DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Job-Trends: ArbeitsmarktMittelstand

Deutsches Mittelstands-Barometer 2007 - Fachkräftemangel entwickelt sich zum Wachstumsrisiko

Um den Beschäftigungsboom nachhaltig zu stärken, sind Unternehmen und Politik gemeinsam gefordert, das Ausbildungsniveau in den nächsten fünf Jahren deutlich zu verbessern.

Nebel an einem Felsen.

Deutsches Mittelstands-Barometer 2007 - Fachkräftemangel entwickelt sich zum Wachstumsrisiko Marburg, 12.09.2007 (ots) - Die gute Nachricht vorweg: Das derzeitige Stimmungshoch im Mittelstand wird auch in den kommenden Monaten anhalten und zur weiteren Belebung auf dem Arbeitsmarkt führen - so das Ergebnis der zweiten Expertenbefragung des Deutschen Mittelstands-Barometers (DMB), dem Kooperationsprojekt der Forschungsstelle mittelständische Wirtschaft (FMW), dem Bundesverbandmittelständische Wirtschaft (BVMW) und der BDO Deutsche WarentreuhandAG. Der anhaltende Wachstumskurs ist jedoch nach Einschätzung der Experten durch einen zunehmenden Fachkräftemangel bedroht. Um den Beschäftigungsboom nachhaltig zu stärken, sind Unternehmen und Politik gemeinsam gefordert, das Ausbildungsniveau in den nächsten fünf Jahren deutlich zu verbessern.

Die Stimmung im Mittelstand könnte derzeit kaum besser sein: Die befragten Fachleute aus Mittelstandsverbänden und -unternehmen bestätigen auch für die folgenden Monate eine stabile Konjunktur. Dabei wird die wahrgenommene Geschäftssituation besonders in den alten Bundesländern optimistisch gesehen: Gegenüber der ersten Expertenbefragung im Frühjahr verbesserten sich hier die Werte um 3,7Punkte. Die gute Geschäfts- und Stimmungslage führt nach Einschätzungder Experten zu einer nachhaltigen Belebung auf dem Arbeitsmarkt. Über 73 Prozent der Befragten erwarten, dass die Arbeitsplätze im Mittelstand weiter ausgebaut werden. Damit wird der im Frühjahr in der ersten Expertenbefragung erhobene Wert von rund 59 Prozent deutlich übertroffen. Zugleich führt der Ausbau der Arbeitsplätze zu einem steigenden Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften.

Die Personalsituation wird sich potenziell schon bald zum entscheidenden Hemmfaktor für weiteres Wachstum und somit auch für den Erfolg der Unternehmen entwickeln. Um geeignete Fachkräfte zu halten bzw. ihren Bedarf zu decken, müssen Unternehmen in Zukunft verstärkt ihre Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen und entsprechende Anreize für ihre Mitarbeiter schaffen, wie z.B. durch die Einführung von flexiblen Arbeitszeitmodellen oder Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Besonders kritisch sehen die Experten das derzeitige Ausbildungsniveau. Mit einer Zustimmung von über 86 Punkten sind sichdie Befragten mehrheitlich einig, dass die Qualität der Ausbildung eindeutig zu verbessern sei.

Zwar besitzt das im internationalen Vergleich einmalige duale Ausbildungssystem in Deutschland durchaus Zukunftspotential und Akzeptanz. Doch werden speziell der Vermittlungder substanziellen Grundkenntnisse während der Schulausbildung gravierende Versäumnisse vorgeworfen. Demzufolge beklagen sich die befragten Unternehmer verstärkt über die unzureichenden Fähigkeiten ihrer Auszubildenden.

Im Forum zu Mittelstand

3 Kommentare

Praktikum im Mittelstand

NadineW

Ich kenn viele die ihr erstes Praktikum bei Daimler oder Bosch ohne Probleme bekommen haben. Falls du aber doch im Mittelstand oder in einem Startup anfangen willst kann ich dir LINK oder LINK . Anseh ...

2 Kommentare

Firmenliste Mittelstand in Deutschland

WiWi Gast

Die Daten liegen meistens einfach nicht vor. Wer soll das denn erfassen, bei 1 Mio in Frage kommenden Firmen? Und die erste Liste bezieht noch Kriterien wie Hochschulkooperationen mit ein.. als würd ...

