DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
ImmobilienWohnkosten

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Autor
Beitrag
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

An die Fachseite:

Auf zeit.de gibt es heute einen Artikel von Fratscher u.a., der möglichst verschwurbelt das Problem Wohnkostenbelastung anspricht. Klartext wäre wohl zuviel pol. Sprengstoff. Jedenfalls lautet der entscheidende Satz: "Für Menschen im zweiten Quintil haben die Wohnkosten um ein Viertel zugelegt".

Whaat? Wer kann dahinter mal Zahlen für einen Laien wie mich aufschlüsseln. Wie sieht die Steigerungskurve aus, wieviel gibt man nun für Wohnen mehr aus als vor 10 oder 30 Jahren? Danke (habe Jura studiert, judex non calculatte :)

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Das heiß, das die einkommensarmen Bevölkerungsschichten überproportional vom Anstieg der Wohnkosten betroffen sind.

Ist auch einleuchtend wenn man beispielsweise die durch die erneuerbaren Energien jährlich steigenden Strompreise mit den weniger stark ansteigenden Erwerbseinkommen der working poors und Renten in Beziehung setzt. Dann noch eine Mieterhöhung und das Unglück ist perfekt.

WiWi Gast schrieb am 21.02.2020:

An die Fachseite:

Auf zeit.de gibt es heute einen Artikel von Fratscher u.a., der möglichst verschwurbelt das Problem Wohnkostenbelastung anspricht. Klartext wäre wohl zuviel pol. Sprengstoff. Jedenfalls lautet der entscheidende Satz: "Für Menschen im zweiten Quintil haben die Wohnkosten um ein Viertel zugelegt".

Whaat? Wer kann dahinter mal Zahlen für einen Laien wie mich aufschlüsseln. Wie sieht die Steigerungskurve aus, wieviel gibt man nun für Wohnen mehr aus als vor 10 oder 30 Jahren? Danke (habe Jura studiert, judex non calculatte :)

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Der Fratscher nimmt gerne große Worte, damit man ihn für besonders schlau hält.

Was er im Grunde meint ist, dass besonders für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen die Belastung durch die Wohnungskosten stark zugenommen hat.

Ein Quintil ist ein fünftel. Das 2. Quintil umfasst die Werte von 20-40% (vermutlich ist hier Einkommen gemeint). Sprich also immer noch unten in der Einkommenspyramide aber nicht ganz unten (wäre das 1. Quintil). Deren Wohnkosten haben also um 25% zugelegt (Zeitraum ja nicht angegeben).
Wir sprechen hier also von der Personengruppe, die zwar Arbeiten gehen, aber eher ein unterdurchschnittliches Einkommen haben. Für die sind die Wohnkosten besonders stark gestiegen.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Bei der untersten 1. Quintil zahlt das Amt, deswegen wird die zweite betrachtet.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Mit den Kaufpreisboom (Verdopplung bis Jahresende) werden die Mieten auch kräftig anziehen :-)

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

So sehr ich mir als Immobilienbesitzer eine Verdopplung der Kaufpreise bis Jahresende gleichfalls wünsche, nur steht dem entgegen, daß der bisherige Boom durch eine gestiegene Erschwinglichkeit infolge der Nullzinsen befeuert wurde, was letztlich ausgereizt ist, da die Hypothekenzinsen nicht mehr deutlich sinken können.

Zusätzlich Einkommens- und Wohlstandsverluste durch die aktuelle Krise als weitere Erschwernis.

WiWi Gast schrieb am 18.04.2020:

Mit den Kaufpreisboom (Verdopplung bis Jahresende) werden die Mieten auch kräftig anziehen :-)

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 20.04.2020:

So sehr ich mir als Immobilienbesitzer eine Verdopplung der Kaufpreise bis Jahresende gleichfalls wünsche, nur steht dem entgegen, daß der bisherige Boom durch eine gestiegene Erschwinglichkeit infolge der Nullzinsen befeuert wurde, was letztlich ausgereizt ist, da die Hypothekenzinsen nicht mehr deutlich sinken können.

Zusätzlich Einkommens- und Wohlstandsverluste durch die aktuelle Krise als weitere Erschwernis.

WiWi Gast schrieb am 18.04.2020:

Mit den Kaufpreisboom (Verdopplung bis Jahresende) werden die Mieten auch kräftig anziehen :-)

EZB Helikoptergeld :-)

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Man sollte auch die Betriebskosten erwähnen die ständig steigen. Ich habe etwa eine Wohnung 2009 erstellt 68qm und Tiefgarage in München Neuhausen.

2009 betrugen die Nebenkosten als Eigentümer inklusive Tiefgarage 185€ mittlerweile zahle ich 280€ und das ohne jegliche Sonderumlagen etc..

Strom kommt natürlich auch noch dazu und der wird auch immer teurer was aber primär an den irrwitzigen Umweltabgaben liegt.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 18.04.2020:

Mit den Kaufpreisboom (Verdopplung bis Jahresende) werden die Mieten auch kräftig anziehen :-)

Unwahrscheinlich. Im Gegensatz zu Kaufpreisen unterliegen die Mieten klaren Regeln. Alle 3 Jahre 20%.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 20.04.2020:

So sehr ich mir als Immobilienbesitzer eine Verdopplung der Kaufpreise bis Jahresende gleichfalls wünsche, nur steht dem entgegen, daß der bisherige Boom durch eine gestiegene Erschwinglichkeit infolge der Nullzinsen befeuert wurde, was letztlich ausgereizt ist, da die Hypothekenzinsen nicht mehr deutlich sinken können.

Zusätzlich Einkommens- und Wohlstandsverluste durch die aktuelle Krise als weitere Erschwernis.

Mit den Kaufpreisboom (Verdopplung bis Jahresende) werden die Mieten auch kräftig anziehen :-)

Klar können die Zinsen sinken! Dann bekommt man eben Geld für einen Kredit, gibt es bereits...

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 20.04.2020:

Mit den Kaufpreisboom (Verdopplung bis Jahresende) werden die Mieten auch kräftig anziehen :-)

Unwahrscheinlich. Im Gegensatz zu Kaufpreisen unterliegen die Mieten klaren Regeln. Alle 3 Jahre 20%.

30%+ in München/Frankfurt (tendenz steigend) vermietet nur noch Möbliert

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Das ist der neue Trick, aber der ist auch schon wieder alt. Die meisten wollen dann 20 Euro den m2 haben oder aber selbst reicht bei den Kaufpreisen teilweise nicht mehr aus.

aktuelles Beipspiel:

Kaufpreis 555.000,00 EURO bei 75 m2 sind 7400 Euro ohne Nebenkosten macht bei 30 Jahren eine Annuität von 1800 Euro pro Monat = 24 Euro pro m2 Zins und Tilgung plus nichtumagefähige NK von sagen wir mal 2 Euro = 26 Euro p. m2

Heißt im Umkehrschluss: 26 Euro m2 in der Vermietung plus Nebenkosten von 3 Euro oder so, macht in München 29 Euro m2 was bei 75 m2 gleich 2175 Euro warm einen 75 m2.

Jetzt nehmen wir mal ein normales Gehalt von 2500 Netto an, dann sind wir schon bei einem DINK um in einer Großstadt zu leben und wenn man das nicht hat, ist die nummer ganz schnell durch.

Aber bevor ich 2175 Euro pro m2 bezahle, kann ich auch selbst in Eigentum sparen, wenn ich die Nebenkosten habe, und hoffe dann auch auf Preissteigerungen von 2-3 % pro Jahr. In Summe sieht das dann so aus, dass ich nach 15 Jahren dann hoffentlich 850k für meine 15 Jahre alten 75 m2 erhaltet....

Aber die Gehälter sind nur um 1.5 bis 2 % gestiegen...

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 20.04.2020:

Das ist der neue Trick, aber der ist auch schon wieder alt. Die meisten wollen dann 20 Euro den m2 haben oder aber selbst reicht bei den Kaufpreisen teilweise nicht mehr aus.

aktuelles Beipspiel:

Kaufpreis 555.000,00 EURO bei 75 m2 sind 7400 Euro ohne Nebenkosten macht bei 30 Jahren eine Annuität von 1800 Euro pro Monat = 24 Euro pro m2 Zins und Tilgung plus nichtumagefähige NK von sagen wir mal 2 Euro = 26 Euro p. m2

Heißt im Umkehrschluss: 26 Euro m2 in der Vermietung plus Nebenkosten von 3 Euro oder so, macht in München 29 Euro m2 was bei 75 m2 gleich 2175 Euro warm einen 75 m2.

Jetzt nehmen wir mal ein normales Gehalt von 2500 Netto an, dann sind wir schon bei einem DINK um in einer Großstadt zu leben und wenn man das nicht hat, ist die nummer ganz schnell durch.

Aber bevor ich 2175 Euro pro m2 bezahle, kann ich auch selbst in Eigentum sparen, wenn ich die Nebenkosten habe, und hoffe dann auch auf Preissteigerungen von 2-3 % pro Jahr. In Summe sieht das dann so aus, dass ich nach 15 Jahren dann hoffentlich 850k für meine 15 Jahre alten 75 m2 erhaltet....

Aber die Gehälter sind nur um 1.5 bis 2 % gestiegen...

viele gutverdiener wollen aber flexibel bleiben und zahlen dann die 2500 miete.
auch wenn das dann der saure apfel bedeutet

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Im Vergleich zu vielen anderen Ländern und Regionen, kennen viele in Süddeutschland keine fallenden Immobilienpreisen, zumindest nicht in den letzen 20 Jahren. Da ging es immer nur nach oben oder seitwärts. Genauso gut kann die 3 Zimmer Wohnung für 550k in 15 Jahren nur noch 400k Wert sein und Du hast Dein ganzes Eigenkapital und noch einiges an Tilgung verloren. Wie aktuell die Preise durch Corona mittel- bis langfristig sich entwickeln, kann keiner sagen. Als normaler Angestellter mit normalen Gehalt ist eine so teure Wohnung ein sehr hohes Klumpenrisiko. Auch wenn man die zu erwartende Miete mit den Kaufpreisen gegenüber stellt, ist das viel zu teuer.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

push

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Ich beschäftige mich aktuell immer mehr mit dem Gedanken aus dieser Leistungsgesellschaft auszusteigen und zu versuchen ein Leben in einem anderen Land aufzubauen, indem die finanzielle Belastung geringer ist als hierzulande. Mich kotzen die Preise für wohnen einfach nur noch an.
Ich habe eine Ausbildung zum Mechaniker+Techniker gemacht und nach paar Jahren im Berufsleben gemerkt, dass man damit einfach nicht mehr weiterkommt. Folglich ein Studium angefangen und vor kurzem beendet. Die minimale Gehaltssteigerung die sich daraus ergeben hat, wird aktuell um ein vielfaches von den Mietpreisen aufgefressen.

Vor meinem Studium konnte ich noch in eine Ballungsgebiet eine 2ZKB-Wohnung mir leisten, das ist vier Jahre her. Jetzt kann man das vergessen...

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Ich hab ne 3Z 120qm Wohnung in München/Maxvorstadt geerbt. Zustand "normal" Bad sollte man in 3-5 Jahren machen (13qm 40k ung). Küche ist recht neu. Boden im großen Wohnzimmer könnte man neu machen, Böden in den 2 anderen zimmern sind schon gemacht wirden.

Trotzdem zahl ich 400 euro "miete" für die Bad-Renovierung in 4 Jahren, 220 Hausgeld und hab schon n paar tauis investiert in die Wohnung. War davor n reines Mietobjekt meines Vaters, der die Wohnung vor 25 Jahren für 130k DM gekauft und kernsaniert hat.
Ist jetzt halt so um die 600k wert.

Trotzdem hast du auch als Eigentümer relativ hohe Kosten, die man niemals vergessen sollte :D. Ich mein, ich zahl (mit 600k Buchwert) trotzdem 600 euro "kalt inkl Hausgeld".

