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Immobilien unter der Hand

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Hallo,
wie findet Ihr eigentlich die richtige Immobilie für euch? Bei uns hier geht das meiste leider unter der Hand weg. Sodass ich seit mehr als einem Jahr suche und nichts vernünftiges finde. Was dann am ende auf Immobilienscout24 oder Immowelt landet ist sehr unattraktiv.

Ich habe leider nicht so viele Kontakte von denen ich höre dass Sie etwas verkaufen.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Das was "unter der Hand" läuft sind oft Nachbarschaftsverkäufe. Es stirbt jemand und die Nachbarn kaufen das Haus direkt von den Erben, ohne dass es jemals offen am Markt angeboten wird. Wirklich verpassen tust Du da nichts. Meistens Objekte, die über Jahrzehnte nicht renoviert / saniert wurden und dann zu überhöhten Preisen von Privat an Privat verkauft werden. Ohne Verkehrswertgutachten von Laien an Laien.

WiWi Gast schrieb am 22.02.2021:

Hallo,
wie findet Ihr eigentlich die richtige Immobilie für euch? Bei uns hier geht das meiste leider unter der Hand weg. Sodass ich seit mehr als einem Jahr suche und nichts vernünftiges finde. Was dann am ende auf Immobilienscout24 oder Immowelt landet ist sehr unattraktiv.

Ich habe leider nicht so viele Kontakte von denen ich höre dass Sie etwas verkaufen.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 22.02.2021:

Das was "unter der Hand" läuft sind oft Nachbarschaftsverkäufe. Es stirbt jemand und die Nachbarn kaufen das Haus direkt von den Erben, ohne dass es jemals offen am Markt angeboten wird. Wirklich verpassen tust Du da nichts. Meistens Objekte, die über Jahrzehnte nicht renoviert / saniert wurden und dann zu überhöhten Preisen von Privat an Privat verkauft werden. Ohne Verkehrswertgutachten von Laien an Laien.

Hallo,
wie findet Ihr eigentlich die richtige Immobilie für euch? Bei uns hier geht das meiste leider unter der Hand weg. Sodass ich seit mehr als einem Jahr suche und nichts vernünftiges finde. Was dann am ende auf Immobilienscout24 oder Immowelt landet ist sehr unattraktiv.

Ich habe leider nicht so viele Kontakte von denen ich höre dass Sie etwas verkaufen.

Ich hätte gedacht da macht man die fetten Deals 😄. Also meinst du einfach warten bis im Internet etwas auftaucht ?

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Pech gehabt. Falsche Generation, um eine Immobilie zu kaufen. Wir haben uns auch damit abgefunden.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Wieso sollte der Verkäufer so dumm sein und es weit unter Wert unter der Hand verkaufen? Hier gehts nicht um 100 oder 200€

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Auch in unserer Generation gibt es immer wieder gute Angebote. Die sind nicht wie Sand am Meer aber 1-2 Wohnungen finde ich im Jahr zum Kauf.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 22.02.2021:

Hallo,
wie findet Ihr eigentlich die richtige Immobilie für euch? Bei uns hier geht das meiste leider unter der Hand weg. Sodass ich seit mehr als einem Jahr suche und nichts vernünftiges finde. Was dann am ende auf Immobilienscout24 oder Immowelt landet ist sehr unattraktiv.

Ich habe leider nicht so viele Kontakte von denen ich höre dass Sie etwas verkaufen.

Wir sind aktuell bei knapp unter 10% Wertsteigerung pro Jahr. Das, was du als unattraktiv empfindest, sind aktuelle Marktpreise.

Unter der Hand gehen nur Sachen in der Familie usw. weg. Niemand hat etwas an Fremde zu verschenken. Wenn deine Eltern dir keine Immobilie verkaufen wollen, musst du wohl auf dem freien Markt kaufen oder Mieter bleiben.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 22.02.2021:

Pech gehabt. Falsche Generation, um eine Immobilie zu kaufen. Wir haben uns auch damit abgefunden.

D.h. also mieten und nebenher sparen in ETFs?

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Die Nahrungskette ist meist:

Eigentümer/Erbe => Familie und Freunde und Bekannte => falls vermietet, aktueller Mieter => Makler => Kunden- und Investorennetzwerk des Maklers => Internetportale. Auf letzeren landen Objekte, die die anderen Gruppen zum gegebenen Preis nicht haben wollten. Also meist dann, wenn die Preisvorstellung des Eigentümers über dem sind, was realistisch für ein solches Objekt sind oder er den höchstmöglichen Preis erzielen will.

Aber es gibt nicht nur Boom Gegenden. Abseits davon gibt es Regionen, wo ein Verkäufer froh ist, wenn sich überhaut mal ein Interessent meldet. Es gibt nicht nur die Top Städte und deren Umland.

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sammycm

Immobilien unter der Hand

Wenn ich sehe, was teilweise für Fantasiepreise aufgerufen werden, dann kann ich die These mit den realistisch eingepreisten Objekten auf den einschlägigen Portalen nicht nachvollziehen. Zumindest für die Gegend so 45-60 km um Stuttgart. Da wird mitlerweile jedes noch so abgelegen Dörfchen mit Saint Tropez verwechselt. Wenn dann solch ein Objekt nicht mehr gelistet ist, dann muss hier wohl sehr gut gehandelt worden sein, oder der Käufer hat während der gesamten Erwerbsphase ununterbrochen ein Ticket im Auge gehabt.

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Die Nahrungskette ist meist:

Eigentümer/Erbe => Familie und Freunde und Bekannte => falls vermietet, aktueller Mieter => Makler => Kunden- und Investorennetzwerk des Maklers => Internetportale. Auf letzeren landen Objekte, die die anderen Gruppen zum gegebenen Preis nicht haben wollten. Also meist dann, wenn die Preisvorstellung des Eigentümers über dem sind, was realistisch für ein solches Objekt sind oder er den höchstmöglichen Preis erzielen will.

Aber es gibt nicht nur Boom Gegenden. Abseits davon gibt es Regionen, wo ein Verkäufer froh ist, wenn sich überhaut mal ein Interessent meldet. Es gibt nicht nur die Top Städte und deren Umland.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 22.02.2021:

Wieso sollte der Verkäufer so dumm sein und es weit unter Wert unter der Hand verkaufen? Hier gehts nicht um 100 oder 200€

Er meinte da die Objekte gar nicht erst auf dem Markt auftauchen sondern halt gleich vom Nachbarn etc gekauft werden bevor jemand an einen Makler oder gar ein Portal im Internet denkt

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WiWi Gast

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Uns hat es sehr geholfen, 2 oder 3 Makler genau zu sagen was wir suchen. Einer meldete sich dann und hat uns ein Haus angeboten. Eine alte Dame war gestorben, die Erben wollten nicht, dass die Immobilie öffentlich angeboten wird (Internet oder Zeitung), so telefonierte der Makler seine Kontakte ab und wir schlugen zu.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Meine Freundin war bei ihrer Oma im Altersheim. Die Dame im Zimmer nebendran hat dann ihre Whg verkaufen wollen und meine Freundin hat zugeschlagen.
Universitätsstadt, ca. 20% unter Marktpreis, kein Makler

Man braucht einfach wahnsinniges Glück und sollte sich wirklich mal in der Generation (80+) umhören. Die wollen nicht mehr den letzten Euro rauspressen und sind teils froh wenn die Bude weg ist. Aber wie gesagt, da hatten wir einfach unfassbares Glück.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Anders Formuliert war dein "Glück" das man ein ü80 Dame im Altersheim den Markpreis nicht kannte und deine Freundin das ausgenutzt hat.

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Meine Freundin war bei ihrer Oma im Altersheim. Die Dame im Zimmer nebendran hat dann ihre Whg verkaufen wollen und meine Freundin hat zugeschlagen.
Universitätsstadt, ca. 20% unter Marktpreis, kein Makler

Man braucht einfach wahnsinniges Glück und sollte sich wirklich mal in der Generation (80+) umhören. Die wollen nicht mehr den letzten Euro rauspressen und sind teils froh wenn die Bude weg ist. Aber wie gesagt, da hatten wir einfach unfassbares Glück.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Die alte Dame im Altersheim wäre mit einem Makler besser dran gewesen. Der hätte zum optimalen Preis verkauft. Gerade in dem Alter braucht man Geld, um gut leben zu können.

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Anders Formuliert war dein "Glück" das man ein ü80 Dame im Altersheim den Markpreis nicht kannte und deine Freundin das ausgenutzt hat.

Meine Freundin war bei ihrer Oma im Altersheim. Die Dame im Zimmer nebendran hat dann ihre Whg verkaufen wollen und meine Freundin hat zugeschlagen.
Universitätsstadt, ca. 20% unter Marktpreis, kein Makler

Man braucht einfach wahnsinniges Glück und sollte sich wirklich mal in der Generation (80+) umhören. Die wollen nicht mehr den letzten Euro rauspressen und sind teils froh wenn die Bude weg ist. Aber wie gesagt, da hatten wir einfach unfassbares Glück.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Genau, die wollte euch bestimmt nur etwas Gutes tun. Oder ihr habt das Unwissen einer alten Dame ausgenutzt. Daher mag ich das Privat-Immobilienbusiness nicht. Im Geschäftsleben treffen Profis auf Profis, das ist eine saubere Sache.

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Meine Freundin war bei ihrer Oma im Altersheim. Die Dame im Zimmer nebendran hat dann ihre Whg verkaufen wollen und meine Freundin hat zugeschlagen.
Universitätsstadt, ca. 20% unter Marktpreis, kein Makler

Man braucht einfach wahnsinniges Glück und sollte sich wirklich mal in der Generation (80+) umhören. Die wollen nicht mehr den letzten Euro rauspressen und sind teils froh wenn die Bude weg ist. Aber wie gesagt, da hatten wir einfach unfassbares Glück.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Meine Freundin war bei ihrer Oma im Altersheim. Die Dame im Zimmer nebendran hat dann ihre Whg verkaufen wollen und meine Freundin hat zugeschlagen.
Universitätsstadt, ca. 20% unter Marktpreis, kein Makler

Man braucht einfach wahnsinniges Glück und sollte sich wirklich mal in der Generation (80+) umhören. Die wollen nicht mehr den letzten Euro rauspressen und sind teils froh wenn die Bude weg ist. Aber wie gesagt, da hatten wir einfach unfassbares Glück.

Das war kein "Glück", sondern eine Abzocke einer armen, alten Dame, die vielleicht noch 20 Jahre die Pflegeheimkosten tragen muss und wahrscheinlich keinen Überblick über die Marktlage hatte. Würde mich schämen, sowas zu schreiben.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Quatsch, die Differenz hätte sich sonst nur ein reicher Makler eingesteckt der eh schon Ferrari fährt.

Normale junge Familien in Deutschland können sich keine Wohnung mehr leisten wegen gierigen Investoren.

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Das war kein "Glück", sondern eine Abzocke einer armen, alten Dame, die vielleicht noch 20 Jahre die Pflegeheimkosten tragen muss und wahrscheinlich keinen Überblick über die Marktlage hatte. Würde mich schämen, sowas zu schreiben.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Auch wenn ihr das nicht glaubt, aber es gibt tatsächlich auch Verkäufer die die aktuellen Preise überzogen finden und da nicht mitspielen wollen. Das sind zugegebenermaßen nicht viele, aber es gibt sie.

Selbst im Freundeskreis erlebt, da wurde ein Haus von einem Paar Ende 60 verkauft. Sie wollten Kaufpreis + damalige Nebenkosten + gezahlte Kreditzinsen. Das war auch locker 20 % unter Marktwert. Wurden drauf angesprochen und meinten bei allem darüber kämen sie sich wie Abzocker vor. Außerdem war es ihnen wichtiger, dass das Haus in gute Hände kommt als dass sie den letzten Euro rausquetschen und sich noch ein Makler dran bereichert.

Die totale Ausnahme bleibt es natürlich trotzdem.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Quatsch, die Differenz hätte sich sonst nur ein reicher Makler eingesteckt der eh schon Ferrari fährt.

Normale junge Familien in Deutschland können sich keine Wohnung mehr leisten wegen gierigen Investoren.

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Das war kein "Glück", sondern eine Abzocke einer armen, alten Dame, die vielleicht noch 20 Jahre die Pflegeheimkosten tragen muss und wahrscheinlich keinen Überblick über die Marktlage hatte. Würde mich schämen, sowas zu schreiben.

Und Maklern die für ihre eigene Provision den Preis immer noch ein bisschen höher treiben.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Puh dieser Neid hier.
Die Dame haben wir sicher nicht abgezockt. Die ist mit der Oma meiner Freundin recht gut befreundet - eben Zimmernachbarn ;) Die hat mit über 80 Jahren mehrere Millionen und noch ein paar vermietete Immos ;) Also chillt mal... Das war Glück und eben Vitamin B. Meine Freuzndin und ich konnten in Laufweite zu dem Altersheim ziehen, was da auch mit reinzählte.

So what? Warum muss man hier immer direkt die Moralkeule schwingen. Da wurde ganz sicher niemand abgezockt. ODer soll ich der Dame jetzt nochmal ein paar k als Wiedergutmachung überweisen.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 22.02.2021:

Das was "unter der Hand" läuft sind oft Nachbarschaftsverkäufe. Es stirbt jemand und die Nachbarn kaufen das Haus direkt von den Erben, ohne dass es jemals offen am Markt angeboten wird. Wirklich verpassen tust Du da nichts. Meistens Objekte, die über Jahrzehnte nicht renoviert / saniert wurden und dann zu überhöhten Preisen von Privat an Privat verkauft werden. Ohne Verkehrswertgutachten von Laien an Laien.

Hallo,
wie findet Ihr eigentlich die richtige Immobilie für euch? Bei uns hier geht das meiste leider unter der Hand weg. Sodass ich seit mehr als einem Jahr suche und nichts vernünftiges finde. Was dann am ende auf Immobilienscout24 oder Immowelt landet ist sehr unattraktiv.

Ich habe leider nicht so viele Kontakte von denen ich höre dass Sie etwas verkaufen.

Das ist ja mal richtiger Quatsch. Gerade dieses Jahr habe ich ein Haus "unter der Hand" zu ca. 50% des Marktwertes gekauft.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Nochmal der mit der Freundin. Genau dieses denken was ihr habt, bringt uns dahin wo wir bald sind: Jede Holzhütte muss zum absoluten Maximum verkauft werden. Jeder Scheiss wird bald unbezahlbar.

Die Generation 70+ tickt aber genau hier noch anders. Hier geht es auch manchmal um die gute Tat oder einen Freundschaftsdienst. Das vergessen einfach viele.

