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Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Hallo miteinander,

wie der Betreff schon schildert bringt mich die Situation auf dem Immobilienmarkt dazu über mein Exit aus der "Leistungsgesellschaft" nachzudenken.

Ich habe vor +7 Jahren mein Studium beendet, damals gab es auf dem Immobilienmarkt für rund 250.000€ gute 100qm Neubau in attraktiver Innenstadtlage. Genug für Frau +1 Kind. Leider war ich damals ohne EK und die Familie konnte auch nichts beisteuern...

Da ich keine 30 Jahre finanzieren und vor allem auch schnell EK ansparten wollte, habe ich mich gegen eine 35h Fachkarriere entschieden und bin in die Beratung gegangen. Soweit so gut. Die Arbeit in der Beratung kostet mich viel Stress, ich bin oft im Hotel bzw. getrennt von meiner Familie, Freunde habe ich quasi keine mehr und mein Privatleben besteht aus ein bisschen TV am Abend.... Absolut kein Job wo ich mich auch nur in 2 Jahren noch sehe, dafür aber attraktiv bezahlt (mittlerweile 100.000€ all in). Vor kurzem habe ich mein "Ziel-EK" von 100.000€ geknackt (habe zu Beginn natürlich weniger verdient + private Verpflichtungen und natürlich Freizeitausgaben) und musste feststellen, die Wohnungen kosten heute nicht mehr 250.000€ sondern 500.000€ und dafür gibt es gerade mal das EG und darauf kommen neuerdings nochmal 40.000€ für den Stellplatz + Markler & Grunderwerbssteuer und das alles für hässliche "Nachverdichtungsbuden" in mordernen Plattenbauten 2.0.

Gefühlt stehe ich mit +7 Jahren BE und 100.000EK schlechter dar als mit leeren Taschen nach dem Studium, was mich ein wenig zur Verzweiflung bringt. Die Preise auf den Märkten laufen gefühlt meinen Ersparnissen davon und das demotiviert mich dermaßen... Aktuell denke ich viel darüber nach einfach irgendwo im KMU eine entspannte TL/PL-Stelle für 60/70.000€ anzunehmen und dafür meine Freizeit zu genießen. Meine Frau konnte "aufgrund" ihrer Ausbildung leider nie all zuviel beitragen bzw. wird mit der Schwangerschaft für einige Zeit komplett raus fallen. Mit Aktien und Co. bin ich bisher ganz akzeptabel gefahren, allerdings nie wirklich mehr als 5/6% p.A. (alles sehr diversifiziert zur Absicherung...)

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Du verdienst nach 7 Jahren BE gerade mal 100k in der Beratung? Warum sollte dich auch nur irgendjemand als TL einstellen haha.
Hättest du die 35h Fachkarriere mal liebe gewählt, da wärst du nach 4-5 Jahren schon bei 100k in München und hättest nebenbei was aufziehen können oder wenigstens deine Familie sehen

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Wenn man kein Low Performer ist wäre man jetzt bei 180k aufwärts oder mehr als Projektleiter einer UB und müsste sich solche Fragen nicht stellen. Übrings sind 6% Zinsen sehr schwach. Tut mir leid aber ich empfehle dir unbedingt dich in einer kmu einzuordnen. Du solltest dich auf deine Frau konzentrieren sowie deine Kinder. Ich denke das Familienleben könnte dich wirklich ausfüllen und sehr gut tun. Ich kenne viele Unternehmensberater und du hörst dich an wie einer der Karriere technisch gescheitert ist. Nehm dir meine Worte zu Herzen und alles gute.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 15.08.2018:

Du verdienst nach 7 Jahren BE gerade mal 100k in der Beratung? Warum sollte dich auch nur irgendjemand als TL einstellen haha.
Hättest du die 35h Fachkarriere mal liebe gewählt, da wärst du nach 4-5 Jahren schon bei 100k in München und hättest nebenbei was aufziehen können oder wenigstens deine Familie sehen

Wohl ein Big4 Berater ...

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Mach doch nebenbei Passiveinkommen

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Und was ist nun die Frage vom TE?!

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 15.08.2018:

Du verdienst nach 7 Jahren BE gerade mal 100k in der Beratung? Warum sollte dich auch nur irgendjemand als TL einstellen haha.
Hättest du die 35h Fachkarriere mal liebe gewählt, da wärst du nach 4-5 Jahren schon bei 100k in München und hättest nebenbei was aufziehen können oder wenigstens deine Familie sehen

Sagte der 50k KMU WiWi-Treff Mitleser

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Kann dich gut nachvollziehen so geht es vielen. Haben selbst von ganz guten auf bisschen was höheres geschafft und bin auch erwacht. Habe aber leider nicht soviel erreicht da alles nebenberuflich gemacht. Auf deine Frage, musst du wissen. Wenn du die Möglichkeit hast such dir eine 35h Job und genieß da sieben mit deiner Frau. Standort am besten da wo du bisschen Wechselalterntsitoven hast. Ansonsten kann ich dir nur raten kauft euch was kleines zur Anlage oder Pump dein Geld in sichere Anlagen und leg was für deine frau und Kind zurück.

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WiWi Gast

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Warum unbedingt Kaufen, mit nur einem Kind kann man auch gut zur Miete wohnen.

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WiWi Gast

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Gute Einstellung. Ich lebe schon seit längerem nach dem Motto: auf dem Grabstein soll nicht der letzte Titel meiner Visitenkarte stehen, sondern eher so etwas wie "geliebter Opa". Und das kannst du dir nur durch Zeit mit der Familie kaufen :)

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

100k Einkommen und 100k Eigenkapital nach 7Jahren sind sicherlich mehr als überdurchschnittlich, aber angesichts deiner Ambitionen und Ziele hast du eventuell den "falschen" Weg gewählt. Aber hinterher ist man bekanntlich ja immer schlauer.

Wenn dein Lebensziel die eigenen 4 Wände sind, dann go for it und nutze das EK für einen Immobilienkauf. Billiger wird es in den attraktiven Lagen mit Sicherheit in absehbarer Zeit auch nicht und Mieten ebenso wenig. In 20Jahren seid ihr dann schuldenfrei bei einer Tilgungsrate von 2k/Monat.
Schlechter bist du nicht gestellt, wenn du den Buchwert deines Vermögens heranziehst. Wird natürlich nur relevant, wenn du die Bude irgendwann wieder ohne Verlust verkaufst.
Beim Wohnen als Konsum (das wäre bei dir ja so) bist du tatsächlich schlechter gestellt, aber was möchtest du machen? Dir fehlen schlicht die Alternativen, wenn du nicht in eine billigere Gegend ziehen möchtest.

Uns geht es ähnlich, nur dass Wohnen nicht solch einen hohen Stellwert für uns hat wie für euch (anscheinend). Meine Freundin und ich sind auch mit 0Euro Vermögen vor 3Jahren in die Berufswelt eingestiegen. Inzwischen haben wir 150 EK angespart durch die Kombination von guten bezahlten Konzernjobs und einer hohen Sparrate. Allerdings kosten interessante Immobilien (freistehend, halbwegs gute Anbindung und etwas Garten) hier ne gute Mio.
Wir kaufen uns stattdessen eine Anlage-ETW als Ergänzung unseres Portfolios.
Mit Mieten haben wir uns abgefunden und sind irgendwann vielleicht für den Schritt bereit, in die Pampa zu ziehen.

Vielleicht klappt es bei einem von uns auch mit der Konzernkarriere, dann kann man auch wieder über eine stadtnahe eigengenutzte Immobilie nachdenken.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Gleiche Situation hier: mit ähnlichen Umständen habe ich für mich beschlossen ebenfalls kürzer zu treten. T2 Angebot habe ich abgelehnt und suche nun einen Job mit weniger Reisetätigkeit, Stunden und doch zumindest 6-stelligem Einkommen. Gar nicht so einfach die Suche... ;)

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WiWi Gast

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Eher ist es die Mischung aus Steuern und Mieten, die einem das Genick bricht !;)

Aber manche Sachen möchten ja bezahlt werden....

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 15.08.2018:

Gleiche Situation hier: mit ähnlichen Umständen habe ich für mich beschlossen ebenfalls kürzer zu treten. T2 Angebot habe ich abgelehnt und suche nun einen Job mit weniger Reisetätigkeit, Stunden und doch zumindest 6-stelligem Einkommen. Gar nicht so einfach die Suche... ;)

Du suchst eine Stelle mit wenig Reisetätigkeit, wenig Arbeitszeit und mindestens 6-stelligem Einkommen? Wenn du die gefunden hast meld dich. Die Stelle suche ich auch! ;-)

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Also wenn du in der Beratung tätig bist, solltest du in der Lage sein zu analysieren.
Du hast also gesehen das die Immopreise davonlaufen, somit stellt sich die Frage:
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das es so weitergeht?
Die Preise sind hoch wie nie und mittlerweile reiben sich immer mehr Gutverdiener die Augen (zu denen auch du gehörst) ob der absurden Preise. Ganz einfach: es ist eine Blase.
Die Niedrigstzinsen über soviele Jahre haben die Leute animiert unglaublich hohe Schulden aufzunehmen und alles in Immos zu pumpen. Märkte funktionieren in Zyklen und das Pendel wird zurückschlagen.

Ergo: Bleib erstmal zur Miete und investiere weiter in Assets.
Denn eine selbstgenutzte Immobilie ist kein Asset sondern eine Verbindlichkeit.

WiWi Gast schrieb am 15.08.2018:

Hallo miteinander,

wie der Betreff schon schildert bringt mich die Situation auf dem Immobilienmarkt dazu über mein Exit aus der "Leistungsgesellschaft" nachzudenken.

Ich habe vor +7 Jahren mein Studium beendet, damals gab es auf dem Immobilienmarkt für rund 250.000€ gute 100qm Neubau in attraktiver Innenstadtlage. Genug für Frau +1 Kind. Leider war ich damals ohne EK und die Familie konnte auch nichts beisteuern...

Da ich keine 30 Jahre finanzieren und vor allem auch schnell EK ansparten wollte, habe ich mich gegen eine 35h Fachkarriere entschieden und bin in die Beratung gegangen. Soweit so gut. Die Arbeit in der Beratung kostet mich viel Stress, ich bin oft im Hotel bzw. getrennt von meiner Familie, Freunde habe ich quasi keine mehr und mein Privatleben besteht aus ein bisschen TV am Abend.... Absolut kein Job wo ich mich auch nur in 2 Jahren noch sehe, dafür aber attraktiv bezahlt (mittlerweile 100.000€ all in). Vor kurzem habe ich mein "Ziel-EK" von 100.000€ geknackt (habe zu Beginn natürlich weniger verdient + private Verpflichtungen und natürlich Freizeitausgaben) und musste feststellen, die Wohnungen kosten heute nicht mehr 250.000€ sondern 500.000€ und dafür gibt es gerade mal das EG und darauf kommen neuerdings nochmal 40.000€ für den Stellplatz + Markler & Grunderwerbssteuer und das alles für hässliche "Nachverdichtungsbuden" in mordernen Plattenbauten 2.0.

Gefühlt stehe ich mit +7 Jahren BE und 100.000EK schlechter dar als mit leeren Taschen nach dem Studium, was mich ein wenig zur Verzweiflung bringt. Die Preise auf den Märkten laufen gefühlt meinen Ersparnissen davon und das demotiviert mich dermaßen... Aktuell denke ich viel darüber nach einfach irgendwo im KMU eine entspannte TL/PL-Stelle für 60/70.000€ anzunehmen und dafür meine Freizeit zu genießen. Meine Frau konnte "aufgrund" ihrer Ausbildung leider nie all zuviel beitragen bzw. wird mit der Schwangerschaft für einige Zeit komplett raus fallen. Mit Aktien und Co. bin ich bisher ganz akzeptabel gefahren, allerdings nie wirklich mehr als 5/6% p.A. (alles sehr diversifiziert zur Absicherung...)

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 15.08.2018:

Also wenn du in der Beratung tätig bist, solltest du in der Lage sein zu analysieren.
Du hast also gesehen das die Immopreise davonlaufen, somit stellt sich die Frage:
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das es so weitergeht?
Die Preise sind hoch wie nie und mittlerweile reiben sich immer mehr Gutverdiener die Augen (zu denen auch du gehörst) ob der absurden Preise. Ganz einfach: es ist eine Blase.
Die Niedrigstzinsen über soviele Jahre haben die Leute animiert unglaublich hohe Schulden aufzunehmen und alles in Immos zu pumpen. Märkte funktionieren in Zyklen und das Pendel wird zurückschlagen.

Ergo: Bleib erstmal zur Miete und investiere weiter in Assets.
Denn eine selbstgenutzte Immobilie ist kein Asset sondern eine Verbindlichkeit.

+1

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

  1. Bei dem Einkommen nach 7 Jahren nur 100k zu haben wundert mich doch sehr. Bei mir waren es bei erheblich geringerem Einkommen nach 7 Jahren knapp 200k und ich war da noch Single ohne Einspareffekt durchs Zusammenleben. Irgendwas scheint da nicht richtig zu laufen, wenn man EK für eine Immobilie möchte, muss man eben auch sparen.

  2. Es gibt genug Regionen in Deutschland, wo man für 300-400k ein Einfamilienhaus ohne irgendwelche Kompromisse bekommt. Gerade als Berater ist man in der Regel doch auch flexibel, was den Wohnort betrifft. Also vielleicht mal etwas den Horizont erweitern und nicht nur in paar Großstädten schauen.
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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 15.08.2018:

  1. Bei dem Einkommen nach 7 Jahren nur 100k zu haben wundert mich doch sehr. Bei mir waren es bei erheblich geringerem Einkommen nach 7 Jahren knapp 200k und ich war da noch Single ohne Einspareffekt durchs Zusammenleben. Irgendwas scheint da nicht richtig zu laufen, wenn man EK für eine Immobilie möchte, muss man eben auch sparen.

Moment. 200k/7= 29k pro Jahr = 2,4k Sparrate pro Monat

Sicher Junge. Hast aber dann vergessen, dass du nicht nur Single warst, sondern auch in deinem Kinderzimmer geschlafen hast.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 15.08.2018:

Wenn man kein Low Performer ist wäre man jetzt bei 180k aufwärts oder mehr als Projektleiter einer UB und müsste sich solche Fragen nicht stellen. Übrings sind 6% Zinsen sehr schwach. Tut mir leid aber ich empfehle dir unbedingt dich in einer kmu einzuordnen. Du solltest dich auf deine Frau konzentrieren sowie deine Kinder. Ich denke das Familienleben könnte dich wirklich ausfüllen und sehr gut tun. Ich kenne viele Unternehmensberater und du hörst dich an wie einer der Karriere technisch gescheitert ist. Nehm dir meine Worte zu Herzen und alles gute.

+2

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 15.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 15.08.2018:

  1. Bei dem Einkommen nach 7 Jahren nur 100k zu haben wundert mich doch sehr. Bei mir waren es bei erheblich geringerem Einkommen nach 7 Jahren knapp 200k und ich war da noch Single ohne Einspareffekt durchs Zusammenleben. Irgendwas scheint da nicht richtig zu laufen, wenn man EK für eine Immobilie möchte, muss man eben auch sparen.

Moment. 200k/7= 29k pro Jahr = 2,4k Sparrate pro Monat

Sicher Junge. Hast aber dann vergessen, dass du nicht nur Single warst, sondern auch in deinem Kinderzimmer geschlafen hast.

10/10

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 15.08.2018:

Moment. 200k/7= 29k pro Jahr = 2,4k Sparrate pro Monat

Man muss die Kohle natürlich auch anlegen...
Und ich muss zugeben, 20k hatte ich mir schon im Studium erarbeitet, diese vor der Einführung der Abgeltungssteuer komplett investiert und seit dem nicht mehr angerührt. Aktuell >60k für mittlerweile fast 10 Jahre Nichtstun. Und das ist nur die Kohle, die ich quasi zum Start schon hatte.

