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HIS-Studie: Akademiker beurteilen ihren Bildungsweg positiv

Zehn Jahre nach Erwerb der Hochschulreife ziehen die Studienberechtigten des Jahrgangs 1998/99 eine positive Bilanz: Mehr als drei Viertel sind zufrieden mit ihrem bisherigen Bildungsweg. In besonders hohem Maße trifft dies auf die Studienberechtigen zu, die nach dem Erwerb der Hochschulreife einen akademischen Bildungsweg eingeschlagen haben.

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HIS-Studie: Akademiker beurteilen ihren Bildungsweg positiv
Zehn Jahre nach Erwerb der Hochschulreife ziehen die Studienberechtigten des Jahrgangs 1998/99 eine positive Bilanz: Mehr als drei Viertel sind zufrieden mit ihrem bisherigen Bildungsweg. In besonders hohem Maße trifft dies auf die Studienberechtigen zu, die nach dem Erwerb der Hochschulreife einen akademischen Bildungsweg eingeschlagen haben: Mehr als 80 Prozent derjenigen, die sich für ein Studium entschieden haben, beurteilen rückblickend ihren Werdegang positiv.

Neun von zehn Befragten, die studiert haben, würden diesen Weg wieder gehen. Bei den Studienberechtigten, die kein Studium aufgenommen haben, würden nur rund 75 Prozent die gleiche Entscheidung wieder treffen. Von guten oder sehr guten persönlichen Perspektiven gehen vier von fünf Befragten aus. Je höher der berufliche Abschluss, desto optimistischer werden die eigenen Zukunftsaussichten eingeschätzt.

Dies sind zentrale Ergebnisse einer bundesweit repräsentativen Befragung der Studienberechtigten des Jahrgangs 1998/99, die das HIS-Institut für Hochschulforschung (HIS-HF) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt hat. Der Jahrgang wurde etwa 10 ½ Jahre nach Schulabschluss zum insgesamt dritten Mal befragt; die erste Befragung fand ca. ein halbes Jahr nach Erwerb der Hochschulreife statt, die zweite Befragung ca. dreieinhalb Jahre nach Schulabschluss. An der dritten Befragung beteiligten sich rund 3.700 Personen, die Auskunft zu ihren nachschulischen Werdegängen gaben.

Etwas mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Studienberechtigen des Jahrgangs 1998/99 haben als höchsten erreichten beruflichen Abschluss einen Hochschulabschluss erworben. 29 Prozent haben als höchsten erreichten beruflichen Abschluss eine Berufsausbildung abgeschlossen. Lediglich drei Prozent sind (bisher) ohne Ausbildungsabschluss geblieben. Zum Zeitpunkt der dritten Befragung etwa zehneinhalb Jahre nach dem Erwerb der Studienberechtigung übten 82 Prozent der Befragten eine nicht-selbstständige Tätigkeit aus, sieben Prozent waren selbstständig tätig. Lediglich zwei Prozent waren aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen.

Vergleicht man die beruflichen Werdegänge, die gegenwärtige berufliche Situation und die Zukunftsaussichten, zeigen sich teils deutliche Unterschiede zwischen Befragten, die eine akademische Laufbahn eingeschlagen haben, und solchen, die sich für einen nicht-akademischen Werdegang entschieden haben. Die Frage „Würden Sie den gleichen Bildungsweg wieder wählen?“ beantworteten fast neun von zehn Studienberechtigten, die ein Studium abgeschlossen haben, mit Ja. Hingegen würden nur knapp drei Viertel der Studienberechtigten, die sich gegen die Aufnahme eines Studiums entschieden haben, dies rückblickend wieder tun.

Studienberechtigte mit einer akademischen Laufbahn sind darüber hinaus zu deutlich höheren Anteilen mit den Arbeitsinhalten und dem Arbeitsklima ihrer aktuellen Tätigkeit zufrieden (75 Prozent vs. 62 Prozent von denjenigen, die keine akademische Laufbahn eingeschlagen haben). Sie gehen auch eher einer Beschäftigung nach, die ihrer Ausbildung angemessen ist, als diejenigen Studienberechtigten, die auf ein Studium verzichtet haben.

82 Prozent der Befragten, die eine akademische Laufbahn absolviert haben, äußern sich rückblickend zufrieden mit ihrem Bildungsweg. Bei denjenigen, die sich gegen eine akademische Laufbahn entschieden haben, sind es 70 Prozent. Auch in die Zukunft blicken Studienberechtigte mit abgeschlossenem Studium optimistischer als diejenigen mit einem nicht-akademischen Werdegang.

Befragt nach ihren Berufs- und Lebenszielen streben Letztere deutlich häufiger als Erstere an, genügend Zeit für die Familie und einen sicheren Arbeitsplatz zu haben. Studienberechtigte mit einem akademischen Bildungsverlauf nennen hingegen deutlich häufiger das Ziel, einen spezifischen Berufswunsch zu realisieren und fundierte Kompetenzen zu erwerben. „Hier spielt der Zeitpunkt der Befragung eine wichtige Rolle“, erläutert Projektleiterin Heidrun Schneider. „Zehneinhalb Jahre nach dem Erwerb der Hochschulreife waren die Studienberechtigten, die ein Studium absolviert haben, aufgrund längerer Ausbildungszeiten in der Mehrzahl gerade dabei, sich beruflich zu etablieren. Karrierebezogene Ziele spielen für sie daher eine größere Rolle als für diejenigen, die schon länger im Beschäftigungssystem sind.“

Dies zeigt sich auch an einem weiteren Ergebnis: Drei von fünf Befragten mit einem nicht-akademischen Bildungsweg gehen davon aus, dass ihre berufliche Situation langfristig stabil sein wird. Bei den Befragten mit einem akademischen Bildungsweg sind nur zwei von fünf Befragten dieser Meinung. Eine Festigung der beruflichen Situation steht hier mehrheitlich noch aus.

Die dritte Befragung der Studienberechtigten 1998/99 fand im Rahmen des Studienberechtigtenpanels statt, das seit 1976 am HIS-Institut für Hochschulforschung durchgeführt wird. Die Publikation „Zehn Jahre nach Erwerb der Hochschulreife: Bildungsverlauf und aktuelle Situation von Studienberechtigten des Jahrgangs 1998/99“ ist in der Reihe HIS:Forum Hochschule erschienen (Nr. 5|2013) und steht Interessierten als PDF-Download kostenlos zur Verfügung. Eine Printversion kann gegen eine Schutzgebühr von 20 Euro direkt bei der HIS Hochschul-Informations-System GmbH bestellt werden.

Download [PDF, 134 Seiten - 800 KB]
"Zehn Jahre nach dem Erwerb der Hochschulreife"

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