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Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

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Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

Grüße, ich habe hier mal ein Anliegen, vielleicht kann jemand seine Erfahrungen teilen?

Ich bin seit drei Jahren im Vertrieb tätig, angefangen habe ich im Telekommunikationsbereich, war im Vertriebsinnendienst beschäftigt und auch recht erfolgreich.
Anfang letzten Jahres bin ich dann zu einem meiner Kunden gewechselt, ein Softwareunternehmen, das komplexere Software für elektrotechnische Berechnungen verkauft.

Nun habe ich leider nie studiert und auch keine Berufsausbildung abgeschlossen, im Vertrieb fühlte ich mich immer sehr wohl und ich habe mir über die Jahre sehr viel Wissen und Fähigkeiten angeeignet. Auch vom Bildungslevel her stehe ich mindestens auf einer Ebene mit einem Hochschulabsolventen. Nach einer kurzen Pause aus gesundheitlichen Gründen möchte ich nun den nächsten Schritt auf der Karriereleiter schaffen und mich als Key Account Manager bewerben. Die Soft Skills dafür habe ich allemal.
Allerdings mache ich mir Sorgen, ob das Fehlen einer Ausbildung mir hier den Weg verbauen könnte. Klar - in der Ausbildung hätte ich vermutlich wenig gelernt, was ich mir nicht selbst beigebracht habe und dadurch habe ich bereits in sehr jungem Alter Berufserfahrung, sogar Führungserfahrung sammeln dürfen. Trotzdem mache ich mir dazu Gedanken.

Hat hier jemand vielleicht Erfahrungen diesbezüglich, die er mit mir teilen kann?
Ich freue mich sehr auf eure Teilnahme an der Diskussion

LG

PS: Bitte konstruktive Beiträge, keine Grundsatzdiskussion über die Wichtigkeit einer Berufsausbildung - ich weiß, dass hierzulande viel Wert darauf gelegt wird, es geht mir auch nicht darum, auf dem zweiten Bildungsweg etwas nachzuholen, sondern darum, was es für Möglichkeiten gibt, trotz aller Hindernisse trotzdem eine Karriere zu machen, wenn man gut in dem ist, was man tut :)

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WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

Grundsätlich sind gewisse Unternehmen und Positionen in Unternehmen ohne einen entsprechenden Background nicht zu erreichen. Schon aus Sicht des Betriebsrates nicht.

Es ist auch verständlich, aber wenig hilfreich, dass du dir selbst attestierst, der Größte (Hard & Soft-Skills) zu sein und alles zu können ist ja klar, aber du weißt vermutlich nicht einmal selbts, welche Lücken du hast. Wie auch, du bist Audiotitakt.
Andere müssten dir das belegen, denn wenn es nach meiner Selbsteinschätzung geht, war ich vor dem Studium auch der Größte. Im Berufsleben habe ich gemerkt, dass ich das eben doch nicht mit.
Um Karriere zu machen müsstest du schon jahrelange BE plus zahlreiche Fortbildungen vorweisen, um das auch nur im Ansatz auszugleichen. BE heißt hier vor allem vertriebliche Erfolge. Und selbst dann würde ich dich nie befördern, denn was kann im Vertrieb besser sein, als ein erfolgreicher Fußsoldat, der wegen seinem Background an dem Platz bleiben muss?

Und ehrlich, 3 Jahre sind da, damit du dich als Vertriebsspezialist- und Experte darstellen kannst, einfach viel zu wenig. Zudem verteilen sich die auch noch auf 2 Arbeitgeber, d.h. mindestens 1 Jahr von den 3 waren jeweils Einlernungsphasen.
Und, noch abschließend, dass du "gut" bist, ist erstmal, nur deine Meinung. Du musst es aber auch nachweisen können. Kannst du aber nicht.

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WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

Tu dir selbst einen Gefallen und versuche irgend eine formale Ausbildung nachzuholen. Heute gibt es da viele Möglichkeiten, sei es berufsbegleitend oder per fernschulen/hochschulen.

Du wirst immer wieder wegen deinem Abschluss auf Mauern stoßen. Und der Kollege hat recht. Man ist sich ohne Ausbildung häufig darüber gar nicht im Klaren, welche Kentnisse man nicht hat. Wenn ich mal versuche die Kentnisse aus meinem Studium zu ignorieren und mir denke ich würde ohne diese jetzt arbeiten, wäre nähmlich genau das der Fall. Klar man lernt im Studium viel Unnützes und viele Ausbildungen sind vom schulischen Anteil auch eher low, aber man bekommt nochmal einen ganz anderen Einblick und Blickwinkel auf die fachlichen Themen, die einem ohne Ausbildung fehlen.

