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Jobwechsel & ExitBoreout

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Hallo zusammen

Bin nun nach zwei Jobwechsel wieder in einer Stelle gelandet, wo ich unterfordert und nur zu 30% ausgelastet bin. Dies nagt natürlich am Ego ist schwer auszuhalten. Leider gibt es keine Aussicht auf Besserung, zumal bereits mehrmals dem Vorgesetzten signalisiert. Das Aufgabenfeld bzw. Möglichkeiten sind stark abgesteckt und generell sind es durch eine Mitarbeiterübernahme zu viele Heads im Team. Der Vorgesetzte ist schon froh, wenn alle überhaupt beschäftigt sind und gewisse meiner Aufgaben anderen Kollegen zugeteilt.

Beim Bewerbungsgespräch wurde erzählt, wie viele Grossprojekte es gibt und dass viel Stress herrscht. Ich musste jedoch in den "heissen" Phasen praktisch keine Überstunden machen. Das Problem ist, dass ich bei den zwei letzten Stellen jeweils fast ein Boreout hatte, dass sich nun zum 3. Mal anbahnt. Im Homeoffice kann man sich ja aktuell noch gut beschäftigen, aber im Office möchte ich das nicht wieder über mich ergehen lassen. Dazu ist mir meine Lebenszeitnzu schade. Ein erneuter Stellenwechsel wird schwierig, da ich lohnmässig bereits am oberen Ende angelangt bin und nicht auf Lohn verzichten möchte. Zudem weiss man ja nie wo man landet.

Viele mögliche Beschäftigungen während der Arbeit habe ich schon durch und habe bald keine Lust mehr am Arbeitsleben.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen damit gemacht? Sollte man sich mit diesem Arbeitsleben abfinden oder gar auf Teilzeit wechseln?
Selbstständigkeit oder Führungskarriere habe ich zugunsten des Familienlebens für den Moment ausgeschlossen.

Ist ja auch so, dass in vielen Unternehmen bestimmt 30% der Arbeitsplätze gestrichen werden könnten, ohne dass es einen grossen Impact hätte, wenn ich das genauer anschaue (White Collar Office Workers).

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Vertrieb ist spannend aber sehr zeitintensiv und man muss es können. Swim or sink. Wenn es läuft, ist es der geilste Job der Welt. Unternehmen gründen weil dir der Job zu langweilig ist, kann nur scheitern.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Da beim Gehalt ja nicht mehr viel geht, versuch mal Home office auch nach corona auszuhandeln. Kannst ja erstmal beim aktuellen Arbeitgeber versuchen und ansonsten neuen Arbeitgeber finden. Wenn du dann erstmal 3-4 Tage HO hast widme dich in der ungenutzten Zeit deinen Hobbys/Selbstständigkeit aufbauen/Familie/Selbstverwirklichung/etc.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Geh doch ins Consulting

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Darf man fragen bei wie viel du p.a. bist ?

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 18.05.2021:

Da beim Gehalt ja nicht mehr viel geht, versuch mal Home office auch nach corona auszuhandeln. Kannst ja erstmal beim aktuellen Arbeitgeber versuchen und ansonsten neuen Arbeitgeber finden. Wenn du dann erstmal 3-4 Tage HO hast widme dich in der ungenutzten Zeit deinen Hobbys/Selbstständigkeit aufbauen/Familie/Selbstverwirklichung/etc.

TE:
Ja, das hört sich nach einer guten Option an, was ich ja bereits jetzt mache. Bin auch auf Jobsuche und würde wechseln, wenn derselbe oder mehr Lohn bezahlt wird. Aber einfach rumzusitzen bis zur grossen Restrukturierung, wo man vielleicht sowieso gehen muss, wird ohne Homeoffice schwierig sein.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Was tun? Selbständige Tätigkeit aufbauen. Wenn Du sooooo toll bist, so rasch unterfordert und von Selbstinitative nur so strotzst, dann sollte das die ideale Ausgangslage für Dich sein.

Dein Unternehmen bzw. Dein direkter Vorgesetzter können Dich nicht Deinen Fähigkeiten entsprechend fördern/fordern? Mach selbst etwas. Hat den Vorteil dass Du voll ausgelastet sein wirst. Egal ob im HO oder im Büro, Du wirst immer beschäftig aussehen und grad ein spreadsheet offen haben. Kannst dann auch mal an Dich übergeben Arbeiten ablehnen weil Du gerade zuviel zu tun hast - muss ja keiner wissen dass es Dein side-hustle ist, der Dich so auslastet.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Hab ich auch. Hab 4 Wechsel hinter mir. Habs aufgegeben und mache jetzt in der freien Zeit Teilzeit einen PhD den ich vermutlich eh in den ersten 3 Jahren (statt 6) abschließen werde.

Bei mir is es aber noch schlimmer.. ich hab Phasenweise was zu Basteln in Excel/R und halt Monatsberichte.... Es ist zach. Aber ich werde auch noch mies bezahlt. Für das hätte ich nicht studieren müssen um ehrlich zu sein.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Klingt unangehehm.

