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Jobwechsel & ExitMinisterium

Wechsel aus Ministerium in kleine UB

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WiWi Gast

Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Ich arbeite momentan in einem Landesministerium. Die Arbeit macht mir nicht wirklich Spaß. Jetzt habe ich die Möglichkeit in einer kleinen UB anzufangen. Die zahlen zwar zu Beginn schlechter, aber die Entwicklungsmöglichkeiten sind vorhanden. Jetzt stehe ich vor einem Entscheidungsproblem:
Ministerium:

  • sicherer Job / entspanntes Leben
  • momentan A13, auf jeden Fall irgendwann A15 (85.000 ? als Single)
  • keine wirkliche Freude an der Arbeit / das Gefühl nicht seinen Träumen nachzugehen
  • geringe Aufstiegschancen
  • Angst, irgendwann im System gefangen zu sein

UB

  • Freude an der Arbeit
  • Eigenverantwortliches und kreativeres Arbeiten
  • Gehaltsentwicklung / Lernkurve
  • zu Beginn weniger Gehalt
  • Arbeitszeiten / Druck

Ich bin 31 und VWLer. Bislang keine Erfahrung in der freien Wirtschaft.
Was würdet ihr tun?

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Hast du keine Hobbys? Ich würde mich meinen Hobbys widmen und die ausreichende Freizeit dafür nutzen. Es gibt bestimmt sehr viele Absolventen, die mit dir tauschen würden. Träume sind Schäume! Was ist, wenn es dir in der UB nicht gefällt? Oder deine Träume nicht wahr werden? Dann kannst du auch nicht mehr zurück. Eigenverantwortliches und kreatives Arbeiten?!?!? Was stellst du dir denn darunter vor?

Allein schon wegen dem niedrigeren Anfangsgehalt und den langen Arbeitszeiten würde ich an deiner Stelle nicht bei einer UB anfangen.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Würde mal sagen, dass du die "Beamten-Mentalität" schon bewusst / unterbewusst schon längst verinnerlichst hast und einen extreme Kulturschock, a.) allgemein in der freien Wirtschaft und dann noch b.) bei einer UB, haben wirst.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Erstmal solltest du dich fragen, warum du keine Freude hast. So hat es doch nicht angefangen oder? Was ist passiert?

Wenn es dir aber ohne Chance auf Besserung keinen Spaß macht, dann wechsle. Geld wiegt nicht alles auf und schon gar nicht 30 Jahre was zu machen, was man nicht wirklich will.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Ich würde die Ministeriumskarriere wählen. Ist aber sehr subjektiv. Hauptsächlich wegen der Sicherheit und der Ruhe.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

  • Freude an der Arbeit
    • Eigenverantwortliches und kreativeres Arbeiten
    • Gehaltsentwicklung / Lernkurve
    • zu Beginn weniger Gehalt
    • Arbeitszeiten / Druck

woher weißt Du, dass Du bei einer UB all die positiven Punkte bekommst? Insbes. bei Gehalt würd ich mir da keine rosigen Vorstellungen machen. Bis Du Netto das rauskriegst, was Du jetzt auf A13 verdienst, musst Du noch mal ein paar Jahre buckeln. Von A15 Nettoäquivalent ganz zu schweigen.

Ich würd mich für ein halbes Jahr beurlauben lassen (das geht mit Sicherheit in dem Ministerium), evtl. auch unbezahlt, und dann ein Praktikum oder ähnliches machen.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Die ersten zwei Pluspunkte, die du bei einer UB eingetragen hast, treffen meist nicht zu. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Die Beurteilung der "Lernkurve" ist ebenfalls fraglich. Lernkurve in Bezug zu was ? An deiner Stelle würde ich das nochmal hinterfragen.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

bleib im Ministerium! Kannst dich ja nebenbei selbstständig machen und dich selbstverwirklichen.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Was ist Sicherheit und ein relativ gutes Gehalt Wert?
Als Beamter hat man zwar Sicherheit, aber ist es das Wert, wenn man sich in der Hierarchie gefangen fühlt?
Und 85.000 als A15 hat man nach vielleicht 10 Jahren. Das sollte in der freien Wirtschaft doch auch drin sein.
Und wenn es weniger werden, ist es doch auch nicht schlimm. Es reicht allemal zum Leben.
Ich glaub, dass schlimmste was einem passieren kann, ist dass man eines Tages wach wird und man das Gefühl hat, nicht das zu machen, was einem wirklich Spaß macht.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Es ist egal, was du tust, hauptsache ist, es macht dich glücklich.
Man kann die Zukunft nicht vorhersagen, aber man sollte ihr vertrauen. Folge deinem inneren Kompass. Du wirst überrascht sein, wohin er dich führt.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

85k brutto als Beamter entsprechen aber ca 100k brutto als "normaler" Angestellter. Das ist schon nochmal ne andere Hausnummer.