Zu einem möglichne Berufsweg ohne Ausbildung kann ich dir keine Tips geben. Einfach weil du immer und immer wieder wegen deinem fehlenden Abschluss auf Probleme stoßen wirst. Manchmal gibt es so Ausnahmefälle, bei denen es auch ohne geht, aber das sind meist auch sehr besondere Charaktäre mit einem gewissen Drive und Carisma. Hast du das?

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WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

Mal ganz nüchtern gesehen ist es einfach so, dass die meisten Unternehmen keinen Mangel an Führungskräften haben. Im Gegenteil ist es sogar so, dass die Konkurrenz immer größer wird. Heutzutage studiert gefühlt jeder und ob da einer wie du unter die Räder gerät, interessiert nicht. Auch wenn du dir attestierst sehr gut zu sein. Hybris ist ja vor allem bei den Sales Akrobaten oft zu finden. Vielleicht hast du Glück vielleicht auch nicht. Das kann dir hier keiner sagen. Ja, es gibt und gab solche Fälle vor allem in der Generation der Väter, weil da nur eine kleine Elite studierte. Es ist aber kaum noch zu sehen.

Mein Rat: Hör auf dir etwas vorzumachen und sieh ein, dass du kein special Snowflake bist. Hol es nach, solange du noch jung bist. Mit Ü30 wird die Leistungsfähigkeit weniger und man findet sich mit dem Leben ab.

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WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

Ich würde es einfach mal probieren. Gerade im Vertrieb da zählen eher die Zahlen und das Können. Menschenkenntnis und Vertriebstalent lernt man nur sehr bedingt in einem Studium. "Betriebsrat und Co." die da bremsen könnten, gibt es auch nicht überall. Allerdings ist es durchaus hilfreich, wenn man irgendeine formale Qualifikation besitzt. Mittelfristig würde ich da wie es schon jemand sagte, irgendwas per Fernkurs anstreben, um was in der Hand zu haben. Ansonsten einfach mal probieren. Ein sehr guter Vertriebler, der selbst in schlechten Zeiten noch gute Aufträge an Land zieht, der wichtigste Mitarbeiter. Je nach Branche gibt es auch gerade im Vertrieb sehr viele Quereinsteiger. Da muss man um so mehr die Vertriebskennziffern betonen, die Zahlen die man geschrieben hat, weniger die Qualifikation.

Ich selbst kenne eine Bäckereiverkäuferin, die verdient ca. 200k p.a. als Vertrieblerin für Fertighäuser. Ebenso kenne ich einen ehemaligen Koch, der verdient zwischen 100-200k als Handelsvertreter für Versicherungen.

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WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

Einen guten Vertriebler befördert man aber nicht, denn man braucht ihn an der Front und ob er nach 1-2(!) Jahren VertriebsBE, waren ja zwei Einlernphasen dabei, wirklich ein Spezialist ist? Manchmal führt Nichtwissen zur Hybris.

WiWi Gast schrieb am 18.10.2021:

Ich würde es einfach mal probieren. Gerade im Vertrieb da zählen eher die Zahlen und das Können. Menschenkenntnis und Vertriebstalent lernt man nur sehr bedingt in einem Studium. "Betriebsrat und Co." die da bremsen könnten, gibt es auch nicht überall. Allerdings ist es durchaus hilfreich, wenn man irgendeine formale Qualifikation besitzt. Mittelfristig würde ich da wie es schon jemand sagte, irgendwas per Fernkurs anstreben, um was in der Hand zu haben. Ansonsten einfach mal probieren. Ein sehr guter Vertriebler, der selbst in schlechten Zeiten noch gute Aufträge an Land zieht, der wichtigste Mitarbeiter. Je nach Branche gibt es auch gerade im Vertrieb sehr viele Quereinsteiger. Da muss man um so mehr die Vertriebskennziffern betonen, die Zahlen die man geschrieben hat, weniger die Qualifikation.

