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Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Guten Morgen zusammen, ich wollte mal fragen wie die Doppelgutverdiener es hier mit der Elternteil bzw. Elterngeld gehandhabt haben. Wir haben derzeit ein Haushaltseinkommen von ca 160k was gleichmäßig von beiden Verdienern kommt. Davon finanzieren wir Haus, 2 Autos und sonstigen Lebensunterhalt sehr komfortabel. Nun steht Nachwuchs ins Haus und wenn einer von uns oder abwechselnd einer von uns dann den maximalbetrag Elterngeld von 1800 EUR bezieht fehlt da jeden Monat eine ganze Ecke. Viel downgraden können wir nicht, da es eben laufende Finanzierungen sind. Kosten einsparen klar, sowas wie Sky etc. fliegt raus aber das ist nur ein Tropfen auf dem heissen stein. Eher rechnen wir damit das die Ausgaben mit Kind noch steigen. Nun war die Idee das keine wirklich in Elterngeld geht sondern beide 60 (Mutter) bzw. 80 (Vater) % aus dem Homeoofice arbeiten und gleichzeitig das Kind betreuen. Befreundete Eltern haben uns alle davon abgeraten und das als nicht machbar bezeichnet. Wie sind eure Erfahrungen?

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Es ist nicht machbar. Homeoffice hilft dir die Kinder besser zur Betreuung und zurück zu bekommen oder mal einen plötzlichen Betreuungsausfall abzufedern, Hausarbeit besser verteilen zu können, etc. Aber es ermöglicht dir keine Kinderbetreuung. Entweder du arbeitest, oder du guckst nach den Kindern, beides parallel klappt nicht oder nur extrem begrenzt.

Selbst bei Eltern von Kindern die mit einem Jahr in die Ganztagesbetreuung gegangen sind habe ich es erlebt, dass trotz Homeoffice mindestens eine der Vollzeitstellen doch wieder zurück genommen wurde.

Und BTW: Wenn ihr mit 2 x 100 % den Einkommensverlust durch Elterngeld nicht abfedern könnt, dann lebt ihr über eure Verhältnisse und solltet da eh zügig was dran ändern.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Hi, falls es hilft: wir standen vor gleicher Problematik (ich habe 6k netto und bin auf 1,8k runter). Aber die Zeit bringt dir kein Geld der Welt mehr zurück.
Ich würde dafür Rücklagen aufbauen oder eben die aufgebauten Rücklagen etwas aufzehren.
Auch wir haben monatliche Kosten von rd 4k, so dass mit zwei elterngeldern dann eben noch was im Monat fehlte (so 2k + Ausgaben in der Elternzeit). Da das bei uns nur 3 Monate dauerte, hab ich eben 15k vorher gespart genau dafür.

WiWi Gast schrieb am 04.07.2022:

Guten Morgen zusammen, ich wollte mal fragen wie die Doppelgutverdiener es hier mit der Elternteil bzw. Elterngeld gehandhabt haben. Wir haben derzeit ein Haushaltseinkommen von ca 160k was gleichmäßig von beiden Verdienern kommt. Davon finanzieren wir Haus, 2 Autos und sonstigen Lebensunterhalt sehr komfortabel. Nun steht Nachwuchs ins Haus und wenn einer von uns oder abwechselnd einer von uns dann den maximalbetrag Elterngeld von 1800 EUR bezieht fehlt da jeden Monat eine ganze Ecke. Viel downgraden können wir nicht, da es eben laufende Finanzierungen sind. Kosten einsparen klar, sowas wie Sky etc. fliegt raus aber das ist nur ein Tropfen auf dem heissen stein. Eher rechnen wir damit das die Ausgaben mit Kind noch steigen. Nun war die Idee das keine wirklich in Elterngeld geht sondern beide 60 (Mutter) bzw. 80 (Vater) % aus dem Homeoofice arbeiten und gleichzeitig das Kind betreuen. Befreundete Eltern haben uns alle davon abgeraten und das als nicht machbar bezeichnet. Wie sind eure Erfahrungen?

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 04.07.2022:

Guten Morgen zusammen, ich wollte mal fragen wie die Doppelgutverdiener es hier mit der Elternteil bzw. Elterngeld gehandhabt haben. Wir haben derzeit ein Haushaltseinkommen von ca 160k was gleichmäßig von beiden Verdienern kommt. Davon finanzieren wir Haus, 2 Autos und sonstigen Lebensunterhalt sehr komfortabel. Nun steht Nachwuchs ins Haus und wenn einer von uns oder abwechselnd einer von uns dann den maximalbetrag Elterngeld von 1800 EUR bezieht fehlt da jeden Monat eine ganze Ecke. Viel downgraden können wir nicht, da es eben laufende Finanzierungen sind. Kosten einsparen klar, sowas wie Sky etc. fliegt raus aber das ist nur ein Tropfen auf dem heissen stein. Eher rechnen wir damit das die Ausgaben mit Kind noch steigen. Nun war die Idee das keine wirklich in Elterngeld geht sondern beide 60 (Mutter) bzw. 80 (Vater) % aus dem Homeoofice arbeiten und gleichzeitig das Kind betreuen. Befreundete Eltern haben uns alle davon abgeraten und das als nicht machbar bezeichnet. Wie sind eure Erfahrungen?

Hä, also habt ihr beide ca. 80k brutto, was netto ca. 3,9k sind in Stkl. 4. Wenn jetzt einer Elterngeld kriegt, geht der andere solange in Stkl. 3, was ca. 4,5k netto sind. + 1,8k + 0,2k Kindergeld -> 6,5k netto statt 7,8k netto. Du hast gesagt ihr zahlt alles locker und lebt sehr komfortabel, die Lücke die hier gerissen wird beträgt doch gerade mal 1,3k, das sollte doch kein Problem sein? Abgesehen davon weiß ich nicht ob ihr mit 60 und 80% Jobs so viel mehr Netto raushabt?

Wenn ihr nicht verheiratet seid, kommt ihr auf 3,9k + 1,8k + 0,2k, also 5,9k und verliert 1,9k. Auch das sollte doch nicht euer komplettes Leben auf den Kopf stellen? Du sprichst von laufenden Finanzierungen die nicht abgeändert werden können, wie viel ist das denn? Wie viel habt ihr zum leben über? Wie viel spart ihr?

Entweder du hast das ganze nie richtig durchgerechnet und es ist gar nicht so ein großes Problem wie du denkst, oder aber ihr lebt sehr auf Kante (im Sinne von ihr gebt eure knapp 8k jeden Monat aus).

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Und BTW: Wenn ihr mit 2 x 100 % den Einkommensverlust durch Elterngeld nicht abfedern könnt, dann lebt ihr über eure Verhältnisse und solltet da eh zügig was dran ändern.

THIS! Ich stimme auch dem anderen Teil zu, Homeoffice ist nicht gleich Kinderbetreuung, es ermöglicht nur Haushalt besser aufzuteilen. Aber viel wichtiger ist doch deine Angst, das euch ein (temporärer) Verlust von ~2k netto, wenn ihr verheiratet seid dank besserer Steuerklasse sogar nur 1,5k netto eure komplette Finanzplanung kaputt macht. Das kann in meinen Augen nur bedeuten, dass ihr deutlich zu viele Ausgaben habt. Eure Kalkulation erscheint mir da sehr auf Doppelverdienst aufgebaut zu sein?

Abgesehen davon: 160k zusammen, beide gleich also 80k in Stkl. 4 macht ca. 3,9k netto p.P. Wenn ihr jetzt auf 60 und 80 reduziert, habt ihr 3,1k und 2,5k, macht zusammen 5,6k. Das ist fast dasselbe, wie wenn ihr 3,9k + 1,8k Elterngeld habt, faktisch bleibt euch sogar weniger. Dafür aber viel mehr Stress mit der Kinderbetreuung im Vergleich zu dem Modell einer Vollzeit einer Kinderbetreuung.

Habt ihr das überhaupt richtig durchgerechnet? Scheint nämlich nicht so. Jedenfalls ändert es nichts daran, ob ihr 100 und 0 oder 60 und 80 arbeitet. In beiden Fällen kommt dasselbe Netto raus und ihr solltet lieber schauen, wie ihr mit diesem Nettogehalt eure Ausgaben stemmen könnt.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Schafft ein Auto ab - wenn ihr eh vom HO aus arbeiten könnt, dann könnt ihr euch auch mit einem Auto arrangieren.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Halte das auch für nicht möglich, wenn man zumindest den absoluten Mindeststandard an Betreuung und Fürsorge für sein Kind halten will. Ein Baby ist am Anfang mindestens so aufwändig wie ein stressiger Vollzeitjob. Kann man sich vorher nicht vorstellen, ist aber so:)Dann besser finanziell ans Limit gehen, Raten aussetzen oder ähnliches. Elterngeld gibt's auch nur maximal 14 Monate, danach schon Kita ist auch keine leichte Sache (zumindest für mich).

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 04.07.2022:

Es ist nicht machbar. Homeoffice hilft dir die Kinder besser zur Betreuung und zurück zu bekommen oder mal einen plötzlichen Betreuungsausfall abzufedern, Hausarbeit besser verteilen zu können, etc. Aber es ermöglicht dir keine Kinderbetreuung. Entweder du arbeitest, oder du guckst nach den Kindern, beides parallel klappt nicht oder nur extrem begrenzt.

Selbst bei Eltern von Kindern die mit einem Jahr in die Ganztagesbetreuung gegangen sind habe ich es erlebt, dass trotz Homeoffice mindestens eine der Vollzeitstellen doch wieder zurück genommen wurde.

Und BTW: Wenn ihr mit 2 x 100 % den Einkommensverlust durch Elterngeld nicht abfedern könnt, dann lebt ihr über eure Verhältnisse und solltet da eh zügig was dran ändern.

Danke für den ersten Teil deiner Meinung das zweite verstehe ich nicht ganz wir versuchen doch nur den Verdienstausfall so gering wie möglich zu halten. Klar würde es alles gehen mit weniger Geld, aber ist doch sicher optimierbar und muss ja nicht sein wenn es auch anders möglich wäre? Kind sollte die ersten Monate ja hauptsächlich schlafen und essen wollen, das kann man doch im Home-Office gut managen (von Ausnahmen wie Krankheit natürlich mal abgesehen) später wenn’s mobiler wird geht es natürlich nicht mehr so einfach.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 04.07.2022:

Und BTW: Wenn ihr mit 2 x 100 % den Einkommensverlust durch Elterngeld nicht abfedern könnt, dann lebt ihr über eure Verhältnisse und solltet da eh zügig was dran ändern.

THIS! Ich stimme auch dem anderen Teil zu, Homeoffice ist nicht gleich Kinderbetreuung, es ermöglicht nur Haushalt besser aufzuteilen. Aber viel wichtiger ist doch deine Angst, das euch ein (temporärer) Verlust von ~2k netto, wenn ihr verheiratet seid dank besserer Steuerklasse sogar nur 1,5k netto eure komplette Finanzplanung kaputt macht. Das kann in meinen Augen nur bedeuten, dass ihr deutlich zu viele Ausgaben habt. Eure Kalkulation erscheint mir da sehr auf Doppelverdienst aufgebaut zu sein?

Abgesehen davon: 160k zusammen, beide gleich also 80k in Stkl. 4 macht ca. 3,9k netto p.P. Wenn ihr jetzt auf 60 und 80 reduziert, habt ihr 3,1k und 2,5k, macht zusammen 5,6k. Das ist fast dasselbe, wie wenn ihr 3,9k + 1,8k Elterngeld habt, faktisch bleibt euch sogar weniger. Dafür aber viel mehr Stress mit der Kinderbetreuung im Vergleich zu dem Modell einer Vollzeit einer Kinderbetreuung.

Habt ihr das überhaupt richtig durchgerechnet? Scheint nämlich nicht so. Jedenfalls ändert es nichts daran, ob ihr 100 und 0 oder 60 und 80 arbeitet. In beiden Fällen kommt dasselbe Netto raus und ihr solltet lieber schauen, wie ihr mit diesem Nettogehalt eure Ausgaben stemmen könnt.

Ich hatte es so verstanden dass die 60 und 80 % Anteil Homeoffice von Vollzeitstellen ist. Also keine Reduktion der Arbeitszeit.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Deine Rechnung stimmt doch vorne und hinten nicht. Ihr habt 160k also 13,3k brutto im Monat, davon bleiben ca. 60% also knapp 8k netto +-

Wenn jetzt ein Job wegfällt habt ihr ca. 4k + 1,8k = 5,8k

Bei Reduktion auf 80 & 60% habt ihr noch 64k + 48k = 112k bzw 9,3k pro Monat, davon ca. 60% sind 5,6k, es bleibt euch mit deinem Weg also weniger übrig.

Habt ihr euch ernsthaft diese Gedanken gemacht ohne überhaupt mal durchzurechnen was es finanziell bedeutet?

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 04.07.2022:

Und BTW: Wenn ihr mit 2 x 100 % den Einkommensverlust durch Elterngeld nicht abfedern könnt, dann lebt ihr über eure Verhältnisse und solltet da eh zügig was dran ändern.