Mein Vater hat ne Immobilie mit 3 Wohnungen drin. In meinen Augen vermietet der locker 200 Euro pro Partei zu wenig. Seine Aussage dazu: Ja und? Dafür hab ich mieter die 20 Jahre drin wohnen, pünktlich zahlen und das Haus pflegen.
Und ja, ich hätte die Miete schon xmal angepasst. Aber andere Generationen ticken da eben anders.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Das war kein "Glück", sondern eine Abzocke einer armen, alten Dame, die vielleicht noch 20 Jahre die Pflegeheimkosten tragen muss und wahrscheinlich keinen Überblick über die Marktlage hatte. Würde mich schämen, sowas zu schreiben.

Dieser Post ist das Einzige wofür man sich schämen sollte. Du kennst gar keine Hintergründe und schreibst von Abzocke...
Einfach nur lächerlich.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Ein Makler erhält eine Provision. Darüber hinaus aber keinen Anteil aus einem Verkaufspreis!

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Quatsch, die Differenz hätte sich sonst nur ein reicher Makler eingesteckt der eh schon Ferrari fährt.

Normale junge Familien in Deutschland können sich keine Wohnung mehr leisten wegen gierigen Investoren.

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Das war kein "Glück", sondern eine Abzocke einer armen, alten Dame, die vielleicht noch 20 Jahre die Pflegeheimkosten tragen muss und wahrscheinlich keinen Überblick über die Marktlage hatte. Würde mich schämen, sowas zu schreiben.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Dumme Menschen gibt es natürlich auch unter Verkäufern, ist aber selten. Ein Paar Ende 60 hat gegebenenfalls noch mehrere Jahrzehnte zu leben, von denen dann die letzte Zeit die teuerste wird. Nämlich dann, wenn man auf Hilfe angewiesen ist oder pflegebedürftig wird. Wenn man in so einer Situation nicht genug Geld hat läuft es auf ein schäbiges Pflegeheim oder ein entsprechendes Altersheim hinaus. Vermutlich waren diese Leute kinderlos. Deren Kinder hätten das nämlich gewusst und darauf geachtet, dass das Haus zu einem marktgerechten Preis verkauft wird. Ich kenne ziemlich viele Senioren im Alter von 70 bis über 90. Keiner von denen hat seine Immobilie zum Vorzugspreis verkauft! Eher das ganze Gegenteil!

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Auch wenn ihr das nicht glaubt, aber es gibt tatsächlich auch Verkäufer die die aktuellen Preise überzogen finden und da nicht mitspielen wollen. Das sind zugegebenermaßen nicht viele, aber es gibt sie.

Selbst im Freundeskreis erlebt, da wurde ein Haus von einem Paar Ende 60 verkauft. Sie wollten Kaufpreis + damalige Nebenkosten + gezahlte Kreditzinsen. Das war auch locker 20 % unter Marktwert. Wurden drauf angesprochen und meinten bei allem darüber kämen sie sich wie Abzocker vor. Außerdem war es ihnen wichtiger, dass das Haus in gute Hände kommt als dass sie den letzten Euro rausquetschen und sich noch ein Makler dran bereichert.

Die totale Ausnahme bleibt es natürlich trotzdem.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Sehr Ehrenwert.

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Auch wenn ihr das nicht glaubt, aber es gibt tatsächlich auch Verkäufer die die aktuellen Preise überzogen finden und da nicht mitspielen wollen. Das sind zugegebenermaßen nicht viele, aber es gibt sie.

Selbst im Freundeskreis erlebt, da wurde ein Haus von einem Paar Ende 60 verkauft. Sie wollten Kaufpreis + damalige Nebenkosten + gezahlte Kreditzinsen. Das war auch locker 20 % unter Marktwert. Wurden drauf angesprochen und meinten bei allem darüber kämen sie sich wie Abzocker vor. Außerdem war es ihnen wichtiger, dass das Haus in gute Hände kommt als dass sie den letzten Euro rausquetschen und sich noch ein Makler dran bereichert.

Die totale Ausnahme bleibt es natürlich trotzdem.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Das machen privatpersonen auch, gerade am wochenende wieder erlebt, Preis war als VHB angegeben, was der Verkäufer eigentlich meinte war aber Bieter Verfahren...

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Quatsch, die Differenz hätte sich sonst nur ein reicher Makler eingesteckt der eh schon Ferrari fährt.

Normale junge Familien in Deutschland können sich keine Wohnung mehr leisten wegen gierigen Investoren.

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Das war kein "Glück", sondern eine Abzocke einer armen, alten Dame, die vielleicht noch 20 Jahre die Pflegeheimkosten tragen muss und wahrscheinlich keinen Überblick über die Marktlage hatte. Würde mich schämen, sowas zu schreiben.

Und Maklern die für ihre eigene Provision den Preis immer noch ein bisschen höher treiben.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Du hast definitiv keine Ahnung vom Maklergeschäft!

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Und Maklern die für ihre eigene Provision den Preis immer noch ein bisschen höher treiben.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 22.02.2021:

Das was "unter der Hand" läuft sind oft Nachbarschaftsverkäufe. Es stirbt jemand und die Nachbarn kaufen das Haus direkt von den Erben, ohne dass es jemals offen am Markt angeboten wird. Wirklich verpassen tust Du da nichts. Meistens Objekte, die über Jahrzehnte nicht renoviert / saniert wurden und dann zu überhöhten Preisen von Privat an Privat verkauft werden. Ohne Verkehrswertgutachten von Laien an Laien.

Zunächst einmal ist die Frage, warum ausgerechnet in der Nachbarschaft so ein großes Interesse an dem freiwerdenden Haus bestehen sollte? Dort wohnen die Leute ja schon und haben ein Haus. Theoretisch sind Fälle konstruierbar, dass just in diesem Moment die Tochter, die in der Siedlung aufgewachsen ist, nach langer Zeit mit neugegründeter Familie zurückkehrt und nahe bei den Eltern wohnen. Allerdings müsste dies doch ein sehr großer Zufall sein. Viel größer dürfte das Interesse von Leuten sein, die in der Siedlung eben noch nicht wohnen, aber dorthin ziehen wollen.

Die nächste Frage ist, in wessen Interesse ein solcher nichtöffentlicher Verkauf sein soll? Du schreibst, dass der Verkäufer davon profitiert. Warum? Wenn nur Laien mit Laien einen Preis ausmachen, kann dieser in beide Richtungen vom Marktwert abweichen.

Mein Eindruck ist eher, dass diese Immobilien unter Preis rausgehen. Allerdings verstehe ich auch dabei nicht, warum der Verkäufer bereit ist, sich eine fünfstellige Summe entgehen zu lassen dafür, dass er das Objekt nicht anbietet?

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Meine Freundin war bei ihrer Oma im Altersheim. Die Dame im Zimmer nebendran hat dann ihre Whg verkaufen wollen und meine Freundin hat zugeschlagen.
Universitätsstadt, ca. 20% unter Marktpreis, kein Makler

Man braucht einfach wahnsinniges Glück und sollte sich wirklich mal in der Generation (80+) umhören. Die wollen nicht mehr den letzten Euro rauspressen und sind teils froh wenn die Bude weg ist. Aber wie gesagt, da hatten wir einfach unfassbares Glück.

Das war kein "Glück", sondern eine Abzocke einer armen, alten Dame, die vielleicht noch 20 Jahre die Pflegeheimkosten tragen muss und wahrscheinlich keinen Überblick über die Marktlage hatte. Würde mich schämen, sowas zu schreiben.

Die durchschnittliche Verweildauer im Altersheim beträgt 1,5 bis 2,0 Jahre.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Quatsch, die Differenz hätte sich sonst nur ein reicher Makler eingesteckt der eh schon Ferrari fährt.

Normale junge Familien in Deutschland können sich keine Wohnung mehr leisten wegen gierigen Investoren.

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Das war kein "Glück", sondern eine Abzocke einer armen, alten Dame, die vielleicht noch 20 Jahre die Pflegeheimkosten tragen muss und wahrscheinlich keinen Überblick über die Marktlage hatte. Würde mich schämen, sowas zu schreiben.

Und Maklern die für ihre eigene Provision den Preis immer noch ein bisschen höher treiben.

Das macht für Makler keinen Sinn. Die drücken eher die Preise, weil sie dann viel weniger Aufwand haben. Lieber drei Objekte jeweils 10% unter Marktpreis und damit 270% insgesamt als ein Verkauf für 110%.

Daher machen für Verkäufer auch gestaffelte Provisionen Sinn, damit es wirklich einen Anreiz gibt, mehr zu verlangen.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Wieso sollte der Verkäufer so dumm sein und es weit unter Wert unter der Hand verkaufen? Hier gehts nicht um 100 oder 200€

Er meinte da die Objekte gar nicht erst auf dem Markt auftauchen sondern halt gleich vom Nachbarn etc gekauft werden bevor jemand an einen Makler oder gar ein Portal im Internet denkt

Ja, aber zum Marktpreis.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Das was "unter der Hand" läuft sind oft Nachbarschaftsverkäufe. Es stirbt jemand und die Nachbarn kaufen das Haus direkt von den Erben, ohne dass es jemals offen am Markt angeboten wird. Wirklich verpassen tust Du da nichts. Meistens Objekte, die über Jahrzehnte nicht renoviert / saniert wurden und dann zu überhöhten Preisen von Privat an Privat verkauft werden. Ohne Verkehrswertgutachten von Laien an Laien.

Zunächst einmal ist die Frage, warum ausgerechnet in der Nachbarschaft so ein großes Interesse an dem freiwerdenden Haus bestehen sollte? Dort wohnen die Leute ja schon und haben ein Haus. Theoretisch sind Fälle konstruierbar, dass just in diesem Moment die Tochter, die in der Siedlung aufgewachsen ist, nach langer Zeit mit neugegründeter Familie zurückkehrt und nahe bei den Eltern wohnen. Allerdings müsste dies doch ein sehr großer Zufall sein. Viel größer dürfte das Interesse von Leuten sein, die in der Siedlung eben noch nicht wohnen, aber dorthin ziehen wollen.

Die nächste Frage ist, in wessen Interesse ein solcher nichtöffentlicher Verkauf sein soll? Du schreibst, dass der Verkäufer davon profitiert. Warum? Wenn nur Laien mit Laien einen Preis ausmachen, kann dieser in beide Richtungen vom Marktwert abweichen.

Mein Eindruck ist eher, dass diese Immobilien unter Preis rausgehen. Allerdings verstehe ich auch dabei nicht, warum der Verkäufer bereit ist, sich eine fünfstellige Summe entgehen zu lassen dafür, dass er das Objekt nicht anbietet?

Aus meiner Erfahrung:

Verkäufer spart sich den Stress mit Makler, Besichtigungsterminen, Absagen und ggf. unangenehmen Käufern oder Interessenten.

Käufer spart Makler, kennt das Haus oft schon bzw. vertraut dem Verkäufer, dass er nichts böses im Schilde führt. Und bekommt oft einen Preis unter Marktniveau.

Sobald der Käufer die Immobilie finanzieren muss wirs die Bank übrigens ein Gutachten anfertigen. Ganz alleine gelassen mit totalen Fehleinschätzungen zum Preis werden die beiden also nicht.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 22.02.2021:

Pech gehabt. Falsche Generation, um eine Immobilie zu kaufen. Wir haben uns auch damit abgefunden.

Jepp. Auch falsche Generation für Karriere. Mit Volkshochschule bis zum Abteilungsleiter ist auch vorbei.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Ach komm hört doch mal mit der Jammerei auf.
Denkst du ernsthaft es gibt nie wieder eine Gelegenheit zu kaufen?
Dass die Preise die nächsten 40 Jahre steigen?

Mittlerweile hat selbst der Letzte mitbekommen, wie überteuert der ganze Markt ist.
Der Immobilienzyklus dreht in dieser Dekade, es gibt keinen ewigen Trend.
Es gibt keinen Automatismus welcher den Multiple von aktuell 40 auf das 60-fache steigen lässt.

WiWi Gast schrieb am 22.02.2021:

Pech gehabt. Falsche Generation, um eine Immobilie zu kaufen. Wir haben uns auch damit abgefunden.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Mit dem Makler hat der Verkäufer keinen Stress. Der hilft ihm und nimmt bestimmte Arbeiten ab. Es gibt Verkäufer, die nicht mal wissen, welche Unterlagen sie für einen Verkauf vorbereitet haben müssen. Das alles erledigt der Makler. Bei Besichtigungsterminen hat der Verkäufer dann auch keinen Stress, wenn der Makler das alleine mit den Interessenten macht. Der sortiert auf Grund seiner Erfahrung auch diejenigen aus, die nicht für das Objekt in Frage kommen. Die Provision zahlen Verkäufer und Käufer jeweils zur Hälfte, wenn der Makler nicht auf die Käuferprovision verzichtet. Bei einer Finanzierung schickt die Bank meistens einen Experten. Der erstellt für die Bank eine Werteinschätzung, die weder Verkäufer noch Kaufinteressent zu sehen bekommen. Die ist rein für die Risikoeinschätzung der Bank gedacht.

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Aus meiner Erfahrung:

Verkäufer spart sich den Stress mit Makler, Besichtigungsterminen, Absagen und ggf. unangenehmen Käufern oder Interessenten.

Käufer spart Makler, kennt das Haus oft schon bzw. vertraut dem Verkäufer, dass er nichts böses im Schilde führt. Und bekommt oft einen Preis unter Marktniveau.

Sobald der Käufer die Immobilie finanzieren muss wirs die Bank übrigens ein Gutachten anfertigen. Ganz alleine gelassen mit totalen Fehleinschätzungen zum Preis werden die beiden also nicht.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Das was "unter der Hand" läuft sind oft Nachbarschaftsverkäufe. Es stirbt jemand und die Nachbarn kaufen das Haus direkt von den Erben, ohne dass es jemals offen am Markt angeboten wird. Wirklich verpassen tust Du da nichts. Meistens Objekte, die über Jahrzehnte nicht renoviert / saniert wurden und dann zu überhöhten Preisen von Privat an Privat verkauft werden. Ohne Verkehrswertgutachten von Laien an Laien.

Zunächst einmal ist die Frage, warum ausgerechnet in der Nachbarschaft so ein großes Interesse an dem freiwerdenden Haus bestehen sollte? Dort wohnen die Leute ja schon und haben ein Haus. Theoretisch sind Fälle konstruierbar, dass just in diesem Moment die Tochter, die in der Siedlung aufgewachsen ist, nach langer Zeit mit neugegründeter Familie zurückkehrt und nahe bei den Eltern wohnen. Allerdings müsste dies doch ein sehr großer Zufall sein. Viel größer dürfte das Interesse von Leuten sein, die in der Siedlung eben noch nicht wohnen, aber dorthin ziehen wollen.

