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Jobwechsel & ExitCoronavirus

Schon wieder Job wechseln?

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WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

Hallo,

ich habe in meinem Berufsleben schon x mal den Job gewechselt, weil die Stellen befristet waren. Habe nie mehr als 3 Jahre irgendwo gearbeitet. Jetzt bin ich 40 und seit 8 Monaten im neuen Job. Dieser Job gefällt mir aber leider nicht:

  • Aufgaben anders als versprochen, teilweise sinnlos, Erfolgserlebnisse nicht wirklich möglich
  • Kollegen nicht nett (vorsichtig formuliert)
  • Phasen, wo kaum was los ist wechseln unvorhersehbar mit totalen Stressphasen mit Überstunden ab.

Ich will da raus. Ich weiß, dass das für meinen Lebenslauf sehr schlecht ist. Aber ich fühle mich mit dem Job wirklich nicht wohl. In der Corona-Krise wird es wahrscheinlich nochmal doppelt schwierig sein.

Was will ich jetzt von euch?
Bitte redet mir gut zu oder sagt, dass das keine gute Idee ist und haltet mich davon ab, mich zu bewerben.

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WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

Du hast offensichtlich selbst kein gutes Gefühl, dich jetzt zu bewerben bzw. zu wechseln.

Mach ein paar Monate Dienst nach Vorschrift und plane den nächsten Jobwechsel parallel extrem gut. Dann bewirb dich erst wieder und wechsel nur dann, wenn du ein gutes Gefühl dabei hast.

In welchem Bereich bist du zur Zeit?

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WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

WiWi Gast schrieb am 04.03.2021:

Du hast offensichtlich selbst kein gutes Gefühl, dich jetzt zu bewerben bzw. zu wechseln.

Mach ein paar Monate Dienst nach Vorschrift und plane den nächsten Jobwechsel parallel extrem gut. Dann bewirb dich erst wieder und wechsel nur dann, wenn du ein gutes Gefühl dabei hast.

In welchem Bereich bist du zur Zeit?

Ja, ich würde zwar jetzt anfangen, mich zu bewerben, aber eben sehr genau schauen, dass die Stelle mich glücklich macht von den Aufgaben her, weil es sinnvolle Aufgaben sind, die meinen Talenten entsprechen. Rahmenbedingungen im Sinne von Geld ist mir mittlerweile nicht mehr so wichtig, eher dass ich keine Überstunden machen muss wie jetzt. Kollegen und Chef sind ja leider Glückssache, aber da momentan sind Kollegen, Chef, Rahmenbedingungen (bis auf Kohle) und Aufgaben schlecht. Da hat man wenig zu verlieren.

Wahrscheinlich dauert es wegen Corona und meinen hohen Anforderungen (s.o.) eh erstmal ewig, bis ich eine entsprechende Stelle gefunden habe. Aber allein dass ich jetzt was an meinem Schicksal ändern kann wäre schonmal gut.
Langfristig würde ich mich gerne nebenbei selbständig machen. U.a. weil dann der ständige Stress mit den Befristungen ein Ende hätte...

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WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

Ach so: Bereich ist Software

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WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

Bist du mehr auf der Informatikseite auch vom Studienhintergrund? Kleiner Tipp, mehrere große Banken / Finanzinstitute suchen danach aktuell händeringend (Bin selbst in einer). Gehalt ist ordentlich bis als BWLer neidisch gesprochen völlig überpreist ;). Dennoch hast du ja bereits etwas Erfahrung und ich muss zugeben, ich bin nicht der Softwareexperte ob die Stellen immer eins zu eins passen. Schau es dir aber mal sorgfältig an. In den größeren Banken ist es natürlich wie in jedem Konzern Chef und Kollegenabhängig, oftmals hat das aber alles etwas Beamtencharakter... mit einem internationalen Touch...