Was arbeitest du denn und bei welchem Gehalt?
Ohne genaueres zu wissen, würde ich raten:

  • Vertrauensarbeitszeit aushandeln, dann kannst du nach getaner Arbeit (10h Woche) nach Hause gehen und hast bei gleichem Gehalt mehr Freizeit
  • Führungsjob in Teilzeit versuchen auszuhandeln (z.B. 2,5 Tage bei doppeltem Gehalt ergibt wieder den gleichen Lohn)
  • Jobwechsel in derselben Firma an andere Position
  • nebenbei in der Firma promovieren (falls das dein Chef mitmacht)
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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Es liest sich zumindest so, dass du, falls du was zu tun hat, durchaus spannende Aufgaben hast. Das finde ich ehrlich gesagt erstrebenswert, wenn man beim Einkommen und auf dem Lebenslauf keine Nachteile hat.

Ich würde an deiner Stelle nebenher studieren oder meine Zeit anderweitig privat nutzen.
Wirklich schrecklich ist es wenn man spannende Aufgaben versprochen bekommen hat und einen riesigen Berg an langweiligen Aufgaben mit flacher Lernkurve hat, die im Lebenslauf nicht mal gut aussehen.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Mir gehts genauso, wegen Boreout zum jetzigen Job gewechselt und auch hier ist es mittlerweile die gleiche Situation. ich habe pro Tag evtl. 2-4 Stunden was zu tun. Im home office geht das noch, weil ich den ganzen Tag den Fernseher laufen hab aber ich hab echt Angst wieder zurück in die Firma zu kommen, dort geht das nicht.

Wir haben einfach viel zu viele Leute in der Firma, wenn man 30% rausschmeißen würde, dann würde sich auch nichts ändern. Gehalt ist aber sehr gut und die Chefs sind sehr zufrieden mit mir.

Aber es gibt auch paar wenige die 10 Stunden am Tag arbeiten, aber wenn man sich dann anschaut was die den ganzen Tag machen, dann ist mir das klar.

Viel Zeit in Meetings verplempern (sinnlose Meetings sage ich erst gar nicht zu!) und irgendwelche Exceltrümmerdatei mit viel zu wenig skills versuchen zu bearbeiten was dann 10 mal so lange dauert wie wäre, wenn man die Datei optimal aufgebaut hätte.

Langsam glaube ich echt, dass es mittlerweile mit der ganzen Automatisierung und Digitalisierung gar nicht genug sinnvolle Büroarbeit für alle Einwohner Deutschlands gibt.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Du bist vermutlich etwas schneller als der Durchschnitt. Ich kenne das von mir, anfangs grabe ich mich gern in Themen ein bis ich dann recht schnell bin. Ich habe auch schon Ärger bekommen, weil ich zu schnell gearbeitet habe, wodurch andere Kollegen schlecht da standen, wenn der Neue schneller ist, als jemand mit 5 Jahren Erfahrung. Tu das nicht, sondern such dir eine Beschäftigung, sonst verlierst du schnell die Motivation und dann lernst du nichts mehr dazu. Das Problem wird vermutlich nicht verschwinden, also musst du eine Lösung für dich persöhnlich finden.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 19.05.2021:

Mir gehts genauso, wegen Boreout zum jetzigen Job gewechselt und auch hier ist es mittlerweile die gleiche Situation. ich habe pro Tag evtl. 2-4 Stunden was zu tun. Im home office geht das noch, weil ich den ganzen Tag den Fernseher laufen hab aber ich hab echt Angst wieder zurück in die Firma zu kommen, dort geht das nicht.

Wir haben einfach viel zu viele Leute in der Firma, wenn man 30% rausschmeißen würde, dann würde sich auch nichts ändern. Gehalt ist aber sehr gut und die Chefs sind sehr zufrieden mit mir.

Aber es gibt auch paar wenige die 10 Stunden am Tag arbeiten, aber wenn man sich dann anschaut was die den ganzen Tag machen, dann ist mir das klar.

Viel Zeit in Meetings verplempern (sinnlose Meetings sage ich erst gar nicht zu!) und irgendwelche Exceltrümmerdatei mit viel zu wenig skills versuchen zu bearbeiten was dann 10 mal so lange dauert wie wäre, wenn man die Datei optimal aufgebaut hätte.

Langsam glaube ich echt, dass es mittlerweile mit der ganzen Automatisierung und Digitalisierung gar nicht genug sinnvolle Büroarbeit für alle Einwohner Deutschlands gibt.

Mir gehts genauso, wegen Boreout zum jetzigen Job gewechselt und auch hier ist es mittlerweile die gleiche Situation. ich habe pro Tag evtl. 2-4 Stunden was zu tun. Im home office geht das noch, weil ich den ganzen Tag den Fernseher laufen hab aber ich hab echt Angst wieder zurück in die Firma zu kommen, dort geht das nicht.

Wir haben einfach viel zu viele Leute in der Firma, wenn man 30% rausschmeißen würde, dann würde sich auch nichts ändern. Gehalt ist aber sehr gut und die Chefs sind sehr zufrieden mit mir.

Aber es gibt auch paar wenige die 10 Stunden am Tag arbeiten, aber wenn man sich dann anschaut was die den ganzen Tag machen, dann ist mir das klar.

Viel Zeit in Meetings verplempern (sinnlose Meetings sage ich erst gar nicht zu!) und irgendwelche Exceltrümmerdatei mit viel zu wenig skills versuchen zu bearbeiten was dann 10 mal so lange dauert wie wäre, wenn man die Datei optimal aufgebaut hätte.