THIS! Ich stimme auch dem anderen Teil zu, Homeoffice ist nicht gleich Kinderbetreuung, es ermöglicht nur Haushalt besser aufzuteilen. Aber viel wichtiger ist doch deine Angst, das euch ein (temporärer) Verlust von ~2k netto, wenn ihr verheiratet seid dank besserer Steuerklasse sogar nur 1,5k netto eure komplette Finanzplanung kaputt macht. Das kann in meinen Augen nur bedeuten, dass ihr deutlich zu viele Ausgaben habt. Eure Kalkulation erscheint mir da sehr auf Doppelverdienst aufgebaut zu sein?

Abgesehen davon: 160k zusammen, beide gleich also 80k in Stkl. 4 macht ca. 3,9k netto p.P. Wenn ihr jetzt auf 60 und 80 reduziert, habt ihr 3,1k und 2,5k, macht zusammen 5,6k. Das ist fast dasselbe, wie wenn ihr 3,9k + 1,8k Elterngeld habt, faktisch bleibt euch sogar weniger. Dafür aber viel mehr Stress mit der Kinderbetreuung im Vergleich zu dem Modell einer Vollzeit einer Kinderbetreuung.

Habt ihr das überhaupt richtig durchgerechnet? Scheint nämlich nicht so. Jedenfalls ändert es nichts daran, ob ihr 100 und 0 oder 60 und 80 arbeitet. In beiden Fällen kommt dasselbe Netto raus und ihr solltet lieber schauen, wie ihr mit diesem Nettogehalt eure Ausgaben stemmen könnt.

Ich hatte es so verstanden dass die 60 und 80 % Anteil Homeoffice von Vollzeitstellen ist. Also keine Reduktion der Arbeitszeit.

achsooo jetzt ergibt das Sinn. Aber ist natürlich völlig utopisch bei 2x Vollzeit ein Kind zu erziehen.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 05.07.2022:

Und BTW: Wenn ihr mit 2 x 100 % den Einkommensverlust durch Elterngeld nicht abfedern könnt, dann lebt ihr über eure Verhältnisse und solltet da eh zügig was dran ändern.

THIS! Ich stimme auch dem anderen Teil zu, Homeoffice ist nicht gleich Kinderbetreuung, es ermöglicht nur Haushalt besser aufzuteilen. Aber viel wichtiger ist doch deine Angst, das euch ein (temporärer) Verlust von ~2k netto, wenn ihr verheiratet seid dank besserer Steuerklasse sogar nur 1,5k netto eure komplette Finanzplanung kaputt macht. Das kann in meinen Augen nur bedeuten, dass ihr deutlich zu viele Ausgaben habt. Eure Kalkulation erscheint mir da sehr auf Doppelverdienst aufgebaut zu sein?

Abgesehen davon: 160k zusammen, beide gleich also 80k in Stkl. 4 macht ca. 3,9k netto p.P. Wenn ihr jetzt auf 60 und 80 reduziert, habt ihr 3,1k und 2,5k, macht zusammen 5,6k. Das ist fast dasselbe, wie wenn ihr 3,9k + 1,8k Elterngeld habt, faktisch bleibt euch sogar weniger. Dafür aber viel mehr Stress mit der Kinderbetreuung im Vergleich zu dem Modell einer Vollzeit einer Kinderbetreuung.

Habt ihr das überhaupt richtig durchgerechnet? Scheint nämlich nicht so. Jedenfalls ändert es nichts daran, ob ihr 100 und 0 oder 60 und 80 arbeitet. In beiden Fällen kommt dasselbe Netto raus und ihr solltet lieber schauen, wie ihr mit diesem Nettogehalt eure Ausgaben stemmen könnt.

Ich hatte es so verstanden dass die 60 und 80 % Anteil Homeoffice von Vollzeitstellen ist. Also keine Reduktion der Arbeitszeit.

achsooo jetzt ergibt das Sinn. Aber ist natürlich völlig utopisch bei 2x Vollzeit ein Kind zu erziehen.

Nein es ging schon um Reduktion der Arbeitszeit und das bei beiden dann zu 100% im Homeoffice. Verschiebung der eine fängt sehr früh an, der andere später, der eine hat den Tag frei der andere macht an den Tag 10 h etc. So dass bis auf kurze Überschneidungen immer jemand verfügbar wäre.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Von erziehen zu reden bei einem Säugling? Die Grundbedürfnisse wird man wohl erfüllt bekommen wie stillen und wickeln im Homeoffice. Und in den Ruhezeiten abwechselnd ein paar Stunden (nicht notwendigerweise am Stück) etwas für die Arbeit zu erledigen sollte für 2 Personen doch wohl drin sein? Es geht nur um das erste Jahr bis zur Kita! Hat hier wirklich niemand ein moderneres Modell mit Elterngeld plus gelebt, war bei euch allen einer die ganze zeit zuhause? Kann ich mir wirklich nicht vorstellen..

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 04.07.2022:

WiWi Gast schrieb am 04.07.2022:

Es ist nicht machbar. Homeoffice hilft dir die Kinder besser zur Betreuung und zurück zu bekommen oder mal einen plötzlichen Betreuungsausfall abzufedern, Hausarbeit besser verteilen zu können, etc. Aber es ermöglicht dir keine Kinderbetreuung. Entweder du arbeitest, oder du guckst nach den Kindern, beides parallel klappt nicht oder nur extrem begrenzt.

Selbst bei Eltern von Kindern die mit einem Jahr in die Ganztagesbetreuung gegangen sind habe ich es erlebt, dass trotz Homeoffice mindestens eine der Vollzeitstellen doch wieder zurück genommen wurde.

Und BTW: Wenn ihr mit 2 x 100 % den Einkommensverlust durch Elterngeld nicht abfedern könnt, dann lebt ihr über eure Verhältnisse und solltet da eh zügig was dran ändern.

Danke für den ersten Teil deiner Meinung das zweite verstehe ich nicht ganz wir versuchen doch nur den Verdienstausfall so gering wie möglich zu halten. Klar würde es alles gehen mit weniger Geld, aber ist doch sicher optimierbar und muss ja nicht sein wenn es auch anders möglich wäre? Kind sollte die ersten Monate ja hauptsächlich schlafen und essen wollen, das kann man doch im Home-Office gut managen (von Ausnahmen wie Krankheit natürlich mal abgesehen) später wenn’s mobiler wird geht es natürlich nicht mehr so einfach.

Naja Essen und schlafen ist ein wesentlicher Aspekt im Leben des Neugeborenen ich würde aber auch noch kuscheln und schreien in den Mix mit aufnehmen. Je nach kind ist das alles unterschiedlich ausgeprägt...

Ich versuche das mal ein bisschen auszuführen:
Baby wird wach und will gefüttert werden, dann muss man eigentlich auch alles stehen und liegen lassen und das Baby so schnell wie möglich füttern. Je nach dem ob das Kind gestillt werden soll und wie gut das Kind isst, kann das gut und gerne 0,5-0,45h dauern. Anschließend kann es auch sein, das dein Baby nicht sofort wieder abgelegt werden will (signalisiert es durch schreien), sondern noch ein bisschen Nähe braucht also nochmal ne Stunde schmusen. Je nach Kind kann sich das alle 3-4h wiederholen (ja auch in der Nacht).
Das ist jetzt nur ein kleiner Ausschnitt wie Essen und schlafen bei Neugeborenen funktioniert. Ich habe da noch viele Sachen die auch noch anfallen weggelassen und es wird nicht einfacher wenn das Kind älter wird.

Ich halte euren Plan auch nicht für gut aber zumindest in der reinen Theorie für machbar. Wird aber keine schöne Zeit und ist stark vom kind und euren jobs abhängig.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 04.07.2022:

WiWi Gast schrieb am 04.07.2022:

Es ist nicht machbar. Homeoffice hilft dir die Kinder besser zur Betreuung und zurück zu bekommen oder mal einen plötzlichen Betreuungsausfall abzufedern, Hausarbeit besser verteilen zu können, etc. Aber es ermöglicht dir keine Kinderbetreuung. Entweder du arbeitest, oder du guckst nach den Kindern, beides parallel klappt nicht oder nur extrem begrenzt.

Selbst bei Eltern von Kindern die mit einem Jahr in die Ganztagesbetreuung gegangen sind habe ich es erlebt, dass trotz Homeoffice mindestens eine der Vollzeitstellen doch wieder zurück genommen wurde.

Und BTW: Wenn ihr mit 2 x 100 % den Einkommensverlust durch Elterngeld nicht abfedern könnt, dann lebt ihr über eure Verhältnisse und solltet da eh zügig was dran ändern.

Danke für den ersten Teil deiner Meinung das zweite verstehe ich nicht ganz wir versuchen doch nur den Verdienstausfall so gering wie möglich zu halten. Klar würde es alles gehen mit weniger Geld, aber ist doch sicher optimierbar und muss ja nicht sein wenn es auch anders möglich wäre? Kind sollte die ersten Monate ja hauptsächlich schlafen und essen wollen, das kann man doch im Home-Office gut managen (von Ausnahmen wie Krankheit natürlich mal abgesehen) später wenn’s mobiler wird geht es natürlich nicht mehr so einfach.

Mich macht es wirklich stutzig wie naiv doch manche das Thema Kinderbetreuung angehen.

"[...] Kind sollte die ersten Monate ja hauptsächlich schlafen und essen wollen, das kann man doch im Home-Office gut managen".

Das zeigt mir vor allem dass ihr euch sehr wenig oder zumindest realitätsfremd mit dem Thema Kind auseinandergesetzt habt.

Hier mal ein Beispiel aus der Realität als frisch gebackener Papa (ich bin 100% im HO und meine Frau zu 100% in Elternzeit): Unser kleiner will 6-8x am Tag trinken. Das dauert jeweils(!) zwischen 20 - 60 Minuten wenn man ihm genügend Zeit geben will auch das zu trinken was er schafft/ braucht. Davor wird er natürlich auch jedes Mal frisch gewickelt (ca. 5-10 Minuten). Meine Frau pumpt dazu noch alle 3h für jeweils 30 Minuten Milch ab, danach müssen Flaschen, Pumpe etc. gereinigt und sterilisiert werden. Ach ja, und der kleine hält sich natürlich an keinen "Outlook Zeitplan". Um es kurz zu sagen, meine Frau schaut eher wann sie überhaupt ihren Schlaf bekommt und ich springe wann immer ich kann mit der Flasche ein.

Zu glauben man könnte das "mal so nebenbei" mit zwei Vollzeitstellen bewerkstelligen lässt mich wirklich übles erahnen. Erinnert mich schwer an einige Beratungsfreunde die dann sehr schnell auf dem Boden der Tatsachen angekommen sind.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 04.07.2022:

Es ist nicht machbar. Homeoffice hilft dir die Kinder besser zur Betreuung und zurück zu bekommen oder mal einen plötzlichen Betreuungsausfall abzufedern, Hausarbeit besser verteilen zu können, etc. Aber es ermöglicht dir keine Kinderbetreuung. Entweder du arbeitest, oder du guckst nach den Kindern, beides parallel klappt nicht oder nur extrem begrenzt.

Selbst bei Eltern von Kindern die mit einem Jahr in die Ganztagesbetreuung gegangen sind habe ich es erlebt, dass trotz Homeoffice mindestens eine der Vollzeitstellen doch wieder zurück genommen wurde.

Und BTW: Wenn ihr mit 2 x 100 % den Einkommensverlust durch Elterngeld nicht abfedern könnt, dann lebt ihr über eure Verhältnisse und solltet da eh zügig was dran ändern.

Danke für den ersten Teil deiner Meinung das zweite verstehe ich nicht ganz wir versuchen doch nur den Verdienstausfall so gering wie möglich zu halten. Klar würde es alles gehen mit weniger Geld, aber ist doch sicher optimierbar und muss ja nicht sein wenn es auch anders möglich wäre? Kind sollte die ersten Monate ja hauptsächlich schlafen und essen wollen, das kann man doch im Home-Office gut managen (von Ausnahmen wie Krankheit natürlich mal abgesehen) später wenn’s mobiler wird geht es natürlich nicht mehr so einfach.

Du stellst dir so ein Kind aber auch ganz einfach vor. Was ist wenn du 2 wichtige Calls hintereinander hast, bist allein im HO und das Kind hört einfach nicht auf zu schreien, warum auch immer? Wirst dann wohl den Call absagen müssen. Und das ganze kann dir jeden 2. Tag passieren, ich spreche aus Erfahrung.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Frage an den TE: Sind die 160k Haushaltseinkommen brutto oder netto?

Falls brutto, wurde ja hier schon angemerkt, dass die Reduktion nicht sehr groß ist bei Elterngeldbezug. (6,5k netto statt 7,8k im Monat)
Das sind 1,3k Differenz. Habt ihr wirklich so knapp geplant?

Aber da der TE meinte, der Einschnitt wäre gewaltig, gehe ich davon aus, dass er jetzt über 160k netto im Jahr verfügt, also 13,3k im Monat.
Bei 1x Vollzeit + 1x Elternzeit wären das noch 80k+12*1,8k = 101,6k oder 8,5k im Monat.
Das sind 4,8k Differenz. Ist zwar immer noch sauviel Geld das ihr habt aber dann verstehe ich das Problem schon eher.

