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Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Ich finde es ziemlich schwer - mein kleiner wird 3 haben viel quality time aber es ist und bleibt ein extrem. Bin Mo-Do beim kunden. Gehalt ist gut und Üstd. werden voll aufgeschrieben ca 15-20 die Woche und einen Großteil nehme ich auch in Form von längeren Urlauben. Nichtsdestotrotz ist die Situation gerade anstrengend.

  • Habt ihr Erfahrungen?
  • Ist es phasenabhängig?
  • Belastet es das Verhältnis sehr?
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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Bist du im Advisory?

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Ein KPMGler

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Bin zweifacher Papa mit Kindern in gleichem Alter und ja, es ist anstrengend.

Meine Kinder haben es nie anders kennengelernt. Sie wissen, dass ich häufig zum Flughafen muss, in Hotels schlafe und nicht immer da sein kann.

Keine Ahnung, mir kommt es nicht vor als wäre mein Verhältnis zu meinen Kindern belastet. Im Gegenteil, wenn ich meine befreundeten Papas mit typischem Job beobachte, scheinen die ein häufig viel angespannteres Verhältnis mit den kleinen zu haben.
Vielleicht rede es mir aber auch einfach nur schön und muss dafür irgendwann einem Teenagersohn den Psychiater bezahlen und hab ne Tochter mit Gesichtstattoos.

Shit happens

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

So lange regelmäßig getrennt von der Familie zu sein ist schwierig. Wenn jetzt noch nicht, dann wirst du die Auswirkungen eben später zu spüren bekommen. Ich merke es momentan selbst. Man verpasst einfach unfassbar vieles und entfremdet sich immer mehr. Die meisten meiner Kollegen haben keine Kinder und könnten sich auch nicht vorstellen unter solchen Bedingungen eine Familie zu gründen.

Ich plane den Exit spätestens bis 2020. Wünschte ich hätte den Absprung früher geschafft, aber manchmal läuft nicht alles nach Plan. Bereue jede einzelne Minute die ich in alleine irgendeinem Hotel verbracht habe weil ich glaubte das 500€ mehr im Monat irgendeinen Unterschied ausmachen...

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Jeff Bezos hatte dazu mal eine Antwort im Interview gegeben. O-Ton: es ist nicht wichtig immer 24/7 für deine Kinder physisch präsent zu sein, sondern die Zeit, die du mit ihnen verbringst, eben bewusst und positiv zu nutzen.

Wenn du also nach 4 Tagen beim Kunden nach Hause kommst, nicht den Stress vom Beruf auf die Kids übertragen. Dir Zeit mit ihnen nehmen, sodass sie sich freuen, wenn du wieder da bist.

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Ich halte das Leben von Vorstandsvorsitzenden und Top Managern, als Vorbild der Kindererziehung nicht für erstrebenswert. Würden wir dieselben Ansichten als Frau vertreten, würde das einen enormen "Shitstorm" auslösen. Ein Vater sollte genauso in die Erziehung eingebunden werden.

Der Psychiater, wie von KPMGLer ironisch geschrieben ist auch nicht unbedingt die Folge. Es sind meistens Verhaltensweisen/Denkweisen/Gefühle/Innenleben und Außenleben des Menschen welches beeinflusst wird, durch die Abwesenheit. Ob es dann nur ein Rollenbild ist, das wir durch eine anwesende Mutter und einen abwesenden Vater lernen, mag ich sehr zu bezweifeln. Das kann vieles in einem Kind bewirken. Z.B. das Gefühl des geringeren Wertes eines Selbst gegenüber der Arbeit. So Gefühle entwickeln sich auch manchmal erst Jahre später, wenn die Situation schon verstrichen ist.

WiWi Gast schrieb am 25.08.2018:

Jeff Bezos hatte dazu mal eine Antwort im Interview gegeben. O-Ton: es ist nicht wichtig immer 24/7 für deine Kinder physisch präsent zu sein, sondern die Zeit, die du mit ihnen verbringst, eben bewusst und positiv zu nutzen.