Langsam glaube ich echt, dass es mittlerweile mit der ganzen Automatisierung und Digitalisierung gar nicht genug sinnvolle Büroarbeit für alle Einwohner Deutschlands gibt.

TE:
Ja, bin ganz deiner Meinung. Richtig spannend ist es m.E. als Projektleiter oder dann im Upper Management, wo es strategisch wird.

Habe einfach viel zu wenig zu tun und das, was anfällt, könnte auch ein Einsteiger erledigen. Unternehmen sind halt eher starre Gebilde und wir haben eine Bildungsinflation, wo später viele überqualifiziert sind und sich in Office Jobs langweilen. Wüsste selbst nicht, in welchen anderen Bereich ich wechseln sollte und Vertrrauensarbeitszeit oder Führungsperspektive ist am jetzigen Ort zurzeit ausgeschlossen ist.

Glaube muss mich mit diesem Zustand in der Arbeitwelt abfinden und versuchen auch langfristig 2-3 Tage im HO zu sein.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Meine Güte was ist denn falsch mit dir??
Er sagte er ist nicht unerfordert, weil er wie ein junger Gott alles abarbeitet sondern weil schlichtweg zu wenig Arbeit da ist. Ich habe das auch gerade auf der arbeit. Die erste woche ist ganz chillig, aber irgendwann vergeht eine Stunde wie ein Tag und du zählst jede Minute bis zum Feierabend. Solch ein Tag über mehrere Monate ist schon sehr belastend

WiWi Gast schrieb am 19.05.2021:

Was tun? Selbständige Tätigkeit aufbauen. Wenn Du sooooo toll bist, so rasch unterfordert und von Selbstinitative nur so strotzst, dann sollte das die ideale Ausgangslage für Dich sein.

Dein Unternehmen bzw. Dein direkter Vorgesetzter können Dich nicht Deinen Fähigkeiten entsprechend fördern/fordern? Mach selbst etwas. Hat den Vorteil dass Du voll ausgelastet sein wirst. Egal ob im HO oder im Büro, Du wirst immer beschäftig aussehen und grad ein spreadsheet offen haben. Kannst dann auch mal an Dich übergeben Arbeiten ablehnen weil Du gerade zuviel zu tun hast - muss ja keiner wissen dass es Dein side-hustle ist, der Dich so auslastet.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 19.05.2021:

Es liest sich zumindest so, dass du, falls du was zu tun hat, durchaus spannende Aufgaben hast. Das finde ich ehrlich gesagt erstrebenswert, wenn man beim Einkommen und auf dem Lebenslauf keine Nachteile hat.

Ich würde an deiner Stelle nebenher studieren oder meine Zeit anderweitig privat nutzen.
Wirklich schrecklich ist es wenn man spannende Aufgaben versprochen bekommen hat und einen riesigen Berg an langweiligen Aufgaben mit flacher Lernkurve hat, die im Lebenslauf nicht mal gut aussehen.

TE:
Ja das stimmt. Das Schlimmste wäre wirklich viel Arbeit zu haben, die jedoch nervtötend ist. Dann lieber weniger Arbeit, auch wenn sie langweilig ist.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 19.05.2021:

Was tun? Selbständige Tätigkeit aufbauen. Wenn Du sooooo toll bist, so rasch unterfordert und von Selbstinitative nur so strotzst, dann sollte das die ideale Ausgangslage für Dich sein.

Dein Unternehmen bzw. Dein direkter Vorgesetzter können Dich nicht Deinen Fähigkeiten entsprechend fördern/fordern? Mach selbst etwas. Hat den Vorteil dass Du voll ausgelastet sein wirst. Egal ob im HO oder im Büro, Du wirst immer beschäftig aussehen und grad ein spreadsheet offen haben. Kannst dann auch mal an Dich übergeben Arbeiten ablehnen weil Du gerade zuviel zu tun hast - muss ja keiner wissen dass es Dein side-hustle ist, der Dich so auslastet.

TE:
Ja, das habe ich mir auch schon überlegt. Aber der x-te Onlineshop oder Blog muss es nicht sein. Vielleicht kommt mir mal eine gute Idee in den Sinn. Ist auch so, dass sich meine Hobbys und Interessen oft ändern, wenn ich ein gewisses "Level" erreicht habe.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Hatte das Problem vor etlichen Jahren auch. Da wurde ich auch mal angemotzt vom Chef warum ich das so schnell mache, dann müssten wir ja in Zukunft auch schnell liefern und hätten keine Erklärung mehr warum die Deadline nicht klappt :D

Ich finde es befremdlich, warum dir das immer wieder passiert. Du bewirbst dich also anscheinend unter deinem Leistungsniveau. Eine Stelle zumindest als Teamleiter kommt nicht in Frage? Da hast du nicht unbedingt Zeitprobleme, gerade wenn du zu einem großen Unternehmen mit Tarifvertrag und/oder Betriebsrat gehst.

Darf man fragen, welche Position / Branche / Alter / etc ?

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Die meisten Jobs bestehen einfach aus repetetiver Arbeit. D.h. nicht das man wie am Fließband die selben 3 Handgriffe macht aber irgendwann sieht ein Report wie der andere aus. Auch im IB verbringt man einen Großteil seiner Arbeit mit dem Analysieren von Daten. Selbst Projektarbeit folgt immer einem gleichen/ähnlichen Muster, spätestens wenn man sein 4./5. Projekt abgeschlossen hat merkt man das. Hier treffen einfach die Vorstellungen vieler Absolventen mit der harten Arbeitsrealität zusammen und ein Stück weit muss man diesen Boreout akzeptieren.

antworten
WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Ich kann dir nur den guten Rat geben, nimm es als positiven Aspekt hin.