Versucht es doch einfach mit dem Homeoffice. Was habt ihr zu verlieren.
Aber macht euch gleich einen Plan B, falls es nicht klappt (Kostenreduktion, Kinderbetreuungsstätte, Kinder an Großeltern abgeben etc)

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Ich hoffe schwer dass du trollst, ansonsten danke für den Lacher (bin selber Vater eines Kindes < 1 Jahr alt ). Bitte melde dich doch mal so ca. 6 Monate nach Geburt eures Kindes und lass uns wissen, wie es so lief bzw. läuft, und ob du dann selber erkennst, dass deine Idee unfassbar naiv war :-)

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 05.07.2022:

Und BTW: Wenn ihr mit 2 x 100 % den Einkommensverlust durch Elterngeld nicht abfedern könnt, dann lebt ihr über eure Verhältnisse und solltet da eh zügig was dran ändern.

THIS! Ich stimme auch dem anderen Teil zu, Homeoffice ist nicht gleich Kinderbetreuung, es ermöglicht nur Haushalt besser aufzuteilen. Aber viel wichtiger ist doch deine Angst, das euch ein (temporärer) Verlust von ~2k netto, wenn ihr verheiratet seid dank besserer Steuerklasse sogar nur 1,5k netto eure komplette Finanzplanung kaputt macht. Das kann in meinen Augen nur bedeuten, dass ihr deutlich zu viele Ausgaben habt. Eure Kalkulation erscheint mir da sehr auf Doppelverdienst aufgebaut zu sein?

Abgesehen davon: 160k zusammen, beide gleich also 80k in Stkl. 4 macht ca. 3,9k netto p.P. Wenn ihr jetzt auf 60 und 80 reduziert, habt ihr 3,1k und 2,5k, macht zusammen 5,6k. Das ist fast dasselbe, wie wenn ihr 3,9k + 1,8k Elterngeld habt, faktisch bleibt euch sogar weniger. Dafür aber viel mehr Stress mit der Kinderbetreuung im Vergleich zu dem Modell einer Vollzeit einer Kinderbetreuung.

Habt ihr das überhaupt richtig durchgerechnet? Scheint nämlich nicht so. Jedenfalls ändert es nichts daran, ob ihr 100 und 0 oder 60 und 80 arbeitet. In beiden Fällen kommt dasselbe Netto raus und ihr solltet lieber schauen, wie ihr mit diesem Nettogehalt eure Ausgaben stemmen könnt.

Ich hatte es so verstanden dass die 60 und 80 % Anteil Homeoffice von Vollzeitstellen ist. Also keine Reduktion der Arbeitszeit.

achsooo jetzt ergibt das Sinn. Aber ist natürlich völlig utopisch bei 2x Vollzeit ein Kind zu erziehen.

Nein es ging schon um Reduktion der Arbeitszeit und das bei beiden dann zu 100% im Homeoffice. Verschiebung der eine fängt sehr früh an, der andere später, der eine hat den Tag frei der andere macht an den Tag 10 h etc. So dass bis auf kurze Überschneidungen immer jemand verfügbar wäre.

Du bist der TE ja? Dann stelle ich doch nochmal meine Frage: Wenn ihr einfach dabei bleibt, dass einer 100% arbeitet und der andere Elterngeld kriegt, kommt Netto ziemlich genau dasselbe, ggf. sogar mehr raus wie wenn ihr auf 60 und 80% reduziert. Habt ihr euch das überhaupt durchgerechnet bevor du hier gefragt hast? Macht nämlich überhaupt keinen Sinn bzw. würde nur dann Sinn machen, wenn keiner von euch Vollzeit daheim bleiben will. Aus finanzieller Sicht macht es aber wirklich gar keinen Sinn.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 05.07.2022:

Ich hoffe schwer dass du trollst, ansonsten danke für den Lacher (bin selber Vater eines Kindes < 1 Jahr alt ). Bitte melde dich doch mal so ca. 6 Monate nach Geburt eures Kindes und lass uns wissen, wie es so lief bzw. läuft, und ob du dann selber erkennst, dass deine Idee unfassbar naiv war :-)

Danke werde ich gerne tun und danke auch für die Meinungen aus der Praxis mit Kindern. In der Tat wird man sehen müssen wie es läuft. Wir haben da tatsächlich gar keine Erfahrung und es war auch so nicht geplant. Weitere Anmerkung die 160 K sind brutto. Und ob die Aufteilung jetzt 80/60 oder 80/80 oder ähnlich sein wird ist noch nicht ganz durch geplant, wollte nur erst mal IndiKationen bekommen, ob es überhaupt realistisch sein kann. Das „Elterngeld plus“ Modell sieht aber solche Konstellationen ja explizit vor, also muss es ja auch einen Anwendungsbereich geben.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Wenn ihr wirklich richtig chillige Jobs z.B. bei großen Energieversorgern oder Netzbetreibern habt, dann kann das klappen. Das sollten dann aber Jobs sein, in denen idealerweise keiner anruft und man auch nur max. 10 Mails am Tag bekommt.

Die Jobs sterben leider stark aus, aber sie gibt es noch. Darüber wird dann auch nicht groß gesprochen. Das ist dann der Jackpot des kleinen Mannes.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 05.07.2022:

WiWi Gast schrieb am 05.07.2022:

Ich hoffe schwer dass du trollst, ansonsten danke für den Lacher (bin selber Vater eines Kindes < 1 Jahr alt ). Bitte melde dich doch mal so ca. 6 Monate nach Geburt eures Kindes und lass uns wissen, wie es so lief bzw. läuft, und ob du dann selber erkennst, dass deine Idee unfassbar naiv war :-)

Danke werde ich gerne tun und danke auch für die Meinungen aus der Praxis mit Kindern. In der Tat wird man sehen müssen wie es läuft. Wir haben da tatsächlich gar keine Erfahrung und es war auch so nicht geplant. Weitere Anmerkung die 160 K sind brutto. Und ob die Aufteilung jetzt 80/60 oder 80/80 oder ähnlich sein wird ist noch nicht ganz durch geplant, wollte nur erst mal IndiKationen bekommen, ob es überhaupt realistisch sein kann. Das „Elterngeld plus“ Modell sieht aber solche Konstellationen ja explizit vor, also muss es ja auch einen Anwendungsbereich geben.

Man TE, ich sags jetzt noch ein letztes mal: Das Modell ist rechnerisch nicht mal ne Nullnummer, es ist sogar schlechter! Mit 60% und 80% Arbeitszeit habt ihr Netto WENIGER als bei einer 100% Stelle und 1.800€ Elterngeld. Wieso solltet ihr das tun? Es ergibt finanziell keinen Sinn und ihr habt nur 3 Tage der Woche abgedeckt, an 2 Tagen der Woche arbeitet ihr gleichzeitig sprich ihr müsst neben eurer Arbeit euer Kind versorgen. Es ergibt weder finanziell noch aus irgendeiner anderen Sicht einen Sinn.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Lieber Fragesteller, ich denke es könnte machbar sein (voraussgesetzt es kommen keine Überstunden hinzu, ihr seid zeitlich flexibel und gewillt, auch mal abends zu arbeiten anstatt Fernseh zu gucken, und teilt euch dazu die Kinderbetreuung ein. achso und der der gerade das Baby hat, sollte am besten auch noch versuchen kleinere Haushaltssachen zu erledigen wie z.B. kochen, einkaufen, Wäsche).

Unter den Voraussetzungen haben wir auch ohne große Probleme mit kleinem Baby zuhause zusammen 125% gearbeitet. Streng genommen, darf Frau während der Arbeitszeit sogar Stillpausen machen, die zur Arbeitszeit zählen (weiß natürlich nicht, wie das im Home Office aussieht).

Gerade unter finanziellen Druck würde ich es durchaus wieder so machen. Aber es stimmt, je nach Einkommen bringt Vollzeit und einer ganz Elternzeit wahrscheinlich mehr.

naja, unsere Jobs sind auch meistens eher gechillt (FuE).

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 08.08.2022:

Lieber Fragesteller, ich denke es könnte machbar sein (voraussgesetzt es kommen keine Überstunden hinzu, ihr seid zeitlich flexibel und gewillt, auch mal abends zu arbeiten anstatt Fernseh zu gucken, und teilt euch dazu die Kinderbetreuung ein. achso und der der gerade das Baby hat, sollte am besten auch noch versuchen kleinere Haushaltssachen zu erledigen wie z.B. kochen, einkaufen, Wäsche).

Unter den Voraussetzungen haben wir auch ohne große Probleme mit kleinem Baby zuhause zusammen 125% gearbeitet. Streng genommen, darf Frau während der Arbeitszeit sogar Stillpausen machen, die zur Arbeitszeit zählen (weiß natürlich nicht, wie das im Home Office aussieht).

Gerade unter finanziellen Druck würde ich es durchaus wieder so machen. Aber es stimmt, je nach Einkommen bringt Vollzeit und einer ganz Elternzeit wahrscheinlich mehr.

naja, unsere Jobs sind auch meistens eher gechillt (FuE).

Ich bin der Meinung das funktioniert nur in wenigen Jobs. Meine Frau bspw. kann auch Arbeitszeiten von 14-20 Uhr machen, insofern könnten wir das machen. Ich arbeite von 6-14 Uhr und nehme dann das Kind, meine Frau von 14-20 Uhr und wir hätten 175% Arbeitszeit. Geht also nur in gewissen Jobs.

Obwohl uns das zwar finanziell etwas besser stellen würde, würde es unserer Beziehung wahrscheinlich nicht wirklich gut tun und ich glaube mit 100% und einer ETZ würden wir deutlich besser fahren. Netto sind das zwar paar hundert Euro weniger, aber wenn ich mir vorstelle dass meine Frau von 6-20 Uhr und eigentlich auch danach quasi durchgehend arbeiten würde... nope, da verzichte ich lieber auf das Geld und helfe ihr ab 14 Uhr mit der Erziehung und gönne ihr mal ein paar Pausen.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Ja

Weil ein Säugling nichts anderes macht als schlafen.

K*cken tut er nicht. Und schläft natürlich 8h am Stück durch. Wenn du Glück hast, gibt es jeden dritten Tag einen ganzen Goldbaren in der Windel.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Ihr stellt euch das wirklich (zu) einfach vor mit dem Baby. Auch wenn es sehr pflegeleicht sein sollte, schläft und isst es nicht nur... ein Baby will schnell die Welt erkunden und ihm ist langweilig. Dann will es beschäftigt und unterhalten werden. Z. B. ein Buch vorlesen oder ein Bilderbuch anschauen. Ja, schon mit ein paar Monaten! - Ein Baby wird auch mal krank, dann quengelt es ständig (passiert auch oft ganz ohne Krankheit ;) ), kann nicht schlafen (Eltern dann auch nicht), man muss zum Arzt... Es wäre vielleicht auch nicht schlecht, wenn man mit ihm täglich an die frische Luft und unter Leute gehen würde, aber nicht nur für 5 Minuten :) .

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Dafür muss man dann halt einen genauen Zeitplan aufstellen an den sich auch das Kind zu halten hat ich denke das ist mit ein paar Monaten absolut vermittelbar.

WiWi Gast schrieb am 08.08.2022:

Ihr stellt euch das wirklich (zu) einfach vor mit dem Baby. Auch wenn es sehr pflegeleicht sein sollte, schläft und isst es nicht nur... ein Baby will schnell die Welt erkunden und ihm ist langweilig. Dann will es beschäftigt und unterhalten werden. Z. B. ein Buch vorlesen oder ein Bilderbuch anschauen. Ja, schon mit ein paar Monaten! - Ein Baby wird auch mal krank, dann quengelt es ständig (passiert auch oft ganz ohne Krankheit ;) ), kann nicht schlafen (Eltern dann auch nicht), man muss zum Arzt... Es wäre vielleicht auch nicht schlecht, wenn man mit ihm täglich an die frische Luft und unter Leute gehen würde, aber nicht nur für 5 Minuten :) .

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 08.08.2022:

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

Danke auch dir, Großeltern haben wir leider nicht in der Nähe, nach Auslauf des Elterngeld PLUS Zeitraums ist der Plan dann Tagesmutter oder Kita.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 29.08.2022:

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

Danke auch dir, Großeltern haben wir leider nicht in der Nähe, nach Auslauf des Elterngeld PLUS Zeitraums ist der Plan dann Tagesmutter oder Kita.

Ich finde das ehrlich gesagt nicht tragisch. Ich kenne viele Kinder die mit einem Jahr in die Kita sind und es hat denen nicht geschadet. Werden wir ähnlich machen, meine Frau möchte einfach gerne wieder arbeiten. Bei anderen mag es auch aus diesem Grund sein, aus Geldgründen oder ein Mix, jedenfalls ist es nicht tragisch für das Kind.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 29.08.2022:

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

Danke auch dir, Großeltern haben wir leider nicht in der Nähe, nach Auslauf des Elterngeld PLUS Zeitraums ist der Plan dann Tagesmutter oder Kita.

Ich finde das ehrlich gesagt nicht tragisch. Ich kenne viele Kinder die mit einem Jahr in die Kita sind und es hat denen nicht geschadet. Werden wir ähnlich machen, meine Frau möchte einfach gerne wieder arbeiten. Bei anderen mag es auch aus diesem Grund sein, aus Geldgründen oder ein Mix, jedenfalls ist es nicht tragisch für das Kind.

