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ImmobilienImmobilienpreise

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

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WiWi Gast

Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Nachdem hier ja sehr oft zu recht beschrieben wird, wie die immobilienpreise in ballungszentren astronomische höhen erreichen interessiert es mich sehr, was ihr denkt wann denn die preise wieder stark fallen?

Sicherlich wird eine anhebung des leitzins einen extremen effekt haben, aber ich denke es gibt außerdem noch andere faktoren wie zb

  • digitalisierung der arbeit (homeoffice, virtuelles büro etc)
  • expansion der lieferung von waren nach hause (einkäufe lebensmittel etc)
  • ghettoisierung in arme und reiche, damit zerstörung oder min. starke minderung der attraktivität von städten
  • gepaart mit beschriebenem krassen anstieg der kaufpreise
  • ggf sogar manchmal sicherheitsbedenken
    und bestimmt noch einiges, was mir bisher noch nicht eingefallen ist.

All das würde für ein leben in kleineren/ ländlicheren strukturen sprechen bzw es stark fördern.

Und alle paar wochen ins gute restaurant/ theater ist natürlich trotzdem drin - sonst eben grillparty mit freunden/nachbarn.

Was denkt ihr dazu?

Wie lange wird es dauern?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Es gibt keinen Automatismus, der für fallende Preise sorgt. Die Preise sind seit dem Boom zu Beginn der 90er nahezu nicht gestiegen, es spricht also einiges für einen Nachholeffekt. Schaut man sich zusätzlich die mittelfristige Demographie an, sieht man, dass parallel zur aktuellen Entwicklung die Alterskohorte, die typischerweise Immobilien kauft, ein ca. 15 jähriges Zwischen hoch erreicht. Erst in ca. 10 Jahren wird dieser Einfluss abebben.

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Bateman

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Das dauert bis wie neue Lösungen in der Verkehrstechnik haben. Alles andere wirkt sich nur marginal aus.

Eine langanhaltende Rezession wird die Preise auch drücken, siehe 2009. Damals wollte wegen der Unsicherheit kaum einer kaufen, die Immobilien sind fast verschenkt worden. Jetzt kauft jeder, die Preise sind durch die Decke gegangen.

Übrigens sind auch die Baukosten für die Bauträger gestiegen, wegen der unsäglichen Energieeffizientvorschriften. Auch deswegen werden Objekte teurer.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Es gibt grundsätzlich zwei Käufergruppen. Junge Familien mit dem Wunsch nach einem haus, was nur ausserhalb der Städte finanzierbar ist, und junge Singles und jüngere Senioren Ü60.

Letztere wollen die Häuser aus ihrer Familienphase loswerden und möchten eine schöne Wohnung in der Stadt. Junge Singles suchen auch die Stadtwohnung.

Das eigentliche Problem ist, dass es in den Städten kaum Neubau gibt, weil keine Grundstücke für Bauträger verfügbar sind. Bestandswohnungen erfüllen nicht die Ansprüche an Komfort. Kleine Grundrisse, kein Gäste-WC, kein Aufzug, keine Tiefgarage u.s.w. Komfortwohnungen werden immer teurer, weil die Nachrage viel grösser ist als das Angebot.

Fazit: Die Landflucht geht weiter. Und der Verkauf eines Hauses im Grünen reicht nicht aus, um die gewünschte schöne Stadtwohnung zu finanzieren.

Lounge Gast schrieb:

Nachdem hier ja sehr oft zu recht beschrieben wird, wie die
immobilienpreise in ballungszentren astronomische höhen
erreichen interessiert es mich sehr, was ihr denkt wann denn
die preise wieder stark fallen?

Sicherlich wird eine anhebung des leitzins einen extremen
effekt haben, aber ich denke es gibt außerdem noch andere
faktoren wie zb

  • digitalisierung der arbeit (homeoffice, virtuelles büro etc)
  • expansion der lieferung von waren nach hause (einkäufe
    lebensmittel etc)
  • ghettoisierung in arme und reiche, damit zerstörung oder
    min. starke minderung der attraktivität von städten
  • gepaart mit beschriebenem krassen anstieg der kaufpreise
  • ggf sogar manchmal sicherheitsbedenken
    und bestimmt noch einiges, was mir bisher noch nicht
    eingefallen ist.

All das würde für ein leben in kleineren/ ländlicheren
strukturen sprechen bzw es stark fördern.

Und alle paar wochen ins gute restaurant/ theater ist
natürlich trotzdem drin - sonst eben grillparty mit
freunden/nachbarn.

Was denkt ihr dazu?

Wie lange wird es dauern?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Man kann auch bestehende Immobilien umbauen. Ich habe das gerade erst hinter mir und habe aus einer 3 Zimmer Wohnung mit 95QM eine Wohnung mit 2 großen Zimmern gemacht. Ich habe ca. pro QM 13k? verbraucht allerdings alles mit Naturmaterialien, Fussbodenheizung, Einbauschränken etc.. das geht somit auch deutlich billiger.

Lounge Gast schrieb:

Es gibt grundsätzlich zwei Käufergruppen. Junge Familien mit
dem Wunsch nach einem haus, was nur ausserhalb der Städte
finanzierbar ist, und junge Singles und jüngere Senioren Ü60.

Letztere wollen die Häuser aus ihrer Familienphase loswerden
und möchten eine schöne Wohnung in der Stadt. Junge Singles
suchen auch die Stadtwohnung.

Das eigentliche Problem ist, dass es in den Städten kaum
Neubau gibt, weil keine Grundstücke für Bauträger verfügbar
sind. Bestandswohnungen erfüllen nicht die Ansprüche an
Komfort. Kleine Grundrisse, kein Gäste-WC, kein Aufzug, keine
Tiefgarage u.s.w. Komfortwohnungen werden immer teurer, weil
die Nachrage viel grösser ist als das Angebot.

Fazit: Die Landflucht geht weiter. Und der Verkauf eines
Hauses im Grünen reicht nicht aus, um die gewünschte schöne
Stadtwohnung zu finanzieren.

Lounge Gast schrieb:

Nachdem hier ja sehr oft zu recht beschrieben wird, wie
die
immobilienpreise in ballungszentren astronomische höhen
erreichen interessiert es mich sehr, was ihr denkt wann
denn
die preise wieder stark fallen?

Sicherlich wird eine anhebung des leitzins einen extremen
effekt haben, aber ich denke es gibt außerdem noch andere
faktoren wie zb

  • digitalisierung der arbeit (homeoffice, virtuelles
    büro etc)
  • expansion der lieferung von waren nach hause (einkäufe
    lebensmittel etc)
  • ghettoisierung in arme und reiche, damit zerstörung oder
    min. starke minderung der attraktivität von städten
  • gepaart mit beschriebenem krassen anstieg der kaufpreise
  • ggf sogar manchmal sicherheitsbedenken
    und bestimmt noch einiges, was mir bisher noch nicht
    eingefallen ist.

All das würde für ein leben in kleineren/ ländlicheren
strukturen sprechen bzw es stark fördern.

Und alle paar wochen ins gute restaurant/ theater ist
natürlich trotzdem drin - sonst eben grillparty mit
freunden/nachbarn.

Was denkt ihr dazu?

Wie lange wird es dauern?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

mal die Sicht einer "Landfamilie"... (beide Mitte 30, 3 Kinder von 4-8)

Der Ort hat 3.000 Einwohner (Arzt, Apotheke, Einkaufen, KiTa, KiGa(k.3), Grundschule (k.2+1), Sportverein), die Schule bis Klasse 10 im Nachbarort (4.000 Einwohner; 3km weg); das Gymnasium in der Stadt (35.000 Einwohner; 10km weg) und die nächste Fachhochschule ca. 60km weg

jeder zwischen 45-50 k? p.a. (B.Sc.(FACT) / B.Sc.(Eng.)); Arbeitswege ca 20-30 Minuten, ein Tag die Woche Homeoffice

freistehendes EFH (BJ 1980) mit 180qm Wohnfläche (600qm Grundstück; Sackgassenendlage) vor 3 Jahren für 150k gekauft + 35k Modernisierung investiert (Heizung+Fenster+Türen) -- wird komplett 15 Jahre nach Kauf abbezahlt sein...

Schuldenfreies Eigentum mit Ende 40.....

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Lounge Gast schrieb:

mal die Sicht einer "Landfamilie"... (beide Mitte
30, 3 Kinder von 4-8)

Der Ort hat 3.000 Einwohner (Arzt, Apotheke, Einkaufen, KiTa,
KiGa(k.3), Grundschule (k.2+1), Sportverein), die Schule bis
Klasse 10 im Nachbarort (4.000 Einwohner; 3km weg); das
Gymnasium in der Stadt (35.000 Einwohner; 10km weg) und die
nächste Fachhochschule ca. 60km weg

jeder zwischen 45-50 k? p.a. (B.Sc.(FACT) / B.Sc.(Eng.));
Arbeitswege ca 20-30 Minuten, ein Tag die Woche Homeoffice

freistehendes EFH (BJ 1980) mit 180qm Wohnfläche (600qm
Grundstück; Sackgassenendlage) vor 3 Jahren für 150k gekauft

  • 35k Modernisierung investiert (Heizung+Fenster+Türen) --
    wird komplett 15 Jahre nach Kauf abbezahlt sein...

Schuldenfreies Eigentum mit Ende 40.....

So sollte man's machen. Da lach ich doch auf jeden der jammert, man könne sich heutzutage nichts mehr leisten, aber unbedingt in München wohnen muss.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

In welcher Region'?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Das Haus auf dem Land will dann aber in der Regel niemand anderes mehr haben. Die Kinder werden es im Erbfall für einen Appel und ein Ei verscherbeln.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Die Geschichte mit "alle wollen in die Innenstadt" ist ein Modetrend. Es gibt Gegenden, da ist es genau umgekehrt. Im Ruhrpott sind die besten Gegenden nicht im Zentrum, dort wohnen eher die Armen, die da wohnen müssen, weil sie sich kein Auto leisten können. Noch vor 20 Jahren wollten die Reichen viel lieber ausserhalb leben, bei Luft, Licht und Natur statt in der stickigen Innenstadt wo man Nachts dröhnender Krach aus Kneipen und Besoffene auf der Straße hört. Vor 30 Jahren wäre niemand mit Geld in so eine Gegend gezogen. Heute nennt sich sowas "urbanes Lebensfühl" und es gibt tatsächlich Leute mit zu viel Geld die dafür auch noch sehr hohe Preise bezahlen.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Genau das sehe ich im Bekanntenkreis. Die geerbten Häuser außerhalb der Ballungsgebiete werden sofort verkauft. Wegen geringer Nachfrage auch super billig. Mit dem Geld wird dann eine alte ETW in der Stadt angezahlt. Zur Kapitalanlage.

Lounge Gast schrieb:

Das Haus auf dem Land will dann aber in der Regel niemand
anderes mehr haben. Die Kinder werden es im Erbfall für einen
Appel und ein Ei verscherbeln.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Aber genau darum geht es doch hier bei diesem thema:

Wann wird es sich wieder drehen - wann werden die menschen wieder ländlichere Gegenden präferieren und was könnten entsprechend beeinflussende Faktoren sein?

antworten
Vertriebsmensch

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Noch ein "Land"beispiel

Familie mit 5 Kindern (2-18 Jahre), strukturschwaches Gebiet, Haus 260qm, BJ1955 aber auf neuerem Stand (Pelletszentralheizung, Kunststoffenster, 1x Doppel 1x Einzelgarage, 580qm Grund für 90.000 EUR...... Im Haus verteilt 4 Bäder mit insg. 5 WCs.....

Stadt hat 10.000 Einwohner, Kaufland/LIDL/ALDI/NETTO/NORMA/REWE EDEKA, Krankenhaus, Gymnasium, Grundschule, Fachhochschule, Freibad+Hallenbad.

Einkommen zw. Brutto 70-100k ich, Frau derzeit Minijob 300 EUR Netto.

Hausfinanzierung wurde auch noch gefördert, da man Familien hier her bringen will, 38k als zinsloses Darlehen auf 10 Jahre.

Ja, wird dann auch beim Verkauf nur den Kaufpreis wieder einspielen, das ist uns aber relativ egal. Lässt sich auch in einzelen Wohnungen umbauen und vermieten.

Hier lässt es sich für sein Geld richtig gut leben......

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Und "gut leben" heisst eben für jeden was anderen, ob nun Mayfair oder Mechtersen.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Es wird den Kaufpreis wohl kaum einspielen. Allein schon wegen der Abnutzung. Häuser sind oft Geldverbrennungsmaschinen (unabhängig vom Kaufpreis), die gerne unterschätzt werden. Meines Erachtens kann es das einer Familie aber auch wert sein.

Zur Entwicklung: Wann hat die begonnen? Mit der Industrialisierung? Fakt ist: Wenn ich in der Stadt arbeite, brauche ich auch eine Unterkunft in einer erreichbaren Nähe.

Meiner Meinung nach gibt es genügend Gründe für eine Fortsetzung und auch für ein Ende des aktuellen Trends. Ich würde mich nicht festlegen wollen. Warum auch? Mein international diversifiziertes Portfolio an Wertpapieren erlaubt mir Flexibilität und die Sicherheit, dass sich die Weltwirtschaft wohl weiterhin aus jeder Krise wird befreien können. Kann bei einzelnen Orten anders aussehen.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Meistens ist es so, dass sich der Innenstadtbereich in verschiedene Quartiere gliedert. Die Fußgängerzone mit wenigen Wohnungen, die Migrantenviertel mit sozialen Problemen und die besseren innenstadtnahen Villengegenden, wo dann eine Gründerzeitvilla 3 Mios. kostet. Zusätzlich noch neue Komfortwohnungen. Die Unterschicht wird aus den besseren Gegenden durch die hohen Preise ferngehalten. Das, was heute noch als Verkehrsemissionen negativ wahrgenommen wird, kann morgen schon passe sein. Elektroautos haben keine Abgase. Die Abrollgeräusche der Reifen werden auch immer weniger. => Die Stadt wird noch attraktiver. Die wirklich sozial Schwachen wohnen auch heute schon sehr oft in den Vororten, weil da in den 60er und 70er Wohnungen gebaut wurden, die heute als unattraktiv gelten und deshalb billig sind. Auto braucht man da nicht, der Stadtbus reicht.

Lounge Gast schrieb:

Die Geschichte mit "alle wollen in die Innenstadt"
ist ein Modetrend. Es gibt Gegenden, da ist es genau
umgekehrt. Im Ruhrpott sind die besten Gegenden nicht im
Zentrum, dort wohnen eher die Armen, die da wohnen müssen,
weil sie sich kein Auto leisten können. Noch vor 20 Jahren
wollten die Reichen viel lieber ausserhalb leben, bei Luft,
Licht und Natur statt in der stickigen Innenstadt wo man
Nachts dröhnender Krach aus Kneipen und Besoffene auf der
Straße hört. Vor 30 Jahren wäre niemand mit Geld in so eine
Gegend gezogen. Heute nennt sich sowas "urbanes
Lebensfühl" und es gibt tatsächlich Leute mit zu viel
Geld die dafür auch noch sehr hohe Preise bezahlen.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

In der Geschichte der Menschheit gab es außerhalb von Kriegen nur ein einziges Mal einen Trend zur Stadtflucht und das war von den 70er Jahren bis Anfang der 90er Jahre mit der Verbreitung von Autos. In dieser Zeit schwollen die Vororte im Umland der Städte an und die Armen wurden im Kern der Metropolregion zurückgelassen. Die steigende Kriminalität hat dann auch die restlichen normalen Leute aus der Stadt getrieben. Es handelte sich hier aber auch nur um eine Verschiebung vom Stadtkern hin zum Umland. Heute sind unsere großen Städte Metropolregionen, in denen sowohl die eigentliche Großstadt als auch ihr Umland mit zahlreichen Vororten wächst. Und die Kernstädte sind schon längst wieder hochattraktiv.

