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Heimatlos durch befristete Verträge

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

Ich habe immer nur befristete Verträge. Jetzt auch schon wieder einen, der nur über 2 Jahre geht. Angeblich werden ganz viele übernommen danach blablabla

Langsam nervt es mich, weil ich würde gerne mal irgendwo ankommen. Ich denke immer, dass ich ich in einer Wohnung gar nicht einrichten muß, weil es ja eh nach 6 Monaten (Probezeit) oder 2 Jahren wieder weiter geht. Aber ich würde so gern mal länger in einer Stadt bleiben, die Wohnung schön einrichten, Freundschaften aufbauen. Nur sobald ich das mache, nehme ich mir die Chancequasi deutschlandweit nach einem weiteren Job suchen zu können (ich habe nicht so das super gesuchte Profil, weshalb es pro Stadt auch nicht unendlich viel Stellen für mich gibt, es sei denn, ich würde mich verschlechtern gehalts- und aufgabentechnisch).

Da ich Single bin, könnte ich beziehungstechnisch so weitermachen mit dem ständigen Umherziehen. Aber ich bin müde. Werde in 2 Jahren 40 und fühle mich heimatslos.

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

Und was ist jetzt deine Frage?

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

Ich würde dann die Brache wechseln, weil den paar hundert Plus in der Bilanz zuviel “Nebenkosten“ gegenüberstehen.

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

Hilfreich wäre es, wenn du angeben würdest, was genau du überhaupt beruflich machst. Dann kann man dich auch Tipps geben, was für Alternativen für dich in Frage kommen.

Gibt es an deinem aktuellen Wohnort keine Alternativen in deinem Job, sodass du immer umziehen musst? Und warum wirst du nie übernommen?

Im Zweifel einfach mal auf einen Ort beschränken und dort intensiv suchen. Auch eine Zeit lang arbeitslos zu sein ist akzeptabel. Wie sieht es mit einem Jobwechsel / Umschulung oder so aus?

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

Mir geht es ähnlich. Ich wohne und arbeite in den Niederlanden. Habe einen Zeitvertrag. Habe mir vor zwei Jahren mal eine Wohnung möbliert gemietet und das ist dann zum Dauerzustand geworden. Ich fühle mich als lebe ich konstant im Transit. Vorher ein Jahr in Bayern gewesen, davor vier Jahre in Irland davor ein Jahr US usw. Ich würde so gerne zurück ins Rheinland, sitze hier aber zugegebernermaßen auch im goldenen Käfig und finde daheim zu gleichen Konditionen nichts.
Das eigentliche Problem ist, dass meine Firma uns gerade hinhält was Telearbeit angeht. Im Mai hieß es Ende des Jahres kannst du von Deutschland aus arbeiten. Jetzt heisst es, ab Anfang des Jahres darfst du von Deutschland aus warten.
Ich werd das jetzt noch ein Jahr aussitzen, würde mich ungern jetzt in eine Probezeit begeben. Aber dann suche ich mir einen Job im Rheinland und zieh zurück und bind mir direkt eine überteuerte Immobilie ans Bein, damit ich nicht nochmal auf die Idee komme wegzuziehen.

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

Ich wechsle auch im Schnitt alle 2 Jahre die Firma meist mit einem Standort Wechsel verbunden. Ich habe aber parallel dazu immer meine Wohnung in meiner Heimatstadt München auch wenn ich da eventuell nur alle 2 Monate mal aufschlage.

Man kann aber auch viel mit Pendeln machen wenn man möchte, ich war etwa zwei Jahre in Hamburg tätig und bin jede Woche hochgeflogen, selbst aus Mailand bin ich mindestens jede 2. Woche heim geflogen oder gefahren.

Bin jetzt 39, würde mich extrem langweilen zu lange an einem Ort zu verweilen.

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

WiWi Gast schrieb am 19.10.2020:

Ich wechsle auch im Schnitt alle 2 Jahre die Firma meist mit einem Standort Wechsel verbunden. Ich habe aber parallel dazu immer meine Wohnung in meiner Heimatstadt München auch wenn ich da eventuell nur alle 2 Monate mal aufschlage.

Man kann aber auch viel mit Pendeln machen wenn man möchte, ich war etwa zwei Jahre in Hamburg tätig und bin jede Woche hochgeflogen, selbst aus Mailand bin ich mindestens jede 2. Woche heim geflogen oder gefahren.

