DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Karriere-TrendsTraumjob

Manager würden für Traumjob auf 30 Prozent ihres Gehalts verzichten

Für ihren Traumjob würden Manager viel geben: Im Tausch gegen optimale Arbeitsbedingungen wären Führungskräfte im Durchschnitt zu einem Gehaltsverzicht von fast 30 Prozent bereit, wie aus einer Gemeinschaftsstudie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC mit der London School of Economics hervorgeht.

Ein Lichtstrahl von der Erde in den Himmel.

Manager würden für Traumjob auf 30 Prozent ihres Gehalts verzichten
Frankfurt, 29.10.2012 (pwc) - Für ihren Traumjob würden Manager viel geben: Im Tausch gegen optimale Arbeitsbedingungen wären Führungskräfte im Durchschnitt zu einem Gehaltsverzicht von fast 30 Prozent bereit, wie aus einer Gemeinschaftsstudie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC mit der London School of Economics hervorgeht. Zudem würden viele Führungskräfte eine niedrigere, dafür aber weniger komplexe und entsprechend besser kalkulierbare Vergütung bevorzugen. Insbesondere rückwirkend ausgezahlte Boni sind wenig attraktiv: Die Mehrheit der weltweit über 1.100 befragten Führungskräfte bewertet einen Bonus mit einem Abschlag von bis zu 50 Prozent, wenn dieser später ausbezahlt wird.

„Die Ergebnisse unserer Studie stellen die Effizienz bestehender variabler Vergütungssysteme in Frage. Boni wurden zwar jahrelang nicht nur vom Unternehmen selbst, sondern auch von Aktionären, Aufsichtsbehörden und Kontrollorganen als sinnvolles Instrument zur erfolgsabhängigen Flexibilisierung von Personalkosten und zur Harmonisierung von Unternehmens- und Mitarbeiterinteresse gesehen. Aber wenn einem wesentlichen Teil der Bezahlung ein so geringer Wert beigemessen wird, muss sein Einfluss auf das Verhalten von Managern kritisch hinterfragt werden“, erklärt Konrad Deiters, der seit April als Partner den Bereich Human Resources Management und Reward bei PwC Deutschland leitet.

Manager sind keine Unternehmer
Bislang ging man davon aus, dass hohe erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens leisten und damit dem Wohle der Aktionäre dienen. Diese Annahme wird allerdings durch die Studienergebnisse in Zweifel gezogen: „Manager agieren nicht notwendigerweise wie Unternehmer. Viele Führungskräfte sind vielmehr bezogen auf ihre eigene Vergütung risikoscheu und stehen sowohl langfristig angelegten Prämiensystemen als auch aufgeschobenen Boni skeptisch gegenüber. Es gilt daher, Bonussysteme so zu gestalten, dass sie nicht nur regulatorische Vorgaben erfüllen, sondern gleichzeitig auch das Erreichen der betrieblichen Ziele unterstützen und motivierend gestaltet sind", erläutert Deiters. Zwei Drittel der Befragten favorisieren ein Vergütungssystem, das auf beeinflussbaren internen Unternehmenszielen beruht. Insgesamt bevorzugt die Hälfte der Manager eine niedrigere, dafür aber sichere Vergütung gegenüber höheren Einkommenschancen mit größerem Risiko.

Jeder zweite will mehr als der Kollege
Von großer Bedeutung für die individuelle Zufriedenheit mit der Vergütung ist zudem die Stellung innerhalb der Vergütungspyramide: Jedem zweiten befragten Manager ist es wichtig, mehr als seine Kollegen in vergleichbaren Funktionen zu verdienen. Die absolute Höhe der Vergütung ist demgegenüber nur für 35 Prozent der Führungskräfte entscheidend.

„Bemerkenswert ist, dass diese Abstufung vor allem für Befragte aus Europa gilt. Manager aus den ‚Emerging Economies’ legen weitaus weniger Wert darauf, dass sie mehr verdienen als andere“, betont Deiters.

