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ImmobilienImmobilienpreise

Aktuelle Immobilienpreise

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Aktuell schon 3.27 % für 20 Jahre sehen wir in 2022 noch die 5 % ??

Ich gehe schwer davon aus. Der Anstieg wird aktuell durch nichts gebremst - es geht seit Januar linear nach oben. 7-10% zum Jahresende sind durchaus realistisch, die Inflation selbst wird ja auch noch nicht gebremst, EZB Leizins auch nicht angehoben.

Da der Zins ja mit den 10-jährigen Bundesanleihen einhergeht wird es wohl auch in Deutschland bald ungemütlich. Habecks' "Es ist ja nur Geld" funktioniert bei diesen Zinsen nicht mehr. Bin mal gespannt wie die Boomerrepublik Deutschland aus dem Schlamassel noch rauskommen will.

Eigentlich müssten wir jetzt massiv die Ausgaben zurückfahren, aber es wird immer mehr und mehr in den Staat verlagert, neue Stellen und Pöstchen geschaffen.

Wir hatten zur Ölkrise 1973 kurzweilig mal 8% da werden wir aber sicher nicht hin zurückkommen und wie gesagt kurzweilig wenn sich das in 10-15 Jahren nicht beruhigt hat wenn die ersten Finanzierungen auslaufen hat der ganze Euro Raum ein Problem mit massiver vorhergegangener Inflation über ein Jahrzehnt und auch entsprechenden Einkommenssteigerungen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Richtig, wäre Deutschland ein Unternehmen, würde man sich jetzt die Kostenseite anschauen. Was diese ineffzienzte nichtdigitalisierte Verwaltung in diesem Land alles kostet?! Egal, mit was man als Büger zu tun hat, es ist eine Ressourcenverschwendung ohne Ende. Es gibt zig Elterngeldstellen, es gibt zig Kultusministerien, ich muss tatsächlich ins Rathhaus und mich 30 Minuten vor eine Mitarbeiterin setzten, um einen verdammten Reisepass zu verlängern, etc. pp.

Aber nee... Kosten werden nichtmal betrachtet.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Aktuell schon 3.27 % für 20 Jahre sehen wir in 2022 noch die 5 % ??

Ich gehe schwer davon aus. Der Anstieg wird aktuell durch nichts gebremst - es geht seit Januar linear nach oben. 7-10% zum Jahresende sind durchaus realistisch, die Inflation selbst wird ja auch noch nicht gebremst, EZB Leizins auch nicht angehoben.

Da der Zins ja mit den 10-jährigen Bundesanleihen einhergeht wird es wohl auch in Deutschland bald ungemütlich. Habecks' "Es ist ja nur Geld" funktioniert bei diesen Zinsen nicht mehr. Bin mal gespannt wie die Boomerrepublik Deutschland aus dem Schlamassel noch rauskommen will.

Eigentlich müssten wir jetzt massiv die Ausgaben zurückfahren, aber es wird immer mehr und mehr in den Staat verlagert, neue Stellen und Pöstchen geschaffen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Eigentlich ist das hier eine sehr unterhaltsame Diskussion, weil man schön die 2 Lager sieht:

  1. Hat eine Immobilie und ist weiter von steigenden Preisen überzeugt.

  2. Hat keine Immobilie und ist von fallenden/stagnierenden (bei der Inflation bedeutet Stagnation ja de facto sinkende Preise) überzeugt.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer recht hat. Ich halte beides für möglich und jeder Vorgang lässt sich so oder so deuten. Wahrscheinlich läuft es wie immer:

Keiner weiß jetzt so wirklich was passiert aber jede der beiden Gruppen wird je nach Ergebnis (steigende oder sinkende Preise) die intellektuelle Überlegenheit für sich beanspruchen.

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WiWi Gast

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Die 10 Jahres SWAP´s sind von 1,96 (Hoch) auf derzeit 1,65 gesunken.
Also steil bergauf ist etwas anderes.

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WiWi Gast

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Eben ist ein wenig verrückt. ABER kann mir niemals vorstellen, dass die EZB über 3 % geht. Bauzinsen schon. 7-10% ? Puh dann haben wir hier wirklich ne Krise.
Das Problem ist doch eher. Was passiert wenn EZB sagt wir sind in einer Rezession und müssen nun mehr Drucken, lassen die Zinsen wie sie sind. Ich meine dann sollten die Bauzinsen nicht wieter steigen oder? Das Problem ist doch, dass die EZB wenig Spielraum hat, weil evtl. die Südstaaten pleite gehen könnten und einwenig Inflation eh gewünscht ist.
Spiegelt sich auch im Wechselkurs nieder. Allein dadurch haben wir im Vergleich zum USD einen Rückgang von mehr als 10% (klar hilft einem nichts :))

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Aktuell schon 3.27 % für 20 Jahre sehen wir in 2022 noch die 5 % ??

Ich gehe schwer davon aus. Der Anstieg wird aktuell durch nichts gebremst - es geht seit Januar linear nach oben. 7-10% zum Jahresende sind durchaus realistisch, die Inflation selbst wird ja auch noch nicht gebremst, EZB Leizins auch nicht angehoben.

Da der Zins ja mit den 10-jährigen Bundesanleihen einhergeht wird es wohl auch in Deutschland bald ungemütlich. Habecks' "Es ist ja nur Geld" funktioniert bei diesen Zinsen nicht mehr. Bin mal gespannt wie die Boomerrepublik Deutschland aus dem Schlamassel noch rauskommen will.

Eigentlich müssten wir jetzt massiv die Ausgaben zurückfahren, aber es wird immer mehr und mehr in den Staat verlagert, neue Stellen und Pöstchen geschaffen.

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WiWi Gast

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Dann haben wir eine Situation wie in der Türkei. Okay vlt. nicht so extrem aber in der Richtung. Die Variante halte ich auch am wahrscheinlichsten. Also Inflation 10 Prozent. Nominale Lohnsteigerungen jedoch nur 5 Prozent. So in dieser relation. Der Schuldner mit langer Zinsbindung muss jedoch nur die höheren Nebenkosten in Bezug auf Wohnen tragen. In der Türkei steigen die Immobilienpreise trotz Krise seit Jahren.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eben ist ein wenig verrückt. ABER kann mir niemals vorstellen, dass die EZB über 3 % geht. Bauzinsen schon. 7-10% ? Puh dann haben wir hier wirklich ne Krise.
Das Problem ist doch eher. Was passiert wenn EZB sagt wir sind in einer Rezession und müssen nun mehr Drucken, lassen die Zinsen wie sie sind. Ich meine dann sollten die Bauzinsen nicht wieter steigen oder? Das Problem ist doch, dass die EZB wenig Spielraum hat, weil evtl. die Südstaaten pleite gehen könnten und einwenig Inflation eh gewünscht ist.
Spiegelt sich auch im Wechselkurs nieder. Allein dadurch haben wir im Vergleich zum USD einen Rückgang von mehr als 10% (klar hilft einem nichts :))

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Aktuell schon 3.27 % für 20 Jahre sehen wir in 2022 noch die 5 % ??

Ich gehe schwer davon aus. Der Anstieg wird aktuell durch nichts gebremst - es geht seit Januar linear nach oben. 7-10% zum Jahresende sind durchaus realistisch, die Inflation selbst wird ja auch noch nicht gebremst, EZB Leizins auch nicht angehoben.

Da der Zins ja mit den 10-jährigen Bundesanleihen einhergeht wird es wohl auch in Deutschland bald ungemütlich. Habecks' "Es ist ja nur Geld" funktioniert bei diesen Zinsen nicht mehr. Bin mal gespannt wie die Boomerrepublik Deutschland aus dem Schlamassel noch rauskommen will.

Eigentlich müssten wir jetzt massiv die Ausgaben zurückfahren, aber es wird immer mehr und mehr in den Staat verlagert, neue Stellen und Pöstchen geschaffen.

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WiWi Gast

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Ich finde geil das die Zinsen steigen. Ich hab ja selber eine Immobilie aber meinen geringen Zins bis zum abzahltag gesichert. Das geile ist aber das ich jetzt für mein Geld bei der Bank wieder Zinsen bekomme :-) für mich eine win win Situation. Hoffe das die Zinsen die man bei der Bank für sein Geld bekommt noch bis Jahresende auf 2 % steigen. Deshalb hoffe ich ja, wieauch 90% der Immobilienbesitzer mit selbstnutzung , das die Zinsen grundsätzlich weiter steigen. Ich werde mein Haus ja auch vererben deshalb ist es mir recht egal ob die Immobilienpreise sinken. :-)))) von mir aus kann mein Haus auch 0€ wert sein , grins.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Ich verkaufe aktuell einige Immobilien (nicht auf Grund des Zykluses, sondern Portfoliobereinigend).

Man sieht schon, dass die Kaufpreise im Anlegerbereich unter Druck geraten. Die Leute wollen hoch leveragen und nichts zuzahlen. So stumpf rechnen die meisten.

Bei Eigentumswohnungen zur Selbstnutzung allerdings gar nicht. Immernoch genug Barkäufer da, welche quasi ohne Recherche Spitzenpreise zahlen. Wer eine Wohnung und ein Haus will wird da glaube ich auch wenig andere Optionen haben außer man ist bereit gleich 10 Jahre oder so zu warten. Mal eben selber Bauen ohne KFW Mittel und explodierter Baukosten wird halt auch nicht gehen. Der Nachfrageüberhang in den relevanten Städten ist einfach noch zu groß.

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WiWi Gast

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Anfangs der 1990er Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung hatten wir 10%.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Aktuell schon 3.27 % für 20 Jahre sehen wir in 2022 noch die 5 % ??

Ich gehe schwer davon aus. Der Anstieg wird aktuell durch nichts gebremst - es geht seit Januar linear nach oben. 7-10% zum Jahresende sind durchaus realistisch, die Inflation selbst wird ja auch noch nicht gebremst, EZB Leizins auch nicht angehoben.

Da der Zins ja mit den 10-jährigen Bundesanleihen einhergeht wird es wohl auch in Deutschland bald ungemütlich. Habecks' "Es ist ja nur Geld" funktioniert bei diesen Zinsen nicht mehr. Bin mal gespannt wie die Boomerrepublik Deutschland aus dem Schlamassel noch rauskommen will.

Eigentlich müssten wir jetzt massiv die Ausgaben zurückfahren, aber es wird immer mehr und mehr in den Staat verlagert, neue Stellen und Pöstchen geschaffen.

Wir hatten zur Ölkrise 1973 kurzweilig mal 8% da werden wir aber sicher nicht hin zurückkommen und wie gesagt kurzweilig wenn sich das in 10-15 Jahren nicht beruhigt hat wenn die ersten Finanzierungen auslaufen hat der ganze Euro Raum ein Problem mit massiver vorhergegangener Inflation über ein Jahrzehnt und auch entsprechenden Einkommenssteigerungen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eigentlich ist das hier eine sehr unterhaltsame Diskussion, weil man schön die 2 Lager sieht:

  1. Hat eine Immobilie und ist weiter von steigenden Preisen überzeugt.

  2. Hat keine Immobilie und ist von fallenden/stagnierenden (bei der Inflation bedeutet Stagnation ja de facto sinkende Preise) überzeugt.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer recht hat. Ich halte beides für möglich und jeder Vorgang lässt sich so oder so deuten. Wahrscheinlich läuft es wie immer:

Keiner weiß jetzt so wirklich was passiert aber jede der beiden Gruppen wird je nach Ergebnis (steigende oder sinkende Preise) die intellektuelle Überlegenheit für sich beanspruchen.

Was passieren wird ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen.

1, Inflation ist gekommen um zu bleiben. Der durch Coronahilfen induzierten Nachfrageboom hat auf eine Wirtschaft getroffen, die von der Angebotsseite beschränkt war. Das hat ab Mitte 2021 in Europa die Inflation kräftig steigen lassen. Der Krieg hat das verschlimmert. Da der Krieg so schnell nicht vorbeigehen wird, die Pandemie weiterhin das Angebot beschränkt (siehe China), wird auch noch ne Zeit lang Druck auf der Inflation sein. Mittelfristig wird durch die Alterung der Gesellschaft (Stichwort Fachkräftemangel) und die Energiewende die Inflation tendeziell steigen.

2, Das führt zur Zinswende. Egal ob die EZB sich noch dafür drückt um durch die schöne Kombination aus niedrigen Zinsen und hoher Inflation die Schulden senken zu können (besonders wichtig für Belgien, Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich), wird sie früher oder später die Zinsen anheben müssen (und das QE zurückfahren).

3, Der Boom ist vorbei. Ob es eine Rezession gibt hängt davon ab ob die EZB das Soft Landing hinbekommt. Ich glaube da nicht dran. Umso später und umso deutlicher sie die Zinserhöhungen und Reduzierung der Zentralbankgeldmenge macht, umso größer die negative Auswirkung auf das Wachstum. Die Löhne werden bestenfalls mit der Inflationsrate steigen.

4, Vermögenspreise werden sich an die geänderten Zinsen anpassen, sprich Preise von Aktien und Immobilien werden im Schnitt sinken. Das sollte eigentlich jeder BWLer, der Minimalkenntnisse von Bewertung hat, verstehen können.

Die Auswirkung auf Aktien wird relativ schnell gehen, in USA sieht man das bereits an FAANG Aktien. Best. Aktien (Nestle, Unilever), deren Unternehmen tägliche Bedarfsgüter herstellen und Margen durchdrücken könne, werden tendenziell sogar profitieren, ebenso Unternehmen, die vom Krieg positiv profitieren. Die Hausse für Tech und ein paar andere wird aber erstmal vorbei sein. Das gilt auch für Krypto.

Immobilien werden -im Schnitt- lange brauchen, mind. sicher 1-2 Jahre. Dazu sollte man sagen, dass der Immobilienmarkt sehr lokal ist, sprich die Auswirkungen für Toplage München sind nicht die gleichen wie für den Stadtrand von Celle. Topimmobilien werden auch weiterhin relativ zu Einkommen und anderen Assets (!) Toppreise aufrufen. Renditeorientierte Immobilienbesitzer werden jetzt anfangen die noch hohen Preise mitzunehmen. Dies gilt besonders für Immobilien wo der innere Wert weit unter dem Marktwert liegt. Das gilt für die Kategorien unter der Toplage. Umso weiter drunter, umso schneller werden die Preise fallen.

Für Eigentümer ihrer Wohnimmobilie hat das Ganze nur Auswirkungen wenn die Finanzierung auf Kante genäht ist, sprich wenn der Kredit gerollt werden muss. Die gezahlten Preise werden viele aber nie wieder sehen.

Ob sich Leute, die keine Immobilie besitzen aber eine kaufen wollen in diesem neuen Umfeld besser stellen ist nicht unklar. Tendenziell ist es nicht zu weit hergeholt, dass sich Leute mit viel (!) EK bei höherem Zinsen aber geringeren Preisen besser dastehen. Hier reden wir aber von mind. 40% aufwärts. Für den Rest wird es tendenziell schlechter.

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WiWi Gast

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Die Türkei ist ein sehr schlechtes Beispiel. Die CBRT ist nicht unabhängig und entgegen aller Vernunft die Zinsen im September noch gesenkt als erhöht. Mittlerweile sind wir bei über 60% Inflationbei 14% Zentralbankzinsen. Dazu kommt, das es viele Berichte gibt, das die Inflation geschönt wird (der Präsident von Turkstat wurde ja unlängst drei Tage bevor die Inflationszahlen herausgekommen sind entlassen), evtl. sind wir hier yoy auch schon über 100%.

Im Moment ist die EZB noch institutionell fest in den Schuhen.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Dann haben wir eine Situation wie in der Türkei. Okay vlt. nicht so extrem aber in der Richtung. Die Variante halte ich auch am wahrscheinlichsten. Also Inflation 10 Prozent. Nominale Lohnsteigerungen jedoch nur 5 Prozent. So in dieser relation. Der Schuldner mit langer Zinsbindung muss jedoch nur die höheren Nebenkosten in Bezug auf Wohnen tragen. In der Türkei steigen die Immobilienpreise trotz Krise seit Jahren.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eben ist ein wenig verrückt. ABER kann mir niemals vorstellen, dass die EZB über 3 % geht. Bauzinsen schon. 7-10% ? Puh dann haben wir hier wirklich ne Krise.
Das Problem ist doch eher. Was passiert wenn EZB sagt wir sind in einer Rezession und müssen nun mehr Drucken, lassen die Zinsen wie sie sind. Ich meine dann sollten die Bauzinsen nicht wieter steigen oder? Das Problem ist doch, dass die EZB wenig Spielraum hat, weil evtl. die Südstaaten pleite gehen könnten und einwenig Inflation eh gewünscht ist.
Spiegelt sich auch im Wechselkurs nieder. Allein dadurch haben wir im Vergleich zum USD einen Rückgang von mehr als 10% (klar hilft einem nichts :))

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Aktuell schon 3.27 % für 20 Jahre sehen wir in 2022 noch die 5 % ??

Ich gehe schwer davon aus. Der Anstieg wird aktuell durch nichts gebremst - es geht seit Januar linear nach oben. 7-10% zum Jahresende sind durchaus realistisch, die Inflation selbst wird ja auch noch nicht gebremst, EZB Leizins auch nicht angehoben.

Da der Zins ja mit den 10-jährigen Bundesanleihen einhergeht wird es wohl auch in Deutschland bald ungemütlich. Habecks' "Es ist ja nur Geld" funktioniert bei diesen Zinsen nicht mehr. Bin mal gespannt wie die Boomerrepublik Deutschland aus dem Schlamassel noch rauskommen will.

Eigentlich müssten wir jetzt massiv die Ausgaben zurückfahren, aber es wird immer mehr und mehr in den Staat verlagert, neue Stellen und Pöstchen geschaffen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Bitte eröffne eine 3. Gruppe für mich: Ich habe eine Immobilie und bin von fallenden/stagnierende Preisen überzeugt! :)

Ich bin da bei dir. Man weiß es einfach nicht. Es gibt gute Argumente für das eine und für das andere Szenario. Daher einfach mal abwarten, was passiert. Und wer eben - so wie wir vor 3 Jahren - in einer Lebensphase ist, wo er nicht unbedingt Lust hast, noch 5-10 Jahre zu warten auf ein Haus, was dann eventuell vielleicht ja etwas billiger sein könnte, da Kinder eben heute da sind und auch ziemlich schnell groß werden, der kauft eben, wenn er es sich leisten kann.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eigentlich ist das hier eine sehr unterhaltsame Diskussion, weil man schön die 2 Lager sieht:

  1. Hat eine Immobilie und ist weiter von steigenden Preisen überzeugt.

  2. Hat keine Immobilie und ist von fallenden/stagnierenden (bei der Inflation bedeutet Stagnation ja de facto sinkende Preise) überzeugt.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer recht hat. Ich halte beides für möglich und jeder Vorgang lässt sich so oder so deuten. Wahrscheinlich läuft es wie immer:

Keiner weiß jetzt so wirklich was passiert aber jede der beiden Gruppen wird je nach Ergebnis (steigende oder sinkende Preise) die intellektuelle Überlegenheit für sich beanspruchen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Genau. Wobei ich mich frage ob es in der Türkei die Preise (falls man die in Dollar umrechnet) wirklich steigen. Klar ne Währung die mehr als 20 % Inflationiert mit niedrigen Zinsen führt zwangsläufig dazu, dass keiner mehr diese Währung halten will und sich eig. nur Kredite lohnen.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Dann haben wir eine Situation wie in der Türkei. Okay vlt. nicht so extrem aber in der Richtung. Die Variante halte ich auch am wahrscheinlichsten. Also Inflation 10 Prozent. Nominale Lohnsteigerungen jedoch nur 5 Prozent. So in dieser relation. Der Schuldner mit langer Zinsbindung muss jedoch nur die höheren Nebenkosten in Bezug auf Wohnen tragen. In der Türkei steigen die Immobilienpreise trotz Krise seit Jahren.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eben ist ein wenig verrückt. ABER kann mir niemals vorstellen, dass die EZB über 3 % geht. Bauzinsen schon. 7-10% ? Puh dann haben wir hier wirklich ne Krise.
Das Problem ist doch eher. Was passiert wenn EZB sagt wir sind in einer Rezession und müssen nun mehr Drucken, lassen die Zinsen wie sie sind. Ich meine dann sollten die Bauzinsen nicht wieter steigen oder? Das Problem ist doch, dass die EZB wenig Spielraum hat, weil evtl. die Südstaaten pleite gehen könnten und einwenig Inflation eh gewünscht ist.
Spiegelt sich auch im Wechselkurs nieder. Allein dadurch haben wir im Vergleich zum USD einen Rückgang von mehr als 10% (klar hilft einem nichts :))

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Aktuell schon 3.27 % für 20 Jahre sehen wir in 2022 noch die 5 % ??

Ich gehe schwer davon aus. Der Anstieg wird aktuell durch nichts gebremst - es geht seit Januar linear nach oben. 7-10% zum Jahresende sind durchaus realistisch, die Inflation selbst wird ja auch noch nicht gebremst, EZB Leizins auch nicht angehoben.

Da der Zins ja mit den 10-jährigen Bundesanleihen einhergeht wird es wohl auch in Deutschland bald ungemütlich. Habecks' "Es ist ja nur Geld" funktioniert bei diesen Zinsen nicht mehr. Bin mal gespannt wie die Boomerrepublik Deutschland aus dem Schlamassel noch rauskommen will.

Eigentlich müssten wir jetzt massiv die Ausgaben zurückfahren, aber es wird immer mehr und mehr in den Staat verlagert, neue Stellen und Pöstchen geschaffen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eigentlich ist das hier eine sehr unterhaltsame Diskussion, weil man schön die 2 Lager sieht:

  1. Hat eine Immobilie und ist weiter von steigenden Preisen überzeugt.

  2. Hat keine Immobilie und ist von fallenden/stagnierenden (bei der Inflation bedeutet Stagnation ja de facto sinkende Preise) überzeugt.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer recht hat. Ich halte beides für möglich und jeder Vorgang lässt sich so oder so deuten. Wahrscheinlich läuft es wie immer:

Keiner weiß jetzt so wirklich was passiert aber jede der beiden Gruppen wird je nach Ergebnis (steigende oder sinkende Preise) die intellektuelle Überlegenheit für sich beanspruchen.

Naja, die ökonomische Theorie und Mathematik sagt eindeutig fallende Preise. Alleine durch den bisherigen Zinsanstieg hat sich der theoretische Wert der Immobilien um gut 25% verringert. Und auch praktisch kannst dir auf dem Bierdeckel ausrechnen, wie massiv sich die monatliche Cashflow-Rechnung in den letzten Wochen/Monaten verschoben hat.

Die Immobilienpreise stehen und fallen mit dem Zinsniveau.

