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Grunderwerbsteuer bei Verkauf in Familie?

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WiWi Gast

Grunderwerbsteuer bei Verkauf in Familie?

Hallo zusammen,

meine Verlobte und ich planen ihr Elternhaus zu übernehmen, da ihr Vater vor kurzem verstorben ist. Alleinige Erbin ist ihre Mutter nach Berliner Testament. Wir haben gelesen, dass beim Verkauf einer Immobilie innerhalb der Familie (Verwandtschaft 1. Grades) keine Grunderwerbsteuer anfällt. Uns stellt sich nun die Frage wie wir das Haus am besten kaufen sollten, damit keine Grunderwerbsteuer für uns anfällt. Es sollen sowohl meine zukünftige Frau als auch ich im Grundbuch stehen nach dem Kauf.

Folgende Szenarien gehen mir dabei durch den Kopf:

  • Kann ich alleine als zukünftiger Ehemann das Haus kaufen ohne Grunderwerbsteuer zu zahlen?
  • Muss meine Verlobte das Haus erst einmal auf ihren Namen kaufen und wir können uns trotzdem gemeinsam ins Grundbuch eintragen lassen?
  • Warten wir bis wir verheiratet sind und kaufen es gemeinsam? (wir heiraten eh in zwei Monaten)

Für ein paar Hinweise wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße
Patrick

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WiWi Gast

Grunderwerbsteuer bei Verkauf in Familie?

Einfach mal Geld für einen Steuerberater in die Hand nehmen. Was hast Du davon wenn Dir jemand hier antwortet, es sich aber als falsch rausstellt?

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Ceterum censeo

Grunderwerbsteuer bei Verkauf in Familie?

§ 3 Nr. 6 GrEStG: "Von der Besteuerung sind ausgenommen: [...] der Erwerb eines Grundstücks durch Personen, die mit dem Veräußerer in gerader Linie verwandt [deine Verlobte] [...]. Den in den Sätzen 1 und 2 genannten Personen stehen deren Ehegatten oder deren Lebenspartner gleich [Du, sobald ihr verheiratet seid].
Wartet die Hochzeit noch ab, dann könnt ihr es drehen und wenden wie ihr wollt, die GrESt verschont euch hier.
Liebe Grüße

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WiWi Gast

Grunderwerbsteuer bei Verkauf in Familie?

WiWi Gast schrieb am 20.07.2022:

Einfach mal Geld für einen Steuerberater in die Hand nehmen. Was hast Du davon wenn Dir jemand hier antwortet, es sich aber als falsch rausstellt?

Einen Steuerberater würde ich auch empfehlen, da es noch viele andere Möglichkeiten gibt, Steuern (Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer - auch zukünftige) zu sparen. Z. B. könnte die Mutter ihr Erbe ausschlagen und die Tochter das Erbe annehmen (gut, wenn sie Einzelkind ist) und der Mutter eine Ausgleichszahlung, eine Art Abfindung geben, wenn die Erbschaft den Freibetrag übersteigen sollte. - Es spielen so viele Dinge eine Rolle und es muss viel beachtet werden und hinterher ärgert man sich schwarz, wenn man etwas nicht bedacht hat, schlichtweg, weil man es nicht besser wusste.

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