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020:

Ich beschäftige mich aktuell immer mehr mit dem Gedanken aus dieser Leistungsgesellschaft auszusteigen und zu versuchen ein Leben in einem anderen Land aufzubauen, indem die finanzielle Belastung geringer ist als hierzulande. Mich kotzen die Preise für wohnen einfach nur noch an.
Ich habe eine Ausbildung zum Mechaniker+Techniker gemacht und nach paar Jahren im Berufsleben gemerkt, dass man damit einfach nicht mehr weiterkommt. Folglich ein Studium angefangen und vor kurzem beendet. Die minimale Gehaltssteigerung die sich daraus ergeben hat, wird aktuell um ein vielfaches von den Mietpreisen aufgefressen.

Vor meinem Studium konnte ich noch in eine Ballungsgebiet eine 2ZKB-Wohnung mir leisten, das ist vier Jahre her. Jetzt kann man das vergessen...

Interessant. Im Ausland wirst du dir bestimmt ein Penthouse in Innenstadtlage leisten können...

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Ich sehe (zumindest im meinem Umfeld) leider auch oft, dass sich Menschen freiwillig einem unnötig harten Mietmarkt unterwerfen. Alle Leute wollen nach Berlin, Frankfurt, München und Co. und beschweren sich dann über die hohen Mieten.

(Ehemaliger) Arbeitskollege von mir hat vor einigen Monaten gekündigt und einen Job in München angenommen. Hat eine solide Steigerung von +30% beim Bruttogehalt erreicht. Er beschwert sich jetzt aber laufend, dass seine Mietausgaben absurd hoch sind und er faktisch zum Leben deutlich weniger hat als vorher... Hab ich ihm vorher gesagt, aber wie alle hat er natürlich nur auf das Bruttogehalt auf dem Gehaltszettel geguckt.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020:

Ich hab ne 3Z 120qm Wohnung in München/Maxvorstadt geerbt. Zustand "normal" Bad sollte man in 3-5 Jahren machen (13qm 40k ung). Küche ist recht neu. Boden im großen Wohnzimmer könnte man neu machen, Böden in den 2 anderen zimmern sind schon gemacht wirden.

Trotzdem zahl ich 400 euro "miete" für die Bad-Renovierung in 4 Jahren, 220 Hausgeld und hab schon n paar tauis investiert in die Wohnung. War davor n reines Mietobjekt meines Vaters, der die Wohnung vor 25 Jahren für 130k DM gekauft und kernsaniert hat.
Ist jetzt halt so um die 600k wert.

Trotzdem hast du auch als Eigentümer relativ hohe Kosten, die man niemals vergessen sollte :D. Ich mein, ich zahl (mit 600k Buchwert) trotzdem 600 euro "kalt inkl Hausgeld".

Nein, tust du nicht. Was du in die Wohnug investierst steigert wiederum den Wert der Wohnung. Das gilt sowohl für das Bad als auch für die Rücklagen im Hausgeld. Was du bezahlt ist das, was von deinem Vermögen abgeht, nicht jeden Cent den du ausgibst. Das macht den wichtigsten Unterschied zwischen einem Eigentümer und einem Mieter aus.

40k für ein Bad ist auch weit vom Standard einer Mietwohnung entfernt.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 20.04.2020:

Man sollte auch die Betriebskosten erwähnen die ständig steigen. Ich habe etwa eine Wohnung 2009 erstellt 68qm und Tiefgarage in München Neuhausen.

2009 betrugen die Nebenkosten als Eigentümer inklusive Tiefgarage 185€ mittlerweile zahle ich 280€ und das ohne jegliche Sonderumlagen etc..

Das muss man sich mal geben, 300 fix für eine normal Wohnung. Man stelle sich vor man würde für 750 vermieten, dann versteuern, reparieren, Mietausfälle/Mietewechsel, Zinssteigerungen... Da Lob ich mir das alleinstehende Haux ohne einen Hausmeister der zugleich Kumpel vom Hausverwalter ist...

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020:

40k für ein Bad ist auch weit vom Standard einer Mietwohnung entfernt.

Schalte mich mal ein weil ich die tatsächlich extremen Preise für Sanitär auch nicht verstehe. Wie kann man das erklären? Einen Raum Kacheln zu lassen und ein neues Waschbecken einzuhängen über 5 tsd? Warum eigentlich? Kommt mir nicht mit Fachkräftemangel. Auf jeder Baustelle in München spricht man bulgarische, albanisch, rumänische, moldawisch... Warum muss man als Privater den Handwerker mit Porsche anbetteln?

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Maxvorstadtposter hier:

Naja, alte Kacheln raus, neue Leitungen, neue Duka, neue Wanne (wenn eine reinkommt), neue Kacheln boden und wann bis 3/4 hochgefliest, neue heizkörper.

Okay 40k sind evtl n bisschen hochgegriffen aber ich freunde mich lieber mit etwas mehr als mit weniger an, wenn 10k übrig bleiben, isses immernoch fine und ich kann 80qm Wohnzimmer parkettieren lassen....

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Was im Sanitärbereich so abläuft in Deutschland ist sehr krass. Um nicht verklagt zu werden, benutze ich lieber mal nicht die Worte, die ich gerne nutzen wollte. Das fängt bei Badaustellungen an. Da bekommt man als Privatperson keine Preise genannt und wenn dann, nur absolute Mondpreise für die Ware. Den Preis inkl. Montage bekommt man nur von einem Handwerker. Somit werden die tatsächlichen Preise maximal intransparent und man kann nur schwer vergleichen.
40k für ein 13 qm Bad ist definitiv viel, aber für eine Hochpreisregion mit Bauboom und Arbeitskräftemangel wie München durchaus möglich ohne super Luxus zu verbauen, einfach weil die Handwerker es sich erlauben können. Es gibt mancher Handwerker der ist für zwei Jahre im Vorraus ausgebucht. Da lässt der Handwerker sich jeden Zusatzauftrag vergolden. Übrigens ist das ein weiteres Argument für teure Regionen, wenn man keinen Super Premium Job hat. Handwerker sind schwer zu bekommen und extrem teuer.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020:

Was im Sanitärbereich so abläuft in Deutschland ist sehr krass. Um nicht verklagt zu werden, benutze ich lieber mal nicht die Worte, die ich gerne nutzen wollte.

Wir leben in einem freien Land, du kannst sagen was du möchtest. Üblicherweise folgen auf solche Einleitungen aber eher halbgare Verschwörungstheorien als belastbare Argumente.

Das fängt bei Badaustellungen an. Da bekommt man als Privatperson keine Preise genannt und wenn dann, nur absolute Mondpreise für die Ware. Den Preis inkl. Montage bekommt man nur von einem Handwerker.

Von wem denn sonst? Das ist, als würdest du auf der IAA nach dem Preis für einen Ölwechsel fragen...

Somit werden die tatsächlichen Preise maximal intransparent und man kann nur schwer vergleichen.

Das gilt für so ziemlich jedes Produkt und jede Dienstleistung, die nicht von der Stange sind.

40k für ein 13 qm Bad ist definitiv viel, aber für eine Hochpreisregion mit Bauboom und Arbeitskräftemangel wie München durchaus möglich ohne super Luxus zu verbauen, einfach weil die Handwerker es sich erlauben können. Es gibt mancher Handwerker der ist für zwei Jahre im Vorraus ausgebucht. Da lässt der Handwerker sich jeden Zusatzauftrag vergolden.

Ja, aber zwei Jahre sind mit Blick auf eine Badsanierung keine übermäßig lange Zeit.

Übrigens ist das ein weiteres Argument für teure Regionen, wenn man keinen Super Premium Job hat. Handwerker sind schwer zu bekommen und extrem teuer.

Nein, das ist eine Verallgemeinerung. Man bekommt immer jemanden, der etwas für einen günstigen Preis macht. Nur die Ergebnisse sind i.d.R. eher ernüchternd - in etwa so wie deine Analyse.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Abzocksystem. Auf Großbaustelle darf das ein Profi aus Osteuropa, ganz legal. Der Privatmann muss intransparente Mondpreise zahlen, auch ganz legal. So wächst "die Wirtschaft".

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 01.05.2020:

Was im Sanitärbereich so abläuft in Deutschland ist sehr krass. Um nicht verklagt zu werden, benutze ich lieber mal nicht die Worte, die ich gerne nutzen wollte. Das fängt bei Badaustellungen an. Da bekommt man als Privatperson keine Preise genannt und wenn dann, nur absolute Mondpreise für die Ware. Den Preis inkl. Montage bekommt man nur von einem Handwerker. Somit werden die tatsächlichen Preise maximal intransparent und man kann nur schwer vergleichen.

Das ist nicht nur im Sanitärbereich so, sondern in allen Bereichen des Handwerks.
Geh mal davon aus, dass der Handwerker dir das Material für das 2-3 fache des Einkaufspreis in Rechnung stellt (ich hab Handwerksmeister in der Familie...).

Viele Materialen bekommt man als Privatperson gar nicht bzw. vergleichen mit den EK Preisen des Handwerkers nur mit deutlichem Aufschlag. Das liegt auch oft daran, dass viele Handwerker oft nicht direkt beim Hersteller kaufen, sondern über sog. Einkaufsgesellschaften gehen, die natürlich aufgrund der Menge schon andere Konditionen kriegen und diese dann zum Teil (abzüglich ihrer Marge natürlich) an die Handwerker weitergeben.
Und Handwerker verbauen in der Regel keine Materialen, die sie nicht selber gekauft haben. Zum einen natürlich wegen der Marge aber zum zweiten leider auch wegen der Rechtslage. Der Handwerker haftet für das verbaute Material auch dann, wenn der Kunde das z.B. selber besorgt hat. Das macht natürlich kein Handwerker freiwillig, der noch andere Aufträge hat/besorgen kann.

Man muss auch sagen, dass natürlich das Materialgeschäft mit ein wichtiges Standbein für einen Handwerksbetrieb ist. Ohne das müsste der Stundensatz sonst deutlich höher liegen. Wie stark die Abhängigkeit vom Materialverkauf ist, hängt aber auch von der Branche ab. Mit Sanitärbereich macht das teilweise bis zu 50% des Umsatzes aus, während des z.B. in einem Malerbetrieb eher Richtung 25-30% geht. Im Bereich Markisen und Rolladen gibt es teilweise Firmen, die machen 100% ihres Umsatzes über das Material und stellen die Dienstleistung nicht gesondert in Rechnung (ist quasi inkl.).

Aber gerade im Bereich Sanitär hat das schon "kartellartige Strukturen". Die Firmen die aktiv auch Sanitäranlagen an Privatpersonen verkaufen, werden von vielen Sanitärinstallateuren und Großhändlern aus genau diesem Grund gemieden. Und wer seinen Kundenstamm an Sanitärfirmen nicht verlieren möchte, wird auch nicht damit anfangen. Und unter den Sanitärinstallateuren ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass man keine vom Kunden eingekaufte Ware verbaut (ist übrigens bei den meisten Handwerkern so).
Ich kann das aber auch verstehen. Handwerk ist oft ein hartes Brot und jeder der es könnte, würde es doch genauso machen. Es gibt ja keine Firma freiwillig einen Teil ihrer Marge ab.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Und hier träumen einige imer noch von fallenden Immopreisen :-)

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Immobilienmärkte waren und sind wie alle anderen Vermögensgütermärkte schon immer zyklisch ...

______________________________________________________________________________________________

„This time is different“ – „Dieses Mal ist alles anders“
sind die „teuersten Worte für Investoren“

Sir John Templeton

    1. November 1912 † 8. Juli 2008

WiWi Gast schrieb am 02.05.2020:

Und hier träumen einige immer noch von fallenden Immopreisen :-)

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 02.05.2020:

Und hier träumen einige imer noch von fallenden Immopreisen :-)

Ist meiner Meinung nach verständlich, sonst müssten sie sich ja eingestehen dass sie die Chance verpasst haben und dass sie in Zukunft noch teurer einsteigen müssen!

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 02.05.2020:

WiWi Gast schrieb am 02.05.2020:

Und hier träumen einige imer noch von fallenden Immopreisen :-)

Ist meiner Meinung nach verständlich, sonst müssten sie sich ja eingestehen dass sie die Chance verpasst haben und dass sie in Zukunft noch teurer einsteigen müssen!

