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Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

...Und wer hat festgelegt, dass ein Haus, zwei Autos, Kinder, etc. der Standard sind?

Ihr seit viel zu anspruchsvoll! In der vielzitierten Nachkriegsgeneration war die Wohnungsnot viel größer als heute. Außerdem ist heute schon eine durchschnittliche Mietwohnung viel besser ausgestattet als damals die meisten EFH.

Was ist so schlimm daran, zur Miete zu wohnen und kein Auto zu haben? Gerade unter 40 ist das doch ganz normal und überhaupt kein Grund zum Jammern!

Lounge Gast schrieb:

Vom ursprünglichen Thema sind wir immer weiter abgekommen
aber der Tenor stimmt natürlich realistisch betrachtet kann
sich auch ein Besserverdiener kaum ein Haus plus den Rest
leisten der heute als Standard angesehen wird.

Wenn wir mal nicht gerade in München und co rechnen braucht
man meiner Meinung nach mindestens (um alle üblichen Bereiche
voll abzudecken):
Haus: 1500? Monat
Kindergarten pro Kind: 400-800? pro Monat
Essen: einige Hundert
Zwei Autos: auch mal locker ein vierstelliger Betrag
Friseur, Kosmetik, regelmäßige neue Klamotten: auf den Monat
gebrochen einige Hundert ?
Telefon, Internet, TV: bestimmt 150? pro Monat aufwärts mit 2
später locker mal 4 Handies etc.
Urlaube: Auf den Monat heruntergebrochen einige Hundert Euro
wenn auch mal eine Flugreise drin sein soll
Rücklagen für Dinge die kaputt gehen (bei mir hat sich gerade
erst ein 4 Jahre alter Siemens Herd und Siemens Mikrowelle
verabscheidet -> 2000?)
....

Unter einem Einkommen von 6000 7000? netto pro Monat würde
ich über ein Häuschen oder Kinder nichtmal nachdenken.

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DAX Einkäufer

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

"In einer sozialen Marktwirtschaft sind wir permanent bestrebt Chancengleichheit innerhalb von Generationen herzustellen, zwischen Mann und Frau, arm und reich, Inländer und Ausländer, etc durch verschiedene Maßnahmen des Sozialsystems. Doch wie ist es mit der Chancengleichheit zwischen den Generationen?"

Nirgends steht geschrieben, dass ich ein Recht auf das Leben meiner Vorfahren habe. Ich würde dieses Recht auch ablehnen. Die Vorfahren hatten es nicht besser als wir. Viele von denen haben keine großen Erbschaften aufgebaut, sondern von sehr wenig leben müssen. Hier wird immer die gesunde, intakte, gesichert verdienende Westdeutsche Angestelltenfamilie als Normalität hingestellt, die ihren Nachfahren Haus und Grund nebst Zusatzvermögen vererbt. Das gibt es, aber es gibt auch die anderen. Darunter viele, die gerne die gleichen Bildungschancen wie wir heute gehabt hätten.

"Hier kommt die Erbproblematik ins Spiel, und damit die Immobilien. Wenn einige wenige besonders viel erben profitieren diese von der Nachkriegsgeneration und nutzen diese Ressourcen, um gesellschaftliche Machtpositionen auszubauen. Wollen wir das?"

Dann musst Du bei der Frage ansetzen, ob wir chancengleiche Bildungssysteme haben. Chancengleichheit sollte sich in erster Linie darauf beziehen, dass ich eine Chance darauf habe, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen, einen Beruf zu erlernen und auf eigene Füße zu kommen. Bevor ich die Chancengleichheit auf meinen Platz im Villenviertel diskutiere, gibt es viele andere Themen zu diskutieren. Als ob es wirklich wichtig wäre, ob ich mir mit meiner Familie ein Innenstadthaus oder nur eine Wohnung in der Randlage leisten kann.

"Dass einige wenige Leute über Unternehmen, Immobilien, Grund und Boden und damit das Leben vieler anderer bestimmen, obwohl sie selbst nichts dafür getan haben, sondern einfach nur das Glück ihrer Verwandten in der Nachkriegsgeneration für ihre Interessen missbrauchen? Während die meisten, die diese Lotterie nicht gewonnen haben, für genau diese Leute bei stagnierenden Reallöhnen 60 Stunden Wochen arbeiten und ihnen einen Großteil davon Miete bezahlen?"

Wer arbeitet denn bitte 60 Stunden und zahlt dann einen Großteil Miete? Ungelernte müssen das leider oft und da ist die Chancengleichheit auf Bildung der springende Punkt. Aber wer als studierter BWLer 60h/Woche arbeitet und dann einen Großteil Miete zahlt, der wohnt in London oder schlicht auf zu großem Fuß.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

wtf? 400-800 Euro für einen Kita Platz in DEs Armutshauptstadt Minga? und ja MInga ist für mich eine armen Stadt. Die KOsten sind da so hoch, so viel höher als das bisschen Gehaltsplus (für die meisten Menschen zumindest), dass man dort viel ärmer lebt als woanders.

Nun was ist schlimm am erben? es werden einige wenige immer reicher, insbesondere durch den Geburtenschwund. Auch sind Erbschaften i.d.R. steuerfrei, selbst sehr hohe wie bei den Aldis. Mit einfachsten Tricks lässt sich selbst ein sehr hohes Vermögen komplett steuerfrei vererben, auch Privatvermögen. Gleichzeitig darf der Stk1 Steuersklave ab lumpigen 50k ca. die Hälfte seines Einkommens abdrücken, während der Erbe der vom einen auf den anderen Tag um ein richtiges Vermögen reicher wird, häufig dafür nicht einen Cent bezahlt. Das obwohl der Angestellte in den meisten Fällen ordentlich was für getan hat, an sein Gehalt zu kommen, der Erbe hat einfach nur Glück gehabt. Das einzige was der Erbe "leisten" musste, ist sich so zu verhalten, nicht ganz enterbt zu werden, wobei in vielen Fällen gibt es dann immer noch einen üppigen Pflichtteil.

Ich wäre eher dafür, Einkommen steuerlich zu entlasten und Erben stärker zu belasten. Mit einem normalen Akademikergehalt kann man heute in vielen Großstädten am Immo Markt mit Erben gar nicht mehr mithalten. Ein steuerfreies 400k Erbe ist netto steuerfrei so ein Batzen Geld, dass man als normaler Einkommensteuersklave dafür ewig arbeiten muss.

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know-it-all

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

wtf? 400-800 Euro für einen Kita Platz in DEs
Armutshauptstadt Minga? und ja MInga ist für mich eine armen
Stadt. Die KOsten sind da so hoch, so viel höher als das
bisschen Gehaltsplus (für die meisten Menschen zumindest),
dass man dort viel ärmer lebt als woanders.

Mit 3 Minuten Suche findest du heraus, dass der Kita-Höchstsatz (bei >9 Stunden Betreuung) in München exakt 421 EUR beträgt. Und das gilt auch nur bei Krippenplätzen; das sind also Kosten die normal nur 2 Jahre lang anfallen. Ab Alter=3 muss man in die Gebührentablelle für Kindergartenplätze schauen und stellt fest, dass der Höchstsatz dann nur noch 202 EUR beträgt.
Geschwisterkinder bekommen normal auch noch einen Gebührennachlass; müssen also nicht voll bezahlen. Von "Anzahl Kinder x max. 800 EUR" sind wir also auch in München sehr weit entfernt.

Und um München als Armutshauptstadt zu bezeichnen, solltest du vielleicht mal noch die Gebühren in anderen Städten mit denen von München vergleichen.
Habe keine statistischen Daten zur Hand, aber ich würde nicht sagen, dass die Gebühren in München deutlich teurer sind als anderswo. Die Kitas bekommen ja Zuschüsse von den Kommunen und da hat München mit seinen Steuereinnahmen sicher auch mehr finanzielle Möglicheiten.
Dazu kannst du als AN 75% der Kosten für Kinderbetreuuung steuerlich absetzen; netto ist der Unterschied also nochmal geringer.

(bin übrigens trotzdem froh, dass Kindergartenplätze in Düsseldorf kostenlos sind...).

Nun was ist schlimm am erben? es werden einige wenige immer
reicher, insbesondere durch den Geburtenschwund. Auch sind
Erbschaften i.d.R. steuerfrei, selbst sehr hohe wie bei den
Aldis. Mit einfachsten Tricks lässt sich selbst ein sehr
hohes Vermögen komplett steuerfrei vererben, auch
Privatvermögen. Gleichzeitig darf der Stk1 Steuersklave ab
lumpigen 50k ca. die Hälfte seines Einkommens abdrücken,
während der Erbe der vom einen auf den anderen Tag um ein
richtiges Vermögen reicher wird, häufig dafür nicht einen
Cent bezahlt. Das obwohl der Angestellte in den meisten
Fällen ordentlich was für getan hat, an sein Gehalt zu
kommen, der Erbe hat einfach nur Glück gehabt. Das einzige
was der Erbe "leisten" musste, ist sich so zu
verhalten, nicht ganz enterbt zu werden, wobei in vielen
Fällen gibt es dann immer noch einen üppigen Pflichtteil.

Ich wäre eher dafür, Einkommen steuerlich zu entlasten und
Erben stärker zu belasten. Mit einem normalen
Akademikergehalt kann man heute in vielen Großstädten am Immo
Markt mit Erben gar nicht mehr mithalten. Ein steuerfreies
400k Erbe ist netto steuerfrei so ein Batzen Geld, dass man
als normaler Einkommensteuersklave dafür ewig arbeiten muss.

Geh halt in die Politik und versuch deine Standpunkte durchzusetzen. Beschwerden hier im Forum werden den von dir beschriebenen Zustand nicht ändern.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Das mit den Erben stimmt, kenne da auch einige Fälle. Früher musste auch ordentlich Erbschaftssteuer bezahlt werden. Das ist jetzt praktisch nicht mehr der Fall, weil bei der letzten Reform die Freibeträge stark erhöht wurden. Nur eines sollte man schon bedenken: In der Hauptsache erben die Kinder der Verstorbenen. Und diese Kinder sind zum Zeitpunkt des Erbes dann auch schon 50 bis 60 Jahre alt. Das sind also nicht die jungen 'Familien, die sich davon ein Haus für die Familie kaufen!

Lounge Gast schrieb:

Lest Euch die Zeit vom Wochenende durch. In Deutschland wird
soviel vererbt wie nie, und das sind nur die Zahlen die man
kennt, denn 1) machen die reichsten % keine Umfragen und 2)
fehlen vernünftige Definitionen von Vermögen, insb.
Kapitalvermögen, d.h. die bekannten Zahlen sind eh schon eher
die Untergrenze. Fakt ist aber jetzt schon, dass es aufgrund
des langen Friedens eine Erbschaftswelle nie dagewesenen
Ausmaßes gibt, die entgegen Konsum oder Arbeit nicht
besteuert wird, und die vor allem bei anhaltend niedrigen
Zinsen und der Situation in Europa den Immobilienmarkt in
Deutschland sehr verändern wird.

Anmerkung: Das Doppelsteuer Argument zählt selbstverständlich
nicht für Kapitaleinkünfte, die über diesen Zeitraum aufgrund
der Länge und Wachstumsraten den größten Teil der Vermögen
ausmachen. Am besten sollte ja auch auch garnicht besteuert
werden, denn warum soll der Staat mehr Geld kriegen, das ist
keine Lösung, sondern das Geld sollte produktiv investiert
werden und nicht auf Schweizer Bankkonten gehortet und
weitervererbt werden.

Und man braucht sich nur umschauen: wer zieht denn plötzlich
in große Wohnungen und Häuser in Eurem Umfeld? Die Beispiele
die mir einfallen sind fast ohne Ausnahme Erbfälle (bin Ende
20, wohne in Bayern). Leute mit teilweise nur einem Einkommen
aus nem normalen Job, trotzdem zieht man auf einmal in ein
dreimal so großes Haus mit Garten wie vorher die 3ZWHG.

Es ist im Grunde wie im 18 Jhd, der direkte und sichere Weg
zum Reichtum, tollen Immobilien etc ist immer noch die
Familie, und nicht ein Leben als Angestellter mit 60 Std
Woche. Braucht hier auch keiner schönzureden, lieber mal
überlegen, was man dagegen tun kann (und vor allem wie man
die Lohnsteuer entsprechend senken kann, wurde hier auch
schon angesprochen.)

