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Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

Hallo Forum,

ich wollte euch mal fragen, wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist? Und damit meine ich nicht das "ich will hier nicht alt werden" Gefühl das jeder in der Branche hat und Sonntag ganz besonders, sondern konkret, wann habt ihr Initiative in Form von Bewerbungen, Headhunter, etc. ergriffen oder habt ihr euch zurückgelehnt, auf die richtige Xing Anfrage gewartet und dann zugegriffen?

Zu mir, habe mir eigentlich schon in den ersten 3 Monate gedacht, hier will ich so schnell wie möglich weg, jetzt sind es jedoch bereits +6 Jahre und noch kein Ende in Sicht. Der Gedanke endlich aufzuhören und wieder Freizeit zu haben geistert mir fast täglich durch den Kopf (mal mehr mal weniger), jedoch ist das System der Karotten ala hier noch eine Fortbildung, da noch ein interessantes Projekt mitnehmen, Beförderung, etc. bei mir sehr ausgeprägt. Vor gut 1 Jahr wurde ich zum Manager befördert und dachte mir "2 Jahre im Lebenslauf, dann kannst du gehen", jetzt hatte ich ein Gespräch mit dem Partner wo mir wieder der Senior Manager in Aussicht gestellt wurde... Warte ich hier zu lange bzw. auf den perfekten Exit?

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

Keine sinnvolle Gehaltsentwicklung, wenig Unterstützung bei Fort- und Weiterbildung, selbst erlebte Probleme diverser Arbeitgeber bei der Mandantenneuakquise (ich würde kein Geld dafür bezahlen, um überhaupt Arbeit zu haben), intrigantes Verhalten früherer Arbeitgeber über Jahre hinweg.

Branche: Steuerberatung ;-(

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V0llM8

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

WiWi Gast schrieb am 12.04.2019:

Keine sinnvolle Gehaltsentwicklung, wenig Unterstützung bei Fort- und Weiterbildung, selbst erlebte Probleme diverser Arbeitgeber bei der Mandantenneuakquise (ich würde kein Geld dafür bezahlen, um überhaupt Arbeit zu haben), intrigantes Verhalten früherer Arbeitgeber über Jahre hinweg.

Branche: Steuerberatung ;-(

Tust mir schon leid. Ziemlich geringes Selbstbewusstsein. Die Branche hat dich im wahrsten Sinne "Auseinandergenommen".

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

Bei mir hat es damals einfach "Klick" gemacht. Irgendwie war mir schon lange klar, dass ich mich nicht wirklich weiterentwickle und dann hab ich mir endlich mal ein Xing-Profil eingerichtet. Als ich dort Anfragen von sehr interessanten Unternehmen bekommen hab, hab ich mich dann auch beworben und meinen AG verlassen.

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

Interessant. Habe auch kein Bock mehr auf MBB aber bin unsicher wann der richtige Zeitpunkt ist

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

V0llM8 schrieb am 12.04.2019:

Branche: Steuerberatung ;-(

Tust mir schon leid. Ziemlich geringes Selbstbewusstsein. Die Branche hat dich im wahrsten Sinne "Auseinandergenommen".

Würdest Du für ein Gehalt ähnlich wie vor 20 Jahren tätig sein wollen um selbständig die wesentlichen Dienstleistungen der Branche zu erbringen, die der Chef ohne weitere Kontrolle quasi als seine eigenen Werke verkauft?

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

push

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

WiWi Gast schrieb am 13.04.2019:

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Warum push? Was willst du noch hören?

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

WiWi Gast schrieb am 13.04.2019:

WiWi Gast schrieb am 13.04.2019:

push

Warum push? Was willst du noch hören?

Erfahrungsberichte von anderen? Musst dich ja nicht angesprochen fühlen wenns dich nicht interessiert.

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

Ich wusste das es Zeit ist für einen Exit, als man mir 140k für 35h angeboten hat.

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

WiWi Gast schrieb am 13.04.2019:

push

Warum push? Was willst du noch hören?

push

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

WiWi Gast schrieb am 13.04.2019:

Ich wusste das es Zeit ist für einen Exit, als man mir 140k für 35h angeboten hat.

Als was?

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

Hör auf zu heulen. Nur weil du versagt hast, muss das nicht auf die Mehrheit zutreffen.

