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Job-Trends: ArbeitsmarktArbeitsmarkt

Arbeitsmarkt 2014: Positive Arbeitsmarktentwicklung trotz schwachem Wirtschaftswachstum

Im Jahresdurchschnitt 2014 waren in Deutschland 2.898.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren 52.000 Menschen weniger arbeitslos. Damit wird im Jahr 2014 zusammen mit 2012 der niedrigste Stand der Arbeitslosigkeit nach 1991 erreicht.

Eine Hand umkreist mit den Fingern die untergehende Sonne.

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit
Nürnberg, 13.01.2015 (ba) - Im Jahresdurchschnitt 2014 waren in Deutschland 2.898.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren 52.000 Menschen weniger arbeitslos. Im Jahr 2014 wird damit zusammen mit 2012 der niedrigste Stand der Arbeitslosigkeit nach 1991 erreicht.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, belief sich 2014 auf 3.804.000 Personen. Das waren 98.000 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung. Dass die Unterbeschäftigung stärker abgenommen hat als die Arbeitslosigkeit, erklärt sich mit sich mit der rückläufigen Entlastung durch arbeitsmarktpolitische Instrumente. Abnahmen verzeichneten dabei die Sonderregelungen für Ältere und Beschäftigungsschaffende Maßnahmen. Leichte Zuwächse gab es dagegen bei der Förderung der Selbständigkeit, der Fremdförderung, der beruflichen Weiterbildung und bei Aktivierungsmaßnahmen.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren 2014 933.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im SGB III um 36.000 gesunken. Insgesamt 889.000 Personen erhielten 2014 Arbeitslosengeld; 26.000 weniger als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende
Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag 2014 bei 4.391.000 und damit so niedrig wie noch nie seit Einführung des SGB II im Jahr 2005. Gegenüber 2013 war dies ein Rückgang von 33.000 Personen. Der Anteil der in Deutschland lebenden erwerbsfähigen hilfebedürftigen Menschen an allen Personen im erwerbsfähigen Alter lag mit 8,2 Prozent leicht unter dem Vorjahresstand. 2014 waren 1.965.000 Menschen im Bereich der Grundsicherung arbeitslos gemeldet. Das waren 16.000 weniger als im Vorjahr. Dass ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher nicht arbeitslos gemeldet ist, liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben 2014 weiter zugenommen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Erwerbstätigkeit im Jahresdurchschnitt um 371.000 auf 42,65 Millionen gestiegen. Damit erreicht die Erwerbstätigkeit einen neuen Höchststand.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat 2014 noch stärker zugenommen als die Erwerbstätigkeit. Im Juni waren 30,17 Millionen Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 559.000 mehr als im Vorjahr. Arbeitslose profitieren von dem kräftigen Beschäftigungsaufbau nur in begrenztem Umfang, weil ihre Profile nur unzureichend zur Arbeitskräftenachfrage passen. Jeweils ein gutes Drittel des Beschäftigungsaufbaus geht auf eine gestiegene Erwerbsbeteiligung von deutschen Frauen und ausländischen Arbeitskräften zurück.

Arbeitskräftenachfrage
2014 waren im Jahresdurchschnitt 490.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet. Das waren 33.000 mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht waren 2014 Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall, Maschinen- und Fahrzeugbau, Verkehr und Logistik sowie Verkauf und Gesundheit.

Haushalt der Bundesagentur für Arbeit
Der Haushalt der BA schließt 2014 mit einem Überschuss in Höhe von 1,58 Milliarden Euro. Der Haushaltsplan ging für das Jahr 2014 nur von einem leichten Plus in Höhe von knapp 160 Millionen Euro aus. Durch die Zunahme der Beschäftigung sowie die unterjährige Lohnentwicklung konnten höhere Beitragseinnahmen gebucht werden als ursprünglich angenommen. Im Bereich der Ausgaben wurden in den Bereichen Insolvenzgeld und der Arbeitsförderung rund 1,74 Milliarden Euro weniger benötigt als ursprünglich eingeplant. Die Ausgaben für Arbeitslosengeld fielen dagegen um rund 640 Millionen Euro höher aus.

Von dem realisierten Ergebnis fließen rund 979 Millionen Euro in die allgemeine Rücklage. Die restlichen Mittel werden den spezifischen Rücklagen für Insolvenzgeld und der Winterbeschäftigungsförderung zugeführt.

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Landkarten und Eckwerte 2014

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