Wenn du also nach 4 Tagen beim Kunden nach Hause kommst, nicht den Stress vom Beruf auf die Kids übertragen. Dir Zeit mit ihnen nehmen, sodass sie sich freuen, wenn du wieder da bist.

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

WiWi Gast schrieb am 25.08.2018:

Ich finde es ziemlich schwer - mein kleiner wird 3 haben viel quality time aber es ist und bleibt ein extrem. Bin Mo-Do beim kunden. Gehalt ist gut und Üstd. werden voll aufgeschrieben ca 15-20 die Woche und einen Großteil nehme ich auch in Form von längeren Urlauben. Nichtsdestotrotz ist die Situation gerade anstrengend.

  • Habt ihr Erfahrungen?
  • Ist es phasenabhängig?
  • Belastet es das Verhältnis sehr?

Ich bin der Meinung, dass es das Verhältnis (die emotionale Bindung) belastet, besonders in den ersten Lebensjahren des Kindes. Ich bin selbst froh, meine Kinder fast jeden Abend zu sehen und erfahre anhand eines Freundes gerade, was das ausmacht, wenn man nur am Wochenende Zeit für die Kinder hat. Er hat kaum eine emotionale Bindung zum Kind aufgebaut. Wenn das Kind ins Bett muss oder getröstet werden muss ist seine Frau dran. Von ihm lässt sich der Kleine nicht trösten.

Meine persönliche Meinung: Um seinem Kind eine verlässliche Bezugsperson zu sein, muss man mit ihm auch schwere Stunden durchleben (Trost und Fürsorge bei Krankheit, auch mal Konflikte und Geschrei aushalten). Nur mit ein Bisschen „quality-time“ ist es da nicht getan. Wer Kinder hat, sollte sich mit Bonding (Entwicklungspsychologie) beschäftigen. Die ersten Lebensjahre sind die prägenden!

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Vollkommen richtig, muss dazu sagen, dass ich in den ersten 1,5 Jahren fast non Stop mit ihm war (homeoffice-Projekte). Er hat eine sehr gute Bindung zu mir. Habe nur Angst dass sich das ändert wegen der vielen Reiserei

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Mal ehrlich wenn man nach 3-4 Tagen im Hotel heim kommt, will man doch erstmal in Ruhe daheim ein paar Sachen erledigen. Ich brauche mindestens 1.5 Tage für mich.

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

Er hat kaum eine emotionale Bindung zum Kind aufgebaut. Wenn das Kind ins Bett muss oder getröstet werden muss ist seine Frau dran. Von ihm lässt sich der Kleine nicht trösten.

Vielleicht kann er auch einfach nicht gut mit Kindern. Ich arbeite neben dem Studium einmal die Woche 2h mit Kindergruppen und gehe mit denen auch auf Ferienfreizeit. Die lassen sich von mir trösten und dann kommen auch mal so Sätze wie "Du bist wie ein Papa für mich", etc.

Das mit dem Bonding ist richtig und ich würde da besonders das Risiko sehen als Vater selber keine starke emotionale Bindung zum Kind aufzubauen, die habe ich zu den Kindern aus dem Ehrenamt auch nicht wirklich, jedenfalls nicht so wie ich es mir bei meinen eigenen später wünsche.

Fange aber auch demnächst im Consulting an und mache mir Sorgen um das Thema Familie.

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Ein KPMGler

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

"für mich" gibt es mit kleinen Kindern nicht mehr.

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

Mal ehrlich wenn man nach 3-4 Tagen im Hotel heim kommt, will man doch erstmal in Ruhe daheim ein paar Sachen erledigen. Ich brauche mindestens 1.5 Tage für mich.

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

Er hat kaum eine emotionale Bindung zum Kind aufgebaut. Wenn das Kind ins Bett muss oder getröstet werden muss ist seine Frau dran. Von ihm lässt sich der Kleine nicht trösten.

Vielleicht kann er auch einfach nicht gut mit Kindern. Ich arbeite neben dem Studium einmal die Woche 2h mit Kindergruppen und gehe mit denen auch auf Ferienfreizeit. Die lassen sich von mir trösten und dann kommen auch mal so Sätze wie "Du bist wie ein Papa für mich", etc.