WiWi Gast schrieb am 04.03.2021:

Ach so: Bereich ist Software

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WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

WiWi Gast schrieb am 04.03.2021:

Bist du mehr auf der Informatikseite auch vom Studienhintergrund? Kleiner Tipp, mehrere große Banken / Finanzinstitute suchen danach aktuell händeringend (Bin selbst in einer). Gehalt ist ordentlich bis als BWLer neidisch gesprochen völlig überpreist ;). Dennoch hast du ja bereits etwas Erfahrung und ich muss zugeben, ich bin nicht der Softwareexperte ob die Stellen immer eins zu eins passen. Schau es dir aber mal sorgfältig an. In den größeren Banken ist es natürlich wie in jedem Konzern Chef und Kollegenabhängig, oftmals hat das aber alles etwas Beamtencharakter... mit einem internationalen Touch...

Account Manager

WiWi Gast schrieb am 04.03.2021:

Ach so: Bereich ist Software

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WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

Dem Themenstarter muss man raten, erst mal drüber nachzudenken, inwiefern man selbst (mit-)verantwortlich war, dass es bisher nirgends länger als 3 Jahre geklappt hat.

Sinnvolle Aufgaben und Erfolgserlebnisse sind wichtig, aber Überstunden werden nicht akzeptiert - mangelnde Flexibilität und Einsatzbereitschaft? Probleme mit nicht-netten Kollegen, vielleicht auch selbst nicht immer nett ... ?

Und dann noch über Selbständigkeit nachdenken, obwohl schon Überstunden als stressig empfunden werden? Übrigens trifft man als Selbständiger auch „nicht-nette“ Kunden, Lieferanten, Behörden etc. ... ?

Und noch was: Dir erscheint es stressig mit Deinen Befristungen. Der tägliche Kampf um Aufträge und um Kundenzufriedenheit und um Profitabilität des Geschäftes als Selbständiger ist noch mal etwas ganz anderes - das dürfte nichts für Dich sein mit der Selbständigkeit, denke ich.

Beiß Dich jetzt erst mal durch bei Deinem jetzigen AG. Wenn Du gut bist und flexibel arbeitest, wirst Du nach Deiner Einarbeitungszeit (dort bist Du immer noch nach 8 Monaten!) sicherlich auch mit interessanteren Aufgaben betraut werden.

Und nicht zuletzt: mit Deinem CV wäre es der Supergau, wenn Du jetzt wechselst und beim neuen AG rausfliegst, was Dir in nahezu allen Branchen passieren kann. Entweder, weil Du und Dein Arbeitgeber mal wieder nicht zusammenpassen, oder auch wg. Corona. Schlimmstenfalls dann Langzeit-Arbeitslosigkeit.

Lass es, beiß Dich da durch, wo Du jetzt bist.
Du wirst es mit der richtigen Einstellung (!) aushalten ...

antworten
WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

wenn man 1 Jahr wenigstens den Job gemacht hat, ergibt das dann auch im Lebenslauf Sinn.
Denn einige Beschäftigungen sind bis <= 5 Jahre befristet.

Also jetzt nachdenken über die Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen, dann bewerben, erfolgreich Gespräche führen. Hierzu maximal 6 Monate einplanen, solange am besten im alten Job bleiben.

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WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

Danke für deine Ehrlichkeit. Sicherlich lag es auch an mir, dass es bis jetzt nicht geklappt hat mit den Jobs. Aber dieser Job ist der erste, wo ICH weg will. Bei den anderen wollte ich immer bleiben (mehr oder weniger gerne).
Kann schon sein, dass ich es schaffe, intern auf eine bessere Stelle zu wechseln, aber kann genauso gut sein, dass ich die Sachen, die ich jetzt mache noch ewig machen muß (meine Kollegen mit jahrelanger Betriebszugehörigkeit machen auch nichts anderes). Es geht mir dabei auch nicht um ganz tolle fancy Aufgaben, sondern darum, dass ich dafür Talent habe. Das, was ich jetzt mache, entspricht nicht wirklich dem, was ich kann.
Selbständigkeit will ich nebenbei machen. Denn in der Tat wäre eine komplette Selbständigkeit mir vor allem jetzt auch zu unsicher. Neben dem jetzigen Job ist Selbständigkeit nicht möglich wegen der Unplanbarkeit und den Überstunden. In vorigen Jobs habe ich übrigens freiwillig unbezahlte Überstunden geschoben, weil es mir Spaß gemacht hat.

