich noch 20-30 Jahre leben werden, dem Geld was dann noch durch 3 geht, plant.

Zudem können Eltern ihr eigenes Geld auch verprassen.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Alleine aus steuerlichen Gründen wir in solch einer Konstellation alle 10 Jahre der max. Freibetrag je Elternteil genutzt und Vermögen auf die Kinder übertragen. Dann sind wir bei 2*400.000 € alle 10 Jahre. Durch Niesbrauch etc. kann das Übertragen von Immobilien noch steueroptimiert werden. Wenn dann noch Unternehmensanteile zum Buchwert übertragen werden können, geht der Staat zum Glück leer aus.
Also nicht erst warten bis die Eltern ins Gras beissen!

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 07.04.2018:

Alleine aus steuerlichen Gründen wir in solch einer Konstellation alle 10 Jahre der max. Freibetrag je Elternteil genutzt und Vermögen auf die Kinder übertragen. Dann sind wir bei 2*400.000 € alle 10 Jahre. Durch Niesbrauch etc. kann das Übertragen von Immobilien noch steueroptimiert werden. Wenn dann noch Unternehmensanteile zum Buchwert übertragen werden können, geht der Staat zum Glück leer aus.
Also nicht erst warten bis die Eltern ins Gras beissen!

Was ein Glück dass der Staat leer ausgeht. Würde doch nur jeder so schlau denken.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Könnte noch viel später werden mit dem Erbe. Geh mal in eine gute Seniorenresidenz. Die Kinder, die da ihre Eltern besuchen, sind selbst sehr oft schon Rentner. Manche Kinder sind schon über 70!

WiWi Gast schrieb am 07.04.2018:

Ich verstehe ich, wie der TE mit dem Geld seiner Eltern, die sicherlich noch 20-30 Jahre leben werden, dem Geld was dann noch durch 3 geht, plant.

Zudem können Eltern ihr eigenes Geld auch verprassen.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Kann der TE nicht die Eltern verpflichten, ihm schon jetzt Immobilien zu überschreiben? Dann zahlt er keine Steuern.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 07.04.2018:

ähnliche Situation hier vom Background her

könnte mir nie vorstellen Lehrer zu werden, da es mir nach wahrscheinlich 2 Jahren langweilig werden würde

Überlege, ob du genaug Motivation aus Freizeit, Freunde und Familie ziehen kannst? Dann ist Lehrer eine Überlegung wert.
Andernfalls: nutze deine Startposition für Auslandssemster in Harvard, top Praktika, nutze die Connections deiner Eltern - dann ist das 2.2 Abi auch fast wieder wett gemacht

Traurig, dass man für ein bisschen mehr Geld seine Motivation aus der Arbeit zieht und auf Freizeit, Freunde, Familie weniger Wert legt

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

4.2k netto als Lehrer? Wovon träumst du?
Du wirst auch mit Ende 30 maximal 3.5k Netto haben. Ein Vergleich mit einem Single Angestellten macht auch keinen Sinn, der hat dann auch mehr Netto. Vllt solltet du wirklich Lehrer werden, Denken ist nicht deine Stärke.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

A14 Lehrer in Baden-Württemberg (wird so gut wie jeder im Laufe der Zeit bspw. durch Übernahme von Seminaren oder Mentor von Refs) in Stufe 12 (nach 22Jahren automatisch erreicht, also mit Mitte/Ende 40) hat ein Jahresbrutto von knapp 70K. Entspricht ziemlich genau 49k Netto p.a. ~4,1K Netto pro Monat abzgl. PKV.

So viel verdienen nur die Allerwenigsten BWLer. Dazu gibt es 100% Jobsicherheit und ein Pensionsanspruch, der garantiert immer höher sein wird als eine Rente mit max. Rentenpunkten.

WiWi Gast schrieb am 09.04.2018:

4.2k netto als Lehrer? Wovon träumst du?
Du wirst auch mit Ende 30 maximal 3.5k Netto haben. Ein Vergleich mit einem Single Angestellten macht auch keinen Sinn, der hat dann auch mehr Netto. Vllt solltet du wirklich Lehrer werden, Denken ist nicht deine Stärke.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 09.04.2018:

A14 Lehrer in Baden-Württemberg (wird so gut wie jeder im Laufe der Zeit bspw. durch Übernahme von Seminaren oder Mentor von Refs) in Stufe 12 (nach 22Jahren automatisch erreicht, also mit Mitte/Ende 40) hat ein Jahresbrutto von knapp 70K. Entspricht ziemlich genau 49k Netto p.a. ~4,1K Netto pro Monat abzgl. PKV.

So viel verdienen nur die Allerwenigsten BWLer. Dazu gibt es 100% Jobsicherheit und ein Pensionsanspruch, der garantiert immer höher sein wird als eine Rente mit max. Rentenpunkten.

WiWi Gast schrieb am 09.04.2018:

4.2k netto als Lehrer? Wovon träumst du?
Du wirst auch mit Ende 30 maximal 3.5k Netto haben. Ein Vergleich mit einem Single Angestellten macht auch keinen Sinn, der hat dann auch mehr Netto. Vllt solltet du wirklich Lehrer werden, Denken ist nicht deine Stärke.

Prinzipiell stimme ich dir zu. Es ist vor allem bei der Freizeit eines Lehrers ein sehr gutes Gehalt. Allerdings wie du schon sagst dauert es sehr lange, meines Wissens nach 24 Jahre, in Stufe 12 zu gelangen (Einstieg Stufe 5, eine Stufe pro 3 Jahre bis Stufe 9 und dann alle 4 Jahre bis Stufe 12).

Die Ausbildung dauert in Summe 6,5 Jahre (Studium + Ref.). Also ist man bei Einstieg im Schnitt ca. 26 Jahre alt. Meistens wird man nicht gleich verbeamtet. Das dauert meistens auch 1-2 Jahre. Somit erreicht man bei meiner Beispielrechnung mit 52 Jahren das genannte Gehalt. Ich denke das ein BWLer das Gehalt deutlich früher erreichen kann.

Zusätzlich kommt noch die PKV hinzu, die in hohem Alter ziemlich teuer werden kann. Wenn ich immer die Beiträge meines Vaters sehe, ist das schon ganz schön heftig. Vor allem da meines Vater außer Bluthochdruck keine sonstigen Krankheiten hat und kerngesund ist. Allerdings kenne ich mich in dem Bereich nicht wirklich gut aus, wie hoch die Beiträge eines Beamten im Rahmen der PKV sind.
In Summe ein guter Deal für heimatverbundene denen Freizeit sehr wichtig ist.

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WiWi Gast

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Beamte zahlen deutlich weniger PKV als Angestellte. Klar geht die leicht hoch, aber mit Mitte 40 zahlt man ca. 200-250Euro pro Monat. Dafür ist man dann aber auch privat versichert. Das ist ja manchen deutlich mehr wert.

Das Ding ist, dass 90% der vollzeitbeschäftigten Lehrer in Stk. 1 auf ein Nettogehalt von ~4k mit Ende 40 kommen.
Von den BWLer vielleicht 20%? Diese 20% haben zum Teil auch deutlich höhere Gehälter, aber das Medianeinkommen wird deutlich geringer sein als bei Lehrern. Dazu hohe Ungewissheit. Dafür mehr Flexibilität. Aber geringere Altersabsicherung.

WiWi Gast schrieb am 09.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 09.04.2018:

A14 Lehrer in Baden-Württemberg (wird so gut wie jeder im Laufe der Zeit bspw. durch Übernahme von Seminaren oder Mentor von Refs) in Stufe 12 (nach 22Jahren automatisch erreicht, also mit Mitte/Ende 40) hat ein Jahresbrutto von knapp 70K. Entspricht ziemlich genau 49k Netto p.a. ~4,1K Netto pro Monat abzgl. PKV.

So viel verdienen nur die Allerwenigsten BWLer. Dazu gibt es 100% Jobsicherheit und ein Pensionsanspruch, der garantiert immer höher sein wird als eine Rente mit max. Rentenpunkten.

WiWi Gast schrieb am 09.04.2018:

4.2k netto als Lehrer? Wovon träumst du?
Du wirst auch mit Ende 30 maximal 3.5k Netto haben. Ein Vergleich mit einem Single Angestellten macht auch keinen Sinn, der hat dann auch mehr Netto. Vllt solltet du wirklich Lehrer werden, Denken ist nicht deine Stärke.

Prinzipiell stimme ich dir zu. Es ist vor allem bei der Freizeit eines Lehrers ein sehr gutes Gehalt. Allerdings wie du schon sagst dauert es sehr lange, meines Wissens nach 24 Jahre, in Stufe 12 zu gelangen (Einstieg Stufe 5, eine Stufe pro 3 Jahre bis Stufe 9 und dann alle 4 Jahre bis Stufe 12).
Die Ausbildung dauert in Summe 6,5 Jahre (Studium + Ref.). Also ist man bei Einstieg im Schnitt ca. 26 Jahre alt. Meistens wird man nicht gleich verbeamtet. Das dauert meistens auch 1-2 Jahre. Somit erreicht man bei meiner Beispielrechnung mit 52 Jahren das genannte Gehalt. Ich denke das ein BWLer das Gehalt deutlich früher erreichen kann.
Zusätzlich kommt noch die PKV hinzu, die in hohem Alter ziemlich teuer werden kann. Wenn ich immer die Beiträge meines Vaters sehe, ist das schon ganz schön heftig. Vor allem da meines Vater außer Bluthochdruck keine sonstigen Krankheiten hat und kerngesund ist. Allerdings kenne ich mich in dem Bereich nicht wirklich gut aus, wie hoch die Beiträge eines Beamten im Rahmen der PKV sind.
In Summe ein guter Deal für heimatverbundene denen Freizeit sehr wichtig ist.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Ich glaube wir brauchen hier nicht großartig darüber diskutieren, wie gut Lehrer verdienen. Ein Lehrer verdient normalerweise mehr als ein durchschnittlicher BWLer, mit Pension und anderen Vorteilen sogar deutlich mehr. Dass ein BWLer der gut Karriere macht drüber liegt ist klar, aber das ist nun mal die Ausnahme.

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Das würde ich so nicht unterschreiben. Die meisten BWLer - sofern sie ihr Studium ordentlich abschließen und ein paar Praktika absolvieren - steigen mit 40-45k ein. Lehrer bewegen sich zwischen A12 und A13 (A13 sind ca. 48k im Jahr. Der Unterschied ist zwar spürbar, aber nicht sonderlich groß.

Die Kehrseite ist, dass sich das Gehalt eines verbeamteten Lehrers kaum entwickelt, d.h. das Einstiegsgehalt liegt schon nahe bei dem, was ein Lehrer vor dem Ruhestand verdient. Auch die Beförderungen bringen gemessen an der freien Wirtschaft nicht wirklich viel. Bei WiWis ist das anders, deren Gehälter steigen i.d.R. deutlich schneller und höher.

Sorry, aber wenn man aufs Geld schaut, zieht der Beamte (hier Lehrer) in fast allen Fällen gegenüber dem BWLer den kürzeren! Das wirkliche Plus sind die nicht monetären benefits (z.B. 12 Wochen Ferien im Jahr, Halbtagsjob, Beamtenpension und Möglichkeit zum Sabbatical).

WiWi Gast schrieb am 09.04.2018:

Ich glaube wir brauchen hier nicht großartig darüber diskutieren, wie gut Lehrer verdienen. Ein Lehrer verdient normalerweise mehr als ein durchschnittlicher BWLer, mit Pension und anderen Vorteilen sogar deutlich mehr. Dass ein BWLer der gut Karriere macht drüber liegt ist klar, aber das ist nun mal die Ausnahme.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Sorry, aber wenn man aufs Geld schaut, zieht der Beamte (hier Lehrer) in fast allen Fällen gegenüber dem BWLer den kürzeren!

Ne, definitiv nicht.
Es wurde hier ja schon dargelegt, dass der Verdienst eines verbeamteten Lehrers grob 80k brutto in der freien Wirtschaft entspricht. Das ganze wie du selbst schreibst auch relativ schnell. Die meisten BWLer kommen über 60k bis 70k nicht hinaus. Und das eher als Endgehalt, nicht als Durchschnitt übers Berufsleben.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Das stimmt nicht. Du vergisst, dass nahezu keine Abzüge in den unteren Riegen vorliegen. Beispiel Lehrerin Sekundarstufe II mit 2 Kindern und 15 Jahren BE ist bei 4500 netto - könnt ihr aber auch alles selbst beim Besoldungsrechner nachvollziehen und wird leicht zu beiden Seiten abweichen. Dazu kommt, dass man ca 70% des letzten(!) Gehaltes nach 40 Jahren als Pension bekommt. Alleine der Kapitalwert dafür wird bei 90% der heutigen Absolventen nicht mal im Ansatz angehäuft oder das Monatsnetto erreicht.

Fakt ist und bleibt einfach, dass ein überwiegender Teil der Bwler in freier Wirtschaft niemals an ein Lehrergehalt (verbeamtet) sowie die Altersvorsorge rankommt. Dazu kommen die hohen Opportunitätskosten durch Ballungsräume bzw. Regionale Gehaltsunterschiede. In wirtschaftlich schwachen Regionen wird weniger gezahlt - für Lehrer gilt das jedoch nicht.

Ich lebe in FFM und habe mir für meine Karriere den Arsch aufgerissen. Verdiene auch >100k. Aber man kann sagen, was man möchte: Beamte im hD haben ein geiles Verhältnis von WL und Bezahlung inkl. AV.

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Das würde ich so nicht unterschreiben. Die meisten BWLer - sofern sie ihr Studium ordentlich abschließen und ein paar Praktika absolvieren - steigen mit 40-45k ein. Lehrer bewegen sich zwischen A12 und A13 (A13 sind ca. 48k im Jahr. Der Unterschied ist zwar spürbar, aber nicht sonderlich groß.

Die Kehrseite ist, dass sich das Gehalt eines verbeamteten Lehrers kaum entwickelt, d.h. das Einstiegsgehalt liegt schon nahe bei dem, was ein Lehrer vor dem Ruhestand verdient. Auch die Beförderungen bringen gemessen an der freien Wirtschaft nicht wirklich viel. Bei WiWis ist das anders, deren Gehälter steigen i.d.R. deutlich schneller und höher.

Sorry, aber wenn man aufs Geld schaut, zieht der Beamte (hier Lehrer) in fast allen Fällen gegenüber dem BWLer den kürzeren! Das wirkliche Plus sind die nicht monetären benefits (z.B. 12 Wochen Ferien im Jahr, Halbtagsjob, Beamtenpension und Möglichkeit zum Sabbatical).

WiWi Gast schrieb am 09.04.2018:

Ich glaube wir brauchen hier nicht großartig darüber diskutieren, wie gut Lehrer verdienen. Ein Lehrer verdient normalerweise mehr als ein durchschnittlicher BWLer, mit Pension und anderen Vorteilen sogar deutlich mehr. Dass ein BWLer der gut Karriere macht drüber liegt ist klar, aber das ist nun mal die Ausnahme.

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Das würde ich so nicht unterschreiben. Die meisten BWLer - sofern sie ihr Studium ordentlich abschließen und ein paar Praktika absolvieren - steigen mit 40-45k ein. Lehrer bewegen sich zwischen A12 und A13 (A13 sind ca. 48k im Jahr. Der Unterschied ist zwar spürbar, aber nicht sonderlich groß.

Du musst hier allerdings Nettogehälter vergleichen: deine 40-45k sind ~2,3Netto p.m. Die 48k vom Lehrer hingegen ~3,2Netto p.m. (abzgl. PKV)

Die Kehrseite ist, dass sich das Gehalt eines verbeamteten Lehrers kaum entwickelt, d.h. das Einstiegsgehalt liegt schon nahe bei dem, was ein Lehrer vor dem Ruhestand verdient. Auch die Beförderungen bringen gemessen an der freien Wirtschaft nicht wirklich viel. Bei WiWis ist das anders, deren Gehälter steigen i.d.R. deutlich schneller und höher.

Das Brutto/Nettogehalt erhöht sich dank automatischer Stufen um mind. 30% während des Arbeitslebens. Quasi-inflationsbereinigt, da es sehr regelmäßige Anpassungen gibt. Viel mehr dürfte der DURCHSCHNITTLICHE BWLer auch nicht bekommen.