Wenn man sich die Zahlen mal anguckt, sieht man eig. zwei Faktoren:

  • a) Die Immobilienpreise und Preisentwicklung ist extrem regional unterschiedlich. Es gibt deutschlandweit etwa 8 Regionen (Berlin, München+Umland, FFM, Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Hamburg, Mainz) die bereits überdurchschnittlich hohe Immobilienpreise haben und zugleich einen Preisanstieg im zweistelligen Prozentbereich pro Jahr haben. In Regionen die nicht dazugehören liegen die Immobilienpreise teilweise bei 1/4 oder 1/6 pro qm verglichen mit den Ballungsgebieten. Korreliert man das mit der Demografischen Entwicklung sieht man schnell, dass die Ballungsgebiete auch so einen hohen Anteil an jungen Menschen haben, daher eine Entlastung aufgrund der Altersentwicklung wird es nur in Regionen geben, die aktuell moderate Preise haben.

  • b) Die Entwicklung der Immobilienpreise korreliert gut mit der Entwicklung der Zinspolitik. Je geringer die Zinsen wurden, desto eher sind Immobilien als Anlageform attraktiv und desto eher können sich Menschen auch Immobilien leisten. Wenn man sich die Verschuldung der Menschen anguckt, ist natürlich ebenfalls eine Korrelation zur Zinsentwicklung zu sehen.
    Langfristig (daher auf 10-20 Jahre gesehen) werden sich die Zinsen wieder normalisieren. Davon gehen inzwischen fast alle Volkswirte aus. Einfach weil man mit niedrigen Zinsen versucht die Wirtschaft am Laufen zu halten aber inzwischen ist man am Ende der Zinspolitik angekommen. Mehr nach unten geht es nicht. Irgendwann wird man in den sauren Apfel beißen und die Zinswende einleiten müssen. Man hat versucht Krisen und Wirtschaftsschwankungen mit billigem Geld abzufedern, doch was inzwischen dämmert ist, dass man dadurch die Wirtschaft nur noch anfälliger für Schwankungen gemacht hat (weil die Abhängigkeit von Fremdkapital inzwischen extrem hoch ist).

Steigen die allgemeinen Zinsen um mehr als 3% an, geht man davon aus, dass die Mehrheit der Baukredite platzen wird, weil die Belastung dann für Privatpersonen und Unternehmen nicht mehr tragbar ist.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Normalerweise sind die Finanzierungen mit einem festen Zinssatz vereinbart. Variabel dürfte heutzutage extrem selten sein. Wer keine hohe Tilgung hat könnte bei einer Anschlussfinanzierung in Schwierigkeiten kommen. wenn man nach 10 oder 15 Jahren 40 oder 50% getilgt hat, wird es bei den meisten auch bei einem höheren Zinssatz wenig Probleme geben.

WiWi Gast schrieb am 02.05.2020:

Steigen die allgemeinen Zinsen um mehr als 3% an, geht man davon aus, dass die Mehrheit der Baukredite platzen wird, weil die Belastung dann für Privatpersonen und Unternehmen nicht mehr tragbar ist.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Wenn die Zinsen um 3% steigen, dann scheitert der Euro, weil der Club Med in Europa völlig überschuldet ist und es an Willen fehlt, sich zu reformieren. Sparen und keine Schulden machen ist ein eher nordeuropäisches Konzept.

In Südeuropa hat das einfach keine Tradition und wer schmerzhafte Reformen machen will, wird an der Wahlurne abgestraft. Daher gibt es drei Möglichkeiten: Entweder

  • Südeuro/Nordeuro, dann könnte man die Zinsen im Norden erhöhen
  • Zurück zu nationalen Währungen, Zinsen könnten in DE steigen
  • Niedrige Zinsen für sehr lange Zeit, ggf. sogar noch mehr Transferunion als jetzt schon.

Falls es mir jemand vorwirft: Nein ich bin keine Afd Sympathisantin, sondern bin sehr Pro-EU, habe private wie geschäftliche Kontakte nach Südeuropa, kenne daher die Mentalität sehr gut.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Als Mieter hat man heutzutage einfach keine Chance mehr im (Berufs-)Leben

Man ist völlig ausgeliefert...

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Als Mieter hat man heutzutage einfach keine Chance mehr im (Berufs-)Leben

Man ist völlig ausgeliefert...

Inwiefern wo ist der Zusammenhang? Gerade als Mieter kann man spontan umziehen und Angebote am anderen Ende der Republik oder gar Welt viel besser annehmen

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Völlig richtig. An den Schuldenstandsquoten der Südeuropäer hat sich trotz niedriger Zinsen nichts geändert, mit anderen Worten: Wenn die Zinsen höher gewesen wären, wären die Schuldenstandsquoten deutlich gestiegen. Die Südeuropäer würden aktuell steigende Zinsen nicht verkraften. Und das wird auch noch lange so bleiben.

WiWi Gast schrieb am 02.05.2020:

Wenn die Zinsen um 3% steigen, dann scheitert der Euro, weil der Club Med in Europa völlig überschuldet ist und es an Willen fehlt, sich zu reformieren. Sparen und keine Schulden machen ist ein eher nordeuropäisches Konzept.

In Südeuropa hat das einfach keine Tradition und wer schmerzhafte Reformen machen will, wird an der Wahlurne abgestraft. Daher gibt es drei Möglichkeiten: Entweder

  • Südeuro/Nordeuro, dann könnte man die Zinsen im Norden erhöhen
  • Zurück zu nationalen Währungen, Zinsen könnten in DE steigen
  • Niedrige Zinsen für sehr lange Zeit, ggf. sogar noch mehr Transferunion als jetzt schon.

Falls es mir jemand vorwirft: Nein ich bin keine Afd Sympathisantin, sondern bin sehr Pro-EU, habe private wie geschäftliche Kontakte nach Südeuropa, kenne daher die Mentalität sehr gut.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Als Mieter hat man heutzutage einfach keine Chance mehr im (Berufs-)Leben

Man ist völlig ausgeliefert...

Bei den Argumenten kann man echt nicht widersprechen...

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Als Mieter hat man heutzutage einfach keine Chance mehr im (Berufs-)Leben

Man ist völlig ausgeliefert...

Man stellt sich im Leben allegorisch gesehen an vielen Schlangen an, meistens - leider - an den falschen ...

Im Grunde läßt sich für jede Dekade der Vergangenheit zeigen, wie neue Industrien entstanden sowie bestehende gewachsen oder geschrumpft sind.

Damit würde ich mich beschäftigen und versuchen kapitalmarktorientiert ein von der Verwertung der eigenen Arbeitskraft unabhängiges Vermögen aufzubauen.

Leider wird dies nicht an den Schulen gelehrt sowie noch nicht einmal die Perspektive vermittelt, daß es dies übehaupt gibt.

So sind die meisten schließlich gefangen in Berufs- und Familienleben und haben weder die Zeit noch die Kraft über den Tellerrand zu schauen.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Als Mieter hat man heutzutage einfach keine Chance mehr im (Berufs-)Leben

Man ist völlig ausgeliefert...

Nicht überall. Die Welt besteht nicht nur aus den teuren Hot Spots :-).

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Als Mieter hat man heutzutage einfach keine Chance mehr im (Berufs-)Leben

Man ist völlig ausgeliefert...

Nicht überall. Die Welt besteht nicht nur aus den teuren Hot Spots :-).

Sehe ich genauso. Ich hab noch nie Probleme gehabt eine passende Wohnung zu finden. Gerade wenn man etwas Zeit hat und mal 2-3 Monat gucken kann, dann habe ich bislang immer mehrere passende Sachen gefunden. Und wenn ich mit meiner Lohnabrechnung und meiner Schufa winke, dann hat bislang noch jeder Vermieter auf meine Rückmeldung gewartet.

Wie gesagt, in den großen Ballungsgebieten mag das anders sein, aber es gibt auch genug Gegenden in Deutschland die auch schön sind und wo der Mietmarkt sehr human ist. Muss halt jeder selber wissen, was er sich aussetzt.

Ich werde vielleicht auch irgendwann mal eine Wohnung für den Eigenbedarf kaufen. Aber erst in ein paar Jahren, wenn ich auch weiß, wo ich bleiben will.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Als Mieter hat man heutzutage einfach keine Chance mehr im (Berufs-)Leben

Man ist völlig ausgeliefert...

Nicht überall. Die Welt besteht nicht nur aus den teuren Hot Spots :-).

Aber einige WiWis haben nur in den Hot Spots Berufsaussichten.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Frage an die Immobilienexperten: werden die Kosten mittelfristig nicht stark fallen, da z.B. durch 3D-Druck die Baukosten stark zurückgehen und Standard Häuser von der Stange dann bereits für 30k zu haben sind?

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Frage an die Immobilienexperten: werden die Kosten mittelfristig nicht stark fallen, da z.B. durch 3D-Druck die Baukosten stark zurückgehen und Standard Häuser von der Stange dann bereits für 30k zu haben sind?

Nicht schlecht. 7/10

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Wieso sollten die Baukosten stark fallen? durch 3 D Druck? nicht Dein ernst oder? seit vielen Jahrzehnten gibt es in der Fabrik vorgefertigte Fertighäuser. Dennoch sind die Baukosten nicht gefallen, durch viele Vorschriften sogar noch deutlich gestiegen. Auch Fertighäuser sind heute nicht mehr billig, u.a. wegen vieler Vorschriften, sei es Lärmschutz, Bandschutz, Energie und wegen gestiegener Ansprüche der Häuslebauer. Ein Fertighaus wie in den 70er Jahren würde heute kaum noch einer bauen wollen. Ausserdem ist ein sehr großer Teil der Aufwendungen für ein Haus das Grundstück, besonders in den Ballungszentren.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Das ist angesichts der ständig zunehmenden Regulierung sehr umwahrscheinlich.

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Frage an die Immobilienexperten: werden die Kosten mittelfristig nicht stark fallen, da z.B. durch 3D-Druck die Baukosten stark zurückgehen und Standard Häuser von der Stange dann bereits für 30k zu haben sind?

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Boden lässt sich nicht vermehren!!
3D Druck ... das ist doch nicht euer Ernst

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Frage an die Immobilienexperten: werden die Kosten mittelfristig nicht stark fallen, da z.B. durch 3D-Druck die Baukosten stark zurückgehen und Standard Häuser von der Stange dann bereits für 30k zu haben sind?

Wohl erstmal nicht, denn der Innenausbau frisst das meiste Geld.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Wieso sollten die Baukosten stark fallen? durch 3 D Druck? nicht Dein ernst oder? seit vielen Jahrzehnten gibt es in der Fabrik vorgefertigte Fertighäuser. Dennoch sind die Baukosten nicht gefallen, durch viele Vorschriften sogar noch deutlich gestiegen. Auch Fertighäuser sind heute nicht mehr billig, u.a. wegen vieler Vorschriften, sei es Lärmschutz, Bandschutz, Energie und wegen gestiegener Ansprüche der Häuslebauer. Ein Fertighaus wie in den 70er Jahren würde heute kaum noch einer bauen wollen. Ausserdem ist ein sehr großer Teil der Aufwendungen für ein Haus das Grundstück, besonders in den Ballungszentren.

Hier der Vorposter, was übersehe ich denn? Es gibt mittlerweile Firmen die Häuser drucken und das für geringe Kosten und in kurzer Zeit. Klar die Regularien muss es erfüllen, aber ansonsten sehe ich doch kein Problem warum das nicht flächendeckend möglich sein soll Häuser so herzustellen

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Frage an die Immobilienexperten: werden die Kosten mittelfristig nicht stark fallen, da z.B. durch 3D-Druck die Baukosten stark zurückgehen und Standard Häuser von der Stange dann bereits für 30k zu haben sind?

Wohl erstmal nicht, denn der Innenausbau frisst das meiste Geld.

Der Bauplatz kostet mit Abstand am meisten Geld.
Also in Stuttgart und Umland (so die "Vorstädte Weilimdorf, Feuerbach, Degerloch etc)
kostet dich alleine der Bauplatz (je nach Größe und Lage) mal locker 500k-900k.
Dann hast da aber uU noch n altes Haus aus den 30-40gern drauf :D

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Frage an die Immobilienexperten: werden die Kosten mittelfristig nicht stark fallen, da z.B. durch 3D-Druck die Baukosten stark zurückgehen und Standard Häuser von der Stange dann bereits für 30k zu haben sind?