Meine Sparrate war sicherlich nicht 2,4k, soviel hatte ich in den ersten 7 Berufsjahren im Durchschnitt nicht mal Netto. Aber ich habe sicherlich mehr als 50% beiseite gelegt. Da werden jetzt manche sage, geht bei dem Gehalt nicht, ich sage aber, geht schon, wenn man will (und nicht in München, Frankfurt, ... wohnt). Ich habe z.B. lange nicht mal 400€ warm bezahlt.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 15.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 15.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 15.08.2018:

  1. Bei dem Einkommen nach 7 Jahren nur 100k zu haben wundert mich doch sehr. Bei mir waren es bei erheblich geringerem Einkommen nach 7 Jahren knapp 200k und ich war da noch Single ohne Einspareffekt durchs Zusammenleben. Irgendwas scheint da nicht richtig zu laufen, wenn man EK für eine Immobilie möchte, muss man eben auch sparen.

Moment. 200k/7= 29k pro Jahr = 2,4k Sparrate pro Monat

Sicher Junge. Hast aber dann vergessen, dass du nicht nur Single warst, sondern auch in deinem Kinderzimmer geschlafen hast.

10/10

möglich ist das schon. Bei 80k bleiben 3,7k (Stkl1) übrig. Sparsames Leben mit 1,3k pro Monat. Allerdings bezweifel ich, 80k zum Einstieg. Prinzipiell schon möglich, aber ein hohes Gehalt bekommt man auch nicht in der Provinz....
Und Berater will man auch nicht sein lebenlang sein und nur reisen.
Fakt ist, wo es gutbezahlte Jobs gibt, sind die Immopreise entsprechend hoch.
Und dann ist das wieder in Relation identisch.
@TE
wart noch max 5 Jahre ab. Dann wird sich das Blatt gewaltig ändern....

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Es gibt in den attraktiven und wirtschaftsstarken Regionen keine Immobilienblase (mal abgesehen von vielleicht München, Frankfurt und Hamburg). Wenn ich mir meinen Bekanntenkreis anschaue (alle um die 35, gut ausgebildet, 50 bis 100000 angespart, Unterstützung durch die Eltern gesichert + voraussichtliches Erbe), dann kann ich an 2 Fingern abzählen wer sich da bereits etwas gekauft hat. Der Rest sitzt mit vollem Konto vorm Immo-Scout und wartet auf eine Gelegenheit zuzuschlagen.

Sollte der Leitzins tatsächlich in +5 Jahren mal gen 3% gehen, wird es dennoch an die 10 Jahre dauern bis die Institutionellen und Privaten mit 2/3 Wohnungen darüber nachdenken großflächig abzustoßen. Und sollten diese abstoßen, würde ihnen sofort die oben angegebene Käuferschicht gegenüberstehen. Wobei ein Zeitraum von 10 Jahren 1. zu spekulativ ist (vielleicht sitzt dann halb Afrika hier), 2. den meisten die Geduld fehlen wird und 3. die Inflation die Preise dann schon wieder rechtfertigt.

Was wir m.M. die nächsten 5 bis 10 Jahre erleben werden ist eine Bodenbildung und eine steigende Preisakzeptanz der privaten Käufer, d.h. das Eigenkapital wird so lange angespart bis es eben reicht, die Inflation/Gehaltssteigerungen lassen die Preise langsam geringer/akzeptabler wirken und vielen wird auch einfach die Geduld fehlen...

Viele ländliche Regionen werden natürlich aufgrund des demographischen Wandels und wirtschaftlicher Schwäche einen Preisrückgang verzeichnen, dort will aber auch niemand wohnen also nutzen die günstigen Preise nichts.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Na ja was der TE hier beschreibt nennt man Inflation. Sollten die Zinsen noch ein paar Jahre unten bleiben (und wie sich die für Hypotheken maßgeblichen 10-Jahres Bunds entwickeln ist von der EZB nur begrenzt beeinflussbar - siehe USA derzeit) dürfte die Entwicklung ach so weiter gehen. Wenn auch in gemäßigtem Tempo.

In weiteren fünf Jahren wären Immos in guten Lagen dann in FFM, Hanburg, Berlin etc zu Preisen von München oder darüber zu haben. Ab nem gewissen Punkt wird man dann mit einem Arbeitseinkommen vom Erwerb ausgeschlossen.

Aber hey, die Geldpolitik wollte Inflation... und diejenigen die Erben, Aktien oder Anleihen hatten sind ja fein raus.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Ab nem gewissen Punkt wird man dann mit einem Arbeitseinkommen vom Erwerb ausgeschlossen.

Ist in den westdeutschen Großsstädten schon lange der Fall. Wer dann noch Stkl.1 und Zahldepp der Nation ist, hat nicht einmal die Chance die üblichen 20% EK zusammenzusparen. Hat man dann noch keinerlei Erbe oder Unterstützung seitens Eltern, sondern muss im Gegenteil noch diese etwas unterstützen...warum soll man noch morgens aufstehen? Um dem Vermieter seine Mieteinnahmen zu erbringen, die er steueroptimiert dazu nutzt noch mehr Immobilien zu erwerben?

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

wofür steht denn KMU?

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

wofür steht denn KMU?

Alter. Geh erstmal die FAQ durch oder mach die O-Woche an der Uni mit.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:
. Ab nem gewissen Punkt wird man dann mit einem Arbeitseinkommen vom Erwerb ausgeschlossen.

Ist in den westdeutschen Großsstädten schon lange der Fall. Wer dann noch Stkl.1 und Zahldepp der Nation ist, hat nicht einmal die Chance die üblichen 20% EK zusammenzusparen. Hat man dann noch keinerlei Erbe oder Unterstützung seitens Eltern, sondern muss im Gegenteil noch diese etwas unterstützen...warum soll man noch morgens aufstehen? Um dem Vermieter seine Mieteinnahmen zu erbringen, die er steueroptimiert dazu nutzt noch mehr Immobilien zu erwerben?

Ein wenig Verständnis vom Steuerrecht sollte zu Tage bringen, dass die steuerklassen keinen endgültigen Einfluss auf die Besteuerung haben. Mal abgesehen davon, dass Kinder sehr sehr teuer sind. Das werden die Stkl 1 Helden aber vll nie erleben ;)

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

An den Top-Targets lernt man das tatsächlich aus Prinzip nicht.

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

wofür steht denn KMU?

Alter. Geh erstmal die FAQ durch oder mach die O-Woche an der Uni mit.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Ist in den westdeutschen Großsstädten schon lange der Fall.

Sicher nicht überall, es gibt auch noch genug Großstädte mit bezahlbaren Preisen. Das sind dann aber halt nicht München oder Frankfurt...

Generell, es zwingt einen doch niemand, in so einer teuren Stadt zu leben. Das ganze ist doch eine ganz einfache Entscheidung: Was verdiene ich dort, wie hoch sind die Kosten und welche Vorteile bietet mir die Stadt? Wenn man sich das vor Augen führt kann eigentlich niemand ernsthaft in der Hand voll teurer Großstädte wohnen wollen, außer man findet diese besonders toll, was sich mir nie erschließen wird. Gerade wenn man die 30 überschritten hat bietet einem jede Kleinstadt das weitaus bessere Gesamtpaket.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Ist in den westdeutschen Großsstädten schon lange der Fall.

Sicher nicht überall, es gibt auch noch genug Großstädte mit bezahlbaren Preisen. Das sind dann aber halt nicht München oder Frankfurt...

Generell, es zwingt einen doch niemand, in so einer teuren Stadt zu leben. Das ganze ist doch eine ganz einfache Entscheidung: Was verdiene ich dort, wie hoch sind die Kosten und welche Vorteile bietet mir die Stadt? Wenn man sich das vor Augen führt kann eigentlich niemand ernsthaft in der Hand voll teurer Großstädte wohnen wollen, außer man findet diese besonders toll, was sich mir nie erschließen wird. Gerade wenn man die 30 überschritten hat bietet einem jede Kleinstadt das weitaus bessere Gesamtpaket.

Ich komme aus Stuttgart, habe Familie, Freunde und Arbeitsplatz dort und das bin ich nicht bereit mal eben so aufzugeben, nur weil die Grundstückspreise in Bad Mergentheim bezahlbarer sind. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass ich dort kaum einen angemessenen Arbeitsplatz bekommen würde bzw. meine gesamte Familie und wahrscheinlich die gesamte Region von einem Arbeitgeber abhängig wäre. Vom Kulturangebot und den Zukunftsperspektiven dieser Regionen ganz zu schweigen. Und die Erben werden es dir danken, einen Käufer für dein Haus in dieser Region zu finden...

Mir geht es nicht darum dass ich im Zentrum nichts finde, auch die Randbezirke mit Stadtbahnanschluss sind kaum noch bezahlbar. Da dank grüner Landesregierung neue Bauplätze/Bahntrassen nahezu komplett ausfallen, gibt es m.M. nur die Alternative in die Höhe zu bauen. Eine Gettoisierung schließe ich an der Stelle aus, solange die Bauten zentral sind und die Einstiegsbarrieren aufgrund der Nachfrage aktuell dermaßen hoch sind.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Ist in den westdeutschen Großsstädten schon lange der Fall.

Sicher nicht überall, es gibt auch noch genug Großstädte mit bezahlbaren Preisen. Das sind dann aber halt nicht München oder Frankfurt...

Generell, es zwingt einen doch niemand, in so einer teuren Stadt zu leben. Das ganze ist doch eine ganz einfache Entscheidung: Was verdiene ich dort, wie hoch sind die Kosten und welche Vorteile bietet mir die Stadt? Wenn man sich das vor Augen führt kann eigentlich niemand ernsthaft in der Hand voll teurer Großstädte wohnen wollen, außer man findet diese besonders toll, was sich mir nie erschließen wird. Gerade wenn man die 30 überschritten hat bietet einem jede Kleinstadt das weitaus bessere Gesamtpaket.

Ich verstehe diesen Städtehype auch nur bedingt. Es ist erstmal klar, dass München,Frankfurt und Stuttgart wohl die drei Städte mit den besten Jobmöglichkeiten sind. Das was man dann aber mehr verdient, legt man halt ohnehin wieder drauf und noch mehr.

Ich wohne mittlerweile in Dortmund, habe einen soliden Job und lebe gerne hier. Studiert habe ich im Bachelor in München und im Master in Wien. Sind natürlich beides schöne Städte & von der Architektur etc. deutlich schöner als Dortmund, Essen o.ä. , aber was bringt mir das, wenn ich so einen starken finanziellen tradeoff hinnehmen muss?
Irgendwann sieht man sich dann doch auch mal am Marienplatz oder dem Stephansdom satt.

Es gibt doch genug Städte in Deutschland mit stabilem Jobmarkt, guter Anbindung an Flughäfen und noch niedrigen Preisen. (Ruhrgebiet, teilweise Nürnberg, Leipzig etc.)
Ich würde auch nicht aufs absolute Land ziehen, aber ob ich jetzt 300 Bars und 500 Dönerbuden in meiner Stadt habe oder nur 100, who cares ?

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Ist in den westdeutschen Großsstädten schon lange der Fall.

Sicher nicht überall, es gibt auch noch genug Großstädte mit bezahlbaren Preisen. Das sind dann aber halt nicht München oder Frankfurt...

Generell, es zwingt einen doch niemand, in so einer teuren Stadt zu leben. Das ganze ist doch eine ganz einfache Entscheidung: Was verdiene ich dort, wie hoch sind die Kosten und welche Vorteile bietet mir die Stadt? Wenn man sich das vor Augen führt kann eigentlich niemand ernsthaft in der Hand voll teurer Großstädte wohnen wollen, außer man findet diese besonders toll, was sich mir nie erschließen wird. Gerade wenn man die 30 überschritten hat bietet einem jede Kleinstadt das weitaus bessere Gesamtpaket.

Mein Gott und in der Kleinstadt gibt es natürlich die krassen Jobs die man mit 30 + ausüben will.

Alle Kleinstädte in den Speckgürteln der Großstädte verzeichnen auch schon massive Preisanstiege und mit 30 + hast du dann auch keinen Bock mehr 40 - 60 min jeden Tag zu pendeln.

Ein sinnvoller Ansatz wäre, die "Industrie" mit politischen Anreizen aus den Großstädten rauszubekommen bzw. an die Stadtränder und dafür Wohnraum zu schaffen. Ist auch schneller mal kurz auf die Umgehungsstraße zu fahren, um an den Firmensitz zu kommen als 30min im Stadtstau zu stehen.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Man weiß auch nicht, wie die Lage in 20 Jahren aussehen wird. Wenn es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen hier kommt (man bekommt, was man bestellt), dann werden die allseits beliebten Großsstädte als erstes fallen und es wird zu Panikverkäufen kommen.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Ist in den westdeutschen Großsstädten schon lange der Fall.

Sicher nicht überall, es gibt auch noch genug Großstädte mit bezahlbaren Preisen. Das sind dann aber halt nicht München oder Frankfurt...

Generell, es zwingt einen doch niemand, in so einer teuren Stadt zu leben. Das ganze ist doch eine ganz einfache Entscheidung: Was verdiene ich dort, wie hoch sind die Kosten und welche Vorteile bietet mir die Stadt? Wenn man sich das vor Augen führt kann eigentlich niemand ernsthaft in der Hand voll teurer Großstädte wohnen wollen, außer man findet diese besonders toll, was sich mir nie erschließen wird. Gerade wenn man die 30 überschritten hat bietet einem jede Kleinstadt das weitaus bessere Gesamtpaket.

Ich verstehe diesen Städtehype auch nur bedingt. Es ist erstmal klar, dass München,Frankfurt und Stuttgart wohl die drei Städte mit den besten Jobmöglichkeiten sind. Das was man dann aber mehr verdient, legt man halt ohnehin wieder drauf und noch mehr.

Ich wohne mittlerweile in Dortmund, habe einen soliden Job und lebe gerne hier. Studiert habe ich im Bachelor in München und im Master in Wien. Sind natürlich beides schöne Städte & von der Architektur etc. deutlich schöner als Dortmund, Essen o.ä. , aber was bringt mir das, wenn ich so einen starken finanziellen tradeoff hinnehmen muss?
Irgendwann sieht man sich dann doch auch mal am Marienplatz oder dem Stephansdom satt.

Es gibt doch genug Städte in Deutschland mit stabilem Jobmarkt, guter Anbindung an Flughäfen und noch niedrigen Preisen. (Ruhrgebiet, teilweise Nürnberg, Leipzig etc.)
Ich würde auch nicht aufs absolute Land ziehen, aber ob ich jetzt 300 Bars und 500 Dönerbuden in meiner Stadt habe oder nur 100, who cares ?

Ich komme selber aus dem Ruhrgebiet und kann mir deswegen auch das Urteil erlauben: Als "Deutscher" in Städten wie Dortmund, Essen etc. bewegst du dich dann den ganzen Tag in deinem Viertel z.B. in Essen Bredeney in deinem Mikrokosmos, dann schaust du dich mal nach dem weiblichen Geschlecht um und wirst feststellen, dass du ziemlich wenig Auswahl hast.

Da ist Düsseldorf z.B. schon ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Wohnungspreise sind dort auch noch im Vergleich i.O.

Warum sollte ich dann in Dortmund wohnen, wo ich vielleicht 200 - 300 Miete spare aber in einem komplett anderen Kosmos bin.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Man weiß auch nicht, wie die Lage in 20 Jahren aussehen wird. Wenn es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen hier kommt (man bekommt, was man bestellt), dann werden die allseits beliebten Großsstädte als erstes fallen und es wird zu Panikverkäufen kommen.

Da ist Frankreich schon sehr viel weiter und trotzdem sinken in Paris nicht die Immopreise.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Ist in den westdeutschen Großsstädten schon lange der Fall.

Sicher nicht überall, es gibt auch noch genug Großstädte mit bezahlbaren Preisen. Das sind dann aber halt nicht München oder Frankfurt...