WiWi Gast schrieb am 05.03.2021:

Dem Themenstarter muss man raten, erst mal drüber nachzudenken, inwiefern man selbst (mit-)verantwortlich war, dass es bisher nirgends länger als 3 Jahre geklappt hat.

Sinnvolle Aufgaben und Erfolgserlebnisse sind wichtig, aber Überstunden werden nicht akzeptiert - mangelnde Flexibilität und Einsatzbereitschaft? Probleme mit nicht-netten Kollegen, vielleicht auch selbst nicht immer nett ... ?

Und dann noch über Selbständigkeit nachdenken, obwohl schon Überstunden als stressig empfunden werden? Übrigens trifft man als Selbständiger auch „nicht-nette“ Kunden, Lieferanten, Behörden etc. ... ?

Und noch was: Dir erscheint es stressig mit Deinen Befristungen. Der tägliche Kampf um Aufträge und um Kundenzufriedenheit und um Profitabilität des Geschäftes als Selbständiger ist noch mal etwas ganz anderes - das dürfte nichts für Dich sein mit der Selbständigkeit, denke ich.

Beiß Dich jetzt erst mal durch bei Deinem jetzigen AG. Wenn Du gut bist und flexibel arbeitest, wirst Du nach Deiner Einarbeitungszeit (dort bist Du immer noch nach 8 Monaten!) sicherlich auch mit interessanteren Aufgaben betraut werden.

Und nicht zuletzt: mit Deinem CV wäre es der Supergau, wenn Du jetzt wechselst und beim neuen AG rausfliegst, was Dir in nahezu allen Branchen passieren kann. Entweder, weil Du und Dein Arbeitgeber mal wieder nicht zusammenpassen, oder auch wg. Corona. Schlimmstenfalls dann Langzeit-Arbeitslosigkeit.

Lass es, beiß Dich da durch, wo Du jetzt bist.
Du wirst es mit der richtigen Einstellung (!) aushalten ...

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WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

WiWi Gast schrieb am 06.03.2021:

wenn man 1 Jahr wenigstens den Job gemacht hat, ergibt das dann auch im Lebenslauf Sinn.
Denn einige Beschäftigungen sind bis <= 5 Jahre befristet.

Also jetzt nachdenken über die Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen, dann bewerben, erfolgreich Gespräche führen. Hierzu maximal 6 Monate einplanen, solange am besten im alten Job bleiben.

Also wann denkst du, sollte ich erste Bewerbungen wegschicken?

antworten
WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

WiWi Gast schrieb am 05.03.2021:

Und nicht zuletzt: mit Deinem CV wäre es der Supergau, wenn Du jetzt wechselst und beim neuen AG rausfliegst, was Dir in nahezu allen Branchen passieren kann. Entweder, weil Du und Dein Arbeitgeber mal wieder nicht zusammenpassen, oder auch wg. Corona. Schlimmstenfalls dann Langzeit-Arbeitslosigkeit.

Lass es, beiß Dich da durch, wo Du jetzt bist.
Du wirst es mit der richtigen Einstellung (!) aushalten ...

Manchmal können aber "sich durchbeißen" und "aushalten" auch der Supergau sein - und zwar für die Gesundheit.
"sich durchbeißen" und "aushalten" machen nur Sinn, wenn man ein Ziel hat, dass man verfolgt und hinter dem man wirklich steht. Dann kann "sich durchbeißen" und "aushalten" temporär sinnvoll sein. Zum Beispiel, wenn ich unbedingt ein Basketballchampion werden will, dann wird das nicht ohne Durchhaltevermögen gehen. Wenn ich aber eigentlich nie vor hatte, Basketball zu spielen, weil ich außerordentlich klein bin und viel lieber zum Beispiel Fußball als Sport machen würde, dann ist es ungesund, wenn ich mich "durchbeiße" oder "es aushalte", nur weil ich denke, dass mich eh keine Fußballmannschaft aufnehmen würde.

