DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Gehaltserhöhung & KarriereBig4

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Autor
Beitrag
WiWi Gast

Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Ich stelle vermehrt in meinem XING-Profil fest, dass etliche Kontakte bei KPMG zum Manager/Senior Manager befördert worden sind. Ist das nun der Standard, um kompetitiver unterwegs zu sein? Ich kannte bisher den üblichen Doppelsprung.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Doppelsprung? Es war nunmal jährliche Beförderungsrunde.. wenn du viele mit 4-8 Jahren Berufserfahrung kennst, kommt das vor.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Vielleicht sind ja deine Kontakte alle im ähnlichen Alter mit ähnlicher Berufserfahrung, sodass die Beförderung nahe stand.

Ich weiß aus einer andere Big4. Beförderung zum Manager ist halbwegs automatisch (+-1-2 Jahre). Wenn man bei den Big4 arbeitet zahlt sich ein Exit erst am Manager oder sogar Senior Manager Level aus.

Denke deine Beobachtung führt auf 2 Situationen zurück:
Alle Kontakte sind schon reif genug für Manager und viele bestehenden Manager haben den Exit gewagt.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Doppelsprung = E2 auf D1 (E3 übersprungen) oder D1 auf D3

Lounge Gast schrieb:

Doppelsprung? Es war nunmal jährliche Beförderungsrunde..
wenn du viele mit 4-8 Jahren Berufserfahrung kennst, kommt
das vor.

antworten
Ein KPMGler

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Hä?
Präzisiere bitte mal Deine Frage.
Die gesamte Firma befördert zum 01.10., Audit zusätzlich noch zum 01.04.!
Manager zu Senior Manager ist der übliche Weg, der Doppelsprung Manager zu Partner ist noch nie vorgekommen (nach meiner Kenntnis).

Was meinst Du mit Doppelsprung?

Lounge Gast schrieb:

Ich stelle vermehrt in meinem XING-Profil fest, dass etliche
Kontakte bei KPMG zum Manager/Senior Manager befördert worden
sind. Ist das nun der Standard, um kompetitiver unterwegs zu
sein? Ich kannte bisher den üblichen Doppelsprung.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Mir ging es auch nicht um einen zeitlichen Punkt der Beförderung - Vielmehr die inflationäre (=viele;gefühlt jeder) Beförderungen zum Manager. Der klassische Doppelsprung (E2->D1;D1->D3) wurde im übrigen schon vorher erwähnt. Des Weiteren hat der KPMGler noch den Director vergessen, welcher das Abstellgleis für Leute ist, die es nicht zum Partner schaffen.

Der KPMGler schrieb:

Hä?
Präzisiere bitte mal Deine Frage.
Die gesamte Firma befördert zum 01.10., Audit zusätzlich noch
zum 01.04.!
Manager zu Senior Manager ist der übliche Weg, der
Doppelsprung Manager zu Partner ist noch nie vorgekommen
(nach meiner Kenntnis).

Was meinst Du mit Doppelsprung?

Lounge Gast schrieb:

Ich stelle vermehrt in meinem XING-Profil fest, dass
etliche
Kontakte bei KPMG zum Manager/Senior Manager befördert
worden
sind. Ist das nun der Standard, um kompetitiver
unterwegs zu
sein? Ich kannte bisher den üblichen Doppelsprung.

antworten
Ein KPMGler

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Ich habe nicht den Director vergessen, nur nicht aufgeführt.
Der Director ist ja keine Pflichtstufe auf dem Weg zum Partner, auch wenn es immer häufiger dazu kommt.
Der hypotherische Doppelsprung wäre ENTWEDER Manager -> Director ODER Manager -> Partner.

Ein Abstellgleis ist der Director übrigens längst nicht immer, es wurden auch dieses Jahr wieder diverse Director zu Partnern gemacht.

Lounge Gast schrieb:

Mir ging es auch nicht um einen zeitlichen Punkt der
Beförderung - Vielmehr die inflationäre (=viele;gefühlt
jeder) Beförderungen zum Manager. Der klassische Doppelsprung
(E2->D1;D1->D3) wurde im übrigen schon vorher erwähnt.
Des Weiteren hat der KPMGler noch den Director vergessen,
welcher das Abstellgleis für Leute ist, die es nicht zum
Partner schaffen.

Der KPMGler schrieb:

Hä?
Präzisiere bitte mal Deine Frage.
Die gesamte Firma befördert zum 01.10., Audit zusätzlich
noch
zum 01.04.!
Manager zu Senior Manager ist der übliche Weg, der
Doppelsprung Manager zu Partner ist noch nie vorgekommen
(nach meiner Kenntnis).

Was meinst Du mit Doppelsprung?

Lounge Gast schrieb:

Ich stelle vermehrt in meinem XING-Profil fest, dass
etliche
Kontakte bei KPMG zum Manager/Senior Manager
befördert
worden
sind. Ist das nun der Standard, um kompetitiver
unterwegs zu
sein? Ich kannte bisher den üblichen Doppelsprung.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Der übliche Doppelsprung bezieht sich auf die (E2->D1, D1->D3) in den unteren Stufen Associate, Assistant Manager. Wenn gleich sich das Gehalt auch dadurch im Vergleich zu UB nicht signifikant verbessert

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Ich habe auch den Eindruck, dass die Beförderung nun etwas schneller geht. Als Ex-KPMGler habe ich natürlich noch viele Freunde dort und noch mehr Xing-Kontakte. Sehr auffallend ist, dass viele auch ohne WP nun Manager bzw. sogar Senior Manager in der Audit geworden sind. Das kannte ich so nicht. Im Advisory Bereich sehe ich vermehrt, dass Managerbeförderungen ganz ohne jede Zusatzqualifikation (also egal ob WP/StB/ACCA/CPA/CFA/CIA , Dr. oder was auch immer) stattfindet. Wirkt auf mich auch etwas inflationär ...

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Interessante These - ich kann nur sagen, dass bei uns (KPMG) viele den Schritt zum Manager nicht geschafft haben. Da muss schon ein valider Case vorliegen und dieser wird auch im Detail geprüft.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Gibt es nicht auch (in allen Big4) Beförderungskontingente, die genau das verhindern?

Die Beobachtung inflationärer Beförderungen zum Manager/in basiert entweder auf einer schlechten Stichprobe oder einfach einer trügerischen subjektiven Wahrnehmung.

antworten
Ein KPMGler

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

"Kontingente" macht als Begriff einen härteren Eindruck, als es in Realität der Fall ist.
Ich würde eher von "Zielkorridoren" reden. Der aber auch nicht in Beton gegossen ist. Aber es ist schon so, das basierend auf der Umsatz- bzw. Wachstumsplanung und der Ist-Struktur im eigenen Bereich eine Zielstruktur definiert wird. Dann berücksichtigt man noch die aktuellen Recruitingzahlen, offene Vertragsangebote bzw. bereits feste Einstiege und Abgänge in der Zukunft und kommt auf ein Delta. Das Delta muss durch Beförderungen gefüllt werden.

WiWi Gast schrieb am 05.03.2018:

Gibt es nicht auch (in allen Big4) Beförderungskontingente, die genau das verhindern?

Die Beobachtung inflationärer Beförderungen zum Manager/in basiert entweder auf einer schlechten Stichprobe oder einfach einer trügerischen subjektiven Wahrnehmung.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Hier wurde von cases zur Manager Beförderung gesprochen, wie kann man sich diese cases vorstellen?

antworten
Ein KPMGler

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Kann man nicht allgemein beantworten.
Mittlerweile kann glücklicherweise jeder Bereich selber entscheiden wie er zu einer Liste mit Namen kommt, die zum nächsten Stichtag befördert werden sollen.
Manche Bereiche erwarten von den Kandidaten einen konkreten Case (mit welchen Leuten will ich bei welchen Kunden mit welchen Themen wieviel Umsatz machen), andere erwarten das nicht.
Wir machen es z.B. nicht.
Da unser Bereich kein festgelegtes Themenfeld hat und der Jungmanager ja auch nicht frei am Markt agiert und noch dazu überhaupt gar nicht an der Erreichung der ausgesprochenen Zahlen in seinem Case bemessen wird, haben wir schon seit längerem keine Cases mehr

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Da lobe ich mir MBB wo jeder nach 2 Jahren Senior Assoc automatisch Projekleiter und dann nach spätestens 2 Jahren Junior Partner wird.

antworten
Young KPMGler

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 14.02.2021:

Da lobe ich mir MBB wo jeder nach 2 Jahren Senior Assoc automatisch Projekleiter und dann nach spätestens 2 Jahren Junior Partner wird.

Wenn er vorher nicht dem UP or OUT zum Opfer fällt. Ist im Prinzip ähnliche Vorgehensweise, nur dass auch in den vorherigen Ebenen aussortiert wird

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

:D Guter Witz.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2021:

Da lobe ich mir MBB wo jeder nach 2 Jahren Senior Assoc automatisch Projekleiter und dann nach spätestens 2 Jahren Junior Partner wird.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Young KPMGler schrieb am 14.02.2021:

WiWi Gast schrieb am 14.02.2021:

Da lobe ich mir MBB wo jeder nach 2 Jahren Senior Assoc automatisch Projekleiter und dann nach spätestens 2 Jahren Junior Partner wird.

Wenn er vorher nicht dem UP or OUT zum Opfer fällt. Ist im Prinzip ähnliche Vorgehensweise, nur dass auch in den vorherigen Ebenen aussortiert wird

Was kann man sich unter "aussiertiert" vorstellen?
Wird man wirklich knallhart gebeten zu gehen?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

In den vorherigen Ebenen wird bei KPMG auch aussortiert.

Young KPMGler schrieb am 14.02.2021:

Da lobe ich mir MBB wo jeder nach 2 Jahren Senior Assoc automatisch Projekleiter und dann nach spätestens 2 Jahren Junior Partner wird.

Wenn er vorher nicht dem UP or OUT zum Opfer fällt. Ist im Prinzip ähnliche Vorgehensweise, nur dass auch in den vorherigen Ebenen aussortiert wird

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 14.02.2021:

Young KPMGler schrieb am 14.02.2021:

Da lobe ich mir MBB wo jeder nach 2 Jahren Senior Assoc automatisch Projekleiter und dann nach spätestens 2 Jahren Junior Partner wird.

Wenn er vorher nicht dem UP or OUT zum Opfer fällt. Ist im Prinzip ähnliche Vorgehensweise, nur dass auch in den vorherigen Ebenen aussortiert wird

Was kann man sich unter "aussiertiert" vorstellen?
Wird man wirklich knallhart gebeten zu gehen?

Nicht gebeten, sondern gekündigt...

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 14.02.2021:

Young KPMGler schrieb am 14.02.2021:

WiWi Gast schrieb am 14.02.2021:

Da lobe ich mir MBB wo jeder nach 2 Jahren Senior Assoc automatisch Projekleiter und dann nach spätestens 2 Jahren Junior Partner wird.

Wenn er vorher nicht dem UP or OUT zum Opfer fällt. Ist im Prinzip ähnliche Vorgehensweise, nur dass auch in den vorherigen Ebenen aussortiert wird

Was kann man sich unter "aussiertiert" vorstellen?
Wird man wirklich knallhart gebeten zu gehen?

Nach dem was ich gehört habe wird einem ziemlich deutlich gesagt, dass man in der Firma keine Zukunft hat.
Gekündigt werden kann man natürlich nicht einfach so, aber wenn man nicht mehr befördert wird, gehen fast alle von allein. Insbesondere in einem so karriereorientierten Umfeld wie MBB

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Young KPMGler schrieb am 14.02.2021:

Da lobe ich mir MBB wo jeder nach 2 Jahren Senior Assoc automatisch Projekleiter und dann nach spätestens 2 Jahren Junior Partner wird.

Wenn er vorher nicht dem UP or OUT zum Opfer fällt. Ist im Prinzip ähnliche Vorgehensweise, nur dass auch in den vorherigen Ebenen aussortiert wird

Du warst also noch nie bei MBB.

Jeder der Lust hat wird „Manager“ / ctl / em

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Klingt ehrlich gesagt nicht so, als hättest du Erfahrung bei MBB. Zumindest bei uns (McK) ist es eher andersrum. Bis EM kommt man noch gut durch, danach dünnt es sich extrem aus.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2021:

Da lobe ich mir MBB wo jeder nach 2 Jahren Senior Assoc automatisch Projekleiter und dann nach spätestens 2 Jahren Junior Partner wird.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 14.02.2021:

Klingt ehrlich gesagt nicht so, als hättest du Erfahrung bei MBB. Zumindest bei uns (McK) ist es eher andersrum. Bis EM kommt man noch gut durch, danach dünnt es sich extrem aus.

Da lobe ich mir MBB wo jeder nach 2 Jahren Senior Assoc automatisch Projekleiter und dann nach spätestens 2 Jahren Junior Partner wird.

Es wird jeder EM. Und dann gehen viele. Hab quasi noch nie von einem ctl als em gehört.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Hier aktueller MBBler. Jedes Jahr werden 10-15% der Leute bei uns „gebeten“ die Firma zu verlassen. Auf der Fellow/Associate Stufe genauso wie bei den Partnern. Wer also glaubt, man wird „mal eben so“ EM oder Pl der hat wirklich mal gar keine Ahnung wie MBB funktioniert :D 20% schaffen nicht mal den Sprung über die erste Stufe hinaus (forced und unforced attrition zusammen), beim Sprung zum EM/PL wird nochmal etwas stärker gesiebt, da dort Führungskompetenzen hinzu kommen. Vielleicht sind ich und meine Buddys krasse underperformer im MBB-Gefüge aber wir empfinden es zumindest alles andere als einfach alleine die erste Stufe zu packen ;)

WiWi Gast schrieb am 14.02.2021:

Klingt ehrlich gesagt nicht so, als hättest du Erfahrung bei MBB. Zumindest bei uns (McK) ist es eher andersrum. Bis EM kommt man noch gut durch, danach dünnt es sich extrem aus.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2021:

Da lobe ich mir MBB wo jeder nach 2 Jahren Senior Assoc automatisch Projekleiter und dann nach spätestens 2 Jahren Junior Partner wird.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 14.02.2021:

Hier aktueller MBBler. Jedes Jahr werden 10-15% der Leute bei uns „gebeten“ die Firma zu verlassen. Auf der Fellow/Associate Stufe genauso wie bei den Partnern. Wer also glaubt, man wird „mal eben so“ EM oder Pl der hat wirklich mal gar keine Ahnung wie MBB funktioniert :D 20% schaffen nicht mal den Sprung über die erste Stufe hinaus (forced und unforced attrition zusammen), beim Sprung zum EM/PL wird nochmal etwas stärker gesiebt, da dort Führungskompetenzen hinzu kommen. Vielleicht sind ich und meine Buddys krasse underperformer im MBB-Gefüge aber wir empfinden es zumindest alles andere als einfach alleine die erste Stufe zu packen ;)

Klingt ehrlich gesagt nicht so, als hättest du Erfahrung bei MBB. Zumindest bei uns (McK) ist es eher andersrum. Bis EM kommt man noch gut durch, danach dünnt es sich extrem aus.

Da lobe ich mir MBB wo jeder nach 2 Jahren Senior Assoc automatisch Projekleiter und dann nach spätestens 2 Jahren Junior Partner wird.

Bei meiner MBB gibt es zwischen Jahr 1 und 4 keine gewollte attrition.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Dann bist du bei Bain, man sieht ja, wozu das in Deutschland geführt hat ;)

WiWi Gast schrieb am 14.02.2021:

Bei meiner MBB gibt es zwischen Jahr 1 und 4 keine gewollte attrition.

antworten
GuyWithQuestions

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Hallo zusammen,

Ich habe in 2 Wochen ein Bewerbungsgespräch für eine SM Stelle bei einer der Big 4. Dafür soll ich einen Business Case über mich selbst vorbereiten mit der Struktur „Client, People & Firm“. Habt ihr hier Erfahrungen? Habe es jetzt so interpretiert: Client > Was bring ich an Kunden mit und welche Skills von mir sind für pot Kunden relevant. People > meine Skills und Mehrwert für Team. Firm > hier bin ich noch relativ blank. Ich würde bisschen auf den Mehrwert für die Service line eingehen und welche Themen ich treiben würde.

Was denkt ihr? Hat jemand von euch damit Erfahrung? Bin FK in einen DAX Konzern, deshalb noch nicht viele Erfahrungen mit BC zur eigenen Person. VG und danke!

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Klingt grundsätzlich nicht verkehrt, ist halt nicht 100%ig klar, was bei den Begriffen erwartet wird. Bei “People” würde ich bei einer internen Beförderung auch zB Aussagen zum internen Netzwerk und zu Leadership erwarten. Evtl. ließe sich aber darstellen, wie du die Punkte bei deinem aktuellen AG abgedeckt hast.

GuyWithQuestions schrieb am 27.06.2021:

Hallo zusammen,

Ich habe in 2 Wochen ein Bewerbungsgespräch für eine SM Stelle bei einer der Big 4. Dafür soll ich einen Business Case über mich selbst vorbereiten mit der Struktur „Client, People & Firm“. Habt ihr hier Erfahrungen? Habe es jetzt so interpretiert: Client > Was bring ich an Kunden mit und welche Skills von mir sind für pot Kunden relevant. People > meine Skills und Mehrwert für Team. Firm > hier bin ich noch relativ blank. Ich würde bisschen auf den Mehrwert für die Service line eingehen und welche Themen ich treiben würde.

Was denkt ihr? Hat jemand von euch damit Erfahrung? Bin FK in einen DAX Konzern, deshalb noch nicht viele Erfahrungen mit BC zur eigenen Person. VG und danke!

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

GuyWithQuestions schrieb am 27.06.2021:

Hallo zusammen,

Ich habe in 2 Wochen ein Bewerbungsgespräch für eine SM Stelle bei einer der Big 4. Dafür soll ich einen Business Case über mich selbst vorbereiten mit der Struktur „Client, People & Firm“. Habt ihr hier Erfahrungen? Habe es jetzt so interpretiert: Client > Was bring ich an Kunden mit und welche Skills von mir sind für pot Kunden relevant. People > meine Skills und Mehrwert für Team. Firm > hier bin ich noch relativ blank. Ich würde bisschen auf den Mehrwert für die Service line eingehen und welche Themen ich treiben würde.

Was denkt ihr? Hat jemand von euch damit Erfahrung? Bin FK in einen DAX Konzern, deshalb noch nicht viele Erfahrungen mit BC zur eigenen Person. VG und danke!

Ich musste bei KPMG im Rahmen eines Manager-Bewerbungsgesprächs mal einen Case machen der sich an folgenden Leitfragen orientierte:

  • Mit welchen Service-Offering will ich in den Markt?
  • Welche Kundengruppen und Kunden will ich ansprechen und warum?
  • Welche Skills und Kompetenzen brauche ich, um das Service Offering zu delivern und wie leitet sich daraus die Zusammensetzung und Kapazität meines Teams ab?
  • Wie viel Umsatz kann ich voraussichtlich machen?
  • Woher bekomme ich geeignete Mitarbeiter?
antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Mit StB oder WP wird jeder Manager der freiwillig bei der Big 4 bleibt.
Ob es einem Wert ist, 45h die Woche für 75k zu buckeln, muss jeder für sich entscheiden.

antworten
Voice of Reason

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Client: mit was für Themen will ich bei welchen Kunden Geschäft machen. Bonusfrage: welche Kunden X würden mich bei Problem Y anrufen, um nach meiner Meinung zu fragen?

