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Job-Trends: ArbeitsmarktMittelstand

Deutscher Mittelstand besonders vom Fachkräftemangel betroffen

Der Fachkräftemangel im deutschen Mittelstand verschärft sich massiv: 50 Prozent der Mittelständler finden es derzeit schwerer als in der Vergangenheit, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. 2010 waren nur zehn Prozent der Befragten dieser Ansicht.

Ein Arbeiter am Computer aus Lego.

Deutscher Mittelstand besonders vom Fachkräftemangel betroffen
Eschborn, 23.05.2011 (mon) - Der Fachkräftemangel im deutschen Mittelstand verschärft sich massiv: 50 Prozent der Mittelständler finden es derzeit schwerer als in der Vergangenheit, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. 2010 waren nur zehn Prozent der Befragten dieser Ansicht. Das ist das Ergebnis der Arbeitgeberbefragung „Recruiting Trends im Mittelstand 2011“ von Monster und dem Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg. Die Knappheit an qualifizierten Arbeitnehmern bei einzelnen Zielgruppen ist eine der größten Herausforderungen in der Personalbeschaffung mittelständischer Unternehmen. Besonders gefragt sind dabei Fach- und Führungskräfte in Forschung und Entwicklung, IT sowie in Verkauf und Vertrieb. Und der Mangel passender Kandidaten wird sich weiter verstärken. Denn die meisten Mittelständler erwarten eine positive Geschäftsentwicklung in diesem Jahr und wollen neues Personal einstellen.

Wichtige Studienergebnisse im Überblick:

Der Fachkräftemangel wird größer – doch was können Firmen dagegen unternehmen? Zwar hatten sich Dreiviertel der Unternehmen während der Finanzkrise aus strategischen Gründen entschieden, wegen des drohenden Fachkräftemangels keine Mitarbeiter mit gesuchten Profilen zu entlassen. Doch das allein reicht bei weitem nicht aus, um den steigenden Bedarf an Fachkräften zu decken. Mittelständische Betriebe müssen aktiver auf gesuchte Kandidaten zugehen!

Eine effektive Maßnahme ist es, sich potentiellen Mitarbeitern als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Während viele Großunternehmen bereits auf Employer Branding setzen, sind Mittelständler den Zielgruppen als Arbeitgeber oftmals unbekannt. Das stellen auch die Mittelstandsexperten bei Monster fest: Ein Großteil der Kunden sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die verstärkt bemerken, dass das Fehlen einer Arbeitgebermarke es noch schwerer macht, sich im „War for Talents“, dem Kampf um die besten Köpfe, gegen größere und als Arbeitgeber bekannte Unternehmen zu behaupten. Hier heißt es: Gegensteuern. Monster bietet Rekrutierungslösungen, die speziell diesen Anforderungen entsprechen, denn Monster versteht sich als kompetenter Partner für den Mittelstand. Dazu gehört auch die Beratung im Bereich Employer Branding. Bei Monster betreut ein eigenes Mittelstands-Team von 40 Experten die KMUs.

Neben ihrem Auftritt als attraktiver Arbeitgeber sollten mittelständische Unternehmen die zahlreichen Möglichkeiten ausschöpfen, die ihnen der Online-Kanal bietet. Mit dem Career Ad Network (CAN) sprechen Unternehmen potentielle Kandidaten außerhalb der Homepage von Monster an. Während Internetnutzer im Web surfen, erscheinen im CAN-Banner Jobanzeigen, die für den jeweiligen Nutzer interessant sind. So erreichen Arbeitgeber gezielt passiv Jobsuchende und steigern sowohl Reichweite wie auch Erfolg ihrer Anzeigen. Durch den Einsatz von Social Media im Recruiting werden interessante Kandidaten zusätzlich dort angesprochen, wo sie sich aufhalten. In der Lebenslaufdatenbank von Monster haben Fach- und Führungskräfte aus relevanten Branchen darüber hinaus ihre Daten digital hinterlegt und sind so sehr einfach direkt zu finden und zu erreichen.

„Viele Unternehmen, insbesondere aus dem Mittelstand, nutzen in der Personalbeschaffung noch nicht die vielfältigen Möglichkeiten, die ihnen das Internet eröffnet“, sagt Elke Guhl, Vice President Marketing Central Europe bei Monster. „Um Kandidaten mit gesuchten Profilen zu erreichen, müssen Firmen aktiver werden. Das Mittelstands-Team von Monster kann hier neue Wege aufzeigen und beispielsweise bei der Erarbeitung und Umsetzung einer individuellen Employer Branding-Strategie zur Seite stehen.“

„Der Fachkräftemangel trifft alle, aber den Mittelstand besonders heftig. Wenn ihre Produkt- und Arbeitgebermarken unbekannt sind, werden sich noch weniger hochqualifizierte Mitarbeiter von selbst melden. Daher war schon vor zehn Jahren die Online-Stellenanzeige mit ihrer großen Reichweite besonders hilfreich für mittelständische Unternehmen. Und deswegen sind heute neue Kanäle wie Social Media spannende Chancen für die Rekrutierung im Mittelstand“, kommentiert Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Universität Bamberg.

Studie „Recruiting Trends“
Die aktuellen „Recruiting Trends im Mittelstand 2011“ sind der vierte Ergebnisbericht der jährlichen Studienreihe des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg sowie Monster Worldwide Deutschland. Wie im vergangenen Jahr beinhaltet die Studie eine Befragung unter 1.000 deutschen mittelständischen Unternehmen sowie eine tiefgehende Fallstudie, die es ermöglichen, langfristige Trends in der Rekrutierung besser zu verstehen und wertvolle Handlungsempfehlungen für die Praxis der Personalbeschaffung im Mittelstand abzuleiten.

 

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WiWi Gast

Deutscher Mittelstand besonders vom Fachkräftemangel betroffen

Warum inserieren sie dann nicht in den gängigen Jobbörsen mit hoher Reichweite?

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