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Jobwechsel & ExitMedizin-Studium

Consulting/IT vs Medizin

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peterk3

Consulting/IT vs Medizin

Hallo Zusammen,

ich stehe gerade vor einer schwierigen Entscheidung und würde gerne eure Meinungen dazu hören.

Eckdaten

  • Anfang 20
  • Momentan: Duales Studium bei einem FAANG vergleichbaren Unternehmen in Winf (Note ca 1.5), Abschuss im nächsten Jahr
  • intern Perspektive im Sales mit 60k On Target, strukturierter Aufstieg
  • extern Perspektive bei einem MBB für ein Gap Year (Angebot liegt vor), danach irgendwo ein Master

Die Eckdaten schauen so gar nicht schlecht aus, aber ich hadere mit mir schon seit langem ob ich in der Medizin nicht glücklicher sein werde. Ich habe ein 1 jähriges FSJ vor Studienbeginn in einem Klinikum gemacht und fand die Arbeit wirklich klasse. Angesichts meines Alters wäre es an für sich kein Problem den Exit zu machen und einfach mal Medizin zu studieren. Problem dabei ist der Verlust der Entrymöglichkeit, der lange Weg bis zu einem vernünftigen Gehalt und die hohen Studiengebühren, die ich als Zweitstudent zu 95% zahlen müsste (70k-120k je nach Uni). Weiter Zweifel ich auch ob ich das Studium überhaupt schaffen würde.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun, bzw was ist euer Rat? Ist eine Karriere in der Medizin es Wert meine Möglichkeiten in der Tech Branche/Consulting liegen zu lassen?

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WiWi Gast

Consulting/IT vs Medizin

Rein Monetär lohnt es sich 0.
Dir liegt Winfo, hast ein sehr gutes Profil und wahrscheinlich hasst du deinen Job auch micht sonst hättest du es erwähnt.
Ein Medizin-Studium dauert 6 Jahre, nebenbei arbeiten ist kaum möglich das heißt du wirst 6 Jahre kein Geld verdienen und 100k Gebühren draufzahlen und weißt nichtmal ob du es schaffst.

Sagen wir mal du schaffst es, dann brauchst du nochmal um die 5 Jahre um Gehaltstechnisch auf dein Gehalt in der IT zu kommen.
Das heißt du brauchst 10+Jahre (wenn überhaupt) um auf dem gleichen Level zu sein.
In diesen 10 Jahren kannst du in der IT wenn du dich geschickt anstellst fast ne halbe Mio sparen während du mit Medizin dann erstmal in Schulden wärst.
Bis du das mit dem Medizinstudium aufholst bist du in Rente.
Das sind meine Gedanken.

Und dual bei SAP oder?

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WiWi Gast

Consulting/IT vs Medizin

Selbe Situation wie du, aber 33. Habe mich intensiv mit der Thematik der letzten beiden Jahre auseinandergesetzt und habe mir auch Rat und Tat von vielen Menschen geholt.

Viele halten diesen Versuch für gewagt und andere finden es gut, würden es aber aufgrund externer Verpflichtungen nicht tun.

Lange Rede kurzer Sinn: Die Entscheidung liegt alleine bei dir und du musst eben wissen, ob und wie du es machen wirst. Wenn du dich in deiner Freizeit mit Themen aus der Medizin beschäftigst, dann bist du genau richtig dort. Wenn du es nur aufgrund des Prestige, Gehalt oder sonstigen Dingen machst lass es.

Die entscheidenden Fragen die du dir stellen musst sind,

  1. Kannst du es finanzieren?
  2. Wie bestreitest du deinen Lebensunterhalt?
  3. Kommst du damit klar, nochmal von vorn anzufangen und anderen bei Ihren Leben zuzusehen?
  4. Welche Alternativen hast du?
  5. Was sind die Gründe für den Wechsel intrinisch oder extrinisch?

Zu mir mal als Vergleich:

  1. Kannst du es finanzieren? ja, da 10 Jahre gespart für 105k netto, wenn ich alles liqudiere.
  2. Wie bestreitest du deinen Lebensunterhalt? nein, da ich mit 33 einen guten Lebensstil habe, aber aktuell andere Dinge machen muss.
  3. Kommst du damit klar, nochmal von vorn anzufangen und anderen bei Ihren Leben zuzusehen? M. E. n. nein, da ich einfach bisschen zu alt bin. Ich werde den Traum nicht aufgegeben, aber es wird eher ein Zweitstudium auf 10 Jahre bei mir, da ich es sonst einfach nicht stemmen und leisten kann.
  4. Welche Alternativen hast du? Sachbearbeiter oder Bandarbeiter, kommt auf die Region und das Umfeld drauf an.
  5. Was sind die Gründe für den Wechsel intrinisch oder extrinisch?
    Meinerseits intrinisch, da ich für mein Ziel die Approbation benötige, aber aus finanziellen Gründen einfach nicht konnte. Extrinisch natürlich aufgrund der Arbeitsplatzsicherheit und der Maßgabe, auch im hohen Alter noch einen Job zu bekommen.

Am Ende entscheide ich aber nicht, sonder das Schicksal. Daher tue ich mir persönlich auch gerade sehr schwer, zudem bin ich mir auch nicht sicher, ob es ehr eine Illussion ist und ich damit auch unglücklich werde.