8 Kommentare

Wirtschaftsprüfer im Mittelstand - Zukunft

WiWi Gast

Eine Automatisierung wie sie sich viele vorstellen funktioniert (und korrigiert mich falls ich falsch liege) doch sowieso nur wenn jede/r einzelne Maschine/Computer/Server eines Unternehmens mit jedem ...

4 Kommentare

Wechsel von Big 4 zu Mittelstand

WiWi Gast

Noch jemand?

5 Kommentare

International Tax beim Mittelstand vs. Big 4

WiWi Gast

Ich denke, dass es auf operativer Ebene in allen Gesellschaften so sein wird, dass ich die Aufgaben wiederholen. Bei einer Big4 wird es wahrscheinlich eher noch eintöniger werden, da im Durchschnitt m ...

5 Kommentare

Mittelstand - Senior-Senior-Chef gibt sinnlose Anweisungen

WiWi Gast

geht es denn auf deine Kosten? Also musst du dafür länger arbeiten? Dann würde ich es verstehen, dass du dich beklagst... Ansonsten: Teambuildung :-) Ist doch ganz nett. Wäre froh wenn bei uns auch s ...

8 Kommentare

Jobwechsel als Karriereschritt nach Erfolg im Mittelstand

WiWi Gast

Ich bin Headhunter und kann es (Leider) nur bestätigen, was das "Plätschern" betrifft, dann findet sich doch ein interner Kandidat, die Auftragslage hat sich geändert, Entscheider sind im Ur ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Mittelstand

DIHK Jahresmittelstandsbericht 2013

DIHK-Jahresmittelstandsbericht 2013

In den regelmäßig veröffentlichten Jahresmittelstandsberichten zieht die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand jeweils Bilanz im Hinblick auf die wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Lage. Zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen werden konkrete Forderungen, Anregungen und Vorschläge mit dem Ziel der Verbesserung der wirtschaftlichen Perspektiven des Mittelstands in Deutschland benannt.

Ein freigelegter Motor.

Mittelstand bleibt Jobmotor in Deutschland

Institut für Mittelstandsforschung Bonn weist positiven Beschäftigungseffekt durch Neugründungen nach. Um 34,8 Prozent nahm die Zahl an Arbeitsplätzen zwischen 2001 und 2009 in kleinen und mittleren Unternehmen zu, die unternehmensnahe Dienstleistungen anbieten. Hierzu gehören beispielsweise Beratungsunternehmen, PR- und Werbeagenturen, Ingenieurbüros oder Zeitarbeitsfirmen.

Weiteres zum Thema Job-Trends: Arbeitsmarkt

Statistik: ITK-Branche 2016 - 20.000 neue Stellen und 1,7 Prozent Umsatzwachstum

Die ITK-Branche befindet sich weiterhin im Aufschwung. Mit einer Wachstumsprognose von 1,7 Prozent werden im laufenden Jahr mindestens 20.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Wachstumstreiber ist vor allem die Informationstechnologie, die einen Umsatzplus von 84 Milliarden Euro verbucht. Nach den aktuellen Ergebnissen des Digitalverbandes Bitkom soll die ITK-Branche auch im nächsten Jahr weiterwachsen, um 1,2 Prozent.

Beliebtes zum Thema Berufseinstieg

Segelboote mit dem BMW-Symbol auf offener See mit Wind in den Segeln.

Unternehmensranking 2017: Die Top 100 Arbeitgeber für Wirtschaftswissenschaftler

Doppelsieg für BMW als beliebtester Arbeitgeber bei den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften und dem Ingenieurwesen. Gefolgt von Audi, Daimler und Porsche ist die Automobilindustrie erneut die attraktivste Branche. PwC ist die einzige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und McKinsey die einzige Unternehmensberatung unter den Top 10 Arbeitgebern für Wirtschaftswissenschaftler. Die Beratungen gehören insgesamt zu den großen Gewinnern im Ranking. Die Deutsche Bank fällt in der Finanzbranche erstmals hinter EZB und Goldman Sachs von Platz 27 auf 43. Das zeigt die Business Edition des aktuellen trendence Graduate Barometer 2017.