Was für immense Zulagen muss es da in A15 überhaupt geben, um die genannten 85k zu erreichen?
Laut kurzer Recherche ist A15 ohne Zulagen auf maximaler Stufe knapp 72k im Jahr im Bund. Landesbeamte, wie der TE, werden wohl kaum mehr bekommen, eher (deutlich) weniger.

Lounge Gast schrieb:

Und 85.000 als A15 hat man nach vielleicht 10 Jahren. Das
sollte in der freien Wirtschaft doch auch drin sein.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Die 85k sind wohl schon auf ein "normales" Gehalt umgerechnet, aber immer noch etwas zu hoch. Als A15 bekommt man als Single in NRW netto zwischen 3165 und 3749 ?, hiervon muss noch die PKV bezahlt werden (etwa 200 ?). Wenn man dann noch verheiratet ist und Kinder hat erhöht sich die Summe noch etwas. also 80k sollten in der freien Wirtschaft auf jeden Fall drin sein.
Wenn man es bis zum Referatsleiter schaffen sollte, dann könnte u.U. die Wirtschaft den Vergleich verlieren. Aber Geld ist nicht alles.
Fühlt sich der TE wohl in seinem Beruf? Hat er das Gefühl, dass er auf dem richtigen Weg ist?

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Problem im Staatsdienst im Vergleich zu Großkonzernen:
Du MUSST bis 67 arbeiten da dein AG Staat für den Pensionär ca 67% des Einkommens weiterbezahlt. In der freien Wirtschaft ist das UN froh den alten und teueren Mitarbeiter früher mit einer Abfindung in den Vorruhestand zu schicken.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Mach auf jeden Fall einen Wechsel, wenn du das willst! Das Gehalt wird so oder so reichen, aber die Stunden die du täglich unglücklich bist... kannst du nie wieder zurück holen!

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Die große Preisfrage ist: Wärst du in der Beratung glücklicher?
Gerade dort ist man unglaublich in Hierarchien eingebunden:
Junior, Senior, Mgr, S. Mgr... und es gilt up or out. für die kunden bist du nur ein zeitarbeiter (und zwar einer an den man mit verachtung jeden schrott abdrückt oder ignoriert), deine chefs geben den druck direkt weiter und vor alllem: Was nach 5 jahren wenn du nicht partner wirst: du musst dich komplett auf dem arbeitsmarkt neu umschauen.
überleg es dir gut ob es dir nicht einfach nur auf dem ministerium zu gut geht...

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

"85k sollten in der freien Wirtschaft wohl drin sein." Das ist eine sehr amüsante Aussage. Selbst Manager mit 30-40 Direktunterstellungen kommen in DAX Unternehmen nicht auf solche Einkommen - zumindest nicht wenn Sie in den letzten Jahren eingesteigen sind. Altverträge einmal davon ausgenommen. Wer eine solche Position in einem Ministerium inne hat, kann gerne mit meiner "Karriere" und Funktion als "Führungskraft" tauschen!

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Wichtige Aspekte seitens des Vorposters! Ist Dir Deine Freizeit wirklich so wenig wert, dass Du Dich in eine Knochenmühle begeben willst? Unter der Woche würdest Du außer der Arbeit nichts mehr planen können.
Und das Ammenmärchen vom Exit nach 5 Jahren in einen Job mit 100k und 40h-Woche bitte nicht glauben.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Aber ebenfalls amüsant ist das Argument mit dem Rentealter ... das mag zwar vielleicht Stand heute gelten, aber in über 30 Jahren wird sich einiges verändern. Ob es da immer noch Packages für Privatangestellte geben wird, ist sehr fraglich. Ob es dann überhaupt noch eine nennenswerte Pension gibt, ist da eher die Frage.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Bleibe im Ministerium. Andere würden sich die Finger danach lecken. Erst recht, falls du vor hast, irgendwann mal eine Familie zu gründen.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Eben. Wenn man Familie plant, dann ist so ein Job im Ministerium genial. Die Eintönigkeit im Job kann man dann im Familienleben ausgleichen.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Hier der TE:
Ja, die Sicherheit ist gut; geregelte Arbeitszeiten sind gut; das Gehalt ist auch nicht schlecht.
Aber ich habe ständig das Gefühl, dass ich etwas mache, was nicht zu mir passt. Ich denke ständig daran, dass ich eigentlich etwas ganz anderes machen will. Ich fühle mich in der Hierarchie gefangen. Und bin am überlegen, wie ich aus dem "Gefängnis" rauskomme.
Vielleicht ist UB nicht das Beste. Aber welche Exit-Möglichkeiten in die Wirtschaft aus einem Ministerium gibt es denn noch?