Das sage ich als jemand, der gas absolute Gegenteil erlebt hat: In einem Kernbereich gearbeitet, der sehr dünn besetzt war und in dem es zu langen Dauerausfällen von Kollegen kam. Bereits kurz nach meinem Einstieg dort wurde die Arbeitsbelastung immens und das durchgängig.

Kurz zusammengefasst: Vier Jahre hatte ich einen Workload mit durchgängig derart vielen ständig unterschiedlich zu priorisierenden Themen, dass es jeweils bis in den späten Abend keinerlei Leerlauf gab, oft nicht mal eine 15-minütige Essenspause relalisierbar war (Essen war hingegen oft so was wie Fertiggericht/ Tütensuppe während der Arbeit).

Wer das erlebt hat und die Folgen kennt - gesundheitlich und sozial - die einfach nicht ausbleiben können, der würde sofort mit dir tauschen.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 19.05.2021:

Hatte das Problem vor etlichen Jahren auch. Da wurde ich auch mal angemotzt vom Chef warum ich das so schnell mache, dann müssten wir ja in Zukunft auch schnell liefern und hätten keine Erklärung mehr warum die Deadline nicht klappt :D

Ich finde es befremdlich, warum dir das immer wieder passiert. Du bewirbst dich also anscheinend unter deinem Leistungsniveau. Eine Stelle zumindest als Teamleiter kommt nicht in Frage? Da hast du nicht unbedingt Zeitprobleme, gerade wenn du zu einem großen Unternehmen mit Tarifvertrag und/oder Betriebsrat gehst.

Darf man fragen, welche Position / Branche / Alter / etc ?

TE:
Gut 30 J., Marketing (Digital), Finance. Ja, die einzige Weiterentwicklung wäre eine Führungskarriere. Als Spezialist habe ich die Decke schon lange erreicht.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 19.05.2021:

Die meisten Jobs bestehen einfach aus repetetiver Arbeit. D.h. nicht das man wie am Fließband die selben 3 Handgriffe macht aber irgendwann sieht ein Report wie der andere aus. Auch im IB verbringt man einen Großteil seiner Arbeit mit dem Analysieren von Daten. Selbst Projektarbeit folgt immer einem gleichen/ähnlichen Muster, spätestens wenn man sein 4./5. Projekt abgeschlossen hat merkt man das. Hier treffen einfach die Vorstellungen vieler Absolventen mit der harten Arbeitsrealität zusammen und ein Stück weit muss man diesen Boreout akzeptieren.

TE:
Ja, das ist mir klar und die Andorderungen sind meist zu hoch, für das, was man dann leisten muss. Dumm nur, wenn es wirklich fast KEINE Arbeit gibt und man sich über Monate/Jahre irgendwie beschäftigen muss.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 20.05.2021:

Ich kann dir nur den guten Rat geben, nimm es als positiven Aspekt hin.

Das sage ich als jemand, der gas absolute Gegenteil erlebt hat: In einem Kernbereich gearbeitet, der sehr dünn besetzt war und in dem es zu langen Dauerausfällen von Kollegen kam. Bereits kurz nach meinem Einstieg dort wurde die Arbeitsbelastung immens und das durchgängig.

Kurz zusammengefasst: Vier Jahre hatte ich einen Workload mit durchgängig derart vielen ständig unterschiedlich zu priorisierenden Themen, dass es jeweils bis in den späten Abend keinerlei Leerlauf gab, oft nicht mal eine 15-minütige Essenspause relalisierbar war (Essen war hingegen oft so was wie Fertiggericht/ Tütensuppe während der Arbeit).

Wer das erlebt hat und die Folgen kennt - gesundheitlich und sozial - die einfach nicht ausbleiben können, der würde sofort mit dir tauschen.

Solche Kommentare sind einfach null hilfreich. Soll es dem TE jetzt besser gehen nur weil du beschreibst, dass eine andere Situation schlimmer ist?

Sowohl Boreout als auch Burnout sind real und haben gesundheitliche und soziale Folgen und ob viel zu viel zu tun oder viel zu wenig zu tun einen mehr belastet, ist individuell. Ich kenne zB beides- Hatte 9 Monate ein Projekt mit Dauerstress, mit Arbeit am Wochenende, vielen Geschäftsreisen in‘s Ausland und einfach nur Chaos. Dann hatte ich Projekte, mit null Anspruch und nicht genug zu tun und musste permanent fragen ob ich anderen Leuten helfen kann oder schauen wie ich mich beschäftige. Für mich persönliches war letzteres zB viel schlimmer weil ich mich total unnütz gefühlt habe und mich das nichtstun so geschlaucht hat. Vielleicht überlegst du also mal, dass jeder so eine Situation anders empfindet und dieses ‚Es geht aber noch viel schlimmer‘ jemanden in einer solchen Situation nicht hilft.

@TE, arbeitest du in einem Konzern? So klingt das Umfeld nämlich ... hast du alternativ mal überlegt in ein start-up zu gehen? Die grösseren start-ups zahlen nicht per se schlecht aber vielleicht hast du da mehr Raum/Freiheit in solchen Situationen wie oben beschrieben zusätzlich Tätigkeiten zu übernehmen, die echt was verändern können?