Das mit dem Bonding ist richtig und ich würde da besonders das Risiko sehen als Vater selber keine starke emotionale Bindung zum Kind aufzubauen, die habe ich zu den Kindern aus dem Ehrenamt auch nicht wirklich, jedenfalls nicht so wie ich es mir bei meinen eigenen später wünsche.

Fange aber auch demnächst im Consulting an und mache mir Sorgen um das Thema Familie.

Er kann prinzipiell schon gut mit Kindern. Er hat nur wenig Bock auf die unbequemen Seiten des Elterndaseins. Er hatte beispielsweise seiner Frau versprochen, ebenfalls Elternzeit zu nehmen. Tatsächlich hat er dann sage und schreibe einen Monat genommen, aber erst zu einem Zeitpunkt als das Kind bereits in der Vollzeitbetreuung war. Der feine Herr hatte sich also im Endeffekt einen Monat Urlaub genommen. Auch sonst zieht er sich möglichst raus aus der Kindererziehung. Wenn er unter der Woche doch mal zu Hause sein sollte, geht er nach der Arbeit erst mal zum Sport und kommt erst nach Hause, wenn das Kind bereits schläft. Am Wochenende ist er (wenn er nicht arbeitet) nur für die schönen Events da. Sobald das Kind quengelt, ist wieder sein Frauchen gefragt.

Zu deinen Erfahrungen mit „du bist wie ein Papa für mich“: Nein, bist du nicht. Du erkennst es ja selbst, dass du keine so tiefe Bindung zum Kind hast und das ist keine Einbahnstraße. Um es mal plakativ zu sagen: Du bist wie ein Vater für das Kind, wenn du dich mal ein paar Tage und Nächte um das kranke Kind gekümmert hast. DAS ist Fürsorge, nicht so ein Bisschen Nachmittagsbespaßung. Ich merke das auch bei den Bertreuerinnen aus der KiTa. Klar lassen sich unsere Kinder von denen trösten und zum Mittagsschlaf ablegen etc., aber sobald meine Frau oder ich da sind, sind die Betreuerinnen abgeschrieben. Das ist eine GANZ andere Tiefe der emotionalen Bindung. Das wirst du noch erfahren, wenn du eigene Kinder hast. Ich wünsche dir dafür alles Gute und viel Spaß in dieser anstrengenden Zeit!

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

WiWi Gast schrieb am 25.08.2018:

Ich halte das Leben von Vorstandsvorsitzenden und Top Managern, als Vorbild der Kindererziehung nicht für erstrebenswert. Würden wir dieselben Ansichten als Frau vertreten, würde das einen enormen "Shitstorm" auslösen. Ein Vater sollte genauso in die Erziehung eingebunden werden wie eine Schwuchtel.

Der Psychiater, wie von KPMGLer ironisch geschrieben ist auch nicht unbedingt die Folge sondern eher der totale Absturz. Es sind meistens Verhaltensweisen/Denkweisen/Gefühle/Innenleben und Außenleben des Menschen welches beeinflusst wird, durch die Abwesenheit. Ob es dann nur ein Rollenbild ist, das wir durch eine anwesende Mutter und einen abwesenden Vater lernen, mag ich sehr zu bezweifeln. Das kann vieles in einem Kind bewirken. Z.B. das Gefühl des geringeren Wertes eines Selbst gegenüber der Arbeit. So Gefühle entwickeln sich auch manchmal erst Jahre später, wenn die Situation schon verstrichen ist.

WiWi Gast schrieb am 25.08.2018:

Jeff Bezos hatte dazu mal eine Antwort im Interview gegeben. O-Ton: es ist nicht wichtig immer 24/7 für deine Kinder physisch präsent zu sein, sondern die Zeit, die du mit ihnen verbringst, eben bewusst und positiv zu nutzen.

Wenn du also nach 4 Tagen beim Kunden nach Hause kommst, nicht den Stress vom Beruf auf die Kids übertragen. Dir Zeit mit ihnen nehmen, sodass sie sich freuen, wenn du wieder da bist.

