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Schwanger auf Jobsuche?

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WiWi Gast

Schwanger auf Jobsuche?

Hi,

Ich habe letzen monat meinen master gemacht und bin nun auf jobsuche. Heute hab ich erfahren, dass ich schwanger bin.... Das ist jobtechnisch gelinde gesagt ungünstig, denke ich....

War jemand in einer ähnlichen situation? Wie stehen da so die chancen? Wie war die Reaktion des AG, wenn ihr es gesagt habt? Eher vorher oder nach Vertragsunterzeichnung?

Danke!

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Naja mit vorher sagen kriegst du sicher keinen Job.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Da ist die Chance auf nen Job leider gleich null. Es ist für einen AG schlicht und ergreifend zu teuer, einen schwangeren Berufseinsteiger einzustellen.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Zunächst mal Glückwunsch!

und zu deinen Fragen. Im Ernst... das solltest du alles mit dir selbst ausmachen. Will nur sagen, dass dich Meinungen und Erfahrungen von anderen hier doch echt nich kümmern sollten. Ist eh alles individuell.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Naja. Du musst zwei Dinge unterscheiden. Rechtsprechung und die Praxis.

Das Recht ist in jedem Fall auf deiner Seite. Du musst den AG sofort von deiner Schwangerschaft unterrichten und darfst nicht in der Probezeit gekündigt werden.

Allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, dass nach deinem Mutterschutz die Hölle beginnt und dein Chef alle legalen Register ziehen wird, um dein Leben zur Hölle zu machen. Spannende Projekte und Karriere kannst du dann in dem Unternehmen knicken.

Am besten kommst du wahrscheinlich in den DAX30 davon, wo du dich nach dem Mutterschutz sofort intern wegbewerben kannst...

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Wenn du einen AG findest, für den das kein Problem ist, sag bitte Bescheid. Bin zwar nicht schwanger, möchte aber gerne für einen Arbeitgeber arbeiten, für den Frauen mit Kind/Kinderwunsch nicht des Teufels sind.

Ich wünsche dir viel Glück bei der Jobsuche!

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Herzlichen Glückwunsch erstmal :)

Ein total neues und spannendes Leben beginnt für dich.
Du kannst offen und ehrlich damit umgehen, dann weißt du, woran du bei deinem neuen Arbeitgeber bist.

Wenn du allerdings in einer finanziellen Notlage stecken solltest, dann mach von deinem Recht gebrauch, die Schwangerschaft verschweigen zu dürfen.

Eine schöne und angenehme Zeit wünsche ich dir. Nimm sie bewusst und achtsam wahr. Ein Kind ist immer ein Segen :)

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Lounge Gast schrieb:

Hi,

Ich habe letzen monat meinen master gemacht und bin nun auf
jobsuche. Heute hab ich erfahren, dass ich schwanger bin....
Das ist jobtechnisch gelinde gesagt ungünstig, denke ich....

War jemand in einer ähnlichen situation? Wie stehen da so die
chancen? Wie war die Reaktion des AG, wenn ihr es gesagt
habt? Eher vorher oder nach Vertragsunterzeichnung?

Danke!

Du bist aber schon erwachsen, oder? Meist du ernsthaft, jemand ist so blöd eine Schwangere einzustellen? Eben!
Wenn man dich einstellt, fliegst du eben in der Probezeit. Da kann man doch nämlich ohne Angaben von Gründen rauswerfen.

Deine einzige Chance wäre es, wenn es keine oder nur eine sehr kurze Probezeit gäbe. Dann werden die dich nicht mehr los. Aber wo gibt es das schon noch?

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

"Naja mit vorher sagen kriegst du sicher keinen Job."

Muss se auch nicht, selbst wenn gefragt werden würde, und ist auch nicht sicher ob das Kind auch wirklich kommt. - kann immer noch was passieren. Also bewerben, mit nem Master bewirbste dich sicher nicht in nem Betrieb mit 5 unersetzlichen Mitarbeitern die ne Frau im Mutterschutz den Jahresgewinn kostet...

"Es ist für einen AG schlicht und ergreifend zu teuer, einen schwangeren Berufseinsteiger einzustellen."

Das ist nicht die Frage, es macht nur eigentlich keinen Sinn eine Stelle zu besetzen, die man dann gleich wieder unbesetzt hat über Monate.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Ganz ehrlich? Das mit der Jobsuche kannst Du knicken. Vielleicht bekommst Du für die nächsten 6 Monate noch etwas befristetes, wenn du mit offenen Karten spielst. Oder frag nach einem Praktikum bis zum Mutterschutz, um die Zeit zu überbrücken. Wobei Du Dank Mindestlohnregelung kaum noch an freiwillige Praktikas kommen wirst.

Hast Du denn schon etwas in Aussicht? Wer garantiert Dir denn, dass Du innerhalb der nächsten 4-8 Wochen einen unterschriftsreifen Vertrag vorgelegt bekommst? So etwas kann sich u. U. über 2-3 Monate hinziehen - gerade bei DAX30. Und dort wirst Du regelmäßig vorher zum Betriebsarzt geschickt. Der darf dem Unternehmen nichts von der Schwangerschaft sagen, aber er gibt eine klare Prognose, ob die Einstellung auf diese Stelle sinnvoll ist oder nicht.

Ich weiß zwar nicht wie weit Du schon bist, aber ich denke in spätestens 8 Wochen wird die ganze Sache allerspätestens "offensichtlich".

Wenn ich als Arbeitgeber eine Stelle neu besetzen will, dann will ich diese auch dauerhaft besetzen.

Ich darf im Vorstellungsgespräch nicht die Frage nach einer etwaigen Schwangerschaft stellen. Ich darf aber sehr wohl erfragen, ob der Bewerber sich nach aktuellem Kenntnisstand körperlich und geistig in der Lage sieht, die an ihn/sie gestellten vertraglichen Anforderungen zu erfüllen. Wenn bereits vor dem Gespräch ein Attest der Schwangerschaft vorhanden ist, die Antwort "ja" automatisch eine arglistige Täuschung und ich würde den geschlossen Arbeitsvertrag im Nachhinein anfechten, denn die Schwangere weiß ja genau, dass sie in absehbarer Zeit körperlich nicht in der Lage sein wird, die Tätigkeit auszuüben.

Aber auch aus diesem Grund schließe ich generell nur Befristete Verträge ab, meistens erst einen für 6 Monate, danach ggf. mit Verlängerung auf 24 Monate. So wappnet man sich als Arbeitgeber gegen solche Schmarotzer.

Das klingt vielleicht fies, aber das wirst du für einen neuen Arbeitgeber sein. Kaum produktiv, da in der Anlernzeit, und dann gleich unkündbar abstinent. Das ist nicht die feine Art.

Es ist eben ein himmelweiter Unterschied zwischen einer eingearbeiteten Bestandskraft, die in Elternzeit geht und einer neuen Arbeitskraft, deren Recruiting Geld und Zeit kostete, die eingearbeitet werden will und dann gleich wieder weg ist und das gleiche Speil von vorne los geht.

Mein Vorgänger hatte vor einiger zeit mal das Pech, dass die befristet eingestellte Schwangerschaftsvertretung am ersten Arbeitstag auch gleich ein Attest über eine Schwangerschaft vorlegte und innerhalb einer Woche merkte, dass sie dem Arbeitsstress nicht gewachsen war und nach sage und schreibe 6 vollendeten Arbeitstagen ein Attest über ein Beschäftigungsverbot vorlegte. Diese Frau hat sich im Betrieb nicht mehr wieder blicken lassen müssen.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Normalerweise werden Schwangere wenn sie noch in der Probezeit sind, kurzerhand aus dem Unternhmen heraus gekickt. Schnell und schmerzlos. Daher wird Dich kaum jemand einstellen, wenn Du beim VG erklärst, dass Du schwanger bist.