Sorry, aber wenn man aufs Geld schaut, zieht der Beamte (hier Lehrer) in fast allen Fällen gegenüber dem BWLer den kürzeren! Das wirkliche Plus sind die nicht monetären benefits (z.B. 12 Wochen Ferien im Jahr, Halbtagsjob, Beamtenpension und Möglichkeit zum Sabbatical).

Die von dir genannten Benefits kommen auf die monetären Vorteile oben drauf. Der BWLer hat nur Vorteile, wenn er entsprechend ein Mindestmaß an Karriere macht.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Du musst hier allerdings Nettogehälter vergleichen: deine 40-45k sind ~2,3Netto p.m. Die 48k vom Lehrer hingegen ~3,2Netto p.m. (abzgl. PKV)

Brutto- und Nettogehälter zu vergleichen sind grundsätzlich Äpfel und Birnen! Wenn der Betriebswirt mehr abzugsfähige Ausgaben hat, kann am Ende des Tages er ein höheres Netto erzielen als ein Lehrer. Ich weiß zwar, worauf du hinaus willst, aber erstens berücksichtigt deine Rechnung nicht, dass die Sozialabgaben für sich wieder steuerlich abzugsfähig sind (den Effekt hat der Lehrer nicht) und dass Beamte i.d.R. 50% ihrer (privaten) Krankenversicherung selbst tragen müssen. Auch dieser Effekt relativiert sich also etwas.

Das Brutto/Nettogehalt erhöht sich dank automatischer Stufen um mind. 30% während des Arbeitslebens. Quasi-inflationsbereinigt, da es sehr regelmäßige Anpassungen gibt. Viel mehr dürfte der DURCHSCHNITTLICHE BWLer auch nicht bekommen.

Das stimmt, das Gehalt steigt automatisch. Allerdings eben in engen Grenzen. 30% von 4000 € monatlich, d.h. du steigst - ohne Berücksichtigung der Infla - auf 5200 € (= 62400 € im Jahr) am Ende (!) deiner Berufslaufbahn. Sorry, aber das ist wirklich überhaupt nicht viel. Gute BWLer steigen nach dem Studium teilweise schon mit solchen Hausnummern ein, da behaupte ich mal, dass "der Durchschnittsbwler", der nicht gerade sein Leben lang beim selben Unternehmen bleibt, sondern auch mal wechselt, größere Steigerungen hat. Um die zu erreichen, muss man kein großer Karrierist sein.

Die von dir genannten Benefits kommen auf die monetären Vorteile oben drauf. Der BWLer hat nur Vorteile, wenn er entsprechend ein Mindestmaß an Karriere macht.

Das stimmt. Ich denke, wir können uns aber darauf einigen, dass der BWLer zwar seinen Hintern etwas mehr bewegen muss, als ein Lehrer, der BWLer das aber auch deutlich schneller auf dem Gehaltszettel merkt. Das war es eigentlich, worauf ich auch hinaus wollte.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Brutto- und Nettogehälter zu vergleichen sind grundsätzlich Äpfel und Birnen! Wenn der Betriebswirt mehr abzugsfähige Ausgaben hat, kann am Ende des Tages er ein höheres Netto erzielen als ein Lehrer. Ich weiß zwar, worauf du hinaus willst, aber erstens berücksichtigt deine Rechnung nicht, dass die Sozialabgaben für sich wieder steuerlich abzugsfähig sind (den Effekt hat der Lehrer nicht) und dass Beamte i.d.R. 50% ihrer (privaten) Krankenversicherung selbst tragen müssen. Auch dieser Effekt relativiert sich also etwas.

Erstmal Danke für eine sachliche Diskussion. Der Vergleich von Nettogehältern ist natürlich mit Vorsicht zu genießen. Angenommen beide der BWLer und der Lehrer haben die gleiche Steuerklasse und die gleiche Familiensituation. Dann bekommt der Lehrer immer mehr Netto von seinem Brutto als der BWLer. Und zwar deutlich. Die Grenzabgabenbelastung wird erst ab Gehältern über 75k für beide gleich (42%). Darunter bleibt dem Lehrer immer mehr von einem Euro als dem BWLer.

Was du mit steuerlich abzugsfähigen Sozialausgaben meinst, weiß ich nicht. Wenn etwas steuerlich geltend gemacht werden kann, stehen dem immer Abgaben gegenüber. Ohne Abgaben ist man IMMER besser dran als mit steuerlich abzugsfähigen Abgaben.

Die gesetzliche Krankenkasse muss ein Angestellter auch zu fast 50% übernehmen. Verstehe daher auch diesen Punkt nicht. Der Beamte bekommt ggü. dem Angestellten die PKV aber deutlich preiswerter und unterliegt nicht solch starken Beitragserhöhungen.

Zusätzlich erhält der Beamte fast das doppelte Kindergeld fällt mir ein. Aber das lassen wir mal unberücksichtigt.

Der durchschnittliche BWLer (im Sinne von Median) wird immer Sachbearbeiter bei Nicht-IGM bleiben und hat garantiert nicht automatisch ein Brutto von 80k, sondern eher 60k (bspw. im ÖD).

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Median des Lehrers ist vermutlich höher
Durschnitt des BWL-lers ist vermutlich höher

--> wenn du es dir zutraust, etwas Zeit investierst , dann landest mit BWL höher

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Und selbst bei 80k Brutto kommt danach eben die Pension für den Lehrer, die ein großes ansparen für die Altersvorsorge praktisch überflüssig macht.

Also je nach Gusto kann man vom BWLer Netto dafür noch n Teil abziehen.
Wie man die Unkündbarkeit bewertet weiß ich auch nicht.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Was man aber nicht vergessen sollte, das hat auch bereits jemand weiter oben erwähnt, die Ausbildung dauert ca. 6,5 Jahre. Wenn ich nach dem Bachelor ins Berufsleben einsteige und ca 50k bekomme, evtl sogar mehr, sollte man das auch einbeziehen.

Unterm Strich ist ein Lehrer sicherlich gut bezahlt und hat eine tolle WLB aber sofern jemand etwas karriereorientiert ist und entsprechend Leistung zeigt, hat dieser die Möglichkeit mehr zu verdienen.
Was Mal sicherlich ganz interessant wäre, wie hoch die Verbeamtungsquote bei Lehrern ist. Falls jemand Infos hat wäre das sicherlich auch Mal interessant.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Und selbst bei 80k Brutto kommt danach eben die Pension für den Lehrer, die ein großes ansparen für die Altersvorsorge praktisch überflüssig macht.

Also je nach Gusto kann man vom BWLer Netto dafür noch n Teil abziehen.
Wie man die Unkündbarkeit bewertet weiß ich auch nicht.

Also um es zusammenzufassen, über die Hälfte der BWLer hätten es als Lehrer viel besser?
Wieviel Rente bekomm ich, wenn ich mit 50 Jahren aufhöre zu arbeiten? (Ab wann gibt es die Rente) und ich bspw. als IBler angefangen habe und mit Ende 40 300k verdiene.
Dann hat man ja meist schon ausgesorgt, aber gibt es dann trotzdem noch Rente?

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Also um es zusammenzufassen, über die Hälfte der BWLer hätten es als Lehrer viel besser?

Ja, würde ich so sehen.

Wieviel Rente bekomm ich, wenn ich mit 50 Jahren aufhöre zu arbeiten? (Ab wann gibt es die Rente) und ich bspw. als IBler angefangen habe und mit Ende 40 300k verdiene.

Rentenpunkte und Rentenanspruch kann man sich online ausrechnen lassen. Unter der Annahme, dass du 25Jahre den Maximalbetrag eingezahlt hast (Einstieg mit 25, Ausstieg bei 50), wären das ca. 1500Euro Rentenanspruch.

Dann hat man ja meist schon ausgesorgt, aber gibt es dann trotzdem noch Rente?

Ja, den Rentenanspruch sichert man sich durch erlangten Rentenpunkte. Den Rentenanspruch hättest du allerdings erst ab 67Jahren. Also wenn du mit 50 aufhörst zu arbeiten, musst du noch 17Jahre warten bis zu was ausgezahlt bekommst.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Das ist sehr unterschiedlich von Bundesland zu Bundesland. In Bawü derzeitig bei >90%. Davon entscheiden sich viele von den Angestellten Lehrern aber bewusst gegen eine Verbeamtung, um flexibler zu sein (vor allem in den ersten Berufsjahren).

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Was Mal sicherlich ganz interessant wäre, wie hoch die Verbeamtungsquote bei Lehrern ist. Falls jemand Infos hat wäre das sicherlich auch Mal interessant.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Im Gesamtpaket würde ich sagen das über 95% der BWLer (und AN überhaupt) es als Lehrer besser hätten.
Natürlich unter der Prämisse das man immer an einem Ort bleiben möchte und BWLer einem genauso viel Spaß bereitet wie Lehrer zu sein.

Hohes Gehalt + hohe Rente + wenig Stunden/Woche + viel Urlaub + Unkündbarkeit + billige PKV + Kleinkram (Versicherungen, Kredite etc)

Das ist ein Gesamtpaket das sich in der freien Wirtschaft nicht annähernd verwirklichen lässt. Selbst der IGM 80k Sachbearbeiter muss noch mehr Arbeiten.
Das einzige was man in der Wirtschaft mehr haben kann ist Geld.
Wenn das aber "nur" 1k Netto im Monat mehr ist (so ab 40/45) gleicht man vermutlich nicht mal die Pension aus.
Da reden wir aber von Gehältern über 100k....

Durchschnittlicher Pensionsanspruch 2016 in Bayern: 3170€ (1980€ in Sachsen)
Theoretische Höchstrente: 2742€ (dafür 45 Jahre lang über 75k im Jahr verdienen, selbst dann eig. nicht erreicht)
Durchschnittsrente: 1003 Euro (Mitte 2014)

Bevor jemand meckert... Der Pensionsanspruch ist der Durchschnitt über alle Beamten und nicht nur über Lehrer (A13 mit 2 Kindern bekommt 3300 Euro)

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Und auch zu beachten, die PKV im Alter:
Der Beamte muss nur 30% versichern, den Rest übernimmt der Staat.
Der Rentner bekommt nur 7,3% seiner Rente, das sind selbst bei sehr gehobener Rente von 2.000 Euro gerade mal knapp 150 Euro.

Nehmen wir an, der Beamte müsste für 100% 800 Euro zahlen, der Rentner 900 Euro. Der Beamte hat dann wenn er nur 30% versichert etwa 250 Euro aus eigener Tasche zu zahlen, der Rentner 750 Euro. Das ist ein "kleiner" Unterschied, den man erstmal netto übrig haben muss.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Im Gesamtpaket würde ich sagen das über 95% der BWLer (und AN überhaupt) es als Lehrer besser hätten.
Natürlich unter der Prämisse das man immer an einem Ort bleiben möchte und BWLer einem genauso viel Spaß bereitet wie Lehrer zu sein.

Hohes Gehalt + hohe Rente + wenig Stunden/Woche + viel Urlaub + Unkündbarkeit + billige PKV + Kleinkram (Versicherungen, Kredite etc)

Das ist ein Gesamtpaket das sich in der freien Wirtschaft nicht annähernd verwirklichen lässt. Selbst der IGM 80k Sachbearbeiter muss noch mehr Arbeiten.
Das einzige was man in der Wirtschaft mehr haben kann ist Geld.
Wenn das aber "nur" 1k Netto im Monat mehr ist (so ab 40/45) gleicht man vermutlich nicht mal die Pension aus.
Da reden wir aber von Gehältern über 100k....

Durchschnittlicher Pensionsanspruch 2016 in Bayern: 3170€ (1980€ in Sachsen)
Theoretische Höchstrente: 2742€ (dafür 45 Jahre lang über 75k im Jahr verdienen, selbst dann eig. nicht erreicht)
Durchschnittsrente: 1003 Euro (Mitte 2014)

Bevor jemand meckert... Der Pensionsanspruch ist der Durchschnitt über alle Beamten und nicht nur über Lehrer (A13 mit 2 Kindern bekommt 3300 Euro)

Naja das klingt schon alles attraktiv aber wenn ich an mich denke: 28, Big4 Manager mit total comp 88k ist das wenig attraktiv. Außerdem würde ich mich nicht als Karrierist sehen, da gibt es genug, die noch deutlich mehr erreicht haben. Sollte der Sprung zum SM gelingen dann relativiert sich das Gehalt als Lehrers nochmals stark. Als Alternative: Absprung als Teamleiter zu Dax30, dann kann man mit mind. 100-110k Gesamtvergütung rechnen.
Natürlich muss man deutlich mehr Stunden arbeiten, um die Positionen zu erreichen aber nicht so, dass es unmenschlich wäre. Naja letzten Endes jedem seine Entscheidung!

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Im Gesamtpaket würde ich sagen das über 95% der BWLer (und AN überhaupt) es als Lehrer besser hätten.
Natürlich unter der Prämisse das man immer an einem Ort bleiben möchte und BWLer einem genauso viel Spaß bereitet wie Lehrer zu sein.

Hohes Gehalt + hohe Rente + wenig Stunden/Woche + viel Urlaub + Unkündbarkeit + billige PKV + Kleinkram (Versicherungen, Kredite etc)

Das ist ein Gesamtpaket das sich in der freien Wirtschaft nicht annähernd verwirklichen lässt. Selbst der IGM 80k Sachbearbeiter muss noch mehr Arbeiten.
Das einzige was man in der Wirtschaft mehr haben kann ist Geld.
Wenn das aber "nur" 1k Netto im Monat mehr ist (so ab 40/45) gleicht man vermutlich nicht mal die Pension aus.
Da reden wir aber von Gehältern über 100k....

Durchschnittlicher Pensionsanspruch 2016 in Bayern: 3170€ (1980€ in Sachsen)
Theoretische Höchstrente: 2742€ (dafür 45 Jahre lang über 75k im Jahr verdienen, selbst dann eig. nicht erreicht)
Durchschnittsrente: 1003 Euro (Mitte 2014)

Bevor jemand meckert... Der Pensionsanspruch ist der Durchschnitt über alle Beamten und nicht nur über Lehrer (A13 mit 2 Kindern bekommt 3300 Euro)

Naja das klingt schon alles attraktiv aber wenn ich an mich denke: 28, Big4 Manager mit total comp 88k ist das wenig attraktiv. Außerdem würde ich mich nicht als Karrierist sehen, da gibt es genug, die noch deutlich mehr erreicht haben. Sollte der Sprung zum SM gelingen dann relativiert sich das Gehalt als Lehrers nochmals stark. Als Alternative: Absprung als Teamleiter zu Dax30, dann kann man mit mind. 100-110k Gesamtvergütung rechnen.
Natürlich muss man deutlich mehr Stunden arbeiten, um die Positionen zu erreichen aber nicht so, dass es unmenschlich wäre. Naja letzten Endes jedem seine Entscheidung!

Hast du nicht aufgepasst?
Ein Lehrer verdient (noch) mehr als du!

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Hast du nicht aufgepasst?
Ein Lehrer verdient (noch) mehr als du!

Hab eben mal grob überschlagen, wieviel der Unterschied in Hinblick Pension/PKV ausmacht. Wenn man annimmt, jemand ist wirklich 40 Jahre berufstätig, legt monatlich einen konstanten Betrag zur Seite, um bei diesen Themen mit dem Beamten gleichzuziehen und diese Ansparsumme wird dann noch mit 4% nach Steuern verzinst, dann müsste man monatlich etwa 1.100 Euro brutto mehr verdienen, nur um auf gleichem Niveau zu sein. Ohne Verzinsung gerechnet sogar monatlich 2.350 Euro brutto mehr.
Auch etwas, was viele nicht sehen wollen. Auf beiden Seiten, also sowohl die "armen Lehrer" als auch die karrieregeilen BWLer.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Mal von der Gehaltsdebatte abgesehen, vergesst mal folgenden Punkt nicht: Unterforderung. Die Mutter meiner Freundin ist Realschullehrerin für Mathe/Physik und ist in ihrem Beruf völlig unterfordert. Das liegt zum einen daran, dass das Niveau immer niedriger wird, da die Kinder (gefühlt) immer dümmer werden, zum anderen, mit sagen wir Ende 30 hat man eigentlich jede Stunde in jeder Klassenstufe mal vorbereitet und gehalten. Ab einem höheren Alter, sagen wir Ende 40, kann man jede Stunde aus dem Stegreif halten und braucht sich kaum noch vorbereiten. Der Unterricht an sich ist eh recht pille palle. Dementsprechend hat man - von bisschen korrigieren mal abgesehen - wirklich so gut wie einen Halbtagsjob. Klingt jetzt natürlich erstmal verlockend, kann aber auf Dauer echt nervig werden, wenn man nicht ausgelastet ist.

