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Inverses Headhunting

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WiWi Gast

Inverses Headhunting

Hallo zusammen, ich habe eine Frage die für mich aktuell schwer zu greifen ist. Ich habe nach dem Studium (BWL) bei einem kleinen Unternehmen angefangen und mit diesem in den letzten 9 Jahren einen kometenhaften Aufstieg erlebt. Das Unternehmen hätten riesigen Erfolg + Wachstum, und ich selbst auch. Bin heute CFO mit großem Erfahrungsschatz in nahezu jeder betriebswirtschaftlichen Disziplin (Finance, Controlling, M&A, Legal, Tax, HR etc. etc.). Habe beim Wachstum Unternehmen gegründet, gekauft, verkauft, bin GF in Tochtergesellschaften etc.

Wo Licht ist, ist jedoch auch Schatten und mein Wunsch nach 9 Jahren einmal woanders einzusteigen, neues Umfeld + Erfahrungen und meine Karriere weiterführen ist groß.

Allerdings tue ich mich echt schwer einen neuen Job zu finden. Bei Online-Anzeigen sind bis zu 200 Kandidaten auf der Long-List, mit Personalberatern habe ich nur unterirdische Erfahrungen gemacht und im Netzwerk ist auch sehr schwer auf diesem Karriere-Level zu wechseln und weiterzukommen.

Mittlerweile trage ich mich schon mit dem Gedanken, selbst einen Headhunter für die Stellensuche für mich (d.h. inverse) zu suchen. Die Frage ist nur, an wen wendet man sich? habt ihr (gute) Erfahrungen mit gewissen Headhuntern in dieser Auftragssituation (mit Netzwerk, Zugangn zum verdeckten Stellenmarkt) oder Kollegen, Freunde / Bekannte? Bin echt für jeden Hinweis bzw. jede Erfahrungen dankbar....hätte nie gedacht, dass die Jobsuche auf diesem Level so schwierig werden würden

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

Fühl ich nicht. Normalerweise finden dich headhunter von selbst via linkedin wenn du es drauf hast

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

Was heißt denn wenn du es drauf' hast?!

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

Wenn du Geschäftsführer bist etc, vermittelst du mir mal ein Praktikum bei dir im Unternehmen? :D

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

Ich bin immer wieder fasziniert, dass in einem BERUFSEINSTIEG-Forum nach derartigen Dingen gefragt wird.

Ein erfahrener CFO als auch GF (und das bist du ja anscheinend) sollte sich anderweitig Ratschläge holen.

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DAX Einkäufer

Re: Inverses Headhunting

Grundsätzlich bist Du bei Personalberatern schon richtig. Wenn die bisherigen Kontakte nichts gebracht haben, würde ich es bei renommierteren Personalberatern versuchen. "Executive Search" ist doch ein gängiger Begriff. Allerdings beschreibst Du Dein Erfahrungsportfolio sehr operativ. Wenn Du in ein anderes Unternehmen in eine leitende Aufgabe wechseln willst, ist faktisch Führungserfahrung relevant und nicht nur fachliche Erfahrung. Für den Wechsel in eine große Organisation könnte die Erfahrung in der Steuerung komplexer organisatorischer Gebilde fehlen. Das ist einer der Gründe, weshalb große Unternehmen nur sehr selten aus kleinen Unternehmen rekrutieren.

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

Ob Einsteiger-Forum oder nicht, hier teilen Menschen Erfahrungen. Was den meisten Einsteigern nicht bewusst ist ... je höher man auf der Leiter steigt, desto weniger werden die Sprossen... und dass das ausgeschriebene dann hart umkämpft ist, ist auch logisch...ab 120k gibt es nahezu keine Stellenanzeigen mehr... selbst Top-Leute wie Dieter Rickert suchen 50:50 im Auftrag von Unternehmern sowie im Auftrag von Kandidaten...dann auch nur im verdeckten Stellenmarkt bzw. im eigenen Netzwerk...ist ab einer gewissen Entwicklungsstufe ein schwieriges Thema...selbst wechselwillige Freunde von mir in ähnlicher Situation brauchen idR 12 Monate bis zur nächsten Unterschrift...

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

Du bist ja nach eigenen Angaben, bereits CFO bzw. CEO von (mehreren) Tochtergesellschaften. Ich habe zwar keine Ahnung, wie groß das Unt. ist, aber was sind denn deine Ziele bzw. wohin willst du denn?

Ein möglicher Headhunter wird dich folgendes fragen:

  1. Ziele (Position)
  2. Gehalt
  3. Branche

Besonders wenn du selber einen Headhunter einschalten willst, solltest du dir einen kontaktieren, welcher in der gewünschten Branche Kontakte hat.