Bis dahin mal drauf achten, wer plötzlich Häuser kauft etc,
und die Zähne zusammenbeißen, wenn man mit diesen Leuten und
eigenem Ersparten vs das Geld der Eltern auf dem
Immobilienmarkt konkurriert (oder gar nebenan wohnt!)

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

zu den Erben, die angeblich zwischen 50 und 60 sind: stimmt nicht immer. Nicht selten haben die Grosseltern schon viel zu vererben, oder aber die Erben sind in der Tat schon um die 60 und können dann ihren Kindern, die im "Familiengründungsalter" sind, ordentlich noch was zu schiessen. Und ich meine nicht nur richtige Erbschaften, sondern auch sowas wie vorgezogene Erbschaften, da gibt die Oma mal 200k zum Hausbau und der Schwiegervater auch noch mal 100k, weil gerade frisch selbst geerbt wurde.

Bis dagegen ein normaler Akademiker ohne hohe Führungskraft zu sein, mal 300-400k netto zusammen gespart hat, geht schon sehr viel Zeit ins Land.
Erben dagegen zahlen quasi mit Spielgeld, was sie selbst gar nicht erarbeitet haben, daher sitzt es auch lockerer und das treibt auch teils die Immobilienpreise. Wer mal einfach so von Eltern, Schwiegereltern und Grosseltern zusammen 300k geerbt bzw. geschenkt bekommen hat für einen Immobilienkauf, zahlt gerne mal überhöhte Preise. Viel eher als der, der fast alles hart ersparen und den Grossteil finanzieren muss.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Wenn ich den heute üblichen Lebensstandard mit dem meiner Kindheit in den 80ern vergleiche, so fällt auf, dass damals in der Tat auch der Ottonormalverbraucher in den kleineren Städten tendenziell ein Haus hatte, dafür daber für Markenkleidung und Kommunikationskosten/-infrastruktur viel weniger Geld ausgegeben wurde.

"Mach schnell, das ist ein Ferngespräch" rief meine Mutter, und "Fasse dich kurz" stand an den Telefonzellen(1).

(1): Das waren quasi stationäre und überdachte Handies, die überall in der Stadt verteilt aufgestellt waren, wo man gegen Einwurf einer Münze, später für kurze Zeit auch mit einer speziell dafür gedachten Magnetkarte, skypen konnte, leider ohne Bild.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Das ein normaler KITA Platz in München keine 800? kostet ist richtig nur bekommt mal einen Platz.

Bei mir um die Ecke gibt es drei private Einrichtungen und da ist man mit einem Ganztagesplatz inkl. Essen bei über 1000? pro Monat und die sind alle voll ausgebucht inkl. Warteliste.

antworten
know-it-all

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

Erben dagegen zahlen quasi mit Spielgeld, was sie selbst gar
nicht erarbeitet haben, daher sitzt es auch lockerer und das
treibt auch teils die Immobilienpreise. Wer mal einfach so
von Eltern, Schwiegereltern und Grosseltern zusammen 300k
geerbt bzw. geschenkt bekommen hat für einen Immobilienkauf,
zahlt gerne mal überhöhte Preise. Viel eher als der, der fast
alles hart ersparen und den Grossteil finanzieren muss.

Die derzeitigen Immobilienpreise - zumindest in den teuren Städten - sind ein vor allem mal das Resultat der allgemein niedrigen Zinsen.
Die führen dazu, dass mehr Leute bereit sind hohe Kredite aufzunehmen. Außerdem haben Immobilien immer noch den Ruf, eine stabile und krisensichere Rendite zu erzielen - das zieht verstärkt Investoren und Kapitalanleger an, die ihr Geld anderswo nicht mehr anlegen können (oder wollen).
Und nicht zuletzt gibt es in München und co einfach mehr Kaufkraft und das treibt bei bestehendem Angebot ebenfalls die Preise nach oben.
Die paar Erben machen m.E. keinen wirklich großen Unterschied. Und vor allem strömen die Erben ja dauerhaft und regelmäßig auf den Immobilienmarkt. Ein starker Anstieg in relativ kurzer Zeit, wie wir ihn derzeit erleben, ist also durch die Erbschaften auch gar nicht zu erklären, denn im Moment sterben ja nicht mehr Vererbende als im Jahr 2008.

Der einzige Effekt, bei dem Erbschaften einen größeren Einfluss auf den Immobilienmarkt ausüben, ist die Tatsache dass ein Großteil der bestehenden Immobilien in Privatbesitz bei Tod des Eigentümers gar nicht veräußert sondern eben vererbt werden. Diese Immobilien gelangen somit gar nicht auf den freien Markt. Das heißt weniger Angebot an Bestandsimmobilien bei unveränderter Nachfrage = höhere Marktpreise.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

2/3 der Erbfälle in Deutschland belaufen sich auf unter 150 TEuro. Es ist ein Märchen, dass man vor allem durch Erben reich wird, das ist eine absolute Minderheit. In Deutschland ist das meiste Vermögen immer noch selbst erarbeitet.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Niemand hier hat behauptet, dass alle Erbschaften gleich Millionenerbschaften seien.

Aber rechne doch mal bitte den Unterschied aus:

Wie lange musst Du arbeiten, bis Du 150k angespart hast?
Ich weiß, gleich kommen hier wieder die Experten, die das schon nach dem Studium oder in den ersten 2 Berufsjahren gespart haben, weil sie ja angeblich 6k Einstiegsgehalt haben, aber von Wasser und Brot leben und bei Mama wohnen.

Aber ernsthafterweise kann man - selbst bei hoher Sparquote - mal davon ausgehen, dass man 10 Jahre dafür braucht. Mit Familie eher länger.

Das soll kein Vorteil sein?

Ich gebe Dir recht - wirklich reich ist man damit nicht. Aber wirklich reich wird auch niemand, der als Tellerwäscher anfängt. Das Märchen von "selbst erarbeitet" mag für einige wenige Unternehmer stimmen - für Angestellte stimmt das nicht!

Lounge Gast schrieb:

2/3 der Erbfälle in Deutschland belaufen sich auf unter 150
TEuro. Es ist ein Märchen, dass man vor allem durch Erben
reich wird, das ist eine absolute Minderheit. In Deutschland
ist das meiste Vermögen immer noch selbst erarbeitet.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

"Wenn ich den heute üblichen Lebensstandard mit dem meiner Kindheit in den 80ern vergleiche, so fällt auf, dass damals in der Tat auch der Ottonormalverbraucher in den kleineren Städten tendenziell ein Haus hatte, dafür daber für Markenkleidung und Kommunikationskosten/-infrastruktur viel weniger Geld ausgegeben wurde."

Endlich mal jemand der den entscheidenden Punkt aufbringt und den ich hier nochmals zitiere:

"dafür aber für Markenkleidung und Kommunikationskosten/-infrastruktur viel weniger Geld ausgegeben wurde."

Das ist der Punkt! Reich wird man nicht durch das Erben (ok, vielleicht temporär) oder durchs Arbeiten, sondern einzig und allein durchs Sparen. Ich bin 30, seit 8 Jahren 08/15 Akademiker in einem IGM Unternehmen (ok, das ist nicht für alle machbar). Von meinen Eltern habe ich nichts außer Dach, Essen und Billigkleidung bekommen, selbst Markenkleidung musste ich als Schüler selbst finanzieren. Stand heute habe ich eine ETW, die in 5 Jahren abbezahlt ist sowie ein Barvermögen im höheren 5-stelligen Bereich, Gesamtvermögen dank ETW natürlich gut 6-stellig. Alles selbst erarbeitet und erspart, zu erben wird es nichts geben bei mir.

Das geht, aber eben nur mit der entsprechenden Denkweise. Ich würde selbst mit 5 Mio. auf dem Konto kein Auto für mehr als 10.000? kaufen, weil ich darin schlicht den Sinn nicht sehe. Lieber investiere ich das Geld in Vermögen, um mir Lebenszeit kaufen zu können (sprich früher in Rente).

Das ist auch das Problem von denen, die hier so nörgeln. Der Konsum ist drastisch angestiegen und es gibt viele Kleinigkeiten, für die man heute Geld ausgibt. Und diese kleinen Summen sammeln sich halt. Und dann aber gleichzeitig noch Immobilie bezahlen, passt da einfach nicht zusammen. Ich habe einen Cousin, der ca. 150k p.a. verdient und mir keine 10k leihen kann, weil er sie schlicht nicht hat. Natürlich erscheinen für ihn Immobilien als unerschwinglich, für mich hingegen nicht :P.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Gabs da nicht letztens eine Studie, die das widerlegt hat?
In den USA wird erarbeitet, in D kommt die Mehrheit durch Erbe zu Vermögen.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

  1. ist das die Vergangenheit, das Erben in der Zukunft wird erheblich zunehmen (s.o.)

  2. gibt es insbesondere über die großen privaten Vermögen in Deutschland kaum verlässliche Daten, so dass alle Werte die wir hier benutzen das tatsächliche Ausmaß unterschätzen.

  3. sind die meisten der kommenden Erbfälle Grundstücke und Immobilien, und diese verzerren den Markt derart, dass normale Arbeitnehmer nicht mehr mithalten werden können.

  4. selbst ein kleiner Betrag ergibt enorme Zinsen: wer mit 30 TEUR 150 über Nachkrieggeneration (indirekt) erbt und diese als Altersvorsorge mit auch nur einem 1% Realzins anlegt, hat mit 65 TEUR 300 Netto! Noch krasser ist selbstverständlich die Zinsersparnis, wenn man dadurch TEUR 150 weniger Kredit für eine Immobilie aufnimmt!

  5. Selbstverständlich wird ungleich vererbt, aber es geht darum, dass viele Menschen Unternehmen und Immobilien bekommen, für die sie nichts getan haben. Dort kassieren sie aber Miete oder stellen genau die Leute ein, die das Glück eben nicht hatten, lassen diese für sich arbeiten und Miete bezahlen, während sie selbst sich vor allem mit der Anlage und Sicherung des Ererbten beschäftigen.

Lounge Gast schrieb:

2/3 der Erbfälle in Deutschland belaufen sich auf unter 150
TEuro. Es ist ein Märchen, dass man vor allem durch Erben
reich wird, das ist eine absolute Minderheit. In Deutschland
ist das meiste Vermögen immer noch selbst erarbeitet.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

Gabs da nicht letztens eine Studie, die das widerlegt hat?

Wenn wir mal diese Tabelle betrachten:
http://www.dia-vorsorge.de/fileadmin/_migrated/pics/Verteilung_Erbschaften_2011-2020.JPG

Dort geht es um die prognostizierten Erbschaften 2011-2020.
Knapp 50% werden unter 50 TEuro erben. Das ist ein netter Bonus, entscheidet aber nicht darüber, ob es einem wirklich besser geht. Etwa ein Drittel liegt zwischen 150 und 250 TEuro. Da fängt es an, einen entscheidenden Beitrag zu liefern. Nur, wann kommt dieser denn? Normalerweise irgendwo zwischen 50 und 60. Da ist das meiste gelaufen, eine Immobilienfinanzierung kann man nicht damit kalkulieren, denn zu diesem Zeitpunkt weiß man noch garnicht, ob man überhaupt etwas erben wird. Von daher ist Erben für die meisten etwas, welches das letzte Lebensdrittel etwas einfacher gestaltet, wo man sich trotz spärlicher Rente vielleicht noch einiges leisten kann, es ändert aber nicht den Lebensstandard in den Phasen davor und hat somit auch keinen Einfluss auf die wichtigen Entscheidungen im Leben.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Ha ha ha ha

Lounge Gast schrieb:

Das waren quasi stationäre und überdachte Handies, die
überall in der Stadt verteilt aufgestellt waren, wo man gegen
Einwurf einer Münze, später für kurze Zeit auch mit einer
speziell dafür gedachten Magnetkarte, skypen konnte, leider
ohne Bild.

antworten
know-it-all

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

  1. ist das die Vergangenheit, das Erben in der Zukunft wird
    erheblich zunehmen (s.o.)

Aha. Und warum sollte das der Fall sein? Man muss vielleicht auch mal einen Blick in die Altersverteilung der Bevölkerung werfen. Jetzt kommen allmählich die Babyboomer (geboren in den 60er Jahren) in die Phase in der sie von der Vorgängergeneration erben. Die Babyboomer ist eine Generation mit vielen Geschwistern - hier verteilt sich das Erbe naturgemäß auf mehr Köpfe - das Durchschnittserbe wird somit eher geringer. Eine Generation später wird es hingegen deutlich weniger Erben geben (weil kinderärmere Jahrgänge) - das durchschnittliche Erbe wird dann wohl wieder ansteigen.