Bin jetzt 39, würde mich extrem langweilen zu lange an einem Ort zu verweilen.

Wenn man parallel eine Wohnung in München unterhalten kann, hat definitiv sein monetäres Gehalt erzielt oder?

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

WiWi Gast schrieb am 18.10.2020:

Da ich Single bin, könnte ich beziehungstechnisch so weitermachen mit dem ständigen Umherziehen. Aber ich bin müde. Werde in 2 Jahren 40 und fühle mich heimatslos.

Same here, 37 Jahre, bin seit jetzt guten 9 Jahren unterwegs. Die erste Zeit jeweils echt kurze Trips und nun (gottseidank) seit 1,5 Jahren an einem festen Platz. Bei mir gehts aber auch um die ganze Welt, also Asien, Middle East, Afrika, USA und nun Südamerika.

Am Anfang ist das immer "cool", mir wars dann auch zu viel und ich habe mir das 3,5 Jahres-Engagement hier unten geschnappt. Gute Entscheidung.

Dadurch, dass ich in D zwar irgendwie noch Familie habe und mal auch irgendwie auf einer Couch pennen kann, bin ich nicht völlig entwurzelt, aber es ist halt auch nicht so, dass ich irgendwie nach D "nach Hause" kommen würde.

Ich mache es so, dass ich einige sehr gute Dinge habe, die ich eben immer mit dabei habe, also ein paar Kopfhörer, mein Rennrad, einen Satz sehr gute Abhörmonitore, ect. Es sind auch zwei Gemälde auf einer zusammenrollbaren Leinwand dabei.
Wenn du immer 2 Jahre irgendwo bist und nicht auf Flugzeuge zum Umziehen angewiesen bist, dann kannst du sicherlich auch mehr/größere Dinge wählen.
Nur nicht zu viele, von diesen Gegenständen soll ja beim Umzug nichts aussortiert werden.

Nun ja, und damit zieh ich um. Das sind meine "Konstanten". Der Rest (Bett, Schrank, Tisch) wird lokal gekauft, meist in sowas wie Kleinanzeigen oder halt im Ikea, oder oder.
Hier mein Tipp: Mach alles in der ersten Woche. Es bringt nichts, damit zu warten und dann nach 6 Monaten festzustellen, dass du die ganze Zeit auf dem Boden geschlafen hast und dann der Meinung bist, es lohnt sich eh nicht mehr.

Das "Heimatgefühl" dauert bei mir auch, bis es sich einstellt, sicherlich ein Jahr oder so. Dafür habe ich noch keine Lösung gefunden. Ich versuche mir viel von meinem neuen Zuhause anzuschauen, also schau dir die ganzen Städtchen und schönen Plätze aussenrum an, klapper die Cafes ab, versuche die Vorteile und die Schönheiten deiner neuen Heimat zu sehen. Werte dein altes Heim nicht zu lasten deines neuen Heims auf, also nicht jammern, dass früher alles besser war.

Leute kann man auch noch mit Ende 30, mit 40 und auch in den 50er und 60er kennen lernen, funktioniert halt immer etwas anders und braucht auch Zeit, die man sich nehmen muss. Ich bin nun absolut nicht extrovertiert, aber ich schaffe das auch.
Ich fahre viel Rennrad und da findet man überall (auf dem Planeten) sofort Gruppen und Anschluss, Motorrad ist ähnlich.
Von mir aus auch mit irgendwelchen Dating-Apps arbeiten, ich meine Tinder gibt es ja mittlerweile überall.

Mich stört das rumreisen auch oft, aber nciht alles ist schlecht daran. Je länger man unterwegs ist, desto mehr lobt man alles in der "alten Heimat" über den Klee und an dem neuen Ort wäre alles schlecht. Die Realität ist, es gibt überall Probleme.

Alternative wäre eben ein Jobwechsel. Das Problem ist halt, oft definieren sich so Leute wie wir über den Job, wir machen den gerne, das ist ein guter Job in dem wir gut sind und wir werden auch passabel dafür entlohnt. Der Schritt zu einem 0815-Job ist gefährlich (und ich habe den deswegen auch noch nicht gemacht) weil man weniger verdient, vielleicht Langeweile schiebt, die Identifikation über den Job ist weg, ect.
All das, worüber sich so ein MA eigentlich definiert (Familie, Haus, alte Freundschaften, Fussballclub seit Kindergarten, ...) gibt es bei uns nicht. Auf einmal sitzt man dann an einem Fleck, ist quasi "gefangen" und hat all das, was man glaubte zu vermissen, dann in Wirklichkeit gar nicht. Und das was einem vorher selbstverständlich war, dann auch nicht mehr.