Nächster Punkt: mit Kindern, besonders pubertierenden Rotzbengeln zwischen 13 und 16, kann wirklich nicht jeder. Kenne einige Leute, die Lehramt studieren "weil man da so viel Ferien hat". Bin mir bei einigen sicher, dass sie das mental nicht durchhalten aufgrund von schwacher Persönlichkeit.

Und noch ein kleinerer Nachteil: Die vielen Ferien klingen zwar verlockend, man ist jedoch dementsprechend null flexibel und kann kein Urlaub machen wann man möchte. Dementsprechend sind die Flug und Hotelpreise immer sehr hoch, da es eben in den offiziellen Schulferien ist. Auch mal 3 Wochen Thailand im Frühjahr z.B. ist da einfach nicht drin. Geschweige denn Urlaub nehmen aus privaten Gründen. (Extremfälle ausgenommen)

Mein Vater wollte mir früher auch immer einreden, Lehramt zu studieren, aus den Gründen die ihr hier schon mehrfach genannt habt. Ich bin heilfroh, nicht auf ihn gehört zu haben, und stattdessen BWL zu machen. Aber jeder muss das eben für sich selbst abwägen.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Interessante Diskussion, meine Gedanken/Erfahrungen:

  1. Der Typ ein paar Posts weiter oben hat immer noch nicht verstanden, wieso man immer Netto-Gehälter vergleicht aber in der Diskussion auch das Brutto gewichtet und der Lehrer unterm Strich bis zur Nivellierung der Grenzsteuer seinerseits besser gestellt ist.

  2. Was hier viele vergessen: Als Lehrer ist Karriere grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Oberstudienrat mit A13 und ohne Sonderaufgaben ist da nicht das Ende der Fahnenstange. Meine Freundin ist Lehrerin mit etwas mehr Ambitionen, was nicht für den Großteil der Lehrer gilt, die o.g. Vorteile voll genießen. Bereits die Leiter der Oberstufe beziehen mehr Besoldung, als Schulleiter ist man bereits A16.

  3. Der Kapitalwert der Pension wird hier maßlos unterschätzt, Wir reden bei normalem Renteneintritt (40 Jahre - inkl. Teilanrechnung der Studienjahre) von einer lebenslangen(!) Pension, die ich im Einzelfall gerne diskontieren würde. Dieser Kapitalwert wird selbst bei erheblich mehr Netto eines Bwlers nur sehr schwer zu erzielen sein, da die Lücke zur Rente enorm ist (unter Berücksichtigung der höheren Steuerlast in Zukunft).

  4. Die Studienjahre sind auch nur bedingt ein Nachteil, gute Lehrer schaffen das Ganze Thema in 6 Jahren und im Ref. gibt's ja schon etwas Geld. Bis auf das exotische IB ist heutzutage ein Master für "die" Karriere eigentlich obligatorisch. Gilt auch für die geilen Einstiegsjobs außerhalb IB.

  5. Die Benefits des Lehrerdasein sind schon ziemlich fett. Meine Freundin hat zwar am Anfang bezüglich des Lehrplans viel Zeit investiert und geht auch häufig auf Weiterbildungen, aber seitdem das Ganze einmal steht, muss sie nur noch nachträglich adjustieren. Dadurch ergibt sich ein enormes (!) Freizeitpotential.

  6. Allein der gesellschaftliche Nutzen einer Lehrkraft hat eine ganz andere Bedeutung als der eines Bwlers, geschweige denn IBlers. Die Relevanz sorgt bei vielen Menschen für eine innerliche Befriedigung.

  7. Ich selber bin im AM tätig. Nebenbei den CFA gemacht, Studium das Typische. Klar, ich bin im Gesamtnetto durch meinen Bonus der bessere Verdiener. Aber ich muss ständig "auf der Hut" sein und networken. Für den Einstieg musste ich mir den Arsch aufreißen. Nebenbei wie gesagt weiterbilden. Wenn ich am Ende ein "guter" PM bin und allin auf 300k kommen sollte, steckt da sehr, sehr viel Arbeit bei dauerhaft geringen Erfolgsaussichten drin. Da kann sich der/die Lehrer/in schon etwas entspannter geben, von Existenzängsten brauchen wir gar nicht zu sprechen.

  8. Nichtsdestotrotz: Auch das Lehrerdasein stelle ich mir - und wird mir immer wieder erzählt - teils schwierig vor. In der Sek. II ist das ja alles easy, aber die ganzen kleinen Kinder mit Helikoptereltern.. da muss man schon Bock drauf haben. Genau wie emotionale Problemfälle etc. Ich denke, der Beruf hat auch seine Schattenseiten und wenn man dafür nicht gemacht ist/brennt, dann wird man zu einem dieser unzufriedenen und verbitterten Lehrkörper, die wohl jeder aus seiner Schulzeit kennt. Augen auf bei der Berufswahl!
antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Und jetzt stellt euch mal zwei verheiratete Lehrer mit 2 Kindern vor. Top WLB, die Eltern können beide ihrem Beruf nachgehen und bringen ein Nettoeinkommen von 8000€ im Monat nach Hause. Die Ferien können in vollem Maße mit den Kindern verbracht werden, ein schönes Haus ist locker drin. Wer nicht nur daran denkt, in einem Konzern oder einer Beratung Zahlen hin und her zu schubsen, PP-Präsis zu erstellen und sich geil zu fühlen, der sollte sich überlegen Lehrer zu werden und ein schönes Familienleben mit einer Menge Geld zu haben.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Interessante Diskussion, meine Gedanken/Erfahrungen:

  1. Der Typ ein paar Posts weiter oben hat immer noch nicht verstanden, wieso man immer Netto-Gehälter vergleicht aber in der Diskussion auch das Brutto gewichtet und der Lehrer unterm Strich bis zur Nivellierung der Grenzsteuer seinerseits besser gestellt ist.

  2. Was hier viele vergessen: Als Lehrer ist Karriere grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Oberstudienrat mit A13 und ohne Sonderaufgaben ist da nicht das Ende der Fahnenstange. Meine Freundin ist Lehrerin mit etwas mehr Ambitionen, was nicht für den Großteil der Lehrer gilt, die o.g. Vorteile voll genießen. Bereits die Leiter der Oberstufe beziehen mehr Besoldung, als Schulleiter ist man bereits A16.

  3. Der Kapitalwert der Pension wird hier maßlos unterschätzt, Wir reden bei normalem Renteneintritt (40 Jahre - inkl. Teilanrechnung der Studienjahre) von einer lebenslangen(!) Pension, die ich im Einzelfall gerne diskontieren würde. Dieser Kapitalwert wird selbst bei erheblich mehr Netto eines Bwlers nur sehr schwer zu erzielen sein, da die Lücke zur Rente enorm ist (unter Berücksichtigung der höheren Steuerlast in Zukunft).

  4. Die Studienjahre sind auch nur bedingt ein Nachteil, gute Lehrer schaffen das Ganze Thema in 6 Jahren und im Ref. gibt's ja schon etwas Geld. Bis auf das exotische IB ist heutzutage ein Master für "die" Karriere eigentlich obligatorisch. Gilt auch für die geilen Einstiegsjobs außerhalb IB.

  5. Die Benefits des Lehrerdasein sind schon ziemlich fett. Meine Freundin hat zwar am Anfang bezüglich des Lehrplans viel Zeit investiert und geht auch häufig auf Weiterbildungen, aber seitdem das Ganze einmal steht, muss sie nur noch nachträglich adjustieren. Dadurch ergibt sich ein enormes (!) Freizeitpotential.

  6. Allein der gesellschaftliche Nutzen einer Lehrkraft hat eine ganz andere Bedeutung als der eines Bwlers, geschweige denn IBlers. Die Relevanz sorgt bei vielen Menschen für eine innerliche Befriedigung.

  7. Ich selber bin im AM tätig. Nebenbei den CFA gemacht, Studium das Typische. Klar, ich bin im Gesamtnetto durch meinen Bonus der bessere Verdiener. Aber ich muss ständig "auf der Hut" sein und networken. Für den Einstieg musste ich mir den Arsch aufreißen. Nebenbei wie gesagt weiterbilden. Wenn ich am Ende ein "guter" PM bin und allin auf 300k kommen sollte, steckt da sehr, sehr viel Arbeit bei dauerhaft geringen Erfolgsaussichten drin. Da kann sich der/die Lehrer/in schon etwas entspannter geben, von Existenzängsten brauchen wir gar nicht zu sprechen.

  8. Nichtsdestotrotz: Auch das Lehrerdasein stelle ich mir - und wird mir immer wieder erzählt - teils schwierig vor. In der Sek. II ist das ja alles easy, aber die ganzen kleinen Kinder mit Helikoptereltern.. da muss man schon Bock drauf haben. Genau wie emotionale Problemfälle etc. Ich denke, der Beruf hat auch seine Schattenseiten und wenn man dafür nicht gemacht ist/brennt, dann wird man zu einem dieser unzufriedenen und verbitterten Lehrkörper, die wohl jeder aus seiner Schulzeit kennt. Augen auf bei der Berufswahl!

Hier Big4 Manager von oben:
Natürlich ist es mir bewusst, dass man das Nettogehalt vergleichen muss. Aber es ist immer leichter sich an einem Bruttogehalt zu orientieren, da zahlreiche Faktoren das Nettogehalt stark beeinflussen und somit verzerrt. Aber gut betrachten wir die Nettogehälter:

Ich habe Mal die Besoldung eines Gymnasiallehrers (Studienrat) in BaWü berechnet und zwar mit folgenden Daten: A13, Stufe 5, (Einstieg) und ledig. Dieser erhält netto ca 3,2k ohne Abzug der PKV. Wenn wir nun von einem durchschnittlichen Lehrer ausgehen, der Oberstudienrat wird, also nach A14 besoldet wird und Stufe 12 erreicht, bekommt dieser ca 4k netto.

Ein ambitionierter Lehrer wird evtl Schulleiter und nach A16 besoldet. Dieser erhält dann in Stufe 12 ca. 4,8k. Das ist ohne Frage ein sehr gutes Gehalt aber trotzdem bin ich der Meinung, dass man als ambitionierter BWLer mehr erreichen kann.

Wenn ich nun mein aktuelles Gehalt von 4,3 netto (inkl. Steuerfreibetrag) betrachte unterstreicht das meine Ausführungen. Zudem hoffe ich mit 28 Jahren noch nicht am Ende zu sein hinsichtlich meines Gehalts.
Hinsichtlich der Pension eines Lehrers bin ich bei euch das ist kaum zu toppen außer evtl mit entsprechenden Betriebsrenten von Daimler und Konsorten. Naja sei's drum auf jeden Fall hat beides seine Vor- und Nachteile. Ich persönlich möchte nicht 40 Jahre als Lehrer arbeiten zwecks Monotonie und ähnlichem aber das hat der Kollege weiter oben sehr treffend ausgeführt.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Haha, sollten wohl ein lehrer-treff forum eröffnen

Und klar, der BWL Bachelor von der FH auf dem dritten Bildungsweg mit leicht unterdurchschnittlichen Noten ist halt nicht viel wert

BTW, als gutgläubiger BWL er denke ich dass Angebot und Nachfrage den scheinbar so attraktiven Lehrerberuf ganz gut regeln

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Dank Kindergeld, familienzuschuss und Freibeträgen hat das lehrerpaar mit zwei Kindern sogar über 9k netto. ;)

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Und jetzt stellt euch mal zwei verheiratete Lehrer mit 2 Kindern vor. Top WLB, die Eltern können beide ihrem Beruf nachgehen und bringen ein Nettoeinkommen von 8000€ im Monat nach Hause. Die Ferien können in vollem Maße mit den Kindern verbracht werden, ein schönes Haus ist locker drin. Wer nicht nur daran denkt, in einem Konzern oder einer Beratung Zahlen hin und her zu schubsen, PP-Präsis zu erstellen und sich geil zu fühlen, der sollte sich überlegen Lehrer zu werden und ein schönes Familienleben mit einer Menge Geld zu haben.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Exakt. Und dabei sollte man sehen: Wenn der Big4-Manager (oder Senior Manager oder was auch immer) irgendwann heiratet und ein Kind bekommt, dann kann die Frau MAXIMAL einen Halbtagsjob machen, sobald das Kind in Schule oder Kindergarten geht. Wenn das Kind/die Kinder dann "groß" ist/sind, also nach frühestens 15 Jahren, ist das Thema Karriere für die Frau erledigt.

Dann steht der Senior Manager mit seinem - ja, was verdienst Du denn dann eigentlich netto? 6k? 8k? - tollen Gehalt dar, schuftet den ganzen Tag, ist vor 20h nicht zu Hause und kann sich trotzdem nicht mit dem Gehaltsniveau seiner verbeamteten Lehrernachbarn messen. Denn die Frau bringt halbtags vielleicht 2k netto (im allerhöchsten Fall) mit nach Hause. Weil er sich aber gerne messen möchte, muss dann auch das SUV her und der Zweitwagen. Das Haus mit schmiedeeisernem Tor vor der Einfahrt. Das Lehrerehepaar kann das alles ab dem frühen Nachmittag genießen und hat sich genüsslich das zweite Glas Wein gegönnt, während Du dem Consultant das Händchen führst bei der Excel-Tabelle.

Aber vielleicht gewährt KPMG Dir ja Elternzeit (haha, das solltest Du wirklich mal probieren - Spoiler: wird nicht gehen), dann hast Du wenigstens ein Jahr mit Deinen Kindern.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Dank Kindergeld, familienzuschuss und Freibeträgen hat das lehrerpaar mit zwei Kindern sogar über 9k netto. ;)

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Und jetzt stellt euch mal zwei verheiratete Lehrer mit 2 Kindern vor. Top WLB, die Eltern können beide ihrem Beruf nachgehen und bringen ein Nettoeinkommen von 8000€ im Monat nach Hause. Die Ferien können in vollem Maße mit den Kindern verbracht werden, ein schönes Haus ist locker drin. Wer nicht nur daran denkt, in einem Konzern oder einer Beratung Zahlen hin und her zu schubsen, PP-Präsis zu erstellen und sich geil zu fühlen, der sollte sich überlegen Lehrer zu werden und ein schönes Familienleben mit einer Menge Geld zu haben.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Also gehen tut Elternzeit schon, insofern ist dein Spoiler nicht ganz richtig.

Zudem ist das Arbeiten für die Frau auch weiterhin möglich, man muss ja nicht von 08-19 Uhr Jobs machen sondern es gibt genug Berufe, wo auch 8/9- 17 absolut drin ist bei mehr als 2k netto. Gerade im momentanen Gesellschaftswandel ist das schon okay. KiTa etc. regelt und man sieht ab 17-17:30 Uhr trotzdem die Mutti.

Aber die Kernaussage stimmt natürlich und mein Beispiel war nur ein Beispiel. In der Historie blieb die Frau oft Zuhause und der Mann arbeitete, dass das gesellschaftlich fragwürdig ist, wissen hier aber wohl alle.

Der Work/Life - Gehalt Mix bei einem Lehrerehepaar bleibt aber der Hammer. Das ist schwierig zu toppen, auch auf Basis der o.g. Gründe. Darauf muss man aber auch a) einfach Lust haben, b) Gymnasiale Oberstufe unterrichten und c) es in die Verbeamtung schaffen, was ja nachweislich bei vielen Absolventen nicht der Fall ist.