Ich glaube nicht, dass es wieder zu einer Stadtflucht kommen wird. Die Süddeutsche Zeitung hatte mal vor zwei Jahren einen Artikel über das Thema. Hier haben Journalisten ausgerechnet, was die wirklichen Kosten sind, wenn man in in den verschiedenen Stadtteilen von München, in den Vororten oder in etwas weiter draußen Gelegenen Käffern wie Landsberg am Lech (von wo aus man theoretisch immer noch gut Pendeln könnte) wohnt. Das Ergebnis war, dass die weiter außerhalb gelegenen Lagen der Metropolregion oftmals sogar teurer sind, weil hohe Pendelkosten zur Miete hinzukommen. Dass man billig auf dem Land leben kann, ist eine Lebenslüge. Es ist eher so, dass man genauso teuer lebt, nur dass man sich mehr Platz durch lange Pendelzeiten erkauft.

Weltweit gesehen gibt es überall den Trend hin zu Stadt. In Hong Kong macht derzeit der 5. Apple Store auf, während man 200km außerhalb noch keinen elektrischen Strom hat und wahrscheinlich nie haben wird. Denn der Bau in die Fläche ist finanziell und ökologisch deutlich ungünstiger als in Ballungsräumen.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Aber genau da sich wird ja in Zukunft viel tun:

  • Pendeln wird entweder durch das Virtuelle Büro obsolet oder durch selbstfahrende Autos wesentlich billiger und effizienter
  • Durch die Fortschreitende Globalisierung und Digitalisierung wird es zunehmend unnötig Menschen in Ballungsgebieten zu konzentrieren.
    Es gibt schon heute viele neu gegründete Unternehmen die überhaupt kein Büro mehr besitzen und komplett dezentral organisiert sind.

Diese Veränderungen werden sich nicht von heute auf morgen bemerkbar machen und es wird nach wie vor genügend Gründe geben die für Städte sprechen (kulturuelles Angebot etc.),
aber es wird Menschen die aktuell ungern (aus logistischen Gründen)in der Stadt leben die Chance geben ohne größere Einschränkungen auf dem Land zu leben.

Kombiniert mit dem demographischen Wandel und der aktuellen Bauwut in den Städten könnte das durchaus zu fallenden Preisen in der mittel- bis langfristigen Zukunft führen.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Naja, Autos und Internet gibt es ja schon lange. Aber das hat alles nicht dazu geführt, dass die Menschen wieder in die Fläche gehen. Ich sehe nicht, dass da in Zukunft noch ein weiterer Durchbruch kommt.

Homeoffice widerspricht dem sozialen Bedürfnissen von Menschen. Du kannst Mitarbeiter im Homeoffice nicht kontrollieren. Die Zusammenarbeit ist via E-Mail und Telefon schwieriger. Ich sehe es in meinem Job. Ein reales Treffen erleichtert die Zusammenarbeit sehr. Deshalb suchen sich Firmen auch ihre Berater in der Regel in der Region oder besser noch in derselben Stadt. Weit entfernte Mandate gibt es zwar auch, aber sie sind eine Ausnahme und nicht die Regel. Zustande kommt das meisten auch nur dann, wenn der Mandant mal in derselben Stadt gewohnt hat und dann umzieht.

Du kannst heute alles nur erdenkliche im Internet bestellen, entweder von einem deutschen Shop oder auch direkt in Asien. Trotzdem boomen Einkaufsstraßen und Shoppingcenter. Gerade in Zeiten, wo man einfach alles im Internet bestellen kann, wird das Räumliche, Zentrale, Besondere aufgewertet. Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort - man sucht das "Erlebnis". Du kannst Musik für Bruchteile von Cent-Beträgen im Internet-Streamen. Aber das meiste Geld macht der Musiker heute mit Konzerten.

Ich glaube daher, dass die Anziehungskraft von Städten sogar noch weiter zunehmen wird, auch wenn das auf den ersten Blick der Intuition widerspricht.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Lounge Gast schrieb:

Naja, Autos und Internet gibt es ja schon lange. Aber das hat
alles nicht dazu geführt, dass die Menschen wieder in die
Fläche gehen. Ich sehe nicht, dass da in Zukunft noch ein
weiterer Durchbruch kommt.

Aber ja doch, nur alleine durch das Auto sind die heutigen Siedlungsstrukturen möglich. Lies mal bisschen Verkehrswesen 1. Semester. :)

Du kannst heute alles nur erdenkliche im Internet bestellen,
entweder von einem deutschen Shop oder auch direkt in Asien.
Trotzdem boomen Einkaufsstraßen und Shoppingcenter.

Tun sie nicht. Der Einzelhandel geht jämmerlich ein, es bleiben Ketten wie Aldi, Penny, Diska, Takko, H&M und Co.
Wo früher ein kleiner Händler war, sitzt jetzt der xte Fast-Food-Laden á la Subway...

Gerade in Zeiten, wo man einfach alles im Internet bestellen kann, wird
das Räumliche, Zentrale, Besondere aufgewertet. Zur richtigen
Zeit, am richtigen Ort - man sucht das "Erlebnis".
Du kannst Musik für Bruchteile von Cent-Beträgen im
Internet-Streamen. Aber das meiste Geld macht der Musiker
heute mit Konzerten.

Vor allem auch Festivals an irgendwelchen obskuren Orten am AdW sind sehr beliebt ja. Dort fährt dann jeder mit dem Auto hin. Irgend ein See meistens.

Ich glaube daher, dass die Anziehungskraft von Städten sogar
noch weiter zunehmen wird, auch wenn das auf den ersten Blick
der Intuition widerspricht.

Ja doch, das mag sein. Aber nicht wegen Lebensqualität, kümmerlichen Einkaufsstraßen oder so etwas, sondern weil es dort Jobs gibt. Und wer von weit weg her zieht, kennt sich nicht aus, kennt die besseren Vororte nicht und suchst sich einfach eine Wohnung mitten drin. Der Bequemlichkeit halber, das ist nichts anders als mit Handy- oder Stromtarifen, bleibt man dabei und zieht später nur selten an den optimalen Ort im Einzugsbereich.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Das Internet sorgt auch für Transparenz. Wer neu zuzieht, benutzt meistens die einschlägigen Suchmaschinen (Scout u.s.w.). Da kann man dann einen Radius um die Innenstadt angeben (z.B. 10 km). So sieht man auch das Preisgefüge und kann erkennen, was man sich leisten kann und was nicht. Innenstadt ist meistens total überteuert. Für viele bleiben so nur die Vororte und das Umland übrig.

Lounge Gast schrieb:

Und wer von weit weg her zieht, kennt sich
nicht aus, kennt die besseren Vororte nicht und suchst sich
einfach eine Wohnung mitten drin. Der Bequemlichkeit halber,
das ist nichts anders als mit Handy- oder Stromtarifen,
bleibt man dabei und zieht später nur selten an den optimalen
Ort im Einzugsbereich.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Es gibt aber auch viele Gegenden, da wohnen die Reichen in den Vororten und nur die Armen in der Innenstadt. Gerade Städte mit schönen Hügeln um die Stadt beherbergen ihre Reichen meist dort. Nehmen wir mal Stuttgart, da wohnen die Reichen in Degerloch oder am Killesberg, mit schönem Blick über die Stadt oder auch am Fraunkopf, so richtig ausserhalb.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Und warum macht Apple in Hong Kong schon den 5. Store auf, wenn der Einzelhandel angeblich eingeht? Du denkst wieder viel zu sehr in der Fläche. Die besonderen Läden boomen. Aber solche speziellen Läden lohnen sich nur in zentralen Lagen. Oder nimm die Königstraße in Stuttgart, ich denke nicht, dass die Geschäfte dort heute weniger Umsatz machen als vor 20 Jahren. Es muss dann aber die größte Einkaufsstraße im Umkreis von 200 km sein. Die kleinere Orte boomen nicht. Auch in München gibt es heute mehr und größere Einkaufszentrum als noch vor 20 Jahren. Vor ein paar Jahren hat in München ein neuer Media Markt aufgemacht. In Zeiten des Internet lohnt sich das aber nur, wenn er die größte in Deutschland ist...

Was ich allerdings nicht so ganz verstehe, warum gibt es nur noch in großen Städten Arbeit. Was haben die Leute früher auf dem Land gearbeitet? Da muss es doch irgendwie eine Verschiebung in der Wirtschaftsstruktur gegeben haben.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Zentrale Einkaufsstraßen in großen Städten (> 100k Einwohner) sind immer stark frequentiert, in mittleren und kleineren Städten hingegen sterben diese belebten "Ortskerne" immer mehr aus, weil die Menschen Shoppen als eine Art "Ausflug" in die nächstgrößere Stadt sehen und dort einen ganzen Tag verbringen. Vergleicht einfach mal einen Samstag in einer kleinen Stadt bei euch mit der nächsten Großstadt. In der kleinen/mittleren Stadt schließen die Läden um 14 Uhr, in der Großstadt kommen die Massen erst so um 11 oder 12 Uhr.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

In den 1960er Jahren wurden viele Vororte mit absolut hässlichen Schuhkartons bebaut. Da wohnen heute nur die, die sich absolut nichts anderes leisten können. In meiner näheren Umgebung gibt es auch so eine Siedlung. Da mache ich immer einen großen Bogen drum herum. Aber mit schöner Aussicht Richtung Stadt ... Die teuren Wohnungen sind hier innenstadtnah und stammen aus der Kaiserzeit.

Lounge Gast schrieb:

Es gibt aber auch viele Gegenden, da wohnen die Reichen in
den Vororten und nur die Armen in der Innenstadt. Gerade
Städte mit schönen Hügeln um die Stadt beherbergen ihre
Reichen meist dort. Nehmen wir mal Stuttgart, da wohnen die
Reichen in Degerloch oder am Killesberg, mit schönem Blick
über die Stadt oder auch am Fraunkopf, so richtig ausserhalb.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Meine Schätzung: Die Stadtflucht wird in ca. 10 Jahren einsetzen.

Die zu Grunde liegenden Größen für diese Schätzung waren (in letzen 50J) und immernoch sind : Erreichbarkeit vs. Bezahlbarkeit.

  • Die Bezahlberkeit ist eine "harte Größe" entweder hast die Möglichkeit oder nicht. Diejenigen die nicht hatten wichen dorthin wo es noch bezahlbar war.

  • Erreichbarkeit ist in Wirklichkeit das, was die Menschen in erster Linie interessiert. Zeit und (auch) Kosten für den Weg zur Arbeit, Einkaufmöglichkeiten, Schule für Kinder, med. Versorgung, und ect.

Sowas wie "Vorliebe für urbanes Filling" oder "ländliches Leben" hat es schon immer gegeben und wird weiterhin geben. Beide Gruppen werden weiterhin existieren, wenn man denen die freie Möglichkeit herfür lässt.

Jetzt zurück zu meiner Schätzung von 10 Jahren.

  1. Die Preise in den Städten sind mittlerweile so hoch, dass den Wohneigentum dort sich nur die wenigsten leisten können.
  2. Die erste Voraussetzung für den Trendumkehr ist somit vorhanden.
  3. Die Erreichbarkeit ist ein limitierender Faktor. Sind alle für Mensch wichtige Orte innerhalb von ca. 15 min erreichbar? Wenn ja, dann spricht nichts dagegen sich dort anzusiedeln.
  4. Die Erreichbarkeit ändert sich mit dem Alter. Ohne eigenen Auto ist diese eingeschränkt für Kinder und Jügendliche, sowie Rentner, die nicht mehr selbst fahren können.

In ca. 10 Jahren werden autonom fahrende Fahrzeuge serienmäßig produziert und für jeder man erschwinglich sein. Davon kann man heute fest ausgehen.
Dies würde Punkte 3. und 4. im wesentlichen beeinflüssen. Wenn du, um von A nach B zu kommen, nichts weiter tun must außer sich in den Wagen zu setzten und einen Sprachbefehl zu geben, fallen viele Schranken.
Kinder können durchgehend vom Kindergarten bis Oberstufe überall hin fahren, wenn es ihnen erlaubt wird: Schule, Sportverein, Kino, und ect. Die Alten bleiben länger mobil und müssen nicht mehr in die Stadt ziehen, um eigene (alterbedingt) eingeschränkte Erreichbarkeit zu kompensieren. Man kann auch eigenes Haus altersgerecht umbauen lassen, auch wenn das Haus nicht als ganzes genutzt wird. Heutzutage ist es auf jeden Fall die günstigere Variante.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich habe neulich einen Artikel über junge Ärzte gelesen. Es ist so gut wie unmöglich, diese für eine Praxis auf dem Land zu gewinnen. Die wollen alle in die Großstadt. Diese Präferenz ist gerade bei gut ausgebildeten jungen Leuten extrem. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich deren Lebensentwurf in 10 Jahren ändert.

Ich komme ursprünglich aus einer Kleinstadt aus einer ländlichen Gegend. Dass man erst 30 Minuten mit dem Auto herumfahren muss, um an sein Ziel zu kommen, wird aus meiner Sicht nicht dadurch attraktiver, dass der Computer fährt. Eher im Gegenteil, ich fahre lieber selbst.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Selbstfahrende Autos wird es geben. Aber der limitierende Faktor sind dann die Parkplätze. Kinder werden damit weder zur Schule noch zum Sportverein fahren können, weil es diese Parkplätze nicht gibt. Parken wird immer teurer werden.

Lounge Gast schrieb:

Meine Schätzung: Die Stadtflucht wird in ca. 10 Jahren
einsetzen.

Die zu Grunde liegenden Größen für diese Schätzung waren (in
letzen 50J) und immernoch sind : Erreichbarkeit vs.
Bezahlbarkeit.

  • Die Bezahlberkeit ist eine "harte Größe" entweder
    hast die Möglichkeit oder nicht. Diejenigen die nicht hatten
    wichen dorthin wo es noch bezahlbar war.

  • Erreichbarkeit ist in Wirklichkeit das, was die Menschen in
    erster Linie interessiert. Zeit und (auch) Kosten für den Weg
    zur Arbeit, Einkaufmöglichkeiten, Schule für Kinder, med.
    Versorgung, und ect.

Sowas wie "Vorliebe für urbanes Filling" oder
"ländliches Leben" hat es schon immer gegeben und
wird weiterhin geben. Beide Gruppen werden weiterhin
existieren, wenn man denen die freie Möglichkeit herfür lässt.

Jetzt zurück zu meiner Schätzung von 10 Jahren.

  1. Die Preise in den Städten sind mittlerweile so hoch, dass
    den Wohneigentum dort sich nur die wenigsten leisten können.
  2. Die erste Voraussetzung für den Trendumkehr ist somit
    vorhanden.
  3. Die Erreichbarkeit ist ein limitierender Faktor. Sind alle
    für Mensch wichtige Orte innerhalb von ca. 15 min erreichbar?
    Wenn ja, dann spricht nichts dagegen sich dort anzusiedeln.
  4. Die Erreichbarkeit ändert sich mit dem Alter. Ohne eigenen
    Auto ist diese eingeschränkt für Kinder und Jügendliche,
    sowie Rentner, die nicht mehr selbst fahren können.