 

Im Forum zu Traumjob

9 Kommentare

Persönlicher Traumjob gesucht

WiWi Gast

Hallo Leute, hab den BWL-Abschluss (BA) schon seit einem Jahr in der Tasche und und beschäftige mich bewusst als Gelegenheitsjobber ohne richtige Motivation auf richtige Tätigkeit. Der Grund ist plump ...

11 Kommentare

Zurückgezogene Bewerbung für Traumstelle - Hier ist guter Rat teuer...

WiWi Gast

Hallo allerseits, bin in einer sehr schwierigen Situation: In der Bewerbungsphase nach meinem Studium bekam ich eine Zusage für eine Stelle, die zwar in Ordnung ging, aber nicht meiner Traumstelle e ...

4 Kommentare

Relevanz Abschlussnote nach erstem Job

WiWi Gast

Hallo zusammen, mal eine Frage: Ich habe bereits ein Vertragsangebot für den Traumjob vorliegen & bereits unterschrieben, Abgabetermin für Masterarbeit ist aber erst in 2 Monaten. Der Job geht da ...

23 Kommentare

Job in anderer Stadt - Umzug schwierig.

WiWi Gast

Liebe Forengemeinde, Ich stecke in einer schwierigen Situation. Nach langer Suche habe ich endlich bei der Firma meiner Träume ein Angebot erhalten. Ich habe einen Master und hatte schon aufgegeben u ...

11 Kommentare

Masterabschluss verhauen - Konsequenzen?

WiWi Gast

Hallo zusammen, habe in unserem Jahrgang den schlechtesten Masterabschluss von allen erlangt mit einem Schnitt von 2,6. Grund ist, dass ich bereits vor Schreiben der Masterthesis, die zu einem Dritt ...

2 Kommentare

Absage nach AC, erneut bewerben?

WiWi Gast

Nabend WiWis, Bin in folgender Situation und würde gerne erfahren, was ihr machen würdet: Ich hatte vor kurzer Zeit ein AC bei meinem Wunscharbeitgeber, es hat am Ende leider nicht gereicht. Das gan ...

8 Kommentare

Traumstelle Interview vergeigt - Frust

WiWi Gast

Hallo, ich ärgere mir gerade total, ich hatte ein Vorstellungsgespräch bei meinem Traumarbeitgeber. Ich hatte mich sehr auf die Tätigkeiten des Konzerns bei der Vorbereitung konzentriert und dabei ni ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Traumjob

Vater, Kind,

Karriere hängt von Bildung und Einkommen der Eltern ab

Gleiche Bildungs- und Karrierechancen sind ein heißes Thema. Die Bildung und das Einkommen der Eltern prägen die Persönlichkeitsentwicklung und entscheidende Eigenschaften für die spätere Laufbahn ihrer Kinder. Dazu zählen Zeit- und Risikopräferenzen ebenso wie Altruismus und Intelligenz. Ungeduld, Risikofreude und Egoismus behindern den Bildungserfolg, wie Bonner Ökonomen in einer Studie erneut feststellten.

Weiteres zum Thema Karriere-Trends

Eine junge Frau hält lachend ein pinkes Plakat in die Höhe auf dem mit weißer Schrift steht: nice legs.

Job-Zufriedenheit: Emotionale Stabilität fördert Erfolg und Zufriedenheit

Neben Gehalt, Ausbildung und Tätigkeit ist ein relevanter Erfolgsfaktor auch die Persönlichkeit von Arbeitnehmern. Menschen, die emotional stabil und belastbar sind, sind zufriedener im Job. Unklar bleibt, ob der Job den Charakter beeinflusst oder manche Menschen wegen ihrem Charakter über eine höhere Zufriedenheit im Job berichten. Zu diesen Ergebnisse kommt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW)

Student von hinten beim Lernen.

