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Job-Trends: ArbeitsmarktErwerbstätigkeit

Konjunktur sorgt weiter für Beschäftigungszuwachs

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hatten im zweiten Quartal 2007 rund 39,6 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland, 671 000 Personen oder 1,7% mehr als ein Jahr zuvor.

Mehrere, bunte Kreidestücke liegen auf einem Steinboden.

Konjunktur sorgt weiter für Beschäftigungszuwachs
Wiesbaden, 22.08.2007 (destatis) - Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hatten im zweiten Quartal 2007 rund 39,6 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland, 671 000 Personen oder 1,7% mehr als ein Jahr zuvor. Die positive Konjunktur sorgte auch im zweiten Quartal 2007 für einen Beschäftigungszuwachs, wobei das erste Quartal 2007 - zusätzlich begünstigt durch milde Witterung und das neue Saison-Kurzarbeitergeld - um 744 000 Personen oder 1,9% über dem Ergebnis des ersten Quartals 2006 lag.

Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Erwerbstätigkeit - wie im zweiten Quartal eines Jahres üblich - saisonal bedingt an. Dabei fiel der Anstieg im zweiten Quartal 2007 mit 470 000 Personen oder 1,2% um rund 40 000 Personen höher aus als im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre. Dies ist insofern beachtlich, als im ersten Quartal 2007 der saisonal bedingte Rückgang der Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorquartal auch aufgrund der genannten Sondereinflüsse wesentlich schwächer war als sonst üblich (- 516 000 Personen im ersten Quartal 2007 im Vergleich zu - 802 000 Personen im Durchschnitt der ersten Quartale 2004-2006). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der jahreszeitlich bedingten Schwankungen, wuchs die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal 2007 gegenüber dem Vorquartal um 109 000 Personen oder 0,3 %.

Die positive Beschäftigungswirkung von anhaltend günstiger Konjunktur und vergleichsweise geringer Winterarbeitslosigkeit wird auch bei der Betrachtung nach Wirtschaftbereichen deutlich. Im Baugewerbe lag die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal 2007 um 61 000 Personen oder 2,8% über dem entsprechenden Vorjahresergebnis, nach einem noch stärkeren Plus von 110 000 Personen oder 5,4% im ersten Quartal 2007. In den Dienstleistungsbereichen insgesamt stieg die Erwerbstätigkeit im zweiten Quartal 2007 um 525 000 Personen oder 1,9% gegenüber dem Vorjahr an (im ersten Quartal 2007: + 552 000 Personen oder 2,0%). Die Beschäftigung in der Land- und Forstwirtschaft wuchs im Berichtsquartal um 9 000 Personen oder 1,0% (im ersten Quartal 2007: + 10 000 Personen oder 1,3%). Im Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe hatte sich der Personalaufbau im zweiten Quartal 2007 mit einem Zuwachs um 76 000 Personen oder 1,0% sogar weiter verstärkt (im ersten Quartal 2007: + 72 000 Personen oder 0,9%).

Die Erwerbstätigkeit profitierte auch im zweiten Quartal 2007 insbesondere vom Anstieg der Arbeitnehmer: Deren Zahl erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 612 000 Personen oder 1,8% auf rund 35,2 Millionen Personen. Getragen wurde dieser Zuwachs im Berichtsquartal sowohl vom Aufbau voll sozialversicherungspflichtiger als auch geringfügig entlohnter Beschäftigung. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger wuchs im zweiten Quartal 2007 um 59 000 Personen oder 1,3% auf rund 4,5 Millionen Erwerbstätige an.

Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind die geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen im zweiten Quartal 2007 gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,1% auf 340 Stunden gestiegen. Zu diesem Anstieg hat die zunehmend positive Entwicklung der Vollzeitbeschäftigung beigetragen. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen - hat sich um 1,8% auf 13,5 Milliarden Stunden erhöht.

Über die Erstberechnung der Erwerbstätigen und der geleisteten Arbeitsstunden für das zweite Quartal 2007 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse im Rahmen der turnusmäßigen Überarbeitung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ab dem ersten Quartal 2003 neuberechnet. Hierbei wurden alle zum jetzigen Berechnungszeitpunkt zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen einbezogen. Nach der Neuberechnung ergeben sich für die Quartals- und Jahresergebnisse zur Erwerbstätigkeit der zurückliegenden Jahre Korrekturen von maximal +/- 0,1%, im ersten Quartal 2007 führte die Neuberechnung zu einer Erhöhung der Erwerbstätigenzahlen um 0,4%.

 

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