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Job-Trends: ArbeitsmarktAkademikerjobs

Akademikermangel - Kluge Köpfe braucht das Land

In den kommenden 15 Jahren werden in Deutschland annähernd 4 Milli­onen Hochschulabsolventen gebraucht, weil aufgrund der demografischen Entwicklung in den kommenden Jahren viele Hochqualifizierte altersbedingt ihre Posten räumen und im Zuge des wirtschaftlichen Wachstums permanent neue Jobs für Hochschulabsolventen entstehen.

Akademikermangel - Kluge Köpfe braucht das Land
Köln, 23.06.2010 (iwd) - Deutschland benötigt in Zukunft deutlich mehr Akademiker: Weil aufgrund der demografischen Entwicklung in den kommenden Jahren viele Hochqualifizierte altersbedingt ihre Posten räumen, die dann neu besetzt werden müssen – und weil auch im Zuge des wirtschaftlichen Wachstums permanent neue Jobs für Hochschulabsolventen entstehen. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) dürfte der Akademikermangel insbesondere in den neuen Bundesländern zu Engpässen führen.

 

Ob die Wirtschaft in Deutschland schrumpft, stagniert oder wächst, hängt nicht nur von den globalen Konjunkturtrends ab. Ein wichtiger Faktor für die heimischen Wachstumsperspektiven ist die Ressource Mensch. Denn eine Volkswirtschaft kann nur prosperieren, wenn schlaue Köpfe neue Produkte erfinden, innovative Dienstleistungen anbieten oder dazu beitragen, dass Güter besser beziehungsweise billiger gefertigt werden.

 

Ob es gilt, eine Augenoperation durchzuführen oder die neueste Zweiradgeneration zu entwickeln – in den meisten Berufen werden qualifizierte Fachkräfte gebraucht. Vor allem Akademiker haben gute Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt – ihre Zahl hat zuletzt stark zugelegt: Zwischen 1998 und 2008 stieg die Zahl der beschäftigten Akademiker von knapp 5,4 Millionen auf gut 6,5 Millionen an. Die Einkommensperspektiven der Hochschulabsolventen haben sich durch diese Zunahme nicht verschlechtert, im Gegenteil: Der Lohnvorteil für sie ist sogar größer geworden. Während ein Akademiker in Westdeutschland 1998 im Schnitt je Stunde 61 Prozent mehr verdiente als eine ungelernte Arbeitskraft, waren es 2008 bereits annähernd 78 Prozent. Und auch gegenüber Beschäftigten, die eine Berufsausbildung abgeschlossen haben, konnten Akademiker in den vergangenen zehn Jahren ihren Lohnvorsprung ausbauen.

 

In puncto Jobsicherheit stehen Akademiker ebenfalls besser da als geringer Qualifizierte: Hochschulabsolventen sind nicht nur am seltensten arbeitslos, auch der Rückgang der Erwerbslosigkeit ist bei ihnen zuletzt stärker ausgefallen als bei allen anderen Qualifikationsgruppen. Betrug die Arbeitslosenquote der Hochqualifizierten 1998 noch 5,7 Prozent, sank sie binnen zehn Jahren auf 3,3 Prozent.

 

In Zukunft dürfte die Nachfrage nach klugen Köpfen weiter steigen. Der Fachkräftebedarf einer Volkswirtschaft speist sich dabei aus zwei Quellen: dem demografischen Ersatzbedarf, der sich daraus ergibt, dass ältere Erwerbstätige aus dem Arbeitsleben ausscheiden und ersetzt werden müssen, sowie aus dem Expansionsbedarf, der auf strukturellen Veränderungen beruht. Hinter solchen Veränderungen können langfristige Expansionsphasen stehen, ein genereller Trend zur Höherqualifizierung oder aber auch Nachfrageverschiebungen in einem Land.

 

Der aus diesen beiden Komponenten resultierende Akademikerbedarf dürfte sich nach IW-Berechnungen wie folgt entwickeln:

Bis zum Jahr 2014 braucht Deutschland insgesamt knapp 1,27 Millionen Hochschulabsolventen. In den beiden darauf folgenden 5-Jahres-Perioden wird der Bedarf sogar auf jeweils 1,36 Millionen Akademiker steigen.