  1. gibt es insbesondere über die großen privaten Vermögen in
    Deutschland kaum verlässliche Daten, so dass alle Werte die
    wir hier benutzen das tatsächliche Ausmaß unterschätzen.

Meinetwegen.

  1. sind die meisten der kommenden Erbfälle Grundstücke und
    Immobilien, und diese verzerren den Markt derart, dass
    normale Arbeitnehmer nicht mehr mithalten werden können.

Also wenn die Grundstücke/Gebäude einfach weiter vererbt werden, wieso verzerren diese dann den Markt? Die Immobilien gelangen nicht auf den Markt sondern werden einfach weitergegeben. Ich verstehe nicht, was das mit einem Arbeitnehmer zu tun haben soll, der da nicht mithalten kann (wobei eigentlich?).

  1. selbst ein kleiner Betrag ergibt enorme Zinsen: wer mit 30
    TEUR 150 über Nachkrieggeneration (indirekt) erbt und diese
    als Altersvorsorge mit auch nur einem 1% Realzins anlegt, hat
    mit 65 TEUR 300 Netto! Noch krasser ist selbstverständlich
    die Zinsersparnis, wenn man dadurch TEUR 150 weniger Kredit
    für eine Immobilie aufnimmt!

Welchen Zinsrechner verwendest du? 150k Anfangsguthaben über 35 Jahre mit 1% verzinst ergibt genau 212.490 EUR. Das wäre jedenfalls das Endguthaben ausgedrückt in heutiger Kaufkraft. Etwas anderes kannst du in dem Szeanrio nicht berechnen, da du die Inflation über 35 Jahre nicht kennst. Wo deine 300k EUR herkommen - weiß ich nicht.

  1. Selbstverständlich wird ungleich vererbt, aber es geht
    [...]
antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Danke für diesen Beitrag, endlich mal einer, der gegen die Neidfraktion anschreibt.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Gabs da nicht letztens eine Studie, die das widerlegt hat?

Wenn wir mal diese Tabelle betrachten:
http://www.dia-vorsorge.de/fileadmin/_migrated/pics/Verteilung_Erbschaften_2011-2020.JPG

Dort geht es um die prognostizierten Erbschaften 2011-2020.
Knapp 50% werden unter 50 TEuro erben. Das ist ein netter
Bonus, entscheidet aber nicht darüber, ob es einem wirklich
besser geht. Etwa ein Drittel liegt zwischen 150 und 250
TEuro. Da fängt es an, einen entscheidenden Beitrag zu
liefern. Nur, wann kommt dieser denn? Normalerweise irgendwo
zwischen 50 und 60. Da ist das meiste gelaufen, eine
Immobilienfinanzierung kann man nicht damit kalkulieren, denn
zu diesem Zeitpunkt weiß man noch garnicht, ob man überhaupt
etwas erben wird. Von daher ist Erben für die meisten etwas,
welches das letzte Lebensdrittel etwas einfacher gestaltet,
wo man sich trotz spärlicher Rente vielleicht noch einiges
leisten kann, es ändert aber nicht den Lebensstandard in den
Phasen davor und hat somit auch keinen Einfluss auf die
wichtigen Entscheidungen im Leben.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

nochmal: ja viele Erben mit 50 bis 60, aber nicht wenige geben davon einen grossen Teil an das eigene Kind weiter (bei unseren 1 Kind Familien gibt es meist nur noch eines ... ). Durch den allgemeinen Geburtenschwund gibt es dagegen viele die erben mit 50-60 das Vermögen was mehrere Vorfahren zusammen erwirtschaftet haben, vor Jahrzehnten hätten das im Durchschnitt mehrere Geschwister bekommen.

So kann es sein, dass der 55 jährige erstmal was von Vater und Mutter erbt ,dann noch was über die Schwiegereltern und paar Jahre zuvor noch was von den Grosseltern. Hat man in dem Alter eh sich schon vieles aufgebaut (wie richtig erwähnt wurde) kann man den Kindern mal eben 200-300k geben. Bis man die als normaler Akademiker ohne Top Führungsjob vom Netto gespart hat, vergeht eine Ewigkeit.

Ich kenne einige "Prollos" die haben z.B. im Grossraum Stuttgart durch diese Weise schon mit Mitte/Ende 20 ein Haus gebaut. Grundstück 500 qm 20 km ausserhalb liegt bei 250k, von der Oma geschenkt bekommen, sie selbst hat 5 Stück. Dann noch mal vom Schwiegervater 200k Finanzsspritze für den Bau selbst, einiges selber gemacht, nur noch Mini Kredit nötig für einen Traumpalast, wo manche BWL Führungskraft noch neidisch drauf wird.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Wäre sehr seltsam. In den USA haben die privaten Haushalte tendenziell eher ein höheres Vermögen. Aktien und Immobilien. Habe US-Verwandschaft

Lounge Gast schrieb:

Gabs da nicht letztens eine Studie, die das widerlegt hat?
In den USA wird erarbeitet, in D kommt die Mehrheit durch
Erbe zu Vermögen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Man darf bei den offiziellen Zahlen nicht vergessen, dass deutsche Rentner auch so kreativ wie die Griechen sind. Mittlere und große Vermögen liegen im Ausland, das Finanzamt soll nichts davon sehen. Die Kinder erben dann Nummernkonten und machen sich automatisch strafbar, wenn sie das nicht offen legen. Das kann dann bis zur Haftstrafe gehen.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Gabs da nicht letztens eine Studie, die das widerlegt hat?

Wenn wir mal diese Tabelle betrachten:
http://www.dia-vorsorge.de/fileadmin/_migrated/pics/Verteilung_Erbschaften_2011-2020.JPG

Dort geht es um die prognostizierten Erbschaften 2011-2020.
Knapp 50% werden unter 50 TEuro erben.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Wenn die Oma 5 Grundstücke á 250k EUR hat und dazu sicher noch einiges an produktivem Vermögen (wer hat schon 5 Grundstücke die nix abwerfen aber sonst nichts? Wenn man die Grundstücke nicht vorher verwertet hat, dann kann das nur daran liegen, dass der Rest des Vermögens deutlich mehr ist), dann gehe ich mal von einem Net Worth von mindestens 5 Millionen Euro aus. Damit gehört besagte Oma zu einer winzigen Geld-Elite welche auf jeden Fall deutlich weniger als 0,1% der Bevölkerung ausmacht.

Ooooder der Beitrag ist Fake und da möchte jemand eine Pseudo-Neid-Debatte starten. Ich vermute eher letzteres. Genauso wie alle Erbschafts-Posts hier. Die stammen vermutlich von einem einzigen User, da man Gemeinsamkeiten bei Schreibstil und Argumentationsweise offensichtlich sieht. Nur die Beispiele werden immer neu erdacht. Jetzt die interessante Frage, was dieser Faker erreichen möchte? Ist er persönlich von Neid zerfressen oder ist es gar ein Undercover-Politiker, welcher hier Stimmung machen will - Linkspartei oder Grüne?

Lounge Gast schrieb:

nochmal: ja viele Erben mit 50 bis 60, aber nicht wenige
geben davon einen grossen Teil an das eigene Kind weiter (bei
unseren 1 Kind Familien gibt es meist nur noch eines ... ).
Durch den allgemeinen Geburtenschwund gibt es dagegen viele
die erben mit 50-60 das Vermögen was mehrere Vorfahren
zusammen erwirtschaftet haben, vor Jahrzehnten hätten das im
Durchschnitt mehrere Geschwister bekommen.

So kann es sein, dass der 55 jährige erstmal was von Vater
und Mutter erbt ,dann noch was über die Schwiegereltern und
paar Jahre zuvor noch was von den Grosseltern. Hat man in dem
Alter eh sich schon vieles aufgebaut (wie richtig erwähnt
wurde) kann man den Kindern mal eben 200-300k geben. Bis man
die als normaler Akademiker ohne Top Führungsjob vom Netto
gespart hat, vergeht eine Ewigkeit.

Ich kenne einige "Prollos" die haben z.B. im
Grossraum Stuttgart durch diese Weise schon mit Mitte/Ende 20
ein Haus gebaut. Grundstück 500 qm 20 km ausserhalb liegt bei
250k, von der Oma geschenkt bekommen, sie selbst hat 5 Stück.
Dann noch mal vom Schwiegervater 200k Finanzsspritze für den
Bau selbst, einiges selber gemacht, nur noch Mini Kredit
nötig für einen Traumpalast, wo manche BWL Führungskraft noch
neidisch drauf wird.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

Wenn wir mal diese Tabelle betrachten:

33% zws 150 u. 250k aber nur noch 0,2% ab 250k - der Sprung irritiert mich. Finde 250k jetzt auch nicht so wahnsinnig viel.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

wtf? 400-800 Euro für einen Kita Platz in DEs
Armutshauptstadt Minga? und ja MInga ist für mich eine armen
Stadt. Die KOsten sind da so hoch, so viel höher als das
bisschen Gehaltsplus (für die meisten Menschen zumindest),
dass man dort viel ärmer lebt als woanders.

Leipzig: 126,51 - 210,14 EUR
Dresden: 133,01 - 192,54 EUR
(jeweils für 9h pro Tag / 45h pro Woche / KiTa bzw. Krippenplatz)

Plätze gibt es mehr als genug.

Aber ja, redet euch nur ein, dass man in München mehr netto verdient und die Stadt lebenswerter ist. :D

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

zu den 5 Grundstücken der Oma im Grossraum Stuttgart: nix da Geldelite. Damit sind Kleinstädte die so 20 km um Stuttgart herum liegen gemeint. Da hat man halt mal einen Acker gehabt, der zu Bauland wurde und so kommt man dann halt zu den 5 Grundstücken, das eigene "Häusle" hat man sowieso längst abbezahlt. Teilweise waren in solchen Gegenden vor 40 Jahren Grundstücke sogar noch spott billig.

Selbst einige Vororte die noch auf dem Stadtgebiet Stuttgart liegen, waren noch in den 60ern günstige "grüne Wiesen vor der Stadt" wo sich eine Mittelschichtsfamilie problemlos ein Grundstück + Neubau leisten konnte. Heute gehen da Neubauten für knapp 1 Mio weg, Häuser aus dem Bestand zum komplett kernsanieren aus den 50ern fangen bei 500k an .. also nichts da mit Geldelite, eher sowas: schwäbische Kleinbauernfamilie mit etwas Nebenerwerbslandwirtschaft um die sich die Frau (heutige Oma) gekümmert hat, Mann schaffte beim Daimler oder Bosch als Facharbeiter. Wenn das für dich "Geldelite" ist, nun ja ;-).

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Diese Bauern-stories kenne ich genauso aus dem Rhein Main Gebiet. Acker zu Bauland, und die waren Multimillionäre. Allerdings haben die sich damals bestimmt nicht vorstellen können, dass die Grundstückspreise anschließend in späteren Jahrzehnten noch explodieren würden.

Lounge Gast schrieb:

zu den 5 Grundstücken der Oma im Grossraum Stuttgart: nix da
Geldelite. Damit sind Kleinstädte die so 20 km um Stuttgart
herum liegen gemeint. Da hat man halt mal einen Acker gehabt,
der zu Bauland wurde und so kommt man dann halt zu den 5
Grundstücken, das eigene "Häusle" hat man sowieso
längst abbezahlt. Teilweise waren in solchen Gegenden vor 40
Jahren Grundstücke sogar noch spott billig.

Selbst einige Vororte die noch auf dem Stadtgebiet Stuttgart
liegen, waren noch in den 60ern günstige "grüne Wiesen
vor der Stadt" wo sich eine Mittelschichtsfamilie
problemlos ein Grundstück + Neubau leisten konnte. Heute
gehen da Neubauten für knapp 1 Mio weg, Häuser aus dem
Bestand zum komplett kernsanieren aus den 50ern fangen bei
500k an .. also nichts da mit Geldelite, eher sowas:
schwäbische Kleinbauernfamilie mit etwas
Nebenerwerbslandwirtschaft um die sich die Frau (heutige Oma)
gekümmert hat, Mann schaffte beim Daimler oder Bosch als
Facharbeiter. Wenn das für dich "Geldelite" ist,
nun ja ;-).