Denn was treibt dich an. Meinerseits ist es ein äußerst ausgeprägtes Helferinstinkt. Dies ist Fluch und Segen zu gleich, da mir am Ende meines Lebens dieser Instinkt leider keine Rente und kein Vermögen besschert. Daher habe ich mich entschlossen, erstmal zurückzutreten und auf die sichere Karte zu setzen. Zudem finde ich die Schichten einfach nicht schön, aber das vergeht mit der Zeit.

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WiWi Gast

Consulting/IT vs Medizin

peterk3 schrieb am 12.12.2020:

Hallo Zusammen,

ich stehe gerade vor einer schwierigen Entscheidung und würde gerne eure Meinungen dazu hören.

Eckdaten

  • Anfang 20
  • Momentan: Duales Studium bei einem FAANG vergleichbaren Unternehmen in Winf (Note ca 1.5), Abschuss im nächsten Jahr
  • intern Perspektive im Sales mit 60k On Target, strukturierter Aufstieg
  • extern Perspektive bei einem MBB für ein Gap Year (Angebot liegt vor), danach irgendwo ein Master

Die Eckdaten schauen so gar nicht schlecht aus, aber ich hadere mit mir schon seit langem ob ich in der Medizin nicht glücklicher sein werde. Ich habe ein 1 jähriges FSJ vor Studienbeginn in einem Klinikum gemacht und fand die Arbeit wirklich klasse. Angesichts meines Alters wäre es an für sich kein Problem den Exit zu machen und einfach mal Medizin zu studieren. Problem dabei ist der Verlust der Entrymöglichkeit, der lange Weg bis zu einem vernünftigen Gehalt und die hohen Studiengebühren, die ich als Zweitstudent zu 95% zahlen müsste (70k-120k je nach Uni). Weiter Zweifel ich auch ob ich das Studium überhaupt schaffen würde.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun, bzw was ist euer Rat? Ist eine Karriere in der Medizin es Wert meine Möglichkeiten in der Tech Branche/Consulting liegen zu lassen?

Du weißt es doch selber eh schon, mach das, was dir wirklich Spaß macht.
Es wirkt so, als willst du nur die Bestätigung von anderen, dass es in Ordnung ist jetzt noch Medizin zu studieren.
Du bist jung genug, wenn das Geld kein riesen Problem ist, dann zieh das Medizin Studium durch. Im schlimmsten Fall landest du nach deinem Medizin Studium wieder bei MBB. :)

Zum Schwierigkeitsgrad des Medizin Studiums kann ich leider nichts sagen.

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WiWi Gast

Consulting/IT vs Medizin

Ich finds immer witzig wie sich die Träume um den Beruf des Arztes ranken in diesem Forum.

Ich selbst bin Manager in einer renommierten UB, meine beiden Geschwister sind Ärzte. Wenn ich sehe was bspw mein Bruder in einer Uniklinik leistet (Schichtdienste, unbezahltes Arbeiten, die letzten Idioten als Patienten, furchtbar verkrustete Hierarchien, das billigste Arbeitsplatz Equipment etc. für das Geld was er dafür bekommt dann kann ich jedem davon abraten. Zumindest bis man den „Exit“ in eine eigene Praxis schafft was aber heutzutage auch nicht mehr so ein Selbstläufer ist. Und vor allem wenn ich das mit meinen, also auch euren, zukünftigen Job-Bedingungen vergleiche.

Kann die intrinsische Motivation für den Arztberuf schon nachvollziehen aber rennt bitte keinen falschen Vorstellungen hinterher.

antworten
WiWi Gast

Consulting/IT vs Medizin

Stimme ich dir vollkommen zu, aber du darfst eins nicht vergessen, du bist nicht systemrelevant!

Der Arzt hat mit der Approbation seine Daseinsberechtigung und du nur durch die Projekte.

Am Ende macht ihr in der ub auch nicht mehr als das offensichtliche auszusprechen, was Mitarbeitern & Manager nicht zugemutet wird. Denn wenn es schief geht, ist die Beratung und der beauftragt Schuld ( vgl. Von der leyen) und nicht der Mitarbeiter.

Der Arzt behandelt dann immer noch und hat quasi ein natürliches monopol, den er darf Meditationen anordnen und Rezepte ausstellen.

Aber ja der Arzt ist in Deutschland einfach unterbezahlt und es ist kein Wunder dass alle in die ch, nordischen Länder oder die USA flüchten. Aber wenn es dann schief geht. Kommen sie lieber zurück.

WiWi Gast schrieb am 13.12.2020:

Ich finds immer witzig wie sich die Träume um den Beruf des Arztes ranken in diesem Forum.

Ich selbst bin Manager in einer renommierten UB, meine beiden Geschwister sind Ärzte. Wenn ich sehe was bspw mein Bruder in einer Uniklinik leistet (Schichtdienste, unbezahltes Arbeiten, die letzten Idioten als Patienten, furchtbar verkrustete Hierarchien, das billigste Arbeitsplatz Equipment etc. für das Geld was er dafür bekommt dann kann ich jedem davon abraten. Zumindest bis man den „Exit“ in eine eigene Praxis schafft was aber heutzutage auch nicht mehr so ein Selbstläufer ist. Und vor allem wenn ich das mit meinen, also auch euren, zukünftigen Job-Bedingungen vergleiche.

Kann die intrinsische Motivation für den Arztberuf schon nachvollziehen aber rennt bitte keinen falschen Vorstellungen hinterher.

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