Generell, es zwingt einen doch niemand, in so einer teuren Stadt zu leben. Das ganze ist doch eine ganz einfache Entscheidung: Was verdiene ich dort, wie hoch sind die Kosten und welche Vorteile bietet mir die Stadt? Wenn man sich das vor Augen führt kann eigentlich niemand ernsthaft in der Hand voll teurer Großstädte wohnen wollen, außer man findet diese besonders toll, was sich mir nie erschließen wird. Gerade wenn man die 30 überschritten hat bietet einem jede Kleinstadt das weitaus bessere Gesamtpaket.

Mein Gott und in der Kleinstadt gibt es natürlich die krassen Jobs die man mit 30 + ausüben will.

Alle Kleinstädte in den Speckgürteln der Großstädte verzeichnen auch schon massive Preisanstiege und mit 30 + hast du dann auch keinen Bock mehr 40 - 60 min jeden Tag zu pendeln.

Ein sinnvoller Ansatz wäre, die "Industrie" mit politischen Anreizen aus den Großstädten rauszubekommen bzw. an die Stadtränder und dafür Wohnraum zu schaffen. Ist auch schneller mal kurz auf die Umgehungsstraße zu fahren, um an den Firmensitz zu kommen als 30min im Stadtstau zu stehen.

Es gibt wohl kaum ein Land mit einer stärker dezentralisierten Industrie als Deutschland. Zumindest in BW/Bayern/NRW findest du auf dem Land so viele große Mittelständler, die sowohl interessante Jobs als auch angemessene Bezahlung bieten.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Ist in den westdeutschen Großsstädten schon lange der Fall.

Sicher nicht überall, es gibt auch noch genug Großstädte mit bezahlbaren Preisen. Das sind dann aber halt nicht München oder Frankfurt...

Generell, es zwingt einen doch niemand, in so einer teuren Stadt zu leben. Das ganze ist doch eine ganz einfache Entscheidung: Was verdiene ich dort, wie hoch sind die Kosten und welche Vorteile bietet mir die Stadt? Wenn man sich das vor Augen führt kann eigentlich niemand ernsthaft in der Hand voll teurer Großstädte wohnen wollen, außer man findet diese besonders toll, was sich mir nie erschließen wird. Gerade wenn man die 30 überschritten hat bietet einem jede Kleinstadt das weitaus bessere Gesamtpaket.

Ich verstehe diesen Städtehype auch nur bedingt. Es ist erstmal klar, dass München,Frankfurt und Stuttgart wohl die drei Städte mit den besten Jobmöglichkeiten sind. Das was man dann aber mehr verdient, legt man halt ohnehin wieder drauf und noch mehr.

Ich wohne mittlerweile in Dortmund, habe einen soliden Job und lebe gerne hier. Studiert habe ich im Bachelor in München und im Master in Wien. Sind natürlich beides schöne Städte & von der Architektur etc. deutlich schöner als Dortmund, Essen o.ä. , aber was bringt mir das, wenn ich so einen starken finanziellen tradeoff hinnehmen muss?
Irgendwann sieht man sich dann doch auch mal am Marienplatz oder dem Stephansdom satt.

Es gibt doch genug Städte in Deutschland mit stabilem Jobmarkt, guter Anbindung an Flughäfen und noch niedrigen Preisen. (Ruhrgebiet, teilweise Nürnberg, Leipzig etc.)
Ich würde auch nicht aufs absolute Land ziehen, aber ob ich jetzt 300 Bars und 500 Dönerbuden in meiner Stadt habe oder nur 100, who cares ?

Ich komme selber aus dem Ruhrgebiet und kann mir deswegen auch das Urteil erlauben: Als "Deutscher" in Städten wie Dortmund, Essen etc. bewegst du dich dann den ganzen Tag in deinem Viertel z.B. in Essen Bredeney in deinem Mikrokosmos, dann schaust du dich mal nach dem weiblichen Geschlecht um und wirst feststellen, dass du ziemlich wenig Auswahl hast.

Da ist Düsseldorf z.B. schon ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Wohnungspreise sind dort auch noch im Vergleich i.O.

Preise in Düsseldorf sind i.O.? Haha. Wo hast du denn geguckt? Eller?

Hier geht es ab 5k pro qm für vernünftige Neubauwohnungen in akzeptabler Lage (wohlgemerkt nicht Top-Lage) los. Gruß aus Düsseldorf

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Das gilt mittlerweile für viele Städte in Deutschland. Mainz, Wiesbaden u.s.w. Und dann gibt es noch die Neubauten in zentraler Lage mit viel Verkehr und schlechter Luft, die für über 7k verkauft werden. Und die meisten dieser Neubauten sind noch nicht mal klimatisiert.

Hier geht es ab 5k pro qm für vernünftige Neubauwohnungen in akzeptabler Lage (wohlgemerkt nicht Top-Lage) los. Gruß aus Düsseldorf

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Ist in den westdeutschen Großsstädten schon lange der Fall.

Sicher nicht überall, es gibt auch noch genug Großstädte mit bezahlbaren Preisen. Das sind dann aber halt nicht München oder Frankfurt...

Generell, es zwingt einen doch niemand, in so einer teuren Stadt zu leben. Das ganze ist doch eine ganz einfache Entscheidung: Was verdiene ich dort, wie hoch sind die Kosten und welche Vorteile bietet mir die Stadt? Wenn man sich das vor Augen führt kann eigentlich niemand ernsthaft in der Hand voll teurer Großstädte wohnen wollen, außer man findet diese besonders toll, was sich mir nie erschließen wird. Gerade wenn man die 30 überschritten hat bietet einem jede Kleinstadt das weitaus bessere Gesamtpaket.

Ich verstehe diesen Städtehype auch nur bedingt. Es ist erstmal klar, dass München,Frankfurt und Stuttgart wohl die drei Städte mit den besten Jobmöglichkeiten sind. Das was man dann aber mehr verdient, legt man halt ohnehin wieder drauf und noch mehr.

Ich wohne mittlerweile in Dortmund, habe einen soliden Job und lebe gerne hier. Studiert habe ich im Bachelor in München und im Master in Wien. Sind natürlich beides schöne Städte & von der Architektur etc. deutlich schöner als Dortmund, Essen o.ä. , aber was bringt mir das, wenn ich so einen starken finanziellen tradeoff hinnehmen muss?
Irgendwann sieht man sich dann doch auch mal am Marienplatz oder dem Stephansdom satt.

Es gibt doch genug Städte in Deutschland mit stabilem Jobmarkt, guter Anbindung an Flughäfen und noch niedrigen Preisen. (Ruhrgebiet, teilweise Nürnberg, Leipzig etc.)
Ich würde auch nicht aufs absolute Land ziehen, aber ob ich jetzt 300 Bars und 500 Dönerbuden in meiner Stadt habe oder nur 100, who cares ?

Ich komme selber aus dem Ruhrgebiet und kann mir deswegen auch das Urteil erlauben: Als "Deutscher" in Städten wie Dortmund, Essen etc. bewegst du dich dann den ganzen Tag in deinem Viertel z.B. in Essen Bredeney in deinem Mikrokosmos, dann schaust du dich mal nach dem weiblichen Geschlecht um und wirst feststellen, dass du ziemlich wenig Auswahl hast.

Da ist Düsseldorf z.B. schon ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Wohnungspreise sind dort auch noch im Vergleich i.O.

Preise in Düsseldorf sind i.O.? Haha. Wo hast du denn geguckt? Eller?

Hier geht es ab 5k pro qm für vernünftige Neubauwohnungen in akzeptabler Lage (wohlgemerkt nicht Top-Lage) los. Gruß aus Düsseldorf

Hier nochmal der Typ aus dem Ruhrgebiet jetzt in Düsseldorf.

Das ist aber bei der Gesamtlage, mein Freund schon wirklich jammern auf hohem Niveau. Ich weiß ja nicht wo du arbeitest aber die Immobilienpreise in Düsseldorf sind ja noch nicht mal die höchsten in NRW: Köln.

Was willst du denn dem Arbeiternehmer aus Hamburg, München, Stuttgart, Hamburg oder Berlin erzählen. Also Düsseldorf ist insgesamt noch auf einem bezahlbaren Niveau. Wenn es dich so stört kannst du ja nach Krefeld oder Neuss ziehen.

Gruß aus Meerbusch.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Warten wir mal bis zur nächsten Wirtschaftskrise ab, da werden die Preise auch wieder sinken. Und manchen Regionen auch deutlich (HH; Düsseldorf,Köln, Berlin).

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

An den Düsseldorfer: Du kriegst in Meerbusch eine komplett neu sanierte loft-style Wohnung 80qm für circa 1.3k.

Kann als Vergleich nur die hamburger Immopreise nennen aber da kriegst du in schlechteren Stadtvierteln gerade mal 40qm für circa 1.1k

In München gibts dafür wahrscheinlich noch weniger.

Kann jetzt jeder selber urteilen wie günstig oder teuer Düsseldorf im Vergleich zu Hamburg ist.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Warten wir mal bis zur nächsten Wirtschaftskrise ab, da werden die Preise auch wieder sinken. Und manchen Regionen auch deutlich (HH; Düsseldorf,Köln, Berlin).

Die enormen Preisanstriege der letzten Jahre sind größtenteils nicht durch die Nachfrage der Häuslebauer getrieben, sondern durch Kapitalanlagen im Immobilienmarkt.

Wenn ich mir so die Zeichen der Zeit ansehe, dann halte ich eine neue Finanzkrise (Schuldenberge, Südstaaten, aufgeblasene Aktienmärkte, etc.) für sehr viel wahrscheinlicher und das wird sich als Katalysator für den Immobilienmarkt auswirken (safe hafen).
Selbst wenn wir eine reine "Wirtschaftskrise" mit Abschwung erleben, dann werden die Leute ihr Geld aus den Aktienmärken abziehen und/oder wir werden -5% Leitzins erleben, was sich ebenfalls als Katalysator auswirken wird. So oder so wird der Immobilienboom dann erst so richtig los gehen.

M.m. ist die einzige Möglichkeit politisch den Besitz von Immobilien unattraktiv für Institutionen und private Geldanlager zu machen.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Ich höre jetzt seit 15 Jahren, dass "bald" alle Immobilien weniger kosten werden.
Die Freunde, Bekannten und Kollegen, die das erzählen haben allesamt nichts anderes getan als gute Gelegenheiten wegen Bedenken zu verpassen und jammern heute über hohe Mieten.

Aber der Kauf "wird ja bald günstiger", also warten wir weiter...

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Ja das denke ich ich mir auch die ganze Zeit wohne in München und es wird nicht weniger... keinen Plan aber denke aufgrund der Situation zuzug ungebrochen und immer mehr Ausländer im Land wird es nicht billiger. Es mich einfach Wahnsinn was hier abgeht

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Ein sehr schwieriges Thema. Ich habe meine erste selbst bewohnte Wohnung in München anno 2004 gekauft und ca. 2009 für meinen EK plus alle Nebenkosten, Zinsen etc. verkauft und dann ganz knapp vor dem irrwitzigen Boom 2009 eine sehr zentral gelegene Wohnung gekauft.

Die letzten zwei, drei Jahre habe ich aktiv gesucht, um in ähnlich zentraler Lage von 2 auf 4 Zimmer zu erweitern, aber keine Chance, es gibt absolut nichts außerhalb des absoluten Luxus Segments und habe jetzt wieder 3 km weiter außerhalb einen Neubau gekauft, der Mai 2020 fertig wird.

Meine 2009 gekaufte Wohnung ist mittlerweile das 2.5-3 fache wert und befindet sich gerade in den letzten Zügen des Verkaufs. Die Dame möchte selbst nutzen und ist tatsächlich bereit jetzt zu kaufen und in 1.5 Jahren erst selbst einzuziehen und erhält in der Zwischenzeit auch keinerlei Mieteinnahmen oder ähnliches von mir. Für diesen Deal standen die Leute Schlange inklusive Finanzierungsbescheinigung von der Bank noch vor der ersten Besichtigung.

Halte ich die Preise für überzogen? Ich weiß es ehrlichgesagt nicht. Meine Eltern haben in und um München immer recht viele Immobilien gekauft und verkauft, da meine Mutter alle 2-3 Jahre umziehen wollte, allerdings auch nach deren Erfahrungen nie groß daran verdient, meist war es ein 0€ Summenspiel. Was für mich den Schluss nahe legt das eine Aufwertung in München lange lange überfällig war.

Hinzu kommt die Zinskrise die den Markt noch weiter anheizt.

Auf der anderen Seite versucht man im Mietsegment die Preissteigerung künstlich zu bremsen, was aber auch nicht wirklich klappt. Gäbe es diese Versuche nicht, wäre das Verhältnis von Kaufpreis zu Miete wohl viel ausgewogener.

Ich tue mich auch schwer München mit Paris oder London zu vergleichen aber auf Deutschland bezogen ist es die Boom Region, im vermeintlich am besten laufenden Land in Europa. Wir sind aber auch noch eine gute Ecke von Paris oder London weg, also vielleicht doch nicht so überzogen?

Ich glaube nicht an einen großen Preisverfall, ich glaube aber auch nicht an weiter stark steigende Preise. Für mich kommen da die oben erwähnten Faktoren zusammen, der Markt war lange Zeit im Schlaf, die Zinskrise hat ihn wach gerüttelt und sicherlich für einen steileren Anstieg gesorgt als dieser normalerweise erfolgt wäre.

Vielmehr haben wir jetzt wohl eher ein neues Normal an das sich aber Mieten etc. noch anpassen müssen.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 19.08.2018:

Ist in den westdeutschen Großsstädten schon lange der Fall.

Sicher nicht überall, es gibt auch noch genug Großstädte mit bezahlbaren Preisen. Das sind dann aber halt nicht München oder Frankfurt...

Generell, es zwingt einen doch niemand, in so einer teuren Stadt zu leben. Das ganze ist doch eine ganz einfache Entscheidung: Was verdiene ich dort, wie hoch sind die Kosten und welche Vorteile bietet mir die Stadt? Wenn man sich das vor Augen führt kann eigentlich niemand ernsthaft in der Hand voll teurer Großstädte wohnen wollen, außer man findet diese besonders toll, was sich mir nie erschließen wird. Gerade wenn man die 30 überschritten hat bietet einem jede Kleinstadt das weitaus bessere Gesamtpaket.

Ich verstehe diesen Städtehype auch nur bedingt. Es ist erstmal klar, dass München,Frankfurt und Stuttgart wohl die drei Städte mit den besten Jobmöglichkeiten sind. Das was man dann aber mehr verdient, legt man halt ohnehin wieder drauf und noch mehr.

Ich wohne mittlerweile in Dortmund, habe einen soliden Job und lebe gerne hier. Studiert habe ich im Bachelor in München und im Master in Wien. Sind natürlich beides schöne Städte & von der Architektur etc. deutlich schöner als Dortmund, Essen o.ä. , aber was bringt mir das, wenn ich so einen starken finanziellen tradeoff hinnehmen muss?
Irgendwann sieht man sich dann doch auch mal am Marienplatz oder dem Stephansdom satt.

Es gibt doch genug Städte in Deutschland mit stabilem Jobmarkt, guter Anbindung an Flughäfen und noch niedrigen Preisen. (Ruhrgebiet, teilweise Nürnberg, Leipzig etc.)
Ich würde auch nicht aufs absolute Land ziehen, aber ob ich jetzt 300 Bars und 500 Dönerbuden in meiner Stadt habe oder nur 100, who cares ?

Ich komme selber aus dem Ruhrgebiet und kann mir deswegen auch das Urteil erlauben: Als "Deutscher" in Städten wie Dortmund, Essen etc. bewegst du dich dann den ganzen Tag in deinem Viertel z.B. in Essen Bredeney in deinem Mikrokosmos, dann schaust du dich mal nach dem weiblichen Geschlecht um und wirst feststellen, dass du ziemlich wenig Auswahl hast.

Da ist Düsseldorf z.B. schon ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Wohnungspreise sind dort auch noch im Vergleich i.O.