Hab sogar schon erlebt, dass Schwangere zum Kartons schleppen in das Lager eingeteilt wurden. Als die Schwangere wegen der schweren Arbeit ihr Kind verlor, pflanzte sich der Chef sich mit verschränkten Armen vor ihr auf und erklärte: "Was geht mich Ihr Schei...kind an!"

Kapitalistisches Leistungsparadigma und Kinderwünsche der Leistungserbringer vertragen sich nun mal nicht.

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checker

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Glückwunsch zur Schwangerschaft! Kinder sind mit sicherheit anspruchsvoller und erfüllender als ein anderer Job je sein kann.

Ich sehe nun 3 Herausforderungen:

  • überhaupt einen Job finden - unabhängig von der Schwanderschaft wie jeder andere auch
  • Motivation für das einarbeiten, da es erstmal nicht für lange ist
  • Mentaler Druck, da du erst mal nichts sagen solltest und "schlechtes Gewissen"

Zuerst musst du dich fragen was du beruflich im Leben erreichen willst. Davon musst du nicht viel abrücken. Klar ist aber, dass der Ablauf, Intensität und Details nun anders aussehen werden.

Kinder kosten Zeit und es macht wenig Spaß so zu tun, als wäre das nicht so. Dann wird man nur enttäuscht und wird den Anforderungen von niemanden (dir, deinem Kind, deinem Partner) gerecht. Es macht also wenig Sinn eine Karriere zu planen, wie sie selbst ohne Kinder für viele zu stressig ist. Z.B. Unternehmensberatung, operatives Projektgeschäft usw.

Überlege dir also was du machen willst, z.B. Controlling oder wo (Branche) z.B. Automobil.

Da eine Einarbeitung kaum sinnvoll möglich ist - dauert i.d.R. ein Jahr - solltest du also was "einfacherers" suchen, was aber UNBEDINGT in die Zielrichtung gehen sollte. Also NICHT Telefondienst oder Vertrieb wenn du ins Controlling willst.

Einfacher könnte z.B. eine befristete Stelle sein. Da plant niemand eine lange einarbeitung und erwartet auch nicht tolle Leute, da die i.d.R. nix befristetes suchen.

Hast du dich auf solche Stelle beworben gehst du zum Gespräch. Fragen zur Familienplanung sind unzulässig und du kannst sie mit falschen Angaben beantworten.

Dann arbeitest du da und sagst nach ein paar Monaten (z.B. 3. Monat), dass du schwanger geworden bist.

Ein schlechtes Gewissen brauchst du nicht haben. So ist das Leben und wer eine Frau einstellt kennt dieses Risiko. Außerdem handeln Unternehmen auch nicht anders. Die Stellen auch jemanden "unbefristet" ein und machen auf toll obwohl am nächsten Tag der Termin für den Insolvenzantrag ansteht.

Unmoralisch fände ich, wenn du einen relativ verantwortungsvollen Job in einem kleinen Unternehmen übernehmen würdest obwohl klar ist, dass du das nicht im Ansatz erfüllen kannst. Die hätten dann ein echtes Problem. Das muss nicht sein!

Alternativ könntest du auch nach Teilzeitstellen Ausschau halten oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter an deiner Hochschule bleiben. Wichtig ist nur, dass du nicht auf Hausfrau machst oder komplett fachfremd einen Job anfängst. Auch ein Praktikum als Absolvent kann das sein (selten aber möglich). Es muss immer wenigstes in die Richtigung deiner Zielstelle/Branche gehen.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

An den Poster mit dem Betriebsarzt: Der einzige Gesundheitstest der gemacht wird, ist für eine Verbeamtung. Das habe ich noch NIE in einem Unternehmen erlebt.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Na übertreib nicht. Ob der Chef das so gesagt hat, bezweifel ich. Aber sogar wenn ist es doch wohl klar, dass es absurd ist von irgendeinem Unternehmen zu erwarten, dass sie eine frisch schwangere Berufseinsteigerin mit offenen Armen einstellen. Es ist doch nicht der Job der Unternehmen, die Schwangerschaft einer Frau mitzufinanzieren

Lounge Gast schrieb:

Normalerweise werden Schwangere wenn sie noch in der
Probezeit sind, kurzerhand aus dem Unternhmen heraus gekickt.
Schnell und schmerzlos. Daher wird Dich kaum jemand
einstellen, wenn Du beim VG erklärst, dass Du schwanger bist.

Hab sogar schon erlebt, dass Schwangere zum Kartons schleppen
in das Lager eingeteilt wurden. Als die Schwangere wegen der
schweren Arbeit ihr Kind verlor, pflanzte sich der Chef sich
mit verschränkten Armen vor ihr auf und erklärte: "Was
geht mich Ihr Schei...kind an!"

Kapitalistisches Leistungsparadigma und Kinderwünsche der
Leistungserbringer vertragen sich nun mal nicht.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Es ist doch nicht der Job der Unternehmen, die Schwangerschaft einer Frau mitzufinanzieren<

Doch, wenn diese Frau bereits Arbeitnehmerin ist, ist genau das der Job des Unternehmens. Eigentlich. Leider vergessen die meisten Arbeitgeber ganz gerne die Verantwortung, die sie eigentlich haben, und den Umstand, dass für sie MENSCHEN mit einem Leben arbeiten. Menschen sollen heutzutage jedoch nur noch Human Resources sein, ohne Privatleben, ohne Gefühle, ohne Pläne die nicht die Karriere betreffen.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

"Normalerweise werden Schwangere wenn sie noch in der Probezeit sind, kurzerhand aus dem Unternhmen heraus gekickt. Schnell und schmerzlos. Daher wird Dich kaum jemand einstellen, wenn Du beim VG erklärst, dass Du schwanger bist.

Hab sogar schon erlebt, dass Schwangere zum Kartons schleppen in das Lager eingeteilt wurden. Als die Schwangere wegen der schweren Arbeit ihr Kind verlor, pflanzte sich der Chef sich mit verschränkten Armen vor ihr auf und erklärte: "Was geht mich Ihr Schei...kind an!""
-------------------------------------------

Hast du in Nordkorea gearbeitet oder was sollen diese Schauermärchen?
kannste dir eigentlich vorstellen, was das für nen Ärger geben würde?

-Schwangere haben Kündigungsschutz. Probezeit interessiert da nicht.

-schwere körperliche Arbeit ist sowieso zu unterlassen, ansonsten geht man zum Arzt und der erteilt Berufsverbot und zu hause bleiben bei Gehalt kassieren ist angesagt.

-ansonsten Fürsorgepflicht des AG usw. usf.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Lounge Gast schrieb:

Normalerweise werden Schwangere wenn sie noch in der
Probezeit sind, kurzerhand aus dem Unternhmen heraus gekickt.
Schnell und schmerzlos. Daher wird Dich kaum jemand
einstellen, wenn Du beim VG erklärst, dass Du schwanger bist.

Hab sogar schon erlebt, dass Schwangere zum Kartons schleppen
in das Lager eingeteilt wurden. Als die Schwangere wegen der
schweren Arbeit ihr Kind verlor, pflanzte sich der Chef sich
mit verschränkten Armen vor ihr auf und erklärte: "Was
geht mich Ihr Schei...kind an!"

Kapitalistisches Leistungsparadigma und Kinderwünsche der
Leistungserbringer vertragen sich nun mal nicht.

Wie kommt man denn überhaupt darauf, sich sowas auszudenken?

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Ach ja? Ich kenne das auch. Habe mal bei einem Werkstudentenjob bei einem DAX-30 das volle Programm durchgemacht. Urintest, Bluttest, Sehtest, Hörtest, Ruhe-EKG. Belastungs-ETG hätten Sie auch gemacht, wenn ich nicht für einen Bürojob eingestellt worden wäre. Ein späterer Kollege hat mir dann mal erläutert, auf was die alles testen, Mann o Mann...