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

Ich dachte befristete Verträge sind nur was für Berufeinsteiger. Bin auch durc hdie ganze WElt, aber immer im unbefristeten Vertrag.

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

WiWi Gast schrieb am 13.11.2020:

Ich dachte befristete Verträge sind nur was für Berufeinsteiger. Bin auch durc hdie ganze WElt, aber immer im unbefristeten Vertrag.

außerhalb von Konzernen sind die eigentlich allgegenwärtig. Also bin selbst in einem Unbefristeten Verhältnis, aber kriege es vorallem so von Freunden mit Kaufmännischer oder Handwerklicher Ausbildung mit.

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

Mal eine nicht direkt Themenverwandte Frage: Wie kommt man an solche Jobs die einen um die ganze Welt schicken bzw. in "exotischen" Gegenden zu arbeiten?

Ich weiß es gibt Expat Threads hier aber trotzdem wollte ich mal nachfragen.

Seid ihr hochspezialisierte Ingenieure, Berater oder Investment Banker?

Danke im Voraus

antworten
WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

WiWi Gast schrieb am 20.10.2020:

Da ich Single bin, könnte ich beziehungstechnisch so weitermachen mit dem ständigen Umherziehen. Aber ich bin müde. Werde in 2 Jahren 40 und fühle mich heimatslos.

Same here, 37 Jahre, bin seit jetzt guten 9 Jahren unterwegs. Die erste Zeit jeweils echt kurze Trips und nun (gottseidank) seit 1,5 Jahren an einem festen Platz. Bei mir gehts aber auch um die ganze Welt, also Asien, Middle East, Afrika, USA und nun Südamerika.

Am Anfang ist das immer "cool", mir wars dann auch zu viel und ich habe mir das 3,5 Jahres-Engagement hier unten geschnappt. Gute Entscheidung.

Dadurch, dass ich in D zwar irgendwie noch Familie habe und mal auch irgendwie auf einer Couch pennen kann, bin ich nicht völlig entwurzelt, aber es ist halt auch nicht so, dass ich irgendwie nach D "nach Hause" kommen würde.

Ich mache es so, dass ich einige sehr gute Dinge habe, die ich eben immer mit dabei habe, also ein paar Kopfhörer, mein Rennrad, einen Satz sehr gute Abhörmonitore, ect. Es sind auch zwei Gemälde auf einer zusammenrollbaren Leinwand dabei.
Wenn du immer 2 Jahre irgendwo bist und nicht auf Flugzeuge zum Umziehen angewiesen bist, dann kannst du sicherlich auch mehr/größere Dinge wählen.
Nur nicht zu viele, von diesen Gegenständen soll ja beim Umzug nichts aussortiert werden.

Nun ja, und damit zieh ich um. Das sind meine "Konstanten". Der Rest (Bett, Schrank, Tisch) wird lokal gekauft, meist in sowas wie Kleinanzeigen oder halt im Ikea, oder oder.
Hier mein Tipp: Mach alles in der ersten Woche. Es bringt nichts, damit zu warten und dann nach 6 Monaten festzustellen, dass du die ganze Zeit auf dem Boden geschlafen hast und dann der Meinung bist, es lohnt sich eh nicht mehr.

Das "Heimatgefühl" dauert bei mir auch, bis es sich einstellt, sicherlich ein Jahr oder so. Dafür habe ich noch keine Lösung gefunden. Ich versuche mir viel von meinem neuen Zuhause anzuschauen, also schau dir die ganzen Städtchen und schönen Plätze aussenrum an, klapper die Cafes ab, versuche die Vorteile und die Schönheiten deiner neuen Heimat zu sehen. Werte dein altes Heim nicht zu lasten deines neuen Heims auf, also nicht jammern, dass früher alles besser war.

Leute kann man auch noch mit Ende 30, mit 40 und auch in den 50er und 60er kennen lernen, funktioniert halt immer etwas anders und braucht auch Zeit, die man sich nehmen muss. Ich bin nun absolut nicht extrovertiert, aber ich schaffe das auch.
Ich fahre viel Rennrad und da findet man überall (auf dem Planeten) sofort Gruppen und Anschluss, Motorrad ist ähnlich.
Von mir aus auch mit irgendwelchen Dating-Apps arbeiten, ich meine Tinder gibt es ja mittlerweile überall.