Ich selbst kenne eine Bäckereiverkäuferin, die verdient ca. 200k p.a. als Vertrieblerin für Fertighäuser. Ebenso kenne ich einen ehemaligen Koch, der verdient zwischen 100-200k als Handelsvertreter für Versicherungen.

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hatkeineahnung

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

Ich gehe davon aus, dass ich hier evt. die qualifizierteste Aussage treffen kann:

Bis ich ca. 28 war, hab ich genau so gedacht wie du. Ich war selbstständig, quasi direkt nach dem Abi, und hatte ein paar hundert B2B-Kunden. Nach dem Verkauf meiner Firma für ein schönes Sümmchen (ich muss nicht mehr arbeiten, solange ich ein 08/15-Mittelstandsleben führe) dachte ich mir, nach dem ich 2-3 Monate Urlaub gemacht hatte

"Vielleicht telefonierst ja ein paar Ex-Kunden durch und fragst nach, ob die jemandem im Vertrieb brauchen, schließlich hast du das im Prinzip den ganzen Tag gemacht"

Das Ende vom Lied: Ausnahmslos alle haben mir gesagt, dass das für die ganzen Einstiegspositionen überhaupt kein Problem ist. Sobald ich jedoch auch nur etwas Führungsverantwortung oder etwas höher als Verkäufer will, ist allein von den Satzungen der Unternehmen mindestens ein Bachelor (!!!) pflicht. Das kann natürlich bei irgend welchen Firmen in der Pampa anders aussehen, aber zumindest Formal wird hier eine Ausbildung vorausgesetzt.

Warum? Die Antwort ist ganz einfach: Eine Firma versucht ihr Risiko zu minimieren, dabei ist ein Hochschulstudium ein unabhängiges Qualitätsmerkmal eines "externen Beraters" (der Berater in dem Fall die Hochschule, die IHK oder wer auch immer).

Ohne formale Ausbildung, so dämlich es auch klingt, wird es Mitarbeiter und Kunden geben, die dich nicht respektieren. Vor ALLEM wenn die, die unter dir stehen, besser ausgebildet sind. Genau so so die anderen Mitarbeiter auf gleicher Position ("Warum bekommt der das Gleiche wie ich? Der hat bis auf den Schulabschluss nicht mal was?"). Das heißt, ohne formalen Abschluss bist du ein Störfaktor im ganzen Personalgefüge. Und wenn man jung ist (wie bei mir noch, bin ja noch keine 30) dann juckt es niemanden wirklich. Spätestens wenn du über 30 bist und keine formale Ausbildung, denken sich viele "Was ist falsch mit dem?" - diese Aussage haben mir einige Ex-Kunden so oder so ähnlich gesagt, als ich herumtelefoniert hatte.

Für dich gibt es sogar Studiengänge, die z.B. Vertriebsmanagement heißen. Da kann man einiges neu lernen.

Ich hab mich deshalb zu folgendem Entschieden: Die nächsten drei bis vier Jahre sammle ich Titel. Der Startpunkt war der BSc, den ich jetzt nach drei Semestern wohl haben werde (wenn man vorher 60-70/h die Woche gearbeitet hat, ist so ein Studium lächerlich, von der Schwierigkeit her), den MSc kombiniere ich mit dem Akademie Studium und dem Wiwi Master an der Fernuni Hagen, so bin ich formal nach 2-3 Semestern auch den Master durch und mach noch einen weiterbildenden LL.M. nebenbei in Recht. Direkt nach dem Bachelor-Studium wird erstmal bei einem befreundeten Steuerberater & Wirtschaftsprüfer die Berufserfahrung für das Steuerberater und Wirtschaftsprüferexamen gesammelt und dann die jeweiligen Berufsexamina abgelegt. Nebenbei hab ich noch vor den Dr. zu machen (nach den Berufsexamina), ggfs. zahl ich dafür einfach und mach 'nen DBA in UK.

Mein Ziel ist dann am Ende sowas wie Dr. xxxxxx M.Sc./LL.M - Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Wirtschaftsjurist ^^

Gut, ich hab jetzt nicht so sehr das Finanzielle im Nacken, wie die meisten. Ich empfehle dir jedoch, tu es für dich, schreib dich in irgend einen Fernstudiengang ein (Fernuni Hagen, quasi gratis, FOM geht immer, durchfallen quasi nicht möglich, kostet halt) und mach zumindest den Bachelor. Am Ende juckts auch keinen, wenn du 5 Jahre in Hagen gebraucht hast, auch wenn meine Erfahrung ist, dass es mit dem Studieren einfacher geht, wenn man sich einfach durch die Kurse "durchboxt".