Bei meinem ersten richtigen Job hatte ich dann auch einen Termin beim betriebsärztlichen Dienst - so selten scheint das nicht zu sein.

Also der Tipp mit "Fang erst mal an und sag denen später, dass Du schwanger bist" wird nicht ziehen. Es wird mindestens noch 4 Wochen dauern, selbst wenn sie Glück hat und einen Job zum 01.01. an Land zieht. Der Personalchef wird spätestens dann rot sehen, wenn er den Entbindungstermin auf dem Attest sieht und ihr vorwerfen, dies vorher schon gewusst zu haben.

Aber: Kisten schleppen als Schwangere? Da war die schwangere Kollegin selten dämlich. Sie hätte die Arbeit abbrechen dürfen und sich noch am gleichen Tag ein Attest über beschränktes Beschäftigungsverbot vom Arzt besorgen können. Da kann der Chef ihr nichts zu anhaben.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Hier geht es aber um einen Fall, wo die Schwangere noch nicht im Job, ja noch nicht einmal in der Arbeitswelt angekommen ist. ich halte es für unzumutbar für jedes Unternehmen.

Solche Frauen (ein Vorposter hat es schon sehr treffend als Schmarotzerei bezeichnet) sind Schuld daran, dass auch langjährigen Mitarbeiterinnen, die sich ihren Kinderwunsch erfüllen, das Leben so schwer gemacht wird.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

"Schwangere haben Kündigungsschutz. Probezeit interessiert da nicht"

Niemand ist so dumm, Schwangere wegen ihrer Schwangerschaft in der Proezeit zu kündigen. Da gibt es halt andere betriebsbedingte Gründe.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Manchmal frage ich mich wirklich, wie naiv und dämlich ein Mensch sein kann. Das hier ist wieder einmal so ein Fall.

Einen ungünstigeren Zeitpunkt, ein Kind in die Welt zu setzen, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Aber so etwas kann man ja Gott sei Dank planen; sollte man jedenfalls meinen...

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Solche Frauen (ein Vorposter hat es schon sehr treffend als Schmarotzerei bezeichnet) sind Schuld daran, dass auch langjährigen Mitarbeiterinnen, die sich ihren Kinderwunsch erfüllen, das Leben so schwer gemacht wird. <

Leider muss ich da zustimmen. Obwohl man da auch etwas bei den AG die Schuld suchen muss, wenn sie nur wegen ein paar "schwarzer Schafe" die ganze weibliche Belegschaft über einen Kamm scheren und den Mitarbeiterinnen sobald sich Nachwuchs ankündigt prinizpiell das Leben sehr schwer machen und jede unter general Verdacht stellen.

Und ja, Kinder kann man planen. ABER liebe Männer (und eventuell auch Frauen): Kein Verhütungsmittel ist 100% sicher. Es kann immer etwas passieren und manchmal kann man einfach nichts dafür. Kein Sex haben oder Sterilisation sind die einzig sicheren Optionen. Und ich glaube nicht, dass der Vorposter allen Frauen, die kurz vor dem Berufseinstieg Sex verbieten möchte, oder?

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

"ich halte es für unzumutbar für jedes Unternehmen."

Wer das unzumutbar findet, der stellt gar keine Frauen ein.

"Einen ungünstigeren Zeitpunkt, ein Kind in die Welt zu setzen, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. "
-----------------------------------------------

Es gibt sogar Leute die sind während Kriegen geboren worden...
Und selbst wenn ist doch egal geht hier schließlich um nen Bürojob. Da kann se bis in den Mutterschutz reinarbeiten, und wegen den paar Monaten Babypause wird sich jetzt keiner aus dem Kellerfenster stürzen.

"Niemand ist so dumm, Schwangere wegen ihrer Schwangerschaft in der Proezeit zu kündigen. Da gibt es halt andere betriebsbedingte Gründe."
---------------------------

Da musste schon Insolvenz anmelden.

Leute schaut euch mal die Gesetze und die Präzedenzfälle an, diese Ahnungslosigkeit ist ja unglaublich...

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Also manche Beiträge hier sind ja gradezu menschenverachtend!

Kinder zu bekommen ist das gute Recht jeder Frau und so lange solche Meinungen existieren, wird es weiblicher Belegschaft schwer gemacht. Stellt euch einmal vor es wäre eure Frau!

Es gibt doch nie den vermeintlich perfekten Zeitpunkt...

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Man kann während der Schwangerschaft, wenn der AG davon weiß, nur in absoluten Ausnahmefällen gekündigt werden und dafür muss dann das Gewerbeaufsichtsamt sein OK geben. Das gilt auch für die Probezeit!!!

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Also manche Beiträge hier sind ja gradezu menschenverachtend!

Kinder zu bekommen ist das gute Recht jeder Frau und so lange solche Meinungen existieren, wird es weiblicher Belegschaft schwer gemacht. Stellt euch einmal vor es wäre eure Frau!

Es gibt doch nie den vermeintlich perfekten Zeitpunkt... <

Daumen hoch für diesen Beitrag! Ganz deiner Meinung!

Habe nur das Gefühl, dass Kinder kriegen inzwischen kein Recht mehr der Frau ist, sondern etwas, für das sie beim Arbeitgeber am besten um Erlaubnis zu fragen hat. Und danach hat sie dem AG gefälligst auf Knien zu danken, dass er sie trotzdem weiter beschäftigt und ihr Kind so schnell und lange wie möglich in die Krippe abzuschieben, damit sie gefälligst wieder produktiv ist.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

herzlichen glückwunsch.

das sind die einzigen netten worte, die ich für die TE habe. so ein verhalten ist doch an dreistigkeit nicht zu überbieten. am besten einfach zu hause bleiben, kochen und ums kind kümmern. wenn das kind dann alt genug ist, anfangen zu bewerben. das ist der richtige weg.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Möchte hier mal was loswerden...

Ehrlich gesagt finde ich es eine absolute Dreistigkeit, wie manche Leute hier über die Threaderöffnerin schreiben.
Das ist wieder einer dieser Beispiele, wie es mit unserer Gesellschaft bestellt ist. Habt ihr nicht ein Fünkchen Respekt für die Frauen dieser Welt. Sie schaffen etwas, was ein absolut Phänomen ist und niemand erklären kann... nämlich "LEBEN" erschaffen. Was gibt es denn noch für eine größere Leistung?

Kein Manager der Welt hat genug Geld, um eine Maschine zu bauen, die so etwas vollbringt.

Außerdem ist sie (und vielleicht andere) verunsichert in ihrer Situation (was man sehr gut nachvollziehen kann, wenn man sich da rein fühlt) und erwartet ein paar hilfreiche Tipps. Das letzte was sie brauch ist zu hören wie .... sie ist und was jetzt alles nicht mehr geht blabla. Habt ihr keine Freunde, mit denen ihr sowas auf Facebook teilen könnt?

Bitte achtet darauf, wie ihr euch Schwangeren gegenüber verhaltet und sagt. Ihr nehmt nicht nur Einfluss auf die Frauen, sondern auch auf den Fötus. Respektiert das LEBEN, dann respektiert ihr euch selbst.

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Schließe mich dem Vorposter einerseits an, denn auch ich bin entsetzt, wie menschenverachtend hier einige schreiben. Kinder zu bekommen ist das Natürlichste der Welt!

Andererseits kann ich andererseits die Bedenken vieler Arbeitgeber nachvollziehen, eine Schwangere/Mutter mit Kind(ern) einzustellen. Diese ist unter Umständen (...Wortspiel nicht beabsichtigt ;-)) nicht mehr so belastbar und/oder fällt durch Elternzeit/Krankheit des Nachwuchses länger bzw. häufiger aus als kinderlose Kollegen. Dafür muss dann wieder teurer Ersatz beschafft werden, etc. Das kann man drehen und wenden, wie man will, aber Arbeitgeber sind keine Gutmenschen, sondern müssen sicherstellen, dass der Laden läuft.