Fertighäuser gibt es ja auch heute schon und ja, die sind natürlich billiger als ein gemauertes Haus.

Das Problem ist eher das Grundstück. In den Ballungsräumen gibt es schlicht keine freien Flächen mehr. Dadurch spielen die Baukosten dort kaum eine Rolle für die allgemeine Preisentwicklung.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Ich würde gern mal so ein gedrucktes Haus sehen. Fertighäuser gibt es schon länger und ich kann mir nicht vorstellen, dass deren Baukosten inkl. Einhaltung aller Regeln, durch 3 D Druck plötzlich massiv günstiger sein sollen. Ausserdem bleibt immer noch das Problem der sehr teuren Grundstücke in den Ballungszentren.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Ich würde gern mal so ein gedrucktes Haus sehen. Fertighäuser gibt es schon länger und ich kann mir nicht vorstellen, dass deren Baukosten inkl. Einhaltung aller Regeln, durch 3 D Druck plötzlich massiv günstiger sein sollen. Ausserdem bleibt immer noch das Problem der sehr teuren Grundstücke in den Ballungszentren.

Der Anteil der Kosten für den Rohbau (das, was ggf ein 3d.drucker machen könnte) an den Gesamtkosten eines Hauses, also inklusive Grundstück, Vorarbeiten, Innenausbau, Fassadenarbeiten etc ist eh nicht hoch genug, dass die Kostenersparnis zwischen 3d drucken oder Fertighaus eine große Rolle spielen dürfte...

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Ich würde gern mal so ein gedrucktes Haus sehen. Fertighäuser gibt es schon länger und ich kann mir nicht vorstellen, dass deren Baukosten inkl. Einhaltung aller Regeln, durch 3 D Druck plötzlich massiv günstiger sein sollen. Ausserdem bleibt immer noch das Problem der sehr teuren Grundstücke in den Ballungszentren.

Grundstücke, klar, sind unabhängig davon. Aber ansonsten einfach mal "haus 3D druck" googlen/ auf youtube schauen, das konzept ist sehr simpel und muss eben an länderspezifische regularien angepasst werden. Ansonsten aber sehe ich keinen grund, warum es nicht möglich sein sollte, ganze neubausiedlungen in kürzester zeit so hochzuziehen. Dann könnte das angebot endlich mal mit der nachfrage schritthalten

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

WiWi Gast schrieb am 03.05.2020:

Als Mieter hat man heutzutage einfach keine Chance mehr im (Berufs-)Leben

Man ist völlig ausgeliefert...

Nicht überall. Die Welt besteht nicht nur aus den teuren Hot Spots :-).

Aber einige WiWis haben nur in den Hot Spots Berufsaussichten.

Teufelskreis:
Kein Geld -> Keine Wohnung kaufen -> Miete=Sunk Cost (bzw. Zahlt dem Vermiter die Wohnung ab) -> Kein EK Aufbau -> EK fehlt (kein Geld siehe Punkt 1)

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Mein Physiker Kumpel arbeitet im 3D Druck.
Da kostet eine Betriebsstunde zwischen 200-5k Euro.
Viel Erfolg mit einem Haus für 30k...

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Das mit dem 3D druck haus ist kein witz, ich kenne auch pilotprojekte aus finnland. Natürlich sind das momentan noch sehr einfache häuser, die auflagen an dämmung, brandschutz etc. müssen erst noch integriert und berücksichtigt werden, weshalb es bei richtigen häusern hier in deutschland wohl noch etwas dauern wird. Bei einfacheren sachen wie carports kann ich mir aber gut vorstellen dass sich sowas schon sehr bald von 3D druck geleistet wird (ihr müsst berücksichtigen, dass hier in den nächsten fünf jahren die kosten noch sehr viel weiter nach unten gebracht werden können)

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 04.05.2020:

Mein Physiker Kumpel arbeitet im 3D Druck.
Da kostet eine Betriebsstunde zwischen 200-5k Euro.
Viel Erfolg mit einem Haus für 30k...

Wer sowas von sich gibt, der weiß nicht mal was 3D Druck eigentlich bedeutet...

Es gibt dutzende verschiedener Druckverfahren mit verschiedensten Materialien.
Ich kann mir irgendwelche kleinen Kunststoffteile drucken lassen, da kostet die Betriebsstunde kaum einen Zehner.
Ich kann aber auch irgendwelche Graphit-Metaldruckverfahren aus der Luftfahrtindustrie nehmen, da ist man sicher bei etlichen Tausend Euro pro Std.

Wenn man sich das mal für die Bauindustrie überlegt, dann wird sich das vermutlich einfach nicht lohnen im Moment.
De facto funktioniert Beton Rohbau schon seit Jahrzehnten nach einem Druck-ähnlichen Verfahren. Man schachtet den Grundriss aus (aka Druckform) und füllt diesen von Oben mit flüssigem Beton aus. Das macht man dann Etage für Etage bis der Rohbau steht. Das eigentliche Verfüllen mit Beton dauert schon heute bei einem EFH nur ein paar Std.
Der Rohbau ist und war aber noch nie ein großer Kostenfaktor bei Bauvorhaben. Der Rohbau macht im Schnitt nur 10-20% der Gesamtkosten aus und ist so schon billig (viele Arbeiter aus dem europäischen Ausland).

Maschinen die einen Grundriss mauern können sind vielleicht in Zukunft interessant, aber auch das wirkt sich nicht auf die wahren Kostentreiber wie den Innenausbau aus.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Das Problem ist nicht das Verfahren, wie etwas hergestellt wird. Es sind einfach die ganzen Verordnungen und die krassen Bodenpreise... Wir haben für jedes Bundesland andere Gesetze. Wie will man da skalieren und Kosten einsparen? Geht nicht und ist durch die Regierung nicht gewollt.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 04.05.2020:

Mein Physiker Kumpel arbeitet im 3D Druck.
Da kostet eine Betriebsstunde zwischen 200-5k Euro.
Viel Erfolg mit einem Haus für 30k...

Wer sowas von sich gibt, der weiß nicht mal was 3D Druck eigentlich bedeutet...

Es gibt dutzende verschiedener Druckverfahren mit verschiedensten Materialien.
Ich kann mir irgendwelche kleinen Kunststoffteile drucken lassen, da kostet die Betriebsstunde kaum einen Zehner.
Ich kann aber auch irgendwelche Graphit-Metaldruckverfahren aus der Luftfahrtindustrie nehmen, da ist man sicher bei etlichen Tausend Euro pro Std.

Wenn man sich das mal für die Bauindustrie überlegt, dann wird sich das vermutlich einfach nicht lohnen im Moment.
De facto funktioniert Beton Rohbau schon seit Jahrzehnten nach einem Druck-ähnlichen Verfahren. Man schachtet den Grundriss aus (aka Druckform) und füllt diesen von Oben mit flüssigem Beton aus. Das macht man dann Etage für Etage bis der Rohbau steht. Das eigentliche Verfüllen mit Beton dauert schon heute bei einem EFH nur ein paar Std.
Der Rohbau ist und war aber noch nie ein großer Kostenfaktor bei Bauvorhaben. Der Rohbau macht im Schnitt nur 10-20% der Gesamtkosten aus und ist so schon billig (viele Arbeiter aus dem europäischen Ausland).

Maschinen die einen Grundriss mauern können sind vielleicht in Zukunft interessant, aber auch das wirkt sich nicht auf die wahren Kostentreiber wie den Innenausbau aus.

Und was hat dein kleines Kunststoffteil mit einem Haus zu tun?
Ich habe keine Ahnung aus welchem Material so ein "3D Drucker Haus" bestehen soll das man es überhaupt drucken kann und die Leute noch darin wohnen wollen.
Aus Kunststoff könnte man ja auch ein Lego Haus bauen.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Die Wohnkosten steigen weiter. Der Bestand an Mietwohnungen wächst nicht. Und Berichterstattung dazu bleibt unterschwellig. Politik schweigt.
Alles Zufall? Ich halte das für eine Verschwörungstheorie, als ob Vermögensverteilung immer vom "Zufall" abhängt. Für was will man "den Zufall" noch alles verantwortlich machen.

antworten
numquam

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 01.01.2021:

Die Wohnkosten steigen weiter. Der Bestand an Mietwohnungen wächst nicht. Und Berichterstattung dazu bleibt unterschwellig. Politik schweigt.
Alles Zufall? Ich halte das für eine Verschwörungstheorie, als ob Vermögensverteilung immer vom "Zufall" abhängt. Für was will man "den Zufall" noch alles verantwortlich machen.

Klartext würde die Bevölkerung verunsichern, denn wenn man die Gesamtsituation versteht und sich aktiv Sorgen machte, schliefe man keine Nacht mehr durch. Deshalb kommen im ÖR auch Bares für Rares, zusammenhanglose Fakten im besten Fall, tendenziöser Schmuh i.d.R., bloß kein Klartext.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Die Politik verdient fürstlich an den gestiegenen Immobilienpreisen und Mieten mit und so manche Kommune hat sich die letzten Jahre darüber finanziert. Case closed.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Politik richtet sich am Etablierten, Alten aus.

Schule fällt 2j mal aus, die Alten sollen risikofrei einkaufen.....

Zwischen der konstruierten Politikalternative “Wirtschaftsförderung/ schwarzgrüne Technologieförderung“ einerseits und “Ausländer raus“ andererseits fallen Anliegen der Jungen völlig hinten herunter.

Billiglöhner und erpressbare Mieter passen allen gut.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Das ist so, die Politik richtet sich an die Etablierten. Ich habe es schon mal woanders geschrieben, aber ich finde es persönlich einfach etwas komisch, dass man direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Bauland Goldwert ist, unbedingt Rüben in großem Stil anpflanzen muss. Diese Rüben könnten doch woanders wo es Land im Überfluss gibt, genauso wachsen. Da könnte man wunderbar Bauland draus machen. Dem Bauern könnte man eine sehr üppige Entschädigung bezahlen, dass der nie wieder arbeiten muss oder sich das 10 fache der Fläche, wenn nicht noch mehr, sich woanders davon leisten kann.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

Das ist so, die Politik richtet sich an die Etablierten. Ich habe es schon mal woanders geschrieben, aber ich finde es persönlich einfach etwas komisch, dass man direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Bauland Goldwert ist, unbedingt Rüben in großem Stil anpflanzen muss. Diese Rüben könnten doch woanders wo es Land im Überfluss gibt, genauso wachsen. Da könnte man wunderbar Bauland draus machen. Dem Bauern könnte man eine sehr üppige Entschädigung bezahlen, dass der nie wieder arbeiten muss oder sich das 10 fache der Fläche, wenn nicht noch mehr, sich woanders davon leisten kann.

Du vergisst die umliegende Infrastruktur. Neue Baugebiete bedeuten auch Zuzug von außen und somit Einwohnerwachstum.
Für diese Einwohner müssen Kitas, Schulen, Ärzte, Versorgung und und und zur Verfügung gestellt werden. Daran hapert es meistens bei den Kommunen und Städten. Deshalb ist es nicht erwünscht und schlicht nicht möglich, massenhaft neue Wohngebiete zu schaffen.

Gerade die Themen Schulen und Kitas sind ein wesentliches Problem bei Neubaugebieten, da die bestehenden Institutionen im Einzugsgebiet bereits überfüllt und an der Grenze des Machbaren sind. Und Mal eben schnell eine neue Schule oder Kita erbauen und eröffnen, läuft in Deutschland halt nicht. Das sind 5-10 Jahres Projekte.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

Das ist so, die Politik richtet sich an die Etablierten. Ich habe es schon mal woanders geschrieben, aber ich finde es persönlich einfach etwas komisch, dass man direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Bauland Goldwert ist, unbedingt Rüben in großem Stil anpflanzen muss. Diese Rüben könnten doch woanders wo es Land im Überfluss gibt, genauso wachsen. Da könnte man wunderbar Bauland draus machen. Dem Bauern könnte man eine sehr üppige Entschädigung bezahlen, dass der nie wieder arbeiten muss oder sich das 10 fache der Fläche, wenn nicht noch mehr, sich woanders davon leisten kann.

Flächenversiegelung ist dir ein Begriff ?