Preise in Düsseldorf sind i.O.? Haha. Wo hast du denn geguckt? Eller?

Hier geht es ab 5k pro qm für vernünftige Neubauwohnungen in akzeptabler Lage (wohlgemerkt nicht Top-Lage) los. Gruß aus Düsseldorf

Hier nochmal der Typ aus dem Ruhrgebiet jetzt in Düsseldorf.

Das ist aber bei der Gesamtlage, mein Freund schon wirklich jammern auf hohem Niveau. Ich weiß ja nicht wo du arbeitest aber die Immobilienpreise in Düsseldorf sind ja noch nicht mal die höchsten in NRW: Köln.

Was willst du denn dem Arbeiternehmer aus Hamburg, München, Stuttgart, Hamburg oder Berlin erzählen. Also Düsseldorf ist insgesamt noch auf einem bezahlbaren Niveau. Wenn es dich so stört kannst du ja nach Krefeld oder Neuss ziehen.

Gruß aus Meerbusch.

Sicher ist München usw. noch eine andere Liga, aber das hat nichts mehr mit "vergleichbar" zu tun, da wir nichtmal mehr über NRW reden. Köln mag vielleicht einen Tick teurer sein, warum auch immer. Freiwillig würde ich da nie wohnen wollen. Selbst die Kölner kommen am WE lieber ans Düsseldorfer Rheinufer, um weniger Asis zu haben.

Und Krefeld usw. ist keine Alternative zu Düsseldorf. Dorfcharakter und hässliche Innenstadt + fragliche Klientel (außer in den Dorfteilen).

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Wusste gar nicht dass wir vor 15 Jahren solche Niedrigzinsen haben.
Wer sowas vor 15 Jahren sagte, hat keinen Plan.
Wobei du 2008/2009 sicherlich günstig kaufen hättest können.

Aber mit der EZB Politik ist das vorbei. In München haben sich die Preise mehr als verdoppelt (!) in den letzten Jahren. Das ist eine Steigerung die nicht haltbar ist, wie in jeder Blase. Wenn schon unsere Bundesbank darauf hinweist....

Die beste Rendite hast du sowieso mit Aktien gemacht, also warum immer dieser Fokus auf Immobilien? Der Deutsche ist einfach nur blöd in Geldfragen.

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Ich höre jetzt seit 15 Jahren, dass "bald" alle Immobilien weniger kosten werden.
Die Freunde, Bekannten und Kollegen, die das erzählen haben allesamt nichts anderes getan als gute Gelegenheiten wegen Bedenken zu verpassen und jammern heute über hohe Mieten.

Aber der Kauf "wird ja bald günstiger", also warten wir weiter...

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Ich höre jetzt seit 15 Jahren, dass "bald" alle Immobilien weniger kosten werden.
Die Freunde, Bekannten und Kollegen, die das erzählen haben allesamt nichts anderes getan als gute Gelegenheiten wegen Bedenken zu verpassen und jammern heute über hohe Mieten.

Aber der Kauf "wird ja bald günstiger", also warten wir weiter...

Gerade das ist ja die Kunst bei allen Investitionen. Aktien oder Immobilien kaufen und dann liegen lassen kann jeder. Die Renditen bringen nicht allzuviel, was die Leute wirklich reich gemacht hat, ist das erfolgreiche Spekulieren auf Kursgewinne und deren Realisation zum richtigen Zeitpunkt. Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wenn die Blasen (deren Existenz erwiesen ist) kurz vorm Platzen sind. Wann das aber ist, weiß kaum jemand.

Das ganze hat also durchaus Hand und Fuß.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Wann wurde eigentlich der Immobilienerwerb zum Sinn des Lebens?

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Wann wurde eigentlich der Immobilienerwerb zum Sinn des Lebens?

Schon seit dem Menschen in Höhlen wohnen? Selbst damals wollte jeder "seine" Höhle haben.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Der TE hat Recht. Die Immobilienpreise haben sich vom Normaleinkommen entkoppelt. Leute, die trotzdem kaufen, sind Berufskinder, die das Erbe schon vorgezogen haben oder aber Papa bürgt. Für Self-Made-People bleibt nichts übrig.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Das gehört halt für viele zur Familiengründung mit dazu. Ich hatte vor 10 Jahren auch mal dran gedacht. Wenn beide Ehepartner aber beruflich viel auf Reisen sind und Versetzungen ebenfalls vorkommen so ist der Hausbau meiner Meinung nach nicht zu empfehlen. Auch wenn das nötige Kapital vorhanden. Ich habe zu der Zeit noch für eine Tier 2 UB gearbeitet und meine Frau bei einer Tier 1 UB.

Vor drei Jahren haben wir dann beide einen Jobwechel vorgenommen. Sie ist schwanger geworden und und hat in den ersten zwei Jahren danach von Zuhause aus für eine kleinere Boutique arbeiten können. Ich bin in den Mittelstand gewechselt. Letztes Jahr haben wir dann auch ein schönes Haus in Düsseldorf erwerben können.

Persönlich finde ich es aber übertrieben wenn es heißt, man muss im Leben einmal ein Haus gebaut/gekauft haben.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Hallo Threadersteller,

ich bin voll bei dir!

Ich selbst bin Sohn von Migranten, habe mich hartnäckig von der Hauptschule zum bald Master als Wirtschaftsing. hochgeschufftet. War seit 7 Jahren keinen einzigen Sommer im Urlaub weil Ferienjob. Von den Eltern kommt nichts weil die selbst bettelarm sind. Pech gehabt, falsche Eltern ausgesucht.

Ich rackere mir den Arsch ab damit ich das Studium schaffe.
Mein Lebensmittelpunkt ist in Stuttgart und mich erwartet etwa ein Einstiegsgehalt von 65k.
Man könnte meinen viel.
Doch in letzter Zeit wird mir immer mehr bewusst, das es überhaupt keine Rolle spielt ob es 40k, 64k oder 80k sind.
Ich gehöre zu den armen Trotteln die nichts erben. Wie gesagt, falsche Eltern.

Somit stelle ich mir auch permanent die Frage: Wofür alles?!
Eine Wohnung in Stuttgart? Unmöglich.

Selbst die 800€ kalt für lächerliche 40 qm lassen einen nur den Kopf schütteln.
Deutschland ist leistungsfeindlich und straft die ab, die sich am meisten Mühe geben was aus sich zu machen. Das ist auf Dauer für ein Land tödlich.
Ich kann dich völlig verstehen, wenn du dir dieses Hamsterrad nicht mehr antun willst.
Deutschland, ein Land der Erben. Daran wird sich auch rein gar nichts ändern.
Steuerklasse 1 und absurd hohe Sozialabzüge leisten ihr restliches um hohe Gehälter aufzufressen.

Eine Lösung für das ganze? Habe ich nicht. Evtl für paar Jahre in die Emirate.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber.
Als Kirchhoff 2005 eine große Steuerreform im Wahlkampf entwarf, wurde er vom Wähler abgestraft. Die SPD hat damals die Ängste vor den "Reichen" geschürt.
Seitdem hat keiner mehr das Thema angefasst, die CDU hat ihr ureigenes Gebiet nie mehr angerührt und sich an das Steuergeld gewöhnt.

Es stimmt alles was du sagst aber warum geht keiner dagegen auf die Straße?
Weil die Deutschen obrigkeitshörig, träge und faul in dieser Hinsicht sind.
Bevor der Deutsche demonstriert kauft er sich eine Bahnsteigkarte.
Die Politik macht so lange weiter wie man sie lässt!

Ansonsten solltest du nicht so negativ sein, mit 65k Einstieg und weiteren Steigerungen musst du dein Geld eben klug investieren. Von Nichts kommt auch Nichts!

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Hallo Threadersteller,

ich bin voll bei dir!

Ich selbst bin Sohn von Migranten, habe mich hartnäckig von der Hauptschule zum bald Master als Wirtschaftsing. hochgeschufftet. War seit 7 Jahren keinen einzigen Sommer im Urlaub weil Ferienjob. Von den Eltern kommt nichts weil die selbst bettelarm sind. Pech gehabt, falsche Eltern ausgesucht.

Ich rackere mir den Arsch ab damit ich das Studium schaffe.
Mein Lebensmittelpunkt ist in Stuttgart und mich erwartet etwa ein Einstiegsgehalt von 65k.
Man könnte meinen viel.
Doch in letzter Zeit wird mir immer mehr bewusst, das es überhaupt keine Rolle spielt ob es 40k, 64k oder 80k sind.
Ich gehöre zu den armen Trotteln die nichts erben. Wie gesagt, falsche Eltern.

Somit stelle ich mir auch permanent die Frage: Wofür alles?!
Eine Wohnung in Stuttgart? Unmöglich.

Selbst die 800€ kalt für lächerliche 40 qm lassen einen nur den Kopf schütteln.
Deutschland ist leistungsfeindlich und straft die ab, die sich am meisten Mühe geben was aus sich zu machen. Das ist auf Dauer für ein Land tödlich.
Ich kann dich völlig verstehen, wenn du dir dieses Hamsterrad nicht mehr antun willst.
Deutschland, ein Land der Erben. Daran wird sich auch rein gar nichts ändern.
Steuerklasse 1 und absurd hohe Sozialabzüge leisten ihr restliches um hohe Gehälter aufzufressen.

Eine Lösung für das ganze? Habe ich nicht. Evtl für paar Jahre in die Emirate.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

http://finanzielle-freiheit-mensch.de/eigenheim-vs-msci-world-was-ist-wirklich-sicherer/

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Ich höre jetzt seit 15 Jahren, dass "bald" alle Immobilien weniger kosten werden.
Die Freunde, Bekannten und Kollegen, die das erzählen haben allesamt nichts anderes getan als gute Gelegenheiten wegen Bedenken zu verpassen und jammern heute über hohe Mieten.

Aber der Kauf "wird ja bald günstiger", also warten wir weiter...

Gerade das ist ja die Kunst bei allen Investitionen. Aktien oder Immobilien kaufen und dann liegen lassen kann jeder. Die Renditen bringen nicht allzuviel, was die Leute wirklich reich gemacht hat, ist das erfolgreiche Spekulieren auf Kursgewinne und deren Realisation zum richtigen Zeitpunkt. Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wenn die Blasen (deren Existenz erwiesen ist) kurz vorm Platzen sind. Wann das aber ist, weiß kaum jemand.

Das ganze hat also durchaus Hand und Fuß.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Du scheinst auf jeden Fall sehr gut integriert zu sein, das Nörgeln ist schon auf deutschem Topniveau!

Zum Einen sind die Immobilienpreise im Vergleich zu den "leistungsfreundlicheren" Ländern wie England oder USA ja wohl noch absolut im Rahmen. Schau dir mal Wohnungspreise in New York, San Francisco oder London an und dann weißt du Stuttgart plötzlich wieder zu schätzen.

Zum Anderen sind die Sozialabgaben und Steuern in Deutschland sicher nicht niedrig, dafür sind die Leistungen vom Staat eben auch ganz nett. Ich nehme mal an dass du nicht > 100K Studienkredit aufnehmen musstest? Und deine bettelarmen Eltern waren vermutlich auch eher Profiteure des deutschen Sozialstaats?

Stell doch mal eine Bilanz auf was du bisher an Steuern bezahlt hast und was du an Leistungen angnommen hast (kostenlose Schulbildung, Uni, Umlage für Infrastruktur und Verwaltung etc.) und dann wirst du feststellen dass du als Student doch ziemliche Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschaft hast und eigentlich überhaupt keinen Grund zu Jammern!

Abgesehen davon kann man von 65k Einstiegsgehalt auch in Stuttgart sehr gut leben. Auch wenn man sich nach 5 Jahren Berufsleben noch kein Penthouse kaufen kann.

Generell: Es lebt sich wesentlich angenehmer wenn man dankbar ist für was man erreicht hat und sich nicht (schon als Student!!) darüber aufregt dass man sich von seinem (imaginären zukünftigen) Vermögen kein Haus kaufen kann.

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Hallo Threadersteller,

ich bin voll bei dir!

Ich selbst bin Sohn von Migranten, habe mich hartnäckig von der Hauptschule zum bald Master als Wirtschaftsing. hochgeschufftet. War seit 7 Jahren keinen einzigen Sommer im Urlaub weil Ferienjob. Von den Eltern kommt nichts weil die selbst bettelarm sind. Pech gehabt, falsche Eltern ausgesucht.

Ich rackere mir den Arsch ab damit ich das Studium schaffe.
Mein Lebensmittelpunkt ist in Stuttgart und mich erwartet etwa ein Einstiegsgehalt von 65k.
Man könnte meinen viel.
Doch in letzter Zeit wird mir immer mehr bewusst, das es überhaupt keine Rolle spielt ob es 40k, 64k oder 80k sind.
Ich gehöre zu den armen Trotteln die nichts erben. Wie gesagt, falsche Eltern.

Somit stelle ich mir auch permanent die Frage: Wofür alles?!
Eine Wohnung in Stuttgart? Unmöglich.

Selbst die 800€ kalt für lächerliche 40 qm lassen einen nur den Kopf schütteln.
Deutschland ist leistungsfeindlich und straft die ab, die sich am meisten Mühe geben was aus sich zu machen. Das ist auf Dauer für ein Land tödlich.
Ich kann dich völlig verstehen, wenn du dir dieses Hamsterrad nicht mehr antun willst.
Deutschland, ein Land der Erben. Daran wird sich auch rein gar nichts ändern.
Steuerklasse 1 und absurd hohe Sozialabzüge leisten ihr restliches um hohe Gehälter aufzufressen.

Eine Lösung für das ganze? Habe ich nicht. Evtl für paar Jahre in die Emirate.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Du scheinst auf jeden Fall sehr gut integriert zu sein, das Nörgeln ist schon auf deutschem Topniveau!

Zum Einen sind die Immobilienpreise im Vergleich zu den "leistungsfreundlicheren" Ländern wie England oder USA ja wohl noch absolut im Rahmen. Schau dir mal Wohnungspreise in New York, San Francisco oder London an und dann weißt du Stuttgart plötzlich wieder zu schätzen.

Zum Anderen sind die Sozialabgaben und Steuern in Deutschland sicher nicht niedrig, dafür sind die Leistungen vom Staat eben auch ganz nett. Ich nehme mal an dass du nicht > 100K Studienkredit aufnehmen musstest? Und deine bettelarmen Eltern waren vermutlich auch eher Profiteure des deutschen Sozialstaats?

Stell doch mal eine Bilanz auf was du bisher an Steuern bezahlt hast und was du an Leistungen angnommen hast (kostenlose Schulbildung, Uni, Umlage für Infrastruktur und Verwaltung etc.) und dann wirst du feststellen dass du als Student doch ziemliche Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschaft hast und eigentlich überhaupt keinen Grund zu Jammern!

Abgesehen davon kann man von 65k Einstiegsgehalt auch in Stuttgart sehr gut leben. Auch wenn man sich nach 5 Jahren Berufsleben noch kein Penthouse kaufen kann.

Generell: Es lebt sich wesentlich angenehmer wenn man dankbar ist für was man erreicht hat und sich nicht (schon als Student!!) darüber aufregt dass man sich von seinem (imaginären zukünftigen) Vermögen kein Haus kaufen kann.

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Hallo Threadersteller,

ich bin voll bei dir!

Ich selbst bin Sohn von Migranten, habe mich hartnäckig von der Hauptschule zum bald Master als Wirtschaftsing. hochgeschufftet. War seit 7 Jahren keinen einzigen Sommer im Urlaub weil Ferienjob. Von den Eltern kommt nichts weil die selbst bettelarm sind. Pech gehabt, falsche Eltern ausgesucht.

Ich rackere mir den Arsch ab damit ich das Studium schaffe.
Mein Lebensmittelpunkt ist in Stuttgart und mich erwartet etwa ein Einstiegsgehalt von 65k.
Man könnte meinen viel.
Doch in letzter Zeit wird mir immer mehr bewusst, das es überhaupt keine Rolle spielt ob es 40k, 64k oder 80k sind.
Ich gehöre zu den armen Trotteln die nichts erben. Wie gesagt, falsche Eltern.

