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Bei aktuellem AG bleiben oder Jobangebot annehmen?

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bankazubi2010

Bei aktuellem AG bleiben oder Jobangebot annehmen?

Hallo zusammen,
auch ich suche nun hier im Forum mal nach eurem Rat.
Derzeit bin ich im Bereich Risk Management bei einem recht kleinen Unternehmen beschäftigt.
Mit meinem Chef komme ich mal mehr oder weniger gut aus, an sich habe ich hier aber inzwischen ein recht ruhiges Leben, was sich durch eine richtig gute Work-Life-Balance ausdrückt. Diese ist mir auch wirklich wichtig.

Ich habe mich trotzdem dabei ertappt, immer mal wieder nach anderen stellen zu suchen, da meine Arbeit trotzdem recht monoton wurde, es Reibereien mit dem Chef gab und ich hier aktuell nicht so wahnsinnig viel neues lerne.

So kam dann vor ein paar Wochen ein Kontakt mit einer Headhunterin zu stande, die mir direkt auch eine interessante Position in einem anderen Risk Bereich vorschlug. Obwohl ich in diesem Bereich nahezu keine Vorerfahrung habe, wollte die Firma mich kennenlernen, zwei Gespräche waren sehr positiv und hinterließen ein gutes Bauchgefühl bei mir. Man ging auch auf meine Gehaltsvorstellung ein, die etwa 10k mehr beträgt als beim jetzigen AG.
Hört sich also eigentlich alles erstmal prima an.

Nun, wo ich das Angebot vorliegen habe, machen sich aber immer mehr Zweifel breit, ob ich wirklich kündigen soll…
Mein jetziger AG macht mir immer mal wieder neue Vorschläge mich dort weiterzuentwickeln, ich erhalte bald externe Schulungen und alles ist aktuell gut eingespielt und irgendwo auch „bequem“.

Dagegen steht das andere Angebot, bei dem ich sicherlich viel neues lernen kann, mehr Geld verdiene aber auf der anderen Seite auch auf viele benefits wie jetzt Firmenwagen oder eine sehr kurze Anreise zum Arbeitsort verzichten muss. Die Anreise würde einfach eine knappe Stunde in Anspruch nehmen vs jetzt ca 15 Minuten.
Mit anderen Worten habe ich große Angst, dass die Work-Life-Balance leidet und ich hinterher unzufrieden bin und den Wechsel bereue. Zudem habe ich Angst, dass ich durch die fehlende Vorerfahrung unter gehe und evtl meine Arbeit nicht „gut gebacken bekomme“.
Das löst große Unsicherheit aus.

Hinzu kommt das schlechte Gewissen, dass ich quasi aufgrund des guten Bauchgefühls in den Gesprächen mündlich zugesichert habe, dass ich gerne kommen würde, nun aber vor dem Vertrag sitze und etwas kalte Füße bekomme.

Die Headhunterin hat mir auch die ganze Zeit schon die Hölle heiß gemacht, dass ich doch wechseln soll (schon quasi zeitlich mit dem ersten Gespräch), weil sich ja jeder damit soviel Arbeit machen würde. Aber klar, die sieht natürlich ihre Provision…

Ich weiß nicht wirklich wie ich mich entscheiden soll. Meine Pro/Contra Liste bringt mich nicht weiter und ich denke einen Tag so / den anderen Tag so…

Vielen Dank und vG

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WiWi Gast

Bei aktuellem AG bleiben oder Jobangebot annehmen?

Wechseln. Du bist in deiner Komfortzone und es ist völlig legitim, sich so hin- und hergerissen zu fühlen. Dennoch trau dich.

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WiWi Gast

Bei aktuellem AG bleiben oder Jobangebot annehmen?

Nicht unter Druck setzen lassen und auf das Bauchgefühl hören. Ich habe es schon mal bereut und ganz ehrlich: Ein guter Kandidat findet immer leicht einen neuen Job. Du kannst immer noch wechseln. Klar, der Headhunter will seine Provision haben, deswegen setzt er dich unter Druck. Spiel' das Spiel nicht mit! Höre auf die Fakten UND auf das Bauchgefühl.

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bankazubi2010

Bei aktuellem AG bleiben oder Jobangebot annehmen?

Danke euch schonmal für die Meinungen/Erfahrungen!

In der Tat hatte ich auch meinen letzten Wechsel zum aktuellen AG vor knapp 2,5 Jahren seeehr bereut. Nun, nach einiger Zeit und gewonnener Routine inzwischen fühle ich mich hier ja sehr wohl.

Eine Art „Königsweg“ für mich wäre, falls ich mich entscheiden sollte zu gehen, mir die Türe hier offen zu halten und ggfs nach einiger Zeit und neu gewonnenen Erfahrungen oder falls es im neuen Job nicht läuft, zurück kommen zu können. Das würde mir zumindest etwas mehr Sicherheit und Perspektive verleihen.
Glaubt ihr so etwas geht? Ich selbst finde sowas würde ohnehin für beide Seiten Vorteile bringen, da sich AG und AN ja schon mal kennengelernt haben und somit eigentlich auch das Risiko einer Fehleinstellung reduzieren lässt.

Bei einem ehemaligen Arbeitgeber war es jedenfalls keine Seltenheit auch zwischendurch „abtrünnige“ wieder einzustellen.

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