Ich besitze übrigens selbst 1,5 Immobilien (und bekomme auch noch etwas geerbt), aber ich mache mir keine Illusionen darüber, dass die Preise bei fallenden Zinsen explodiert sind, nun aber steigende Zinsen keinen Effekt haben sollten.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Dann haben wir eine Situation wie in der Türkei. Okay vlt. nicht so extrem aber in der Richtung. Die Variante halte ich auch am wahrscheinlichsten. Also Inflation 10 Prozent. Nominale Lohnsteigerungen jedoch nur 5 Prozent. So in dieser relation. Der Schuldner mit langer Zinsbindung muss jedoch nur die höheren Nebenkosten in Bezug auf Wohnen tragen. In der Türkei steigen die Immobilienpreise trotz Krise seit Jahren.

Eben ist ein wenig verrückt. ABER kann mir niemals vorstellen, dass die EZB über 3 % geht. Bauzinsen schon. 7-10% ? Puh dann haben wir hier wirklich ne Krise.
Das Problem ist doch eher. Was passiert wenn EZB sagt wir sind in einer Rezession und müssen nun mehr Drucken, lassen die Zinsen wie sie sind. Ich meine dann sollten die Bauzinsen nicht wieter steigen oder? Das Problem ist doch, dass die EZB wenig Spielraum hat, weil evtl. die Südstaaten pleite gehen könnten und einwenig Inflation eh gewünscht ist.
Spiegelt sich auch im Wechselkurs nieder. Allein dadurch haben wir im Vergleich zum USD einen Rückgang von mehr als 10% (klar hilft einem nichts :))

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Aktuell schon 3.27 % für 20 Jahre sehen wir in 2022 noch die 5 % ??

Ich gehe schwer davon aus. Der Anstieg wird aktuell durch nichts gebremst - es geht seit Januar linear nach oben. 7-10% zum Jahresende sind durchaus realistisch, die Inflation selbst wird ja auch noch nicht gebremst, EZB Leizins auch nicht angehoben.

Da der Zins ja mit den 10-jährigen Bundesanleihen einhergeht wird es wohl auch in Deutschland bald ungemütlich. Habecks' "Es ist ja nur Geld" funktioniert bei diesen Zinsen nicht mehr. Bin mal gespannt wie die Boomerrepublik Deutschland aus dem Schlamassel noch rauskommen will.

Eigentlich müssten wir jetzt massiv die Ausgaben zurückfahren, aber es wird immer mehr und mehr in den Staat verlagert, neue Stellen und Pöstchen geschaffen.

Türkische Verhältnisse in Deutschland. Dass ich das noch erleben darf.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eigentlich ist das hier eine sehr unterhaltsame Diskussion, weil man schön die 2 Lager sieht:

  1. Hat eine Immobilie und ist weiter von steigenden Preisen überzeugt.

  2. Hat keine Immobilie und ist von fallenden/stagnierenden (bei der Inflation bedeutet Stagnation ja de facto sinkende Preise) überzeugt.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer recht hat. Ich halte beides für möglich und jeder Vorgang lässt sich so oder so deuten. Wahrscheinlich läuft es wie immer:

Keiner weiß jetzt so wirklich was passiert aber jede der beiden Gruppen wird je nach Ergebnis (steigende oder sinkende Preise) die intellektuelle Überlegenheit für sich beanspruchen.

Was passieren wird ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen.

1, Inflation ist gekommen um zu bleiben. Der durch Coronahilfen induzierten Nachfrageboom hat auf eine Wirtschaft getroffen, die von der Angebotsseite beschränkt war. Das hat ab Mitte 2021 in Europa die Inflation kräftig steigen lassen. Der Krieg hat das verschlimmert. Da der Krieg so schnell nicht vorbeigehen wird, die Pandemie weiterhin das Angebot beschränkt (siehe China), wird auch noch ne Zeit lang Druck auf der Inflation sein. Mittelfristig wird durch die Alterung der Gesellschaft (Stichwort Fachkräftemangel) und die Energiewende die Inflation tendeziell steigen.

2, Das führt zur Zinswende. Egal ob die EZB sich noch dafür drückt um durch die schöne Kombination aus niedrigen Zinsen und hoher Inflation die Schulden senken zu können (besonders wichtig für Belgien, Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich), wird sie früher oder später die Zinsen anheben müssen (und das QE zurückfahren).

3, Der Boom ist vorbei. Ob es eine Rezession gibt hängt davon ab ob die EZB das Soft Landing hinbekommt. Ich glaube da nicht dran. Umso später und umso deutlicher sie die Zinserhöhungen und Reduzierung der Zentralbankgeldmenge macht, umso größer die negative Auswirkung auf das Wachstum. Die Löhne werden bestenfalls mit der Inflationsrate steigen.

4, Vermögenspreise werden sich an die geänderten Zinsen anpassen, sprich Preise von Aktien und Immobilien werden im Schnitt sinken. Das sollte eigentlich jeder BWLer, der Minimalkenntnisse von Bewertung hat, verstehen können.

Die Auswirkung auf Aktien wird relativ schnell gehen, in USA sieht man das bereits an FAANG Aktien. Best. Aktien (Nestle, Unilever), deren Unternehmen tägliche Bedarfsgüter herstellen und Margen durchdrücken könne, werden tendenziell sogar profitieren, ebenso Unternehmen, die vom Krieg positiv profitieren. Die Hausse für Tech und ein paar andere wird aber erstmal vorbei sein. Das gilt auch für Krypto.

Immobilien werden -im Schnitt- lange brauchen, mind. sicher 1-2 Jahre. Dazu sollte man sagen, dass der Immobilienmarkt sehr lokal ist, sprich die Auswirkungen für Toplage München sind nicht die gleichen wie für den Stadtrand von Celle. Topimmobilien werden auch weiterhin relativ zu Einkommen und anderen Assets (!) Toppreise aufrufen. Renditeorientierte Immobilienbesitzer werden jetzt anfangen die noch hohen Preise mitzunehmen. Dies gilt besonders für Immobilien wo der innere Wert weit unter dem Marktwert liegt. Das gilt für die Kategorien unter der Toplage. Umso weiter drunter, umso schneller werden die Preise fallen.

Für Eigentümer ihrer Wohnimmobilie hat das Ganze nur Auswirkungen wenn die Finanzierung auf Kante genäht ist, sprich wenn der Kredit gerollt werden muss. Die gezahlten Preise werden viele aber nie wieder sehen.

Ob sich Leute, die keine Immobilie besitzen aber eine kaufen wollen in diesem neuen Umfeld besser stellen ist nicht unklar. Tendenziell ist es nicht zu weit hergeholt, dass sich Leute mit viel (!) EK bei höherem Zinsen aber geringeren Preisen besser dastehen. Hier reden wir aber von mind. 40% aufwärts. Für den Rest wird es tendenziell schlechter.

Danke für die sachliche Analyse, völlig korrekt. Nur "wo der Blitz zuerst einschlagen wird", da bin ich mir nicht sicher. Könnte mir auch vorstellen, dass gerade in den Toplagen, in denen der Marktwert aktuell weit über dem Sachwert liegt und wo die Rendite am geringsten ist, die Preise zuerst leiden.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Ja die Preise steigen auch in Dollar. Nicht so massiv, aber auch. Vorallem in guten Lagen.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Genau. Wobei ich mich frage ob es in der Türkei die Preise (falls man die in Dollar umrechnet) wirklich steigen. Klar ne Währung die mehr als 20 % Inflationiert mit niedrigen Zinsen führt zwangsläufig dazu, dass keiner mehr diese Währung halten will und sich eig. nur Kredite lohnen.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Dann haben wir eine Situation wie in der Türkei. Okay vlt. nicht so extrem aber in der Richtung. Die Variante halte ich auch am wahrscheinlichsten. Also Inflation 10 Prozent. Nominale Lohnsteigerungen jedoch nur 5 Prozent. So in dieser relation. Der Schuldner mit langer Zinsbindung muss jedoch nur die höheren Nebenkosten in Bezug auf Wohnen tragen. In der Türkei steigen die Immobilienpreise trotz Krise seit Jahren.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eben ist ein wenig verrückt. ABER kann mir niemals vorstellen, dass die EZB über 3 % geht. Bauzinsen schon. 7-10% ? Puh dann haben wir hier wirklich ne Krise.
Das Problem ist doch eher. Was passiert wenn EZB sagt wir sind in einer Rezession und müssen nun mehr Drucken, lassen die Zinsen wie sie sind. Ich meine dann sollten die Bauzinsen nicht wieter steigen oder? Das Problem ist doch, dass die EZB wenig Spielraum hat, weil evtl. die Südstaaten pleite gehen könnten und einwenig Inflation eh gewünscht ist.
Spiegelt sich auch im Wechselkurs nieder. Allein dadurch haben wir im Vergleich zum USD einen Rückgang von mehr als 10% (klar hilft einem nichts :))

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Aktuell schon 3.27 % für 20 Jahre sehen wir in 2022 noch die 5 % ??

Ich gehe schwer davon aus. Der Anstieg wird aktuell durch nichts gebremst - es geht seit Januar linear nach oben. 7-10% zum Jahresende sind durchaus realistisch, die Inflation selbst wird ja auch noch nicht gebremst, EZB Leizins auch nicht angehoben.

Da der Zins ja mit den 10-jährigen Bundesanleihen einhergeht wird es wohl auch in Deutschland bald ungemütlich. Habecks' "Es ist ja nur Geld" funktioniert bei diesen Zinsen nicht mehr. Bin mal gespannt wie die Boomerrepublik Deutschland aus dem Schlamassel noch rauskommen will.

Eigentlich müssten wir jetzt massiv die Ausgaben zurückfahren, aber es wird immer mehr und mehr in den Staat verlagert, neue Stellen und Pöstchen geschaffen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Verkaufst du dann ? Ich meine das wäre die logische Konsequenz. Die Frage ist wohl wohin mit der Kohle dann. Aktienmarkt müsste nach der Logik auch weiter fallen (gut ist er auch aber wer weiß wo der Tiefpunkt ist) . Wäre was anderes wenn dir die Bank 3% Zinsen auf das Geld geben würde. Dann macht man eine einfache Cash Flow Rechnung. Die 3% kriegt man aber nicht.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eigentlich ist das hier eine sehr unterhaltsame Diskussion, weil man schön die 2 Lager sieht:

  1. Hat eine Immobilie und ist weiter von steigenden Preisen überzeugt.

  2. Hat keine Immobilie und ist von fallenden/stagnierenden (bei der Inflation bedeutet Stagnation ja de facto sinkende Preise) überzeugt.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer recht hat. Ich halte beides für möglich und jeder Vorgang lässt sich so oder so deuten. Wahrscheinlich läuft es wie immer:

Keiner weiß jetzt so wirklich was passiert aber jede der beiden Gruppen wird je nach Ergebnis (steigende oder sinkende Preise) die intellektuelle Überlegenheit für sich beanspruchen.

Naja, die ökonomische Theorie und Mathematik sagt eindeutig fallende Preise. Alleine durch den bisherigen Zinsanstieg hat sich der theoretische Wert der Immobilien um gut 25% verringert. Und auch praktisch kannst dir auf dem Bierdeckel ausrechnen, wie massiv sich die monatliche Cashflow-Rechnung in den letzten Wochen/Monaten verschoben hat.

Die Immobilienpreise stehen und fallen mit dem Zinsniveau.

Ich besitze übrigens selbst 1,5 Immobilien (und bekomme auch noch etwas geerbt), aber ich mache mir keine Illusionen darüber, dass die Preise bei fallenden Zinsen explodiert sind, nun aber steigende Zinsen keinen Effekt haben sollten.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

4, Vermögenspreise werden sich an die geänderten Zinsen anpassen, sprich Preise von Aktien und Immobilien werden im Schnitt sinken. Das sollte eigentlich jeder BWLer, der Minimalkenntnisse von Bewertung hat, verstehen können.

Das gilt sicher für reine Renditeobjekte. Zinshäuser. Mehrfamilienhäuser.

Das EFH ist nun mal DIE Investition jeder Familie. Stell dir mal ein Lehrerehepaar vor mit 7k netto zum Einstieg, später mal 10-12k netto und 6,5k netto garantierte Pension. Alles meinetwegen noch abzüglich PKV, um die ganz konkreten Zahlen geht es nicht.

Du wirst bis zur Pension arbeiten müssen, das ist klar. Das Konzept Frührente verfolgen überhaupt nur wenige wirklich. Für Beamte geht es gar nicht - die Pension ist ja der große Vorteil und das fällt weg, wenn du mit 55 die Segel streichst und von deinem Vermögen leben willst.

Du wirst dir auch nette Urlaube und 1-2 nette Autos leisten können. Lehrer stehen allgemein nicht so auf dicke Karren wie BWLer, ein Ford Mondeo Kombi als Gebrauchtwagen vielleicht.

Egal, was du machst, wie du es wendest - es bleibt am Ende es Monats wirklich viel, viel Geld übrig. Für die Rente brauchst du nicht sparen, Ausgaben lassen sich auch nicht sinnvoll steigern - also wohin mit dem Geld?

Völlig klar, ein EFH muss her. So groß, dass es für 4 Kinder reicht (auch wenn es nur 1 Kind wird), großer Garten, tolle Lage - ist ja ein Investment für die Ewigkeit.

EFHs fallen nicht unter die simple Renditegleichung. Da wird gekauft, weil gekauft werden muss. Oder gebaut. Da wird nicht gerechnet, och mit einer kleinen 3-Raum-Wohnung kommt man billiger. Nö.

Gerade in der Nachbarschaft ging wieder ein Haus für einen Rekordwert weg, trotz 3% Zinsen. War ein Beamter im höheren Dienst (höher als A13). Es musste halt das Haus sein, die Monatsrate spielte keine große Rolle, solange man sie zahlen kann.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Dann erkläre uns mal, wie ein Bauträger bei rasant steigenden Baukosten seine Verkaufspreise senken können soll!

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eigentlich ist das hier eine sehr unterhaltsame Diskussion, weil man schön die 2 Lager sieht:

  1. Hat eine Immobilie und ist weiter von steigenden Preisen überzeugt.

  2. Hat keine Immobilie und ist von fallenden/stagnierenden (bei der Inflation bedeutet Stagnation ja de facto sinkende Preise) überzeugt.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer recht hat. Ich halte beides für möglich und jeder Vorgang lässt sich so oder so deuten. Wahrscheinlich läuft es wie immer:

Keiner weiß jetzt so wirklich was passiert aber jede der beiden Gruppen wird je nach Ergebnis (steigende oder sinkende Preise) die intellektuelle Überlegenheit für sich beanspruchen.

Naja, die ökonomische Theorie und Mathematik sagt eindeutig fallende Preise. Alleine durch den bisherigen Zinsanstieg hat sich der theoretische Wert der Immobilien um gut 25% verringert. Und auch praktisch kannst dir auf dem Bierdeckel ausrechnen, wie massiv sich die monatliche Cashflow-Rechnung in den letzten Wochen/Monaten verschoben hat.

Die Immobilienpreise stehen und fallen mit dem Zinsniveau.

Ich besitze übrigens selbst 1,5 Immobilien (und bekomme auch noch etwas geerbt), aber ich mache mir keine Illusionen darüber, dass die Preise bei fallenden Zinsen explodiert sind, nun aber steigende Zinsen keinen Effekt haben sollten.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Muss er nicht, er muss ja auch nicht bauen oder? Der Immobilienmarkt ist doch im großen und ganzen ein Gebrauchtwarenmarkt. Was neu gebaut wird hat nicht die mega Auswirkungen auf den Markt (denke ich zumindest, wenn man auf immoscout schaut dann sind doch 95% der Angebot gebraucht. Klar langfristig führt das Ganze zu höheren Preise wenn nichts mehr gebaut wird, aber die Baukosten können ja auch in der Zukunft sinken wenn die Lieferketten wieder anlaufen.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Dann erkläre uns mal, wie ein Bauträger bei rasant steigenden Baukosten seine Verkaufspreise senken können soll!

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eigentlich ist das hier eine sehr unterhaltsame Diskussion, weil man schön die 2 Lager sieht:

  1. Hat eine Immobilie und ist weiter von steigenden Preisen überzeugt.

  2. Hat keine Immobilie und ist von fallenden/stagnierenden (bei der Inflation bedeutet Stagnation ja de facto sinkende Preise) überzeugt.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer recht hat. Ich halte beides für möglich und jeder Vorgang lässt sich so oder so deuten. Wahrscheinlich läuft es wie immer:

Keiner weiß jetzt so wirklich was passiert aber jede der beiden Gruppen wird je nach Ergebnis (steigende oder sinkende Preise) die intellektuelle Überlegenheit für sich beanspruchen.

Naja, die ökonomische Theorie und Mathematik sagt eindeutig fallende Preise. Alleine durch den bisherigen Zinsanstieg hat sich der theoretische Wert der Immobilien um gut 25% verringert. Und auch praktisch kannst dir auf dem Bierdeckel ausrechnen, wie massiv sich die monatliche Cashflow-Rechnung in den letzten Wochen/Monaten verschoben hat.

Die Immobilienpreise stehen und fallen mit dem Zinsniveau.

Ich besitze übrigens selbst 1,5 Immobilien (und bekomme auch noch etwas geerbt), aber ich mache mir keine Illusionen darüber, dass die Preise bei fallenden Zinsen explodiert sind, nun aber steigende Zinsen keinen Effekt haben sollten.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Ganz einfach. Es wird viel weniger gebaut werden.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Dann erkläre uns mal, wie ein Bauträger bei rasant steigenden Baukosten seine Verkaufspreise senken können soll!

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eigentlich ist das hier eine sehr unterhaltsame Diskussion, weil man schön die 2 Lager sieht:

  1. Hat eine Immobilie und ist weiter von steigenden Preisen überzeugt.

  2. Hat keine Immobilie und ist von fallenden/stagnierenden (bei der Inflation bedeutet Stagnation ja de facto sinkende Preise) überzeugt.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer recht hat. Ich halte beides für möglich und jeder Vorgang lässt sich so oder so deuten. Wahrscheinlich läuft es wie immer:

Keiner weiß jetzt so wirklich was passiert aber jede der beiden Gruppen wird je nach Ergebnis (steigende oder sinkende Preise) die intellektuelle Überlegenheit für sich beanspruchen.

Naja, die ökonomische Theorie und Mathematik sagt eindeutig fallende Preise. Alleine durch den bisherigen Zinsanstieg hat sich der theoretische Wert der Immobilien um gut 25% verringert. Und auch praktisch kannst dir auf dem Bierdeckel ausrechnen, wie massiv sich die monatliche Cashflow-Rechnung in den letzten Wochen/Monaten verschoben hat.

Die Immobilienpreise stehen und fallen mit dem Zinsniveau.

Ich besitze übrigens selbst 1,5 Immobilien (und bekomme auch noch etwas geerbt), aber ich mache mir keine Illusionen darüber, dass die Preise bei fallenden Zinsen explodiert sind, nun aber steigende Zinsen keinen Effekt haben sollten.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Dann erkläre uns mal, wie ein Bauträger bei rasant steigenden Baukosten seine Verkaufspreise senken können soll!

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eigentlich ist das hier eine sehr unterhaltsame Diskussion, weil man schön die 2 Lager sieht:

  1. Hat eine Immobilie und ist weiter von steigenden Preisen überzeugt.

  2. Hat keine Immobilie und ist von fallenden/stagnierenden (bei der Inflation bedeutet Stagnation ja de facto sinkende Preise) überzeugt.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer recht hat. Ich halte beides für möglich und jeder Vorgang lässt sich so oder so deuten. Wahrscheinlich läuft es wie immer:

Keiner weiß jetzt so wirklich was passiert aber jede der beiden Gruppen wird je nach Ergebnis (steigende oder sinkende Preise) die intellektuelle Überlegenheit für sich beanspruchen.

Naja, die ökonomische Theorie und Mathematik sagt eindeutig fallende Preise. Alleine durch den bisherigen Zinsanstieg hat sich der theoretische Wert der Immobilien um gut 25% verringert. Und auch praktisch kannst dir auf dem Bierdeckel ausrechnen, wie massiv sich die monatliche Cashflow-Rechnung in den letzten Wochen/Monaten verschoben hat.

Die Immobilienpreise stehen und fallen mit dem Zinsniveau.

Ich besitze übrigens selbst 1,5 Immobilien (und bekomme auch noch etwas geerbt), aber ich mache mir keine Illusionen darüber, dass die Preise bei fallenden Zinsen explodiert sind, nun aber steigende Zinsen keinen Effekt haben sollten.

Der Bodenwert haut doch bei Immobilien vor allem rein. Und der ist nicht von Handwerkerkosten abhängig und wird zukünftig entsprechend sinken müssen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Jetzt auch über 3 Prozent bei 15 jähriger Zinsbindung. Bei 10 jähriger Zinsbindung sehen wir das wohl in 2-3 Wochen.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eigentlich ist das hier eine sehr unterhaltsame Diskussion, weil man schön die 2 Lager sieht:

  1. Hat eine Immobilie und ist weiter von steigenden Preisen überzeugt.

  2. Hat keine Immobilie und ist von fallenden/stagnierenden (bei der Inflation bedeutet Stagnation ja de facto sinkende Preise) überzeugt.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer recht hat. Ich halte beides für möglich und jeder Vorgang lässt sich so oder so deuten. Wahrscheinlich läuft es wie immer:

Keiner weiß jetzt so wirklich was passiert aber jede der beiden Gruppen wird je nach Ergebnis (steigende oder sinkende Preise) die intellektuelle Überlegenheit für sich beanspruchen.

Was passieren wird ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen.

1, Inflation ist gekommen um zu bleiben. Der durch Coronahilfen induzierten Nachfrageboom hat auf eine Wirtschaft getroffen, die von der Angebotsseite beschränkt war. Das hat ab Mitte 2021 in Europa die Inflation kräftig steigen lassen. Der Krieg hat das verschlimmert. Da der Krieg so schnell nicht vorbeigehen wird, die Pandemie weiterhin das Angebot beschränkt (siehe China), wird auch noch ne Zeit lang Druck auf der Inflation sein. Mittelfristig wird durch die Alterung der Gesellschaft (Stichwort Fachkräftemangel) und die Energiewende die Inflation tendeziell steigen.

2, Das führt zur Zinswende. Egal ob die EZB sich noch dafür drückt um durch die schöne Kombination aus niedrigen Zinsen und hoher Inflation die Schulden senken zu können (besonders wichtig für Belgien, Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich), wird sie früher oder später die Zinsen anheben müssen (und das QE zurückfahren).