Ich persönlich würde bei der Jobsuche die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als oberstes Kriterium wählen. Bietet das Unternehmen flexible Arbeitszeiten, Homeoffice oder vielleicht sogar eine eigene Kita an?

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Du magst ja nicht ganz unrecht haben. Aber vielleicht wärst Du auf einem Ponyhof besser aufgehoben?

Lounge Gast schrieb:

Möchte hier mal was loswerden...

Ehrlich gesagt finde ich es eine absolute Dreistigkeit, wie
manche Leute hier über die Threaderöffnerin schreiben.
Das ist wieder einer dieser Beispiele, wie es mit unserer
Gesellschaft bestellt ist. Habt ihr nicht ein Fünkchen
Respekt für die Frauen dieser Welt. Sie schaffen etwas, was
ein absolut Phänomen ist und niemand erklären kann... nämlich
"LEBEN" erschaffen. Was gibt es denn noch für eine
größere Leistung?

Kein Manager der Welt hat genug Geld, um eine Maschine zu
bauen, die so etwas vollbringt.

Außerdem ist sie (und vielleicht andere) verunsichert in
ihrer Situation (was man sehr gut nachvollziehen kann, wenn
man sich da rein fühlt) und erwartet ein paar hilfreiche
Tipps. Das letzte was sie brauch ist zu hören wie .... sie
ist und was jetzt alles nicht mehr geht blabla. Habt ihr
keine Freunde, mit denen ihr sowas auf Facebook teilen könnt?

Bitte achtet darauf, wie ihr euch Schwangeren gegenüber
verhaltet und sagt. Ihr nehmt nicht nur Einfluss auf die
Frauen, sondern auch auf den Fötus. Respektiert das LEBEN,
dann respektiert ihr euch selbst.

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Dann werde ich auch mal was los:

Was du da schreibst, ist alles richtig. Allerdings kann man nicht von einem Arbeitgeber erwarten, dass er eine schwangere Frau einstellt, die nach wenigen Monaten, in denen sie wahrscheinlich noch nicht einmal richtig eingearbeitet werden kann, erst einmal 1-3 Jahre fehlen wird. In dieser Zeit muss die gute Frau nämlich jemand vertreten. Daher muss der Einstellungsprozess von neuem gestartet werden, es muss wieder jemand eingearbeitet werden, der dann wieder den Platz räumt, wenn Frauchen sich entscheidet, wieder arbeiten zu gehen. Das alles kostet den Arbeitgeber doch zusätzlich wieder viel Geld.

SO funktioniert das jedenfalls nicht. Wird die Frau nach ein paar Jahren Firmenzugehörigkeit schwanger, sagt doch kein Mensch etwas. Selbst wenn sie es jetzt verschweigt und kurz nach der Probezeit erst damit auf zum Chef geht (was schon unbeschreiblich dreist wäre), wird sie sich mit Sicherheit nicht nur dessen Unmut, sondern auch den ihrer Kollegen und Kolleginnen zuziehen, die unter anderem ihre Tätigkeiten dann wieder kurzfristig übernehmen dürfen (es wird mit Sicherheit und zurecht schlecht über sie geredet werden). Der Chef wird irgendwann einen Grund finden, sie loszuwerden. Solche Personen kann man denke ich in keinem Betrieb gebrauchen.

Was ich an ihrer Stelle nun machen würde? Ich würde zusehen, dass ich im ersten Jahr voll und ganz für mein Kind da bin und würde mich nach diesem "langsam" auf Jobsuche begeben. Kein Arbeitgeber der Welt wird diese "Lücke" übel nehmen, da bin ich mir sicher.

Lounge Gast schrieb:

Möchte hier mal was loswerden...

Ehrlich gesagt finde ich es eine absolute Dreistigkeit, wie
manche Leute hier über die Threaderöffnerin schreiben.
Das ist wieder einer dieser Beispiele, wie es mit unserer
Gesellschaft bestellt ist. Habt ihr nicht ein Fünkchen
Respekt für die Frauen dieser Welt. Sie schaffen etwas, was
ein absolut Phänomen ist und niemand erklären kann... nämlich
"LEBEN" erschaffen. Was gibt es denn noch für eine
größere Leistung?

Kein Manager der Welt hat genug Geld, um eine Maschine zu
bauen, die so etwas vollbringt.

Außerdem ist sie (und vielleicht andere) verunsichert in
ihrer Situation (was man sehr gut nachvollziehen kann, wenn
man sich da rein fühlt) und erwartet ein paar hilfreiche
Tipps. Das letzte was sie brauch ist zu hören wie .... sie
ist und was jetzt alles nicht mehr geht blabla. Habt ihr
keine Freunde, mit denen ihr sowas auf Facebook teilen könnt?

Bitte achtet darauf, wie ihr euch Schwangeren gegenüber
verhaltet und sagt. Ihr nehmt nicht nur Einfluss auf die
Frauen, sondern auch auf den Fötus. Respektiert das LEBEN,
dann respektiert ihr euch selbst.

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Ich will hier noch mal deutlich machen, dass die TE noch gar keinen Job hat! Den muss sie erst mal bekommen. Und die Frage, ob man erst nach Vertragsunterschrift die Schwangerschaft mitteilen sollte, ist in meinen Augen ein arglistiger Betrug gegenüber einen Arbeitgeber, der dringend eine Stelle dauerhaft neu besetzen muss. Denn er muss diese Stelle in wenigen Wochen erneut ausschreiben, und erneut Geld in die Hand nehmen.

Absichtlich einen Job anzutreten um dann die Kündigungsschutzrechte in Anspruch zu nehmen, ist für mich nichts anderes als asozial.

Die TE sollte jetzt lieber mit kurzen Befristungen arbeiten und vor allem mit offenen Karten spielen. Nur so verhindert Sie, sich bei Arbeitgebern unbeliebt zu machen. Fakt ist, spätestens wenn der Kündigungsschutz nicht mehr greift ist sie weg vom Fenster. Und was wird wohl der alte Arbeitgeber dem neuen erzählen, wenn er anruft und um eine Meinung bittet (wird heutzutage häufiger gemacht als man denkt, weil Zeugnisse ja immer positiv klingen müssen)? In einer Region mit wenigen Arbeitgebern wäre das ihr frühes Karriereende.

Nun mal zur positiven Seite und an die TE persönlich: Mit einer Entscheidung für das Kind und die Familie hast Du hier vielen jüngeren Forennutzern einiges voraus. Aber Fakt ist: Am Arbeitsmarkt hast du als schwangere Berufsanfängerin keine Chance. Entweder Du sagst du bist schwanger und wirst den Job nicht bekommen, oder Du sagst es nicht und setzt damit deine ganze Karriere bei diesem AG und ggf. anderen Arbeitgebern im Dunstkreis aufs Spiel. Bestenfalls erhältst du nur ein schlechtes Arbeitszeugnis (welches sich ein neuer Arbeitgeber immer vorlegen lässt, wenn du die Stelle im Lebenslauf angegeben hast).

Aber sieh es positiv: Wenn Du voll einsteigst, sobald deine Familienplanung abgeschlossen ist, kannst Du richtig durchstarten. Während andere Frauen 5 Jahre arbeiten, 5 Jahre für die Familie pausieren und dann wieder von vorne anfangen kannst Du lückenlos Karriere machen.

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Lounge Gast schrieb:

Möchte hier mal was loswerden...

Ehrlich gesagt finde ich es eine absolute Dreistigkeit, wie
manche Leute hier über die Threaderöffnerin schreiben.
Das ist wieder einer dieser Beispiele, wie es mit unserer
Gesellschaft bestellt ist. Habt ihr nicht ein Fünkchen
Respekt für die Frauen dieser Welt. Sie schaffen etwas, was
ein absolut Phänomen ist und niemand erklären kann... nämlich
"LEBEN" erschaffen. Was gibt es denn noch für eine
größere Leistung?