Die nächste Frage ist, in wessen Interesse ein solcher nichtöffentlicher Verkauf sein soll? Du schreibst, dass der Verkäufer davon profitiert. Warum? Wenn nur Laien mit Laien einen Preis ausmachen, kann dieser in beide Richtungen vom Marktwert abweichen.

Mein Eindruck ist eher, dass diese Immobilien unter Preis rausgehen. Allerdings verstehe ich auch dabei nicht, warum der Verkäufer bereit ist, sich eine fünfstellige Summe entgehen zu lassen dafür, dass er das Objekt nicht anbietet?

Aus meiner Erfahrung:

Verkäufer spart sich den Stress mit Makler, Besichtigungsterminen, Absagen und ggf. unangenehmen Käufern oder Interessenten.

Käufer spart Makler, kennt das Haus oft schon bzw. vertraut dem Verkäufer, dass er nichts böses im Schilde führt. Und bekommt oft einen Preis unter Marktniveau.

Sobald der Käufer die Immobilie finanzieren muss wirs die Bank übrigens ein Gutachten anfertigen. Ganz alleine gelassen mit totalen Fehleinschätzungen zum Preis werden die beiden also nicht.

Weil die Bewertung der Bank auch soo viel weiterhilft. Bei uns war die IMMER 20-30% unter Markt..

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb

Mittlerweile hat selbst der Letzte mitbekommen, wie überteuert der ganze Markt ist.
Der Immobilienzyklus dreht in dieser Dekade, es gibt keinen ewigen Trend.
Es gibt keinen Automatismus welcher den Multiple von aktuell 40 auf das 60-fache steigen lässt.

auch das sagt man schon seit jahren.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Ach komm hört doch mal mit der Jammerei auf.
Denkst du ernsthaft es gibt nie wieder eine Gelegenheit zu kaufen?
Dass die Preise die nächsten 40 Jahre steigen?

Mittlerweile hat selbst der Letzte mitbekommen, wie überteuert der ganze Markt ist.

Vielleicht nicht die nächsten 40 Jahre, aber den jetzt 30- bis 40-jährigen, die für ihre Kinder gerne ein eigenes Haus mit Garten hätten, bringt es gar nichts, dass in 20 Jahren die Preise vielleicht 15% runtergegangen sind.
Abgesehen davon merke ich nichts davon, dass "selbst der Letzte" die Überbewertung sieht. Dann würden die ganzen Investoren nicht immer noch kaufen wie verrückt.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Puh dieser Neid hier.
Die Dame haben wir sicher nicht abgezockt. Die ist mit der Oma meiner Freundin recht gut befreundet - eben Zimmernachbarn ;) Die hat mit über 80 Jahren mehrere Millionen und noch ein paar vermietete Immos ;) Also chillt mal... Das war Glück und eben Vitamin B. Meine Freuzndin und ich konnten in Laufweite zu dem Altersheim ziehen, was da auch mit reinzählte.

So what? Warum muss man hier immer direkt die Moralkeule schwingen. Da wurde ganz sicher niemand abgezockt. ODer soll ich der Dame jetzt nochmal ein paar k als Wiedergutmachung überweisen.

Also irgendwas an der Geschichte ist doch komisch, die Dame hat mehrere Immos und Millionen und lebt im Altersheim? Da würde ich mir doch glatt ne Pflegekraft nach Hause holen und zuhause würdig dahinscheiden...

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Schau dir mal an wie lange Zyklen im Immobilienmarkt dauern.
10 Jahre sind da nunmal nicht viel. Wobei die richtige Rallye ja erst ab circa 2013 durch die Zinspolitik losging.

Auch wenn jeder weiß wie teuer ein Markt ist, kann sich sowas länger halten als man denkt. Das der Markt historisch einmalig exorbitant teuer ist, ist unstrittig. Ich verweise hier nochmal auf den Immobilienreport der UBS, welcher bspw. München unter den Top 3 Immobilienbubbles weltweit (!) listet.
Achte auf die Divergenz zwischen Miet- und Kaufpreisen. Diese Spreizung hat seit Jahren zugenommen und wird immer stärker. Klares Zeichen für Überbewertung.
Mieten können nicht über den Niedrigzins bezahlt werden, sie müssen aus dem Einkommen der Mieter kommen und diese Einkommen sind deutlich weniger gestiegen als Kaufpreise. Ein Immobilienmarkt orientiert sich langfristig immer am Einkommen. Wenn du ein Haus für das 50 fache der Jahresmiete kaufst, ist der Kreis der Mieter mit 2.000 Miete eben verdammt klein. Und dieser Kreis wird immer kleiner.

Ich kann nur auf Andreas Beck verweisen, welcher zudem klar den demographischen Trend der nächsten Jahre aufweist.
Die Hälfte aller familiengerechten Immobilien im Raum München werden nur von 1 oder 2 Personen im hohen Alter bewohnt. Das Problem ist einfach die stark gestiegene Lebenserwartung, wodurch Immobilien nicht frei werden. Dieser Effekt ist aber nicht wiederholbar. Die Babyboomer haben längst ihre Immobilie, die älteren Generationen werden natürlich versterben und das trifft auf eine junge Generation, die deutlich kleiner ist hinsichtlich Population.
Aber vergiss nicht: neu gebaut wird ja auch noch...das wird also heftig. Denn der demographische Wendepunkt wird Deutschland sowieso ab 2025 treffen.

Keiner kann sagen was in ein oder zwei Jahren ist. Aber sicher ist: in 10 Jahren wirst du staunen wie sich der Markt entspannt hat.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Vielleicht nicht die nächsten 40 Jahre, aber den jetzt 30- bis 40-jährigen, die für ihre Kinder gerne ein eigenes Haus mit Garten hätten, bringt es gar nichts, dass in 20 Jahren die Preise vielleicht 15% runtergegangen sind.
Abgesehen davon merke ich nichts davon, dass "selbst der Letzte" die Überbewertung sieht. Dann würden die ganzen Investoren nicht immer noch kaufen wie verrückt.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Ich bin 30, wenn sich die Preise nicht innerhalb von 5 Jahren um 50% reduzieren bringt mir das alles doch überhaupt nichts.

Ich kauf mir doch nicht mit 40 ein Haus, dann sind meine Kinder 10/13 da brauch ich das auch nicht mehr.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Ach komm hört doch mal mit der Jammerei auf.
Denkst du ernsthaft es gibt nie wieder eine Gelegenheit zu kaufen?
Dass die Preise die nächsten 40 Jahre steigen?

Mittlerweile hat selbst der Letzte mitbekommen, wie überteuert der ganze Markt ist.
Der Immobilienzyklus dreht in dieser Dekade, es gibt keinen ewigen Trend.
Es gibt keinen Automatismus welcher den Multiple von aktuell 40 auf das 60-fache steigen lässt.

WiWi Gast schrieb am 22.02.2021:

Pech gehabt. Falsche Generation, um eine Immobilie zu kaufen. Wir haben uns auch damit abgefunden.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Achte auf die Divergenz zwischen Miet- und Kaufpreisen. Diese Spreizung hat seit Jahren zugenommen und wird immer stärker. Klares Zeichen für Überbewertung.

Bei einem Faktor von 25 hat man eine Mietrendite von 4% und früher Zinsen von 7%. Negativ.

Heutzutage ist der Faktor vielleicht 40, also eine Mietrendite von 2,5%, aber Zinsen sind bei 1%. Positiv.

Gemessen am aktuellen Zinsniveau ist das alles noch unterbewertet. Und die Anzeichen, dass das Zinsniveau langfristig niedrig bleibt, verdichten sich.

Früher, für meine Eltern, war es richtig klar, dass man eine massive Anzahlung brauchte UND dann mehr Kreditrate als Miete gezahlt hat bei Minimaltilgung. Wir haben 2015 gekauft. Anzahlung natürlich auch gemacht, aber die Kreditrate ist deutlich niedriger als das, was Freunde von uns gerade als Kaltmiete für ähnliche Wohnungen zahlen. Trotz großzügiger Tilgung. Die Preise sind verrückt niedrig im Vergleich zu Mieten, sofern man langfristig finanziert. Über 20 bis 25 Jahre finanziert sich Wohneigentum heutzutage quasi selbst, also nur durch die Anzahlung und durch geringere Kreditrate als Kaltmiete im weiteren Verlauf.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Ein Makler erhält eine Provision. Darüber hinaus aber keinen Anteil aus einem Verkaufspreis!

Zwinker Zwinker.
Bei meinen Eltern habe ich das anders mitbekommen. Die haben sich vor ein paar Jahren eine ETW gekauft. Ging natürlich über einen Makler, der hatte die üblichen 5,95% Provision. Dazu hat er sich noch von jedem Euro, den er die Vermieter "runtergehandelt" hat, 50% Provision genommen. Andersrum hat er es vermutlich auch mit den Verkäufern gemacht. Die hatten sicher recht wenig Ahnung.

Lief am Ende vermutlich so ab:
Verkäufer sagen der Preis sollte bei 100K liegen. Makler sagt ja das dürfte passen. Aber evtl hole ich euch einen besseren Preis raus. Dafür will ich noch 50% Provision auf alles über 100K. Hat es dann für 130K Angeboten und den Käufern das gleiche angebot gemacht. Der Preis lag dann irgendwo dazwischen, so dass beide Seiten dachten sie haben einen guten Deal dank dem Makler gemacht. Der hat neben der Provision dann nochmal von beiden Seiten einen guten Betrag abgezwackt.

Makler sind häufig einfach unnötig. Kommt meistens daher, dass die Verkäufer keine Ahnung haben oder zu faul sind sich um den Verkauf zu kümmern. Makler kostete den Verkäufer in Vergangenheit ja nix, von daher wieso nicht. Wie gefragt die sind, wenn der Besteller zahlt, hat man ja am Mietermarkt gesehen. Vor 5 Jahren wurden 90% der Wohnungen hier in der Gegend über einen Markler angeboten. Inzwischen sind es eher 10%.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Irgendwann werden die Preise schon noch sinken. Aber wann? Ich bin jetzt 28 und so langsam beginnt die Familienplanung. Und aktuell sieht es nicht so aus, als könne man in den nächsten 5-10 Jahren etwas kaufen ohne dass die Kinder noch den Kredit abbezahlen. Und Mieten? Joa, da hat man dann die Wahl ob man 40-50% des Nettogehalts für eine schäbige Bude aus den 70ern bezahlt oder dann 60% für einen Neubau.

Das Problem in Deutschland ist, dass der Wohnraum sehr ungleich verteilt ist. Alte Leute haben viel mehr qm pro Person als Junge. Siehe dazu die Veröffentlichung des IW [1]. Während also die Boomer und ihre Eltern alleine oder zu zweit in Einfamilienhäusern und Familienwohnungen hocken (Median 60qm), bleibt für die 25- bis 45 jährigen im Median 37qm. Neues Bauland wird in Ballungsgebieten kaum freigegeben, was aus ökologischen Gründen auch absolut nachvollziehbar ist. In Städten werden aber vorallem Singlewohnungen gebaut. Natürlich weil diese so beliebt sind und nicht weil man dadurch mehr Euro pro qm rausholen kann. Bei uns in einer Unistadt entstehen immer mehr private Studentenwohnheime, in denen das 13qm Zimmer stolze 600 € und mehr kostetet. Da bleibt kein Platz mehr für junge Familien.

Rentner können zum teil nicht mehr aus ihren Riesenbuden raus, weil sich die Mieten so krass erhöht haben, dass sie sich keine 2ZM Wohnung leisten könnten. Wohnraum ist also theoretisch da, aber er ist extrem ungleich verteilt.
Manchmal wünsche ich mir Wiener Verhältnisse her. Aber das ist wohl absolut utopisch.

[1] https://www.iwkoeln.de/presse/interaktive-grafiken/beitrag/pekka-sagner-wie-gross-ist-meine-wohnung-im-vergleich.html

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Ach komm hört doch mal mit der Jammerei auf.
Denkst du ernsthaft es gibt nie wieder eine Gelegenheit zu kaufen?
Dass die Preise die nächsten 40 Jahre steigen?

Mittlerweile hat selbst der Letzte mitbekommen, wie überteuert der ganze Markt ist.
Der Immobilienzyklus dreht in dieser Dekade, es gibt keinen ewigen Trend.
Es gibt keinen Automatismus welcher den Multiple von aktuell 40 auf das 60-fache steigen lässt.

Pech gehabt. Falsche Generation, um eine Immobilie zu kaufen. Wir haben uns auch damit abgefunden.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Achte auf die Divergenz zwischen Miet- und Kaufpreisen. Diese Spreizung hat seit Jahren zugenommen und wird immer stärker. Klares Zeichen für Überbewertung.

Bei einem Faktor von 25 hat man eine Mietrendite von 4% und früher Zinsen von 7%. Negativ.

Heutzutage ist der Faktor vielleicht 40, also eine Mietrendite von 2,5%, aber Zinsen sind bei 1%. Positiv.

Gemessen am aktuellen Zinsniveau ist das alles noch unterbewertet. Und die Anzeichen, dass das Zinsniveau langfristig niedrig bleibt, verdichten sich.

Früher, für meine Eltern, war es richtig klar, dass man eine massive Anzahlung brauchte UND dann mehr Kreditrate als Miete gezahlt hat bei Minimaltilgung. Wir haben 2015 gekauft. Anzahlung natürlich auch gemacht, aber die Kreditrate ist deutlich niedriger als das, was Freunde von uns gerade als Kaltmiete für ähnliche Wohnungen zahlen. Trotz großzügiger Tilgung. Die Preise sind verrückt niedrig im Vergleich zu Mieten, sofern man langfristig finanziert. Über 20 bis 25 Jahre finanziert sich Wohneigentum heutzutage quasi selbst, also nur durch die Anzahlung und durch geringere Kreditrate als Kaltmiete im weiteren Verlauf.

Liegt halt daran das du Äpfel mit Birnen vergleichst.

Du musst Bestandsmiete damals vs eure Kreditrate nehmen
oder
Miete heute vs Kreditrate heute bei Neukauf

Da sich in 6 Jahren die Preise um ~50% erhöht haben steigt natürlich dementsprechend die Rate...
Ob sich die Preise bis 2027 (bzw. vorallem die Mieten) auch um 50% erhöhen weiß man halt nicht.
Die mögliche Miete hängt aber primär am Einkommen, da weiß man das das nicht um 50% steigen wird.

antworten
WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Bestandsmieten sind uninteressant, denn dafür kann man nicht mieten. Oder habt ihr alle zu Arbeitsbeginn eine 4/5-Zimmer-Wohnung gemietet?

Rechne mal eher in die Neuvermietung tlw. noch eine Staffelmiete rein oder regelmäßige Mieterhöhungen. So ist die Realität.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Achte auf die Divergenz zwischen Miet- und Kaufpreisen. Diese Spreizung hat seit Jahren zugenommen und wird immer stärker. Klares Zeichen für Überbewertung.