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 20.05.2021:

Ich kann dir nur den guten Rat geben, nimm es als positiven Aspekt hin.

Das sage ich als jemand, der gas absolute Gegenteil erlebt hat: In einem Kernbereich gearbeitet, der sehr dünn besetzt war und in dem es zu langen Dauerausfällen von Kollegen kam. Bereits kurz nach meinem Einstieg dort wurde die Arbeitsbelastung immens und das durchgängig.

Kurz zusammengefasst: Vier Jahre hatte ich einen Workload mit durchgängig derart vielen ständig unterschiedlich zu priorisierenden Themen, dass es jeweils bis in den späten Abend keinerlei Leerlauf gab, oft nicht mal eine 15-minütige Essenspause relalisierbar war (Essen war hingegen oft so was wie Fertiggericht/ Tütensuppe während der Arbeit).

Wer das erlebt hat und die Folgen kennt - gesundheitlich und sozial - die einfach nicht ausbleiben können, der würde sofort mit dir tauschen.

THIS! Bitte rot, fett und unterstreichen.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 20.05.2021:

Die meisten Jobs bestehen einfach aus repetetiver Arbeit. D.h. nicht das man wie am Fließband die selben 3 Handgriffe macht aber irgendwann sieht ein Report wie der andere aus. Auch im IB verbringt man einen Großteil seiner Arbeit mit dem Analysieren von Daten. Selbst Projektarbeit folgt immer einem gleichen/ähnlichen Muster, spätestens wenn man sein 4./5. Projekt abgeschlossen hat merkt man das. Hier treffen einfach die Vorstellungen vieler Absolventen mit der harten Arbeitsrealität zusammen und ein Stück weit muss man diesen Boreout akzeptieren.

TE:
Ja, das ist mir klar und die Andorderungen sind meist zu hoch, für das, was man dann leisten muss. Dumm nur, wenn es wirklich fast KEINE Arbeit gibt und man sich über Monate/Jahre irgendwie beschäftigen muss.

Nebenprojekt starten?
Ich baue mir gerade ein digitales Business neben meiner Industriebeamten "Karriere" auf.
Bin am Ende vom Tarif und mehr als Zeit absitzen kann ich kaum tun um irgendwann Führungskraft zu werden (falls ich das überhaupt will)

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 20.05.2021:

Ich kann dir nur den guten Rat geben, nimm es als positiven Aspekt hin.

Das sage ich als jemand, der gas absolute Gegenteil erlebt hat: In einem Kernbereich gearbeitet, der sehr dünn besetzt war und in dem es zu langen Dauerausfällen von Kollegen kam. Bereits kurz nach meinem Einstieg dort wurde die Arbeitsbelastung immens und das durchgängig.

Kurz zusammengefasst: Vier Jahre hatte ich einen Workload mit durchgängig derart vielen ständig unterschiedlich zu priorisierenden Themen, dass es jeweils bis in den späten Abend keinerlei Leerlauf gab, oft nicht mal eine 15-minütige Essenspause relalisierbar war (Essen war hingegen oft so was wie Fertiggericht/ Tütensuppe während der Arbeit).

Wer das erlebt hat und die Folgen kennt - gesundheitlich und sozial - die einfach nicht ausbleiben können, der würde sofort mit dir tauschen.

Wer sich keine Zeit für Essen & sein Wohlbefinden nimmt, macht was falsch. Hört sich ein wie ein moderner "Sklave" eines AG, der nicht nein sagen kann. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Einfach irre was manch einer mit sich machen lässt.

antworten

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 20.05.2021:

Ich kann dir nur den guten Rat geben, nimm es als positiven Aspekt hin.

Das sage ich als jemand, der gas absolute Gegenteil erlebt hat: In einem Kernbereich gearbeitet, der sehr dünn besetzt war und in dem es zu langen Dauerausfällen von Kollegen kam. Bereits kurz nach meinem Einstieg dort wurde die Arbeitsbelastung immens und das durchgängig.

Kurz zusammengefasst: Vier Jahre hatte ich einen Workload mit durchgängig derart vielen ständig unterschiedlich zu priorisierenden Themen, dass es jeweils bis in den späten Abend keinerlei Leerlauf gab, oft nicht mal eine 15-minütige Essenspause relalisierbar war (Essen war hingegen oft so was wie Fertiggericht/ Tütensuppe während der Arbeit).

Wer das erlebt hat und die Folgen kennt - gesundheitlich und sozial - die einfach nicht ausbleiben können, der würde sofort mit dir tauschen.

Ist man nicht auch etwas selber schuld, wenn man das über 4 Jahre lang selber mitmacht....?

