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ImmobilienImmobilienpreise

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich gebe dir ja irgendwo Recht.

Ich hab jahrelang in Frankfurt gewohnt.

Jetzt wohne ich in einer recht strukturschwachen 200.000-Einwohner Stadt - dort ist das eben etwas anders. Hier bist du nach 25 Min. Fahrtzeit mitm Auto schon am Speckgürtel (wie die Leute hier ihn verstehen) vorbei gefahren. Es geht auch gar nicht sooo sehr darum, ob man nun 20 oder 50 Min. fährt. Ich behaupte aber mal, dass hier bei uns nach 25 Min. Fahrzeit schon das Dörfische anfängt, was in einer größeren Stadt vllt erst nach 50 Min. anfängt. Ich rede dann von Tachtenvereinen, schlechte Öffentliche Nahverkehrsanbindung etc.

Das ist dann definitiv nicht mehr Speckgürtel. Speckgürtel hat doch strukturelle Merkmale und die hören eben bei einer 200.000er Stadt schneller auf, als in Berlin oder München.

Lounge Gast schrieb:

Vielleicht sollten wir hier mal einheitliche Regeln für
Stadt, Speckgürtel und Land aufstellen. Wenn jemand schreibt
das er in 11min mit dem Bus in der Innenstadt ist, dann ist
das noch kein Speckgürtel. Zumindest nicht in einer der
größten Städte in Deutschland. Da braucht man selbst mit der
S- oder U-Bahn vom Speckgürtel 30min zum Hbf. Und natürlich
tut das Pendeln bei 11min auch nicht weh.

In einer Stadt wie Hamburg kann ich sogar in der Stadt wohnen
und täglich eine Stunde auf Arbeit brauchen, welche sich
ebenfalls in der Stadt befindet. Speckgürtel bedeutet für
mich mindestens 30min Fahrt in die Stadt, gerne auch 60min.
Je nachdem wo man hin muss. Und Land ist dann mindestens 1
Stunde von einer Großstadt entfernt.

Mag sein, dass dies für 200k-500k Einwohner-Städte nicht
zutrifft (wenn wir vom Norden reden z.B. Lübeck oder Kiel).
Aber da sind die Preise sowieso komplett andere.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich auch nicht trotzdem finde ich die kurzen Wege angenehm.

Ich wohne in München in der Sendlinger Straße also 1 Minute von der Fussgängerzone weg.

Wenn ich mal essen gehe oder noch schnell etwas einkaufen muss alles ist in wenigen Minuten zu Fuss zu erreichen.

Ruhe habe ich auch die Wohnungen liegt zur Innenhof Seite und von der Terrasse im Dachgeschoss hat man einen wunderbaren Blick auf das alte Rathaus etc. ohne das einen die Nachbarn auf den Grill starren.

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Man ist gesettled ja... aber die "Abenteuer"
erlebt
man eben doch eher in der Stadt.

Es ist halt so: Jeder hat andere Präferenzen. Ich gehe nun
(mit Mitte dreissig) überhaupt nicht mehr aus - es reizt mich
nicht mehr. Ich habe das Gefühl, dabei keine authentischen
Menschen zu treffen. In diesem Gewusel aus Feiern und
Beschwipstheit. In dieser Welt aus Plastik und Trends. Und
das ist am Land eben doch elementar anders.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Speckgürtel ist meistens das, wo auch kein Stadtbus mehr hinfährt. Maximal noch eine S-Bahn.

Lounge Gast schrieb:

Das Pendeln tut gar nicht weh, ich arbeite ja nicht im
Hauptbahnhof. Arbeitsweg jetzt kürzer als früher vom sog.
In-Stadtteil. Zentral wohnen heißt eben im Verkehrsstau
wohnen. Meine Frau hat einen gleich langen Arbeitsweg wie
vorher.

Die Stadt hat über 500k Einwohner.

Wie nennen wir das also? 10-15 Minuten bis Zentrum mit Bus,
Fahrrad oder Auto. Trotzdem ländlich und Wald/Bachlauf gleich
in der Nähe.

Wenn es wirklich darum geht, dass man 30 Minuten fährt, na Oh
Gott... das ist für mich die hintere Wallachhai. Kein Wunder
das wir uns falsch verstehen. Unsere Speckgürtellage ist rein
von Zeit oder Kilometer besser angebunden als manche
Stadtteile. Aber im Gegensatz zur Stadt eben gehobenes
Umfeld, wenig Verkehr, wenig Dreck, lockere Bebauung, viel
Grün, echte Natur in der Nähe. Und wenn möchte, ist man fix
in der Stadt.

Lounge Gast schrieb:

Vielleicht sollten wir hier mal einheitliche Regeln für
Stadt, Speckgürtel und Land aufstellen. Wenn jemand
schreibt
das er in 11min mit dem Bus in der Innenstadt ist, dann
ist
das noch kein Speckgürtel. Zumindest nicht in einer der
größten Städte in Deutschland. Da braucht man selbst mit
der
S- oder U-Bahn vom Speckgürtel 30min zum Hbf. Und
natürlich
tut das Pendeln bei 11min auch nicht weh.

In einer Stadt wie Hamburg kann ich sogar in der Stadt
wohnen
und täglich eine Stunde auf Arbeit brauchen, welche sich
ebenfalls in der Stadt befindet. Speckgürtel bedeutet für
mich mindestens 30min Fahrt in die Stadt, gerne auch
60min.
Je nachdem wo man hin muss. Und Land ist dann mindestens 1
Stunde von einer Großstadt entfernt.

Mag sein, dass dies für 200k-500k Einwohner-Städte nicht
zutrifft (wenn wir vom Norden reden z.B. Lübeck oder
Kiel).
Aber da sind die Preise sowieso komplett andere.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Mir geht es nur um die Vergleichbarkeit. Das "Opfer" welches jemand erbringt wenn er in den Speckgürtel zieht, ist halt einfach ein anderes, wenn man nur 10min in die Stadt braucht. Das würde ich sofort machen. Wirklich in der Innenstadt wohnen wollen sowieso die wenigsten.

Diese Entscheidung ist für ein kompletter No-brainer. Aber was, wenn ein bisschen Natur in der Nähe auf einmal 2x1h pendeln am Tag heißt? Ist es das dann noch Wert?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

10 Minuten in die Stadt bedeutet: das ist noch Stadtgebiet. Also maximal ein Vorort. Speckgürtel ist was anderes, nämlich weiter entfernt. Ich habe hier auch eine Super Busverbindung. Brauche mit dem Bus, der auf dem grössten Teil der Strecke auch noch eine Busspur befahren kann, nur 10 Minuten in die Innenstadt. Aber das ist ein Stadtbus! Diesen Bus benutze ich nur, wenn das Auto in der Werkstatt ist.

Lounge Gast schrieb:

Mir geht es nur um die Vergleichbarkeit. Das
"Opfer" welches jemand erbringt wenn er in den
Speckgürtel zieht, ist halt einfach ein anderes, wenn man nur
10min in die Stadt braucht. Das würde ich sofort machen.
Wirklich in der Innenstadt wohnen wollen sowieso die wenigsten.

Diese Entscheidung ist für ein kompletter No-brainer. Aber
was, wenn ein bisschen Natur in der Nähe auf einmal 2x1h
pendeln am Tag heißt? Ist es das dann noch Wert?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Und woher nimmst du die Aussage, dass das die wenigsten wollen? Wenn ich vor die Tür trete will ich mitten im Leben sein. Vor die Tür aufs Feld treten ödet mich unfassbar an.

Lounge Gast schrieb:

Mir geht es nur um die Vergleichbarkeit. Das
"Opfer" welches jemand erbringt wenn er in den
Speckgürtel zieht, ist halt einfach ein anderes, wenn man nur
10min in die Stadt braucht. Das würde ich sofort machen.
Wirklich in der Innenstadt wohnen wollen sowieso die wenigsten.

Diese Entscheidung ist für ein kompletter No-brainer. Aber
was, wenn ein bisschen Natur in der Nähe auf einmal 2x1h
pendeln am Tag heißt? Ist es das dann noch Wert?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Vergesst bitte bei euren tollen Busverbindungen nicht, wie oft der Bus fährt und zu welchen Zeiten! Ja, ja, ich weiß, es haben eh alle Autos.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ja klar, verstehe dich.

Ich bin der Typ im Speckgrütel der 200.000 Einwohner Stadt. Klar - ich bin mega schnell in der Stadt, obwohl ich direkt am Wald wohne. Aber glaub mir: Man vermisst das wuselige Innenstadtleben trotzdem ein wenig.

Lounge Gast schrieb:

Mir geht es nur um die Vergleichbarkeit. Das
"Opfer" welches jemand erbringt wenn er in den
Speckgürtel zieht, ist halt einfach ein anderes, wenn man nur
10min in die Stadt braucht. Das würde ich sofort machen.
Wirklich in der Innenstadt wohnen wollen sowieso die wenigsten.

Diese Entscheidung ist für ein kompletter No-brainer. Aber
was, wenn ein bisschen Natur in der Nähe auf einmal 2x1h
pendeln am Tag heißt? Ist es das dann noch Wert?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Das ist doch maximal Typen-Anhängig. Ich bestimmt nicht. Das reicht mir, wenn ich dann zweimal im Jahr in die City fahre. Wenn überhaupt...

Lounge Gast schrieb:

(...)Aber glaub mir: Man vermisst das wuselige
Innenstadtleben trotzdem ein wenig.

Lounge Gast schrieb:

Mir geht es nur um die Vergleichbarkeit. Das
"Opfer" welches jemand erbringt wenn er in den
Speckgürtel zieht, ist halt einfach ein anderes, wenn
man nur
10min in die Stadt braucht. Das würde ich sofort machen.
Wirklich in der Innenstadt wohnen wollen sowieso die
wenigsten.

Diese Entscheidung ist für ein kompletter No-brainer. Aber
was, wenn ein bisschen Natur in der Nähe auf einmal 2x1h
pendeln am Tag heißt? Ist es das dann noch Wert?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Vorort oder Speckgürtel?

Lounge Gast schrieb:

Ja klar, verstehe dich.

Ich bin der Typ im Speckgrütel der 200.000 Einwohner Stadt.
Klar - ich bin mega schnell in der Stadt, obwohl ich direkt
am Wald wohne. Aber glaub mir: Man vermisst das wuselige
Innenstadtleben trotzdem ein wenig.

Lounge Gast schrieb:

Mir geht es nur um die Vergleichbarkeit. Das
"Opfer" welches jemand erbringt wenn er in den
Speckgürtel zieht, ist halt einfach ein anderes, wenn
man nur
10min in die Stadt braucht. Das würde ich sofort machen.
Wirklich in der Innenstadt wohnen wollen sowieso die
wenigsten.

Diese Entscheidung ist für ein kompletter No-brainer. Aber
was, wenn ein bisschen Natur in der Nähe auf einmal 2x1h
pendeln am Tag heißt? Ist es das dann noch Wert?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Im 10-Minuten-Takt zur Hauptzeit, aber du hast völlig Recht. Man nutzt eh das Auto. Und wenn ich dann mal, selten, in der Innenstadt bin, dann bin ich mir auch nicht zu Schade, den zentralsten und teuersten Parkplatz anzusteuern, damit ich aus dem Auto herausfalle und sofort mittendrin bin.

Es ist eher wichtiger für die Kids später...

Lounge Gast schrieb:

Vergesst bitte bei euren tollen Busverbindungen nicht, wie
oft der Bus fährt und zu welchen Zeiten! Ja, ja, ich weiß, es
haben eh alle Autos.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Wir unterscheiden jetzt also Land, Speckgürtel, Vorort, Stadtteil und Innenstadt? Ok, dann mein Votum für Vorort im Grünen, welcher besser angebunden ist und zentraler liegt als manche Stadtteile. Dabei aber absolut ländlich und ok, mit eigenem Zentrum mit Ärzten, Apotheke, Bank, DHL, Einkaufsmärkten, Bäcker, Fleischer, usw...