Bei einem Faktor von 25 hat man eine Mietrendite von 4% und früher Zinsen von 7%. Negativ.

Heutzutage ist der Faktor vielleicht 40, also eine Mietrendite von 2,5%, aber Zinsen sind bei 1%. Positiv.

Gemessen am aktuellen Zinsniveau ist das alles noch unterbewertet. Und die Anzeichen, dass das Zinsniveau langfristig niedrig bleibt, verdichten sich.

Früher, für meine Eltern, war es richtig klar, dass man eine massive Anzahlung brauchte UND dann mehr Kreditrate als Miete gezahlt hat bei Minimaltilgung. Wir haben 2015 gekauft. Anzahlung natürlich auch gemacht, aber die Kreditrate ist deutlich niedriger als das, was Freunde von uns gerade als Kaltmiete für ähnliche Wohnungen zahlen. Trotz großzügiger Tilgung. Die Preise sind verrückt niedrig im Vergleich zu Mieten, sofern man langfristig finanziert. Über 20 bis 25 Jahre finanziert sich Wohneigentum heutzutage quasi selbst, also nur durch die Anzahlung und durch geringere Kreditrate als Kaltmiete im weiteren Verlauf.

Liegt halt daran das du Äpfel mit Birnen vergleichst.

Du musst Bestandsmiete damals vs eure Kreditrate nehmen
oder
Miete heute vs Kreditrate heute bei Neukauf

Da sich in 6 Jahren die Preise um ~50% erhöht haben steigt natürlich dementsprechend die Rate...
Ob sich die Preise bis 2027 (bzw. vorallem die Mieten) auch um 50% erhöhen weiß man halt nicht.
Die mögliche Miete hängt aber primär am Einkommen, da weiß man das das nicht um 50% steigen wird.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Ganz richtig, die Story passt nicht. Mit mehreren Millionen wohnt man ganz bestimmt nicht in einem Altersheim, wo auch die vom Amt finanzierten Sozialfälle leben. Wenn nicht in der eigenen Immobilie, dann ganz bestimmt in einer guten Seniorenresidenz.

Puh dieser Neid hier.
Die Dame haben wir sicher nicht abgezockt. Die ist mit der Oma meiner Freundin recht gut befreundet - eben Zimmernachbarn ;) Die hat mit über 80 Jahren mehrere Millionen und noch ein paar vermietete Immos ;) Also chillt mal... Das war Glück und eben Vitamin B. Meine Freuzndin und ich konnten in Laufweite zu dem Altersheim ziehen, was da auch mit reinzählte.

So what? Warum muss man hier immer direkt die Moralkeule schwingen. Da wurde ganz sicher niemand abgezockt. ODer soll ich der Dame jetzt nochmal ein paar k als Wiedergutmachung überweisen.

Also irgendwas an der Geschichte ist doch komisch, die Dame hat mehrere Immos und Millionen und lebt im Altersheim? Da würde ich mir doch glatt ne Pflegekraft nach Hause holen und zuhause würdig dahinscheiden...

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Die Babyboomer die ich kenne haben i.d.R. mehrere Immobilien. In einer wohnen sie selbst, die anderen sind vermietet. Und die kaufen auch noch fallweise weitere Wohnungen dazu.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Schau dir mal an wie lange Zyklen im Immobilienmarkt dauern.
10 Jahre sind da nunmal nicht viel. Wobei die richtige Rallye ja erst ab circa 2013 durch die Zinspolitik losging.

Auch wenn jeder weiß wie teuer ein Markt ist, kann sich sowas länger halten als man denkt. Das der Markt historisch einmalig exorbitant teuer ist, ist unstrittig. Ich verweise hier nochmal auf den Immobilienreport der UBS, welcher bspw. München unter den Top 3 Immobilienbubbles weltweit (!) listet.
Achte auf die Divergenz zwischen Miet- und Kaufpreisen. Diese Spreizung hat seit Jahren zugenommen und wird immer stärker. Klares Zeichen für Überbewertung.
Mieten können nicht über den Niedrigzins bezahlt werden, sie müssen aus dem Einkommen der Mieter kommen und diese Einkommen sind deutlich weniger gestiegen als Kaufpreise. Ein Immobilienmarkt orientiert sich langfristig immer am Einkommen. Wenn du ein Haus für das 50 fache der Jahresmiete kaufst, ist der Kreis der Mieter mit 2.000 Miete eben verdammt klein. Und dieser Kreis wird immer kleiner.

Ich kann nur auf Andreas Beck verweisen, welcher zudem klar den demographischen Trend der nächsten Jahre aufweist.
Die Hälfte aller familiengerechten Immobilien im Raum München werden nur von 1 oder 2 Personen im hohen Alter bewohnt. Das Problem ist einfach die stark gestiegene Lebenserwartung, wodurch Immobilien nicht frei werden. Dieser Effekt ist aber nicht wiederholbar. Die Babyboomer haben längst ihre Immobilie, die älteren Generationen werden natürlich versterben und das trifft auf eine junge Generation, die deutlich kleiner ist hinsichtlich Population.
Aber vergiss nicht: neu gebaut wird ja auch noch...das wird also heftig. Denn der demographische Wendepunkt wird Deutschland sowieso ab 2025 treffen.

Keiner kann sagen was in ein oder zwei Jahren ist. Aber sicher ist: in 10 Jahren wirst du staunen wie sich der Markt entspannt hat.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Vielleicht nicht die nächsten 40 Jahre, aber den jetzt 30- bis 40-jährigen, die für ihre Kinder gerne ein eigenes Haus mit Garten hätten, bringt es gar nichts, dass in 20 Jahren die Preise vielleicht 15% runtergegangen sind.
Abgesehen davon merke ich nichts davon, dass "selbst der Letzte" die Überbewertung sieht. Dann würden die ganzen Investoren nicht immer noch kaufen wie verrückt.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Ich kenne nicht einen Babyboomer mit mehr als einer Immobilie. Halte ich für die Ausnahme.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Die Babyboomer die ich kenne haben i.d.R. mehrere Immobilien. In einer wohnen sie selbst, die anderen sind vermietet. Und die kaufen auch noch fallweise weitere Wohnungen dazu.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Liegt halt daran das du Äpfel mit Birnen vergleichst.

Du musst Bestandsmiete damals vs eure Kreditrate nehmen
oder
Miete heute vs Kreditrate heute bei Neukauf

Da sich in 6 Jahren die Preise um ~50% erhöht haben steigt natürlich dementsprechend die Rate...
Ob sich die Preise bis 2027 (bzw. vorallem die Mieten) auch um 50% erhöhen weiß man halt nicht.
Die mögliche Miete hängt aber primär am Einkommen, da weiß man das das nicht um 50% steigen wird.

Die Mietpreissteigerung betrug über gesamt Deutschland von 2000-2020 übrigens 27%. Und in den letzten 5 Jahren (2015-2020) insgesamt 6,9%. Quelle Statistisches Bundesamt.
Wenn man sich die Entwicklung anguckt, dann ist die ziemlich linear bei ca. 1,3-1,5% im Jahr. Ergo halte ich es für ziemlich unwahrscheinlich, dass wir in den nächsten 5-10 Jahren da mehr als 10-15% sehen werden.

Wie der Vorposter schon deutlich gemacht hat: Mietpreise hängen mit dem Einkommen zusammen. Die Kaufpreise für Immobilien hängen maßgeblich mit den Finanzierungskonditionen zusammen. Und die sind einfach sehr günstig in den letzten Jahren gewesen.
Das auseinanderdriften von Mieten und Immobilienwerten wird von renommierten Experten inzwischen als Anzeichen für eine Blase angesehen.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Man muss ja nicht unbedingt in einer Großstadt wohnen, dann sind die Preise noch ok-ish. Und in 10-20 Jahren schlägt der demographische Wandel dann auch richtig zu. Da werden soooo viele Wohnungen / Häuser frei.

Wer jetzt was will, der muss eben in den sauren Apfel beißen oder weiter mieten.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Kaufpreise von 2015 sind genauso uninteressant oder kannst du für diesen Preis heute noch kaufen?

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Bestandsmieten sind uninteressant, denn dafür kann man nicht mieten. Oder habt ihr alle zu Arbeitsbeginn eine 4/5-Zimmer-Wohnung gemietet?

Rechne mal eher in die Neuvermietung tlw. noch eine Staffelmiete rein oder regelmäßige Mieterhöhungen. So ist die Realität.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Achte auf die Divergenz zwischen Miet- und Kaufpreisen. Diese Spreizung hat seit Jahren zugenommen und wird immer stärker. Klares Zeichen für Überbewertung.

Bei einem Faktor von 25 hat man eine Mietrendite von 4% und früher Zinsen von 7%. Negativ.

Heutzutage ist der Faktor vielleicht 40, also eine Mietrendite von 2,5%, aber Zinsen sind bei 1%. Positiv.

Gemessen am aktuellen Zinsniveau ist das alles noch unterbewertet. Und die Anzeichen, dass das Zinsniveau langfristig niedrig bleibt, verdichten sich.

Früher, für meine Eltern, war es richtig klar, dass man eine massive Anzahlung brauchte UND dann mehr Kreditrate als Miete gezahlt hat bei Minimaltilgung. Wir haben 2015 gekauft. Anzahlung natürlich auch gemacht, aber die Kreditrate ist deutlich niedriger als das, was Freunde von uns gerade als Kaltmiete für ähnliche Wohnungen zahlen. Trotz großzügiger Tilgung. Die Preise sind verrückt niedrig im Vergleich zu Mieten, sofern man langfristig finanziert. Über 20 bis 25 Jahre finanziert sich Wohneigentum heutzutage quasi selbst, also nur durch die Anzahlung und durch geringere Kreditrate als Kaltmiete im weiteren Verlauf.

Liegt halt daran das du Äpfel mit Birnen vergleichst.

Du musst Bestandsmiete damals vs eure Kreditrate nehmen
oder
Miete heute vs Kreditrate heute bei Neukauf

Da sich in 6 Jahren die Preise um ~50% erhöht haben steigt natürlich dementsprechend die Rate...
Ob sich die Preise bis 2027 (bzw. vorallem die Mieten) auch um 50% erhöhen weiß man halt nicht.
Die mögliche Miete hängt aber primär am Einkommen, da weiß man das das nicht um 50% steigen wird.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Die Babyboomer die ich kenne haben i.d.R. mehrere Immobilien. In einer wohnen sie selbst, die anderen sind vermietet. Und die kaufen auch noch fallweise weitere Wohnungen dazu.

Und ich kenne viele Boomer, die haben keine Immobilie. Und nur sehr wenige sind Vermieter,

Das sind beides persönliche Erfahrungen. Aber wenn man sich mal die Statistiken anguckt, dass ist deine Erfahrung sicherlich nicht repräsentativ.

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D-CH-F

Immobilien unter der Hand

Es gibt auch viele Babyboomer, die wurden mit 50 weg rationalisiert und leben von Sozialleistungen in Sozialwohnungen, sind froh wenn am Monatsende der Kühlschrank noch voll ist. So ist das mit Verallgemeinerungen.

Übrigens gibt es gerade bei vielen Grenzgängern im Elsass schon sehr viele Facharbeiter, die mehrere Immobilien haben. Ehepaar, Mann ist Baufacharbeiter in der Schweiz, hat ca. 6000 CHF Brutto pro Monat, die Frau Verkäuferin mit ca. 4500 CHF beide um die 30. Kaufen mit Mitte/Ende 20 ein Einfamilienhaus und mit Anfang 30 werden noch kleine Wohnungen in Grenznähe Basel zum vermieten gekauft. 50-60k für eine Einzimmerwohnung, Renovierung wird selbst gemacht, vermietbar möbiliert an Wochenpendler, Projektmitarbeiter, Monteure, Berater die in der Schweiz tätig sind etc. für ca. 400 Euro + Nebenkosten im Monat. Ab 50k sind in Frankreich Immobilienkredite möglich, oft schon mit nur 10% EK. Wenn man das Know-How hat selbst zu renovieren und sich um sowas zu kümmern, durchaus lukrativ.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Du kannst auch nicht mehr für den Preis von vor 6 Jahren kaufen.

Also ist der Vergleich Kauf vor 6 Jahren gegen Miete heute eben Unsinn.

Wäre ja auch Unfug wenn jemand seinen 30 Jahre alten Mietvertrag mit einem Kauf im Jahr 2021 vergleicht.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Bestandsmieten sind uninteressant, denn dafür kann man nicht mieten. Oder habt ihr alle zu Arbeitsbeginn eine 4/5-Zimmer-Wohnung gemietet?

Rechne mal eher in die Neuvermietung tlw. noch eine Staffelmiete rein oder regelmäßige Mieterhöhungen. So ist die Realität.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Achte auf die Divergenz zwischen Miet- und Kaufpreisen. Diese Spreizung hat seit Jahren zugenommen und wird immer stärker. Klares Zeichen für Überbewertung.

Bei einem Faktor von 25 hat man eine Mietrendite von 4% und früher Zinsen von 7%. Negativ.

Heutzutage ist der Faktor vielleicht 40, also eine Mietrendite von 2,5%, aber Zinsen sind bei 1%. Positiv.

Gemessen am aktuellen Zinsniveau ist das alles noch unterbewertet. Und die Anzeichen, dass das Zinsniveau langfristig niedrig bleibt, verdichten sich.

Früher, für meine Eltern, war es richtig klar, dass man eine massive Anzahlung brauchte UND dann mehr Kreditrate als Miete gezahlt hat bei Minimaltilgung. Wir haben 2015 gekauft. Anzahlung natürlich auch gemacht, aber die Kreditrate ist deutlich niedriger als das, was Freunde von uns gerade als Kaltmiete für ähnliche Wohnungen zahlen. Trotz großzügiger Tilgung. Die Preise sind verrückt niedrig im Vergleich zu Mieten, sofern man langfristig finanziert. Über 20 bis 25 Jahre finanziert sich Wohneigentum heutzutage quasi selbst, also nur durch die Anzahlung und durch geringere Kreditrate als Kaltmiete im weiteren Verlauf.

Liegt halt daran das du Äpfel mit Birnen vergleichst.

Du musst Bestandsmiete damals vs eure Kreditrate nehmen
oder
Miete heute vs Kreditrate heute bei Neukauf

Da sich in 6 Jahren die Preise um ~50% erhöht haben steigt natürlich dementsprechend die Rate...
Ob sich die Preise bis 2027 (bzw. vorallem die Mieten) auch um 50% erhöhen weiß man halt nicht.
Die mögliche Miete hängt aber primär am Einkommen, da weiß man das das nicht um 50% steigen wird.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 22.02.2021:

Auch in unserer Generation gibt es immer wieder gute Angebote. Die sind nicht wie Sand am Meer aber 1-2 Wohnungen finde ich im Jahr zum Kauf.