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know-it-all

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

Leipzig: 126,51 - 210,14 EUR
Dresden: 133,01 - 192,54 EUR
(jeweils für 9h pro Tag / 45h pro Woche / KiTa bzw.
Krippenplatz)

Plätze gibt es mehr als genug.

Aber ja, redet euch nur ein, dass man in München mehr netto
verdient und die Stadt lebenswerter ist. :D

Okay - Gegenbeispiel: Kindergartengebühren in Düsseldorf = 0 EUR, unabhängig vom Einkommen.

Zugleich muss ich zugeben, dass der maximale Elternbeitrag (bei Familieneinkommen > 80.000 und bei >=45 Stunden Betreuuung pro Woche) für Kitas (also für unter 3 jährige) immerhin 475 EUR beträgt. Geschwisterkinder sind aber immer beitragsfrei.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Nochmal zum Thema Erben:

Es verübelt grundsätzlich niemand einem Erben sein Ererbtes - nur warum wird darauf halt kaum Steuer fällig?

Bei den derzeit gültigen Freigrenzen und falls man die Daten aus dem obigen Thread mal nimmt, würden ja nur 0,2% der Erbschaften besteuert - nämlich die oberhalb von 250k.

Das ist doch das eigentlich ungerechte!

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DAX Einkäufer

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

"Bis man die als normaler Akademiker ohne Top Führungsjob vom Netto gespart hat, vergeht eine Ewigkeit."

Ich verstehe nicht, weshalb der "kleine Angestellte ohne Top Führungsjob" der Maßstab sein soll, an dem sich die Gerechtigkeit der Welt bemisst. Der kleine Angestelle ohne Top Job hat kein Risiko, keine Verantwortung, kein Kapital investiert, keine Arbeitsplätze geschaffen und keinen Konsumverzicht geleistet. Er ist einfach nur da und macht Tag für Tag seinen Job. Und nun soll die Welt erst dann gerecht sein, wenn sich dieser kleine Angestellte dasselbe leisten kann wie eine Familie, die z.B. eine Fabrik aufgebaut hat? Weshalb nehme ich für diesen Vergleich gerade studierte BWLer? Weshalb kein ungelernten Arbeiter, Friseure, McDonald's Mitarbeiter oder gleich Arbeitslose? Das Weltbild scheint mir sehr um die eigene Person herum aufgebaut zu sein.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Danke.

DAX Einkäufer schrieb:

"Bis man die als normaler Akademiker ohne Top
Führungsjob vom Netto gespart hat, vergeht eine Ewigkeit."

Ich verstehe nicht, weshalb der "kleine Angestellte ohne
Top Führungsjob" der Maßstab sein soll, an dem sich die
Gerechtigkeit der Welt bemisst. Der kleine Angestelle ohne
Top Job hat kein Risiko, keine Verantwortung, kein Kapital
investiert, keine Arbeitsplätze geschaffen und keinen
Konsumverzicht geleistet. Er ist einfach nur da und macht Tag
für Tag seinen Job. Und nun soll die Welt erst dann gerecht
sein, wenn sich dieser kleine Angestellte dasselbe leisten
kann wie eine Familie, die z.B. eine Fabrik aufgebaut hat?
Weshalb nehme ich für diesen Vergleich gerade studierte
BWLer? Weshalb kein ungelernten Arbeiter, Friseure,
McDonald's Mitarbeiter oder gleich Arbeitslose? Das
Weltbild scheint mir sehr um die eigene Person herum
aufgebaut zu sein.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Erbschaften sind ein netter Bonus etc.
Habt ihr eigentlich alle einen Schaden und begreift nicht dass dies im Umkehrsdhluss bedeutet, dass eure Eltern verstorben sind?!?!?
Ich hoffe für euch, dass ihr alle noch abwarten könnt, bis eure Eltern / Verwandten sterben damit ihr endlich erbt, auch wenn es

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Auch die Nachkriegsgeneration waren normale Menschen mit normalen Jobs, nur haben sie eben lange und nachhaltig vom Wachstum im Wirtschafswunder profitiert. Sie waren m.E. nicht fleißiger, klüger, gebildeter oder haben härter gearbeitet als junge Menschen heute. Das gilt für viele KMU die in dieser Zeit entstanden sind und noch mehr für einfache Bauern, deren Land- und Waldbesitz plötzlich einfach mehr wert wurde.

Jede Generation hat Glück und Pech und muss damit leben. Aber wenn sich Phasen extremen Glücks oder Pechs über Generationen hinweg verfestigen, haben nachfolgende Generationen keine Chance mehr. Genau das tut das Erbe, es bevorteilt einige wenige Menschen mit enormen Ressourcen, insb. Immobilien, die aber nichts dafür getan haben, während andere bei Null anfangen und diesen Unterschied nicht durch die härteste Arbeit aufholen können. Hier wird das Glück der Wirtschafswundergeneration nicht nur weitervererbt, sondern es vermehrt sich immer mehr.

In den USA gibt es die Tradition, dass jeder sein eigenes Vermögen aufbaut, und Erbe wird oft gespendet (Warren Buffett hat seine Kinder komplett enterbt, zumindest finanziell). Das entspricht dem ursprünglichen Prinzip der Meritokratie, und Spenden z.B. an Bildungsinstitutionen vermeiden nicht nur ungerechtes Erbe, sondern verbessern noch die Chancen aller jungen Menschen insgesamt, also ein doppelter Effekt. Da könnten wir uns Deutschland mal was abschauen (und entsprechende Entlastungen in der Einkommenssteuer vornehmen.)

DAX Einkäufer schrieb:

"Bis man die als normaler Akademiker ohne Top
Führungsjob vom Netto gespart hat, vergeht eine Ewigkeit."

Ich verstehe nicht, weshalb der "kleine Angestellte ohne
Top Führungsjob" der Maßstab sein soll, an dem sich die
Gerechtigkeit der Welt bemisst. Der kleine Angestelle ohne
Top Job hat kein Risiko, keine Verantwortung, kein Kapital
investiert, keine Arbeitsplätze geschaffen und keinen
Konsumverzicht geleistet. Er ist einfach nur da und macht Tag
für Tag seinen Job. Und nun soll die Welt erst dann gerecht
sein, wenn sich dieser kleine Angestellte dasselbe leisten
kann wie eine Familie, die z.B. eine Fabrik aufgebaut hat?
Weshalb nehme ich für diesen Vergleich gerade studierte
BWLer? Weshalb kein ungelernten Arbeiter, Friseure,
McDonald's Mitarbeiter oder gleich Arbeitslose? Das
Weltbild scheint mir sehr um die eigene Person herum
aufgebaut zu sein.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Ich habe mal gelesen, dass es zu keiner anderen Zeit so einfach war, sein Talent zu Geld zu machen, sich selbständig zu machen und durch intelligente Arbeit (!= harte Arbeit und != abhängige Beschäftigung ohne unternehmerische Verantwortung, Risiko, etc.) viel Geld zu verdienen. Und ich finde das kann man voll bestätigen. Bin im IT-Bereich selbständig (neben dem Hauptberuf) und habe Invest-Kosten wie laufende Kosten nahe 0 EUR (PC & Co. war da; einige wenige Lizenzen für Programme usw. wenige hundert Euro). Mein wichtigstes Invest war meine Zeit und die Herausbildung meiner spezifischen IT-Skills (in Verbindung mit meinen Kenntnissen im Bereich BWL/Finanzen/Marketing/Ökonomie aus dem Studium). Und das kann jeder einigermaßen fleißige und einigermaßen intelligente Mensch machen.

Es war also noch nie so einfach wie im Zeitalter des Internets zu einem guten Wohlstand zu kommen. Es ist heutzutage für jeden möglich, auch ohne Investoren, Venture Capital & Co.
Und wer richtig hoch hinaus will: Venture Capital & Co. gibt es auch mehr als genug. Es braucht nur ein gutes Gründerteam, eine gute Idee und eine skalierbare Umsetzung.

Was ich damit auch sagen will: Für die, die ihr Geld vor 50-70 Jahren aufgebaut haben, war es sicher um einiges schwerer als für uns reich zu werden. Trotzdem sind es einige geworden, Millionärsquote liegt ja soweit ich weiß bei 1%. Wenn unsere Generation mal in Ruhestand geht, rechne ich mit einer Millionärsquote von mindestens 5% (inflationsbereinigt in Realwerten zu heutigen Preisen natürlich). Dazu sehe ich einfach genug Leute Mitte/Ende 20 mit Drive, Ideen, Fleiß usw.

Also Leute, stoppt diese leidige Neid-Diskussion und stellt was auf die Beine. :)
Ich werde übrigens auch mal ein fast innerstädtisches EFH (fußläufig in 15 Minuten in der Innenstadt/Stadtmitte) erben, aber das dauert hoffentlich noch viele, viele Jahrzehnte. Bis es soweit ist, haben wir unser eigenes EFH voraussichtlich schon längst abgezahlt und mindestens 500k im Depot.

Grüße von eurem Lieblings-Leipziger/Dresdner :)

Lounge Gast schrieb:

Auch die Nachkriegsgeneration waren normale Menschen mit
normalen Jobs, nur haben sie eben lange und nachhaltig vom
Wachstum im Wirtschafswunder profitiert. Sie waren m.E. nicht
fleißiger, klüger, gebildeter oder haben härter gearbeitet
als junge Menschen heute. Das gilt für viele KMU die in
dieser Zeit entstanden sind und noch mehr für einfache
Bauern, deren Land- und Waldbesitz plötzlich einfach mehr
wert wurde.

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know-it-all

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

In den USA gibt es die Tradition, dass jeder sein eigenes
Vermögen aufbaut, und Erbe wird oft gespendet (Warren Buffett
hat seine Kinder komplett enterbt, zumindest finanziell). Das

Belege diese Behauptung bitte durch eine einigermaßen valide Statistik. Ein Einzelbeispiel wie Warren Buffett ist kein Beweis für eine allgemeine Behauptung.

[...] (und
entsprechende Entlastungen in der Einkommenssteuer vornehmen.)

Wobei wir wieder bei dem um die eigene Person aufgebauten Weltbild sind - siehe unten beigefügtes Statement vom DAX-Einkäufer. Wer profitiert denn von Steuersenkungen bei der Einkommenssteuer? Meist die, die überhaupt Steuern bezahlen. Also z.B. der BWL-Angestellte... Der McDonalds-Arbeiter hat hingegen nichts von einer Senkung der Spitzensteuer und profitiert nur sehr wenig von der Erhöhung von Freibeträgen. Mit Anpassungen an der Einkommenssteuer schaffst du also auch wieder nur Gerechtigkeit für bestimmte Personengruppen.
Da für mich Erbschaftssteuer vom Charakter her keine Einkommenssteuer ist, sondern eher eine Vermögenssteuer, fände ich persönlich eine Besteuerung aller Vermögen (bspw. 0,5% jährlich auf Vermögen oberhalb 500kEUR) gerechter als eine Besteuerung dieses Vermögens ausschließlich zum Zeitpunkt des Übergangs auf die Erben.
Dieser Ansatz erscheint mir einfach logischer und ist für die Steuerzahler auch besser planbar als ein Erbschaftsfall, der häufig unverhofft eintritt.

DAX Einkäufer schrieb:

Weshalb nehme ich für diesen Vergleich gerade studierte
BWLer? Weshalb kein ungelernten Arbeiter, Friseure,
McDonald's Mitarbeiter oder gleich Arbeitslose? Das
Weltbild scheint mir sehr um die eigene Person herum
aufgebaut zu sein.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Die Freibeträge sind erst vor wenigen Jahren drastisch erhöht worden. Damit sind fast alle Erbschaften steuerfrei!

Lounge Gast schrieb:

Nochmal zum Thema Erben:

Es verübelt grundsätzlich niemand einem Erben sein Ererbtes -
nur warum wird darauf halt kaum Steuer fällig?

Bei den derzeit gültigen Freigrenzen und falls man die Daten
aus dem obigen Thread mal nimmt, würden ja nur 0,2% der
Erbschaften besteuert - nämlich die oberhalb von 250k.

Das ist doch das eigentlich ungerechte!

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Doch, die haben härter und länger garbeitet. Nimm mal den Öffentlichen Diest als Vergleich. Ein normaler Angestellter arbeitet da heute in der Regel nur 40 Stunden die Woche. In der Nachkriegszeit waren es noch 48 Wochenstunden.