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Geschmäcker sind einfach verschieden. Ich kenne Leute die sehr gut verdienen, denen müsste man sehr viel Entschädigung bezahlen, um die überhaupt in die Stadt zu bringen. Außerdem gibt es je nach Gegend auch sehr gute Jobs im Speckgürtel oder in Vororten. Nicht jeder arbeitet in FFM City in einer Bank.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

In den letzten 1-2 Jahren ist mir immer mehr aufgefallen, dass Leute die, sagen wir mal vor 3-5 Jahren, ihr Studium in einer Großstadt angefangen, beendet und vielleicht bisschen Berufserfahrung sammeln konnten, wieder zurück in ihre Heimatregionen ziehen.

Mag aber auch nur ein subjektiver Eindruck von mir sein. Jedenfalls habe ich dazu auch z.b. in den letzten Jahren hin und wieder einige Artikel in meiner alten Regionalzeitung gelesen und auch in Gesprächen mit Leuten im Bekanntenkreis kam dieses Thema zur Sprache.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Stadt oder Land?
Das hängt hängt natürlich zunächst einmal vom Geldbeutel ab.
Die eierlegende Wollmilchsau wäre ja ein Einfamilienhaus in einer guten Gegend mit viel Natur und eigenem Zentrum bei gleichzeitiger möglichst geringer Entfernung zur Innenstadt und optimaler Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel.
Die Wenigsten können sich das leisten, deswegen müssen Kompromisse eingegangen werden. Die jeweiligen Prioritäten hängen natürlich zum Großteil von der Lebensphase bzw. Familienstand ab.
Als junger Mensch und Single möchte man natürlich sehr nahe am Geschehen sein, Partys feiern und sich austoben.
Wenn dann plötzlich Kinder im Spiel sind, verschieben sich die Prioritäten. Ein Haus mit Garten, für die Kinder eine gute Schule. Man muss nicht mehr in der Stadt wohnen, hat sowieso nicht mehr viel Zeit für Party.
Wenn die Kinder aus dem Haus sind und nicht in der Nähe vom Elternhaus bleiben, wird das Eigenheim zu groß und man muss sich aufs Älterwerden vorbereiten. Man tauscht Haus und Garten wieder gegen eine zentrumsnahe Wohnung.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Also sind eigentlich nur die Kinder schuld daran dass man an den Rand zieht?

Lounge Gast schrieb:

Stadt oder Land?
Das hängt hängt natürlich zunächst einmal vom Geldbeutel ab.
Die eierlegende Wollmilchsau wäre ja ein Einfamilienhaus in
einer guten Gegend mit viel Natur und eigenem Zentrum bei
gleichzeitiger möglichst geringer Entfernung zur Innenstadt
und optimaler Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel.
Die Wenigsten können sich das leisten, deswegen müssen
Kompromisse eingegangen werden. Die jeweiligen Prioritäten
hängen natürlich zum Großteil von der Lebensphase bzw.
Familienstand ab.
Als junger Mensch und Single möchte man natürlich sehr nahe
am Geschehen sein, Partys feiern und sich austoben.
Wenn dann plötzlich Kinder im Spiel sind, verschieben sich
die Prioritäten. Ein Haus mit Garten, für die Kinder eine
gute Schule. Man muss nicht mehr in der Stadt wohnen, hat
sowieso nicht mehr viel Zeit für Party.
Wenn die Kinder aus dem Haus sind und nicht in der Nähe vom
Elternhaus bleiben, wird das Eigenheim zu groß und man muss
sich aufs Älterwerden vorbereiten. Man tauscht Haus und
Garten wieder gegen eine zentrumsnahe Wohnung.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Das sollte wohl so sein. Wenn man Kinder hat, ist auch die Schulsituation wichtig. Habe schon von jungen Müttern gehört, dass in der Grundschulklasse bis zu 80% Migrantenkinder waren, obwohl das ein absolut bürgerlicher Stadtteil ist, der auch nicht wirklich billig zum Wohnen ist. Die haben dann Angst um die Zukunft der Kinder und gehen weg aus der Stadt. Alternative ist Privatschule in der Stadt. Die gibt es hier sozusagen vom Kindergarten bis zum Abitur. Nur für diejenigen, die es sich leisten können.

Lounge Gast schrieb:

Also sind eigentlich nur die Kinder schuld daran dass man an
den Rand zieht?

Lounge Gast schrieb:

Stadt oder Land?
Das hängt hängt natürlich zunächst einmal vom Geldbeutel
ab.
Die eierlegende Wollmilchsau wäre ja ein Einfamilienhaus
in
einer guten Gegend mit viel Natur und eigenem Zentrum bei
gleichzeitiger möglichst geringer Entfernung zur
Innenstadt
und optimaler Anbindung an die öffentlichen
Verkehrsmittel.
Die Wenigsten können sich das leisten, deswegen müssen
Kompromisse eingegangen werden. Die jeweiligen Prioritäten
hängen natürlich zum Großteil von der Lebensphase bzw.
Familienstand ab.
Als junger Mensch und Single möchte man natürlich sehr
nahe
am Geschehen sein, Partys feiern und sich austoben.
Wenn dann plötzlich Kinder im Spiel sind, verschieben sich
die Prioritäten. Ein Haus mit Garten, für die Kinder eine
gute Schule. Man muss nicht mehr in der Stadt wohnen, hat
sowieso nicht mehr viel Zeit für Party.
Wenn die Kinder aus dem Haus sind und nicht in der Nähe
vom
Elternhaus bleiben, wird das Eigenheim zu groß und man
muss
sich aufs Älterwerden vorbereiten. Man tauscht Haus und
Garten wieder gegen eine zentrumsnahe Wohnung.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Mal meine Meinung dazu:

Die haben einen großen Anteil daran, das stimmt auf jeden Fall. Zu zweit ist eine 110qm-Wohnung ja echt niedlich, aber mit Kindern sollten es schon 180qm (+Keller/Dachboden) oder mehr und ein großer Garten sein. Den Garten hätte ich auch ohne die Kinder gerne, aber ist ohne Kinder sicherlich nicht unverzichtbar wenn man große, eigene Dachterrasse hat (ab 30 qm).

Feinstaub/Stickoxide/Dreck/Lärm/Kriminalität sind ebenfalls Gründe, um vom Stadtteil in den Vorort zu ziehen, wiegen aber jeweils mit Kindern schwerer als ohne.

Schuld würde ich es nicht nennen. Wenn man sich für Kinder entscheidet, dann tut man das ja dann auch mit dem Ziel, ihnen ein bestmögliches Umfeld und Erziehung zu bieten.

Ich würde sagen, ab ca. 30 Jahre überwiegen die Vorteile von Vorort/Speckgürtel stark und dann auch mit jedem Jahr mehr. Für immobile Rentner ab 75 mag das städtische Seniorenheim dann wieder Vorteile und kurze Weg bieten, sowie ÖPNV. Selbst fahren die hoffentlich nicht mehr.

Lounge Gast schrieb:

Also sind eigentlich nur die Kinder schuld daran dass man an
den Rand zieht?

Lounge Gast schrieb:

Stadt oder Land?
Das hängt hängt natürlich zunächst einmal vom Geldbeutel
ab.
Die eierlegende Wollmilchsau wäre ja ein Einfamilienhaus
in
einer guten Gegend mit viel Natur und eigenem Zentrum bei
gleichzeitiger möglichst geringer Entfernung zur
Innenstadt
und optimaler Anbindung an die öffentlichen
Verkehrsmittel.
Die Wenigsten können sich das leisten, deswegen müssen
Kompromisse eingegangen werden. Die jeweiligen Prioritäten
hängen natürlich zum Großteil von der Lebensphase bzw.
Familienstand ab.
Als junger Mensch und Single möchte man natürlich sehr
nahe
am Geschehen sein, Partys feiern und sich austoben.
Wenn dann plötzlich Kinder im Spiel sind, verschieben sich
die Prioritäten. Ein Haus mit Garten, für die Kinder eine
gute Schule. Man muss nicht mehr in der Stadt wohnen, hat
sowieso nicht mehr viel Zeit für Party.
Wenn die Kinder aus dem Haus sind und nicht in der Nähe
vom
Elternhaus bleiben, wird das Eigenheim zu groß und man
muss
sich aufs Älterwerden vorbereiten. Man tauscht Haus und
Garten wieder gegen eine zentrumsnahe Wohnung.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Und wenn es vom Haus nur 10-15 Minuten bis zum inneren Zentrum der Stadt sind, dann lässt es sich auch wieder zu einem guten Preis verkaufen. :-)

Diese Option wollen wir uns auf jeden Fall auch offen halten.

Lounge Gast schrieb:

Wenn die Kinder aus dem Haus sind und nicht in der Nähe vom
Elternhaus bleiben, wird das Eigenheim zu groß und man muss
sich aufs Älterwerden vorbereiten. Man tauscht Haus und
Garten wieder gegen eine zentrumsnahe Wohnung.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Genau. Eierlegende Wollmichsaeue waeren dann Gruenwald, Pullach, Kronberg, Blankenese oder Dahlem. EFH in diesen Orten ab EUR 2M aufwaerts. Wer sich das leisten kann, hat gewonnen.

Lounge Gast schrieb:

Stadt oder Land?
Das hängt hängt natürlich zunächst einmal vom Geldbeutel ab.
Die eierlegende Wollmilchsau wäre ja ein Einfamilienhaus in
einer guten Gegend mit viel Natur und eigenem Zentrum bei
gleichzeitiger möglichst geringer Entfernung zur Innenstadt
und optimaler Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel.
Die Wenigsten können sich das leisten, deswegen müssen
Kompromisse eingegangen werden. Die jeweiligen Prioritäten
hängen natürlich zum Großteil von der Lebensphase bzw.
Familienstand ab.
Als junger Mensch und Single möchte man natürlich sehr nahe
am Geschehen sein, Partys feiern und sich austoben.
Wenn dann plötzlich Kinder im Spiel sind, verschieben sich
die Prioritäten. Ein Haus mit Garten, für die Kinder eine
gute Schule. Man muss nicht mehr in der Stadt wohnen, hat
sowieso nicht mehr viel Zeit für Party.
Wenn die Kinder aus dem Haus sind und nicht in der Nähe vom
Elternhaus bleiben, wird das Eigenheim zu groß und man muss
sich aufs Älterwerden vorbereiten. Man tauscht Haus und
Garten wieder gegen eine zentrumsnahe Wohnung.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

D-CH-F

Diese eierlegende Wollmilchsau hat man in vielen französischen Vororten Basels aber auch. Dazu im Durchschnitt bessere Verdienstmöglichkeiten als in FFM, zumindest für normale Angestellte und für Privatpersonen meist weniger Steuern als in Deutschland. Gute EFHs mit Garten kosten so ca. 400-500k Euro direkt an der Grenze. Man wohnt dann vielleicht ca. 5 km von Basel entfernt. Als Wiwi Paar ohne Führungsverantwortung verdient man schnell mal nach Steuer 10-12k netto. Daher in Anbetracht dieser Gehälter sind das sehr günstige Preise. Für 1,5 Mio kann man sogar schon auf schweizer Seite kaufen in einem Vorort von Basel und zahlt dann meist noch mal weniger Steuern und hat die sonstigen Vorteile der Schweiz.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

10-12 k als Paar? Hört sich gut an. Welcher Arbeitgeber?

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Hier ich nochmal mit dem EFH 10-15 Minuten von der Innenstadt entfernt.