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Wenn Du gehen willst, musst Du schnell raus. Sonst nimmt Deine Altersversorgung erheblichen Schaden. Als Beamter wirst Du nur zu Deinem niedrigen Bruttogehalt in der Rentenversicherung nachversichert. Du bekommst keine betriebliche Altersversorgung wie die Angestellten.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Dass Du keine Erfahrung in der freien Wirtschaft hast, zeigt sich schon allein an der Erwartung, in einer Beratung kreativ und eigenverantwortlich arbeiten zu können. Spätestens wenn Du zum Xsten Mal die PPT "kreativ" an aktuelle Aufträge anpasst, indem Du Unternehmenslogos austauschst und zum 100sten Mal spät am Abend auf plötzlichen Wunsch des Kunden (den der hat ja immer recht, auch bei absoluter Beratungsresistenz) alles in die Tonne klopfst, wirst Du Dich nach Deinem Ministerium zurücksehnen! Im übrigen ist der Weg eher umgekehrt: Drei Jahre in der Beratung Erfahrungen sammeln und dann ab in die öffentliche Verwaltung mit der Hälfte der Arbeitszeit bei viel (!) besserer Bezahlung. Mal abgesehen davon, dass Dich Dein Denken in Aktenvorgängen in der Wirtschaft mal überhaupt nicht weiterbringt: Hier zählt nicht die korrekte Leiter nach oben, die ein abgezeichneter Vorgang absolvieren muss, sondern das Ergebnis, hier jetzt sofort!

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Hier der TE:
Das ist es ja, was mich so aufregt. Der korrekte Weg, den ein abgezeichneter Vorgang gehen muss. Ich sitze in meinem Büro, bearbeite meine Sachen und schicke sie die Leiter hoch. Ich möchte aber viel lieber selber direkt an der Front stehen und rumrödeln. Daher meine Wechselabsicht. Und soviel besser ist die Bezahlung ja nun auch nicht.
Was wären denn andere Exit-Optionen?
Das Geld ist mir nicht so wichtig. Wie schon ein Vorposter gesagt hat, die Zeit, die ich unglücklich im Büro verbringe, kann man nicht zurückholen.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

hör nicht auf die anderen, hör auf dein herz. beim anderen ist das grün immer grüner. aus der distanz würde jeder behaupten: beamtenjob geile sache! ruhe kugel schieben und so. typisch deutsch. risikoscheu und lieber die 0,3% bei der sparkasse mitnehmen als mit aktien handeln..

wir sind(werden) das, was wir tun. manchmal ist das eine große diskrepanz zwischen dem, was wir am liebsten sein würden..am ende wirst du dich fragen, hab ich wirklich gelebt? dann ist es leider zu spät..

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Ich kenne ja jetzt nicht die genaue Ausgestaltung deines Jobs, aber als VWLer kann man zB in Banken anfangen, in der EZB, im Research und in generell allem wo auch BWLer arbeiten. Kommt halt auf dein jetziges Profil an, was da die konkreten Aufgaben sind.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Nee, das hat nichts mit Risikoscheue zu tun, sondern mit der Realität! Ich kenne nun zufällig beide Seiten (Beratung, Ministerium) ziemlich genau und ich kann mich nur wiederholen, dass niemand freiwillig vom Ministerium in die Beratung zurückwechseln würde, der schon einmal dort gearbeitet hat. Vielmehr fragen sich die meisten in der Rückschau, wie sie es so lange in der Beratung ausgehalten haben. Aber ist klar, wenn man einfach so seinen Senf mit Allgemeinplätzen dazugibt, kann man natürlich keine profunde Begründung abgeben, außer denjenigen Feigheit oder übertriebenes Sicherheitsdenken zu unterstellen...

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Aber was gibt einem mehr?
40 Stunden in einem Job, den man hasst oder 60 Stunden mit einer Beschäftigung, die einem Spaß macht?

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Ist das so? Macht das Spaß? Wenn das so wäre, dann verstehe ich nicht, warum 99% der Berater schon nach 1-2 Jahren so scharf auf den Absprung beim Kunden und die "langweilige" 40-Stunden-Woche sind.

Lounge Gast schrieb:

Aber was gibt einem mehr?
40 Stunden in einem Job, den man hasst oder 60 Stunden mit
einer Beschäftigung, die einem Spaß macht?

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Berater sein ist so:
Die ersten 40 Stunden der Woche sind definitiv spannender und gehen schneller rum als beim Sesselpupserjob.

Die nächsten 20 Stunden sind typabhängig:

1.) Du realisiert, dass du dich gerade aufopferst und im Idealfall auch noch die Überstunden mit deiner Standardvergütung abgegolten sind, quälst dich aber trotzdem durch

2.) Du kannst es auf wundersame Art und Weise ausblenden, weil du dich eh schon von Familie, Freunden, Freizeit und Hobbies distanziert hast und mit den Kollegen als Familie und dem Büro als zu Hause identifiziert hast

Dennoch kann es eine gute Erfahrung sein, die dein Leben bereichert. Wenn du also wirklich den Wunsch verspürst, würde ich die Chance, in die Beratung zu gehen, auf keinen Fall verstreichen lassen. Denn oft ist es so: Wovon man träumt und was man mal machen möchte, es aber nie in die Realität umsetzt - egal wie gut oder schlecht es letztendlich geworden ist: Es wird dich ein Leben lang verfolgen und du wirst dich ärgern, es nie getan zu haben!