3, Der Boom ist vorbei. Ob es eine Rezession gibt hängt davon ab ob die EZB das Soft Landing hinbekommt. Ich glaube da nicht dran. Umso später und umso deutlicher sie die Zinserhöhungen und Reduzierung der Zentralbankgeldmenge macht, umso größer die negative Auswirkung auf das Wachstum. Die Löhne werden bestenfalls mit der Inflationsrate steigen.

4, Vermögenspreise werden sich an die geänderten Zinsen anpassen, sprich Preise von Aktien und Immobilien werden im Schnitt sinken. Das sollte eigentlich jeder BWLer, der Minimalkenntnisse von Bewertung hat, verstehen können.

Die Auswirkung auf Aktien wird relativ schnell gehen, in USA sieht man das bereits an FAANG Aktien. Best. Aktien (Nestle, Unilever), deren Unternehmen tägliche Bedarfsgüter herstellen und Margen durchdrücken könne, werden tendenziell sogar profitieren, ebenso Unternehmen, die vom Krieg positiv profitieren. Die Hausse für Tech und ein paar andere wird aber erstmal vorbei sein. Das gilt auch für Krypto.

Immobilien werden -im Schnitt- lange brauchen, mind. sicher 1-2 Jahre. Dazu sollte man sagen, dass der Immobilienmarkt sehr lokal ist, sprich die Auswirkungen für Toplage München sind nicht die gleichen wie für den Stadtrand von Celle. Topimmobilien werden auch weiterhin relativ zu Einkommen und anderen Assets (!) Toppreise aufrufen. Renditeorientierte Immobilienbesitzer werden jetzt anfangen die noch hohen Preise mitzunehmen. Dies gilt besonders für Immobilien wo der innere Wert weit unter dem Marktwert liegt. Das gilt für die Kategorien unter der Toplage. Umso weiter drunter, umso schneller werden die Preise fallen.

Für Eigentümer ihrer Wohnimmobilie hat das Ganze nur Auswirkungen wenn die Finanzierung auf Kante genäht ist, sprich wenn der Kredit gerollt werden muss. Die gezahlten Preise werden viele aber nie wieder sehen.

Ob sich Leute, die keine Immobilie besitzen aber eine kaufen wollen in diesem neuen Umfeld besser stellen ist nicht unklar. Tendenziell ist es nicht zu weit hergeholt, dass sich Leute mit viel (!) EK bei höherem Zinsen aber geringeren Preisen besser dastehen. Hier reden wir aber von mind. 40% aufwärts. Für den Rest wird es tendenziell schlechter.

Danke für die sachliche Analyse, völlig korrekt. Nur "wo der Blitz zuerst einschlagen wird", da bin ich mir nicht sicher. Könnte mir auch vorstellen, dass gerade in den Toplagen, in denen der Marktwert aktuell weit über dem Sachwert liegt und wo die Rendite am geringsten ist, die Preise zuerst leiden.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Ich verfolge den Immobilienmarkt (insbesondere EFH, DHH) seit ca. zwei Jahren intensiv da wir auf der Suche nach einem Haus sind. Seit Wochen sind Häuser in den einschlägigen Portalen deutlich länger online oder werden nach einer gewissen Zeit erneut online gestellt. Insbesondere die Höherpreisigen wobei auch auffällt, dass die Verkäufer hier nochmals preislich aufgeschlagen haben, wohl in der Hoffnung dadurch noch den eigentlich gewünschten Kaufpreis zu erhalten.

Das gab es in den vergangenen zwei Jahren definitiv nicht. Da konnte man froh sein, ein annonciertes Objekt - egal in welcher Preisklasse- noch zu sehen bevor das Angebot aufgrund massiver Nachfrage deaktiviert wurde. Die Objekte gingen oftmals im Bieterverfahren für einen deutlich höheren Preis weg als angeboten. Wir wurden nicht nur einmal deutlich überboten.

Da das Geld „umsonst“ geliehen werden konnte, war der Schuldenberg vielen Käufern egal.
Aktuell wendet sich das Blatt und sollten die Zinsen wie erwartet weiter steigen, bin ich gespannt, welche Entwicklung das insgesamt nach sich zieht. Eine Glaskugel haben wir alle nicht und bei welchem Zinssatz wir genau landen, kann keiner vorhersagen. Doch ich bin erstaunt, dass schon ein Zinsanstieg auf nur 3 % (und das ist im historischen Vergleich nicht hoch) solche Auswirkungen hat. Dass der Zins erstmal weiter steigen wird, ist aber eindeutig.

Diejenigen, die unter den aktuellen Umständen von weiter steigenden oder stagnierenden Preisen ausgehen, werden sich noch wundern.

Da ich den Markt so lange beobachte, bin ich absolut überzeugt davon, dass sich die aktuelle Zinsentwicklung auf die Immobilienpreise durchschlägt- und meines Erachtens tut sie das bereits. Mit 25%-35% Abschlag auf die angegebenen Hauspreise kann man mittlerweile bei hochpreisigen Objekten rechnen.
Dazu kommt, dass viele, die sich weiterhin einen Kauf leisten könnten, Bedenken wegen des Krieges, wegen der gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Lebensmittelpreise haben und erstmal abwarten.

Dass es im Ergebnis nicht billiger wird, ist ebenfalls klar. Es geht eben ein größerer Anteil an die Bank und Baumaterialien/Handwerker werden auch teurer aber auf der Immobilienseite tut sich mächtig etwas.

antworten
WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Ich verfolge den Immobilienmarkt (insbesondere EFH, DHH) seit ca. zwei Jahren intensiv da wir auf der Suche nach einem Haus sind. Seit Wochen sind Häuser in den einschlägigen Portalen deutlich länger online oder werden nach einer gewissen Zeit erneut online gestellt. Insbesondere die Höherpreisigen wobei auch auffällt, dass die Verkäufer hier nochmals preislich aufgeschlagen haben, wohl in der Hoffnung dadurch noch den eigentlich gewünschten Kaufpreis zu erhalten.

Das gab es in den vergangenen zwei Jahren definitiv nicht. Da konnte man froh sein, ein annonciertes Objekt - egal in welcher Preisklasse- noch zu sehen bevor das Angebot aufgrund massiver Nachfrage deaktiviert wurde. Die Objekte gingen oftmals im Bieterverfahren für einen deutlich höheren Preis weg als angeboten. Wir wurden nicht nur einmal deutlich überboten.

Da das Geld „umsonst“ geliehen werden konnte, war der Schuldenberg vielen Käufern egal.
Aktuell wendet sich das Blatt und sollten die Zinsen wie erwartet weiter steigen, bin ich gespannt, welche Entwicklung das insgesamt nach sich zieht. Eine Glaskugel haben wir alle nicht und bei welchem Zinssatz wir genau landen, kann keiner vorhersagen. Doch ich bin erstaunt, dass schon ein Zinsanstieg auf nur 3 % (und das ist im historischen Vergleich nicht hoch) solche Auswirkungen hat. Dass der Zins erstmal weiter steigen wird, ist aber eindeutig.

Diejenigen, die unter den aktuellen Umständen von weiter steigenden oder stagnierenden Preisen ausgehen, werden sich noch wundern.

Da ich den Markt so lange beobachte, bin ich absolut überzeugt davon, dass sich die aktuelle Zinsentwicklung auf die Immobilienpreise durchschlägt- und meines Erachtens tut sie das bereits. Mit 25%-35% Abschlag auf die angegebenen Hauspreise kann man mittlerweile bei hochpreisigen Objekten rechnen.
Dazu kommt, dass viele, die sich weiterhin einen Kauf leisten könnten, Bedenken wegen des Krieges, wegen der gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Lebensmittelpreise haben und erstmal abwarten.

Dass es im Ergebnis nicht billiger wird, ist ebenfalls klar. Es geht eben ein größerer Anteil an die Bank und Baumaterialien/Handwerker werden auch teurer aber auf der Immobilienseite tut sich mächtig etwas.

Von 1% auf 3% ist eine Verdreifachung der Zinslast, das ist enorm. Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist auch historisch beachtlich.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Und weshalb haben unsere Oberstudienräte mit A14 dann nur zur Miete gewohnt, obwohl sie gerne ein Haus gehabt hätten????

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

4, Vermögenspreise werden sich an die geänderten Zinsen anpassen, sprich Preise von Aktien und Immobilien werden im Schnitt sinken. Das sollte eigentlich jeder BWLer, der Minimalkenntnisse von Bewertung hat, verstehen können.

Das gilt sicher für reine Renditeobjekte. Zinshäuser. Mehrfamilienhäuser.

Das EFH ist nun mal DIE Investition jeder Familie. Stell dir mal ein Lehrerehepaar vor mit 7k netto zum Einstieg, später mal 10-12k netto und 6,5k netto garantierte Pension. Alles meinetwegen noch abzüglich PKV, um die ganz konkreten Zahlen geht es nicht.

Du wirst bis zur Pension arbeiten müssen, das ist klar. Das Konzept Frührente verfolgen überhaupt nur wenige wirklich. Für Beamte geht es gar nicht - die Pension ist ja der große Vorteil und das fällt weg, wenn du mit 55 die Segel streichst und von deinem Vermögen leben willst.

Du wirst dir auch nette Urlaube und 1-2 nette Autos leisten können. Lehrer stehen allgemein nicht so auf dicke Karren wie BWLer, ein Ford Mondeo Kombi als Gebrauchtwagen vielleicht.

Egal, was du machst, wie du es wendest - es bleibt am Ende es Monats wirklich viel, viel Geld übrig. Für die Rente brauchst du nicht sparen, Ausgaben lassen sich auch nicht sinnvoll steigern - also wohin mit dem Geld?

Völlig klar, ein EFH muss her. So groß, dass es für 4 Kinder reicht (auch wenn es nur 1 Kind wird), großer Garten, tolle Lage - ist ja ein Investment für die Ewigkeit.

EFHs fallen nicht unter die simple Renditegleichung. Da wird gekauft, weil gekauft werden muss. Oder gebaut. Da wird nicht gerechnet, och mit einer kleinen 3-Raum-Wohnung kommt man billiger. Nö.

Gerade in der Nachbarschaft ging wieder ein Haus für einen Rekordwert weg, trotz 3% Zinsen. War ein Beamter im höheren Dienst (höher als A13). Es musste halt das Haus sein, die Monatsrate spielte keine große Rolle, solange man sie zahlen kann.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Wenn Du den Markt so intensiv beobachtet hast wirst Du uns bestimmt auch sagen können, wer als Verkäufer dieser Häuser am Markt auftritt? Wer will jetzt bei 7% Inflation weshalb verkaufen? Um Geld am Konto zu haben das jährlich 7% an Wert verliert?

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Ich verfolge den Immobilienmarkt (insbesondere EFH, DHH) seit ca. zwei Jahren intensiv da wir auf der Suche nach einem Haus sind. Seit Wochen sind Häuser in den einschlägigen Portalen deutlich länger online oder werden nach einer gewissen Zeit erneut online gestellt. Insbesondere die Höherpreisigen wobei auch auffällt, dass die Verkäufer hier nochmals preislich aufgeschlagen haben, wohl in der Hoffnung dadurch noch den eigentlich gewünschten Kaufpreis zu erhalten.

Das gab es in den vergangenen zwei Jahren definitiv nicht. Da konnte man froh sein, ein annonciertes Objekt - egal in welcher Preisklasse- noch zu sehen bevor das Angebot aufgrund massiver Nachfrage deaktiviert wurde. Die Objekte gingen oftmals im Bieterverfahren für einen deutlich höheren Preis weg als angeboten. Wir wurden nicht nur einmal deutlich überboten.

Da das Geld „umsonst“ geliehen werden konnte, war der Schuldenberg vielen Käufern egal.
Aktuell wendet sich das Blatt und sollten die Zinsen wie erwartet weiter steigen, bin ich gespannt, welche Entwicklung das insgesamt nach sich zieht. Eine Glaskugel haben wir alle nicht und bei welchem Zinssatz wir genau landen, kann keiner vorhersagen. Doch ich bin erstaunt, dass schon ein Zinsanstieg auf nur 3 % (und das ist im historischen Vergleich nicht hoch) solche Auswirkungen hat. Dass der Zins erstmal weiter steigen wird, ist aber eindeutig.

Diejenigen, die unter den aktuellen Umständen von weiter steigenden oder stagnierenden Preisen ausgehen, werden sich noch wundern.

Da ich den Markt so lange beobachte, bin ich absolut überzeugt davon, dass sich die aktuelle Zinsentwicklung auf die Immobilienpreise durchschlägt- und meines Erachtens tut sie das bereits. Mit 25%-35% Abschlag auf die angegebenen Hauspreise kann man mittlerweile bei hochpreisigen Objekten rechnen.
Dazu kommt, dass viele, die sich weiterhin einen Kauf leisten könnten, Bedenken wegen des Krieges, wegen der gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Lebensmittelpreise haben und erstmal abwarten.

Dass es im Ergebnis nicht billiger wird, ist ebenfalls klar. Es geht eben ein größerer Anteil an die Bank und Baumaterialien/Handwerker werden auch teurer aber auf der Immobilienseite tut sich mächtig etwas.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Von 1% auf 3% ist eine Verdreifachung der Zinslast, das ist enorm. Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist auch historisch beachtlich.

Zinsen von 1% ist das historisch besondere. Ein Anstieg der Zinsen um 2% ist eine ziemlich normale Schwankung.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Von 1% auf 3% ist eine Verdreifachung der Zinslast, das ist enorm. Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist auch historisch beachtlich.

3%? Dann meinst du 15 Jahre Bindung? Die war nie bei 1%.

1,3% waren es. Bestwert war knapp über 1% im März 2020.

Noch Ende 2019 waren die Zinsen bei 1,8 - 1,9%. Nach dieser reinen Zinstheorie hätten sich die Preise von damals zunächst erstmals fast verdoppeln müssen - ist aber nicht passiert. Diese stumpfe Multiplier-Rechnung funktioniert nicht.

Die Zinsen sind jetzt ca. 1% höher als 2018 bzw. Anfang 2019. Damals hatte waren 2% Zinsen und 3% Tilgung üblich - die gleiche Rate hast du heute mit 3% Zinsen und 2% Tilgung. Damals theoretisch 26 Jahre Laufzeit, heute knapp über 30 Jahre.

Das hat auf die Finanzierbarkeit keine Auswirkungen. Immobilien werden mit 25-35 Jahren gekauft. 26 Jahre sind genauso wie knapp über 30 Jahre darstellbar. Jede Sondertilgung verringert die Laufzeit.

Bei 3,5% Zinsen und 1,5% Tilgung geht es Richtung 34 Jahre theoretische Laufzeit.

Bei 4% Zinsen sollte man die Annuität anheben - 32,5 Jahre bei 5,5% Annuität und 27,5 Jahre bei 6,0% Annuität.

Der Sprung von 2% Zinsen zu 4% Zinsen bedeutet also ein Sprung von 5% Annuität zu 6% Annuität und 26 Jahre zu 27,5 Jahre. Bei 20% EK und 80% FK und 20% höherer Annuität und wenn wir die 1,5 Jahre längere Laufzeit mal beiseite schieben - bedeutet die Verdopplung der Zinsen von 2% auf 4%, dass Häuser 16% teurer werden (20% der FK-Anteil, 0% der EK-Anteil).

Zum Vergleich, im letzten Jahr war der Anstieg der realen Kaufpreise ca. 15% trotz steigender Zinsen (von knapp über 1% auf 1,3%). Die 16% werden also einfach mal von der fundamental bedingten Teuerungsrate eines Jahres geschluckt.

Die Erschwinglichkeit eines EFHs war die letzten 10-12 Jahre extrem gut. Das wird sich wieder ändern. EFHs waren nie etwas für jeden und werden es in Zukunft auch nicht sein. Wer noch kann, soll kaufen. Künftig werden weitere Käufergruppen aus dem Markt gedrängt. Dann winkt die 90qm-4-Raum-Wohnung im Neubau-Plattenbau. Die wird immerhin im Prospekt als Luxus vermarktet, also ist das doch etwas besonderes.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Finde ich auch gut. Ich habe 50 tsd meines aktiendepots verloren seit dem Krieg und habe das komplette Depot nun mit 1,8% Zinsen meiner Bank gegeben.

Vor einigen Monaten hätte ich Minuszinsen zahlen müssen aber durch den Zinsanstieg ist die sicherste Anlage von Geld wieder möglich.

Haus hab ich zwar auch aber hab ebenfalls den Zins von 1,5% auf 25 Jahre gesichert gehabt. Muss dann auch nicht mehr nachfinanzieren.

Ich glaube auch das alle Immobilienbesitzer auf 20-25 Jahren abgeschlossen haben bei so günstigen Zinsen. Macht ja keiner 5 oder 10 Jahre wenn die Zinsen sowieso schon unter 2% liegen.

So wie es aussieht freuen sich jetzt alle die noch gekauft haben über den Zinsanstieg und alle die noch zur Miete wohnen und keine Millionäre sind haben die A-Karte. Ich selber hoffe das die Zinsen die nächsten 30 Jahre irgendwo zwischen 5 und 10% liegen.
Das witzige ist das ich die Bank 2 mal zahlen lasse :-) einmal mit den günstigen Zinsen für mein Haus und jetzt mit den hohen Zinsen die ich von der Bank für mein festgeld bekomme.

Klar das sich jeder Immobilienbesitzer jetzt über die Erhöhung der Zinsen freut und sich die Hände reibt. Mir tut es nur leid für die Menschen die zwar Eigenkapital um die 200 tsd - 300 tsd noch haben, keine Immobilie und sie sich durch die Zinserhöhung nie eine vernünftige Immobilie leisten werden da nun wirklich nicht mehr zahlbar.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Ich finde geil das die Zinsen steigen. Ich hab ja selber eine Immobilie aber meinen geringen Zins bis zum abzahltag gesichert. Das geile ist aber das ich jetzt für mein Geld bei der Bank wieder Zinsen bekomme :-) für mich eine win win Situation. Hoffe das die Zinsen die man bei der Bank für sein Geld bekommt noch bis Jahresende auf 2 % steigen. Deshalb hoffe ich ja, wieauch 90% der Immobilienbesitzer mit selbstnutzung , das die Zinsen grundsätzlich weiter steigen. Ich werde mein Haus ja auch vererben deshalb ist es mir recht egal ob die Immobilienpreise sinken. :-)))) von mir aus kann mein Haus auch 0€ wert sein , grins.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Ich wage mal eine Gegenhypthose. Die Spitze der Inflation ist erreicht und wir steuern auf eine Rezession zu.

Der Zinsanstieg wird mittelfristig stagnieren bzw. wieder zurückgehen. Ich denke das Inflationsniveau wird höher dauerhaft höher sein (2,5-3,%). Aber nicht so hoch, dass es die Zentralbanken daran hindert wieder quantitative easing zu betreiben. Ich meine, dass amerikanische Staatsanleihen wieder rückläufig sind.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Doch guck dir Mal den Zinschart bei Interhyp an. 2020 waren wir zeitweise bei 1,04 Prozent für 15 Jahre.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Von 1% auf 3% ist eine Verdreifachung der Zinslast, das ist enorm. Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist auch historisch beachtlich.

3%? Dann meinst du 15 Jahre Bindung? Die war nie bei 1%.

1,3% waren es. Bestwert war knapp über 1% im März 2020.

Noch Ende 2019 waren die Zinsen bei 1,8 - 1,9%. Nach dieser reinen Zinstheorie hätten sich die Preise von damals zunächst erstmals fast verdoppeln müssen - ist aber nicht passiert. Diese stumpfe Multiplier-Rechnung funktioniert nicht.

Die Zinsen sind jetzt ca. 1% höher als 2018 bzw. Anfang 2019. Damals hatte waren 2% Zinsen und 3% Tilgung üblich - die gleiche Rate hast du heute mit 3% Zinsen und 2% Tilgung. Damals theoretisch 26 Jahre Laufzeit, heute knapp über 30 Jahre.

Das hat auf die Finanzierbarkeit keine Auswirkungen. Immobilien werden mit 25-35 Jahren gekauft. 26 Jahre sind genauso wie knapp über 30 Jahre darstellbar. Jede Sondertilgung verringert die Laufzeit.

Bei 3,5% Zinsen und 1,5% Tilgung geht es Richtung 34 Jahre theoretische Laufzeit.

Bei 4% Zinsen sollte man die Annuität anheben - 32,5 Jahre bei 5,5% Annuität und 27,5 Jahre bei 6,0% Annuität.

Der Sprung von 2% Zinsen zu 4% Zinsen bedeutet also ein Sprung von 5% Annuität zu 6% Annuität und 26 Jahre zu 27,5 Jahre. Bei 20% EK und 80% FK und 20% höherer Annuität und wenn wir die 1,5 Jahre längere Laufzeit mal beiseite schieben - bedeutet die Verdopplung der Zinsen von 2% auf 4%, dass Häuser 16% teurer werden (20% der FK-Anteil, 0% der EK-Anteil).

Zum Vergleich, im letzten Jahr war der Anstieg der realen Kaufpreise ca. 15% trotz steigender Zinsen (von knapp über 1% auf 1,3%). Die 16% werden also einfach mal von der fundamental bedingten Teuerungsrate eines Jahres geschluckt.

Die Erschwinglichkeit eines EFHs war die letzten 10-12 Jahre extrem gut. Das wird sich wieder ändern. EFHs waren nie etwas für jeden und werden es in Zukunft auch nicht sein. Wer noch kann, soll kaufen. Künftig werden weitere Käufergruppen aus dem Markt gedrängt. Dann winkt die 90qm-4-Raum-Wohnung im Neubau-Plattenbau. Die wird immerhin im Prospekt als Luxus vermarktet, also ist das doch etwas besonderes.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Wenn Du den Markt so intensiv beobachtet hast wirst Du uns bestimmt auch sagen können, wer als Verkäufer dieser Häuser am Markt auftritt? Wer will jetzt bei 7% Inflation weshalb verkaufen? Um Geld am Konto zu haben das jährlich 7% an Wert verliert?

Ich verfolge den Immobilienmarkt (insbesondere EFH, DHH) seit ca. zwei Jahren intensiv da wir auf der Suche nach einem Haus sind. Seit Wochen sind Häuser in den einschlägigen Portalen deutlich länger online oder werden nach einer gewissen Zeit erneut online gestellt. Insbesondere die Höherpreisigen wobei auch auffällt, dass die Verkäufer hier nochmals preislich aufgeschlagen haben, wohl in der Hoffnung dadurch noch den eigentlich gewünschten Kaufpreis zu erhalten.

Das gab es in den vergangenen zwei Jahren definitiv nicht. Da konnte man froh sein, ein annonciertes Objekt - egal in welcher Preisklasse- noch zu sehen bevor das Angebot aufgrund massiver Nachfrage deaktiviert wurde. Die Objekte gingen oftmals im Bieterverfahren für einen deutlich höheren Preis weg als angeboten. Wir wurden nicht nur einmal deutlich überboten.