Ja aber meistens bekommt man die dann nicht. Hatte auch ein gutes Angebot gefunden 3 zimmer 75qm für 170k festpreis. Am ende kam einer und hat 210k geboten und die Wohnung gekauft.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 22.02.2021:

Pech gehabt. Falsche Generation, um eine Immobilie zu kaufen. Wir haben uns auch damit abgefunden.

Sieht tatsächlich danach aus...

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Ja dann sind sie selbst mit Wohnraum versorgt. Für die Vermietungsobjekte brauchen sie aber Nachfrager oder nicht? Und wer wohnt da drin?
Es geht auch nicht um die Regel, denn die Eigentumsquote ist auch in den älteren Jahrgängen nicht hoch. Brauchst du nur bei Statista nachschauen.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Die Babyboomer die ich kenne haben i.d.R. mehrere Immobilien. In einer wohnen sie selbst, die anderen sind vermietet. Und die kaufen auch noch fallweise weitere Wohnungen dazu.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Wenn dus so siehst brauchst du gar kein Haus. Für was denn? Wenn die Kinder ausziehen stehst du mit 200 Quadratmeter Wohnfläche da. Will alles unterhalten werden.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Ich bin 30, wenn sich die Preise nicht innerhalb von 5 Jahren um 50% reduzieren bringt mir das alles doch überhaupt nichts.

Ich kauf mir doch nicht mit 40 ein Haus, dann sind meine Kinder 10/13 da brauch ich das auch nicht mehr.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Du scheinst nicht zu verstehen, was hohe Bewertung bedeutet. Keine Sorge, da bist du in Deutschland nicht allein. Der Deutsche verwechselt gerne Preise mit Werten.

Wenn du relativ zur Miete viel zu teuer kaufst, dann wird deine langfristige Rendite deutlich unterdurchschnittlich ausfallen. Das gilt für alle Assetklassen und natürlich ebenso für Immobilien.

Die Miete wird nämlich auch bei dem Tempo gar nicht mithalten können. Tut sie ja jetzt schon nicht. Also hast du vllt 2,5% Mietrendite und dann abzüglich Unterhalt kommst du bei Null raus.

Früher galt ja bereits ein Multiple von 20 als absolutes Maximum. Das 10 fache der Jahresmiete war eigentlich der Normalfall.
Du darfst auch nicht vergessen, das neben dem Zins auch die Inflation höher war. Im Endeffekt war der Realzins also niedriger als der Bauzins vorgibt.

Und wie du schon sagst: ja der Zins ist jetzt niedrig. Aber der Zinseffekt auf die Bewertung wirkt ja nur bei einer Senkung. Das liegt jetzt hinter uns. Wenn die Zinsen auf dem gleichen Niveau bleiben, hast du ja keinen zusätzlichen Impuls mehr. Den brauchst du aber eigentlich bei den Preisen. Sollte aber doch mal die Inflation zurückkommen, dann wird auch der Zinsanstieg nicht lange zu verhindern sein.
Lies dir doch einfach mal den UBS Real Estate Report durch.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Bei einem Faktor von 25 hat man eine Mietrendite von 4% und früher Zinsen von 7%. Negativ.

Heutzutage ist der Faktor vielleicht 40, also eine Mietrendite von 2,5%, aber Zinsen sind bei 1%. Positiv.

Gemessen am aktuellen Zinsniveau ist das alles noch unterbewertet. Und die Anzeichen, dass das Zinsniveau langfristig niedrig bleibt, verdichten sich.

Früher, für meine Eltern, war es richtig klar, dass man eine massive Anzahlung brauchte UND dann mehr Kreditrate als Miete gezahlt hat bei Minimaltilgung. Wir haben 2015 gekauft. Anzahlung natürlich auch gemacht, aber die Kreditrate ist deutlich niedriger als das, was Freunde von uns gerade als Kaltmiete für ähnliche Wohnungen zahlen. Trotz großzügiger Tilgung. Die Preise sind verrückt niedrig im Vergleich zu Mieten, sofern man langfristig finanziert. Über 20 bis 25 Jahre finanziert sich Wohneigentum heutzutage quasi selbst, also nur durch die Anzahlung und durch geringere Kreditrate als Kaltmiete im weiteren Verlauf.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

München ist aber als Beispiel immer ein schlechtes Beispiel - weil es eben zum einen ein extremer Markt ist, durch die Attraktivität im Hinblick auf Arbeitgeber... aber auch immer einen recht starken Zuzug hatte (wenn wir jetzt mal vor Corona bleiben - wie sich das langfristig auswirkt ist schwierig anzuschätzen). Freie Wohnung werden eigentlich sofor wieder vermietet weil eine entsprechende Nachfrage besteht, Mietpreise können nicht mehr groß steigen aber massiv Fallen ist auch eher unwahrscheinlich, leichte Rücksetzer kann sein.

Ob es wirklich eine Blase gibt hängt von den Finanzierungsparametern der Käufer ab. Privatpersonen finanzieren in Dt. typischerweise mind. 10 Jahre fix, wenn hier noch rd. 15% EK vorhanden ist und auch die Bonität entsprechend gegeben ist, gibt es zur Zeit sehr gute Konditionen (habe gerade selbst eine Angebot mit 1,01% Zins, zzgl. 2% Tilgung) kommt bei einer Annuität von 3,01% raus. Überlege ob ich nicht sogar 3,5% oder 3% Tilgung reinpacke.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Schau dir mal an wie lange Zyklen im Immobilienmarkt dauern.
10 Jahre sind da nunmal nicht viel. Wobei die richtige Rallye ja erst ab circa 2013 durch die Zinspolitik losging.

Auch wenn jeder weiß wie teuer ein Markt ist, kann sich sowas länger halten als man denkt. Das der Markt historisch einmalig exorbitant teuer ist, ist unstrittig. Ich verweise hier nochmal auf den Immobilienreport der UBS, welcher bspw. München unter den Top 3 Immobilienbubbles weltweit (!) listet.
Achte auf die Divergenz zwischen Miet- und Kaufpreisen. Diese Spreizung hat seit Jahren zugenommen und wird immer stärker. Klares Zeichen für Überbewertung.
Mieten können nicht über den Niedrigzins bezahlt werden, sie müssen aus dem Einkommen der Mieter kommen und diese Einkommen sind deutlich weniger gestiegen als Kaufpreise. Ein Immobilienmarkt orientiert sich langfristig immer am Einkommen. Wenn du ein Haus für das 50 fache der Jahresmiete kaufst, ist der Kreis der Mieter mit 2.000 Miete eben verdammt klein. Und dieser Kreis wird immer kleiner.

Ich kann nur auf Andreas Beck verweisen, welcher zudem klar den demographischen Trend der nächsten Jahre aufweist.
Die Hälfte aller familiengerechten Immobilien im Raum München werden nur von 1 oder 2 Personen im hohen Alter bewohnt. Das Problem ist einfach die stark gestiegene Lebenserwartung, wodurch Immobilien nicht frei werden. Dieser Effekt ist aber nicht wiederholbar. Die Babyboomer haben längst ihre Immobilie, die älteren Generationen werden natürlich versterben und das trifft auf eine junge Generation, die deutlich kleiner ist hinsichtlich Population.
Aber vergiss nicht: neu gebaut wird ja auch noch...das wird also heftig. Denn der demographische Wendepunkt wird Deutschland sowieso ab 2025 treffen.

Keiner kann sagen was in ein oder zwei Jahren ist. Aber sicher ist: in 10 Jahren wirst du staunen wie sich der Markt entspannt hat.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Vielleicht nicht die nächsten 40 Jahre, aber den jetzt 30- bis 40-jährigen, die für ihre Kinder gerne ein eigenes Haus mit Garten hätten, bringt es gar nichts, dass in 20 Jahren die Preise vielleicht 15% runtergegangen sind.
Abgesehen davon merke ich nichts davon, dass "selbst der Letzte" die Überbewertung sieht. Dann würden die ganzen Investoren nicht immer noch kaufen wie verrückt.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

In München sind wir momentan bei Neuvermietungen der typischen 60er Jahre Assi-Wohnungen bei 20 Euro pro qm kalt.

Beim Neubau sinds leicht 20% mehr.

Innerhalb mittleren Ring. Also ausserhalb vom mittleren Ring kann man dann auch gleich rausziehen. Wobei selbst in den Vororten die 20 Euro pro qm normal sind, dann halt etwas neueres Baudatum (80er und 90er statt 60er).

Wer nach München zieht muss sich damit abfinden dass er -- nie -- standesgemäßes Eigentum haben wird mit einem Angestelltengehalt bis 150.000 (ohne Erbe oder sich 35 Jahre zu verschulden):

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Irgendwann werden die Preise schon noch sinken. Aber wann? Ich bin jetzt 28 und so langsam beginnt die Familienplanung. Und aktuell sieht es nicht so aus, als könne man in den nächsten 5-10 Jahren etwas kaufen ohne dass die Kinder noch den Kredit abbezahlen. Und Mieten? Joa, da hat man dann die Wahl ob man 40-50% des Nettogehalts für eine schäbige Bude aus den 70ern bezahlt oder dann 60% für einen Neubau.

Das Problem in Deutschland ist, dass der Wohnraum sehr ungleich verteilt ist. Alte Leute haben viel mehr qm pro Person als Junge. Siehe dazu die Veröffentlichung des IW [1]. Während also die Boomer und ihre Eltern alleine oder zu zweit in Einfamilienhäusern und Familienwohnungen hocken (Median 60qm), bleibt für die 25- bis 45 jährigen im Median 37qm. Neues Bauland wird in Ballungsgebieten kaum freigegeben, was aus ökologischen Gründen auch absolut nachvollziehbar ist. In Städten werden aber vorallem Singlewohnungen gebaut. Natürlich weil diese so beliebt sind und nicht weil man dadurch mehr Euro pro qm rausholen kann. Bei uns in einer Unistadt entstehen immer mehr private Studentenwohnheime, in denen das 13qm Zimmer stolze 600 € und mehr kostetet. Da bleibt kein Platz mehr für junge Familien.

Rentner können zum teil nicht mehr aus ihren Riesenbuden raus, weil sich die Mieten so krass erhöht haben, dass sie sich keine 2ZM Wohnung leisten könnten. Wohnraum ist also theoretisch da, aber er ist extrem ungleich verteilt.
Manchmal wünsche ich mir Wiener Verhältnisse her. Aber das ist wohl absolut utopisch.

www.iwkoeln.de/presse/interaktive-grafiken/beitrag/pekka-sagner-wie-gross-ist-meine-wohnung-im-vergleich.html

Das sehe ich auch als das Hauptproblem und sehe es auch in meinem Umfeld. Meine Großmutter wohnt in einer großen 3-Zimmer-Wohnung in der Hauptstadt. Super Lage, gute Wohngegend und sehr günstig. Das ist aber nur so günstig, weil sie dort seit 20 Jahren wohnt. Ein Zimmer benutzt sie seit Jahren nicht mehr, das wird nur noch regelmäßig gelüftet. Sie würde auch in eine kleinere Wohnung ziehen, wenn sie in ihrem Stadtviertel eine kleinere Wohnung finden würde, die nicht teurer ist. Die gibt es aber nicht. Also lebt sie jetzt weiterhin in einer riesengroßen leeren Wohnung.

Wir wohnen auch auf 75qm, also für jeden knapp 38 qm. Das ist super. Mit dem jetzt kommenden Kind wird es schon schwieriger. Das dritte Zimmer neben dem Schlaf- und Wohnzimmer ist aktuell unser Büro, weil wir seit März 2020 beide komplett im Home Office sind. Jetzt können wir entweder die zwei großen Schreibtische mit mehreren Bildschirmen im Wohnzimmer aufstellen oder das Kinderzimmer im Wohnzimmer integrieren. Größere Wohnungen sind so teuer, dass wir dann keine Sparrate mehr für zukünftiges Eigentum hätten. An den Lebensstandard meiner Eltern und der Schwiegereltern kommen wir vermutlich nicht mehr ran.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Und da es in Deutschland bekanntlich egal ist wo, woher die Kohle stammt, kann man die 210k auch bequem im Schwarzgeldkoffer übergeben.

WiWi Gast schrieb am 25.02.2021:

Auch in unserer Generation gibt es immer wieder gute Angebote. Die sind nicht wie Sand am Meer aber 1-2 Wohnungen finde ich im Jahr zum Kauf.

Ja aber meistens bekommt man die dann nicht. Hatte auch ein gutes Angebot gefunden 3 zimmer 75qm für 170k festpreis. Am ende kam einer und hat 210k geboten und die Wohnung gekauft.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Was ist denn an Schwarzgeld so schlimm nur weil sich irgendwer einen Staat ausgedacht hat der irgendwelche Regeln aufstellt muss man sich daran ja nicht gebunden fühlen

WiWi Gast schrieb am 25.02.2021:

Und da es in Deutschland bekanntlich egal ist wo, woher die Kohle stammt, kann man die 210k auch bequem im Schwarzgeldkoffer übergeben.

Auch in unserer Generation gibt es immer wieder gute Angebote. Die sind nicht wie Sand am Meer aber 1-2 Wohnungen finde ich im Jahr zum Kauf.

Ja aber meistens bekommt man die dann nicht. Hatte auch ein gutes Angebot gefunden 3 zimmer 75qm für 170k festpreis. Am ende kam einer und hat 210k geboten und die Wohnung gekauft.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 25.02.2021:

Und da es in Deutschland bekanntlich egal ist wo, woher die Kohle stammt, kann man die 210k auch bequem im Schwarzgeldkoffer übergeben.

Auch in unserer Generation gibt es immer wieder gute Angebote. Die sind nicht wie Sand am Meer aber 1-2 Wohnungen finde ich im Jahr zum Kauf.

Ja aber meistens bekommt man die dann nicht. Hatte auch ein gutes Angebot gefunden 3 zimmer 75qm für 170k festpreis. Am ende kam einer und hat 210k geboten und die Wohnung gekauft.

Ähh, NEIN! Die Geldwäschevorschriften sind gerade im Immobilienbereich noch einmal verstärkt worden. Notare müssen solche Verdachtsfälle melden.

antworten
WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Als Mieter ziehst du halt öfters mal um. Viele ziehen erstmal mit dem ersten Kind in eine 3-Zi-Wohnung und 2 Jahre später in eine 4-Zi-Wohnung und dann beim HO in eine 5 Zi-Wohnung. Kündigung Eigenbedarf und die nächste 5-Zimmer-Wohnung. Preise dann 50% höher als beim Käufer, der 25 Jahre fest zahlt und dann fertig ist.