Ja aber das funktioniert doch so nicht. Man kann doch nicht direkt umschalten wenn man nach Hause kommt und meist ist man so fertig, dass fast gar nichts mehr geht.

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Mal eine andere Meinung dazu. Mein Vater ist zwar kein Berater aber in leitender Position. Und das schon seit ich sehr klein war. Bedeuted er kam auch immer gegen 22-23h nach hause. Und hab ihn dann auch öfter tagelang nicht gesehen, da man als Kind dann natürlich schon im Bett ist. Fande ich es schlimm? Nein, und unserer Beziehung hat es keinen Abbruch getan. Ich kenn es natürlich nicht anders aber hatte nie das Gefühl irgendwas väterlicherseits verpasst zu haben. Außerdem hat er immer mal wieder von reisen oder Tagungen Kleinigkeiten mitgebracht was einen als Kind natürlich besonders freut. Wie die Situation für ihn war kann ich natürlich nicht beurteilen.

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

Mal eine andere Meinung dazu. Mein Vater ist zwar kein Berater aber in leitender Position. Und das schon seit ich sehr klein war. Bedeuted er kam auch immer gegen 22-23h nach hause. Und hab ihn dann auch öfter tagelang nicht gesehen, da man als Kind dann natürlich schon im Bett ist. Fande ich es schlimm? Nein, und unserer Beziehung hat es keinen Abbruch getan. Ich kenn es natürlich nicht anders aber hatte nie das Gefühl irgendwas väterlicherseits verpasst zu haben. Außerdem hat er immer mal wieder von reisen oder Tagungen Kleinigkeiten mitgebracht was einen als Kind natürlich besonders freut. Wie die Situation für ihn war kann ich natürlich nicht beurteilen.

Was man nicht kennt kann man natürlich schlecht vermissen. Würdest du deine Kinder genauso großziehen? Man könnte ja auch Karriere und Kinder aufeinander abstimmen.

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 25.08.2018:

Ich halte das Leben von Vorstandsvorsitzenden und Top Managern, als Vorbild der Kindererziehung nicht für erstrebenswert. Würden wir dieselben Ansichten als Frau vertreten, würde das einen enormen "Shitstorm" auslösen. Ein Vater sollte genauso in die Erziehung eingebunden werden wie eine Schwuchtel.

Der Psychiater, wie von KPMGLer ironisch geschrieben ist auch nicht unbedingt die Folge sondern eher der totale Absturz. Es sind meistens Verhaltensweisen/Denkweisen/Gefühle/Innenleben und Außenleben des Menschen welches beeinflusst wird, durch die Abwesenheit. Ob es dann nur ein Rollenbild ist, das wir durch eine anwesende Mutter und einen abwesenden Vater lernen, mag ich sehr zu bezweifeln. Das kann vieles in einem Kind bewirken. Z.B. das Gefühl des geringeren Wertes eines Selbst gegenüber der Arbeit. So Gefühle entwickeln sich auch manchmal erst Jahre später, wenn die Situation schon verstrichen ist.

WiWi Gast schrieb am 25.08.2018:

Jeff Bezos hatte dazu mal eine Antwort im Interview gegeben. O-Ton: es ist nicht wichtig immer 24/7 für deine Kinder physisch präsent zu sein, sondern die Zeit, die du mit ihnen verbringst, eben bewusst und positiv zu nutzen.

Wenn du also nach 4 Tagen beim Kunden nach Hause kommst, nicht den Stress vom Beruf auf die Kids übertragen. Dir Zeit mit ihnen nehmen, sodass sie sich freuen, wenn du wieder da bist.

Ja aber das funktioniert doch so nicht. Man kann doch nicht direkt umschalten wenn man nach Hause kommt und meist ist man so fertig, dass fast gar nichts mehr geht.

Ich finde nicht, dass man das so verallgemeinern kann. Bei mir funktioniert das. Wenn ich meine Kinder aus der KiTa abhole, kommen sie mir freudestrahlend entgegengelaufen. Da ist jeder Stress aus der Arbeit wie weggeblasen. Ich muss gar nichts aktiv umschalten. Ein herzliches Kinderlachen und eine liebevolle Umarmung beamt mich instantan in die Freizeit.

