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Kleine Betriebe finden am schwersten neue Mitarbeiter

Die meisten offenen Stellen gibt es in Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern. Diese haben jedoch überdurchschnittlich häufig Probleme, ihre Stellen zu besetzen, zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

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Kleine Betriebe finden am schwersten neue Mitarbeiter
Nürnberg, 20.06.2013 (iab) - Die meisten offenen Stellen gibt es in Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern. Diese haben jedoch überdurchschnittlich häufig Probleme, ihre Stellen zu besetzen, zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Mehr als 50 Prozent aller offenen Stellen werden von kleinen Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern angeboten. Knapp 30 Prozent entfallen auf mittlere Betriebe mit 50 bis 249 Mitarbeitern, weniger als 20 Prozent auf große Betriebe mit mehr als 250 Mitarbeitern.

In kleinen Betrieben bleiben 23 Prozent der Stellenbesetzungsprozesse ohne Erfolg, geht aus der IAB-Studie hervor. In mittleren Betrieben werden elf Prozent der Stellenbesetzungsprozesse abgebrochen, in großen Betrieben lediglich zwei Prozent.

Kleine Betriebe suchen allerdings auch auf weniger Wegen nach Personal. Während mittlere und große Betriebe durchschnittlich auf vier Wegen suchen, beispielsweise über eigene Mitarbeiter, Stellenanzeigen in Zeitungen, die Arbeitsagenturen und Online-Stellenbörsen, sind es bei kleinen Betrieben im Durchschnitt nur zwei Suchwege. Große Betriebe schreiben zum Beispiel doppelt so häufig Stellen in Online-Stellenbörsen aus wie kleine Betriebe. Auch Stellenanzeigen in Zeitungen und Zeitschriften schalten kleine Betriebe deutlich seltener, und selbst die kostenlosen Dienste der Arbeitsagenturen nutzen sie weniger als mittlere und große Betriebe. Entsprechend ist die Zahl der Bewerbungen geringer, die ein kleiner Betrieb erhält, und das Risiko größer, dass sich darunter kein geeigneter Kandidat befindet.

Die IAB-Forscher leiten aus ihren Ergebnissen einige Handlungsempfehlungen für kleine Betriebe ab. Dazu zählt, Inserate für offene Stellen stärker überregional zu verbreiten, beispielsweise über Online-Stellenbörsen. Auch ein vermehrter Kontakt zur Arbeitsagentur erscheine erfolgversprechend. So könne eine breitere Öffentlichkeit und damit eine höhere Zahl an Bewerbern erreicht werden.

Nicht zuletzt sei die Mitarbeiterbindung eine Stellschraube, an der kleine Betriebe drehen können. "Gerade weil das Budget in kleinen Betrieben häufig eingeschränkter ist als in großen, können gute Arbeitsbedingungen – beispielsweise durch eine leichte Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder die Möglichkeiten eigenverantwortlichen Arbeitens – ein zentrales Argument im Wettbewerb um geeignete neue Mitarbeiter sein", schreiben die IAB-Forscher.

Download [PDF, 8 Seiten - 775 KB]
IAB-Kurzbericht 10/2013: Personalsuche in Deutschland

Im Forum zu KU

3 Kommentare

Mehr Arbeit in kleineren Unternehmen?

WiWi Gast

Ich bin nach dem Studium bei einem Großkonzern gelandet. Habe dort drei Jahre als SAP Key User gearbeitet. Nicht sehr abwechslungsreich, von der Arbeitszeit aber ganz ok. Habe 2018 bei einem klein ...

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Lounge Gast schrieb: Generell schon korrekt. Aber wenn dein "Unternehmen" ein ebay-Makler war, dann passt es vielelicht nicht für jede Stelle, auf die du dich bewerben willst... ...

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DAX Einkäufer

Ich denke, nach dem Vorstellungsgespräch wirst Du mehr darüber wissen.

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WiWi Gast

Interessanter Arktikel! Leider funktioniert der Link nicht. WO kann ich denn den Ratgeber downloaden?

12 Kommentare

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@TE Danke für die ehrlichen Worte. Ist dein neuer AG ein DAX30? Und auf welche Position hast du dich da beworben? Einstiegsstelle oder Berufserfahrene?

8 Kommentare

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Ich finde die Vorpost ziemlich polemisch und nicht verallgemeinerbar. Da ich selbst in 2 Groß UN gearbeitet habe und dann zu einem Mittelständler gewechselt habe, drücke ich mich mal so aus: In einem ...

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