Wir werden mehr oder weniger aus finanziellen Gründen das Kind mit etwas über einem Jahr zur Tagesmutter geben für 3-4 Tage die Woche. Damit kann meine Frau wieder 50% arbeiten und wir federn das entgangene Elterngeld damit zum Großteil ab. Ist auch wichtig damit beim nächsten Elterngeld das Minus nicht ganz so heftig ausfällt.

Im Homeoffice auf das Kind aufpassen: never ever! Das geht niemals.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Ein Baby und ein Zeitplan, nach dem es sich zu richten hat...
Ohne Worte.

WiWi Gast schrieb am 08.08.2022:

Dafür muss man dann halt einen genauen Zeitplan aufstellen an den sich auch das Kind zu halten hat ich denke das ist mit ein paar Monaten absolut vermittelbar.

WiWi Gast schrieb am 08.08.2022:

Ihr stellt euch das wirklich (zu) einfach vor mit dem Baby. Auch wenn es sehr pflegeleicht sein sollte, schläft und isst es nicht nur... ein Baby will schnell die Welt erkunden und ihm ist langweilig. Dann will es beschäftigt und unterhalten werden. Z. B. ein Buch vorlesen oder ein Bilderbuch anschauen. Ja, schon mit ein paar Monaten! - Ein Baby wird auch mal krank, dann quengelt es ständig (passiert auch oft ganz ohne Krankheit ;) ), kann nicht schlafen (Eltern dann auch nicht), man muss zum Arzt... Es wäre vielleicht auch nicht schlecht, wenn man mit ihm täglich an die frische Luft und unter Leute gehen würde, aber nicht nur für 5 Minuten :) .

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 29.08.2022:

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

Danke auch dir, Großeltern haben wir leider nicht in der Nähe, nach Auslauf des Elterngeld PLUS Zeitraums ist der Plan dann Tagesmutter oder Kita.

Ich finde das ehrlich gesagt nicht tragisch. Ich kenne viele Kinder die mit einem Jahr in die Kita sind und es hat denen nicht geschadet. Werden wir ähnlich machen, meine Frau möchte einfach gerne wieder arbeiten. Bei anderen mag es auch aus diesem Grund sein, aus Geldgründen oder ein Mix, jedenfalls ist es nicht tragisch für das Kind.

Früher war man auch der Meinung, ein paar Backpfeifen haben noch keinem Kind geschadet. Ein einjähriges Baby (kann weder sprechen noch mit anderen Kindern interagieren) jeden Tag über Stunden von seinen Eltern zu trennen und an in der Regel wechselnde Fremde ( im Kita Fall oft sie Realität) abzugeben, was kann da schon schiefgehen.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 29.08.2022:

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

Danke auch dir, Großeltern haben wir leider nicht in der Nähe, nach Auslauf des Elterngeld PLUS Zeitraums ist der Plan dann Tagesmutter oder Kita.

Ich finde das ehrlich gesagt nicht tragisch. Ich kenne viele Kinder die mit einem Jahr in die Kita sind und es hat denen nicht geschadet. Werden wir ähnlich machen, meine Frau möchte einfach gerne wieder arbeiten. Bei anderen mag es auch aus diesem Grund sein, aus Geldgründen oder ein Mix, jedenfalls ist es nicht tragisch für das Kind.

Unfassbar traurig so etwas. Das Baby kann noch nicht mal laufen und reden und wird weggeben. Schon mal was von Urvertrauen gehört?
Und unabhängig davon: die Zeit kommt nie wieder, mein Gott, es gibt doch nichts schöneres als die Zeit mit den kleinen zu verbringen.

Witzig dass du auch von „nicht geschadet“ sprichst. Ich kenne auch ein kleinkind, das bereits mit 2 Jahren regelmäßig TV schaut. Schadet dem Kind natürlich auch nicht direkt, aber wird dir trotzdem jede Studie sagen, dass das absolut schlimm ist.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Ich wünsche dem TE viel Erfolg.

Ein schwieriges Vorhaben aber machbar.
Meine Freundin und ich haben bei beiden unserer Kinder voll durchgearbeitet (nach Mutterschutzzeit natürlich). Beides Jobs im mittleren / oberen Management bei denen auch mehr als 40h Wochenarbeitszeit angesagt sind.

Meine Freundin ist Französin und keine Anhängerin des traditionell deutschen Ansatz mit reduzierter Arbeitszeit insbesondere auf Seiten der Frau.

ABER: wir haben frühzeitig eine Kinderfrau auf Vollzeitbasis eingestellt und dies nicht bereut. Die Kosten von ca €3000 pro Monat (incl. Arbeitgeberkosten) sind zwar happig, entlasten einen aber zumindest tagsüber. Den Schlafentzug nachts nimmt Dir keiner ab…

Aber wenn der TE knapp kalkulieren muss ist dies vermutlich keine Option…

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

Danke auch dir, Großeltern haben wir leider nicht in der Nähe, nach Auslauf des Elterngeld PLUS Zeitraums ist der Plan dann Tagesmutter oder Kita.

Ich finde das ehrlich gesagt nicht tragisch. Ich kenne viele Kinder die mit einem Jahr in die Kita sind und es hat denen nicht geschadet. Werden wir ähnlich machen, meine Frau möchte einfach gerne wieder arbeiten. Bei anderen mag es auch aus diesem Grund sein, aus Geldgründen oder ein Mix, jedenfalls ist es nicht tragisch für das Kind.

Unfassbar traurig so etwas. Das Baby kann noch nicht mal laufen und reden und wird weggeben. Schon mal was von Urvertrauen gehört?
Und unabhängig davon: die Zeit kommt nie wieder, mein Gott, es gibt doch nichts schöneres als die Zeit mit den kleinen zu verbringen.

Witzig dass du auch von „nicht geschadet“ sprichst. Ich kenne auch ein kleinkind, das bereits mit 2 Jahren regelmäßig TV schaut. Schadet dem Kind natürlich auch nicht direkt, aber wird dir trotzdem jede Studie sagen, dass das absolut schlimm ist.

Vielleicht mal ein wenig die Schärfe aus Deinen Aussagen nehmen und den Blick über den deutschen Tellerrand hinauswagen? Bei unseren Nachbarn in England, Frankreich oder der Schweiz gehen (krabbeln?) die Kinder auch schon sehr früh in die Krippe und ich kann nicht erkennen dass dies zu messbar unglücklicheren Kindern führt.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

WiWi Gast schrieb am 29.08.2022:

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

Danke auch dir, Großeltern haben wir leider nicht in der Nähe, nach Auslauf des Elterngeld PLUS Zeitraums ist der Plan dann Tagesmutter oder Kita.

Ich finde das ehrlich gesagt nicht tragisch. Ich kenne viele Kinder die mit einem Jahr in die Kita sind und es hat denen nicht geschadet. Werden wir ähnlich machen, meine Frau möchte einfach gerne wieder arbeiten. Bei anderen mag es auch aus diesem Grund sein, aus Geldgründen oder ein Mix, jedenfalls ist es nicht tragisch für das Kind.

Unfassbar traurig so etwas. Das Baby kann noch nicht mal laufen und reden und wird weggeben. Schon mal was von Urvertrauen gehört?
Und unabhängig davon: die Zeit kommt nie wieder, mein Gott, es gibt doch nichts schöneres als die Zeit mit den kleinen zu verbringen.

Witzig dass du auch von „nicht geschadet“ sprichst. Ich kenne auch ein kleinkind, das bereits mit 2 Jahren regelmäßig TV schaut. Schadet dem Kind natürlich auch nicht direkt, aber wird dir trotzdem jede Studie sagen, dass das absolut schlimm ist.

Es geht hier nicht um Kita ja oder nein. Das ist für uns keine Frage. Meine Frau hat einen guten Job und kein Verlangen danach, drei Jahre mit Baby/ Kleinkind zuhause zu hocken. Wenn eure sich dazu geboren fühlen ist es doch gut, wir möchten ein gleichberechtigtes Modell leben so wie wir es schon in der ganzen Ehe tun.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

Danke auch dir, Großeltern haben wir leider nicht in der Nähe, nach Auslauf des Elterngeld PLUS Zeitraums ist der Plan dann Tagesmutter oder Kita.

Ich finde das ehrlich gesagt nicht tragisch. Ich kenne viele Kinder die mit einem Jahr in die Kita sind und es hat denen nicht geschadet. Werden wir ähnlich machen, meine Frau möchte einfach gerne wieder arbeiten. Bei anderen mag es auch aus diesem Grund sein, aus Geldgründen oder ein Mix, jedenfalls ist es nicht tragisch für das Kind.

Unfassbar traurig so etwas. Das Baby kann noch nicht mal laufen und reden und wird weggeben. Schon mal was von Urvertrauen gehört?
Und unabhängig davon: die Zeit kommt nie wieder, mein Gott, es gibt doch nichts schöneres als die Zeit mit den kleinen zu verbringen.

Witzig dass du auch von „nicht geschadet“ sprichst. Ich kenne auch ein kleinkind, das bereits mit 2 Jahren regelmäßig TV schaut. Schadet dem Kind natürlich auch nicht direkt, aber wird dir trotzdem jede Studie sagen, dass das absolut schlimm ist.

Es geht hier nicht um Kita ja oder nein. Das ist für uns keine Frage. Meine Frau hat einen guten Job und kein Verlangen danach, drei Jahre mit Baby/ Kleinkind zuhause zu hocken. Wenn eure sich dazu geboren fühlen ist es doch gut, wir möchten ein gleichberechtigtes Modell leben so wie wir es schon in der ganzen Ehe tun.

Volle Zustimmung. Nicht jeder will das klassisch deutsche Modell, dass die Mutter (und es ist ja meistens die Mutter) mehrere Jahre zuhause bleibt. Andere Länder bekommen es sehr gut hin, dass die Kinder früh in die Krippe gehen, darunter Frankreich, das Vereinigte Königreich oder die Schweiz. Deren Systeme haben bestimmt auch ihre Schwächen aber es ist gesellschaftlich akzeptiert, dass die Mutter früh wieder arbeiten darf ohne dass ihr der Vorwurf gemacht wird eine Rabenmutter zu sein.

Meine Freundin hat bei Kind 1 keinerlei Auszeit (nach dem Mutterschutz) genommen und bei Kind 2 zwei Monate Elterngeld.
Anstrengende Zeit aber es geht.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

Danke auch dir, Großeltern haben wir leider nicht in der Nähe, nach Auslauf des Elterngeld PLUS Zeitraums ist der Plan dann Tagesmutter oder Kita.

Ich finde das ehrlich gesagt nicht tragisch. Ich kenne viele Kinder die mit einem Jahr in die Kita sind und es hat denen nicht geschadet. Werden wir ähnlich machen, meine Frau möchte einfach gerne wieder arbeiten. Bei anderen mag es auch aus diesem Grund sein, aus Geldgründen oder ein Mix, jedenfalls ist es nicht tragisch für das Kind.

Unfassbar traurig so etwas. Das Baby kann noch nicht mal laufen und reden und wird weggeben. Schon mal was von Urvertrauen gehört?
Und unabhängig davon: die Zeit kommt nie wieder, mein Gott, es gibt doch nichts schöneres als die Zeit mit den kleinen zu verbringen.

Witzig dass du auch von „nicht geschadet“ sprichst. Ich kenne auch ein kleinkind, das bereits mit 2 Jahren regelmäßig TV schaut. Schadet dem Kind natürlich auch nicht direkt, aber wird dir trotzdem jede Studie sagen, dass das absolut schlimm ist.

Meine Güte, "weggegeben"... Das ist keine Kinderlandverschickung, das Kleinkind wird auch nicht am Strassenrand ausgesetzt, sondern einfach nur tagsüber in eine qualifizierte Betreuung gebracht wo es noch dazu mit Gleichaltrigen sozialisiert wird.

Das halte ich für ziemlich sinnvoll, ganz unabhängig davon ob ein Elternteil bereit und in der Lage wäre, sich für den Nachwuchs in die Langzeitarbeitslosigkeit zu begeben.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

Danke auch dir, Großeltern haben wir leider nicht in der Nähe, nach Auslauf des Elterngeld PLUS Zeitraums ist der Plan dann Tagesmutter oder Kita.

Ich finde das ehrlich gesagt nicht tragisch. Ich kenne viele Kinder die mit einem Jahr in die Kita sind und es hat denen nicht geschadet. Werden wir ähnlich machen, meine Frau möchte einfach gerne wieder arbeiten. Bei anderen mag es auch aus diesem Grund sein, aus Geldgründen oder ein Mix, jedenfalls ist es nicht tragisch für das Kind.

Unfassbar traurig so etwas. Das Baby kann noch nicht mal laufen und reden und wird weggeben. Schon mal was von Urvertrauen gehört?
Und unabhängig davon: die Zeit kommt nie wieder, mein Gott, es gibt doch nichts schöneres als die Zeit mit den kleinen zu verbringen.

Witzig dass du auch von „nicht geschadet“ sprichst. Ich kenne auch ein kleinkind, das bereits mit 2 Jahren regelmäßig TV schaut. Schadet dem Kind natürlich auch nicht direkt, aber wird dir trotzdem jede Studie sagen, dass das absolut schlimm ist.