People: a) mit was für Leuten will ich o.g. Themen und Kunden bedienen (Skillset - methodisch, wie fachlich)
b) als was für eine Art Führungskraft sehe ich mich (Micromanagement vs. MBO, Fehlerkultur, Fordern & Fördern, ...)

Firm: wie will ich die Firma intern weiterbringen? Will ich im Recruiting mitmachen, will ich Produktentwicklung zum Thema y betreiben, will ich im Accountmanagement von Kunde x mitmachen, will ich Artikel schreiben, will ich Personalvorgesetzter werden, ...

Hope that helps!

GuyWithQuestions schrieb am 27.06.2021:

Hallo zusammen,

Ich habe in 2 Wochen ein Bewerbungsgespräch für eine SM Stelle bei einer der Big 4. Dafür soll ich einen Business Case über mich selbst vorbereiten mit der Struktur „Client, People & Firm“. Habt ihr hier Erfahrungen? Habe es jetzt so interpretiert: Client > Was bring ich an Kunden mit und welche Skills von mir sind für pot Kunden relevant. People > meine Skills und Mehrwert für Team. Firm > hier bin ich noch relativ blank. Ich würde bisschen auf den Mehrwert für die Service line eingehen und welche Themen ich treiben würde.

Was denkt ihr? Hat jemand von euch damit Erfahrung? Bin FK in einen DAX Konzern, deshalb noch nicht viele Erfahrungen mit BC zur eigenen Person. VG und danke!

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 29.06.2021:

Mit StB oder WP wird jeder Manager der freiwillig bei der Big 4 bleibt.
Ob es einem Wert ist, 45h die Woche für 75k zu buckeln, muss jeder für sich entscheiden.

also da gibt es nur wenige bessere und sehr viele schlechtere Deals

antworten
Voice of Reason

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Edit:
glatt vergessen.
Idealerweise machst Du noch eine back-of-an-envelope Business Case Kalkulation, iSv. "ich traue mir zu, mit "meinen Themen" bei "meinen Kunden" 3 Berater Vollzeit + mich hälftig auszulasten, daher rechne ich dem Case ein konservatives Potential von (3*1500EUR*180Tage) + (2000EUR * 90Tage) = 990.000EUR.
Klar, das ist hypothetisch, aber zeigt gut, dass Du den Markt und das Potential einschätzen kannst.
Ist in den Gesprächen bei uns immer sehr gut angekommen.
Wohlwissend - auf Level Manager oder Senior Manager ist das eh hypothetisch, da Du weder Themen-, noch Kunden-, noch Staffinghoheit hast.

Voice of Reason schrieb am 29.06.2021:

Client: mit was für Themen will ich bei welchen Kunden Geschäft machen. Bonusfrage: welche Kunden X würden mich bei Problem Y anrufen, um nach meiner Meinung zu fragen?

People: a) mit was für Leuten will ich o.g. Themen und Kunden bedienen (Skillset - methodisch, wie fachlich)
b) als was für eine Art Führungskraft sehe ich mich (Micromanagement vs. MBO, Fehlerkultur, Fordern & Fördern, ...)

Firm: wie will ich die Firma intern weiterbringen? Will ich im Recruiting mitmachen, will ich Produktentwicklung zum Thema y betreiben, will ich im Accountmanagement von Kunde x mitmachen, will ich Artikel schreiben, will ich Personalvorgesetzter werden, ...

Hope that helps!

GuyWithQuestions schrieb am 27.06.2021:

Hallo zusammen,

Ich habe in 2 Wochen ein Bewerbungsgespräch für eine SM Stelle bei einer der Big 4. Dafür soll ich einen Business Case über mich selbst vorbereiten mit der Struktur „Client, People & Firm“. Habt ihr hier Erfahrungen? Habe es jetzt so interpretiert: Client > Was bring ich an Kunden mit und welche Skills von mir sind für pot Kunden relevant. People > meine Skills und Mehrwert für Team. Firm > hier bin ich noch relativ blank. Ich würde bisschen auf den Mehrwert für die Service line eingehen und welche Themen ich treiben würde.

Was denkt ihr? Hat jemand von euch damit Erfahrung? Bin FK in einen DAX Konzern, deshalb noch nicht viele Erfahrungen mit BC zur eigenen Person. VG und danke!

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 29.06.2021:

Mit StB oder WP wird jeder Manager der freiwillig bei der Big 4 bleibt.
Ob es einem Wert ist, 45h die Woche für 75k zu buckeln, muss jeder für sich entscheiden.

Ich kenne im Audit (KPMG) keinen Manager, der nur 45h arbeitet. Im schlimmsten Fall hat man nicht nur Mandanten mit Stichtag 31.12., sondern auch 30.06. und 30.09.!
Würde die Arbeitszeit der Manager im Jahresdurchschnitt auf 55h-60h/Woche schätzen. Gehalt dürfte etwas höher als 75k liegen, so ca. 80-120k. Senior Manager eher Richtung 120k, Manager Richtung 100k.
Rein vom Stundenlohn eher nicht erstrebenswert. Überstundenregelungen etc existieren auf diesem Level nicht.

antworten
GuyWithQuestions

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Hi Voice of Reason, Vielen Dank für deine ausführliche Antworten. Das hilft mir sehr weiter! Ich berichte nach dem Interview, ob noch andere Themen von Interesse waren. Viele Grüße

Voice of Reason schrieb am 29.06.2021:

Edit:
glatt vergessen.
Idealerweise machst Du noch eine back-of-an-envelope Business Case Kalkulation, iSv. "ich traue mir zu, mit "meinen Themen" bei "meinen Kunden" 3 Berater Vollzeit + mich hälftig auszulasten, daher rechne ich dem Case ein konservatives Potential von (3*1500EUR*180Tage) + (2000EUR * 90Tage) = 990.000EUR.
Klar, das ist hypothetisch, aber zeigt gut, dass Du den Markt und das Potential einschätzen kannst.
Ist in den Gesprächen bei uns immer sehr gut angekommen.
Wohlwissend - auf Level Manager oder Senior Manager ist das eh hypothetisch, da Du weder Themen-, noch Kunden-, noch Staffinghoheit hast.

Voice of Reason schrieb am 29.06.2021:

Client: mit was für Themen will ich bei welchen Kunden Geschäft machen. Bonusfrage: welche Kunden X würden mich bei Problem Y anrufen, um nach meiner Meinung zu fragen?

People: a) mit was für Leuten will ich o.g. Themen und Kunden bedienen (Skillset - methodisch, wie fachlich)
b) als was für eine Art Führungskraft sehe ich mich (Micromanagement vs. MBO, Fehlerkultur, Fordern & Fördern, ...)

Firm: wie will ich die Firma intern weiterbringen? Will ich im Recruiting mitmachen, will ich Produktentwicklung zum Thema y betreiben, will ich im Accountmanagement von Kunde x mitmachen, will ich Artikel schreiben, will ich Personalvorgesetzter werden, ...

Hope that helps!

GuyWithQuestions schrieb am 27.06.2021:

Hallo zusammen,

Ich habe in 2 Wochen ein Bewerbungsgespräch für eine SM Stelle bei einer der Big 4. Dafür soll ich einen Business Case über mich selbst vorbereiten mit der Struktur „Client, People & Firm“. Habt ihr hier Erfahrungen? Habe es jetzt so interpretiert: Client > Was bring ich an Kunden mit und welche Skills von mir sind für pot Kunden relevant. People > meine Skills und Mehrwert für Team. Firm > hier bin ich noch relativ blank. Ich würde bisschen auf den Mehrwert für die Service line eingehen und welche Themen ich treiben würde.

Was denkt ihr? Hat jemand von euch damit Erfahrung? Bin FK in einen DAX Konzern, deshalb noch nicht viele Erfahrungen mit BC zur eigenen Person. VG und danke!

antworten
Voice of Reason

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Gerne - viel Erfolg!

GuyWithQuestions schrieb am 29.06.2021:

Hi Voice of Reason, Vielen Dank für deine ausführliche Antworten. Das hilft mir sehr weiter! Ich berichte nach dem Interview, ob noch andere Themen von Interesse waren. Viele Grüße

Voice of Reason schrieb am 29.06.2021:

Edit:
glatt vergessen.
Idealerweise machst Du noch eine back-of-an-envelope Business Case Kalkulation, iSv. "ich traue mir zu, mit "meinen Themen" bei "meinen Kunden" 3 Berater Vollzeit + mich hälftig auszulasten, daher rechne ich dem Case ein konservatives Potential von (3*1500EUR*180Tage) + (2000EUR * 90Tage) = 990.000EUR.
Klar, das ist hypothetisch, aber zeigt gut, dass Du den Markt und das Potential einschätzen kannst.
Ist in den Gesprächen bei uns immer sehr gut angekommen.
Wohlwissend - auf Level Manager oder Senior Manager ist das eh hypothetisch, da Du weder Themen-, noch Kunden-, noch Staffinghoheit hast.

Voice of Reason schrieb am 29.06.2021:

Client: mit was für Themen will ich bei welchen Kunden Geschäft machen. Bonusfrage: welche Kunden X würden mich bei Problem Y anrufen, um nach meiner Meinung zu fragen?

People: a) mit was für Leuten will ich o.g. Themen und Kunden bedienen (Skillset - methodisch, wie fachlich)
b) als was für eine Art Führungskraft sehe ich mich (Micromanagement vs. MBO, Fehlerkultur, Fordern & Fördern, ...)

Firm: wie will ich die Firma intern weiterbringen? Will ich im Recruiting mitmachen, will ich Produktentwicklung zum Thema y betreiben, will ich im Accountmanagement von Kunde x mitmachen, will ich Artikel schreiben, will ich Personalvorgesetzter werden, ...

Hope that helps!

GuyWithQuestions schrieb am 27.06.2021:

Hallo zusammen,

Ich habe in 2 Wochen ein Bewerbungsgespräch für eine SM Stelle bei einer der Big 4. Dafür soll ich einen Business Case über mich selbst vorbereiten mit der Struktur „Client, People & Firm“. Habt ihr hier Erfahrungen? Habe es jetzt so interpretiert: Client > Was bring ich an Kunden mit und welche Skills von mir sind für pot Kunden relevant. People > meine Skills und Mehrwert für Team. Firm > hier bin ich noch relativ blank. Ich würde bisschen auf den Mehrwert für die Service line eingehen und welche Themen ich treiben würde.

Was denkt ihr? Hat jemand von euch damit Erfahrung? Bin FK in einen DAX Konzern, deshalb noch nicht viele Erfahrungen mit BC zur eigenen Person. VG und danke!

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 29.06.2021:

Mit StB oder WP wird jeder Manager der freiwillig bei der Big 4 bleibt.
Ob es einem Wert ist, 45h die Woche für 75k zu buckeln, muss jeder für sich entscheiden.

Ich kenne im Audit (KPMG) keinen Manager, der nur 45h arbeitet. Im schlimmsten Fall hat man nicht nur Mandanten mit Stichtag 31.12., sondern auch 30.06. und 30.09.!
Würde die Arbeitszeit der Manager im Jahresdurchschnitt auf 55h-60h/Woche schätzen. Gehalt dürfte etwas höher als 75k liegen, so ca. 80-120k. Senior Manager eher Richtung 120k, Manager Richtung 100k.
Rein vom Stundenlohn eher nicht erstrebenswert. Überstundenregelungen etc existieren auf diesem Level nicht.

PwC im Bereich Robotic Process Automation:

  1. Jahr Manager: 71.400 fix + ca. 20% Bonus Zielgehalt => 85.000
    Bei krasser Outperformance kanns auch im 1. Jahr bis nahezu 100k gehen, allerdings sehr unrealistisch, das zu erreichen.

Danach steigt das Gehalt schneller als auf den vorherigen Stufen. Wenn nicht im zweiten, dann spätestens im dritten Jahr wird der Großteil dann beim Zielgehalt definitiv über 100k liegen.

Arbeitszeit dürfte in meinem Bereich nicht wesentlich über 45h liegen; zumindest auf das ganze Jahr gesehen.

antworten
Big4 Auditor

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 29.06.2021:

Ich kenne im Audit (KPMG) keinen Manager, der nur 45h arbeitet. Im schlimmsten Fall hat man nicht nur Mandanten mit Stichtag 31.12., sondern auch 30.06. und 30.09.!
Würde die Arbeitszeit der Manager im Jahresdurchschnitt auf 55h-60h/Woche schätzen.

Wenn das bei euch im Team so extrem ist, dann tun mir die Berufskollegen leid - aber normal ist das nicht.

Ein Schnitt von 45h bedeutet inkl. Feiertagen und Urlaub mehr als 200 Überstunden. Das ist als Manager sicherlich nicht unrealistisch viel, ja.

Ein Schnitt von 55 Stunden wären so grob bei 650 Überstunden. Das ist zumindest bei uns (ebenfalls Big4-Audit) absurd übertrieben.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 29.06.2021:

Mit StB oder WP wird jeder Manager der freiwillig bei der Big 4 bleibt.
Ob es einem Wert ist, 45h die Woche für 75k zu buckeln, muss jeder für sich entscheiden.

Ich kenne im Audit (KPMG) keinen Manager, der nur 45h arbeitet. Im schlimmsten Fall hat man nicht nur Mandanten mit Stichtag 31.12., sondern auch 30.06. und 30.09.!
Würde die Arbeitszeit der Manager im Jahresdurchschnitt auf 55h-60h/Woche schätzen. Gehalt dürfte etwas höher als 75k liegen, so ca. 80-120k. Senior Manager eher Richtung 120k, Manager Richtung 100k.
Rein vom Stundenlohn eher nicht erstrebenswert. Überstundenregelungen etc existieren auf diesem Level nicht.

Aber wieso ist das so? Wieso kann der Manager nicht sagen, dass er z.B. nach 45h keine Lust mehr hat, sich weiter für umsonst zu verkaufen?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Wie ist es genau gemeint, dass manager/senior manager weder themen-, noch staffing-, noch kundenhoheit haben? Würde mich über eine Rückmeldung freuen.

Voice of Reason schrieb am 29.06.2021:

Edit:
glatt vergessen.
Idealerweise machst Du noch eine back-of-an-envelope Business Case Kalkulation, iSv. "ich traue mir zu, mit "meinen Themen" bei "meinen Kunden" 3 Berater Vollzeit + mich hälftig auszulasten, daher rechne ich dem Case ein konservatives Potential von (3*1500EUR*180Tage) + (2000EUR * 90Tage) = 990.000EUR.
Klar, das ist hypothetisch, aber zeigt gut, dass Du den Markt und das Potential einschätzen kannst.
Ist in den Gesprächen bei uns immer sehr gut angekommen.
Wohlwissend - auf Level Manager oder Senior Manager ist das eh hypothetisch, da Du weder Themen-, noch Kunden-, noch Staffinghoheit hast.

Voice of Reason schrieb am 29.06.2021:

Client: mit was für Themen will ich bei welchen Kunden Geschäft machen. Bonusfrage: welche Kunden X würden mich bei Problem Y anrufen, um nach meiner Meinung zu fragen?

People: a) mit was für Leuten will ich o.g. Themen und Kunden bedienen (Skillset - methodisch, wie fachlich)
b) als was für eine Art Führungskraft sehe ich mich (Micromanagement vs. MBO, Fehlerkultur, Fordern & Fördern, ...)

Firm: wie will ich die Firma intern weiterbringen? Will ich im Recruiting mitmachen, will ich Produktentwicklung zum Thema y betreiben, will ich im Accountmanagement von Kunde x mitmachen, will ich Artikel schreiben, will ich Personalvorgesetzter werden, ...

Hope that helps!

GuyWithQuestions schrieb am 27.06.2021:

Hallo zusammen,

Ich habe in 2 Wochen ein Bewerbungsgespräch für eine SM Stelle bei einer der Big 4. Dafür soll ich einen Business Case über mich selbst vorbereiten mit der Struktur „Client, People & Firm“. Habt ihr hier Erfahrungen? Habe es jetzt so interpretiert: Client > Was bring ich an Kunden mit und welche Skills von mir sind für pot Kunden relevant. People > meine Skills und Mehrwert für Team. Firm > hier bin ich noch relativ blank. Ich würde bisschen auf den Mehrwert für die Service line eingehen und welche Themen ich treiben würde.

Was denkt ihr? Hat jemand von euch damit Erfahrung? Bin FK in einen DAX Konzern, deshalb noch nicht viele Erfahrungen mit BC zur eigenen Person. VG und danke!

antworten
Voice of Reason

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Das heißt, dass Du auch als Manager und Senior Manager (in erster Linie ausserhalb von Audit) genau die Themen bearbeitest und zu den Kunden gehst und die Mitarbeiter dafür nimmst, die dir vom Partner genannt werden.

Ggfs. kannst Du beim Staffing ein bisschen beeinflussen, aber letzten Endes musst du nehmen was entweder verfügbar ist oder was Dir gegeben wird.

WiWi Gast schrieb am 29.06.2021:

Wie ist es genau gemeint, dass manager/senior manager weder themen-, noch staffing-, noch kundenhoheit haben? Würde mich über eine Rückmeldung freuen.

Voice of Reason schrieb am 29.06.2021:

Edit:
glatt vergessen.
Idealerweise machst Du noch eine back-of-an-envelope Business Case Kalkulation, iSv. "ich traue mir zu, mit "meinen Themen" bei "meinen Kunden" 3 Berater Vollzeit + mich hälftig auszulasten, daher rechne ich dem Case ein konservatives Potential von (3*1500EUR*180Tage) + (2000EUR * 90Tage) = 990.000EUR.
Klar, das ist hypothetisch, aber zeigt gut, dass Du den Markt und das Potential einschätzen kannst.
Ist in den Gesprächen bei uns immer sehr gut angekommen.
Wohlwissend - auf Level Manager oder Senior Manager ist das eh hypothetisch, da Du weder Themen-, noch Kunden-, noch Staffinghoheit hast.

Voice of Reason schrieb am 29.06.2021:

Client: mit was für Themen will ich bei welchen Kunden Geschäft machen. Bonusfrage: welche Kunden X würden mich bei Problem Y anrufen, um nach meiner Meinung zu fragen?

People: a) mit was für Leuten will ich o.g. Themen und Kunden bedienen (Skillset - methodisch, wie fachlich)
b) als was für eine Art Führungskraft sehe ich mich (Micromanagement vs. MBO, Fehlerkultur, Fordern & Fördern, ...)

Firm: wie will ich die Firma intern weiterbringen? Will ich im Recruiting mitmachen, will ich Produktentwicklung zum Thema y betreiben, will ich im Accountmanagement von Kunde x mitmachen, will ich Artikel schreiben, will ich Personalvorgesetzter werden, ...

Hope that helps!

GuyWithQuestions schrieb am 27.06.2021:

Hallo zusammen,

Ich habe in 2 Wochen ein Bewerbungsgespräch für eine SM Stelle bei einer der Big 4. Dafür soll ich einen Business Case über mich selbst vorbereiten mit der Struktur „Client, People & Firm“. Habt ihr hier Erfahrungen? Habe es jetzt so interpretiert: Client > Was bring ich an Kunden mit und welche Skills von mir sind für pot Kunden relevant. People > meine Skills und Mehrwert für Team. Firm > hier bin ich noch relativ blank. Ich würde bisschen auf den Mehrwert für die Service line eingehen und welche Themen ich treiben würde.

