DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
InsolvenzInsolvenzrecht

ESUG erhöht die Erfolgsaussichten bei Unternehmenssanierungen

Zwei Jahre Praxiserfahrung mit dem ESUG: Die neuen gesetzlichen Regelungen des Gesetzes zur Erleichterung der Sanierung von Unternehmen erhöhen die Erfolgsaussichten bei Unternehmenssanierungen. Erweiterte Mitbestimmungsrechte für die Gläubiger halten Dreiviertel der Sanierungsexperten für wichtig.

ESUG erhöht die Erfolgsaussichten bei Unternehmenssanierungen
Bonn, 06.11.2014 (bdu) – Gut 2,5 Jahre nach Einführung des „Gesetzes zur Erleichterung der Sanierung von Unternehmen“ – kurz ESUG genannt – ist der Großteil der Sanierungsexperten von den verbesserten Sanierungsmöglichkeiten in unternehmerischen Krisenfällen überzeugt. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der online durchgeführten Panelbefragung „Zwei Jahre ESUG: Die Praxiserfahrungen“ des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU), an der im September/Oktober 2014 Insolvenzverwalter, Rechtsanwälte, Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer sowie Entscheidungsträger aus Finanzinstituten teilgenommen haben. „Das ESUG ist in der Sanierungspraxis angekommen. Ohne die Vorbereitung und Unterstützung durch den Berater geht es aber nicht“, so das Fazit von Burkhard Jung, Vorsitzender des BDU-Fachverbandes Sanierungs- und Insolvenzberatung.

Im Detail: Dreiviertel (sehr sinnvoll: 26 %, sinnvoll: 51 %) der Befragungsteilnehmer begrüßen die erweiterten Mitbestimmungsrechte für die Gläubiger. 85 Prozent der Sanierungsspezialisten befürworten, dass die Stakeholder bei einem Insolvenzantrag mit Sanierungsabsicht frühzeitig eingebunden werden. Lediglich fünf Prozent sehen hierin offensichtlich keinen Nutzen. Eine besonders hohe Zustimmung hat die im ESUG vorgesehene Möglichkeit erhalten, dass häufig zu beobachtende Führungsvakuum vor und nach der Insolvenzantragsstellung durch einen Chief Restructuring Officer (CRO) oder einen begleitenden Unternehmensberater aufzufangen. Knapp 58 Prozent halten dies für sehr sinnvoll und 35 Prozent für sinnvoll. Und: 81 Prozent sehen positive Effekte für den Sanierungsprozess, wenn die beteiligten Berater gemäß den ESUG-Regelungen über den vorläufigen Gläubigerausschuss darauf hinwirken, dass von den Gerichten Insolvenzverwalter ihres Vertrauens bestellt werden. Jung: „Betriebswirtschaftliche Kenntnisse des Insolvenzverwalters haben einen deutlichen Einfluss auf die Erfolgsaussichten eines Insolvenzverfahrens. Die Chancen auf den Erhalt der Arbeitsplätze und des gesamten Unternehmens in Schieflage steigen hierdurch.“

Im Forum zu Insolvenzrecht

2 Kommentare

Insolvenzrecht in England

WiWi Gast

Was hat denn die Privatinsolvenz (!!) jetzt konkret mit einer GmbH und Limited zu tun? Gesellschaften sind doch nicht nach 6 bzw 1 Jahr schuldenfrei (Insert affensmiley) Gibt genug Gründe die gege ...

7 Kommentare

Masterstudium in Insolvenzrecht und Restrukturierung. Wer hat Erfahrungen?

ts18

WiWi Gast schrieb am 19.01.2020: Zwei meiner Kollegen haben das Studium absolviert. Ist definitiv nicht verkehrt. Viele Dozenten aus der Praxis, die auch für spätere Beschäftigungen offen sind. ...

5 Kommentare

An die Wirtschaftsjuristen/Insolvenzsachbearbeiter

WiWi Gast

vergiss das was du lernst, das kann nachher keiner nachprüfen. irgendwelche aufgebauschten stories kann man immer erzählen. lieber den großen namen, wenn du die wahl hast.