Lounge Gast schrieb:

Auch die Nachkriegsgeneration waren normale Menschen mit
normalen Jobs, nur haben sie eben lange und nachhaltig vom
Wachstum im Wirtschafswunder profitiert. Sie waren m.E. nicht
fleißiger, klüger, gebildeter oder haben härter gearbeitet
als junge Menschen heute.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Bei der "Millionärsquote" in der Zukunft muss man aber auch bedenken, dass die gesetzliche Rente verdammt schlecht sein wird.

Lounge Gast schrieb:

Ich habe mal gelesen, dass es zu keiner anderen Zeit so
einfach war, sein Talent zu Geld zu machen, sich selbständig
zu machen und durch intelligente Arbeit (!= harte Arbeit und
!= abhängige Beschäftigung ohne unternehmerische
Verantwortung, Risiko, etc.) viel Geld zu verdienen. Und ich
finde das kann man voll bestätigen. Bin im IT-Bereich
selbständig (neben dem Hauptberuf) und habe Invest-Kosten wie
laufende Kosten nahe 0 EUR (PC & Co. war da; einige
wenige Lizenzen für Programme usw. wenige hundert Euro). Mein
wichtigstes Invest war meine Zeit und die Herausbildung
meiner spezifischen IT-Skills (in Verbindung mit meinen
Kenntnissen im Bereich BWL/Finanzen/Marketing/Ökonomie aus
dem Studium). Und das kann jeder einigermaßen fleißige und
einigermaßen intelligente Mensch machen.

Es war also noch nie so einfach wie im Zeitalter des
Internets zu einem guten Wohlstand zu kommen. Es ist
heutzutage für jeden möglich, auch ohne Investoren, Venture
Capital & Co.
Und wer richtig hoch hinaus will: Venture Capital & Co.
gibt es auch mehr als genug. Es braucht nur ein gutes
Gründerteam, eine gute Idee und eine skalierbare Umsetzung.

Was ich damit auch sagen will: Für die, die ihr Geld vor
50-70 Jahren aufgebaut haben, war es sicher um einiges
schwerer als für uns reich zu werden. Trotzdem sind es einige
geworden, Millionärsquote liegt ja soweit ich weiß bei 1%.
Wenn unsere Generation mal in Ruhestand geht, rechne ich mit
einer Millionärsquote von mindestens 5% (inflationsbereinigt
in Realwerten zu heutigen Preisen natürlich). Dazu sehe ich
einfach genug Leute Mitte/Ende 20 mit Drive, Ideen, Fleiß usw.

Also Leute, stoppt diese leidige Neid-Diskussion und stellt
was auf die Beine. :)
Ich werde übrigens auch mal ein fast innerstädtisches EFH
(fußläufig in 15 Minuten in der Innenstadt/Stadtmitte) erben,
aber das dauert hoffentlich noch viele, viele Jahrzehnte. Bis
es soweit ist, haben wir unser eigenes EFH voraussichtlich
schon längst abgezahlt und mindestens 500k im Depot.

Grüße von eurem Lieblings-Leipziger/Dresdner :)

Lounge Gast schrieb:

Auch die Nachkriegsgeneration waren normale Menschen mit
normalen Jobs, nur haben sie eben lange und nachhaltig vom
Wachstum im Wirtschafswunder profitiert. Sie waren m.E.
nicht
fleißiger, klüger, gebildeter oder haben härter gearbeitet
als junge Menschen heute. Das gilt für viele KMU die in
dieser Zeit entstanden sind und noch mehr für einfache
Bauern, deren Land- und Waldbesitz plötzlich einfach mehr
wert wurde.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Inzwischen ist aus dem Thread eine Erb-Neid-Debatte geworden.

Ja, es gibt Erben, die haben einfach Glück, wenn das Erbe beträchtlich ist, d.h. Immobilien und Vermögen vererbt wird und somit ein finanzieller Rahmen eröffnet wird, den der Normalverdiener durch seine tägliche Arbeit niemals erreichen könnte. Na und?
Ich werde nicht reich erben (hoffe auch, dass Eltern noch seehr lange leben werden) und kann gut damit leben. Meine Vorfahren haben weder in der Nachkriegszeit bzw. noch davor Unternehmen gegründet und/oder einen Acker gekauft, der inzwischen ein gefragtes Stück Bauland ist. Hatte trotzdem eine tolle Kindheit, eine gute Ausbildung, heute einen guten Job, eine "eigene" Familie und wohne glücklich und zufrieden in einer 120qm Mietwohnung. Ob ich meiner Tochter mal etwas vererben kann? Keine Ahnung, ist hoffentlich noch eine ganze Weile, bis ich mir die Frage erneut stellen muss.

Manchmal träume ich auch von einem großen Haus, das ich mir aber nicht leisten kann und will, weil ich dafür zu gern andere Ausgaben pflege, beispielsweise Urlaube. Auch ich kenne Erben, die quasi direkt nach dem Studium ins von den Großeltern gesponserte Haus gezogen sind. Natürlich profitieren die vom Glück/Mut der Großeltern. Gönne ich Ihnen. Aber Neid? Nein.

Kann auch die Hochsetzung der Freibeträge nachvollziehen. Erstens wegen der Mehrfachbesteuerung von Immobilien (warum soll ein Haus, bei dessen Erbauung bereits unterschiedlichste Steuern gezahlt wurden, bei Vererbung nochmals besteuert werden??). Und zweitens gibt es auch Erben, die eben nicht ein enormes Vermögen erben, sondern das Mehrfamilienhaus von Tante Uschi im gepflegten Vorort von Castrop-Rauxel. Ist der Freibetrag zu niedrig könnten sich die Erben mit Otto-Normal-Verdienst das Erbe nicht leisten. DAS finde ich ungerecht.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Warum wird eigentlich immer behauptet, dass man sich als Normalo nichts aufbauen kann (aufbauen im Sinne von Vermögen ansparen)? Ich bin 32, Frau + 1 Kind, Softwareentwickler im Mittelstand, 60k p.a., wohne zur Miete (100qm, eher teure Stadt) - also nichts besonderes. Mein Vermögen beläuft sich auf 280k. Geerbt bisher nichts, geschenkt von den (Groß)Eltern in den letzten 15j rund 50k. Ja, das ist mehr als nichts, ja, ich hatte keine Studienschulden. Trotzdem habe ich den Großteil selbst erarbeitet/gespart. Wir fahren 1x/Jahr in den Urlaub (dieses Jahr für 3 Pers. rund 1800EUR), wir haben 1 Auto, gehen immer wieder Essen. Wir geben also weder wahnsinnig viel Geld aus noch sind wir sonderlich knausrig. (Ach ja, meine Frau verdient mit Ausbildung keine 20k p.a. und hat etwa 40k gespart). Mich nervt das Gejammer, man könne sich als Standard-Akademiker nichts aufbauen (ansparen).

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Man könnte ja auch einfach mal akzeptieren, dass nicht alle "gleich" sind.

Ich bin (als Mann) zB nicht besonders groß und gutaussehend.

Damit muss ich eben leben, so wie andere nicht besonders klug sind, wieder andere nicht besonders gut mit Geld umgehen könenn, andere nicht besonders fleissig sind und andere nicht besonders reiche Eltern haben.

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WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Dann müsstest du 230k selbst angespart haben, richtig? Wenn wir davon ausgehen, dass du mit 22 Jahren mit deinem Studium fertig warst und direkt einen Job gefunden hast, dann hättest 10 Jahre Zeit um 230k anzusparen. Das würde eine Sparrate von 1900,- p.m. bedeuten. Selbst wenn du bei Berufseinstieg schon verheiratet und deine 60k p.a. bekommen hättest, dann hättest du pro Monat ca. 3500,- zur Verfügung. Das würde bedeuten, dass du pro Monat zehn Jahre lang 54% deines Nettogehaltes sparen würdest. Aber man kann davon ausgehen, dass dein Einstiegsgehalt weit niedriger war.

Bitte erkläre uns wie du das in den letzten 10 Jahren geschafft hast.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

Mich nervt das Gejammer,
man könne sich als Standard-Akademiker nichts aufbauen
(ansparen).

Sehe ich genauso. Die meisten in meinem Umfeld, denen es so geht, können schlicht nicht mit Geld umgehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

Bitte erkläre uns wie du das in den letzten 10 Jahren
geschafft hast.

Ich hab in 7 Jahren alleine auch etwa 150k angespart. Und mein Verdienst lag im Durchschnitt klar unter 60k und verheiratet bin ich auch nicht.
Man sollte bedenken, dass man Geld auch anlegen kann, das sollte jedem Wiwi eigentlich klar sein und da macht gerade der Verzicht am Anfang einiges aus.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

Bitte erkläre uns wie du das in den letzten 10 Jahren
geschafft hast.

Ich bin seit vielen Jahren an der Börse aktiv (nix besonderes, aktien und etfs), und die ist in den letzten Jahren bekanntlich ziemlich gut gelaufen. Seit Anfang des Jahres hat das bei mir z. B. zu einem Vermögenszuwachs von rund 40k geführt. Wenn es mal wieder abwärts geht, wird ein Teil meiner 280k auch wieder verschwinden (market timing traue ich mir nicht zu). Ansonsten achte ich auf meine Ausgaben (Smartphone reicht z. B. eines für 150EUR). Ohne Kind konnte ich im Jahr 20k sparen, mit Kind sind es nur noch 15k. Es ist wirklich so, wie man oft sagt: Wenn erst mal Geld da ist, wird es fast automatisch immer mehr.

Im Freundeskreis gibt es einen, der finanziell ähnlich dasteht wie ich. Der Rest hat nicht so viel Ersparnisse, trotz ähnlichen Voraussetzungen. Das sind eben die mit iPhone, iMac, Urlauben, etc. aber ohne Kapitalmarktkenntnissen. Jedem das Seine, aber dann bitte nicht jammern.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Buchgewinne einfach so als Vermögen zu rechnen kannst Du gleich vergessen. Schon mal was vom Niederstwertprinzip nach HGB gehört?

Also hast Du real deutlich weniger auf der hohen Kante, außerdem schwankt Dein "Vermögen" täglich. Aber es sei Dir gegönnt!

Übrigens finde ich, dass die Frage nach "Kapitalmarktwissen" überhaupt nichts mit dem Thread zu tun hat. Selbst für 280 k (wenn Du sie denn real hättest) bekommst Du kein EFH in München. Ggf. eine ETW mit ca. 70-90 qm.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Bitte erkläre uns wie du das in den letzten 10 Jahren
geschafft hast.

Ich bin seit vielen Jahren an der Börse aktiv (nix
besonderes, aktien und etfs), und die ist in den letzten
Jahren bekanntlich ziemlich gut gelaufen. Seit Anfang des
Jahres hat das bei mir z. B. zu einem Vermögenszuwachs von
rund 40k geführt. Wenn es mal wieder abwärts geht, wird ein
Teil meiner 280k auch wieder verschwinden (market timing
traue ich mir nicht zu). Ansonsten achte ich auf meine
Ausgaben (Smartphone reicht z. B. eines für 150EUR). Ohne
Kind konnte ich im Jahr 20k sparen, mit Kind sind es nur noch
15k. Es ist wirklich so, wie man oft sagt: Wenn erst mal Geld
da ist, wird es fast automatisch immer mehr.

Im Freundeskreis gibt es einen, der finanziell ähnlich
dasteht wie ich. Der Rest hat nicht so viel Ersparnisse,
trotz ähnlichen Voraussetzungen. Das sind eben die mit
iPhone, iMac, Urlauben, etc. aber ohne
Kapitalmarktkenntnissen. Jedem das Seine, aber dann bitte
nicht jammern.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Dann sage ich, dass man lt IFRS Equities immer zum FV bilanziert ;-)

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

Buchgewinne einfach so als Vermögen zu rechnen kannst Du
gleich vergessen.

Demnach ist Buffett arm, weil sein Vermögen im wesentlichen aus Buchgewinnen in Berkshire besteht?

antworten
know-it-all

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

Buchgewinne einfach so als Vermögen zu rechnen kannst Du
gleich vergessen. Schon mal was vom Niederstwertprinzip nach
HGB gehört?

Du bist echt cool. Wo steht denn geschrieben nach welchen Accounting Standards man seine privaten Finanzen zu bilanzieren hat?

Ich würde bei der Bewertung zum Buchwert lediglich bemängeln, dass auf die Kursgewinne zum Veräußerungszeitpunkt noch Kapitalertragssteuer fällig wird und sich dadurch der Buchwert nicht ohne Steuerverlust in Cash wandeln lässt.
Es sei denn die Wertpapiere wurden vor 2009 erworben...