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WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

WiWi Gast schrieb am 06.03.2021:

Manchmal können aber "sich durchbeißen" und "aushalten" auch der Supergau sein - und zwar für die Gesundheit.
"sich durchbeißen" und "aushalten" machen nur Sinn, wenn man ein Ziel hat, dass man verfolgt und hinter dem man wirklich steht. Dann kann "sich durchbeißen" und "aushalten" temporär sinnvoll sein. Zum Beispiel, wenn ich unbedingt ein Basketballchampion werden will, dann wird das nicht ohne Durchhaltevermögen gehen. Wenn ich aber eigentlich nie vor hatte, Basketball zu spielen, weil ich außerordentlich klein bin und viel lieber zum Beispiel Fußball als Sport machen würde, dann ist es ungesund, wenn ich mich "durchbeiße" oder "es aushalte", nur weil ich denke, dass mich eh keine Fußballmannschaft aufnehmen würde.

AMEN Bruder

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Lilalu

Schon wieder Job wechseln?

Danke für diesen tollen Beitrag. Bin in einer ähnlichen Situation wie der Themenersteller, also dass ich merke, dass der Job nichts für mich ist und ich nicht dafür brenne. Und in der Situation gehen (auch unbezahlte) Überstunden gepaart mit einer schlechten Arbeitsatmosphäre ziemlich auf die Psyche.

WiWi Gast schrieb am 06.03.2021:

Manchmal können aber "sich durchbeißen" und "aushalten" auch der Supergau sein - und zwar für die Gesundheit.
"sich durchbeißen" und "aushalten" machen nur Sinn, wenn man ein Ziel hat, dass man verfolgt und hinter dem man wirklich steht. Dann kann "sich durchbeißen" und "aushalten" temporär sinnvoll sein. Zum Beispiel, wenn ich unbedingt ein Basketballchampion werden will, dann wird das nicht ohne Durchhaltevermögen gehen. Wenn ich aber eigentlich nie vor hatte, Basketball zu spielen, weil ich außerordentlich klein bin und viel lieber zum Beispiel Fußball als Sport machen würde, dann ist es ungesund, wenn ich mich "durchbeiße" oder "es aushalte", nur weil ich denke, dass mich eh keine Fußballmannschaft aufnehmen würde.

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WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

Die Unterlagen jetzt auf Vordermann bringen, sofort mit dem Bewerbungsprozess beginnen.
Dann entsteht kein unnötiger Zeitdruck;
kommt eine Zusage im neuen Job, Kündigungsfristen im alten Job beachten.
Eventuell lohnt sich auch ein Aufhebungsvertrag im alten Job zu verhandeln, hier könnte man das Datum ein halbes Jahr oder beliebig in die Zukunft setzen. Eine „geregelte“ Übergabe im alten Job wäre somit möglich. Und der „Schaden“ im Lebenslauf wäre überschaubar.

WiWi Gast schrieb am 06.03.2021:

WiWi Gast schrieb am 06.03.2021:

wenn man 1 Jahr wenigstens den Job gemacht hat, ergibt das dann auch im Lebenslauf Sinn.
Denn einige Beschäftigungen sind bis <= 5 Jahre befristet.

Also jetzt nachdenken über die Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen, dann bewerben, erfolgreich Gespräche führen. Hierzu maximal 6 Monate einplanen, solange am besten im alten Job bleiben.

Also wann denkst du, sollte ich erste Bewerbungen wegschicken?

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WiWi Gast

Schon wieder Job wechseln?

WiWi Gast schrieb am 06.03.2021:

Manchmal können aber "sich durchbeißen" und "aushalten" auch der Supergau sein - und zwar für die Gesundheit.
"sich durchbeißen" und "aushalten" machen nur Sinn, wenn man ein Ziel hat, dass man verfolgt und hinter dem man wirklich steht. Dann kann "sich durchbeißen" und "aushalten" temporär sinnvoll sein. Zum Beispiel, wenn ich unbedingt ein Basketballchampion werden will, dann wird das nicht ohne Durchhaltevermögen gehen. Wenn ich aber eigentlich nie vor hatte, Basketball zu spielen, weil ich außerordentlich klein bin und viel lieber zum Beispiel Fußball als Sport machen würde, dann ist es ungesund, wenn ich mich "durchbeiße" oder "es aushalte", nur weil ich denke, dass mich eh keine Fußballmannschaft aufnehmen würde.

DAS.

Dass das Wort Gesundheit in diesem Forum überhaupt mal erwähnt wird...

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