2 Kommentare

Praktikum Insolvenzrecht dann Big Four

K123

Ich denke, es kommt auf den Bereich an. Im TAS gibt es bspw den Schwerpunkte "Restructuring" (zumindest heißt das so bei EY). EEinfach mal versuchen, mehr als Absagen können die auch nicht ; ...

21 Kommentare

Lohn sich Exit in die Schweiz? Pendeln am WE nach Deutschland

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 21.01.2021: Auch wenn man keine Flüge macht wäre es rein technisch nicht so schwer. Allein durch das Handy hat man mehr als genug Daten. Dann Wohnung. Dann zur Not Privat Dete ...

12 Kommentare

Work-Life-Balance als Selbständiger

WiWi Gast

Ich kann nur von IT sprechen, da ich auch schon mit dem Gedanken gespielt habe. Im Grunde hätte ich 1.5x verdient. Hab es nicht gemacht aus verschiedenen Gründen. Ein wesentlicher war dabei einfach di ...

5 Kommentare

Nebenberuflich als Freelancer in der IT arbeiten

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 07.01.2021: Wie heißt die Firma wo dein Freund hauptberuflich angestellt ist? ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Insolvenzrecht

Insolvenzrecht ESUG-Studie 2016

Insolvenzrecht ESUG-Studie 2016: Experten-Erwartungen sind insgesamt erfüllt

Das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) wird von den Experten positiv angenommen. Die Instrumente des ESUG hätten die Erwartungen der befragten Teilnehmer erfüllt. Dennoch wünschen sich die Experten ein europaweites vorinsolvenzliches Sanierungsverfahren, zeigen die Umfrageergebnisse der aktuellen Studie ESUG-Studie 2016 der Heidelberger gemeinnützigen Gesellschaft für Unternehmensrestrukturierung (HgGUR) und der Unternehmensberatung Roland Berger.

Regenschirm: Insolvenzrecht ESUG-Studie

Insolvenzrecht ESUG-Studie 2014/15: Experten sehen ihre Erwartungen erfüllt

Im vierten Jahr nach der Einführung nehmen die Erfahrung im Umgang mit ESUG Insolvenzrecht zu. Über 90 Prozent der Befragten haben 2014 in ein bis fünf Insolvenzfällen das ESUG angewendet. Das ESUG kommt bei den Insolvenzexperten gut an. Das Insolvenzkonzept und die Insolvenzplanung sind wichtige Erfolgsfaktoren. Die größte Hürde ist die Antragstellung mit einem vollständigen Sanierungskonzept.

Weiteres zum Thema Insolvenz

Ein weißer Schwimmrettungsring mit orangenen Streifen auf dem Wasser.

Elternzeit: Kündigung durch Insolvenzverwalter während Elternzeit möglich

Geht ein Unternehmen pleite und ein Insolvenzverfahren wird eröffnet, ergeben sich neue Rechte in der Elternzeit. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden, dass Frauen und Männer in Elternzeit gekündigt werden können, wenn ihr Arbeitgeber Insolvenz angemeldet hat. Zusätzlich verlieren Arbeitnehmer in Elternzeit ihre beitragsfreie Krankenversicherung.

Unister Insolvenzverfahren Rip-Deal

Insolvenzverfahren der Unister Holding GmbH vom Amtsgericht Leipzig eröffnet

Nach dem Unfalltod von Mitbegründer Thomas Wagner und Gesellschafter Oliver Schilling hatte die Unister Holding GmbH den Insolvenzantrag gestellt. Laut dem Magazin Spiegel hat der Reiseportal-Anbieter rund 39 Millionen Euro Schulden. Durch den Insolvenzantrag konnte die Handlungsfähigkeit der Unister-Reiseportal gesichert werden, sodass Buchungen über Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de weiterhin möglich sind. Aktuelle Berichte offenbaren, dass Thomas Wagner vor seinem Tod auf einen „Rip-Deal“ reingefallen ist.

Insolvenzverfahren - Weiß angemalte Hände greifen nach oben und eine hält eine Schale mit Geld.