Also hast Du real deutlich weniger auf der hohen Kante,
außerdem schwankt Dein "Vermögen" täglich. Aber es
sei Dir gegönnt!

Übrigens finde ich, dass die Frage nach
"Kapitalmarktwissen" überhaupt nichts mit dem
Thread zu tun hat. Selbst für 280 k (wenn Du sie denn real
hättest) bekommst Du kein EFH in München. Ggf. eine ETW mit
ca. 70-90 qm.

Die ganze Diskussion, die beim Neid auf die Erben ihren Ausgangspunkt hatte, ist komplett off-topic. Das hier beschriebene Durchschnittserbe von 150k EUR reicht übrigens erst recht nicht um sich in München ein EFH zu leisten. Immerhin kann der Kollege mit dem 280k-Vermögen mit dem Durchschnittserben mithalten.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

Demnach ist Buffett arm, weil sein Vermögen im wesentlichen
aus Buchgewinnen in Berkshire besteht?

Oder man verkauft, realisiert dadurch den Buchgewinn und kauft die gleiche Anlage wieder zurück. Es hat sich dadurch nichts geändert, außer dass nun kein Gewinn mehr vorhanden ist.
Ich hoffe es ist allen klar, wie idiotisch das Thema Buchgewinn hier ist. Es zählt der aktuelle Wert, sonst nichts.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Ich bin kein Anlageexperte, aber ich habe 1. mal drei Monate konsequent jegliches Mir-ist-langweilig-Shopping vermieden (insbesondere online) und 2. dadurch nach Abzug von Miete, Essen und nicht zu vermeidenden Kosten einen nicht so kleinen Batzen Geld in recht normale Aktien-ETFs gesteckt.

Wenn man diese westeuropäische Konsumbulimie einfach mal unterdrückt (ja, man kann auch ohne eine "neue Jeans" oder das Smartphone "mit noch mehr GB" sehr gut leben) und an seiner Impulskontrolle arbeitet, bleibt ganz schön viel Geld übrig.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Bitte erkläre uns wie du das in den letzten 10 Jahren
geschafft hast.

Ich bin seit vielen Jahren an der Börse aktiv (nix
besonderes, aktien und etfs), und die ist in den letzten
Jahren bekanntlich ziemlich gut gelaufen. Seit Anfang des
Jahres hat das bei mir z. B. zu einem Vermögenszuwachs von
rund 40k geführt. Wenn es mal wieder abwärts geht, wird ein
Teil meiner 280k auch wieder verschwinden (market timing
traue ich mir nicht zu). Ansonsten achte ich auf meine
Ausgaben (Smartphone reicht z. B. eines für 150EUR). Ohne
Kind konnte ich im Jahr 20k sparen, mit Kind sind es nur noch
15k. Es ist wirklich so, wie man oft sagt: Wenn erst mal Geld
da ist, wird es fast automatisch immer mehr.

Im Freundeskreis gibt es einen, der finanziell ähnlich
dasteht wie ich. Der Rest hat nicht so viel Ersparnisse,
trotz ähnlichen Voraussetzungen. Das sind eben die mit
iPhone, iMac, Urlauben, etc. aber ohne
Kapitalmarktkenntnissen. Jedem das Seine, aber dann bitte
nicht jammern.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

"Warum wird eigentlich immer behauptet,..."

Dann leg uns mal bitte eine Rechnung vor, wie DU das ansparen konntest (mit DEINEM Nettoarbeitsentgelt). Da unten ja keine dabei ist, anbei mal meine:

Annahme: Abi mit 18, bachelor, also mit 21/22 anfangen zu sparen.

Das macht 280.000 - 50.000 = 230k

230k / 10 Jahre / 12 Monate = 1917 Euro sparen im Monat.

Den Betrag kannst du mit Kind und Kegel nichtmal jetzt mit 5k ansparen.

Dann werd halt konkret: 8 Jahre bei Mutti gewohnt, Oma und Opa viel geschenkt, Frau verdient selber Geld, während der Zeit bei Mutti meistens an der Milchflasche genuckelt, auch am WE.

So hört sich das jedenfalls für mich an ;-)

Lounge Gast schrieb:

Warum wird eigentlich immer behauptet, dass man sich als
Normalo nichts aufbauen kann (aufbauen im Sinne von Vermögen
ansparen)? Ich bin 32, Frau + 1 Kind, Softwareentwickler im
Mittelstand, 60k p.a., wohne zur Miete (100qm, eher teure
Stadt) - also nichts besonderes. Mein Vermögen beläuft sich
auf 280k. Geerbt bisher nichts, geschenkt von den
(Groß)Eltern in den letzten 15j rund 50k. Ja, das ist mehr
als nichts, ja, ich hatte keine Studienschulden. Trotzdem
habe ich den Großteil selbst erarbeitet/gespart. Wir fahren
1x/Jahr in den Urlaub (dieses Jahr für 3 Pers. rund 1800EUR),
wir haben 1 Auto, gehen immer wieder Essen. Wir geben also
weder wahnsinnig viel Geld aus noch sind wir sonderlich
knausrig. (Ach ja, meine Frau verdient mit Ausbildung keine
20k p.a. und hat etwa 40k gespart). Mich nervt das Gejammer,
man könne sich als Standard-Akademiker nichts aufbauen
(ansparen).

antworten
know-it-all

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

know-it-all schrieb:

Ich würde bei der Bewertung zum Buchwert lediglich bemängeln,
dass auf die Kursgewinne zum Veräußerungszeitpunkt noch
Kapitalertragssteuer fällig wird und sich dadurch der
Buchwert nicht ohne Steuerverlust in Cash wandeln lässt.
Es sei denn die Wertpapiere wurden vor 2009 erworben...

Der Begriff Buchwert war hier blöd gewählt. Besser wäre "aktueller Wert".
Wenn eine Aktie, die man für 100 EUR gekauft hat, einen aktuellen Kurs von 200 EUR aufweist, dann ist das Vermögen meiner Meinung nach auch mit 200 EUR anzusetzen (wobei ich die HGB-Sichtweise nach der das Vermögen nach wie vor nur einen Buchwert von 100 EUR hätte auch nachvollziehen kann).

Durch die Realisierung des Kursgewinns aufgrund des Verkaufs der Aktie beträgt das Vermögen anschließend aber weder 100 noch 200 EUR sondern wegen der KapESt ~175 EUR.
Eine sinnvolle Größe für die Bewertung des eigenen Aktienvermögens bei Privatpersonen wäre also der Kurswert des Depots abzüglich der bei der Veräußerung anfallenden KapESt.

Wenn man hingegen ermitteln und ausdrücken will, wieviel Geld man im Laufe der Jahre gespart hat, dann ist Verwendung der Anschaffungswerte sinnvoller.
Wenn man jeden Monat 1000 EUR Cash spart und zusätzlich für 1000 EUR Wertpapiere kauft, dann hat man am Jahresende 24.000 EUR gespart, auch wenn die AKtien im Wert inzwsichen gestiegen sind.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

So hört sich das jedenfalls für mich an ;-)

Ich hab das Gefühl, du glaubst mir nicht. ;-)
Es ist sogar viel "schlimmer" als du annimmst: ich habe erst mit 26 nach meinem Diplom richtig angefangen zu arbeiten (Abi mit 19 + 1j Zivi), 7j BE werde ich im Sommer voll haben, und zu Hause ausgezogen bin ich mit 22 oder 23. Damals aber direkt mit meiner jetzigen Frau zusammen gezogen, sie in Ausbildung, ich in Studium. Wenn man sich alles teilen kann, spart man schon einiges. Wie oben geschrieben habe ich keine Studienschulden, weil meine Eltern mich unterstützt haben, bin damit gerade so über die Runden gekommen.

Zu Studiumsende (2008) hatte ich etwa 60k Vermögen (vor Steuern), wovon etwa 20k Schenkung waren, ein Teil war angespart (Hiwi-Job etc.) und ein Teil "Buchgewinne" an der Börse (da fing es dann gerade an abwärts zu gehen, Lehmann etc.). Hatte mich während des Studiums mehr mit Börse als mit Informatik beschäftigt. Hab den Abschwung an der Börse dann voll mitgemacht, tat teilweise schon echt weh, aber ich glaub, die Erfahrung braucht es einfach. Mein Einkommen damals (zum Einstieg) 45k, meine Frau (damals Freundin) 25-30k, ich konnte damals im Jahr so 20k sparen (wenn ich mich recht erinnere). Die genaue Entwicklung der Jahre darauf kann ich nicht mehr exakt nachvollziehen. 2011 bin ich von Einzelaktien auf ETFs umgestiegen und hab ab einem DAX von etwa 5000 Punkten regelmäßig ordentlich gekauft und so den Anstieg voll mitgenommen.

1.1.2012 - 115k
1.1.2013 - 145k
1.1.2014 - 208k
1.1.2015 - 243k
27.3.2015 - 282k vor Steuern bzw. 278k nach KapESt

Jedes Jahr etwa 15-18k gespart, dazu gabs in den letzten 2 oder 3 Jahren je 10k geschenkt, der Rest sind Kursgewinne + Dividenden.
Und bevor jetzt wieder jmd vorrechnet, dass 4k Steuern ja gar nicht sein kann. Ich habe letztes Jahr komplett umgeschichtet, weil mein damaliger ausl. thesaurierender ETF umgestellt hat von Swap-basiert auf voll replizierend. Außerdem habe ich noch einiges, was ich vor 2009 gekauft habe und somit steuerfrei ist. Ich glaube auch nicht (mehr), dass ich ein guter Stockpicker bin sondern, dass es primär Glück ist, weshalb ich mittlerweile auch ETFs nehme.
Ich hoffe, damit ist dein Wissensdurst gestillt.

Eigentlich geht es mir nur um 2 Punkte:

  1. Das eigene Ausgabeverhalten im Griff haben.
  2. Das so gesparte Geld solide anlegen.

Dann kann man auch als Durchschnittsakademiker was ansparen.
Natürlich reicht es nicht für ein Haus in München, und auch hier bekommt man dafür max. eine gebrauchte Immobilie, aber als Anzahlung ist das schon zu gebrauchen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Danke, sehr interessant.

Bzgl. replizierend vs voll abbildend: von welchem Produkt (WKN bitte) sprechen wir?

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

@ Den mit den 282k

Super Beitrag und auch super Einstellung.

Ich kann dieses Gejammere echt nicht mehr hören, als BWLer gehört man selbst mit 0815-Job zu den Besserverdienern, wenn man sich davon nicht zumindest ein ordentliches Leben aufbauen kann, dann ist man selber schuld. Wir haben Wirtschaft studiert, wenn man hier liest verhalten sich aber gefühlt 90% schlichtweg dumm was den Umgang mit Geld angeht. Da kann man echt nur mit dem Kopf schütteln, aber das BWLer-Klischee vom Blender mit nichts dahinter kommt halt leider nicht von ungefähr.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

Bzgl. replizierend vs voll abbildend: von welchem Produkt
(WKN bitte) sprechen wir?

Früher hatten ich den DAX-ETF von db x-trackers (WKN DBX1DA), aber dann hat dbx 2014 viele Fonds umgestellt auf voll replizierend, und da es sich um einen ausl. Thesaurierer handelt, war mir das für die Steuererklärung zu lästig, deshalb jetzt der comstage DAX-ETF (WKN ETF001). Der swappt die Dividenden weg, mit dem bissel mehr an Risiko kann ich leben, dafür weniger TER (minimal) und exaktere Performance. Auf Dauer bin ich mir aber nicht sicher, ob ich mich mit nur einer KAG wohl fühle... Und über das Thema DAX-only sprich home bias könnte man auch diskutieren...

Jetzt sind wir aber echt arg off topic, sorry.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Danke - schaue ich mir mal im Detail an, gute Anmerkungen.

Wenn man mal EINEN Monat nur H&M, Starbucks, Vapiano, amazon und Ebay weglässt...

