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Ehrgeizige Karriereziele: Deutsche wollen sich 2014 stärker im Job engagieren

Ein Viertel der deutschen Arbeitnehmer möchte sich 2014 stärker im Job einbringen. Doch die Mitarbeiter wissen auch, was ihr Engagement wert ist: Fast jeder zweite möchte in diesem Jahr mehr Geld verdienen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Karriereziele 2014“ des Personaldienstleisters Manpower.

Eine Metallleiter, mit einem hellen Himmel und der reflektierenden Sonne im Hintergrund.

Ehrgeizige Karriereziele: Deutsche wollen sich 2014 stärker im Job engagieren
Eschborn, 14.01.2014 (manp) - 23 Prozent der Bundesbürger wollen in diesem Jahr einen neuen Job finden, der ihren Fähigkeiten und Interessen besser entspricht. Im Vorjahr waren es nur 14 Prozent. Auch der Wunsch nach mehr Wertschätzung durch die Vorgesetzten ist größer geworden: 22 Prozent äußern diesen, fünf Prozentpunkte mehr als in der Vorgängerstudie. Gleichzeitig sagen nur noch 11 Prozent, dass sie sich keine Veränderung wünschen, weil sie mit ihrer beruflichen Situation zufrieden sind. 2013 traf dies noch auf 20 Prozent zu.

Von sich selbst fordern die deutschen Arbeitnehmer nicht nur mehr allgemeines Engagement im Beruf: 13 Prozent haben sich vorgenommen, effizienter zu arbeiten, etwa durch besseres Zeitmanagement. Diese Zahl ist fast unverändert im Vergleich zum Vorjahr. 12 Prozent planen 2014 eine bessere Zusammenarbeit mit Kollegen – diese Quote hat um fünf Prozentpunkte zugenommen. Exakt gleich geblieben ist mit 26 Prozent aber auch der Anteil derjenigen, die sich Probleme im Job weniger zu Herzen nehmen und die Arbeit zukünftig lockerer sehen wollen.

„Die Arbeitnehmer können es sich leisten, hohe Ansprüche an ihren Job zu stellen“, sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. „Aufgrund des Fachkräftemangels findet bei den Chefs ein Umdenken statt. Sie wissen, dass sie engagierten und talentierten Mitarbeitern etwas bieten müssen. Das erhöht für Arbeitnehmer die Chance, eine Stelle zu finden, die ihren Vorstellungen entspricht.“

Familie ist wichtiger als Traumjob
Gleichzeitig ist vielen Bundesbürgern klar: Arbeit ist nicht alles im Leben. Bei der Frage, ob sie für ihren Traumjob in eine andere Stadt ziehen würden, teilt sich das Land in zwei Lager. Nur 46 Prozent sagen ja – und jeder Vierte stimmt nur unter der Voraussetzung zu, dass der Partner oder die Familie mitkommt. Nur 8 Prozent würden für den Traumjob in Kauf nehmen, die Familie nur am Wochenende zu sehen oder eine Fernbeziehung zu führen.

47 Prozent würden dagegen nicht der Karriere wegen die Stadt wechseln. Als Grund dafür geben 21 Prozent an, dass sie sich am derzeitigen Wohnort schlicht sehr wohl fühlen. 15 Prozent möchten aus Rücksicht auf den Partner oder die Familie keinen Umzug auf sich nehmen. Weitere 11 Prozent fühlen sich durch anderweitige Verpflichtungen an den Wohnort gebunden, etwa weil sie ihre Eltern unterstützen oder ein wichtiges Amt ausüben.

„Zum Traumjob der Arbeitnehmer von heute gehört nicht nur, dass am Arbeitsplatz alles stimmt“, sagt Herwarth Brune. „Die Vereinbarkeit mit dem Privatleben und eine gute Work-Life-Balance sind mindestens so wichtig wie spannende Aufgaben und ein angemessenes Gehalt. Wer dies als Arbeitgeber noch nicht erkannt hat, wird es in 2014 schwer haben, engagierte Mitarbeiter zu finden.“


Die Studie „Karriereziele 2014“ basiert auf einer Online-Befragung unter 1.000 Deutschen ab 18 Jahren. Sie wurde im Auftrag der ManpowerGroup Deutschland im Dezember 2013 durchgeführt. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Im Forum zu Karriereziele

34 Kommentare

(Karriere) Vorsätze für 2016

WiWi Gast

Ich möchte recht regelmäßig 16:00 Schluss machen und noch vor 16:30 zuhause sein, zumindest an 80% der Tage oder besser so oft wie möglich.

17 Kommentare

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Ich arbeite für ein amerikanisches Unternehmen, da heißt Karriere in der Tat berufliche Laufbahn, nicht mehr nicht weniger. Bei uns ist Karriere immer nur mit Aufstieg verknüpft. Kürzlich gab es mal ...

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Deine Aussagen zeugen von absoluter Unkenntnis und Ignoranz. Das ist auch der Grund warum Deloitte und EY immer mehr aufholen und die "etablierten" in DE am verlieren sind.

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