Böse Frage: Wenn du von deiner Arbeit so fertig bist, dass fast nichts mehr geht: Kann es sein, dass du überfordert bist?

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

Mal eine andere Meinung dazu. Mein Vater ist zwar kein Berater aber in leitender Position. Und das schon seit ich sehr klein war. Bedeuted er kam auch immer gegen 22-23h nach hause. Und hab ihn dann auch öfter tagelang nicht gesehen, da man als Kind dann natürlich schon im Bett ist. Fande ich es schlimm? Nein, und unserer Beziehung hat es keinen Abbruch getan. Ich kenn es natürlich nicht anders aber hatte nie das Gefühl irgendwas väterlicherseits verpasst zu haben. Außerdem hat er immer mal wieder von reisen oder Tagungen Kleinigkeiten mitgebracht was einen als Kind natürlich besonders freut. Wie die Situation für ihn war kann ich natürlich nicht beurteilen.

Was man nicht kennt kann man natürlich schlecht vermissen. Würdest du deine Kinder genauso großziehen? Man könnte ja auch Karriere und Kinder aufeinander abstimmen.

Ja ich würde es genauso machen, weil Arbeit und Karriere bei mir auch den selben Stellenwert hat. Man kann es hier aber ganz sicher nicht verallgemeinern, weil es Typenabhängig ist. Es ist wie beim Leistungssport. Nicht jeder ist dafür geboren, da man nicht Bereit ist andere Sachen dafür aufzugeben. Andererseits gibt es auch Leute für die ist ein bisschen Sport nur just for fun nichts und die würden in einer Spaßtruppe nicht klar kommen, weil sie das Streben das Leistung und Anerkennung brauchen.

Was habe ich von einem Vater der unzufrieden ist, weil er sich nie beruflich verwirklichen konnte? Dann lieber jemanden der weniger Zeit hat aber zufrieden ist, das auch ausstrahlt und die verbrachte Zeit für beide mehr Qualität hat.

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Nach seinem 7 Stunden Tag ist mein Vater nach Hause gekommen und mit mir zum Fussballspielen in den Park gegangen. Hätte es nicht anders gewollt.

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

Mal eine andere Meinung dazu. Mein Vater ist zwar kein Berater aber in leitender Position. Und das schon seit ich sehr klein war. Bedeuted er kam auch immer gegen 22-23h nach hause. Und hab ihn dann auch öfter tagelang nicht gesehen, da man als Kind dann natürlich schon im Bett ist. Fande ich es schlimm? Nein, und unserer Beziehung hat es keinen Abbruch getan. Ich kenn es natürlich nicht anders aber hatte nie das Gefühl irgendwas väterlicherseits verpasst zu haben. Außerdem hat er immer mal wieder von reisen oder Tagungen Kleinigkeiten mitgebracht was einen als Kind natürlich besonders freut. Wie die Situation für ihn war kann ich natürlich nicht beurteilen.

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WiWi Gast

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MMn: Irgendwas verkorkst doch quasi alle Kinder -> Das können natürlich auch Eltern mit zu wenig Zeit sein, aber auch so viel anderes (zu viel, zu wenig Geld, Unzufriedenheit jeglicher Art im Elternhaus, eine schlechte Gegend, komische Erzieher/Lehrer, gesundheitliche Probleme, ...). Macht es wirklich Sinn alles nach seinen Kindern auszurichten, solange es den Kleinen rein objektiv gut geht und sie ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit bekommen?

Als Kind von Eltern, die nicht sonderlich mit sich selbst zufrieden waren, aber etwas mehr zuhause waren, ist meine Hypothese: Wichtig ist wie fast immer im Leben, dass die Leute mit sich und ihrer Gesamtsituation im Reinen sind und das leben und ausstrahlen. Ich hätte im Nachhinein lieber Eltern gehabt, die sich etwas mehr selbst verwirklicht hätten und 1-2 Tage/Woche voller Motivation das Familienleben genossen hätten.