Da das Geld „umsonst“ geliehen werden konnte, war der Schuldenberg vielen Käufern egal.
Aktuell wendet sich das Blatt und sollten die Zinsen wie erwartet weiter steigen, bin ich gespannt, welche Entwicklung das insgesamt nach sich zieht. Eine Glaskugel haben wir alle nicht und bei welchem Zinssatz wir genau landen, kann keiner vorhersagen. Doch ich bin erstaunt, dass schon ein Zinsanstieg auf nur 3 % (und das ist im historischen Vergleich nicht hoch) solche Auswirkungen hat. Dass der Zins erstmal weiter steigen wird, ist aber eindeutig.

Diejenigen, die unter den aktuellen Umständen von weiter steigenden oder stagnierenden Preisen ausgehen, werden sich noch wundern.

Da ich den Markt so lange beobachte, bin ich absolut überzeugt davon, dass sich die aktuelle Zinsentwicklung auf die Immobilienpreise durchschlägt- und meines Erachtens tut sie das bereits. Mit 25%-35% Abschlag auf die angegebenen Hauspreise kann man mittlerweile bei hochpreisigen Objekten rechnen.
Dazu kommt, dass viele, die sich weiterhin einen Kauf leisten könnten, Bedenken wegen des Krieges, wegen der gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Lebensmittelpreise haben und erstmal abwarten.

Dass es im Ergebnis nicht billiger wird, ist ebenfalls klar. Es geht eben ein größerer Anteil an die Bank und Baumaterialien/Handwerker werden auch teurer aber auf der Immobilienseite tut sich mächtig etwas.

Gibt ja nicht nur Investoren. Hier wurde mal Interhyp zitiert, dass letztes Jahr (Tiefpunkt der Zinsen) die durchschnittliche Zinsbindung bei „nur“ 13 Jahren lag, obwohl hier subjektiv jeder eine Bindung von 20-30 Jahren hat. Gibt also genug Leute, die - wahrscheinlich aus Budgetgründen - nur 5 oder 10 Jahre haben. Diese Leute sind jetzt schon durch die gestiegenen Lebenshaltungskosten unter Druck und müssen mit riesigen Problem beim Auslaufen der Zinsbindung rechnen.
Und wenn es diese Leute 2021 gab, gab es sie auch in den Jahren davor, so dass der Zinsanstieg entsprechend früher schon zu Problemen führen wird.

Es ist halt nicht jeder Immobesitzer rational, meiner Erfahrung nach haben die meisten gar keine Ahnung von Zinseffekten, Inflation, etc.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Ein sehr großer Teil der aktuellen Objekte hier in unserer Suchregion ist vermietet und sanierungsbedürftig bis abrissgeeignet. Daher dürften das Kapitalanleger und/oder Erben sein, welche erkennen, dass es zumindest nicht mehr hochgeht mit den Preisen. Zunächst jedenfalls nicht.
Viele werden auch die kommenden Energieauflagen scheuen, das spielt hier sicherlich hinein.

Das letzte Haus (DHH aus den 60ern, komplett sanierungsbedürftig), welches wir besichtigt haben, wurde von Erben verkauft, die wo anders wohnen und selber bauen wollen.
Momentan kommt leider keines der annoncierten Häuser für uns in Betracht. Neubau gibt es nicht. Unsaniert muss man sich momentan rantrauen und bereits saniert zu absoluten Mondpreisen.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Wenn Du den Markt so intensiv beobachtet hast wirst Du uns bestimmt auch sagen können, wer als Verkäufer dieser Häuser am Markt auftritt? Wer will jetzt bei 7% Inflation weshalb verkaufen? Um Geld am Konto zu haben das jährlich 7% an Wert verliert?

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Ich verfolge den Immobilienmarkt (insbesondere EFH, DHH) seit ca. zwei Jahren intensiv da wir auf der Suche nach einem Haus sind. Seit Wochen sind Häuser in den einschlägigen Portalen deutlich länger online oder werden nach einer gewissen Zeit erneut online gestellt. Insbesondere die Höherpreisigen wobei auch auffällt, dass die Verkäufer hier nochmals preislich aufgeschlagen haben, wohl in der Hoffnung dadurch noch den eigentlich gewünschten Kaufpreis zu erhalten.

Das gab es in den vergangenen zwei Jahren definitiv nicht. Da konnte man froh sein, ein annonciertes Objekt - egal in welcher Preisklasse- noch zu sehen bevor das Angebot aufgrund massiver Nachfrage deaktiviert wurde. Die Objekte gingen oftmals im Bieterverfahren für einen deutlich höheren Preis weg als angeboten. Wir wurden nicht nur einmal deutlich überboten.

Da das Geld „umsonst“ geliehen werden konnte, war der Schuldenberg vielen Käufern egal.
Aktuell wendet sich das Blatt und sollten die Zinsen wie erwartet weiter steigen, bin ich gespannt, welche Entwicklung das insgesamt nach sich zieht. Eine Glaskugel haben wir alle nicht und bei welchem Zinssatz wir genau landen, kann keiner vorhersagen. Doch ich bin erstaunt, dass schon ein Zinsanstieg auf nur 3 % (und das ist im historischen Vergleich nicht hoch) solche Auswirkungen hat. Dass der Zins erstmal weiter steigen wird, ist aber eindeutig.

Diejenigen, die unter den aktuellen Umständen von weiter steigenden oder stagnierenden Preisen ausgehen, werden sich noch wundern.

Da ich den Markt so lange beobachte, bin ich absolut überzeugt davon, dass sich die aktuelle Zinsentwicklung auf die Immobilienpreise durchschlägt- und meines Erachtens tut sie das bereits. Mit 25%-35% Abschlag auf die angegebenen Hauspreise kann man mittlerweile bei hochpreisigen Objekten rechnen.
Dazu kommt, dass viele, die sich weiterhin einen Kauf leisten könnten, Bedenken wegen des Krieges, wegen der gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Lebensmittelpreise haben und erstmal abwarten.

Dass es im Ergebnis nicht billiger wird, ist ebenfalls klar. Es geht eben ein größerer Anteil an die Bank und Baumaterialien/Handwerker werden auch teurer aber auf der Immobilienseite tut sich mächtig etwas.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Auch als die Zinsen bei 5%+ lagen wurden noch Häuser verkauft. Das war zahlbar weil die Immobilienpreise dann entsprechend niedriger waren. Du sagst es ja seibst: es kann sich keiner mehr leisten was im Endeffekt heißt dass die Nachfrage sinken wird und damit die Preise fallen werden.
Und die Leute mit signifikantem Eigenkapital sind doch gerade die Gewinner weil sie war von den fallenden Immobilien Preisen profitieren aber gleichzeitig von den höheren Zinsen nicht so stark betroffen sind.

Und was machst du mit deinem Festgeldkonto wenn die Wirtschaft wieder brummt und die Zinsen wieder fallen? Wieder zurück in Aktien? Das klingt für mich nach der berühmten buy high sell low strategie. Und außerdem liegen deine 2 Prozent aktuell noch weit unterhalb der Inflation. Also definitiv kein Grund zu feiern.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Finde ich auch gut. Ich habe 50 tsd meines aktiendepots verloren seit dem Krieg und habe das komplette Depot nun mit 1,8% Zinsen meiner Bank gegeben.

Vor einigen Monaten hätte ich Minuszinsen zahlen müssen aber durch den Zinsanstieg ist die sicherste Anlage von Geld wieder möglich.

Haus hab ich zwar auch aber hab ebenfalls den Zins von 1,5% auf 25 Jahre gesichert gehabt. Muss dann auch nicht mehr nachfinanzieren.

Ich glaube auch das alle Immobilienbesitzer auf 20-25 Jahren abgeschlossen haben bei so günstigen Zinsen. Macht ja keiner 5 oder 10 Jahre wenn die Zinsen sowieso schon unter 2% liegen.

So wie es aussieht freuen sich jetzt alle die noch gekauft haben über den Zinsanstieg und alle die noch zur Miete wohnen und keine Millionäre sind haben die A-Karte. Ich selber hoffe das die Zinsen die nächsten 30 Jahre irgendwo zwischen 5 und 10% liegen.
Das witzige ist das ich die Bank 2 mal zahlen lasse :-) einmal mit den günstigen Zinsen für mein Haus und jetzt mit den hohen Zinsen die ich von der Bank für mein festgeld bekomme.

Klar das sich jeder Immobilienbesitzer jetzt über die Erhöhung der Zinsen freut und sich die Hände reibt. Mir tut es nur leid für die Menschen die zwar Eigenkapital um die 200 tsd - 300 tsd noch haben, keine Immobilie und sie sich durch die Zinserhöhung nie eine vernünftige Immobilie leisten werden da n wirklich nicht mehr zahlbar.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Finde ich auch gut. Ich habe 50 tsd meines aktiendepots verloren seit dem Krieg und habe das komplette Depot nun mit 1,8% Zinsen meiner Bank gegeben.

Vor einigen Monaten hätte ich Minuszinsen zahlen müssen aber durch den Zinsanstieg ist die sicherste Anlage von Geld wieder möglich.

Haus hab ich zwar auch aber hab ebenfalls den Zins von 1,5% auf 25 Jahre gesichert gehabt. Muss dann auch nicht mehr nachfinanzieren.

Ich glaube auch das alle Immobilienbesitzer auf 20-25 Jahren abgeschlossen haben bei so günstigen Zinsen. Macht ja keiner 5 oder 10 Jahre wenn die Zinsen sowieso schon unter 2% liegen.

So wie es aussieht freuen sich jetzt alle die noch gekauft haben über den Zinsanstieg und alle die noch zur Miete wohnen und keine Millionäre sind haben die A-Karte. Ich selber hoffe das die Zinsen die nächsten 30 Jahre irgendwo zwischen 5 und 10% liegen.
Das witzige ist das ich die Bank 2 mal zahlen lasse :-) einmal mit den günstigen Zinsen für mein Haus und jetzt mit den hohen Zinsen die ich von der Bank für mein festgeld bekomme.

Klar das sich jeder Immobilienbesitzer jetzt über die Erhöhung der Zinsen freut und sich die Hände reibt. Mir tut es nur leid für die Menschen die zwar Eigenkapital um die 200 tsd - 300 tsd noch haben, keine Immobilie und sie sich durch die Zinserhöhung nie eine vernünftige Immobilie leisten werden da nun wirklich nicht mehr zahlbar.

Ich finde geil das die Zinsen steigen. Ich hab ja selber eine Immobilie aber meinen geringen Zins bis zum abzahltag gesichert. Das geile ist aber das ich jetzt für mein Geld bei der Bank wieder Zinsen bekomme :-) für mich eine win win Situation. Hoffe das die Zinsen die man bei der Bank für sein Geld bekommt noch bis Jahresende auf 2 % steigen. Deshalb hoffe ich ja, wieauch 90% der Immobilienbesitzer mit selbstnutzung , das die Zinsen grundsätzlich weiter steigen. Ich werde mein Haus ja auch vererben deshalb ist es mir recht egal ob die Immobilienpreise sinken. :-)))) von mir aus kann mein Haus auch 0€ wert sein , grins.

Wie gibt man bitte sein Depot seiner Bank?

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Ob das eine gute Anlage ist bei der Inflation von >5%, hast du dir wohl auch vorher überlegt? Das hoffe ich zumindest für dich.

So verbrennt deine Anlage nur schleichend dein Geld und weniger offensichtlich als dein Aktiendepot

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Finde ich auch gut. Ich habe 50 tsd meines aktiendepots verloren seit dem Krieg und habe das komplette Depot nun mit 1,8% Zinsen meiner Bank gegeben.

Vor einigen Monaten hätte ich Minuszinsen zahlen müssen aber durch den Zinsanstieg ist die sicherste Anlage von Geld wieder möglich.

Haus hab ich zwar auch aber hab ebenfalls den Zins von 1,5% auf 25 Jahre gesichert gehabt. Muss dann auch nicht mehr nachfinanzieren.

Ich glaube auch das alle Immobilienbesitzer auf 20-25 Jahren abgeschlossen haben bei so günstigen Zinsen. Macht ja keiner 5 oder 10 Jahre wenn die Zinsen sowieso schon unter 2% liegen.

So wie es aussieht freuen sich jetzt alle die noch gekauft haben über den Zinsanstieg und alle die noch zur Miete wohnen und keine Millionäre sind haben die A-Karte. Ich selber hoffe das die Zinsen die nächsten 30 Jahre irgendwo zwischen 5 und 10% liegen.
Das witzige ist das ich die Bank 2 mal zahlen lasse :-) einmal mit den günstigen Zinsen für mein Haus und jetzt mit den hohen Zinsen die ich von der Bank für mein festgeld bekomme.

Klar das sich jeder Immobilienbesitzer jetzt über die Erhöhung der Zinsen freut und sich die Hände reibt. Mir tut es nur leid für die Menschen die zwar Eigenkapital um die 200 tsd - 300 tsd noch haben, keine Immobilie und sie sich durch die Zinserhöhung nie eine vernünftige Immobilie leisten werden da nun wirklich nicht mehr zahlbar.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Ich finde geil das die Zinsen steigen. Ich hab ja selber eine Immobilie aber meinen geringen Zins bis zum abzahltag gesichert. Das geile ist aber das ich jetzt für mein Geld bei der Bank wieder Zinsen bekomme :-) für mich eine win win Situation. Hoffe das die Zinsen die man bei der Bank für sein Geld bekommt noch bis Jahresende auf 2 % steigen. Deshalb hoffe ich ja, wieauch 90% der Immobilienbesitzer mit selbstnutzung , das die Zinsen grundsätzlich weiter steigen. Ich werde mein Haus ja auch vererben deshalb ist es mir recht egal ob die Immobilienpreise sinken. :-)))) von mir aus kann mein Haus auch 0€ wert sein , grins.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Ich freue mich über steigende Zinsen und perspektivisch fallenden Preise. Habe mittlerweile einiges an EK und mir einen 0.8% Zinssatz über einen zuteilungsreifen Bausprarer gesichert. Damit kann ich Ausschau halten nach guten Investobjekten. In München merke ich jetzt bereits, dass Makler viel aktiver sind und vor allem die sehr teuren Angebot lassen sich laut deren Aussage bei weitem nicht mehr so leicht und schnell verkaufen

Damit steigt auch endlich wieder die Rendite für mich als Vermieter.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Von 1% auf 3% ist eine Verdreifachung der Zinslast, das ist enorm. Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist auch historisch beachtlich.

3%? Dann meinst du 15 Jahre Bindung? Die war nie bei 1%.

1,3% waren es. Bestwert war knapp über 1% im März 2020.

Noch Ende 2019 waren die Zinsen bei 1,8 - 1,9%. Nach dieser reinen Zinstheorie hätten sich die Preise von damals zunächst erstmals fast verdoppeln müssen - ist aber nicht passiert. Diese stumpfe Multiplier-Rechnung funktioniert nicht.

Die Zinsen sind jetzt ca. 1% höher als 2018 bzw. Anfang 2019. Damals hatte waren 2% Zinsen und 3% Tilgung üblich - die gleiche Rate hast du heute mit 3% Zinsen und 2% Tilgung. Damals theoretisch 26 Jahre Laufzeit, heute knapp über 30 Jahre.

Das hat auf die Finanzierbarkeit keine Auswirkungen. Immobilien werden mit 25-35 Jahren gekauft. 26 Jahre sind genauso wie knapp über 30 Jahre darstellbar. Jede Sondertilgung verringert die Laufzeit.

Bei 3,5% Zinsen und 1,5% Tilgung geht es Richtung 34 Jahre theoretische Laufzeit.

Bei 4% Zinsen sollte man die Annuität anheben - 32,5 Jahre bei 5,5% Annuität und 27,5 Jahre bei 6,0% Annuität.

Der Sprung von 2% Zinsen zu 4% Zinsen bedeutet also ein Sprung von 5% Annuität zu 6% Annuität und 26 Jahre zu 27,5 Jahre. Bei 20% EK und 80% FK und 20% höherer Annuität und wenn wir die 1,5 Jahre längere Laufzeit mal beiseite schieben - bedeutet die Verdopplung der Zinsen von 2% auf 4%, dass Häuser 16% teurer werden (20% der FK-Anteil, 0% der EK-Anteil).

Zum Vergleich, im letzten Jahr war der Anstieg der realen Kaufpreise ca. 15% trotz steigender Zinsen (von knapp über 1% auf 1,3%). Die 16% werden also einfach mal von der fundamental bedingten Teuerungsrate eines Jahres geschluckt.

Die Erschwinglichkeit eines EFHs war die letzten 10-12 Jahre extrem gut. Das wird sich wieder ändern. EFHs waren nie etwas für jeden und werden es in Zukunft auch nicht sein. Wer noch kann, soll kaufen. Künftig werden weitere Käufergruppen aus dem Markt gedrängt. Dann winkt die 90qm-4-Raum-Wohnung im Neubau-Plattenbau. Die wird immerhin im Prospekt als Luxus vermarktet, also ist das doch etwas besonderes.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Die Frage kann ich Dir zumindest für meine Oberstudienrätin Mutter beantworten. Spottbillige Beamten Genossenschaftswohnung in Top Lage im besten Schwabing da zahlt jeder 1. Semester mehr für sein WG Zimmer.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Und weshalb haben unsere Oberstudienräte mit A14 dann nur zur Miete gewohnt, obwohl sie gerne ein Haus gehabt hätten????

4, Vermögenspreise werden sich an die geänderten Zinsen anpassen, sprich Preise von Aktien und Immobilien werden im Schnitt sinken. Das sollte eigentlich jeder BWLer, der Minimalkenntnisse von Bewertung hat, verstehen können.

Das gilt sicher für reine Renditeobjekte. Zinshäuser. Mehrfamilienhäuser.

Das EFH ist nun mal DIE Investition jeder Familie. Stell dir mal ein Lehrerehepaar vor mit 7k netto zum Einstieg, später mal 10-12k netto und 6,5k netto garantierte Pension. Alles meinetwegen noch abzüglich PKV, um die ganz konkreten Zahlen geht es nicht.

Du wirst bis zur Pension arbeiten müssen, das ist klar. Das Konzept Frührente verfolgen überhaupt nur wenige wirklich. Für Beamte geht es gar nicht - die Pension ist ja der große Vorteil und das fällt weg, wenn du mit 55 die Segel streichst und von deinem Vermögen leben willst.

Du wirst dir auch nette Urlaube und 1-2 nette Autos leisten können. Lehrer stehen allgemein nicht so auf dicke Karren wie BWLer, ein Ford Mondeo Kombi als Gebrauchtwagen vielleicht.

Egal, was du machst, wie du es wendest - es bleibt am Ende es Monats wirklich viel, viel Geld übrig. Für die Rente brauchst du nicht sparen, Ausgaben lassen sich auch nicht sinnvoll steigern - also wohin mit dem Geld?

Völlig klar, ein EFH muss her. So groß, dass es für 4 Kinder reicht (auch wenn es nur 1 Kind wird), großer Garten, tolle Lage - ist ja ein Investment für die Ewigkeit.

EFHs fallen nicht unter die simple Renditegleichung. Da wird gekauft, weil gekauft werden muss. Oder gebaut. Da wird nicht gerechnet, och mit einer kleinen 3-Raum-Wohnung kommt man billiger. Nö.

Gerade in der Nachbarschaft ging wieder ein Haus für einen Rekordwert weg, trotz 3% Zinsen. War ein Beamter im höheren Dienst (höher als A13). Es musste halt das Haus sein, die Monatsrate spielte keine große Rolle, solange man sie zahlen kann.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Puh, diese Meinung wurde von FOMO geformt?

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Finde ich auch gut. Ich habe 50 tsd meines aktiendepots verloren seit dem Krieg und habe das komplette Depot nun mit 1,8% Zinsen meiner Bank gegeben.

Vor einigen Monaten hätte ich Minuszinsen zahlen müssen aber durch den Zinsanstieg ist die sicherste Anlage von Geld wieder möglich.

Haus hab ich zwar auch aber hab ebenfalls den Zins von 1,5% auf 25 Jahre gesichert gehabt. Muss dann auch nicht mehr nachfinanzieren.

Ich glaube auch das alle Immobilienbesitzer auf 20-25 Jahren abgeschlossen haben bei so günstigen Zinsen. Macht ja keiner 5 oder 10 Jahre wenn die Zinsen sowieso schon unter 2% liegen.

So wie es aussieht freuen sich jetzt alle die noch gekauft haben über den Zinsanstieg und alle die noch zur Miete wohnen und keine Millionäre sind haben die A-Karte. Ich selber hoffe das die Zinsen die nächsten 30 Jahre irgendwo zwischen 5 und 10% liegen.
Das witzige ist das ich die Bank 2 mal zahlen lasse :-) einmal mit den günstigen Zinsen für mein Haus und jetzt mit den hohen Zinsen die ich von der Bank für mein festgeld bekomme.

Klar das sich jeder Immobilienbesitzer jetzt über die Erhöhung der Zinsen freut und sich die Hände reibt. Mir tut es nur leid für die Menschen die zwar Eigenkapital um die 200 tsd - 300 tsd noch haben, keine Immobilie und sie sich durch die Zinserhöhung nie eine vernünftige Immobilie leisten werden da nun wirklich nicht mehr zahlbar.

Ich finde geil das die Zinsen steigen. Ich hab ja selber eine Immobilie aber meinen geringen Zins bis zum abzahltag gesichert. Das geile ist aber das ich jetzt für mein Geld bei der Bank wieder Zinsen bekomme :-) für mich eine win win Situation. Hoffe das die Zinsen die man bei der Bank für sein Geld bekommt noch bis Jahresende auf 2 % steigen. Deshalb hoffe ich ja, wieauch 90% der Immobilienbesitzer mit selbstnutzung , das die Zinsen grundsätzlich weiter steigen. Ich werde mein Haus ja auch vererben deshalb ist es mir recht egal ob die Immobilienpreise sinken. :-)))) von mir aus kann mein Haus auch 0€ wert sein , grins.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Von 1% auf 3% ist eine Verdreifachung der Zinslast, das ist enorm. Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist auch historisch beachtlich.

3%? Dann meinst du 15 Jahre Bindung? Die war nie bei 1%.

1,3% waren es. Bestwert war knapp über 1% im März 2020.

Noch Ende 2019 waren die Zinsen bei 1,8 - 1,9%. Nach dieser reinen Zinstheorie hätten sich die Preise von damals zunächst erstmals fast verdoppeln müssen - ist aber nicht passiert. Diese stumpfe Multiplier-Rechnung funktioniert nicht.

Die Zinsen sind jetzt ca. 1% höher als 2018 bzw. Anfang 2019. Damals hatte waren 2% Zinsen und 3% Tilgung üblich - die gleiche Rate hast du heute mit 3% Zinsen und 2% Tilgung. Damals theoretisch 26 Jahre Laufzeit, heute knapp über 30 Jahre.