Mal überlegt dass es Familien gibt die es sich schlicht nicht leisten können, solange zu hause zu bleiben? Oder dass es Frauen gibt, die auch einfach gerne arbeiten gehen wollen? Meine Frau ist 15 Monate zuhause geblieben und hat dann wieder angefangen zu arbeiten, 4 Tage die Woche, 7:30-12:30 sprich 50%. War gut für sie und auch für unser Kind war es gut. Fast forward ist unser Sohn heute 7 Jahre alt und deinem sogenannten "Urvertrauen" scheint es nicht geschadet zu haben.

Wenn du oder deine Frau 3 Jahre daheim verbringen möchtest / verbracht hast und ihr euch das auch leisten konnet, schön für euch! Aber kritisier doch nicht so heftig ("unfassbar traurig") andere Menschen für andere Lebensmodelle.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Es geht hier nicht um Kita ja oder nein. Das ist für uns keine Frage. Meine Frau hat einen guten Job und kein Verlangen danach, drei Jahre mit Baby/ Kleinkind zuhause zu hocken. Wenn eure sich dazu geboren fühlen ist es doch gut, wir möchten ein gleichberechtigtes Modell leben so wie wir es schon in der ganzen Ehe tun.

Das ist ja auch vollkommen legitim. Keiner spricht von 3 Jahren zu Hause bleiben. Aber ihr werden schnell merken, dass das Kind mit 12 Monaten wegzugeben keine gute Idee ist. Wir haben auch viel geplant und geredet und dann hat uns einfach die Realität eingeholt.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Es geht hier nicht um Kita ja oder nein. Das ist für uns keine Frage. Meine Frau hat einen guten Job und kein Verlangen danach, drei Jahre mit Baby/ Kleinkind zuhause zu hocken. Wenn eure sich dazu geboren fühlen ist es doch gut, wir möchten ein gleichberechtigtes Modell leben so wie wir es schon in der ganzen Ehe tun.

Das ist ja auch vollkommen legitim. Keiner spricht von 3 Jahren zu Hause bleiben. Aber ihr werden schnell merken, dass das Kind mit 12 Monaten wegzugeben keine gute Idee ist. Wir haben auch viel geplant und geredet und dann hat uns einfach die Realität eingeholt.

Sehe ich genauso. Wenn ich jungen Eltern auch nur einen einzigen Tipp geben kann, dann dass ihr es nicht weggebt und bitte einfach die ersten 3 Jahre maximal Zeit mit den Kleinen verbringt. Es ist für euch eine unvergessliche Zeit und für eure Kleinen sowieso. Und dass dies persönliche Einschnitte und Opfer mit sich bringt, ist ja klar. Aber wenn das ein Problem ist, frage ich mich warum man dann überhaupt Kinder bekommt.

Ich lache immer über die Leute, die meinen "mein Kind ist 12 Monate und spielt schon schön mit anderen 12 Monate alten Babys". Hauptsache rechtfertigen, dass ich das Kind weggeben kann. Muss mich ja selbst enthalten. Einfach nur traurig.
Das Leben besteht nun mal aus Kompromissen, man kann nicht alles haben.

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WiWi Gast

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WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

Danke auch dir, Großeltern haben wir leider nicht in der Nähe, nach Auslauf des Elterngeld PLUS Zeitraums ist der Plan dann Tagesmutter oder Kita.

Ich finde das ehrlich gesagt nicht tragisch. Ich kenne viele Kinder die mit einem Jahr in die Kita sind und es hat denen nicht geschadet. Werden wir ähnlich machen, meine Frau möchte einfach gerne wieder arbeiten. Bei anderen mag es auch aus diesem Grund sein, aus Geldgründen oder ein Mix, jedenfalls ist es nicht tragisch für das Kind.

Unfassbar traurig so etwas. Das Baby kann noch nicht mal laufen und reden und wird weggeben. Schon mal was von Urvertrauen gehört?
Und unabhängig davon: die Zeit kommt nie wieder, mein Gott, es gibt doch nichts schöneres als die Zeit mit den kleinen zu verbringen.

Witzig dass du auch von „nicht geschadet“ sprichst. Ich kenne auch ein kleinkind, das bereits mit 2 Jahren regelmäßig TV schaut. Schadet dem Kind natürlich auch nicht direkt, aber wird dir trotzdem jede Studie sagen, dass das absolut schlimm ist.

Es geht hier nicht um Kita ja oder nein. Das ist für uns keine Frage. Meine Frau hat einen guten Job und kein Verlangen danach, drei Jahre mit Baby/ Kleinkind zuhause zu hocken. Wenn eure sich dazu geboren fühlen ist es doch gut, wir möchten ein gleichberechtigtes Modell leben so wie wir es schon in der ganzen Ehe tun.

Witzig, dass ihr ein Kind habt und dann argumentiert, dass "deine Frau kein Verlangen hat [...] daheim zu bleiben".

Schon mal dran gedacht, dass es - wenn man ein Kind bekommt - in erster Linie nicht um das "Verlangen" von dir oder dein Frau geht sondern um das Kind? Solche Behauptungen schocken mich immer zu tiefst.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Es geht hier nicht um Kita ja oder nein. Das ist für uns keine Frage. Meine Frau hat einen guten Job und kein Verlangen danach, drei Jahre mit Baby/ Kleinkind zuhause zu hocken. Wenn eure sich dazu geboren fühlen ist es doch gut, wir möchten ein gleichberechtigtes Modell leben so wie wir es schon in der ganzen Ehe tun.

Das ist ja auch vollkommen legitim. Keiner spricht von 3 Jahren zu Hause bleiben. Aber ihr werden schnell merken, dass das Kind mit 12 Monaten wegzugeben keine gute Idee ist. Wir haben auch viel geplant und geredet und dann hat uns einfach die Realität eingeholt.

Wir haben beide unserer Kinder mit ungefähr 12 Monaten in die Betreuung gegeben. Das erste aufgrund Lockdown mit etwas Verzögerung, das zweite durchläuft gerade die Eingewöhnung in der Krippe. Und wenn ich mich dort (in der Krippe der zweiten Tochter) umsehe dann sehe ich dort sehr viele noch kleinere Kinder. Wir leben in der Schweiz wo man vielleicht einen weniger dogmatischen Ansatz zur Kindererziehung hat als so mancher in Deutschland.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Es geht hier nicht um Kita ja oder nein. Das ist für uns keine Frage. Meine Frau hat einen guten Job und kein Verlangen danach, drei Jahre mit Baby/ Kleinkind zuhause zu hocken. Wenn eure sich dazu geboren fühlen ist es doch gut, wir möchten ein gleichberechtigtes Modell leben so wie wir es schon in der ganzen Ehe tun.

Das ist ja auch vollkommen legitim. Keiner spricht von 3 Jahren zu Hause bleiben. Aber ihr werden schnell merken, dass das Kind mit 12 Monaten wegzugeben keine gute Idee ist. Wir haben auch viel geplant und geredet und dann hat uns einfach die Realität eingeholt.

Dem kann ich zustimmen. Wir haben unsere größere Tochter auch mit 12 Monaten in die Kita gegeben. Es hat ihr sehr gut gefallen und sie hat einen großen Entwicklungsschub gemacht. Trotzdem hat der Vorposter Recht, dass einen die Realität einholt: Krankheit, verkürzte Öffnungszeiten in der Kita wegen Personalmangel, zahlreiche Schließtage und viele andere Gründe machen eine Planbarkeit mit Berufstätigkeit sehr, sehr schwierig. Ihr braucht beide Jobs mit sehr flexiblen Arbeitszeiten und verständnisvollen Vorgesetzten/Kollegen. Beide Vollzeit arbeiten ist selbst dann noch extrem herausfordernd.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Den deutschen Muttis wurde halt Jahrzehnte lang etwas anderes eingetrichert. Diese Sichtweise hat insbesondere Westdeutschland sehr exklusiv auf der Welt.

Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass die Frauen es sich halt auch lieber 3 Jahre einfacher machen.

Alle anderen auf der Welt machen es anders.

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Es geht hier nicht um Kita ja oder nein. Das ist für uns keine Frage. Meine Frau hat einen guten Job und kein Verlangen danach, drei Jahre mit Baby/ Kleinkind zuhause zu hocken. Wenn eure sich dazu geboren fühlen ist es doch gut, wir möchten ein gleichberechtigtes Modell leben so wie wir es schon in der ganzen Ehe tun.

Das ist ja auch vollkommen legitim. Keiner spricht von 3 Jahren zu Hause bleiben. Aber ihr werden schnell merken, dass das Kind mit 12 Monaten wegzugeben keine gute Idee ist. Wir haben auch viel geplant und geredet und dann hat uns einfach die Realität eingeholt.

Wir haben beide unserer Kinder mit ungefähr 12 Monaten in die Betreuung gegeben. Das erste aufgrund Lockdown mit etwas Verzögerung, das zweite durchläuft gerade die Eingewöhnung in der Krippe. Und wenn ich mich dort (in der Krippe der zweiten Tochter) umsehe dann sehe ich dort sehr viele noch kleinere Kinder. Wir leben in der Schweiz wo man vielleicht einen weniger dogmatischen Ansatz zur Kindererziehung hat als so mancher in Deutschland.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Es geht hier nicht um Kita ja oder nein. Das ist für uns keine Frage. Meine Frau hat einen guten Job und kein Verlangen danach, drei Jahre mit Baby/ Kleinkind zuhause zu hocken. Wenn eure sich dazu geboren fühlen ist es doch gut, wir möchten ein gleichberechtigtes Modell leben so wie wir es schon in der ganzen Ehe tun.

Das ist ja auch vollkommen legitim. Keiner spricht von 3 Jahren zu Hause bleiben. Aber ihr werden schnell merken, dass das Kind mit 12 Monaten wegzugeben keine gute Idee ist. Wir haben auch viel geplant und geredet und dann hat uns einfach die Realität eingeholt.

Dem kann ich zustimmen. Wir haben unsere größere Tochter auch mit 12 Monaten in die Kita gegeben. Es hat ihr sehr gut gefallen und sie hat einen großen Entwicklungsschub gemacht. Trotzdem hat der Vorposter Recht, dass einen die Realität einholt: Krankheit, verkürzte Öffnungszeiten in der Kita wegen Personalmangel, zahlreiche Schließtage und viele andere Gründe machen eine Planbarkeit mit Berufstätigkeit sehr, sehr schwierig. Ihr braucht beide Jobs mit sehr flexiblen Arbeitszeiten und verständnisvollen Vorgesetzten/Kollegen. Beide Vollzeit arbeiten ist selbst dann noch extrem herausfordernd.

Der Vorposter meinte das aber nicht darauf bezogen, sondern darauf dass er dafür plädiert Kinder nicht mit 12 Monaten sondern deutlich später "wegzugeben". Diese Diskussion artet mal wieder aus und trennt sich in 2 Lager, ist dasselbe wie Miete vs kaufen... akzeptiert einfach dass es Menschen / Paare gibt, die eine andere Vorstellung haben als ihr selbst. Die muss nicht besser oder schlechter sein, sondern die ist einfach nur anders. Und das ist völlig legitim.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

Danke auch dir, Großeltern haben wir leider nicht in der Nähe, nach Auslauf des Elterngeld PLUS Zeitraums ist der Plan dann Tagesmutter oder Kita.

Ich finde das ehrlich gesagt nicht tragisch. Ich kenne viele Kinder die mit einem Jahr in die Kita sind und es hat denen nicht geschadet. Werden wir ähnlich machen, meine Frau möchte einfach gerne wieder arbeiten. Bei anderen mag es auch aus diesem Grund sein, aus Geldgründen oder ein Mix, jedenfalls ist es nicht tragisch für das Kind.

Unfassbar traurig so etwas. Das Baby kann noch nicht mal laufen und reden und wird weggeben. Schon mal was von Urvertrauen gehört?
Und unabhängig davon: die Zeit kommt nie wieder, mein Gott, es gibt doch nichts schöneres als die Zeit mit den kleinen zu verbringen.

Witzig dass du auch von „nicht geschadet“ sprichst. Ich kenne auch ein kleinkind, das bereits mit 2 Jahren regelmäßig TV schaut. Schadet dem Kind natürlich auch nicht direkt, aber wird dir trotzdem jede Studie sagen, dass das absolut schlimm ist.

Es geht hier nicht um Kita ja oder nein. Das ist für uns keine Frage. Meine Frau hat einen guten Job und kein Verlangen danach, drei Jahre mit Baby/ Kleinkind zuhause zu hocken. Wenn eure sich dazu geboren fühlen ist es doch gut, wir möchten ein gleichberechtigtes Modell leben so wie wir es schon in der ganzen Ehe tun.

Witzig, dass ihr ein Kind habt und dann argumentiert, dass "deine Frau kein Verlangen hat [...] daheim zu bleiben".

Schon mal dran gedacht, dass es - wenn man ein Kind bekommt - in erster Linie nicht um das "Verlangen" von dir oder dein Frau geht sondern um das Kind? Solche Behauptungen schocken mich immer zu tiefst.

Ja aber man bleibt trotzdem auch ein Individuum mit eigenen Wünschen und Träumen und es gibt nicht den einen richtigen Weg.

Es fängt schon damit an, das auch Kinder nicht alle gleich sind. Es gibt Kinder für die ist die Kita toll und für die ist die Kita auch schon mit U2 super und es gibt Kinder, für die ist es auch mit 5 noch zu früh. Hier mit dem Kindeswohl zu argumentieren ist doch kompletter Unsinn.