WiWi Gast schrieb am 13.04.2019:

V0llM8 schrieb am 12.04.2019:

Branche: Steuerberatung ;-(

Tust mir schon leid. Ziemlich geringes Selbstbewusstsein. Die Branche hat dich im wahrsten Sinne "Auseinandergenommen".

Würdest Du für ein Gehalt ähnlich wie vor 20 Jahren tätig sein wollen um selbständig die wesentlichen Dienstleistungen der Branche zu erbringen, die der Chef ohne weitere Kontrolle quasi als seine eigenen Werke verkauft?

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

WiWi Gast schrieb am 14.04.2019:

Hör auf zu heulen. Nur weil du versagt hast, muss das nicht auf die Mehrheit zutreffen.

Ich habe mir zeitgleich etwas anderes aufgebaut und dort bin ich heute erfolgreich.

Wenn ich mir die Jahresabschlüsse früherer Arbeitgeber im unternehmensregister.de oder die Angabe der Mitarbeiter auf den Internetpräsenzen ansehe, scheint das dort nicht der Fall zu sein.

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

Mir war das schnell klar. Ich bin nach einigen Jahren von einem großen Industrieunternehmen in die Beratung gewechselt. Gründe waren: mal was anderes machen, sich entwickeln, etc. Diesen Schritt bereue ich aus heutiger Sicht teilweise.

In der Beratung bin ich als Experte im Managementrang (Richtung Management Consulting Operations) eingestiegen. Die Honeymoon-Phase war schnell um. Der Stumpf-ist-Trumpf-Ansatz meiner Chefs, der ständige Spagat zwischen Kunden zufrieden stellen und junge Mitarbeiter ohne Plan, Erfahrung und Fachkompetenz bei bloßem Leistungswillen entwickeln zu müssen haben mich zermürbt. Gemerkt habe ich, dass ich gehen muss, als mich (alle) Kunden mit zum Teil guten Angeboten abwerben wollten und mir trotz 5 Tage-Einsatz auf Projekten pro Woche mangelndes Interesse an internem Networking als Grund für meine stockende Weiterentwicklung genannt wurden (Andere wären da präsenter).

Viele Angebote (über Xing, von Headhuntern) waren i. d. R. geldlich nicht auf Beratungsniveau. Diese Erwartung ist aber bei vielen produzierenden Unternehmen mit starker Gewerkschaft aber auch unrealistisch. Das ist mir mittlerweile klar geworden.

Als ich die Vorgehensweise meiner Chefs bei einem Projekt fachlich und persönlich nicht mehr ggü. dem Kunden rechtfertigen konnte bin ich schlussendlich gegangen. Da ich noch recht jung war, waren die Gehaltseinbußen beim Wechsel zurück in die Industrie eher gering bei vielen anderen Vorteilen. Diese Einbußen konnte ich mittlerweile nach mehr als vier Jahren sehr harter Arbeit etwas mehr als wett machen. Die Arbeitsbelastung ist nach wie vor hoch, ich trage allerdings mehr Verantwortung und muss wesentlich kreativer Arbeiten als in der Beratung. Dafür reise ich weniger und nicht an Wochenenden. Das größte Plus: die Kluft zwischen Erwartung der Chefs, der Kunden und der jungen Kollegen ist deutlich kleiner, was mir ermöglicht aus der Draufsicht effektiver zu arbeiten.

Mit etwas Abstand ist mir klar geworden, dass Beratungen leistungsfähige Mitarbeiter gerne mit Karotten so lange zufrieden stellen, bis Mitarbeiter ein Alter und eine Gehaltsstufe erreicht haben, wo sie den Wechsel scheuen. Bist Du erstmal für Dein Alter beim Gehalt weit gekommen, musst Du mit Einbußen beim Wechsel in einen normalen Betrieb oder Konzern rechnen. Viele Berater haben sich aber mit dem Geld gut eingerichtet. Ausnahmen bestätigen auch nur Regeln.

Dass es dann oft zu Gehaltseinbußen kommt ist klar. Die Kompetenzen von Beratern sind stark ausgeprägte Allgemeinkompetenzen, über die auch mind. 20% der Mitarbeiter eines Unternehmens (gerne von Beratern selbst als Karrieristen bezeichnet) verfügen. Auch Smartness und Intelligenz sind unter der Sonne normalverteilt. Was dem Neueinsteiger fehlt, sind aber oft fachliche Kompetenzen und Unternehmenswissen 1.0. Ich hatte beim Wechsel das Glück beides vorweisen zu können.