Das hat auf die Finanzierbarkeit keine Auswirkungen. Immobilien werden mit 25-35 Jahren gekauft. 26 Jahre sind genauso wie knapp über 30 Jahre darstellbar. Jede Sondertilgung verringert die Laufzeit.

Bei 3,5% Zinsen und 1,5% Tilgung geht es Richtung 34 Jahre theoretische Laufzeit.

Bei 4% Zinsen sollte man die Annuität anheben - 32,5 Jahre bei 5,5% Annuität und 27,5 Jahre bei 6,0% Annuität.

Der Sprung von 2% Zinsen zu 4% Zinsen bedeutet also ein Sprung von 5% Annuität zu 6% Annuität und 26 Jahre zu 27,5 Jahre. Bei 20% EK und 80% FK und 20% höherer Annuität und wenn wir die 1,5 Jahre längere Laufzeit mal beiseite schieben - bedeutet die Verdopplung der Zinsen von 2% auf 4%, dass Häuser 16% teurer werden (20% der FK-Anteil, 0% der EK-Anteil).

Zum Vergleich, im letzten Jahr war der Anstieg der realen Kaufpreise ca. 15% trotz steigender Zinsen (von knapp über 1% auf 1,3%). Die 16% werden also einfach mal von der fundamental bedingten Teuerungsrate eines Jahres geschluckt.

Die Erschwinglichkeit eines EFHs war die letzten 10-12 Jahre extrem gut. Das wird sich wieder ändern. EFHs waren nie etwas für jeden und werden es in Zukunft auch nicht sein. Wer noch kann, soll kaufen. Künftig werden weitere Käufergruppen aus dem Markt gedrängt. Dann winkt die 90qm-4-Raum-Wohnung im Neubau-Plattenbau. Die wird immerhin im Prospekt als Luxus vermarktet, also ist das doch etwas besonderes.

Sehr guter Beitrag! So sehe ich es auch. Und in diesem Forum wurde bei extrem guter Erschwinglichkeit in den vergangenen Jahren extrem stark gejammert und die Boomer, die es faktisch deutlich schwerer hatten, wurden als die Glückspilze bezeichnet, die zum Schnäppchenpreis ihre Immobilen gekauft haben. Eine völlige Verdrehung der Realitäten. Jetzt normalisiert sich die Erschwinglichkeit wieder auf ein normales Niveau. Nicht mehr und nicht weniger. Und wer glaubt, dass nun alle Eigenheimbesitzer ihre Bude zum Schnäppchenpreis auf den Markt hauen, der wird noch eines anderen belehrt werden. Das wird nicht passieren.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Von 1% auf 3% ist eine Verdreifachung der Zinslast, das ist enorm. Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist auch historisch beachtlich.

3%? Dann meinst du 15 Jahre Bindung? Die war nie bei 1%.

1,3% waren es. Bestwert war knapp über 1% im März 2020.

Noch Ende 2019 waren die Zinsen bei 1,8 - 1,9%. Nach dieser reinen Zinstheorie hätten sich die Preise von damals zunächst erstmals fast verdoppeln müssen - ist aber nicht passiert. Diese stumpfe Multiplier-Rechnung funktioniert nicht.

Die Zinsen sind jetzt ca. 1% höher als 2018 bzw. Anfang 2019. Damals hatte waren 2% Zinsen und 3% Tilgung üblich - die gleiche Rate hast du heute mit 3% Zinsen und 2% Tilgung. Damals theoretisch 26 Jahre Laufzeit, heute knapp über 30 Jahre.

Das hat auf die Finanzierbarkeit keine Auswirkungen. Immobilien werden mit 25-35 Jahren gekauft. 26 Jahre sind genauso wie knapp über 30 Jahre darstellbar. Jede Sondertilgung verringert die Laufzeit.

Bei 3,5% Zinsen und 1,5% Tilgung geht es Richtung 34 Jahre theoretische Laufzeit.

Bei 4% Zinsen sollte man die Annuität anheben - 32,5 Jahre bei 5,5% Annuität und 27,5 Jahre bei 6,0% Annuität.

Der Sprung von 2% Zinsen zu 4% Zinsen bedeutet also ein Sprung von 5% Annuität zu 6% Annuität und 26 Jahre zu 27,5 Jahre. Bei 20% EK und 80% FK und 20% höherer Annuität und wenn wir die 1,5 Jahre längere Laufzeit mal beiseite schieben - bedeutet die Verdopplung der Zinsen von 2% auf 4%, dass Häuser 16% teurer werden (20% der FK-Anteil, 0% der EK-Anteil).

Zum Vergleich, im letzten Jahr war der Anstieg der realen Kaufpreise ca. 15% trotz steigender Zinsen (von knapp über 1% auf 1,3%). Die 16% werden also einfach mal von der fundamental bedingten Teuerungsrate eines Jahres geschluckt.

Die Erschwinglichkeit eines EFHs war die letzten 10-12 Jahre extrem gut. Das wird sich wieder ändern. EFHs waren nie etwas für jeden und werden es in Zukunft auch nicht sein. Wer noch kann, soll kaufen. Künftig werden weitere Käufergruppen aus dem Markt gedrängt. Dann winkt die 90qm-4-Raum-Wohnung im Neubau-Plattenbau. Die wird immerhin im Prospekt als Luxus vermarktet, also ist das doch etwas besonderes.

Sehr guter Beitrag! So sehe ich es auch. Und in diesem Forum wurde bei extrem guter Erschwinglichkeit in den vergangenen Jahren extrem stark gejammert und die Boomer, die es faktisch deutlich schwerer hatten, wurden als die Glückspilze bezeichnet, die zum Schnäppchenpreis ihre Immobilen gekauft haben. Eine völlige Verdrehung der Realitäten. Jetzt normalisiert sich die Erschwinglichkeit wieder auf ein normales Niveau. Nicht mehr und nicht weniger. Und wer glaubt, dass nun alle Eigenheimbesitzer ihre Bude zum Schnäppchenpreis auf den Markt hauen, der wird noch eines anderen belehrt werden. Das wird nicht passieren.

Aktuell ist die Kombination aus Zinsen und Kaufpreisen extrem schlecht. Die Kaufpreise müssen sich erst dem völlig geänderten Zinsniveau anpassen um wieder eine einigermassen sinnvolle Erschwinglichkeitsrechnung zu ermöglichen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

In München gibt es einige gute Genossenschaften. Wir wohnen auch in Schwabing in einer renovierten Genossenschaftswohnung für den öffentlichen Dienst für 6,50 Euro kalt.
Im Prinzip ist das super, da man auch für 10 bis 15 Jahre ordentlich EK sparen kann bzw. hauptsächlich das Depot füttern kann und auch alles vor Ort hat. Man kann auch ohne Probleme mal Teilzeit arbeiten. Größere Wohnung außerhalb würde auch in der Genossenschaft gehen.

Ist aber sicher nicht für jeden etwas. Meine Freundin will früher oder später auch raus, aber im Prinzip hat man da auch kein Problem die mieten zu zahlen. Die aktuell aufgerufenen Kaufpreise sind mir etwas suspekt, aber eine Prognose wage ich da auch nicht.

Im Prinzip gibt es beim Wohnen mehrere Möglichkeiten. Soll doch jeder machen wie er will und wie er glücklich ist. Kaufen kann sich aktuell lohnen, es kann einen aber auch für die nächsten Jahrzehnte knebeln, wenn man nicht gut kalkuliert.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Die Frage kann ich Dir zumindest für meine Oberstudienrätin Mutter beantworten. Spottbillige Beamten Genossenschaftswohnung in Top Lage im besten Schwabing da zahlt jeder 1. Semester mehr für sein WG Zimmer.

Und weshalb haben unsere Oberstudienräte mit A14 dann nur zur Miete gewohnt, obwohl sie gerne ein Haus gehabt hätten????

4, Vermögenspreise werden sich an die geänderten Zinsen anpassen, sprich Preise von Aktien und Immobilien werden im Schnitt sinken. Das sollte eigentlich jeder BWLer, der Minimalkenntnisse von Bewertung hat, verstehen können.

Das gilt sicher für reine Renditeobjekte. Zinshäuser. Mehrfamilienhäuser.

Das EFH ist nun mal DIE Investition jeder Familie. Stell dir mal ein Lehrerehepaar vor mit 7k netto zum Einstieg, später mal 10-12k netto und 6,5k netto garantierte Pension. Alles meinetwegen noch abzüglich PKV, um die ganz konkreten Zahlen geht es nicht.

Du wirst bis zur Pension arbeiten müssen, das ist klar. Das Konzept Frührente verfolgen überhaupt nur wenige wirklich. Für Beamte geht es gar nicht - die Pension ist ja der große Vorteil und das fällt weg, wenn du mit 55 die Segel streichst und von deinem Vermögen leben willst.

Du wirst dir auch nette Urlaube und 1-2 nette Autos leisten können. Lehrer stehen allgemein nicht so auf dicke Karren wie BWLer, ein Ford Mondeo Kombi als Gebrauchtwagen vielleicht.

Egal, was du machst, wie du es wendest - es bleibt am Ende es Monats wirklich viel, viel Geld übrig. Für die Rente brauchst du nicht sparen, Ausgaben lassen sich auch nicht sinnvoll steigern - also wohin mit dem Geld?

Völlig klar, ein EFH muss her. So groß, dass es für 4 Kinder reicht (auch wenn es nur 1 Kind wird), großer Garten, tolle Lage - ist ja ein Investment für die Ewigkeit.

EFHs fallen nicht unter die simple Renditegleichung. Da wird gekauft, weil gekauft werden muss. Oder gebaut. Da wird nicht gerechnet, och mit einer kleinen 3-Raum-Wohnung kommt man billiger. Nö.

Gerade in der Nachbarschaft ging wieder ein Haus für einen Rekordwert weg, trotz 3% Zinsen. War ein Beamter im höheren Dienst (höher als A13). Es musste halt das Haus sein, die Monatsrate spielte keine große Rolle, solange man sie zahlen kann.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Von 1% auf 3% ist eine Verdreifachung der Zinslast, das ist enorm. Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist auch historisch beachtlich.

Zinsen von 1% ist das historisch besondere. Ein Anstieg der Zinsen um 2% ist eine ziemlich normale Schwankung.

Eine Verdreifachung der Zinslast würde ich nicht als Schwankung bezeichnen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Die Immobilienkredite werden mit den Einkommen der Zukunft bezahlt. Niemand kann heute wissen, wie sich die Einkommen in den kommenden 20-30 Jahren entwickeln werden. Der Zinssatz alleine hat wenig Aussagekraft. Wenn die Inflation anhält und die Einkommen mitziehen, wird sich vieles anders darstellen, als mit den heutiigen Einkünften.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Wer in den letzten Jahren auf Kante genäht bei den hohen Preisen gekauft hat und dessen Investcase auf Preissteigerung aus war, der wird nun auf die Schnauze fallen. Je kürzer der überteuerte Kauf herliegt und je länger er mit dem Verkauf wartet, desto härter wird der Aufprall.

Ebenso werden diejenigen, die ihre Häuser und Wohnungen bisher haben leerstehen lassen nervös werden, wenn sie realisieren, dass statt Bieterverfahren nun Preisverhandlungen nach unten die Regel werden. Auch wenn ich vor Jahren zB in die Googleaktie investiert habe und deftig im Plus bin, seh ich ungern, dass sie aktuell um 20% gefallen ist und das Gefühl ist dasselbe bei jedem Asset. Auch hätte ich schlechte Laune, wenn ich dabei zusehen würden, wie meine überteuerte 2% Bruttomietrenditenbutze im Preis fällt und ich gleichzeitig dennoch jeden Monat Geld für ihre Finanzierung nachschießen muss.

Übrigens kontaktieren mich auf einmal Makler bezüglich Wohnungen, die ich bereits vor Monaten für verkauft geglaubt hatte (Standort München). Das ist in Vergleich der letzten Jahre geradezu unerhört. Eine der angebotenen leerstehenden Wohnungen wird nun im zweiten Verkaufsversuch mit neu gekauften Möbeln ausgestattet, um einen möglichst tollen Eindruck zu machen. Diese verzweifelte Mühe wurde sich beim ersten Mal nicht gemacht. Auch die Anzahl der angebotenen Immobilien hier in der Region steigt täglich (ETW, MFH, EFH, DHH). Darunter viel Schrott aber auch immer mehr gute Objekte, die dann aber (noch!) zu sehr abgehobenen Preisen.

Die Zinsen werden aus charttechnischen Gründen etwas auf und ab schwanken, aber der generelle Trend nach oben wird fürs erste bestehen bleiben und damit die Wende des Marktes weiter voranschreiten. Aus einem Verkäufermarkt wird ein Käufermarkt für Kunden mit viel EK und Einkommen oder ein Verkäufermarkt auf deutlich geringerem Preisniveau werden, je nachdem wie herum man es sehen möchte.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Naja - die Leute die ich kenne haben alle für Mietmuliples vo 40+ gekauft.... finde da nicht das die nen Schnäppchen 2017++ gemacht haben.

Dazu 0.0 Handwerkskills.

Da gibts noch ordentlich Geld was das kosten wird.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Ich hab ja nicht viel auf dem festgeldkonto aber es ist mir lieber etwas dort zu haben anstelle alles bei den Aktien und dann alles verlieren.
Und ob die Immobilienpreise fallen oder in CHIna fällt ein Sack Reis um ist mir eh egal da ich keine anschlussfinanzierung machen muss.
Na lass doch das Haus von 800 tsd auf 500 tsd fallen im Preis, jedoch die Zinsen von 1 auf 5% steigen. Am Ende zahlt der Käufer den gleichen Endprodukt nach Zinsen. Nur das sein Geld die Bank bekommt statt der Verkäufer. Ha ha ha

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Auch als die Zinsen bei 5%+ lagen wurden noch Häuser verkauft. Das war zahlbar weil die Immobilienpreise dann entsprechend niedriger waren. Du sagst es ja seibst: es kann sich keiner mehr leisten was im Endeffekt heißt dass die Nachfrage sinken wird und damit die Preise fallen werden.
Und die Leute mit signifikantem Eigenkapital sind doch gerade die Gewinner weil sie war von den fallenden Immobilien Preisen profitieren aber gleichzeitig von den höheren Zinsen nicht so stark betroffen sind.

Und was machst du mit deinem Festgeldkonto wenn die Wirtschaft wieder brummt und die Zinsen wieder fallen? Wieder zurück in Aktien? Das klingt für mich nach der berühmten buy high sell low strategie. Und außerdem liegen deine 2 Prozent aktuell noch weit unterhalb der Inflation. Also definitiv kein Grund zu feiern.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Finde ich auch gut. Ich habe 50 tsd meines aktiendepots verloren seit dem Krieg und habe das komplette Depot nun mit 1,8% Zinsen meiner Bank gegeben.

Vor einigen Monaten hätte ich Minuszinsen zahlen müssen aber durch den Zinsanstieg ist die sicherste Anlage von Geld wieder möglich.

Haus hab ich zwar auch aber hab ebenfalls den Zins von 1,5% auf 25 Jahre gesichert gehabt. Muss dann auch nicht mehr nachfinanzieren.

Ich glaube auch das alle Immobilienbesitzer auf 20-25 Jahren abgeschlossen haben bei so günstigen Zinsen. Macht ja keiner 5 oder 10 Jahre wenn die Zinsen sowieso schon unter 2% liegen.

So wie es aussieht freuen sich jetzt alle die noch gekauft haben über den Zinsanstieg und alle die noch zur Miete wohnen und keine Millionäre sind haben die A-Karte. Ich selber hoffe das die Zinsen die nächsten 30 Jahre irgendwo zwischen 5 und 10% liegen.
Das witzige ist das ich die Bank 2 mal zahlen lasse :-) einmal mit den günstigen Zinsen für mein Haus und jetzt mit den hohen Zinsen die ich von der Bank für mein festgeld bekomme.

Klar das sich jeder Immobilienbesitzer jetzt über die Erhöhung der Zinsen freut und sich die Hände reibt. Mir tut es nur leid für die Menschen die zwar Eigenkapital um die 200 tsd - 300 tsd noch haben, keine Immobilie und sie sich durch die Zinserhöhung nie eine vernünftige Immobilie leisten werden da n wirklich nicht mehr zahlbar.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Sehr guter Beitrag! So sehe ich es auch. Und in diesem Forum wurde bei extrem guter Erschwinglichkeit in den vergangenen Jahren extrem stark gejammert und die Boomer, die es faktisch deutlich schwerer hatten, wurden als die Glückspilze bezeichnet, die zum Schnäppchenpreis ihre Immobilen gekauft haben.

Es waren aber Schnäppchenpreise. Bisschen Geld von den Eltern + normaler Akademikerjob und das Haus war eigentlich nur noch eine Formalie. Und zwar ohne dass die Frau arbeiten musste.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Ich freue mich über steigende Zinsen und perspektivisch fallenden Preise. Habe mittlerweile einiges an EK und mir einen 0.8% Zinssatz über einen zuteilungsreifen Bausprarer gesichert.

Warum freust Du Dich? Du hast mit dem Bausparvertrag ja während der Ansparphase bereits Dein Geld vernichtet, in dem Du es nicht sinnvoller angelegt hast. Jetzt bekommst Du davon bestenfalls wider etwas zurück. Grund zur Freude sähe bei mir anders aus.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Gibt auch andere Ansichten: ich habe eine Immobilie, aber denke, dass bei den derzeit schnell ansteigenden Zinsen die Preise kurz- bis mittelfristig erstmal sinken werden (langfristig allerdings nicht unbedingt, da die Einkommen mit der Zeit nominal steigen). Das wird aber nur denjenigen helfen, die viel Cash auf dem Konto haben und nicht auf einen hohen Kreditanteil angewiesen sind. Wer 80-110% finanzieren muss, wird bei der Kreditrate schlechter dastehen als diejenigen, die bis Anfang 2022 einen Immobilienkredit aufgenommen haben.

WiWi Gast schrieb am 13.05.2022:

Eigentlich ist das hier eine sehr unterhaltsame Diskussion, weil man schön die 2 Lager sieht:

  1. Hat eine Immobilie und ist weiter von steigenden Preisen überzeugt.

  2. Hat keine Immobilie und ist von fallenden/stagnierenden (bei der Inflation bedeutet Stagnation ja de facto sinkende Preise) überzeugt.

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer recht hat. Ich halte beides für möglich und jeder Vorgang lässt sich so oder so deuten. Wahrscheinlich läuft es wie immer:

Keiner weiß jetzt so wirklich was passiert aber jede der beiden Gruppen wird je nach Ergebnis (steigende oder sinkende Preise) die intellektuelle Überlegenheit für sich beanspruchen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Aktuell ist die Kombination aus Zinsen und Kaufpreisen extrem schlecht. Die Kaufpreise müssen sich erst dem völlig geänderten Zinsniveau anpassen um wieder eine einigermassen sinnvolle Erschwinglichkeitsrechnung zu ermöglichen.

Nein, die Erschwinglichkeit ist nicht schlecht. Sie ist Dir vielleicht nicht gut genug. Das sagt aber noch lange nicht, dass sie schlecht ist. Sie war in den vergangenen Jahren einfach nur außerordentlich gut. Jetzt normalisiert sich das.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Den Preis bezahlst du aber heute.
Wenn dein heutiges Einkommen nicht adäquat zu Zins und Tilgung passt, dann geht's eben nicht.
Ob das in 20 Jahren anders ist und dein Gehalt besser, spielt keine Rolle.

Hätten sich die Preise für Autos in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt, würde man doch auch nicht so diskutieren. Da würde sich jeder an den Kopf fassen.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Die Immobilienkredite werden mit den Einkommen der Zukunft bezahlt. Niemand kann heute wissen, wie sich die Einkommen in den kommenden 20-30 Jahren entwickeln werden. Der Zinssatz alleine hat wenig Aussagekraft. Wenn die Inflation anhält und die Einkommen mitziehen, wird sich vieles anders darstellen, als mit den heutiigen Einkünften.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Von 1% auf 3% ist eine Verdreifachung der Zinslast, das ist enorm. Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist auch historisch beachtlich.

Zinsen von 1% ist das historisch besondere. Ein Anstieg der Zinsen um 2% ist eine ziemlich normale Schwankung.

Eine Verdreifachung der Zinslast würde ich nicht als Schwankung bezeichnen.

Die Zinsen sind von "fast nichts" auf knapp 3% gestiegen und somit historisch günstig. Sie sind nur nicht mehr für "Umme".

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Sehr guter Beitrag! So sehe ich es auch. Und in diesem Forum wurde bei extrem guter Erschwinglichkeit in den vergangenen Jahren extrem stark gejammert und die Boomer, die es faktisch deutlich schwerer hatten, wurden als die Glückspilze bezeichnet, die zum Schnäppchenpreis ihre Immobilen gekauft haben.

Es waren aber Schnäppchenpreise. Bisschen Geld von den Eltern + normaler Akademikerjob und das Haus war eigentlich nur noch eine Formalie. Und zwar ohne dass die Frau arbeiten musste.

Mein Reihenhäuschen hat 1993/94 120 Bruttogehälter bei 6,95% Zinsen gekostet.
Ein Reihenhäuschen bei uns kostet auch heute 120 Bruttogehälter bei unter 3% Zinsen.

Somit sollte das aktuell sogar ohne ein bisschen Geld von den Eltern + normaler Akademikerjob nur noch eine Formalie sein. Die ersparten 4% Zinsen reichen dann sogar noch für Lifestyle und Iphone und den anderen Blödsinn. Schönen Abend!

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Dann reden wir also über 2% Anstieg über 2 Jahre. Ich dachte es ging um den akuten Anstieg in 2022. Da waren wir vorher schon bei 1,3%/1,4%.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Doch guck dir Mal den Zinschart bei Interhyp an. 2020 waren wir zeitweise bei 1,04 Prozent für 15 Jahre.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Von 1% auf 3% ist eine Verdreifachung der Zinslast, das ist enorm. Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist auch historisch beachtlich.

3%? Dann meinst du 15 Jahre Bindung? Die war nie bei 1%.

1,3% waren es. Bestwert war knapp über 1% im März 2020.

Noch Ende 2019 waren die Zinsen bei 1,8 - 1,9%. Nach dieser reinen Zinstheorie hätten sich die Preise von damals zunächst erstmals fast verdoppeln müssen - ist aber nicht passiert. Diese stumpfe Multiplier-Rechnung funktioniert nicht.