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Hier der TE:
Was mich im Ministerium am meisten stört, ist die Tatsache, dass mein Leben schon so verplant ausschaut. Ich werde bis zur Pension immer in das gleiche Gebäude gehen und bis zur Pension als Referent mein Dasein fristen. Das kann es doch noch nicht gewesen sein.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Hallo TE,

auch im Ministerium kann sich doch was ändern, z. B. dass die Ministerien anders zugeschnitten werden und sich allein dadurch dein Aufgabengebiet verändert.

Vielleicht besteht ja sogar die Möglichkeit, mal in ein anderes Ministerium oder in eine Oberbehörde (Bundesamt) zu wechseln.

Und Aufstiegsmöglichkeiten gibt es im ÖD doch auch, vielleicht dauert es etwas länger und ist an formale Kriterien gebunden. Ich wäre jedenfalls vorsichtig, wenn ein Unternehmen dir tolle Aufstiegschancen verspricht. Die mag es grundsätzlich natürlich geben (wie überall), aber von alleine passiert da auch nichts.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

TE:
Ich würde mich nach einer anderen Stelle im öffentlichen Dienst umschauen, evtl. in einer anderen Stadt, auf jedenfall in einem anderen Bereich und mit anderen Aufgaben.

Nicht alle Stellen sind gleich eintönig und nicht überall ist man in Hierarchien gefangen.
Einem Kollegen von mir macht es sehr viel Spass. Wenn ich mit der Doktorarbeit fertig bin, werde ich auf jeden Fall auch versuchen im öffentlichen Dienst unterzukommen.

Daneben hilft es sicher auch seine freie Zeit für Fortbildungen oder ähnliches zu nutzen und sich coole Hobbies zu suchen oder vielleicht nebenbei nochmal etwas ganz Neues lernen (ich mache zB gerade eine Fitnesstrainerausbildung, später mit 40 will ich nochmal nebenher studieren).

Ansonsten kann ich nur wiederholen was die anderen Kommentatoren schon gesagt haben.
Auf keinen Fall würde ich bei einer No-Name-Beratung mit miesem Gehalt anfangen.
Und auf jeden Fall musst du dich von der Wunschvorstellung verabschieden, Berater oder allgemein Leute, die in der Privatwirtschaft arbeiten, hätten kreative Berufe mit viel Eigenverantwortung.
Genau das Gegenteil ist meistens der Fall.
Es gibt zB nicht schlimmeres als 3mal am Tag in irgendwelchen Meetings zu sitzen, wo nur um den heissen Brei geredet wird.
Da lobe ich mir die Hierarchien im Staatsdienst, wo alles seinen genauen Gang geht.

MACH DIE AUGEN AUF. So wie du es dir vorstellt, ist die Realität in der Privatwirtschaft nicht.

Du wirst den Wechsel zu einer No-Name-beratung sicher irgendwann bereuen und bist in zwei Jahren wieder an dem Punkt, an dem du jetzt bist!

antworten
WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Das Problem des TE ist ja, dass er im ÖD schon da untergekommen ist, wo die Aufstiegschancen optimal sind. Die A15 ist ihm nach spätestens 10 Jahren sicher, wenn er ordentliche Leistung bringt. In allen anderen Bereichen der Verwaltung ist es eher schwer nach A15 zu kommen. Da gehen einige auch mit A14 in Pension. Wenn ihm der Job aber gar keinen Spass macht, kann er sogar krank werden. Alles schon da gewesen!

Lounge Gast schrieb:

TE:
Ich würde mich nach einer anderen Stelle im öffentlichen
Dienst umschauen, evtl. in einer anderen Stadt, auf jedenfall
in einem anderen Bereich und mit anderen Aufgaben.

Nicht alle Stellen sind gleich eintönig und nicht überall ist
man in Hierarchien gefangen.
Einem Kollegen von mir macht es sehr viel Spass. Wenn ich mit
der Doktorarbeit fertig bin, werde ich auf jeden Fall auch
versuchen im öffentlichen Dienst unterzukommen.

Daneben hilft es sicher auch seine freie Zeit für
Fortbildungen oder ähnliches zu nutzen und sich coole Hobbies
zu suchen oder vielleicht nebenbei nochmal etwas ganz Neues
lernen (ich mache zB gerade eine Fitnesstrainerausbildung,
später mit 40 will ich nochmal nebenher studieren).