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Klar kann man das, aber dann veruch Dir mal in der Nähe einer westlichen Großstadt ein vernünftiges Haus zu kaufen, freihstehend mit Garten (sonst lieber gleich Wohnung). Das willst Du nämlich evtl. haben, wenn Du zwei oder mehrere Kinder hast (jeder der in Situation ist will das irgendwann, auch wenn er es lieber nicht sagt.) Sowas kostet in München oder Frankfurt in 30 km Umkreis immer über 500 TEUR, im Mittel würde ich schätzen eher 700-800 TEUR für ein freistehendes Haus mit Garten. Dafür musst Du dann bis Ende 30 Anfang 40 mind. 300 TEUR EK angespart haben. Bei 13 Jahren Arbeit davor sind das ca. 20 TEUR netto pro Jahr und dann hast Du immer noch 70% Kredit, also absolute Unterkante.

Bei solchen Gedanken bringt auch die Tatsache nix, dass BWLer überdurchschnittlich verdienen, was sie ja zweifellos tun. Doch Lohneinkommen aus einem Angestelltverhältnis bringt Dich nur so weit! Ein eigenes Haus wie beschrieben ist mittlerweile zu einem extremen Luxusgut geworden, was sich nur noch Überflieger oder Erben leisten können. Das war bei unseren Großeltern und Eltern noch anders, und da ein Haus ggf. die größte Investition des Lebens darstellt, ist das eine wichtige Entwicklung für unsere Generation.

Woran es liegt? Makroökonomisch sowohl Niedrigzinspolitik als auch Urbanisierung und demographischer Wandel, sowie die Abkehr von Agrarwirtschaft wie sie insb. in Bayern noch in den 60ern vorherrschend war hin zur Informations- und Digitalwirtschaft, was die Menschen in die Städte treibt. Mikroökonomisch kommt die Verteilung der Eigentumsrechte hinzu: die besten Lagen sind bereits verteilt und werden vererbt, die wird man nicht bekommen, und auch nicht zweitbesten, egal wie hart man arbeitet.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

20000 netto p.a. ansparen bedeutet 1666? jeden Monat nur für das EFH zur Seite zu legen. Dann ist noch keine Miete und kein Auto gezahlt, noch nichts für die Altersvorsorge, den Fondsplan oder einfach für schlechte Zeiten zurückgelegt worden. Wenn man dann, wie oben, davon ausgeht, dass man in München oder in Frankfurt ein Haus kaufen will, dann muss man mindestens 5000 netto jeden Monat haben um dort zu leben, die Sparrate von 1666? jeden Monat zu verwirklichen und dabei nicht komplett auf die Altersvorsorge zu scheißen (nein, ein Haus reicht nicht zur Altersvorsorge).

Also Leute strengt euch an im Studium, macht euch selbständig und nimmt eure Zukunft selbst in die Hand.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

"Doch Lohneinkommen aus einem Angestelltverhältnis bringt Dich nur so weit! Ein eigenes Haus wie beschrieben ist mittlerweile zu einem extremen Luxusgut geworden, was sich nur noch Überflieger oder Erben leisten können."

Inzwischen wird sich auf 5 vollen Seiten darüber beklagt, dass man sich als normaler Angestellter in bestimmten Gegenden kein Haus mit Garten leisten kann. Geht man über Deutschlands Grenzen in Richtung Osten und schaut euch die Wohnverhältnisse dort an. Wenn die Leute dort die Einstellung hier an den Tag legen würden hätte sich die Hälfte aufgrund der hier beklagten "Ungerechtigkeiten des Lebens" längst selbst umgebracht. Man kann auch ohne EHF glücklich und zurfieden leben, wenn man im Kopf ein bisschen klarer wird.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Ich denke man sollte weniger auf die Einnahmen gucken als auf die Ausgaben. Wir haben vor ca. 4 Jahren angefangen zu arbeiten. Damals waren wir im Minus, wenn man den Studienkredit mitberechnet.

Wir haben seitdem immer mehr als 50 % unseres Einkommens in Aktien ETFs investiert und sind mittlerweile bei ueber 200 k EUR Vermoegen. Unsere Gehaelter sind "normal" fuer Akademiker, aber wir koennen locker von einen Gehalt leben ohne uns einschraenken zu muessen.

Lange Zeit haben wir nach Immobilien geschaut, aber letztlich haben wir uns beschlossen, dass wir lieber flexibel bleiben moechten und weiter investieren wollen.

Unser langfristige Plan sieht so aus:

  • In 5 Jahren finanziell sind wir unabhaengig, d.h. das passive Einkommen aus den Investments decken unseren Basisbedarf
  • In 10 Jahren finanziell sind wir frei, d.h. wir koennen entscheiden ob wir weiter arbeiten wollen oder nicht
antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Ich denke man sollte weniger auf die Einnahmen gucken als auf
die Ausgaben.

Unterschreibe ich sofort. Ich meine mal eine Studie gelesen zu haben, dass der durchschnittliche amerikanische Millionär ein Einkommen von 60k hat - wobei ich nicht weiß, welche Steuertricks es da drüben gibt.

Wir haben seitdem immer mehr als 50 % unseres Einkommens in
Aktien ETFs investiert und sind mittlerweile bei ueber 200 k
EUR Vermoegen.

Saubere Performance. Wenn ich davon ausgehe, dass ich in der Phase 20k sparen konnte, dürfte das bei 2 Akademikern locker bei 40k liegen - wenn es will.

Lange Zeit haben wir nach Immobilien geschaut, aber letztlich
haben wir uns beschlossen, dass wir lieber flexibel bleiben
moechten und weiter investieren wollen.

Auch das kann ich gut verstehen. :-)

Unser langfristige Plan sieht so aus:

  • In 5 Jahren finanziell sind wir unabhaengig, d.h. das
    passive Einkommen aus den Investments decken unseren
    Basisbedarf
  • In 10 Jahren finanziell sind wir frei, d.h. wir koennen
    entscheiden ob wir weiter arbeiten wollen oder nicht

Das wird jetzt eine lustige Diskussion geben. ;-)
Bedenkt bitte, dass die Börse in den letzten 4 Jahren in denen ihr investiert habt, spektakulär gelaufen ist. Ich wäre vorsichtig damit, das für die nächsten 5-10 Jahre fortzuschreiben.

Womit kalkuliert ihr? 500k in 5j und 1M in 10j?
Ich bin der Meinung, man braucht ab 2M aufwärts für die finanzielle Unabhängigkeit - aber auch darüber kann man wieder trefflich streiten.

antworten
know-it-all

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Man spart die 1.666 EUR ja nicht allein, sondern in der Regel zu zweit. Ganz illusorisch ist das also nicht. Viele bekommen zudem noch eine jährliche variable Sonderzahlung/Bonus oder ein 13.Gehalt. Selbst wenn man es nicht schafft, die 1.666 EUR monatlich zurückzulegen, dann kann man die verbleibende Lücke noch mit der Sonderzahlung noch ausgleichen.
Ein Fondssparplan ist auch kein Selbstzweck sondern kann durchaus mit der Sparrate für das Eigenkapital zur eigenen Immobilie bedient werden. Auf einen Zeitraum von 13 Jahren sollte es schon gehen; natürlich besser nicht alles auf Aktien, sondern auch Anleihen einmischen. Aber aber man darf berechtigt hoffen, dass sich am Ende der Ansparphase, und wir reden hier im Beispiel über einen Zeitraum > 10 Jahre, trotzdem das gesparte Geld schneller vermehrt hat, als wenn man es quasi unverzinst auf das Tagesgeldkonto packt.

Dass die Immobilie nicht der alleinige Baustein zur Altersvorsorge ist, das mag sein. Dennoch ist sie ein ganz wichtiger und das rechtfertigt, dass man einen nicht zu geringen Teil des verfügbaren Einkommens auch dafür aufwendet.

Für die reguläre Altersvorsorge müssen es dann keine riesigen Beträge sein. Wichtig ist der frühe Start und die regelmäßige Einzahlung. Wenn der AG bspw. eine ordentliche betriebl.AV anbietet und noch Zuschüsse leistet, dann fallen 200 oder 300 EUR Monatsbeitrag, gezahlt aus dem Bruttogehallt, kaum ins Gewicht. Trotzdem kommt da in 40 Arbeitsjahren ordentlich etwas zusammen. Beispiel: 300 EUR Monatsbeitrag, 1% Dynamik und 3% Zinsen (=sehr konservativ) ergeben nach 40 Jahren ein Endguthaben von 324k EUR.

Und die Selbstständigkeit ist nun ehrlich nicht jedermans Sache. Gerade direkt nach einem BWL-Studium. Mit was willst du dich denn da selbstständig machen ohne Referenzen etc? Mit zwei guten Angestelltengehältern lässt sich jedenfalls auch schon eine Menge erreichen.

Lounge Gast schrieb:

20000 netto p.a. ansparen bedeutet 1666? jeden Monat nur für
das EFH zur Seite zu legen. Dann ist noch keine Miete und
kein Auto gezahlt, noch nichts für die Altersvorsorge, den
Fondsplan oder einfach für schlechte Zeiten zurückgelegt
worden. Wenn man dann, wie oben, davon ausgeht, dass man in
München oder in Frankfurt ein Haus kaufen will, dann muss man
mindestens 5000 netto jeden Monat haben um dort zu leben, die
Sparrate von 1666? jeden Monat zu verwirklichen und dabei
nicht komplett auf die Altersvorsorge zu scheißen (nein, ein
Haus reicht nicht zur Altersvorsorge).

Also Leute strengt euch an im Studium, macht euch selbständig
und nimmt eure Zukunft selbst in die Hand.

antworten
know-it-all

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

[...]. Wir haben vor ca. 4 Jahren angefangen zu
[...]
Unser langfristige Plan sieht so aus:

  • In 5 Jahren finanziell sind wir unabhaengig, d.h. das
    passive Einkommen aus den Investments decken unseren
    Basisbedarf
  • In 10 Jahren finanziell sind wir frei, d.h. wir koennen
    entscheiden ob wir weiter arbeiten wollen oder nicht

Ja klar. In nur 14 Jahren Arbeit zum Frühpensionär, der nur von Kapitaleinkünften lebt. Träum weiter!
Vielleicht solltest du dich nicht zu sehr vom derzeitigen Börsenaufschwung blenden lassen. Es wird nicht in dem Tempo weiter bergauf gehen; im Gegenteil man sollte auch einen Absturz einkalkulieren. Und Aktien-ETFs streuen zwar einerseits das Risiko, aber man vergibt auch die Chance, dass man mal mit einem Direktinvestment in eine bestimmte Aktie ein sehr glückliches Händchen hat und sich der investierte Betrag vervielfacht (bspw. Apple-Aktien vor 15 Jahren gekauft oder so).

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Ich versuch mal nachzuvollziehen, wie ich auf die 20k Sparrate gekommen bin. Von 2010 hab ich noch relativ genaue Aufzeichnungen.
Grundgehalt 3000 Brutto machte damals etwa 1900 Netto. Wir haben damals im Monat etwa 1200 benötigt für Miete etc., also 600 von mir, ansonsten hab ich noch etwa 200 ausgegeben, macht also vom Grundgehalt eine Sparrate von 12 x 1100. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, bezahlte Überstunde habe ich komplett gespart, waren in dem Jahr 14k brutto also etwa 7k netto. Also 50k Jahresbrutto waren 30k Jahresnetto, wovon ich 10k zum Leben benötigt habe und 20k gespart habe - ich alleine ohne meine Frau.

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Die 280k sind mein Gesamtvermögen was fast komplett auf Depots und Tagesgeldkonten liegt. Ich trenne da nicht nach Altersvorsorge. Ich spare auch nicht mit dem primären Ziel eine Immobilie zu erwerben. Ich betreibe einfach Vermögensaufbau. Das ist eben der Weg, den ich für mich gewählt habe, der zu meiner Situation und meinem Risikoprofil passt.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Ah okay, ja, genau sowas hab ich mir auch schon gedacht.

Aber im ernst: irgendetwas pauschalisieren mit dem Beispiel unten kann man ja jetzt wirklich nicht. Geld geschenkt bekommen und an der Börse zur richtigen Zeit das richtige gemacht zu haben, da braucht man keine bestimmte art von job. D.h. der Otto Normal Steuerzahler wird entweder seine Ausgaben und sein Leben langfristig extrem beschneiden müssen, oder vielmehr "von der Hand in den Mund" leben. Vor allem in Ballungszentren. 50k auf der Seite sollte denke ich jeder haben (bin mir bewusst dass das allgemein nicht selbstverständlich ist).