Die Zinsen sind jetzt ca. 1% höher als 2018 bzw. Anfang 2019. Damals hatte waren 2% Zinsen und 3% Tilgung üblich - die gleiche Rate hast du heute mit 3% Zinsen und 2% Tilgung. Damals theoretisch 26 Jahre Laufzeit, heute knapp über 30 Jahre.

Das hat auf die Finanzierbarkeit keine Auswirkungen. Immobilien werden mit 25-35 Jahren gekauft. 26 Jahre sind genauso wie knapp über 30 Jahre darstellbar. Jede Sondertilgung verringert die Laufzeit.

Bei 3,5% Zinsen und 1,5% Tilgung geht es Richtung 34 Jahre theoretische Laufzeit.

Bei 4% Zinsen sollte man die Annuität anheben - 32,5 Jahre bei 5,5% Annuität und 27,5 Jahre bei 6,0% Annuität.

Der Sprung von 2% Zinsen zu 4% Zinsen bedeutet also ein Sprung von 5% Annuität zu 6% Annuität und 26 Jahre zu 27,5 Jahre. Bei 20% EK und 80% FK und 20% höherer Annuität und wenn wir die 1,5 Jahre längere Laufzeit mal beiseite schieben - bedeutet die Verdopplung der Zinsen von 2% auf 4%, dass Häuser 16% teurer werden (20% der FK-Anteil, 0% der EK-Anteil).

Zum Vergleich, im letzten Jahr war der Anstieg der realen Kaufpreise ca. 15% trotz steigender Zinsen (von knapp über 1% auf 1,3%). Die 16% werden also einfach mal von der fundamental bedingten Teuerungsrate eines Jahres geschluckt.

Die Erschwinglichkeit eines EFHs war die letzten 10-12 Jahre extrem gut. Das wird sich wieder ändern. EFHs waren nie etwas für jeden und werden es in Zukunft auch nicht sein. Wer noch kann, soll kaufen. Künftig werden weitere Käufergruppen aus dem Markt gedrängt. Dann winkt die 90qm-4-Raum-Wohnung im Neubau-Plattenbau. Die wird immerhin im Prospekt als Luxus vermarktet, also ist das doch etwas besonderes.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Den Preis bezahlst du aber heute.
Wenn dein heutiges Einkommen nicht adäquat zu Zins und Tilgung passt, dann geht's eben nicht.
Ob das in 20 Jahren anders ist und dein Gehalt besser, spielt keine Rolle.

Hätten sich die Preise für Autos in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt, würde man doch auch nicht so diskutieren. Da würde sich jeder an den Kopf fassen.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Die Immobilienkredite werden mit den Einkommen der Zukunft bezahlt. Niemand kann heute wissen, wie sich die Einkommen in den kommenden 20-30 Jahren entwickeln werden. Der Zinssatz alleine hat wenig Aussagekraft. Wenn die Inflation anhält und die Einkommen mitziehen, wird sich vieles anders darstellen, als mit den heutiigen Einkünften.

Ich stimme Dir zu, dass man sich die Annuität auch jetzt leisten können muss. Dennoch kann und wird sich bei anhaltender Inflation die Erschwinglichkeit mittelfristig deutlich verbessern. Und eine Verdopplung der Immopreise ist auch darin begründet, dass die Preise vorher wegen einer sehr langen Seitwärtsbewegung von Mitte der 90er bis Ende der 00er Jahre schlicht extrem günstig waren. Die lange Seitwärtsbewegung wurde dann in den 10er und 20er Jahren korrigiert. That`s it. Aktuell werden zusätzlich noch die Zinsen korrigiert und damit sind Immos wieder ähnlich (un-)erschwinglich, wie es historisch eben normal ist.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Kompletter Unsinn. Hier mal ein paar Beispiele von vor 30 Jahren aus meiner näheren Umgebung. Neue kleine Reihenhäuser ohne Stellplatz am Stadtrand: 800k DM. Altes gebrauchtes Reihenhaus 15km vom Stadtzentrum entfernt: 500k DM. Zu diesen Zeiten haben Akademiker zwischen 50 und 60k DM brutto verdient. Für eine Finanzierung musste man 20% Eigenkapital haben. Die Zinsen lagen zwischen 8 und 10%.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Es waren aber Schnäppchenpreise. Bisschen Geld von den Eltern + normaler Akademikerjob und das Haus war eigentlich nur noch eine Formalie. Und zwar ohne dass die Frau arbeiten musste.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Den Preis bezahlst du aber heute.
Wenn dein heutiges Einkommen nicht adäquat zu Zins und Tilgung passt, dann geht's eben nicht.
Ob das in 20 Jahren anders ist und dein Gehalt besser, spielt keine Rolle.

Hätten sich die Preise für Autos in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt, würde man doch auch nicht so diskutieren. Da würde sich jeder an den Kopf fassen.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Die Immobilienkredite werden mit den Einkommen der Zukunft bezahlt. Niemand kann heute wissen, wie sich die Einkommen in den kommenden 20-30 Jahren entwickeln werden. Der Zinssatz alleine hat wenig Aussagekraft. Wenn die Inflation anhält und die Einkommen mitziehen, wird sich vieles anders darstellen, als mit den heutiigen Einkünften.

Ich stimme Dir zu, dass man sich die Annuität auch jetzt leisten können muss. Dennoch kann und wird sich bei anhaltender Inflation die Erschwinglichkeit mittelfristig deutlich verbessern. Und eine Verdopplung der Immopreise ist auch darin begründet, dass die Preise vorher wegen einer sehr langen Seitwärtsbewegung von Mitte der 90er bis Ende der 00er Jahre schlicht extrem günstig waren. Die lange Seitwärtsbewegung wurde dann in den 10er und 20er Jahren korrigiert. That`s it. Aktuell werden zusätzlich noch die Zinsen korrigiert und damit sind Immos wieder ähnlich (un-)erschwinglich, wie es historisch eben normal ist.

Die Preise wurden in den letzten 10 Jahren nicht einer Normalität zugeführt, sondern waren eindeutig blasig.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Aktuell ist die Kombination aus Zinsen und Kaufpreisen extrem schlecht. Die Kaufpreise müssen sich erst dem völlig geänderten Zinsniveau anpassen um wieder eine einigermassen sinnvolle Erschwinglichkeitsrechnung zu ermöglichen.

Nein, die Erschwinglichkeit ist nicht schlecht. Sie ist Dir vielleicht nicht gut genug. Das sagt aber noch lange nicht, dass sie schlecht ist. Sie war in den vergangenen Jahren einfach nur außerordentlich gut. Jetzt normalisiert sich das.

Nein. Die Kombination aus Blasenpreisen mit nun doch ordentlichen Zinsen ist ein Himmelfahrtskommando. Wer aktuell kauft, ist wirklich selber schuld.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Volle Zustimmung!
Hier im Forum haben wir halt einige Immobilien-Interessenten, die inspiriert von Kommer und Beck in den letzten Jahren auf fallende Preise bei gleichbleibenden 1% Zins gewartet haben und die super günstigen Konditionen nicht zum Kauf genutzt hatten. Jetzt glauben Sie immer noch an fallende Preise ...

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Den Preis bezahlst du aber heute.
Wenn dein heutiges Einkommen nicht adäquat zu Zins und Tilgung passt, dann geht's eben nicht.
Ob das in 20 Jahren anders ist und dein Gehalt besser, spielt keine Rolle.

Hätten sich die Preise für Autos in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt, würde man doch auch nicht so diskutieren. Da würde sich jeder an den Kopf fassen.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Die Immobilienkredite werden mit den Einkommen der Zukunft bezahlt. Niemand kann heute wissen, wie sich die Einkommen in den kommenden 20-30 Jahren entwickeln werden. Der Zinssatz alleine hat wenig Aussagekraft. Wenn die Inflation anhält und die Einkommen mitziehen, wird sich vieles anders darstellen, als mit den heutiigen Einkünften.

Ich stimme Dir zu, dass man sich die Annuität auch jetzt leisten können muss. Dennoch kann und wird sich bei anhaltender Inflation die Erschwinglichkeit mittelfristig deutlich verbessern. Und eine Verdopplung der Immopreise ist auch darin begründet, dass die Preise vorher wegen einer sehr langen Seitwärtsbewegung von Mitte der 90er bis Ende der 00er Jahre schlicht extrem günstig waren. Die lange Seitwärtsbewegung wurde dann in den 10er und 20er Jahren korrigiert. That`s it. Aktuell werden zusätzlich noch die Zinsen korrigiert und damit sind Immos wieder ähnlich (un-)erschwinglich, wie es historisch eben normal ist.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Aktuell ist die Kombination aus Zinsen und Kaufpreisen extrem schlecht. Die Kaufpreise müssen sich erst dem völlig geänderten Zinsniveau anpassen um wieder eine einigermassen sinnvolle Erschwinglichkeitsrechnung zu ermöglichen.

Nein, die Erschwinglichkeit ist nicht schlecht. Sie ist Dir vielleicht nicht gut genug. Das sagt aber noch lange nicht, dass sie schlecht ist. Sie war in den vergangenen Jahren einfach nur außerordentlich gut. Jetzt normalisiert sich das.

Nein. Die Kombination aus Blasenpreisen mit nun doch ordentlichen Zinsen ist ein Himmelfahrtskommando. Wer aktuell kauft, ist wirklich selber schuld.

Ja, ja.....seit Jahrzehnten die gleiche Leier: Wer jetzt kauft, ist selber schuld......das hat man mir vor 28 Jahren auch gesagt...und vor 21 Jahren hat man mir das auch gesagt....und vor 5 Jahren hat man mir das auch gesagt. Ich hab´s trotzdem gemacht und heute sagen alle, dass man es ja "damals" noch machen konnte........

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Genauso kenne ich das auch aus meiner Familie. Die Jahre 2009 bis 2021 waren historisch einmalig günstig!
Wer außerhalb von Spitzenverdienern heute ein Haus haben möchte, muss dafür (wie schon unsere Elterngeneration) bereit zu Verzicht an anderer Stelle sein. Jedenfalls, sofern sich das Objekt der Begierde in einer strukturststarken Region oder Großstadt befindet. In vielen ländlichen Regionen sind die Konditionen gegenwärtig immer noch sehr gut. Und ja: Ein EFH in einer Großstadt mit 500k Einwohnern oder mehr ist inzwischen (wieder) richtiger Luxus. Musste man sich aber halt auch vor 20, 30, 40 oder 50 Jahren leisten können!

Sinkende Preise für den klassischen Sachwert Betongold halte ich in Zeiten deutlich steigender Inflation für Illusorisch, gab es historisch nie.
Wer jetzt wartet, wartet halt (immer) weiter.

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Kompletter Unsinn. Hier mal ein paar Beispiele von vor 30 Jahren aus meiner näheren Umgebung. Neue kleine Reihenhäuser ohne Stellplatz am Stadtrand: 800k DM. Altes gebrauchtes Reihenhaus 15km vom Stadtzentrum entfernt: 500k DM. Zu diesen Zeiten haben Akademiker zwischen 50 und 60k DM brutto verdient. Für eine Finanzierung musste man 20% Eigenkapital haben. Die Zinsen lagen zwischen 8 und 10%.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Es waren aber Schnäppchenpreise. Bisschen Geld von den Eltern + normaler Akademikerjob und das Haus war eigentlich nur noch eine Formalie. Und zwar ohne dass die Frau arbeiten musste.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Den Preis bezahlst du aber heute.
Wenn dein heutiges Einkommen nicht adäquat zu Zins und Tilgung passt, dann geht's eben nicht.
Ob das in 20 Jahren anders ist und dein Gehalt besser, spielt keine Rolle.

Hätten sich die Preise für Autos in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt, würde man doch auch nicht so diskutieren. Da würde sich jeder an den Kopf fassen.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Die Immobilienkredite werden mit den Einkommen der Zukunft bezahlt. Niemand kann heute wissen, wie sich die Einkommen in den kommenden 20-30 Jahren entwickeln werden. Der Zinssatz alleine hat wenig Aussagekraft. Wenn die Inflation anhält und die Einkommen mitziehen, wird sich vieles anders darstellen, als mit den heutiigen Einkünften.

Ich stimme Dir zu, dass man sich die Annuität auch jetzt leisten können muss. Dennoch kann und wird sich bei anhaltender Inflation die Erschwinglichkeit mittelfristig deutlich verbessern. Und eine Verdopplung der Immopreise ist auch darin begründet, dass die Preise vorher wegen einer sehr langen Seitwärtsbewegung von Mitte der 90er bis Ende der 00er Jahre schlicht extrem günstig waren. Die lange Seitwärtsbewegung wurde dann in den 10er und 20er Jahren korrigiert. That`s it. Aktuell werden zusätzlich noch die Zinsen korrigiert und damit sind Immos wieder ähnlich (un-)erschwinglich, wie es historisch eben normal ist.

Die Preise wurden in den letzten 10 Jahren nicht einer Normalität zugeführt, sondern waren eindeutig blasig.

Falsch: In fast ganz Europa sind die Preise für Immos bereits in den 00er Jahren, während in DE eine langfristige Seitwärtsbewegung stattgefunden hat, deutlich gestiegen. Der Nachholeffekt war notwendig, um wieder Normalität herzustellen. Alle, die hier glauben, dass die aktuellen Preise blasig sind, kennen nur die Spottpreise und Spottzinssätze der vergangenen 10 Jahre und glauben, dass dies "normal" wäre.
Und genau deswegen gab es in diesen Jahren auch immer die Möglichkeit der "Vollfinanzerung", da man nur einen unterdurchschnittlichen Teil seines Einkommens für die Finanzierung benötigte (Günstige Kaufpreise in Verbindung mit günstigen Zinsen). Jetzt muss man wieder 10-15 Jahre EK ansparen (mind. 20-30%), damit eine Finanzierung überhaupt möglich wird. Das ist auch die historische Normalität.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Kompletter Unsinn. Hier mal ein paar Beispiele von vor 30 Jahren aus meiner näheren Umgebung. Neue kleine Reihenhäuser ohne Stellplatz am Stadtrand: 800k DM. Altes gebrauchtes Reihenhaus 15km vom Stadtzentrum entfernt: 500k DM. Zu diesen Zeiten haben Akademiker zwischen 50 und 60k DM brutto verdient. Für eine Finanzierung musste man 20% Eigenkapital haben. Die Zinsen lagen zwischen 8 und 10%.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Es waren aber Schnäppchenpreise. Bisschen Geld von den Eltern + normaler Akademikerjob und das Haus war eigentlich nur noch eine Formalie. Und zwar ohne dass die Frau arbeiten musste.

Das neu gebaute Reiheneckhaus (Kleinstadt, ländliche Region B-W) hat vor 30 Jahren 450 Tsd Mark gekostet. Die Zinsen waren entsprechend. Die Region war seither nicht besonders erfolgreich (der Boom ging größtenteils bis auf die letzten 3-4 Jahre) daran vorbei,weshalb die Erschwinglichkeit heute sicherlich deutlich größer ist. Aber: ich bin mir ziemlich sicher, dass das für Stuttgart und Umgebung völlig anders aussieht.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Volle Zustimmung!
Hier im Forum haben wir halt einige Immobilien-Interessenten, die inspiriert von Kommer und Beck in den letzten Jahren auf fallende Preise bei gleichbleibenden 1% Zins gewartet haben und die super günstigen Konditionen nicht zum Kauf genutzt hatten. Jetzt glauben Sie immer noch an fallende Preise ...

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Den Preis bezahlst du aber heute.
Wenn dein heutiges Einkommen nicht adäquat zu Zins und Tilgung passt, dann geht's eben nicht.
Ob das in 20 Jahren anders ist und dein Gehalt besser, spielt keine Rolle.

Hätten sich die Preise für Autos in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt, würde man doch auch nicht so diskutieren. Da würde sich jeder an den Kopf fassen.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Die Immobilienkredite werden mit den Einkommen der Zukunft bezahlt. Niemand kann heute wissen, wie sich die Einkommen in den kommenden 20-30 Jahren entwickeln werden. Der Zinssatz alleine hat wenig Aussagekraft. Wenn die Inflation anhält und die Einkommen mitziehen, wird sich vieles anders darstellen, als mit den heutiigen Einkünften.

Ich stimme Dir zu, dass man sich die Annuität auch jetzt leisten können muss. Dennoch kann und wird sich bei anhaltender Inflation die Erschwinglichkeit mittelfristig deutlich verbessern. Und eine Verdopplung der Immopreise ist auch darin begründet, dass die Preise vorher wegen einer sehr langen Seitwärtsbewegung von Mitte der 90er bis Ende der 00er Jahre schlicht extrem günstig waren. Die lange Seitwärtsbewegung wurde dann in den 10er und 20er Jahren korrigiert. That`s it. Aktuell werden zusätzlich noch die Zinsen korrigiert und damit sind Immos wieder ähnlich (un-)erschwinglich, wie es historisch eben normal ist.

Ich verspreche dir, die Preise werden zumindest geringfügig sinken. Für alle ohne massig EK ändert das nur leider nichts an der Erschwinglichkeit.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Wer bei unter 3% von "ordentlichen Zinsen" spricht, der sollte sich mal kundig machen, was man historisch für "ordentliche Zinsen" aufwenden muss. Das ist immer noch sehr günstig. Das, was in den letzten Jahren stattfand, war bisher historisch einmalig und spottbillig und damit weit weg von Normalität. Wer glaubt, langfristig mit 7% Ertrag per MSCI World und mit 1% Hypothekenzins seine Bude finanzieren zu wollen, dem ist wirklich nicht zu helfen. Diese Nummer geht langfristig nicht auf. Die Korrektur läuft derzeit auf beiden Seiten.....

Nein. Die Kombination aus Blasenpreisen mit nun doch ordentlichen Zinsen ist ein Himmelfahrtskommando. Wer aktuell kauft, ist wirklich selber schuld.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Die Preise wurden in den letzten 10 Jahren nicht einer Normalität zugeführt, sondern waren eindeutig blasig.

Auch seit Jahren die gleiche Leier. Seit dem man davon spricht, das die Immobilienblase unmittelbar vor dem Platzen ist, haben sich meine Immos um 50% verteuert. Von mir aus kann die Blase nun platzen und der Markt um 30% einbrechen. Irgendwie kann ich daran nur nicht glauben. Dafür braucht es Verkäufer, die das mitmachen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Es gibt in Ballungszentren einen eklatanten Mangel an Wohnraum, vor allem ab 4/5-Zimmern sowie RH/DHH und natürlich EFHs.

Die Boomer bleiben in ihren EFHs, anschließend geht die Immobilie an die Enkel. Da ändert sich nichts an der Angebotssituation.

Deswegen wird es auch keinen wesentlichen (!) Price Drop geben. Nur die Erschwinglichkeit hat gerade massiv gelitten.

Dass es vielleicht zwischendrin eine kleine Korrektur geben wird, mag sein. Keiner weiß wann und wie stark. Für EFHs gilt das gleiche wie für Aktie: Time in the Market beats Timing the Market.

Natürlich nur, wenn man ein EFH will. Mit 2 Kindern auf 90 qm im Plattenbau ist natürlich (!) billiger. Niemand braucht (!) ein EFH. Niemand braucht einen SUV und Urlaub am Strand.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Sehr guter Beitrag! So sehe ich es auch. Und in diesem Forum wurde bei extrem guter Erschwinglichkeit in den vergangenen Jahren extrem stark gejammert und die Boomer, die es faktisch deutlich schwerer hatten, wurden als die Glückspilze bezeichnet, die zum Schnäppchenpreis ihre Immobilen gekauft haben.

Es waren aber Schnäppchenpreise. Bisschen Geld von den Eltern + normaler Akademikerjob und das Haus war eigentlich nur noch eine Formalie. Und zwar ohne dass die Frau arbeiten musste.

Wer so etwas behauptet, der kennt die Realitäten von damals einfach nicht oder rechnet mit heutigen Einkommen sowie heutigen Zinsen und den Preisen von damals. Es ist einfach unfassbar, was für ein Unfug hier manchmal behauptet wird! Ich will damit nicht behaupten, dass es damals noch schwerer war, als heute. Es ist aber aktuell aber ganz sicher auch nicht schwerer, als damals. Was sich rapide geändert hat, ist das Anspruchsdenken und die Erwartungshaltung und dies EKLATANT und schon fast unverschämt. Manche hier im Forum machen die Boomer ja für alles verantwortlich und würden diese am liebsten enteignen.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Kompletter Unsinn. Hier mal ein paar Beispiele von vor 30 Jahren aus meiner näheren Umgebung. Neue kleine Reihenhäuser ohne Stellplatz am Stadtrand: 800k DM. Altes gebrauchtes Reihenhaus 15km vom Stadtzentrum entfernt: 500k DM. Zu diesen Zeiten haben Akademiker zwischen 50 und 60k DM brutto verdient. Für eine Finanzierung musste man 20% Eigenkapital haben. Die Zinsen lagen zwischen 8 und 10%.

Direkt in der Stadt musste damals aber noch kaum jemand wohnen. Das Haus meiner Eltern kostete 1990 250k und mein Vater verdiente als Facharbeiter bei BMW genug, um das in 25 Jahren abzuzahlen + die komplette Familie zu versorgen.

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WiWi Gast

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Wer aktuell kauft, ist wirklich selber schuld.

Dieser Spruch ist so alt, wie der Immobilienmarkt....

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

hab mit meiner frau jetzt ein haus gekauft in nrw, baujahr 2019. 730.000€ darlehen nehmen wir über 600.000 auf. 10 jahre zinssicherung 2,6%. mit sondertilgung haben wir nach 10 jahren weniger als 100.000 restschuld. passt eigentlich.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Naja - die Leute die ich kenne haben alle für Mietmuliples vo 40+ gekauft.... finde da nicht das die nen Schnäppchen 2017++ gemacht haben.

Dazu 0.0 Handwerkskills.

Und dazu noch die fraglichen Lohnerhöhungen. Ich zum Beispiel hätte auf dem Papier genug Geld für ein Haus, aber dann müssten die anderen Lebenshaltungskosten im Vergleich zum Gehalt auch wirklich so bleiben wie sie jetzt sind, sonst fehlt das Geld irgendwo anders. Und im Moment sieht es ganz so aus, als würden die Gehälter nicht genug steigen. Wenn irgendwann keine Urlaubsreise mehr drin ist, ist man ja auch wieder der Buhmann.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Richtig!!
Und wenn man sich die durchschnittlichen Baufinanzierungssummen ansieht spricht vieles dafür, dass die Käufer sehr viel Eigenkapital einbringen. In Hamburg wurden im letzten Jahr durchschnittlich nur 450k aufgenommen. In Bayern nur 400k. In den meisten anderen Bundesländern noch viel weniger. Die durchschnittliche Finanzierung sollte da also sehr solide gewesen sein.