In ca. 10 Jahren werden autonom fahrende Fahrzeuge
serienmäßig produziert und für jeder man erschwinglich sein.
Davon kann man heute fest ausgehen.
Dies würde Punkte 3. und 4. im wesentlichen beeinflüssen.
Wenn du, um von A nach B zu kommen, nichts weiter tun must
außer sich in den Wagen zu setzten und einen Sprachbefehl zu
geben, fallen viele Schranken.
Kinder können durchgehend vom Kindergarten bis Oberstufe
überall hin fahren, wenn es ihnen erlaubt wird: Schule,
Sportverein, Kino, und ect. Die Alten bleiben länger mobil
und müssen nicht mehr in die Stadt ziehen, um eigene
(alterbedingt) eingeschränkte Erreichbarkeit zu kompensieren.
Man kann auch eigenes Haus altersgerecht umbauen lassen, auch
wenn das Haus nicht als ganzes genutzt wird. Heutzutage ist
es auf jeden Fall die günstigere Variante.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Lounge Gast schrieb:

Sowas wie "Vorliebe für urbanes Filling"

Vom Feeling her habe ich ein gutes Gefühl ;-)

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Stadt ist nicht gleich Stadt. Düsseldorf ist nicht Meppen. München ist nicht Jena.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

"In ca. 10 Jahren werden autonom fahrende Fahrzeuge serienmäßig produziert und für jeder man erschwinglich sein. Davon kann man heute fest ausgehen."

An diese Theorie glaube ich nicht.

1.) Die rechtlichen Rahmenbedinungen (z.B. bei Unfällen) sind bis dahin längst nicht geklärt.
2.) Selbst wenn es solche Autos serienmäßig geben würde, würden weit über 90% der Autos manuell gefahren werden. Bis eine solche Art Autos ein richtiges Massenprodukt ist verstreichen Jahrzehnte.
3.) Folglich sind solche Autos in 10 Jahren vielleicht auf dem Markt, aber ein kleines Nischenprodukt und vermutlich auch nicht für jedermann erschwinglich.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Die ersten Kunden werden Rentner sein, die sich so ihre Mobilität erhalten können und bereit sein werden, dafür viel Geld auszugeben.

Lounge Gast schrieb:

"In ca. 10 Jahren werden autonom fahrende Fahrzeuge
serienmäßig produziert und für jeder man erschwinglich sein.
Davon kann man heute fest ausgehen."

An diese Theorie glaube ich nicht.

1.) Die rechtlichen Rahmenbedinungen (z.B. bei Unfällen) sind
bis dahin längst nicht geklärt.
2.) Selbst wenn es solche Autos serienmäßig geben würde,
würden weit über 90% der Autos manuell gefahren werden. Bis
eine solche Art Autos ein richtiges Massenprodukt ist
verstreichen Jahrzehnte.
3.) Folglich sind solche Autos in 10 Jahren vielleicht auf
dem Markt, aber ein kleines Nischenprodukt und vermutlich
auch nicht für jedermann erschwinglich.

antworten
know-it-all

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Lounge Gast schrieb:

An diese Theorie glaube ich nicht.

1.) Die rechtlichen Rahmenbedinungen (z.B. bei Unfällen) sind
bis dahin längst nicht geklärt.
2.) Selbst wenn es solche Autos serienmäßig geben würde,
würden weit über 90% der Autos manuell gefahren werden. Bis
eine solche Art Autos ein richtiges Massenprodukt ist
verstreichen Jahrzehnte.
3.) Folglich sind solche Autos in 10 Jahren vielleicht auf
dem Markt, aber ein kleines Nischenprodukt und vermutlich
auch nicht für jedermann erschwinglich.

Sehe ich genauso. Wenn man sieht wie schleppend sich die Verkaufszahlen und auch der technische Fortschritt bei der Elektromobilität entwickelt, dann sind vollkommen autonom fahrende PKW auch in 10 Jahren auch noch weitgehend Zukunftsmusik.
Überhaupt haben sich neue Technologien im Automobilbereich immer im Preissegment von oben nach unten entwickelt. Zuerst sind sie in der Luxusklasse zum Premiumpreis als Extra verfügbar und erst später auch in der Oberklasse, Mittelklasse, Kompaktklasse etc. Siehe ABS, ESP, Fahrassistenten.
Deswegen ist meine Prognose auch, dass die ersten vollkommen autonom fahrenden Autos astronomisch teuer sein werden und damit noch keine nennenswerte Auswirkungen auf die Stadtflucht haben.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Mag sein, dass es mal selbstfahrende Autos geben wird, aber bis dahin dauert es noch sehr lange. Ob da 10 Jahre reichen, bezweifle ich mal stark. Außerdem bleiben nach wie vor die hohen Energiekosten fürs pendeln. Diese sind nicht unbedingt geringer, nur weil man nicht mehr selber fährt.

Allerdings ist es richtig, dass Stadt nicht gleich Stadt ist. Wie beim Beispiel Stuttgart, dort sind mit die begehrtesten Wohnlagen im Umland und in den Vororten, diese sind mitnichten billlig, wer dort wohnt hat sehr viel Geld. Auch zeigen das alle Statistiken, in Stuttgart leben die Reichen eher außerhalb. Stuttgart Degerloch ist ganz klar ein Vorort, aber dort gehörten die Immobilienpreise mit zu den höchsten in der ganzen Stadt, ebenso in Vororten wie Vaihingen oder Sillenbuch, letzeres liegt ca. 10 km von der Innenstadt entfernt, allerdings mit guter U Bahn Anbindung.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Die selbstfahrenden Autos brauchen ja keine Parkplätze, die gehören einem auch nicht. Man bucht das autonome Taxi für 20 Cent pro Kilometer, lässt sich fahren und fertig. Das autonome Auto fährt danach zu seiner nächsten Fahrt. Schon in dem Moment, wo es das geben wird, wird es massiv in Richtung weg vom eigenen Auto gehen. Warum selbst für 40 Cent fahren, wenn man sich für 20 Cent chauffieren lassen kann? Und für 40 Cent fährt man einen gebrauchten, alten Golf. Obere Mittelklasse ist oberhalb 1 EUR pro Kilometer bei ECHTER VOLLKOSTENBETRACHTUNG.

Der Umschwung geht entsprechend schnell wie vom Nokiaphone zum Smartphone. Da braucht man sich keine Illusionen machen. Ciao Daimler, Volkswagen, BMW & Co. - selbst wenn diese Hersteller Chassis und co. liefern sollten, gibt es in Zukunft vielleicht noch 10-20 Prozent der heutigen Fahrzeugflotte, allerdings fahren die Fahrzeuge 10-20h am Tag und nicht 0,5-1h wie heute. Es wird langlebige Elektro-Autos geben, welche 500.000km und mehr abreißen müssen.

Eine lustige Phantasie, dass sich die Fahrzeugindustrie der modernen Disruption entziehen könnten. So wird es nicht kommen. Mobilität ist bald einen App-Klick entfernt und nur die, die heute noch auf einem Nokiaphone herumtippen, werden in Zukunft eigene Autos benutzen. Autonome Autos auf Abruf werden in wenigen Jahren zu ubiquitär wie heute Smartphones sein. Es wird interessant werden, weil Marktführer und wer zweiter sein wird. Von den Unternehmen dahinter wird man soviel hören, wie von Microsoft im Smartphonemarkt. Heiße Favoriten sind Google, Apple, Uber und Tesla. Uber ist mittlerweile mehr Wert als GM oder Ford und auf einem Level mit VW. Noch... Disruption ist coming, again...

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

naja Stadtflucht setzt glaube ich nicht sooo schnell ein. Aber ich flüchte aus Frankfurt -> wirklich zu teuer es lohnt sich einfach nicht! Ebenso kann ich mir vorstellen, dass viele sich München, Hamburg, Düsseldorf etc. nicht wirklich leisten können. Es gibt aber genug Städte wo die Preise noch halbwegs ok sind z.B. Leipzig oder auch Berlin ist noch deutlich günstiger als die zuvor genannten.

Letzendlich haben wir m.M.n. wohl doch ne Blase - aber wer weiß das schon...

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Das ist dann wie Taxi. Und genau das wollen viele nicht. Es wird immer genügend Gründe geben,weshalb man sein eigenes Auto haben will.
Urlaub ist nur einer davon. Auto ist auch wie ein rollendes Stück zuhause. Aber klar, Fahrerassistenzsysteme wird man haben wollen. Auf der Autobahn wird es sicherer werden.
Und man kann dann entspannt 5 Stunden etwas anderes tun, als auf den Verkehr zu achten. Für Senioren wird das genial. Aber eine Stadtflucht wird das nicht auslösen.

Lounge Gast schrieb:

Die selbstfahrenden Autos brauchen ja keine Parkplätze, die
gehören einem auch nicht. Man bucht das autonome Taxi für 20
Cent pro Kilometer, lässt sich fahren und fertig. Das
autonome Auto fährt danach zu seiner nächsten Fahrt. Schon in
dem Moment, wo es das geben wird, wird es massiv in Richtung
weg vom eigenen Auto gehen. Warum selbst für 40 Cent fahren,
wenn man sich für 20 Cent chauffieren lassen kann? Und für 40
Cent fährt man einen gebrauchten, alten Golf. Obere
Mittelklasse ist oberhalb 1 EUR pro Kilometer bei ECHTER
VOLLKOSTENBETRACHTUNG.

Der Umschwung geht entsprechend schnell wie vom Nokiaphone
zum Smartphone. Da braucht man sich keine Illusionen machen.
Ciao Daimler, Volkswagen, BMW & Co. - selbst wenn diese
Hersteller Chassis und co. liefern sollten, gibt es in
Zukunft vielleicht noch 10-20 Prozent der heutigen
Fahrzeugflotte, allerdings fahren die Fahrzeuge 10-20h am Tag
und nicht 0,5-1h wie heute. Es wird langlebige Elektro-Autos
geben, welche 500.000km und mehr abreißen müssen.

Eine lustige Phantasie, dass sich die Fahrzeugindustrie der
modernen Disruption entziehen könnten. So wird es nicht
kommen. Mobilität ist bald einen App-Klick entfernt und nur
die, die heute noch auf einem Nokiaphone herumtippen, werden
in Zukunft eigene Autos benutzen. Autonome Autos auf Abruf
werden in wenigen Jahren zu ubiquitär wie heute Smartphones
sein. Es wird interessant werden, weil Marktführer und wer
zweiter sein wird. Von den Unternehmen dahinter wird man
soviel hören, wie von Microsoft im Smartphonemarkt. Heiße
Favoriten sind Google, Apple, Uber und Tesla. Uber ist
mittlerweile mehr Wert als GM oder Ford und auf einem Level
mit VW. Noch... Disruption ist coming, again...

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

OT: Mit uber zb kann es auch über nacht zu ende gehen, wenn ein anderer anbieter einfach besser/billiger ist.
Bei software die eine so extrem oberflächliche anbindung hat ist alles sehr einfach auszutauschen.

B2T:
Was ich mich schon sehr oft gefragt habe - warum wird der öpnv in form von u-sbahn etc nicht massiv ausgebaut und zb linien verlängert?

Wegen lärmbelästigung? Baukosten? Sinkenden (realistischer werdenden) preisen für grund und immobilien bei daraus resultierend größerem angebot?

Wenn ich kommunalpolitiker einer dieser extrem teuren städte wäre, würde ich extrem auf expansion mittels massentransportmitteln setzen.

Passiert das irgendwo?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Das mit den U/S Bahnen habe ich mich auch schon gefragt. Wobei das z.T. in Hamburg passiert z.B. mit der S4 nach Bad Oldesloe usw. Nur ist man bei sowas eben auf die Kooperation der Länder SH und HH angewiesen.

Aber man kann so auf jeden Fall Druck aus dem Kessel nehmen, wenn man das Umland besser anbindet. Wenn man umsteigefrei und in kurzer Zeit die Innenstadt erreichen kann, würde ich mir auch überlegen aus der Stadt zu ziehen.

Nur jeder, der mal im Umland gelebt hat und z.B. darauf angewiesen war, mit dem Auto in die Stadt zu pendeln, wo das ungünstigen Verkehrsituationen auch mal weiter über eine Stunde dauern kann, der zahlt dann doch lieber die höhere Miete.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Das sind die Fragen, die sich die Generation der heutig "Jungen" stellen sollte.

Althergebrachte Denke: "Mein Auto, meine Mobilität!"
Umdenken: ÖPNV-Ausbau, gemeinschaftliche Mobilität.

Ich finde das Gerede vom selbstfahrenden Auto teilweise absurd: Was bringt es für Vorteile? Aus den o.g. Gründen werden diese Autos mit hoher Wahrscheinlichkeit nur auf abgesperrten STraßen fahren können, die dafür geschaffen / deklariert werden müssten.

Da lobe ich mir die technische Neuerung von vor 150 Jahren: ein - für den Passagier scheinbar selbstfahrendes - Transportmittel auf Gleisen...

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Wisst ihr eigentlich wieveile Menschen jedes Jahr in Autounfällen sterben?? In 30 Jahren werden Menschen nur noch auf abgesperrten Strecken Auto fahren dürfen weil es viel zu gefährlich für den Rest der Verkehrsteilnehmer ist!
In dem Moment wo jeder für einen Bruchteil der Kosten von einer S Klasse (wenn es Daimler noch gibt) mit gemütlichen Sofa und TV von A nach B kutschiert wird, werden nur noch ganz wenige Menschen den Wunsch nach einem eigenen Auto haben.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Den Wunsch nach einem eigenen Auto hatte ich eigentlich nie. Ich möchte nur etwas was genau von meiner Wohnung zum Zielort fährt ohne das ich ständig umsteige und was mich vor Wind und Wetter schützt.

Lounge Gast schrieb:

Wisst ihr eigentlich wieveile Menschen jedes Jahr in
Autounfällen sterben?? In 30 Jahren werden Menschen nur noch
auf abgesperrten Strecken Auto fahren dürfen weil es viel zu
gefährlich für den Rest der Verkehrsteilnehmer ist!
In dem Moment wo jeder für einen Bruchteil der Kosten von
einer S Klasse (wenn es Daimler noch gibt) mit gemütlichen
Sofa und TV von A nach B kutschiert wird, werden nur noch
ganz wenige Menschen den Wunsch nach einem eigenen Auto haben.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Die selbstfahrenden Autos werden so intelligent sein, sich überall gefahrlos bewegen zu können. Viele Sensoren. Damit werden sie viel ungefährlicher sein, als ein heutiger Autofahrer.

Die Unfallzahlen werden dramatisch zurück gehen, weil die Fahrzeuge auch untereinander kommunizieren können, um z.B. Abstände zu regeln. Funktioniert in Ansätzen heute schon.

Also keine abgesperrten Strecken, sondern der allgemeine Verkehrsbereich. Versicherungsrechtliche Aspekte (wer haftet) sind bestimmt schon in Arbeit. Werden auch für andere Roboter wichtig werden.

Lounge Gast schrieb:

Wisst ihr eigentlich wieveile Menschen jedes Jahr in
Autounfällen sterben?? In 30 Jahren werden Menschen nur noch
auf abgesperrten Strecken Auto fahren dürfen weil es viel zu
gefährlich für den Rest der Verkehrsteilnehmer ist!
In dem Moment wo jeder für einen Bruchteil der Kosten von
einer S Klasse (wenn es Daimler noch gibt) mit gemütlichen
Sofa und TV von A nach B kutschiert wird, werden nur noch
ganz wenige Menschen den Wunsch nach einem eigenen Auto haben.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Viele Häuser im Umland der großen Städte wurden in den 1960er bis 1990er Jahren gebaut, weil es steuerliche Anreize gab. Gieskannenprinzip. Gefördert wurde überall und alles, unabhängig vom Wohnraumbedarf. Eine gewaltige Fehlsteuerung.