Alle diese Orte sind immer noch recht weit entfernt, etwa 20-30 Minuten jeweils. Das mag einfach daran liegen, dass die Städte an sich einfach zu groß sind, aber für mich wäre das noch zu viel.

Ich rede wirklich von 10-15 Minuten zum Zentrum und ja, dafür ist unsere Stadt auch etwas kleiner (500-1000k Kategorie).

20-30 Minuten wäre für mich schon Speckgürtel, eher etwas außerhalb. Aber ist bei den vier Millionenstädten in Deutschland wahrscheinlich nicht anders machbar.

Lounge Gast schrieb:

Genau. Eierlegende Wollmichsaeue waeren dann Gruenwald,
Pullach, Kronberg, Blankenese oder Dahlem. EFH in diesen
Orten ab EUR 2M aufwaerts. Wer sich das leisten kann, hat
gewonnen.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Das städtische Seniorenheim bietet für niemanden Vorteile! Ist sozusagen der worst case. Da landet die arme Unterschicht, die sich nichts anderes leisten kann. Für die besser situierten Rentner 60-85 ist es eher die seniorengerechte Eigentumswohnung mit allem Komfort. Davon gibt es wenige, deshalb sind die viel teurer als normale Familienwohnungen. In bestimmten guten Lagen wird dafür jeder Preis bezahlt. Danach, sofern man es erlebt, kommt eine schöne Seniorenresidenz. Die wird dann aber auch teuer. Wer im Alter kein Geld hat ist übel dran. Der ÖPNV ist für die älteren wirklich ungeeignet. Viel zu hohe Sturzgefahr. Zukünftig werden die autonom fahrenden Autos für diese Zielgruppe gefragt sein.

Lounge Gast schrieb:

Ich würde sagen, ab ca. 30 Jahre überwiegen die Vorteile von
Vorort/Speckgürtel stark und dann auch mit jedem Jahr mehr.
Für immobile Rentner ab 75 mag das städtische Seniorenheim
dann wieder Vorteile und kurze Weg bieten, sowie ÖPNV. Selbst
fahren die hoffentlich nicht mehr.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Also mit 60 ist man wohl noch fit und mobil, wenn man nicht sein ganzes Leben extrem übergewichtig war oder geraucht hat.

Mit Seniorenresidenz war dann schon so etwas gemeint für 2.000 EUR aufwärts. Eigene Wohnungen, aber eben auch 24h-Service und alle notwendigen Services nach Bedarf.

Aber wie gesagt, wer so etwas mit 60 nötig hat, hat ziemlich was falsch gemacht. Ehrlich gesagt war schon die 75 noch konservativ gewählt. Deswegen habe ich auch geschrieben für "immobile" Rentner. Meine Großeltern Mitte 80 arbeiten noch sehr gerne quasi täglich in ihrem Garten am Haus, genießen auch die Zeit draußen und auf der Terrasse und fahren mit dem Rad umher. Da besteht absehbar noch gar kein Bedarf für etwas "altersgerechtes".

Lounge Gast schrieb:

Das städtische Seniorenheim bietet für niemanden Vorteile!
Ist sozusagen der worst case. Da landet die arme
Unterschicht, die sich nichts anderes leisten kann. Für die
besser situierten Rentner 60-85 ist es eher die
seniorengerechte Eigentumswohnung mit allem Komfort. Davon
gibt es wenige, deshalb sind die viel teurer als normale
Familienwohnungen. In bestimmten guten Lagen wird dafür jeder
Preis bezahlt. Danach, sofern man es erlebt, kommt eine
schöne Seniorenresidenz. Die wird dann aber auch teuer. Wer
im Alter kein Geld hat ist übel dran. Der ÖPNV ist für die
älteren wirklich ungeeignet. Viel zu hohe Sturzgefahr.
Zukünftig werden die autonom fahrenden Autos für diese
Zielgruppe gefragt sein.

Lounge Gast schrieb:

Ich würde sagen, ab ca. 30 Jahre überwiegen die Vorteile
von
Vorort/Speckgürtel stark und dann auch mit jedem Jahr
mehr.
Für immobile Rentner ab 75 mag das städtische Seniorenheim
dann wieder Vorteile und kurze Weg bieten, sowie ÖPNV.
Selbst
fahren die hoffentlich nicht mehr.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ja mit 60 ist man normalerweise noch fit. In diesem Alter kennt aber jeder schon irgendwelche alte Klassenkameraden und Studienkollegen, die nicht mehr am Leben sind. Das ist die Realität. Unfälle, Krebs, Herzinfarkt u.s.w.
Radfahren mit Mitte 80 ist definitiv nicht sinnvoll. Ein Sturz, und man ist ganz schnell ein Schwerstpflegefall. Alles zu seiner Zeit. Tatsächlich sind Stürze die grösste Bedrohung für Senioren. Einen Bekannten hatte es vor nicht allzu langer Zeit auch erwischt. Mit Anfang 50! Wenn man Glück und Geld hat kann alles bis über 90 ganz gut laufen. Die Gene müssen gut sein.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Das hat mit Genen nichts zu tun. Use it or lose it stimmt für jedes Alter. Meine Großeltern sind deswegen so fit, weil sie im Garten arbeiten, Spazieren, Rad fahren (auch mal eine kleine Steigung), Urlaub machen usw.
Die kochen aber auch noch richtig mit Gemüse aus dem Garten, gekauftem Gemüse usw. und essen nicht ein Steak nach dem anderen. Ja klar, auch mal. Aber Fleisch sollte etwas besonderes bleiben, z.B. wenn man mal grillt im Garten.
Meine Oma ist mal vor kurzem die Treppe gestürzt auf das Pflaster. Bis auf eine Platzwunde, also etwas rein oberflächliches an der Haut, war da nichts.

Übrigens, Gartenarbeit alleine erhöht die Lebenserwartung schon um 3 Jahre. Medizinisch gesehen ist das ein extrem signifikanter Unterschied. Es geht nicht nur um die Gene. Wer mit Reisen oder Rad fahren aufhört, der wird einige Jahre später eben auch körperlich nicht mehr in der Lage sein für Reisen oder Rad fahren, auch wenn er wöllte. So eine Denkweise "Ich bin zu alt dafür" ist der schnellste Weg ins Altenheim.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ernährung ist wichtig, das stimmt. Gartenarbeit habe ich als Jugendlicher auch viel gemacht, wir hatten einen Schrebergarten mit Obst- und Gemüseanbau. Das Essen war gesund, der Rest nicht unbedingt. Manch ein Hobbygärtner hat z.B. Hautkrebs bekommen. Sonne kann sogar in Deutschland gefährlich werden. Rad fahren ist echt gefährlich. Ähnlich wie Motorrad. Hatte mich vor einigen Jahren mit dem Rad auch schon mal überschlagen. Nicht ganz so schlimm, nur die Schulter war angebrochen. Aber ich bin ja auch nicht alt. Ein Bekannter, auch nicht alt, hatte seinen Radunfall im letzten Jahr nur mit viel Glück überlebt. Stürze sind bei den Senioren die häufigsten auslösenden Momente, um ein Pflegefall zu werden. Die ersten Stürze verlaufen oft glimpflich, aber dann ... Die Knochendichte wird im Alter weniger und die Gelenke bekommen Knorpelschäden. Die Augen verlieren die Sehstärke. Man wird auf diese Weise instabil. Deshalb ist es auch nicht wirklich toll, alt zu werden!

WiWi Gast schrieb am 18.09.2017:

Das hat mit Genen nichts zu tun. Use it or lose it stimmt für jedes Alter. Meine Großeltern sind deswegen so fit, weil sie im Garten arbeiten, Spazieren, Rad fahren (auch mal eine kleine Steigung), Urlaub machen usw.
Die kochen aber auch noch richtig mit Gemüse aus dem Garten, gekauftem Gemüse usw. und essen nicht ein Steak nach dem anderen. Ja klar, auch mal. Aber Fleisch sollte etwas besonderes bleiben, z.B. wenn man mal grillt im Garten.
Meine Oma ist mal vor kurzem die Treppe gestürzt auf das Pflaster. Bis auf eine Platzwunde, also etwas rein oberflächliches an der Haut, war da nichts.

Übrigens, Gartenarbeit alleine erhöht die Lebenserwartung schon um 3 Jahre. Medizinisch gesehen ist das ein extrem signifikanter Unterschied. Es geht nicht nur um die Gene. Wer mit Reisen oder Rad fahren aufhört, der wird einige Jahre später eben auch körperlich nicht mehr in der Lage sein für Reisen oder Rad fahren, auch wenn er wöllte. So eine Denkweise "Ich bin zu alt dafür" ist der schnellste Weg ins Altenheim.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 16.09.2017:

10-12 k als Paar? Hört sich gut an. Welcher Arbeitgeber?

D-CH-F

Das ist auf Sachbearbeiterebene mit Berufserfahrung mit Wiwi Studium in Basel wirklich nichts besonders. Dazu braucht man ein Gehalt von ca. 100-120k CHF p.a. all in.
120-130k CHF p.a. sind ein Gehalt für einen Wiwi Sachbearbeiter Mitte 30 auf höchster Sachbearbeiterebene ohne Leitungsfunktion in der Pharma/Chemie Branche Basels.
Wenn beide als Paar soviel verdienen macht das zusammen rund 11-13k Euro netto, je nach Wechselkurs und Anzahl der Kinder. Ohne Kinder eher 11k, mit zwei Kindern eher 12-13k. Genau das was ich immer sage. In Anbetracht dieser Bruttolöhne und der Abgaben in F die für Privatpersonen meist niedriger sind als in DE, sind die Immopreise DIREKT hinter der Grenze extrem billig und massiv unterbewertet. Daher haben wir hier ein großes Eigenheim mit großem Grundstück und weitere Immobilien mit Top Mietrendite zur Anlage. Bevor ich in FFM arbeite und nicht mehr verdiene, dann aber 2 Mio für ein Haus wie unseres hinlege, bin ich doch froh hier in Frankreich zu leben. Woanders durfte ich leben, daß unser Lebenstil schon Grossbürgertum sei. D.h. großes EFH mit Garten in Stadtnähe, sowie weitere Immobilien zur Anlage, mehrere Reisen pro Jahr, neuere Autos, teure Hobbies.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 16.09.2017:

Als junger Mensch und Single möchte man natürlich sehr nahe am Geschehen sein, Partys feiern und sich austoben.
Wenn dann plötzlich Kinder im Spiel sind, verschieben sich die Prioritäten. Ein Haus mit Garten, für die Kinder eine gute Schule. Man muss nicht mehr in der Stadt wohnen, hat sowieso nicht mehr viel Zeit für Party.

Ich hätte es auch in Studienzeiten nieeeeeeeeeeeee gedacht aber so ist es wirklich. Vor den Kinder hab ich Großstädte geliebt, insbesondere nachts und finde auch heute noch geil abends mal loszuziehen aber mit Kindern finde ich das Landleben plötzlich genial. Schon heftig wie extrem sich Dinge ändern. Einige Freunde mit Kindern schwören aber weiter auf den Dönermann & Co. vor der Haustür.

So'n bisschen lässiger sind Großstäder, das vermiss ich manchmal schon.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Kürzlich stand irgendwo dass die Immobilienpreis in Großstädten wie Berlin und so innerhalb weniger Jahre um 65 Prozent zugelegt haben und in allen anderen größeren Städten um 50. Wenn das so weitergeht, wird den meisten die Entscheidung ob man auf dem Land wohnen möchte in Zukunft abgenommen.

antworten
WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Der Preisanstieg ist bei Eigentumswohnungen zum Teil noch viel größer. Vor allem in den gesuchten Großstädten in Westdeutschland. Das ist aber keine Einbahnstraße. Die Preise werden auch wieder fallen, wenn die Zinsen steigen.