Was denkt ihr? Hat jemand von euch damit Erfahrung? Bin FK in einen DAX Konzern, deshalb noch nicht viele Erfahrungen mit BC zur eigenen Person. VG und danke!

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Manager werden ist die eine Sache, ist es die andere, es auch zu bleiben?

Könnte jemand berichten was passiert wenn man Ziele nicht erreicht, projekte schief laufen oder Mitarbeiter und Kunden unzufrieden sind?

Wird einem dann nahe gelegt zu gehen, fliegt man raus oder passiert einfach gar nichts?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Was soll dann passieren? Man bekommt vielleicht ein paar Prozente weniger Tantieme, keine Aussicht auf weitere Beförderung aber das wars. Ich habe schon Senior Manager gesehen, die von Projekt zu Projekt geschoben wurden, weil sie eins nach dem vergeigt haben. Gehaltsanpassungen und Tantieme gabs trotzdem. Bei einem auch nach vielen Jahren die SM Beförderung, einfach weil er nicht mehr ins Managergefüge gepasst hat.

Dennoch muss ich sagen, dass es zwar eine Menge schräger Vögel auf M oder SM Niveau gibt, aber irgendwie trotzdem die Arbeit am Ende des Tages (irgendwie) erledigt wurde. Das liegt dann zwar in der Regel an ambitionierten Staffs, reicht aber aus, dass die Partner keine Fragen stellen.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2021:

Manager werden ist die eine Sache, ist es die andere, es auch zu bleiben?

Könnte jemand berichten was passiert wenn man Ziele nicht erreicht, projekte schief laufen oder Mitarbeiter und Kunden unzufrieden sind?

Wird einem dann nahe gelegt zu gehen, fliegt man raus oder passiert einfach gar nichts?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Heisst wenn man einmal manager ist, kann einem eh nichts mehr passieren?

WiWi Gast schrieb am 11.07.2021:

Was soll dann passieren? Man bekommt vielleicht ein paar Prozente weniger Tantieme, keine Aussicht auf weitere Beförderung aber das wars. Ich habe schon Senior Manager gesehen, die von Projekt zu Projekt geschoben wurden, weil sie eins nach dem vergeigt haben. Gehaltsanpassungen und Tantieme gabs trotzdem. Bei einem auch nach vielen Jahren die SM Beförderung, einfach weil er nicht mehr ins Managergefüge gepasst hat.

Dennoch muss ich sagen, dass es zwar eine Menge schräger Vögel auf M oder SM Niveau gibt, aber irgendwie trotzdem die Arbeit am Ende des Tages (irgendwie) erledigt wurde. Das liegt dann zwar in der Regel an ambitionierten Staffs, reicht aber aus, dass die Partner keine Fragen stellen.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2021:

Manager werden ist die eine Sache, ist es die andere, es auch zu bleiben?

Könnte jemand berichten was passiert wenn man Ziele nicht erreicht, projekte schief laufen oder Mitarbeiter und Kunden unzufrieden sind?

Wird einem dann nahe gelegt zu gehen, fliegt man raus oder passiert einfach gar nichts?

antworten
Voice of Reason

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Wir haben zu meiner Zeit einige Male gezielt den Ausstieg einiger Manager und Senior Manager herbeigeführt, manchmal durch klare Gespräche („es passt nicht. Du wirst hier nix mehr, wir helfen dir gerne bei der Suche nach Alternativen“) und wenn das nicht gefruchtet hat dann auch mit finanziellen Anreizen in Form von Abfindungen.

Unabhängig davon, es kann typischerweise niemandem gekündigt werden. Wer nicht gehen will, den wird man nicht los.
Und ja, das ist ein Problem.
Gleiches gilt auch für Partner.
Die wirst du nur als Anteilseigner noch schwerer los - daher ist auch die Hürde so hoch in den Kreis aufgenommen zu werden.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2021:

Manager werden ist die eine Sache, ist es die andere, es auch zu bleiben?

Könnte jemand berichten was passiert wenn man Ziele nicht erreicht, projekte schief laufen oder Mitarbeiter und Kunden unzufrieden sind?

Wird einem dann nahe gelegt zu gehen, fliegt man raus oder passiert einfach gar nichts?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

"daher ist auch die Hürde so hoch in den Kreis aufgenommen zu werden."- außer natürlich Du kommst von Außen :-)

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Wir haben zu meiner Zeit einige Male gezielt den Ausstieg einiger Manager und Senior Manager herbeigeführt, manchmal durch klare Gespräche („es passt nicht. Du wirst hier nix mehr, wir helfen dir gerne bei der Suche nach Alternativen“) und wenn das nicht gefruchtet hat dann auch mit finanziellen Anreizen in Form von Abfindungen.

Unabhängig davon, es kann typischerweise niemandem gekündigt werden. Wer nicht gehen will, den wird man nicht los.
Und ja, das ist ein Problem.
Gleiches gilt auch für Partner.
Die wirst du nur als Anteilseigner noch schwerer los - daher ist auch die Hürde so hoch in den Kreis aufgenommen zu werden.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2021:

Manager werden ist die eine Sache, ist es die andere, es auch zu bleiben?

Könnte jemand berichten was passiert wenn man Ziele nicht erreicht, projekte schief laufen oder Mitarbeiter und Kunden unzufrieden sind?

Wird einem dann nahe gelegt zu gehen, fliegt man raus oder passiert einfach gar nichts?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Das ist ja auch der Grund warum immer mehr Beratungsunternehmen eine Stufe vor die Equity Partnerschaft einfügen. Quasi eine Art „Salary Partner“. Beste Beispiele hierfür sind BCG, EY, SKP. Der Trend ist so deutlich erkennbar und bietet so viele Vorteile, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die anderen Beratungen nachziehen. So ist es dann auch einfacher Partner wieder loszuwerden. Ich kenne einige Big 4, bei denen der Vorstand/Geschäftsführung hinter vorgehaltener Hand sagt, dass 20 bis 25 Prozent der Partner keinen Mehrwert für die Beratungsgesellschaft bringen und man froh wäre diese Kollegen loszuwerden.

Die Big 4 gehen aber auf allen Level (auch SM/M) sehr wohlwollend mit den Mitarbeitern um, die keine Leistung bringen. Andere Beratungen erhöhen den Druck da schon sehr viel deutlicher, wenn es nicht läuft und sind auch viel proaktiver was Abfindungen angeht.

Das Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Wir haben zu meiner Zeit einige Male gezielt den Ausstieg einiger Manager und Senior Manager herbeigeführt, manchmal durch klare Gespräche („es passt nicht. Du wirst hier nix mehr, wir helfen dir gerne bei der Suche nach Alternativen“) und wenn das nicht gefruchtet hat dann auch mit finanziellen Anreizen in Form von Abfindungen.

Unabhängig davon, es kann typischerweise niemandem gekündigt werden. Wer nicht gehen will, den wird man nicht los.
Und ja, das ist ein Problem.
Gleiches gilt auch für Partner.
Die wirst du nur als Anteilseigner noch schwerer los - daher ist auch die Hürde so hoch in den Kreis aufgenommen zu werden.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2021:

Manager werden ist die eine Sache, ist es die andere, es auch zu bleiben?

Könnte jemand berichten was passiert wenn man Ziele nicht erreicht, projekte schief laufen oder Mitarbeiter und Kunden unzufrieden sind?

Wird einem dann nahe gelegt zu gehen, fliegt man raus oder passiert einfach gar nichts?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Was waren die Gründe für diese Gespräche? Was haben die Manager falsch gemacht?

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Wir haben zu meiner Zeit einige Male gezielt den Ausstieg einiger Manager und Senior Manager herbeigeführt, manchmal durch klare Gespräche („es passt nicht. Du wirst hier nix mehr, wir helfen dir gerne bei der Suche nach Alternativen“) und wenn das nicht gefruchtet hat dann auch mit finanziellen Anreizen in Form von Abfindungen.

Unabhängig davon, es kann typischerweise niemandem gekündigt werden. Wer nicht gehen will, den wird man nicht los.
Und ja, das ist ein Problem.
Gleiches gilt auch für Partner.
Die wirst du nur als Anteilseigner noch schwerer los - daher ist auch die Hürde so hoch in den Kreis aufgenommen zu werden.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2021:

Manager werden ist die eine Sache, ist es die andere, es auch zu bleiben?

Könnte jemand berichten was passiert wenn man Ziele nicht erreicht, projekte schief laufen oder Mitarbeiter und Kunden unzufrieden sind?

Wird einem dann nahe gelegt zu gehen, fliegt man raus oder passiert einfach gar nichts?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Kann man als Assistant gekündigt werden, wenn man alles fakturiert, Dienst nach Vorschrift macht und sonst keine HiPo-Ambitionen vorzeigt?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

andere Beratungen haben auch keinen Betriebsrat.. da sind Big4 schon die Ausnahme

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 12.07.2021:

Kann man als Assistant gekündigt werden, wenn man alles fakturiert, Dienst nach Vorschrift macht und sonst keine HiPo-Ambitionen vorzeigt?

nein

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 12.07.2021:

Kann man als Assistant gekündigt werden, wenn man alles fakturiert, Dienst nach Vorschrift macht und sonst keine HiPo-Ambitionen vorzeigt?

Nein, so eine Kündigung ist rechtlich völlig aussichtslos.

antworten
Voice of Reason

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Bekanntermaßen ist das leider korrekt...
und je höher der Level, desto niedriger scheint die Hürde zu sein.
Fast aber auch nachvollziehbar, denn wenn man in einer anderen Big4 es bis zum Partner geschafft hat, wird bei einer anderen Big4 einfach recht pauschal angenommen, dass es auch dort passt.

Mit desaströsen Effekten...

WiWi Gast schrieb am 12.07.2021:

"daher ist auch die Hürde so hoch in den Kreis aufgenommen zu werden."- außer natürlich Du kommst von Außen :-)

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Wir haben zu meiner Zeit einige Male gezielt den Ausstieg einiger Manager und Senior Manager herbeigeführt, manchmal durch klare Gespräche („es passt nicht. Du wirst hier nix mehr, wir helfen dir gerne bei der Suche nach Alternativen“) und wenn das nicht gefruchtet hat dann auch mit finanziellen Anreizen in Form von Abfindungen.

Unabhängig davon, es kann typischerweise niemandem gekündigt werden. Wer nicht gehen will, den wird man nicht los.
Und ja, das ist ein Problem.
Gleiches gilt auch für Partner.
Die wirst du nur als Anteilseigner noch schwerer los - daher ist auch die Hürde so hoch in den Kreis aufgenommen zu werden.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2021:

Manager werden ist die eine Sache, ist es die andere, es auch zu bleiben?

Könnte jemand berichten was passiert wenn man Ziele nicht erreicht, projekte schief laufen oder Mitarbeiter und Kunden unzufrieden sind?

Wird einem dann nahe gelegt zu gehen, fliegt man raus oder passiert einfach gar nichts?

antworten
Voice of Reason

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Du kannst generell nicht gekündigt werden, wenn Du nicht gerade Reisekostenbetrug begehst, mutwillig IT-Securitybreaches herbeiführst und sonstwie irgendwo zwischen grob fahrlässigem und mutwilligem Mist baust!

WiWi Gast schrieb am 12.07.2021:

Kann man als Assistant gekündigt werden, wenn man alles fakturiert, Dienst nach Vorschrift macht und sonst keine HiPo-Ambitionen vorzeigt?

nein

antworten
Voice of Reason

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Ich habs gerade noch mal rekapituliert.
Tatsächlich waren es zu 100% Leute, die als Manager oder Senior Manager von außen eingestellt wurden und sich offensichtlich irgendwie durch den Prozess geschummelt haben bzw es geschafft haben, ihre echt schwachen Seite gekonnt zu überdecken.

Teilweise war es tatsächlich der Persönlichkeit geschuldet. Insbesondere bei Leuten, die irgendwo in der Bankenwelt Projektleiter oder Productowner waren und dann als M/SM eingestellt wurden... das ist einige Male brutal vor die Wand gefahren.

Die sind einfach nicht klar gekommen mit dem Thema "Customer Relationship Management", mit dem Akquiseprozess und dem dahinterstehenden Druck (und der permanenten Notwendigkeit, akquisitorisch tätig zu sein).

Genauso gabs aber auch Leute, die sich einfach intellektuell und methodisch als Leerverkauf präsentiert haben ohne die Fähigkeit, dieses Gap schnell wieder selbständig aufzufüllen.

Ich kann mich aber an keinen einzigen Fall erinnern, wo jemand durch "die eigene Schule" gegangen ist, Manager geworden ist und dann anschließend gebeten worden ist, zu gehen.

WiWi Gast schrieb am 12.07.2021:

Was waren die Gründe für diese Gespräche? Was haben die Manager falsch gemacht?

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Wir haben zu meiner Zeit einige Male gezielt den Ausstieg einiger Manager und Senior Manager herbeigeführt, manchmal durch klare Gespräche („es passt nicht. Du wirst hier nix mehr, wir helfen dir gerne bei der Suche nach Alternativen“) und wenn das nicht gefruchtet hat dann auch mit finanziellen Anreizen in Form von Abfindungen.

Unabhängig davon, es kann typischerweise niemandem gekündigt werden. Wer nicht gehen will, den wird man nicht los.
Und ja, das ist ein Problem.
Gleiches gilt auch für Partner.
Die wirst du nur als Anteilseigner noch schwerer los - daher ist auch die Hürde so hoch in den Kreis aufgenommen zu werden.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2021:

Manager werden ist die eine Sache, ist es die andere, es auch zu bleiben?

Könnte jemand berichten was passiert wenn man Ziele nicht erreicht, projekte schief laufen oder Mitarbeiter und Kunden unzufrieden sind?

Wird einem dann nahe gelegt zu gehen, fliegt man raus oder passiert einfach gar nichts?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

+1 endlich spricht es mal jemand aus!

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Ich habs gerade noch mal rekapituliert.
Tatsächlich waren es zu 100% Leute, die als Manager oder Senior Manager von außen eingestellt wurden und sich offensichtlich irgendwie durch den Prozess geschummelt haben bzw es geschafft haben, ihre echt schwachen Seite gekonnt zu überdecken.

Teilweise war es tatsächlich der Persönlichkeit geschuldet. Insbesondere bei Leuten, die irgendwo in der Bankenwelt Projektleiter oder Productowner waren und dann als M/SM eingestellt wurden... das ist einige Male brutal vor die Wand gefahren.

Die sind einfach nicht klar gekommen mit dem Thema "Customer Relationship Management", mit dem Akquiseprozess und dem dahinterstehenden Druck (und der permanenten Notwendigkeit, akquisitorisch tätig zu sein).

Genauso gabs aber auch Leute, die sich einfach intellektuell und methodisch als Leerverkauf präsentiert haben ohne die Fähigkeit, dieses Gap schnell wieder selbständig aufzufüllen.

Ich kann mich aber an keinen einzigen Fall erinnern, wo jemand durch "die eigene Schule" gegangen ist, Manager geworden ist und dann anschließend gebeten worden ist, zu gehen.

WiWi Gast schrieb am 12.07.2021:

Was waren die Gründe für diese Gespräche? Was haben die Manager falsch gemacht?

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Wir haben zu meiner Zeit einige Male gezielt den Ausstieg einiger Manager und Senior Manager herbeigeführt, manchmal durch klare Gespräche („es passt nicht. Du wirst hier nix mehr, wir helfen dir gerne bei der Suche nach Alternativen“) und wenn das nicht gefruchtet hat dann auch mit finanziellen Anreizen in Form von Abfindungen.

Unabhängig davon, es kann typischerweise niemandem gekündigt werden. Wer nicht gehen will, den wird man nicht los.
Und ja, das ist ein Problem.
Gleiches gilt auch für Partner.
Die wirst du nur als Anteilseigner noch schwerer los - daher ist auch die Hürde so hoch in den Kreis aufgenommen zu werden.

WiWi Gast schrieb am 11.07.2021:

Manager werden ist die eine Sache, ist es die andere, es auch zu bleiben?

Könnte jemand berichten was passiert wenn man Ziele nicht erreicht, projekte schief laufen oder Mitarbeiter und Kunden unzufrieden sind?

Wird einem dann nahe gelegt zu gehen, fliegt man raus oder passiert einfach gar nichts?

antworten
Big4 Auditor

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Ich habs gerade noch mal rekapituliert.
Tatsächlich waren es zu 100% Leute, die als Manager oder Senior Manager von außen eingestellt wurden und sich offensichtlich irgendwie durch den Prozess geschummelt haben bzw es geschafft haben, ihre echt schwachen Seite gekonnt zu überdecken.

[...]

Ich kann mich aber an keinen einzigen Fall erinnern, wo jemand durch "die eigene Schule" gegangen ist, Manager geworden ist und dann anschließend gebeten worden ist, zu gehen.

Diese Erfahrungen kann ich so für Senior Manager bestätigen. Bei den Managern hingegen hatten wir es im Audit durchaus, dass Kollegen befördert wurden, die sich gerade im WP-Examen befanden, nicht bestanden haben, und dann gesagt haben, sie probieren es nicht nochmal.

Denen wurde zwar nicht direkt ein Abschied nahegelegt, aber man hat ihnen durchaus deutlich zu verstehen gegeben, dass es eben doch einen Manager mit und einen Manager ohne Examen im Audit gibt.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Big4 Auditor schrieb am 13.07.2021:

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Ich habs gerade noch mal rekapituliert.
Tatsächlich waren es zu 100% Leute, die als Manager oder Senior Manager von außen eingestellt wurden und sich offensichtlich irgendwie durch den Prozess geschummelt haben bzw es geschafft haben, ihre echt schwachen Seite gekonnt zu überdecken.

[...]

Ich kann mich aber an keinen einzigen Fall erinnern, wo jemand durch "die eigene Schule" gegangen ist, Manager geworden ist und dann anschließend gebeten worden ist, zu gehen.

Diese Erfahrungen kann ich so für Senior Manager bestätigen. Bei den Managern hingegen hatten wir es im Audit durchaus, dass Kollegen befördert wurden, die sich gerade im WP-Examen befanden, nicht bestanden haben, und dann gesagt haben, sie probieren es nicht nochmal.

Denen wurde zwar nicht direkt ein Abschied nahegelegt, aber man hat ihnen durchaus deutlich zu verstehen gegeben, dass es eben doch einen Manager mit und einen Manager ohne Examen im Audit gibt.

Kannst du etwas dazu sagen, wie Akquise im Audit abläuft? Das wird sich ja wahrscheinlich sehr deutlich von Advisory unterscheiden, ist „richtige“ Akquise überhaupt nötig und möglich, denn letztlich ist es ja überall die gleiche Dienstleistung und die Entscheidung fällt hauptsächlich über den Preis, oder?

antworten
Big4 Auditor

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 13.07.2021:

Kannst du etwas dazu sagen, wie Akquise im Audit abläuft? Das wird sich ja wahrscheinlich sehr deutlich von Advisory unterscheiden, ist „richtige“ Akquise überhaupt nötig und möglich, denn letztlich ist es ja überall die gleiche Dienstleistung und die Entscheidung fällt hauptsächlich über den Preis, oder?