In den Städten war es auch damals schon teuer, deshalb wurde da zu wenig gebaut. Jetzt stehen die Immobilien da, wo sie nicht gebraucht werden.

Lounge Gast schrieb:

Nachdem hier ja sehr oft zu recht beschrieben wird, wie die
immobilienpreise in ballungszentren astronomische höhen
erreichen interessiert es mich sehr, was ihr denkt wann denn
die preise wieder stark fallen?

Sicherlich wird eine anhebung des leitzins einen extremen
effekt haben, aber ich denke es gibt außerdem noch andere
faktoren wie zb

  • digitalisierung der arbeit (homeoffice, virtuelles büro etc)
  • expansion der lieferung von waren nach hause (einkäufe
    lebensmittel etc)
  • ghettoisierung in arme und reiche, damit zerstörung oder
    min. starke minderung der attraktivität von städten
  • gepaart mit beschriebenem krassen anstieg der kaufpreise
  • ggf sogar manchmal sicherheitsbedenken
    und bestimmt noch einiges, was mir bisher noch nicht
    eingefallen ist.

All das würde für ein leben in kleineren/ ländlicheren
strukturen sprechen bzw es stark fördern.

Und alle paar wochen ins gute restaurant/ theater ist
natürlich trotzdem drin - sonst eben grillparty mit
freunden/nachbarn.

Was denkt ihr dazu?

Wie lange wird es dauern?

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Die Entwicklung autonomer Fahrzeuge wurde von der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) angestossen. Also Entwicklungswettbewerb. 2005 hatte ein Touareg der Stanford University schon eine Wüstenfahrt gewonnen. Der Krieg ist der Vater (fast) aller Dinge.

Lounge Gast schrieb:

Die selbstfahrenden Autos werden so intelligent sein, sich
überall gefahrlos bewegen zu können. Viele Sensoren. Damit
werden sie viel ungefährlicher sein, als ein heutiger
Autofahrer.

Die Unfallzahlen werden dramatisch zurück gehen, weil die
Fahrzeuge auch untereinander kommunizieren können, um z.B.
Abstände zu regeln. Funktioniert in Ansätzen heute schon.

Also keine abgesperrten Strecken, sondern der allgemeine
Verkehrsbereich. Versicherungsrechtliche Aspekte (wer haftet)
sind bestimmt schon in Arbeit. Werden auch für andere Roboter
wichtig werden.

Lounge Gast schrieb:

Wisst ihr eigentlich wieveile Menschen jedes Jahr in
Autounfällen sterben?? In 30 Jahren werden Menschen nur
noch
auf abgesperrten Strecken Auto fahren dürfen weil es
viel zu
gefährlich für den Rest der Verkehrsteilnehmer ist!
In dem Moment wo jeder für einen Bruchteil der Kosten von
einer S Klasse (wenn es Daimler noch gibt) mit gemütlichen
Sofa und TV von A nach B kutschiert wird, werden nur noch
ganz wenige Menschen den Wunsch nach einem eigenen Auto
haben.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Aber wo ist der Unterschied ob ich 1,5h selbst fahre oder 1,5h der Computer fährt?

Am Ende vom Tag sind 3 Stunden weg....
Ist ja nicht so als wäre Autofahren so anstrengend.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ein autonomes auto könnte quasi einbesprechungsraum/arbeitszimmer auf rädern sein.
Also auf dem arbeitsweg schonmal 1-2 stunden arbeitszeit ableisten.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

"Ein autonomes auto könnte quasi einbesprechungsraum/arbeitszimmer auf rädern sein.
Also auf dem arbeitsweg schonmal 1-2 stunden arbeitszeit ableisten."

Klar da machen die Firmen bestimmt mit ... Die alten DAX Konzerne bei denen noch XP läuft werden Schlagartig sowas von aufrüsten bezüglich ihrer IT ...

Wie zitiert man hier überhaupt?

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Wenn Du wenig fährst, ist es nicht anstrengend. Wenn Du viel fährst, schon. Ich fahre jährlich zwischen 45 und 60 Tsd km. Klar ist das anstrengend. Vor allem abends nach einem Termin 500 km zurück nach hause.

Lounge Gast schrieb:

Aber wo ist der Unterschied ob ich 1,5h selbst fahre oder
1,5h der Computer fährt?

Am Ende vom Tag sind 3 Stunden weg....
Ist ja nicht so als wäre Autofahren so anstrengend.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Neben SENDEN der Button ZITIEREN.

Lounge Gast schrieb:

Wie zitiert man hier überhaupt?

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich kenne KEINE Person, die sich nicht gerne im Taxi chauffieren lässt. Ich kenne nur viele, die es sich nicht leisten können. Neben einem minimalen Anteil an den Betriebskosten, welche bei einem 24/7-Gefährt pro Kilometer relativ gering sind und bei E-Autos nochmal geringer als bei konventionellen Antrieben, bezahlt man zu 95% den Chauffeur. Sobald der Chauffeur als digitaler Agent Grenzkosten von 0,00 EUR hat, wird Taxi fahren um 95% im Preis sinken (zusammen mit den Skaleneffekten der Elektromobilität).

Es spricht auch nichts dagegen, mit einem Taxi in den Urlaub zu fahren. Die intelligenten Nutzer werden sich eher von zuhause zum Bahnhof oder Flughafen fahren lassen und dann vor Ort ebenfalls ganz normal jede Fahrt per App buchen.

Ein 24/7 voll ausgenutzter Wagen ist schlichtweg viel, viel preiswerter pro Kilometer als ein eigenes Fahrzeug mit 200 Betriebsstunden im Jahr. Natürlich wird man eigene, autonome Autos besitzen können, aber man wird auch für einen Bruchteil des ganzen einfach Mobilitätsservices nutzen können.

Der Preis der Mobilität wird hier einfach ein Killerargument sein. Nebenbei natürlich, kann man mit Laptop und Smartphone spielen bzw. arbeiten statt auf den Verkehr achten zu müssen. Man wird sogar einen Power-Nap machen können, da ein Verpassen der Haltestelle wie im ÖPNV ausgeschlossen ist. Oder doch lieber eine Serienfolge auf dem Laptop schauen? eMails lesen? Buch lesen? Auf Wiwi-Treff lesen und schreiben?

Lounge Gast schrieb:

Das ist dann wie Taxi. Und genau das wollen viele nicht. Es
wird immer genügend Gründe geben,weshalb man sein eigenes
Auto haben will.
Urlaub ist nur einer davon. Auto ist auch wie ein rollendes
Stück zuhause. Aber klar, Fahrerassistenzsysteme wird man
haben wollen. Auf der Autobahn wird es sicherer werden.
Und man kann dann entspannt 5 Stunden etwas anderes tun, als
auf den Verkehr zu achten. Für Senioren wird das genial. Aber
eine Stadtflucht wird das nicht auslösen.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Lounge Gast schrieb:

Wenn Du wenig fährst, ist es nicht anstrengend. Wenn Du viel
fährst, schon. Ich fahre jährlich zwischen 45 und 60 Tsd km.
Klar ist das anstrengend. Vor allem abends nach einem Termin
500 km zurück nach hause.

500km Arbeitsweg dürften aber die wenigsten haben ...
Eine 60km Fahrt ist nun nicht extrem anstrengend

antworten
know-it-all

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Du solltest nicht so viel Science Fiction / Star Trek schauen ;-).

Vor dem Hintergrund des von dir (?) prognostizierten Untergangs der deutschen Automobilindustrie stellt sich eher die Frage wer in diesem Lande dann überhaupt noch einen Arbeitsplatz hat, zu dem er sich mit einem autonom fahrenden Elektrotaxi kutschieren lassen kann. Aufgrund der nicht gerade geringen Abhängigkeit des deutschen Arbeitsmarktes von der Automobilindustrie dürften die meisten mit dem Taxi dann lediglich zum Arbeitsamt fahren. Aber vielleicht lassen sich derartige Behördenbesuche in der Zukunft auch vom Home-Office aus erledigen....

Lounge Gast schrieb:

Ich kenne KEINE Person, die sich nicht gerne im Taxi
chauffieren lässt. Ich kenne nur viele, die es sich nicht
leisten können. Neben einem minimalen Anteil an den
Betriebskosten, welche bei einem 24/7-Gefährt pro Kilometer
relativ gering sind und bei E-Autos nochmal geringer als bei
konventionellen Antrieben, bezahlt man zu 95% den Chauffeur.
Sobald der Chauffeur als digitaler Agent Grenzkosten von 0,00
EUR hat, wird Taxi fahren um 95% im Preis sinken (zusammen
mit den Skaleneffekten der Elektromobilität).

Es spricht auch nichts dagegen, mit einem Taxi in den Urlaub
zu fahren. Die intelligenten Nutzer werden sich eher von
zuhause zum Bahnhof oder Flughafen fahren lassen und dann vor
Ort ebenfalls ganz normal jede Fahrt per App buchen.

Ein 24/7 voll ausgenutzter Wagen ist schlichtweg viel, viel
preiswerter pro Kilometer als ein eigenes Fahrzeug mit 200
Betriebsstunden im Jahr. Natürlich wird man eigene, autonome
Autos besitzen können, aber man wird auch für einen Bruchteil
des ganzen einfach Mobilitätsservices nutzen können.

Der Preis der Mobilität wird hier einfach ein Killerargument
sein. Nebenbei natürlich, kann man mit Laptop und Smartphone
spielen bzw. arbeiten statt auf den Verkehr achten zu müssen.
Man wird sogar einen Power-Nap machen können, da ein
Verpassen der Haltestelle wie im ÖPNV ausgeschlossen ist.
Oder doch lieber eine Serienfolge auf dem Laptop schauen?
eMails lesen? Buch lesen? Auf Wiwi-Treff lesen und schreiben?

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Hallo, Mister Spock,

Hotelzimmer und Flugzeugsitze sind auch nie zu 100% ausgelastet...und die Kostenvorteile durch Wegfall des Fahrerlohns warden sicherlich nicht 1:1 an den Konsumenten weitergereicht...

Lounge Gast schrieb:

Ich kenne KEINE Person, die sich nicht gerne im Taxi
chauffieren lässt. Ich kenne nur viele, die es sich nicht
leisten können. Neben einem minimalen Anteil an den
Betriebskosten, welche bei einem 24/7-Gefährt pro Kilometer
relativ gering sind und bei E-Autos nochmal geringer als bei
konventionellen Antrieben, bezahlt man zu 95% den Chauffeur.
Sobald der Chauffeur als digitaler Agent Grenzkosten von 0,00
EUR hat, wird Taxi fahren um 95% im Preis sinken (zusammen
mit den Skaleneffekten der Elektromobilität).

Es spricht auch nichts dagegen, mit einem Taxi in den Urlaub
zu fahren. Die intelligenten Nutzer werden sich eher von
zuhause zum Bahnhof oder Flughafen fahren lassen und dann vor
Ort ebenfalls ganz normal jede Fahrt per App buchen.

Ein 24/7 voll ausgenutzter Wagen ist schlichtweg viel, viel
preiswerter pro Kilometer als ein eigenes Fahrzeug mit 200
Betriebsstunden im Jahr. Natürlich wird man eigene, autonome
Autos besitzen können, aber man wird auch für einen Bruchteil
des ganzen einfach Mobilitätsservices nutzen können.

Der Preis der Mobilität wird hier einfach ein Killerargument
sein. Nebenbei natürlich, kann man mit Laptop und Smartphone
spielen bzw. arbeiten statt auf den Verkehr achten zu müssen.
Man wird sogar einen Power-Nap machen können, da ein
Verpassen der Haltestelle wie im ÖPNV ausgeschlossen ist.
Oder doch lieber eine Serienfolge auf dem Laptop schauen?
eMails lesen? Buch lesen? Auf Wiwi-Treff lesen und schreiben?

Lounge Gast schrieb:

Das ist dann wie Taxi. Und genau das wollen viele nicht.
Es
wird immer genügend Gründe geben,weshalb man sein eigenes
Auto haben will.
Urlaub ist nur einer davon. Auto ist auch wie ein
rollendes
Stück zuhause. Aber klar, Fahrerassistenzsysteme wird man
haben wollen. Auf der Autobahn wird es sicherer werden.
Und man kann dann entspannt 5 Stunden etwas anderes tun,
als
auf den Verkehr zu achten. Für Senioren wird das genial.
Aber
eine Stadtflucht wird das nicht auslösen.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Du kennst viele, die sich das Taxi fahren nicht leisten können. In welchem Umfeld bewegst Du Dich?

Lounge Gast schrieb:

Ich kenne KEINE Person, die sich nicht gerne im Taxi
chauffieren lässt. Ich kenne nur viele, die es sich nicht
leisten können. Neben einem minimalen Anteil an den
Betriebskosten, welche bei einem 24/7-Gefährt pro Kilometer
relativ gering sind und bei E-Autos nochmal geringer als bei
konventionellen Antrieben, bezahlt man zu 95% den Chauffeur.
Sobald der Chauffeur als digitaler Agent Grenzkosten von 0,00
EUR hat, wird Taxi fahren um 95% im Preis sinken (zusammen
mit den Skaleneffekten der Elektromobilität).

Es spricht auch nichts dagegen, mit einem Taxi in den Urlaub
zu fahren. Die intelligenten Nutzer werden sich eher von
zuhause zum Bahnhof oder Flughafen fahren lassen und dann vor
Ort ebenfalls ganz normal jede Fahrt per App buchen.

Ein 24/7 voll ausgenutzter Wagen ist schlichtweg viel, viel
preiswerter pro Kilometer als ein eigenes Fahrzeug mit 200
Betriebsstunden im Jahr. Natürlich wird man eigene, autonome
Autos besitzen können, aber man wird auch für einen Bruchteil
des ganzen einfach Mobilitätsservices nutzen können.

Der Preis der Mobilität wird hier einfach ein Killerargument
sein. Nebenbei natürlich, kann man mit Laptop und Smartphone
spielen bzw. arbeiten statt auf den Verkehr achten zu müssen.
Man wird sogar einen Power-Nap machen können, da ein
Verpassen der Haltestelle wie im ÖPNV ausgeschlossen ist.
Oder doch lieber eine Serienfolge auf dem Laptop schauen?
eMails lesen? Buch lesen? Auf Wiwi-Treff lesen und schreiben?

Lounge Gast schrieb:

Das ist dann wie Taxi. Und genau das wollen viele nicht.
Es
wird immer genügend Gründe geben,weshalb man sein eigenes
Auto haben will.
Urlaub ist nur einer davon. Auto ist auch wie ein
rollendes
Stück zuhause. Aber klar, Fahrerassistenzsysteme wird man
haben wollen. Auf der Autobahn wird es sicherer werden.
Und man kann dann entspannt 5 Stunden etwas anderes tun,
als
auf den Verkehr zu achten. Für Senioren wird das genial.
Aber
eine Stadtflucht wird das nicht auslösen.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Du hast u.a. das Thema der Ghettoisierung der Städte angesprochen. Hierzu ein interessanter Artikel von Bassam Tibi, einem muslimischen Professor, der ehemals aus Syrien geflohen war:

http://www.bassamtibi.de/wp-content/uploads/2016/02/wew_20160128_0_0_461.pdf

Lounge Gast schrieb:

Nachdem hier ja sehr oft zu recht beschrieben wird, wie die
immobilienpreise in ballungszentren astronomische höhen
erreichen interessiert es mich sehr, was ihr denkt wann denn
die preise wieder stark fallen?