WiWi Gast schrieb am 21.09.2017:

Kürzlich stand irgendwo dass die Immobilienpreis in Großstädten wie Berlin und so innerhalb weniger Jahre um 65 Prozent zugelegt haben und in allen anderen größeren Städten um 50. Wenn das so weitergeht, wird den meisten die Entscheidung ob man auf dem Land wohnen möchte in Zukunft abgenommen.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Zum Spaß schaue ich seit Jahren hin und wieder bei Immobilienscout rein was so bei uns in der Region verkauft wird und ich muss sagen seit nem Jahr etwa ist der Markt scheinbar regelrecht leergefegt. Ob das nicht eher Jahrzente brauchen wird, bis die Immobilienpreise wieder sinken? Mir ist das regelrecht unheimlich.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

D-CH-F:

Ich komme das von in deutschland wohnhaften Kollegen auch immer mehr mit, dass in der Grenzregion zur Schweiz bis hoch nach Freiburg der Markt komplett leergefegt ist. Viele Kollegen in Deutschland haben es trotz sechstelligem schweizer Gehalt richtig schwer, eine Immobilie zu kaufen. Nicht selten werden Objekte per Auktion ins Internet gesetzt und Preise steigen stündlich oder es gibt Massenbesichtigung (bei Kauf!!) und nach einem Termin ist das Objekt verkauft. Handeln geht gar nicht mehr, wenn dann nur in eine Richtung, nämlich nach oben. Selbst wenn beide Partner in der Schweiz arbeiten, muss schon richtig hart gespart werden viele Jahre lang, damit man sich in der deutschen Grenzregion noch etwas kaufen kann. Mittlerweile haben auch schweizer Pensionskassen den Markt auf deutscher Seite als lukrative Anlage entdeckt, was die Preise weiter treibt. Früher war das eine Region, wo jeder kleine Handwerker der in der Schweiz gearbeitet hat, sein Häusschen hatte. Heute ist das vorbei. Bei Mietobjekten herrscht ein Andrang in grenznahen Kleinstädten wie in Hamburg im Schanzenviertel. 100 Bewerber sind völlig normal. Der Markt auf französischer Seite wenige Kilometer hinter der Grenze ist auch dynamisch, aber nicht so extrem. Der Markt ist einfach noch gesünder und die Preise bei weitem nicht so krass. Im tieferen Frankreich ist der Markt dagegen ein kompletter Käufermarkt. 30 km von der Grenze dauert es teilweise Jahre bis Objekte verkauft werden.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

woran liegt denn das? Kommt das durch die ganzen kinder die zuhause ausziehen und die ganzen Häuser in denen nur noch 1 oder 2 ältere Leute wohnen?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 24.09.2017:

woran liegt denn das? Kommt das durch die ganzen kinder die zuhause ausziehen und die ganzen Häuser in denen nur noch 1 oder 2 ältere Leute wohnen?

Das kenn ich. Ist bei uns ähnlich.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

D-CH-F:

Auf schweizer Seite sind die Preise für Immobilien enorm gestiegen bis ca. 2015, seit dem stagnieren sie auf sehr hohem Niveau. Durchschnittliche EFHs mit etwas Garten kosten in schweizer Vororten von Basel ca 1,5 Mio, Zürich eher über 2 Mio. Normale Austattung. Luxus liegt selbstverständlich darüber und Top Lagen ebenso. Leisten kann man sich das nur noch mit zwei sehr guten Gehältern und sehr lange sparen oder gutem Erbe/Schenkung. Der Zuzug in die Schweiz war in den letzen 10 Jahren einfach enorm. Meist kamen Besserverdiener, die entsprechend die Preise trieben. Gleichzeitig gibt es in der CH schon viel länger eine Niedrigzinsphase und es strömt bzw. strömte viel Geld in die Schweiz, daher suchte sich dieses Kapital Anlagemöglichkeiten. Meist in Form von Immobilien. Das alles lies die Preise in astronomische Höhen steigen. In der Schweiz gilt daher EFH Besitzer = Synonym für reicher Mensch.

Deutsches Grenzgebiet zur Schweiz bis hoch nach Freiburg: Weil die gutbezahlten Jobs in Basel bzw. der Nordwestschweiz locken, zieht das Leute aus ganz Deutschland an. Viele, gerade Familien mit Kindern, suchen schon gar nicht mehr zum Stellenantritt eine Bleibe in der Schweiz, sondern im deutschen Grenzgebiet, da es günstiger ist. Aber das treibt die Preise, durch das deutlich höhere Netto. Schon Hilfsarbeiter im schweizer Niedriglohnsektor kriegen in Basel gerne mal 3000-5000 Euro Brutto / Monat. Da Kinderbetreuung in DE billiger ist, lohnt es sich dann teilweise dort zu leben und in der CH nur zu arbeiten, auch wenn man in DE mehr Steuern bezahlt. Gleichzeitig ist Südbaden eine Region mit quasi Vollbeschäftigung und vielen erfolgreichen Firmen, die wiederum selber Mitarbeiter aus ganz Deutschland und der EU rekrutrieren, die nach Wohnraum nachfragen. Auch gibt es viele wohlhabende Rentner die dort den Lebensabend verbringen wollen. Ebenso gibt es auch immer mehr Schweizer die sich dort nach günstigerem Wohnraum umsehen. Besonders schweizer Rentner. Ebenso suchen sich da viele Deutsche die seit Jahren in der Schweiz leben und arbeiten eine Immobilie, weil es in der Schweiz einfach unbezahlbar wurde und besonders mit Kindern gar nicht mal so unlukrativ ist, in Deutschland zu leben. Das sind alles Leute die bringen viel Erspartes mit durch die hohen Einkommen der Schweiz bei gleichzeitig niedrigen Abgaben. Zusätzlich kann man schweizer Pensionskassengeld (was es in DE so in der Höhe gar nicht gibt) zum Kauf eines Eigenheimes verwenden, wenn man selbst darin wohnt Das alles trieb und treibt die Preise sehr stark. Mittlerweile haben selbst viele Spekulanten die Region entdeckt und selbst schweizer Banken und Pensionskassen kaufen und bauen grenznah zur Schweiz in Deutschland ganze Mehrfamilienhausobjekte. Daher stehen die Miet- und Kaufpreise den deutschen Boomstädten in nichts mehr nach, obwohl ländliche Region.

Französisches Grenzgebiet bei Basel: Der Markt ist dynamisch, aber längst nicht wie auf deutscher oder schweizer Seite. Schon 20-30 km von der Grenze ist der Markt kaum noch dynamisch. Spekulanten und Banken investieren hier kaum. Die Einheimischen haben meist alle schon Immobilien und deren Kinder können immer weniger oft Deutsch und können somit immer seltener in der CH arbeiten, daher eher weniger Nachfrage. Daher stagnieren die Preise auf dem Niveau durchschnittlich teurer Städte Deutschlands (Hannover, Bremen, Fulda ... ). Dass die Preise nicht am sinken sind, liegt an Deutschen, Schweizern und Expats aus dem angelsächsischen Raum, die dort für Nachfrage sorgen. Mancher Makler macht ca. 50% seines Umsatzes mit dieser Käufergruppe. Besonders Fach- und Führungskräfte aus dem angelsächsischen Raum mögen Frankreich, weil diese meist sehr große Grundstücke und Häuser aus ihrer Heimat gewohnt sind und sowas in der Schweiz unbezahlbar wurde. Auch viele Schweizer kaufen/bauen gerne in Frankreich. Das was ein Haus im Elsass kostet, bräuchte man auf schweizer Seite für ein vergleichbares Objekt schon fast nur an Eigenkapital. Außerdem können viele Schweizer, auch Deutschschweizer, gut französisch. Aber selbst Deutsche die kaum französisch können schätzen immer mehr die Gegend wegen der bezahlbaren Immmobilien und weil Frankreich für Privatpersonen und besonders Familien oft steuergünstiger als Deutschland ist.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Die Entwicklung der Immobilienpreise ist total krank. Da werden sich die Jamaikaner vor allem für Familien was einfallen lassen müssen.

Das Eigenheim ist doch die perfekte Altersvorsorge aber nein lieber 1000 private Altervorsorgeprodukte fördern damit schön jeder Beteiligte daran mit verdient.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

D-CH-F

In Frankreich wohnt die typische Mittelschicht viel häufiger im Eigenheim, außer in Paris. Da pendeln die Leute aber dafür oft sehr weit außerhalb. Sonst außerhalb von Paris ist es für die Mehrheit der Mittelschicht völlig normal, in den eigenen vier Wänden zu leben.

Was es in Frankreich alles für Möglichkeiten gibt zur Wohnraumschaffung, davon könnte Deutschland einiges lernen. Das fängt an von massiven Steuervorteilen, wenn man als Vermieter Wohnraum in Gegenden mit Engpässen schafft und an Leute vermietet die nicht so viel verdienen. Dafür ist die Miete gedeckelt. Weiter geht es mit Nullprozent Darlehen für Familien mit Kindern, für selbstgenutzes Wohneigentum und stark reduzierte Kaufnebenkosten für Neubauten. Da es für diese Förderungen Höchstgrenzen bezüglich der qm-Preise gibt, deckelt das die Preise. Dazu ein Kreditrecht, was deutlich verbraucherfreundlicher ist. Sondertilgungen sind meist (fast) kostenfrei möglich, Vorfälligkeitsentschädigungen sind extrem gedeckelt. Absicherung gegen Invalidität, Tod des Hauptverdieners und Arbeitslosigkeit ziemlich kostengünstig und teilweise sogar Pflicht bei Krediten. Die Anforderungen an das Eigenkapital sind meist auch geringer, dafür muss schneller getilgt werden. Dafür sind die Zinsen häufig geringer als bei deutschen Banken. Kredite über 30 Jahre gibt es fast nicht. 20 Jahre sind bei Selbstnutz üblich. Die Leute kaufen hier mit um die 30 und leben ab 50 im schuldenfreien Eigenheim.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

@D-CH-F: Kann man Dich außerhalb des Forums kontaktieren? Ich hätte ein, zwei Fragen ...

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Staatliche Subventionen für Familien hat es auch früher schon in Deutschland gegeben. Ergebnis war, dass viele Immobilien heute da stehen, wo sie nicht gebraucht werden, nämlich außerhalb der Ballungsräume. Nach dem Gießkannenprinzip hatten alle die selben Förderungen bekommen. Da konnten dann Geringverdiener auf dem Dorf ein Häuschen bauen, während die Normalverdiener in den teuren Gebieten auch mit Förderung keine Chance hatten.

WiWi Gast schrieb am 28.09.2017:

D-CH-F

In Frankreich wohnt die typische Mittelschicht viel häufiger im Eigenheim, außer in Paris. Da pendeln die Leute aber dafür oft sehr weit außerhalb. Sonst außerhalb von Paris ist es für die Mehrheit der Mittelschicht völlig normal, in den eigenen vier Wänden zu leben.