Insgesamt habe ich den Wechsel in die Beratung und den Wechsel aus der Beratung raus Headhuntern bzw. Xing-Inseraten zu verdanken. Bitte nicht glauben, dass diese Angebote, die dort in Deine Mailbox purzeln Angebote sind. Es sind leider nur Inserate, die an viele gehen. Ich kann das Gefühl der Wertschätzung aber schon nachvollziehen. Mittlerweile ist mir das klar geworden. Obwohl mir die Wechsel jeweils gelegen kamen, waren sie im nachhinein nichts für mich. Meinen jetztigen Job verdanken ich einem Kontakt, mit dem ich vor meiner Beratungszeit gearbeitet habe und der fachlich einiges von mir hält.

Vielleicht also lieber schnell wechseln, weiter hart arbeiten (höhere Effektivität erreichen), um ggfs. nochmal zu wechseln. Das ware Netzwerk ist nicht LinkedIn oder Xing.

Werde Dir klar, was Du willst: mehr Geld oder eher gleich viel Geld, weniger Arbeitszeit und mehr Freizeit, mehr Verantwortung, etc. In der Regel ist nicht alles gleichzeitig drin.

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

99% der MBB-Fellows werden es niemals in der Nähe einer Partnerschaft schaffen.
Deshalb nehmen die meisten relativ früh ihre Koffer und ziehen Richtung Dax30.
Immerhin sind Sie realistisch.

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

@ Threadsteller

Dein Problem ist nicht das du nicht weißt das du gehen musst, dein Problem ist das du kein Ziel hast! Du wartest mit gesetzten Segeln im Hafen vor Anker, träumst von den Schiffen die rechts und links an dir vorbeiziehen, wohin diese segeln und fragst dich, wann die Meerjungfrauen dich endlich zu deinem Ziel führen.

Mach dir klar, wo willst du hin, wo siehst du dich in 2/3 bzw 5/6 Jahren und was bedarf es um dorthin zu kommen!

Strebst du eine Spezialistenstelle an? Dann hättest du schon vor 2/3 Jahren die Reißleine ziehen können. Möchtest du Teamleitung? Dann kannst du heute schon anfangen Bewerbungen zu schreiben! Für was warten, wenn dich jemand nimmt brauchst du keine 2 Jahre als Manager absitzen. Möchtest du Bereichsleitung? Dann musst du wohl oder übel noch ein paar Jahre absitzen und den Senior-Manager inne haben.

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

Als mir mein Manager nach einer 70h Woche mit äußerst spontanen Auslandsreisen gesagt hat ich sollte gefälligst ein wenig commitment zeigen (ich habe mich geweigert die Nacht durch zu arbeiten für eine belanglose interne Präsentation die niemanden interessiert hat).

Jetzt auf Jobsuche, der Exit ist leider relativ schwer.

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

WiWi Gast schrieb am 14.04.2019:

99% der MBB-Fellows werden es niemals in der Nähe einer Partnerschaft schaffen.
Deshalb nehmen die meisten relativ früh ihre Koffer und ziehen Richtung Dax30.
Immerhin sind Sie realistisch.

Als wenn die Unternehmen auf diese Leute gewartet haben. Etwas naiv.

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

Danke für den Beitrag.

WiWi Gast schrieb am 14.04.2019:

Mir war das schnell klar. Ich bin nach einigen Jahren von einem großen Industrieunternehmen in die Beratung gewechselt. Gründe waren: mal was anderes machen, sich entwickeln, etc. Diesen Schritt bereue ich aus heutiger Sicht teilweise.

In der Beratung bin ich als Experte im Managementrang (Richtung Management Consulting Operations) eingestiegen. Die Honeymoon-Phase war schnell um. Der Stumpf-ist-Trumpf-Ansatz meiner Chefs, der ständige Spagat zwischen Kunden zufrieden stellen und junge Mitarbeiter ohne Plan, Erfahrung und Fachkompetenz bei bloßem Leistungswillen entwickeln zu müssen haben mich zermürbt. Gemerkt habe ich, dass ich gehen muss, als mich (alle) Kunden mit zum Teil guten Angeboten abwerben wollten und mir trotz 5 Tage-Einsatz auf Projekten pro Woche mangelndes Interesse an internem Networking als Grund für meine stockende Weiterentwicklung genannt wurden (Andere wären da präsenter).