Kein Manager der Welt hat genug Geld, um eine Maschine zu
bauen, die so etwas vollbringt.

Außerdem ist sie (und vielleicht andere) verunsichert in
ihrer Situation (was man sehr gut nachvollziehen kann, wenn
man sich da rein fühlt) und erwartet ein paar hilfreiche
Tipps. Das letzte was sie brauch ist zu hören wie .... sie
ist und was jetzt alles nicht mehr geht blabla. Habt ihr
keine Freunde, mit denen ihr sowas auf Facebook teilen könnt?

Bitte achtet darauf, wie ihr euch Schwangeren gegenüber
verhaltet und sagt. Ihr nehmt nicht nur Einfluss auf die
Frauen, sondern auch auf den Fötus. Respektiert das LEBEN,
dann respektiert ihr euch selbst.

Darum geht es nicht. Und du siehst das falsch:
Die TE weiß, dass sie ausfällt und will nur schnell einen Job, damit das Elterngeld höher ist und der Job gesichert wird.

Das ist assozial, aber gegenüber allen Frauen, denen so ein Verhalten dann pauschal unterstellt wird, nur weil sie jung sind.

Reiner Egooismus ist das und der schadet allen Frauen!

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Was ich an ihrer Stelle nun machen würde? Ich würde zusehen, dass ich im ersten Jahr voll und ganz für mein Kind da bin und würde mich nach diesem "langsam" auf Jobsuche begeben. Kein Arbeitgeber der Welt wird diese "Lücke" übel nehmen, da bin ich mir sicher. <

Wäre auch mein Vorgehen. Bin allerdings bezüglich deines letzten Satzes nicht so positiv.

An die TS: Wie ist denn die finanzielle Situation? Bist du mit dem Vater des Kindes noch zusammen, so dass ihr zumindest ein Einkommen habt? Je nach dem, was du studiert hast, bietet sich sonst vielleicht auch Heimarbeit als Selbstständige an, z.B. wenn du Grafikdesignerin, Übersetzerin, etc. bist.

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Lounge Gast schrieb:

Lounge Gast schrieb:

Möchte hier mal was loswerden...

Ehrlich gesagt finde ich es eine absolute Dreistigkeit,
wie
manche Leute hier über die Threaderöffnerin schreiben.
Das ist wieder einer dieser Beispiele, wie es mit unserer
Gesellschaft bestellt ist. Habt ihr nicht ein Fünkchen
Respekt für die Frauen dieser Welt. Sie schaffen etwas,
was
ein absolut Phänomen ist und niemand erklären kann...
nämlich
"LEBEN" erschaffen. Was gibt es denn noch für
eine
größere Leistung?

Kein Manager der Welt hat genug Geld, um eine Maschine zu
bauen, die so etwas vollbringt.

Außerdem ist sie (und vielleicht andere) verunsichert in
ihrer Situation (was man sehr gut nachvollziehen kann,
wenn
man sich da rein fühlt) und erwartet ein paar hilfreiche
Tipps. Das letzte was sie brauch ist zu hören wie .... sie
ist und was jetzt alles nicht mehr geht blabla. Habt ihr
keine Freunde, mit denen ihr sowas auf Facebook teilen
könnt?

Bitte achtet darauf, wie ihr euch Schwangeren gegenüber
verhaltet und sagt. Ihr nehmt nicht nur Einfluss auf die
Frauen, sondern auch auf den Fötus. Respektiert das LEBEN,
dann respektiert ihr euch selbst.

Darum geht es nicht. Und du siehst das falsch:
Die TE weiß, dass sie ausfällt und will nur schnell einen
Job, damit das Elterngeld höher ist und der Job gesichert wird.

Das ist assozial, aber gegenüber allen Frauen, denen so ein
Verhalten dann pauschal unterstellt wird, nur weil sie jung
sind.

Reiner Egooismus ist das und der schadet allen Frauen!

Endlich sagt es mal einer! Es geht mitnichten um Frauen in der Schwangerschaft, sondern um den Egoismus der TE, die sich nur schnell ein höheres Elterngeld und einen sicheren Job erschleichen möchte....und zwar auf Kosten aller anderen Frauen! Wenn das dem Arbeitgeber einmal passiert, wird er das nächste Mal doppelt und dreifach hinschauen und dann lieber einen Mann oder eine Frau mit fertiger Kinderplanung nehmen. Frauen wie die TE sorgen mit ihrem - sorry - asozialen Verhalten erst dafür, dass Frauen wie ich falsch angesehen werden. Warum so viel Verständnis dafür geheuchelt wird, verstehe ich nicht. Echt nicht!

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Inhaltlich gebe ich Dir recht. Trotzdem frage ich mich, weshalb es ein Schlauer Mensch nicht schafft, den Nachwuchs zu planen, wenn der Berufseinstieg geschafft ist. Das macht Dein ganzes weiteres Leben doch tausendmal einfacher...

Lounge Gast schrieb:

Was ich an ihrer Stelle nun machen würde? Ich würde
zusehen, dass ich im ersten Jahr voll und ganz für mein Kind
da bin und würde mich nach diesem "langsam" auf
Jobsuche begeben. Kein Arbeitgeber der Welt wird diese
"Lücke" übel nehmen, da bin ich mir sicher. <

Wäre auch mein Vorgehen. Bin allerdings bezüglich deines
letzten Satzes nicht so positiv.

An die TS: Wie ist denn die finanzielle Situation? Bist du
mit dem Vater des Kindes noch zusammen, so dass ihr zumindest
ein Einkommen habt? Je nach dem, was du studiert hast, bietet
sich sonst vielleicht auch Heimarbeit als Selbstständige an,
z.B. wenn du Grafikdesignerin, Übersetzerin, etc. bist.

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

hier TE:

Lest doch bitte mal meinen Beitrag! Ich wollte gerne eure Erfahrungen dazu haben!
Ich habe NICHT geschrieben, dass es mir darum geht, mein Elterngeld zu erhöhen oder irgendeinen Arbeigeber zu linken!

Aber dass hier einge mehr Verständnis für den Profit eines Unternehmens als für einen Mitmenschen ausbringen, das empfinde ich als aSOZIAL....

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

hier TE:

Lest doch bitte mal meinen Beitrag! Ich wollte gerne eure Erfahrungen dazu haben!
Ich habe NICHT geschrieben, dass es mir darum geht, mein Elterngeld zu erhöhen oder irgendeinen Arbeigeber zu linken!

Aber dass hier einge mehr Verständnis für den Profit eines Unternehmens als für einen Mitmenschen ausbringen, das empfinde ich als aSOZIAL.... <

Gebe dir vollkommen Recht. Aber solche Leute scheinen in diesem Foum leider in der Überzahl zu sein.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Lounge Gast schrieb:

hier TE:

Lest doch bitte mal meinen Beitrag! Ich wollte gerne eure
Erfahrungen dazu haben!
Ich habe NICHT geschrieben, dass es mir darum geht, mein
Elterngeld zu erhöhen oder irgendeinen Arbeigeber zu linken!

Aber dass hier einge mehr Verständnis für den Profit eines
Unternehmens als für einen Mitmenschen ausbringen, das
empfinde ich als aSOZIAL.... <

Gebe dir vollkommen Recht. Aber solche Leute scheinen in
diesem Foum leider in der Überzahl zu sein.

Das hast du vielleicht nicht geschrieben, aber es doch ganz logisch:

Du bist schwanger und bis du die Arbeit aufnehmen wirst, sind es noch ein paar Monate bis zur Niederkunft. Du hast einen Master, bist also intelligent genug zu wissen, dass keiner dich einstellen wird, wenn du nicht lügst. Wozu bewirbst du dich dann? Damit du sozial abgesichert bist oder meinst du wirklich, dass dir einer abnimmt, dass du auf etwas anderes spekulierst?