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Wer bei unter 3% von "ordentlichen Zinsen" spricht, der sollte sich mal kundig machen, was man historisch für "ordentliche Zinsen" aufwenden muss. Das ist immer noch sehr günstig. Das, was in den letzten Jahren stattfand, war bisher historisch einmalig und spottbillig und damit weit weg von Normalität. Wer glaubt, langfristig mit 7% Ertrag per MSCI World und mit 1% Hypothekenzins seine Bude finanzieren zu wollen, dem ist wirklich nicht zu helfen. Diese Nummer geht langfristig nicht auf. Die Korrektur läuft derzeit auf beiden Seiten.....

Nein. Die Kombination aus Blasenpreisen mit nun doch ordentlichen Zinsen ist ein Himmelfahrtskommando. Wer aktuell kauft, ist wirklich selber schuld.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Sieh Dir mal die Bevölkerungsentwicklung der Großstädte an. Auch damals haben die Menschen schon dort gewohnt. Im bayrischen Wald kann sich auch heute noch ein Facharbeiter ein Häuschen leisten

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Kompletter Unsinn. Hier mal ein paar Beispiele von vor 30 Jahren aus meiner näheren Umgebung. Neue kleine Reihenhäuser ohne Stellplatz am Stadtrand: 800k DM. Altes gebrauchtes Reihenhaus 15km vom Stadtzentrum entfernt: 500k DM. Zu diesen Zeiten haben Akademiker zwischen 50 und 60k DM brutto verdient. Für eine Finanzierung musste man 20% Eigenkapital haben. Die Zinsen lagen zwischen 8 und 10%.

Direkt in der Stadt musste damals aber noch kaum jemand wohnen. Das Haus meiner Eltern kostete 1990 250k und mein Vater verdiente als Facharbeiter bei BMW genug, um das in 25 Jahren abzuzahlen + die komplette Familie zu versorgen.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Kompletter Unsinn. Hier mal ein paar Beispiele von vor 30 Jahren aus meiner näheren Umgebung. Neue kleine Reihenhäuser ohne Stellplatz am Stadtrand: 800k DM. Altes gebrauchtes Reihenhaus 15km vom Stadtzentrum entfernt: 500k DM. Zu diesen Zeiten haben Akademiker zwischen 50 und 60k DM brutto verdient. Für eine Finanzierung musste man 20% Eigenkapital haben. Die Zinsen lagen zwischen 8 und 10%.

Direkt in der Stadt musste damals aber noch kaum jemand wohnen. Das Haus meiner Eltern kostete 1990 250k und mein Vater verdiente als Facharbeiter bei BMW genug, um das in 25 Jahren abzuzahlen + die komplette Familie zu versorgen.

Facharbeiter bei BMW etc. haben damals auch extrem gut verdient. Da konnte kaum ein Akademiker mithalten.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Aktuell ist die Kombination aus Zinsen und Kaufpreisen extrem schlecht. Die Kaufpreise müssen sich erst dem völlig geänderten Zinsniveau anpassen um wieder eine einigermassen sinnvolle Erschwinglichkeitsrechnung zu ermöglichen.

Nein, die Erschwinglichkeit ist nicht schlecht. Sie ist Dir vielleicht nicht gut genug. Das sagt aber noch lange nicht, dass sie schlecht ist. Sie war in den vergangenen Jahren einfach nur außerordentlich gut. Jetzt normalisiert sich das.

Nein. Die Kombination aus Blasenpreisen mit nun doch ordentlichen Zinsen ist ein Himmelfahrtskommando. Wer aktuell kauft, ist wirklich selber schuld.

Warum sollte man für etwas legales schuld sein? Gibt keine Strafe für hauskaufen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Mein Reihenhäuschen hat 1993/94 120 Bruttogehälter bei 6,95% Zinsen gekostet.
Ein Reihenhäuschen bei uns kostet auch heute 120 Bruttogehälter bei unter 3% Zinsen.

Somit sollte das aktuell sogar ohne ein bisschen Geld von den Eltern + normaler Akademikerjob nur noch eine Formalie sein. Die ersparten 4% Zinsen reichen dann sogar noch für Lifestyle und Iphone und den anderen Blödsinn. Schönen Abend!

Und jetzt rechne Mal mit Nettogehältern.

Außerdem geht die Rechnung nicht auf sobald man auch nur ansatzweise in der Nähe einer Großstadt wohnt.

Meine Eltern haben für ihr Haus 1993 50 Haushaltsbruttogehälter gezahlt (Zins 6%). Speckgürtel Berlin. Heute hat es einen Wert von 250 ihrer Haushaltsbruttogehälter.

Dabei kam der Wertzuwachs aber vor allem erst seit 2010. Bis dahin ist der Wert sogar nominal gesunken.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Wenn Du den Markt so intensiv beobachtet hast wirst Du uns bestimmt auch sagen können, wer als Verkäufer dieser Häuser am Markt auftritt? Wer will jetzt bei 7% Inflation weshalb verkaufen? Um Geld am Konto zu haben das jährlich 7% an Wert verliert?

Ich verfolge den Immobilienmarkt (insbesondere EFH, DHH) seit ca. zwei Jahren intensiv da wir auf der Suche nach einem Haus sind. Seit Wochen sind Häuser in den einschlägigen Portalen deutlich länger online oder werden nach einer gewissen Zeit erneut online gestellt. Insbesondere die Höherpreisigen wobei auch auffällt, dass die Verkäufer hier nochmals preislich aufgeschlagen haben, wohl in der Hoffnung dadurch noch den eigentlich gewünschten Kaufpreis zu erhalten.

Das gab es in den vergangenen zwei Jahren definitiv nicht. Da konnte man froh sein, ein annonciertes Objekt - egal in welcher Preisklasse- noch zu sehen bevor das Angebot aufgrund massiver Nachfrage deaktiviert wurde. Die Objekte gingen oftmals im Bieterverfahren für einen deutlich höheren Preis weg als angeboten. Wir wurden nicht nur einmal deutlich überboten.

Da das Geld „umsonst“ geliehen werden konnte, war der Schuldenberg vielen Käufern egal.
Aktuell wendet sich das Blatt und sollten die Zinsen wie erwartet weiter steigen, bin ich gespannt, welche Entwicklung das insgesamt nach sich zieht. Eine Glaskugel haben wir alle nicht und bei welchem Zinssatz wir genau landen, kann keiner vorhersagen. Doch ich bin erstaunt, dass schon ein Zinsanstieg auf nur 3 % (und das ist im historischen Vergleich nicht hoch) solche Auswirkungen hat. Dass der Zins erstmal weiter steigen wird, ist aber eindeutig.

Diejenigen, die unter den aktuellen Umständen von weiter steigenden oder stagnierenden Preisen ausgehen, werden sich noch wundern.

Da ich den Markt so lange beobachte, bin ich absolut überzeugt davon, dass sich die aktuelle Zinsentwicklung auf die Immobilienpreise durchschlägt- und meines Erachtens tut sie das bereits. Mit 25%-35% Abschlag auf die angegebenen Hauspreise kann man mittlerweile bei hochpreisigen Objekten rechnen.
Dazu kommt, dass viele, die sich weiterhin einen Kauf leisten könnten, Bedenken wegen des Krieges, wegen der gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Lebensmittelpreise haben und erstmal abwarten.

Dass es im Ergebnis nicht billiger wird, ist ebenfalls klar. Es geht eben ein größerer Anteil an die Bank und Baumaterialien/Handwerker werden auch teurer aber auf der Immobilienseite tut sich mächtig etwas.

Gibt ja nicht nur Investoren. Hier wurde mal Interhyp zitiert, dass letztes Jahr (Tiefpunkt der Zinsen) die durchschnittliche Zinsbindung bei „nur“ 13 Jahren lag, obwohl hier subjektiv jeder eine Bindung von 20-30 Jahren hat. Gibt also genug Leute, die - wahrscheinlich aus Budgetgründen - nur 5 oder 10 Jahre haben. Diese Leute sind jetzt schon durch die gestiegenen Lebenshaltungskosten unter Druck und müssen mit riesigen Problem beim Auslaufen der Zinsbindung rechnen.
Und wenn es diese Leute 2021 gab, gab es sie auch in den Jahren davor, so dass der Zinsanstieg entsprechend früher schon zu Problemen führen wird.

Es ist halt nicht jeder Immobesitzer rational, meiner Erfahrung nach haben die meisten gar keine Ahnung von Zinseffekten, Inflation, etc.

Wir haben nur 10 Jahre. Probleme erwarten wir nicht, außer das wir nach 10 Jahren ca. 10 % mehr Geld zum tilgen hatten oder haben. Wir haben nie > 10 Jahre in einer Immobilie gewohnt. Kaufpreisentwicklung oder Zinsentwicklung - wir nehmen es wie es kommt.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Dabei kam der Wertzuwachs aber vor allem erst seit 2010. Bis dahin ist der Wert sogar nominal gesunken.

Die viele Fehler, die gemacht wurden, sind hinlänglich bekannt.
Problem nur, die Fehler werden immer weiter gemacht und mit Umverteilungs- und Energiewendefantasien wird es nur noch schlechter werden.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Interessant wäre doch, die aktuellen Erfahrungen der Makler zu kennen. Die werden es am besten wissen, ob sich aktuell wegen des Zinsanstiegs etwas auf dem Markt verändert.

Ich bleibe dabei: v.a. höherpreisige Immobilien (Häuser) zum Eigennutz werden im Preis erstmal sinken da der Wertzuwachs wesentlich mit den 1%-Zinsen zusammenhing.

Kleinere Immobilien (v.a. Wohnungen), insbesondere zur Kapitalanlage werden das aktuell nicht sonderlich zu spüren bekommen da 1. Kreditvolumen geringer und 2. viele mit EK gerade wegen der Inflation unbedingt noch in Sachwerte investieren möchten.

Wir werden sehen

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Es gibt in Ballungszentren einen eklatanten Mangel an Wohnraum, vor allem ab 4/5-Zimmern sowie RH/DHH und natürlich EFHs.

Die Boomer bleiben in ihren EFHs, anschließend geht die Immobilie an die Enkel. Da ändert sich nichts an der Angebotssituation.

Deswegen wird es auch keinen wesentlichen (!) Price Drop geben. Nur die Erschwinglichkeit hat gerade massiv gelitten.

Dass es vielleicht zwischendrin eine kleine Korrektur geben wird, mag sein. Keiner weiß wann und wie stark. Für EFHs gilt das gleiche wie für Aktie: Time in the Market beats Timing the Market.

Natürlich nur, wenn man ein EFH will. Mit 2 Kindern auf 90 qm im Plattenbau ist natürlich (!) billiger. Niemand braucht (!) ein EFH. Niemand braucht einen SUV und Urlaub am Strand.

Der Herr Makler wieder.

Ein EFH in der Grossstadt war auch vor 10 oder 20 Jahren schon begehrt und nicht einfach zu bekommen. Bester Freund meines Vaters ist Arzt in Stuttgart, da hats auch vor 25 Jahren zu nicht mehr als einer 50er-Jahre Doppelhaushälfte gereicht. Seitdem hat sich die Bevölkerungsentwicklung in Stuttgart leicht positiv entwickelt, aber nichts, was eine Preissteigerung um 100% durch eine natürliche Nachfrage erklären könnte. Die Preisexplosion ist und bleibt zinsgetrieben. Wenn die Zinsen steigen, wird auch das EFH in Stuttgart weniger wert. Wer schlau war, hat letztes Jahr verkauft. Wenn wir Zinsen wie 2010 bekommen, haben wir auch wieder Preise wie 2010.

Übrigens: gibt genügend Erben, die verkaufen, weil sie die Geschwister auszahlen müssen (billigen Kredit gibts nun auch nicht mehr), woanders wohnen, eine Sanierung scheuen oder wissen, dass alte EFHs auch in den Städten kein klassisches Vermietobjekt sind. Oder weil sie einfach keine Lust haben, bei steigenden Zinsen dem Wertverfall zuzuschauen. Oder weil sie genug vom Doppelhaushälfte mit Mini-Garten haben.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Mir braucht keiner was erzählen zur ach so schlechten Bezahlbarkeit von Immobilien für die Boomer.

Natürlich findet bei solchen Vorhaben jeder die Zahlen, welche die gewünschte These stützen. Ist wie beim Thema Crash ja/nein hier. Seitenlange Rechnungen, teils komplett widersprüchlich und trotzdem hat jeder für sich recht.

Fakt ist aber eins: in meiner Ruhrgebiets-Großstadt kenne ich aus der boomer-Generation unzählige Biografien, wo ein besserer Facharbeiter sich große Häuser mit ordentlich Grundstück leisten konnte. ohne Geld der Eltern, die hatten dank Krieg kaum etwas.

In meiner Generation, immerhin fast 40 Jahre alt, kenne ich keine einzige solche Biografie. Ohne Geld der Eltern oder sehr hohem Gehalt geht hier gar nichts. Ach ja, und sowohl die Häuser wie auch Grundstücke sind heute deutlich kleiner. Versteht sich.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Liegt allein an deinem Iphone und der wöchentlichen Chai-Latte, das macht locker 1-2 Mios aus. Hättest besser mal sein lassen, dann hättest jetzt ein EFH mit Pool und 500m2 Garten.

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Mir braucht keiner was erzählen zur ach so schlechten Bezahlbarkeit von Immobilien für die Boomer.

Natürlich findet bei solchen Vorhaben jeder die Zahlen, welche die gewünschte These stützen. Ist wie beim Thema Crash ja/nein hier. Seitenlange Rechnungen, teils komplett widersprüchlich und trotzdem hat jeder für sich recht.

Fakt ist aber eins: in meiner Ruhrgebiets-Großstadt kenne ich aus der boomer-Generation unzählige Biografien, wo ein besserer Facharbeiter sich große Häuser mit ordentlich Grundstück leisten konnte. ohne Geld der Eltern, die hatten dank Krieg kaum etwas.

In meiner Generation, immerhin fast 40 Jahre alt, kenne ich keine einzige solche Biografie. Ohne Geld der Eltern oder sehr hohem Gehalt geht hier gar nichts. Ach ja, und sowohl die Häuser wie auch Grundstücke sind heute deutlich kleiner. Versteht sich.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Meine Eltern haben für ihr Haus 1993 50 Haushaltsbruttogehälter gezahlt (Zins 6%). Speckgürtel Berlin. Heute hat es einen Wert von 250 ihrer Haushaltsbruttogehälter.

Dabei kam der Wertzuwachs aber vor allem erst seit 2010. Bis dahin ist der Wert sogar nominal gesunken.

Der Speckgürtel von Berlin (=ex DDR) ist aber nun wirklich nicht auf den Rest von DE übertragbar. Du sprichst von einem Preisanstieg um den Faktor 5 seit 2010. Das ist weit weg von der durchschnittlichen Realität und das werden die meisten hier bestätigen können.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

Liegt allein an deinem Iphone und der wöchentlichen Chai-Latte, das macht locker 1-2 Mios aus. Hättest besser mal sein lassen, dann hättest jetzt ein EFH mit Pool und 500m2 Garten.

Ich bin zwar Boomer, aber ich kenne nur sehr wenige Boomer mit EFH / Pool und 50m2 Garten. Und diejenigen, die so etwas besitzen, die sprechen nicht über die Erschwinglichkeit. Die sind einfach derart vermögend, das der Preis niemals ein Thema war.

Scheinbar ist solch eine Immo aber der "Mindestanspruch" für viele in diesem Forum. Alles andere ist ja schon fast "unbewohnbar" für manchen hier.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Das Beispiel 800k DM stammt nicht aus Stuttgart, sondern aus dem Rhein Main Gebiet, aber nicht aus Frankfurt. Großstadt, keine Kleinstadt. Die Grundrisse dieser Häuser waren extrem gewöhnungsbedürftig. Die Grundstücke so winzig, dass das Auto nur auf der Strasse geparkt werden konnte. Auch für damalige Verhältnisse war das kein Luxus. Das waren zu diesem Preis Reihenmittelhäuser, keine Eckhäuser!

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Kompletter Unsinn. Hier mal ein paar Beispiele von vor 30 Jahren aus meiner näheren Umgebung. Neue kleine Reihenhäuser ohne Stellplatz am Stadtrand: 800k DM. Altes gebrauchtes Reihenhaus 15km vom Stadtzentrum entfernt: 500k DM. Zu diesen Zeiten haben Akademiker zwischen 50 und 60k DM brutto verdient. Für eine Finanzierung musste man 20% Eigenkapital haben. Die Zinsen lagen zwischen 8 und 10%.

WiWi Gast schrieb am 14.05.2022:

Es waren aber Schnäppchenpreise. Bisschen Geld von den Eltern + normaler Akademikerjob und das Haus war eigentlich nur noch eine Formalie. Und zwar ohne dass die Frau arbeiten musste.

Das neu gebaute Reiheneckhaus (Kleinstadt, ländliche Region B-W) hat vor 30 Jahren 450 Tsd Mark gekostet. Die Zinsen waren entsprechend. Die Region war seither nicht besonders erfolgreich (der Boom ging größtenteils bis auf die letzten 3-4 Jahre) daran vorbei,weshalb die Erschwinglichkeit heute sicherlich deutlich größer ist. Aber: ich bin mir ziemlich sicher, dass das für Stuttgart und Umgebung völlig anders aussieht.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Mir braucht keiner was erzählen zur ach so schlechten Bezahlbarkeit von Immobilien für die Boomer.

Natürlich findet bei solchen Vorhaben jeder die Zahlen, welche die gewünschte These stützen. Ist wie beim Thema Crash ja/nein hier. Seitenlange Rechnungen, teils komplett widersprüchlich und trotzdem hat jeder für sich recht.

Fakt ist aber eins: in meiner Ruhrgebiets-Großstadt kenne ich aus der boomer-Generation unzählige Biografien, wo ein besserer Facharbeiter sich große Häuser mit ordentlich Grundstück leisten konnte. ohne Geld der Eltern, die hatten dank Krieg kaum etwas.

In meiner Generation, immerhin fast 40 Jahre alt, kenne ich keine einzige solche Biografie. Ohne Geld der Eltern oder sehr hohem Gehalt geht hier gar nichts. Ach ja, und sowohl die Häuser wie auch Grundstücke sind heute deutlich kleiner. Versteht sich.

Ich bin knapp 20 Jahre älter als Du und ich stelle mir gerade die Frage, warum die Eigentumsqoute bei der Boomer Gen derart schlecht ist/war, wo doch jeder Facharbeiter in der Lage gewesen sein soll, sich "große Häuser" (PLURAL!) mit "ordentlich Grundstück" zu leisten. Und das bei 6-10% Zinsen. Was haben denn die ganzen Boomer mit ihrer Kohle gemacht, die bis heute zur Miete wohnen? Und was haben die Akademiker Boomer mit ihrer Kohle gemacht? Scheinbar habe ich da irgendetwas nicht mitbekommen.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Du glaubst anscheinend, die Immobilienweisheit mit Löffeln gefressen zu haben??

Die Preise sind in diesem Jahr bisher höher als im letzten Jahr.

Preise wie 2010?? Ich hatte selbst ein Objekt in 2009 gekauft. Das würde aktuell ca, den 4-fachen Erlös bringen. Die Zinsen hatten mich damals überhaupt nicht interessiert, weil ich es cash vom Konto bezahlt hatte. Ich sehe keinen Grund es verkaufen zu müssen.

Erben, die nicht an ihrem Wohnort eine Immobilie geerbt haben und diese verkaufen können sich mit dem Erlös oft auch an ihrem eigenen Wohnort etwas ohne Finanzierung kaufen. Es gibt nicht nur Erben, die verkaufen, sondern auch Erben, die Immobilien kaufen!!

Nebenbei bemerkt, es werden nicht nur Immobilien vererbt, sondern auch Konten und Aktiendepots. Sehr oft wird das schon im Vorfeld der Erbschaft geregelt, um die Erbschaftssteuer auszutricksen.

Deine Annahmen von "Wertverfall" sind durch nichts belegt. Ab Januar werden wir da mehr wissen, weil die Gutachterausschüsse dann ihre Geschäftsberichte veröffentlichen werden. Meine Vermutung: Wir werden weiter steigende Preise sehen.

Für 2023 wird schon ein Einbruch der Neubautätigkeit erwartet. Wegen Material-Engpässen kann kaum noch eine Firma Angebote zum Festpreis abgeben. Mit tagesaktuellen Materialpreisen geht so was nicht. Also deutliche Verknappung an Neubauobjekten.

Es spricht also alles dafür, dass sich der Nachfrageüberhang fortsetzen wird. Richtig ist aber auch, dass viele, die sich im letzten Jahr noch einen Kauf hätten leisten können, es jetzt nicht mehr können. Solange aber immer noch mehr Nachfrage als Angebot da ist wird das auf die Preise keine Auswirkungen haben.

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Wenn die Zinsen steigen, wird auch das EFH in Stuttgart weniger wert. Wer schlau war, hat letztes Jahr verkauft. Wenn wir Zinsen wie 2010 bekommen, haben wir auch wieder Preise wie 2010.

Übrigens: gibt genügend Erben, die verkaufen, weil sie die Geschwister auszahlen müssen (billigen Kredit gibts nun auch nicht mehr), woanders wohnen, eine Sanierung scheuen oder wissen, dass alte EFHs auch in den Städten kein klassisches Vermietobjekt sind. Oder weil sie einfach keine Lust haben, bei steigenden Zinsen dem Wertverfall zuzuschauen. Oder weil sie genug vom Doppelhaushälfte mit Mini-Garten haben.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Wenn die Zinsen steigen, wird auch das EFH in Stuttgart weniger wert. Wer schlau war, hat letztes Jahr verkauft. Wenn wir Zinsen wie 2010 bekommen, haben wir auch wieder Preise wie 2010.

Ja und nicht nur das. Auch Dein Gehalt wird dann auf das Niveau von 2010 gekürzt und bei Macces gibt es das Menü wieder für 3,99 und Diesel kostet wieder 87 Cent.
Glaube mir! Das wird so kommen! Nur die Inflation von 7% bleibt.

antworten
WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

Wenn die Zinsen steigen, wird auch das EFH in Stuttgart weniger wert. Wer schlau war, hat letztes Jahr verkauft. Wenn wir Zinsen wie 2010 bekommen, haben wir auch wieder Preise wie 2010.

Ja und nicht nur das. Auch Dein Gehalt wird dann auf das Niveau von 2010 gekürzt und bei Macces gibt es das Menü wieder für 3,99 und Diesel kostet wieder 87 Cent.
Glaube mir! Das wird so kommen! Nur die Inflation von 7% bleibt.

Natürlich muss die allgemeine Inflation der letzten Jahre miteingerechnet werden. Rechne von mir aus auch noch ein kleines Plus durch leichtes Bevölkerungswachstum in den Städten hinzu. Alles andere an Wertzuwachs ist jedoch durch die niedrigen Zinsen aufgepumpt und wird genauso gut wieder verpuffen.