Sicherlich wird eine anhebung des leitzins einen extremen
effekt haben, aber ich denke es gibt außerdem noch andere
faktoren wie zb

  • digitalisierung der arbeit (homeoffice, virtuelles büro etc)
  • expansion der lieferung von waren nach hause (einkäufe
    lebensmittel etc)
  • ghettoisierung in arme und reiche, damit zerstörung oder
    min. starke minderung der attraktivität von städten
  • gepaart mit beschriebenem krassen anstieg der kaufpreise
  • ggf sogar manchmal sicherheitsbedenken
    und bestimmt noch einiges, was mir bisher noch nicht
    eingefallen ist.

All das würde für ein leben in kleineren/ ländlicheren
strukturen sprechen bzw es stark fördern.

Und alle paar wochen ins gute restaurant/ theater ist
natürlich trotzdem drin - sonst eben grillparty mit
freunden/nachbarn.

Was denkt ihr dazu?

Wie lange wird es dauern?

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich beobachte den Immobilienmarkt intensiv, weil ich mir eigentlich hier noch eine Wohnung kaufen will. Großstadt im Rhein Main Gebiet, aber nicht Frankfurt. Meine Kriterien: ab 80 qm, nicht renoviert, mit Stellplatz oder Garage, Aufzug und nicht teurer als 300k. Gebraucht und nicht älter als 20 Jahre. Im Umkreis von 10 km gibt es genau 9 Angebote, die sehr wenig attraktiv sind. Subjektiv gefühlt läuft die Preiswelle weiter nach oben.

Lounge Gast schrieb:

Nachdem hier ja sehr oft zu recht beschrieben wird, wie die
immobilienpreise in ballungszentren astronomische höhen
erreichen interessiert es mich sehr, was ihr denkt wann denn
die preise wieder stark fallen?

Sicherlich wird eine anhebung des leitzins einen extremen
effekt haben, aber ich denke es gibt außerdem noch andere
faktoren wie zb

  • digitalisierung der arbeit (homeoffice, virtuelles büro etc)
  • expansion der lieferung von waren nach hause (einkäufe
    lebensmittel etc)
  • ghettoisierung in arme und reiche, damit zerstörung oder
    min. starke minderung der attraktivität von städten
  • gepaart mit beschriebenem krassen anstieg der kaufpreise
  • ggf sogar manchmal sicherheitsbedenken
    und bestimmt noch einiges, was mir bisher noch nicht
    eingefallen ist.

All das würde für ein leben in kleineren/ ländlicheren
strukturen sprechen bzw es stark fördern.

Und alle paar wochen ins gute restaurant/ theater ist
natürlich trotzdem drin - sonst eben grillparty mit
freunden/nachbarn.

Was denkt ihr dazu?

Wie lange wird es dauern?

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich würde extrem gerne in einem mittelgroßen Städtchen mit vllt 50k Einwohnern und Einzugsgebiet < 1Std Auto einer Großstadt >500k EW leben. Da wird Supermarkttechnisch und an nötigen Schulen alles sein, Elektronik und spezielle Dinge bestelle ich sowieso über das Internet und Kultur/ Veranstaltungen gibt es dann innerhalb maximal 1 Std Autofahrt. Das wäre perfekt für mich.
Wenn dann noch das Auto ohne mein Zutun zur Arbeit fährt, kann ich entweder schonmal loslegen oder Zeitung/Internet lesen bzw. auf der Heimfahrt ein kleines Nickerchen einlegen.
Wird wirklich Zeit dass es soweit ist.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

In der Tat laufen die Preise weiter nach oben.

Daran ändert sich auch nichts, solange die Zinsen (als alternative Geldanlage) so massiv im Keller sind.

Und zur (relativ naiven) Ausgangsfrage:

Die Stadtflucht setzt dann ein, wenn wir zur Tauschwirtschaft zurückkehren. Dann brauchst Du nämlich Platz, um Dein Gemüse und Getreide anzubauen.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Die selbstfahrenden Autos sind der nächste Meilenstein des Innovationszyklus.

Nicht, weil wir sie bräuchten.
Nicht, weil sie große Vorteile für den Verbraucher brächten.
Schon gar nicht, weil sie die Umwelt schonen würden.

Einfach deshalb, weil so alle alten Autos einmal ersetzt werden können und somit ein gigantischer Markt seitens der Autohersteller erschlossen werden soll.

Dieses Angebot schafft sich seine Nachfrage - und wenn ich hier imForum lese, dann merke ich, dass viele Leute das selbstfahrende Auto als Heilsbringer sehen.

In meinen Augen ist es das nicht - Umweltprobleme, Platzprobleme und Stauprobleme in den Innenstädten werden nicht durch mehr Autos gelöst, sondern durch weniger.

Ausbau des ÖPNV, mehr Radfahrmöglichkeitne und vernünftiger Ausbau von Home-Office-Möglichkeiten sind die Zukunft. Nicht das selbstfahrende Auto. Leider wird - durch enorme Marketingbudgets - in viele Köpfe der scheinbare Bedarf "hineingepflanzt".

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich halte Deine Sicht für falsch. Die selbstfahrenden Autos werden mittel- bis langfristig den Gefahrenfaktor "menschlicher Fahrer" ausschalten. Jugendliche Raser auf der Autobahn wird es dann nicht mehr geben. Ebenso wenig Auffahrunfälle und tödlichen Sekundenschlaf auf der Autobahn.

Also insgesamt mehr Fahrsicherheit, vergleichbar mit dem Autopiloten im Flugverkehr. Der Ausbau der Radwege ist hier massiv und mit sehr hohem finanziellen Aufwand durchgezogen worden. Sie werden von der Bevölkerung nicht angenommen. Nicht mal die Studenten fahren mit dem Rad. Es gibt hier wirklich extrem wenige Radfahrer. Liegt auch daran, dass alles sehr hügelig ist. Also immer hoch und runter. Mit E-Bike kein Problem. Hat aber nicht jeder. Und für Alte und Behinderte sind Fahrräder sowieso keine Option. Für diese zunehmende Bevölkerungsgruppe ist das selbstfahrende Auto eine Steigerung der Lebensqualität.

Lounge Gast schrieb:

Die selbstfahrenden Autos sind der nächste Meilenstein des
Innovationszyklus.

Nicht, weil wir sie bräuchten.
Nicht, weil sie große Vorteile für den Verbraucher brächten.
Schon gar nicht, weil sie die Umwelt schonen würden.

Einfach deshalb, weil so alle alten Autos einmal ersetzt
werden können und somit ein gigantischer Markt seitens der
Autohersteller erschlossen werden soll.

Dieses Angebot schafft sich seine Nachfrage - und wenn ich
hier imForum lese, dann merke ich, dass viele Leute das
selbstfahrende Auto als Heilsbringer sehen.

In meinen Augen ist es das nicht - Umweltprobleme,
Platzprobleme und Stauprobleme in den Innenstädten werden
nicht durch mehr Autos gelöst, sondern durch weniger.

Ausbau des ÖPNV, mehr Radfahrmöglichkeitne und vernünftiger
Ausbau von Home-Office-Möglichkeiten sind die Zukunft. Nicht
das selbstfahrende Auto. Leider wird - durch enorme
Marketingbudgets - in viele Köpfe der scheinbare Bedarf
"hineingepflanzt".

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich arbeite in der Schweiz, lebe aber nicht dort. Man muss nur mal in die Schweiz schauen, dann sieht man ein mögliches Zukunftsszenario für die deutschen Ballungsgebiete. Dort waren die Zinsen schon vor 10 Jahren erheblich niedriger als in der Euro Zone und das Resultat ist, dass sich die Preise extrem erhöht haben. Immobilien sind selbst in ländlichen Gegenden die in Pendeldistanz zur nächsten Großstadt liegen, nur noch etwas für sehr wohlhabende Menschen, wenn man jetzt noch kaufen will. Normalverdiener haben da längst keine Chance mehr außer sie haben viel geerbt oder spendable Eltern. In den deutschen Ballungsgebieten sehe ich den selben Trend. Insbesondere durch die Flüchtlingskrise in Deutschland wird der Wohnraumbedarf weiter ansteigen.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Da die Nachfrage steigt

a.) am oberen Ende der Immobilien durch Kapitalflüchtige aus dem Ausland, die ihr (Schwarz-Geld) im sicheren deutschen Hafen und Betongold parken

b.) in den mittelpreisigen Lagen durch Familien, die vom Eigenheim träumen und durch sozialen Aufsteiger inkl. Trend zur weiteren Urbanisierung und Single-Gesellschaft

c.) in den unteren Preislagen durch Flüchtlingszuzug und Prekarisierung weiter Teile der Gesellschaft,

kann man wirklich nur raten kapitalseitig in den deutschen Wohnungsmarkt einzusteigen und vom Preisanstieg zu partizipieren. Hätte gerne einen Immo ETF.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Bei Immo-ETF musst Du aufpassen, dass da keine Gewerbeimmobilien mit dabei sind. ETF kenne ich diesbezüglich aber keinen. Fonds gibt es, aber meistens inklusive Gewerbeimmobilien. Die haben den Preisanstieg nicht mit gemacht. Ansonsten passt die Situationsbeschreibung. Flüchtlinge bekommen auch in den Ballungsgebieten keine gossen Luxuswohnungen. Einem alleinstehenden Flüchtling mit zunächst 3-jährigem Bleiberecht stehen maximal nur 50 qm Wohnfläche zu. Familien bekommen natürlich grössere Wohnungen, aber meistens ist das dann das untere Preissegment, also Warmmieten unter 1.000 Euro pro Monat.

Lounge Gast schrieb:

Da die Nachfrage steigt

a.) am oberen Ende der Immobilien durch Kapitalflüchtige aus
dem Ausland, die ihr (Schwarz-Geld) im sicheren deutschen
Hafen und Betongold parken

b.) in den mittelpreisigen Lagen durch Familien, die vom
Eigenheim träumen und durch sozialen Aufsteiger inkl. Trend
zur weiteren Urbanisierung und Single-Gesellschaft

c.) in den unteren Preislagen durch Flüchtlingszuzug und
Prekarisierung weiter Teile der Gesellschaft,

kann man wirklich nur raten kapitalseitig in den deutschen
Wohnungsmarkt einzusteigen und vom Preisanstieg zu
partizipieren. Hätte gerne einen Immo ETF.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Wenn das "Ausschalten des Gefahrenfaktors Mensch" DAS Argument für selbstfahrende Autos sein soll - was spricht dann gegen den massiven Ausbau von ÖPNV?

Und was ist mit den anderen Fragen, die ich aufgeworfen habe? Umwelt? Verkehrsinfarkt?

Lounge Gast schrieb:

Ich halte Deine Sicht für falsch. Die selbstfahrenden Autos
werden mittel- bis langfristig den Gefahrenfaktor
"menschlicher Fahrer" ausschalten. Jugendliche
Raser auf der Autobahn wird es dann nicht mehr geben. Ebenso
wenig Auffahrunfälle und tödlichen Sekundenschlaf auf der
Autobahn.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Was viele nicht berücksichtigen, ist die demographische Entwicklung mit und ohne Berücksichtigung von Flüchtlingen.
Beide Kurven zeigen jedoch mittelfristig nach unten, will heißen: die Bevölkerung in Deutschland nimmt ab und auch die Bautätigkeit des Staates. Auf den Einwand hin gleich vorweg: Die Geburtenrate in den "muslimischen Ländern" ist mittlerweile auch rückläufig.
Das Bild mit er Familie und den vielen Kindern ist nicht das wahre Bild.

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DAX Einkäufer

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

"DAS Argument für selbstfahrende Autos sein soll - was spricht dann gegen den massiven Ausbau von ÖPNV?"

Dass der niemals genau dort vorbeifahren wird, wo ich wohne. Und auch nicht zu den Zeiten, an denen ich dort losfahren oder ankommen will. Und wenn, dann wohne ich in einer verdammt schlechten Lage.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Kannst Du das irgendwie belegen? Aus Gebieten wie dem Gaza Streifen oder afrikanischen Ländern hört man genau das Gegenteil. Nämlich Bevölkerungsexplosion. Hier lebende Türken in der zweiten und dritten Generation scheinen sich in der Kinderzahl aber langsam den deutschen Familien anzupassen.

Lounge Gast schrieb:

Auf den Einwand hin gleich vorweg:
Die Geburtenrate in den "muslimischen Ländern" ist
mittlerweile auch rückläufig.
Das Bild mit er Familie und den vielen Kindern ist nicht das
wahre Bild.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Schonmal was von Park&Ride gehört?

Nein, natürlich musst Du (wie übrigens auch derjenige, der an einer Haltestelle wohnt und dessen Arbeitsstelle auch an einer Haltestelle liegt) unbedingt komplett und immer mit dem Auto fahren. Weil Du außerhalb wohnst. Weil da ja keine Haltestelle ist. Lass mich raten: Weil die Leute in Bus und Bahn stinken. Weil Bahn und Bus so verspätet sind.

Kompensiert wird das dann durch das Kompostieren Deiner Bio-Eierschalen und der Weiterbenutzung des Kaffeesatzes als Dünger. Und natürlich durch den Fingerzeig auf die schmutzigen Amerikaner und Chinesen, die ja solche Umweltsünder sind. In Deinem BlueTec ist natürlich der Vogelnistplatz mit eingebaut und Igel und Füchse wärmen sich an Auspuff und Motor und erfreuen sich an Deiner Naturverbundenheit.

Sorry, aber es ist genau Dein Verhalten, welches uns NICHT weiterbringt. Weder gesellschaftlich noch ökologisch.

DAX Einkäufer schrieb:

"DAS Argument für selbstfahrende Autos sein soll - was
spricht dann gegen den massiven Ausbau von ÖPNV?"

Dass der niemals genau dort vorbeifahren wird, wo ich wohne.
Und auch nicht zu den Zeiten, an denen ich dort losfahren
oder ankommen will. Und wenn, dann wohne ich in einer
verdammt schlechten Lage.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Mal wieder ein Beitrag der Klasse "ich nehme keinen Bezug zum Thema und habe keine Ahnung. Aber ich schreibe mal was, was ich irgendwo gelesen habe".

Zum Einen: Was hat der (angebliche) Rückgang der Bevölkerung mit den Immobilienpreisen in Ballungszentren zu tun?

Zum Anderen: Was hat die Geburtenrate in muslimischen Ländern mit den Immobilienpreisen in D zu tun?

Zum Dritten: "Die Geburtenrate in muslimischen Ländern ist rückläufig" - wenn sie (ich nenne mal Fantasiezahlen) von 3,8 Kindern pro Frau auf 3,6 gesunken ist, was bedeutet das dann? Einen Bevölkerungsrückgang?

Lounge Gast schrieb:

Was viele nicht berücksichtigen, ist die demographische
Entwicklung mit und ohne Berücksichtigung von Flüchtlingen.
Beide Kurven zeigen jedoch mittelfristig nach unten, will
heißen: die Bevölkerung in Deutschland nimmt ab und auch die
Bautätigkeit des Staates. Auf den Einwand hin gleich vorweg:
Die Geburtenrate in den "muslimischen Ländern" ist
mittlerweile auch rückläufig.
Das Bild mit er Familie und den vielen Kindern ist nicht das
wahre Bild.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Die Frage ist wie gut die Haltestellen verbunden sind. Ich habe genau vor der Haustüre eine Bus Station, die Trambahn ist ca. 150m weg und die S-Bahn Stammstrecke in München ist ungefähr 600m weg.

Bei meiner Firma sieht es ähnlich aus ca. 400m zur U-Bahn und zur Trammbahn.

Zwischen Wohnung und Firma liegen real 9km.