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Ich habe mal gelesen, dass ein Beamter in einem Finanzamt zu einem der größten Experten für Baruch de Spinoza geworden ist, weil er mehrere Jahre dessen Werke während der Arbeitszeit im Büro gelesen hat. --> also das wäre doch mal ein Ansporn für sinnvolle Arbeitszeitgestaltung in langweiligen Bürojobs ;-)

Vielleicht interessiert sich jemand für ein Fernstudium an der Fernuni Hagen? Bin gespannt ob man das auch "heimlich" schafft.

antworten
WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 18.05.2021:

Hallo zusammen

Bin nun nach zwei Jobwechsel wieder in einer Stelle gelandet, wo ich unterfordert und nur zu 30% ausgelastet bin. Dies nagt natürlich am Ego ist schwer auszuhalten. Leider gibt es keine Aussicht auf Besserung, zumal bereits mehrmals dem Vorgesetzten signalisiert. Das Aufgabenfeld bzw. Möglichkeiten sind stark abgesteckt und generell sind es durch eine Mitarbeiterübernahme zu viele Heads im Team. Der Vorgesetzte ist schon froh, wenn alle überhaupt beschäftigt sind und gewisse meiner Aufgaben anderen Kollegen zugeteilt.

Beim Bewerbungsgespräch wurde erzählt, wie viele Grossprojekte es gibt und dass viel Stress herrscht. Ich musste jedoch in den "heissen" Phasen praktisch keine Überstunden machen. Das Problem ist, dass ich bei den zwei letzten Stellen jeweils fast ein Boreout hatte, dass sich nun zum 3. Mal anbahnt. Im Homeoffice kann man sich ja aktuell noch gut beschäftigen, aber im Office möchte ich das nicht wieder über mich ergehen lassen. Dazu ist mir meine Lebenszeitnzu schade. Ein erneuter Stellenwechsel wird schwierig, da ich lohnmässig bereits am oberen Ende angelangt bin und nicht auf Lohn verzichten möchte. Zudem weiss man ja nie wo man landet.

Viele mögliche Beschäftigungen während der Arbeit habe ich schon durch und habe bald keine Lust mehr am Arbeitsleben.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen damit gemacht? Sollte man sich mit diesem Arbeitsleben abfinden oder gar auf Teilzeit wechseln?
Selbstständigkeit oder Führungskarriere habe ich zugunsten des Familienlebens für den Moment ausgeschlossen.

Ist ja auch so, dass in vielen Unternehmen bestimmt 30% der Arbeitsplätze gestrichen werden könnten, ohne dass es einen grossen Impact hätte, wenn ich das genauer anschaue (White Collar Office Workers).

Ich würde mir eher Nebenverdienste suchen. Beispielsweise Optionshandel an der Börse

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Lilly1234

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Ich greife das Thema von vor 2 Monaten gerne nochmal auf... Geht es dir mittlerweile anders im Job?

Bin gerade in der gleichen Situation und sehr verzweifelt. Ich bin vor 2 Monaten im öD gelandet, gute Bezahlung und super Rahmenbedingungen. Leider ist die Arbeit so öde und auch so wenig, dass es echt an meine Substanz geht. Im HO ist es noch einigermaßen erträglich, im Büro könnte ich wirklich weinen. Nachdem ich schon zwei kurze Wechsel im Lebenslauf hatte, wollte ich jetzt unbedingt eine Stelle haben, bei der ich langfristig bleibe, um nicht endgültig als Jobhopper zu gelten. Aber jeder Tag mehr macht mich psychisch fertig. Es versteht kaum jemand... "Langweilen und gleichzeitig gutes Geld verdienen - beschwer dich doch nicht". Aber 8 Stunden können wirklich verdammt lange sein.

Mittlerweile habe ich so eine Mauer aufgebaut, dass ich nicht mal mehr Interesse daran habe, mich in die Materie einzulesen. Ich bin jetzt also doch wieder auf Stellensuche, auch wenn ich Angst habe, dass mich mit meinem Lebenslauf kein AG haben möchte...

antworten
WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Lilly1234 schrieb am 21.07.2021:

Ich greife das Thema von vor 2 Monaten gerne nochmal auf... Geht es dir mittlerweile anders im Job?

Bin gerade in der gleichen Situation und sehr verzweifelt. Ich bin vor 2 Monaten im öD gelandet, gute Bezahlung und super Rahmenbedingungen. Leider ist die Arbeit so öde und auch so wenig, dass es echt an meine Substanz geht. Im HO ist es noch einigermaßen erträglich, im Büro könnte ich wirklich weinen. Nachdem ich schon zwei kurze Wechsel im Lebenslauf hatte, wollte ich jetzt unbedingt eine Stelle haben, bei der ich langfristig bleibe, um nicht endgültig als Jobhopper zu gelten. Aber jeder Tag mehr macht mich psychisch fertig. Es versteht kaum jemand... "Langweilen und gleichzeitig gutes Geld verdienen - beschwer dich doch nicht". Aber 8 Stunden können wirklich verdammt lange sein.

Mittlerweile habe ich so eine Mauer aufgebaut, dass ich nicht mal mehr Interesse daran habe, mich in die Materie einzulesen. Ich bin jetzt also doch wieder auf Stellensuche, auch wenn ich Angst habe, dass mich mit meinem Lebenslauf kein AG haben möchte...

Ich bin derzeit in der selben Situation. Mich macht das psychisch fertig. Ich komme mir einfach nutzlos vor. Habe eine angesehene Position im Unternehmen, die Zahlen stimmen, das Ergebnis stimmt, aber leider fehlen gerade und perspektivisch die Aufgaben. Anfangs genießt man die Freiheiten, legt sich in die Sonne, geht Einkaufen, in den Sport, aber wenn andere von ihrem lustigen Büroalltag erzählen und man selbst eigentlich nichts zu erzählen hat, weil nichts passiert, ist das ziemlich frustrierend.

