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Job-Trends: ArbeitsmarktArbeitsplätze

EU-Rekord-Investition von 6,4 Milliarden für Forschung und Innovation

Die EU-Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn hat angekündigt, dass die Europäische Kommission für Wachstum und Beschäftigung fast 6,4 Milliarden Euro in Forschung und Innovation investieren wird. Das Paket soll die Wirtschaft ankurbeln und mehr als 165 000 Arbeitsplätze entstehen lassen.

Ein weißer, steriler Labor-Raum.

EU-Rekord-Investition von 6,4 Milliarden für Forschung und Innovation
Brüssel, 19.07.2010 (euc) - Mit dem Investitionspaket sollen wissenschaftliche Grenzen überwunden, die Wettbewerbsfähigkeit Europas verbessert und gesellschaftliche Herausforderungen bewältigt werden, darunter der Klimawandel, Energieversorgungs- und Ernährungssicherheit sowie Gesundheit und Bevölkerungsalterung. Empfänger sind rund 16 000 Teilnehmer aus Forschungsorganisationen, Universitäten und der Industrie, darunter auch rund 3000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Das Paket soll die Wirtschaft ankurbeln und mehr als 165 000 Arbeitsplätze entstehen lassen. Das Paket ist wichtiger Bestandteil der EU-Strategie „Europa 2020“ und insbesondere der im Herbst 2010 beginnenden Leitinitiative „Union der Innovation“.

EU-Kommissarin Geoghegan-Quinn erklärte: „Wir stellen Forschern und Innovatoren 6,4 Milliarden Euro für Vorreiterprojekte zur Verfügung, bei denen wichtige wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen im Mittelpunkt stehen: Klimawandel, Energieversorgungs- und Ernährungssicherheit, Gesundheit und Bevölkerungsalterung.“

Mehr Fördermittel als je zuvor
Innerhalb des Siebten EU-Rahmenprogramms können für eine Vielzahl von Bereichen Zuschüsse beantragt werden. Beispielsweise sind für Gesundheit mehr als 600 Millionen Euro vorgesehen. Mit weiteren 1,2 Milliarden Euro wird die Forschung in Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) vorangetrieben und dazu beigetragen, dass die in der „Digitalen Agenda für Europa“ getroffene Zusage der Kommission, das IKT-Budget jedes Jahr aufzustocken, eingehalten werden kann. Mehr als 1,3 Milliarden Euro sind für die besten kreativen Wissenschaftler eingeplant, die vom Europäischen Forschungsrat ausgewählt werden. Im Rahmen von Marie-Curie-Maßnahmen werden 772 Millionen Euro als Mobilitätszuschüsse für 7000 hochqualifizierte Wissenschaftler bereitgestellt.

800 Millionen Euro für KMU
Eine der wichtigsten Prioritäten sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die das Rückgrat des europäischen Innovationssystems bilden und 99 Prozent aller europäischen Unternehmen repräsentieren. KMU erhalten fast 800 Millionen Euro und erstmals unterliegen mehrere Bereiche einer Budgetkontrolle. Beispielsweise muss in den Bereichen Gesundheit, wissensgestützte Bio-Wirtschaft, Umwelt und Nanotechnologien bei bestimmten Themen ein KMU-Anteil von 35 Prozent des Gesamtbudgets erreicht werden.

Neue Produkte und Dienstleistungen
Eines der Kernstücke des Pakets besteht darin, Forschungsergebnisse in neue Technologien, Produkte und Dienstleistungen umzuwandeln. Allein in der Gesundheitsforschung werden ca. 206 Mio. EUR – ein Drittel des Jahresbudgets für 2011 – für von den Forschern selbst angeregte klinische Studien ausgegeben, damit neue Medikamente schneller auf den Markt gelangen. Bei den Nanotechnologien (270 Mio. EUR) wird der Schwerpunkt auf Forschung gelegt, die zu neuen Patent- und Vermarktungsmöglichkeiten führen könnte.

Im IKT-Bereich sind rund 600 Millionen Euro für Netz- und Dienstinfrastrukturen der nächsten Generation, Robotersysteme, Elektronik- und Photonik-Bausteine sowie für Technologien zur Nutzung digitaler Inhalte vorgesehen. Über 400 Mio. EUR fließen in die Forschung darüber, wie mit Hilfe der IKT Herausforderungen wie eine CO2-ärmere Wirtschaft, die Alterung der Bevölkerung oder flexible und nachhaltige Fabriken bewältigt werden können. Weitere 90 Millionen Euro sind 2011 für die öffentlich-private Partnerschaft für das Internet der Zukunft bestimmt, um europäische Schlüsselinfrastrukturen „intelligenter“ zu machen.

Pilotvorhaben für offenen Zugang zu Ergebnissen der Umweltforschung
Für Projekte im Bereich der Umweltforschung sind rund 205 Millionen Euro vorgesehen. In diesem Jahr unternimmt die Kommission Maßnahmen für einen rascheren Austausch entsprechender Forschungsergebnisse: Die Empfänger von EU-Zuschüssen verpflichten sich, Publikationen ihrer Forschungsarbeit nach einer gewissen Sperrfrist frei zugänglich zu machen.

Hintergrund
Im Jahr 2011 stehen für Ausschreibungen des Siebten Rahmenprogramms 6,4 Milliarden Euro zur Verfügung, ein Plus von 12 Prozent gegenüber 2010 (5,7 Mrd. EUR) und von 30 Prozent gegenüber 2009 (4,9 Mrd. EUR). Das Siebte Rahmenprogramm ist mit mehr als 50,5 Milliarden Euro für 2007-2013 (ohne Euratom) das weltweit größte Programm im Forschungsbereich. Mit dem Beschluss der Strategie „Europa 2020“ setzten die europäischen Staats- und Regierungschefs Forschung und Innovation an die oberste Stelle der europäischen Politikagenda und machten sie damit zu Schlüsselbereichen für Investitionen in nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung.

Weitere Informationen
Website zu den Ausschreibungen:
http://ec.europa.eu/research/fp7/index_en.cfm

Forschungs-Website der Kommission:
http://ec.europa.eu/dgs/research/index_de.html

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