Wenn ich nun mit den öffentlichen Verkehersmitteln versuche dort hinzukommen, benötige ich wenn alles perfekt funktioniert und keine Verzögerungen entstehen 55 Minuten pro Richtung am tag also 110 Minuten.

Mit dem Auto benötige ich in der Früh ca. 15 Minuten am Abend ca. 35 Minuten macht 50 Minuten. Bei 220 Arbeitstagen spare ich mir also 11000 Minuten oder 183 Stunden.

Da sollte es klar einleuchten das man lieber mit dem Auto fährt. Ein weiterer Aspekt ist, dass der Wagen sowieso schon vorhanden ist und die 18km mehr am Tag kostenmässig wenig ins Gewicht fallen wenn ich auch noch ein MVV Abo gegenrechne.

Lounge Gast schrieb:

Schonmal was von Park&Ride gehört?

Nein, natürlich musst Du (wie übrigens auch derjenige, der an
einer Haltestelle wohnt und dessen Arbeitsstelle auch an
einer Haltestelle liegt) unbedingt komplett und immer mit dem
Auto fahren. Weil Du außerhalb wohnst. Weil da ja keine
Haltestelle ist. Lass mich raten: Weil die Leute in Bus und
Bahn stinken. Weil Bahn und Bus so verspätet sind.

Kompensiert wird das dann durch das Kompostieren Deiner
Bio-Eierschalen und der Weiterbenutzung des Kaffeesatzes als
Dünger. Und natürlich durch den Fingerzeig auf die
schmutzigen Amerikaner und Chinesen, die ja solche
Umweltsünder sind. In Deinem BlueTec ist natürlich der
Vogelnistplatz mit eingebaut und Igel und Füchse wärmen sich
an Auspuff und Motor und erfreuen sich an Deiner
Naturverbundenheit.

Sorry, aber es ist genau Dein Verhalten, welches uns NICHT
weiterbringt. Weder gesellschaftlich noch ökologisch.

DAX Einkäufer schrieb:

"DAS Argument für selbstfahrende Autos sein soll -
was
spricht dann gegen den massiven Ausbau von ÖPNV?"

Dass der niemals genau dort vorbeifahren wird, wo ich
wohne.
Und auch nicht zu den Zeiten, an denen ich dort losfahren
oder ankommen will. Und wenn, dann wohne ich in einer
verdammt schlechten Lage.

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know-it-all

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Lounge Gast schrieb:

Schonmal was von Park&Ride gehört?

Das "Park" innerhalb "Park&Ride" beinhaltet doch sogar die von dir als schädlich betrachtete Autobenutzung. Ist das nicht widersprüchlich?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Krass: Meine Straßenbahnhaltestelle liegt 200m entfernt und die Straßenbahn bringt mich zum Bahnhof in 2,3km Entfernung. Von dort fahre ich 30km mit dem Zug. Im Zielort muss ich 400m laufen bis zum Büro.

Wenn alles perfekt funktioniert, dann brauche ich von Wohnungstür zu Bürostuhl (!) 40 min. Wenn es normal läuft, dann 45-50 min.

würdest Du ein Fahrrad nutzen, um zur S-Bahn Stammstrecke in München zu kommen, dann sollte der einfache Weg nur noch 30 min betragen. Oder wllst Du mir ernsthaft erzählen, dass Du für 400m Fußweg 10 Minuten benötigst?! Oder dass die Fahrtzeit der S-Bahn für 9km 40 Minuten beträgt? Probier es aus!

Du sagst doch selbst, was der wesentliche Grund für die Autobenutzung ist: das Vorhandensein des Autos. Also auch letztendlich Bequemlichkeit.

Ich sage nicht "alle Autos sind Mist", wie ein weiterer Beitrag suggeriert. Sehr wohl benötigt man in ländlichen Gegenden ein Auto. Aber ich frage mich doch sehr wohl, wie die Hinwendung zu mehr Ökologie funktionieren soll, wenn jeder auf dem Standpunkt steht "Schön und gut, aber ich nicht!"

Wahrscheinlich wäre das Abschaffen/Reduzieren der Pendlerpauschale bei gleichzeitiger stärkerer Subventionierung des ÖPNV genau der richtige Schritt!

Lounge Gast schrieb:

Die Frage ist wie gut die Haltestellen verbunden sind. Ich
habe genau vor der Haustüre eine Bus Station, die Trambahn
ist ca. 150m weg und die S-Bahn Stammstrecke in München ist
ungefähr 600m weg.

Bei meiner Firma sieht es ähnlich aus ca. 400m zur U-Bahn und
zur Trammbahn.

Zwischen Wohnung und Firma liegen real 9km.

Wenn ich nun mit den öffentlichen Verkehersmitteln versuche
dort hinzukommen, benötige ich wenn alles perfekt
funktioniert und keine Verzögerungen entstehen 55 Minuten pro
Richtung am tag also 110 Minuten.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

hier ist mal wieder ein grüner ÖPNV-Liebhaber ausgebrochen. Bei den hohen Preisen für die Öffentlichen will ich das auch nicht unterstützen (bin übrigens nicht der Autofahrer von den vorherigen Posts). Was erlauben sich die Verkehrsbetriebe eigentlich mittlerweile? Zuverlässig gibt es Preissteigerungen jedes Jahr.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Nein mein Problem ist das ich x mal umsteigen muss, da gibt es folgende Varianten:

  1. Laufen zur S-Bahn, S-Bahn fahren, Umstieg U-Bahn, Umstieg Tram-Bahn

  2. Laufen zur Tram-Bahn, Tram-Bahn fahren, Umstieg U-Bahn, Umstieg U-Bahn

Beide Varianten brauchen ziemlich genau 55 Minuten, wenn die Tram oder die S-Bahn oder die 1. U-Bahn mehr als 2 Minuten zu spät kommt (also quasi jedes 2. mal) verpasse ich den Anschluss, damit steigert sich das ganze wenn es dumm läuft auf 75 Minuten für 9km!

Wie gesagt es ist mir schon nicht verkaufbar bei perfekter Verbindung auf 1 Stunde Freizeit pro Tag zu verzichten, das ganze lässt sich aber locker auf fast 2 Stunden pro Tag steigern.

Die Fahrerei in die Firma kostet mich vll 70? an Sprit und etwas Verschleiß am Auto dafür krieg ich nichtmal die MVV Karte bezahlt.

Ich bin erst dann bereit mit den öffentlichen zu fahren wenn ich keine Minute länger wie mit dem Auto brauche und das Ganze auch spürbar billiger ist.

Lounge Gast schrieb:

Krass: Meine Straßenbahnhaltestelle liegt 200m entfernt und
die Straßenbahn bringt mich zum Bahnhof in 2,3km Entfernung.
Von dort fahre ich 30km mit dem Zug. Im Zielort muss ich 400m
laufen bis zum Büro.

Wenn alles perfekt funktioniert, dann brauche ich von
Wohnungstür zu Bürostuhl (!) 40 min. Wenn es normal läuft,
dann 45-50 min.

würdest Du ein Fahrrad nutzen, um zur S-Bahn Stammstrecke in
München zu kommen, dann sollte der einfache Weg nur noch 30
min betragen. Oder wllst Du mir ernsthaft erzählen, dass Du
für 400m Fußweg 10 Minuten benötigst?! Oder dass die
Fahrtzeit der S-Bahn für 9km 40 Minuten beträgt? Probier es
aus!

Du sagst doch selbst, was der wesentliche Grund für die
Autobenutzung ist: das Vorhandensein des Autos. Also auch
letztendlich Bequemlichkeit.

Ich sage nicht "alle Autos sind Mist", wie ein
weiterer Beitrag suggeriert. Sehr wohl benötigt man in
ländlichen Gegenden ein Auto. Aber ich frage mich doch sehr
wohl, wie die Hinwendung zu mehr Ökologie funktionieren soll,
wenn jeder auf dem Standpunkt steht "Schön und gut, aber
ich nicht!"

Wahrscheinlich wäre das Abschaffen/Reduzieren der
Pendlerpauschale bei gleichzeitiger stärkerer
Subventionierung des ÖPNV genau der richtige Schritt!

Lounge Gast schrieb:

Die Frage ist wie gut die Haltestellen verbunden sind. Ich
habe genau vor der Haustüre eine Bus Station, die Trambahn
ist ca. 150m weg und die S-Bahn Stammstrecke in München
ist
ungefähr 600m weg.

Bei meiner Firma sieht es ähnlich aus ca. 400m zur
U-Bahn und
zur Trammbahn.

Zwischen Wohnung und Firma liegen real 9km.

Wenn ich nun mit den öffentlichen Verkehersmitteln
versuche
dort hinzukommen, benötige ich wenn alles perfekt
funktioniert und keine Verzögerungen entstehen 55
Minuten pro
Richtung am tag also 110 Minuten.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Na, dann sind wir uns ja prinzipiell einig:

Der Ausbau des ÖPNV sollte das Problem lindern :-D

Ob es "billiger" ist, Auto zu fahren, ist in Deiner Milchmädchenrechnung nicht enthalten. Du setzt lediglich die Spritkosten der Fahrkarte entgegen.

Wie gesagt, ich glaube nicht, dass alle überall ÖPNV fahren müssen oder können.

Nur erlebe ich allzu oft, dass es heißt "ÖPNV ist scheiße, aber selbstfahrende Autos lösen das Verkehrsproblem". Das ist einfach Quatsch, der allerdings von der Industrie nur allzugerne verkauft wird!

Lounge Gast schrieb:
...

Die Fahrerei in die Firma kostet mich vll 70? an Sprit und
etwas Verschleiß am Auto dafür krieg ich nichtmal die MVV
Karte bezahlt.

Ich bin erst dann bereit mit den öffentlichen zu fahren wenn
ich keine Minute länger wie mit dem Auto brauche und das
Ganze auch spürbar billiger ist.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Selbst wenn mich die Fahrt in die Arbeit mit dem Auto 200? mehr kostet ist das vom Stundenlohn her immernoch rentabel.

Abgesehen davon ja ich habe auch keine Lust mit den öffentlichen zu fahren, ich möchte nicht in der Hitze, Kälte oder Regen draussen stehen. Ich kann im Auto Musik hören so laut ich will und mich dabei von den Massagesitzen durchkneten lassen.

Lounge Gast schrieb:

Na, dann sind wir uns ja prinzipiell einig:

Der Ausbau des ÖPNV sollte das Problem lindern :-D

Ob es "billiger" ist, Auto zu fahren, ist in Deiner
Milchmädchenrechnung nicht enthalten. Du setzt lediglich die
Spritkosten der Fahrkarte entgegen.

Wie gesagt, ich glaube nicht, dass alle überall ÖPNV fahren
müssen oder können.

Nur erlebe ich allzu oft, dass es heißt "ÖPNV ist
scheiße, aber selbstfahrende Autos lösen das
Verkehrsproblem". Das ist einfach Quatsch, der
allerdings von der Industrie nur allzugerne verkauft wird!

Lounge Gast schrieb:
...

Die Fahrerei in die Firma kostet mich vll 70? an Sprit und
etwas Verschleiß am Auto dafür krieg ich nichtmal die MVV
Karte bezahlt.

Ich bin erst dann bereit mit den öffentlichen zu fahren
wenn
ich keine Minute länger wie mit dem Auto brauche und das
Ganze auch spürbar billiger ist.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Abgesehen davon wird man nach Feierabend in den Öffentlichen von Kleinkrimenellen regelmäßig abgezogen. Nein Danke.

antworten
DAX Einkäufer

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

"Nur erlebe ich allzu oft, dass es heißt "ÖPNV ist scheiße, aber selbstfahrende Autos lösen das Verkehrsproblem". Das ist einfach Quatsch, der allerdings von der Industrie nur allzugerne verkauft wird!"

Natürlich sind elektrisch betriebene, selbstfahrende Autos ein wesentlicher Beitrag zur "Lösung" des Verkehrsproblems. Entscheidend ist natürlich, wie man "Lösung" definiert. Wenn wir das Arbeits-, Einkaufs- und Sozialleben nicht vollständig auf die eigene Wohnung reduzieren, dann werden immer Menschen von A nach B müssen, und zwar mit individuellem Start- und Ziel-Ort sowie -Zeitpunkt. In großen Städten lassen sich zu Stoßzeiten einige Ströme zusammenfassen, aber der Faktor Individualität und Zeit wird in unserer Gesellschaft immer wertvoller. Inzwischen geht nicht mehr morgens ein Alleinverdiener aus dem Haus und muss mit Tausenden anderer Arbeiter pünktlich um 6 Uhr in der Fabrik sein, sondern es gehen beide Eltern aus dem Haus, einer bringt Kinder zur Kita, der andere holt sie später wieder ab und einer erledigt auf dem Rückweg noch die Einkäufe für die Familie. Vielleicht unterbricht auch einer die Arbeit für ein paar Stunden, um sie abends fortzusetzen.

Der Verkehr wird in der Zukunft deshalb meist aus der Kombination mehrerer Verkehrsmittel bestehen von denen nur wenige im persönlichen Eigentum des Benutzers sein werden. Dadurch wird die Trennung zwischen "Öffentlicher Verkehr" und "Privater Verkehr" zunehmend aufgehoben. Offene Car-Sharing Lösungen sind im Grunde beides - öffentlich verfügbare Fahrzeuge, die aber im Moment der Benutzung geschlossen sind. Dadurch sinkt zwar nicht die Anzahl der fahrenden Fahrzeuge, aber die Anzahl Fahrzeuge im ruhenden Verkehr (Parkplatzknappheit). Wenn diese Verkehrsmittel elektrifiziert sind und keine fossilen Brennstoffe verbrauchen, dann ist das auch ökologisch betrachtet ein erheblicher Fortschritt. Dieses Zielbild können eigentlich nur Individualitäts-Feinde verweigern.

Gleichzeitig werden schienengebundene Fahrzeuge zunehmend an Grenzen stoßen. Einen Großteil der Zeit werden Schienen nicht genutzt, stehen aber auch nicht dem übrigen Verkehr zur Verfügung. Sie sind kaum variabel hinsichtlich dem Wechsel von Personen- und Warentransport. Schienenfahrzeuge können nicht überholen, nicht ausweichen, sind laut und stoßen an Steigungen oder engen Kurven an physische Grenzen. Und sie brauchen eine Schiene, Waren werden also damit fast nie bis zum Zielort transportiert werden. Ich glaube nicht, dass Schienenfahrzeuge in Großstädten langfristig eine Daseinsberechtigung haben außer ihrer historisch angewachsenen Existenz.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Du schlägst als vor das Thema Privatzüge wieder aufleben zu lassen?

DAX Einkäufer schrieb:

"Nur erlebe ich allzu oft, dass es heißt "ÖPNV ist
scheiße, aber selbstfahrende Autos lösen das
Verkehrsproblem". Das ist einfach Quatsch, der
allerdings von der Industrie nur allzugerne verkauft
wird!"

Natürlich sind elektrisch betriebene, selbstfahrende Autos
ein wesentlicher Beitrag zur "Lösung" des
Verkehrsproblems. Entscheidend ist natürlich, wie man
"Lösung" definiert. Wenn wir das Arbeits-,
Einkaufs- und Sozialleben nicht vollständig auf die eigene
Wohnung reduzieren, dann werden immer Menschen von A nach B
müssen, und zwar mit individuellem Start- und Ziel-Ort sowie
-Zeitpunkt. In großen Städten lassen sich zu Stoßzeiten
einige Ströme zusammenfassen, aber der Faktor Individualität
und Zeit wird in unserer Gesellschaft immer wertvoller.
Inzwischen geht nicht mehr morgens ein Alleinverdiener aus
dem Haus und muss mit Tausenden anderer Arbeiter pünktlich um
6 Uhr in der Fabrik sein, sondern es gehen beide Eltern aus
dem Haus, einer bringt Kinder zur Kita, der andere holt sie
später wieder ab und einer erledigt auf dem Rückweg noch die
Einkäufe für die Familie. Vielleicht unterbricht auch einer
die Arbeit für ein paar Stunden, um sie abends fortzusetzen.