Da ist feste Kreditrate 2015 bis 2040 vs immer weiter steigende Mieten schon realistisch. Und halt von 2015 bis 2080.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Bestandsmieten sind uninteressant, denn dafür kann man nicht mieten. Oder habt ihr alle zu Arbeitsbeginn eine 4/5-Zimmer-Wohnung gemietet?

Rechne mal eher in die Neuvermietung tlw. noch eine Staffelmiete rein oder regelmäßige Mieterhöhungen. So ist die Realität.

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

WiWi Gast schrieb am 24.02.2021:

Achte auf die Divergenz zwischen Miet- und Kaufpreisen. Diese Spreizung hat seit Jahren zugenommen und wird immer stärker. Klares Zeichen für Überbewertung.

Bei einem Faktor von 25 hat man eine Mietrendite von 4% und früher Zinsen von 7%. Negativ.

Heutzutage ist der Faktor vielleicht 40, also eine Mietrendite von 2,5%, aber Zinsen sind bei 1%. Positiv.

Gemessen am aktuellen Zinsniveau ist das alles noch unterbewertet. Und die Anzeichen, dass das Zinsniveau langfristig niedrig bleibt, verdichten sich.

Früher, für meine Eltern, war es richtig klar, dass man eine massive Anzahlung brauchte UND dann mehr Kreditrate als Miete gezahlt hat bei Minimaltilgung. Wir haben 2015 gekauft. Anzahlung natürlich auch gemacht, aber die Kreditrate ist deutlich niedriger als das, was Freunde von uns gerade als Kaltmiete für ähnliche Wohnungen zahlen. Trotz großzügiger Tilgung. Die Preise sind verrückt niedrig im Vergleich zu Mieten, sofern man langfristig finanziert. Über 20 bis 25 Jahre finanziert sich Wohneigentum heutzutage quasi selbst, also nur durch die Anzahlung und durch geringere Kreditrate als Kaltmiete im weiteren Verlauf.

Liegt halt daran das du Äpfel mit Birnen vergleichst.

Du musst Bestandsmiete damals vs eure Kreditrate nehmen
oder
Miete heute vs Kreditrate heute bei Neukauf

Da sich in 6 Jahren die Preise um ~50% erhöht haben steigt natürlich dementsprechend die Rate...
Ob sich die Preise bis 2027 (bzw. vorallem die Mieten) auch um 50% erhöhen weiß man halt nicht.
Die mögliche Miete hängt aber primär am Einkommen, da weiß man das das nicht um 50% steigen wird.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Ich hätte am liebsten einen gleitenden Kredit mit steuerfreiem Kauf und Verkauf. Leider wird einem das aber auch in Deutschland extra schwer gemacht. Bei diesen horrenden Steuern und Kaufnebenkosten bleibe ich und viele andere, die nicht mal eben 100.000€ nachschießen können, lieber Mieter.

antworten
WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Die Makler auch!

WiWi Gast schrieb am 26.02.2021:

Ähh, NEIN! Die Geldwäschevorschriften sind gerade im Immobilienbereich noch einmal verstärkt worden. Notare müssen solche Verdachtsfälle melden.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Aber ich ziehe doch nicht direkt in 120qm, wenn ich noch nicht mal Kinder geschweige denn einen entsprechenden Partner in Aussicht habe. Da verbrennt man ja noch mehr Geld und kann im schlimmsten Fall nicht mehr raus, wenn der Wert sinkt (ob wirklich oder nur laut Meinung der Bank ist ja egal).

WiWi Gast schrieb am 26.02.2021:

Als Mieter ziehst du halt öfters mal um. Viele ziehen erstmal mit dem ersten Kind in eine 3-Zi-Wohnung und 2 Jahre später in eine 4-Zi-Wohnung und dann beim HO in eine 5 Zi-Wohnung. Kündigung Eigenbedarf und die nächste 5-Zimmer-Wohnung. Preise dann 50% höher als beim Käufer, der 25 Jahre fest zahlt und dann fertig ist.

Da ist feste Kreditrate 2015 bis 2040 vs immer weiter steigende Mieten schon realistisch. Und halt von 2015 bis 2080.

Bestandsmieten sind uninteressant, denn dafür kann man nicht mieten. Oder habt ihr alle zu Arbeitsbeginn eine 4/5-Zimmer-Wohnung gemietet?

Rechne mal eher in die Neuvermietung tlw. noch eine Staffelmiete rein oder regelmäßige Mieterhöhungen. So ist die Realität.

Achte auf die Divergenz zwischen Miet- und Kaufpreisen. Diese Spreizung hat seit Jahren zugenommen und wird immer stärker. Klares Zeichen für Überbewertung.

Bei einem Faktor von 25 hat man eine Mietrendite von 4% und früher Zinsen von 7%. Negativ.

Heutzutage ist der Faktor vielleicht 40, also eine Mietrendite von 2,5%, aber Zinsen sind bei 1%. Positiv.

Gemessen am aktuellen Zinsniveau ist das alles noch unterbewertet. Und die Anzeichen, dass das Zinsniveau langfristig niedrig bleibt, verdichten sich.

Früher, für meine Eltern, war es richtig klar, dass man eine massive Anzahlung brauchte UND dann mehr Kreditrate als Miete gezahlt hat bei Minimaltilgung. Wir haben 2015 gekauft. Anzahlung natürlich auch gemacht, aber die Kreditrate ist deutlich niedriger als das, was Freunde von uns gerade als Kaltmiete für ähnliche Wohnungen zahlen. Trotz großzügiger Tilgung. Die Preise sind verrückt niedrig im Vergleich zu Mieten, sofern man langfristig finanziert. Über 20 bis 25 Jahre finanziert sich Wohneigentum heutzutage quasi selbst, also nur durch die Anzahlung und durch geringere Kreditrate als Kaltmiete im weiteren Verlauf.

Liegt halt daran das du Äpfel mit Birnen vergleichst.

Du musst Bestandsmiete damals vs eure Kreditrate nehmen
oder
Miete heute vs Kreditrate heute bei Neukauf

Da sich in 6 Jahren die Preise um ~50% erhöht haben steigt natürlich dementsprechend die Rate...
Ob sich die Preise bis 2027 (bzw. vorallem die Mieten) auch um 50% erhöhen weiß man halt nicht.
Die mögliche Miete hängt aber primär am Einkommen, da weiß man das das nicht um 50% steigen wird.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Die Kaufnebenkosten sind sachlich begründet. Das deutsche Grundbuchrecht mit der Verpflichtung, solche Geschäfte über ein Notariat abzuwickeln, gibt sowohl Käufer wie auch Verkäufer die nötige Sicherheit. Notar und Grundbuchamt machen das natürlich nicht umsonst. Du willst keine Grunderwerbssteuer bezahlen? Als Firma geht das, nicht aber als Privatperson. In anderen Ländern ist das auch so. Nennt sich manchmal auch Real Estate Transfer Tax. Manchmal muss man in anderen Ländern auch jährlich noch eine Property Tax bezahlen.

In Deutschland gibt es keine Vermögenssteuer, nur die vergleichsweise günstige Grundsteuer. Der Makler erwartet zu recht für seine Dienstleistung eine Provision. Manchmal von Verkäufer und Käufer geteilt. Immer öfter aber nur vom Verkäufer. Das ist in anderen Ländern auch so. Auch der Finanzierungsvermittler macht das nicht umsonst, sondern bekommt eine Provision von der Bank. Dafür wird man dann stolzer Immobilienbesitzer und hat keine Probleme mehr mit einem Vermieter.

WiWi Gast schrieb am 26.02.2021:

Ich hätte am liebsten einen gleitenden Kredit mit steuerfreiem Kauf und Verkauf. Leider wird einem das aber auch in Deutschland extra schwer gemacht. Bei diesen horrenden Steuern und Kaufnebenkosten bleibe ich und viele andere, die nicht mal eben 100.000€ nachschießen können, lieber Mieter.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Wenn man fallende Zinsen erwartet, macht eine Finanzierung mit variablem Zins durchaus Sinn. Ist dann etwas teurer als der momentane Festzins. Aber wer glaubt noch an weiter fallende Zinsen?

WiWi Gast schrieb am 26.02.2021:

Ich hätte am liebsten einen gleitenden Kredit mit steuerfreiem Kauf und Verkauf. Leider wird einem das aber auch in Deutschland extra schwer gemacht. Bei diesen horrenden Steuern und Kaufnebenkosten bleibe ich und viele andere, die nicht mal eben 100.000€ nachschießen können, lieber Mieter.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 26.02.2021:

Ich hätte am liebsten einen gleitenden Kredit mit steuerfreiem Kauf und Verkauf. Leider wird einem das aber auch in Deutschland extra schwer gemacht. Bei diesen horrenden Steuern und Kaufnebenkosten bleibe ich und viele andere, die nicht mal eben 100.000€ nachschießen können, lieber Mieter.

Ähnlich ließe es sich ja schon realisieren, wenn man die Grunderwerbssteuer abschaffen würde. Die entstehenden Steuerausfälle könnte man meinetwegen durch eine höhere Grundsteuer ausgleichen.

Dazu dann am besten noch Makler- und Notargebühren niedriger deckeln. Muss man nur nach Holland oder Österreich gucken, max 1,5 bzw. 3 % inklusive der Notarleistung.

Dann würde es auch auf dem Immobilienmarkt mehr Bewegung geben und somit mehr Möglichkeiten, etwas passendes zu finden.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Ältere Leute, die in ihren Wohnungen bereits seit mehr als 30 Jahren leben, wollen oft generell nicht mehr ausziehen. Da kann man sie auch schlecht dazu zwingen... man könnte höchstens Anreize setzen, ihnen z.B. eine stadteigene barrierefreie kleinere Wohnung zu einer ähnlichen Miete anbieten.

Die Hauptursachen für höhere Mieten sind neben dem höheren Platzverbrauch pro Person (nicht nur von älteren Mietern, sondern z.B. auch vielen jungen Singlehaushalten, Zweitwohnungen etc.):

  1. die hohen Kaufpreise (Eigentümer benötigen dann zu einer nachhaltigen Finanzierung tendenziell auch höhere Mieten)
  2. die geringe Neubautätigkeit und hohen Baukosten in vielen Städten (aufgrund mangelnder Ausweisungen als Bauland, umfangreichen Bauvorschriften, teurem Bauland)
  3. die oft schlechte Anbindung des Umlands an die Stadt (ansonsten wäre Wohnen außerhalb der Stadt deutlich attraktiver)

Es wäre eine Aufgabe der Politik, Lösungen für diese Probleme zu finden; aber stattdessen werden eher populistische Forderungen wie Mietendeckel und Enteignungen diskutiert.
Lösungen könnten z.B. sein:

  • zu 1. wie in Dänemark: nur Personen mit Hauptwohnsitz in Deutschland sollten Wohnimmobilien erwerben dürfen (das reduziert den Kreis der Käufer, die Nachfrage und damit die Preise schon mal erheblich). Außerdem könnte man die selbstbewohnte Immobilie steuerlich für Käufer begünstigen (keine Grunderwerbssteuer und Notarkosten).
  • zu 2. das ist einfach ein Problem, dass die Politik verursacht. Wenn man mal schaut, wie viele, schöne und einzigartige Wohnanlagen in Berlin in Zeiten der Wohnungsnot in den 1920ern für Arbeiter gebaut wurden, und das mit den spärlichen, wenig sehenswerten und gleichförmigen Bauten von heute vergleicht...
  • zu 3. auch das ist ein Problem, für dessen Lösung die Politik zuständig wäre. Stattdessen wird oft Jahrzehnte über eine neue Straßenbahn- oder Ubahnlinie diskutiert. Wenn die früheren Generationen im gleichen Tempo unterwegs gewesen wären, hätten die meisten Städte heute noch kein öffentliches Verkehrsnetz.

WiWi Gast schrieb am 25.02.2021:

Irgendwann werden die Preise schon noch sinken. Aber wann? Ich bin jetzt 28 und so langsam beginnt die Familienplanung. Und aktuell sieht es nicht so aus, als könne man in den nächsten 5-10 Jahren etwas kaufen ohne dass die Kinder noch den Kredit abbezahlen. Und Mieten? Joa, da hat man dann die Wahl ob man 40-50% des Nettogehalts für eine schäbige Bude aus den 70ern bezahlt oder dann 60% für einen Neubau.

Das Problem in Deutschland ist, dass der Wohnraum sehr ungleich verteilt ist. Alte Leute haben viel mehr qm pro Person als Junge. Siehe dazu die Veröffentlichung des IW [1]. Während also die Boomer und ihre Eltern alleine oder zu zweit in Einfamilienhäusern und Familienwohnungen hocken (Median 60qm), bleibt für die 25- bis 45 jährigen im Median 37qm. Neues Bauland wird in Ballungsgebieten kaum freigegeben, was aus ökologischen Gründen auch absolut nachvollziehbar ist. In Städten werden aber vorallem Singlewohnungen gebaut. Natürlich weil diese so beliebt sind und nicht weil man dadurch mehr Euro pro qm rausholen kann. Bei uns in einer Unistadt entstehen immer mehr private Studentenwohnheime, in denen das 13qm Zimmer stolze 600 € und mehr kostetet. Da bleibt kein Platz mehr für junge Familien.

Rentner können zum teil nicht mehr aus ihren Riesenbuden raus, weil sich die Mieten so krass erhöht haben, dass sie sich keine 2ZM Wohnung leisten könnten. Wohnraum ist also theoretisch da, aber er ist extrem ungleich verteilt.
Manchmal wünsche ich mir Wiener Verhältnisse her. Aber das ist wohl absolut utopisch.

www.iwkoeln.de/presse/interaktive-grafiken/beitrag/pekka-sagner-wie-gross-ist-meine-wohnung-im-vergleich.html

Das sehe ich auch als das Hauptproblem und sehe es auch in meinem Umfeld. Meine Großmutter wohnt in einer großen 3-Zimmer-Wohnung in der Hauptstadt. Super Lage, gute Wohngegend und sehr günstig. Das ist aber nur so günstig, weil sie dort seit 20 Jahren wohnt. Ein Zimmer benutzt sie seit Jahren nicht mehr, das wird nur noch regelmäßig gelüftet. Sie würde auch in eine kleinere Wohnung ziehen, wenn sie in ihrem Stadtviertel eine kleinere Wohnung finden würde, die nicht teurer ist. Die gibt es aber nicht. Also lebt sie jetzt weiterhin in einer riesengroßen leeren Wohnung.