Ich bin genau aus diesen Gründen auch am überlegen, mich bald in Richtung Professur (FH) zu orientieren und in die Heimat zurückzugehen.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Exakt. Und dabei sollte man sehen: Wenn der Big4-Manager (oder Senior Manager oder was auch immer) irgendwann heiratet und ein Kind bekommt, dann kann die Frau MAXIMAL einen Halbtagsjob machen, sobald das Kind in Schule oder Kindergarten geht. Wenn das Kind/die Kinder dann "groß" ist/sind, also nach frühestens 15 Jahren, ist das Thema Karriere für die Frau erledigt.

Dann steht der Senior Manager mit seinem - ja, was verdienst Du denn dann eigentlich netto? 6k? 8k? - tollen Gehalt dar, schuftet den ganzen Tag, ist vor 20h nicht zu Hause und kann sich trotzdem nicht mit dem Gehaltsniveau seiner verbeamteten Lehrernachbarn messen. Denn die Frau bringt halbtags vielleicht 2k netto (im allerhöchsten Fall) mit nach Hause. Weil er sich aber gerne messen möchte, muss dann auch das SUV her und der Zweitwagen. Das Haus mit schmiedeeisernem Tor vor der Einfahrt. Das Lehrerehepaar kann das alles ab dem frühen Nachmittag genießen und hat sich genüsslich das zweite Glas Wein gegönnt, während Du dem Consultant das Händchen führst bei der Excel-Tabelle.

Aber vielleicht gewährt KPMG Dir ja Elternzeit (haha, das solltest Du wirklich mal probieren - Spoiler: wird nicht gehen), dann hast Du wenigstens ein Jahr mit Deinen Kindern.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Dank Kindergeld, familienzuschuss und Freibeträgen hat das lehrerpaar mit zwei Kindern sogar über 9k netto. ;)

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Und jetzt stellt euch mal zwei verheiratete Lehrer mit 2 Kindern vor. Top WLB, die Eltern können beide ihrem Beruf nachgehen und bringen ein Nettoeinkommen von 8000€ im Monat nach Hause. Die Ferien können in vollem Maße mit den Kindern verbracht werden, ein schönes Haus ist locker drin. Wer nicht nur daran denkt, in einem Konzern oder einer Beratung Zahlen hin und her zu schubsen, PP-Präsis zu erstellen und sich geil zu fühlen, der sollte sich überlegen Lehrer zu werden und ein schönes Familienleben mit einer Menge Geld zu haben.

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Auf der einen Seite finden sich hier "die Manager von morgen", andererseits wird der Lehrerstand in den Himmel gehoben.

Ich habe eine Excel gefüllt: Alter, Gehalt, Steigerungsraten und damit die gehaltliche Entwicklung.
Mit meinem Eintrittsalter (24) habe ich das Gehalt dann hochgerechnet bis 67. Daneben das Lehrergehalt ab 30 mit den Steigerungsraten des Beamtenstandes (2011-2018: 1,5 bis 2,5 Prozent).

Ich arbeite bei einem IGM-Konzern und hatte seit 8 Jahren Steigerungen zw. 2 und 4,3 Prozent.

Wenn ich nur unterstelle, dass sich IGM jährlich mit 2,5 und der öD mit 2 Prozent verbessert (realistisches Szenario) und ich außer der tariflichen keine persönliche Beförderung mehr erhalte und ich mein netto nur in Steuerklasse 1 hochrechne (was sehr vorsichtig geschätzt ist), lande ich in Summe bei einem Arbeitslebensnetto, das über 1,2 Mio. über dem des Lehrers liegt.

Noch einmal angemerkt: selbst wenn ich nicht noch einmal befördert werde in den nächsten 35 Jahren und bei konservativer Einschätzung der tariflichen Entwicklung.

Dieses Polster halbwegs sinnvoll angelegt, deckt jede Pension.

antworten
Chrissi789

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Als Lehrer musst du ja teilweise heute schon Angst haben, ob du nachmittags überhaupt noch deinen Wein trinken kannst, oder doch schon ein Messer im Rücken hast.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Dann füllt ihr mal weiter eure Excels aus und glaubt daran, dass man in der Privatwirtschaft bei 6k netto eben mal sagen kann "Bin ab jetzt ein Jahr in Elternzeit, bis dahin! Wenn ich wieder da bin, können wir ja die Beförderung zum Partner in Angriff nehmen!"

Glaubt weiter, dass ein Kind mal eben um 7 Uhr in der Kita abgegeben werden kann, die natürlich auch jeden Tag (inkl. Sommerferien, Osterferien etc.) geöffnet ist. Natürlich ist es auch, wenn das Kind dann 6 Jahre alt wird, überhaupt kein Problem, Vollzeit zu arbeiten: Das Kind kann dann ja selbstständig die Hausaufgaben machen und wird brav warten, bis die Mama um 18 Uhr und der Papa um 21 Uhr zu Hause sind. Vielleicht putzt es schonmal, wäscht ab und kocht für alle.

Aber irgendwann sollte man sich mal der Realität stellen, und sich dann nicht wundern und jammern, dass die Gesellschaft und v.a. das privatwirtschaftliche Arbeitsleben halt doch anders ist.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Auf der einen Seite finden sich hier "die Manager von morgen", andererseits wird der Lehrerstand in den Himmel gehoben.

Ich habe eine Excel gefüllt: Alter, Gehalt, Steigerungsraten und damit die gehaltliche Entwicklung.
Mit meinem Eintrittsalter (24) habe ich das Gehalt dann hochgerechnet bis 67. Daneben das Lehrergehalt ab 30 mit den Steigerungsraten des Beamtenstandes (2011-2018: 1,5 bis 2,5 Prozent).

Ich arbeite bei einem IGM-Konzern und hatte seit 8 Jahren Steigerungen zw. 2 und 4,3 Prozent.

Wenn ich nur unterstelle, dass sich IGM jährlich mit 2,5 und der öD mit 2 Prozent verbessert (realistisches Szenario) und ich außer der tariflichen keine persönliche Beförderung mehr erhalte und ich mein netto nur in Steuerklasse 1 hochrechne (was sehr vorsichtig geschätzt ist), lande ich in Summe bei einem Arbeitslebensnetto, das über 1,2 Mio. über dem des Lehrers liegt.

Noch einmal angemerkt: selbst wenn ich nicht noch einmal befördert werde in den nächsten 35 Jahren und bei konservativer Einschätzung der tariflichen Entwicklung.

Dieses Polster halbwegs sinnvoll angelegt, deckt jede Pension.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Herzlichen Glückwunsch! Dein Familienbild ist 500 Jahre alt. iIn einer anständigen Kita oder Ganztagsschule bekommt ein Kind ordentliches Mittagessem, macht Hausaufgaben und wird dabei betreut, und lernt auch für den nächsten Schultag. Um 18 Uhr kann dann ein Elternteil das Kind abholen und den Abend mit dem Kind verbringen. Ergo können beide Elternteile Vollzeit arbeiten, auch ohne die Erziehung des Kindes zu vernachlässigen. Und in den Ferien kann man sich auch Urlaub nehmen oder das Kind auch mal bei den Großeltern lassen. Also hör auf hier deine CSU propaganda zu verbreiten, sowas macht mich echt sauer wenn ich sowas lese. Abgesehen davon steht es hier jedem selbst frei, Lehrer zu werden oder eben nicht.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Dann füllt ihr mal weiter eure Excels aus und glaubt daran, dass man in der Privatwirtschaft bei 6k netto eben mal sagen kann "Bin ab jetzt ein Jahr in Elternzeit, bis dahin! Wenn ich wieder da bin, können wir ja die Beförderung zum Partner in Angriff nehmen!"

Glaubt weiter, dass ein Kind mal eben um 7 Uhr in der Kita abgegeben werden kann, die natürlich auch jeden Tag (inkl. Sommerferien, Osterferien etc.) geöffnet ist. Natürlich ist es auch, wenn das Kind dann 6 Jahre alt wird, überhaupt kein Problem, Vollzeit zu arbeiten: Das Kind kann dann ja selbstständig die Hausaufgaben machen und wird brav warten, bis die Mama um 18 Uhr und der Papa um 21 Uhr zu Hause sind. Vielleicht putzt es schonmal, wäscht ab und kocht für alle.

Aber irgendwann sollte man sich mal der Realität stellen, und sich dann nicht wundern und jammern, dass die Gesellschaft und v.a. das privatwirtschaftliche Arbeitsleben halt doch anders ist.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Auf der einen Seite finden sich hier "die Manager von morgen", andererseits wird der Lehrerstand in den Himmel gehoben.

Ich habe eine Excel gefüllt: Alter, Gehalt, Steigerungsraten und damit die gehaltliche Entwicklung.
Mit meinem Eintrittsalter (24) habe ich das Gehalt dann hochgerechnet bis 67. Daneben das Lehrergehalt ab 30 mit den Steigerungsraten des Beamtenstandes (2011-2018: 1,5 bis 2,5 Prozent).

Ich arbeite bei einem IGM-Konzern und hatte seit 8 Jahren Steigerungen zw. 2 und 4,3 Prozent.

Wenn ich nur unterstelle, dass sich IGM jährlich mit 2,5 und der öD mit 2 Prozent verbessert (realistisches Szenario) und ich außer der tariflichen keine persönliche Beförderung mehr erhalte und ich mein netto nur in Steuerklasse 1 hochrechne (was sehr vorsichtig geschätzt ist), lande ich in Summe bei einem Arbeitslebensnetto, das über 1,2 Mio. über dem des Lehrers liegt.

Noch einmal angemerkt: selbst wenn ich nicht noch einmal befördert werde in den nächsten 35 Jahren und bei konservativer Einschätzung der tariflichen Entwicklung.

Dieses Polster halbwegs sinnvoll angelegt, deckt jede Pension.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Was hat das denn mit dem Familienbild zu tun? Komplett schwachsinniger, sinnloser Kommentar, allein schon die Einbeziehung einer Partei.

Wenn es dir reicht, deine Kinder in den ersten Jahren bis abends in der Kita abzugeben, und in den Ferien zu den Großeltern abzuschieben, dann bitte.

Kinder werden oft krank, wie löst du das ganze dann?
Es ist doch fakt, dass ÖD wirklich praktisch ist für Eltern.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Herzlichen Glückwunsch! Dein Familienbild ist 500 Jahre alt. iIn einer anständigen Kita oder Ganztagsschule bekommt ein Kind ordentliches Mittagessem, macht Hausaufgaben und wird dabei betreut, und lernt auch für den nächsten Schultag. Um 18 Uhr kann dann ein Elternteil das Kind abholen und den Abend mit dem Kind verbringen. Ergo können beide Elternteile Vollzeit arbeiten, auch ohne die Erziehung des Kindes zu vernachlässigen. Und in den Ferien kann man sich auch Urlaub nehmen oder das Kind auch mal bei den Großeltern lassen. Also hör auf hier deine CSU propaganda zu verbreiten, sowas macht mich echt sauer wenn ich sowas lese. Abgesehen davon steht es hier jedem selbst frei, Lehrer zu werden oder eben nicht.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Dann füllt ihr mal weiter eure Excels aus und glaubt daran, dass man in der Privatwirtschaft bei 6k netto eben mal sagen kann "Bin ab jetzt ein Jahr in Elternzeit, bis dahin! Wenn ich wieder da bin, können wir ja die Beförderung zum Partner in Angriff nehmen!"

Glaubt weiter, dass ein Kind mal eben um 7 Uhr in der Kita abgegeben werden kann, die natürlich auch jeden Tag (inkl. Sommerferien, Osterferien etc.) geöffnet ist. Natürlich ist es auch, wenn das Kind dann 6 Jahre alt wird, überhaupt kein Problem, Vollzeit zu arbeiten: Das Kind kann dann ja selbstständig die Hausaufgaben machen und wird brav warten, bis die Mama um 18 Uhr und der Papa um 21 Uhr zu Hause sind. Vielleicht putzt es schonmal, wäscht ab und kocht für alle.

Aber irgendwann sollte man sich mal der Realität stellen, und sich dann nicht wundern und jammern, dass die Gesellschaft und v.a. das privatwirtschaftliche Arbeitsleben halt doch anders ist.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Auf der einen Seite finden sich hier "die Manager von morgen", andererseits wird der Lehrerstand in den Himmel gehoben.

Ich habe eine Excel gefüllt: Alter, Gehalt, Steigerungsraten und damit die gehaltliche Entwicklung.
Mit meinem Eintrittsalter (24) habe ich das Gehalt dann hochgerechnet bis 67. Daneben das Lehrergehalt ab 30 mit den Steigerungsraten des Beamtenstandes (2011-2018: 1,5 bis 2,5 Prozent).

Ich arbeite bei einem IGM-Konzern und hatte seit 8 Jahren Steigerungen zw. 2 und 4,3 Prozent.

Wenn ich nur unterstelle, dass sich IGM jährlich mit 2,5 und der öD mit 2 Prozent verbessert (realistisches Szenario) und ich außer der tariflichen keine persönliche Beförderung mehr erhalte und ich mein netto nur in Steuerklasse 1 hochrechne (was sehr vorsichtig geschätzt ist), lande ich in Summe bei einem Arbeitslebensnetto, das über 1,2 Mio. über dem des Lehrers liegt.

Noch einmal angemerkt: selbst wenn ich nicht noch einmal befördert werde in den nächsten 35 Jahren und bei konservativer Einschätzung der tariflichen Entwicklung.

Dieses Polster halbwegs sinnvoll angelegt, deckt jede Pension.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Gut dass nicht alle so biedermeierlich-konservativ denken wie Viele in diesem thread. Dann würde unser Land ja nur noch aus Lehrern und sonstigen Beamten bestehen.

Lehrer werden in meinem Umfeld meist die risikoscheuen, uninspirierten, langweiligen Leute die noch nichtmal im Abi richtig überragend waren. Irgendwann setzt dann die Erkenntnis ein, dass man es sich zwar gemütlich gemacht hat, aber nie wirklich etwas Größeres vorangebracht hat. (letzteres tut ein Big4 mensch auch eher selten aber ich meine die Ingenieure, Forscher, Unternehmer, CxOs)

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Herzlichen Glückwunsch! Dein Familienbild ist 500 Jahre alt. iIn einer anständigen Kita oder Ganztagsschule bekommt ein Kind ordentliches Mittagessem, macht Hausaufgaben und wird dabei betreut, und lernt auch für den nächsten Schultag. Um 18 Uhr kann dann ein Elternteil das Kind abholen und den Abend mit dem Kind verbringen.

Ach, und vor 500 Jahren (unterstellst Du mir ja war) das 6j-Kind dann mittags zu Hause und hat gekocht und geputzt? Und in welchem Job, in dem man 4k aufwärts netto verdient, ist man bitte um 18 Uhr zu Hause?

Besser ein 500 Jahre altes Weltbild, als ein Phantasiebild...

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Unterschätzt mal nicht den Lehrerberuf. Nicht ohne Grund haben Lehrer enorm hohe Burn-Out Quoten. Vor der Klasse zu stehen, ist eine ganz andere Belastung als gemütlich am PC mit einem kaffee zu sitzen und PP/Excel zu bedienen. Klar gibt es Leute, die entspannt vor ihrer Klassen stehen und mit guter Organisation und effizienter Vorbereitung/Korrigieren den Workload in Grenzen halten. Der typische BWLer Lehrerneider hat jedoch schon Schiss vor jeder Präsentation oder Besprechung, wo im Vergleich zu Schule eine Kuschelatmosphäre mit political correctness etc herrscht..

Btw, es gab vor einer Weile eine Studie zu den Arbeitszeiten von Gymnasiallehrern. Umgerechnet auf normale 30 Urlaubstage kamen die Lehrer im Schnitt auf ~45 Stunden, die Varianz war enorm von knapp über 30 bis hin zu 80 Stunden/Woche. Die Zahlen sind aus dem Kopf, die Studie ist aber definitiv googlebar (bin am Handy und übrigens kein Lehrer, sondern BWLer und habe aber viele Lehrer im privaten Umfeld). Als Deutschlehrer mit >1 Deutsch-Lehraufträgen am Gymnasium wird man alleine durch die Korrekturzeiten + Unterricht die 40h reißen.