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

Das ist so, die Politik richtet sich an die Etablierten. Ich habe es schon mal woanders geschrieben, aber ich finde es persönlich einfach etwas komisch, dass man direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Bauland Goldwert ist, unbedingt Rüben in großem Stil anpflanzen muss. Diese Rüben könnten doch woanders wo es Land im Überfluss gibt, genauso wachsen. Da könnte man wunderbar Bauland draus machen. Dem Bauern könnte man eine sehr üppige Entschädigung bezahlen, dass der nie wieder arbeiten muss oder sich das 10 fache der Fläche, wenn nicht noch mehr, sich woanders davon leisten kann.

Flächenversiegelung ist dir ein Begriff ?

Ja, aber das ist kein absolutes Argument.

  1. Muss man Flächenversiegelung gegen den Bedarf der Menschen nach Wohnraum abwiegen.

  2. Wird viel gebaut, nur nicht da wo man es braucht. Statt auf dem Land mehr und mehr Donut-Städte zu schaffen indem lieber am Rand neu gebaut wird als leerstehende Immobilien im Zentrum zu sanieren, sollte man lieber weniger Bauland auf dem Land und mehr in und um die Ballungszentren ausweisen.
antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

Das ist so, die Politik richtet sich an die Etablierten. Ich habe es schon mal woanders geschrieben, aber ich finde es persönlich einfach etwas komisch, dass man direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Bauland Goldwert ist, unbedingt Rüben in großem Stil anpflanzen muss. Diese Rüben könnten doch woanders wo es Land im Überfluss gibt, genauso wachsen. Da könnte man wunderbar Bauland draus machen. Dem Bauern könnte man eine sehr üppige Entschädigung bezahlen, dass der nie wieder arbeiten muss oder sich das 10 fache der Fläche, wenn nicht noch mehr, sich woanders davon leisten kann.

Das würde ja das bestehende Bauland abwerten und die Entscheider besitzten davon sehr viel.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

Das ist so, die Politik richtet sich an die Etablierten. Ich habe es schon mal woanders geschrieben, aber ich finde es persönlich einfach etwas komisch, dass man direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Bauland Goldwert ist, unbedingt Rüben in großem Stil anpflanzen muss. Diese Rüben könnten doch woanders wo es Land im Überfluss gibt, genauso wachsen. Da könnte man wunderbar Bauland draus machen. Dem Bauern könnte man eine sehr üppige Entschädigung bezahlen, dass der nie wieder arbeiten muss oder sich das 10 fache der Fläche, wenn nicht noch mehr, sich woanders davon leisten kann.

Du vergisst die umliegende Infrastruktur. Neue Baugebiete bedeuten auch Zuzug von außen und somit Einwohnerwachstum.
Für diese Einwohner müssen Kitas, Schulen, Ärzte, Versorgung und und und zur Verfügung gestellt werden. Daran hapert es meistens bei den Kommunen und Städten. Deshalb ist es nicht erwünscht und schlicht nicht möglich, massenhaft neue Wohngebiete zu schaffen.

Gerade die Themen Schulen und Kitas sind ein wesentliches Problem bei Neubaugebieten, da die bestehenden Institutionen im Einzugsgebiet bereits überfüllt und an der Grenze des Machbaren sind. Und Mal eben schnell eine neue Schule oder Kita erbauen und eröffnen, läuft in Deutschland halt nicht. Das sind 5-10 Jahres Projekte.

Liegt halt an der maximalen Ineffizienz des deutschen Staates.
In der Vorstadt in der ich aufgewachsen bin, wollte man ein Gymnasium bauen als ich in die 5. Klasse gekommen bin, vor 2 Jahren ist es fertig geworden (ich bin fast 30 jetzt).
Schlappe 16 Jahre um eine Schule zu bauen die mittlerweile um ca. 50% zu klein ist.
Reife Leistung.

Ich wohne mittlerweile in der Schweiz, hier sind Immopreise noch mal eine ganz anderes Thema, aber man merkt hier erst einmal wie fix doch staatliche Institutionen sein können.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

Das ist so, die Politik richtet sich an die Etablierten. Ich habe es schon mal woanders geschrieben, aber ich finde es persönlich einfach etwas komisch, dass man direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Bauland Goldwert ist, unbedingt Rüben in großem Stil anpflanzen muss. Diese Rüben könnten doch woanders wo es Land im Überfluss gibt, genauso wachsen. Da könnte man wunderbar Bauland draus machen. Dem Bauern könnte man eine sehr üppige Entschädigung bezahlen, dass der nie wieder arbeiten muss oder sich das 10 fache der Fläche, wenn nicht noch mehr, sich woanders davon leisten kann.

Flächenversiegelung ist dir ein Begriff ?

Ja, aber das ist kein absolutes Argument.

  1. Muss man Flächenversiegelung gegen den Bedarf der Menschen nach Wohnraum abwiegen.

  2. Wird viel gebaut, nur nicht da wo man es braucht. Statt auf dem Land mehr und mehr Donut-Städte zu schaffen indem lieber am Rand neu gebaut wird als leerstehende Immobilien im Zentrum zu sanieren, sollte man lieber weniger Bauland auf dem Land und mehr in und um die Ballungszentren ausweisen.
  1. Nein muss man nicht.
    Was man muss, ist Flächenversiegelung gegenüber der Umwelt abwiegen, da gibt es viele einzelne Variablen (Niederschlag, Grundwasser, Luftschneißen).

  2. Also um bei deinem Beispiel zu bleiben, Stuttgart ist absolut zugesagt. Da gibt es nichtmehr viel. Die ganzen Dunstkreise a la Remstal/ Vaihingen etc sind in den letzten 15 Jahren absolut zugebaut worden. Auch die umliegenden Stadtteile sind wahrlich keine "leeren" Orte.

Nur weil das Geld bei Einzelnen nicht da ist, heißt das nicht, dass jeder Sozialogie-Ingo mit seiner Birte im nächsten Dunstkreis seiner bevorzugten Großstadt für 70qm 600kalt wohnen darf.
Wohnen kostet, wie viel regelt der Markt.

Es geht nicht um die Grundsatzdiskussion, ob es eine Immoblase gibt oder nicht.
Aber es gibt schon jetzt absolute Probleme bezüglich der Flächenversiegelung.

Ich bin kein Grünenwähler, aber es gibt einfach kein gottgegebenes Recht, in einem EFH zu wohnen. Entweder kannst du dir den Luxus leisten (vor 30 Jahren waren die Städte und Gemeinden viel kleiner als heute, ergo auch noch nicht das große Platzproblem). Der Status Quo hat sich aber geändert.

Lg

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Das würde ja das bestehende Bauland abwerten und die Entscheider besitzten davon sehr viel.

Bin der mit dem Rübenbeispiel. Genau das ist nämlich das Problem. Flächenversiegelung: das Problem kann man technisch lösen, man muss ja nicht alles zubetonieren, dennoch finde ich es ökonomisch unsinnig, Rüben auf der Filderebene anzupflanzen, direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Gold wert ist. Die Rüben können doch woanders genauso gut wachsen.

Auch das Problem mit der Infrastruktur könnte man in den Griff bekommen. Gemeinde kauft dem Bauer für einen sehr guten Preis den Acker ab und verkauft die Grundstücke in kleineren Parzellen weiter. Allein mit dem Gewinn, die Nachfrage und Kaufkraft ist ja da, könnte man sehr viel Infrastruktur bauen. Grundstücke wären ja dafür frei. Aber es ist wie schon oben gesagt, dazu bedarf es an echtem Willen und es könnte sein, dass die deutsche Bürokratie da ein Bremser ist.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Das Ergebnis wäre eine Zersiedelung der Landschaft, so wie in den Vorstädten der US-Großstädte. Grauenhaft und absolut nicht sinnvoll. Mehrfamilienhäuser benötigen viel weniger Platz pro Einwohner. Dann bleibt unsere schöne Landschaft erhalten. Einfamilienhaus-Siedlungen sollte man nicht mehr fördern. Diese Zeit sollte vorbei sein. Und ich bin kein Grüner, nur konservativ.

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

Das würde ja das bestehende Bauland abwerten und die Entscheider besitzten davon sehr viel.

Bin der mit dem Rübenbeispiel. Genau das ist nämlich das Problem. Flächenversiegelung: das Problem kann man technisch lösen, man muss ja nicht alles zubetonieren, dennoch finde ich es ökonomisch unsinnig, Rüben auf der Filderebene anzupflanzen, direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Gold wert ist. Die Rüben können doch woanders genauso gut wachsen.

Auch das Problem mit der Infrastruktur könnte man in den Griff bekommen. Gemeinde kauft dem Bauer für einen sehr guten Preis den Acker ab und verkauft die Grundstücke in kleineren Parzellen weiter. Allein mit dem Gewinn, die Nachfrage und Kaufkraft ist ja da, könnte man sehr viel Infrastruktur bauen. Grundstücke wären ja dafür frei. Aber es ist wie schon oben gesagt, dazu bedarf es an echtem Willen und es könnte sein, dass die deutsche Bürokratie da ein Bremser ist.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

Das Ergebnis wäre eine Zersiedelung der Landschaft, so wie in den Vorstädten der US-Großstädte. Grauenhaft und absolut nicht sinnvoll. Mehrfamilienhäuser benötigen viel weniger Platz pro Einwohner. Dann bleibt unsere schöne Landschaft erhalten. Einfamilienhaus-Siedlungen sollte man nicht mehr fördern. Diese Zeit sollte vorbei sein. Und ich bin kein Grüner, nur konservativ.

Was wäre da schlimm dran? allein schon der Begriff "Zersiedelung" das klingt ja fast schon wie chemische Zersetzung. Ich habe lieber US Vorstädte, wo sich viele Mitglieder der Mittelschicht sich ein Haus mit Garten leisten können, statt die typisch deutschen Arbeiterschließfächer oder für die reicheren Reihenhäuser eng aufeinander wie die Hühner in den Vorstädten. Ich bleibe dabei und sage, die Rüben können woanders wachsen :-)

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Komme auch aus Südbayern und empfinde das selbe bei München. Vor den Toren der Stadt massive (und saulangweilige) Grünflächen. Schaut man sich Hong Kong oder New York City an, wird da auch zugebaut. Das sind ja mittlerweile die Städte, die München von den Mietpreisen her schon überflügelt hat.

Mehr Kitas, etc. braucht man so oder so wenns mehr Leute gibt, dass unsere Infrastruktur hier in München aus allen Löchern pfeift (bibbern um Wohnung, bibbern um Arzttermin, bibbern um Kita Platz, bibbern um Gynmnaskum Platz, bibbern um einen Platz im Restaurant) ist bekannt. Für mich - muss - ordentlich Neuland um die Metropolen rum erschlossen werden.

Die Acker da rum braucht kein Mensch. Gehe davon aus, dass da irgendwelche anderen Gründe dahinterstecken und der "Flächenverbrauch" nur vorgeschoben wird.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

Das Ergebnis wäre eine Zersiedelung der Landschaft, so wie in den Vorstädten der US-Großstädte. Grauenhaft und absolut nicht sinnvoll. Mehrfamilienhäuser benötigen viel weniger Platz pro Einwohner. Dann bleibt unsere schöne Landschaft erhalten. Einfamilienhaus-Siedlungen sollte man nicht mehr fördern. Diese Zeit sollte vorbei sein. Und ich bin kein Grüner, nur konservativ.

Was wäre da schlimm dran? allein schon der Begriff "Zersiedelung" das klingt ja fast schon wie chemische Zersetzung. Ich habe lieber US Vorstädte, wo sich viele Mitglieder der Mittelschicht sich ein Haus mit Garten leisten können, statt die typisch deutschen Arbeiterschließfächer oder für die reicheren Reihenhäuser eng aufeinander wie die Hühner in den Vorstädten. Ich bleibe dabei und sage, die Rüben können woanders wachsen :-)

Ich sehe das genau so. Das zeigt nochmal, wie unterschiedlich die Prioritäten da sein können.

Aber ich persönlich wohne viel lieber im Einfamilienhaus auf einem vernünftig großen, grünen Grundstück als eingezwängt im Mehrfamilienhaus neben Feldern.