Somit stelle ich mir auch permanent die Frage: Wofür alles?!
Eine Wohnung in Stuttgart? Unmöglich.

Selbst die 800€ kalt für lächerliche 40 qm lassen einen nur den Kopf schütteln.
Deutschland ist leistungsfeindlich und straft die ab, die sich am meisten Mühe geben was aus sich zu machen. Das ist auf Dauer für ein Land tödlich.
Ich kann dich völlig verstehen, wenn du dir dieses Hamsterrad nicht mehr antun willst.
Deutschland, ein Land der Erben. Daran wird sich auch rein gar nichts ändern.
Steuerklasse 1 und absurd hohe Sozialabzüge leisten ihr restliches um hohe Gehälter aufzufressen.

Eine Lösung für das ganze? Habe ich nicht. Evtl für paar Jahre in die Emirate.

Ich wiederhole es nochmal gerne aus anderen Threads: Die USA sind nicht SF, NY und LA.

Gerade in Austin, TX, welches das Powerhouse der USA in Wachstsumsranking ist, gibt es günstigen Wohnraum bei Schaffung von neuen Jobs und guter Lebensqualität.

Dallas auch noch sehr angenehm.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Ich höre jetzt seit 15 Jahren, dass "bald" alle Immobilien weniger kosten werden.

Das war auch lange so, auch in diesem Zeitraum. Z.B. sind die Preise von 1995 bis 2010 inflationsbereinigt um etwa 20% gefallen. Das was wir aktuell sehen ist langfristig die absolute Ausnahme.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber.
Als Kirchhoff 2005 eine große Steuerreform im Wahlkampf entwarf, wurde er vom Wähler abgestraft. Die SPD hat damals die Ängste vor den "Reichen" geschürt.
Seitdem hat keiner mehr das Thema angefasst, die CDU hat ihr ureigenes Gebiet nie mehr angerührt und sich an das Steuergeld gewöhnt.

Es stimmt alles was du sagst aber warum geht keiner dagegen auf die Straße?
Weil die Deutschen obrigkeitshörig, träge und faul in dieser Hinsicht sind.
Bevor der Deutsche demonstriert kauft er sich eine Bahnsteigkarte.
Die Politik macht so lange weiter wie man sie lässt!

Ansonsten solltest du nicht so negativ sein, mit 65k Einstieg und weiteren Steigerungen musst du dein Geld eben klug investieren. Von Nichts kommt auch Nichts!

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Hallo Threadersteller,

ich bin voll bei dir!

Ich selbst bin Sohn von Migranten, habe mich hartnäckig von der Hauptschule zum bald Master als Wirtschaftsing. hochgeschufftet. War seit 7 Jahren keinen einzigen Sommer im Urlaub weil Ferienjob. Von den Eltern kommt nichts weil die selbst bettelarm sind. Pech gehabt, falsche Eltern ausgesucht.

Ich rackere mir den Arsch ab damit ich das Studium schaffe.
Mein Lebensmittelpunkt ist in Stuttgart und mich erwartet etwa ein Einstiegsgehalt von 65k.
Man könnte meinen viel.
Doch in letzter Zeit wird mir immer mehr bewusst, das es überhaupt keine Rolle spielt ob es 40k, 64k oder 80k sind.
Ich gehöre zu den armen Trotteln die nichts erben. Wie gesagt, falsche Eltern.

Somit stelle ich mir auch permanent die Frage: Wofür alles?!
Eine Wohnung in Stuttgart? Unmöglich.

Selbst die 800€ kalt für lächerliche 40 qm lassen einen nur den Kopf schütteln.
Deutschland ist leistungsfeindlich und straft die ab, die sich am meisten Mühe geben was aus sich zu machen. Das ist auf Dauer für ein Land tödlich.
Ich kann dich völlig verstehen, wenn du dir dieses Hamsterrad nicht mehr antun willst.
Deutschland, ein Land der Erben. Daran wird sich auch rein gar nichts ändern.
Steuerklasse 1 und absurd hohe Sozialabzüge leisten ihr restliches um hohe Gehälter aufzufressen.

Eine Lösung für das ganze? Habe ich nicht. Evtl für paar Jahre in die Emirate.

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Welches Geld soll der Kollege aus Stuttgart denn investieren? Mit Stkl. 1und teurer Stadt bleibt doch kaum free Cash Flow übrig. Davon muss der aber noch Essen, trinken, tanken etc.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Wie bitte? Wenn er mit einem Gehalt von 65k rechnet sind das über 3.2k Netto.
Er wird ja wohl kaum 2k im Monat ausgeben und den Rest kann er investieren.
Wenn du natürlich die Ausgaben ohne Ende erhöhst kannst du natürlich nichts investieren und bleibst arm.

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Welches Geld soll der Kollege aus Stuttgart denn investieren? Mit Stkl. 1und teurer Stadt bleibt doch kaum free Cash Flow übrig. Davon muss der aber noch Essen, trinken, tanken etc.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Welches Geld soll der Kollege aus Stuttgart denn investieren? Mit Stkl. 1und teurer Stadt bleibt doch kaum free Cash Flow übrig. Davon muss der aber noch Essen, trinken, tanken etc.

Immer diese Argumentation mit Steuerklasse I...das zeigt doch nur, dass viele hier die Grundzüge des deutschen Steuerrechts nicht verstanden haben. Die Stuerklasse hat absolut keinen Einfluss auf die tarifliche Einkommensteuer eines Jahres (sofern man sich denn herablässt eine EStE zu erstellen).

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber.
Als Kirchhoff 2005 eine große Steuerreform im Wahlkampf entwarf, wurde er vom Wähler abgestraft. Die SPD hat damals die Ängste vor den "Reichen" geschürt.
Seitdem hat keiner mehr das Thema angefasst, die CDU hat ihr ureigenes Gebiet nie mehr angerührt und sich an das Steuergeld gewöhnt.

Es stimmt alles was du sagst aber warum geht keiner dagegen auf die Straße?
Weil die Deutschen obrigkeitshörig, träge und faul in dieser Hinsicht sind.
Bevor der Deutsche demonstriert kauft er sich eine Bahnsteigkarte.
Die Politik macht so lange weiter wie man sie lässt!

Ansonsten solltest du nicht so negativ sein, mit 65k Einstieg und weiteren Steigerungen musst du dein Geld eben klug investieren. Von Nichts kommt auch Nichts!

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Hallo Threadersteller,

ich bin voll bei dir!

Ich selbst bin Sohn von Migranten, habe mich hartnäckig von der Hauptschule zum bald Master als Wirtschaftsing. hochgeschufftet. War seit 7 Jahren keinen einzigen Sommer im Urlaub weil Ferienjob. Von den Eltern kommt nichts weil die selbst bettelarm sind. Pech gehabt, falsche Eltern ausgesucht.

Ich rackere mir den Arsch ab damit ich das Studium schaffe.
Mein Lebensmittelpunkt ist in Stuttgart und mich erwartet etwa ein Einstiegsgehalt von 65k.
Man könnte meinen viel.
Doch in letzter Zeit wird mir immer mehr bewusst, das es überhaupt keine Rolle spielt ob es 40k, 64k oder 80k sind.
Ich gehöre zu den armen Trotteln die nichts erben. Wie gesagt, falsche Eltern.

Somit stelle ich mir auch permanent die Frage: Wofür alles?!
Eine Wohnung in Stuttgart? Unmöglich.

Selbst die 800€ kalt für lächerliche 40 qm lassen einen nur den Kopf schütteln.
Deutschland ist leistungsfeindlich und straft die ab, die sich am meisten Mühe geben was aus sich zu machen. Das ist auf Dauer für ein Land tödlich.
Ich kann dich völlig verstehen, wenn du dir dieses Hamsterrad nicht mehr antun willst.
Deutschland, ein Land der Erben. Daran wird sich auch rein gar nichts ändern.
Steuerklasse 1 und absurd hohe Sozialabzüge leisten ihr restliches um hohe Gehälter aufzufressen.

Eine Lösung für das ganze? Habe ich nicht. Evtl für paar Jahre in die Emirate.

*******************

Welches Geld soll der Kollege aus Stuttgart denn investieren? Mit Stkl. 1und teurer Stadt bleibt doch kaum free Cash Flow übrig. Davon muss der aber noch Essen, trinken, tanken etc.

Rechnen wir mal wie angegeben:
Er erhält ca. 3.000 netto, davon gehen 800 für die Wohnung drauf.
Dann bleiben noch 2.200 über. Jeden Monat.
Wenn er dann nicht jeden Tag essen geht, sondern selber kocht und nicht jedes Wochenende 200-300 Euro zum Feiern verbläst, können leicht 1.000 Euro übrig bleiben. Jeden Monat.
Ich weiß, ich bin im Wiwi-Treff, aber als normaler Mensch und den Eindruck macht der Schreiberling oben, geht das.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Ja aber mit 1k pro Monat sparen kann er halt auch mit 100 noch keine Wohnung kaufen (wenn die Preisentwicklung auch nur annähernd so bleibt).

Mit 1k im Monat muss er auch 3 Jahre sparen bis er sich n Golf mit guter Ausstattung kaufen kann. (Premium dann eher 4-5 Jahre)

1k hört sich immer viel an... Aber im Vergleich zu den großen Anschaffungen des Lebens ist es halt gar nicht mehr soooooo viel.

Ich spare auch genau 1k im Monat aber außer das das Konto wächst passiert auch nichts. Dafür ist es halt doch zu wenig.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber.
Als Kirchhoff 2005 eine große Steuerreform im Wahlkampf entwarf, wurde er vom Wähler abgestraft. Die SPD hat damals die Ängste vor den "Reichen" geschürt.
Seitdem hat keiner mehr das Thema angefasst, die CDU hat ihr ureigenes Gebiet nie mehr angerührt und sich an das Steuergeld gewöhnt.

Es stimmt alles was du sagst aber warum geht keiner dagegen auf die Straße?
Weil die Deutschen obrigkeitshörig, träge und faul in dieser Hinsicht sind.
Bevor der Deutsche demonstriert kauft er sich eine Bahnsteigkarte.
Die Politik macht so lange weiter wie man sie lässt!

Ansonsten solltest du nicht so negativ sein, mit 65k Einstieg und weiteren Steigerungen musst du dein Geld eben klug investieren. Von Nichts kommt auch Nichts!

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Hallo Threadersteller,

ich bin voll bei dir!

Ich selbst bin Sohn von Migranten, habe mich hartnäckig von der Hauptschule zum bald Master als Wirtschaftsing. hochgeschufftet. War seit 7 Jahren keinen einzigen Sommer im Urlaub weil Ferienjob. Von den Eltern kommt nichts weil die selbst bettelarm sind. Pech gehabt, falsche Eltern ausgesucht.

Ich rackere mir den Arsch ab damit ich das Studium schaffe.
Mein Lebensmittelpunkt ist in Stuttgart und mich erwartet etwa ein Einstiegsgehalt von 65k.
Man könnte meinen viel.
Doch in letzter Zeit wird mir immer mehr bewusst, das es überhaupt keine Rolle spielt ob es 40k, 64k oder 80k sind.
Ich gehöre zu den armen Trotteln die nichts erben. Wie gesagt, falsche Eltern.

Somit stelle ich mir auch permanent die Frage: Wofür alles?!
Eine Wohnung in Stuttgart? Unmöglich.

Selbst die 800€ kalt für lächerliche 40 qm lassen einen nur den Kopf schütteln.
Deutschland ist leistungsfeindlich und straft die ab, die sich am meisten Mühe geben was aus sich zu machen. Das ist auf Dauer für ein Land tödlich.
Ich kann dich völlig verstehen, wenn du dir dieses Hamsterrad nicht mehr antun willst.
Deutschland, ein Land der Erben. Daran wird sich auch rein gar nichts ändern.
Steuerklasse 1 und absurd hohe Sozialabzüge leisten ihr restliches um hohe Gehälter aufzufressen.

Eine Lösung für das ganze? Habe ich nicht. Evtl für paar Jahre in die Emirate.

*******************

Welches Geld soll der Kollege aus Stuttgart denn investieren? Mit Stkl. 1und teurer Stadt bleibt doch kaum free Cash Flow übrig. Davon muss der aber noch Essen, trinken, tanken etc.

Rechnen wir mal wie angegeben:
Er erhält ca. 3.000 netto, davon gehen 800 für die Wohnung drauf.
Dann bleiben noch 2.200 über. Jeden Monat.
Wenn er dann nicht jeden Tag essen geht, sondern selber kocht und nicht jedes Wochenende 200-300 Euro zum Feiern verbläst, können leicht 1.000 Euro übrig bleiben. Jeden Monat.
Ich weiß, ich bin im Wiwi-Treff, aber als normaler Mensch und den Eindruck macht der Schreiberling oben, geht das.

1000 EUR bleiben jeden Monat übrig? Aha. Wovon macht er Urlaub? Kauf sich Möbel? Elektro?

Wobei nehmen wir mal an, dass er bescheiden lebt und jeden Monat nen 1000er sparen kann. Das sind lumpige 12.000 in einem Jahr. Nach 10 Jahren (!) hat er also mit gut Glück gerade mal die Anzahlung für eine Wohnung zusammen. Dann aber nochmal locker 20-30 Jahre den Kredit abstottern. Super?!

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Muss ein Studienkredit abgezahlt werden? Müssen die Eltern finanziell unterstützt werden? Dann wird selbst von 1k free Cash Flow nur geträumt werden können.

Richtig gut geht es in Deutschland nur den Erben (nichts leisten, alles bekommen) und denen ganz unten (nichts leisten, vieles bekommen). Dazwischen ist man Zahldepp der Nation.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Du sparst und legst jeden Monat deine 1k weg und gönnst dir nichts großes.

Und die Geldelite (Oberschicht) haut die 1k an einem Tag im Beachclub weg.

Da brauchst du kein Genie zu sein, um zu wissen, dass du mit einer Anti Elitists Campaign garantiert Stimmen kriegst.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Welches Geld soll der Kollege aus Stuttgart denn investieren? Mit Stkl. 1und teurer Stadt bleibt doch kaum free Cash Flow übrig. Davon muss der aber noch Essen, trinken, tanken etc.

Immer diese Argumentation mit Steuerklasse I...das zeigt doch nur, dass viele hier die Grundzüge des deutschen Steuerrechts nicht verstanden haben. Die Stuerklasse hat absolut keinen Einfluss auf die tarifliche Einkommensteuer eines Jahres (sofern man sich denn herablässt eine EStE zu erstellen).

Was erzählst du für einen Blödsinn? Ist dir aufgefallen, dass es einen Unterschied auf der monatlichen Netto-Abrechnung macht, ob man Stkl. 1 oder z.B. 3 hat? Die Kohle ist erstmal direkt weg!

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Du denkst die Preisentwicklung bleibt Jahrzehnte so? Bist du überhaupt Wiwi, dann kannst du dir die Frage selbst beantworten.

Ansonsten ist es überraschend wie dumm sich manche "Wiwis" in Geldfragen anstellen.

Vom Geld auf dem Sparbuch/Konto redet doch keiner, du musst es investieren. Mach dir einen ETF Sparplan meine Güte. Kannst dir ja ausrechnen was in 20 Jahren auf dem Konto steht bei 7% Rendite pro Jahr und regelmäßiger Besparung.

Und wer kauft sich denn einen Golf in Cash?
Mach doch mal eine Cashflowrechnung auf, dann siehst du das du dein Geld besser anlegst und darüber ein Auto finanzierst/least wenn du unbedingt eins brauchst.

Glaubst du unsere Elterngeneration konnte sich was aufbauen weil sie Kohle für alles mögliche ausgegeben haben? Da wurde halt nur einmal im Jahr geurlaubt und nicht ständig Markenklamotten eingekauft.

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Ja aber mit 1k pro Monat sparen kann er halt auch mit 100 noch keine Wohnung kaufen (wenn die Preisentwicklung auch nur annähernd so bleibt).