Screenshot: Jobtrends-Studie 2017 von Kienbaum und Staufenbiel.

JobTrends 2017: Gute Jobaussichten für Wirtschaftswissenschaftler

Was Berufseinsteiger im Jahr 2017 wissen müssen, dem ist die JobTrends-Studie von Staufenbiel und Kienbaum nachgegangen. Personaler checken Bewerbungen oft nur in maximal fünf Minuten. In nur sechs Prozent der Fälle googlen Entscheider den Namen der Bewerber. Punkten können Absolventen beim Berufseinstieg eher mit Praxiserfahrung als mit einem guten Studienabschluss. Beim Gehalt können Berufseinsteiger aktuell fünf bis zehn Prozent mehr heraushandeln.

Ein spanischer Stier aus Metall steht für Konjunktur und den Ifo-Geschäftsklimaindex.

Unternehmensranking 2017: Top 25 WP-Gesellschaften und Steuerberatungen

Die Schere zwischen den Big Four und den übrigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland geht weiter auseinander. PricewaterhouseCoopers (PwC) führt weiterhin die Spitze der Top 25 WP-Gesellschaften und Steuerberatungen an. Im Schnitt sind die 25 nach Inlandsumsatz führenden WP-Gesellschaften und Steuerberatungen um 7,2 Prozent gewachsen. Die Deutschlandumsätze der Big Four stiegen sogar um 11,8 Prozent. Dies sind Ergebnisse aus dem Unternehmensranking 2017 von Lünendonk.

HELP - Eine Bürotasse zeigt ein Männchen hinter einem Aktenberg, das um Hilfe ruf.

Deutschen ist Arbeitsumfeld wichtiger als hohe Bezahlung

Drei Viertel aller Berufstätigen in Deutschland macht ihr aktueller Job Spaß. Ein gutes Betriebsklima und flexible Arbeitszeiten locken Bewerber und Jobwechsler an. Lediglich acht Prozent arbeiten allein für das Gehalt. Das Meistern von Herausforderungen und Produzieren von guten Ergebnissen steht für 26 Prozent im Vordergrund, die Arbeit im Team und die Zeit mit den Kollegen für 15 Prozent. Eine sinnvolle Tätigkeit auszuüben, motiviert 12 Prozent der Berufstätigen in Deutschland. Das zeigt die Studie „Beruf und Karriere 2017" der CreditPlus Bank AG.

Schild mit der Aufschrift "Exit".

Jeder vierte Arbeitnehmer ist auf dem Absprung

Knapp 70 Prozent der Angestellten ist die Gesundheit wichtiger als Wohlstand. Neben der Vergütung ist Freizeit und Urlaub aktuell der wichtigste Faktor bei der Arbeitgeberwahl. Pluspunkte bei der Arbeitgeber sind Sabbaticals, zusätzliche Urlaubstagen oder weniger Arbeitsstunden für ein geringeres Gehalt. Nur jedem vierten Mitarbeiter werden derzeit flexible Arbeitsbedingungen genehmigt. Jeder zweite Mitarbeiter rechnet durch Teilzeit oder Home Office zudem mit geringeren Karrierechancen. Die Digitalisierung von HR-bezogenen Aufgaben ist noch kaum entwickelt. Das sind Ergebnisse der Mercer „Global Talent Trends Study“ 2017.

Unister Insolvenzverfahren Rip-Deal

Insolvenzverfahren der Unister Holding GmbH vom Amtsgericht Leipzig eröffnet

Nach dem Unfalltod von Mitbegründer Thomas Wagner und Gesellschafter Oliver Schilling hatte die Unister Holding GmbH den Insolvenzantrag gestellt. Laut dem Magazin Spiegel hat der Reiseportal-Anbieter rund 39 Millionen Euro Schulden. Durch den Insolvenzantrag konnte die Handlungsfähigkeit der Unister-Reiseportal gesichert werden, sodass Buchungen über Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de weiterhin möglich sind. Aktuelle Berichte offenbaren, dass Thomas Wagner vor seinem Tod auf einen „Rip-Deal“ reingefallen ist.

Feedback +/-

Feedback