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Gute Chancen, im Job zu bleiben - gesunkene Chancen, Arbeit zu finden

Nach einer aktuellen Umfrage befürchtet mehr als jeder zweite Bundesbürger, seinen Job zu verlieren. Hingegen ist für die meisten Menschen das Risiko, arbeitslos zu werden, verhältnismäßig niedrig und daran hat sich in letzter Zeit nichts geändert. Allerdings haben sich die Chancen, aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung zu kommen, in den letzten Monaten etwas verschlechtert.

Gute Chancen, im Job zu bleiben - gesunkene Chancen, Arbeit zu finden
Nürnberg, 23.10.2012 (ba) - Nach einer aktuellen Umfrage befürchtet mehr als jeder zweite Bundesbürger, seinen Job zu verlieren. Die Sorgen vieler Menschen um ihren Arbeitsplatz sind nachvollziehbar. Viele Menschen haben befristete Arbeitsverträge oder einen gekündigten Arbeitsvertrag und tatsächlich melden sich jeden Monat zahlreiche Menschen bei den Agenturen für Arbeit oder den Jobcentern arbeitslos.

Eine andere Frage ist, wie hoch das Risiko für Beschäftigte ist, tatsächlich arbeitslos zu werden, und ob sich dieses Risiko sich in der letzten Zeit erhöht hat. Darauf geben Daten aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) eine Antwort: Für die meisten Menschen ist das Risiko, arbeitslos zu werden, verhältnismäßig niedrig, und daran hat sich in letzter Zeit nichts geändert. Allerdings haben sich die Chancen, aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung zu kommen, in den letzten Monaten etwas verschlechtert.

Aktuell liegt das Zugangsrisiko in Arbeitslosigkeit bei weniger als einem Prozent. Das bedeutet: neun von 1.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten werden pro Monat arbeitslos. Auch während der Wirtschaftskrise 2009 war das Zugangsrisiko nur unwesentlich höher: vor drei Jahren wurden monatlich im Durchschnitt elf von 1.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten innerhalb eines Monats arbeitslos.

Ein differenzierter Blick zeigt: das größte Risiko, arbeitslos zu werden, haben jüngere Arbeitnehmer. Pro Monat werden 16 von 1.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dieser Altersgruppe arbeitslos. Während der Wirtschaftskrise waren es sogar 20. Hier zeigen sich vor allem Probleme beim Übergang von der Ausbildung in die erste Anstellung (so genannte zweite Schwelle), die häufig mit – meist – kurzer Arbeitslosigkeit einhergehen. Darüber hinaus dürfte auch die Sozialauswahl bei betriebsbedingten Entlassungen eine Rolle spielen: Sie bietet Jüngeren, die erst kurz im Betrieb sind, den geringsten Schutz. Ältere Arbeitnehmer über 55 Jahre haben dagegen ein unterdurchschnittliches Risiko, arbeitslos zu werden: pro Monat werden sechs von 1.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Altersgruppe arbeitslos.

Wer allerdings arbeitslos ist, hat heute, verglichen mit den vergangenen zwei Jahren, schlechtere Chancen, einen Job zu finden, weil der Arbeitsmarkt weniger aufnahmefähig ist. Weil die Beschäftigung nicht mehr so stark wie im vergangenen Jahr wächst, gehen auch die Chancen zurück, aus Arbeitslosigkeit heraus zu finden. Aktuell können monatlich 67 von 1.000 Arbeitslosen die Arbeitslosigkeit durch eine Beschäftigung oder Ausbildung beenden. Das sind weniger als 2011 (72 von 1.000), aber immer noch mehr als in der Wirtschaftskrise 2009 (61 von 1.000).

Jüngere werden öfter arbeitslos, haben aber zugleich auch die größten Abgangschancen aus Arbeitslosigkeit. Derzeit nehmen monatlich 141 von 1.000 Arbeitslosen unter 25 Jahre eine Beschäftigung auf oder beginnen eine Ausbildung. Ältere haben dagegen größere Schwierigkeiten, wieder in den Arbeitsmarkt zu kommen; das gelingt pro Monat nur 29 von 1.000 Arbeitslosen über 55 Jahre.

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