S'wars von mir

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WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

Du hast ja schon festgelegt, was du hören willst. Falls du keine Ausbildung mehr machen willst dann go for it. In den jungen Jahren kann man sicher immer irgendwie durchwurschteln. Falls du dich aber Ü40 mal neu bewerben musst und auf dem CV steht da einfach nichts, dann wird’s echt schwer. Sowas gilt dann schnell als langfristig nicht vermittelbar. Aber da du dich ja nach 3 Jahren im Vertrieb schon eh als den größten King hältst, wird dich das auch nicht davon abhalten.

nickname schrieb am 18.10.2021:

PS: Bitte konstruktive Beiträge, keine Grundsatzdiskussion über die Wichtigkeit einer Berufsausbildung - ich weiß, dass hierzulande viel Wert darauf gelegt wird, es geht mir auch nicht darum, auf dem zweiten Bildungsweg etwas nachzuholen, sondern darum, was es für Möglichkeiten gibt, trotz aller Hindernisse trotzdem eine Karriere zu machen, wenn man gut in dem ist, was man tut :)

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WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

nickname schrieb am 18.10.2021:

PS: Bitte konstruktive Beiträge, keine Grundsatzdiskussion über die Wichtigkeit einer Berufsausbildung - ich weiß, dass hierzulande viel Wert darauf gelegt wird, es geht mir auch nicht darum, auf dem zweiten Bildungsweg etwas nachzuholen, sondern darum, was es für Möglichkeiten gibt, trotz aller Hindernisse trotzdem eine Karriere zu machen, wenn man gut in dem ist, was man tut :)

Abitur hast du? Dann würde ich ein berufsbegleitendes Studium machen (z.B. Fern-Uni). Ansonsten musst du zuerst dein Abi oder Fach-Abi nachholen.

antworten
WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

Aus deinem Text liest man lustigerweise schon super heraus, dass du Vertriebler bist.

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WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

WiWi Gast schrieb am 18.10.2021:

Ich selbst kenne eine Bäckereiverkäuferin, die verdient ca. 200k p.a. als Vertrieblerin für Fertighäuser. Ebenso kenne ich einen ehemaligen Koch, der verdient zwischen 100-200k als Handelsvertreter für Versicherungen.

Die haben aber beide eine Ausbildung, also schon mehr, wie unser TE. Ich würde das Risiko nicht eingehen, weil die Firmen nun mal ihre formalen Kriterien haben, da wird auch der Vertriebserfolg wenig daran ändern können. Ansonsten wäre das ein Nachteil für jeden anderen Bewerber, bei dem ein Studium oder eine Ausbildung als zwingend erforderlich gilt.

Übrigens Handelsvertreter für Versicherungen kann jeder werden, genauso wie Immobilienmakler. Ist allerdings dann auch schwierig, wenn man irgendwann beruflich ins Schlingern kommt, woanders dann unterzukommen, wenn die formalen Kriterien nicht erfüllt werden.

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WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

Das Besuchen der Berufsschule ist keine Pflicht. Du kannst dich selbstständig bei der IHK zur Prüfung anmelden, diese ablegen und dann hast du deine Ausbildung in der Tasche. Hat eine unserer Dozentinnen gemacht.

Das Studium machst du dann in Hagen per Fernstudium. Wenn du Abi hast geht das sowieso ohne NC, ansonsten mit Berufserfahrung kannst du eine Prüfung absolvieren und bist dann befugt.
Du sagst ja, du weißt schon alles auf Uni Niveau. Für den Bachelor brauchst du 16 Module, Also machst du 7 im ersten Semester, meldest dich damit zum Seminar an, mach 6 Module im zweiten Semester, sowie 3 Module, das Seminar und die BA im dritten Semester, schon hast du in unter 1,5 Jahren deinen Bachelor.