Generell läuft es natürlich anders bei kleinen Mandanten (der Bekannte eines Bekannten kommt auf einen zu; der Mandant fragt von sich aus eine Prüfung an) als bei großen Mandaten (ein DAX-Mandat gibt bekannt, dass man neu ausschreibt).

Das eigentliche Werben um den Mandanten läuft zwar auch (und deutlich) über den Preis, aber bei weitem nicht NUR. Man muss auch gut begründen können, warum man die geeignete Expertise hat und wie man eine effiziente Prüfung zügig durchführen kann. Der beste Preis bringt dem Mandanten nichts, wenn dann ein überfordertes Prüfungsteam die Deadlines nicht halten kann.

Man präsentiert entsprechend im Rahmen des Proposals das eigene Know-How, die Größe und Vielseitigkeit des geplanten Teams, Tools die in der Prüfung eingesetzt werden sollen, die geplante Prüfungsstrategie (insb. zeitliche Abläufe von Vorprüfung und Hauptprüfung) und ggf. noch einen Ausblick, was man über die Prüfung hinaus als Zusatzmehrwert bringen kann. Letzteres häufig in Form von "unser technisches Analysetool ermittelt und plausibilisiert gewisse Unternehmenskennzahlen, die für Ihre Steuerung und Überwachung auch interessant sein könnten".

Diese Kombination aus Know-How, Kapazitäten und technischen Lösungen ist ja auch einer der zentralen Gründe für die Dominanz der Big4 (zum einen wegen tatsächlicher Qualität zum anderen, weil sie in der Außenwahrnehmung mit dieser Qualität assoziiert werden). Einfach nur billigere Dienstleistungen anbieten könnte ja auch ein Wald-und-Wiesen-WP, der auf Marge verzichtet. Man würde ihm aber nicht vertrauen, dass er eine große Prüfung mit seinem Team auch tatsächlich effizient und dennoch qualitativ verlässlich stemmen kann.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Big4 Auditor schrieb am 13.07.2021:

Kannst du etwas dazu sagen, wie Akquise im Audit abläuft? Das wird sich ja wahrscheinlich sehr deutlich von Advisory unterscheiden, ist „richtige“ Akquise überhaupt nötig und möglich, denn letztlich ist es ja überall die gleiche Dienstleistung und die Entscheidung fällt hauptsächlich über den Preis, oder?

Generell läuft es natürlich anders bei kleinen Mandanten (der Bekannte eines Bekannten kommt auf einen zu; der Mandant fragt von sich aus eine Prüfung an) als bei großen Mandaten (ein DAX-Mandat gibt bekannt, dass man neu ausschreibt).

Das eigentliche Werben um den Mandanten läuft zwar auch (und deutlich) über den Preis, aber bei weitem nicht NUR. Man muss auch gut begründen können, warum man die geeignete Expertise hat und wie man eine effiziente Prüfung zügig durchführen kann. Der beste Preis bringt dem Mandanten nichts, wenn dann ein überfordertes Prüfungsteam die Deadlines nicht halten kann.

Man präsentiert entsprechend im Rahmen des Proposals das eigene Know-How, die Größe und Vielseitigkeit des geplanten Teams, Tools die in der Prüfung eingesetzt werden sollen, die geplante Prüfungsstrategie (insb. zeitliche Abläufe von Vorprüfung und Hauptprüfung) und ggf. noch einen Ausblick, was man über die Prüfung hinaus als Zusatzmehrwert bringen kann. Letzteres häufig in Form von "unser technisches Analysetool ermittelt und plausibilisiert gewisse Unternehmenskennzahlen, die für Ihre Steuerung und Überwachung auch interessant sein könnten".

Diese Kombination aus Know-How, Kapazitäten und technischen Lösungen ist ja auch einer der zentralen Gründe für die Dominanz der Big4 (zum einen wegen tatsächlicher Qualität zum anderen, weil sie in der Außenwahrnehmung mit dieser Qualität assoziiert werden). Einfach nur billigere Dienstleistungen anbieten könnte ja auch ein Wald-und-Wiesen-WP, der auf Marge verzichtet. Man würde ihm aber nicht vertrauen, dass er eine große Prüfung mit seinem Team auch tatsächlich effizient und dennoch qualitativ verlässlich stemmen kann.

Super, danke dir :)

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Kann man dieses "deutlich zu verstehen geben" auch mal klar und deutlich formulieren? Mir ist nicht so recht bewusst, was es mich als Manager ohne Examen interessiert, was mir irgendwelche Vorgesetzten "zu verstehen geben", wenn ich die ruhige Kugel schiebe und mich monatlich über mein Gehalt erfreue, ohne sonst irgendwelche großartigen Karriereambitionen zu haben.

Mehr Details bitte...

Big4 Auditor schrieb am 13.07.2021:

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Ich habs gerade noch mal rekapituliert.
Tatsächlich waren es zu 100% Leute, die als Manager oder Senior Manager von außen eingestellt wurden und sich offensichtlich irgendwie durch den Prozess geschummelt haben bzw es geschafft haben, ihre echt schwachen Seite gekonnt zu überdecken.

[...]

Ich kann mich aber an keinen einzigen Fall erinnern, wo jemand durch "die eigene Schule" gegangen ist, Manager geworden ist und dann anschließend gebeten worden ist, zu gehen.

Diese Erfahrungen kann ich so für Senior Manager bestätigen. Bei den Managern hingegen hatten wir es im Audit durchaus, dass Kollegen befördert wurden, die sich gerade im WP-Examen befanden, nicht bestanden haben, und dann gesagt haben, sie probieren es nicht nochmal.

Denen wurde zwar nicht direkt ein Abschied nahegelegt, aber man hat ihnen durchaus deutlich zu verstehen gegeben, dass es eben doch einen Manager mit und einen Manager ohne Examen im Audit gibt.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Keine Beförderung, keine Gehaltserhöhungen, geringer Bonus, keine beruflichen Qualifikationen, regelmäßiges klar negatives Feedback/ zusammengeschissen werden (können die meisten Menschen auch nicht so ab), ungeliebte Tätigkeiten (z.B. lauter Angebote schreiben statt echte Projekte zu machen, 3 Mandate parallel in der Uckermark, Niederbayern und der Pfalz) etc.

Außerdem kommt man in der Regel nicht mit 58 in diese Situation, sondern mit Anfang-Mitte 30. Es gibt sehr wenige Menschen, die sowas 25 oder 30 Jahre lang durchziehen wollen und können. Und für einen Jobwechsel wirst du nicht gerade attraktiv, wenn es in deinem CV jahrelang keine Entwicklung gibt und du die Frage nach deinen Tätigkeiten der letzten 3 Jahre mit den oben aufgeführten Themen füllst.

Soo groß dürfte bei den meisten Menschen die Freude an dem monatlichen Gehalt in dem Gesamtpaket nicht sein. Da ist eine Abfindung und ein anderer Job doch in der Regel attraktiver.

WiWi Gast schrieb am 13.07.2021:

Kann man dieses "deutlich zu verstehen geben" auch mal klar und deutlich formulieren? Mir ist nicht so recht bewusst, was es mich als Manager ohne Examen interessiert, was mir irgendwelche Vorgesetzten "zu verstehen geben", wenn ich die ruhige Kugel schiebe und mich monatlich über mein Gehalt erfreue, ohne sonst irgendwelche großartigen Karriereambitionen zu haben.

Mehr Details bitte...

Big4 Auditor schrieb am 13.07.2021:

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Ich habs gerade noch mal rekapituliert.
Tatsächlich waren es zu 100% Leute, die als Manager oder Senior Manager von außen eingestellt wurden und sich offensichtlich irgendwie durch den Prozess geschummelt haben bzw es geschafft haben, ihre echt schwachen Seite gekonnt zu überdecken.

[...]

Ich kann mich aber an keinen einzigen Fall erinnern, wo jemand durch "die eigene Schule" gegangen ist, Manager geworden ist und dann anschließend gebeten worden ist, zu gehen.

Diese Erfahrungen kann ich so für Senior Manager bestätigen. Bei den Managern hingegen hatten wir es im Audit durchaus, dass Kollegen befördert wurden, die sich gerade im WP-Examen befanden, nicht bestanden haben, und dann gesagt haben, sie probieren es nicht nochmal.

Denen wurde zwar nicht direkt ein Abschied nahegelegt, aber man hat ihnen durchaus deutlich zu verstehen gegeben, dass es eben doch einen Manager mit und einen Manager ohne Examen im Audit gibt.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 13.07.2021:

Kann man dieses "deutlich zu verstehen geben" auch mal klar und deutlich formulieren? Mir ist nicht so recht bewusst, was es mich als Manager ohne Examen interessiert, was mir irgendwelche Vorgesetzten "zu verstehen geben", wenn ich die ruhige Kugel schiebe und mich monatlich über mein Gehalt erfreue, ohne sonst irgendwelche großartigen Karriereambitionen zu haben.

Mehr Details bitte...

Big4 Auditor schrieb am 13.07.2021:

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Ich habs gerade noch mal rekapituliert.
Tatsächlich waren es zu 100% Leute, die als Manager oder Senior Manager von außen eingestellt wurden und sich offensichtlich irgendwie durch den Prozess geschummelt haben bzw es geschafft haben, ihre echt schwachen Seite gekonnt zu überdecken.

[...]

Ich kann mich aber an keinen einzigen Fall erinnern, wo jemand durch "die eigene Schule" gegangen ist, Manager geworden ist und dann anschließend gebeten worden ist, zu gehen.

Diese Erfahrungen kann ich so für Senior Manager bestätigen. Bei den Managern hingegen hatten wir es im Audit durchaus, dass Kollegen befördert wurden, die sich gerade im WP-Examen befanden, nicht bestanden haben, und dann gesagt haben, sie probieren es nicht nochmal.

Denen wurde zwar nicht direkt ein Abschied nahegelegt, aber man hat ihnen durchaus deutlich zu verstehen gegeben, dass es eben doch einen Manager mit und einen Manager ohne Examen im Audit gibt.

Gehalt wird nicht mehr so angepasst wie bei deinen Kollegen auf "gleicher" Stufe, irgendwann tut es schon weh, zumindest wäre das bei mir so wenn jüngere plötzlich mehr verdienen ohne viel Erfahrung etc.

Des Weiteren hast du als Manager meist jüngere Kollegen unter dir. Macht sicher Spaß Mitarbeiter zu beschäftigen, welche deine Aufgaben nicht erledigen wollen bzw. tun, da sie wissen das du nicht derjenige seien wirst, der sie bewertet.

Wenn dich das nicht juckt, dann kannst du aber gerne bleiben bis zu in Rente gehst.
Aber ob das dann nach ner angemessenen Beschäftigung für mehr als 1/3 deines Lebens reicht? Würde mir lieber was suchen bei dem ich Lust hab auch mal zur Arbeit zu gehen. Wäre mir wichtiger als jedes Geld.

antworten
Big4 Auditor

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 13.07.2021:

Keine Beförderung, keine Gehaltserhöhungen, geringer Bonus, keine beruflichen Qualifikationen, regelmäßiges klar negatives Feedback/ zusammengeschissen werden (können die meisten Menschen auch nicht so ab), ungeliebte Tätigkeiten (z.B. lauter Angebote schreiben statt echte Projekte zu machen, 3 Mandate parallel in der Uckermark, Niederbayern und der Pfalz) etc.

Außerdem kommt man in der Regel nicht mit 58 in diese Situation, sondern mit Anfang-Mitte 30. Es gibt sehr wenige Menschen, die sowas 25 oder 30 Jahre lang durchziehen wollen und können. Und für einen Jobwechsel wirst du nicht gerade attraktiv, wenn es in deinem CV jahrelang keine Entwicklung gibt und du die Frage nach deinen Tätigkeiten der letzten 3 Jahre mit den oben aufgeführten Themen füllst.

Soo groß dürfte bei den meisten Menschen die Freude an dem monatlichen Gehalt in dem Gesamtpaket nicht sein. Da ist eine Abfindung und ein anderer Job doch in der Regel attraktiver.

Ganz so heftig wie oben beschrieben, würde es meist wohl nicht werden.

Was in der Regel völlig ausreicht ist die fehlende Entwicklungsperspektive. Bis einschließlich Manager kann man sagen, dass jeder, der in der Wirtschaftsprüfung arbeitet (und wir würden auch schätzen, dass dies auch für das Consulting gilt) durch den Wechsel in die Wirtschaft einen spürbaren Gehaltssprung machen würde.
Dass man aber doch bei einer Big4 bleibt, ist der guten Entwicklungsperspektive geschuldet. Fällt diese weg,itzt man in einem vergleichsweise anstrengenden und vergleichsweise schlechtbezahltem Job fest. Dann ist der Exit attraktiver und die Kollegen suchen sich von selbst etwas neues.

"Wechsel nahelegen" heißt entsprechend, dass dem Kollegen mitgeteilt wird, dass man die Hoffnung aufgegeben hat, dass sich die Leistung noch verbessern wird und man keine Zeit, kein Geld und keine Energie mehr in die Entwicklung dieses Kollegen stecken wird.
...und dann weiß derjenige, was für ihn der vernünftige nächste Karriereschritt ist.

Aber ja: Theoretisch könnte derjenige auch Dienst nach Vorschrift machen und einfach da bleiben. Es wäre nur die auch für ihn unattraktivere Option.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Ich kenne aber auch ältere Manager (ohne Examen), die seit 10+ Jahren auf dieser Stufe sind und so gut wie es geht Dienst nach Vorschrift machen. Die haben sich bewusst dafür entschieden, sehen nicht unglücklich aus und werden von allen Kollegen auch geschätzt und sicherlich nicht benachteiligt.

Gerade bei dem angesprochenen Fachkräftemangel ist doch jeder halbwegs kompetente Manager, der weiß was er tut, besser als den Manager zu verlieren und dann überhaupt keinen zu haben?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Ich kenne aber auch ältere Manager (ohne Examen), die seit 10+ Jahren auf dieser Stufe sind und so gut wie es geht Dienst nach Vorschrift machen. Die haben sich bewusst dafür entschieden, sehen nicht unglücklich aus und werden von allen Kollegen auch geschätzt und sicherlich nicht benachteiligt.

Gerade bei dem angesprochenen Fachkräftemangel ist doch jeder halbwegs kompetente Manager, der weiß was er tut, besser als den Manager zu verlieren und dann überhaupt keinen zu haben?

Es geht hierbei ja nicht um gute Manager welche keine Lust auf noch mehr Stress und Verantwortung haben aber in Ihrem Feld gute Arbeit leisten. Es geht eben um Manager welche das nötigste tun um überhaupt noch Manager genannt zu werden.

antworten
Voice of Reason

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Genau, weil jedes Skillset genau 1x vorhanden ist?!?

Nein, das Problem mit den Leuten, die viel zu lange auf einem Level verharren, ist ihr Preis!
Selbst wenn die keine "große" Gehaltserhöhung bekommen, bekommen sie doch jedes Jahr die mit dem BR vereinbarte Mindesterhöhung. Und über "Jahrzehnte" summiert sich das extrem auf und treibt den kalkulatorischen Personalkostensatz für den gesamten Managerlevel nach oben.
Damit treiben die die Profitabilität nach unten, weil es dem Kunden komplett egal ist, ob er 2000EUR/Tag für einen Manager mit 5 Jahren BE vor sich hat oder mit 18 Jahren.
Der Preis ist der gleiche!

Das gleiche Problem hast du natürlich auf allen Level. Auch Leute die seit 10 Jahren Assistant Manager sind oder Senior Manager verursachen die gleichen Issues.
Daher hat ja auch z.B. KPMG eine große Menge an Senior Managern, die fix mehr verdienen als Directors.
Deren Fixum wird nämlich nicht durch die Mindesterhöhung beeinflusst.
Ein (weiterer) extrem großer Frustfaktor für den Director-Level.

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Ich kenne aber auch ältere Manager (ohne Examen), die seit 10+ Jahren auf dieser Stufe sind und so gut wie es geht Dienst nach Vorschrift machen. Die haben sich bewusst dafür entschieden, sehen nicht unglücklich aus und werden von allen Kollegen auch geschätzt und sicherlich nicht benachteiligt.

Gerade bei dem angesprochenen Fachkräftemangel ist doch jeder halbwegs kompetente Manager, der weiß was er tut, besser als den Manager zu verlieren und dann überhaupt keinen zu haben?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das dem Kunden völlig egal ist. Kunden wollen doch meistens möglichs seniore teams. Wenn die zu einem manager-tagessatz jemanden mit 15 Jahren erfahrung bekommen ist das für sie doch meistens attraktiver?!

Voice of Reason schrieb am 14.07.2021:

Genau, weil jedes Skillset genau 1x vorhanden ist?!?

Nein, das Problem mit den Leuten, die viel zu lange auf einem Level verharren, ist ihr Preis!
Selbst wenn die keine "große" Gehaltserhöhung bekommen, bekommen sie doch jedes Jahr die mit dem BR vereinbarte Mindesterhöhung. Und über "Jahrzehnte" summiert sich das extrem auf und treibt den kalkulatorischen Personalkostensatz für den gesamten Managerlevel nach oben.
Damit treiben die die Profitabilität nach unten, weil es dem Kunden komplett egal ist, ob er 2000EUR/Tag für einen Manager mit 5 Jahren BE vor sich hat oder mit 18 Jahren.
Der Preis ist der gleiche!

Das gleiche Problem hast du natürlich auf allen Level. Auch Leute die seit 10 Jahren Assistant Manager sind oder Senior Manager verursachen die gleichen Issues.
Daher hat ja auch z.B. KPMG eine große Menge an Senior Managern, die fix mehr verdienen als Directors.
Deren Fixum wird nämlich nicht durch die Mindesterhöhung beeinflusst.
Ein (weiterer) extrem großer Frustfaktor für den Director-Level.

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Ich kenne aber auch ältere Manager (ohne Examen), die seit 10+ Jahren auf dieser Stufe sind und so gut wie es geht Dienst nach Vorschrift machen. Die haben sich bewusst dafür entschieden, sehen nicht unglücklich aus und werden von allen Kollegen auch geschätzt und sicherlich nicht benachteiligt.

Gerade bei dem angesprochenen Fachkräftemangel ist doch jeder halbwegs kompetente Manager, der weiß was er tut, besser als den Manager zu verlieren und dann überhaupt keinen zu haben?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 15.07.2021:

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das dem Kunden völlig egal ist. Kunden wollen doch meistens möglichs seniore teams. Wenn die zu einem manager-tagessatz jemanden mit 15 Jahren erfahrung bekommen ist das für sie doch meistens attraktiver?!

Ja, aber genau das ist der Punkt. Sie wollen zum Einheits-Tagessatz eines Managers einen möglichst senioren Manager. Sie wäre aber nicht bereit, für einen senioren Manager den 30 % höheren Tagessatz zu zahlen, den dieser seinen Arbeitgeber mehr kostet als ein frisch gebackener Manager.