Mich stört das rumreisen auch oft, aber nciht alles ist schlecht daran. Je länger man unterwegs ist, desto mehr lobt man alles in der "alten Heimat" über den Klee und an dem neuen Ort wäre alles schlecht. Die Realität ist, es gibt überall Probleme.

Alternative wäre eben ein Jobwechsel. Das Problem ist halt, oft definieren sich so Leute wie wir über den Job, wir machen den gerne, das ist ein guter Job in dem wir gut sind und wir werden auch passabel dafür entlohnt. Der Schritt zu einem 0815-Job ist gefährlich (und ich habe den deswegen auch noch nicht gemacht) weil man weniger verdient, vielleicht Langeweile schiebt, die Identifikation über den Job ist weg, ect.
All das, worüber sich so ein MA eigentlich definiert (Familie, Haus, alte Freundschaften, Fussballclub seit Kindergarten, ...) gibt es bei uns nicht. Auf einmal sitzt man dann an einem Fleck, ist quasi "gefangen" und hat all das, was man glaubte zu vermissen, dann in Wirklichkeit gar nicht. Und das was einem vorher selbstverständlich war, dann auch nicht mehr.

Ganz interessanter Punkt mit dem Rennrad für mich. Habe ich bisher auch so gehalten, und dadurch auch verstärkt a) ein "Heimatgefühl" aka Verbundenheit zum Aufenthaltsort entwickelt, da ich mehr von der Region gesehen habe und b) Leute kennengelernt

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DrSnuggels

Heimatlos durch befristete Verträge

WiWi Gast schrieb am 13.11.2020:

Mal eine nicht direkt Themenverwandte Frage: Wie kommt man an solche Jobs die einen um die ganze Welt schicken bzw. in "exotischen" Gegenden zu arbeiten?

Ich weiß es gibt Expat Threads hier aber trotzdem wollte ich mal nachfragen.

Seid ihr hochspezialisierte Ingenieure, Berater oder Investment Banker?

Danke im Voraus

So kompliziert ist das gar nicht. Insbesondere Konzerne lechzen nach Bewerbern mit dieser Flexibilität. Das Problem: kaum einer über Mitte 30 / Anfang 40 will einen solchen Job wirklich machen. Hinzu kommt im Moment Corona...

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

Hier Gast vom 20.10. :

"Wächst" man rein. Bei mir wars so, dass ich eh das machte, was mir Spaß gemacht hat. Dann habe ich mal ausgeholfen, dann diverse Jahre als "Springer" und dann fest als Expat ins Ausland.

Ich bin im technischen Bereich tätig.

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

es liest sich so, dass man zur Lasten der Arbeitsplatzsicherheit sich gut entlohnen lässt. Daher ist es natürlich schwierig gehaltstechnisch was vergleichbares zu finden.
Wenn ich mobil wäre, dann würde ich auch mehr verdienen im Außenvertrieb. Doch hatte ich keine Lust mehr drauf und lebe mit weniger Gehalt plansicherer.

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

WiWi Gast schrieb am 13.11.2020:

Da ich Single bin, könnte ich beziehungstechnisch so weitermachen mit dem ständigen Umherziehen. Aber ich bin müde. Werde in 2 Jahren 40 und fühle mich heimatslos.

Same here, 37 Jahre, bin seit jetzt guten 9 Jahren unterwegs. Die erste Zeit jeweils echt kurze Trips und nun (gottseidank) seit 1,5 Jahren an einem festen Platz. Bei mir gehts aber auch um die ganze Welt, also Asien, Middle East, Afrika, USA und nun Südamerika.

Am Anfang ist das immer "cool", mir wars dann auch zu viel und ich habe mir das 3,5 Jahres-Engagement hier unten geschnappt. Gute Entscheidung.

Dadurch, dass ich in D zwar irgendwie noch Familie habe und mal auch irgendwie auf einer Couch pennen kann, bin ich nicht völlig entwurzelt, aber es ist halt auch nicht so, dass ich irgendwie nach D "nach Hause" kommen würde.