Ich habe auch noch nie verstanden, was das große Problem an der Zersiedelung sein soll und stimme auch der Kritik an diesem Namen zu. Man könnte es auch "lockere Bebauung" nennen. Das heißt ja trotzdem nicht, dass man komplett Deutschland zubetoniert. Aber gute Wohnbedingungen sind mir ebenso ein Bedürfnis wie die Natur. Wenn wir die menschlischen Bedürfnisse allem unterordnen wollen, müsste man Konsequent auch sagen wir bauen nur noch 2-Zimmer-Wohnungen für alle, die reichen auch um ein Dach über dem Kopf zu haben und brauchen weniger Platz als größere Wohnungen.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

Das ist so, die Politik richtet sich an die Etablierten. Ich habe es schon mal woanders geschrieben, aber ich finde es persönlich einfach etwas komisch, dass man direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Bauland Goldwert ist, unbedingt Rüben in großem Stil anpflanzen muss. Diese Rüben könnten doch woanders wo es Land im Überfluss gibt, genauso wachsen. Da könnte man wunderbar Bauland draus machen. Dem Bauern könnte man eine sehr üppige Entschädigung bezahlen, dass der nie wieder arbeiten muss oder sich das 10 fache der Fläche, wenn nicht noch mehr, sich woanders davon leisten kann.

Flächenversiegelung ist dir ein Begriff ?

Ja, aber das ist kein absolutes Argument.

  1. Muss man Flächenversiegelung gegen den Bedarf der Menschen nach Wohnraum abwiegen.

  2. Wird viel gebaut, nur nicht da wo man es braucht. Statt auf dem Land mehr und mehr Donut-Städte zu schaffen indem lieber am Rand neu gebaut wird als leerstehende Immobilien im Zentrum zu sanieren, sollte man lieber weniger Bauland auf dem Land und mehr in und um die Ballungszentren ausweisen.
  1. Nein muss man nicht.
    Was man muss, ist Flächenversiegelung gegenüber der Umwelt abwiegen, da gibt es viele einzelne Variablen (Niederschlag, Grundwasser, Luftschneißen).

Die Flächenversiegelung ist Teil dieser Umweltaspekte und wird gerne synonym für das Gesamtpaket verwendet. Es bleibt also bei der Abwägung zwischen den Bedürfnissen der Menschen nach Wohnraum und den resultierenden negativen Auswirkungen auf die Natur. Und ich bleibe dabei, dass hier abgewogen werden muss, denn auch der Wohnraumbedarf ist ein legitimes Interesse. Wenn wir die Natur über alles stellen, müssten wir ab sofort jegliches Zeugen von Nachwuchs verbieten oder uns selbst in die Steinzeit zurück schicken.

  1. Also um bei deinem Beispiel zu bleiben, Stuttgart ist absolut zugesagt. Da gibt es nichtmehr viel. Die ganzen Dunstkreise a la Remstal/ Vaihingen etc sind in den letzten 15 Jahren absolut zugebaut worden. Auch die umliegenden Stadtteile sind wahrlich keine "leeren" Orte.

Schön dass du Stuttgart nimmst. Klar, im Stadtzentrum stimme ich dir zu, da gibt es nicht mehr viel, aber sobald du etwas nach außen schaust änder sich das. Zwischen Vaihingen und Möhringen gibt es zum beispiel noch viel Landwirtschaftsfläche die man gut bebauen könnte. Ebenso wie zwischen Möhringen und Steckfeld oder zwischen Autobahn und Echterdingen. Zur anderen Seite hast du vor Fellbach und um Kornwestheim noch jede menge Felder. Und das sind alles nur Felder, da geht es nicht darum irgendwelche Wälder abzuholzen oder so.

Nur weil das Geld bei Einzelnen nicht da ist, heißt das nicht, dass jeder Sozialogie-Ingo mit seiner Birte im nächsten Dunstkreis seiner bevorzugten Großstadt für 70qm 600kalt wohnen darf.
Wohnen kostet, wie viel regelt der Markt.

Das ist ja das Problem. Das Geld reicht nicht bei einzelnen nicht, es reicht bei fast allen nicht. Klar kann wird sie nie jeder ein EFH in einer Nachgefragten Großstadt leisten können. Wenn es aber selbst der leitende Daimer-Ingenieur der zu den 10 % der Bestverdiener im Land zählt nicht mehr kann, läuft etwas schief. Und da hört es ja nicht auf. Es geht ja nicht nur um Besserverdiener die sich kein Haus mehr leisten können, sondern auch um den Busfahrer, der kaum ne Chance hat überhaupt eine Wohnung für seine Familie bezahlt zu bekommen, und der an eine kleine Eigentumswohnung gar nicht erst denken muss.

Es geht nicht um die Grundsatzdiskussion, ob es eine Immoblase gibt oder nicht.
Aber es gibt schon jetzt absolute Probleme bezüglich der Flächenversiegelung.

Ich bin kein Grünenwähler, aber es gibt einfach kein gottgegebenes Recht, in einem EFH zu wohnen. Entweder kannst du dir den Luxus leisten (vor 30 Jahren waren die Städte und Gemeinden viel kleiner als heute, ergo auch noch nicht das große Platzproblem). Der Status Quo hat sich aber geändert.

Lg

Aber es gibt ein Recht auf angemessenes Wohnen. Und es sollte unser Ziel als Gesellschaft sein, das zu ermöglichen. Ich behaupte auch nicht, dass jeder ein EFH kaufen können muss. Aber es braucht mehr Wohnraum in den Städten, wenn weiterhin immer mehr Menschen (freiwillig oder unfreiwillig) in diese hinein drängen. Und es muss dabei auch eine Abstufung geben, wenn wir unsere Leistungsgesellschaft nicht ad absurdum führen wollen. Und wenn man jetzt nur noch große Mehrfamilienhäuser baut, führt das nur dazu, dass die vorhandenen EFH noch stärker an Wert zulegen und die Ungleichheit zwischen Einkommen und Vermögen noch weiter zu-, und damit die Möglichkeit aufzusteigen weiter abnimmt.

Aber selbst wenn man um die nachgefragten Städte nur Mehrfamilienhäuser bauen würde, würde das schon zu einer Entlastung auf dem gesamten Immobilienmarkt dort führen und die Preisspirale zumindest ausbremsen.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Angemessenes Wohnen soll ja auch sein. Dafür reicht aber eine Etagenwohnung mit einem Kinderzimmer pro Kind vollkommen aus. Evtl. noch ein Arbeitszimmer für home office. Dann gibt es auf dem Grundstück einen Kinderspielplatz, wo sich die Kinder treffen können. Aber ein Einfamilienhaus braucht wirklich keiner.

Man bekommt hier irgendwie den Eindruck, dass Leute, die in einer Kleinstadt im EFH aufgewachsen und dann in die Großstadt umgezogen sind glauben, quasi ein Anrecht auf ein Großstadt-EFH für ihre Familiengründung zu haben. Die Politik muss Euch das nicht ermöglichen!

Mit den begrenzten Resourcen (dazu gehört auch die Baufläche) muss man möglichst viel Wohnraum realisieren. Und man strebt ja auch ganz offiziell eine Vermischung der Bevölkerungsschichten an. Deshalb werden Grundstücke nur an Bauträger vergeben, die einen Anteil mit sozial gebundenen Wohnungen realisieren. Dann wohnt der Busfahrer zur Miete neben dem Dax-Sachbearbeiter und einem Berater, die den normalen Marktpreis bezahlen dürfen.

EFH-Gebiete, wo sich nur versnobte Besserverdiener ein Haus leisten können sind in der Großstadt definitiv nicht mehr gewollt!

Auf dem Land stehen heute schon viele Häuser leer. Sind ganz billig zu haben. Die Immobilienportale sind voll damit. Und wegen der Landflucht werden das noch mehr werden. Auch Normalverdiener können es sich da leisten können.

Ich habe schon immer in der Stadt gewohnt und bin niemals auf die verrückte Idee gekommen, mir ein Haus leisten zu wollen!

WiWi Gast schrieb am 09.06.2021:

Aber es gibt ein Recht auf angemessenes Wohnen. Und es sollte unser Ziel als Gesellschaft sein, das zu ermöglichen. Ich behaupte auch nicht, dass jeder ein EFH kaufen können muss. Aber es braucht mehr Wohnraum in den Städten, wenn weiterhin immer mehr Menschen (freiwillig oder unfreiwillig) in diese hinein drängen. Und es muss dabei auch eine Abstufung geben, wenn wir unsere Leistungsgesellschaft nicht ad absurdum führen wollen. Und wenn man jetzt nur noch große Mehrfamilienhäuser baut, führt das nur dazu, dass die vorhandenen EFH noch stärker an Wert zulegen und die Ungleichheit zwischen Einkommen und Vermögen noch weiter zu-, und damit die Möglichkeit aufzusteigen weiter abnimmt.

Aber selbst wenn man um die nachgefragten Städte nur Mehrfamilienhäuser bauen würde, würde das schon zu einer Entlastung auf dem gesamten Immobilienmarkt dort führen und die Preisspirale zumindest ausbremsen.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Der Bestand an Mietwohnungen wächst jedes Jahr. Und es stehen über eine Million Wohnungen leer! Ist halt regional unterschiedlich verteilt.

Wenn Du im Immobilienportal nicht nur Deine Stadt angibst, sondern das ganze Bundesland, wirst Du viele billige Objekte sehen. Zur Miete und zum Kauf.

WiWi Gast schrieb am 01.01.2021:

Die Wohnkosten steigen weiter. Der Bestand an Mietwohnungen wächst nicht. Und Berichterstattung dazu bleibt unterschwellig. Politik schweigt.
Alles Zufall? Ich halte das für eine Verschwörungstheorie, als ob Vermögensverteilung immer vom "Zufall" abhängt. Für was will man "den Zufall" noch alles verantwortlich machen.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 09.06.2021:

Der Bestand an Mietwohnungen wächst jedes Jahr. Und es stehen über eine Million Wohnungen leer! Ist halt regional unterschiedlich verteilt.

Wenn Du im Immobilienportal nicht nur Deine Stadt angibst, sondern das ganze Bundesland, wirst Du viele billige Objekte sehen. Zur Miete und zum Kauf.

Die Wohnkosten steigen weiter. Der Bestand an Mietwohnungen wächst nicht. Und Berichterstattung dazu bleibt unterschwellig. Politik schweigt.
Alles Zufall? Ich halte das für eine Verschwörungstheorie, als ob Vermögensverteilung immer vom "Zufall" abhängt. Für was will man "den Zufall" noch alles verantwortlich machen.

Das bringt nur leider nichts, wenn die Wohnungen da entstehen, wo sie keiner braucht. Eigentlich ist es sogar Kontraproduktiv weil die Ressourcen besser für den Bau einer Wohnung da wo sie gebraucht werden eingesetzt worden wären.

Die leute ziehen nicht dahin wo es Wohnungen gibt, sondern dahin wo es Jobs gibt. Und die wandern in unserer immer akademisierteren und immer mehr auf Dienstleistung ausgerichteten Wirtschaft vermehrt in die großen Städte.

Ich kenne genug Leute, die wenn du ihnen einen sicheren Job mit vernünftigen Entwicklungsmöglichkeiten bieten würdest, sofort in die 100k Stadt ziehen würden, auch wenn sie da auf dem Papier vertretbar weniger verdienen würden. Aber diese Angebote gibt es leider recht selten.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Mein Traum wäre auch eine Bebauung wie in den USA.
Finde dort die Vororte eigentlich wunderschön und zwischen München und Alpen könnte man da locker nochmal ordentlich was in "lockerer Bebauung" ergänzen.
Traum wäre für mich 1000-2000m² Grundstück direkt an einem Wald. Finde die Deutsche Einstellung mit Zersiedelung stoppen immer etwas trostlos - so ist halt der Mensch.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 09.06.2021:

Die leute ziehen nicht dahin wo es Wohnungen gibt, sondern dahin wo es Jobs gibt. Und die wandern in unserer immer akademisierteren und immer mehr auf Dienstleistung ausgerichteten Wirtschaft vermehrt in die großen Städte.

Welcher BWLer erbringt denn Dienstleistungen für andere Menschen? Also Jobs, wo man wirklich am Mensch dran sein muss? "Wir" verwalten in erster Linie und können den Job genauso aus dem Bürocontainer in der Pampa machen wenn es sein muss.