Für die Firma rechnet es sich am meisten möglichst viele Manager zu haben, die gerade erst befördert wurden. Die bieten quasi die beste Rendite. Je länger einer dabei ist, desto schlechter die Rendite. Das gleicht man zwar quasi über eine Mischkalkulation des Einheits-Tagessatz aus, aber im Endeffekt würden sie ohne seniore Manager mehr verdienen.

antworten
Voice of Reason

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Habe ich mich missverständlich ausgedrückt.
Beim BEZAHLEN ist es dem Kunden egal, ob der Manager 5 Jahre oder 15 Jahre hat.
Wenn der Typ Manager ist, bekommt er die entsprechende Rate.
Natürlich hätte er gerne den erfahreneren Kollegen, solange er nicht mehr dafür bezahlen muss.

Am liebsten hätte der Kunde gerne den Typen mit der Erfahrung von 15+ Jahren, mit der physischen Konstitution und Belastbarkeit eines 25-jährigen und der Eloquenz eines Vorstands.

WiWi Gast schrieb am 15.07.2021:

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das dem Kunden völlig egal ist. Kunden wollen doch meistens möglichs seniore teams. Wenn die zu einem manager-tagessatz jemanden mit 15 Jahren erfahrung bekommen ist das für sie doch meistens attraktiver?!

Voice of Reason schrieb am 14.07.2021:

Genau, weil jedes Skillset genau 1x vorhanden ist?!?

Nein, das Problem mit den Leuten, die viel zu lange auf einem Level verharren, ist ihr Preis!
Selbst wenn die keine "große" Gehaltserhöhung bekommen, bekommen sie doch jedes Jahr die mit dem BR vereinbarte Mindesterhöhung. Und über "Jahrzehnte" summiert sich das extrem auf und treibt den kalkulatorischen Personalkostensatz für den gesamten Managerlevel nach oben.
Damit treiben die die Profitabilität nach unten, weil es dem Kunden komplett egal ist, ob er 2000EUR/Tag für einen Manager mit 5 Jahren BE vor sich hat oder mit 18 Jahren.
Der Preis ist der gleiche!

Das gleiche Problem hast du natürlich auf allen Level. Auch Leute die seit 10 Jahren Assistant Manager sind oder Senior Manager verursachen die gleichen Issues.
Daher hat ja auch z.B. KPMG eine große Menge an Senior Managern, die fix mehr verdienen als Directors.
Deren Fixum wird nämlich nicht durch die Mindesterhöhung beeinflusst.
Ein (weiterer) extrem großer Frustfaktor für den Director-Level.

WiWi Gast schrieb am 14.07.2021:

Ich kenne aber auch ältere Manager (ohne Examen), die seit 10+ Jahren auf dieser Stufe sind und so gut wie es geht Dienst nach Vorschrift machen. Die haben sich bewusst dafür entschieden, sehen nicht unglücklich aus und werden von allen Kollegen auch geschätzt und sicherlich nicht benachteiligt.

Gerade bei dem angesprochenen Fachkräftemangel ist doch jeder halbwegs kompetente Manager, der weiß was er tut, besser als den Manager zu verlieren und dann überhaupt keinen zu haben?

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Vielleicht nochmal zurück zur ursprünglichen Diskussion. In meiner Big4 wird von managern erwartet, dass sie zusammen mit den partnern Projekte aquirieren und diese dann aber vollständig eigenständig planen und durchführen, ohne dass ihnen von oben unter die arme gegriffen wird. Typischerweise mehrere Projekte parallel. Es gibt jedoch keinerlei unterstützung und anleitung mehr. Deckt sich das mit euren Erfahrungen? Wenn ja, was passiert wenn es irgendwer vergeigt? Es ist doch nicht jeder der nach wiwi-treff-stil auf teufel komm raus aus irgendwelchen Geltungsdrängen so schnell es geht manager werden will dazu in der lage?!

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Ich würde mal behaupten, dass seniore manager höhere Tagessätze als jungmanager bei neuen Aufträgen aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass für die ganze Firma und jeden Kunden überall zu jeder zeit die gleichen Tagessätze gelten.

WiWi Gast schrieb am 15.07.2021:

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das dem Kunden völlig egal ist. Kunden wollen doch meistens möglichs seniore teams. Wenn die zu einem manager-tagessatz jemanden mit 15 Jahren erfahrung bekommen ist das für sie doch meistens attraktiver?!

Ja, aber genau das ist der Punkt. Sie wollen zum Einheits-Tagessatz eines Managers einen möglichst senioren Manager. Sie wäre aber nicht bereit, für einen senioren Manager den 30 % höheren Tagessatz zu zahlen, den dieser seinen Arbeitgeber mehr kostet als ein frisch gebackener Manager.

Für die Firma rechnet es sich am meisten möglichst viele Manager zu haben, die gerade erst befördert wurden. Die bieten quasi die beste Rendite. Je länger einer dabei ist, desto schlechter die Rendite. Das gleicht man zwar quasi über eine Mischkalkulation des Einheits-Tagessatz aus, aber im Endeffekt würden sie ohne seniore Manager mehr verdienen.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Glaub doch dem ehemaligen KPMG’ler wenn er was dazu schreibt. Er hat außerdem auch hier absolut recht, der Tagessatz für einen Manager ist immer gleich unabhängig davon wie viel Erfahrung er mitbringt. Man verhandelt die Tagessätze immer nach Level und nicht nach BE.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Ich würde mal behaupten, dass seniore manager höhere Tagessätze als jungmanager bei neuen Aufträgen aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass für die ganze Firma und jeden Kunden überall zu jeder zeit die gleichen Tagessätze gelten.

WiWi Gast schrieb am 15.07.2021:

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das dem Kunden völlig egal ist. Kunden wollen doch meistens möglichs seniore teams. Wenn die zu einem manager-tagessatz jemanden mit 15 Jahren erfahrung bekommen ist das für sie doch meistens attraktiver?!

Ja, aber genau das ist der Punkt. Sie wollen zum Einheits-Tagessatz eines Managers einen möglichst senioren Manager. Sie wäre aber nicht bereit, für einen senioren Manager den 30 % höheren Tagessatz zu zahlen, den dieser seinen Arbeitgeber mehr kostet als ein frisch gebackener Manager.

Für die Firma rechnet es sich am meisten möglichst viele Manager zu haben, die gerade erst befördert wurden. Die bieten quasi die beste Rendite. Je länger einer dabei ist, desto schlechter die Rendite. Das gleicht man zwar quasi über eine Mischkalkulation des Einheits-Tagessatz aus, aber im Endeffekt würden sie ohne seniore Manager mehr verdienen.

antworten
Big4 Auditor

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Vielleicht nochmal zurück zur ursprünglichen Diskussion. In meiner Big4 wird von managern erwartet, dass sie zusammen mit den partnern Projekte aquirieren und diese dann aber vollständig eigenständig planen und durchführen, ohne dass ihnen von oben unter die arme gegriffen wird. Typischerweise mehrere Projekte parallel. Es gibt jedoch keinerlei unterstützung und anleitung mehr. Deckt sich das mit euren Erfahrungen?

"Keinerlei Unterstützung" ist übertrieben, aber man trägt schon die Hauptlast, ja.
Insgesamt: Ja, das trifft es ziemlich.

Wenn ja, was passiert wenn es irgendwer vergeigt? Es ist doch nicht jeder der nach wiwi-treff-stil auf teufel komm raus aus irgendwelchen Geltungsdrängen so schnell es geht manager werden will dazu in der lage?!

Was soll dann passieren? Dann ist der Mandant (zu Recht) sauer.
Aber die Möglichkeit des "Vergeigens" gibt es ja grundsätzlich immer und auf jedem Level.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Glaub doch dem ehemaligen KPMG’ler wenn er was dazu schreibt. Er hat außerdem auch hier absolut recht, der Tagessatz für einen Manager ist immer gleich unabhängig davon wie viel Erfahrung er mitbringt. Man verhandelt die Tagessätze immer nach Level und nicht nach BE.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Ich würde mal behaupten, dass seniore manager höhere Tagessätze als jungmanager bei neuen Aufträgen aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass für die ganze Firma und jeden Kunden überall zu jeder zeit die gleichen Tagessätze gelten.

Die Wahrheit liegt dazwischen. Bei einem kleinen Auftrag, bei dem man weiß, wer das Team ist, könnte man aktiv im Vorfeld auf einer Stufe die Tagessätze etwas justieren. Das löst aber das Problem nicht:
Am Ende interessieren den Mandanten die Tagessätze nur wenig, sondern die termingerechte Leistung und die Gesamtkosten. Wie letztere sich berechnen, ist ihm letztendlich egal - das ist lediglich eine Information zur Begründung der Preiskalkulation bzw. Nachverhandlung, falls das geplante Budget nicht reicht.

Für den Arbeitgeber bleibt aber das Problem:
Wer 50% mehr verdient als ein frisch beförderter Manager, muss entweder entsprechend effizienter arbeiten oder entsprechend mehr Effizienz ins Team bringen. Könnte er das, hätte man ihn in der Regel auch zum SM befördert - kann er das nicht, hat man höhere Kosten bei selbem Gesamtbudget. Selbst wenn man nun die Stundensätze für Manager erhöht, hat man am Ende entweder einen Gesamtpreis, den der Mandant nicht zahlen will oder bei gleichem Budget weniger Stunden.

...die wiederum aber ja nicht ausreichen, weil der erfahrene Manager ja in dem Szenario nicht effizienter ist als der unerfahrene Manager.

Kurz: Am Ende bliebe man auf den Kosten sitzen.

So sehr sich ein Mandant auch über erfahrene Prüfer/Berater freut. Spätestens, wenn man ihm sagt, er müsse mehr für den bezahlen als üblich, wird der auf die Idee kommen zu fragen, warum dieser erfahrene Kollege bezahlt werden soll wie ein Senior Manager, aber auf der Visitenkarte Manager steht.

"Der Kollege ist alt und teuer." ist kein Argument, für das ein Mandant das Budget erhöht. Entweder bekommt man einen Prüfer/Berater mit Senior-Manager-Qualität für den Preis oder eben nicht.

antworten
Voice of Reason

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Korrekt.

  • weder Manager noch Senior Manager verhandeln ihre Tagessätze.
  • beim absolut überwiegenden Großteil aller Kunden (Mittelstand mal aussen vor) haben Big4s vorverhandelte Ratecards in Form von Rahmenverträgen, wo der Tagessatz je Level fest vorgegeben ist. Abgewichen (nach oben) von der Ratecard wird typischerweise nur im Transaktionsgeschäft. Abweichung nach unten kommt natürlich in Pitchsituationen vor, um den Preis attraktiver zu machen. Wobei auch hier typischerweise nicht der Tagessatz verändert wird (wenn, dann nur bei den Juniors), aber es werden halt Partner als SM's abgerechnet (oder gar nicht) oder es werden x-Tage geschenkt.
  • Tagessätze sind de facto NIE personenindividuell. Ich habe 2x in 14 Jahren die Ausnahme erlebt, dass wir einen extrem renommierten und fachlich extrem versierten Senior Manager als Director abrechnen durften - der war allerdings auch nicht Teil des permanenten Projekt-Teams sondern kam punktuell 2 Tage pro Monat zum Projekt

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Glaub doch dem ehemaligen KPMG’ler wenn er was dazu schreibt. Er hat außerdem auch hier absolut recht, der Tagessatz für einen Manager ist immer gleich unabhängig davon wie viel Erfahrung er mitbringt. Man verhandelt die Tagessätze immer nach Level und nicht nach BE.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Ich würde mal behaupten, dass seniore manager höhere Tagessätze als jungmanager bei neuen Aufträgen aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass für die ganze Firma und jeden Kunden überall zu jeder zeit die gleichen Tagessätze gelten.

WiWi Gast schrieb am 15.07.2021:

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das dem Kunden völlig egal ist. Kunden wollen doch meistens möglichs seniore teams. Wenn die zu einem manager-tagessatz jemanden mit 15 Jahren erfahrung bekommen ist das für sie doch meistens attraktiver?!

Ja, aber genau das ist der Punkt. Sie wollen zum Einheits-Tagessatz eines Managers einen möglichst senioren Manager. Sie wäre aber nicht bereit, für einen senioren Manager den 30 % höheren Tagessatz zu zahlen, den dieser seinen Arbeitgeber mehr kostet als ein frisch gebackener Manager.

Für die Firma rechnet es sich am meisten möglichst viele Manager zu haben, die gerade erst befördert wurden. Die bieten quasi die beste Rendite. Je länger einer dabei ist, desto schlechter die Rendite. Das gleicht man zwar quasi über eine Mischkalkulation des Einheits-Tagessatz aus, aber im Endeffekt würden sie ohne seniore Manager mehr verdienen.

antworten
Voice of Reason

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Nein, das hört sich auch nach extrem schlechten Führungsstil der Partner an.
Habe ich so nie erlebt.
Aus meiner Sicht:

  • ja, natürlich ist der Partner in der Akquise extrem involviert
  • während der Akquisephase findet ja natürlich eine Entwicklung des Vorgehensmodells, der Projektstruktur und der Mitarbeiterplanung statt. Schließlich sind das genau die Elemente, die im Rahmen des Proposals dem Kunden dargelegt werden müssen --> daher ist der Partner hier auf jeden Fall auch tief inhaltlich involviert
  • ja, typischerweise wird von dem Manager erwartet, dass er die ganzen internen, administrativen Sachen alleine machen kann (bei uns: Opportunity anlegen, Risk Management die Opp vorstellen und freigegeben bekommen, Projekt- und Ressourcenplanung inkl. Profititabilitätskalkulation durchführen, die geplanten Mitarbeiterressourcen im DIspositionstool buchen und blockieren, ...)
  • kein Manager weiß am Anfang wie das geht. Ja, typischerweise haben da die Partner keinen Bock drauf, aber es gibt halt immer erfahrenere Manager und Senior Manager Kollegen, die einem sehr gerne helfen! Also: einfach fragen! Jeder hat das irgendwann zum ersten Mal gemacht
  • ich habe es nur in absoluten Ausnahmefällen erlebt, das juniore Manager mehrere Projekte gleichzeitig haben. Das ist eher was für Senior Manager oder Manager, die unmittelbar vor der Beförderung stehen. Ausnahme: Manager, die eher in einer Expertenrolle unterwegs sind und nicht in einer "Engagementmanager"-rolle. Diese Experten-Manager haben dann aber auch nicht die Verantwortung für den ganzen Projektadministrativen Teil bzw die Gesamtverantwortung ggü dem Kunden
  • abschließend: ich habe es nie erlebt, dass ein Partner NICHT Anleitung gegeben hätte oder Hilfestellung oder aber zumindest jemanden an die Seite gestellt hat, der helfen kann. Es ist schließlich im originären Interesse des Partners, das Projekte gut laufen. Am Ende ist es nämlich seine Verantwortung, wenn er dem Kunden irgendeinen Junior-Manager hingestellt hat, der es dann vor die Wand gefahren hat. Man nennt das auch "Shared fate".
  • unabhängig davon: ja, es wird von Managern eine sehr viel größere Eigenständigkeit erwartet als von den Leveln darunter. Diese Erwartungshaltung steigt als Senior Manager noch einmal stark an. Es erwartet aber niemand, dass Du alles weißt und kannst. Es wird allerdings sehr wohl erwartet, dass Du Signal gibst und Hilfe aktiv einforderst BEVOR irgendetwas gegen die Wand fährt.

Hilft das?

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Vielleicht nochmal zurück zur ursprünglichen Diskussion. In meiner Big4 wird von managern erwartet, dass sie zusammen mit den partnern Projekte aquirieren und diese dann aber vollständig eigenständig planen und durchführen, ohne dass ihnen von oben unter die arme gegriffen wird. Typischerweise mehrere Projekte parallel. Es gibt jedoch keinerlei unterstützung und anleitung mehr. Deckt sich das mit euren Erfahrungen? Wenn ja, was passiert wenn es irgendwer vergeigt? Es ist doch nicht jeder der nach wiwi-treff-stil auf teufel komm raus aus irgendwelchen Geltungsdrängen so schnell es geht manager werden will dazu in der lage?!

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Vielleicht nochmal zurück zur ursprünglichen Diskussion. In meiner Big4 wird von managern erwartet, dass sie zusammen mit den partnern Projekte aquirieren und diese dann aber vollständig eigenständig planen und durchführen, ohne dass ihnen von oben unter die arme gegriffen wird. Typischerweise mehrere Projekte parallel. Es gibt jedoch keinerlei unterstützung und anleitung mehr. Deckt sich das mit euren Erfahrungen? Wenn ja, was passiert wenn es irgendwer vergeigt? Es ist doch nicht jeder der nach wiwi-treff-stil auf teufel komm raus aus irgendwelchen Geltungsdrängen so schnell es geht manager werden will dazu in der lage?!

Das kommt dann wohl auf deinen Partner an. Mir kommt es so vor, als ob sich mein Partner und Manager meist sehr gut ergänzen und dieser sich auch aktiv in die Planung einbringt. Operativ läuft dann natürlich alles für Manager und Team.
Zu sagen der Manager mach das alles alleine und bekommt keine Hilfe mehr ist in meinen Augen nicht korrekt. Natürlich wenn man im Audit ist und mach im 5 Jahr den selben Klienten, was soll da schiefgehen. Aber bei neuen Klienten oder Projekten spricht unser Partner doch schon mit.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Trifft zumindest definitiv nicht für den Public Sector zu, da zählt i.d.R. allein die Berufserfahrung, nicht die interne Einstufung. Kann natürlich sein, dass diese Branche hier wieder eine Ausnahme darstellt.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Glaub doch dem ehemaligen KPMG’ler wenn er was dazu schreibt. Er hat außerdem auch hier absolut recht, der Tagessatz für einen Manager ist immer gleich unabhängig davon wie viel Erfahrung er mitbringt. Man verhandelt die Tagessätze immer nach Level und nicht nach BE.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Ich würde mal behaupten, dass seniore manager höhere Tagessätze als jungmanager bei neuen Aufträgen aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass für die ganze Firma und jeden Kunden überall zu jeder zeit die gleichen Tagessätze gelten.

WiWi Gast schrieb am 15.07.2021:

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das dem Kunden völlig egal ist. Kunden wollen doch meistens möglichs seniore teams. Wenn die zu einem manager-tagessatz jemanden mit 15 Jahren erfahrung bekommen ist das für sie doch meistens attraktiver?!

Ja, aber genau das ist der Punkt. Sie wollen zum Einheits-Tagessatz eines Managers einen möglichst senioren Manager. Sie wäre aber nicht bereit, für einen senioren Manager den 30 % höheren Tagessatz zu zahlen, den dieser seinen Arbeitgeber mehr kostet als ein frisch gebackener Manager.

Für die Firma rechnet es sich am meisten möglichst viele Manager zu haben, die gerade erst befördert wurden. Die bieten quasi die beste Rendite. Je länger einer dabei ist, desto schlechter die Rendite. Das gleicht man zwar quasi über eine Mischkalkulation des Einheits-Tagessatz aus, aber im Endeffekt würden sie ohne seniore Manager mehr verdienen.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Aber man verhandelt die rates auch pro mandant. Wenn dort nur ein manager zum einsatz kommt kann für sehr erfahrene manager eine höhere rate ausgehandelt werden.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Glaub doch dem ehemaligen KPMG’ler wenn er was dazu schreibt. Er hat außerdem auch hier absolut recht, der Tagessatz für einen Manager ist immer gleich unabhängig davon wie viel Erfahrung er mitbringt. Man verhandelt die Tagessätze immer nach Level und nicht nach BE.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Ich würde mal behaupten, dass seniore manager höhere Tagessätze als jungmanager bei neuen Aufträgen aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass für die ganze Firma und jeden Kunden überall zu jeder zeit die gleichen Tagessätze gelten.