Deckungsquote in Insolvenzverfahren: Gläubigerverluste von 97,4 Prozent

Nur 2,6 Prozent ihrer Forderungen erhielten Gläubiger von im Jahr 2010 eröffneten und bis 2014 beendeten Insolvenzverfahren zurück. Das entspricht einem Verlust von 97,4 Prozent. Damit betrugen die Gesamtverluste aller Gläubiger in Insolvenzverfahren 10,6 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Staatsinsolvenzen Regeln Euroländer

Staatsinsolvenzen: Regeln für Insolvenzen der Euroländer

Was tun, wenn ein Euro-Staat vor der Pleite steht? Bislang fehlen in der Europäischen Währungsunion Regelungen für ein staatliches Insolvenzverfahren. Damit die Europäische Währungsunion künftig besser auf Situationen wie in Griechenland vorbereitet ist, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) ein umfassendes Konzept für Staatsinsolvenzen der Euroländer erarbeitet.

Häuserwand mit Schrifzug Restrukturierung.

Restrukturierungsstudie 2016: Digitalisierung erhöht den Wettbewerbsdruck

Rund 34 Prozent der Restrukturierungsexperten beobachten einen wachsenden Wettbewerbsdruck durch die Digitalisierung. Die Anzahl und Komplexität der Restrukturierungsfälle nimmt entsprechend zu. Dieser Anpassungsdruck, der mögliche Brexit und die Flüchtlingskrise könnten den Wachstumskurs deutscher Unternehmen bremsen, so das Ergebnis der Restrukturierungsstudie 2016 der Unternehmensberatung Roland Berger.

Ein Karnevalwagen zum Thema: Rettung eines Krankenhauses mit einer Finanzspritze.

Krankenhaus Restrukturierung: Ökonomischer Druck für deutsche Krankenhäuser

Die wirtschaftliche Lage der deutschen Krankenhäuser entspannt sich leicht. Dennoch erwirtschaften rund 30 Prozent keinen Umsatzplus. Die Mehrheit will durch Restrukturierung ihre wirtschaftliche Lage verbessern, zeigt die aktuelle Restrukturierungsstudie der Unternehmensberatung Roland Berger.

Restrukturierungsstudie 2015

Restrukturierungsstudie 2015: Trügerische Ruhe? - Verschiedene Faktoren bieten Anlass zur Sorge

Obwohl sich die deutsche Wirtschaft aktuell stabil zeigt, geben verschiedene Faktoren Anlass zur Sorge. Die schwächere Konjunktur in Europa und China, niedrige Rohstoffpreise und das niedrige Zinsniveau bergen deutliche Risiken für deutsche Unternehmen. Zusätzlich setzt die Digitalisierung Unternehmen stark unter Druck. Darauf verweisen Experten von Roland Berger in ihrer »Restrukturierungsstudie 2015«.

Beliebtes zum Thema Berufseinstieg

Unternehmensranking 2017 der Top 10 Managementberatungen in Deutschland

Unternehmensranking 2020: Top 15 Managementberatungen in Deutschland

Die Top 15 Managementberatungen erzielen 2019 mit 12.600 Mitarbeitern gemeinsam rund 2,8 Milliarden Euro Umsatz. Ihre Umsätze in Deutschland stiegen im Schnitt um 6,2 Prozent. Roland Berger ist mit weltweit 650 Millionen Euro Umsatz erneut die klare Nummer eins. Es folgt Simon-Kucher & Partners mit fast 360 Millionen Euro. Q_Perior aus München zählt mit 214 Millionen Euro Umsatz erstmals zu den Top 3. Die Top-Themen der deutschen Managementberatungen sind Effizienzsteigerung und Kostensenkung.

Papier und Stifte liegen auf einem Schreibtisch.

Unternehmensranking 2020: Die Top 25 IT-Beratungen

Die Umsätze der Top 25 IT-Beratungen stiegen 2019 im Schnitt um 10 Prozent. Das Spitzentrio aus Accenture, T-Systems und IBM führt Accenture mit einem Umsatz von 2,4 Milliarden Euro in Deutschland an. Capgemini kann kann den Abstand auf die Top 3 mit 1,2 Milliarden Euro deutlich verkürzen. Neu im Ranking ist Valantic mit einem Umsatzplus von 11,4 Prozent und Übernahmen der Digitalagenturen Netz98 und Nexus United.