Natürlich ist das asozial und zwar allen Frauen gegenüber, die du damit in Verruf bringst! Der Satz mit den profitgierigen Unternehmen finde ich übrigens extrem daneben. Was genau machst denn du? Auf Kosten des Unternehmens und deiner Geschlechtsgenossinnen dich durchfüttern lassen?

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Bateman

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Also, ich würde aus Gründen der Fairness mich nicht bei kleineren Arbeitgebern bewerben.. aber du solltest keine Hemmungen haben, bei einem großen Arbeitgeber einzusteigen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob man dich in der Probezeit kündigen darf, wenn du schwanger bist.

All das natürlich unter der Prämisse, dass du die Schwangerschaft (Glückwunsch :) im Vorstellungsgespräch nicht erwähnst.

Wenn du nicht vorhast lange Elternzeit zu nehmen, könntest du dich auch bewerben und dabei mitteilen, dass du schwanger bist und wie lange du Elternzeit nehmen willst. So eine offene Aussage würde nicht alle abschrecken, dich abheben und so vielleicht sogar erfolgreich sein. Aber nur, wenn du nur kurz ausfällst und danach mindestens 80% arbeitest. Das geht aber fast nur, wenn du einen Partner hast der zuhause bleibt - also die vollen 12 Monate Elternzeit nimmt. Das Opfer sollte er aber auch bringen, um dir dem Berufseinstieg zu ermöglichen. Danach bringt ihr das Kind in eine Kita, schadet ihm/ihr nicht.

Für Firmen zählt, eine Position gut zu besetzen. Fällst du nur 2 Monate aus ist das kein Problem.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Unternehmen sind nun einmal keine Sozialeinrichtung. Und ja, ein Kind zu bekommen und den Zeitpunkt zu bestimmen ist dein absolut gutes Recht. Und das gute Recht eines Unternehmers ist es, keine Lust zu haben, für deine privaten Entscheidungen aufzukommen.

Du hast die Freiheit (= es ist dein Bauch), es sind aber auch deine Konsequenzen. Leute die immer von Recht/Freiheit reden, vergessen leider zu gerne, dass dies immer in Verbindung mit Eigenverantwortung/Pflichten geht.

Dummer Zeitpunkt für eine Schwangerschaft? Ja. Das nennt man allgemeines Lebensrisiko. Muss dein Kerl halt bisschen mehr arbeiten.

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

An die TE:

Du hast in deinem ersten Post wortwörtlich das hier geschrieben:

"Ich habe letzen monat meinen master gemacht und bin nun auf jobsuche. Heute hab ich erfahren, dass ich schwanger bin.... Das ist jobtechnisch gelinde gesagt ungünstig, denke ich....

War jemand in einer ähnlichen situation? Wie stehen da so die chancen? Wie war die Reaktion des AG, wenn ihr es gesagt habt? Eher vorher oder nach Vertragsunterzeichnung?"

Du erwägst also, trotz Schwangerschaft die Jobsuche anzugehen und einem zukünftigen AG wohlmöglich erst NACH Vertragsunterschrift von der Schwangerschaft zu erzählen. Und dann wunderst Du dich, dass Leute dieses Verhalten asozial verhalten?

Hättest Du nach Tipps gefragt, wie man sich in dieser Situation am besten verhält, ohne deine vermeintlichen Lösungswege zu erwähnen, hättest Du sicher auch neutralere Antworten erhalten.

Erfahrung habe ich nur als Recruiterin, und nicht als schwangere Bewerberin, aber ich stimme mit dem Poster überein, der Dir vorschlägt mit offenen Karten zu spielen und die Schwangerschaft von vorn herein im Gespräch zu erwähnen. So bekommst Du sicherlich keine unbefristete Stelle, aber Du hast ja sicherlich auch nicht vor, nur die paar Wochen zum MuSchu zuhause zu bleiben? Wer weiß, vielleicht kannst Du ja jetzt noch ein halbes Jahr Schwangerschaftsvertretung irgendwo machen.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Lounge Gast schrieb:

An die TE:

Du hast in deinem ersten Post wortwörtlich das hier
geschrieben:

"Ich habe letzen monat meinen master gemacht und bin nun
auf jobsuche. Heute hab ich erfahren, dass ich schwanger
bin.... Das ist jobtechnisch gelinde gesagt ungünstig, denke
ich....

War jemand in einer ähnlichen situation? Wie stehen da so die
chancen? Wie war die Reaktion des AG, wenn ihr es gesagt
habt? Eher vorher oder nach Vertragsunterzeichnung?"

Du erwägst also, trotz Schwangerschaft die Jobsuche anzugehen
und einem zukünftigen AG wohlmöglich erst NACH
Vertragsunterschrift von der Schwangerschaft zu erzählen. Und
dann wunderst Du dich, dass Leute dieses Verhalten asozial
verhalten?

Hättest Du nach Tipps gefragt, wie man sich in dieser
Situation am besten verhält, ohne deine vermeintlichen
Lösungswege zu erwähnen, hättest Du sicher auch neutralere
Antworten erhalten.

Erfahrung habe ich nur als Recruiterin, und nicht als
schwangere Bewerberin, aber ich stimme mit dem Poster
überein, der Dir vorschlägt mit offenen Karten zu spielen und
die Schwangerschaft von vorn herein im Gespräch zu erwähnen.
So bekommst Du sicherlich keine unbefristete Stelle, aber Du
hast ja sicherlich auch nicht vor, nur die paar Wochen zum
MuSchu zuhause zu bleiben? Wer weiß, vielleicht kannst Du ja
jetzt noch ein halbes Jahr Schwangerschaftsvertretung
irgendwo machen.

Genau so ist es. Selbstverständlich zielte die Frage der TE nur darauf ab zu erfahren, mit welcher Methode man sich möglichst gut "versorgt". Reines persönliches Eigeninteresse, denn sie weiß ja, dass sie nicht lange arbeiten würde, zumal der Einstellungsprozess bestimmt auch noch den ein oder anderen Monat dauern wird.

Ich glaube auch nicht, dass hier jemand etwas gegen Schwangere hat, wurde ja jeder mal geboren. Nur ist das, was die TE vorhat total unfair gegenüber dem Unternehmen und gegen ihre Geschlechtsgenossinnen, die durch solche Verhaltensweisen in Generalverdacht geraten.

Und mal ehrlich. Kein Arbeitgeber holt sich einen Berufsanfänger rein, der gleich länger ausfällt und das für eine Stelle für die ich sofort jemanden brauche. Da gibt es kein Verständnis. Das hat aber nichts mit der Schwangerschaft, sondern mit der Verfügbarkeit zu tun. Ein Unternehmen würde auch keinen Mann einstellen, der sofort erzählt, dass er erst einmal 1 Jahr auf Weltreise geht und dann irgendwann zur Verfügung steht.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Te: erstmal sind es wieder spekulationen über "das was ich vorhabe"...

Ich habe mich seit dem Test bei keinem Unternehmen beworben, ich stecke aber bereits im Rekruitingprozess für eine Stelle, auf die ich ganz gute Chancen hätte...
Was ich soweit tatsächlich vorhabe: sobald mein Frauenarzt die Schwangerschaft bestätigt, werde ich es dem Unternehmen mitteilen.
(Ich möchte mir einfach meine chancen nicht von vorherging verbauen, bevor ich eine Bestättigung hab dass die Schwangerschaft intakt ist)

Aber ich seh schon, erfahrungsbericht wie ihr es gemacht habt und wie der Ag drauf reagiert hat, werde ich wohl nicht bekomen...

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Lounge Gast schrieb:

Te: erstmal sind es wieder spekulationen über "das was
ich vorhabe"...

