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Haniel-Absolventenstudie: Karriereperspektiven sind wichtiger als hohes Gehalt

Berufseinsteiger legen bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers vor allem Wert auf Karriereperspektiven. Für 70 Prozent der Absolventen sind persönliche Entwicklungsmöglichkeiten ein entscheidendes Kriterium zu Gunsten eines potenziellen Arbeitgebers.

Eine weiße und dunkle Wolke vor blauem Himmel.

Haniel-Absolventenstudie: Karriereperspektiven sind wichtiger als hohes Gehalt
Duisburg, 07.03.2011 (haniel) - Berufseinsteiger legen bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers vor allem Wert auf Karriereperspektiven. Für 70 Prozent der Absolventen sind persönliche Entwicklungsmöglichkeiten ein entscheidendes Kriterium zu Gunsten eines potenziellen Arbeitgebers, ist das Ergebnis der Absolventenstudie 2010/2011 der Franz Haniel & Cie. GmbH unter 279 Absolventen verschiedener Fachrichtungen. Auf eine kollegiale Arbeitsatmosphäre legen 60 Prozent der Befragten Wert, für 57 Prozent spielt die Balance zwischen Beruf und Freizeit eine wichtige Rolle. Eine attraktive Vergütung folgt mit 49 Prozent erst an vierter Position der Rangliste der Auswahlfaktoren für den Wunscharbeitgeber. 2008 war das Gehalt noch für 78 Prozent der Absolventen ein entscheidendes Kriterium.

„Mittel- und langfristige Karriereperspektiven gewinnen im Vergleich zum schnellen Geld bei den angehenden Akademikern zunehmend an Bedeutung. Die Absolventen versprechen sich von einem Traineeprogramm solche vielfältigen Einsichten in ein Unternehmen, um sich sowohl persönlich als auch fachlich weiter zu entwickeln und sukzessive auf zukünftige Aufgaben und Führungspositionen vorbereitet zu werden“, sagt Prof. Dr. Jürgen Kluge, Vorstandsvorsitzender von Haniel.

Traineeprogramme sind bei Berufseinsteigern beliebt
Traineeprogramme sind mit 88 Prozent bei einem Großteil der Befragten eine beliebte Möglichkeit zum Berufseinstieg bei ihrem jeweiligen Wunscharbeitgeber: Neben Entwicklungsmöglichkeiten erwarten die Absolventen von Traineeprogrammen eine optimale Vorbereitung auf zukünftige berufliche Herausforderungen und den Aufbau eines Kontaktnetzwerks. Auf die Frage nach entscheidenden Erfolgskriterien für ein Traineeprogramm nennen die Studienteilnehmer mit 48 Prozent an erster Stelle die inhaltliche Vielfalt des Programms. Sie möchten verschiedene Unternehmensbereiche durchlaufen, was der beruflichen Selbstfindung und Flexibilität dient. Auf Platz zwei steht mit 46 Prozent der Wunsch nach persönlicher Betreuung und auf dem dritten Rang folgen gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen mit 41 Prozent. Rund ein Drittel der Befragten legt auf die Vermittlung von Fachwissen und auf Auslandsaufenthalte als Bestandteil eines Traineeprogramms Wert.

Internet ist wichtigste Informationsquelle
Die Absolventen informieren sich in erster Linie über das Internet: 95 Prozent der Befragten erkundigen sich über die Website des Unternehmens nach beruflichen Einstiegsmöglichkeiten. Jeder Zweite spricht bei der Recherche über den potenziellen Arbeitgeber mit Freunden und Bekannten, die Mitarbeiter des Zielunternehmens sind. Auch Online-Jobbörsen stehen bei den Befragten mit 40 Prozent hoch im Kurs. Fast jeder Dritte nutzt Hochschul-Bewerbermessen und Internet-Suchmaschinen, um sich einen Eindruck von potenziellen Arbeitgebern zu verschaffen. Dagegen haben die klassischen Wege wie Stellenanzeigen in Fachzeitschriften (15 Prozent) und Tageszeitungen (zehn Prozent) an Bedeutung verloren.

Familie und Freunde sind Lebensmittelpunkt
Soziale Kontakte spielen bei heutigen Absolventen eine bedeutende Rolle: Für drei Viertel der Befragten sind Familie und Freunde ein zentraler Bestandteil ihres Lebens. Die Hälfte der Absolventen nennt Erfolg und Karriere sowie Gesundheit als zentrale Werte, dicht gefolgt von Selbstverwirklichung mit 47 Prozent. Nur jeder Zwanzigste stuft dagegen Genuss und Konsum als wichtig ein, Reichtum sogar nur jeder Fünfzigste. „Immaterielle Werte sind den Nachwuchstalenten offenbar wichtiger als materieller Besitz – eine Chance für den deutschen Mittelstand, gegen große Konzerne im ‚War for Talent‘ zu bestehen“, sagt Prof. Dr. Jürgen Kluge.

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