 

Während der Expansionsbedarf bis zum Jahr 2024 sukzessive sinkt, nimmt der demografische Ersatzbedarf zu. Hintergrund ist die Altersstruktur der momentan arbeitenden Akademiker: In den kommenden vier Jahren scheiden 660.000 Hochschulabsolventen aus Altersgründen aus dem Erwerbsleben aus, zwischen 2015 und 2019 werden es weitere 765.000 sein und zwischen 2020 und 2024 sogar 860.000. Wenn all diese Stellen wieder mit Akademikern besetzt werden sollen, dann müssen die Hochschulabsolventen der Zukunft wohl primär als Lückenfüller herhalten.

 

Dramatisch dürfte diese Entwicklung vor allem in den neuen Bundesländern werden, die aufgrund des ökonomischen Gefälles im Vergleich zu den alten Bundesländern immer noch einen Nachholbedarf haben.

Eine Szenariorechnung zeigt, wie sich die Akademikerengpässe in den einzelnen Regionen Deutschlands entwickeln werden. Dafür wurde dem demografischen Ersatzbedarf die zu erwartende Zahl der Hochschulabsolventen gegenübergestellt. Um diese zu ermitteln, setzt die Rechnung aber schon bei jenen an, die überhaupt für ein Studium infrage kommen:

Während in den westdeutschen Bundesländern aufgrund der doppelten Abiturientenjahrgänge mit einer starken Zunahme der Studienberechtigten zu rechnen ist, leidet der Osten bereits spürbar unter dem Geburtenrückgang und der Abwanderung vieler Menschen.

 

Selbst dann, wenn man in einem zweiten Schritt die Wanderungsbewegungen von Abiturienten zu einer Hochschule in einem anderen Bundesland berücksichtigt, ändert sich an dieser Prognose wenig: Die Entwicklung der Studienanfängerzahlen in Ost und West driftet auseinander – in Bayern etwa wird die Zahl der Erstsemester im Zeitraum von 2015 bis 2019 gegenüber den vorhergehenden fünf Jahren um 13 Prozent steigen, in Sachsen-Anhalt dagegen sinkt sie im selben Zeitraum um 19 Prozent.

 

Was für die Studienanfänger gilt, setzt sich bei den Hochschulabsolventen fort: Im Westen erhöht sich die Zahl der Jungakademiker in den kommenden Jahren zunächst deutlich, bevor sie ab 2020 wieder leicht sinkt. Im Osten dagegen verlassen in den kommenden zehn Jahren immer weniger Studenten die Hochschulen. Für den Zeitraum zwischen 2020 und 2024 reicht die Absolventenzahl an Akademikern dann nur noch gerade dafür aus, den demografischen Ersatzbedarf zu befriedigen (Tabelle):

In den neuen Bundesländern werden zwischen 2020 und 2024 nur etwa 11 Prozent bzw. 24.400 von insgesamt 218.200 Hochschulabsolventen für neu geschaffene Stellen zur Verfügung stehen, der Rest muss die in Rente gehenden Akademiker ersetzen.

 

Im Westen dürfte die Lage deutlich entspannter sein: In Nordrhein-Westfalen etwa werden im selben Zeitraum voraussichtlich nur 60 Prozent der Hochschulabsolventen gebraucht, um die demografische Lücke zu schließen. Dagegen stehen 40 Prozent bzw. rund 125.000 Studienabsolventen allein dafür zur Verfügung, den für Wachstumsprozesse erforderlichen Fachkräftebedarf zu decken.

 

Bundesweit gleiche Entwicklungschancen gäbe es nur dann, wenn es zu größeren Wanderungsbewegungen von im Westen ausgebildeten Akademikern gen Osten käme. Doch solange die Einkommen in den östlichen Bundesländern niedriger sind als im Westen, ist dies relativ unwahrscheinlich.

 

Aussichtsreicher ist dagegen die Idee, mehr Jugendliche aus dem Westen für ein Studium in Dresden, Rostock oder Ilmenau zu begeistern – in der Hoffnung, dass sie nach dem Abschluss auch dort wohnen und arbeiten werden und so zum Wachstum vor Ort beitragen.

 

Argumente für ein Studium im Osten gibt es bereits heute: Viele Hochschulen in den neuen Ländern weisen bessere Studienbedingen auf als die Unis im Westen. Außerdem sind die Lebenshaltungskosten im Osten deutlich niedriger, was die Studienfinanzierung erleichtert. Sinnvoll wären darüber hinaus zusätzliche regionale Stipendienmodelle, die die Studenten gezielt in die ostdeutschen Regionen locken.

 

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