Und übrigens sind die Gehälter außerhalb der Gymnasien niedriger und bei A13 gedeckelt, da gehobener Dienst. Und das trotz längerer Ausbildung als ein Bachelor + Master Studium. Werdet gerne alle Lehrer, aber beschwert euch nachher nicht wenn das Leben doch nicht so easy wird. Ich beneide dank gutem Gleitzeitmodell nicht mal mehr die zeitliche Flexibilität von Lehrern. Unterricht, Konferenzen, Elterngespräche, Schulfeste.. machen den Alltag gar nicht mal so flexibel.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Strebt man eine Karriere mit 50+X Wochenstunden an, wenn man der super Familienvater sein möchte ? Ich wage das man zu bezweifeln, denn eigentlich sollte man sowas vorher wissen.

Meine Frau ist auch Lehrerin und unser Kind ist inzwischen 4 Jahre alt. Zusammen mit den Großeltern und einer guten Kita hat sie sich in den letzten 4 Jahren zu 90% um das Kind gekümmert, während ich von Mo-Do als Berater beim Kunden war. Quantitative Zeit mit meinem Kind habe ich dann freitags im Home Office (die Kollegen zeigen da glücklicherweise viel Rücksicht und akzeptieren Home Office, sowohl freitags als auch hin und wieder zwischen den Projekten).
Qualitative Zeit ist dann das Wochenende mit vielen Ausflügen, viel spielen und einfach nur Papa sein.

Bin ich ein guter Vater trotz viel Arbeit? Ich denke schon, aber das müssen eigentlich andere beurteilen.
Wäre ich ein besserer Vater wenn ich auch Lehrer geworden wäre? Wahrscheinlich schon, aber weder besteht das Leben nur aus Elternzeit, noch könnte ich mich selbst in einen Lehrer-Job verwirklichen. Das mag jetzt egoistisch klingen, aber ich lebe mein Leben auch für mich und nicht nur für andere.

Außerdem kenne ich es auch gar nicht anders. Mein Vater hat sich früh mit einer Massagepraxis selbstständig gemacht und war von Mo-Sa 70 Stunden in der Woche arbeiten um eine vierköpfige Familie zu ernähren.... und trotzdem habe ich ein tolles Verhältnis zu ihm und er war (zwar nicht was die Berufswahl angeht, aber hinsichtlich des Fleißes) immer mein Vorbild.

Vielleicht wird mir mein Kind irgendwann vorwerfen, dass ich so selten da war. Vielleicht wird mich meine Frau für einem anderen Lehrer verlassen, weil ich so selten da war.
Vielleicht bin ich irgendwann ganz allein und habe nichts mehr außer meinen Job ( der mir übrigens auch die Möglichkeit einer guten Vorsorge und eines entspannten Rentner-Daseins ermöglicht) - dieses Risiko besteht natürlich und trotzdem würde ich es, wenn ich mich nochmal entscheiden müsste, wieder genau so machen und nicht Lehramt studieren.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Dazu zwei Anmerkungen: Stimmt schon, vor einer Klasse zu stehen ist nicht das Angenehmste. wir waren hier aber beim Vergleich Big4-Manager zu Lehrer, beide sollten also kein Lampenfieber kennen. Ohnehin macht hier die Übung den Meister, kein Mensch steht als geborener Präsentator auf der Bühne.

Lehrerarbeitszeit: Ich kenne die Studie - Lehrer sollten hier selbst ihre Arbeitszeit erfassen. Da wird dann aus Schulbeginn 8 Uhr, zwei Freistunden von 11.30- 13.00, Nachmittagsunterricht bis 14.30 sowie Vor- und Nachbereitung sowie Klausuren i.H.v. 1h gern die 60h-Woche gerechnet, und zwar folgendermaßen:

"Ich hab das Haus um 7.15 verlassen, war dann erst um 17.30 Uhr (nachdem Einkauf und Privates außer Haus erledigt wurden) wieder zu Hause. Dann abends noch 1h gesessen und korrigiert. Insgesamt also 10h15min + 1h = 11h15min * 5 = ca.60h!"

Dass diese Rechnung hinkt, merkt hoffentlich jeder hier. Zumal Du auch selber sagst, dass einige Lehrer offensichtlich (schreibst Du ja) eine 30h-Woche (für ihren Vollzeitjob) angegeben haben. Das wäre das andere Extrem von Lehrern, die wirklich nur ihre Lehr- sowie Vor-und Nachbereitungsverpflichtungen erfasst haben.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Unterschätzt mal nicht den Lehrerberuf. Nicht ohne Grund haben Lehrer enorm hohe Burn-Out Quoten. Vor der Klasse zu stehen, ist eine ganz andere Belastung als gemütlich am PC mit einem kaffee zu sitzen und PP/Excel zu bedienen. Klar gibt es Leute, die entspannt vor ihrer Klassen stehen und mit guter Organisation und effizienter Vorbereitung/Korrigieren den Workload in Grenzen halten. Der typische BWLer Lehrerneider hat jedoch schon Schiss vor jeder Präsentation oder Besprechung, wo im Vergleich zu Schule eine Kuschelatmosphäre mit political correctness etc herrscht..

Btw, es gab vor einer Weile eine Studie zu den Arbeitszeiten von Gymnasiallehrern. Umgerechnet auf normale 30 Urlaubstage kamen die Lehrer im Schnitt auf ~45 Stunden, die Varianz war enorm von knapp über 30 bis hin zu 80 Stunden/Woche. Die Zahlen sind aus dem Kopf, die Studie ist aber definitiv googlebar (bin am Handy und übrigens kein Lehrer, sondern BWLer und habe aber viele Lehrer im privaten Umfeld). Als Deutschlehrer mit >1 Deutsch-Lehraufträgen am Gymnasium wird man alleine durch die Korrekturzeiten + Unterricht die 40h reißen.

Und übrigens sind die Gehälter außerhalb der Gymnasien niedriger und bei A13 gedeckelt, da gehobener Dienst. Und das trotz längerer Ausbildung als ein Bachelor + Master Studium. Werdet gerne alle Lehrer, aber beschwert euch nachher nicht wenn das Leben doch nicht so easy wird. Ich beneide dank gutem Gleitzeitmodell nicht mal mehr die zeitliche Flexibilität von Lehrern. Unterricht, Konferenzen, Elterngespräche, Schulfeste.. machen den Alltag gar nicht mal so flexibel.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Strebt man eine Karriere mit 50+X Wochenstunden an, wenn man der super Familienvater sein möchte ? Ich wage das man zu bezweifeln, denn eigentlich sollte man sowas vorher wissen.

Meine Frau ist auch Lehrerin und unser Kind ist inzwischen 4 Jahre alt. Zusammen mit den Großeltern und einer guten Kita hat sie sich in den letzten 4 Jahren zu 90% um das Kind gekümmert, während ich von Mo-Do als Berater beim Kunden war. Quantitative Zeit mit meinem Kind habe ich dann freitags im Home Office (die Kollegen zeigen da glücklicherweise viel Rücksicht und akzeptieren Home Office, sowohl freitags als auch hin und wieder zwischen den Projekten).
Qualitative Zeit ist dann das Wochenende mit vielen Ausflügen, viel spielen und einfach nur Papa sein.

Bin ich ein guter Vater trotz viel Arbeit? Ich denke schon, aber das müssen eigentlich andere beurteilen.
Wäre ich ein besserer Vater wenn ich auch Lehrer geworden wäre? Wahrscheinlich schon, aber weder besteht das Leben nur aus Elternzeit, noch könnte ich mich selbst in einen Lehrer-Job verwirklichen. Das mag jetzt egoistisch klingen, aber ich lebe mein Leben auch für mich und nicht nur für andere.

Außerdem kenne ich es auch gar nicht anders. Mein Vater hat sich früh mit einer Massagepraxis selbstständig gemacht und war von Mo-Sa 70 Stunden in der Woche arbeiten um eine vierköpfige Familie zu ernähren.... und trotzdem habe ich ein tolles Verhältnis zu ihm und er war (zwar nicht was die Berufswahl angeht, aber hinsichtlich des Fleißes) immer mein Vorbild.

Vielleicht wird mir mein Kind irgendwann vorwerfen, dass ich so selten da war. Vielleicht wird mich meine Frau für einem anderen Lehrer verlassen, weil ich so selten da war.
Vielleicht bin ich irgendwann ganz allein und habe nichts mehr außer meinen Job ( der mir übrigens auch die Möglichkeit einer guten Vorsorge und eines entspannten Rentner-Daseins ermöglicht) - dieses Risiko besteht natürlich und trotzdem würde ich es, wenn ich mich nochmal entscheiden müsste, wieder genau so machen und nicht Lehramt studieren.

Guter & reflektierter Beitrag. Danke.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Nunja, Du lieferst ja eher Argumente _für_ den Lehrerberuf in Deinem Setting. Denn Deine Frau kümmert sich um das Kind, nicht Du. Letztendlich schreibst Du hierdoch auch, dass ein high-pay-job in der Privatwirtschaft sich nicht (oder nur auf Kosten des Umfeldes) mit einer Familie verbinden lässt.

4 Tage/Woche außer Haus, da muss die Beziehung auch echt schon sehr stabil sein.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Strebt man eine Karriere mit 50+X Wochenstunden an, wenn man der super Familienvater sein möchte ? Ich wage das man zu bezweifeln, denn eigentlich sollte man sowas vorher wissen.

Meine Frau ist auch Lehrerin und unser Kind ist inzwischen 4 Jahre alt. Zusammen mit den Großeltern und einer guten Kita hat sie sich in den letzten 4 Jahren zu 90% um das Kind gekümmert, während ich von Mo-Do als Berater beim Kunden war. Quantitative Zeit mit meinem Kind habe ich dann freitags im Home Office (die Kollegen zeigen da glücklicherweise viel Rücksicht und akzeptieren Home Office, sowohl freitags als auch hin und wieder zwischen den Projekten).
Qualitative Zeit ist dann das Wochenende mit vielen Ausflügen, viel spielen und einfach nur Papa sein.

Bin ich ein guter Vater trotz viel Arbeit? Ich denke schon, aber das müssen eigentlich andere beurteilen.
Wäre ich ein besserer Vater wenn ich auch Lehrer geworden wäre? Wahrscheinlich schon, aber weder besteht das Leben nur aus Elternzeit, noch könnte ich mich selbst in einen Lehrer-Job verwirklichen. Das mag jetzt egoistisch klingen, aber ich lebe mein Leben auch für mich und nicht nur für andere.

Außerdem kenne ich es auch gar nicht anders. Mein Vater hat sich früh mit einer Massagepraxis selbstständig gemacht und war von Mo-Sa 70 Stunden in der Woche arbeiten um eine vierköpfige Familie zu ernähren.... und trotzdem habe ich ein tolles Verhältnis zu ihm und er war (zwar nicht was die Berufswahl angeht, aber hinsichtlich des Fleißes) immer mein Vorbild.

Vielleicht wird mir mein Kind irgendwann vorwerfen, dass ich so selten da war. Vielleicht wird mich meine Frau für einem anderen Lehrer verlassen, weil ich so selten da war.
Vielleicht bin ich irgendwann ganz allein und habe nichts mehr außer meinen Job ( der mir übrigens auch die Möglichkeit einer guten Vorsorge und eines entspannten Rentner-Daseins ermöglicht) - dieses Risiko besteht natürlich und trotzdem würde ich es, wenn ich mich nochmal entscheiden müsste, wieder genau so machen und nicht Lehramt studieren.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Ach, dann war da ja auch noch mein Lieblingsthema, der Burn-Out bei Lehrern. Übrigens komischerweise bei vielen Beamten vertreten.. Die Lobby signalisiert: "Hohe Belastung der Beamten, insbesondere bei Lehrern extremer Stress im Beruf"

Tatsache dazu: Als Anfang der 2000er-Jahre die Möglichkeit zur Frühpensionierung (eben durch Burn-out) beschnitten wurde, hatte sich von einem Jahr auf das andere die Quote der Burn-outs halbiert.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Unterschätzt mal nicht den Lehrerberuf. Nicht ohne Grund haben Lehrer enorm hohe Burn-Out Quoten.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Wer hat denn hier bezweifelt, dass das Argument "Familie" nicht ein klares Argument PRO Lehrer-Job ist?

Mein Beitrag sollte kein Plädoyer gegen den Lehrerberuf sein, sondern einfach nur einmal zeigen, wie ein Familienleben als Berater so aussehen kann.

Welche Schlüsse man jetzt persönlich daraus ziehen sollte ist offen und bleibt jedem selbst überlassen - nicht umsonst habe ich mich ja auch selbst kritisch hinterfragt ;)

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Ja, aber da war mir ein bisschen zuviel geheucheltes Selbstmitleid drin.

Fakt ist, dass Du Dein Ding durchziehst, ohne Rücksicht. Und - wie ich sagte - geht das auch nur, eben weil Du eine Lehrerin zu Hause sitzen hast! Ohne Deine opferbereite Partnerin könntest Du nur ENTWEDER den Job machen ODER ein Kind haben.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Wer hat denn hier bezweifelt, dass das Argument "Familie" nicht ein klares Argument PRO Lehrer-Job ist?

Mein Beitrag sollte kein Plädoyer gegen den Lehrerberuf sein, sondern einfach nur einmal zeigen, wie ein Familienleben als Berater so aussehen kann.

Welche Schlüsse man jetzt persönlich daraus ziehen sollte ist offen und bleibt jedem selbst überlassen - nicht umsonst habe ich mich ja auch selbst kritisch hinterfragt ;)

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Gut, dass du meinen Post verstanden hast. Die 500 Jahre waren eine uebertriebene Art darzustellen, dass du ein sehr veraltetes Familienbild hast. Es scheint so, als bist du der Ansicht, wenn man ein Kind hat muss zwingend ein Elternteil entweder Lehrer oder Hausmann/Hausfrau sein. Das ist eben NICHT der Fall, da es mittlerweile ausgezeichnete Betreuungsmöglichkeiten fuer den Nachmittag gibt, wie von mir weiter oben erlaeuetert. Wenn das Kind krank ist, hat der Arbeitnehmer das Recht, deshalb zu Hause zu bleiben. Googeln kannst du das selbst.

Und 4k netto sind mit einer 40/45h Woche im Konzern problemlos möglich. Vorallem im IG Metall/Chemie Tarif. Mein Abteilungsleiter im Praktikum (~40, zwei Kinder) hat bestimmt seine 100k im Jahr gemacht aber hatte taeglich zwischen 18 und 19 Uhr Feierabend.

Wie gesagt, wenn du Lehramt so geil findest und das unbedingt machen willst, go for it. Aber unterstelle hier doch nicht so pauschal, dass es nicht möglich waere, Kinder zu haben, wenn beide Elternteile Vollzeit arbeiten. Das stimmt einfach nicht.

PS: sorry fuer das ae/ue, bin an einem auslaendischen Rechner.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Herzlichen Glückwunsch! Dein Familienbild ist 500 Jahre alt. iIn einer anständigen Kita oder Ganztagsschule bekommt ein Kind ordentliches Mittagessem, macht Hausaufgaben und wird dabei betreut, und lernt auch für den nächsten Schultag. Um 18 Uhr kann dann ein Elternteil das Kind abholen und den Abend mit dem Kind verbringen.

Ach, und vor 500 Jahren (unterstellst Du mir ja war) das 6j-Kind dann mittags zu Hause und hat gekocht und geputzt? Und in welchem Job, in dem man 4k aufwärts netto verdient, ist man bitte um 18 Uhr zu Hause?

Besser ein 500 Jahre altes Weltbild, als ein Phantasiebild...

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Ich wollte dir mit meinem "geheucheltem Selbstmitleid" natürlich nicht zu Nahe treten, entschuldige bitte.

Natürlich geht Familie als Berater nur mit einem aufopferungsvollen Partner - wie willst sonst ein Kind großziehen wenn du 4 Tage die Woche nicht zu Hause bist? Das war uns auch vorher klar und meine Frau und ich haben gemeinsam die Entscheidung getroffen. Und eben weil sie Lehrerin ist, konnte sie mir ermöglichen meinen Job weiterzumachen.

