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Karriereziele: Deutsche lassen es 2015 ruhiger angehen

Jeder Dritte Deutsche will die Arbeit im kommenden Jahr lockerer sehen. Lediglich elf Prozent planen, mehr Zeit in den Beruf zu investieren. Auch die Wechselbereitschaft ist unter den Arbeitnehmern gesunken. 51 Prozent geben trotzdem als Karriereziel an, im Jahr 2015 mehr Geld zu verdienen.

Studie Karriereziele 2015

Karriereziele: Deutsche lassen es 2015 ruhiger angehen
Eschborn, 22.01.2015 - Nur 17 Prozent der Deutschen wollen sich im kommenden Jahr stärker im Job engagieren. Das sind 14 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. 36 Prozent haben den festen Vorsatz, die Arbeit lockerer zu sehen und nach Feierabend besser abzuschalten. Auf Gehalt wollen die Arbeitnehmer aber nicht verzichten. 51 Prozent verfolgen das Ziel, im kommenden Jahr mehr Geld zu verdienen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Karriereziele 2015" des Personaldienstleisters ManpowerGroup Deutschland. 1.000 Deutsche ab 18 Jahren wurden dafür befragt.

Die Bereitschaft, durch Weiterbildungen die eigene Karriere voranzutreiben, hat ebenfalls deutlich abgenommen. Nur acht Prozent wollen im kommenden Jahr ein Studium oder eine Ausbildung aufnehmen beziehungsweise fortführen. Im Jahr davor waren es noch 16 Prozent. Auch berufsbegleitende Fortbildungen haben aus Arbeitsnehmersicht an Attraktivität verloren, lediglich acht Prozent interessieren sich dafür (2014: 11 Prozent).

Die Top Ten der beruflichen Vorsätze für 2015:

  1.    Die Arbeit lockerer sehen (36 Prozent)
  2.    Nach Feierabend besser abschalten (36 Prozent)
  3.    Effizienter arbeiten (19 Prozent)
  4.    Stärkeres Engagement im Job (17 Prozent)
  5.    Selbstbewussteres Auftreten gegenüber Vorgesetzten (17 Prozent)
  6.    Arbeitszeit reduzieren (16 Prozent)
  7.    Bessere Zusammenarbeit mit Kollegen (16 Prozent)
  8.    Bewerbung bei anderem Arbeitgeber (15 Prozent)
  9.    Mehr Zeit in den Job investieren (11 Prozent)
  10.    Mehr Networking betreiben (11 Prozent)

13 Prozent geben an, dass sie mit ihrer aktuellen Jobsituation schon rundum zufrieden sind und daher keine beruflichen Vorsätze für das kommende Jahr haben.

Neben den Vorsätzen wurden die Berufstätigen auch nach Wünschen für die persönliche Karriereentwicklung in 2015 gefragt. Hier zeigt sich, dass die Wechselbereitschaft gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken ist: Nur 15 Prozent wollen im neuen Jahr einen Job finden, der ihren Fähigkeiten und Interessen besser entspricht. 2014 waren es mit 28 Prozent fast doppelt so viele. "Ihrem Arbeitgeber gegenüber sind Mitarbeiter loyaler als im Vorjahr", sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. "Gleichzeitig stellen sie aber hohe Ansprüche an die Rahmenbedingungen im Job, auf die Arbeitgeber eingehen sollten, um Fachkräfte zu gewinnen und binden."

Mehr Wertschätzung erwünscht - nicht nur finanziell
Dazu gehört zum Beispiel die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben. 21 Prozent der Deutschen wollen ihre Zeit dafür selbstständig einteilen dürfen. Ebenfalls jeder Fünfte möchte vielseitigere Aufgaben übernehmen. "Gemeinsam mit den Mitarbeitern sollten Ziele vereinbart werden, die anspornen und motivieren", empfiehlt Herwarth Brune. "Bei Bedarf sollten unterstützende Weiterqualifizierungen angeboten werden - die dürfen aber nicht auferlegt sein, denn die Studie zeigt auch, dass nicht jeder dafür offen ist." Mit Erreichen der Ziele sollte eine finanzielle Belohnung einhergehen. Schließlich wünscht sich jeder Zweite im kommenden Jahr ein Plus auf dem Gehaltszettel. Es geht aber in vielen Fällen noch einfacher: Jeder Vierte wünscht sich einfach mehr Wertschätzung für seine Arbeit. "Lob für eine gute Leistung ist immer noch das einfachste und effektivste Mittel, um Mitarbeiter zu motivieren", sagt Herwarth Brune.

Download [PDF,  7 Seiten - 371 KB]
Manpower-Studie "Karriereziele 2015"


Über die Studie "Karriereziele 2015"
Die Studie "Karriereziele 2015" basiert auf einer Online-Befragung unter 1.000 Deutschen ab 18 Jahren. Sie wurde im Auftrag der ManpowerGroup Deutschland im Dezember 2014 durchgeführt. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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