WiWi Gast schrieb am 15.07.2021:

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das dem Kunden völlig egal ist. Kunden wollen doch meistens möglichs seniore teams. Wenn die zu einem manager-tagessatz jemanden mit 15 Jahren erfahrung bekommen ist das für sie doch meistens attraktiver?!

Ja, aber genau das ist der Punkt. Sie wollen zum Einheits-Tagessatz eines Managers einen möglichst senioren Manager. Sie wäre aber nicht bereit, für einen senioren Manager den 30 % höheren Tagessatz zu zahlen, den dieser seinen Arbeitgeber mehr kostet als ein frisch gebackener Manager.

Für die Firma rechnet es sich am meisten möglichst viele Manager zu haben, die gerade erst befördert wurden. Die bieten quasi die beste Rendite. Je länger einer dabei ist, desto schlechter die Rendite. Das gleicht man zwar quasi über eine Mischkalkulation des Einheits-Tagessatz aus, aber im Endeffekt würden sie ohne seniore Manager mehr verdienen.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Nö. Bei uns werden die Tagessätze für folgende Stufen festgelegt:

  • Partner
  • (Senior) Manager
  • Assistant Manager
  • (Senior) Associate

Wie hoch der entsprechende Tagessatz der oben genannten Stufen ist kann dann naturlich je Kunde und Projekt variieren.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Ich würde mal behaupten, dass seniore manager höhere Tagessätze als jungmanager bei neuen Aufträgen aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass für die ganze Firma und jeden Kunden überall zu jeder zeit die gleichen Tagessätze gelten.

WiWi Gast schrieb am 15.07.2021:

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das dem Kunden völlig egal ist. Kunden wollen doch meistens möglichs seniore teams. Wenn die zu einem manager-tagessatz jemanden mit 15 Jahren erfahrung bekommen ist das für sie doch meistens attraktiver?!

Ja, aber genau das ist der Punkt. Sie wollen zum Einheits-Tagessatz eines Managers einen möglichst senioren Manager. Sie wäre aber nicht bereit, für einen senioren Manager den 30 % höheren Tagessatz zu zahlen, den dieser seinen Arbeitgeber mehr kostet als ein frisch gebackener Manager.

Für die Firma rechnet es sich am meisten möglichst viele Manager zu haben, die gerade erst befördert wurden. Die bieten quasi die beste Rendite. Je länger einer dabei ist, desto schlechter die Rendite. Das gleicht man zwar quasi über eine Mischkalkulation des Einheits-Tagessatz aus, aber im Endeffekt würden sie ohne seniore Manager mehr verdienen.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Ich habs gerade noch mal rekapituliert.
Tatsächlich waren es zu 100% Leute, die als Manager oder Senior Manager von außen eingestellt wurden und sich offensichtlich irgendwie durch den Prozess geschummelt haben bzw es geschafft haben, ihre echt schwachen Seite gekonnt zu überdecken.
[...]
Ich kann mich aber an keinen einzigen Fall erinnern, wo jemand durch "die eigene Schule" gegangen ist, Manager geworden ist und dann anschließend gebeten worden ist, zu gehen.

Wenn das stimmt, finde ich es umso trauriger, dass Eigengewächse im Fixum in der Regel schlechter bezahlt werden als Leute von die extern kommen.

antworten

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Ich habs gerade noch mal rekapituliert.
Tatsächlich waren es zu 100% Leute, die als Manager oder Senior Manager von außen eingestellt wurden und sich offensichtlich irgendwie durch den Prozess geschummelt haben bzw es geschafft haben, ihre echt schwachen Seite gekonnt zu überdecken.
[...]
Ich kann mich aber an keinen einzigen Fall erinnern, wo jemand durch "die eigene Schule" gegangen ist, Manager geworden ist und dann anschließend gebeten worden ist, zu gehen.

Wenn das stimmt, finde ich es umso trauriger, dass Eigengewächse im Fixum in der Regel schlechter bezahlt werden als Leute von die extern kommen.

Das ist doch aber ganz logisch. Bei einem Wechsel muss das Angebot ja etwas besser sein als das, was der Kandidat bereits erhält. Qualitätstechnisch sollen keine Abstiche beim Kandidaten gemacht werden, daher muss für die gleiche Qualität mehr gezahlt werden. Es ist sonst kaum möglich, einen Kandidaten von einem Wechsel zu überzeugen. Das ist der einfache Grund, warum externe hirings erst einmal mehr verdienen als interne. Das externe hiring sollte aber auch nur dann genutzt werden, wenn intern nicht genug Kandidaten zur Auswahl stehen bzw. sich niemand intern anbietet, da externes hiring auch immer mit Risiken verbunden ist (z.B. Qualität, Kultur, Leistung des Kandidaten passen trotz intensiver Gespräche im Bewerbungsprozess nicht).

Bei Beratungsunternehmen können externe hirings immer dann Sinn machen, wenn ein Thema stärker wächst als man es vorausgesagt hat und deshalb nicht genügend Profile vorhanden sind oder ein Thema neu entstanden ist, darauf zu spät reagiert wurde oder wenn die Strategie darauf ausgerichtet ist, dass neue Themen grundsätzlich primär anorganisch eingekauft werden sollen.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Entspricht nicht der consulting-realität. Es wird nahezu jeder eingestellt der Umsatz mitbringt.

Eine aus dem Executive_Search schrieb am 19.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Ich habs gerade noch mal rekapituliert.
Tatsächlich waren es zu 100% Leute, die als Manager oder Senior Manager von außen eingestellt wurden und sich offensichtlich irgendwie durch den Prozess geschummelt haben bzw es geschafft haben, ihre echt schwachen Seite gekonnt zu überdecken.
[...]
Ich kann mich aber an keinen einzigen Fall erinnern, wo jemand durch "die eigene Schule" gegangen ist, Manager geworden ist und dann anschließend gebeten worden ist, zu gehen.

Wenn das stimmt, finde ich es umso trauriger, dass Eigengewächse im Fixum in der Regel schlechter bezahlt werden als Leute von die extern kommen.

Das ist doch aber ganz logisch. Bei einem Wechsel muss das Angebot ja etwas besser sein als das, was der Kandidat bereits erhält. Qualitätstechnisch sollen keine Abstiche beim Kandidaten gemacht werden, daher muss für die gleiche Qualität mehr gezahlt werden. Es ist sonst kaum möglich, einen Kandidaten von einem Wechsel zu überzeugen. Das ist der einfache Grund, warum externe hirings erst einmal mehr verdienen als interne. Das externe hiring sollte aber auch nur dann genutzt werden, wenn intern nicht genug Kandidaten zur Auswahl stehen bzw. sich niemand intern anbietet, da externes hiring auch immer mit Risiken verbunden ist (z.B. Qualität, Kultur, Leistung des Kandidaten passen trotz intensiver Gespräche im Bewerbungsprozess nicht).

Bei Beratungsunternehmen können externe hirings immer dann Sinn machen, wenn ein Thema stärker wächst als man es vorausgesagt hat und deshalb nicht genügend Profile vorhanden sind oder ein Thema neu entstanden ist, darauf zu spät reagiert wurde oder wenn die Strategie darauf ausgerichtet ist, dass neue Themen grundsätzlich primär anorganisch eingekauft werden sollen.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Und was passt dann nicht? Zusätzlicher Umsatz ist doch genau das, was ein interner nicht mitbringt (per Definition ist das ja schon nicht möglich). Verstehe jetzt nicht warum das der Realität nicht entspricht? Was gibt es den wichtigeres als zusätzlichen Umsatz für eine Beratung? Wenn jemand Umsatz mitbringt, dann kann er meinetwegen jederzeit über mir oder auch Direktor/Partner eingestellt werden (bin selber Manager). Ich sehe eher das Problem, dass nicht alle Beratungen so agieren wie es die Headhunterin hier empfiehlt und auch Personen einstellen, die nichtmal aufzeigen können, wo und wie sie zusätzlich Umsatz generieren können. Das ist dann das eigentliche Dilemma…

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Entspricht nicht der consulting-realität. Es wird nahezu jeder eingestellt der Umsatz mitbringt.

Eine aus dem Executive_Search schrieb am 19.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Ich habs gerade noch mal rekapituliert.
Tatsächlich waren es zu 100% Leute, die als Manager oder Senior Manager von außen eingestellt wurden und sich offensichtlich irgendwie durch den Prozess geschummelt haben bzw es geschafft haben, ihre echt schwachen Seite gekonnt zu überdecken.
[...]
Ich kann mich aber an keinen einzigen Fall erinnern, wo jemand durch "die eigene Schule" gegangen ist, Manager geworden ist und dann anschließend gebeten worden ist, zu gehen.

Wenn das stimmt, finde ich es umso trauriger, dass Eigengewächse im Fixum in der Regel schlechter bezahlt werden als Leute von die extern kommen.

Das ist doch aber ganz logisch. Bei einem Wechsel muss das Angebot ja etwas besser sein als das, was der Kandidat bereits erhält. Qualitätstechnisch sollen keine Abstiche beim Kandidaten gemacht werden, daher muss für die gleiche Qualität mehr gezahlt werden. Es ist sonst kaum möglich, einen Kandidaten von einem Wechsel zu überzeugen. Das ist der einfache Grund, warum externe hirings erst einmal mehr verdienen als interne. Das externe hiring sollte aber auch nur dann genutzt werden, wenn intern nicht genug Kandidaten zur Auswahl stehen bzw. sich niemand intern anbietet, da externes hiring auch immer mit Risiken verbunden ist (z.B. Qualität, Kultur, Leistung des Kandidaten passen trotz intensiver Gespräche im Bewerbungsprozess nicht).

Bei Beratungsunternehmen können externe hirings immer dann Sinn machen, wenn ein Thema stärker wächst als man es vorausgesagt hat und deshalb nicht genügend Profile vorhanden sind oder ein Thema neu entstanden ist, darauf zu spät reagiert wurde oder wenn die Strategie darauf ausgerichtet ist, dass neue Themen grundsätzlich primär anorganisch eingekauft werden sollen.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Eine aus dem Executive_Search schrieb am 19.07.2021:

Das ist doch aber ganz logisch. Bei einem Wechsel muss das Angebot ja etwas besser sein als das, was der Kandidat bereits erhält. [...]

Das mag aus Sicht des Arbeitgebers alles Sinn machen. Aus meiner damaligen internen Sicht fand' ich das schlicht unfair. Da fühlt man sich nicht wertgeschätzt. Und dann geht man halt.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Und was passt dann nicht? Zusätzlicher Umsatz ist doch genau das, was ein interner nicht mitbringt (per Definition ist das ja schon nicht möglich). Verstehe jetzt nicht warum das der Realität nicht entspricht? Was gibt es den wichtigeres als zusätzlichen Umsatz für eine Beratung? Wenn jemand Umsatz mitbringt, dann kann er meinetwegen jederzeit über mir oder auch Direktor/Partner eingestellt werden (bin selber Manager).

Selbst wenn der externe zB direkt EUR 1 Mille Umsatz mitbringt, was oftmals aufgrund der bestehenden vertraglichen Reglungen nicht sofort möglich sein wird, ist es doch nur kurzfristig gedacht und wird für die Gesellschaft zB negativ wenn, da nichts ist außer diesem 1x Umsatzwachsum.

Nach 2 Jahren interessiert das doch niemanden mehr. Wenn dann sogar noch Leute unzufrieden werden, weil sie nicht mehr verstehen wie so jemand auf den Posten kommt, ist es klar das Entscheidungen die rein auf Umsatz getroffen werden, falsch sind.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Und was passt dann nicht? Zusätzlicher Umsatz ist doch genau das, was ein interner nicht mitbringt (per Definition ist das ja schon nicht möglich). Verstehe jetzt nicht warum das der Realität nicht entspricht? Was gibt es den wichtigeres als zusätzlichen Umsatz für eine Beratung? Wenn jemand Umsatz mitbringt, dann kann er meinetwegen jederzeit über mir oder auch Direktor/Partner eingestellt werden (bin selber Manager). Ich sehe eher das Problem, dass nicht alle Beratungen so agieren wie es die Headhunterin hier empfiehlt und auch Personen einstellen, die nichtmal aufzeigen können, wo und wie sie zusätzlich Umsatz generieren können. Das ist dann das eigentliche Dilemma…

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Entspricht nicht der consulting-realität. Es wird nahezu jeder eingestellt der Umsatz mitbringt.

Eine aus dem Executive_Search schrieb am 19.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 19.07.2021:

Voice of Reason schrieb am 12.07.2021:

Ich habs gerade noch mal rekapituliert.
Tatsächlich waren es zu 100% Leute, die als Manager oder Senior Manager von außen eingestellt wurden und sich offensichtlich irgendwie durch den Prozess geschummelt haben bzw es geschafft haben, ihre echt schwachen Seite gekonnt zu überdecken.
Sage ich ja, genau deshalb passt nicht was on dem Post der ominösen Exec-Search-Person steht.

„Das externe hiring sollte aber auch nur dann genutzt werden, wenn intern nicht genug Kandidaten zur Auswahl stehen bzw. sich niemand intern anbietet, da externes hiring auch immer mit Risiken verbunden ist (z.B. Qualität, Kultur, Leistung des Kandidaten passen trotz intensiver Gespräche im Bewerbungsprozess nicht).“

Das entspricht nicht der Realität bei den Big4. Es wird schlichtweg jeder eingestellt der Geschäft mitbringt oder den Anschein erweckt. Egal ob Personal Fit, Kultur, genügend interne Ressourcen, etc.

[...]
Ich kann mich aber an keinen einzigen Fall erinnern,
Das ist doch aber ganz logisch. Bei einem Wechsel muss das Angebot ja etwas besser sein als das, was der Kandidat bereits erhält. Qualitätstechnisch sollen keine Abstiche beim Kandidaten gemacht werden, daher muss für die gleiche Qualität mehr gezahlt werden. Es ist sonst kaum möglich, einen Kandidaten von einem Wechsel zu überzeugen. Das ist der einfache Grund, warum externe hirings erst einmal mehr verdienen als interne. Das externe hiring sollte aber auch nur dann genutzt werden, wenn intern nicht genug Kandidaten zur Auswahl stehen bzw. sich niemand intern anbietet, da externes hiring auch immer mit Risiken verbunden ist (z.B. Qualität, Kultur, Leistung des Kandidaten passen trotz intensiver Gespräche im Bewerbungsprozess nicht).

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Vielen Dank für deinen Beitrag, das hilft sehr. Auch wenn es nicht dem entspricht was ich selbst im Big4-Alltag beobachte.

Voice of Reason schrieb am 16.07.2021:

Nein, das hört sich auch nach extrem schlechten Führungsstil der Partner an.
Habe ich so nie erlebt.
Aus meiner Sicht:

  • ja, natürlich ist der Partner in der Akquise extrem involviert
  • während der Akquisephase findet ja natürlich eine Entwicklung des Vorgehensmodells, der Projektstruktur und der Mitarbeiterplanung statt. Schließlich sind das genau die Elemente, die im Rahmen des Proposals dem Kunden dargelegt werden müssen --> daher ist der Partner hier auf jeden Fall auch tief inhaltlich involviert
  • ja, typischerweise wird von dem Manager erwartet, dass er die ganzen internen, administrativen Sachen alleine machen kann (bei uns: Opportunity anlegen, Risk Management die Opp vorstellen und freigegeben bekommen, Projekt- und Ressourcenplanung inkl. Profititabilitätskalkulation durchführen, die geplanten Mitarbeiterressourcen im DIspositionstool buchen und blockieren, ...)
  • kein Manager weiß am Anfang wie das geht. Ja, typischerweise haben da die Partner keinen Bock drauf, aber es gibt halt immer erfahrenere Manager und Senior Manager Kollegen, die einem sehr gerne helfen! Also: einfach fragen! Jeder hat das irgendwann zum ersten Mal gemacht
  • ich habe es nur in absoluten Ausnahmefällen erlebt, das juniore Manager mehrere Projekte gleichzeitig haben. Das ist eher was für Senior Manager oder Manager, die unmittelbar vor der Beförderung stehen. Ausnahme: Manager, die eher in einer Expertenrolle unterwegs sind und nicht in einer "Engagementmanager"-rolle. Diese Experten-Manager haben dann aber auch nicht die Verantwortung für den ganzen Projektadministrativen Teil bzw die Gesamtverantwortung ggü dem Kunden
  • abschließend: ich habe es nie erlebt, dass ein Partner NICHT Anleitung gegeben hätte oder Hilfestellung oder aber zumindest jemanden an die Seite gestellt hat, der helfen kann. Es ist schließlich im originären Interesse des Partners, das Projekte gut laufen. Am Ende ist es nämlich seine Verantwortung, wenn er dem Kunden irgendeinen Junior-Manager hingestellt hat, der es dann vor die Wand gefahren hat. Man nennt das auch "Shared fate".
  • unabhängig davon: ja, es wird von Managern eine sehr viel größere Eigenständigkeit erwartet als von den Leveln darunter. Diese Erwartungshaltung steigt als Senior Manager noch einmal stark an. Es erwartet aber niemand, dass Du alles weißt und kannst. Es wird allerdings sehr wohl erwartet, dass Du Signal gibst und Hilfe aktiv einforderst BEVOR irgendetwas gegen die Wand fährt.

Hilft das?

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Vielleicht nochmal zurück zur ursprünglichen Diskussion. In meiner Big4 wird von managern erwartet, dass sie zusammen mit den partnern Projekte aquirieren und diese dann aber vollständig eigenständig planen und durchführen, ohne dass ihnen von oben unter die arme gegriffen wird. Typischerweise mehrere Projekte parallel. Es gibt jedoch keinerlei unterstützung und anleitung mehr. Deckt sich das mit euren Erfahrungen? Wenn ja, was passiert wenn es irgendwer vergeigt? Es ist doch nicht jeder der nach wiwi-treff-stil auf teufel komm raus aus irgendwelchen Geltungsdrängen so schnell es geht manager werden will dazu in der lage?!

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Big4 Auditor schrieb am 16.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Vielleicht nochmal zurück zur ursprünglichen Diskussion. In meiner Big4 wird von managern erwartet, dass sie zusammen mit den partnern Projekte aquirieren und diese dann aber vollständig eigenständig planen und durchführen, ohne dass ihnen von oben unter die arme gegriffen wird. Typischerweise mehrere Projekte parallel. Es gibt jedoch keinerlei unterstützung und anleitung mehr. Deckt sich das mit euren Erfahrungen?

"Keinerlei Unterstützung" ist übertrieben, aber man trägt schon die Hauptlast, ja.
Insgesamt: Ja, das trifft es ziemlich.

Wenn ja, was passiert wenn es irgendwer vergeigt? Es ist doch nicht jeder der nach wiwi-treff-stil auf teufel komm raus aus irgendwelchen Geltungsdrängen so schnell es geht manager werden will dazu in der lage?!