Ich musste hier eh die Erfahrung machen, daß man es anderen Menschen, insbesondere anderen Eltern nicht recht machen kann. Bleibt man zuhause ist man faul, geht man arbeiten vernachlässigt man die Kinder.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Es geht hier nicht um Kita ja oder nein. Das ist für uns keine Frage. Meine Frau hat einen guten Job und kein Verlangen danach, drei Jahre mit Baby/ Kleinkind zuhause zu hocken. Wenn eure sich dazu geboren fühlen ist es doch gut, wir möchten ein gleichberechtigtes Modell leben so wie wir es schon in der ganzen Ehe tun.

Das ist ja auch vollkommen legitim. Keiner spricht von 3 Jahren zu Hause bleiben. Aber ihr werden schnell merken, dass das Kind mit 12 Monaten wegzugeben keine gute Idee ist. Wir haben auch viel geplant und geredet und dann hat uns einfach die Realität eingeholt.

Wir haben beide unserer Kinder mit ungefähr 12 Monaten in die Betreuung gegeben. Das erste aufgrund Lockdown mit etwas Verzögerung, das zweite durchläuft gerade die Eingewöhnung in der Krippe. Und wenn ich mich dort (in der Krippe der zweiten Tochter) umsehe dann sehe ich dort sehr viele noch kleinere Kinder. Wir leben in der Schweiz wo man vielleicht einen weniger dogmatischen Ansatz zur Kindererziehung hat als so mancher in Deutschland.

Noch einmal ein Nachtrag: Wir haben beide fast durchgehend 100% gearbeitet (bei Kind 2 hat meine Freundin 2 Monate Elternzeit genommen), haben aber früh eine Vollzeit-Kinderfrau eingestellt (unsere Eltern wohnen beide mehre Stunden entfernt). Durch Work from Home haben wir - gerade im Lockdown - viel Zeit mit den Kindern verbringen können, hatten aber immer die Gewissheit, dass tagsüber eine 1:1 Betreuung da ist.

Die Kosten (so etwa EUR 3500,- pro Monat inkl. Arbeitgebeibeiträge) waren natürlich erheblich, auch wenn sie teilweise steuerlich absetzbar sind. Aber sowohl für meine Partnerin als auch für mich war und ist die Arbeit wichtig.

Ich gebe zu, kein Ansatz, der für jeden passt. Ich verstehe nur die Dogmatik einiger hier nicht. Wie einer der Vorposter schrieb, es gibt mehr als nur einen Weg, Beruf und Kinder zu vereinbaren.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Hier ist wirklich schon eine erstaunliche Portion Naivität in diesem Thread enthalten. Ich erzähle mal wie es bei uns läuft. Unser kleiner ist jetzt fast 1 Jahr alt. Meine Freundin ist zu 100% zu Hause, ich arbeite zu 100% wieder. Die ersten 4 Wochen war ich zu Hause, was sehr wichtig für uns war. Im Anschluss habe ich 80% für 4 Monate gemacht und bin dann den 6. Monat für einen Monat in Elternzeit / Geld zu Hause geblieben. Danach immer wieder Urlaub genommen und den 10. Monat auch noch einmal Elternzeit / Elterngeld. Diese Aufteilung hängt auch mit der speziellen Situation zusammen, dass ich in meiner Firma jedes Jahr 5 Monate Urlaubssperre habe.

In den 12 Monaten hatte er in Summe 3 Virusinfektionen - RS-Virus (mit 3 Monaten), Corona (mit 6 Monaten) und Herpes (mit 10 Monaten). Hinzu kamen Koliken (Bauchschmerzen, Blähungen) und natürlich die ersten 8 Zähne. Es gab Zeiten da ist er einfach 8 mal in der Nacht wach geworden. Meine Freundin und ich gingen da wirklich auf dem Zahnfleisch. Wir mussten (!) uns einfach abwechseln, sodass sie übern Tag verteilt mal auf 5 oder 6 Stunden in Summe kam.

Dazu kommen dann auch noch die normalen Untersuchungen und Besuch den man hat. Das kann schon super anstrengend sein, wenn das Kind nicht gerne Auto fährt (so wie er). Wenn ein so kleines Kind krank ist, ist es nicht einfach "nur krank", sondern es hat bis zu 41 Grad Fieber, schreit wie am Spieß das es einem noch 2 Blöcke weiter ins Mark fährt, während man selber vielleicht auch krank ist. Das war beim RS-Virus so. Corona war dagegen ein Kindergartengeburtstag, den meine Freundin und mich schon ordentlich aus den Latschen gehauen hat. Mit seinem Kind nachts dann völlig fertig in die Notaufnahme zu fahren, es keine Luft mehr bekommt weil die Lunge so vollgeschleimt ist, aber die Sauerstoffversorgung im Blut noch zu gut ist und man deswegen nicht aufgenommen wird, bis man dann noch einmal und noch einmal hinfährt bis man die ärztliche Einweisung vom örtlichen Kinderarzt bekommen. Das treibt den Nerv- und Anstrengungsgrad doch schon erheblich in die Höhe.

Dazu von zu Hause noch arbeiten? Im Zweifelsfall beide?! Never ever. Wenn ich sowas wie Zeitpläne schon lese... lächerlich ey. Die ersten 6 Monate kennt das Kind nicht einmal den Unterschied zwischen Tag und Nacht, und das wird es euch auch wissen lassen.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Amen.
Dabei sei allen Eltern die Zeit mit ihren Kindern gegönnt. Unglaublich intensiv, im Negativen (Schlaf!) aber vor allem im Positiven. Und wer länger zuhause bleiben soll kann dies dank der Errungenschaft des Elterngeldes auch finanziell einfacher tun.

Aber mich ärgert diese Absolutheit der Meinung und das Totschlagargument, dass arbeitende Eltern automatisch Rabeneltern seien. Interessanterweise scheint man diese Vorstellung vor allem unter Akademikern zu finden.

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Den deutschen Muttis wurde halt Jahrzehnte lang etwas anderes eingetrichert. Diese Sichtweise hat insbesondere Westdeutschland sehr exklusiv auf der Welt.

Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass die Frauen es sich halt auch lieber 3 Jahre einfacher machen.

Alle anderen auf der Welt machen es anders.

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Es geht hier nicht um Kita ja oder nein. Das ist für uns keine Frage. Meine Frau hat einen guten Job und kein Verlangen danach, drei Jahre mit Baby/ Kleinkind zuhause zu hocken. Wenn eure sich dazu geboren fühlen ist es doch gut, wir möchten ein gleichberechtigtes Modell leben so wie wir es schon in der ganzen Ehe tun.

Das ist ja auch vollkommen legitim. Keiner spricht von 3 Jahren zu Hause bleiben. Aber ihr werden schnell merken, dass das Kind mit 12 Monaten wegzugeben keine gute Idee ist. Wir haben auch viel geplant und geredet und dann hat uns einfach die Realität eingeholt.

Wir haben beide unserer Kinder mit ungefähr 12 Monaten in die Betreuung gegeben. Das erste aufgrund Lockdown mit etwas Verzögerung, das zweite durchläuft gerade die Eingewöhnung in der Krippe. Und wenn ich mich dort (in der Krippe der zweiten Tochter) umsehe dann sehe ich dort sehr viele noch kleinere Kinder. Wir leben in der Schweiz wo man vielleicht einen weniger dogmatischen Ansatz zur Kindererziehung hat als so mancher in Deutschland.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 31.08.2022:

Amen.
Dabei sei allen Eltern die Zeit mit ihren Kindern gegönnt. Unglaublich intensiv, im Negativen (Schlaf!) aber vor allem im Positiven. Und wer länger zuhause bleiben soll kann dies dank der Errungenschaft des Elterngeldes auch finanziell einfacher tun.

Aber mich ärgert diese Absolutheit der Meinung und das Totschlagargument, dass arbeitende Eltern automatisch Rabeneltern seien. Interessanterweise scheint man diese Vorstellung vor allem unter Akademikern zu finden.

Mich ärgert dabei am meisten, dass hier im Thread und generell fast alle davon ausgehen, dass ja jeder easy 2-3 Jahre zu hause bleiben könnte. Es gibt Familien, da geht das ganz einfach finanziell nicht, weil ein Vollzeitgehalt und teilweise sogar 1,5 Gehälter überhaupt nicht ausreichend sind.

Abgesehen davon verstehe ich auch dieses Argument "warum kriegt ihr dann Kinder?" nicht. Nur weil man ein Kind kriegt heißt dass doch nicht, das man selbst keine eigenen Bedürfnisse mehr hat. Es gibt eben Menschen die gerne arbeiten und die die Arbeit auch für Struktur etc. im Alltag brauchen, aber die Supereltern akzeptieren das halt nicht und dann ist man sofort Rabeneltern oder es ist "unfassbar traurig" und "schockierend", wenn man das Kind nach 14 Monaten in die Kita gibt. Beim Thema Geschlecht wird mittlerweile alles akzeptiert, jede mögliche Bezeichnung, aber beim Thema Eltern sein gibts für die eine Fraktion nur die "3 Jahre zuhause bleiben" Option, alles andere wird nicht akzeptiert und aufs übelste schlecht geredet - spannend :D

Und nein, ich habe keine Kinder und habe mit Sicherheit noch gute 4-5 Jahre bevor das für mich ein Thema wird.

antworten
WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 31.08.2022:

Amen.
Dabei sei allen Eltern die Zeit mit ihren Kindern gegönnt. Unglaublich intensiv, im Negativen (Schlaf!) aber vor allem im Positiven. Und wer länger zuhause bleiben soll kann dies dank der Errungenschaft des Elterngeldes auch finanziell einfacher tun.

Aber mich ärgert diese Absolutheit der Meinung und das Totschlagargument, dass arbeitende Eltern automatisch Rabeneltern seien. Interessanterweise scheint man diese Vorstellung vor allem unter Akademikern zu finden.

Mich ärgert dabei am meisten, dass hier im Thread und generell fast alle davon ausgehen, dass ja jeder easy 2-3 Jahre zu hause bleiben könnte. Es gibt Familien, da geht das ganz einfach finanziell nicht, weil ein Vollzeitgehalt und teilweise sogar 1,5 Gehälter überhaupt nicht ausreichend sind.

Abgesehen davon verstehe ich auch dieses Argument "warum kriegt ihr dann Kinder?" nicht. Nur weil man ein Kind kriegt heißt dass doch nicht, das man selbst keine eigenen Bedürfnisse mehr hat. Es gibt eben Menschen die gerne arbeiten und die die Arbeit auch für Struktur etc. im Alltag brauchen, aber die Supereltern akzeptieren das halt nicht und dann ist man sofort Rabeneltern oder es ist "unfassbar traurig" und "schockierend", wenn man das Kind nach 14 Monaten in die Kita gibt. Beim Thema Geschlecht wird mittlerweile alles akzeptiert, jede mögliche Bezeichnung, aber beim Thema Eltern sein gibts für die eine Fraktion nur die "3 Jahre zuhause bleiben" Option, alles andere wird nicht akzeptiert und aufs übelste schlecht geredet - spannend :D

Und nein, ich habe keine Kinder und habe mit Sicherheit noch gute 4-5 Jahre bevor das für mich ein Thema wird.

Durch deine Aussage, "ich habe noch keine Kinder" disqualifizierst du dich sowieso schon. Wenn ein Blinder von einem Regenbogen spricht. Was soll so etwas?
Deine Meinung kann daher getrost ignoriert werden.

antworten
WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 31.08.2022:

Amen.
Dabei sei allen Eltern die Zeit mit ihren Kindern gegönnt. Unglaublich intensiv, im Negativen (Schlaf!) aber vor allem im Positiven. Und wer länger zuhause bleiben soll kann dies dank der Errungenschaft des Elterngeldes auch finanziell einfacher tun.

Aber mich ärgert diese Absolutheit der Meinung und das Totschlagargument, dass arbeitende Eltern automatisch Rabeneltern seien. Interessanterweise scheint man diese Vorstellung vor allem unter Akademikern zu finden.

Mich ärgert dabei am meisten, dass hier im Thread und generell fast alle davon ausgehen, dass ja jeder easy 2-3 Jahre zu hause bleiben könnte. Es gibt Familien, da geht das ganz einfach finanziell nicht, weil ein Vollzeitgehalt und teilweise sogar 1,5 Gehälter überhaupt nicht ausreichend sind.

Abgesehen davon verstehe ich auch dieses Argument "warum kriegt ihr dann Kinder?" nicht. Nur weil man ein Kind kriegt heißt dass doch nicht, das man selbst keine eigenen Bedürfnisse mehr hat. Es gibt eben Menschen die gerne arbeiten und die die Arbeit auch für Struktur etc. im Alltag brauchen, aber die Supereltern akzeptieren das halt nicht und dann ist man sofort Rabeneltern oder es ist "unfassbar traurig" und "schockierend", wenn man das Kind nach 14 Monaten in die Kita gibt. Beim Thema Geschlecht wird mittlerweile alles akzeptiert, jede mögliche Bezeichnung, aber beim Thema Eltern sein gibts für die eine Fraktion nur die "3 Jahre zuhause bleiben" Option, alles andere wird nicht akzeptiert und aufs übelste schlecht geredet - spannend :D

Und nein, ich habe keine Kinder und habe mit Sicherheit noch gute 4-5 Jahre bevor das für mich ein Thema wird.