Was es in Frankreich alles für Möglichkeiten gibt zur Wohnraumschaffung, davon könnte Deutschland einiges lernen. Das fängt an von massiven Steuervorteilen, wenn man als Vermieter Wohnraum in Gegenden mit Engpässen schafft und an Leute vermietet die nicht so viel verdienen. Dafür ist die Miete gedeckelt. Weiter geht es mit Nullprozent Darlehen für Familien mit Kindern, für selbstgenutzes Wohneigentum und stark reduzierte Kaufnebenkosten für Neubauten. Da es für diese Förderungen Höchstgrenzen bezüglich der qm-Preise gibt, deckelt das die Preise. Dazu ein Kreditrecht, was deutlich verbraucherfreundlicher ist. Sondertilgungen sind meist (fast) kostenfrei möglich, Vorfälligkeitsentschädigungen sind extrem gedeckelt. Absicherung gegen Invalidität, Tod des Hauptverdieners und Arbeitslosigkeit ziemlich kostengünstig und teilweise sogar Pflicht bei Krediten. Die Anforderungen an das Eigenkapital sind meist auch geringer, dafür muss schneller getilgt werden. Dafür sind die Zinsen häufig geringer als bei deutschen Banken. Kredite über 30 Jahre gibt es fast nicht. 20 Jahre sind bei Selbstnutz üblich. Die Leute kaufen hier mit um die 30 und leben ab 50 im schuldenfreien Eigenheim.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Die perfekte Altersvorsorge gibt es wohl nicht. Gilt auch für Immobilien, die nämlich selbst auch alt werden. Viele Häuser aus den 60er und 70er Jahren sind schon längst wieder abgerissen und durch Neubauten ersetzt worden. Am Ende war der Grundstückswert abzüglich der Abrisskosten übrig.

WiWi Gast schrieb am 27.09.2017:

Die Entwicklung der Immobilienpreise ist total krank. Da werden sich die Jamaikaner vor allem für Familien was einfallen lassen müssen.

Das Eigenheim ist doch die perfekte Altersvorsorge aber nein lieber 1000 private Altervorsorgeprodukte fördern damit schön jeder Beteiligte daran mit verdient.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

D-CH-F

Förderung für Familien in Frankreich: Diese gibt es nicht überall, sondern nur in Zonen mit angespannten Wohnungsmarkt. Dabei sind die Förderungshöhen von der Angespanntheit abhängig. Am stärksten in und um Paris und Côte d´Azur sowie an der Grenze zu Genf. Ansonsten noch einige Ballungsräume auch die Gegend zur Schweizer Grenze um Basel, sowie Strasbourg, Toulouse, Lyon und einige weitere Großstädte. Irgendwo ganz in der Pampa gibt es diese Förderungen nicht. Auch gibt es keine Förderungen für Wohnungen ab bestimmten qm Preisen. Allerdings kosten Immobilien so richtig in der Pampa in Frankreich fast nichts, da braucht man auch keine Förderung.

Kontaktierung außerhalb des Forums: Nein. Detailfragen kann man bei Infobest erfragen. Das ist eine europäische, staatliche Einrichtung, die sämtliche Fragen bezüglich Niederlassung in Deutschland, Frankreich und Schweiz beantworten kann. Kostenfrei. Für Fragen Frankreich-Schweiz am besten Infobest Palmrain. Für Fragen bezüglich Frankreich-Deutschland, z.B. wohnen in Frankreich und arbeiten in Deutschland, kann einem auch jedes andere Infobest Niederlassung weiterhelfen. Nicht das jemand behauptet ich mache Werbung für eine private Organisation. Infobest ist rein staatlich finanziert und erhebt keine Beratungsgebühren und vermittelt weder Immobilien, noch Versicherungen oder sonstige Produkte, sondern es handelt sich um eine staatliche Stelle für grenzüberschreitende Projekte. Bezüglich Immobiliensuche können einem diverse Makler weiterhelfen, viele sprechen auch deutsch oder englisch. Viele Banken im Grenzgebiet haben deutschsprachige Mitarbeiter. Sonstige, allgemeine Fragen, kann ich hier beantworten, sofern ich die Antwort kenne.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Wir haben gerade ein neues Projekt gestartet: raumpioniere-oberlausitz.de

Beste Grüße

Jan

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 28.09.2017:

Die perfekte Altersvorsorge gibt es wohl nicht. Gilt auch für Immobilien, die nämlich selbst auch alt werden. Viele Häuser aus den 60er und 70er Jahren sind schon längst wieder abgerissen und durch Neubauten ersetzt worden. Am Ende war der Grundstückswert abzüglich der Abrisskosten übrig.

Ich habe kürzlich auch gestaunt was das kostet, wenn bei einem älteren Haus das Dach neu gedeckt werden muss. Nur wenn die Familie deiner Frau das Haus erbaut hat, schlag mal vor das abzureißen. Da schläfst du aber mit Sicherheit nicht nur eine Nacht auf dem Sofa.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 23.04.2021:

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Warum verdammt nochmal sollte man aus der Stadt flüchten, wenn man sich dort ein Leben aufgebaut hat, Freunde vor Ort sind sowie man sich keine Sorgen machen muss, dass nicht alles in der Nähe ist?

Versucht nicht künstlich die Stadtflucht herbeizurufen. Man man man.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich kann nur das folgende Buch empfehlen:

"Triumph of the city von Edward Glaeser"

  1. Menschen sind soziale Wesen und brauchen soziale Kontakte.

  2. Menschen suchen nach Erfolg und Anerkennung (von Natur aus bzw. DNA)

  3. Menschen suchen nach attraktiven Wesen (attraktive Männer und Frauen)

  4. Menschen suchen nach neuen Möglichkeiten, Chancen und Wegen.

All das passiert in Großstädten.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Das ist genau der Punkt.

Mit einer Familie sieht es vielleicht anders aus, also wenn man den Platz inkl. Garten wirklich braucht. Aber wenn man nur für sich verantwortlich ist, oder als Paar lebt, dann bleibt man da, wo man Arbeit hat und wo die sozialen Kontakte sind.

Wenn man vorausschauend plant, kann man natürlich auch shcon das Häuschen im Grünen anvisieren. Ist dann auch für die Beziehung eine gute Probe, ob man sich tatsächlich gut versteht, wenn man sich nicht mehr mit Hobbys, Freunden etc ablenken kann.

WiWi Gast schrieb am 27.04.2021:

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Warum verdammt nochmal sollte man aus der Stadt flüchten, wenn man sich dort ein Leben aufgebaut hat, Freunde vor Ort sind sowie man sich keine Sorgen machen muss, dass nicht alles in der Nähe ist?

Versucht nicht künstlich die Stadtflucht herbeizurufen. Man man man.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 27.04.2021:

Warum verdammt nochmal sollte man aus der Stadt flüchten, wenn man sich dort ein Leben aufgebaut hat, Freunde vor Ort sind sowie man sich keine Sorgen machen muss, dass nicht alles in der Nähe ist?

Genau das ist ja das Problem vieler, die als Absolvent in eine teure Großstadt gegangen sind. Wenn man sich später mehr in Richtung Familie orientiert, Dinge wie Eigenheim, etwas Grün ums Zuhause, etc. deutlich wichtiger werden, dann wird das in solchen Städten plötzlich unbezahlbar. Und aus den genannten Gründen (Freunde, soziales Umfeld, etc.) geht man halt aus so einer Stadt dann trotzdem nicht weg, obwohl es finanziell ein No Brainer wäre.
Darum sollte man sich vorher eben genau überlegen, ob man dorthin geht. Die Rechnung "ich mach da mal 5-10 Jahre Karriere und dann kann ich mich ja nochmal umorientieren" funktioniert oftmals nicht, weil man sich dann schlicht nicht mehr umorientieren möchte.

Da ich aus Bayern komme kenne ich sowohl Fälle, wo der Absprung aus München noch rechtzeitig geklappt hat als auch Fälle, wo die Leute dort nicht mehr weg wollen aber nur noch am Fluchen sind. Ein Bekannter ist letztes Jahr mit knapp über 40 mit Familie von München in eine fränkische Kleinstadt abgehauen, vom Teamleiter in München auf eine normale Expertenstelle ohne Führungsfunktion. Für ihn war der Schritt trotz der finanziellen Einbußen Gold wert, so ein Leben wie er jetzt hat hätte er sich in München niemals leisten können.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 27.04.2021:

Ich kann nur das folgende Buch empfehlen:

"Triumph of the city von Edward Glaeser"

  1. Menschen sind soziale Wesen und brauchen soziale Kontakte.

  2. Menschen suchen nach Erfolg und Anerkennung (von Natur aus bzw. DNA)

  3. Menschen suchen nach attraktiven Wesen (attraktive Männer und Frauen)

  4. Menschen suchen nach neuen Möglichkeiten, Chancen und Wegen.

All das passiert in Großstädten.

Jobs wandern aus den Städten mehr und mehr ins Home Office. Shopping läuft eh nur noch Online. Und mit grünem Zeitgeist in den stickigen Städten leben?
Ich glaube es zwar nicht, aber es gibt durchaus Gründe, warum auch ein Zeitalter der Stadtflucht einsetzen könnte.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Schade dass die Leute hier nicht ihr Alter reinschreiben.

Ich (Münchner seid 15 Jahren) kenne es so:

  • bis 30 ist Stadt toll und gut
  • ab 30 wenn die Leute Kinder kriegen fokusiert sich alles eher nach innen auf die Familie, maximal 1 mal im Monat noch für 2 Stunden in ne Bar (falls überhaupt)
  • Freundeskreis wird weniger wichtig - Familie tritt an die Stelle
  • Dann auch der Wunsch vom Haus im Grünen - Grund: die Stadt wird nicht genutzt und man will so leben wie seine Eltern
  • Entweder man zieht dann raus (wos auch sehr teuer ist mittlerweile - auf Seite 1 hatte in 2016 jemand Landsberg am Lech genannt - eine superschöne Altstadt und alles da - 50 mins nach München. 1 Mio mittlerweile für eine 110qm 4 Zimmer (Luxus)-Neubauwohbung) oder man wohnt mit einem schlechten Lebensstandard von den Wohnverhälnissen (Neubau Platte oder abgewohnte Mietwohnung) in der Stadt und beschwert sich

Bin jetzt selbst 40. Seid 35 nervt mich München nur noch. Alle meine Freunde machen nur noch was mit ihren Kindern. Die verbleibenden Singles haben zu 90 Prozent "Issues" und sind recht speziell (soviel zum Thema daten).

Ziehe jetzt selbst aus München richtung Westen (hinter Landsberg). Da kann ich mietfrei wohnen. Bei 2-3 Tagen Home Office kein Problem in München Job zu machen.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 27.04.2021:

Warum verdammt nochmal sollte man aus der Stadt flüchten, wenn man sich dort ein Leben aufgebaut hat, Freunde vor Ort sind sowie man sich keine Sorgen machen muss, dass nicht alles in der Nähe ist?

Genau das ist ja das Problem vieler, die als Absolvent in eine teure Großstadt gegangen sind. Wenn man sich später mehr in Richtung Familie orientiert, Dinge wie Eigenheim, etwas Grün ums Zuhause, etc. deutlich wichtiger werden, dann wird das in solchen Städten plötzlich unbezahlbar. Und aus den genannten Gründen (Freunde, soziales Umfeld, etc.) geht man halt aus so einer Stadt dann trotzdem nicht weg, obwohl es finanziell ein No Brainer wäre.
Darum sollte man sich vorher eben genau überlegen, ob man dorthin geht. Die Rechnung "ich mach da mal 5-10 Jahre Karriere und dann kann ich mich ja nochmal umorientieren" funktioniert oftmals nicht, weil man sich dann schlicht nicht mehr umorientieren möchte.

Da ich aus Bayern komme kenne ich sowohl Fälle, wo der Absprung aus München noch rechtzeitig geklappt hat als auch Fälle, wo die Leute dort nicht mehr weg wollen aber nur noch am Fluchen sind. Ein Bekannter ist letztes Jahr mit knapp über 40 mit Familie von München in eine fränkische Kleinstadt abgehauen, vom Teamleiter in München auf eine normale Expertenstelle ohne Führungsfunktion. Für ihn war der Schritt trotz der finanziellen Einbußen Gold wert, so ein Leben wie er jetzt hat hätte er sich in München niemals leisten können.