Ansonsten kann ich nur wiederholen was die anderen
Kommentatoren schon gesagt haben.
Auf keinen Fall würde ich bei einer No-Name-Beratung mit
miesem Gehalt anfangen.
Und auf jeden Fall musst du dich von der Wunschvorstellung
verabschieden, Berater oder allgemein Leute, die in der
Privatwirtschaft arbeiten, hätten kreative Berufe mit viel
Eigenverantwortung.
Genau das Gegenteil ist meistens der Fall.
Es gibt zB nicht schlimmeres als 3mal am Tag in irgendwelchen
Meetings zu sitzen, wo nur um den heissen Brei geredet wird.
Da lobe ich mir die Hierarchien im Staatsdienst, wo alles
seinen genauen Gang geht.

MACH DIE AUGEN AUF. So wie du es dir vorstellt, ist die
Realität in der Privatwirtschaft nicht.

Du wirst den Wechsel zu einer No-Name-beratung sicher
irgendwann bereuen und bist in zwei Jahren wieder an dem
Punkt, an dem du jetzt bist!

antworten
WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Man muss ja auch bedenken: Wenn sogar A15 möglich ist, dann ist das schon sehr gut. A15 ist das Gehalt was zum Teil Behördenleiter (z. B. Kanzler von kleineren Fachhochschulen) haben. Und die diversen Vorteile als Beamter (man denke nur an die immer noch völlig unverhältnismäßige Pension und die Jobsicherheit) sind Gold wert.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Lounge Gast schrieb:

Das Problem des TE ist ja, dass er im ÖD schon da
untergekommen ist, wo die Aufstiegschancen optimal sind. Die
A15 ist ihm nach spätestens 10 Jahren sicher, wenn er
ordentliche Leistung bringt. In allen anderen Bereichen der
Verwaltung ist es eher schwer nach A15 zu kommen. Da gehen
einige auch mit A14 in Pension. Wenn ihm der Job aber gar
keinen Spass macht, kann er sogar krank werden. Alles schon

Er kann auch krank werden, wenn er merkt, dass der Beraterjob auch nicht das gelbe vom Ei ist.

Zu dem Gehalt im öd:
Du sagst es ja selbst: ein interessanter Job ist wichtiger als die höchste Gehaltsstufe.
Der öd bietet noch viele andere Vorteile, auch wenn man nicht die höchste Gehaltsstufe erreicht.
Und der Vorteil bei ihn ist: wenn man mal drin ist, sollte es einfacher sein innerhalb des öd zu wechseln. Wer sagt denn das man immer dieselbe Aufgabe bis zu seinem Lebensende machen muss?
Ein Kumpel arbeitet in der Uni-Verwaltung, wo sie zb Vitamin b zum Ministerium haben und umgekehrt.
Ansonsten: Stellenmarkt bei zeit regelmäßig durchschauen.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Dass da überhaupt jemand drüber nachdenkt. Diese Entscheidung würde er zu 90 % bereuen und später als größten Fehler seines Lebens einstufen.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

A15 sollte auch in der freien Wirtschaft drin sein. Man tut hier immer so als ob man im ÖD / als Beamter so richtig fett Kohle verdient. Die Kohle verdient man in der freien Wirtschaft.
Ob die Pension in 30 Jahren noch so hoch sind, ist eine andere Frage. Darauf würde ich mich nicht verlassen.
Der TE sollte sich mal sein Wunschleben vor Augen führen und gucken, welcher Weg (ÖD oder Beratung) den größten Deckungsgrad hat.
Wenn man gut qualifiziert ist und man Berufserfahrung hat, findet man immer was adäquates.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

@TE

Du bist 31. Hast du Familie oder planst du welche? Falls du beide Fragen mit Ja beantwortest, dann erübrigt sich jede Diskussionen um einen Wechsel zu einer Beratung.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

zum monetären aspekt: a15 im ministerium bedeutet auch hauptstadt eines bundeslandes. wenn es wiesbaden, muc, stuggi ist, dann kann man das gehalt locker als akademiker in der industrie verdienen. aber in sachsen oder schleswig sieht das ganz anders aus.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Damit hast Du absolut recht! Als Single in Wiesbaden mit A15 bist Du eher auch ein armes Schwein, ein Ehepaar mit zweimal A15 kann aber sehr gut davon leben! Außerhalb der Landesministerien gibt es die A15 auch noch in Bundesoberbehörden und bei der Landespolizei.

Lounge Gast schrieb:

zum monetären aspekt: a15 im ministerium bedeutet auch
hauptstadt eines bundeslandes. wenn es wiesbaden, muc, stuggi
ist, dann kann man das gehalt locker als akademiker in der
industrie verdienen. aber in sachsen oder schleswig sieht das
ganz anders aus.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Hallo TE,

ich habe den Wechsel aus einem Beamtenverhältnis in die freie Wirtschaft vollzogen. Ich habe dazwischen sogar noch einmal stufiert, bin also ohne festen job gegangnen. Ich war allerdings 23 und nur im gehobenen Dienst. Ich bin jetzt auch nicht bei einer UB, sondern in einem Dax30 Konzern. Ich für mich kann nur sagen, dass das die beste berufliche Entscheidung meines Lebens war. Dieses Behördendenken, ausgebremst wrden, den Dienstweg einhalten, das haben wir aber immer schon so gemacht, usw.. Hat mich völlig demotiviert. Ich kann das gut verstehen, dass man da weg will!