Ich mache es so, dass ich einige sehr gute Dinge habe, die ich eben immer mit dabei habe, also ein paar Kopfhörer, mein Rennrad, einen Satz sehr gute Abhörmonitore, ect. Es sind auch zwei Gemälde auf einer zusammenrollbaren Leinwand dabei.
Wenn du immer 2 Jahre irgendwo bist und nicht auf Flugzeuge zum Umziehen angewiesen bist, dann kannst du sicherlich auch mehr/größere Dinge wählen.
Nur nicht zu viele, von diesen Gegenständen soll ja beim Umzug nichts aussortiert werden.

Nun ja, und damit zieh ich um. Das sind meine "Konstanten". Der Rest (Bett, Schrank, Tisch) wird lokal gekauft, meist in sowas wie Kleinanzeigen oder halt im Ikea, oder oder.
Hier mein Tipp: Mach alles in der ersten Woche. Es bringt nichts, damit zu warten und dann nach 6 Monaten festzustellen, dass du die ganze Zeit auf dem Boden geschlafen hast und dann der Meinung bist, es lohnt sich eh nicht mehr.

Das "Heimatgefühl" dauert bei mir auch, bis es sich einstellt, sicherlich ein Jahr oder so. Dafür habe ich noch keine Lösung gefunden. Ich versuche mir viel von meinem neuen Zuhause anzuschauen, also schau dir die ganzen Städtchen und schönen Plätze aussenrum an, klapper die Cafes ab, versuche die Vorteile und die Schönheiten deiner neuen Heimat zu sehen. Werte dein altes Heim nicht zu lasten deines neuen Heims auf, also nicht jammern, dass früher alles besser war.

Leute kann man auch noch mit Ende 30, mit 40 und auch in den 50er und 60er kennen lernen, funktioniert halt immer etwas anders und braucht auch Zeit, die man sich nehmen muss. Ich bin nun absolut nicht extrovertiert, aber ich schaffe das auch.
Ich fahre viel Rennrad und da findet man überall (auf dem Planeten) sofort Gruppen und Anschluss, Motorrad ist ähnlich.
Von mir aus auch mit irgendwelchen Dating-Apps arbeiten, ich meine Tinder gibt es ja mittlerweile überall.

Mich stört das rumreisen auch oft, aber nciht alles ist schlecht daran. Je länger man unterwegs ist, desto mehr lobt man alles in der "alten Heimat" über den Klee und an dem neuen Ort wäre alles schlecht. Die Realität ist, es gibt überall Probleme.

Alternative wäre eben ein Jobwechsel. Das Problem ist halt, oft definieren sich so Leute wie wir über den Job, wir machen den gerne, das ist ein guter Job in dem wir gut sind und wir werden auch passabel dafür entlohnt. Der Schritt zu einem 0815-Job ist gefährlich (und ich habe den deswegen auch noch nicht gemacht) weil man weniger verdient, vielleicht Langeweile schiebt, die Identifikation über den Job ist weg, ect.
All das, worüber sich so ein MA eigentlich definiert (Familie, Haus, alte Freundschaften, Fussballclub seit Kindergarten, ...) gibt es bei uns nicht. Auf einmal sitzt man dann an einem Fleck, ist quasi "gefangen" und hat all das, was man glaubte zu vermissen, dann in Wirklichkeit gar nicht. Und das was einem vorher selbstverständlich war, dann auch nicht mehr.

Ganz interessanter Punkt mit dem Rennrad für mich. Habe ich bisher auch so gehalten, und dadurch auch verstärkt a) ein "Heimatgefühl" aka Verbundenheit zum Aufenthaltsort entwickelt, da ich mehr von der Region gesehen habe und b) Leute kennengelernt

Aber Rennrad ist schon recht gefährlich weil so direkt auf der Strasse. Gilt das gleiche für Mountainbikes?

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WiWi Gast

Heimatlos durch befristete Verträge

WiWi Gast schrieb am 15.11.2020:

Da ich Single bin, könnte ich beziehungstechnisch so weitermachen mit dem ständigen Umherziehen. Aber ich bin müde. Werde in 2 Jahren 40 und fühle mich heimatslos.

Same here, 37 Jahre, bin seit jetzt guten 9 Jahren unterwegs. Die erste Zeit jeweils echt kurze Trips und nun (gottseidank) seit 1,5 Jahren an einem festen Platz. Bei mir gehts aber auch um die ganze Welt, also Asien, Middle East, Afrika, USA und nun Südamerika.