Es gibt doch noch die vielen Einwohner die immer in oder bei einer Großstadt gewohnt haben.

Ich komme aus München und die gesamte Verwandtschaft wohnt irgendwo zwischen Isar Vorstadt und Schwabing. Weiter außerhalb wäre ein no go. Zum Glück war die ganze Familie schon immer in Immobilien investiert so das Startkapital vorhanden war. Ich selbst habe mir 2004 am Isator im Lehel, eine 3 Zimmer Wohnung für damals irrwitzige 300.000€ gekauft wovon meine Eltern 60.000€ zugeschossen hatten. Bei den heutigen Preisen echt heftig, ich schätze mal aktuell würde ich irgendwas um die 2.6 mio kriegen aber wo soll ich dann wohnen?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich bin noch etwas älter als Du. Nicht wenige Kollegen / Bekannte haben überhaupt keine Kinder bekommen und sind oft auch nicht verheiratet. Haus / Garten nicht nötig. Der Wiwi-Treff-Normalfall Familie mit Kindern entspricht nicht ganz der Realität.

"Man will so leben wie seine Eltern": Sorry, ich bin wie viele andere auch in der Großstadt aufgewachsen. Habe also nie in meinem Leben in einem Einfamilienhaus gewohnt und will das auch überhaupt nicht.

Home Office finde ich nicht gut. Die Trennung zwischen beruflicher Umgebung und Privatsphäre geht verloren. Einige haben vom Home Office auch echt die Schnauze voll.

WiWi Gast schrieb am 27.04.2021:

Schade dass die Leute hier nicht ihr Alter reinschreiben.

Ich (Münchner seid 15 Jahren) kenne es so:

  • bis 30 ist Stadt toll und gut
  • ab 30 wenn die Leute Kinder kriegen fokusiert sich alles eher nach innen auf die Familie, maximal 1 mal im Monat noch für 2 Stunden in ne Bar (falls überhaupt)
  • Freundeskreis wird weniger wichtig - Familie tritt an die Stelle
  • Dann auch der Wunsch vom Haus im Grünen - Grund: die Stadt wird nicht genutzt und man will so leben wie seine Eltern
  • Entweder man zieht dann raus (wos auch sehr teuer ist mittlerweile - auf Seite 1 hatte in 2016 jemand Landsberg am Lech genannt - eine superschöne Altstadt und alles da - 50 mins nach München. 1 Mio mittlerweile für eine 110qm 4 Zimmer (Luxus)-Neubauwohbung) oder man wohnt mit einem schlechten Lebensstandard von den Wohnverhälnissen (Neubau Platte oder abgewohnte Mietwohnung) in der Stadt und beschwert sich

Bin jetzt selbst 40. Seid 35 nervt mich München nur noch. Alle meine Freunde machen nur noch was mit ihren Kindern. Die verbleibenden Singles haben zu 90 Prozent "Issues" und sind recht speziell (soviel zum Thema daten).

Ziehe jetzt selbst aus München richtung Westen (hinter Landsberg). Da kann ich mietfrei wohnen. Bei 2-3 Tagen Home Office kein Problem in München Job zu machen.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 27.04.2021:
Ich selbst habe mir 2004 am Isator im Lehel, eine 3 Zimmer Wohnung für damals irrwitzige 300.000€ gekauft wovon meine Eltern 60.000€ zugeschossen hatten. Bei den heutigen Preisen echt heftig, ich schätze mal aktuell würde ich irgendwas um die 2.6 mio kriegen aber wo soll ich dann wohnen?

In der Karibik?

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ebenfalls 40 Jahre alt nicht verheiratet und die ideale Anzahl von 0 Kindern. Der Großteil des Freundeskreis hat keine Kinder und damit meine ich nicht das die mit Kindern rausgefallen sind. Kurioserweise wohnen bei mir fast alle Freunde ohne Kinder irgendwo außerhalb (Dachau, Landsberg, Augsburg ...) während die mit Kindern eher in in der Stadt (Haidhausen, Giesing, Trudering ...) wohnen.

Ich selbst bin am Stadtrand (Straßlach) aufgewachsen. Das wäre Distanztechnisch gerade noch OK schätze aber dann doch das ich hier in 2 Minuten zu Fuss ein paar Restaurants und Supermärkte erreichen kann und habe es mir hier auf 3 Zimmern und 100qm am Romanplatz gemütlich gemacht und wenn ich mal in die Innenstadt muss bin ich in 15 Minuten mit dem Auto dort.

WiWi Gast schrieb am 28.04.2021:

Ich bin noch etwas älter als Du. Nicht wenige Kollegen / Bekannte haben überhaupt keine Kinder bekommen und sind oft auch nicht verheiratet. Haus / Garten nicht nötig. Der Wiwi-Treff-Normalfall Familie mit Kindern entspricht nicht ganz der Realität.

"Man will so leben wie seine Eltern": Sorry, ich bin wie viele andere auch in der Großstadt aufgewachsen. Habe also nie in meinem Leben in einem Einfamilienhaus gewohnt und will das auch überhaupt nicht.

Home Office finde ich nicht gut. Die Trennung zwischen beruflicher Umgebung und Privatsphäre geht verloren. Einige haben vom Home Office auch echt die Schnauze voll.

WiWi Gast schrieb am 27.04.2021:

Schade dass die Leute hier nicht ihr Alter reinschreiben.

Ich (Münchner seid 15 Jahren) kenne es so:

  • bis 30 ist Stadt toll und gut
  • ab 30 wenn die Leute Kinder kriegen fokusiert sich alles eher nach innen auf die Familie, maximal 1 mal im Monat noch für 2 Stunden in ne Bar (falls überhaupt)
  • Freundeskreis wird weniger wichtig - Familie tritt an die Stelle
  • Dann auch der Wunsch vom Haus im Grünen - Grund: die Stadt wird nicht genutzt und man will so leben wie seine Eltern
  • Entweder man zieht dann raus (wos auch sehr teuer ist mittlerweile - auf Seite 1 hatte in 2016 jemand Landsberg am Lech genannt - eine superschöne Altstadt und alles da - 50 mins nach München. 1 Mio mittlerweile für eine 110qm 4 Zimmer (Luxus)-Neubauwohbung) oder man wohnt mit einem schlechten Lebensstandard von den Wohnverhälnissen (Neubau Platte oder abgewohnte Mietwohnung) in der Stadt und beschwert sich

Bin jetzt selbst 40. Seid 35 nervt mich München nur noch. Alle meine Freunde machen nur noch was mit ihren Kindern. Die verbleibenden Singles haben zu 90 Prozent "Issues" und sind recht speziell (soviel zum Thema daten).

Ziehe jetzt selbst aus München richtung Westen (hinter Landsberg). Da kann ich mietfrei wohnen. Bei 2-3 Tagen Home Office kein Problem in München Job zu machen.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Wofür arbeitet und spart man eigentlich wenn man keine Kinder hat? Bin selbst 30J, kein Single und habe definitiv vor Kinder zu kriegen irgendwann. Altersvorsorge, Sparen, Eigenkapital zurecht legen... immer im Hinterkopf das man ja irgendwann mindestens zu dritt ist.
Aber wenn das nicht der Fall ist? Wofür sich dann noch stressen? Bisschen was an Altersvorsorge aber ansonsten arbeitet man ja nur für sich selbst? Bekommt man da keine Lebens- und Sinnkrise irgendwann? Da würde ich ja meine komplette Kohle für Konsum raushauen? Man hat keine Verantwortung für irgendjemanden und muss nur sich selbst zufrieden stellen. Irgendwie verrückt!

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich glaube einige verstehen hier nicht was Stadtflucht heißt. Stadtflucht heißt das Leben in der Stadt ist unattraktiv, völlig egal ob keine, 2 oder 10 Kinder und ich möchte aufs Land. Dies ist seit 20 Jahren nicht der Fall bzw. umgekehrt.

Das was aktuell als "Stadtflucht" bezeichnet wird ist in Wahrheit "die ernormen Preis (Nachfrage) drängen mich in das Umland". Wären Einfamilienhäuser in der Stadt erschwinglich würden Familien nicht aufs Land ziehen. Fallende Preise in den Städten würden also sofort wieder durch steigende Nachfrage kompensiert werden.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 28.04.2021:

Ich glaube einige verstehen hier nicht was Stadtflucht heißt. Stadtflucht heißt das Leben in der Stadt ist unattraktiv, völlig egal ob keine, 2 oder 10 Kinder und ich möchte aufs Land. Dies ist seit 20 Jahren nicht der Fall bzw. umgekehrt.

An das vor 20 Jahren kann ich mich noch gut erinnern, wohl eher 30.
Anfang der 90er war ich Jugendlicher und da war absolut auffällig, dass Klassenkameraden aus "besseren" Familien eigentlich durch die Bank von außerhalb kamen. Ich selbst bin in der Stadt aufgewachsen und durfte mir dann teilweise dumme Sprüche anhören der Marke "Ghettokind".

Die Sicht ist heutzutage wahrscheinlich etwas anders, aber bei mir ist als mittlerweile >40er immer noch verankert, dass man als Gutverdiener nicht in die Stadt geht, dort lebt eher der Arbeiter in seinem Wohnblock. Obwohl ich Single bin und obwohl ich wie gesagt in der Stadt aufgewachsen bin, lebe ich mittlerweile deutlich außerhalb, schön im Grünen mit großzügigen Wohnverhältnissen. Für mich hat in der Stadt leben zu müssen immer noch einen Makel, obwohl es mittlerweile ja umgekehrt ist, man muss sich die Stadt leisten können.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 28.04.2021:

Wofür arbeitet und spart man eigentlich wenn man keine Kinder hat? Bin selbst 30J, kein Single und habe definitiv vor Kinder zu kriegen irgendwann. Altersvorsorge, Sparen, Eigenkapital zurecht legen... immer im Hinterkopf das man ja irgendwann mindestens zu dritt ist.
Aber wenn das nicht der Fall ist? Wofür sich dann noch stressen? Bisschen was an Altersvorsorge aber ansonsten arbeitet man ja nur für sich selbst? Bekommt man da keine Lebens- und Sinnkrise irgendwann? Da würde ich ja meine komplette Kohle für Konsum raushauen? Man hat keine Verantwortung für irgendjemanden und muss nur sich selbst zufrieden stellen. Irgendwie verrückt!

Nicht von jedem ist der größte Lebensinhalt sich fortzupflanzen.

Ich bin auch ohne Kinder sehr glücklich. Meine Partnerin sieht es übrigens genauso

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Die wohlhabenden Familien haben ja heute meist ein großes Haus am Stadtrand und dann noch eine City Wohnung.
Sieht man zB auch bei vielen Bayern Spielern.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 28.04.2021:

Die wohlhabenden Familien haben ja heute meist ein großes Haus am Stadtrand und dann noch eine City Wohnung.
Sieht man zB auch bei vielen Bayern Spielern.

Ja bei mir ähnlich habe ein Haus in Icking am Ammersee geerbt und selbst eine Wohnung in München gekauft.

Aktuell nutze ich die Wohnung quasi gar nicht aber wenn es mal wieder ins Büro gehen sollte schlaf ich auch mal wieder dort 2-3 Nächte pro Woche.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 28.04.2021:

Die wohlhabenden Familien haben ja heute meist ein großes Haus am Stadtrand und dann noch eine City Wohnung.
Sieht man zB auch bei vielen Bayern Spielern.

Endlich wird mal über die wirklich relevaten Bevölkerungsgruppen gesprochen.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Auch jetzt während Home Office ist es ganz praktisch und man hat im Kopf mehr Abwechslung durch den Ortswechsel.

WiWi Gast schrieb am 28.04.2021:

Die wohlhabenden Familien haben ja heute meist ein großes Haus am Stadtrand und dann noch eine City Wohnung.
Sieht man zB auch bei vielen Bayern Spielern.