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Der TE möchte gerne in die freie Wirtschaft wechseln. Das ist sicherlich verständlich. Der Beamtenstatus hat Vor- und Nachteile und Millonen Bundesbürger werden auch in der freien Wirtschaft glücklich.
Wie kann er den Absprung schaffen? Bislang hat er wohl wenig Fähigkeiten erworben, die er in der freien Wirtschaft sofort einbringen kann. Er muss also erstmal wieder was lernen. Von daher bittet die UB sicherlich ein gutes Sprungbrett.
Die Alternative wäre, dass er die UB sausen lässt und sich was adäquates in der Industrie sucht. Aber was sind seine Fähigkeiten?

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Aus Erfahrung rate ich zum Wechsel!

Habe in meinem Umfeld (Bundesbehörde) schon so viele unglückliche Kollegen getroffen, die mit den Strukturen/Entscheidungswegen etc. einfach nicht klarkommen. Die Kollegen haben dann zwar ein ordentliches Gehalt, sind aber täglich unglücklich. Man verbingt fast den ganzen Tag und fast das ganze aktive Leben im Beruf. Daher ist absolut wichtig, dass der auch Freude und Motivation bringt.

Depressionen, Bore-Out, Burn-Out... hab ich hier schon alles gesehen. Dann wird's auch mit A 15 nichts, weil auf dauer eben doch die Arbeit leidet.

Wage den Absprung und hab ein bisschen Selbstvertrauen! Es gibt viele Beispiele, wo es super geklappt hat!

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Hi,

ich stehe vor einer ähnlichen Situation. Abschluß VWL-Studium und habe mich einfach mal breit beworben. Jetzt kann ich in ein Bundesministerium (mit Verbeamtung) oder in einem DAX30-Konzern anfangen.
Für was würdet ihr euch mit welchen Argumenten entscheiden? Wie schätzt ihr die Gehaltsentwicklung bei DAX30 ein? Sind 100k irgendwann drin?

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Nach welcher Zeit kannst Du im Ministerium Beamter auf Probe werden? Oder musst Du vorher ein Referendariat ableisten? 100k sind bei Dax30 auch ohne Führungsverantwortung möglich, in einem Ministerium definitv nicht.

Lounge Gast schrieb:

Hi,

ich stehe vor einer ähnlichen Situation. Abschluß VWL-Studium
und habe mich einfach mal breit beworben. Jetzt kann ich in
ein Bundesministerium (mit Verbeamtung) oder in einem
DAX30-Konzern anfangen.
Für was würdet ihr euch mit welchen Argumenten entscheiden?
Wie schätzt ihr die Gehaltsentwicklung bei DAX30 ein? Sind
100k irgendwann drin?

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Vor allem: wie sehen die Wechselmöglichkeiten nach ein paar Jahren Ministerium aus??

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Beamter auf Probe nach einem Jahr.
Ich sehe mich eher als Projektkoordinator, als jemand der projektorientiert arbeiten möchte.
Problematisch finde ich es nur, dass ich mich nicht unbedingt mit dem Produkt identifiziere. Da finde ich allgemeine Wirtschaftspolitik schon spannender. Aber die Prozesse im Ministerium schrecken mich etwas ab.
Wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass man bei DAX30 in 100k rutscht?

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DAX Einkäufer

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

"Ich stehe vor einer ähnlichen Situation. Abschluß VWL-Studium und habe mich einfach mal breit beworben. Jetzt kann ich in ein Bundesministerium (mit Verbeamtung) oder in einem DAX30-Konzern anfangen.

Für was würdet ihr euch mit welchen Argumenten entscheiden? Wie schätzt ihr die Gehaltsentwicklung bei DAX30 ein? Sind 100k irgendwann drin?"

Zunächst mal wundert es mich, dass Du als allererstes die Gehaltsfrage stellst und dann mit einer willkürlichen Marke von 100.000 Euro pro Jahr brutto. Denn wenn es Dir nur ums Geld geht, dann musst Du bei der Verbeamtung immer auch die Pensionszusage, das Thema Krankenversicherung und die Sozialversicherungsbeiträge in die Rechnung mit einbeziehen. Am Ende verdienen Beamte wie Dax30-Mitarbeiter sicherlich beide gut und nagen nicht am Hungertuch.

Bei der Perspektive "kann ich 100.000 Euro erreichen" solltest Du bei Dax30 unterscheiden zwischen einer normalen Sachbearbeiterkarriere (die gute Gehälter erreichen kann, aus denen durch jährliche Tariferhöhungen wiederum auch irgendwann 100.000 Euro werden können) und Führungskarrieren, die Dich theoretisch bis zum Vorstand bringen können (spätestens hier sollte die Marke von 100.000 Euro dann bereits hinter Dir liegen).