Auf der anderen Seite (und das sollte im "Gehalt-Forum" vielleicht nicht unerwähnt bleiben) verdiene ich inzwischen auch netto mehr als doppelt so viel wie meine Frau.
Die nicht vorhandene Freizeit wird also auch adäquat monetär aufgewogen und ich investiere das Geld gerne in meine Familie (nicht nur Frau und Kind, sondern ich unterstütze auch meine Eltern). Dadurch muss mein Vater heute zB nicht mehr 70h pro Woche arbeiten und kann mit meiner Mutter auch hin und wieder mal in den Urlaub fahren.

Wenn die Bezahlung jedoch schlecht gewesen wäre, dann wäre die Entscheidung Job oder Zeit für die Familie auf jeden Fall auch bei mir zugunsten der Familie ausgefallen ( Nur da wäre der Zug auf Lehrer umzusatteln wahrscheinlich auch schon abgefahren gewesen ;) )

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Ja, aber da war mir ein bisschen zuviel geheucheltes Selbstmitleid drin.

Fakt ist, dass Du Dein Ding durchziehst, ohne Rücksicht. Und - wie ich sagte - geht das auch nur, eben weil Du eine Lehrerin zu Hause sitzen hast! Ohne Deine opferbereite Partnerin könntest Du nur ENTWEDER den Job machen ODER ein Kind haben.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Ja du hast ja auch den Break Even zum Lehrer mit mehr als 150k pa brutto schon eine Weile überschritten.

Du bist also genau einer der wenigen die es als BWLer besser haben als ein Lehrer

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Exakt. Und dabei sollte man sehen: Wenn der Big4-Manager (oder Senior Manager oder was auch immer) irgendwann heiratet und ein Kind bekommt, dann kann die Frau MAXIMAL einen Halbtagsjob machen, sobald das Kind in Schule oder Kindergarten geht. Wenn das Kind/die Kinder dann "groß" ist/sind, also nach frühestens 15 Jahren, ist das Thema Karriere für die Frau erledigt.

Dann steht der Senior Manager mit seinem - ja, was verdienst Du denn dann eigentlich netto? 6k? 8k? - tollen Gehalt dar, schuftet den ganzen Tag, ist vor 20h nicht zu Hause und kann sich trotzdem nicht mit dem Gehaltsniveau seiner verbeamteten Lehrernachbarn messen. Denn die Frau bringt halbtags vielleicht 2k netto (im allerhöchsten Fall) mit nach Hause. Weil er sich aber gerne messen möchte, muss dann auch das SUV her und der Zweitwagen. Das Haus mit schmiedeeisernem Tor vor der Einfahrt. Das Lehrerehepaar kann das alles ab dem frühen Nachmittag genießen und hat sich genüsslich das zweite Glas Wein gegönnt, während Du dem Consultant das Händchen führst bei der Excel-Tabelle.

Aber vielleicht gewährt KPMG Dir ja Elternzeit (haha, das solltest Du wirklich mal probieren - Spoiler: wird nicht gehen), dann hast Du wenigstens ein Jahr mit Deinen Kindern.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Dank Kindergeld, familienzuschuss und Freibeträgen hat das lehrerpaar mit zwei Kindern sogar über 9k netto. ;)

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Und jetzt stellt euch mal zwei verheiratete Lehrer mit 2 Kindern vor. Top WLB, die Eltern können beide ihrem Beruf nachgehen und bringen ein Nettoeinkommen von 8000€ im Monat nach Hause. Die Ferien können in vollem Maße mit den Kindern verbracht werden, ein schönes Haus ist locker drin. Wer nicht nur daran denkt, in einem Konzern oder einer Beratung Zahlen hin und her zu schubsen, PP-Präsis zu erstellen und sich geil zu fühlen, der sollte sich überlegen Lehrer zu werden und ein schönes Familienleben mit einer Menge Geld zu haben.

Hier Big4 Manager:
Zuerstmal schön, dass du weißt wo ich arbeite. Allerdings ist deine Vermutung falsch!

Des Weiteren schockiert mich dein Bild, wie du gedenkst, dass das Leben einer Familie deren Eltern in der Privatwirtschaft arbeiten, aussieht. Und scheinbar nicht nur mich, sondern auch andere.
Des Weiteren ist es bei Konzernen, meine Freundin arbeitet bei einem schwäbischen Autobauer, sehr gut möglich neben dem Beruf ein Kind/ mehrere Kinder aufzuziehen. Die Möglichkeiten, die dir diese Unternehmen bieten, suchen sicherlich ihres Gleichen. Da ist es nicht Mal ein Problem als Teamleiterin oder Abteilungsleiterin jahrelang Teilzeit zu arbeiten, um sich nachmittags um das Kind/ die Kinder kümmern zu können. Morgens, oder bei Bedarf auch ganztägig, war es in der Kita oder im Betriebskindergarten und wurde sehr gut betreut. Am Nachmittag kannst du dich mit deinen Kindern beschäftigen. Aber auch mein Partner, der selbst dreifacher Vater ist, hat vollstes Verständnis für Eltern. Das mag sicherlich nicht selbstverständlich sein, aber in meinem Fall ist es eben so. Elternzeit für die Männer ist genauso kein Problem wie ein oder zwei Tage Home-Office, um sich gegebenfalls um das Kind kümmern zu können. Aber gut meine du nur weiter, dass der Lehrerberuf der Segen ist. Aber das wurde ja auch nun schon hinreichend diskutiert.

Pauschal kann man allerdings nicht sagen, dass es in der Privatwirtschaft nicht die Möglichkeiten gibt, weiterhin den Job auszuüben, seine Karriere weiter zu gestalten und gleichzeitig die Kinder aufzuziehen. Ach und hinsichtlich des Gehalts der Frau oder des Mannes und deiner Annahme, dass das nicht mehr als 2k netto sein könnten, wenn Sie nur Teilzeit arbeitet, muss ich dich leider enttäuschen ;)

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Ich werde dieses Jahr 30 und komme auf 100k im Jahr.
Einmal pro Woche übernachte ich im Hotel und arbeite insgesamt etwa 45h, davon meistens 2 Tage im HomeOffice. Die hohe Zeit kommt vor allem deswegen, weil ich im Hotel arbeite. Montag bin ich weg und Dienstag wegen der Heimfahrt erst gegen 19 Uhr zuhause, sonst eigentlich immer um 18 Uhr.

Das sind netto fast 4,7k. Noch habe ich keine Kinder, wenn es soweit ist könnte ich aber meine Hotelübernachtungen auch weiter reduzieren. Ich bin gesetzlich versichert.

Ein volles Gehalt bekomme ich seit ich 23 bin (Bachelorabschluss). Bis ich 30 werde habe ich ca. 270k netto verdient (inkl. Aktien, ohne Studijobs etc). Ein Lehrer der mit 30 einsteigt hat also ein wenig aufzuholen. Noch kann er das nicht, weil er ja weniger verdient als ich. Daneben habe ich einen Firmenwagen; eine Möglichkeit die Lehrer nicht haben. Würde ich das Auto regulär fahren, wäre es 600 Euro pro Monat teurer - wenn ich die selben Rabatte bekommen würde. Selbst wenn der Lehrer jetzt schon 3k Netto hätte und ich den Firmenwagen ignoriere: Mein Vorsprung wächst jeden Monat um 1,7k netto.

Rechne ich meinen Firmenwagen mit rein und solche Kleinigkeiten wie Handy und sonstige Benefits sind es eher 2k. Aber auch Lehrer haben ja Benefits wie günstigere Darlehenskonditionen.

Irgendwann in diesem Jahr steht die Beförderung zum Manager mit Personalverantwortung an. Die Bilanz für den Lehrer wird dann nicht besser.
Aber sagen wir es bleibt bei den 1,7k Unterschied und gehen von 35 Jahren bis zu Rente aus: das macht dann 270k + 35*12*1,7k = 984k Euro, die dem Lehrer netto zu mir fehlen. Ohne Zinseffekte. Gehen wir davon aus, dass ich das zusätzliche Netto anlege sind wir eher bei 2 Millionen Unterschied. 2 Millionen Euro bei 3% sind 60k Euro pro Jahr an Zinsen. Das dürfte auch die Pension ausgleichen.

Mein Gehalt wird sich aber hoffentlich und wahrscheinlich in Zukunft besser als das Gehalt des Lehrers entwickeln. Daneben genieße ich Flexibilität hinsichtlich Arbeitgeber und Bundesland oder auch Ausland, habe Aufgrund meiner Tätigkeit auch gute Möglichkeiten für Freiberuflertum oder (neben-hauptberufliche) Selbstständigkeit.

Meine Karriere ist gut, aber in meinem Umfeld nicht herausragend.
Der Lehrerjob wird hier so in den Himmel gelobt, die Arbeitszeit heruntergerechnet und der Stress vernachlässigt. Alle Nachteile werden ausgeblendet...
Neid? Missgunst? Oder nicht fähig zur differentierten Analyse?

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Meine Karriere ist gut, aber in meinem Umfeld nicht herausragend.

Dann ist dein Umfeld einfach deutlich überdurchschnittlich.
Im Durchschnitt verdient ein BWLer etwa 70k, dort ist alles verteten, also auch DAX-Bereichsleiter, etc.
Wenn du in sehr jungen Jahren schon 100k verdienst dann ist das schön, hat mit der Realität für mindestens 90% aber überhaupt nichts zutun. Soviel Reflexion solltest du besitzen, um dies einschätzen zu können. Für die Mehrheit ist das Lebenseinkommen eines Lehrers ein Fortschritt.

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Meine Karriere ist gut, aber in meinem Umfeld nicht herausragend.

Dann ist dein Umfeld einfach deutlich überdurchschnittlich.
Im Durchschnitt verdient ein BWLer etwa 70k, dort ist alles verteten, also auch DAX-Bereichsleiter, etc.
Wenn du in sehr jungen Jahren schon 100k verdienst dann ist das schön, hat mit der Realität für mindestens 90% aber überhaupt nichts zutun. Soviel Reflexion solltest du besitzen, um dies einschätzen zu können. Für die Mehrheit ist das Lebenseinkommen eines Lehrers ein Fortschritt.

Verbeamteter Oberstudienrat ist aber auch nicht gerade die Realität der Mehrzahl aller Lehrer. Das Lebenseinkommen von Lehrern lag auf Basis des Mikrozensus nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben durchschnittlich bei 1.090.269,13 Euro.
BWL (FH) schon bei 1.265.079,61 Euro und BWL (Uni) bei 1.483.260,44 Euro.

Wenn der Durchschnitts-BWL'er also 15-36% mehr Netto als ein Lehrer im Leben hat, wie wahrscheinlich sind dann wohl Aussagen wie "für 90% wäre das Lehrereinkommen eine Steigerung"?

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Statistik I:
Unter den WiWis gibt es eine eklatante Spreizung . Vorstand mit deinem 500k hat genau so bwl studiert wie Du mit deinen 55k.

Bei Lehrern verdient das Alphatier A16 (=ca. 70knetto/Jahr), der schlechrbezahlteste Lehrer (=nicht verbeamtet) aber immer noch 36k.

Und da willst du ernsthaft draus ableiten, dass ein bedeutender Teil der WiWis besser verdient als ein Lehrer? Sehe den mikrozensus insofern eher als eine Bestätigung der These.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Meine Karriere ist gut, aber in meinem Umfeld nicht herausragend.

Dann ist dein Umfeld einfach deutlich überdurchschnittlich.
Im Durchschnitt verdient ein BWLer etwa 70k, dort ist alles verteten, also auch DAX-Bereichsleiter, etc.
Wenn du in sehr jungen Jahren schon 100k verdienst dann ist das schön, hat mit der Realität für mindestens 90% aber überhaupt nichts zutun. Soviel Reflexion solltest du besitzen, um dies einschätzen zu können. Für die Mehrheit ist das Lebenseinkommen eines Lehrers ein Fortschritt.

Verbeamteter Oberstudienrat ist aber auch nicht gerade die Realität der Mehrzahl aller Lehrer. Das Lebenseinkommen von Lehrern lag auf Basis des Mikrozensus nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben durchschnittlich bei 1.090.269,13 Euro.
BWL (FH) schon bei 1.265.079,61 Euro und BWL (Uni) bei 1.483.260,44 Euro.

Wenn der Durchschnitts-BWL'er also 15-36% mehr Netto als ein Lehrer im Leben hat, wie wahrscheinlich sind dann wohl Aussagen wie "für 90% wäre das Lehrereinkommen eine Steigerung"?

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

So richtig Ahnung hast Du leider nicht vom Thema. Auch wenn die Beihilfe in der Ruhestandsphase mehr abdeckt, sinkt der Beitrag des Beamten natürlich nicht. Er zahlt dann genauso viel PKV-Beitrag wie in der aktiven Zeit.

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Und auch zu beachten, die PKV im Alter:
Der Beamte muss nur 30% versichern, den Rest übernimmt der Staat.
Der Rentner bekommt nur 7,3% seiner Rente, das sind selbst bei sehr gehobener Rente von 2.000 Euro gerade mal knapp 150 Euro.

Nehmen wir an, der Beamte müsste für 100% 800 Euro zahlen, der Rentner 900 Euro. Der Beamte hat dann wenn er nur 30% versichert etwa 250 Euro aus eigener Tasche zu zahlen, der Rentner 750 Euro. Das ist ein "kleiner" Unterschied, den man erstmal netto übrig haben muss.

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Wenn das alles wirklich so toll wäre, würden die Kinder von Lehrern ja wohl auch Lehrer werden wollen? Die Realität ist aber ganz anders. Das gilt auch für andere Beamtenjobs. Nur ganz selten wollen die Beamtenkinder selbst auch Beamte werden. Viel lieber Jurist, Arzt, Chemiker, Architekt u.s.w.

WiWi Gast schrieb am 10.04.2018:

Und jetzt stellt euch mal zwei verheiratete Lehrer mit 2 Kindern vor. Top WLB, die Eltern können beide ihrem Beruf nachgehen und bringen ein Nettoeinkommen von 8000€ im Monat nach Hause. Die Ferien können in vollem Maße mit den Kindern verbracht werden, ein schönes Haus ist locker drin. Wer nicht nur daran denkt, in einem Konzern oder einer Beratung Zahlen hin und her zu schubsen, PP-Präsis zu erstellen und sich geil zu fühlen, der sollte sich überlegen Lehrer zu werden und ein schönes Familienleben mit einer Menge Geld zu haben.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

Wenn das alles wirklich so toll wäre, würden die Kinder von Lehrern ja wohl auch Lehrer werden wollen? Die Realität ist aber ganz anders.

Das ist richtig, hat aber nichts damit zutun, dass es finanziell so schlecht wäre. Wer erinnert sich nicht an das Gejammere des einen oder anderen Lehrers, der in der Wirtschaft natürlich viel besser verdient hätte? Wenn deren Kinder das auch zu hören bekommen, braucht man sich nicht wundern.

Außerdem stellt der Lehrberuf Anforderungen, die nicht jeder hat und ist nicht wenig belastend. Wenn man einen Lehrer mit dem typischen DAX-Sachbearbeiter vergleicht, dann hat der Sachbearbeiter natürlich ein easy Leben.

Von daher:
Lehrer verdienen im Durchschnitt mehr, das aber auch vollkommen zurecht.

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Der erste Teil der Antwort hätte _wörtlich_ von mir stammen könnnen!

Immer wieder dieses "In der Wirtschaft würde ich das Doppelte verdienen (schließlich hab ich ja studiert)!"

Das sind tradierte 60er-Jahre-Ansichten, in denen 15% eines Jahrganges studiert hatten und demzufolge fast jeder Studierte einen High-Pay-Job in der Wirtschaft bekam.

Keiner dieser Lehrer wäre aber bereit, die freie Zeiteinteilung ab 14 Uhr oder den ggf. komplett freien Tag pro Woche (oder auch die 12 Wochen Ferien) gegen einen Wirtschaftsjob einzutauschen. Nur dass das natürlich nicht erwähnt wird.

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

Wenn das alles wirklich so toll wäre, würden die Kinder von Lehrern ja wohl auch Lehrer werden wollen? Die Realität ist aber ganz anders.