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

So hört sich das jedenfalls für mich an ;-)

Ich hab das Gefühl, du glaubst mir nicht. ;-)
Es ist sogar viel "schlimmer" als du annimmst: ich
habe erst mit 26 nach meinem Diplom richtig angefangen zu
arbeiten (Abi mit 19 + 1j Zivi), 7j BE werde ich im Sommer
voll haben, und zu Hause ausgezogen bin ich mit 22 oder 23.
Damals aber direkt mit meiner jetzigen Frau zusammen gezogen,
sie in Ausbildung, ich in Studium. Wenn man sich alles teilen
kann, spart man schon einiges. Wie oben geschrieben habe ich
keine Studienschulden, weil meine Eltern mich unterstützt
haben, bin damit gerade so über die Runden gekommen.

Zu Studiumsende (2008) hatte ich etwa 60k Vermögen (vor
Steuern), wovon etwa 20k Schenkung waren, ein Teil war
angespart (Hiwi-Job etc.) und ein Teil
"Buchgewinne" an der Börse (da fing es dann gerade
an abwärts zu gehen, Lehmann etc.). Hatte mich während des
Studiums mehr mit Börse als mit Informatik beschäftigt. Hab
den Abschwung an der Börse dann voll mitgemacht, tat
teilweise schon echt weh, aber ich glaub, die Erfahrung
braucht es einfach. Mein Einkommen damals (zum Einstieg) 45k,
meine Frau (damals Freundin) 25-30k, ich konnte damals im
Jahr so 20k sparen (wenn ich mich recht erinnere). Die genaue
Entwicklung der Jahre darauf kann ich nicht mehr exakt
nachvollziehen. 2011 bin ich von Einzelaktien auf ETFs
umgestiegen und hab ab einem DAX von etwa 5000 Punkten
regelmäßig ordentlich gekauft und so den Anstieg voll
mitgenommen.

1.1.2012 - 115k
1.1.2013 - 145k
1.1.2014 - 208k
1.1.2015 - 243k
27.3.2015 - 282k vor Steuern bzw. 278k nach KapESt

Jedes Jahr etwa 15-18k gespart, dazu gabs in den letzten 2
oder 3 Jahren je 10k geschenkt, der Rest sind Kursgewinne +
Dividenden.
Und bevor jetzt wieder jmd vorrechnet, dass 4k Steuern ja gar
nicht sein kann. Ich habe letztes Jahr komplett
umgeschichtet, weil mein damaliger ausl. thesaurierender ETF
umgestellt hat von Swap-basiert auf voll replizierend.
Außerdem habe ich noch einiges, was ich vor 2009 gekauft habe
und somit steuerfrei ist. Ich glaube auch nicht (mehr), dass
ich ein guter Stockpicker bin sondern, dass es primär Glück
ist, weshalb ich mittlerweile auch ETFs nehme.
Ich hoffe, damit ist dein Wissensdurst gestillt.

Eigentlich geht es mir nur um 2 Punkte:

  1. Das eigene Ausgabeverhalten im Griff haben.
  2. Das so gesparte Geld solide anlegen.

Dann kann man auch als Durchschnittsakademiker was ansparen.
Natürlich reicht es nicht für ein Haus in München, und auch
hier bekommt man dafür max. eine gebrauchte Immobilie, aber
als Anzahlung ist das schon zu gebrauchen.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

So ist es...

Lounge Gast schrieb:

Danke - schaue ich mir mal im Detail an, gute Anmerkungen.

Wenn man mal EINEN Monat nur H&M, Starbucks, Vapiano,
amazon und Ebay weglässt...

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Ein weiterer Tipp um sein Vermögen nicht zu verlieren: Sich nicht scheiden lassen oder einen sehr guten Ehevertrag abschließen oder alternativ an mehreren Anwaltskanzleien für Scheidungsrecht beteiligt sein, just kidding.

antworten
WiWi Gast

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

know-it-all schrieb:

Ja klar. In nur 14 Jahren Arbeit zum Frühpensionär, der nur
von Kapitaleinkünften lebt. Träum weiter!
Vielleicht solltest du dich nicht zu sehr vom derzeitigen
Börsenaufschwung blenden lassen. Es wird nicht in dem Tempo
weiter bergauf gehen; im Gegenteil man sollte auch einen
Absturz einkalkulieren. Und Aktien-ETFs streuen zwar
einerseits das Risiko, aber man vergibt auch die Chance, dass
man mal mit einem Direktinvestment in eine bestimmte Aktie
ein sehr glückliches Händchen hat und sich der investierte
Betrag vervielfacht (bspw. Apple-Aktien vor 15 Jahren gekauft
oder so).

Hier nochmal ich:

  • Natuerlich koennte man mit Einzelaktien mehr Geld verdienen, dafuer muesste man aber wahrscheinlich auch mehr Zeit investieren um diese rauszupicken. Und zufaelligerweise hatte ich 2008 APPL gekauft - nur leider zu frueh verkauft ;-), deshalb bin ich da einfach zurueckhaltend.
  • 14 Jahre arbeiten mit einer Sparrate von 50 - 70 %, was ist an dieser Rechnung vertraeumt? Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich da negative Rendite mache?
  • Abstuerze sind gute Gelegenheiten nachzukaufen - so what.
  • Das Einkommen steigt in den naechsten Jahren eher noch und wenn der Lebensstil nicht inflationiert hat man eine gute Chance mehr zu investieren.
  • Finanziell frei sein bedeutet nicht kein Einkommen aus Erwerbstaetigkeit zu haben, aber man kann etwas machen was evt. weniger Geld einbringt und mehr Spass :-)
  • Man muss nicht in einer Gegend mit hohen Lebenshaltungskosten leben
antworten
know-it-all

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Lounge Gast schrieb:

Hier nochmal ich:

  • Natuerlich koennte man mit Einzelaktien mehr Geld
    verdienen, dafuer muesste man aber wahrscheinlich auch mehr
    Zeit investieren um diese rauszupicken. Und zufaelligerweise

Es ist gar nicht mal die investierte Zeit. Man braucht eine Menge Glück. Am besten warten bis zum nächsten Abschwung und schauen welche Kurse dann besonders gelitten haben.
Ich hatte einmal Glück. Prosieben für ~2 EUR gekauft (Ende 2008); die stehen jetzt bei >45 EUR, zahlen 1,60 EUR Dividende und werden wohl bald in den DAX aufsteigen. Leider habe ich viel zu wenig davon gekauft um heute finanziell unabhängig zu sein :-)

hatte ich 2008 APPL gekauft - nur leider zu frueh verkauft

Bei Apple dachte ich eher so an 2001, als die fast pleite waren und bevor sie dann mit dem iPod langsam wieder Erfolg hatten. 2008 waren die Kurse ja schon ordentliich angestiegen.

;-), deshalb bin ich da einfach zurueckhaltend.

  • 14 Jahre arbeiten mit einer Sparrate von 50 - 70 %, was ist
    an dieser Rechnung vertraeumt? Wie gross ist die
    Wahrscheinlichkeit, dass ich da negative Rendite mache?

Ich weiß nicht wieviel du verdienst. Über 14 Jahre hinweg >50% seines Einkommens zu sparen, ist für die meisten Arbeitnehmer unrealistisch, denn ein gewisses Grundniveau an Kosten hat man immer. Zumal du ja anscheinend auch zur Miete wohnst. Tendentiell dürfte es Besserverdienern leichter fallen, eine derartige Sparquote zu erzielen.
Wenn du nach 14 Arbeitsjahren, also bspw. mit 40 (?) aus dem regulären Arbeitsleben ausscheiden möchtest, dann hast du vielleicht auch noch 50 Jahre bis zum Tod zu überbrücken. Das ist ein verdammt langer Zeitraum, in dem viel passieren kann. Ob selbst eine Million auf dem Konto dafür ausreicht; wer weiß.

  • Abstuerze sind gute Gelegenheiten nachzukaufen - so what.

Abstürze kommen nicht von ungefähr. Sie gehen in der Regel mit sinkenden Unternehmensgewinnen einher. Das heißt in der Regel auch redizierte Dividendenzahlungen. Und da du ja in 5 Jahren deinen Basisbedarf nur als Kapitaleinkünften (wohl primär Dividenden?) decken möchtest, wird es dich hart treffen wenn einige Dividendenzahler in der Krise ihre Ausschüttungen rapide zusammenkürzen oder gar streichen.
Oder Beispiel Anleihen: hast du vor ein paar Jahren noch gute Zinsen dafür bekommen, ist das heute meist eher ein Trauerspiel.

  • Das Einkommen steigt in den naechsten Jahren eher noch und
    wenn der Lebensstil nicht inflationiert hat man eine gute
    Chance mehr zu investieren.

Du investierst im Moment aber auch bei hohen Einstiegskursen. Wirklich hohe Dividendenrenditen von >4% bekommt man nur, wenn man ins Risiko angeht.
Dass du mit dem derzeit investierten Vermögen in den nächsten 2 Jahren noch die gleiche Performance wirst erzielen können, ist fraglich.

  • Finanziell frei sein bedeutet nicht kein Einkommen aus
    Erwerbstaetigkeit zu haben, aber man kann etwas machen was
    evt. weniger Geld einbringt und mehr Spass :-)

Finanziell frei heißt klar, dass du nicht arbeiten musst. Hast du oben auch geschrieben. Brauchst dich also jetzt nicht rauszureden.

  • Man muss nicht in einer Gegend mit hohen
    Lebenshaltungskosten leben

Okay, das ist wohl war.

antworten
WiWi Gast

Familie und Hausfinanzierung - optimale Lösung zum Pendeln?

Ich würde gerne noch besprechen, was nun die optimale Lösung zum Pendeln ist. Denn ich weiß hier in FFM wohnen die Leute oft in irgendwelchen Käffern in Taunus, können aber dank viele Autobahnen super schnell in die Stadt. D.h. sie wohnen günstig im Grünen, sind aber in 30 maximal 40 min auf der Arbeit. Ich selbst wohne gerade im Westend und finde es super, aber ich habe auch keine Familie. Mit Familie hingegen ist das Wohnen im Grünen weiter draußen und dafür mehr zu Pendeln in meinen Augen deutlich attraktiver, als stattdessen eben nur 20 min zu pendeln (drunter geht es selbst in der Innenstadt kaum), außerdem in ETW statt ETH, keinen Garten zu haben und evtl sogar noch teurer zu wohnen.

Allerdings rede ich als Blinder von der Farbe, da ich während und nach dem Studium ausschließlich in Großstädten gewohnt habe. Ideal fände ich Pendeln mit einer S-Bahn mit genügend freien Sitzen, von mir aus 1h one way, in der ich die Zeit nutzen kann (E-mails, Telefonate, lesen etc). Klar ist Wunschdenken, aber der Effekt auf die Wohnkosten ist möglicherweise erheblich, da man dann viel weiter draußen wohnen kann. Wenn ich als Mieter dadurch z.B. nur 750 anstatt 1500 Miete zahle und eben pro Tag 80 min länger Pendeln muss, sind das EUR 28 Stundenlohn netto, selbst wenn ich die Zeit in der Bahn gar nicht nutze.

antworten
Manu89

Re: Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

Gute Info

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Hypothek: Schweizer Hausbesitzer zeigen sich bei der Finanzierung risikofreudig

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Bei der Immobilienfinanzierung gilt die Kredit-Laufzeit als ein wesentliches Kriterium. Hier haben Schweizer Kunden in letzter Zeit höhere Risikobereitschaft bewiesen, indem sie vermehrt auf kurzfristige Finanzierungsmodelle setzten. Eine längere Laufzeit bedeutet jedoch eine erhöhte Planungssicherheit, die derzeit noch zu günstigen Konditionen zu haben ist. Wofür sollte man sich entscheiden?

Familie, Freunde und Eigenheim sind zentrale Lebensziele

Ein Wohnhaus mit Solaranlage auf dem Dach.

In Zeiten von Wirtschaftskrise und Globalisierung setzen die Deutschen in ihrer Lebensplanung verstärkt auf zwischenmenschliche Erfüllung. Erstaunlich: Trotz hoher Belastung gehören Familien zu Deutschlands optimistischster Bevölkerungsgruppe.

Schuldenkrise macht Immobilien und Finanzierungen erschwinglich

Noch nie zuvor konnten die privaten Haushalte ihren Traum von den eigenen vier Wänden so leicht verwirklichen. Grund sind die extrem niedrigen Hypothekenzinsen, die sogar für Berufsanfänger den Immobilienerwerb attraktiv machen.

Antworten auf Lebenshaltungskosten mit Familie und Hausfinanzierung

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