Was soll dann passieren? Dann ist der Mandant (zu Recht) sauer.
Aber die Möglichkeit des "Vergeigens" gibt es ja grundsätzlich immer und auf jedem Level.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Glaub doch dem ehemaligen KPMG’ler wenn er was dazu schreibt. Er hat außerdem auch hier absolut recht, der Tagessatz für einen Manager ist immer gleich unabhängig davon wie viel Erfahrung er mitbringt. Man verhandelt die Tagessätze immer nach Level und nicht nach BE.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Ich würde mal behaupten, dass seniore manager höhere Tagessätze als jungmanager bei neuen Aufträgen aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass für die ganze Firma und jeden Kunden überall zu jeder zeit die gleichen Tagessätze gelten.

Die Wahrheit liegt dazwischen. Bei einem kleinen Auftrag, bei dem man weiß, wer das Team ist, könnte man aktiv im Vorfeld auf einer Stufe die Tagessätze etwas justieren. Das löst aber das Problem nicht:
Am Ende interessieren den Mandanten die Tagessätze nur wenig, sondern die termingerechte Leistung und die Gesamtkosten. Wie letztere sich berechnen, ist ihm letztendlich egal - das ist lediglich eine Information zur Begründung der Preiskalkulation bzw. Nachverhandlung, falls das geplante Budget nicht reicht.

Für den Arbeitgeber bleibt aber das Problem:
Wer 50% mehr verdient als ein frisch beförderter Manager, muss entweder entsprechend effizienter arbeiten oder entsprechend mehr Effizienz ins Team bringen. Könnte er das, hätte man ihn in der Regel auch zum SM befördert - kann er das nicht, hat man höhere Kosten bei selbem Gesamtbudget. Selbst wenn man nun die Stundensätze für Manager erhöht, hat man am Ende entweder einen Gesamtpreis, den der Mandant nicht zahlen will oder bei gleichem Budget weniger Stunden.

...die wiederum aber ja nicht ausreichen, weil der erfahrene Manager ja in dem Szenario nicht effizienter ist als der unerfahrene Manager.

Kurz: Am Ende bliebe man auf den Kosten sitzen.

So sehr sich ein Mandant auch über erfahrene Prüfer/Berater freut. Spätestens, wenn man ihm sagt, er müsse mehr für den bezahlen als üblich, wird der auf die Idee kommen zu fragen, warum dieser erfahrene Kollege bezahlt werden soll wie ein Senior Manager, aber auf der Visitenkarte Manager steht.

"Der Kollege ist alt und teuer." ist kein Argument, für das ein Mandant das Budget erhöht. Entweder bekommt man einen Prüfer/Berater mit Senior-Manager-Qualität für den Preis oder eben nicht.

Letztendlich würde es ja bedeuten, dass die Arbeit als Consultant/Prüfer bei einer Big4 eine Art Zeitspiel ist und wir alle mehr oder weniger "befristete" Verträge haben, sofern wir nicht konsequent jedes Jahr aufs Neue unsere Leistung weiter steigern? Finde ich schade, dass man nicht einen Gang runterschalten kann, wenn z.B. die Familienplanung etc. ansteht, denn eig. gefällt es mir hier.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

WiWi Gast schrieb am 21.07.2021:

Big4 Auditor schrieb am 16.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Vielleicht nochmal zurück zur ursprünglichen Diskussion. In meiner Big4 wird von managern erwartet, dass sie zusammen mit den partnern Projekte aquirieren und diese dann aber vollständig eigenständig planen und durchführen, ohne dass ihnen von oben unter die arme gegriffen wird. Typischerweise mehrere Projekte parallel. Es gibt jedoch keinerlei unterstützung und anleitung mehr. Deckt sich das mit euren Erfahrungen?

"Keinerlei Unterstützung" ist übertrieben, aber man trägt schon die Hauptlast, ja.
Insgesamt: Ja, das trifft es ziemlich.

Wenn ja, was passiert wenn es irgendwer vergeigt? Es ist doch nicht jeder der nach wiwi-treff-stil auf teufel komm raus aus irgendwelchen Geltungsdrängen so schnell es geht manager werden will dazu in der lage?!

Was soll dann passieren? Dann ist der Mandant (zu Recht) sauer.
Aber die Möglichkeit des "Vergeigens" gibt es ja grundsätzlich immer und auf jedem Level.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Glaub doch dem ehemaligen KPMG’ler wenn er was dazu schreibt. Er hat außerdem auch hier absolut recht, der Tagessatz für einen Manager ist immer gleich unabhängig davon wie viel Erfahrung er mitbringt. Man verhandelt die Tagessätze immer nach Level und nicht nach BE.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Ich würde mal behaupten, dass seniore manager höhere Tagessätze als jungmanager bei neuen Aufträgen aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass für die ganze Firma und jeden Kunden überall zu jeder zeit die gleichen Tagessätze gelten.

Die Wahrheit liegt dazwischen. Bei einem kleinen Auftrag, bei dem man weiß, wer das Team ist, könnte man aktiv im Vorfeld auf einer Stufe die Tagessätze etwas justieren. Das löst aber das Problem nicht:
Am Ende interessieren den Mandanten die Tagessätze nur wenig, sondern die termingerechte Leistung und die Gesamtkosten. Wie letztere sich berechnen, ist ihm letztendlich egal - das ist lediglich eine Information zur Begründung der Preiskalkulation bzw. Nachverhandlung, falls das geplante Budget nicht reicht.

Für den Arbeitgeber bleibt aber das Problem:
Wer 50% mehr verdient als ein frisch beförderter Manager, muss entweder entsprechend effizienter arbeiten oder entsprechend mehr Effizienz ins Team bringen. Könnte er das, hätte man ihn in der Regel auch zum SM befördert - kann er das nicht, hat man höhere Kosten bei selbem Gesamtbudget. Selbst wenn man nun die Stundensätze für Manager erhöht, hat man am Ende entweder einen Gesamtpreis, den der Mandant nicht zahlen will oder bei gleichem Budget weniger Stunden.

...die wiederum aber ja nicht ausreichen, weil der erfahrene Manager ja in dem Szenario nicht effizienter ist als der unerfahrene Manager.

Kurz: Am Ende bliebe man auf den Kosten sitzen.

So sehr sich ein Mandant auch über erfahrene Prüfer/Berater freut. Spätestens, wenn man ihm sagt, er müsse mehr für den bezahlen als üblich, wird der auf die Idee kommen zu fragen, warum dieser erfahrene Kollege bezahlt werden soll wie ein Senior Manager, aber auf der Visitenkarte Manager steht.

"Der Kollege ist alt und teuer." ist kein Argument, für das ein Mandant das Budget erhöht. Entweder bekommt man einen Prüfer/Berater mit Senior-Manager-Qualität für den Preis oder eben nicht.

Letztendlich würde es ja bedeuten, dass die Arbeit als Consultant/Prüfer bei einer Big4 eine Art Zeitspiel ist und wir alle mehr oder weniger "befristete" Verträge haben, sofern wir nicht konsequent jedes Jahr aufs Neue unsere Leistung weiter steigern? Finde ich schade, dass man nicht einen Gang runterschalten kann, wenn z.B. die Familienplanung etc. ansteht, denn eig. gefällt es mir hier.

Ich würde mich wegen dem ganzen Leistungsdruck und Beförderungen nicht stressen lassen. Wieso soll man bei einer Big4 wie nicht auch in einer anderen Firma au dem selben Grade bleiben, wenn man selbst damit zufrieden ist und nicht mehr machen kann. Ist mE völlig legitim.

antworten
Voice of Reason

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Und genau die Betrachtungsweise ist aus AG-Sicht NICHT korrekt.
Selbst wenn Du auf gleichem Level verbleiben möchtest, steigen trotzdem jedes Jahr die Kosten für Dich - du willst ja schließlich mehr Geld verdienen (und selbst wenn du es nicht willst, bekommst Du es aufgrund der Mindesterhöhung gem. Betriebsrat trotzdem).
Gleichzeitig kann der AG aber nicht mehr Geld für Dich verlangen, weil Tagessätze nun einmal im absolut überwiegenden Teil aller Fälle Level-spezifisch sind und nicht Personen-spezifisch.
Und damit wirst Du Jahr-für-Jahr unprofitabler für den AG.

WiWi Gast schrieb am 03.08.2021:

WiWi Gast schrieb am 21.07.2021:

Big4 Auditor schrieb am 16.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Vielleicht nochmal zurück zur ursprünglichen Diskussion. In meiner Big4 wird von managern erwartet, dass sie zusammen mit den partnern Projekte aquirieren und diese dann aber vollständig eigenständig planen und durchführen, ohne dass ihnen von oben unter die arme gegriffen wird. Typischerweise mehrere Projekte parallel. Es gibt jedoch keinerlei unterstützung und anleitung mehr. Deckt sich das mit euren Erfahrungen?

"Keinerlei Unterstützung" ist übertrieben, aber man trägt schon die Hauptlast, ja.
Insgesamt: Ja, das trifft es ziemlich.

Wenn ja, was passiert wenn es irgendwer vergeigt? Es ist doch nicht jeder der nach wiwi-treff-stil auf teufel komm raus aus irgendwelchen Geltungsdrängen so schnell es geht manager werden will dazu in der lage?!

Was soll dann passieren? Dann ist der Mandant (zu Recht) sauer.
Aber die Möglichkeit des "Vergeigens" gibt es ja grundsätzlich immer und auf jedem Level.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Glaub doch dem ehemaligen KPMG’ler wenn er was dazu schreibt. Er hat außerdem auch hier absolut recht, der Tagessatz für einen Manager ist immer gleich unabhängig davon wie viel Erfahrung er mitbringt. Man verhandelt die Tagessätze immer nach Level und nicht nach BE.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Ich würde mal behaupten, dass seniore manager höhere Tagessätze als jungmanager bei neuen Aufträgen aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass für die ganze Firma und jeden Kunden überall zu jeder zeit die gleichen Tagessätze gelten.

Die Wahrheit liegt dazwischen. Bei einem kleinen Auftrag, bei dem man weiß, wer das Team ist, könnte man aktiv im Vorfeld auf einer Stufe die Tagessätze etwas justieren. Das löst aber das Problem nicht:
Am Ende interessieren den Mandanten die Tagessätze nur wenig, sondern die termingerechte Leistung und die Gesamtkosten. Wie letztere sich berechnen, ist ihm letztendlich egal - das ist lediglich eine Information zur Begründung der Preiskalkulation bzw. Nachverhandlung, falls das geplante Budget nicht reicht.

Für den Arbeitgeber bleibt aber das Problem:
Wer 50% mehr verdient als ein frisch beförderter Manager, muss entweder entsprechend effizienter arbeiten oder entsprechend mehr Effizienz ins Team bringen. Könnte er das, hätte man ihn in der Regel auch zum SM befördert - kann er das nicht, hat man höhere Kosten bei selbem Gesamtbudget. Selbst wenn man nun die Stundensätze für Manager erhöht, hat man am Ende entweder einen Gesamtpreis, den der Mandant nicht zahlen will oder bei gleichem Budget weniger Stunden.

...die wiederum aber ja nicht ausreichen, weil der erfahrene Manager ja in dem Szenario nicht effizienter ist als der unerfahrene Manager.

Kurz: Am Ende bliebe man auf den Kosten sitzen.

So sehr sich ein Mandant auch über erfahrene Prüfer/Berater freut. Spätestens, wenn man ihm sagt, er müsse mehr für den bezahlen als üblich, wird der auf die Idee kommen zu fragen, warum dieser erfahrene Kollege bezahlt werden soll wie ein Senior Manager, aber auf der Visitenkarte Manager steht.

"Der Kollege ist alt und teuer." ist kein Argument, für das ein Mandant das Budget erhöht. Entweder bekommt man einen Prüfer/Berater mit Senior-Manager-Qualität für den Preis oder eben nicht.

Letztendlich würde es ja bedeuten, dass die Arbeit als Consultant/Prüfer bei einer Big4 eine Art Zeitspiel ist und wir alle mehr oder weniger "befristete" Verträge haben, sofern wir nicht konsequent jedes Jahr aufs Neue unsere Leistung weiter steigern? Finde ich schade, dass man nicht einen Gang runterschalten kann, wenn z.B. die Familienplanung etc. ansteht, denn eig. gefällt es mir hier.

Ich würde mich wegen dem ganzen Leistungsdruck und Beförderungen nicht stressen lassen. Wieso soll man bei einer Big4 wie nicht auch in einer anderen Firma au dem selben Grade bleiben, wenn man selbst damit zufrieden ist und nicht mehr machen kann. Ist mE völlig legitim.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

So einseitig kann man das nicht betrachten. Zumindest bei meiner BIG 4 ist man sehr bemüht, einen speziellen Spezialisten Track zu etablieren, der auf genau diese Leute abzielt. Die "Fachkarriere" kann durchaus auch für den AG lohnenswert sein, da es immer wieder zu Sachverhalten und Themen kommt, bei welchen eine Expertise von <5 Jahren hilfreich ist.

Voice of Reason schrieb am 03.08.2021:

Und genau die Betrachtungsweise ist aus AG-Sicht NICHT korrekt.
Selbst wenn Du auf gleichem Level verbleiben möchtest, steigen trotzdem jedes Jahr die Kosten für Dich - du willst ja schließlich mehr Geld verdienen (und selbst wenn du es nicht willst, bekommst Du es aufgrund der Mindesterhöhung gem. Betriebsrat trotzdem).
Gleichzeitig kann der AG aber nicht mehr Geld für Dich verlangen, weil Tagessätze nun einmal im absolut überwiegenden Teil aller Fälle Level-spezifisch sind und nicht Personen-spezifisch.
Und damit wirst Du Jahr-für-Jahr unprofitabler für den AG.

WiWi Gast schrieb am 03.08.2021:

WiWi Gast schrieb am 21.07.2021:

Big4 Auditor schrieb am 16.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Vielleicht nochmal zurück zur ursprünglichen Diskussion. In meiner Big4 wird von managern erwartet, dass sie zusammen mit den partnern Projekte aquirieren und diese dann aber vollständig eigenständig planen und durchführen, ohne dass ihnen von oben unter die arme gegriffen wird. Typischerweise mehrere Projekte parallel. Es gibt jedoch keinerlei unterstützung und anleitung mehr. Deckt sich das mit euren Erfahrungen?

"Keinerlei Unterstützung" ist übertrieben, aber man trägt schon die Hauptlast, ja.
Insgesamt: Ja, das trifft es ziemlich.

Wenn ja, was passiert wenn es irgendwer vergeigt? Es ist doch nicht jeder der nach wiwi-treff-stil auf teufel komm raus aus irgendwelchen Geltungsdrängen so schnell es geht manager werden will dazu in der lage?!

Was soll dann passieren? Dann ist der Mandant (zu Recht) sauer.
Aber die Möglichkeit des "Vergeigens" gibt es ja grundsätzlich immer und auf jedem Level.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Glaub doch dem ehemaligen KPMG’ler wenn er was dazu schreibt. Er hat außerdem auch hier absolut recht, der Tagessatz für einen Manager ist immer gleich unabhängig davon wie viel Erfahrung er mitbringt. Man verhandelt die Tagessätze immer nach Level und nicht nach BE.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Ich würde mal behaupten, dass seniore manager höhere Tagessätze als jungmanager bei neuen Aufträgen aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass für die ganze Firma und jeden Kunden überall zu jeder zeit die gleichen Tagessätze gelten.

Die Wahrheit liegt dazwischen. Bei einem kleinen Auftrag, bei dem man weiß, wer das Team ist, könnte man aktiv im Vorfeld auf einer Stufe die Tagessätze etwas justieren. Das löst aber das Problem nicht:
Am Ende interessieren den Mandanten die Tagessätze nur wenig, sondern die termingerechte Leistung und die Gesamtkosten. Wie letztere sich berechnen, ist ihm letztendlich egal - das ist lediglich eine Information zur Begründung der Preiskalkulation bzw. Nachverhandlung, falls das geplante Budget nicht reicht.

Für den Arbeitgeber bleibt aber das Problem:
Wer 50% mehr verdient als ein frisch beförderter Manager, muss entweder entsprechend effizienter arbeiten oder entsprechend mehr Effizienz ins Team bringen. Könnte er das, hätte man ihn in der Regel auch zum SM befördert - kann er das nicht, hat man höhere Kosten bei selbem Gesamtbudget. Selbst wenn man nun die Stundensätze für Manager erhöht, hat man am Ende entweder einen Gesamtpreis, den der Mandant nicht zahlen will oder bei gleichem Budget weniger Stunden.

...die wiederum aber ja nicht ausreichen, weil der erfahrene Manager ja in dem Szenario nicht effizienter ist als der unerfahrene Manager.

Kurz: Am Ende bliebe man auf den Kosten sitzen.

So sehr sich ein Mandant auch über erfahrene Prüfer/Berater freut. Spätestens, wenn man ihm sagt, er müsse mehr für den bezahlen als üblich, wird der auf die Idee kommen zu fragen, warum dieser erfahrene Kollege bezahlt werden soll wie ein Senior Manager, aber auf der Visitenkarte Manager steht.

"Der Kollege ist alt und teuer." ist kein Argument, für das ein Mandant das Budget erhöht. Entweder bekommt man einen Prüfer/Berater mit Senior-Manager-Qualität für den Preis oder eben nicht.

Letztendlich würde es ja bedeuten, dass die Arbeit als Consultant/Prüfer bei einer Big4 eine Art Zeitspiel ist und wir alle mehr oder weniger "befristete" Verträge haben, sofern wir nicht konsequent jedes Jahr aufs Neue unsere Leistung weiter steigern? Finde ich schade, dass man nicht einen Gang runterschalten kann, wenn z.B. die Familienplanung etc. ansteht, denn eig. gefällt es mir hier.

Ich würde mich wegen dem ganzen Leistungsdruck und Beförderungen nicht stressen lassen. Wieso soll man bei einer Big4 wie nicht auch in einer anderen Firma au dem selben Grade bleiben, wenn man selbst damit zufrieden ist und nicht mehr machen kann. Ist mE völlig legitim.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Voice of Reason schrieb am 03.08.2021:

Und genau die Betrachtungsweise ist aus AG-Sicht NICHT korrekt.
Selbst wenn Du auf gleichem Level verbleiben möchtest, steigen trotzdem jedes Jahr die Kosten für Dich - du willst ja schließlich mehr Geld verdienen (und selbst wenn du es nicht willst, bekommst Du es aufgrund der Mindesterhöhung gem. Betriebsrat trotzdem).
Gleichzeitig kann der AG aber nicht mehr Geld für Dich verlangen, weil Tagessätze nun einmal im absolut überwiegenden Teil aller Fälle Level-spezifisch sind und nicht Personen-spezifisch.
Und damit wirst Du Jahr-für-Jahr unprofitabler für den AG.

Da hast du recht, allerdings gibt es auch in jeder Big4 die "ewigen" Manager. Was ich mich immer gefragt habe, wie die sich halten können, denn manche hatten nicht unbedingt eine hohe Projektauslastung und soweit ich weiss, sind einige von denen auch nicht rauskomplementiert worden.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Voice of Reason schrieb am 03.08.2021:

Und genau die Betrachtungsweise ist aus AG-Sicht NICHT korrekt.
Selbst wenn Du auf gleichem Level verbleiben möchtest, steigen trotzdem jedes Jahr die Kosten für Dich - du willst ja schließlich mehr Geld verdienen (und selbst wenn du es nicht willst, bekommst Du es aufgrund der Mindesterhöhung gem. Betriebsrat trotzdem).
Gleichzeitig kann der AG aber nicht mehr Geld für Dich verlangen, weil Tagessätze nun einmal im absolut überwiegenden Teil aller Fälle Level-spezifisch sind und nicht Personen-spezifisch.
Und damit wirst Du Jahr-für-Jahr unprofitabler für den AG.