Der Verkehr wird in der Zukunft deshalb meist aus der
Kombination mehrerer Verkehrsmittel bestehen von denen nur
wenige im persönlichen Eigentum des Benutzers sein werden.
Dadurch wird die Trennung zwischen "Öffentlicher
Verkehr" und "Privater Verkehr" zunehmend
aufgehoben. Offene Car-Sharing Lösungen sind im Grunde beides

  • öffentlich verfügbare Fahrzeuge, die aber im Moment der
    Benutzung geschlossen sind. Dadurch sinkt zwar nicht die
    Anzahl der fahrenden Fahrzeuge, aber die Anzahl Fahrzeuge im
    ruhenden Verkehr (Parkplatzknappheit). Wenn diese
    Verkehrsmittel elektrifiziert sind und keine fossilen
    Brennstoffe verbrauchen, dann ist das auch ökologisch
    betrachtet ein erheblicher Fortschritt. Dieses Zielbild
    können eigentlich nur Individualitäts-Feinde verweigern.

Gleichzeitig werden schienengebundene Fahrzeuge zunehmend an
Grenzen stoßen. Einen Großteil der Zeit werden Schienen nicht
genutzt, stehen aber auch nicht dem übrigen Verkehr zur
Verfügung. Sie sind kaum variabel hinsichtlich dem Wechsel
von Personen- und Warentransport. Schienenfahrzeuge können
nicht überholen, nicht ausweichen, sind laut und stoßen an
Steigungen oder engen Kurven an physische Grenzen. Und sie
brauchen eine Schiene, Waren werden also damit fast nie bis
zum Zielort transportiert werden. Ich glaube nicht, dass
Schienenfahrzeuge in Großstädten langfristig eine
Daseinsberechtigung haben außer ihrer historisch
angewachsenen Existenz.

antworten
know-it-all

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich habe den Beitrag des Dax-Einkäufers noch ein zweites Mal gründlich gelesen - insbesondere den Abschnitt zum Schienenverkehr.

Was mir allerdings noch fehlt ist das Bindeglied zwischen dem was er geschrieben hat und deiner Frage. Wo in seinem Beitrag steht irgendwas von Privatzügen? Was ist überhaupt ein "Privatzug"? Meinst du Privatbahnen?

Und warum soll das Thema _wieder_ aufgelegt werden?

Lounge Gast schrieb:

Du schlägst als vor das Thema Privatzüge wieder aufleben zu
lassen?

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Er sprach von privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln und das die Nutzung der Schienen nicht mehr zeitgemäß ist.

Ich schlussfolgere das man sich wieder mehr private Züge zulegen sollte. Damit sind Züge in Privatbesitz gemeint mit denen man sich dann auf regulären Bahnschienen fortbewegt das war etwa zur Gründerzeit in den USA nicht unüblich, da hatte man einen privaten Reisewagen der an einen öffentlichen Zug gehangen wurde oder gleich eine Private Zugmaschine und Wagon.

know-it-all schrieb:

Ich habe den Beitrag des Dax-Einkäufers noch ein zweites Mal
gründlich gelesen - insbesondere den Abschnitt zum
Schienenverkehr.

Was mir allerdings noch fehlt ist das Bindeglied zwischen dem
was er geschrieben hat und deiner Frage. Wo in seinem Beitrag
steht irgendwas von Privatzügen? Was ist überhaupt ein
"Privatzug"? Meinst du Privatbahnen?

Und warum soll das Thema _wieder_ aufgelegt werden?

Lounge Gast schrieb:

Du schlägst als vor das Thema Privatzüge wieder aufleben
zu
lassen?

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Der ÖPNV hat in vielen Gegenden leider ein Henne-Ei-Problem. Irgendwann wird der Takt ausgedünnt und mehr Leute wechseln zum Individualverkehr. Dadurch sinken die Nutzungszahlen.
Für mich ist z.B. der RMV im Rhein-Main-Gebiet stark davon betroffen, leistungsfähig nur im Frankfurter Stadtzentrum, der Rest ist ein echtes Drama und echt teuer.
Dagegen ist in Berlin die VBB/BVG z.B. stark, mit einer riesigen versorgten Fläche. In 80% der Fälle ist man dort mit dem ÖPNV auch mindestens so schnell wie mit dem Auto unterwegs Tür zu Tür. Nicht vergessen, mit den Öffentlichen muss ich mir keinen Parkplatz suchen bzw. bezahlen.

antworten
know-it-all

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Die Schlussfolgerung ist allerdings ziemlich weit weg von den Aussagen des Dax-Einkäufers.
Die von ihm bemängelte schlechte Auslastung resultiert in erster Linie daraus, dass ein wesentlicher Teil der Bevölkerung außerhalb des unmittelbaren Einzugsbereiches eines schienengebundenen Transportsystems lebt.
Gestalten sich das Erreichen des Startpunktes oder das Weiterkommen vom Zielort einer Bahnfahrt als (relativ) umständlich, dann leidet die Attraktivität und in der Folge meidet man dieses Verkehrsmittel von vornherein. Die Ereichbarkeit ist wohlgemerkt ein subjektives Kriterium - ist für den einen eine 15 minütige Busfahrt zur Bahnstation noch hinnehmbar, ist es für den nächsten komplett inakzeptabel.

Ich denke erst sekundär wird die Attraktivität durch den Mangel an individuellen Abfahrts- und Ankunftszeiten beeinträchtigt, die ein Privatzug in der Theorie bieten würde.

Außerdem: wo immer sich durch günstig und attraktiv gelegene Bahnstationen große Menschenmengen auf dem Schienenweg bündeln lassen, lässt sich auch eine entsprechend enge Zugtaktung abbilden. Damit lässt sich bereits mit dem Takt eine nahezu individuelle Abfahrtszeit realisieren. Damit besteht hier ebenfalls keine Notwendigkeit von Privatzügen.

Ich denke die U-Bahnen der großen Metropolen demonstrieren das auch ganz gut. Dort gibt es Takte von tw. 2-3 Minuten, bspw. in Moskau zur Hauptverkehrszeit.

Meine Schlussfolgerung: Schienenwege haben unbestreitbar dort ihre Daseinsberechtigung dort wo sie Punkte mit hohem Personen- und Verkehrsaufkommen direkt oder über "Hubs" miteinander und in einem recht engen Takt miteinander verbinden. In dünner besiedelten Gebieten werden sie langfristig weiter durch andere Fortbewegungsmittel ersetzt werden. Diesen langfristigen Trend sieht man bereits, wenn man mal das Schienennetz Deutschlands von 1900 mit dem heutigen vergleicht.

Lounge Gast schrieb:

Ich schlussfolgere das man sich wieder mehr private Züge
zulegen sollte. Damit sind Züge in Privatbesitz gemeint mit
denen man sich dann auf regulären Bahnschienen fortbewegt das
war etwa zur Gründerzeit in den USA nicht unüblich, da hatte
man einen privaten Reisewagen der an einen öffentlichen Zug
gehangen wurde oder gleich eine Private Zugmaschine und Wagon.

antworten
DAX Einkäufer

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

"Der ÖPNV hat in vielen Gegenden leider ein Henne-Ei-Problem. Irgendwann wird der Takt ausgedünnt und mehr Leute wechseln zum Individualverkehr. Dadurch sinken die Nutzungszahlen."

Ich würde das historisch etwas anders herleiten. Für fast alle Familien in Deutschland kam irgendwann der Punkt, an dem man sich ein Auto zugelegt hat. Da Autos in immer größeren Stückzahlen verfügbar wurden (und seien es günstige, haltbare Gebrauchtwagen) und man bestimmte Strecken nur mit dem PKW komfortabel zurücklegen kann (Getränkekauf, Ausflüge ins Grüne, Ausflüge zu bestimmten Dörfern und Sehenswürdigkeiten etc.), hat heutzutage fast jeder irgendwo Zugriff auf einen eigenen PKW. Ist der eigene PKW erstmal da, rentiert sich seine Nutzung, da man die Fixkosten ja sowieso hat und die Grenzkosten gar nicht so hoch sind. Ist der eigene PKW erstmal da, wird der ÖPNV zunehmend unattraktiver, da die Fahrzeiten länger sind und der Komfort geringer. Die rückläufigen Fahrgastzahlen im ÖPNV liegen nicht primär am ÖPNV, sondern an den immer besser werdenden Alternativen. Die anderen Verkehrsmittel entwickeln sich konsequent weiter, während der ÖPNV kaum komfortabler wird. Inzwischen sind wenigstens viele U-Bahnen und Busse klimatisiert, aber die Bezahlsysteme und Preisstrukturen sind immer noch recht holperig, starr und z.T. veraltet. In vielen Städten wird noch mit "Zonen" gearbeitet und die Anbindung ist vor allem vom Stadtrand in die Innenstadt, aber nicht von einem Stadtrand zum anderen.

Wollte man die Menschen zurück in den ÖPNV bringen, müsste man sie dazu bewegen, ihre Autos komplett abzustoßen. Dafür müssen aber Alternativen zu allen Reisen geschaffen werden, die man mit dem eigenen Auto antritt. Es geht also gar nicht um die reinen ÖPNV-Strecken, sondern auch um Ausflüge, Einkaufsfahrten, Fahrten zum Arzt etc. Auch, wenn es auf den ersten Blick wirr klingen mag: Die Zunahme der Homeshopping-Möglichkeiten trägt mehr zum ÖPNV-Erfolg bei als eine Fahrpreissenkung, da durch Homeshopping die Notwendigkeit des eigenen Autos reduziert wird. Erst das bringt dem ÖPNV einen richtigen Schub. Der aber eventuell gar nicht in Bussen und Bahnen landet, sondern in Miet-Fahrrädern, Carsharing, Uber- und Taxi-Passagieren oder anderen Modellen, von A nach B zu kommen.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Danke an DAX Einkäufer für die Revidierung seiner vorherigen irrigen Meinung.

Mittlerweile ist auch ihm aufgegangen, dass im ÖPNV die Zukunft liegt (und damit meinte ich natürlich auch die Car-Sharing Lösungen ,die Mietfahrräder und die sonstigen "Nutzen - statt- besitzten"-Möglichkeiten).

Damit können wir diesen Thread schließen, nachdem die Ursprungsfrage "Wann setzt die Stadtflucht ein?" als Unfug entlarvt wurde.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ob dem ÖPNV wirklich die Zukunft gehört, bleibt abzuwarten. Solange die private Kfz-Nutzung nicht verboten wird, werden es viele vorziehen, das eigene Auto zu benutzen.
Umwelt u.s.w. ist für mich kein Thema. Man lebt nur einmal. Ich lebe im städtischen Bereich. Stadtbus des RMV vor der Tür.
Trotzdem habe ich mehrere Autos. Den Bus benutze ich nur, wenn ich ein Auto von der Werkstatt abholen muss. Andere machen das auch so. Die Tiefgarage ist bis zum letzten Platz besetzt.
TG-Stellplätze sind mittlerweile richtig teuer. Kosten manchmal mehr als 20k. Mit dem Aufzug von der Wohnung bei jedem Wetter ohne Stufen trocken zum Auto und zurück. Und auf den Stellplatz passt auch ein Auto mit mehr als 5m Länge.
Das ist natürlich Luxus. Aber genau den will ich mir leisten.

Lounge Gast schrieb:

Danke an DAX Einkäufer für die Revidierung seiner vorherigen
irrigen Meinung.

Mittlerweile ist auch ihm aufgegangen, dass im ÖPNV die
Zukunft liegt (und damit meinte ich natürlich auch die
Car-Sharing Lösungen ,die Mietfahrräder und die sonstigen
"Nutzen - statt- besitzten"-Möglichkeiten).

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Immerhin stehst Du dazu und versteckst Dich nicht hinter "der ÖPNV ist teuer" oder "ich muss aber von der haltestelle noch 160 Meter zum Büro laufen".

Dass ich nicht Deiner Meinung bin und diese konsumorientierte Haltung auch sehr fragwürdig finde, bleibt aber trotzdem Fakt.

Lounge Gast schrieb:

Ob dem ÖPNV wirklich die Zukunft gehört, bleibt abzuwarten.
Solange die private Kfz-Nutzung nicht verboten wird, werden
es viele vorziehen, das eigene Auto zu benutzen.
Umwelt u.s.w. ist für mich kein Thema. Man lebt nur einmal.
Ich lebe im städtischen Bereich. Stadtbus des RMV vor der Tür.
Trotzdem habe ich mehrere Autos. Den Bus benutze ich nur,
wenn ich ein Auto von der Werkstatt abholen muss. Andere
machen das auch so. Die Tiefgarage ist bis zum letzten Platz
besetzt.
TG-Stellplätze sind mittlerweile richtig teuer. Kosten
manchmal mehr als 20k. Mit dem Aufzug von der Wohnung bei
jedem Wetter ohne Stufen trocken zum Auto und zurück. Und auf
den Stellplatz passt auch ein Auto mit mehr als 5m Länge.
Das ist natürlich Luxus. Aber genau den will ich mir leisten.

Lounge Gast schrieb:

Danke an DAX Einkäufer für die Revidierung seiner
vorherigen
irrigen Meinung.

Mittlerweile ist auch ihm aufgegangen, dass im ÖPNV die
Zukunft liegt (und damit meinte ich natürlich auch die
Car-Sharing Lösungen ,die Mietfahrräder und die sonstigen
"Nutzen - statt- besitzten"-Möglichkeiten).

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Abwrackprämie, E-Auto Prämie, Pendlerpauschale, Firmenleasing (verringert die Steuerlast), To Big to fail weil zu viele Jobs drang hängen usw.
Die Frage ist wie lange wir uns noch von der Autoindustrie erpressen lassen wollen.
Es gibt Arbeitgeber, die haben Steckdosen für die E-Bikes ihrer Mitarbeiter. Damit könnten alle Mitarbeiter mit einem Radius von 20 Km unter einer Stunde von Haustür zur Haustür (also alle innerhalb einer deutschen Großstadt).
Wenn die Autoindustrie an den Kosten für die Umweltverschmutzung beteiligt wird (die sie verursacht), könnte der ÖPNV massiv ausgebaut werden.

Zum Thema Stadtflucht denke ich daher das die Städte oder Metropolregionen in den nächsten 20 Jahren noch attraktiver werden. Gerade weil sich das Thema Mobilität auf kurzen Strecken gerade ändert werden viele Gemeinden und Städte zusammen wachsen. Das bringt noch mehr Potential für Großstädte

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich habe mal bei einem Dax30-Konzern gearbeitet, der allen Mitarbeitern kostenlose Jobtickets angeboten hat. In meinem Fall hätte es bedeutet, dass ich mit Bus und Bahn umsonst hätte fahren dürfen. Dieses Ticket habe ich mir nie abgeholt. Auch einige andere Kollegen haben darauf freiwillig verzichtet.

Lounge Gast schrieb:

Abwrackprämie, E-Auto Prämie, Pendlerpauschale, Firmenleasing
(verringert die Steuerlast), To Big to fail weil zu viele
Jobs drang hängen usw.
Die Frage ist wie lange wir uns noch von der Autoindustrie
erpressen lassen wollen.
Es gibt Arbeitgeber, die haben Steckdosen für die E-Bikes
ihrer Mitarbeiter. Damit könnten alle Mitarbeiter mit einem
Radius von 20 Km unter einer Stunde von Haustür zur Haustür
(also alle innerhalb einer deutschen Großstadt).
Wenn die Autoindustrie an den Kosten für die
Umweltverschmutzung beteiligt wird (die sie verursacht),
könnte der ÖPNV massiv ausgebaut werden.