Das eigentliche Problem ist, dass es sich Arbeitgeber aufgrund des Überangebots an Akademikern sehr einfach machen können. Sie müssen nicht dahin, wo es Leute gibt, sondern finden auch in Großstädten genug die den Job dann zu einem auf die Kosten bezogen unterdurchschnittlichen Gehalt machen wollen. So sollte es aber nicht sein. Die Pendelentfernungen und auch die Bereitschafft umzuziehen wird immer größer, das zeigt wie krank das ganze mittlerweile ist. Früher hätte man jemanden den Vogel gezeigt der gefordert hätte. für einen Job 200km umzuziehen.

Wenn man gut ist, findet man übrigens in den meisten Bereichen trotzdem auch etwas außerhalb. Das Problem ist dann nur, dass man z.B. als Controller nicht mehr Rad im Getriebe in der Zentrale ist und gleicher unter 10 gleichen, sondern evtl. alleine für einen Standort verantwortlich ist. Dazu bedarf es dann aber oft etwas mehr als Mitläufer im Konzern zu sein.

Ich komme übrigens aus einer Branche, die sehr personalintensiv ist und dort auch ein spezielles Profil benötigt. Für neue Wertschöpfungsstandorte fahren wir mittlerweile Analysen bzgl. Mitarbeiterangebot und ziehen nur dort einen neuen Standort hoch, wo gesichert ist, dass wir diese Mitarbeiter auch bekommen. Wir können es uns nicht erlauben nur einen Standort in einer Großstadt zu haben sondern müssen explizit dorthin gehen, wo die nötigen Mitarbeiter sind. So sollte es überall sein, nicht umgekehrt.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 09.06.2021:

Mein Traum wäre auch eine Bebauung wie in den USA.
Finde dort die Vororte eigentlich wunderschön und zwischen München und Alpen könnte man da locker nochmal ordentlich was in "lockerer Bebauung" ergänzen.
Traum wäre für mich 1000-2000m² Grundstück direkt an einem Wald. Finde die Deutsche Einstellung mit Zersiedelung stoppen immer etwas trostlos - so ist halt der Mensch.

Ich wäre auch dabei. Also man muss jetzt auch nicht alles bebauen und sollte zwischendrin Natur lassen. Aber da sehe ich vorallem Wälder oder Täler und solche Dinge, weniger landwirtschatliche Nutzfläche. Wenn du in München schaust, alleine der Bereich zwischen München und Flughafen rechts der Isar, da ist so viel Gegend, warum soll man da kein neues Stadtviertel bauen. Da da noch gar nichts ist, könnte man auch prima direkt eine S-Bahn-Trasse mitten durch führen um guten Anschluss an die Stadt zu haben.

Oder südlich von München. Hinter dem Kreuz Süd hört die Stadt schlagartig auf und du hast eine Dorfstruktur mit Dörfern die von Feldern umgeben sind. Manche direkt an der Autobahn oder der Bahnlinie. Da kann ich die Frage verstehen ob das in dieser Lage sein muss. Nimm als Beispiel Hohenbrunn, da wohnt ein Freund von mir. 9000 Einwohner mit der S-Bahn eine halbe Stunde vom Hauptbahnhof weg. Die Felder drum herum würden reichen um da viermal so viele Leute in Einfamilienhäusern unterzubringe (allerdings wohl eher nicht auf 2000 qm Grundstücken). Und drum herum hättest du immer noch viel Wald und Natur.

antworten
DerSportbwler

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

Das Ergebnis wäre eine Zersiedelung der Landschaft, so wie in den Vorstädten der US-Großstädte. Grauenhaft und absolut nicht sinnvoll. Mehrfamilienhäuser benötigen viel weniger Platz pro Einwohner. Dann bleibt unsere schöne Landschaft erhalten. Einfamilienhaus-Siedlungen sollte man nicht mehr fördern. Diese Zeit sollte vorbei sein. Und ich bin kein Grüner, nur konservativ.

Das würde ja das bestehende Bauland abwerten und die Entscheider besitzten davon sehr viel.

Bin der mit dem Rübenbeispiel. Genau das ist nämlich das Problem. Flächenversiegelung: das Problem kann man technisch lösen, man muss ja nicht alles zubetonieren, dennoch finde ich es ökonomisch unsinnig, Rüben auf der Filderebene anzupflanzen, direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Gold wert ist. Die Rüben können doch woanders genauso gut wachsen.

Auch das Problem mit der Infrastruktur könnte man in den Griff bekommen. Gemeinde kauft dem Bauer für einen sehr guten Preis den Acker ab und verkauft die Grundstücke in kleineren Parzellen weiter. Allein mit dem Gewinn, die Nachfrage und Kaufkraft ist ja da, könnte man sehr viel Infrastruktur bauen. Grundstücke wären ja dafür frei. Aber es ist wie schon oben gesagt, dazu bedarf es an echtem Willen und es könnte sein, dass die deutsche Bürokratie da ein Bremser ist.

Wenn du keine Ahnung von Raumplanung hast, ist das aber nicht der Probleme der EFH-Fans. Schaut euch doch einfach historisch gewachsene Stadtkerne an wie eng die gebaut wurden. Jedes EFH muss nicht seine 500-600m² aber es gibt durchaus alternative Lösungen. Das Problem ist, dass die rechtswidrig wären, weil die Vorgaben ganz andere sind. Da müsste man zu aller erst anpacken.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Du meinst wohl die Abstandsflächen im Baurecht? Sind aus meiner Sicht durchaus sinnvoll. Damit die Gebäude nicht dicht auf dicht stehen.

Was man bei uns beobachten kann ist, dass Einfamilienhäuser aus den 1960er und 1970er Jahren abgerissen werden und durch Eigentumswohnungsanlagen ersetzt werden. Weil die Grundstücke es zulassen. Finde ich sehr sinnvoll. Einfamilienhäuser sind auf dem Land ok, in der Großstadt aber reine Platzverschwendung.

DerSportbwler schrieb am 09.06.2021:

Das Ergebnis wäre eine Zersiedelung der Landschaft, so wie in den Vorstädten der US-Großstädte. Grauenhaft und absolut nicht sinnvoll. Mehrfamilienhäuser benötigen viel weniger Platz pro Einwohner. Dann bleibt unsere schöne Landschaft erhalten. Einfamilienhaus-Siedlungen sollte man nicht mehr fördern. Diese Zeit sollte vorbei sein. Und ich bin kein Grüner, nur konservativ.

Das würde ja das bestehende Bauland abwerten und die Entscheider besitzten davon sehr viel.

Bin der mit dem Rübenbeispiel. Genau das ist nämlich das Problem. Flächenversiegelung: das Problem kann man technisch lösen, man muss ja nicht alles zubetonieren, dennoch finde ich es ökonomisch unsinnig, Rüben auf der Filderebene anzupflanzen, direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Gold wert ist. Die Rüben können doch woanders genauso gut wachsen.

Auch das Problem mit der Infrastruktur könnte man in den Griff bekommen. Gemeinde kauft dem Bauer für einen sehr guten Preis den Acker ab und verkauft die Grundstücke in kleineren Parzellen weiter. Allein mit dem Gewinn, die Nachfrage und Kaufkraft ist ja da, könnte man sehr viel Infrastruktur bauen. Grundstücke wären ja dafür frei. Aber es ist wie schon oben gesagt, dazu bedarf es an echtem Willen und es könnte sein, dass die deutsche Bürokratie da ein Bremser ist.

Wenn du keine Ahnung von Raumplanung hast, ist das aber nicht der Probleme der EFH-Fans. Schaut euch doch einfach historisch gewachsene Stadtkerne an wie eng die gebaut wurden. Jedes EFH muss nicht seine 500-600m² aber es gibt durchaus alternative Lösungen. Das Problem ist, dass die rechtswidrig wären, weil die Vorgaben ganz andere sind. Da müsste man zu aller erst anpacken.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Ja MFHs machen in der Stadt mehr Sinn als EFHs, seh ich auch so. Bin der, der sagt, die Rüben können auch woanders wachsen.

Man sieht, noch viel weniger Sinn als EFHs in einer Stadt machen Rübenäcker in einer Stadt bzw. direkt vor der Stadt, zwischen Stadt und Vorort. Die Rüben können auch woanders wachsen. Von mir aus könnte man dann auch MFHs mit viel Grünflächen da drauf haben, das würde den Markt auch entlassten und woanders könnte man das 10 fache an Fläche mit Rüben bepflanzen.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

WiWi Gast schrieb am 10.06.2021:

Was man bei uns beobachten kann ist, dass Einfamilienhäuser aus den 1960er und 1970er Jahren abgerissen werden und durch Eigentumswohnungsanlagen ersetzt werden. Weil die Grundstücke es zulassen. Finde ich sehr sinnvoll. Einfamilienhäuser sind auf dem Land ok, in der Großstadt aber reine Platzverschwendung.

Es lohnt sich vor allem finanziell.
Auf das Grundstück bekommt man locker ein MFH mit 6-8 Parteien. Und selbst nach Abzug der Abrisskosten und der Neubaukosten bleibt da ein fetter Gewinn übrig.

In allen größeren Städten gibt es inzwischen Immobilienunternehmen, die sich nur darauf spezialisiert haben.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Ja, dann muss man halt die Vorgaben anpacken - habe noch nie verstanden, warum sich Deutschland immer als Geisel seiner eigenen Gesetzgebung nimmt.
In keinem Land läuft das so. Da wird halt das Gesetzt angepasst.

Dann gibt es halt wieder mehr Landverbrauch, aber immerhin haben wir alle ein nettes Haus zum wohnen.
Bzw. habe ich schon, aber würde es auch den Busfahrern und Co gönnen

DerSportbwler schrieb am 09.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

Das Ergebnis wäre eine Zersiedelung der Landschaft, so wie in den Vorstädten der US-Großstädte. Grauenhaft und absolut nicht sinnvoll. Mehrfamilienhäuser benötigen viel weniger Platz pro Einwohner. Dann bleibt unsere schöne Landschaft erhalten. Einfamilienhaus-Siedlungen sollte man nicht mehr fördern. Diese Zeit sollte vorbei sein. Und ich bin kein Grüner, nur konservativ.

Das würde ja das bestehende Bauland abwerten und die Entscheider besitzten davon sehr viel.

Bin der mit dem Rübenbeispiel. Genau das ist nämlich das Problem. Flächenversiegelung: das Problem kann man technisch lösen, man muss ja nicht alles zubetonieren, dennoch finde ich es ökonomisch unsinnig, Rüben auf der Filderebene anzupflanzen, direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Gold wert ist. Die Rüben können doch woanders genauso gut wachsen.

Auch das Problem mit der Infrastruktur könnte man in den Griff bekommen. Gemeinde kauft dem Bauer für einen sehr guten Preis den Acker ab und verkauft die Grundstücke in kleineren Parzellen weiter. Allein mit dem Gewinn, die Nachfrage und Kaufkraft ist ja da, könnte man sehr viel Infrastruktur bauen. Grundstücke wären ja dafür frei. Aber es ist wie schon oben gesagt, dazu bedarf es an echtem Willen und es könnte sein, dass die deutsche Bürokratie da ein Bremser ist.

Wenn du keine Ahnung von Raumplanung hast, ist das aber nicht der Probleme der EFH-Fans. Schaut euch doch einfach historisch gewachsene Stadtkerne an wie eng die gebaut wurden. Jedes EFH muss nicht seine 500-600m² aber es gibt durchaus alternative Lösungen. Das Problem ist, dass die rechtswidrig wären, weil die Vorgaben ganz andere sind. Da müsste man zu aller erst anpacken.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Wenn Busfahrer, Krankenwagenfahrer u.s.w. ein Haus haben wollen werden die meistens da eins kaufen wo es billig ist. Im teuren Rhein-Main-Gebiet wohnen solche Leute häufig in billigen Taunus-Dörfern auf einem großem Grundstück. Das ist auch gut so. Ansonsten würde in diesen Dörfern ja alles verfallen.

WiWi Gast schrieb am 10.06.2021:

Ja, dann muss man halt die Vorgaben anpacken - habe noch nie verstanden, warum sich Deutschland immer als Geisel seiner eigenen Gesetzgebung nimmt.
In keinem Land läuft das so. Da wird halt das Gesetzt angepasst.