Viele Angebote (über Xing, von Headhuntern) waren i. d. R. geldlich nicht auf Beratungsniveau. Diese Erwartung ist aber bei vielen produzierenden Unternehmen mit starker Gewerkschaft aber auch unrealistisch. Das ist mir mittlerweile klar geworden.

Als ich die Vorgehensweise meiner Chefs bei einem Projekt fachlich und persönlich nicht mehr ggü. dem Kunden rechtfertigen konnte bin ich schlussendlich gegangen. Da ich noch recht jung war, waren die Gehaltseinbußen beim Wechsel zurück in die Industrie eher gering bei vielen anderen Vorteilen. Diese Einbußen konnte ich mittlerweile nach mehr als vier Jahren sehr harter Arbeit etwas mehr als wett machen. Die Arbeitsbelastung ist nach wie vor hoch, ich trage allerdings mehr Verantwortung und muss wesentlich kreativer Arbeiten als in der Beratung. Dafür reise ich weniger und nicht an Wochenenden. Das größte Plus: die Kluft zwischen Erwartung der Chefs, der Kunden und der jungen Kollegen ist deutlich kleiner, was mir ermöglicht aus der Draufsicht effektiver zu arbeiten.

Mit etwas Abstand ist mir klar geworden, dass Beratungen leistungsfähige Mitarbeiter gerne mit Karotten so lange zufrieden stellen, bis Mitarbeiter ein Alter und eine Gehaltsstufe erreicht haben, wo sie den Wechsel scheuen. Bist Du erstmal für Dein Alter beim Gehalt weit gekommen, musst Du mit Einbußen beim Wechsel in einen normalen Betrieb oder Konzern rechnen. Viele Berater haben sich aber mit dem Geld gut eingerichtet. Ausnahmen bestätigen auch nur Regeln.

Dass es dann oft zu Gehaltseinbußen kommt ist klar. Die Kompetenzen von Beratern sind stark ausgeprägte Allgemeinkompetenzen, über die auch mind. 20% der Mitarbeiter eines Unternehmens (gerne von Beratern selbst als Karrieristen bezeichnet) verfügen. Auch Smartness und Intelligenz sind unter der Sonne normalverteilt. Was dem Neueinsteiger fehlt, sind aber oft fachliche Kompetenzen und Unternehmenswissen 1.0. Ich hatte beim Wechsel das Glück beides vorweisen zu können.

Insgesamt habe ich den Wechsel in die Beratung und den Wechsel aus der Beratung raus Headhuntern bzw. Xing-Inseraten zu verdanken. Bitte nicht glauben, dass diese Angebote, die dort in Deine Mailbox purzeln Angebote sind. Es sind leider nur Inserate, die an viele gehen. Ich kann das Gefühl der Wertschätzung aber schon nachvollziehen. Mittlerweile ist mir das klar geworden. Obwohl mir die Wechsel jeweils gelegen kamen, waren sie im nachhinein nichts für mich. Meinen jetztigen Job verdanken ich einem Kontakt, mit dem ich vor meiner Beratungszeit gearbeitet habe und der fachlich einiges von mir hält.

Vielleicht also lieber schnell wechseln, weiter hart arbeiten (höhere Effektivität erreichen), um ggfs. nochmal zu wechseln. Das ware Netzwerk ist nicht LinkedIn oder Xing.

Werde Dir klar, was Du willst: mehr Geld oder eher gleich viel Geld, weniger Arbeitszeit und mehr Freizeit, mehr Verantwortung, etc. In der Regel ist nicht alles gleichzeitig drin.

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

Ich hatte wie du bereits nach den ersten 3 Monaten diesen Gedanken und bin deswegen zum Ende der Probezeit bereits gegangen. Arbeite jetzt in einem TU eines DAX30 Konzerns und bin viel glücklicher - hauptsächlich wegen der besseren Arbeitszeiten, aber zudem gibt es sogar mehr Gehalt (auch wenn die Entwicklung hier wohl nicht so gut wie in der Beratung sein wird.)

Was ich aber eigentlich hiermit sagen möchte: Ich glaube viele vergessen immer, dass die Probezeit für beide Seiten eine Probezeit ist und man sich auch als Arbeitnehmer dann gegen die Stelle entscheiden kann, auch wenn das etwas riskant erscheinen mag.