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WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

Man braucht im Vertriebsbereich in Führungspositionen nicht unbedingt eine Hochschulausbildung, wobei ich da einen Bachelor sowieso grenzwertig sehe und vom Kompetenzrahmen eine Ausbildung mit BE auf gleicher Ebene gesehen wird ("Berufsbachelor"). Wo ich dir aber 100% zustimme ist, dass es ohne jegliche Ausbildung einfach nicht geht. Ich war lange im Versicherungsbereich aktiv. Dort ist der Erwerb einer IHK-Ausbildung selbst für Quereinsteiger einfach Pflicht und für den Aufstieg muss es, egal ob intern oder extern erworben, einfach mehr sein.

hatkeineahnung schrieb am 19.10.2021:

Ich gehe davon aus, dass ich hier evt. die qualifizierteste Aussage treffen kann:

Bis ich ca. 28 war, hab ich genau so gedacht wie du. Ich war selbstständig, quasi direkt nach dem Abi, und hatte ein paar hundert B2B-Kunden. Nach dem Verkauf meiner Firma für ein schönes Sümmchen (ich muss nicht mehr arbeiten, solange ich ein 08/15-Mittelstandsleben führe) dachte ich mir, nach dem ich 2-3 Monate Urlaub gemacht hatte

"Vielleicht telefonierst ja ein paar Ex-Kunden durch und fragst nach, ob die jemandem im Vertrieb brauchen, schließlich hast du das im Prinzip den ganzen Tag gemacht"

Das Ende vom Lied: Ausnahmslos alle haben mir gesagt, dass das für die ganzen Einstiegspositionen überhaupt kein Problem ist. Sobald ich jedoch auch nur etwas Führungsverantwortung oder etwas höher als Verkäufer will, ist allein von den Satzungen der Unternehmen mindestens ein Bachelor (!!!) pflicht. Das kann natürlich bei irgend welchen Firmen in der Pampa anders aussehen, aber zumindest Formal wird hier eine Ausbildung vorausgesetzt.

Warum? Die Antwort ist ganz einfach: Eine Firma versucht ihr Risiko zu minimieren, dabei ist ein Hochschulstudium ein unabhängiges Qualitätsmerkmal eines "externen Beraters" (der Berater in dem Fall die Hochschule, die IHK oder wer auch immer).

Ohne formale Ausbildung, so dämlich es auch klingt, wird es Mitarbeiter und Kunden geben, die dich nicht respektieren. Vor ALLEM wenn die, die unter dir stehen, besser ausgebildet sind. Genau so so die anderen Mitarbeiter auf gleicher Position ("Warum bekommt der das Gleiche wie ich? Der hat bis auf den Schulabschluss nicht mal was?"). Das heißt, ohne formalen Abschluss bist du ein Störfaktor im ganzen Personalgefüge. Und wenn man jung ist (wie bei mir noch, bin ja noch keine 30) dann juckt es niemanden wirklich. Spätestens wenn du über 30 bist und keine formale Ausbildung, denken sich viele "Was ist falsch mit dem?" - diese Aussage haben mir einige Ex-Kunden so oder so ähnlich gesagt, als ich herumtelefoniert hatte.

Für dich gibt es sogar Studiengänge, die z.B. Vertriebsmanagement heißen. Da kann man einiges neu lernen.

Ich hab mich deshalb zu folgendem Entschieden: Die nächsten drei bis vier Jahre sammle ich Titel. Der Startpunkt war der BSc, den ich jetzt nach drei Semestern wohl haben werde (wenn man vorher 60-70/h die Woche gearbeitet hat, ist so ein Studium lächerlich, von der Schwierigkeit her), den MSc kombiniere ich mit dem Akademie Studium und dem Wiwi Master an der Fernuni Hagen, so bin ich formal nach 2-3 Semestern auch den Master durch und mach noch einen weiterbildenden LL.M. nebenbei in Recht. Direkt nach dem Bachelor-Studium wird erstmal bei einem befreundeten Steuerberater & Wirtschaftsprüfer die Berufserfahrung für das Steuerberater und Wirtschaftsprüferexamen gesammelt und dann die jeweiligen Berufsexamina abgelegt. Nebenbei hab ich noch vor den Dr. zu machen (nach den Berufsexamina), ggfs. zahl ich dafür einfach und mach 'nen DBA in UK.

Mein Ziel ist dann am Ende sowas wie Dr. xxxxxx M.Sc./LL.M - Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Wirtschaftsjurist ^^

Gut, ich hab jetzt nicht so sehr das Finanzielle im Nacken, wie die meisten. Ich empfehle dir jedoch, tu es für dich, schreib dich in irgend einen Fernstudiengang ein (Fernuni Hagen, quasi gratis, FOM geht immer, durchfallen quasi nicht möglich, kostet halt) und mach zumindest den Bachelor. Am Ende juckts auch keinen, wenn du 5 Jahre in Hagen gebraucht hast, auch wenn meine Erfahrung ist, dass es mit dem Studieren einfacher geht, wenn man sich einfach durch die Kurse "durchboxt".