In beiden Fällen hängt es davon ab, dass Du im jeweiligen System und seinen Anforderungen zurecht kommst und über die nötige geistige Mobilität verfügst, Dich den jeweiligen Herausforderungen zu stellen. Garantierte Karrieren gibt es nirgends. Auch Beamte können scheitern.

antworten
WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Ich habe das Netto-Beamten-Gehalt und die Pensionszusage schon berücksichtigt. Deswegen habe ich ja einen Betrag von 100.000 ? genannt. Hiermit verdiene ich netto mehr als ein Beamte, kann also die Differenz zur Pension privat ausgleichen und ich besitze noch eine Risikoprämie für die fehlende Unkündbarkeit.

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Ich würde nach der Promotion sehr gerne in einem Ministerium anfangen. Meine Schwerpunkt ist Umwelt-/ Ressourcenökonomie, also wäre BMWi ideal.

Sorge macht mir nur, ob einem der Weg ins Ministerium und ÖD nicht den Weg in die freie Wirtschaft verbaut: Wenn ich nach sagen wir 5 Jahren mit Mitte Dreissig zu einer Beratung, einer Bank oder einem DAX30 Unternehmen will, welche Chancen habe ich da gegenüber Leuten, die genau dort bereits Berufserfahrung, Kontakte etc haben? Wie könnte so ein Wechsel verlaufen und welche Risiken gibt es? Gibt es sowas wie einen negativen "ÖD Stempel"?

Ich würde gerne ins Ministerium, da ich thematisch interessante und politische Probleme bearbeiten und zu deren Lösung beintragen kann, was für meine Motivation sehr wichtig ist. Aber ich will mir die Option Wirtschaft nicht verbauen.

antworten
WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Wechsel von Ministerium in freie Wirtschaft eher unüblich.
Wenn du wechselst, dann im gleichen Bereich. Wenn du also vorher Energiepolitik gemacht hast, geht es zu einem Versorger und dort in die Regulierungs- und Politikabteilung.
Wenn du Konjunkturbeobachtung und -analysen gemacht hast, geht es in die volkswirtschaftliche Abteilung eines Unternehmens.
Ein Wechsels ins Controlling oder so ist dann eher unüblich.

Von daher sollte man vielleicht vorher zwei, drei Jahre in der Wirtschaft gearbeitet haben. Dann sollte ein Wechsel vom Ministerium zurück in die Wirtschaft leichter fallen.

In einem Ministerium ist das freie Denken oftmals jedoch nciht erwünscht. Da wird alles von oben vorgegeben, so dass man nicht versucht, Probleme zu lösen, sondern Vorgaben umzusetzen.

antworten
WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Wechsel von Ministerium in freie Wirtschaft eher unüblich.

Und andersrum? Z.B. vom Vetrieb oder Strategieabeilung eines Versorgers ins BMU?

antworten
WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Beim BMU kenne ich mich nicht aus. Im BMF ist es aber durchaus üblich, dass man vorher in der freien Wirtschaft gearbeitet hat.

Lounge Gast schrieb:

Wechsel von Ministerium in freie Wirtschaft eher unüblich.

Und andersrum? Z.B. vom Vetrieb oder Strategieabeilung eines
Versorgers ins BMU?

antworten
WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Mich interessiert ja insbesondere das BMWi. Da wäre eben gut zu wissen, inwiefern ein direkter Einsteig nach dem Doktor besser ist, als ein Einsteig nach 3-5 Jahren in der Wirtschaft? Insb. wie das die Chancen zur Verbeamtung beeinflusst?

Lounge Gast schrieb:

Beim BMU kenne ich mich nicht aus. Im BMF ist es aber
durchaus üblich, dass man vorher in der freien Wirtschaft
gearbeitet hat.

antworten
WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Der Dr.-Titel ist im öD natürlich sehr gern gesehen. Insbesondere in den Bundesministerien ist die promovierten Rate sehr hoch. Aber: Hinsichtlich der Verbeamtung ist das kein Kriterium. Hier geht es um den richtigen Abschluss für deine Laufbahngruppe. BWL/VWL (Uni Dipl. oder Master) passt für BMWi schon. Voraussetzung für eine Verbeamtung ist in jedem Fall eine unbefristete Anstellung (leider in den Ministerium immer seltener der Fall...).

Ob nun vorher freie Wirtschaft oder Promotion besser ist, kann ich nicht beurteilen. Eine Promotion als Einstellungskriterium habe ich noch nicht gelesen - Berufserfahrung aber schon (ich glaub, das war auch das BMWi).

Wegen der sehr geringen Anzahl an offenen Stellen (und dem hohen Andrang auf diese) würde ich mich nicht voll auf den öD konzentrieren. Ich bin nach dem VWL-Studium auch erst einmal in die Beratung gegangen und habe ich mich dann immer wieder beworben. Beim vierten Anlauf hat's dann geklappt.