Durch deine Aussage, "ich habe noch keine Kinder" disqualifizierst du dich sowieso schon. Wenn ein Blinder von einem Regenbogen spricht. Was soll so etwas?
Deine Meinung kann daher getrost ignoriert werden.

Hä? Der Poster hat hier nicht mal eine Meinung dazu geäußert welches Modell besser oder schlechter ist. Der Poster sagt doch lediglich dass man mehrere Eltern Modelle akzeptieren sollte und es nicht eine universelle Lösung gibt. Nichts weiter.

Kannst oder willst du das nicht verstehen?

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 31.08.2022:

Amen.
Dabei sei allen Eltern die Zeit mit ihren Kindern gegönnt. Unglaublich intensiv, im Negativen (Schlaf!) aber vor allem im Positiven. Und wer länger zuhause bleiben soll kann dies dank der Errungenschaft des Elterngeldes auch finanziell einfacher tun.

Aber mich ärgert diese Absolutheit der Meinung und das Totschlagargument, dass arbeitende Eltern automatisch Rabeneltern seien. Interessanterweise scheint man diese Vorstellung vor allem unter Akademikern zu finden.

Mich ärgert dabei am meisten, dass hier im Thread und generell fast alle davon ausgehen, dass ja jeder easy 2-3 Jahre zu hause bleiben könnte. Es gibt Familien, da geht das ganz einfach finanziell nicht, weil ein Vollzeitgehalt und teilweise sogar 1,5 Gehälter überhaupt nicht ausreichend sind.

Abgesehen davon verstehe ich auch dieses Argument "warum kriegt ihr dann Kinder?" nicht. Nur weil man ein Kind kriegt heißt dass doch nicht, das man selbst keine eigenen Bedürfnisse mehr hat. Es gibt eben Menschen die gerne arbeiten und die die Arbeit auch für Struktur etc. im Alltag brauchen, aber die Supereltern akzeptieren das halt nicht und dann ist man sofort Rabeneltern oder es ist "unfassbar traurig" und "schockierend", wenn man das Kind nach 14 Monaten in die Kita gibt. Beim Thema Geschlecht wird mittlerweile alles akzeptiert, jede mögliche Bezeichnung, aber beim Thema Eltern sein gibts für die eine Fraktion nur die "3 Jahre zuhause bleiben" Option, alles andere wird nicht akzeptiert und aufs übelste schlecht geredet - spannend :D

Und nein, ich habe keine Kinder und habe mit Sicherheit noch gute 4-5 Jahre bevor das für mich ein Thema wird.

Durch deine Aussage, "ich habe noch keine Kinder" disqualifizierst du dich sowieso schon. Wenn ein Blinder von einem Regenbogen spricht. Was soll so etwas?
Deine Meinung kann daher getrost ignoriert werden.

Ich hab eine Tochter, die Anfang November in die Krippe kommt (mit dann 12 Monaten) und stimme ihm vollkommen zu.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Entschuldigung, aber wie soll man Eltern denn sonst bezeichnen wenn Sie die Kindeserziehung/Kindesbetreuung komplett outsourcen?

Ich kann mich nur wiederholen. Ich sage nicht, dass ein Elternteil 3 Jahre zu Hause bleiben soll. Ich sage nur, hätte ich meinen Sohn bereits mit 12 Monaten in die Kita gegeben hätte ich seine ersten Schritte und seine ersten Worte verpasst. Mein Job macht mit auch super Spaß, ich hätte diesen aber sofort geschmissen wenn es notwendig gewesen wäre.

Er ist jetzt 18 Monate, kann selbstständig laufen und auch zum Ausdruck bringen was ihm gefällt und was nicht aber vor allem ist er nun soweit dass er Bock hat mit anderen Kindern rumzuhängen. Wir befinden uns jetzt in der Eingewöhnung und es funktioniert ganz gut. Mit 12 Monaten wäre er noch nicht so weit gewesen.

Und nein es ist nicht möglich von zu Hause aus zu arbeiten, wenn man ein kleines Kind/Baby hat. Bzw. vllt doch, aber dann hat man einen Job in einem Konzern bei dem man nur 1-2 Stunden was zu tun und es keinen interessiert was du machst. (Ich weiß übrigens wovon ich rede, genau solch einen Job hatte ich vor ein paar Jahren).

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 31.08.2022:

Entschuldigung, aber wie soll man Eltern denn sonst bezeichnen wenn Sie die Kindeserziehung/Kindesbetreuung komplett outsourcen?

Ich kann mich nur wiederholen. Ich sage nicht, dass ein Elternteil 3 Jahre zu Hause bleiben soll. Ich sage nur, hätte ich meinen Sohn bereits mit 12 Monaten in die Kita gegeben hätte ich seine ersten Schritte und seine ersten Worte verpasst. Mein Job macht mit auch super Spaß, ich hätte diesen aber sofort geschmissen wenn es notwendig gewesen wäre.

Er ist jetzt 18 Monate, kann selbstständig laufen und auch zum Ausdruck bringen was ihm gefällt und was nicht aber vor allem ist er nun soweit dass er Bock hat mit anderen Kindern rumzuhängen. Wir befinden uns jetzt in der Eingewöhnung und es funktioniert ganz gut. Mit 12 Monaten wäre er noch nicht so weit gewesen.

Und nein es ist nicht möglich von zu Hause aus zu arbeiten, wenn man ein kleines Kind/Baby hat. Bzw. vllt doch, aber dann hat man einen Job in einem Konzern bei dem man nur 1-2 Stunden was zu tun und es keinen interessiert was du machst. (Ich weiß übrigens wovon ich rede, genau solch einen Job hatte ich vor ein paar Jahren).

Die Kindererziehung ist doch nicht "komplett outgesourced" nur weil das Kind für 35-45h in die Kita geht. Muss euer Sohn nach der Kita direkt ins Bett nach der Kita und ihr seht den dann gar nicht mehr???

Ist doch auch Quatsch, das 18 Monate viel besser sind als 12. Klar du hast ein paar Meilensteine miterlebt und verpasst dafür jetzt andere aber ich sehe nicht, warum 18 Monate jetzt besser sind als 12. Das klingt mir eher so als redest du dir das schön und versuchst dich von den "Rabeneltern" abzugrenzen.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 31.08.2022:

Die Kindererziehung ist doch nicht "komplett outgesourced" nur weil das Kind für 35-45h in die Kita geht. Muss euer Sohn nach der Kita direkt ins Bett nach der Kita und ihr seht den dann gar nicht mehr???

Ist doch auch Quatsch, das 18 Monate viel besser sind als 12. Klar du hast ein paar Meilensteine miterlebt und verpasst dafür jetzt andere aber ich sehe nicht, warum 18 Monate jetzt besser sind als 12. Das klingt mir eher so als redest du dir das schön und versuchst dich von den "Rabeneltern" abzugrenzen.

35-45 Stunden in der Kita sind also nicht komplett outgesourced? Viele Menschen verbringen weniger Zeit auf der Arbeit bei einem Vollzeitjob.

Ich sage nicht, dass 18 Monate der perfekte Zeitpunkt ist. Ich sage nur das 12 Monate definitiv zu früh ist.

Und jeder der hier schreibt und selber keine Kinder hat, sollte besser seine Weisheiten für sich behalten.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 30.08.2022:

Wir haben aktuell 100% Job und 100% Elternzeit. Unser Kind ist ca. ein halbes Jahr alt und ich wüsste nicht, wie es anders laufen sollte.

Uns graut es schon ein wenig davor, wenn meine Frau Januar 23 wieder in Teilzeit arbeiten gehen wird. Da werden wir wohl einiges an Zeit von Oma und Opa in Anspruch nehmen müssen.

Das gebe ich unumwunden zu: diesen Aspekt haben wir uns in der Tat einfacher vorgestellt. Den Aufwand für das Baby unterschätzt und den Effekt des HO überschätzt.

Danke auch dir, Großeltern haben wir leider nicht in der Nähe, nach Auslauf des Elterngeld PLUS Zeitraums ist der Plan dann Tagesmutter oder Kita.

Ich finde das ehrlich gesagt nicht tragisch. Ich kenne viele Kinder die mit einem Jahr in die Kita sind und es hat denen nicht geschadet. Werden wir ähnlich machen, meine Frau möchte einfach gerne wieder arbeiten. Bei anderen mag es auch aus diesem Grund sein, aus Geldgründen oder ein Mix, jedenfalls ist es nicht tragisch für das Kind.

Unfassbar traurig so etwas. Das Baby kann noch nicht mal laufen und reden und wird weggeben. Schon mal was von Urvertrauen gehört?
Und unabhängig davon: die Zeit kommt nie wieder, mein Gott, es gibt doch nichts schöneres als die Zeit mit den kleinen zu verbringen.

Witzig dass du auch von „nicht geschadet“ sprichst. Ich kenne auch ein kleinkind, das bereits mit 2 Jahren regelmäßig TV schaut. Schadet dem Kind natürlich auch nicht direkt, aber wird dir trotzdem jede Studie sagen, dass das absolut schlimm ist.

Es geht hier nicht um Kita ja oder nein. Das ist für uns keine Frage. Meine Frau hat einen guten Job und kein Verlangen danach, drei Jahre mit Baby/ Kleinkind zuhause zu hocken. Wenn eure sich dazu geboren fühlen ist es doch gut, wir möchten ein gleichberechtigtes Modell leben so wie wir es schon in der ganzen Ehe tun.

Volle Zustimmung. Nicht jeder will das klassisch deutsche Modell, dass die Mutter (und es ist ja meistens die Mutter) mehrere Jahre zuhause bleibt. Andere Länder bekommen es sehr gut hin, dass die Kinder früh in die Krippe gehen, darunter Frankreich, das Vereinigte Königreich oder die Schweiz. Deren Systeme haben bestimmt auch ihre Schwächen aber es ist gesellschaftlich akzeptiert, dass die Mutter früh wieder arbeiten darf ohne dass ihr der Vorwurf gemacht wird eine Rabenmutter zu sein.

Meine Freundin hat bei Kind 1 keinerlei Auszeit (nach dem Mutterschutz) genommen und bei Kind 2 zwei Monate Elterngeld.
Anstrengende Zeit aber es geht.

Naja es geht ja nicht darum ein paar Jahre zuhause zu bleiben oder nicht, sondern darum dass der Fragesteller sich das alles vielleicht ein bisschen zu einfach vorstellt.

Ich tu mich aber schwer zu verstehen, dass alles so unmöglich dargestellt wird. Ein Kind sollte nun mal eine bewusste Entscheidung sein, das eben einen Einschnitt in das Leben der Eltern darstellt und dementsprechend organisiert werden muss... Deutschland bietet da Möglichkeiten, die so sonst wohl nur in den skandinavischen Ländern existieren.
Wenn man nicht für ein paar Monate ein Gehalt auf 1800 netto reduzieren kann, lebt man über seine Verhältnisse (ich verstehe voll den Ansatz der Gleichberechtigung, der bestmöglichen Planung usw. aber der finanzielle Aspekt ist in Deutschland wirklich gut gedeckt).

In Italien bleibt die Mutter 4 Monate nach der Geburt zu Hause (80% des Gehalts), danach winken für max. 10 Monate (können sich die Elternteile aufteilen) 30%. Rechnet mal aus wieviel jemand verdienen müsste um auf 1800€ zu kommen. Von der Schweiz oder den USA brauch ich gar nichts zu schreiben.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 01.09.2022:

WiWi Gast schrieb am 31.08.2022:

Die Kindererziehung ist doch nicht "komplett outgesourced" nur weil das Kind für 35-45h in die Kita geht. Muss euer Sohn nach der Kita direkt ins Bett nach der Kita und ihr seht den dann gar nicht mehr???

Ist doch auch Quatsch, das 18 Monate viel besser sind als 12. Klar du hast ein paar Meilensteine miterlebt und verpasst dafür jetzt andere aber ich sehe nicht, warum 18 Monate jetzt besser sind als 12. Das klingt mir eher so als redest du dir das schön und versuchst dich von den "Rabeneltern" abzugrenzen.

35-45 Stunden in der Kita sind also nicht komplett outgesourced? Viele Menschen verbringen weniger Zeit auf der Arbeit bei einem Vollzeitjob.

Ich sage nicht, dass 18 Monate der perfekte Zeitpunkt ist. Ich sage nur das 12 Monate definitiv zu früh ist.

Und jeder der hier schreibt und selber keine Kinder hat, sollte besser seine Weisheiten für sich behalten.

Ich habe selbst auch ein Kind. Wird im November 2 und ist diesen August in die Kita gekommen. Meine "Weisheiten" bauen also auf einer ähnlich fundierten Erfahrung wir deine.

Nö, das ist nicht komplett outgesourced. Unser Kind ist z.b. 35h in der Kita angemeldet, das sieht dann so aus, das wir es morgens weg bringen und nach dem Mittagsschlaf wieder abholen. Das heißt wir haben den halben Tag noch mit dem Kind. Das hat doch mit komplett outsourcen nichts zu tun. Gut 45h sind dann nach dem Mittagsschlaf nochmal 2h, da hat man dann "nur" noch 3h am Tag und das Wochenende, finde die Formulierung aber doch arg dramatisch.