Dann gibt es halt wieder mehr Landverbrauch, aber immerhin haben wir alle ein nettes Haus zum wohnen.
Bzw. habe ich schon, aber würde es auch den Busfahrern und Co gönnen

DerSportbwler schrieb am 09.06.2021:

WiWi Gast schrieb am 08.06.2021:

Das Ergebnis wäre eine Zersiedelung der Landschaft, so wie in den Vorstädten der US-Großstädte. Grauenhaft und absolut nicht sinnvoll. Mehrfamilienhäuser benötigen viel weniger Platz pro Einwohner. Dann bleibt unsere schöne Landschaft erhalten. Einfamilienhaus-Siedlungen sollte man nicht mehr fördern. Diese Zeit sollte vorbei sein. Und ich bin kein Grüner, nur konservativ.

Das würde ja das bestehende Bauland abwerten und die Entscheider besitzten davon sehr viel.

Bin der mit dem Rübenbeispiel. Genau das ist nämlich das Problem. Flächenversiegelung: das Problem kann man technisch lösen, man muss ja nicht alles zubetonieren, dennoch finde ich es ökonomisch unsinnig, Rüben auf der Filderebene anzupflanzen, direkt vor den Toren Stuttgarts, wo jeder qm Gold wert ist. Die Rüben können doch woanders genauso gut wachsen.

Auch das Problem mit der Infrastruktur könnte man in den Griff bekommen. Gemeinde kauft dem Bauer für einen sehr guten Preis den Acker ab und verkauft die Grundstücke in kleineren Parzellen weiter. Allein mit dem Gewinn, die Nachfrage und Kaufkraft ist ja da, könnte man sehr viel Infrastruktur bauen. Grundstücke wären ja dafür frei. Aber es ist wie schon oben gesagt, dazu bedarf es an echtem Willen und es könnte sein, dass die deutsche Bürokratie da ein Bremser ist.

Wenn du keine Ahnung von Raumplanung hast, ist das aber nicht der Probleme der EFH-Fans. Schaut euch doch einfach historisch gewachsene Stadtkerne an wie eng die gebaut wurden. Jedes EFH muss nicht seine 500-600m² aber es gibt durchaus alternative Lösungen. Das Problem ist, dass die rechtswidrig wären, weil die Vorgaben ganz andere sind. Da müsste man zu aller erst anpacken.

antworten
WiWi Gast

Gestiegene Wohnkostenbelastung

Man müsste einfach eingemeinden und das Stadtgebiet vergrößern.
Oder den ganzen Ballungsraum konzentriert aus einer Hand planen.
Aber da gibt es viel zu viele Eigeninteressen auf kommunaler Ebene und natürlich rechtliche Hemmnisse, die Planungen um Jahre verlängern.

Bauland gibt es theoretisch mehr als genug, besonders vor dem Hintergrund unserer Demografie.

In München Messestadt plant die Stadt auch Tausende Wohnungen, die Bürgerinitiative akzeptiert das aber nicht und will nur maximal 1.500 Wohnungen.
Einfach ekelhaft solche Leute. Selber vom große Neubaugebiet vor 15 Jahren profitieren, danach aber bitte Ruhe...

WiWi Gast schrieb am 09.06.2021:

Oder südlich von München. Hinter dem Kreuz Süd hört die Stadt schlagartig auf und du hast eine Dorfstruktur mit Dörfern die von Feldern umgeben sind. Manche direkt an der Autobahn oder der Bahnlinie. Da kann ich die Frage verstehen ob das in dieser Lage sein muss. Nimm als Beispiel Hohenbrunn, da wohnt ein Freund von mir. 9000 Einwohner mit der S-Bahn eine halbe Stunde vom Hauptbahnhof weg. Die Felder drum herum würden reichen um da viermal so viele Leute in Einfamilienhäusern unterzubringe (allerdings wohl eher nicht auf 2000 qm Grundstücken). Und drum herum hättest du immer noch viel Wald und Natur.

antworten

Artikel zu Wohnkosten

OECD-Datenbank zu Wohnkosten in Deutschland

Die Deutschen geben rund 20 Prozent ihres Einkommens für die Miete oder Hypotheken aus. Damit liegen die Wohnkosten in Deutschland im OECD-Schnitt. Schwerer belastet sind einkommensschwache Haushalte, die rund 27 Prozent ihres Einkommens für Mieten aufwenden müssen. Die interaktive OECD-Datenbank zu Wohnkosten veranschaulicht im Ländervergleich die Unterschiede in Eigentum vs. Miete, Wohnverhältnisse, Wohngeld und sozialer Wohnungsbau.

Wohnkosten betragen mehr als ein Drittel des privaten Konsums

Ein Vorgarten mit einer bunten Holzbank, Pflanzen und weiteren Dekoartikeln.

Mit 845 Euro im Monat gaben die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2013 durchschnittlich 35 Prozent ihres Konsumbudgets von 2448 Euro für den Bereich Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung aus. Für Ernährung und Bekleidung betrugen die Ausgabenanteile in Deutschland 19 Prozent.

Wohnkosten für Studierende: Wo studiert man noch günstig?

Wohnkosten für Studierende: Ein Blick über die Großstadt München von oben

Studieren ist teurer geworden: Vor allem in Großstädten sorgen steigende Mieten dafür, dass immer mehr Studierende neben dem Studium jobben müssen, um ihre Lebenshaltungskosten stemmen zu können. Wo mangelt es am meisten an bezahlbaren Wohnungen? Wo hingegen studiert man noch günstig? Und welche Kosten kommen noch zu den Mietkosten hinzu? Der folgende Überblick liefert die Antworten.

Wohnungspreise und Mieten steigen 2013 in vielen deutschen Großstädten weiter an

Die Wohnungspreise und -mieten werden in den meisten deutschen Großstädten auch im Jahr 2013 weiter nach oben gehen, allerdings mit teils schwächeren Wachstumsraten. Berlin, Hamburg, München und Frankfurt am Main liegen bei den Preis- und Mietsteigerungen weiterhin an der Spitze.

Private Haushalte zu einem Drittel durch Wohnkosten belastet

Ein Bügelbrett mit einem Bügeleisen und einem Körbchen mit Wäscheklammern.

Fast ein Drittel ihrer Konsumbudgets (32,6%) gaben die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2008 für den Bereich Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung aus. Mit durchschnittlich 731 Euro im Monat war das die größte Position der Konsumausgaben.

Hälfte der Konsumausgaben für Essen, Wohnen und Kleidung

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verwendeten die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2003 durchschnittlich etwa die Hälfte ihrer monatlichen Konsumausgaben in Höhe von 2.177 Euro für Grundbedürfnisse.

Due Diligence: Künstliche Intelligenz in der Immobilienwirtschaft

KI und Due-Diligence: Ein Hand richtet sich in einem bunten Datenraum nach oben in Richtung Licht.

Laut einer aktuellen Studie unter Immobilienexperten wird Künstliche Intelligenz einen starken Einfluss auf die Effizienz von Immobilientransaktionen haben. Künstliche Intelligenz wird demnach zukünftig einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil im Transaktionsbusiness liefern wird. Drooms, Europas führender Anbieter virtueller Datenräume, automatisiert den Due Diligence-Prozess. Für eine gesteigerte Prozessautomatisierung liegt ein Fokus auf der Weiterentwicklung des virtuellen Datenraums durch künstliche Intelligenz und Machine Learning.

LBS-Immobilienpreisspiegel 2017: Preise bei Wohnimmobilien steigen

Ein spitzer Hausgiebel.

Insbesondere in Großstädten ist am Immobilienmarkt weiterhin keine Entspannung für Wohnimmobilien in Deutschland in Sicht. Am teuersten sind frei stehende Einfamilienhäuser laut LBS-Immobilienpreisspiegel 2017 in München. Hier kosten Einfamilienhäuser mit 1,2 Millionen Euro mehr als zehnmal so viel wie in einzelnen ostdeutschen Mittelstädten. Der LBS-Immobilienpreisspiegel ist eine Datenbank zum Wohnungsmarkt mit Preisen von Eigenheimen, Eigentumswohnungen und Bauland in 960 Städten und in über 100 Stadtteilen der 14 größten Städte Deutschland.

Wohnimmobilien: In deutschen Großstädten fehlen Wohnungen

Eine Hausfront eines Altbaues in rosa mit vielen Fenstern.

Nach einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) fehlt es an vielen Tausenden Wohnungen in den deutschen Großstädten. Jedes Jahr müssten mehr als 88.000 neue Wohnungen bis 2020 entstehen, um den Bedarf zu decken.

Wohneigentümer bauen sechsmal so viel Vermögen auf wie Mieter

Ein Wohnhaus mit verglaster Veranda in gelb gestrichen mit grünen Holzlatten am Dachstuhl und blauen Fensterrahmen.

Eine Studie der LBS Research und dem Forschungsinstitut empirica zeigt, dass Wohneigentümer erfolgreicher im Vermögensaufbau sind. Menschen, die kurz vor dem Ruhestand stehen, wiesen durch das Wohneigentum eine Wertimmobile von durchschnittlich 152.000 Euro auf und verfügen zusätzlich über ein Nettogeldvermögen von 45.000 Euro. Mieterhaushalte kamen auf durchschnittlich 24.000 Euro und 6.000 Euro Immobilienvermögen aus Vermietung.

Renditeerwartung bei Immobiliengeschäften sollte nicht zu hoch sein

Häuserfassaden ergeben verschiedenste Formen.

Die Deutschen befinden sich im Immobilien-Kaufrausch. Allerdings warnt das Verbraucherportal Finanztip vor zu hohen Erwartungen: Renditen von fünf oder mehr Prozent werden in der Realität selten erreicht. Im Falle von stagnierenden Immobilienpreisen und Mietausfällen liegen die Renditen oftmals nur noch bei einem Prozent.

Wohneigentumsförderung: Neue Grunderwerbsteuer muss her

Wohneigentum - Ein weißes Neubauhaus mit vielen Fenstern.

Ein wichtiger Teil der Altersvorsorge ist Wohneigentum. Trotz niedriger Zinsen der vergangenen Jahre zählt die Bundesrepublik als Land der Mieter. Grund dafür sind neben dem mangelnden Angebot an Immobilien auch die hohen Eigenkapitalanforderungen und die erheblichen Kaufnebenkosten. Eine Umstrukturierung der Grunderwerbssteuer könnte den Anreiz zum Immobilienkauf ändern. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Immobilienmarkt - Metropolen haben Boom verschlafen

Die Hausfront eines Mehrparteienhauses mit vielen Balkonen.

Der deutschen Immobilienbranche geht es nach eigener Einschätzung noch immer sehr gut. Das zeigt der aktuelle Immobilien-Index des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Allerdings sorgen sich vor allem die Entwickler großer Bauprojekte um Nachwuchs – nicht zuletzt, weil besondere Herausforderungen auf sie warten: Laut IW wurden in Deutschland von 2010 bis 2014 rund 310.000 Wohnungen zu wenig gebaut.

Deutscher Immobilienmarkt 2014 - Kaufen macht fast überall noch Sinn

Zwei Häuser im Rohbau mit Kränen im Hintergrund.

Die Immobilienpreise sind in den vergangenen Jahren vor allem in den Großstädten München, Berlin und Hamburg kräftig gestiegen. Das weckt Erinnerungen an die Preisblasen in Spanien oder den USA, die später zur Weltwirtschaftskrise führten. Tatsächlich sind keine Blasen in Sicht und es ist vielerorts noch immer sinnvoll, in die eigenen vier Wände zu investieren.

Volkswirtschaftlerin Stefanie Hasse erhält Werner Lehmann-Preis

Ein Bild von der Erde mit drei Zahnrädern und den Buchstaben VWL.

Die Diplomarbeit der Volkswirtschaftlerin Stefanie Hasse, die sich mit der aktuellen Immobilienpreisblase in Spanien beschäftigt, wurde vom Verband der Privaten Bausparkassen mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Antworten auf Gestiegene Wohnkostenbelastung

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 89 Beiträge

Diskussionen zu Wohnkosten

Weitere Themen aus Immobilien