Wir liegen momentan im Schnitt bei 2,8% Zinsen bei 10-jähriger Zinsbindung und haben einen historisch einmalig rasanten Anstieg gesehen. Das ist einfach so ein Gamechanger für jede Rendite- oder Cashflowrechnung und macht gerade die teuren Stadtimmobilien mit hohen Kreditsummen unfinanzierbar. Eine Preiskorrektur ist unabdingbar.

Wir sehen doch auch schon die lehrbuchhaften Anzeichen der Preiskorrektur: das Angebot vergrössert sich aktuell massiv, weil Verkäufer noch die alten Preise mitnehmen wollen. Plötzlich gibts Verhandlungsspielraum bei den Maklern, davon wird überall berichtet. Immobilienaktien stürzen ab, Bauunternehmer aus meinen Bekanntenkreis berichten von einbrechender Nachfrage.

Ich besitze übrigens selbst Immobilien, darunter eine Wohnung in Top-Lage einer Metropole. Aber ich mache mir nichts vor, die Party ist zu Ende.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Seit 2010 gab es in Deutschland ca 10% real Lohn Steigerung. Wenn wir also Zinsen von 2010 bekommen sollten die Immobilien auch nur 10% teurer sein als 2010 und nicht 60-200%.
We will see.

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Wenn die Zinsen steigen, wird auch das EFH in Stuttgart weniger wert. Wer schlau war, hat letztes Jahr verkauft. Wenn wir Zinsen wie 2010 bekommen, haben wir auch wieder Preise wie 2010.

Ja und nicht nur das. Auch Dein Gehalt wird dann auf das Niveau von 2010 gekürzt und bei Macces gibt es das Menü wieder für 3,99 und Diesel kostet wieder 87 Cent.
Glaube mir! Das wird so kommen! Nur die Inflation von 7% bleibt.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Ich weiß nicht weiß nicht wie sich Preise entwicklen werden. ABER du sagst selber, die Nachfrage wird kleiner. Dass das keine Auswirkungen auf die Preise hat, kann man sich kaum vorstellen. Es ist ja nicht so, dass wir hier Sachwerte zu Festpreis verkaufen sondern der Verkäufer versucht seinen Preis zu maximieren. Weniger Nachfrage => weniger Möglichkeiten den Preis zu maximieren. Also eigentlich easy.

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

Du glaubst anscheinend, die Immobilienweisheit mit Löffeln gefressen zu haben??

Die Preise sind in diesem Jahr bisher höher als im letzten Jahr.

Preise wie 2010?? Ich hatte selbst ein Objekt in 2009 gekauft. Das würde aktuell ca, den 4-fachen Erlös bringen. Die Zinsen hatten mich damals überhaupt nicht interessiert, weil ich es cash vom Konto bezahlt hatte. Ich sehe keinen Grund es verkaufen zu müssen.

Erben, die nicht an ihrem Wohnort eine Immobilie geerbt haben und diese verkaufen können sich mit dem Erlös oft auch an ihrem eigenen Wohnort etwas ohne Finanzierung kaufen. Es gibt nicht nur Erben, die verkaufen, sondern auch Erben, die Immobilien kaufen!!

Nebenbei bemerkt, es werden nicht nur Immobilien vererbt, sondern auch Konten und Aktiendepots. Sehr oft wird das schon im Vorfeld der Erbschaft geregelt, um die Erbschaftssteuer auszutricksen.

Deine Annahmen von "Wertverfall" sind durch nichts belegt. Ab Januar werden wir da mehr wissen, weil die Gutachterausschüsse dann ihre Geschäftsberichte veröffentlichen werden. Meine Vermutung: Wir werden weiter steigende Preise sehen.

Für 2023 wird schon ein Einbruch der Neubautätigkeit erwartet. Wegen Material-Engpässen kann kaum noch eine Firma Angebote zum Festpreis abgeben. Mit tagesaktuellen Materialpreisen geht so was nicht. Also deutliche Verknappung an Neubauobjekten.

Es spricht also alles dafür, dass sich der Nachfrageüberhang fortsetzen wird. Richtig ist aber auch, dass viele, die sich im letzten Jahr noch einen Kauf hätten leisten können, es jetzt nicht mehr können. Solange aber immer noch mehr Nachfrage als Angebot da ist wird das auf die Preise keine Auswirkungen haben.

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Wenn die Zinsen steigen, wird auch das EFH in Stuttgart weniger wert. Wer schlau war, hat letztes Jahr verkauft. Wenn wir Zinsen wie 2010 bekommen, haben wir auch wieder Preise wie 2010.

Übrigens: gibt genügend Erben, die verkaufen, weil sie die Geschwister auszahlen müssen (billigen Kredit gibts nun auch nicht mehr), woanders wohnen, eine Sanierung scheuen oder wissen, dass alte EFHs auch in den Städten kein klassisches Vermietobjekt sind. Oder weil sie einfach keine Lust haben, bei steigenden Zinsen dem Wertverfall zuzuschauen. Oder weil sie genug vom Doppelhaushälfte mit Mini-Garten haben.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Weniger Nachfrage ist so lange unerheblich, wie es dann immer noch einen Nachfrageüberhang gibt.

Und auch das Angebot wird weniger werden, weil der Neubau einbrechen wird.

Die Makler haben eher ein Problem damit, dass in Zeiten von Inflation kaum jemand seine Immobilien verkaufen möchte. Wenn es mal wieder Guthabenzinsen von 5 oder 6 % geben sollte wäre das dann evtl. anders.

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

Ich weiß nicht weiß nicht wie sich Preise entwicklen werden. ABER du sagst selber, die Nachfrage wird kleiner. Dass das keine Auswirkungen auf die Preise hat, kann man sich kaum vorstellen. Es ist ja nicht so, dass wir hier Sachwerte zu Festpreis verkaufen sondern der Verkäufer versucht seinen Preis zu maximieren. Weniger Nachfrage => weniger Möglichkeiten den Preis zu maximieren. Also eigentlich easy.

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

Du glaubst anscheinend, die Immobilienweisheit mit Löffeln gefressen zu haben??

Die Preise sind in diesem Jahr bisher höher als im letzten Jahr.

Preise wie 2010?? Ich hatte selbst ein Objekt in 2009 gekauft. Das würde aktuell ca, den 4-fachen Erlös bringen. Die Zinsen hatten mich damals überhaupt nicht interessiert, weil ich es cash vom Konto bezahlt hatte. Ich sehe keinen Grund es verkaufen zu müssen.

Erben, die nicht an ihrem Wohnort eine Immobilie geerbt haben und diese verkaufen können sich mit dem Erlös oft auch an ihrem eigenen Wohnort etwas ohne Finanzierung kaufen. Es gibt nicht nur Erben, die verkaufen, sondern auch Erben, die Immobilien kaufen!!

Nebenbei bemerkt, es werden nicht nur Immobilien vererbt, sondern auch Konten und Aktiendepots. Sehr oft wird das schon im Vorfeld der Erbschaft geregelt, um die Erbschaftssteuer auszutricksen.

Deine Annahmen von "Wertverfall" sind durch nichts belegt. Ab Januar werden wir da mehr wissen, weil die Gutachterausschüsse dann ihre Geschäftsberichte veröffentlichen werden. Meine Vermutung: Wir werden weiter steigende Preise sehen.

Für 2023 wird schon ein Einbruch der Neubautätigkeit erwartet. Wegen Material-Engpässen kann kaum noch eine Firma Angebote zum Festpreis abgeben. Mit tagesaktuellen Materialpreisen geht so was nicht. Also deutliche Verknappung an Neubauobjekten.

Es spricht also alles dafür, dass sich der Nachfrageüberhang fortsetzen wird. Richtig ist aber auch, dass viele, die sich im letzten Jahr noch einen Kauf hätten leisten können, es jetzt nicht mehr können. Solange aber immer noch mehr Nachfrage als Angebot da ist wird das auf die Preise keine Auswirkungen haben.

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Wenn die Zinsen steigen, wird auch das EFH in Stuttgart weniger wert. Wer schlau war, hat letztes Jahr verkauft. Wenn wir Zinsen wie 2010 bekommen, haben wir auch wieder Preise wie 2010.

Übrigens: gibt genügend Erben, die verkaufen, weil sie die Geschwister auszahlen müssen (billigen Kredit gibts nun auch nicht mehr), woanders wohnen, eine Sanierung scheuen oder wissen, dass alte EFHs auch in den Städten kein klassisches Vermietobjekt sind. Oder weil sie einfach keine Lust haben, bei steigenden Zinsen dem Wertverfall zuzuschauen. Oder weil sie genug vom Doppelhaushälfte mit Mini-Garten haben.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Du verwendest bei Einkommen reale Lohnsteigerungen und bei Immobilienpreisen nominale Steigerungen? Das kann man nicht vergleichen.
Die Bruttogehälter sind von 2010 bis 2021 nominal durchschnittlich um ca. 27% gestiegen. Weitere und deutlich höhere Steigerungen in den kommenden Jahren sind dank Inflation absehbar.
Außerdem waren Immobilien im Jahr 2010 unterbewertet, da konnte man beispielsweise in Berlin größere Wohnungen für eine fünfstellige Summe kaufen. In inflationären Zeiten ist es eher unwahrscheinlich, dass Immobilien unterbewertet sein werden - Sachwerte zählen, wenn der Geldwert abnimmt.

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

Seit 2010 gab es in Deutschland ca 10% real Lohn Steigerung. Wenn wir also Zinsen von 2010 bekommen sollten die Immobilien auch nur 10% teurer sein als 2010 und nicht 60-200%.
We will see.

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Wenn die Zinsen steigen, wird auch das EFH in Stuttgart weniger wert. Wer schlau war, hat letztes Jahr verkauft. Wenn wir Zinsen wie 2010 bekommen, haben wir auch wieder Preise wie 2010.

Ja und nicht nur das. Auch Dein Gehalt wird dann auf das Niveau von 2010 gekürzt und bei Macces gibt es das Menü wieder für 3,99 und Diesel kostet wieder 87 Cent.
Glaube mir! Das wird so kommen! Nur die Inflation von 7% bleibt.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Super Beitrag, dem stimme ich voll und ganz zu. Genau das ist die aktuelle Realität. Wir haben kürzlich erst eine überteuerte Wohnung (sehr groß, eher nicht geeignet als Kapitalanlage) besichtigt und uns aus vielerlei Gründen dagegen entscheiden. Die Wohnung ist seit Wochen immer noch online und das gab es definitiv nicht in der vergangenen Zeit. Da wir bereits sehr lange suchen, weiß ich, wie schnell ansprechende Immobilien aus den Inseraten verschwunden sind (egal welcher Preis aufgerufen wurde). Dasselbe berichten uns einige Bekannte, die ebenfalls suchen. Und nicht nur das: Freunde von uns wurden drei Wochen nach einer Hausbesichtigung (ebenfalls dagegen entschieden) vom Makler angerufen, der ihnen mitteilen wollte, dass der Preis reduziert wird, und das deutlich. Andere Bekannte sagen offen und ehrlich, dass sie bei der Kombination höherer Zins und hohe Preise wohl nun erstmal raus sind. Diejenigen, die das nicht wahrhaben wollen, werden sich noch wundern. Oder es sind diejenigen, die überteuert gekauft haben und nicht wahrhaben wollen, dass die Preise nicht alleine dem Wertzuwachs geschuldet waren sondern extrem angefeuert durch die Geldzinspolitik. Dabei können sie sich eigentlich über die günstigen Zinsen freuen, vorausgesetzt, die Finanzierung ist solide und auf mind. 15-20 Jahre ausgelegt. Wenn dann noch viel sondergetilgt wird, haben diejenigen wirklich Glück gehabt.

Natürlich muss die allgemeine Inflation der letzten Jahre miteingerechnet werden. Rechne von mir aus auch noch ein kleines Plus durch leichtes Bevölkerungswachstum in den Städten hinzu. Alles andere an Wertzuwachs ist jedoch durch die niedrigen Zinsen aufgepumpt und wird genauso gut wieder verpuffen.

Wir liegen momentan im Schnitt bei 2,8% Zinsen bei 10-jähriger Zinsbindung und haben einen historisch einmalig rasanten Anstieg gesehen. Das ist einfach so ein Gamechanger für jede Rendite- oder Cashflowrechnung und macht gerade die teuren Stadtimmobilien mit hohen Kreditsummen unfinanzierbar. Eine Preiskorrektur ist unabdingbar.

Wir sehen doch auch schon die lehrbuchhaften Anzeichen der Preiskorrektur: das Angebot vergrössert sich aktuell massiv, weil Verkäufer noch die alten Preise mitnehmen wollen. Plötzlich gibts Verhandlungsspielraum bei den Maklern, davon wird überall berichtet. Immobilienaktien stürzen ab, Bauunternehmer aus meinen Bekanntenkreis berichten von einbrechender Nachfrage.

Ich besitze übrigens selbst Immobilien, darunter eine Wohnung in Top-Lage einer Metropole. Aber ich mache mir nichts vor, die Party ist zu Ende.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

Ich weiß nicht weiß nicht wie sich Preise entwicklen werden. ABER du sagst selber, die Nachfrage wird kleiner. Dass das keine Auswirkungen auf die Preise hat, kann man sich kaum vorstellen. Es ist ja nicht so, dass wir hier Sachwerte zu Festpreis verkaufen sondern der Verkäufer versucht seinen Preis zu maximieren. Weniger Nachfrage => weniger Möglichkeiten den Preis zu maximieren. Also eigentlich easy.

Bei steigenden Zinsen wird die Nachfrage sinken. Gleichzeitig wird sich aber auch die Angebotsseite verändern. Bei hohen Preisen gibt es mehr Angebot, um diesen Preis mitzunehmen. Wenn die Preise fallen (sollten), wird das Angebot weiter sinken. Wer nicht verkaufen muss (die Mehrheit), der wird dies aussitzen und abwarten. Gerade in einer inflationären Phase möchte doch auch niemand das Geld auf dem Konto haben, welches sich dann weg inflationiert.

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WiWi Gast

Aktuelle Immobilienpreise

Das Durchschnittsentgeld, das für die Rentenunkte angesetzt wird, ist von 31,1k 2010 auf 38,9k heute gestiegen. Das ist eine Steigerung von mehr als 25%.

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

Seit 2010 gab es in Deutschland ca 10% real Lohn Steigerung. Wenn wir also Zinsen von 2010 bekommen sollten die Immobilien auch nur 10% teurer sein als 2010 und nicht 60-200%.
We will see.

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 16.05.2022:

WiWi Gast schrieb am 15.05.2022:

Wenn die Zinsen steigen, wird auch das EFH in Stuttgart weniger wert. Wer schlau war, hat letztes Jahr verkauft. Wenn wir Zinsen wie 2010 bekommen, haben wir auch wieder Preise wie 2010.

Ja und nicht nur das. Auch Dein Gehalt wird dann auf das Niveau von 2010 gekürzt und bei Macces gibt es das Menü wieder für 3,99 und Diesel kostet wieder 87 Cent.
Glaube mir! Das wird so kommen! Nur die Inflation von 7% bleibt.

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Volkswirtschaftlerin Stefanie Hasse erhält Werner Lehmann-Preis

Ein Bild von der Erde mit drei Zahnrädern und den Buchstaben VWL.

Die Diplomarbeit der Volkswirtschaftlerin Stefanie Hasse, die sich mit der aktuellen Immobilienpreisblase in Spanien beschäftigt, wurde vom Verband der Privaten Bausparkassen mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Deutscher Immobilienmarkt 2014 - Kaufen macht fast überall noch Sinn

Zwei Häuser im Rohbau mit Kränen im Hintergrund.

Die Immobilienpreise sind in den vergangenen Jahren vor allem in den Großstädten München, Berlin und Hamburg kräftig gestiegen. Das weckt Erinnerungen an die Preisblasen in Spanien oder den USA, die später zur Weltwirtschaftskrise führten. Tatsächlich sind keine Blasen in Sicht und es ist vielerorts noch immer sinnvoll, in die eigenen vier Wände zu investieren.

Immobilienpreise - Ein wichtiger Konjunkturfaktor

Großaufnahme eines Wohnungsschluessels der im Schloß steckt und an dem ein Schlüsselanhänger baumelt.

Die durch die US-Immobilienkrise ausgelösten weltweiten wirtschaftlichen Probleme machen deutlich, dass es nicht nur Hausbesitzer und Kaufinteressenten angeht, wie sich die Preise für das Gebaute entwickeln.

OECD-Datenbank zu Wohnkosten in Deutschland

Die Deutschen geben rund 20 Prozent ihres Einkommens für die Miete oder Hypotheken aus. Damit liegen die Wohnkosten in Deutschland im OECD-Schnitt. Schwerer belastet sind einkommensschwache Haushalte, die rund 27 Prozent ihres Einkommens für Mieten aufwenden müssen. Die interaktive OECD-Datenbank zu Wohnkosten veranschaulicht im Ländervergleich die Unterschiede in Eigentum vs. Miete, Wohnverhältnisse, Wohngeld und sozialer Wohnungsbau.

Due Diligence: Künstliche Intelligenz in der Immobilienwirtschaft

KI und Due-Diligence: Ein Hand richtet sich in einem bunten Datenraum nach oben in Richtung Licht.

Laut einer aktuellen Studie unter Immobilienexperten wird Künstliche Intelligenz einen starken Einfluss auf die Effizienz von Immobilientransaktionen haben. Künstliche Intelligenz wird demnach zukünftig einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil im Transaktionsbusiness liefern wird. Drooms, Europas führender Anbieter virtueller Datenräume, automatisiert den Due Diligence-Prozess. Für eine gesteigerte Prozessautomatisierung liegt ein Fokus auf der Weiterentwicklung des virtuellen Datenraums durch künstliche Intelligenz und Machine Learning.

Wohnimmobilien: In deutschen Großstädten fehlen Wohnungen

Eine Hausfront eines Altbaues in rosa mit vielen Fenstern.

Nach einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) fehlt es an vielen Tausenden Wohnungen in den deutschen Großstädten. Jedes Jahr müssten mehr als 88.000 neue Wohnungen bis 2020 entstehen, um den Bedarf zu decken.

Wohneigentümer bauen sechsmal so viel Vermögen auf wie Mieter

Ein Wohnhaus mit verglaster Veranda in gelb gestrichen mit grünen Holzlatten am Dachstuhl und blauen Fensterrahmen.

Eine Studie der LBS Research und dem Forschungsinstitut empirica zeigt, dass Wohneigentümer erfolgreicher im Vermögensaufbau sind. Menschen, die kurz vor dem Ruhestand stehen, wiesen durch das Wohneigentum eine Wertimmobile von durchschnittlich 152.000 Euro auf und verfügen zusätzlich über ein Nettogeldvermögen von 45.000 Euro. Mieterhaushalte kamen auf durchschnittlich 24.000 Euro und 6.000 Euro Immobilienvermögen aus Vermietung.

Renditeerwartung bei Immobiliengeschäften sollte nicht zu hoch sein

Häuserfassaden ergeben verschiedenste Formen.

Die Deutschen befinden sich im Immobilien-Kaufrausch. Allerdings warnt das Verbraucherportal Finanztip vor zu hohen Erwartungen: Renditen von fünf oder mehr Prozent werden in der Realität selten erreicht. Im Falle von stagnierenden Immobilienpreisen und Mietausfällen liegen die Renditen oftmals nur noch bei einem Prozent.

Wohneigentumsförderung: Neue Grunderwerbsteuer muss her

Wohneigentum - Ein weißes Neubauhaus mit vielen Fenstern.

Ein wichtiger Teil der Altersvorsorge ist Wohneigentum. Trotz niedriger Zinsen der vergangenen Jahre zählt die Bundesrepublik als Land der Mieter. Grund dafür sind neben dem mangelnden Angebot an Immobilien auch die hohen Eigenkapitalanforderungen und die erheblichen Kaufnebenkosten. Eine Umstrukturierung der Grunderwerbssteuer könnte den Anreiz zum Immobilienkauf ändern. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Immobilienmarkt - Metropolen haben Boom verschlafen

Die Hausfront eines Mehrparteienhauses mit vielen Balkonen.

Der deutschen Immobilienbranche geht es nach eigener Einschätzung noch immer sehr gut. Das zeigt der aktuelle Immobilien-Index des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Allerdings sorgen sich vor allem die Entwickler großer Bauprojekte um Nachwuchs – nicht zuletzt, weil besondere Herausforderungen auf sie warten: Laut IW wurden in Deutschland von 2010 bis 2014 rund 310.000 Wohnungen zu wenig gebaut.

Bevölkerungsvorausberechnung 2060 - Im Osten leben 37 Prozent weniger Menschen

Bevölkerungsvorausberechnung 2060 des Statistischen Bundesamtes: Der Osten Deutschlands wird bis zum Jahr 2060 in viel stärkerem Maße vom Rückgang und der Alterung der Bevölkerung betroffen sein als der Westen.

Immobilienfinanzierung - Was ist zu beachten?

Die Balkone neu fertiggestellter Wohnungen symbolisieren das Thema Immobilienfinanzierung.

Wohneigentümer bauen sechsmal so viel Vermögen auf wie Mieter. Doch wie lassen sich Immobilien am besten finanzieren? Der folgende Beitrag zeigt, welche unterschiedlichen Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung es gibt.

Geld in Immobilien anlegen - Das gilt es zu beachten

Das Werbeplakat auf einer Baustelle in Berlin wirbt für eine "provisionsfreie Kapitalanlage" in Immobilien.

Als Betongold werden Immobilen gerne bezeichnet und daran wird sich kaum etwas ändern. Wer geschickt investiert und sein Geld in Wohnungen oder Häusern anlegt, profitiert langfristig meist davon. Allerdings gibt es auch einige Risiken.

Was ist Baugeld und was hat es mit dem Wertpapierdepot zu tun?

Eine Baustelle von einem Hausdach mit einem Gerüst.

Die meisten Menschen nutzen eine Finanzierung, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen und ein Haus im Grünen oder eine Eigentumswohnung in zentraler Lage zu kaufen. Dieser Immobilienkredit wird meist bei einer Bank aufgenommen und ist als "Baugeld" bekannt. Es handelt sich dabei um einen Geldbetrag, der dem Kreditnehmer für den Kauf, Bau oder Umbau bei Sanierung oder Renovierung einer Immobilie von einem Kreditinstitut zur Verfügung gestellt wird. Neben diesem Fremdkapital sollte die Finanzierung auch einen Eigenkapitalanteil enthalten. Dieser beträgt im Optimalfall mindestens 20 Prozent der gesamten Kaufsumme. Was viele Kreditnehmer nicht wissen: Das eigene Depot kann zum Eigenkapital hinzugezählt werden.

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