IT-Branche: Jemand programmiert an einem Notebook.

Unternehmensranking 2020: Top 20 mittelständische IT-Beratungen

Die Umsätze der Top 20 mittelständischen IT-Beratungen sind 2019 im Schnitt um 8,4 Prozent und 250 Millionen Euro gewachsen. Die Liste wird erstmals durch die Adesso SE angeführt. Durch ein Umsatzplus von 19,7 Prozent konnte das Dortmunder Unternehmen zwei Plätze im Vergleich zum Vorjahr gutmachen. Eine hohe Nachfrage erwarten die mittelständischen IT-Beratungen in den Bereichen Big Data Analytics und Prozessautomatisierung mittels Künstlicher Intelligenz.

Unternehmensranking 2017 der Top 10 Managementberatungen in Deutschland

Unternehmensranking: Die Top 10 Managementberatungen in Deutschland 2018

Die Top 10 der Managementberatungen erzielen 2018 mit knapp 10.000 Mitarbeitern gemeinsam rund 2,3 Milliarden Euro Umsatz, von 9,1 Milliarden Euro insgesamt. Die Umsätze der Top 10 in Deutschland sind im Jahr 2018 im Schnitt um 9,5 Prozent gewachsen. Die Branche rechnet 2019 mit Umsatzsteigerungen von 10,3 Prozent sowie für 2020 und 2021 mit 10,4 Prozent. Roland Berger ist mit weltweit 600 Millionen Euro Umsatz die klare Nummer eins. Besonders stark gewachsen sind Simon-Kucher mit 22,6, Porsche Consulting mit 24,5 und Horváth mit 18,1 Prozent.

Gründungsradar 2018: Eine keimende grüne Pflanze symbolisert die Gründung eines Startup-Unternehmens.

Gründungsradar 2018: TU München, Oldenburg und HHL Leipzig sind "Gründerunis"

Studenten, die eine Zukunft als Gründer oder Gründerin einschlagen wollen, sollten hier studieren: An der Technischen Universität München, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und HHL Leipzig Graduate School of Management wird am besten für eine Unternehmensgründung ausgebildet. Das zeigt der aktuelle vierte Gründungsradar 2018 des Stifterverbandes zur Gründungskultur an Hochschulen in Deutschland.

Jobbörsen-Kompass 2018: Das Foto zeigt einen Wirtschaftswissenschaftler im Anzug der die Jobbörse für WiWis von Staufenbiel.de auf dem Smarthone aufruft.

Jobbörsen-Kompass 2018: StepStone beste Jobbörse für WiWis

Jobbörsen-Kompass hat die besten deutschen Jobbörsen 2018 gekürt. Bei den Jobbörsen mit der Zielgruppe Wirtschaftswissenschaften gewann StepStone, gefolgt von Staufenbiel und Xing. Bei den Generalisten-Jobbörsen liegt StepStone ebenfalls auf Platz eins vor den Business-Netzwerken Indeed und Xing. Bei den Spezialisten-Jobbörsen stehen Staufenbiel und Unicum für die Jobsuche zum Berufseinstieg an der Spitze. Shooting Star mobileJob.com erzielt Platz drei. Die führenden Jobsuchmaschinen sind Kimeta.de, Jobbörse.de und Jobrapido.

Studien-Cover »Recruiting Trends 2018«

Recruiting Trends 2018: Jobbörsen sind Shooting Star

Online-Jobbörsen profitieren bei den Recruiting-Budgets in 2018 mit einem Anstieg von 28 auf 45 Prozent am meisten. Durch den Fachkräftemangel wird das Recruiting von Berufserfahrenen zum wichtigsten Thema im Recruiting. Es verdrängt damit das Arbeitgeberimage von Rang eins. Für fast 80 Prozent der Unternehmen gehörten Social Media Recruiting und Active Sourcing zudem zu den Top Themen. Shooting Stars der Recruiting Technologie sind Mitarbeiterempfehlungsplattformen, Videointerviewlösungen und Talentsuchmaschinen. Dies sind Ergebnisse der Studie "Recruiting Trends 2018" vom Institute for Competitive Recruiting.