Ich habe mich seit dem Test bei keinem Unternehmen beworben,
ich stecke aber bereits im Rekruitingprozess für eine Stelle,
auf die ich ganz gute Chancen hätte...
Was ich soweit tatsächlich vorhabe: sobald mein Frauenarzt
die Schwangerschaft bestätigt, werde ich es dem Unternehmen
mitteilen.
(Ich möchte mir einfach meine chancen nicht von vorherging
verbauen, bevor ich eine Bestättigung hab dass die
Schwangerschaft intakt ist)

Aber ich seh schon, erfahrungsbericht wie ihr es gemacht habt
und wie der Ag drauf reagiert hat, werde ich wohl nicht
bekomen...

Kurz und knapp. Kein Arbeitgeber, der eine Stelle gleich besetzen will, stellt dich ein. Dafür gibt es heute viel zu viele arbeitslose Akademiker und du scheinst nichts besonderes zu können, wofür sich das Warten lohnt. Mogelst du dich irgendwie ein, dann hast du zwar temporär einen Kündigungsschutz und ein höheres Elterngeld, aber der Arbeitgeber wird dich mit Sicherheit nicht sehr lange behalten. Wie sich das im Lebenslauf macht, kannst du dir bestimmt vorstellen.

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WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Lounge Gast schrieb:

Te: erstmal sind es wieder spekulationen über "das was
ich vorhabe"...

Ich habe mich seit dem Test bei keinem Unternehmen beworben,
ich stecke aber bereits im Rekruitingprozess für eine Stelle,
auf die ich ganz gute Chancen hätte...
Was ich soweit tatsächlich vorhabe: sobald mein Frauenarzt
die Schwangerschaft bestätigt, werde ich es dem Unternehmen
mitteilen.
(Ich möchte mir einfach meine chancen nicht von vorherging
verbauen, bevor ich eine Bestättigung hab dass die
Schwangerschaft intakt ist)

Aber ich seh schon, erfahrungsbericht wie ihr es gemacht habt
und wie der Ag drauf reagiert hat, werde ich wohl nicht
bekomen...

Was heißt, wie der Arbeitgeber reagiert? Wenn er es vorher weiß, wirst du nie Arbeitnehmerin, weil es ja offensichtlich ist, dass du gar nicht arbeiten kannst oder willst. Kommst du irgendwie rein, kommt es darauf an. Wenn du es unverzüglich mitteilst, gibt es einen Kündigungsschutz. Auf der anderen Seite kann der Arbeitgeber dann aber auch wieder versuchen, dich außerordentlich zu kündigen, weil es zu offensichtlich sein könnte, dass gar keine Arbeitsabsicht bestand.

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Dem muss ich zustimmen. Ich schäme mich dafür Mensch zu sein wenn ich einige der Post hier lese.

Da schreibt jemand, dass es wohl keinen schlechteren Zeitpunkt gibt... diese Person sollte sich einmal bewusst machen, dass sie die volkswirtschaftlichen Früchte des Nachwuchses tragen wird. Das ist leider auch genau das Problem. Solche Typen sind auch meistens die Art von Singles die Karriere machen und dann nicht verstehen, dass es normal ist das Menschen schwanger werden. Wenn man einen Glücksgriff bei der Einstellung leistet, gehen diese Typen dann ja auch nicht zu dem neuen MA und sagen "Sie machen in der gleichen Zeit doppelt so viel wie die anderen, sie bekommen 100% mehr Gehalt", aber eine schwangere Frau oder junge Mutter so schnell wie möglich los werden wollen, ist dann was anderes. Es gleicht sich halt allles aus, aber solche Karrierefritzen raffen das leider nicht.

Wie dem auch sein, lange Rede, kurzer Sinn. Ich hoffe das beste für dich und dein Kind. Du bist bestimmt eine wundervolle Mutter, und du wirst deinen Weg schon gehen. Es wird holprig sein, weil dir viel Gegenwind von Idioten entgegenwehen wird, aber letztendlich wirst du deinen Weg gehen. In Deutschland wird dein Kind nicht hungern oder vor Kälte zittern müssen, das solltest du im Hinterkopf behalten.

Frag dich einfach was das schlimmste ist das passieren kann... Du musst ein paar Monate "tafeln" und evtl 1-2 Jahre in ner kleineren Bude wohnen. das war es dann auch schon, parallel kannst du dich langsam in Dinge reinarbeiten und über Teilzeitstellen in Unternehmen ankommen. (Der "normale" Weg über eine 40 Stunden Woche ist vermutlich nicht ratsam, und vermutlich auch unmöglich zu erreichen, wg. der schon genannten Gründe, aber das macht ja nichts, weil du es auch so schaffen kannst.)

Viel Glück und eine besinnliche Adventszeit!

Lounge Gast schrieb:

Also manche Beiträge hier sind ja gradezu menschenverachtend!

Kinder zu bekommen ist das gute Recht jeder Frau und so lange
solche Meinungen existieren, wird es weiblicher Belegschaft
schwer gemacht. Stellt euch einmal vor es wäre eure Frau!

Es gibt doch nie den vermeintlich perfekten Zeitpunkt...

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Lounge Gast schrieb:

Dem muss ich zustimmen. Ich schäme mich dafür Mensch zu sein
wenn ich einige der Post hier lese.

Da schreibt jemand, dass es wohl keinen schlechteren
Zeitpunkt gibt... diese Person sollte sich einmal bewusst
machen, dass sie die volkswirtschaftlichen Früchte des
Nachwuchses tragen wird. Das ist leider auch genau das
Problem. Solche Typen sind auch meistens die Art von Singles
die Karriere machen und dann nicht verstehen, dass es normal
ist das Menschen schwanger werden. Wenn man einen Glücksgriff
bei der Einstellung leistet, gehen diese Typen dann ja auch
nicht zu dem neuen MA und sagen "Sie machen in der
gleichen Zeit doppelt so viel wie die anderen, sie bekommen
100% mehr Gehalt", aber eine schwangere Frau oder junge
Mutter so schnell wie möglich los werden wollen, ist dann was
anderes. Es gleicht sich halt allles aus, aber solche
Karrierefritzen raffen das leider nicht.

Wie dem auch sein, lange Rede, kurzer Sinn. Ich hoffe das
beste für dich und dein Kind. Du bist bestimmt eine
wundervolle Mutter, und du wirst deinen Weg schon gehen. Es
wird holprig sein, weil dir viel Gegenwind von Idioten
entgegenwehen wird, aber letztendlich wirst du deinen Weg
gehen. In Deutschland wird dein Kind nicht hungern oder vor
Kälte zittern müssen, das solltest du im Hinterkopf behalten.

Frag dich einfach was das schlimmste ist das passieren
kann... Du musst ein paar Monate "tafeln" und evtl
1-2 Jahre in ner kleineren Bude wohnen. das war es dann auch
schon, parallel kannst du dich langsam in Dinge reinarbeiten
und über Teilzeitstellen in Unternehmen ankommen. (Der
"normale" Weg über eine 40 Stunden Woche ist
vermutlich nicht ratsam, und vermutlich auch unmöglich zu
erreichen, wg. der schon genannten Gründe, aber das macht ja
nichts, weil du es auch so schaffen kannst.)

Viel Glück und eine besinnliche Adventszeit!

Lounge Gast schrieb:

Also manche Beiträge hier sind ja gradezu
menschenverachtend!

Kinder zu bekommen ist das gute Recht jeder Frau und so
lange
solche Meinungen existieren, wird es weiblicher
Belegschaft
schwer gemacht. Stellt euch einmal vor es wäre eure Frau!

Es gibt doch nie den vermeintlich perfekten Zeitpunkt...

Die TE fragt konkret danach, wie Arbeitgeber reagieren und was passieren wird. Darauf bekommt sie eine Antwort.

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Sehe ich auch so. Hier antworten die Leute ganz ehrlich, was ihrer Meinung nach passieren wird, wenn die TE jetzt auf Jobsuche geht.