WiWi Gast schrieb am 12.04.2019:

Hallo Forum,

ich wollte euch mal fragen, wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist? Und damit meine ich nicht das "ich will hier nicht alt werden" Gefühl das jeder in der Branche hat und Sonntag ganz besonders, sondern konkret, wann habt ihr Initiative in Form von Bewerbungen, Headhunter, etc. ergriffen oder habt ihr euch zurückgelehnt, auf die richtige Xing Anfrage gewartet und dann zugegriffen?

Zu mir, habe mir eigentlich schon in den ersten 3 Monate gedacht, hier will ich so schnell wie möglich weg, jetzt sind es jedoch bereits +6 Jahre und noch kein Ende in Sicht. Der Gedanke endlich aufzuhören und wieder Freizeit zu haben geistert mir fast täglich durch den Kopf (mal mehr mal weniger), jedoch ist das System der Karotten ala hier noch eine Fortbildung, da noch ein interessantes Projekt mitnehmen, Beförderung, etc. bei mir sehr ausgeprägt. Vor gut 1 Jahr wurde ich zum Manager befördert und dachte mir "2 Jahre im Lebenslauf, dann kannst du gehen", jetzt hatte ich ein Gespräch mit dem Partner wo mir wieder der Senior Manager in Aussicht gestellt wurde... Warte ich hier zu lange bzw. auf den perfekten Exit?

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

Ich stelle es fest, wenn ich nichts neues mehr lernen kann, es keine Perspektiven gibt (keine Gehaltssteigerungen, keine Fortbildungen, keine Projekte, keine Beförderung etc). Oft werden sogar die Motivation und Initiative nicht gerne gesehen.

Bei einer Firma wusste ich es leider direkt am ersten Tag- es lag aber nur an den Tätigkeiten, die laut Stellenbeschreibung und ebenfalls dem VG ganz anders dargestellt wurden.
Man hat einfach ein komisches Gefühl.

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WiWi Gast

Wann habt ihr gewusst das es Zeit für den Exit ist?

Ich denke den "perfekten Exit" gibt es nicht. Es ist eine Prioritätenfrage, die jeder für sich beantworten muss. 70-80% der Leute in der Beratung bleiben nur 2-3 Jahre, danach wechseln sie. Und offen gesagt lernt man den größten Teil auch in der Zeit, danach flacht die Lernkurve ab und woanders gibt es dann (teilweise) wesentlich bessere Konditionen. Ob es nun mehr Gehalt, weniger Arbeitszeit, weniger Stress oder eine Branche die einen richtig interessiert - ist. Der Sprung wird nach 2-3 Jahren auch am interessantesten, da kann man schon mal 30% mehr erhalten. Je länger man bleibt, desto weniger interessant kann ein Abwerbeangebot sein. Du hast es ja selber geschrieben, dass du nur teilweise gute Angebote hattest. Also fällt bei Dir der Gehaltspart wohl weg.

Letzten Endes war es bei mir so, dass ich von Anfang an gesagt habe, Consulting für die erste Zeit für die Lernkurve und dann weg. Gegangen bin ich schließlich, weil mein damaliger Chef selbst gegangen ist und es im Jahr darauf immer schlechter wurde. Und als ich dann die Klippe hab kommen sehen, bin ich abgesprungen. Damals das erstbeste Angebot angenommen und das war keine so kluge Entscheidung. Im neuen Unternehmen wusste ich seit Tag 1, dass es ein Fehler war und umgeschaut habe ich mich sofort und auch täglich. Mittlerweile eine neue Position in einem anderen Unternehmen und hier bisher wirklich zufrieden.

Es kommt also wirklich auf einen selbst an. Meiner Meinung nach ist der Mix aus Gehalt, Entwicklungspotential, Spaß an der Arbeit und das Umfeld besonders wichtig. Ist dieses in einer gesunden Balance bzw. für Dich zufriedenstellend, dann ist es das Richtige. Sind 2-3 Faktoren aus Deiner Sicht schlecht, dann solltest Du Dich mit einem Wechsel beschäftigen.

Versuche dabei immer zu betrachten, ob Du gerade auf hohem Niveau meckerst oder ob es tatsächlich für Dich noch eine weitaus bessere Alternative woanders gibt. Meckern tut jeder, aber solange es Meckern auf hohem Niveau ist, sollte es eher als Optimierungspotential gesehen werden :)

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