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Statistik: ITK-Branche 2016 - 20.000 neue Stellen und 1,7 Prozent Umsatzwachstum

Die ITK-Branche befindet sich weiterhin im Aufschwung. Mit einer Wachstumsprognose von 1,7 Prozent werden im laufenden Jahr mindestens 20.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Wachstumstreiber ist vor allem die Informationstechnologie, die einen Umsatzplus von 84 Milliarden Euro verbucht. Nach den aktuellen Ergebnissen des Digitalverbandes Bitkom soll die ITK-Branche auch im nächsten Jahr weiterwachsen, um 1,2 Prozent.

ITK-Branche 2016: 20.000 neue Arbeitsplätze und 1,7 Prozent Umsatzwachstum
Der Umsatz mit Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik wird im laufenden Jahr auf 160,5 Milliarden Euro und damit erstmals über 160 Milliarden Euro steigen. Das teilte der Digitalverband Bitkom heute anlässlich seiner Herbst-Pressekonferenz mit und bekräftigte damit seine Wachstumsprognose von 1,7 Prozent für den deutschen Markt. Im Vergleich zur Wachstumsprognose des Herbstgutachten der führenden Wirtschaftsinstitute von 1,9 Prozent und die Herbstprojektion der Bundesregierung von 1,8 Prozent, befindet sich ITK-Branche im ähnlich moderaten Aufschwung.

„Angesichts wirtschaftlicher Turbulenzen wie der Entscheidung der Briten über den Austritt aus der EU sowie neuerlichen Sorgen um den Bankensektor ist es eine gute Nachricht, dass wir unsere Prognose aus dem Frühjahr bestätigen können“, sagte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. „Das Umsatzwachstum belebt auch den Arbeitsmarkt. Die Unternehmen der Bitkom-Branche werden im laufenden Jahr mindestens 20.000 neue Arbeitsplätze schaffen.“

Anzahl der Erbwerbstätigen in der ITK-Branche von 2011 bis 2016

Deutschlands Digitalwirtschaft hinkt der USA hinterher
Damit beschäftigt die ITK-Branche in Deutschland zum Jahresende 1.030.000 Menschen und festigt ihre Rolle als zweitgrößter industrieller Arbeitgeber knapp hinter dem Maschinenbau. Zugleich mahnte Dirks, dass Deutschland gegenüber Ländern mit einer starken Digitalwirtschaft wie den USA aufholen müsse.

„In den USA wächst der ITK-Markt doppelt so schnell wie bei uns“, so Dirks. „Die digitale Transformation gibt es nicht zum Null-Tarif. Wir brauchen mehr Investitionen in digitale Technologien, wenn die digitale Transformation gelingen soll.“

Informationstechnologie ist am Umsatzstärksten

Deutscher ITK-Markt nach Segmenten 2016 in Mrd. Euro

„Die Nachfrage nach Smartphones ist weiterhin ungebrochen, die Absatzzahlen erreichen neue Rekordmarken. Doch angesichts sinkender Durchschnittspreise für die Geräte gehen die Umsätze zurück“, sagte Dirks.  „Die gegenläufige Entwicklung bei den Umsätzen mit Diensten einerseits und Infrastruktursystemen andererseits macht ein Dilemma der Telekommunikationsbranche deutlich: Die Netzbetreiber müssen weiter stark in den Netzausbau investieren, während die Einnahmen aus ihrem Kerngeschäft mit Telekommunikationsdiensten rückläufig sind“, so Dirks.

Die Wachstumsprognose für 2017 ist bei 1,2 Prozent
Für 2017 erwartet Bitkom für den ITK-Gesamtmarkt ein Plus von 1,2 Prozent auf 162,4 Milliarden Euro. Ursache für die etwas niedrigere Wachstumsrate sind neben dem leicht abgeschwächten Wachstum der Gesamtwirtschaft vor allem ein erwartet schwächeres Geschäft mit IT-Hardware wie Desktop-PCs und Notebooks sowie ein stärkerer Rückgang bei den Umsätzen mit Festnetz- und Mobildiensten aufgrund von Preiswettbewerb und Regulierungseffekten. Bitkom-Präsident Dirks appellierte an die Politik, den Rest der Legislaturperiode für weitere entschiedene Maßnahmen zur Digitalisierung zu nutzen. Ganz oben auf der Agenda müsse der Breitbandausbau, vor allem aber auch die Unterstützung besonders des Mittelstands bei der digitalen Transformation stehen.

Umsatz mit ITK-Produkten und -Diensten in Deutschland und Beschäftigungsentwicklung 2016 bis 2017

Bildung 4.0 ist maßgeblich für den künftigen Arbeitsmarkt
Zugleich forderte er gemeinsame Anstrengungen von Bund und Ländern, um Digitalkompetenz bereits in der Schule zu vermitteln. Unter anderem sei dazu ein Pflichtfach Informatik ab der 5. Klasse und Englisch ab Klasse 1 notwendig. Außerdem müsse die Weiterbildung im Beruf gefördert werden. Um die Digitale Transformation erfolgreich zu gestalten, müsse darüber hinaus die Digitalisierung der Verwaltung zügiger vorangetrieben werden.

Dirks: „In unserer Behörden ist der Alltag in viel zu vielen Fällen noch analog, unvernetzt, ineffizient - eher 1996 als 2016.“ Auf gutem Weg ist das auf dem IT-Gipfel 2015 angekündigte Konzept der digitalen Hubs. „In ziemlich genau einem Monat beim nächsten IT-Gipfel in Saarbrücken werden wir bereits konkrete Ergebnisse sehen“, sagte Dirks. Die digitalen Hubs sind Orte, an denen rund um die deutschen Leitbranchen wie Automobil, Logistik, Banken, Versicherungen oder Gesundheitswesen große und mittlere Unternehmen mit Start-ups zusammenkommen. „Kombiniert mit wissenschaftlicher Expertise und Forschung werden sie dort digitale Ökosysteme bilden. Solche Orte der digitalen Transformation werden für Unternehmen aus der ganzen Welt attraktiv sein“, sagte Dirks.

Download [PDF, 14 Seiten – 520 KB]
Deutscher ITK-Markt 2016

Im Forum zu Wirtschaftsstatistik

4 Kommentare

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WiWi Gast

Also wer seine umwelt so wenig durchschaut wirds schwer haben im jobaltag.

8 Kommentare

Sicheres Auftreten

WiWi Gast

Mir hilft es einen Fahrplan für alles aufzustellen und im Kopf zuhaben und dann einen Schritt nach dem anderen abgehen. Ansonsten gehört das zum Leben. Ich habe mir angewöhnt zu meinem gelegentlich Un ...

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11 Kommentare

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WiWi Gast

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24 Kommentare

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WiWi Gast

Er hat doch absolut recht Natürlich gibt es immer Firmen die das toll finden, aber der Großteil findet Auslandserfahrung zwar cool, jedoch nur wenn man da auch was getan hat außer "reisen". Es ...

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