Wenn die TE Erfahrungsberichte haben will, wie man am besten an Sozialleistungen kommt, indem man einen neuen Arbeitgeber, für den Sie noch keinerlei wertschöpfende Leistungen erbracht hat, vor den Kopf schlagen will, muss Sie ein einem Mutti-Forum und nicht in einem Berufsanfängerforum um Rat bitten!

Ich bin gerade dabei ein kleines Start-Up aufzubauen. Die Stellen mit geeigneten Kandidaten zu besetzen, kosten mich gerade viel Zeit, Geld und Energie. Wenn mir eine Bewerberin nach Vertragsabschluss dann mit einem Attest kommen würde, und ich den ganzen Recruitingscheiß noch mal starten muss, ich glaube ich würde meinen Lebtag keine junge kinderlose Frau mehr einstellen. Vielleicht sollte ich mir meine weiblichen Kandidaten noch mal genauer anschauen....

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Meine Frau und ich haben uns bereits im Studium kennengelernt. Für uns war beide klar, dass wir irgendwann Kinder wollen.

Und das kann man ja heute dank pharmazeutischer Hilfsmittel wunderbar planen.
Wir haben mittlerweile zweie und die kamen beide exakt wie geplant. Ich war im Job gesettelt, meine Frau im öffentlichen Dienst ebenfalls unbefristet.

In der Schwangerschaft gab es dank befreundetem Mediziner jeweils ein Beschäftigungsverbot, nach der Geburt Elterngeld und nach dessen Ablauf jeweils eine längerfristige Krankschreibung...

Insgesamt war meine Frau (mit kurzer Unterbrechung) knapp 6 Jahre zuhause und hat in der ganzen Zeit trotzdem Geld verdient. Insofern kann man mit ein bisschen planen, das Ganze auch finanziell sehr erträglich gestalten...

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

TE: nochmal das geld ist mir egal, ich bin verheiratet und mein mann verdient gut. Warum ich die stelle will? Weil ich arbeiten KANN und WILL! Ich kann (soweit alles gut geht) bis kurz vor der Geburt arbeiten und nach den 8 wochen Mutterschutz auch erstmal für ein paar Monate Teilzeit einsteigen, dann geht mein mann in Elternzeit.

Dass es geht weiss ich, ich habe bereits ein Kind und damals hat mein Arbeitgeber keine Assisprüche gedrückt sondern "herzlichen Glückwunsch" gesagt und mir die notwenidige Flexibillität eingeräumt. Es war zwar nur eine Werkstuditätikeit, aber meine Verträge wurden immer wieder verlängert, trotz Schwangerschaft und Kind...
Mir ist natürlich klar, dass es bei einer unbefristeten Vollzeitstelle anders aussieht, daher wollte ich hier einfach gerne Erfahrungswerte sammeln...

Ausserdem finde ichs doch schon ein wenig unangemessen mir zu unterstellen, ich könnte nix und würde dem Unternehmen keinen Mehrwert bringen, ohne dass ihr meinen Background kennt!

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Warum bietest du ihr nicht von deinem Geld einen Job an? Willst/kannst du nicht? Geschenkt. Warum sollten Andere? Ach ja, anonymes großes böses Unternehmen .... blablabla

Ob ich es noch mal erleben darf, wenn Menschen, die mit dem moralischen Zeigefinger auf andere Zeigen, selbst mal vorangehen ....

antworten
DAX Einkäufer

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Hier werden sehr viele Themen vermischt - die Angaben der Threaderstellerin, eine ganze Reihe von Vermutungen und Unterstellungen sowie gesellschaftliche und subjektive Wertvorstellungen.

1.: Es ist vollkommen legitim, dass eine Arbeitnehmerin, die schwanger wird, besonderen Schutz genießt und dass sich die "Lasten" dieser Schwangerschaft auf die Schultern des Arbeitgebers, der Arbeitnehmerin und der Gesellschaft verteilen. Das ist in Deutschland so und entspricht unserem Wertekonsens. Mag für den einzelnen Arbeitgeber ärgerlich sein, gleicht sich aber in Summe über alle Unternehmen und die Gesellschaft aus und ist der Weg des kleinsten Übels. Wenn die Threaderstellerin bereits seit einigen Jahren einen Job hätte, wäre die ganze Diskussion vollkommen obsolet.

2.: Die aktive Familienplanung und damit auch die "Steuerung" von Schwangerschaften ist seit einiger Zeit gesellschaftlicher Usus, aber immer noch Privatsache. Niemand muss sich dafür rechtfertigen, wann er/sie Kinder bekommt. Manche bekommen sie geplant, andere ungeplant, einige geplant nicht, andere ungeplant nicht. Das ist Privatsache! Wer fünf Kinder in die Welt setzen möchte, der soll dies tun. Wer gerne kinderlos ist, soll kinderlos sein. Dasselbe gilt für den Zeitpunkt. Ob man sich damit irgend etwas "verbaut", ist zweitrangig. Den in jeder Hinsicht arbeitgeberoptimalen Arbeitnehmer gibt es nicht und wenn, dann ist er sehr teuer oder Psychopath.

3.: Die Frage der Threaderstellerin kann man juristisch, ethisch oder vor dem Hintergrund von Erfahrungen beantworten. Juristisch betrachtet (und das Gesetz spiegelt in dieser Hinsicht den gesellschaftlichen Konsens wieder!) hat die Threaderstellerin die Trümpfe auf ihrer Seite. Sie muss ihre Schwangerschaft nicht angeben und darf vertraglich keine Nachteile dadurch erfahren, dass sie sie verschweigt. Es ist für den Arbeitgeber Nebensache, ob sie ihre Kinder zu Beginn des Berufslebens bekommt oder später. Bei einem großen Konzern glättet sich das sowieso über die Zeit. Ethisch betrachtet, mag man ihr einen gewissen Egoismus unterstellen, wenn sie eine Stelle antritt, die sie aus eigenem Wissen heraus nicht zur vollen Zufriedenheit des Arbeitgebers ausüben kann. Aber das machen hier im Forum viele! Niemand würde einen guten Job ablehnen, nur weil er selbst befürchtet, vielleicht nicht gut genug für die Stelle zu sein. Diese Art der Gewissensprüfung ist nicht angebracht. Gerade Schwangere genießen einen besonderen Schutz und der erstreckt sich auch auf sich anbahnende Arbeitsverhältnisse, nicht nur auf laufende.

Das einzige, was für die TE wirklich relevant ist, sind persönliche Erfahrungen von Betroffenen. Ich selbst zähle nicht zu den Betroffenen. Ich kann der TE allerdings nur raten, die Schwangerschaft nicht anzugeben. Kein Arbeitgeber stellt jemanden ein, der den Job dann gar nicht machen wird. Das Gesetz hilft Dir dann auch nicht weiter, der Arbeitgeber wird einen Weg finden, um jemand anderen als geeigneter darzustellen. Und selbst wenn er Dich aufgrund Deiner Qualifikation ablehnt, wirst Du immer das Gefühl im Hinterkopf behalten, wegen der Schwangerschaft abgelehnt worden zu sein. Behandele Deine Schwangerschaft wie ein natürliches Ereignis und nicht wie einen Makel. Gehe ganz normal in die Vorstellungsgespräche und kämpfe um Deinen Berufseinstieg, als wäre die Schwangerschaft gar nicht da. Es könnte ja sogar sein, dass Du von ihr gar nichts weisst. Und höre nicht auf die Moral von Leuten (interessanterweise auch einige Frauen!? Hallo, wo ist Eure Solidarität mit der Threaderstellerin?? Ihr könntet morgen in einer ähnlichen Lage sein!), die selbst keine Beförderung ablehnen würden, nur weil sie sich ungeeignet fühlen.

antworten
WiWi Gast

Re: Schwanger auf Jobsuche?

Hey ´zukünftige Mutti , was hast du denn studiert und wie alt bist du?

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Schwanger

WiWi Gast

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