Mit 1k im Monat muss er auch 3 Jahre sparen bis er sich n Golf mit guter Ausstattung kaufen kann. (Premium dann eher 4-5 Jahre)

1k hört sich immer viel an... Aber im Vergleich zu den großen Anschaffungen des Lebens ist es halt gar nicht mehr soooooo viel.

Ich spare auch genau 1k im Monat aber außer das das Konto wächst passiert auch nichts. Dafür ist es halt doch zu wenig.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

War das je anders? Eine Immobilie wurde immer über fast das gesamte Berufsleben abgezahlt, also circa 30 Jahre. Im Westen nichts Neues.
Denkst du es ist normal innerhalb von paar Jährchen eine Immo abzuzahlen? Was erwartet ihr eigentlich?

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

1000 EUR bleiben jeden Monat übrig? Aha. Wovon macht er Urlaub? Kauf sich Möbel? Elektro?

Wobei nehmen wir mal an, dass er bescheiden lebt und jeden Monat nen 1000er sparen kann. Das sind lumpige 12.000 in einem Jahr. Nach 10 Jahren (!) hat er also mit gut Glück gerade mal die Anzahlung für eine Wohnung zusammen. Dann aber nochmal locker 20-30 Jahre den Kredit abstottern. Super?!

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

1) Wir werden in den attraktiven Wirtschaftsregionen in den nächsten 5 bis 10 Jahren keine wesentlichen und vor allem großflächigen Preisrückgänge erleben, dazu ist einfach die Nachfrage viel zu hoch (sei es Miete oder Kauf...).

2) Vor 10 Jahren waren 40.000€ ein super Einstiegsgehalt und vor 18 Jahren konnte man davon ausserhalb der Bankenbranche nur träumen, heute lachen die IG-Metaller drüber. Selbst wenn du für deine 100qm +30 Jahre blechen musst, nach 15 Jahren ist
A) die Hälfte bereits abbezahlt
B) 250.000 nicht mehr das Geld was er heute ist
C) das Geld so oder so weg, sei es für die Miete oder die Finanzierung

3) Hört auf euch fertig zu machen und sucht euch Jobs mit WLB, in denen ihr euch auch in 20 Jahren noch seht ohne mit Schweißausbrüchen heute aufzuwachen... Kauft euch was vernünftiges was auch in 30 Jahren noch passt (kein Palast der leer steht, wenn die Kinder raus sind), zahlt lieber 2/3 € Mehr für eine ÖNV Anbindung (das Geld blast ihr über die Jahre 3 mal durch den Auspuff) und fallt vor allem nicht auf überzogene Preisvorstellungen rein, die aktuell im Immoscout massig anzutreffen sind.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Muss ein Studienkredit abgezahlt werden? Müssen die Eltern finanziell unterstützt werden? Dann wird selbst von 1k free Cash Flow nur geträumt werden können.

Richtig gut geht es in Deutschland nur den Erben (nichts leisten, alles bekommen) und denen ganz unten (nichts leisten, vieles bekommen). Dazwischen ist man Zahldepp der Nation.

Hallo zusammen, hier ist nochmal der Stuttgarter.

Freut mich zu lesen, das mich ein Großteil von euch versteht. Es ist einfach diese furchtbare Schieflage die mir zu schaffen macht. Wie bereits Oben erwähnt sind knapp 3000 Netto für einen Berufseinsteiger ganz ordentlich. Wie aber mehrfach durchgerechnet wurde mache ich damit keine großen Sprünge.

Nebenbei habe ich auch noch 10.000€ Bafögschulden die ich abzahlen darf. Hinzukommt das Risiko mit meinen Eltern. Sobald die gepflegt werden müssen, werde ich dann wieder zur Kasse gebeten. Es macht wirklich überhaupt keinen Spaß in eine arme Familie reingeboren zu werden. Und wie einer geschrieben hatte, ja meine Eltern haben von Sozialhilfe profitiert. Doch was kann ich dafür?

Ich, der sich entgegen jeder Statistik, als Migrantenkind zum Akademiker hochgekämpft hat, habe Probleme zu akzeptieren das ich arm bleibe.

Ein guter Freund von mir hat es in den Einzelhandel geschafft und verdient seine 1900€ netto. Der typische Rewe Mitarbeiter hingegen. Das was ihn von mir unterscheidet ist das Haus in welchem er wohnt. Ein zweistöckiges Familienhaus welches seinem Vater gehört. Er hat in seinem Leben für die 80 qm die er bewohnt noch nie einen einzigen € bezahlt. Was zahlt man für 80 qm in Stuttgart? 1200€ kalt?

Selbst wenn ich mich kaputt arbeite, würden wir wahrscheinlich nur einen Gleichstand am Lebensende erreichen und sowas frustriert mich unheimlich!

Wenn man in Deutschland in eine falsche Familie reingeboren wird sieht es sehr düster aus.
Sicherlich kann ich nun träumen und sagen ich werde mal eine wichtige Persönlichkeit und verdiene 300.000€+ aufwärts. Aber wie realistisch ist das?

Wie sagte jemand so schön: Das Leben ist wie Monopoly. Einige starten bereits mit kompletten Straßen während andere nichts besitzen.

In einem Satz: Ich bin frustriert, das ich trotz meiner großen Leistungsbereitschaft in Stuttgart wahrscheinlich nie zu größerem Eigentum schaffen werde.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Meine Mutter arbeitet halbtags als Sekretärin, mein Vater arbeitet im baumarkt an der Kasse. Beide haben ihr ganzes leben sparsam gelebt und besitzen in einer westdeutschen Großstadt ein schönes Haus und eine vermietete Wohnung.

Ich habe zum berufseinstieg deutlich mehr verdient als beide zusammen. Und trotzdem könnte ich bei sparsamer Lebensweise nicht einmal annähernd solche Immobilien finanzieren.
Der Immobilienmarkt ist einfach zu verrückt. Das macht mir nichts weil es ja noch andere Anlageformen gibt und ein eigenes Haus absolut keine prio für mich hat. Aber diejenigen denen das wichtig ist, schauen in die röhre

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

War das je anders? Eine Immobilie wurde immer über fast das gesamte Berufsleben abgezahlt, also circa 30 Jahre. Im Westen nichts Neues.
Denkst du es ist normal innerhalb von paar Jährchen eine Immo abzuzahlen? Was erwartet ihr eigentlich?

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

1000 EUR bleiben jeden Monat übrig? Aha. Wovon macht er Urlaub? Kauf sich Möbel? Elektro?

Wobei nehmen wir mal an, dass er bescheiden lebt und jeden Monat nen 1000er sparen kann. Das sind lumpige 12.000 in einem Jahr. Nach 10 Jahren (!) hat er also mit gut Glück gerade mal die Anzahlung für eine Wohnung zusammen. Dann aber nochmal locker 20-30 Jahre den Kredit abstottern. Super?!

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Steuerklasse interessiert keine Sau. Am Ende wird eine Steuererklärung gehabt. Die Steuererklasse regelt lediglich die Vorauszahlung (Lohnsteuer), ist für die tatsächliche Steuerlast am Ende des Jahres allerdings vollkommen irrelevant. Da zählen dann andere Parameter (Splitting, Werbungskosten, Nebeneinkünfte etc.). Eigentlich erschreckend, dass das in so einem Forum kaum jemand kapiert.

Die Steuerklasse spielt nur eine Rolle für den Zeitpunkt der Steuerzahlung, also allenfalls für die Zahlungsströme. Die möglicherweise entgangenen Zinszahlungen bei einer größeren Vorauszahlung dürften verschwindend gering sein.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Immer diese Argumentation mit Steuerklasse I...das zeigt doch nur, dass viele hier die Grundzüge des deutschen Steuerrechts nicht verstanden haben. Die Stuerklasse hat absolut keinen Einfluss auf die tarifliche Einkommensteuer eines Jahres (sofern man sich denn herablässt eine EStE zu erstellen).

Was erzählst du für einen Blödsinn? Ist dir aufgefallen, dass es einen Unterschied auf der monatlichen Netto-Abrechnung macht, ob man Stkl. 1 oder z.B. 3 hat? Die Kohle ist erstmal direkt weg!

Wiwi-Treff-Ersti? Dann informiere dich doch gerne über die Begriffe "tarifliche Einkommensteuer", "Lohnsteuerabzug" und "zu versteuerndes Einkommen". Am Ende eines Jahres ist die Steuerbelastung identisch. War der unterjährige Steuerabzug zu hoch bekommt man etwas erstattet (St. Kl. I), war er zu niedrig muss man etwas nachzahlen (St. Kl. III). Du darfst gerne die grundständige Steuerrechtsvorlesung meines Lehrstuhls besuchen, wenn du möchtest. Hier erklären wir das ab Oktober wieder in allen Einzelheiten. Liebe Grüße.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Immer diese Argumentation mit Steuerklasse I...das zeigt doch nur, dass viele hier die Grundzüge des deutschen Steuerrechts nicht verstanden haben. Die Stuerklasse hat absolut keinen Einfluss auf die tarifliche Einkommensteuer eines Jahres (sofern man sich denn herablässt eine EStE zu erstellen).

Was erzählst du für einen Blödsinn? Ist dir aufgefallen, dass es einen Unterschied auf der monatlichen Netto-Abrechnung macht, ob man Stkl. 1 oder z.B. 3 hat? Die Kohle ist erstmal direkt weg!

Wiwi-Treff-Ersti? Dann informiere dich doch gerne über die Begriffe "tarifliche Einkommensteuer", "Lohnsteuerabzug" und "zu versteuerndes Einkommen". Am Ende eines Jahres ist die Steuerbelastung identisch. War der unterjährige Steuerabzug zu hoch bekommt man etwas erstattet (St. Kl. I), war er zu niedrig muss man etwas nachzahlen (St. Kl. III). Du darfst gerne die grundständige Steuerrechtsvorlesung meines Lehrstuhls besuchen, wenn du möchtest. Hier erklären wir das ab Oktober wieder in allen Einzelheiten. Liebe Grüße.

***********

Schon wieder Humbug. Ich habe es dir doch schon oben erklärt! FAKT ist, dass die Kohle erstmal jeden Monat weg ist und den monatlichen free Cash Flow einschränkt. Ob du dann am Ende des Steuerjahres der Kohle dann fleißig deiner Kohle hinterherrennen darfst, ist ne andere Geschichte. Und was bitte soll ein Berufsseinsteiger denn wiederbekommen du Theoretiker? Seine paar Groschen der Kilometerpauschale und etwas Peanuts. JA, dann wird natürlich von den 300-500 EUR am Ende des Jahres fett auf Immobilienssuche gegangen.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Immer diese Argumentation mit Steuerklasse I...das zeigt doch nur, dass viele hier die Grundzüge des deutschen Steuerrechts nicht verstanden haben. Die Stuerklasse hat absolut keinen Einfluss auf die tarifliche Einkommensteuer eines Jahres (sofern man sich denn herablässt eine EStE zu erstellen).

Was erzählst du für einen Blödsinn? Ist dir aufgefallen, dass es einen Unterschied auf der monatlichen Netto-Abrechnung macht, ob man Stkl. 1 oder z.B. 3 hat? Die Kohle ist erstmal direkt weg!

Wiwi-Treff-Ersti? Dann informiere dich doch gerne über die Begriffe "tarifliche Einkommensteuer", "Lohnsteuerabzug" und "zu versteuerndes Einkommen". Am Ende eines Jahres ist die Steuerbelastung identisch. War der unterjährige Steuerabzug zu hoch bekommt man etwas erstattet (St. Kl. I), war er zu niedrig muss man etwas nachzahlen (St. Kl. III). Du darfst gerne die grundständige Steuerrechtsvorlesung meines Lehrstuhls besuchen, wenn du möchtest. Hier erklären wir das ab Oktober wieder in allen Einzelheiten. Liebe Grüße.

Und wieder zeigt sich die Seuche unserer Gegenwart. Die Leute haben fachlich keine Ahnung und bewegen sich nur noch an der Oberfläche. Aber wen wundert es in Zeiten von Google & Co. Das Wissen muss ja nur abgerufen und nicht gespeichert werden. Dabei kommen solche Äußerungen raus.

Der Kollege hat vollkommen recht und ich kann das als StB bestätigen. Die Steuerklassenwahl hat nur Einfluss auf den Lohnsteuerabzug, also im Grunde genommen auf deine unterjährigen Steuervorauszahlungen bezogen auf dein Gehalt. Den einzigen Vorteil, den du hättest, wäre eine Steuerstundung bis du die Einkommenserklärung abgeben musst, vorausgesetzt es ergibt sich eine Nachzahlung. Bei dem Zinsniveau kannst du das vergessen.

Absolut zutreffend, was der Kollege sagt.

Kommt auch davon, dass sich die meisten nicht mehr mit den Themen beschäftigen. Es gibt ja schließlich die Steuer-App für 35 € pro Monat.

Die meiste Zeit geht dadurch verloren, dass man nicht zu Ende denkt. Zitat Alfred Herrhausen, Vorstandssprecher Deutsche Bank. Das Zitat ist 30 Jahre alt und hat gerade heutzutage nichts an seiner Gültigkeit verloren.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Als ich den Titel gelesen hatte, dachte ich eigentlich an etwas anderes.

Wir haben vor einigen Jahren relativ zentral ein Haus gebaut. Das hat sich im Wert mittlerweile mehr als verdoppelt, während die Restschuld natürlich jedes Jahr geringer wird.

Alleine im letzten Jahr dürfte der Wert um mindestens 40k gestiegen sein, etwa im Bereich 700-800k.

Ich verdiene netto nicht ansatzweise 40k.

Wir überlegen echt, sobald der Kreditvertrag 10 Jahre alt ist, zu kündigen und zu verkaufen, wenn da mindestens 650-700k übrig bleiben, nach Verrechnung der Restschuld.

Das noch 3-4 Jahre anlegen und bei einer Million dann aussteigen und von Dividenden leben. Daran hatte ich gedacht, als ich aussteigen gelesen hatte...

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Immer die Mär mit der Nachfrage, die Preiselastizität auf der Nachfrageseite darfst du nicht außer Acht lassen. In den attraktiven Regionen Kanadas wie Toronto und Vancouver ist die Immobilienblase auch gerade dabei zu platzen.

Allein wenn die Preise ständig stärker als die EK steigen, ist irgendwann der Punkt erreicht an dem die Nachfrage da nicht mithält. Zinsen etc. mal völlig außer Acht gelassen, oder Wirtschaftskrisen, die kommen auch noch...Wenn dann der Euro gesprengt wird, dann wirds richtig lustig.

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

1) Wir werden in den attraktiven Wirtschaftsregionen in den nächsten 5 bis 10 Jahren keine wesentlichen und vor allem großflächigen Preisrückgänge erleben, dazu ist einfach die Nachfrage viel zu hoch (sei es Miete oder Kauf...).

2) Vor 10 Jahren waren 40.000€ ein super Einstiegsgehalt und vor 18 Jahren konnte man davon ausserhalb der Bankenbranche nur träumen, heute lachen die IG-Metaller drüber. Selbst wenn du für deine 100qm +30 Jahre blechen musst, nach 15 Jahren ist
A) die Hälfte bereits abbezahlt
B) 250.000 nicht mehr das Geld was er heute ist
C) das Geld so oder so weg, sei es für die Miete oder die Finanzierung

3) Hört auf euch fertig zu machen und sucht euch Jobs mit WLB, in denen ihr euch auch in 20 Jahren noch seht ohne mit Schweißausbrüchen heute aufzuwachen... Kauft euch was vernünftiges was auch in 30 Jahren noch passt (kein Palast der leer steht, wenn die Kinder raus sind), zahlt lieber 2/3 € Mehr für eine ÖNV Anbindung (das Geld blast ihr über die Jahre 3 mal durch den Auspuff) und fallt vor allem nicht auf überzogene Preisvorstellungen rein, die aktuell im Immoscout massig anzutreffen sind.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Jetzt stell dir mal vor du wärst vor 200 Jahren ins Feudalsystem reingeboren worden.
Merkst du was?

