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Kienbaum-Studie: Ein Drittel der deutschen Unternehmen entlässt Mitarbeiter

Knapp ein Drittel der deutschen Unternehmen reagiert auf die Wirtschaftskrise mit dem Abbau von Mitarbeitern. Auch Führungskräfte sind betroffen: Bei den Unternehmen, die Mitarbeiter abbauen, sind dies zu acht Prozent Mitarbeiter in Leitungspositionen.

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Kienbaum-Studie: Ein Drittel der deutschen Unternehmen entlässt Mitarbeiter
Gummersbach, 11.03.2009 (kb) - Knapp ein Drittel der deutschen Unternehmen reagiert auf die Wirtschaftskrise mit dem Abbau von Mitarbeitern. Auch Führungskräfte sind betroffen: Bei den Unternehmen, die Mitarbeiter abbauen, sind dies zu acht Prozent Mitarbeiter in Leitungspositionen. Am stärksten vom Mitarbeiterabbau betroffen sind Sachbearbeiter (29 Prozent) und Mitarbeiter in der Produktion (25 Prozent), gefolgt von Hilfsarbeitern (24 Prozent) und Spezialisten (14 Prozent). Insgesamt sagen 29 Prozent der Unternehmen, dass sie zwischen elf und 50 Mitarbeiter abbauen werden. 17 Prozent wollen zwischen 101 und 500 Mitarbeiter entlassen, 16 Prozent zwischen 501 und 1.000 und zehn Prozent planen, mehr als 1.000 Mitarbeiter freizusetzen. Immerhin 14 Prozent der befragten Unternehmen wollen hingegen Personal aufbauen. Das sind Ergebnisse der soeben erstellten Kienbaum-Studie »Personalkostenreduzierung und Outplacement«, an der sich mehr als 500 deutsche Unternehmen aller Größenklassen und Branchen beteiligt haben.

Am häufigsten wird der Aufhebungsvertrag mit Abfindung als Instrument bei einer Trennung genutzt, gefolgt vom Aufhebungsvertrag sowohl mit einer Abfindung als auch einer Newplacementberatung (Outplacementberatung) und dem Aufhebungsvertrag in Kombination mit einer Newplacementberatung. 57 Prozent der Unternehmen setzen auf die natürliche Fluktuation. »Die Unternehmen müssen ihre Strukturen verschlanken und Prozesse optimieren. Wenn alle Instrumente ausgereizt sind, bleibt nur der Mitarbeiterabbau. Aus der Krise 2001 haben die Unternehmen aber gelernt: Bevor man Mitarbeiter freisetzt, werden die besten Köpfe im Unternehmen identifiziert sowie alle möglichen anderen Maßnahmen der Kostenreduktion ausgeschöpft. Wenn der Abbau unabdingbar geworden ist, versuchen die Unternehmen alles, diesen so reibungslos wie möglich zu gestalten. Zu groß ist die Angst vor Imageverlusten, auch mit Blick auf zukünftig wieder engere Kandidatenmärkte. Die Newplacementberatung hat sich dabei zu einem der wichtigsten Bausteine im Rahmen des Trennungsprozesses entwickelt«, sagt Jochen Kienbaum, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kienbaum Consultants International.

Bevor es zum Personalabbau kommt, setzen die Unternehmen auf andere Instrumente der Personalkostenreduktion: 39 Prozent reduzieren ihre externen Zeitarbeitskräfte oder planen dies, 34 Prozent planen oder nutzen den Überstundenabbau und lediglich 22 Prozent nutzen die Kurzarbeit oder planen ihre Einführung. Ein Grund für die relative Zurückhaltung beim Personalabbau ist die Angst vor einem Imageschaden. Zwei Drittel der Unternehmen sagen, sie fürchten bei Entlassungen eine Verschlechterung des Arbeitgeberimages und 62 Prozent haben Angst vor einer Störung des Betriebsfriedens. Kommt es zur Trennung, wird die Entlassung dem Betroffenen in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt (75 Prozent), 43 Prozent der Unternehmen verkünden den Personalabbau in einer Betriebsratsversammlung und 18 Prozent im Intranet.

Die Mitarbeiter nennen den Wunsch nach einer Newplacementberatung mit 32 Prozent an zweiter Stelle ihrer Prioritäten bei der Trennung. Öfter gewünscht wird nur die hohe Abfindung mit 73 Prozent. Bei der Auswahl ihres Newplacementberaters ist für die Unternehmen das Netzwerk des Beraters in die Wirtschaft der entscheidende Faktor. Es folgen die Kompetenz in Karrierefragen und die diagnostische Kompetenz.  

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