Das ist richtig, hat aber nichts damit zutun, dass es finanziell so schlecht wäre. Wer erinnert sich nicht an das Gejammere des einen oder anderen Lehrers, der in der Wirtschaft natürlich viel besser verdient hätte? Wenn deren Kinder das auch zu hören bekommen, braucht man sich nicht wundern.
Außerdem stellt der Lehrberuf Anforderungen, die nicht jeder hat und ist nicht wenig belastend. Wenn man einen Lehrer mit dem typischen DAX-Sachbearbeiter vergleicht, dann hat der Sachbearbeiter natürlich ein easy Leben.
Von daher:
Lehrer verdienen im Durchschnitt mehr, das aber auch vollkommen zurecht.

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Chrissi789

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Die meisten hier scheinen selber auch überhaupt keinen direkten Vergleich zur Arbeitszeit eines Lehrers zu haben. 14 Uhr geht es nachhause und dann wird schön Wein getrunken. Die Realität sieht aber anders aus. Natürlich spielen auch die Fächer eine große Rolle. Oder glaubt ihr wirklich, dass zB eine Englisch Lehrerin mal schön eine Klausur aus der Oberstufe mit 30 Leuten in 5 Stunden weggearbeitet hat? Zusätzlich darfst du immer mehr die fehlende Erziehung von den Eltern übernehmen. Erst letztens durfte sich die Mutter meiner Partnerin damit rumschlagen, dass ein Schüler aus der 5.!!! Klasse einer Mitschülerin mit dem Tod gedroht hat (Gymnasium!) Wer also nur auf den Verdienst schaut, wird sicherlich nicht glücklich mit dem Job.

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Naja, aber die meisten Lehrer wissen gar nicht wie gut sie es haben und sind zusätzlich auch nicht die geeignetesten für den Job. Bei uns im Abi-Jahrgang sind eher die Low-Performer (auch sozial gesehen) Lehrer geworden, wohingegen die wirklich guten und auch empathischen Leute entweder in die Wirtschaft oder in den wirklich sozialen Bereich gegangen sind (Drogenberatung/Psychologie/Sozialberatung etc..)

Chrissi789 schrieb am 12.04.2018:

Die meisten hier scheinen selber auch überhaupt keinen direkten Vergleich zur Arbeitszeit eines Lehrers zu haben. 14 Uhr geht es nachhause und dann wird schön Wein getrunken. Die Realität sieht aber anders aus. Natürlich spielen auch die Fächer eine große Rolle. Oder glaubt ihr wirklich, dass zB eine Englisch Lehrerin mal schön eine Klausur aus der Oberstufe mit 30 Leuten in 5 Stunden weggearbeitet hat? Zusätzlich darfst du immer mehr die fehlende Erziehung von den Eltern übernehmen. Erst letztens durfte sich die Mutter meiner Partnerin damit rumschlagen, dass ein Schüler aus der 5.!!! Klasse einer Mitschülerin mit dem Tod gedroht hat (Gymnasium!) Wer also nur auf den Verdienst schaut, wird sicherlich nicht glücklich mit dem Job.

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

  1. Zum Thema Burnout: Es gibt valide Studien, die gerade bei Beamten das Thema Burnout in Verbindung mit Perspektive, Wohlgefühl und Leidenschaft bringen. Demzufolge sind es v.a. Menschen, die überhaupt keine Lust auf die Lehre haben und dafür nicht geeignet sind, die als Lehrer an "Burnout erkranken". Bitte einmal selbst googeln.

  2. Zum Thema Lehrerdasein: Für mich persönlich ist es nicht erstrebenswert, 30 Jahre plus x regelmäßig ein und dasselbe zu tun, für alle der moralische Knecht zu sein und weder Respekt noch Anerkennung von irgendjemandem zu erhalten, sogar im Gegenteil. Wenn ich heute auch lese, wie hart die Unterrichtvorbereitung wäre, dann stimmt das gerade noch für die Zeit des Referendariats. Danach steht die Mappe, die für 30 plus x Jahre ihre Gültigkeit behält.

  3. Zum Thema Gehalt: Wir sind in einem Karriereforum für die Manager von morgen. Wer sich nicht in diese Richtung entwickeln will und / oder kann, hätte tatsächlich über ein Lehrerdasein nachdenken sollen, weil von der WLB nur von wenigen Konzernen übertroffen. Dann hat man nachher allerdings wieder das Problem von Pkt. 1 (s.o.), wenn der Motivator nur die WLB ist.

  4. Zurück zum Thema: 2 Faktoren begünstigen eine "Karriere" in der Industrie. Erstens der frühere Einstieg, der es heutzutage schon 21-Jährigen nach ihrem Studium ermöglicht, "richtiges" Geld zu verdienen. Als normaler Lehramtsstudent fängt man damit erst mit 30 Jahren an. Wenn man dann noch die mittlerweile wachsende Angestelltenquote bei Lehrern betrachtet, ist auch die wirkliche Phase des hohen Nettogehalts bei Lehrern einer gewissen Gruppe vorbehalten.
    Zweitens ist die Steigerungsrate von Gehältern in der Industrie (z.B. IGM) wesentlich höher als in öD. Nach einem gesamten Berufsleben muss sich da also niemand verstecken. Wenn es zudem noch eine betriebliche Altersvorsorge gibt, sind auch die Pensionen nicht unschlagbar.
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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Wieso sollte denn ein Lehrer mit 30 erst anfangen?

Variante A:
18 Abi 21 Bachelor 23 Master
Variante B:
18 Abi 22 Abschluss/Ref 24 fertiger Lehrer

Wenn Variante A noch Praktika oder Ausland macht (um jemals mehr als ein Lehrer zu verdienen) sind beide gleich alt.

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Wenn man sich das hier durchliest, werden ja wirklich wieder alle Klischees vom Excel-BWLer bis zum Burnout-Lehrer bedient.

Fakt ist: es kommt drauf an. Wer Herausforderungen braucht und das Gefühl haben muss, in seinem Job bzw. seiner Karriere weiterzukommen, der wird besser Betriebswirt. Das ist weniger gemütlich, dafür kommt man vorwärts.

Wem das egal ist, der wird Lehrer. Ich kann aus eigener Erfahrung (Zivildienst an einer Gesamtschule) aber nur davor warnen, sich das zu entspannt vorzustellen. Ich kenne einige Leute, die Lehramt studiert haben, weil sie es "gemütlich" haben wollten (in NRW werden tatsächlich fast alle Lehrer noch verbeamtet) und die ihre Entscheidung zwar nicht gerad bereuen, aber trotzdem überfordert sind. Das sind die zukünftigen Burnout-Fälle. Wenn ich nichts mit Kindern anfangen kann oder verklemmt bin und Lehre als lästig empfinde, dann werde ich halt kein Lehrer, so wie ich besser kein Betriebswirt werde, wenn ich nichts mit Zahlen anfangen kann. Punkt.

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Der Lehrämtler schafft sein Studium also schneller als der Betriebswirt? Äpfel mit Birnen verglichen, m.W.n. brauchen beide einen Masterabschluss (5 Jahre), während der Betriebswirt dann einsteigt, muss der Lehrer noch das Ref machen. Deine Rechnung ging früher bei den Diplomern auf...

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

Wieso sollte denn ein Lehrer mit 30 erst anfangen?

Variante A:
18 Abi 21 Bachelor 23 Master
Variante B:
18 Abi 22 Abschluss/Ref 24 fertiger Lehrer

Wenn Variante A noch Praktika oder Ausland macht (um jemals mehr als ein Lehrer zu verdienen) sind beide gleich alt.

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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Die Rechnung ist vorne und hinten total überzogen.

  1. Dein Auto zahlst du steuerlich wieder am Ende des Jahres, da es das zu versteuernde Einkommen als geldwerten Vorteil erhöht (Oh man, sollte ja nun jeder wissen...). Unabhängig davon würde ich ein Auto bei sowas nicht reinrechnen.

  2. Die 270k netto sind eine absolute Milchmädchenrechnung. Zum Ersten gehst du davon aus, dass ein Lehrer mit 30 erst Geld verdient. Wenn du mit 23 einen Bachelor hast und dementsprechend mit 20 ins Studium gestartet bist, würde der Lehrer mit 26-27 fertig werden und nicht mit 30. Unabhängig davon kannst du die Opportunitätskosten des frühen Berufseintritts nur schwer messen. Dein Nettogehalt fiktiv in eine Anlage zu rechnen, um die Pension zu kompensieren, ergibt zusätzlich mit Abstand am wenigsten Sinn.

  3. Bei den jetzigen Zinsen mögen die Vorteile etwas schrumpfen, aber niedrigere Darlehenskonditionen sind ein Benefit, der besonders bei etwas größeren Summen (extrem!) unterschätzt wird. Kannst ja mal den Unterschied bei verschiedenen Darlehenssummen rechnen.

  4. Du bist noch nicht einmal Manager und führst gleichzeitig eine hohe Flexibilität an. Das Ganze kann man auch anders formulieren: Du brauchst Flexibilität, da du immer vom AG abhängig bist, networken musst, performen musst und auch hin und wieder Glück brauchst). Wir wissen alle, dass ab Manager/Senior Manager die Leistung allein nur bedingt aussagekräftig ist. Übrigens: Räumliche Flexibilität ist natürlich so eine Sache, kann ein Lehrer auch im Notfall, aber gegen so etwas entscheidet man sich mit dem Beruf ja sehr bewusst.

  5. 100k p.a. bei 45h p.w. bei einer Beratung (inkl. einer Übernachtung im Hotel) mit einer Stufe unter Manager halte ich in der Kombi schlicht und ergreifend für gelogen. In Kombination mit deiner merkwürdigen Rechnung und fehlender Kenntnis über geldwerte Vorteile verfestigt sich dieses Bild. No offense, vielleicht täusche ich mich auch auf ganzer Linie. Aber anonym kann hier jeder alles erzählen.

Es gibt immer Vor- und Nachteile. Die komplett differenzierte Darstellung des Lehrerberufs vs. BWL/freie Wirtschaft ist wohl nur bedingt möglich. Lehrer bzw. allgemein Beamte des hD haben aber schon eine sehr herausgehobene Position und einen Netto-Stundenlohn, der für 85-90% aller Bwler nicht erreicht werden wird. Auch dort ist Karriere außerdem möglich. Das bedeutet aber nicht, dass der Lehrerberuf nur gute Seiten hat oder "besser" ist, als eine Karriere in der freien Wirtschaft.

PS: Neid oder Missgunst ist es bei mir übrigens nicht, ich bin selber bei über 100k im Jahr bei realer 40-45 Stunden Woche (Portfolio Management). Allerdings weiß ich auch, dass mir Lehrer ebenfalls sehr gelegen hätte. Trotzdem bin ich nicht neidisch oder unzufrieden. Jeder geht seinen Weg und letztendlich obliegt es keinem von uns, in dieser Form über einen Beruf zu urteilen und ihn allgemeingültig als besser oder schlechter gegenüber anderen Berufen zu klassifizieren. Besonders im unterschiedlichen akademischen Kontext. Das kann man gerne für sich selbst entscheiden, aber eine Allgemeingültigkeit wäre vermessen.

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Ich werde dieses Jahr 30 und komme auf 100k im Jahr.
Einmal pro Woche übernachte ich im Hotel und arbeite insgesamt etwa 45h, davon meistens 2 Tage im HomeOffice. Die hohe Zeit kommt vor allem deswegen, weil ich im Hotel arbeite. Montag bin ich weg und Dienstag wegen der Heimfahrt erst gegen 19 Uhr zuhause, sonst eigentlich immer um 18 Uhr.

Das sind netto fast 4,7k. Noch habe ich keine Kinder, wenn es soweit ist könnte ich aber meine Hotelübernachtungen auch weiter reduzieren. Ich bin gesetzlich versichert.

Ein volles Gehalt bekomme ich seit ich 23 bin (Bachelorabschluss). Bis ich 30 werde habe ich ca. 270k netto verdient (inkl. Aktien, ohne Studijobs etc). Ein Lehrer der mit 30 einsteigt hat also ein wenig aufzuholen. Noch kann er das nicht, weil er ja weniger verdient als ich. Daneben habe ich einen Firmenwagen; eine Möglichkeit die Lehrer nicht haben. Würde ich das Auto regulär fahren, wäre es 600 Euro pro Monat teurer - wenn ich die selben Rabatte bekommen würde. Selbst wenn der Lehrer jetzt schon 3k Netto hätte und ich den Firmenwagen ignoriere: Mein Vorsprung wächst jeden Monat um 1,7k netto.

Rechne ich meinen Firmenwagen mit rein und solche Kleinigkeiten wie Handy und sonstige Benefits sind es eher 2k. Aber auch Lehrer haben ja Benefits wie günstigere Darlehenskonditionen.

Irgendwann in diesem Jahr steht die Beförderung zum Manager mit Personalverantwortung an. Die Bilanz für den Lehrer wird dann nicht besser.
Aber sagen wir es bleibt bei den 1,7k Unterschied und gehen von 35 Jahren bis zu Rente aus: das macht dann 270k + 35*12*1,7k = 984k Euro, die dem Lehrer netto zu mir fehlen. Ohne Zinseffekte. Gehen wir davon aus, dass ich das zusätzliche Netto anlege sind wir eher bei 2 Millionen Unterschied. 2 Millionen Euro bei 3% sind 60k Euro pro Jahr an Zinsen. Das dürfte auch die Pension ausgleichen.

Mein Gehalt wird sich aber hoffentlich und wahrscheinlich in Zukunft besser als das Gehalt des Lehrers entwickeln. Daneben genieße ich Flexibilität hinsichtlich Arbeitgeber und Bundesland oder auch Ausland, habe Aufgrund meiner Tätigkeit auch gute Möglichkeiten für Freiberuflertum oder (neben-hauptberufliche) Selbstständigkeit.

Meine Karriere ist gut, aber in meinem Umfeld nicht herausragend.
Der Lehrerjob wird hier so in den Himmel gelobt, die Arbeitszeit heruntergerechnet und der Stress vernachlässigt. Alle Nachteile werden ausgeblendet...
Neid? Missgunst? Oder nicht fähig zur differentierten Analyse?

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Ich habe es oben angesprochen, ist auch googlebar:

Seit die Möglichkeit, mit voller Pension in den Burn-out-bedingten Frühruhestand zu gehen, Anfang der 2000er beschnitten wurde, hat sich die Burn-out-Quote unter Beamten deutlich verringert.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Außerdem: Was für eine Nullaussage zu dem Thema Du bringst. "Burnout hängt mit Perspektive, Wohlgefühl und Leidenschaft zusammen." Ist ja was ganz Neues und gilt bestimmt auch nur im Bereich Lehrer / Beamte...

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

  1. Zum Thema Burnout: Es gibt valide Studien, die gerade bei Beamten das Thema Burnout in Verbindung mit Perspektive, Wohlgefühl und Leidenschaft bringen. Demzufolge sind es v.a. Menschen, die überhaupt keine Lust auf die Lehre haben und dafür nicht geeignet sind, die als Lehrer an "Burnout erkranken". Bitte einmal selbst googeln.
antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Mit voller Pension konnte man noch nie dienstunfähig in den Ruhestand gehen. Auch damals haben Beamte bei Dienstunfähigkeit den theoretisch möglichen Höchstsatz der Pension nicht erreicht. Durch die zusätzlich eingeführten Abschläge gehen viele halt nicht mit 70%, sondern eher mit 50% in den Ruhestand. Was dabei aber vor allem für die jüngere Generation zu beachten ist: Die Beamten haben keinen Anspruch auf Vertrauensschutz. Wer heute im Dienst ist und erst in 30 Jahren in Pension geht kann durchaus damit rechnen, noch viel schlechter abzuschneiden. Mein Vater hatte nur die mittlere Reife und war einfacher kaufmännischer Angestellter in der Industrie. Seine Rente (BfA + Firmenrente) war einiges mehr als eine A15 Pension. Und das war nicht mal ein Dax-Unternehmen.

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

Ich habe es oben angesprochen, ist auch googlebar:

Seit die Möglichkeit, mit voller Pension in den Burn-out-bedingten Frühruhestand zu gehen, Anfang der 2000er beschnitten wurde, hat sich die Burn-out-Quote unter Beamten deutlich verringert.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Außerdem: Was für eine Nullaussage zu dem Thema Du bringst. "Burnout hängt mit Perspektive, Wohlgefühl und Leidenschaft zusammen." Ist ja was ganz Neues und gilt bestimmt auch nur im Bereich Lehrer / Beamte...