Es wird IMMER eine "Ungerechtigkeit" im Leben geben.
Die Alternative wäre das wir alle gleich arm machen, supi. Glaub mir, das würde dir auch nicht gefallen.
Vllt wird dein Kumpel auch die ganze Kohle sinnlos raushauen und am Ende gar nichts mehr besitzen? Dein Einkommen steigert sich doch auch noch, du tust als wären deine 3 Netto dein Leben lang in Stein gemeißelt.

Wenn du denkst dass es hier nicht passt => Auswandern.
Oder eben nach Regionen schauen wo du günstiger lebst mit ähnlichem EK, ja das gibts!

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Hallo zusammen, hier ist nochmal der Stuttgarter.

Freut mich zu lesen, das mich ein Großteil von euch versteht. Es ist einfach diese furchtbare Schieflage die mir zu schaffen macht. Wie bereits Oben erwähnt sind knapp 3000 Netto für einen Berufseinsteiger ganz ordentlich. Wie aber mehrfach durchgerechnet wurde mache ich damit keine großen Sprünge.

Nebenbei habe ich auch noch 10.000€ Bafögschulden die ich abzahlen darf. Hinzukommt das Risiko mit meinen Eltern. Sobald die gepflegt werden müssen, werde ich dann wieder zur Kasse gebeten. Es macht wirklich überhaupt keinen Spaß in eine arme Familie reingeboren zu werden. Und wie einer geschrieben hatte, ja meine Eltern haben von Sozialhilfe profitiert. Doch was kann ich dafür?

Ich, der sich entgegen jeder Statistik, als Migrantenkind zum Akademiker hochgekämpft hat, habe Probleme zu akzeptieren das ich arm bleibe.

Ein guter Freund von mir hat es in den Einzelhandel geschafft und verdient seine 1900€ netto. Der typische Rewe Mitarbeiter hingegen. Das was ihn von mir unterscheidet ist das Haus in welchem er wohnt. Ein zweistöckiges Familienhaus welches seinem Vater gehört. Er hat in seinem Leben für die 80 qm die er bewohnt noch nie einen einzigen € bezahlt. Was zahlt man für 80 qm in Stuttgart? 1200€ kalt?

Selbst wenn ich mich kaputt arbeite, würden wir wahrscheinlich nur einen Gleichstand am Lebensende erreichen und sowas frustriert mich unheimlich!

Wenn man in Deutschland in eine falsche Familie reingeboren wird sieht es sehr düster aus.
Sicherlich kann ich nun träumen und sagen ich werde mal eine wichtige Persönlichkeit und verdiene 300.000€+ aufwärts. Aber wie realistisch ist das?

Wie sagte jemand so schön: Das Leben ist wie Monopoly. Einige starten bereits mit kompletten Straßen während andere nichts besitzen.

In einem Satz: Ich bin frustriert, das ich trotz meiner großen Leistungsbereitschaft in Stuttgart wahrscheinlich nie zu größerem Eigentum schaffen werde.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Schlau daher reden aber selber keine Ahnung haben...

Eine 700k Immobilie macht bei lediglich Inflationsausgleich von 2% wohl 14k im Jahr an Wertzuwachs. Die läuft dem 1k Sparer regelrecht davon.

So wenn er deine sehr realistischen (nicht) 7% Rendite bekommt und innerhalb der nächsten 20 Jahre keine Kinder bekommt (um die Sparrate nicht zu unterschreiten) hat er 420k Euro auf der Seite (mit ca. 45/46 Jahren).
Die Immobilie kostet jetzt 1040k Euro ohne das sie auch nur einen Euro im Wert gestiegen ist. Jetzt hat er noch 20 Jahre um 600k Euro zu bezahlen.
Wird selbst ohne Zinsen knifflig.

Gut man braucht nicht unbedingt ein Haus, aber um Immobilien geht es in dem Thread nun mal.
Sein Gehalt inflationiert auch mit, jedoch kommen von den 2% nur 1% bei ihm an (macht dann 455k Vermögen bei 1% Dynamik im Jahr, 500k bei 2%)

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Du denkst die Preisentwicklung bleibt Jahrzehnte so? Bist du überhaupt Wiwi, dann kannst du dir die Frage selbst beantworten.

Ansonsten ist es überraschend wie dumm sich manche "Wiwis" in Geldfragen anstellen.

Vom Geld auf dem Sparbuch/Konto redet doch keiner, du musst es investieren. Mach dir einen ETF Sparplan meine Güte. Kannst dir ja ausrechnen was in 20 Jahren auf dem Konto steht bei 7% Rendite pro Jahr und regelmäßiger Besparung.

Und wer kauft sich denn einen Golf in Cash?
Mach doch mal eine Cashflowrechnung auf, dann siehst du das du dein Geld besser anlegst und darüber ein Auto finanzierst/least wenn du unbedingt eins brauchst.

Glaubst du unsere Elterngeneration konnte sich was aufbauen weil sie Kohle für alles mögliche ausgegeben haben? Da wurde halt nur einmal im Jahr geurlaubt und nicht ständig Markenklamotten eingekauft.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Muss ein Studienkredit abgezahlt werden? Müssen die Eltern finanziell unterstützt werden? Dann wird selbst von 1k free Cash Flow nur geträumt werden können.

Richtig gut geht es in Deutschland nur den Erben (nichts leisten, alles bekommen) und denen ganz unten (nichts leisten, vieles bekommen). Dazwischen ist man Zahldepp der Nation.

Hallo zusammen, hier ist nochmal der Stuttgarter.

Freut mich zu lesen, das mich ein Großteil von euch versteht. Es ist einfach diese furchtbare Schieflage die mir zu schaffen macht. Wie bereits Oben erwähnt sind knapp 3000 Netto für einen Berufseinsteiger ganz ordentlich. Wie aber mehrfach durchgerechnet wurde mache ich damit keine großen Sprünge.

Nebenbei habe ich auch noch 10.000€ Bafögschulden die ich abzahlen darf. Hinzukommt das Risiko mit meinen Eltern. Sobald die gepflegt werden müssen, werde ich dann wieder zur Kasse gebeten. Es macht wirklich überhaupt keinen Spaß in eine arme Familie reingeboren zu werden. Und wie einer geschrieben hatte, ja meine Eltern haben von Sozialhilfe profitiert. Doch was kann ich dafür?

Ich, der sich entgegen jeder Statistik, als Migrantenkind zum Akademiker hochgekämpft hat, habe Probleme zu akzeptieren das ich arm bleibe.

Ein guter Freund von mir hat es in den Einzelhandel geschafft und verdient seine 1900€ netto. Der typische Rewe Mitarbeiter hingegen. Das was ihn von mir unterscheidet ist das Haus in welchem er wohnt. Ein zweistöckiges Familienhaus welches seinem Vater gehört. Er hat in seinem Leben für die 80 qm die er bewohnt noch nie einen einzigen € bezahlt. Was zahlt man für 80 qm in Stuttgart? 1200€ kalt?

Selbst wenn ich mich kaputt arbeite, würden wir wahrscheinlich nur einen Gleichstand am Lebensende erreichen und sowas frustriert mich unheimlich!

Wenn man in Deutschland in eine falsche Familie reingeboren wird sieht es sehr düster aus.
Sicherlich kann ich nun träumen und sagen ich werde mal eine wichtige Persönlichkeit und verdiene 300.000€+ aufwärts. Aber wie realistisch ist das?

Wie sagte jemand so schön: Das Leben ist wie Monopoly. Einige starten bereits mit kompletten Straßen während andere nichts besitzen.

In einem Satz: Ich bin frustriert, das ich trotz meiner großen Leistungsbereitschaft in Stuttgart wahrscheinlich nie zu größerem Eigentum schaffen werde.

Aufstieg erfolgt meist über 3-4 Generationen.

Ich gebe Dir aber recht, wenn der Markt so bleibt und die Gehälter nicht massiv nachziehen bringst Du es als Angestellter zu nichts.

Erben kannst Du auch ausschließen bleibt als einzige Chance die Selbstständigkeit.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Freut mich zu lesen, das mich ein Großteil von euch versteht. Es ist einfach diese furchtbare Schieflage die mir zu schaffen macht. Wie bereits Oben erwähnt sind knapp 3000 Netto für einen Berufseinsteiger ganz ordentlich. Wie aber mehrfach durchgerechnet wurde mache ich damit keine großen Sprünge.

Du machst als Berufseinsteiger natürlich keine großen Sprünge. Du kannst dir aber ohne Probleme mit dem Gehalt ein ordentliches Leben leisten und anfangen, Kapital aufzubauen.

Dann kommen die 30-40 Jahre, während derer du noch Leistung bringen kannst und auch musst. Wenn du wirklich bereit bist, die den Hintern aufzureißen, dann kannst du in wenigen Jahren bei den 100k sein. Eine Spitzenkarriere ist bis zu einem gewissen Punkt auch Glück, aber eine Karriere Richtung 150k ist planbar.

Un wenn du ein Problem mit den Immobilienpreisen in Stuttgart hast und unbedingt ein Haus willst, dann wechsel doch die Stadt.

Du bist jung, gut ausgebildet und hast jede Menge Optionen. Mach was draus statt dir selber Leid zu tun.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Freut mich zu lesen, das mich ein Großteil von euch versteht. Es ist einfach diese furchtbare Schieflage die mir zu schaffen macht. Wie bereits Oben erwähnt sind knapp 3000 Netto für einen Berufseinsteiger ganz ordentlich. Wie aber mehrfach durchgerechnet wurde mache ich damit keine großen Sprünge.

Du machst als Berufseinsteiger natürlich keine großen Sprünge. Du kannst dir aber ohne Probleme mit dem Gehalt ein ordentliches Leben leisten und anfangen, Kapital aufzubauen.

Dann kommen die 30-40 Jahre, während derer du noch Leistung bringen kannst und auch musst. Wenn du wirklich bereit bist, die den Hintern aufzureißen, dann kannst du in wenigen Jahren bei den 100k sein. Eine Spitzenkarriere ist bis zu einem gewissen Punkt auch Glück, aber eine Karriere Richtung 150k ist planbar.

Un wenn du ein Problem mit den Immobilienpreisen in Stuttgart hast und unbedingt ein Haus willst, dann wechsel doch die Stadt.

Du bist jung, gut ausgebildet und hast jede Menge Optionen. Mach was draus statt dir selber Leid zu tun.

Die Frage dürfte sein, ob man das überhaupt will. Dass einen das Haus und 150k im Jahr glücklich machen ist eine Illusion und eingeprägt durch gesellschaftliche Zwänge. Wenn du dieses Ziel erreicht hast, dann werden es das noch größere Haus und 200k im Jahr sein.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Du sparst und legst jeden Monat deine 1k weg und gönnst dir nichts großes.

Und die Geldelite (Oberschicht) haut die 1k an einem Tag im Beachclub weg.

Da brauchst du kein Genie zu sein, um zu wissen, dass du mit einer Anti Elitists Campaign garantiert Stimmen kriegst.

+1 Das (!) ist die Realität.

Ihr diskutiert hier über paar peanuts und die anderen liegen jetzt gerade schön am Strand.

Selbst der 0815 "hard working American" geht nach seiner Schicht (Ja wir haben es alle verstanden außer NYC, LA, SF oder CA im Allgemeinen) in sein klimatisiertes Haus, macht sich ein Bier auf, steigt in den Pool und genießt sein Leben.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Wertzuwachs von 2% p.a. ist immernoch weniger als 7% p.a., egal auf welche Basis.
Wenn du bei einer 700k Immobilie 150k Eigenkapital mitbringst, kannst du dir ausrechnen ob du das lieber anlegst und monatlich dazu investierst oder ob du es in ein EINZIGES Asset (was es strenggenommen nichtmal ist) names Immobilie investierst.

Das ist die einzige Frage die du dir stellen solltest.

Zudem musst du nochmal fett löhnen beim Kauf einer Immobilie, Grundsteuer gibts auch jedes Jahr, einige Kommunen haben da mal so richtig zugegriffen die letzten Jahre.
Zudem lässt du völlig außer Acht, dass du Sanierungskosten nach spätestens 20 Jahren hast.
Sonst überlebst du eine böse Überraschung, wie andere Immobilienbesitzer, weil keiner das abgewohnte Ding kaufen will!

7% Rendite ist übrigens bei Aktien der langfristige Durchschnitt, NETTO.

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Schlau daher reden aber selber keine Ahnung haben...

Eine 700k Immobilie macht bei lediglich Inflationsausgleich von 2% wohl 14k im Jahr an Wertzuwachs. Die läuft dem 1k Sparer regelrecht davon.

So wenn er deine sehr realistischen (nicht) 7% Rendite bekommt und innerhalb der nächsten 20 Jahre keine Kinder bekommt (um die Sparrate nicht zu unterschreiten) hat er 420k Euro auf der Seite (mit ca. 45/46 Jahren).
Die Immobilie kostet jetzt 1040k Euro ohne das sie auch nur einen Euro im Wert gestiegen ist. Jetzt hat er noch 20 Jahre um 600k Euro zu bezahlen.
Wird selbst ohne Zinsen knifflig.

Gut man braucht nicht unbedingt ein Haus, aber um Immobilien geht es in dem Thread nun mal.
Sein Gehalt inflationiert auch mit, jedoch kommen von den 2% nur 1% bei ihm an (macht dann 455k Vermögen bei 1% Dynamik im Jahr, 500k bei 2%)

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Dann hau deine Kohle doch raus, wen interessierts?

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

+1 Das (!) ist die Realität.

Ihr diskutiert hier über paar peanuts und die anderen liegen jetzt gerade schön am Strand.

Selbst der 0815 "hard working American" geht nach seiner Schicht (Ja wir haben es alle verstanden außer NYC, LA, SF oder CA im Allgemeinen) in sein klimatisiertes Haus, macht sich ein Bier auf, steigt in den Pool und genießt sein Leben.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Aha...und Du glaubst einen Käufer zu finden, der für ein Haus, welches 10 Jahre (oder alter) ist und nicht den eigenen Ansprüchen zu 100% entspricht deine aufgerufene Summe hinblättert, obwohl er für den Preis selbst neu-bauen könnte?

Sehr ambitioniert.
Ich empfehle mal den Vergleich zwischen Immobilie und MSCI World zu googlen.

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Als ich den Titel gelesen hatte, dachte ich eigentlich an etwas anderes.

Wir haben vor einigen Jahren relativ zentral ein Haus gebaut. Das hat sich im Wert mittlerweile mehr als verdoppelt, während die Restschuld natürlich jedes Jahr geringer wird.

Alleine im letzten Jahr dürfte der Wert um mindestens 40k gestiegen sein, etwa im Bereich 700-800k.

Ich verdiene netto nicht ansatzweise 40k.

Wir überlegen echt, sobald der Kreditvertrag 10 Jahre alt ist, zu kündigen und zu verkaufen, wenn da mindestens 650-700k übrig bleiben, nach Verrechnung der Restschuld.

Das noch 3-4 Jahre anlegen und bei einer Million dann aussteigen und von Dividenden leben. Daran hatte ich gedacht, als ich aussteigen gelesen hatte...

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Hat schon einen Grund, warum Deutschland in Sachen sozialer Ungleichheit und Chancengleichheit mit am mieserabelsten in Europa dasteht. Hier ist old money, was die Regeln macht. Wer nie welches hatte, kommt in der Regel auch nie mehr dazu.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Hat schon einen Grund, warum Deutschland in Sachen sozialer Ungleichheit und Chancengleichheit mit am mieserabelsten in Europa dasteht. Hier ist old money, was die Regeln macht. Wer nie welches hatte, kommt in der Regel auch nie mehr dazu.

Das hat sich nach dem Krieg etwas relativiert. Da wurden die Uhren fast komplett auf Null gestellt (wobei die damalige Hochfinanz die gleiche wie heute ist, z.B. ThyssenKrupp etc.).