Wir wohnen auch auf 75qm, also für jeden knapp 38 qm. Das ist super. Mit dem jetzt kommenden Kind wird es schon schwieriger. Das dritte Zimmer neben dem Schlaf- und Wohnzimmer ist aktuell unser Büro, weil wir seit März 2020 beide komplett im Home Office sind. Jetzt können wir entweder die zwei großen Schreibtische mit mehreren Bildschirmen im Wohnzimmer aufstellen oder das Kinderzimmer im Wohnzimmer integrieren. Größere Wohnungen sind so teuer, dass wir dann keine Sparrate mehr für zukünftiges Eigentum hätten. An den Lebensstandard meiner Eltern und der Schwiegereltern kommen wir vermutlich nicht mehr ran.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Das was Du hier über Österreich schreibst ist falsch. Bei einem Kaufpreis über € 48.448,51 beträgt die Maklerprovision für Käufer 3% und für Verkäufer 3%. Also zusammen 6% zuzüglich der Mehrwertsteuer. Dazu kommen noch Notarkosten und Grundbuchkosten.

WiWi Gast schrieb am 26.02.2021:

Ich hätte am liebsten einen gleitenden Kredit mit steuerfreiem Kauf und Verkauf. Leider wird einem das aber auch in Deutschland extra schwer gemacht. Bei diesen horrenden Steuern und Kaufnebenkosten bleibe ich und viele andere, die nicht mal eben 100.000€ nachschießen können, lieber Mieter.

Ähnlich ließe es sich ja schon realisieren, wenn man die Grunderwerbssteuer abschaffen würde. Die entstehenden Steuerausfälle könnte man meinetwegen durch eine höhere Grundsteuer ausgleichen.

Dazu dann am besten noch Makler- und Notargebühren niedriger deckeln. Muss man nur nach Holland oder Österreich gucken, max 1,5 bzw. 3 % inklusive der Notarleistung.

Dann würde es auch auf dem Immobilienmarkt mehr Bewegung geben und somit mehr Möglichkeiten, etwas passendes zu finden.

antworten
WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Die Menschen, die in der Stadt leben, wollen mehrheitlich halt keine bessere Verkehrsanbindung des Umlands. Beispiel: Im letzten Jahr wurde in Wiesbaden die Citybahn von der Bevölkerung in einer Abstimmung abgelehnt. Man war nicht bereit, die ganzen Erschwernisse wie Verknappung des Verkehrsraums, Lärm u.s.w. zu akzeptieren.

WiWi Gast schrieb am 27.02.2021:

Ältere Leute, die in ihren Wohnungen bereits seit mehr als 30 Jahren leben, wollen oft generell nicht mehr ausziehen. Da kann man sie auch schlecht dazu zwingen... man könnte höchstens Anreize setzen, ihnen z.B. eine stadteigene barrierefreie kleinere Wohnung zu einer ähnlichen Miete anbieten.

Die Hauptursachen für höhere Mieten sind neben dem höheren Platzverbrauch pro Person (nicht nur von älteren Mietern, sondern z.B. auch vielen jungen Singlehaushalten, Zweitwohnungen etc.):

  1. die hohen Kaufpreise (Eigentümer benötigen dann zu einer nachhaltigen Finanzierung tendenziell auch höhere Mieten)
  2. die geringe Neubautätigkeit und hohen Baukosten in vielen Städten (aufgrund mangelnder Ausweisungen als Bauland, umfangreichen Bauvorschriften, teurem Bauland)
  3. die oft schlechte Anbindung des Umlands an die Stadt (ansonsten wäre Wohnen außerhalb der Stadt deutlich attraktiver)

Es wäre eine Aufgabe der Politik, Lösungen für diese Probleme zu finden; aber stattdessen werden eher populistische Forderungen wie Mietendeckel und Enteignungen diskutiert.
Lösungen könnten z.B. sein:

  • zu 1. wie in Dänemark: nur Personen mit Hauptwohnsitz in Deutschland sollten Wohnimmobilien erwerben dürfen (das reduziert den Kreis der Käufer, die Nachfrage und damit die Preise schon mal erheblich). Außerdem könnte man die selbstbewohnte Immobilie steuerlich für Käufer begünstigen (keine Grunderwerbssteuer und Notarkosten).
  • zu 2. das ist einfach ein Problem, dass die Politik verursacht. Wenn man mal schaut, wie viele, schöne und einzigartige Wohnanlagen in Berlin in Zeiten der Wohnungsnot in den 1920ern für Arbeiter gebaut wurden, und das mit den spärlichen, wenig sehenswerten und gleichförmigen Bauten von heute vergleicht...
  • zu 3. auch das ist ein Problem, für dessen Lösung die Politik zuständig wäre. Stattdessen wird oft Jahrzehnte über eine neue Straßenbahn- oder Ubahnlinie diskutiert. Wenn die früheren Generationen im gleichen Tempo unterwegs gewesen wären, hätten die meisten Städte heute noch kein öffentliches Verkehrsnetz.

WiWi Gast schrieb am 25.02.2021:

Irgendwann werden die Preise schon noch sinken. Aber wann? Ich bin jetzt 28 und so langsam beginnt die Familienplanung. Und aktuell sieht es nicht so aus, als könne man in den nächsten 5-10 Jahren etwas kaufen ohne dass die Kinder noch den Kredit abbezahlen. Und Mieten? Joa, da hat man dann die Wahl ob man 40-50% des Nettogehalts für eine schäbige Bude aus den 70ern bezahlt oder dann 60% für einen Neubau.

Das Problem in Deutschland ist, dass der Wohnraum sehr ungleich verteilt ist. Alte Leute haben viel mehr qm pro Person als Junge. Siehe dazu die Veröffentlichung des IW [1]. Während also die Boomer und ihre Eltern alleine oder zu zweit in Einfamilienhäusern und Familienwohnungen hocken (Median 60qm), bleibt für die 25- bis 45 jährigen im Median 37qm. Neues Bauland wird in Ballungsgebieten kaum freigegeben, was aus ökologischen Gründen auch absolut nachvollziehbar ist. In Städten werden aber vorallem Singlewohnungen gebaut. Natürlich weil diese so beliebt sind und nicht weil man dadurch mehr Euro pro qm rausholen kann. Bei uns in einer Unistadt entstehen immer mehr private Studentenwohnheime, in denen das 13qm Zimmer stolze 600 € und mehr kostetet. Da bleibt kein Platz mehr für junge Familien.

Rentner können zum teil nicht mehr aus ihren Riesenbuden raus, weil sich die Mieten so krass erhöht haben, dass sie sich keine 2ZM Wohnung leisten könnten. Wohnraum ist also theoretisch da, aber er ist extrem ungleich verteilt.
Manchmal wünsche ich mir Wiener Verhältnisse her. Aber das ist wohl absolut utopisch.

www.iwkoeln.de/presse/interaktive-grafiken/beitrag/pekka-sagner-wie-gross-ist-meine-wohnung-im-vergleich.html

Das sehe ich auch als das Hauptproblem und sehe es auch in meinem Umfeld. Meine Großmutter wohnt in einer großen 3-Zimmer-Wohnung in der Hauptstadt. Super Lage, gute Wohngegend und sehr günstig. Das ist aber nur so günstig, weil sie dort seit 20 Jahren wohnt. Ein Zimmer benutzt sie seit Jahren nicht mehr, das wird nur noch regelmäßig gelüftet. Sie würde auch in eine kleinere Wohnung ziehen, wenn sie in ihrem Stadtviertel eine kleinere Wohnung finden würde, die nicht teurer ist. Die gibt es aber nicht. Also lebt sie jetzt weiterhin in einer riesengroßen leeren Wohnung.

Wir wohnen auch auf 75qm, also für jeden knapp 38 qm. Das ist super. Mit dem jetzt kommenden Kind wird es schon schwieriger. Das dritte Zimmer neben dem Schlaf- und Wohnzimmer ist aktuell unser Büro, weil wir seit März 2020 beide komplett im Home Office sind. Jetzt können wir entweder die zwei großen Schreibtische mit mehreren Bildschirmen im Wohnzimmer aufstellen oder das Kinderzimmer im Wohnzimmer integrieren. Größere Wohnungen sind so teuer, dass wir dann keine Sparrate mehr für zukünftiges Eigentum hätten. An den Lebensstandard meiner Eltern und der Schwiegereltern kommen wir vermutlich nicht mehr ran.

antworten
WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

WiWi Gast schrieb am 27.02.2021:

Die Menschen, die in der Stadt leben, wollen mehrheitlich halt keine bessere Verkehrsanbindung des Umlands. Beispiel: Im letzten Jahr wurde in Wiesbaden die Citybahn von der Bevölkerung in einer Abstimmung abgelehnt. Man war nicht bereit, die ganzen Erschwernisse wie Verknappung des Verkehrsraums, Lärm u.s.w. zu akzeptieren.

Menschen lehnen pauschal immer das ab, was ihnen vermeintlich kurzfristig einen persönlichen Nachteil bringt. Dann meckern sie aber 20 Jahre später, dass ihnen die Arbeitsplätze und die jungen Menschen abwandern...
Erlebe ich hier in der Region jeden Tag. Seit Jahrzehnten weigert man sich die Verkehrsprobleme anzugehen aber wundert sich, warum sich weder Unternehmen noch Arbeitnehmer hier ansiedeln wollen.
Aber solange Kommunen und Städte ja beliebig weiter Schulden machen können und Geld von Land/Bund geschenkt bekommen, wird sich das auch nicht ändern.

Die Tatsache, dass man überhaupt gegen wichtige infrastrukturelle Projekte klagen (und gewinnen) kann, ist halt ein Kernproblem in Deutschland:
Verkehrswende - zu viele Klagen gegen neue Bahnstrecken/Straßenbahnen etc.
Energiewende - zu viele Klagen gegen Windräder etc.
Industrie - zu viele Klagen gegen neue Gewerbeparks, Industriegebiete etc.

Du hast heutzutage in Deutschland nur noch eine Chance ein Projekt durchzubringen, wenn du die Top-Politik im Rücken hast (siehe Braunkohletagebau, BER, Stuttgart 21, Tesla Grünheide etc.). Aber das passiert logischerweise nur bei Sachen, wo viel Geld im Spiel ist.

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D-CH-F

Immobilien unter der Hand

In Frankreich gibt es einige tolle Dinge im Bereich Wohnungspolitik, wovon Deutschland und andere Länder was lernen könnten.

  1. Sozialer Wohnungsbau. Städte ab einer gewissen Grösse (3500 Einwohner) in Gebieten mit Wohnungsmangel mindestens 20 Prozent geförderten Wohnraum anbieten oder eine Strafe bezahlen, damit dieser Wohnraum woanders erstellt werden kann.

  2. Steuervergünstigungen für Anleger. Dabei gibt es Steueranreize, wenn man in Neubauwohnungen investiert in Regionen mit Wohnungsmangel. Zum einen deutlich geringe Kaufnebenkosten bei Neubau (3-5%), zum anderen gibt es bei Vermietung bis zu 21% des Neubaukaufpreises als Steuerrabbat über 12 Jahre vom Steueramt zurück, wenn man die Wohnung an Menschen mit mittleren Einkommen zu bestimmten Konditionen vermietet. Klientel sind Menschen die zu reich für Sozialwohnungen sind, dennoch nicht so leicht eine Wohnung finden. Kauft man sowas zur Anlage, reicht es vielen Bank oft, wenn man die 3-5% Kaufnebenkosten als EK mitbringt. Die elsässischen Grenzgemeiden zu Basel zählen übrigens zu der Zone, die von den Vergünstigungen profitieren (Loi Pinel, Zone B1).

  3. Zinslose Darlehen für Neubauten (Häuser und Wohnungen) für Bauherren bzw. Familien zum Eigennutz, mit mittleren Einkommen, in Regionen mit Wohnraummangel. Diese Darlehen können je nach Region und familiärer Situation gerne mal knapp die Hälfte des Gesamtdarlehens ausmachen, die Bank beantragt das für einen. Häufig wird das zinslose Staatsdarlehen gar als Ersatz für Eigenkapital angesehen. Daher sind Neubauten oft mit wenig Einkapital zu machen. Oft reichen die Kaufnebenkosten als EK. Die Hürden für Familien zum Kaufen/bauen sind gering, man kommt früh ins Eigenheim und siehe 4) ist man früh schuldenfrei.

  4. Es gibt keine ultra langen Kreditlaufzeiten. Bei Neubauten maximal 27 Jahre, sonst 25, die Regel sind bei vielen Banken eher 20 Jahre. In der Zeit muss eine Immobilie abbezahlt sein. Daher denken die Käufer trotz niedriger Zinsen zweimal darüber nach, ob man wirklich jeden Preis bezahlen sollte. In DE oder der CH bekommt man für 1000 Monatsrate bei 1% Zins und 1% Tilgung ca. 600k Darlehen. Bei 1000 Euro Monatsrate gibt es in Frankreich maximal ca. 300k. Somit wird bei gleichem Einkommen automatisch weniger für eine Immobilie geboten. Übertreibungen werden vermieden und in ca. 20 Jahren sind Immobilieneigentümer schuldenfrei. Durchschnitt in F ist: mit 30 wird gekauft oder gebaut, mit 50 schuldenfrei.

Es gibt noch einige andere Vorteile. Es wird häufig auch mehr und leichter Bauland ausgewiesen und beim Bauen gibt es weniger Bürokratie. Darauf kann ich in einem anderen Beitrag eingehen.

antworten
WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

D-CH-F schrieb am 27.02.2021:

In Frankreich gibt es einige tolle Dinge im Bereich Wohnungspolitik, wovon Deutschland und andere Länder was lernen könnten.

  1. Sozialer Wohnungsbau. Städte ab einer gewissen Grösse (3500 Einwohner) in Gebieten mit Wohnungsmangel mindestens 20 Prozent geförderten Wohnraum anbieten oder eine Strafe bezahlen, damit dieser Wohnraum woanders erstellt werden kann.

  2. Steuervergünstigungen für Anleger. Dabei gibt es Steueranreize, wenn man in Neubauwohnungen investiert in Regionen mit Wohnungsmangel. Zum einen deutlich geringe Kaufnebenkosten bei Neubau (3-5%), zum anderen gibt es bei Vermietung bis zu 21% des Neubaukaufpreises als Steuerrabbat über 12 Jahre vom Steueramt zurück, wenn man die Wohnung an Menschen mit mittleren Einkommen zu bestimmten Konditionen vermietet. Klientel sind Menschen die zu reich für Sozialwohnungen sind, dennoch nicht so leicht eine Wohnung finden. Kauft man sowas zur Anlage, reicht es vielen Bank oft, wenn man die 3-5% Kaufnebenkosten als EK mitbringt. Die elsässischen Grenzgemeiden zu Basel zählen übrigens zu der Zone, die von den Vergünstigungen profitieren (Loi Pinel, Zone B1).