Ich denke in dieser Situation schadet es nichts, sich parallel umzugucken.

antworten
WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 18.05.2021:

Geh doch ins Consulting

Oder IB, selbständig oder öffentlicher Dienst.

antworten
WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Hier TE (danke, fürs Wiederaufnehmen):

Meine aktuelle Situation ist immer noch 5 Tage Homeoffice (strenge Regelungen im Office mit Maske etc., da will zurzeit keiner hin und ist auch fast niemand dort). Bin inkl. Calls zu ca. 50% ausgelastet. Habe nun einen Antrag für Pensumreduktion auf 4-Tage gemacht, da meine Frau nach dem Studium mehr arbeiten wird. Denke, dass sich langfristig eine 4-Tagewoche und davon 2 Tage HO gut überleben lassen. Ein weiterer Jobwechsel habe ich für mich mittelfristig ausgeschlossen, da der Lohn und Chef stimmen und ich auch keinen Berufsswechsel vornehmen möchte. Ist also das normale Arbeitsleben. Eine hierarchische Karriere habe ich auch ausgeschlossen, da ich mein Leben nicht nur dem Job widmen möchte. Soweit kann ich nur sagen: Entweder Teilzeit oder Karriere aka Selbstverwirklichung anstreben. Als Fachspezialist über 40 Stunden von Mo-Fr rumzugammeln wäre mir rückblickend auf mein Leben wirklich zu blöde.

Ist auch so, dass dieses Phänomen sehr verbreitet ist bei Office-Jobs und man die vorhandene Zeit, insbesondere im HO durch Haushalts-Tasks, Weiterbildung, Serien schauen etc. irgendwie rumbringen kann. Man muss ja ständig erreichbar sein und kann sein Notebook schlecht bereits um 14 Uhr zuklappen. Im Vergleich zum Office ist man nochmals einiges effizienter, was sich im HO durch mehr Leerlauf bemerkbar macht. Unterbeschäftigt im Office tue ich mich in Zukunft maximal 3 Tage an. HO für mind. 2 Tage wird für mich DAS Einstellungskriterium bei der Jobsuche.

Wie schaut's bei euch aus? Denke, dass dank HO wirklich eine gewisse Entlastung stattgefunden hat. Mir graust es schon vor einer Rückkehr ins Office, wo man den halben Tag irgendwie die Zeit totschlagen muss.

antworten
WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Hört sich nach einem absoluten Traumjob an. Ich habe die gegenteilige Situation und überlege zu wechseln.
Mein Vertrag hat 40h Vertrauensarbeitszeit. Heißt übersetzt: Von 8 - 18:30 Uhr ist Kernarbeitszeit. Vor 19 Uhr komme ich selten raus. Freitag etwas früher.

Samstags arbeite ich noch 4-5 h, weil ich mich nach 19 Uhr kaum noch konzentrieren kann und mir die paar Stunden am Samstag mehr bringen.

Gehalt ist gut, aber meine langjährige Freundin fängt langsam an zu motzen. Muss ich überlegen, ob es das wert ist.

antworten
WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 22.07.2021:

Hört sich nach einem absoluten Traumjob an. Ich habe die gegenteilige Situation und überlege zu wechseln.
Mein Vertrag hat 40h Vertrauensarbeitszeit. Heißt übersetzt: Von 8 - 18:30 Uhr ist Kernarbeitszeit. Vor 19 Uhr komme ich selten raus. Freitag etwas früher.

Samstags arbeite ich noch 4-5 h, weil ich mich nach 19 Uhr kaum noch konzentrieren kann und mir die paar Stunden am Samstag mehr bringen.

Gehalt ist gut, aber meine langjährige Freundin fängt langsam an zu motzen. Muss ich überlegen, ob es das wert ist.

Verstehe nicht ganz. Dein Vertrag beinhaltet 40 Stunden und du arbeitest 5*9.5h + 4-5h samstags? Kannst du die Überstunden kompensieren oder hast du irgend einen Kadervertrag (all-in)?

antworten
markus-1969

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

1) Was hast Du studiert, wie alt bist etwa ?

2) Was waren die Ursachen der bisherigen Burn Outs ?

3) in welchem Bereich arbeitest Du nun und wie unterscheidet sich der jetztige Bereich zu der Arbeit in der Du früher burn out hattest ?

4) wie lang waren die beiden bisherigen burn outs her und wie bist da wieder raus gekommen ?

antworten
Lilly1234

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

WiWi Gast schrieb am 22.07.2021:

Hier TE (danke, fürs Wiederaufnehmen):

Meine aktuelle Situation ist immer noch 5 Tage Homeoffice (strenge Regelungen im Office mit Maske etc., da will zurzeit keiner hin und ist auch fast niemand dort). Bin inkl. Calls zu ca. 50% ausgelastet. Habe nun einen Antrag für Pensumreduktion auf 4-Tage gemacht, da meine Frau nach dem Studium mehr arbeiten wird. Denke, dass sich langfristig eine 4-Tagewoche und davon 2 Tage HO gut überleben lassen. Ein weiterer Jobwechsel habe ich für mich mittelfristig ausgeschlossen, da der Lohn und Chef stimmen und ich auch keinen Berufsswechsel vornehmen möchte. Ist also das normale Arbeitsleben. Eine hierarchische Karriere habe ich auch ausgeschlossen, da ich mein Leben nicht nur dem Job widmen möchte. Soweit kann ich nur sagen: Entweder Teilzeit oder Karriere aka Selbstverwirklichung anstreben. Als Fachspezialist über 40 Stunden von Mo-Fr rumzugammeln wäre mir rückblickend auf mein Leben wirklich zu blöde.