Lounge Gast schrieb:

Mich interessiert ja insbesondere das BMWi. Da wäre eben gut
zu wissen, inwiefern ein direkter Einsteig nach dem Doktor
besser ist, als ein Einsteig nach 3-5 Jahren in der
Wirtschaft? Insb. wie das die Chancen zur Verbeamtung
beeinflusst?

Lounge Gast schrieb:

Beim BMU kenne ich mich nicht aus. Im BMF ist es aber
durchaus üblich, dass man vorher in der freien Wirtschaft
gearbeitet hat.

antworten
WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Also ein Wechsel aus der Wirtschaft ins BMF kommt eher vor, als andersrum? Ist das evtl. eine Besonderheit des BMF und anderer wirtschaftsnaher Minsterien?

Ich hoffe Du bist zufrieden mit dem Wechsel! Diesen Ablauf hatte ich bis jetzt nach der Promotion auch vor, z.B. ins BMF oder BMWi. Bin mir nur nicht sicher, ob ein direkter Einsteig nach der Promotion im Ministerium nicht lieber gesehen wird, auch wegen dem Alter...

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Das wurde nicht gesagt. Zumindest mir fehlt hierfür der allgemeine Überblick.

Ministerien sind - anders als Steuerbehörden oder BaFin, Bundesbank, etc. - aber mE insofern kein typisches Absprungbrett, als dass man zumindest als WiWi in diesen wenig praktisch arbeitet. Die ministeriellen Erfahrungen dürften eher in Verbänden, Parteien, etc. von Interesse sein. Oder bei staatlichen Beteiligungen, Förderbanken bzw. supranationalen Einrichtungen.

Und: Eine Verbeamtung lässt sich ziemlich einfach lösen. Die finanziellen Einbußen können aber - je nachdem, wie lange man verbeamtet war - enorm sein.

Lounge Gast schrieb:

Also ein Wechsel aus der Wirtschaft ins BMF kommt eher vor,
als andersrum? Ist das evtl. eine Besonderheit des BMF und
anderer wirtschaftsnaher Minsterien?

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Mittlerweile gibt es in einigen Bundesländern sowie im Bund das sogenannte Altersgeld, damit kann man die Nachversicherung, die die finanziellen Verluste in der Altersversorgung bei einer Entlassung aus dem Beamtenverhältnis einbringt, vermeiden. Viele Bundesländer, z. B. Bayern, haben jedoch keine solche Regelung, z. T. vermutlich durchaus bewußt, dort wird nach wie vor nachversichert und man muß damit rechnen, daß man im Vergleich zur Altersgeldregelung knapp die Hälfte verliert, was schon heftig ist, auch das muß natürlich beim Wechsel in die Wirtschaft letztlich "eingepreist" werden. Ich kann es (bin kein h. D.) sehr gut verstehen, wie unglücklich man sein kann und die Tätigkeit bei den Ministerien ist auch auf den niedrigeren Ebenen leider oft sehr wenig befriedigend (oft sind Tätigkeitsprofile dort mehr oder weniger verschoben), dafür finanziell im Vergleich auch mit den nachgeordneten Behörden besser (kaum Wartezeiten auf Planstellen, Zulage etc.), das Beamtenverhältnis macht einen allerdings schon sehr unflexibel, wäre evtl. ein Wechsel z. B. zu einer Kommune etwas? Häufig ergeben sich da mittlerweile auch Tätigkeiten für Wiwis im Bereich der Finanzverwaltung bei größeren Kommunen und da könnte auch der Beamtenstatus beibehalten werden, was allerdings die Krux ist, die sind mit Planstellen über A13 hinaus meistens nicht so sehr gut ausgestattet, d. h. man wird sich darauf einstellen dürfen, daß es lange dauern wird und auch eine A15 evtl. nicht mehr zu erreichen sein wird, dafür hat man dort auch praktische Tätigkeiten und kann schneller auch Verantwortung übernehmen (das Leistungsprinzip im ö. D. halt *lach*).

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Zur Personalpolitik im BMF steht ein interessanter Artikel im aktuellen Spiegel...

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WiWi Gast

Re: Wechsel aus Ministerium in kleine UB

Eine Stelle im Ministerium bietet eine hohe Planungssicherheit bei einem angenehmen Auskommen. Bei dem (Netto-)Gehalt muss man ja noch die Pensionsansprüche und die Unkündbarkeit einplanen.
Man legt sich dann jedoch auf den Arbeitgeber fest. Ein späterer Wechsel in die freie Wirtschaft ist eher unüblich. Nur zwischen den Behörden könnte man ggf. nochmal springen.
Zudem ist die Hierarchie ziemlich starr. Damit muss man sich arrangieren. Wer dynamisch ist, könnte sich dort eher unwohl fühlen.

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