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DAX Einkäufer

Re: Inverses Headhunting

"Ein möglicher Headhunter wird dich folgendes fragen:

  1. Ziele (Position)
  2. Gehalt
  3. Branche"

Diese Fragen stellt der Headhunter aber nur, wenn er die Provision später von Dir bekommt und nicht vom suchenden Unternehmen. Wenn die Provision (die durchaus ein Jahresgehalt betragen kann) vom Arbeitgeber bezahlt werden soll, könnten die Fragen eher sein:

  1. Wie mobil sind Sie national / international?
  2. Welche Referenzen haben Sie dafür, große Veränderungen umgesetzt oder das Unternehmen zum Erfolg geführt zu haben?
  3. Was können Sie, was andere nicht können?

Gehälter orientieren sich an der Aufgabe. Branchen sind kein Wünsch-dir-was, bestimmte Positionen ebenfalls nicht.

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

Lieber DAX-EK, ich arbeite bei Heidrick und war vorher bei einer der drei anderen großen headhunting-firms.

Selbst in Hochglanzmagazinen wie manager magazin kann man doch nun die Usancen unserer Branche nachlesen. 1/3 des (neuen) Jahresgehalts ist Standard. Warum diese Ammenmärchen?

Zum TE? "Inverses Headhunting" gibt es so nicht. in UK gibt es ein paar Boutiquen, die eine Art Outplacement auf Senior-Level anbieten, und die den Auftraggebern (dem jobsuchenden Manager) dann Geld dafür abnehmen, deren Lebenslauf an uns zu senden.

Das kannst du auch tun; aber wenn du wirklich eine so erfahrene Führungskraft bist, weisst du, wie wir arbeiten - nämlich für das Unternehmen, nicht für dich.

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

Kann ich bestätigen, nach oben wird die Luft einfach dünn. In Stellenbörsen finden man nur noch begrenzt was, das läuft wirklich eher über Personalberater. Ich merk das jetzt schon auf Team-/Abteilungsleiter-Level.

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

Sehe ich genauso irgendwas kann da nicht stimmen, wenn du in den 9 Jahren von keinem der (wenigen) guten Headhunter kontaktiert wurdest....

But anyway kontaktiere die renommierten Executive Search Butzen á la Korn Ferry o.ä. und bitte nicht die Personalvermittler wie Hays und Konsorten. Die finden schon was für dich auch wenn C-Level jobs nicht auf den Bäumen wachsen :)

Lounge Gast schrieb:

Fühl ich nicht. Normalerweise finden dich headhunter von
selbst via linkedin wenn du es drauf hast

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

Du hast Erfahrung in HR gesammelt und dann weisst du nicht wie Executive-Recruiting funktioniert?

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

Leute, spart Euer Geld (ca. 30 T€) für Inverses Headhunting und nehmt Kontakt zu seriösen Headhuntern auf. Meine Erfahrungen mit IH sind katastrophal und für mich eine Lehre. Dabei aber solltet ihr euch nicht nur auf die Headhunter verlassen, das eigene Netzwerk ist mindestens genauso wichtig. Sinn macht es, sich erst einmal intensiv über die eigene Person Gedanken zu machen, dies auch in schriftlicher Form, um sich damit fit für Gespräche mit potenziellen Zielunternehmen zu machen. Das war das einzig Positive bei meiner Arbeit mit IH, leider kam dann nix mehr. Hatte so gut wie kein funktionierendes Netzwerk, Datenbanken waren veraltet, u.s.w....

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

Wenn du ein paar richtige Stichworte ins LinkedIn geschrieben hast. Mehr als das sehen Headhunter sowieso nicht von dir.

WiWi Gast schrieb am 17.11.2016:

Was heißt denn wenn du es drauf' hast?!

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

es ist entscheidend kein blablabla ins Internet wie z.B. bei LinkedIn oder Experteer zu veröffentlichen - wichtig ist es ganz gezielte Botschaften dort reinzusetzen - die wirken.

WiWi Gast schrieb am 13.08.2019:

Wenn du ein paar richtige Stichworte ins LinkedIn geschrieben hast. Mehr als das sehen Headhunter sowieso nicht von dir.

WiWi Gast schrieb am 17.11.2016:

Was heißt denn wenn du es drauf' hast?!

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WiWi Gast

Re: Inverses Headhunting

Ich verstehe die ganze Diskussion hier nicht. Der Arbeitsmarkt gestaltet sich auch für Führungskräfte nicht ganz einfach und es wird wohl nicht leichter werden in der Zukunft. Wenn man aber auf C-Level in einem Unternehmen sitzt oder dort hin möchte, bzw. sich beruflich verändern möchte, dann gibt es aus meiner Sicht mehrere Möglichkeiten. Eine davon ist inverses Headhunting, das auch bei mir vor einigen Jahren sehr gut funktioniert hat.
Es ist auch als professionelle Führungskraft keine Schande, sich dabei unterstützen zu lassen!

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