Ist auch so, dass dieses Phänomen sehr verbreitet ist bei Office-Jobs und man die vorhandene Zeit, insbesondere im HO durch Haushalts-Tasks, Weiterbildung, Serien schauen etc. irgendwie rumbringen kann. Man muss ja ständig erreichbar sein und kann sein Notebook schlecht bereits um 14 Uhr zuklappen. Im Vergleich zum Office ist man nochmals einiges effizienter, was sich im HO durch mehr Leerlauf bemerkbar macht. Unterbeschäftigt im Office tue ich mich in Zukunft maximal 3 Tage an. HO für mind. 2 Tage wird für mich DAS Einstellungskriterium bei der Jobsuche.

Wie schaut's bei euch aus? Denke, dass dank HO wirklich eine gewisse Entlastung stattgefunden hat. Mir graust es schon vor einer Rückkehr ins Office, wo man den halben Tag irgendwie die Zeit totschlagen muss.

Super Lösung, die du gefunden hast! Ich finde auch, dass es im HO um einiges erträglicher ist, weil man sich hier gut anderweitig beschäftigen kann.
Mich depremiert es trotzdem irgendwie, weil ich ja auch nicht umsonst studiert haben möchte und gerne einen Job ausführen möchte, der mich 1. fordert 2. zumindest etwas Spaß macht und 3. bei dem ich vielleicht auch langfristig Berufserfahrung sammeln kann. Und das sehe ich hier einfach nicht. Deswegen weiß ich nicht, ob und wie ich diese Frist von 1-2 Jahren, die ich mir eigentlich gesetzt hatte, damit es nicht blöd Im Lebenslauf aussieht, aushalten soll. Hätte ich nicht schon 2-3 kurze Stationen drin, wäre ich sofort weg.

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WiWi Gast

Boreout nun auch im 3. Job - was tun?

Lilly1234 schrieb am 22.07.2021:

Hier TE (danke, fürs Wiederaufnehmen):

Meine aktuelle Situation ist immer noch 5 Tage Homeoffice (strenge Regelungen im Office mit Maske etc., da will zurzeit keiner hin und ist auch fast niemand dort). Bin inkl. Calls zu ca. 50% ausgelastet. Habe nun einen Antrag für Pensumreduktion auf 4-Tage gemacht, da meine Frau nach dem Studium mehr arbeiten wird. Denke, dass sich langfristig eine 4-Tagewoche und davon 2 Tage HO gut überleben lassen. Ein weiterer Jobwechsel habe ich für mich mittelfristig ausgeschlossen, da der Lohn und Chef stimmen und ich auch keinen Berufsswechsel vornehmen möchte. Ist also das normale Arbeitsleben. Eine hierarchische Karriere habe ich auch ausgeschlossen, da ich mein Leben nicht nur dem Job widmen möchte. Soweit kann ich nur sagen: Entweder Teilzeit oder Karriere aka Selbstverwirklichung anstreben. Als Fachspezialist über 40 Stunden von Mo-Fr rumzugammeln wäre mir rückblickend auf mein Leben wirklich zu blöde.

Ist auch so, dass dieses Phänomen sehr verbreitet ist bei Office-Jobs und man die vorhandene Zeit, insbesondere im HO durch Haushalts-Tasks, Weiterbildung, Serien schauen etc. irgendwie rumbringen kann. Man muss ja ständig erreichbar sein und kann sein Notebook schlecht bereits um 14 Uhr zuklappen. Im Vergleich zum Office ist man nochmals einiges effizienter, was sich im HO durch mehr Leerlauf bemerkbar macht. Unterbeschäftigt im Office tue ich mich in Zukunft maximal 3 Tage an. HO für mind. 2 Tage wird für mich DAS Einstellungskriterium bei der Jobsuche.

Wie schaut's bei euch aus? Denke, dass dank HO wirklich eine gewisse Entlastung stattgefunden hat. Mir graust es schon vor einer Rückkehr ins Office, wo man den halben Tag irgendwie die Zeit totschlagen muss.

Super Lösung, die du gefunden hast! Ich finde auch, dass es im HO um einiges erträglicher ist, weil man sich hier gut anderweitig beschäftigen kann.
Mich depremiert es trotzdem irgendwie, weil ich ja auch nicht umsonst studiert haben möchte und gerne einen Job ausführen möchte, der mich 1. fordert 2. zumindest etwas Spaß macht und 3. bei dem ich vielleicht auch langfristig Berufserfahrung sammeln kann. Und das sehe ich hier einfach nicht. Deswegen weiß ich nicht, ob und wie ich diese Frist von 1-2 Jahren, die ich mir eigentlich gesetzt hatte, damit es nicht blöd Im Lebenslauf aussieht, aushalten soll. Hätte ich nicht schon 2-3 kurze Stationen drin, wäre ich sofort weg.

Ja, das ist ein guter Punkt. Denke aber, dass im Homeoffice diese Aspekte unwichtiger werden und man eben nur seine Arbeit abarbeitet. Da kann man sich wirklich nur schwer "selbstverwirklichen".

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