Ja bei mir ähnlich habe ein Haus in Icking am Ammersee geerbt und selbst eine Wohnung in München gekauft.

Aktuell nutze ich die Wohnung quasi gar nicht aber wenn es mal wieder ins Büro gehen sollte schlaf ich auch mal wieder dort 2-3 Nächte pro Woche.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 28.04.2021:

Wofür arbeitet und spart man eigentlich wenn man keine Kinder hat? Bin selbst 30J, kein Single und habe definitiv vor Kinder zu kriegen irgendwann. Altersvorsorge, Sparen, Eigenkapital zurecht legen... immer im Hinterkopf das man ja irgendwann mindestens zu dritt ist.
Aber wenn das nicht der Fall ist? Wofür sich dann noch stressen? Bisschen was an Altersvorsorge aber ansonsten arbeitet man ja nur für sich selbst? Bekommt man da keine Lebens- und Sinnkrise irgendwann? Da würde ich ja meine komplette Kohle für Konsum raushauen? Man hat keine Verantwortung für irgendjemanden und muss nur sich selbst zufrieden stellen. Irgendwie verrückt!

Menschen sind unterschiedlich. Ich hatte nie einen Kinderwunsch und über die "Alles-Raushauen"-Zeit bin ich weg. Waren tolle Jahre, aber irgendwann wird man ruhiger.

Mit gestiegenem Einkommen spare ich inzwischen stärker für die Altersvorsorge, da ich meinen jetzigen Lebensstandard gerne auch im Alter halten würde. Und um ggf. mit Anfang 60 aufhören zu können, falls mir mein Job dann keinen Spaß mehr macht.

Im meinem Umfeld werden die ersten Ehen auch schon wieder geschieden und da passieren leider Lebens- und Sinnkrisen. Die kommen da sicher auch wieder raus, aber erst mal sind es zerplatzte Träume.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Ich will mit 50 meine Schäfchen im Trockenen haben. Im IT-Bereich muss man hier etwas vorsichtig sein, mit zunehmendem Alter nimmt hier die Attraktivität für Arbeitgeber nämlich deutlich ab.

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D-CH-F

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Familien mit einem Anwesen ausserhalb und einer Zweitwohnung in der City sind wohl eher nicht "wohlhabend" sondern doch eher sehr reich, zumindest wenn wir von München oder Paris sprechen.

Wohnen in der Stadt oder ausserhalb ist ziemlich der Mode unterworfen.
In der Tat war früher wohnen in der Stadt eher was für die Armen, die Reichen bzw. die wirtschaftlich starke Mitte suchte Licht, Luft und Grün in den Speckgürteln. In den 2010er Jahren kamen immer mehr Besserverdiener in die Städte, haben diese teilweise Gentrifiziert, das ist bei den meisten Städten in Frankreich auch so.

In Mulhouse allerdings nicht. Dort ist es bis heute nach wie vor so, dass die Wohlhabenden und die wirtschaftlich starke Mitte im Speckgürtel lebt. Die Armen wohnen tendenziell in der Stadt, auch wenn es einige wohlhabende Stadtteile gibt, diese liegen aber eher am Stadtrand, am Hang. Vorallem Leute die in der Schweiz arbeiten, wohnen in einem Vorort im EFH, oft mit Pool, so gut wie gar nicht in den zentralen Stadtteilen.
Da immer mehr Industrie aus der Stadt verschwunden ist, sind die Preise seit 2008 sogar gesunken, trotz Niedrigzinsen. Allerdings gibt es in den letzten Jahren einige Projekte, die die Stadt wieder nach vorne bringen sollen.
Ein ganz krasses Negativbeispiel ist ein einstiges Prestigeprojekt der 70er Jahre. Damals sollte das gehobenes Wohnen mit moderner Architektur mitten in der Stadt sein, heute werden dort Wohnungen zu Schleuderpreisen angeboten, für 30-50k Euro Kaufpreis gibt es dort Wohnungen mit ca. 100 qm Wohnfläche und selbst dafür verkaufen die sich nicht von heute auf morgen. Wer es nicht glaubt, hier drei Wohnungen in dem Turm. Ja richtig gelesen, 30-50k, NICHT pro qm, sondern für die gesamte Wohnung. Also 300-500 Euro/qm.
Ich selbst würde dort aber nicht investieren, trotz des günstigen Preises.

103 qm für 35k Euro:
https://www.leboncoin.fr/ventes_immobilieres/1930968328.htm?ac=558505705
und nochmal für 40k
https://www.leboncoin.fr/ventes_immobilieres/1933923156.htm?ac=558505705
und für knapp 50k
https://www.leboncoin.fr/ventes_immobilieres/1964655691.htm?ac=558505705

Eigentlich schade, da der Hauptbahnhof nicht weit ist, man ist in 20 min in der Schweiz, 20 min in Deutschland, knapp 3 Stunden per TGV in Paris und auch der Flughafen ist nicht so weit. Dennoch ist das für manche hier die meinen, Immobilien könnten immer nur teurer werden, vielleicht auch mal interessant, sowas zu sehen.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Würde nicht nur aufgrund der Preise eine Flucht ins Umland sehen. Die Entwicklung der letzten 2-3 Jahre ist etwas differenzierter:

  • Attraktivität absoluter Stadtlagen (zentrumsnah) sinkt
  • Attraktivität (erweiterter) Speckgürtellagen steigt
  • wirkliche Landlagen bleiben weiter unattraktiv

Warum?

  • Homeoffice erlaubt längere Pendeldistanzen
  • Leute wollen nicht mehr so nah aufeinander hocken (Corona)
  • zunehmende Individualität
  • Armutsmigration in Stadtzentren
  • Trend zur Rückkehr zur Natur, mehr Bio etc.
  • autonomes Fahren, bessere Fahrassistenzsysteme
  • größerer pro Kopf Raumbedarf
  • besseres Internet außerhalb der Städte
  • man will aber gerne auch weiter die interessanten urbanen Elemente (Kultur, Infrastruktur, Freunde, Mindset) greifbar haben, daher bleiben die richtigen Landlagen unattraktiv
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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Das ist wohl von Stadt zu Stadt sehr verschieden. Die wirkliche Innenstadt ist meistens eher ein no-go zum wohnen. Aber gewachsene Städte haben gute und sehr gute Wohnlagen. Da wo zu Kaiser Wilhelms Zeiten die Wohlhabenden gewohnt haben. Diese Villen stehen bei uns immer noch (wenige Kriegsschäden) und sind fast unbezahlbar. Für ein EFH heute irgendwas zwischen 2 und 3 Mios. Genauso gab es damals aber auch schon die einfachen Wohnlagen. Früher Arbeiter, heute kleine Angestellte und die Beamten. Plattenbauten am Stadtrand aus den 1960er Jahren eher jetzt soziale Brennpunkte. Im Internet kann man kostenlos die Bodenrichtwertkarte für das Stadtgebiet sehen. Von 200€ bis 2.000 € pro qm. Daran kann man die Qualität der Wohnlage gut erkennen, auch wenn man die Stadtviertel selbst nicht kennt.

Bei uns in der Schule hatten die Wohlhabenden alle in den Villenvierteln gewohnt, von außerhalb kamen die Kinder der Nebenerwerbslandwirte.

WiWi Gast schrieb am 28.04.2021:

Die Sicht ist heutzutage wahrscheinlich etwas anders, aber bei mir ist als mittlerweile >40er immer noch verankert, dass man als Gutverdiener nicht in die Stadt geht, dort lebt eher der Arbeiter in seinem Wohnblock. Obwohl ich Single bin und obwohl ich wie gesagt in der Stadt aufgewachsen bin, lebe ich mittlerweile deutlich außerhalb, schön im Grünen mit großzügigen Wohnverhältnissen. Für mich hat in der Stadt leben zu müssen immer noch einen Makel, obwohl es mittlerweile ja umgekehrt ist, man muss sich die Stadt leisten können.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

D-CH-F schrieb am 28.04.2021:

Ein ganz krasses Negativbeispiel ist ein einstiges Prestigeprojekt der 70er Jahre. Damals sollte das gehobenes Wohnen mit moderner Architektur mitten in der Stadt sein, heute werden dort Wohnungen zu Schleuderpreisen angeboten, für 30-50k Euro Kaufpreis gibt es dort Wohnungen mit ca. 100 qm Wohnfläche und selbst dafür verkaufen die sich nicht von heute auf morgen. Wer es nicht glaubt, hier drei Wohnungen in dem Turm. Ja richtig gelesen, 30-50k, NICHT pro qm, sondern für die gesamte Wohnung. Also 300-500 Euro/qm.
Ich selbst würde dort aber nicht investieren, trotz des günstigen Preises.

103 qm für 35k Euro:
https://www.leboncoin.fr/ventes_immobilieres/1930968328.htm?ac=558505705
und nochmal für 40k
https://www.leboncoin.fr/ventes_immobilieres/1933923156.htm?ac=558505705
und für knapp 50k
https://www.leboncoin.fr/ventes_immobilieres/1964655691.htm?ac=558505705

Eigentlich schade, da der Hauptbahnhof nicht weit ist, man ist in 20 min in der Schweiz, 20 min in Deutschland, knapp 3 Stunden per TGV in Paris und auch der Flughafen ist nicht so weit. Dennoch ist das für manche hier die meinen, Immobilien könnten immer nur teurer werden, vielleicht auch mal interessant, sowas zu sehen.

Wer sagt, dass Immobilien überall immer teurer werden? Das ist einfachstes Land dort, vergleichbar mit Hoyerswerda in Deutschland. Auch in Hoyerswerda kannst du für dieses Geld eine Plattenbau-Wohnung kaufen. Mit dem Unterschied, dass die Arbeitslosenquote in Hoyerswerda 2-3 Prozentpunkte niedriger als in Mulhouse ist.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 29.04.2021:

Würde nicht nur aufgrund der Preise eine Flucht ins Umland sehen. Die Entwicklung der letzten 2-3 Jahre ist etwas differenzierter:

  • Attraktivität absoluter Stadtlagen (zentrumsnah) sinkt
  • Attraktivität (erweiterter) Speckgürtellagen steigt
  • wirkliche Landlagen bleiben weiter unattraktiv

Warum?

  • Homeoffice erlaubt längere Pendeldistanzen
  • Leute wollen nicht mehr so nah aufeinander hocken (Corona)
  • zunehmende Individualität
  • Armutsmigration in Stadtzentren
  • Trend zur Rückkehr zur Natur, mehr Bio etc.
  • autonomes Fahren, bessere Fahrassistenzsysteme
  • größerer pro Kopf Raumbedarf
  • besseres Internet außerhalb der Städte
  • man will aber gerne auch weiter die interessanten urbanen Elemente (Kultur, Infrastruktur, Freunde, Mindset) greifbar haben, daher bleiben die richtigen Landlagen unattraktiv

Sind das gefühlte Fakten oder deine Erfahrungen? (Außer qm pro Kopf)
Mache eher die Erfahrung dass die Stadt mehr zum hippen Zeitgeist passt. Alternative Mobilität hat man doch fast nur in der Stadt. Carsharing, Lastenradverleih, mit dem Rad alles erledigen, geht im Speckgürtel meist schwieriger als in der Stadt. Ist vermutlich auch eher mein Bias, dass man weg vom eigenen Auto kommt. Deswegen könnte ich es mir nie vorstellen in unseren Speckgürtel zu ziehen. Allein das Einkaufen wäre dort ohne Ahto unheimlich schwieriger. Scheint ja in Vororten weiterhin Mode zu sein außerhalb der Stadt 5 Supermärkte auf einen Fleck zu klatschen.