  3. Zinslose Darlehen für Neubauten (Häuser und Wohnungen) für Bauherren bzw. Familien zum Eigennutz, mit mittleren Einkommen, in Regionen mit Wohnraummangel. Diese Darlehen können je nach Region und familiärer Situation gerne mal knapp die Hälfte des Gesamtdarlehens ausmachen, die Bank beantragt das für einen. Häufig wird das zinslose Staatsdarlehen gar als Ersatz für Eigenkapital angesehen. Daher sind Neubauten oft mit wenig Einkapital zu machen. Oft reichen die Kaufnebenkosten als EK. Die Hürden für Familien zum Kaufen/bauen sind gering, man kommt früh ins Eigenheim und siehe 4) ist man früh schuldenfrei.

  4. Es gibt keine ultra langen Kreditlaufzeiten. Bei Neubauten maximal 27 Jahre, sonst 25, die Regel sind bei vielen Banken eher 20 Jahre. In der Zeit muss eine Immobilie abbezahlt sein. Daher denken die Käufer trotz niedriger Zinsen zweimal darüber nach, ob man wirklich jeden Preis bezahlen sollte. In DE oder der CH bekommt man für 1000 Monatsrate bei 1% Zins und 1% Tilgung ca. 600k Darlehen. Bei 1000 Euro Monatsrate gibt es in Frankreich maximal ca. 300k. Somit wird bei gleichem Einkommen automatisch weniger für eine Immobilie geboten. Übertreibungen werden vermieden und in ca. 20 Jahren sind Immobilieneigentümer schuldenfrei. Durchschnitt in F ist: mit 30 wird gekauft oder gebaut, mit 50 schuldenfrei.

Es gibt noch einige andere Vorteile. Es wird häufig auch mehr und leichter Bauland ausgewiesen und beim Bauen gibt es weniger Bürokratie. Darauf kann ich in einem anderen Beitrag eingehen.

Zu deinem 3. Punkt: Sieht man denn wirklich, dass das zu weniger starken Preisanstiegen führt?
Ich hätte die Befürchtung, dass so eine Regel auch den Effekt zur Folge haben kann, dass man ohne Erbe oder sonstiges hohes Eigenkapital keine Chance mehr auf "bessere" Häuser hat. Ähnlich wie man es hier in einigen Regionen schon beobachtet.

Helfen würde wahrscheinlich wirklich nur die großzügige Ausweisung von neuem Bauland. Aber da stellen sich ja auch alle quer.
Ist halt so, dass die Interessen von Immobilienbesitzern häufig gegensätzlich zu den von Kaufinteressenten steht. Hab ich auch schon im Umfeld erlebt, kein Jahr nach dem Kauf hatten sich fast alle Ansichten gedreht und man wollte natürlich nichtmehr dass Preise fallen oder einem die Aussicht zugebaut wird.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

hast dir dich schon selbst für Frage beantwortet. Interesse Immobilieninteressenten vs Besitzer. manche sind halt eher gewillt sich über die Rente hinaus zu verschuldem... die wollen dann natürlich auch nicht dass der Preis der Immobilie sinkt (Tut er aber langfristig :) ) .
Wenn die Leute gar nicht die Möglichkeit haben sich so lange zu Verschulden treiben die den Preis auch nicht nach oben.

WiWi Gast schrieb am 28.02.2021:

D-CH-F schrieb am 27.02.2021:

In Frankreich gibt es einige tolle Dinge im Bereich Wohnungspolitik, wovon Deutschland und andere Länder was lernen könnten.

  1. Sozialer Wohnungsbau. Städte ab einer gewissen Grösse (3500 Einwohner) in Gebieten mit Wohnungsmangel mindestens 20 Prozent geförderten Wohnraum anbieten oder eine Strafe bezahlen, damit dieser Wohnraum woanders erstellt werden kann.

  2. Steuervergünstigungen für Anleger. Dabei gibt es Steueranreize, wenn man in Neubauwohnungen investiert in Regionen mit Wohnungsmangel. Zum einen deutlich geringe Kaufnebenkosten bei Neubau (3-5%), zum anderen gibt es bei Vermietung bis zu 21% des Neubaukaufpreises als Steuerrabbat über 12 Jahre vom Steueramt zurück, wenn man die Wohnung an Menschen mit mittleren Einkommen zu bestimmten Konditionen vermietet. Klientel sind Menschen die zu reich für Sozialwohnungen sind, dennoch nicht so leicht eine Wohnung finden. Kauft man sowas zur Anlage, reicht es vielen Bank oft, wenn man die 3-5% Kaufnebenkosten als EK mitbringt. Die elsässischen Grenzgemeiden zu Basel zählen übrigens zu der Zone, die von den Vergünstigungen profitieren (Loi Pinel, Zone B1).

  3. Zinslose Darlehen für Neubauten (Häuser und Wohnungen) für Bauherren bzw. Familien zum Eigennutz, mit mittleren Einkommen, in Regionen mit Wohnraummangel. Diese Darlehen können je nach Region und familiärer Situation gerne mal knapp die Hälfte des Gesamtdarlehens ausmachen, die Bank beantragt das für einen. Häufig wird das zinslose Staatsdarlehen gar als Ersatz für Eigenkapital angesehen. Daher sind Neubauten oft mit wenig Einkapital zu machen. Oft reichen die Kaufnebenkosten als EK. Die Hürden für Familien zum Kaufen/bauen sind gering, man kommt früh ins Eigenheim und siehe 4) ist man früh schuldenfrei.

  4. Es gibt keine ultra langen Kreditlaufzeiten. Bei Neubauten maximal 27 Jahre, sonst 25, die Regel sind bei vielen Banken eher 20 Jahre. In der Zeit muss eine Immobilie abbezahlt sein. Daher denken die Käufer trotz niedriger Zinsen zweimal darüber nach, ob man wirklich jeden Preis bezahlen sollte. In DE oder der CH bekommt man für 1000 Monatsrate bei 1% Zins und 1% Tilgung ca. 600k Darlehen. Bei 1000 Euro Monatsrate gibt es in Frankreich maximal ca. 300k. Somit wird bei gleichem Einkommen automatisch weniger für eine Immobilie geboten. Übertreibungen werden vermieden und in ca. 20 Jahren sind Immobilieneigentümer schuldenfrei. Durchschnitt in F ist: mit 30 wird gekauft oder gebaut, mit 50 schuldenfrei.

Es gibt noch einige andere Vorteile. Es wird häufig auch mehr und leichter Bauland ausgewiesen und beim Bauen gibt es weniger Bürokratie. Darauf kann ich in einem anderen Beitrag eingehen.

Zu deinem 3. Punkt: Sieht man denn wirklich, dass das zu weniger starken Preisanstiegen führt?
Ich hätte die Befürchtung, dass so eine Regel auch den Effekt zur Folge haben kann, dass man ohne Erbe oder sonstiges hohes Eigenkapital keine Chance mehr auf "bessere" Häuser hat. Ähnlich wie man es hier in einigen Regionen schon beobachtet.

Helfen würde wahrscheinlich wirklich nur die großzügige Ausweisung von neuem Bauland. Aber da stellen sich ja auch alle quer.
Ist halt so, dass die Interessen von Immobilienbesitzern häufig gegensätzlich zu den von Kaufinteressenten steht. Hab ich auch schon im Umfeld erlebt, kein Jahr nach dem Kauf hatten sich fast alle Ansichten gedreht und man wollte natürlich nichtmehr dass Preise fallen oder einem die Aussicht zugebaut wird.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

In Wiesbaden hatte die Politiker mit allen Mitteln versucht, die City-Bahn durch zu setzen. Der Widerstand in der Bevölkerung war aber enorm stark. Wir haben hier jetzt viele Fahrradspuren auf den Strassen, von der Politik durchgesetzt, auf denen kaum mal ein Fahrrad zu sehen ist. Dafür stehen die Autos im Stau und belasten die Luftqualität. Die Bürger lassen sich nicht mehr alles gefallen!

WiWi Gast schrieb am 27.02.2021:

Die Menschen, die in der Stadt leben, wollen mehrheitlich halt keine bessere Verkehrsanbindung des Umlands. Beispiel: Im letzten Jahr wurde in Wiesbaden die Citybahn von der Bevölkerung in einer Abstimmung abgelehnt. Man war nicht bereit, die ganzen Erschwernisse wie Verknappung des Verkehrsraums, Lärm u.s.w. zu akzeptieren.

Menschen lehnen pauschal immer das ab, was ihnen vermeintlich kurzfristig einen persönlichen Nachteil bringt. Dann meckern sie aber 20 Jahre später, dass ihnen die Arbeitsplätze und die jungen Menschen abwandern...
Erlebe ich hier in der Region jeden Tag. Seit Jahrzehnten weigert man sich die Verkehrsprobleme anzugehen aber wundert sich, warum sich weder Unternehmen noch Arbeitnehmer hier ansiedeln wollen.
Aber solange Kommunen und Städte ja beliebig weiter Schulden machen können und Geld von Land/Bund geschenkt bekommen, wird sich das auch nicht ändern.

Die Tatsache, dass man überhaupt gegen wichtige infrastrukturelle Projekte klagen (und gewinnen) kann, ist halt ein Kernproblem in Deutschland:
Verkehrswende - zu viele Klagen gegen neue Bahnstrecken/Straßenbahnen etc.
Energiewende - zu viele Klagen gegen Windräder etc.
Industrie - zu viele Klagen gegen neue Gewerbeparks, Industriegebiete etc.

Du hast heutzutage in Deutschland nur noch eine Chance ein Projekt durchzubringen, wenn du die Top-Politik im Rücken hast (siehe Braunkohletagebau, BER, Stuttgart 21, Tesla Grünheide etc.). Aber das passiert logischerweise nur bei Sachen, wo viel Geld im Spiel ist.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Vermietung und Verkauf sind zwei grundverschiedene Angelegenheiten. Auch jüngere Vermieter versuchen bei guten Mietern nicht das letzte rauszuholen, weil man solche Mieter halten möchte. Bei einem Verkauf geht es aber um das Abgeben der Immobilie an neue Eigentümer. Wenn der nicht zur Familie gehört, gibt es wirklich keinen Grund, nicht den maximal möglichen Preis zu realisieren. Da gibt es wirklich keinen Grund, einer fremden Person / Familie etwas gutes zu tun. Sehr oft wird das Verkaufsergebnis auch mit Kindern und Enkeln geteilt. Und / oder man braucht es, um in einer guten Seniorenresidenz wohnen zu können. Alles andere sind Illusionen!

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Nochmal der mit der Freundin. Genau dieses denken was ihr habt, bringt uns dahin wo wir bald sind: Jede Holzhütte muss zum absoluten Maximum verkauft werden. Jeder Scheiss wird bald unbezahlbar.

Die Generation 70+ tickt aber genau hier noch anders. Hier geht es auch manchmal um die gute Tat oder einen Freundschaftsdienst. Das vergessen einfach viele.

Mein Vater hat ne Immobilie mit 3 Wohnungen drin. In meinen Augen vermietet der locker 200 Euro pro Partei zu wenig. Seine Aussage dazu: Ja und? Dafür hab ich mieter die 20 Jahre drin wohnen, pünktlich zahlen und das Haus pflegen.
Und ja, ich hätte die Miete schon xmal angepasst. Aber andere Generationen ticken da eben anders.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

In deiner Welt gibt es da vielleicht keine Gründe, aber es gibt immer noch Menschen draußen, denen es nicht nur auf Profit ankommt. Es werden weniger, aber es gibt sie noch. Habe ich selbst erlebt. Sei es weil sie eine emotionale Bindung zum Haus haben, sowieso keine Erben haben oder auch einfach jemandem etwas gutes tun wollen (und trotzdem noch mit Plus raus gehen).

WiWi Gast schrieb am 09.03.2021:

Vermietung und Verkauf sind zwei grundverschiedene Angelegenheiten. Auch jüngere Vermieter versuchen bei guten Mietern nicht das letzte rauszuholen, weil man solche Mieter halten möchte. Bei einem Verkauf geht es aber um das Abgeben der Immobilie an neue Eigentümer. Wenn der nicht zur Familie gehört, gibt es wirklich keinen Grund, nicht den maximal möglichen Preis zu realisieren. Da gibt es wirklich keinen Grund, einer fremden Person / Familie etwas gutes zu tun. Sehr oft wird das Verkaufsergebnis auch mit Kindern und Enkeln geteilt. Und / oder man braucht es, um in einer guten Seniorenresidenz wohnen zu können. Alles andere sind Illusionen!

WiWi Gast schrieb am 23.02.2021:

Nochmal der mit der Freundin. Genau dieses denken was ihr habt, bringt uns dahin wo wir bald sind: Jede Holzhütte muss zum absoluten Maximum verkauft werden. Jeder Scheiss wird bald unbezahlbar.

Die Generation 70+ tickt aber genau hier noch anders. Hier geht es auch manchmal um die gute Tat oder einen Freundschaftsdienst. Das vergessen einfach viele.

Mein Vater hat ne Immobilie mit 3 Wohnungen drin. In meinen Augen vermietet der locker 200 Euro pro Partei zu wenig. Seine Aussage dazu: Ja und? Dafür hab ich mieter die 20 Jahre drin wohnen, pünktlich zahlen und das Haus pflegen.
Und ja, ich hätte die Miete schon xmal angepasst. Aber andere Generationen ticken da eben anders.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Wenn du lt. eigenen Aussagen mehrere Millionen (10+) mit 90+x Jahren auf dem Konto hast, geierst du nicht mehr nach den letzten 100k+. Für was? Da "kauft" man sich so lieber die Gutwilligkeit der Enkelin, die nun in Laufweite einzieht und dann auch mal Botengänge, etc machen kann, wenn es einem gesundheitlich nicht mehr ganz so gut geht.

Die älteren Damen kannten sich und wollten eben der einen Enkelin etwas gutes tun. Ist in der heutigen Gesellschaft vllt nicht mehr so häufig aber existent.

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WiWi Gast

Immobilien unter der Hand

Wer mehrere Millionen auf dem Konto hat wohnt nicht im Altersheim. Da gibt es viel bessere Optionen.

WiWi Gast schrieb am 09.03.2021:

Wenn du lt. eigenen Aussagen mehrere Millionen (10+) mit 90+x Jahren auf dem Konto hast, geierst du nicht mehr nach den letzten 100k+. Für was? Da "kauft" man sich so lieber die Gutwilligkeit der Enkelin, die nun in Laufweite einzieht und dann auch mal Botengänge, etc machen kann, wenn es einem gesundheitlich nicht mehr ganz so gut geht.

Die älteren Damen kannten sich und wollten eben der einen Enkelin etwas gutes tun. Ist in der heutigen Gesellschaft vllt nicht mehr so häufig aber existent.

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