Wir haben finanziell das Glück, das wir die Elternzeit auf 2 Jahre Strecken konnten. Das Glück hat nicht jeder... Ich sehe aber nicht warum Kinder auf gar keinen Fall mit 12 Monaten in die Kita können, 18 Monate aber kein Problem sind. Ja die Kinder sind mit 18 Monaten selbstständiger aber doch auch noch ganz weit weg von selbstständig. Hier jetzt eine Grenze zu ziehen finde ich sehr willkürlich.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 01.09.2022:

WiWi Gast schrieb am 31.08.2022:

Die Kindererziehung ist doch nicht "komplett outgesourced" nur weil das Kind für 35-45h in die Kita geht. Muss euer Sohn nach der Kita direkt ins Bett nach der Kita und ihr seht den dann gar nicht mehr???

Ist doch auch Quatsch, das 18 Monate viel besser sind als 12. Klar du hast ein paar Meilensteine miterlebt und verpasst dafür jetzt andere aber ich sehe nicht, warum 18 Monate jetzt besser sind als 12. Das klingt mir eher so als redest du dir das schön und versuchst dich von den "Rabeneltern" abzugrenzen.

35-45 Stunden in der Kita sind also nicht komplett outgesourced? Viele Menschen verbringen weniger Zeit auf der Arbeit bei einem Vollzeitjob.

Ich sage nicht, dass 18 Monate der perfekte Zeitpunkt ist. Ich sage nur das 12 Monate definitiv zu früh ist.

Und jeder der hier schreibt und selber keine Kinder hat, sollte besser seine Weisheiten für sich behalten.

Der TE hat aber geschrieben nach dem Elterngeld PLuS. Und das sind mehr als 12 Monate. Normales Elterngeld sind ja schon 14 Monate wenn beide Partner mitmachen (was hier wohl der Plan ist?) und Elterngeld plus sind nochmal mehr Monate, wenn man Teilzeit arbeitet. Das ist doch genau der Kern der Frage. Und ja auch in DE kann 1800 Euro einen Einkommensverlust darstellen wenn die Frau gut verdient. Wenn man das hier manchmal so liest wundert man sich echt nicht mehr, warum so wenig Akademiker Kinder in DE bekommen. Die Vorurteile sind echt riesig…

antworten
WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Habe selber Kinder (erlaubst Du mir also, meine Meinung zu äußern?). Wie kommst Du darauf dass 12 Monate definitiv zu früh ist? Aus Deiner eigenen persönlichen Erfahrung? Diese sei Dir unbenommen, Dir muss aber doch bewusst sein, dass sie subjektiv ist.

Unsere ältere Tocher hat mit Eintritt in die Krippe einen deutlichen Entwicklungsschub durchlaufen und der Austausch mit den anderen Kindern (und sei es das "Nebeneinanderherspielen") hat ihr definitiv gut getan. Das bleibt aber unsere persönliche Erfahrung. Ich bin aber vorsichtig, anderen Eltern eine direkte Handlungsempfehlung zu geben, so wie Du das zu tun scheinst.

WiWi Gast schrieb am 01.09.2022:

WiWi Gast schrieb am 31.08.2022:

Die Kindererziehung ist doch nicht "komplett outgesourced" nur weil das Kind für 35-45h in die Kita geht. Muss euer Sohn nach der Kita direkt ins Bett nach der Kita und ihr seht den dann gar nicht mehr???

Ist doch auch Quatsch, das 18 Monate viel besser sind als 12. Klar du hast ein paar Meilensteine miterlebt und verpasst dafür jetzt andere aber ich sehe nicht, warum 18 Monate jetzt besser sind als 12. Das klingt mir eher so als redest du dir das schön und versuchst dich von den "Rabeneltern" abzugrenzen.

35-45 Stunden in der Kita sind also nicht komplett outgesourced? Viele Menschen verbringen weniger Zeit auf der Arbeit bei einem Vollzeitjob.

Ich sage nicht, dass 18 Monate der perfekte Zeitpunkt ist. Ich sage nur das 12 Monate definitiv zu früh ist.

Und jeder der hier schreibt und selber keine Kinder hat, sollte besser seine Weisheiten für sich behalten.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 01.09.2022:

WiWi Gast schrieb am 01.09.2022:

WiWi Gast schrieb am 31.08.2022:

Die Kindererziehung ist doch nicht "komplett outgesourced" nur weil das Kind für 35-45h in die Kita geht. Muss euer Sohn nach der Kita direkt ins Bett nach der Kita und ihr seht den dann gar nicht mehr???

Ist doch auch Quatsch, das 18 Monate viel besser sind als 12. Klar du hast ein paar Meilensteine miterlebt und verpasst dafür jetzt andere aber ich sehe nicht, warum 18 Monate jetzt besser sind als 12. Das klingt mir eher so als redest du dir das schön und versuchst dich von den "Rabeneltern" abzugrenzen.

35-45 Stunden in der Kita sind also nicht komplett outgesourced? Viele Menschen verbringen weniger Zeit auf der Arbeit bei einem Vollzeitjob.

Ich sage nicht, dass 18 Monate der perfekte Zeitpunkt ist. Ich sage nur das 12 Monate definitiv zu früh ist.

Und jeder der hier schreibt und selber keine Kinder hat, sollte besser seine Weisheiten für sich behalten.

Der TE hat aber geschrieben nach dem Elterngeld PLuS. Und das sind mehr als 12 Monate. Normales Elterngeld sind ja schon 14 Monate wenn beide Partner mitmachen (was hier wohl der Plan ist?) und Elterngeld plus sind nochmal mehr Monate, wenn man Teilzeit arbeitet. Das ist doch genau der Kern der Frage. Und ja auch in DE kann 1800 Euro einen Einkommensverlust darstellen wenn die Frau gut verdient. Wenn man das hier manchmal so liest wundert man sich echt nicht mehr, warum so wenig Akademiker Kinder in DE bekommen. Die Vorurteile sind echt riesig…

Natürlich sind 1800 ein riesiger Einkommensverlust, um 1800 zu kriegen muss man ja vorher glaube ich 3000 oder mehr verdient haben. Meine Frau ist 31 und verdient zur Zeit im Konzern 3.700 netto, es fallen also während der Elternzeit fast 2000 weg. Das ist immens, wie wir gerade selbst merken. Natürlich haben wir noch mehr als genug Geld da ich ähnlich viel verdiene, aber es ist eben schon bemerkbar wenn statt 8k plötzlich "nur noch" 6k da sind.

Der Punkt mit 12 oder 18 Monaten ist finde ich ebenfalls etwas willkürlich. Es gibt Kinder bei denen klappt die Eingewöhnung mit 12 Monaten super, bei manchen nicht. Same mit 18 Monate alten Kindern. Quelle ist meine Tante, die seit ca. 30 Jahren Erzieherin ist. Und die sagt ebenfalls dass es völlig okay ist das Kind mit 12 Monaten in die Kita zu geben, wenn es mit der Eingewöhnung passt. Abgesehen davon gibts auch viele die das Kind von 8-12 bzw. nach dem Mittagsschlaf wieder abholen, da hat man noch sehr viel Zeit mit dem Kind. Oder aber nur 3/4 Tage arbeiten etc. Nur weil man das Kind in die Kita gibt, heißt das ja nicht gleich dass man wieder 100% und von 8-18 Uhr arbeitet.

antworten
WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

Um mal auf die Frage des TE zurückzukommen: auch ich halte die von ihm überlegte Lösung
mit 2x100% und teilweise Work from Home für nicht realistisch.
Wenn ihr beide nach Mutterschutz direkt wieder 100% arbeiten wollt benötigt ihr Hilfe Zuhause und sei es nur für 5-6h tagsüber. Also vielleicht entweder jemand aus der Familie (die Großeltern?) oder eine Kinderfrau.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 01.09.2022:

Habe selber Kinder (erlaubst Du mir also, meine Meinung zu äußern?). Wie kommst Du darauf dass 12 Monate definitiv zu früh ist? Aus Deiner eigenen persönlichen Erfahrung? Diese sei Dir unbenommen, Dir muss aber doch bewusst sein, dass sie subjektiv ist.

Unsere ältere Tocher hat mit Eintritt in die Krippe einen deutlichen Entwicklungsschub durchlaufen und der Austausch mit den anderen Kindern (und sei es das "Nebeneinanderherspielen") hat ihr definitiv gut getan. Das bleibt aber unsere persönliche Erfahrung. Ich bin aber vorsichtig, anderen Eltern eine direkte Handlungsempfehlung zu geben, so wie Du das zu tun scheinst.

Natürlich ist meine Aussage mit den 12 Monaten rein subjektiv. Das ist keine Handlungsempfehlung für irgendjemanden. Ist die reine Beobachtung die ich aus der aktuellen Eingewöhnung von meinem Sohn und den anderen Kindern in der Krippe wiedergebe.

Nur zur Klarstellung. Jeder Beitrag hier ist die subjektive Meinung von irgendjemanden.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 01.09.2022:

Habe selber Kinder (erlaubst Du mir also, meine Meinung zu äußern?). Wie kommst Du darauf dass 12 Monate definitiv zu früh ist? Aus Deiner eigenen persönlichen Erfahrung? Diese sei Dir unbenommen, Dir muss aber doch bewusst sein, dass sie subjektiv ist.

Unsere ältere Tocher hat mit Eintritt in die Krippe einen deutlichen Entwicklungsschub durchlaufen und der Austausch mit den anderen Kindern (und sei es das "Nebeneinanderherspielen") hat ihr definitiv gut getan. Das bleibt aber unsere persönliche Erfahrung. Ich bin aber vorsichtig, anderen Eltern eine direkte Handlungsempfehlung zu geben, so wie Du das zu tun scheinst.

Natürlich ist meine Aussage mit den 12 Monaten rein subjektiv. Das ist keine Handlungsempfehlung für irgendjemanden. Ist die reine Beobachtung die ich aus der aktuellen Eingewöhnung von meinem Sohn und den anderen Kindern in der Krippe wiedergebe.

Nur zur Klarstellung. Jeder Beitrag hier ist die subjektive Meinung von irgendjemanden.

Wenn das auch jeder hier so äußern würde wie du, wäre es kein Problem. Allerdings sagen hier manche, dass sie es "unfassbar traurig" oder sogar "schockierend" finden, und das ist nicht subjektiv, sondern verurteilend. Wenn also jeder wie du wertfrei sagen würde "Meine (!) subjektive Meinung ist, dass..." und nicht verurteilend andere Leute verteufelt werden, weil die ein anderes Modell als man selbst gewählt hat, wäre alles gut.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 01.09.2022:

Um mal auf die Frage des TE zurückzukommen: auch ich halte die von ihm überlegte Lösung
mit 2x100% und teilweise Work from Home für nicht realistisch.
Wenn ihr beide nach Mutterschutz direkt wieder 100% arbeiten wollt benötigt ihr Hilfe Zuhause und sei es nur für 5-6h tagsüber. Also vielleicht entweder jemand aus der Familie (die Großeltern?) oder eine Kinderfrau.

Nochmal, beide wollen Teilzeit arbeiten und nicht 100%, und das zeitlich versetzt (früh bis Mittag und Mittag bis Abend) und das noch beide komplett von zuhause. Das war die Frage und nichts anderes.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 02.09.2022:

WiWi Gast schrieb am 01.09.2022:

Um mal auf die Frage des TE zurückzukommen: auch ich halte die von ihm überlegte Lösung
mit 2x100% und teilweise Work from Home für nicht realistisch.
Wenn ihr beide nach Mutterschutz direkt wieder 100% arbeiten wollt benötigt ihr Hilfe Zuhause und sei es nur für 5-6h tagsüber. Also vielleicht entweder jemand aus der Familie (die Großeltern?) oder eine Kinderfrau.

Nochmal, beide wollen Teilzeit arbeiten und nicht 100%, und das zeitlich versetzt (früh bis Mittag und Mittag bis Abend) und das noch beide komplett von zuhause. Das war die Frage und nichts anderes.

Ja, und darauf wurde schon x-fach geantwortet, dass es nicht klappen wird. Und zusätzlich wurde darauf geantwortet, dass bei den angegebenen Gehältern vom TE 1 Vollzeitgehalt + Elterngeld finanziell gleich oder sogar besser ist als 80 und 60% zu arbeiten.

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WiWi Gast

Teilzeit Homeoffice statt Elterngeld?

WiWi Gast schrieb am 02.09.2022:

Um mal auf die Frage des TE zurückzukommen: auch ich halte die von ihm überlegte Lösung
mit 2x100% und teilweise Work from Home für nicht realistisch.
Wenn ihr beide nach Mutterschutz direkt wieder 100% arbeiten wollt benötigt ihr Hilfe Zuhause und sei es nur für 5-6h tagsüber. Also vielleicht entweder jemand aus der Familie (die Großeltern?) oder eine Kinderfrau.

Nochmal, beide wollen Teilzeit arbeiten und nicht 100%, und das zeitlich versetzt (früh bis Mittag und Mittag bis Abend) und das noch beide komplett von zuhause. Das war die Frage und nichts anderes.

Bedeutet am Ende dennoch, dass sie mindestens 2 Tage überbrücken müssen in denen sie beide voll arbeiten.

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