Aufstieg durch Leistung" klappte tatsächlich in den 60er und 70er Jahren. Heute, rund 60 Jahre nach dem Krieg aber wurden die Besitztümer und Fleischtöpfe aber alle schon verteilt. Es sind nur noch Krümel übrig, über die sich die Masse kloppen darf. Will man also wieder den Zustand der Chancengleichheit erreicht, braucht es erneut gewaltige gesellschaftliche Umwälzungen. Bürgerkrieg, Währungsreform oder noch besser Weltkrieg. Das ist die Wahrheit. Alles andere ist und bleibt sonst in Stein gemeißelt.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

In Deutschland ist es wie sonst auf der Welt:
Mit einer normalen Angestelltentätigkeit wirst du nicht das Leben eines "Reichen" leben wie sich das anscheinend auch hier manche gerne vorstellen.
Das sind wirklich großartige Neuigkeiten.

Und ja auch in anderen Ländern hast du mit Erbe mehr Geld als ohne Erbe. Gut analysiert!

Wer überdurchschnittlich sein will, der kann sich auch nicht mit einer durchschnittlichen Angestelltentätigkeit zufriedengeben. Ohne ins Risiko zu gehen wirst keine großen Sprünge machen. Der Deutsche hat halt immer gerne eine Vollkaskoversicherung gegen alles, aber zahlen tut er dann doch nicht so gerne dafür.

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Hat schon einen Grund, warum Deutschland in Sachen sozialer Ungleichheit und Chancengleichheit mit am mieserabelsten in Europa dasteht. Hier ist old money, was die Regeln macht. Wer nie welches hatte, kommt in der Regel auch nie mehr dazu.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 20.08.2018:

Du sparst und legst jeden Monat deine 1k weg und gönnst dir nichts großes.

Und die Geldelite (Oberschicht) haut die 1k an einem Tag im Beachclub weg.

Da brauchst du kein Genie zu sein, um zu wissen, dass du mit einer Anti Elitists Campaign garantiert Stimmen kriegst.

+1 Das (!) ist die Realität.

Ihr diskutiert hier über paar peanuts und die anderen liegen jetzt gerade schön am Strand.

Selbst der 0815 "hard working American" geht nach seiner Schicht (Ja wir haben es alle verstanden außer NYC, LA, SF oder CA im Allgemeinen) in sein klimatisiertes Haus, macht sich ein Bier auf, steigt in den Pool und genießt sein Leben.

Nur dass er von der Arbeit erstmal eine Stunde bis zu seinem haus hin und zurück fährt, auf der Arbeit Überstunden machen darf ohne Ende, jederzeit gefeuert werden kann und im Jahr vielleicht zwei Wochen Urlaub hat. Um das sind diejenigen, denen ein Job überhaupt reicht um sie über Wasser zu halten.

Davon hält euch auch in Deutschland keiner ab, wer bereit ist eine Stunde am Tag im Auto zu sitzen, der kann weit genug außerhalb wohnen, dass Wohnraum günstig ist. Aber zieht doch nach Phoenix, bitte, wenn es da so viel besser ist.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Immer diese Argumentation mit Steuerklasse I...das zeigt doch nur, dass viele hier die Grundzüge des deutschen Steuerrechts nicht verstanden haben. Die Stuerklasse hat absolut keinen Einfluss auf die tarifliche Einkommensteuer eines Jahres (sofern man sich denn herablässt eine EStE zu erstellen).

Was erzählst du für einen Blödsinn? Ist dir aufgefallen, dass es einen Unterschied auf der monatlichen Netto-Abrechnung macht, ob man Stkl. 1 oder z.B. 3 hat? Die Kohle ist erstmal direkt weg!

Wiwi-Treff-Ersti? Dann informiere dich doch gerne über die Begriffe "tarifliche Einkommensteuer", "Lohnsteuerabzug" und "zu versteuerndes Einkommen". Am Ende eines Jahres ist die Steuerbelastung identisch. War der unterjährige Steuerabzug zu hoch bekommt man etwas erstattet (St. Kl. I), war er zu niedrig muss man etwas nachzahlen (St. Kl. III). Du darfst gerne die grundständige Steuerrechtsvorlesung meines Lehrstuhls besuchen, wenn du möchtest. Hier erklären wir das ab Oktober wieder in allen Einzelheiten. Liebe Grüße.

Und wieder zeigt sich die Seuche unserer Gegenwart. Die Leute haben fachlich keine Ahnung und bewegen sich nur noch an der Oberfläche. Aber wen wundert es in Zeiten von Google & Co. Das Wissen muss ja nur abgerufen und nicht gespeichert werden. Dabei kommen solche Äußerungen raus.

Der Kollege hat vollkommen recht und ich kann das als StB bestätigen. Die Steuerklassenwahl hat nur Einfluss auf den Lohnsteuerabzug, also im Grunde genommen auf deine unterjährigen Steuervorauszahlungen bezogen auf dein Gehalt. Den einzigen Vorteil, den du hättest, wäre eine Steuerstundung bis du die Einkommenserklärung abgeben musst, vorausgesetzt es ergibt sich eine Nachzahlung. Bei dem Zinsniveau kannst du das vergessen.

Absolut zutreffend, was der Kollege sagt.

Kommt auch davon, dass sich die meisten nicht mehr mit den Themen beschäftigen. Es gibt ja schließlich die Steuer-App für 35 € pro Monat.

Die meiste Zeit geht dadurch verloren, dass man nicht zu Ende denkt. Zitat Alfred Herrhausen, Vorstandssprecher Deutsche Bank. Das Zitat ist 30 Jahre alt und hat gerade heutzutage nichts an seiner Gültigkeit verloren.

???
Steuerklasse 3 bedeutet Ehegattensplitting, beudeutet niedrigere Steuerbelastung bei Einkommensunterschied (der immer gegeben ist, wenn man Steuerklasse 3 wählt).

Wo bitte ist hier der Fehler?

Ich zahle mit Steuerklasse 3 und Frau (Studentin) weniger Steuern als jemand mit Steuerklasse 1 als Single Punkt. Würde meine Frau arbeiten und gleich viel verdienen hätte ich nicht Steuerklasse 3. Entsprechend zahlen alle, die Steuerklasse 3 wählen effektiv weniger Steuern. !!!

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Sorry aber als examinierter Steuerberater fühle ich mich schon gezwungen, das richtig zu stellen. Die Steuerklasse macht keinen Unterschied? Falsch, alleine wenn du dich mit dem Partner zusammen veranlagen lässt, kann das einen gewaltigen Unterschied machen und der ist umso größer, je größer die Differenz zwischen beider Einkommen ist.

Man muss auch den Mythos von dem reichen Selbstständigen aufklären. Laut offiziellen Zahlen verdient nur ein Bruchteil der Selbstständigen außerhalb einer gewissen Range. Im Durchschnitt liegen sie leicht höher als die Angestellten haben aber keinerlei soziale Absicherung. Bedenkt wenn ihr 40k brutto verdient, zahlt euer Arbeitgeber mit seinen Anteilen nochmal wesentlich mehr. Versichere dich als selbstständiger auch so vollumfänglich und dann vergleiche mal was du raus kriegst. Der Vorteil ist dann echt fraglich und nach allen Unannehmlichkeiten ist es mehr eine persönlich Entscheidung als alles andere. Wenn du als selbstständiger die Ausnahme bist und 500k verdienst, schaffst du es als Angestellter auch auf einen ähnlichen Platz in einer top UB.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Es geht nicht darum den lunatic Lifestyle zu leben...
Es geht darum mit mehr Einsatz zumindest den Lifestyle der Eltern zu erreichen.

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

In Deutschland ist es wie sonst auf der Welt:
Mit einer normalen Angestelltentätigkeit wirst du nicht das Leben eines "Reichen" leben wie sich das anscheinend auch hier manche gerne vorstellen.
Das sind wirklich großartige Neuigkeiten.

@Vorposter
Du bist noch Schüler oder?
1 Std im Auto? Das macht in Deutschland gefühlt jeder 2te (oder eben Bahn).
Das brauchst du selbst innerhalb von München/Hamburg/Stuttgart/Berlin/Frankfurt/Düsseldorf etc.

Selbst wenn... der Ami zahlt für das Auto 30% weniger und für den Liter Super 70 Cent und nicht 1,50 Euro

Jederzeit gefeuert und Urlaub lass ich dir, da ist USA tatsächlich meist schlechter.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Wenn du im Zentrum von München arbeitest und mit dem Auto in 1ner Stunde bei der Arbeit sein möchtest, dann kannst du zum Beispiel in Füstenfeldbruck wohnen.

Immoscout:
Günstigstes Haus das nicht reserviert ist kostet 425k bei unglaublichen 63 Quadratmetern Wohnfläche.
Die "Doppelhaushälfte mit Potenzial" 540k bei 89 Quadratmetern.

Wenn dich Fluglärm nicht stört gibt es auch für 400k 130 Quadratmeter in Freising (natürlich auch DHH).

Oder wie wäre es mit Dachau auf 58 Quadratmetern für 370k?

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Nur dass er von der Arbeit erstmal eine Stunde bis zu seinem haus hin und zurück fährt, auf der Arbeit Überstunden machen darf ohne Ende, jederzeit gefeuert werden kann und im Jahr vielleicht zwei Wochen Urlaub hat. Um das sind diejenigen, denen ein Job überhaupt reicht um sie über Wasser zu halten.

Davon hält euch auch in Deutschland keiner ab, wer bereit ist eine Stunde am Tag im Auto zu sitzen, der kann weit genug außerhalb wohnen, dass Wohnraum günstig ist. Aber zieht doch nach Phoenix, bitte, wenn es da so viel besser ist.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Wenn du im Zentrum von München arbeitest und mit dem Auto in 1ner Stunde bei der Arbeit sein möchtest, dann kannst du zum Beispiel in Füstenfeldbruck wohnen.

Warum hier immer München als Beispiel herhalten muss....
Man bekommt in den meisten deutschen Großstädten 20 Minuten von der direkten Innenstadt entfernt für 400-500k die tollsten Einfamilienhäuser. Das geht dann auch als Pärchen mit leicht überdurchschnittlichem Verdienst, was als Akademiker drin sein sollte.
Wer nach München geht und sich dann wundert dass er 1h außerhalb immer noch 1 Mio auf den Tisch legen muss dem kann man nur sagen, selber schuld.

antworten
WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Wenn du im Zentrum von München arbeitest und mit dem Auto in 1ner Stunde bei der Arbeit sein möchtest, dann kannst du zum Beispiel in Füstenfeldbruck wohnen.

Immoscout:
Günstigstes Haus das nicht reserviert ist kostet 425k bei unglaublichen 63 Quadratmetern Wohnfläche.
Die "Doppelhaushälfte mit Potenzial" 540k bei 89 Quadratmetern.

Wenn dich Fluglärm nicht stört gibt es auch für 400k 130 Quadratmeter in Freising (natürlich auch DHH).

Oder wie wäre es mit Dachau auf 58 Quadratmetern für 370k?

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Nur dass er von der Arbeit erstmal eine Stunde bis zu seinem haus hin und zurück fährt, auf der Arbeit Überstunden machen darf ohne Ende, jederzeit gefeuert werden kann und im Jahr vielleicht zwei Wochen Urlaub hat. Um das sind diejenigen, denen ein Job überhaupt reicht um sie über Wasser zu halten.

Davon hält euch auch in Deutschland keiner ab, wer bereit ist eine Stunde am Tag im Auto zu sitzen, der kann weit genug außerhalb wohnen, dass Wohnraum günstig ist. Aber zieht doch nach Phoenix, bitte, wenn es da so viel besser ist.

Nach Bruck aus der Innenstadt im Berufsverkehr klappt nicht. Mit dem Auto sind aus der Stadt heraus pro Stunde 15km realistisch.

Ich tuckere seit 19 Jahren in der Münchner Stadt mit dem Auto herum. Vom Karlsplatz aus mit dem Auto zur Rushour ist in einer Stunde vielleicht Gröbenzell oder Puchheim realistisch. Bruck würde ich eher von 90 Minuten ausgehen.

Ich bin jahrelang von diversen städtischen Jobs nach Gröbenzell gependelt. Extrem kräftezehrend habe mir dann eine Wohnung in der Innenstadt gekauft.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

WiWi Gast schrieb am 21.08.2018:

Aufstieg erfolgt meist über 3-4 Generationen.

Ich gebe Dir aber recht, wenn der Markt so bleibt und die Gehälter nicht massiv nachziehen bringst Du es als Angestellter zu nichts.

Erben kannst Du auch ausschließen bleibt als einzige Chance die Selbstständigkeit.

Hört bitte auf, den armen Kollegen zu bemitleiden:

Er kriegt ein Einstiegsgehalt von 65.000. Wie grob vorgerechnet, sind 1.000 auf der Seite möglich.

Diese 1.000 Euro monatlich investiert, führt zwangsläufig zu Vermögen.

Beispiel: Ich habe einerseits Immobilien in ostdeutschen Großstädten (jeweils einmal in Leipzig, Dresden, Magdeburg) gekauft. Kaufpreis zwischen 70.000 und 100.000. Zu 100 Prozent finanziert. Die sind heute (5-10 Jahre später) jeweils ca. 50 Prozent mehr wert und in Teilen oder gänzlich abbezahlt. Darüber hinaus geht noch ein Teil in ETFs. Mein Einstiegsgehalt lag 2009 bei 48.000 (davon gingen anfangs "mit Studentenstandard" ca. 700 auf die Seite). Das Gehalt stieg aber und wenn man, was ich getan habe, das zusätzliche Einkommen nicht verkonsumiert (die erste Antwort war "Möbel" und "Elektro" - da fällt mir nichts mehr zu ein), sondern anlegt, kann man eben Vermögen aufbauen. Ich habe heute ein Einkommen von knapp 140.000 (AT im Konzern plus Mieten) und davon gehen (wenn ich die Rate für meine Eigentumswohnung hinzuzähle) über 4.000 in den Vermögensaufbau: 1.500 für Darlehen (eine Wohnung ist schuldenfrei vermietet), 1.200 ETF, 250 BAV, 162 Riester plus 1.000 (jeweils ca. 300 Nettomietertrag plus Aufstockung aus dem Gehalt) fürs Sparbuch.

Zum reinen Leben bleiben ca. 1.000, der Rest vagabundiert auf dem Konto in einem Auf und Ab.

Ich bin aus dem Partyalter raus. Ich lebe aber nicht wie ein Tier. Ein Erbe hätte vieles einfacher gemacht, aber für mich ist nach wie vor die Ausgabenseite das entscheidende Kriterium. Wenn ich hier immer lese, dass "man" angemessen leben müsste, welche Anzüge und Schuhe, Autos und Uhren, Städte und Immobilien, für den Berufseinsteiger "angemessen" wären, wundert es mich nicht, dass hier "Wirtschaftswissenschaftler" glauben, sie könnten kein Vermögen aufbauen.

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WiWi Gast

Immobilienmarkt bringt mich zum Aussteigen

Die Steuerklasse ist nicht unbedeutend, sie spielt z.B. eine Rolle für die Höhe des Elterngelds sowie einige Versicherungsleistungen.

Sie spielt jedoch keine Rolle für die finale Höhe der zu zahlenden Einkommensteuer. Sie ist lediglich relevant als Steuervorauszahlung im Rahmen der Lohnsteuer.

Nicht die Steuerklasse führt für die meisten Forenmitglieder zu absurden Steuerzahlungen, sondern der absurde Spitzensteuersatz, der bereits für zu versteuernde Einkommen abgerufen wird, die bereits normale Facharbeiter erreichen, und zudem möglicherweise nicht durch einen geringverdienenden Ehepartner abgemildert wird (kein Splitting-Vorteil).

Entscheidender als die Steuerzahlung sind für Normalverdiener allerdings ohnehin die Zahlungen an die Sozialversicherungen. Hier geht verhältnismäßig mehr flöten.

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WiWi Gast

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