Karriere-Marathon: Millennials erwarten lebenslanges Lernen und Arbeiten

Mehr als ein Drittel der Berufstätigen werden im Jahr 2020 Millennials ausmachen. Weil 77 Prozent der Generation Y auch nach dem 65. Lebensjahr glauben noch berufstätig zu sein, erwarten sie von ihren zukünftigen Arbeitgebern mehr als ein attraktives Gehalt: Eine gute Arbeitsatmosphäre, sinnstiftende Arbeit und sicherer Arbeitsplatz sind wichtige Faktoren für Millennials bei der Arbeitgeberwahl. Weiterhin sollen Arbeitgeber Fort- und Weiterbildungen ermöglichen. Das zeigt eine neue Studie der Manpower Group.

Cartoon zeigt einen Personaler mit einer Bewerbungsmappe in der Hand auf dem Weg in sein Büro.

Berufliche Fortbildungen steigern Karriere- und Gehaltschancen

Wer Karriere machen will, muss nicht unbedingt studieren. Meister oder Techniker können genauso gut verdienen wie Akademiker. Wichtiger als der Abschluss sind Fachrichtung, Beruf und Branche. Bei kaufmännischen Fortbildungsabsolventen und wirtschaftswissenschaftlichen Akademikern sind die Gehaltsunterschiede beispielsweise gering. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Beliebtes zum Thema Karriere

Ein schwarzer Kompass mit einem weißen Zifferblatt und grünen Richtungsanzeigern.

Moderne Managementtechniken sichern Unternehmenserfolg

Die aktuellen Managementtechniken sind meist langfristige Wachstumsstrategien. In Deutschland sind Kundenmanagement, Outsourcing und Benchmarking die meistgenutzten Managementinstrumente. Neue Werkzeuge wie Big-Data-Analyse oder die digitale Transformation werden von deutschen Managern seltener als in anderen Ländern eingesetzt. Eine wachsende Komplexität, Cyber-Attacken und die abnehmende Kundenloyalität sind weltweit große Herausforderungen.

Frau, Boss, Chefin, Führungskraft, Managerinnen,

Führungskräfte-Monitor 2017: Mehr Managerinnen jedoch mit Gehaltsnachteil

Der Frauenanteil unter den Führungskräften ist in den Jahren von 1995 bis 2015 um rund zehn Prozentpunkte auf etwa 30 Prozent gestiegen. Aktuell nimmt der Frauenanteil bei den Führungskräften allerdings nur noch langsam zu. Der Gehaltsnachteil von Managerinnen beträgt durchschnittlich 23 Prozent, so der „Führungskräfte-Monitor 2017“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

New-York, Freiheitsstatur,

CEO Challenge 2017: Die Sorgen der Chefs

Die unsichere politische Lage rund um den Globus ist aus Sicht deutscher Unternehmen derzeit die größte Herausforderung. Das geht aus einer gemeinsamen Umfrage von IW Consult und The Conference Board hervor. Sorgen vor einer globalen Rezession sind bei hiesigen Managern dagegen weniger verbreitet als in anderen Ländern.

Eltern mit zwei Kindern auf den Schultern am Strand. Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Mehr Müttern und Vätern gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die Voraussetzungen für erwerbstätige Mütter haben sich in Deutschland verbessert. Aus der OECD-Studie „Dare to Share“ zur Partnerschaftlichkeit in Familie und Beruf geht hervor: 70 Prozent der Mütter sind erwerbstätig, davon arbeiteten mit 39 Prozent überdurchschnittlich viele Mütter in Deutschland in Teilzeit. Die hohe Teilzeitquote bei Müttern zeigt jedoch, dass eine wirklich ausgeglichene Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit innerhalb von Familien noch nicht die Regel ist.

Markus Thomas Münter

Professor des Jahres 2016: Volkswirt Markus Thomas Münter siegt in Wirtschaftswissenschaften

Prof. Dr. Markus Thomas Münter von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes gewinnt im Rennen um den Titel "Professor des Jahres 2016" in den Wirtschaftswissenschaften. Auf den 2. Platz wurde Prof. Dr. Marcus Labbé von der Hochschule Augsburg gewählt. Platz drei belegt die Professorin für Allgemeine Betriebswirtschafslehre Michaela Hönig von der Hochschule Frankfurt.

Feedback +/-

Feedback