WiWi Gast schrieb am 03.08.2021:

WiWi Gast schrieb am 21.07.2021:

Big4 Auditor schrieb am 16.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Vielleicht nochmal zurück zur ursprünglichen Diskussion. In meiner Big4 wird von managern erwartet, dass sie zusammen mit den partnern Projekte aquirieren und diese dann aber vollständig eigenständig planen und durchführen, ohne dass ihnen von oben unter die arme gegriffen wird. Typischerweise mehrere Projekte parallel. Es gibt jedoch keinerlei unterstützung und anleitung mehr. Deckt sich das mit euren Erfahrungen?

"Keinerlei Unterstützung" ist übertrieben, aber man trägt schon die Hauptlast, ja.
Insgesamt: Ja, das trifft es ziemlich.

Wenn ja, was passiert wenn es irgendwer vergeigt? Es ist doch nicht jeder der nach wiwi-treff-stil auf teufel komm raus aus irgendwelchen Geltungsdrängen so schnell es geht manager werden will dazu in der lage?!

Was soll dann passieren? Dann ist der Mandant (zu Recht) sauer.
Aber die Möglichkeit des "Vergeigens" gibt es ja grundsätzlich immer und auf jedem Level.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Glaub doch dem ehemaligen KPMG’ler wenn er was dazu schreibt. Er hat außerdem auch hier absolut recht, der Tagessatz für einen Manager ist immer gleich unabhängig davon wie viel Erfahrung er mitbringt. Man verhandelt die Tagessätze immer nach Level und nicht nach BE.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Ich würde mal behaupten, dass seniore manager höhere Tagessätze als jungmanager bei neuen Aufträgen aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass für die ganze Firma und jeden Kunden überall zu jeder zeit die gleichen Tagessätze gelten.

Die Wahrheit liegt dazwischen. Bei einem kleinen Auftrag, bei dem man weiß, wer das Team ist, könnte man aktiv im Vorfeld auf einer Stufe die Tagessätze etwas justieren. Das löst aber das Problem nicht:
Am Ende interessieren den Mandanten die Tagessätze nur wenig, sondern die termingerechte Leistung und die Gesamtkosten. Wie letztere sich berechnen, ist ihm letztendlich egal - das ist lediglich eine Information zur Begründung der Preiskalkulation bzw. Nachverhandlung, falls das geplante Budget nicht reicht.

Für den Arbeitgeber bleibt aber das Problem:
Wer 50% mehr verdient als ein frisch beförderter Manager, muss entweder entsprechend effizienter arbeiten oder entsprechend mehr Effizienz ins Team bringen. Könnte er das, hätte man ihn in der Regel auch zum SM befördert - kann er das nicht, hat man höhere Kosten bei selbem Gesamtbudget. Selbst wenn man nun die Stundensätze für Manager erhöht, hat man am Ende entweder einen Gesamtpreis, den der Mandant nicht zahlen will oder bei gleichem Budget weniger Stunden.

...die wiederum aber ja nicht ausreichen, weil der erfahrene Manager ja in dem Szenario nicht effizienter ist als der unerfahrene Manager.

Kurz: Am Ende bliebe man auf den Kosten sitzen.

So sehr sich ein Mandant auch über erfahrene Prüfer/Berater freut. Spätestens, wenn man ihm sagt, er müsse mehr für den bezahlen als üblich, wird der auf die Idee kommen zu fragen, warum dieser erfahrene Kollege bezahlt werden soll wie ein Senior Manager, aber auf der Visitenkarte Manager steht.

"Der Kollege ist alt und teuer." ist kein Argument, für das ein Mandant das Budget erhöht. Entweder bekommt man einen Prüfer/Berater mit Senior-Manager-Qualität für den Preis oder eben nicht.

Letztendlich würde es ja bedeuten, dass die Arbeit als Consultant/Prüfer bei einer Big4 eine Art Zeitspiel ist und wir alle mehr oder weniger "befristete" Verträge haben, sofern wir nicht konsequent jedes Jahr aufs Neue unsere Leistung weiter steigern? Finde ich schade, dass man nicht einen Gang runterschalten kann, wenn z.B. die Familienplanung etc. ansteht, denn eig. gefällt es mir hier.

Ich würde mich wegen dem ganzen Leistungsdruck und Beförderungen nicht stressen lassen. Wieso soll man bei einer Big4 wie nicht auch in einer anderen Firma au dem selben Grade bleiben, wenn man selbst damit zufrieden ist und nicht mehr machen kann. Ist mE völlig legitim.

In der Theorie richtig, in der Praxis ziemlich irrelevant. Du kennst ja die PKS-Sätze der "alten" SM. Wenn die um 2,5 % steigen aufgrund der Gehaltssteigerung wird deshalb der DB nicht absaufen.
Außerdem: Im Notfall kann man darüber hinaus den Effekt ja auch dadurch abfedern, dass man bei T&M-Verträgen 1 Stunde im Monat mehr in Rechnung stellt (ohne dass intern die Stunde dagegen läuft), das sollte in 99 % der Fälle möglich sein.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Als jemand der nicht aus der Branche stammt würde ich entgegenhalten, dass allgemein durch Steigerung der Erfahrung und Ausbau des Netzwerks über 4-5 Jahre ein Mehrwert für den AG durch Effizienzsteigerung des AN bei dessen gleichbleibendem Engagement generiert werden kann. Erst dann wird die Stelle langweilig und man verbessert sich nichtmehr.
Ist die Arbeit bei Big4 so repititiv und wenig optimierbar, dass das hier nicht gilt?

Voice of Reason schrieb am 03.08.2021:

Und genau die Betrachtungsweise ist aus AG-Sicht NICHT korrekt.
Selbst wenn Du auf gleichem Level verbleiben möchtest, steigen trotzdem jedes Jahr die Kosten für Dich - du willst ja schließlich mehr Geld verdienen (und selbst wenn du es nicht willst, bekommst Du es aufgrund der Mindesterhöhung gem. Betriebsrat trotzdem).
Gleichzeitig kann der AG aber nicht mehr Geld für Dich verlangen, weil Tagessätze nun einmal im absolut überwiegenden Teil aller Fälle Level-spezifisch sind und nicht Personen-spezifisch.
Und damit wirst Du Jahr-für-Jahr unprofitabler für den AG.

WiWi Gast schrieb am 03.08.2021:

WiWi Gast schrieb am 21.07.2021:

Big4 Auditor schrieb am 16.07.2021:

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Vielleicht nochmal zurück zur ursprünglichen Diskussion. In meiner Big4 wird von managern erwartet, dass sie zusammen mit den partnern Projekte aquirieren und diese dann aber vollständig eigenständig planen und durchführen, ohne dass ihnen von oben unter die arme gegriffen wird. Typischerweise mehrere Projekte parallel. Es gibt jedoch keinerlei unterstützung und anleitung mehr. Deckt sich das mit euren Erfahrungen?

"Keinerlei Unterstützung" ist übertrieben, aber man trägt schon die Hauptlast, ja.
Insgesamt: Ja, das trifft es ziemlich.

Wenn ja, was passiert wenn es irgendwer vergeigt? Es ist doch nicht jeder der nach wiwi-treff-stil auf teufel komm raus aus irgendwelchen Geltungsdrängen so schnell es geht manager werden will dazu in der lage?!

Was soll dann passieren? Dann ist der Mandant (zu Recht) sauer.
Aber die Möglichkeit des "Vergeigens" gibt es ja grundsätzlich immer und auf jedem Level.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Glaub doch dem ehemaligen KPMG’ler wenn er was dazu schreibt. Er hat außerdem auch hier absolut recht, der Tagessatz für einen Manager ist immer gleich unabhängig davon wie viel Erfahrung er mitbringt. Man verhandelt die Tagessätze immer nach Level und nicht nach BE.

WiWi Gast schrieb am 16.07.2021:

Ich würde mal behaupten, dass seniore manager höhere Tagessätze als jungmanager bei neuen Aufträgen aushandeln können. Es ist ja nicht so, dass für die ganze Firma und jeden Kunden überall zu jeder zeit die gleichen Tagessätze gelten.

Die Wahrheit liegt dazwischen. Bei einem kleinen Auftrag, bei dem man weiß, wer das Team ist, könnte man aktiv im Vorfeld auf einer Stufe die Tagessätze etwas justieren. Das löst aber das Problem nicht:
Am Ende interessieren den Mandanten die Tagessätze nur wenig, sondern die termingerechte Leistung und die Gesamtkosten. Wie letztere sich berechnen, ist ihm letztendlich egal - das ist lediglich eine Information zur Begründung der Preiskalkulation bzw. Nachverhandlung, falls das geplante Budget nicht reicht.

Für den Arbeitgeber bleibt aber das Problem:
Wer 50% mehr verdient als ein frisch beförderter Manager, muss entweder entsprechend effizienter arbeiten oder entsprechend mehr Effizienz ins Team bringen. Könnte er das, hätte man ihn in der Regel auch zum SM befördert - kann er das nicht, hat man höhere Kosten bei selbem Gesamtbudget. Selbst wenn man nun die Stundensätze für Manager erhöht, hat man am Ende entweder einen Gesamtpreis, den der Mandant nicht zahlen will oder bei gleichem Budget weniger Stunden.

...die wiederum aber ja nicht ausreichen, weil der erfahrene Manager ja in dem Szenario nicht effizienter ist als der unerfahrene Manager.

Kurz: Am Ende bliebe man auf den Kosten sitzen.

So sehr sich ein Mandant auch über erfahrene Prüfer/Berater freut. Spätestens, wenn man ihm sagt, er müsse mehr für den bezahlen als üblich, wird der auf die Idee kommen zu fragen, warum dieser erfahrene Kollege bezahlt werden soll wie ein Senior Manager, aber auf der Visitenkarte Manager steht.

"Der Kollege ist alt und teuer." ist kein Argument, für das ein Mandant das Budget erhöht. Entweder bekommt man einen Prüfer/Berater mit Senior-Manager-Qualität für den Preis oder eben nicht.

Letztendlich würde es ja bedeuten, dass die Arbeit als Consultant/Prüfer bei einer Big4 eine Art Zeitspiel ist und wir alle mehr oder weniger "befristete" Verträge haben, sofern wir nicht konsequent jedes Jahr aufs Neue unsere Leistung weiter steigern? Finde ich schade, dass man nicht einen Gang runterschalten kann, wenn z.B. die Familienplanung etc. ansteht, denn eig. gefällt es mir hier.

Ich würde mich wegen dem ganzen Leistungsdruck und Beförderungen nicht stressen lassen. Wieso soll man bei einer Big4 wie nicht auch in einer anderen Firma au dem selben Grade bleiben, wenn man selbst damit zufrieden ist und nicht mehr machen kann. Ist mE völlig legitim.

antworten
WiWi Gast

Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Ich bin bei einer Big4 und stimme dir zu. Wir haben durchaus Fälle bei denen wir sehr gerne erfahrene Manager einsetzen die dann entsprechendes Fachwissen mitbringen. Insbesondere da es Fälle gibt bei denen ein Job mit Managertagessatz verkauft wurde für den man entweder einen gestandenen Manager oder einen Senior Manager braucht. Bei der Entscheidung die Marge etwas leiden zu lassen oder das Teilprojekt evtl gegen die Wand zu fahren sind langjährige Manager gern gesehen. Natürlich darf es auch nicht zu viele davon geben.

WiWi Gast schrieb am 03.08.2021:

Als jemand der nicht aus der Branche stammt würde ich entgegenhalten, dass allgemein durch Steigerung der Erfahrung und Ausbau des Netzwerks über 4-5 Jahre ein Mehrwert für den AG durch Effizienzsteigerung des AN bei dessen gleichbleibendem Engagement generiert werden kann. Erst dann wird die Stelle langweilig und man verbessert sich nichtmehr.
Ist die Arbeit bei Big4 so repititiv und wenig optimierbar, dass das hier nicht gilt?

Voice of Reason schrieb am 03.08.2021:

Und genau die Betrachtungsweise ist aus AG-Sicht NICHT korrekt.
Selbst wenn Du auf gleichem Level verbleiben möchtest, steigen trotzdem jedes Jahr die Kosten für Dich - du willst ja schließlich mehr Geld verdienen (und selbst wenn du es nicht willst, bekommst Du es aufgrund der Mindesterhöhung gem. Betriebsrat trotzdem).
Gleichzeitig kann der AG aber nicht mehr Geld für Dich verlangen, weil Tagessätze nun einmal im absolut überwiegenden Teil aller Fälle Level-spezifisch sind und nicht Personen-spezifisch.
Und damit wirst Du Jahr-für-Jahr unprofitabler für den AG.

antworten

Artikel zu Big4

Als Trainee oder Consultant bei Deloitte, Ernst & Young oder PwC durchstarten!

WP-Examen: Wirtschaftsprüfungsexamen

Beim access Finance, Controlling & Audit Career Event können Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit nur einer Bewerbung Deloitte, Ernst & Young und PwC überzeugen.

Die Gehaltsverhandlung

Nebenjob, Studentenjob,

Während der Absolvent vor der Gehaltsverhandlung von üppigen Gehältern träumt, wollen die Personaler die Kosten gering halten. Tipps für die Gehaltsverhandlung helfen, die eigene Vorstellung überzeugend vorzutragen.

Gehaltsverhandlung stresst Mitarbeiter besonders

Spielchips symbolisieren den Gehaltspoker bei einer Gehaltsverhandlung

Herzklopfen, trockener Mund, Aufregung – die Gehaltsverhandlung gehört für Arbeitnehmer zu den größten Stressfaktoren am Arbeitsplatz. Warum sind Mitarbeiter in der Gesprächssituationen einer Gehaltsverhandlung besonders nervös? Welche Tipps führen trotzdem zu einem erfolgreichen Abschluss?

Grundgehälter im Finanzsektor steigen leicht

Die Finanzmetropole Frankfurt.

Die erwarteten Gehaltserhöhungen im Finanzsektor liegen zwischen 1,9 und 2,4 Prozent. Auch die Boni werden ähnlich stark steigen. Das sind die Ergebnisse einer Studie der Unternehmensberatung Mercer, für die Vergütungsinformationen von 42 Banken, Versicherern und weiteren Finanzunternehmen aus 14 Ländern analysiert wurden.

Gehaltsbiografie 2017: Gehaltserhöhungen nur bis 40 Jahre?

Regelmäßige Gehaltserhöhungen erwartet jeder. Doch bis wann können Arbeitnehmer mit Gehaltserhöhungen rechnen? Steigt das Gehalt immer weiter? Die Gehaltsbiografie 2017 der Karriereplattform Gehalt.de analysiert wichtige Parameter wie Geschlecht, Ausbildung, Firmengröße und Branche.

Gender Pay Gap: Frauen verdienen 21 Prozent pro Stunde weniger

Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen war 2016 mit 16,26 Euro um 21 Prozent niedriger als der von Männern mit 20,71 Euro. Die wichtigsten Gründe für die Differenzen waren Unterschiede in den Branchen und Berufen, sowie ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation. Darüber hinaus sind Frauen häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Urlaubsgeld: Meist 30 Tage Urlaub und bis zu 2.270 Euro für die Urlaubskasse

Ein länglicher Pool eines Hotels mit Liegen und Blick auf das Meer.

43 Prozent der Beschäftigten erhalten von ihrem Arbeitgeber ein Urlaubsgeld. Zwischen 155 und 2.270 Euro bekommen Beschäftigte dabei. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung.

Gehaltsverhandlung: Mit krummen Summen mehr Gehalt

Ein Zahlencode auf einer kleinen, blauen Tafel.

Wer mit einer krummen Summe in die Gehaltsverhandlungen geht, kommt mit einem höheren Ergebnis wieder raus, berichtet die Zeitschrift »Wundertwelt Wissen« in ihrer Februar-Ausgabe.

Gehälter in Deutschland steigen 2015 um gut drei Prozent

Die Gehälter in Deutschland werden im kommenden Jahr im Schnitt um 3,1 Prozent steigen. Das zeigt die Gehaltsentwicklungsprognose 2015 für 26 europäische Länder der Managementberatung Kienbaum.

Vielfältige Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben

Ein grünes Auge einer Frau schaut durch ein Loch in einem  gelben Ahornblatt.

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen lag in Deutschland in den Jahren 2009-2013 rund 20 Prozent unter dem der Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung zum Equal-Pay-Day vorlegt.

Frauen sind selbstbewusst im Job und bei Gehaltsverhandlungen

Eine Hand mit grünen Fingernägeln stützt einen Frauenkopf.

Mit viel Selbstbewusstsein treiben Frauen in Deutschland ihre Karriere voran. Knapp zwei Drittel der berufstätigen Frauen schätzen sich selbst als erfolgreich im Beruf ein und sehen auch für die Zukunft gute Karrierechancen. Das zeigt sich auch bei den Gehaltsverhandlungen. Eine große Mehrheit von 62 Prozent der Frauen hat bereits aktiv ein höheres Gehalt verlangt und nach einer Beförderung fragten immerhin 41 Prozent.

Inflations­rate steigt 2014 um 0,9 Prozent gegen­über dem Vor­jahr

Ein goldenes Sparschwein steht auf einem Fliesenboden.

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – beträgt im Jahresdurchschnitt 2014 gegenüber dem Vor­jahr 0,9 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ist die Jahresteuerungsrate somit seit 2011 rückläufig und betrug im Dezember 2014 lediglich 0,2 Prozent. Eine niedrigere Inflationsrate wurde zuletzt im Oktober 2009 mit 0,0 Prozent gemessen.

Karriere-Sprung 2014: Tipps für die Beförderung

Die meisten Arbeitnehmer hielten Beförderungen in 2013 für unwahrscheinlich und nur 8 Prozent rechneten im neuen Jahr mit dem beruflichen Aufstieg, zeigt eine Umfrage von Monster. Das Karriereportal gibt Tipps, wie es mit der Beförderung in 2014 besser klappt.

Firmenwagen-Studie: Die Trends zum Thema Dienstwagen 2013

Ein Pendler mit Sonnenbrille sitzt am Steuer eines VW-Autos.

Dienstwagen mit alternativem Antrieb sind bisher kein Thema für deutsche Unternehmen: Lediglich fünf Prozent der Firmen haben bereits in Dienstfahrzeuge mit alternativem Antrieb investiert. Das ergab die Firmenwagen-Studie 2013 der Managementberatung Kienbaum, für die das Beratungsunternehmen 250 Firmen befragt hat.

Deutsche mit Einkommen zufrieden

Ein gelber Ball mit einem Smileygesicht liegt auf einer Fensterbank.

45 Prozent der Befragten sind mit ihren Vermögensverhältnissen zufrieden. Die Zufriedenheit mit der Einkommenssituation ist aufgrund von jüngsten Lohnerhöhungen gegenüber 2012 um sieben Prozentpunkte gestiegen. Deutsche investieren künftig vor allem in kurzfristige Anlagen und Immobilien.

Antworten auf Re: Beförderung zum Manager bei Big4 (insb. KPMG) inflationär?

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 97 Beiträge

Diskussionen zu Big4

Weitere Themen aus Gehaltserhöhung & Karriere