S'wars von mir

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WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

3 Jahre bei zwei Firmen, also ca. 1 - 2 Jahre reine Einarbeitungsphase - vorausgesetzt das Produkt ist halbwegs komplex und nicht auf dem Niveau "Zeitschriften an der Haustür verticken" oder aber "Call-Center-Agent". Dann braucht man natürlich keine Einarbeitungszeit und sich kann man da auch ohne Ausbildung derjenige werden, der die Zeitungsdrücker im weißen LKW in die Häuserblocks fährt und ihnen Druck macht.

Bei einem besseren Produkten: Reale Vetriebszeit vielleicht 1 Jahr, da verteilt, vermutlich noch nie einen Geschäftsplan gehabt und erfüllt. Aber er ist der Größte mit den gigantischen Softskills und will von Leute in einem Hochschulforum hören, warum die komplette Ausbildung aller Forenteilnehmer sowie aller anderen Menschen in Deutschland eigentlich Unsinn und Zeitverschwendung war. Wahnsinn.

WiWi Gast schrieb am 19.10.2021:

Du hast ja schon festgelegt, was du hören willst. Falls du keine Ausbildung mehr machen willst dann go for it. In den jungen Jahren kann man sicher immer irgendwie durchwurschteln. Falls du dich aber Ü40 mal neu bewerben musst und auf dem CV steht da einfach nichts, dann wird’s echt schwer. Sowas gilt dann schnell als langfristig nicht vermittelbar. Aber da du dich ja nach 3 Jahren im Vertrieb schon eh als den größten King hältst, wird dich das auch nicht davon abhalten.

nickname schrieb am 18.10.2021:

PS: Bitte konstruktive Beiträge, keine Grundsatzdiskussion über die Wichtigkeit einer Berufsausbildung - ich weiß, dass hierzulande viel Wert darauf gelegt wird, es geht mir auch nicht darum, auf dem zweiten Bildungsweg etwas nachzuholen, sondern darum, was es für Möglichkeiten gibt, trotz aller Hindernisse trotzdem eine Karriere zu machen, wenn man gut in dem ist, was man tut :)

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WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

Der TE sollte bei einer US-Firma anheuern. Da zählt was man kann. Ausbildung eher egal.

WiWi Gast schrieb am 19.10.2021:

Man braucht im Vertriebsbereich in Führungspositionen nicht unbedingt eine Hochschulausbildung, wobei ich da einen Bachelor sowieso grenzwertig sehe und vom Kompetenzrahmen eine Ausbildung mit BE auf gleicher Ebene gesehen wird ("Berufsbachelor"). Wo ich dir aber 100% zustimme ist, dass es ohne jegliche Ausbildung einfach nicht geht. Ich war lange im Versicherungsbereich aktiv. Dort ist der Erwerb einer IHK-Ausbildung selbst für Quereinsteiger einfach Pflicht und für den Aufstieg muss es, egal ob intern oder extern erworben, einfach mehr sein.

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WiWi Gast

Karrierechancen ohne Berufsausbildung?

Ist a) Unsinn und b) wollen die auch Referenzen/BE. Die einzige Referenz des TE ist aber der TE.

WiWi Gast schrieb am 20.10.2021:

Der TE sollte bei einer US-Firma anheuern. Da zählt was man kann. Ausbildung eher egal.

Man braucht im Vertriebsbereich in Führungspositionen nicht unbedingt eine Hochschulausbildung, wobei ich da einen Bachelor sowieso grenzwertig sehe und vom Kompetenzrahmen eine Ausbildung mit BE auf gleicher Ebene gesehen wird ("Berufsbachelor"). Wo ich dir aber 100% zustimme ist, dass es ohne jegliche Ausbildung einfach nicht geht. Ich war lange im Versicherungsbereich aktiv. Dort ist der Erwerb einer IHK-Ausbildung selbst für Quereinsteiger einfach Pflicht und für den Aufstieg muss es, egal ob intern oder extern erworben, einfach mehr sein.

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