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

  1. Zum Thema Burnout: Es gibt valide Studien, die gerade bei Beamten das Thema Burnout in Verbindung mit Perspektive, Wohlgefühl und Leidenschaft bringen. Demzufolge sind es v.a. Menschen, die überhaupt keine Lust auf die Lehre haben und dafür nicht geeignet sind, die als Lehrer an "Burnout erkranken". Bitte einmal selbst googeln.
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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

Ich habe es oben angesprochen, ist auch googlebar:

Seit die Möglichkeit, mit voller Pension in den Burn-out-bedingten Frühruhestand zu gehen, Anfang der 2000er beschnitten wurde, hat sich die Burn-out-Quote unter Beamten deutlich verringert.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Außerdem: Was für eine Nullaussage zu dem Thema Du bringst. "Burnout hängt mit Perspektive, Wohlgefühl und Leidenschaft zusammen." Ist ja was ganz Neues und gilt bestimmt auch nur im Bereich Lehrer / Beamte...

Ich sehe zu deinem ersten Satz keinen Widerspruch, sondern eine Ergänzung. Teil 1 sind Menschen die es über die Diagnose in den Ruhestand geschafft haben (dein Teil) und Teil 2 sind Menschen, die tatsächlich ausbrennen, aber nicht wegen einer Überbelastung, sondern wegen Perspektivlosigkeit etc. (mein Teil).

Da oben angemerkt wurde, dass eine hohe "Burnout-Quote" ein Hinweis auf eine hohe Arbeitsbelastung sei, hielt ich und halte ich meinen Einwand nicht für nichtssagend. Es gibt eben eine Korrelation zwischen Krankenstand und Arbeitsplatzsicherheit (das ist mein Beitrag). Da du das weißt, ist es für dich nicht neu. Anderen scheint dieser Umstand offenbar noch unbekannt, wenn du die Beiträge weiter oben genau liest, deswegen versuchte ich hier, einen neuen Input zu liefern.

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Halte ich persönlich jetzt für spitzfindiges Rausreden.

Du schreibst "Burn-out hängt mit Wohlbefinden zusammen" und willst hier einigen Forumsteilnehmern unterstellen, dieser Zusammenhang sei für sie neu. Aus meiner Sicht ist und bleibt das eine Nullaussage - womit soll Burnout denn sonst zusammenhängen? Mit einem Pickel am Hintern?

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

Ich habe es oben angesprochen, ist auch googlebar:

Seit die Möglichkeit, mit voller Pension in den Burn-out-bedingten Frühruhestand zu gehen, Anfang der 2000er beschnitten wurde, hat sich die Burn-out-Quote unter Beamten deutlich verringert.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Außerdem: Was für eine Nullaussage zu dem Thema Du bringst. "Burnout hängt mit Perspektive, Wohlgefühl und Leidenschaft zusammen." Ist ja was ganz Neues und gilt bestimmt auch nur im Bereich Lehrer / Beamte...

Ich sehe zu deinem ersten Satz keinen Widerspruch, sondern eine Ergänzung. Teil 1 sind Menschen die es über die Diagnose in den Ruhestand geschafft haben (dein Teil) und Teil 2 sind Menschen, die tatsächlich ausbrennen, aber nicht wegen einer Überbelastung, sondern wegen Perspektivlosigkeit etc. (mein Teil).

Da oben angemerkt wurde, dass eine hohe "Burnout-Quote" ein Hinweis auf eine hohe Arbeitsbelastung sei, hielt ich und halte ich meinen Einwand nicht für nichtssagend. Es gibt eben eine Korrelation zwischen Krankenstand und Arbeitsplatzsicherheit (das ist mein Beitrag). Da du das weißt, ist es für dich nicht neu. Anderen scheint dieser Umstand offenbar noch unbekannt, wenn du die Beiträge weiter oben genau liest, deswegen versuchte ich hier, einen neuen Input zu liefern.

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Fakt ist, dass es früher finanziell "attraktiv" war, vor Erreichen der Regelarbeitsgrenze wegen Dienstunfähigkeit auszuscheiden, während dies mittlerweile weniger attraktiv ist.

Wären all diese früheren Dienstunfähigkeiten auf tatsächliche psychische Belastungen zurückzuführen gewesen, dann hätte der eingeführte Abschlag wohl kaum zu einer sofortigen und massiven Senkung der Dienstunfähigkeitsanträge und -bescheide geführt. Da sich diejenigen, die anderer Meinung sind, die Quelle sowieso nicht anschauen: Vor Einführung dieses Abschlags schieden damals 60% (!) der Lehrer wegen Dienstunfähigkeit aus, 2009 (Quelle ist leider nicht komplett aktuell) waren es dann 20%.

Und bevor jetzt gesagt wird "20% sind ja immer noch viel!", sollte man auch beachten: Selbst eine A13-Pension, die nur 5/7 des Maximalwertes beträgt, liegt immer noch weit über dem Niveau der gesetzlichen Rente.

Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/FinanzenSteuern/Beamtenversorgung0211.pdf?__blob=publicationFile

Statistisches Bundesamt, s. dort S. 5, die Grafiken oben.

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

Mit voller Pension konnte man noch nie dienstunfähig in den Ruhestand gehen. Auch damals haben Beamte bei Dienstunfähigkeit den theoretisch möglichen Höchstsatz der Pension nicht erreicht. Durch die zusätzlich eingeführten Abschläge gehen viele halt nicht mit 70%, sondern eher mit 50% in den Ruhestand. Was dabei aber vor allem für die jüngere Generation zu beachten ist: Die Beamten haben keinen Anspruch auf Vertrauensschutz. Wer heute im Dienst ist und erst in 30 Jahren in Pension geht kann durchaus damit rechnen, noch viel schlechter abzuschneiden. Mein Vater hatte nur die mittlere Reife und war einfacher kaufmännischer Angestellter in der Industrie. Seine Rente (BfA + Firmenrente) war einiges mehr als eine A15 Pension. Und das war nicht mal ein Dax-Unternehmen.

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

Ich habe es oben angesprochen, ist auch googlebar:

Seit die Möglichkeit, mit voller Pension in den Burn-out-bedingten Frühruhestand zu gehen, Anfang der 2000er beschnitten wurde, hat sich die Burn-out-Quote unter Beamten deutlich verringert.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Außerdem: Was für eine Nullaussage zu dem Thema Du bringst. "Burnout hängt mit Perspektive, Wohlgefühl und Leidenschaft zusammen." Ist ja was ganz Neues und gilt bestimmt auch nur im Bereich Lehrer / Beamte...

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

  1. Zum Thema Burnout: Es gibt valide Studien, die gerade bei Beamten das Thema Burnout in Verbindung mit Perspektive, Wohlgefühl und Leidenschaft bringen. Demzufolge sind es v.a. Menschen, die überhaupt keine Lust auf die Lehre haben und dafür nicht geeignet sind, die als Lehrer an "Burnout erkranken". Bitte einmal selbst googeln.
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WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

WiWi Gast schrieb am 11.04.2018:

Statistik I:
Unter den WiWis gibt es eine eklatante Spreizung . Vorstand mit deinem 500k hat genau so bwl studiert wie Du mit deinen 55k.

Bei Lehrern verdient das Alphatier A16 (=ca. 70knetto/Jahr), der schlechrbezahlteste Lehrer (=nicht verbeamtet) aber immer noch 36k.

In Statistik bist du durchgefallen, oder?
Ansonsten wüsstest du, dass Durchschnitt nicht gleich arithmetisches Mittel bedeutet. Der Median ist genauso ein Durchschnitt.

Aber selbst wenn bei dem arithmetischen Mittel ist deine Aussage, dass 90% der BWL'er signifikant weniger verdienen als Lehrer nicht haltbar:
Lehrer 1.090.269,13 Euro.
BWL (FH) 1.265.079,61 Euro
BWL (Uni) 1.483.260,44 Euro.

Damit deine Aussage aufgeht, müsste das arithmetische Mittel für BWL'er mindestens 50% höher sein als der Median. Der Gini-Koeffizient nach Steuern und Transfers liegt bei 0,29. Die Netto-Einkommen sind in Deutschland also nicht so stark abweichend. Auch bei den BWL'ern nicht, denn es gibt nicht so viele Vorstandsvorsitzende mit Millionengehältern im Vergleich zur Menge aller BWL'er.

Die Zahlen widerlegen dich, aber natürlich willst du das nicht sehen. Die Zahlen werden dann einfach für irrelevant befunden oder so umgedeutet, dass es passt.

Aber wenn jemand schon bei so einfachen Zahlen scheitert, dann ist Lehramt für Sport und Musik oder Kunst vermutlich wirklich das Beste für das Einkommen...

antworten
WiWi Gast

„Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

Dann zeig uns doch mal, welcher heutige 30-jährige Arbeitnehmer eine Rente (BfA + Firmenrente) zu erwarten hat, die über dem Versorgungsanspruch eines A15-Beamten liegt.

Kann nicht verstehen, wieso Firmenrenten von früher mit heutigen Versorgungsansprüchen verglichen werden. Habe auch eine Firmenrente, die garantiert mir im Alter (projiziert) 300 Euro.

Also anstatt 2.200 Euro Rente 2.500 Euro Rente. Pensionsanspruch A15 ist 4.300 Euro.

Dann erzähl uns doch mal von Betrieben, die ihren heutigen jüngeren Arbeitnehmern 2.100 Euro im Monat an zusätzlicher Rente versprechen. Bin gespannt.

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

Mit voller Pension konnte man noch nie dienstunfähig in den Ruhestand gehen. Auch damals haben Beamte bei Dienstunfähigkeit den theoretisch möglichen Höchstsatz der Pension nicht erreicht. Durch die zusätzlich eingeführten Abschläge gehen viele halt nicht mit 70%, sondern eher mit 50% in den Ruhestand. Was dabei aber vor allem für die jüngere Generation zu beachten ist: Die Beamten haben keinen Anspruch auf Vertrauensschutz. Wer heute im Dienst ist und erst in 30 Jahren in Pension geht kann durchaus damit rechnen, noch viel schlechter abzuschneiden. Mein Vater hatte nur die mittlere Reife und war einfacher kaufmännischer Angestellter in der Industrie. Seine Rente (BfA + Firmenrente) war einiges mehr als eine A15 Pension. Und das war nicht mal ein Dax-Unternehmen.

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

Ich habe es oben angesprochen, ist auch googlebar:

Seit die Möglichkeit, mit voller Pension in den Burn-out-bedingten Frühruhestand zu gehen, Anfang der 2000er beschnitten wurde, hat sich die Burn-out-Quote unter Beamten deutlich verringert.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Außerdem: Was für eine Nullaussage zu dem Thema Du bringst. "Burnout hängt mit Perspektive, Wohlgefühl und Leidenschaft zusammen." Ist ja was ganz Neues und gilt bestimmt auch nur im Bereich Lehrer / Beamte...

WiWi Gast schrieb am 12.04.2018:

  1. Zum Thema Burnout: Es gibt valide Studien, die gerade bei Beamten das Thema Burnout in Verbindung mit Perspektive, Wohlgefühl und Leidenschaft bringen. Demzufolge sind es v.a. Menschen, die überhaupt keine Lust auf die Lehre haben und dafür nicht geeignet sind, die als Lehrer an "Burnout erkranken". Bitte einmal selbst googeln.
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Regelmäßige Gehaltserhöhungen erwartet jeder. Doch bis wann können Arbeitnehmer mit Gehaltserhöhungen rechnen? Steigt das Gehalt immer weiter? Die Gehaltsbiografie 2017 der Karriereplattform Gehalt.de analysiert wichtige Parameter wie Geschlecht, Ausbildung, Firmengröße und Branche.

Gender Pay Gap: Frauen verdienen 21 Prozent pro Stunde weniger

Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen war 2016 mit 16,26 Euro um 21 Prozent niedriger als der von Männern mit 20,71 Euro. Die wichtigsten Gründe für die Differenzen waren Unterschiede in den Branchen und Berufen, sowie ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation. Darüber hinaus sind Frauen häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Urlaubsgeld: Meist 30 Tage Urlaub und bis zu 2.270 Euro für die Urlaubskasse

Ein länglicher Pool eines Hotels mit Liegen und Blick auf das Meer.

43 Prozent der Beschäftigten erhalten von ihrem Arbeitgeber ein Urlaubsgeld. Zwischen 155 und 2.270 Euro bekommen Beschäftigte dabei. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung.

Gehaltsverhandlung: Mit krummen Summen mehr Gehalt

Ein Zahlencode auf einer kleinen, blauen Tafel.

Wer mit einer krummen Summe in die Gehaltsverhandlungen geht, kommt mit einem höheren Ergebnis wieder raus, berichtet die Zeitschrift »Wundertwelt Wissen« in ihrer Februar-Ausgabe.

Gehälter in Deutschland steigen 2015 um gut drei Prozent

Die Gehälter in Deutschland werden im kommenden Jahr im Schnitt um 3,1 Prozent steigen. Das zeigt die Gehaltsentwicklungsprognose 2015 für 26 europäische Länder der Managementberatung Kienbaum.

Vielfältige Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben

Ein grünes Auge einer Frau schaut durch ein Loch in einem  gelben Ahornblatt.

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen lag in Deutschland in den Jahren 2009-2013 rund 20 Prozent unter dem der Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung zum Equal-Pay-Day vorlegt.

Frauen sind selbstbewusst im Job und bei Gehaltsverhandlungen

Eine Hand mit grünen Fingernägeln stützt einen Frauenkopf.

Mit viel Selbstbewusstsein treiben Frauen in Deutschland ihre Karriere voran. Knapp zwei Drittel der berufstätigen Frauen schätzen sich selbst als erfolgreich im Beruf ein und sehen auch für die Zukunft gute Karrierechancen. Das zeigt sich auch bei den Gehaltsverhandlungen. Eine große Mehrheit von 62 Prozent der Frauen hat bereits aktiv ein höheres Gehalt verlangt und nach einer Beförderung fragten immerhin 41 Prozent.

Inflations­rate steigt 2014 um 0,9 Prozent gegen­über dem Vor­jahr

Ein goldenes Sparschwein steht auf einem Fliesenboden.

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – beträgt im Jahresdurchschnitt 2014 gegenüber dem Vor­jahr 0,9 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ist die Jahresteuerungsrate somit seit 2011 rückläufig und betrug im Dezember 2014 lediglich 0,2 Prozent. Eine niedrigere Inflationsrate wurde zuletzt im Oktober 2009 mit 0,0 Prozent gemessen.

Karriere-Sprung 2014: Tipps für die Beförderung

Die meisten Arbeitnehmer hielten Beförderungen in 2013 für unwahrscheinlich und nur 8 Prozent rechneten im neuen Jahr mit dem beruflichen Aufstieg, zeigt eine Umfrage von Monster. Das Karriereportal gibt Tipps, wie es mit der Beförderung in 2014 besser klappt.

Firmenwagen-Studie: Die Trends zum Thema Dienstwagen 2013

Ein Pendler mit Sonnenbrille sitzt am Steuer eines VW-Autos.

Dienstwagen mit alternativem Antrieb sind bisher kein Thema für deutsche Unternehmen: Lediglich fünf Prozent der Firmen haben bereits in Dienstfahrzeuge mit alternativem Antrieb investiert. Das ergab die Firmenwagen-Studie 2013 der Managementberatung Kienbaum, für die das Beratungsunternehmen 250 Firmen befragt hat.

Deutsche mit Einkommen zufrieden

Ein gelber Ball mit einem Smileygesicht liegt auf einer Fensterbank.

45 Prozent der Befragten sind mit ihren Vermögensverhältnissen zufrieden. Die Zufriedenheit mit der Einkommenssituation ist aufgrund von jüngsten Lohnerhöhungen gegenüber 2012 um sieben Prozentpunkte gestiegen. Deutsche investieren künftig vor allem in kurzfristige Anlagen und Immobilien.

Antworten auf „Karriere“ vs Lehrer , Gehalt nach mehreren Jahren

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Diskussionen zu Lehrer

189 Kommentare

Lehrer vs IGM

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 25.05.2019: So so, du hast "gerade Abi gemacht" und "dein Lehrer sagt". Ganz schön viel Qualifikation für ...

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