Zum Thema Stadtflucht denke ich daher das die Städte oder
Metropolregionen in den nächsten 20 Jahren noch attraktiver
werden. Gerade weil sich das Thema Mobilität auf kurzen
Strecken gerade ändert werden viele Gemeinden und Städte
zusammen wachsen. Das bringt noch mehr Potential für Großstädte

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Danke für diesen intelligenten und sachgerechten Beitrag!

Lounge Gast schrieb:

Abwrackprämie, E-Auto Prämie, Pendlerpauschale, Firmenleasing
(verringert die Steuerlast), To Big to fail weil zu viele
Jobs drang hängen usw.
Die Frage ist wie lange wir uns noch von der Autoindustrie
erpressen lassen wollen.
Es gibt Arbeitgeber, die haben Steckdosen für die E-Bikes
ihrer Mitarbeiter. Damit könnten alle Mitarbeiter mit einem
Radius von 20 Km unter einer Stunde von Haustür zur Haustür
(also alle innerhalb einer deutschen Großstadt).
Wenn die Autoindustrie an den Kosten für die
Umweltverschmutzung beteiligt wird (die sie verursacht),
könnte der ÖPNV massiv ausgebaut werden.

Zum Thema Stadtflucht denke ich daher das die Städte oder
Metropolregionen in den nächsten 20 Jahren noch attraktiver
werden. Gerade weil sich das Thema Mobilität auf kurzen
Strecken gerade ändert werden viele Gemeinden und Städte
zusammen wachsen. Das bringt noch mehr Potential für Großstädte

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DAX Einkäufer

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

"Danke an DAX Einkäufer für die Revidierung seiner vorherigen irrigen Meinung.

Mittlerweile ist auch ihm aufgegangen, dass im ÖPNV die Zukunft liegt (und damit meinte ich natürlich auch die Car-Sharing Lösungen ,die Mietfahrräder und die sonstigen "Nutzen - statt- besitzten"-Möglichkeiten)."

Diese etwas hochnäsige, überhebliche Formulierung kann eigentlich nur von einem Politikwissenschaftler oder Lehrer stammen. Ich würde auf einen Beamten tippen, u.a. wegen der vollkommenen Ignoranz gegenüber dem Thema "Arbeitsplätze" in einem späteren Beitrag. Viel Erfolg mit dieser Haltung. Die ÖPNV-Liebhaberei ist allerdings in Deutschland kaum mehrheitsfähig, im Rest der Welt noch viel weniger. Für die meisten Menschen ist individuelle Mobilität der zu erreichende Zielzustand und jede Form von gemeinsamer Mobilität (Bahn etc.) nur ein notwendiges Übel, weil die individuelle Mobilität zu teuer ist oder auf der betroffenen Strecke überlastet (Staus etc.).

Der Rest in diesen Beiträgen scheint pure Ideologie zu sein - auch mal erheiternd. Sonst sind ja hier sehr viele unterwegs, denen es eigentlich nur um ihr eigenes Wohl geht.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Dann jammere beim nächsten Klimagipfel nicht über die Amerikaner, wenn wieder mal gezeigt wird, dass der pro-Kopf-Verbrauch von Energie dort ca. doppelt so hoch ist wie in D:

Sie werden auch sagen: Eine Klimaanlage im Haus ist der zu erreichende Zielzustand, und die, die das nicht haben, haben zu wenig Geld.

Ohne Verhaltensänderung und Änderung des inhärenten Wertesystems (über mir spricht jemand von "... die Frau im schicken eigenen Wagen nach Hause bringen") wird es wohl nichts mit dem Umweltbewusstsein.

Da bringt es dann auch nichts, wenn Du (wie weiter oben beschrieben) Deinen Kaffeesatz als Dünger verwendest und Deine Bio-Eierschalen kompostierst!

DAX Einkäufer schrieb:
... Die ÖPNV-Liebhaberei ist

allerdings in Deutschland kaum mehrheitsfähig, im Rest der
Welt noch viel weniger. Für die meisten Menschen ist
individuelle Mobilität der zu erreichende Zielzustand und
jede Form von gemeinsamer Mobilität (Bahn etc.) nur ein
notwendiges Übel, weil die individuelle Mobilität zu teuer
ist oder auf der betroffenen Strecke überlastet (Staus etc.).

Der Rest in diesen Beiträgen scheint pure Ideologie zu sein -
auch mal erheiternd. Sonst sind ja hier sehr viele unterwegs,
denen es eigentlich nur um ihr eigenes Wohl geht.

antworten
DAX Einkäufer

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

"Da bringt es dann auch nichts, wenn Du (wie weiter oben beschrieben) Deinen Kaffeesatz als Dünger verwendest und Deine Bio-Eierschalen kompostierst!"

Woher kommt eigentlich der Unfug mit den Bio-Eierschalen? Das hast doch ausschließlich Du selbst geschrieben und Dich dann selbst zitiert.

"Sie werden auch sagen: Eine Klimaanlage im Haus ist der zu erreichende Zielzustand, und die, die das nicht haben, haben zu wenig Geld."

Nein. Ein wohl temperiertes Zuhause ist erstrebenswert und das sehen auch die Hausbauer in Europa so.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Umweltbewusstsein ist Blödsinn! Nicht weil es keine globale Erwärmung gibt oder sonst irgendetwas was die Republikaner anführen würden. Es ist Blödsinn weil Menschen sich nicht ändern! Die Politik ist vom Korruption und Lobbyismus so zerfressen und das man alleine etwas bewirken kann ist Unsinn. Wenn nur einer anfängt.... so ein quatsch nichts wird passieren. Es ist einfach zu spät. Man sollte jetzt einfach das beste daraus machen und sein Leben leben. Wir müssen der zukünftigen Generation dann leider sagen tut uns leid aber man ist sich eben selbst der nächste - denn das ist die Natur des Menschen! Alle Bemühungen sind umsonst und wir sollten uns auf die Suche nach einem neuen Planeten konzentrieren denn für diesen ist es zu spät!

Lounge Gast schrieb:

Dann jammere beim nächsten Klimagipfel nicht über die
Amerikaner, wenn wieder mal gezeigt wird, dass der
pro-Kopf-Verbrauch von Energie dort ca. doppelt so hoch ist
wie in D:

Sie werden auch sagen: Eine Klimaanlage im Haus ist der zu
erreichende Zielzustand, und die, die das nicht haben, haben
zu wenig Geld.

Ohne Verhaltensänderung und Änderung des inhärenten
Wertesystems (über mir spricht jemand von "... die Frau
im schicken eigenen Wagen nach Hause bringen") wird es
wohl nichts mit dem Umweltbewusstsein.

Da bringt es dann auch nichts, wenn Du (wie weiter oben
beschrieben) Deinen Kaffeesatz als Dünger verwendest und
Deine Bio-Eierschalen kompostierst!

DAX Einkäufer schrieb:
... Die ÖPNV-Liebhaberei ist

allerdings in Deutschland kaum mehrheitsfähig, im Rest der
Welt noch viel weniger. Für die meisten Menschen ist
individuelle Mobilität der zu erreichende Zielzustand und
jede Form von gemeinsamer Mobilität (Bahn etc.) nur ein
notwendiges Übel, weil die individuelle Mobilität zu teuer
ist oder auf der betroffenen Strecke überlastet (Staus
etc.).

Der Rest in diesen Beiträgen scheint pure Ideologie zu
sein -
auch mal erheiternd. Sonst sind ja hier sehr viele
unterwegs,
denen es eigentlich nur um ihr eigenes Wohl geht.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Die Wohnmobilität in Deutschland ist extrem gering. Ich kann leider die Quellen nicht nennen und auch die exakten Zahlen habe ich nicht im Kopf, ich glaube mich aber zu erinnern, dass pro Jahr in Deutschland nur 1-2% aller Wohnungsmietverträge gekündigt werden, d.h. 98% wohnen unverändert.
Daneben habe ich im Kopf, dass in Deutschland nur 20% der Menschen in ihrem gesamten Leben (!) mindestens einmal berufsbedingt umziehen. Berufsbedingt in ihrem gesamten Leben. In den USA beispielsweise sind dies deutlich mehr.

Was mich wundert ist, dass Problemstadtteile oftmals sehr zentrumsnah sind. Dort verkehrt Klientel, dass sich so eine zentrumsnahe Wohnung (wenngleich in einer heruntergekommenen Straße) so nicht leisten könnte.

Von der Politik wird ja oftmals von Verdrängung (Stichwort Luxussanierung) geredet. Die Realität ist, dass es Jahrzehnte dauern würde, um einen Stadtteil aus dem Zentrum zu "vertreiben".

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich würde der nächsten Generation gar nichts sagen. Die ist mir nämlich ziemlich egal.

Lounge Gast schrieb:

Umweltbewusstsein ist Blödsinn! Nicht weil es keine globale
Erwärmung gibt oder sonst irgendetwas was die Republikaner
anführen würden. Es ist Blödsinn weil Menschen sich nicht
ändern! Die Politik ist vom Korruption und Lobbyismus so
zerfressen und das man alleine etwas bewirken kann ist
Unsinn. Wenn nur einer anfängt.... so ein quatsch nichts wird
passieren. Es ist einfach zu spät. Man sollte jetzt einfach
das beste daraus machen und sein Leben leben. Wir müssen der
zukünftigen Generation dann leider sagen tut uns leid aber
man ist sich eben selbst der nächste - denn das ist die Natur
des Menschen! Alle Bemühungen sind umsonst und wir sollten
uns auf die Suche nach einem neuen Planeten konzentrieren
denn für diesen ist es zu spät!

Lounge Gast schrieb:

Dann jammere beim nächsten Klimagipfel nicht über die
Amerikaner, wenn wieder mal gezeigt wird, dass der
pro-Kopf-Verbrauch von Energie dort ca. doppelt so hoch
ist
wie in D:

Sie werden auch sagen: Eine Klimaanlage im Haus ist der zu
erreichende Zielzustand, und die, die das nicht haben,
haben
zu wenig Geld.

Ohne Verhaltensänderung und Änderung des inhärenten
Wertesystems (über mir spricht jemand von "... die
Frau
im schicken eigenen Wagen nach Hause bringen") wird
es
wohl nichts mit dem Umweltbewusstsein.

Da bringt es dann auch nichts, wenn Du (wie weiter oben
beschrieben) Deinen Kaffeesatz als Dünger verwendest und
Deine Bio-Eierschalen kompostierst!

DAX Einkäufer schrieb:
... Die ÖPNV-Liebhaberei ist

allerdings in Deutschland kaum mehrheitsfähig, im
Rest der
Welt noch viel weniger. Für die meisten Menschen ist
individuelle Mobilität der zu erreichende
Zielzustand und
jede Form von gemeinsamer Mobilität (Bahn etc.) nur
ein
notwendiges Übel, weil die individuelle Mobilität
zu teuer
ist oder auf der betroffenen Strecke überlastet
(Staus
etc.).

Der Rest in diesen Beiträgen scheint pure Ideologie
zu
sein -
auch mal erheiternd. Sonst sind ja hier sehr viele
unterwegs,
denen es eigentlich nur um ihr eigenes Wohl geht.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Es gibt zentrumsnahe Problemstadteile, in denen auf Grund der wenig attraktiven Bausubstanz die Mieten günstig sind. Gleichzeitig gibt es andere Stadtteile, die genauso zentrumsnah liegen, nur an anderer Stelle des Stadtgebiets und mit attraktiven Immobilien bestückt sind. Gehen wir mal von Altbauten aus, die zur Kaiserzeit entstanden sind. Jugendstil und Gründerzeit. Auch damals gab es billige Mietskasernen (irgendwo mussten die Arbeiter ja wohnen) und andererseits auch sehr hochwertige Mietshäuser, die jeweils in verschiedenen Stadtteilen gelegen haben. Das tun sie heute auch noch, sofern sie den WKII überstanden haben. Die hochwertigen Objekte wurden in den letzten Jahrzehnten Luxus-saniert, die ehemals billigen Mietobjekte sind es heute immer noch, sozusagen auf unterstem Standard. Die sozialen Strukturen aus der Kaiserzeit haben sich bis heute erhalten. Die ehemaligen Arbeiterwohngegenden sind heute eher Migrantenwohngebiete. In den guten Altbau-Wohnlagen liegen die Monatsmieten dafür meist über 1,5k. Zum Teil auch ganz deutlich darüber.

Lounge Gast schrieb:

Die Wohnmobilität in Deutschland ist extrem gering. Ich kann
leider die Quellen nicht nennen und auch die exakten Zahlen
habe ich nicht im Kopf, ich glaube mich aber zu erinnern,
dass pro Jahr in Deutschland nur 1-2% aller
Wohnungsmietverträge gekündigt werden, d.h. 98% wohnen
unverändert.
Daneben habe ich im Kopf, dass in Deutschland nur 20% der
Menschen in ihrem gesamten Leben (!) mindestens einmal
berufsbedingt umziehen. Berufsbedingt in ihrem gesamten
Leben. In den USA beispielsweise sind dies deutlich mehr.

Was mich wundert ist, dass Problemstadtteile oftmals sehr
zentrumsnah sind. Dort verkehrt Klientel, dass sich so eine
zentrumsnahe Wohnung (wenngleich in einer heruntergekommenen
Straße) so nicht leisten könnte.

Von der Politik wird ja oftmals von Verdrängung (Stichwort
Luxussanierung) geredet. Die Realität ist, dass es Jahrzehnte
dauern würde, um einen Stadtteil aus dem Zentrum zu
"vertreiben".

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Das Problem ist Deutschland sind nicht die hohen Mieten, sondern die geringen Gehälter für normale Akademiker. Jeder 0815 Bandklopper im IGM baut mehr Vermögen auf.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Bei meinem Arbeitgeber gibt es auf dem Parkplatz mittlerweile ein paar E-Autos wie den e-Up. Es gibt e-Bikes auf dem Fahrradparkplatz. In unserer Stadt fahren deutlich mehr Radler... auch ganzjährig bei Schnee und Regen. Ist eh nicht jeder Job ein Anzugjob und selbst einem Ingenieur im Büro ist es egal, dass die Frisur nach 20 Minuten Fun auf dem Rad nicht mehr optimal sitzt. Das ist jetzt die Veränderung der letzten 1-2 Jahre. Es werden Radwege gebaut, Straßen dafür von zwei auf eine Spur zurückgebaut. ÖPNV wird elektrifiziert, d.h. die Busse. Bahnen sind es schon. Ich würde nicht sagen, dass sich nichts tut und in meinem Freundeskreis ist der Autoanteil (d.h. mindestens ein Auto im Haushalt; mindestens ein Auto pro Single oder mindestens ein Auto pro Paar oder pro Paar mit Kind) gefühlt unter 50 Prozent. In der Stadt brauchste kein Auto nicht. Selbst nicht, wenn du im Vorort wohnst, wie ein Freund von mir immer wieder beweist. Er ist im Berufsverkehr schneller, sonst kaum langsamer als Autos auf die Gesamtstrecke vom Vorort zum Zielort in der Stadt. Dabei ist er aber sportlich und duchtrainiert, wobei er kaum mehr macht als Fahrrad nutzen statt ÖPNV oder Auto. Er spart dadurch massig Geld und ist gesünder.

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