Am Anfang ist das immer "cool", mir wars dann auch zu viel und ich habe mir das 3,5 Jahres-Engagement hier unten geschnappt. Gute Entscheidung.

Dadurch, dass ich in D zwar irgendwie noch Familie habe und mal auch irgendwie auf einer Couch pennen kann, bin ich nicht völlig entwurzelt, aber es ist halt auch nicht so, dass ich irgendwie nach D "nach Hause" kommen würde.

Ich mache es so, dass ich einige sehr gute Dinge habe, die ich eben immer mit dabei habe, also ein paar Kopfhörer, mein Rennrad, einen Satz sehr gute Abhörmonitore, ect. Es sind auch zwei Gemälde auf einer zusammenrollbaren Leinwand dabei.
Wenn du immer 2 Jahre irgendwo bist und nicht auf Flugzeuge zum Umziehen angewiesen bist, dann kannst du sicherlich auch mehr/größere Dinge wählen.
Nur nicht zu viele, von diesen Gegenständen soll ja beim Umzug nichts aussortiert werden.

Nun ja, und damit zieh ich um. Das sind meine "Konstanten". Der Rest (Bett, Schrank, Tisch) wird lokal gekauft, meist in sowas wie Kleinanzeigen oder halt im Ikea, oder oder.
Hier mein Tipp: Mach alles in der ersten Woche. Es bringt nichts, damit zu warten und dann nach 6 Monaten festzustellen, dass du die ganze Zeit auf dem Boden geschlafen hast und dann der Meinung bist, es lohnt sich eh nicht mehr.

Das "Heimatgefühl" dauert bei mir auch, bis es sich einstellt, sicherlich ein Jahr oder so. Dafür habe ich noch keine Lösung gefunden. Ich versuche mir viel von meinem neuen Zuhause anzuschauen, also schau dir die ganzen Städtchen und schönen Plätze aussenrum an, klapper die Cafes ab, versuche die Vorteile und die Schönheiten deiner neuen Heimat zu sehen. Werte dein altes Heim nicht zu lasten deines neuen Heims auf, also nicht jammern, dass früher alles besser war.

Leute kann man auch noch mit Ende 30, mit 40 und auch in den 50er und 60er kennen lernen, funktioniert halt immer etwas anders und braucht auch Zeit, die man sich nehmen muss. Ich bin nun absolut nicht extrovertiert, aber ich schaffe das auch.
Ich fahre viel Rennrad und da findet man überall (auf dem Planeten) sofort Gruppen und Anschluss, Motorrad ist ähnlich.
Von mir aus auch mit irgendwelchen Dating-Apps arbeiten, ich meine Tinder gibt es ja mittlerweile überall.

Mich stört das rumreisen auch oft, aber nciht alles ist schlecht daran. Je länger man unterwegs ist, desto mehr lobt man alles in der "alten Heimat" über den Klee und an dem neuen Ort wäre alles schlecht. Die Realität ist, es gibt überall Probleme.

Alternative wäre eben ein Jobwechsel. Das Problem ist halt, oft definieren sich so Leute wie wir über den Job, wir machen den gerne, das ist ein guter Job in dem wir gut sind und wir werden auch passabel dafür entlohnt. Der Schritt zu einem 0815-Job ist gefährlich (und ich habe den deswegen auch noch nicht gemacht) weil man weniger verdient, vielleicht Langeweile schiebt, die Identifikation über den Job ist weg, ect.
All das, worüber sich so ein MA eigentlich definiert (Familie, Haus, alte Freundschaften, Fussballclub seit Kindergarten, ...) gibt es bei uns nicht. Auf einmal sitzt man dann an einem Fleck, ist quasi "gefangen" und hat all das, was man glaubte zu vermissen, dann in Wirklichkeit gar nicht. Und das was einem vorher selbstverständlich war, dann auch nicht mehr.

Ganz interessanter Punkt mit dem Rennrad für mich. Habe ich bisher auch so gehalten, und dadurch auch verstärkt a) ein "Heimatgefühl" aka Verbundenheit zum Aufenthaltsort entwickelt, da ich mehr von der Region gesehen habe und b) Leute kennengelernt

Aber Rennrad ist schon recht gefährlich weil so direkt auf der Strasse. Gilt das gleiche für Mountainbikes?

Nicht der ursprüngliche Poster, aber ja, gibt allgemeine Fahrradclubs wo man einfach gemütlich ausfährt. Eigentlich fast überall.

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