Thema Internet: Das unterscheidet sich ja oft schon sehr stark innerhalb von Städten. Eine straße hat Gbit, die anderen noch 16Mbit.

Im Speckgürtel hast du in der Regel auch nicht viel mehr Natur als in der Stadt. Außer du definierst das Spargelfeld als Natur. Kommt natürlich auf die Stadt an, aber hier hat die Stadt zum Teil mehr Wald als die umliegenden Vororte.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 29.04.2021:

Würde nicht nur aufgrund der Preise eine Flucht ins Umland sehen. Die Entwicklung der letzten 2-3 Jahre ist etwas differenzierter:

  • Attraktivität absoluter Stadtlagen (zentrumsnah) sinkt
  • Attraktivität (erweiterter) Speckgürtellagen steigt
  • wirkliche Landlagen bleiben weiter unattraktiv

Warum?

  • Homeoffice erlaubt längere Pendeldistanzen
  • Leute wollen nicht mehr so nah aufeinander hocken (Corona)
  • zunehmende Individualität
  • Armutsmigration in Stadtzentren
  • Trend zur Rückkehr zur Natur, mehr Bio etc.
  • autonomes Fahren, bessere Fahrassistenzsysteme
  • größerer pro Kopf Raumbedarf
  • besseres Internet außerhalb der Städte
  • man will aber gerne auch weiter die interessanten urbanen Elemente (Kultur, Infrastruktur, Freunde, Mindset) greifbar haben, daher bleiben die richtigen Landlagen unattraktiv

Sind das gefühlte Fakten oder deine Erfahrungen? (Außer qm pro Kopf)
Mache eher die Erfahrung dass die Stadt mehr zum hippen Zeitgeist passt. Alternative Mobilität hat man doch fast nur in der Stadt. Carsharing, Lastenradverleih, mit dem Rad alles erledigen, geht im Speckgürtel meist schwieriger als in der Stadt. Ist vermutlich auch eher mein Bias, dass man weg vom eigenen Auto kommt. Deswegen könnte ich es mir nie vorstellen in unseren Speckgürtel zu ziehen. Allein das Einkaufen wäre dort ohne Ahto unheimlich schwieriger. Scheint ja in Vororten weiterhin Mode zu sein außerhalb der Stadt 5 Supermärkte auf einen Fleck zu klatschen.

Thema Internet: Das unterscheidet sich ja oft schon sehr stark innerhalb von Städten. Eine straße hat Gbit, die anderen noch 16Mbit.

Im Speckgürtel hast du in der Regel auch nicht viel mehr Natur als in der Stadt. Außer du definierst das Spargelfeld als Natur. Kommt natürlich auf die Stadt an, aber hier hat die Stadt zum Teil mehr Wald als die umliegenden Vororte.

Bin ich voll bei dir. Danke.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

WiWi Gast schrieb am 29.04.2021:

Würde nicht nur aufgrund der Preise eine Flucht ins Umland sehen. Die Entwicklung der letzten 2-3 Jahre ist etwas differenzierter:

  • Attraktivität absoluter Stadtlagen (zentrumsnah) sinkt
  • Attraktivität (erweiterter) Speckgürtellagen steigt
  • wirkliche Landlagen bleiben weiter unattraktiv

Die Frage ist da, wie differenziert man Speckgürtel und Landlage? Letzteres würde ich wirklich als Dorf ansehen mit nichts außenrum. Aber wenn ich z.B. 30 min außerhalb wohne, alles für den täglichen Bedarf vor Ort habe, ist das dann Land? Es macht doch keinen Unterschied, ob ich 2x im Monat 15min in die Stadt fahre oder 2x im Monat 30min.

WiWi Gast schrieb am 29.04.2021:

Allein das Einkaufen wäre dort ohne Ahto unheimlich schwieriger. Scheint ja in Vororten weiterhin Mode zu sein außerhalb der Stadt 5 Supermärkte auf einen Fleck zu klatschen.

Ich hab da eher andere Erfahrungen gemacht. Gerade dadurch, dass dort vieles an einem Fleck ist, geht das Einkaufen sehr viel einfacher. Ich habe hier fußläufig 2 Discounter und 2 Supermärkte, DM, Apotheke, Metzger, 3x Bäcker, Fressnapf und noch paar andere Sachen. Meistens laufe ich aber nicht hin sondern fahre einmal die Woche mit dem Auto und kaufe alles ein, was ich brauche. In der Stadt ginge das so gar nicht, dafür müsste ich zig Geschäfte an unterschiedlichen Orten abklappern, weil alles viel verteilter ist.

Für mich persönlich gibt es am Leben deutlich außerhalb nur ein Problem: Kinder, spätestens wenn sie auf eine weiterführende Schule kommen. Dann braucht man wirklich eine gute Anbindung an den ÖPNV, sonst ist man nur am Chauffeur spielen. Alles andere funktioniert aus meiner Sicht sogar unkomplizierter als in der Stadt.

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WiWi Gast

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

D-CH-F schrieb am 28.04.2021:

Familien mit einem Anwesen ausserhalb und einer Zweitwohnung in der City sind wohl eher nicht "wohlhabend" sondern doch eher sehr reich, zumindest wenn wir von München oder Paris sprechen.

Wohnen in der Stadt oder ausserhalb ist ziemlich der Mode unterworfen.
In der Tat war früher wohnen in der Stadt eher was für die Armen, die Reichen bzw. die wirtschaftlich starke Mitte suchte Licht, Luft und Grün in den Speckgürteln. In den 2010er Jahren kamen immer mehr Besserverdiener in die Städte, haben diese teilweise Gentrifiziert, das ist bei den meisten Städten in Frankreich auch so.

In Mulhouse allerdings nicht. Dort ist es bis heute nach wie vor so, dass die Wohlhabenden und die wirtschaftlich starke Mitte im Speckgürtel lebt. Die Armen wohnen tendenziell in der Stadt, auch wenn es einige wohlhabende Stadtteile gibt, diese liegen aber eher am Stadtrand, am Hang. Vorallem Leute die in der Schweiz arbeiten, wohnen in einem Vorort im EFH, oft mit Pool, so gut wie gar nicht in den zentralen Stadtteilen.
Da immer mehr Industrie aus der Stadt verschwunden ist, sind die Preise seit 2008 sogar gesunken, trotz Niedrigzinsen. Allerdings gibt es in den letzten Jahren einige Projekte, die die Stadt wieder nach vorne bringen sollen.
Ein ganz krasses Negativbeispiel ist ein einstiges Prestigeprojekt der 70er Jahre. Damals sollte das gehobenes Wohnen mit moderner Architektur mitten in der Stadt sein, heute werden dort Wohnungen zu Schleuderpreisen angeboten, für 30-50k Euro Kaufpreis gibt es dort Wohnungen mit ca. 100 qm Wohnfläche und selbst dafür verkaufen die sich nicht von heute auf morgen. Wer es nicht glaubt, hier drei Wohnungen in dem Turm. Ja richtig gelesen, 30-50k, NICHT pro qm, sondern für die gesamte Wohnung. Also 300-500 Euro/qm.
Ich selbst würde dort aber nicht investieren, trotz des günstigen Preises.

103 qm für 35k Euro:
www.leboncoin.fr/ventes_immobilieres/1930968328.htm?ac=558505705
und nochmal für 40k
www.leboncoin.fr/ventes_immobilieres/1933923156.htm?ac=558505705
und für knapp 50k
www.leboncoin.fr/ventes_immobilieres/1964655691.htm?ac=558505705

Eigentlich schade, da der Hauptbahnhof nicht weit ist, man ist in 20 min in der Schweiz, 20 min in Deutschland, knapp 3 Stunden per TGV in Paris und auch der Flughafen ist nicht so weit. Dennoch ist das für manche hier die meinen, Immobilien könnten immer nur teurer werden, vielleicht auch mal interessant, sowas zu sehen.

Die günstigen Immobilien sind natürlich sehenswert. Aber hat man da nicht Probleme Leute kennenzulernen oder Freundschaften zu pflegen? Bis Basel / Lörrach ist ja ein ganzes Stück... Da würde ich doch lieber gleich nach Basel oder BL ziehen, teurere Mieten auf mich nehmen aber dafür wohne ich für Job und Freunde zentraler und spare auch noch etwas Steuern dabei. Wie hat das bei dir funktioniert?

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D-CH-F

Re: Immobilienpreise: Wann setzt die Stadtflucht ein?

Grenzgänger, die in der CH arbeiten, wohnen selten in Mulhouse. Solche Wohnungen, wobei der Europaturm wegen der hohen Unterhaltskosten ein besonders krasses Negativbeispiel ist was die Preise angeht, kaufen meist Leute die in Mulhouse ca. den Mindestlohn verdienen oder aber auch Anleger aus ganz Frankreich, die das wegen der vermeintlich hohen Mietrendite tun, häufig wird an Leute vermietet, die Wohngeld (APL) bekommen, das direkt an den Vermieter überwiesen wird. Man kann mit sowas durchaus Geld verdienen, ist aber Geschmacksache. Mag sein, dass die Arbeitslosenquote in Mulhouse höher als in Hoyerswerda ist, dafür ist Mulhouse eine junge Stadt mit keinem so starken Bevölkerungsrückgang wie in Hoyerswerda (gerade gegoogelt).

Zum Wohnen als Grenzgänger muss man differenzieren. Leute die nicht aus der Region stammen und neu in Basel anfangen, kein französisch können und auch keinen Partner haben der das kann, denen würde ich raten, erstmal nach Basel zu ziehen. Basel ist eine Stadt mit sehr viel internationalem, hochqualifizierten Publikum, auch sehr viele Deutsche. Hat man sich eingelebt und möchte zur Familiengründung ein Haus oder eine große Wohnung kaufen/bauen, dann kann man sich im grenznahen Elsass umsehen. Da würde ich weniger die Region Mulhouse empfehlen, wenn man nicht Beziehungen dort hin hat, sondern eher Grenzgemeinden mit einem hohen Anteil von Deuschen und Schweizern, wie Hegenheim, Village-Neuf, Huningue oder auch gewisse Teile von Saint-Louis. Alles Orte die fast direkt an Basel grenzen. Auch empfehlenswert ist Sierentz, wo in den letzen Jahren extrem viele Häuser gebaut wurden, viele von Deutschen und Schweizern. In manchen Neubauviertel hört man sehr viel Deutsch.

Steuern: mit normalem schweizer Lohn bezahlt man in Summe Krankenkasse und Einkommensteuer mit Wohnsitz Elsass oft ähnlich viel wie im Raum Basel. Erbschaftsteuern allerdings können in Frankreich erheblich höher sein, für Details kann ich einen online Rechner nennen bzw. infobest palmrain, eine staatliche Stelle von allein drei Länder finanziert, die zu sowas Auskünfte geben kann.

Der Lifehack ist da wie folgt: man hat mit Arbeitsort Nordwestschweiz und Wohnsitz Elsass ein verfügbares Einkommen nach Steuer und Krankenkasse (Behandlungsrecht für CH und F) wie als würde man im Raum Basel wohnen, dafür kosten vergleichbare Immobilien selbst direkt hinter der Grenze oft nur ein Drittel oder gar ein Viertel.

Normales EFH in Binningen(CH) für 1,5-2 Mio, oder Haus in Hegenheim(F), gute Lage, für 500k, dabei sind beides eigentlich Vororte von Basel, nur eben in einem anderen Land, schaut es auch bei google maps an. Oder eine hochwertige Neubauwohnung Vierzimmer an der Grenze auf französischer Seite für 400k oder eine 5 Fahrradminuten weiter in Basel für 1,2 Mio. Da wohnt man relativ zentral an Basel, aber in einem anderen Land für einen Bruchteil des Preises.

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