Und ja, vermutlich sind glückliche, reiche Eltern mit viel Motivation und Zeit fürs Privatleben/Familie das Nonplusultra - aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof.
Das Gegenextrem wären dann die Eltern, die vor lauter Arbeit kaum zuhause sind und bei Anwesenheit noch so gestresst/schlecht gelaunt sind, dass es besser wäre, wenn sie nicht zuhause wären.

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Mein Vatti kam jeden Tag pünktlich um 17 Uhr heim von der Arbeit, hat sich vor die Glotze gehauen bis 22 Uhr und ist dann pennen gegangen. Er hat mich 5 Jahre lang jeden Dienstag und Donnerstag Abend um 19:45 Uhr gefragt, wo ich denn hin wolle, wenn ich mir die Schuhe angezogen habe, um anschließend zum Training zu gehen. Ich hätte lieber einen Business-Vatti gehabt, der 4 Stunden Quality Time pro Woche mit mir verbracht hätte als nen Lauch, der immer physisch anwesend ist, aber vom Kopf her auf Autopilot stellt sobald er die Haustüre durchquert.

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Mal als Gegenbeispiel:
Meine Eltern haben während meiner frühen Kindheit (bis ich in die Schule ging) beide bewusst nur Teilzeit gearbeitet, also Mama 2 Tage und Papa 3 Tage die Woche. Mein Verhältnis ist zu ihnen ist heute gut und ich hab keine Gesichtstattoos, aber auch nicht wirklich eng. Wenn ich andere mit ihren Eltern sehe, denke ich häufiger dass sie ein deutlich engeres Verhältnis haben als ich das je hatte, obwohl deren Eltern oft Vollzeit gearbeitet haben, während meine Eltern immer da und auch maximal einfühlsam waren (beides Pädagogen...). Aber wir sind halt einfach sehr verschieden.

TL;DR: Wie die Beziehung zu deinen Kindern ist hängt nicht nur von der Zeit die du bei ihnen bist ab.

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

Mal eine andere Meinung dazu. Mein Vater ist zwar kein Berater aber in leitender Position. Und das schon seit ich sehr klein war. Bedeuted er kam auch immer gegen 22-23h nach hause. Und hab ihn dann auch öfter tagelang nicht gesehen, da man als Kind dann natürlich schon im Bett ist. Fande ich es schlimm? Nein, und unserer Beziehung hat es keinen Abbruch getan. Ich kenn es natürlich nicht anders aber hatte nie das Gefühl irgendwas väterlicherseits verpasst zu haben. Außerdem hat er immer mal wieder von reisen oder Tagungen Kleinigkeiten mitgebracht was einen als Kind natürlich besonders freut. Wie die Situation für ihn war kann ich natürlich nicht beurteilen.

Was man nicht kennt kann man natürlich schlecht vermissen. Würdest du deine Kinder genauso großziehen? Man könnte ja auch Karriere und Kinder aufeinander abstimmen.

Ja ich würde es genauso machen, weil Arbeit und Karriere bei mir auch den selben Stellenwert hat. Man kann es hier aber ganz sicher nicht verallgemeinern, weil es Typenabhängig ist. Es ist wie beim Leistungssport. Nicht jeder ist dafür geboren, da man nicht Bereit ist andere Sachen dafür aufzugeben. Andererseits gibt es auch Leute für die ist ein bisschen Sport nur just for fun nichts und die würden in einer Spaßtruppe nicht klar kommen, weil sie das Streben das Leistung und Anerkennung brauchen.
Was habe ich von einem Vater der unzufrieden ist, weil er sich nie beruflich verwirklichen konnte? Dann lieber jemanden der weniger Zeit hat aber zufrieden ist, das auch ausstrahlt und die verbrachte Zeit für beide mehr Qualität hat.

Ich finde du hast recht mit dem was du schreibst. Ich wäre allerdings in einem Punkt noch etwas extremer als du. Wer so an seiner Arbeit hängt, dass er kaum Zeit für seine Kinder hat, der sollte besser keine Kinder bekommen. Man geht ja auch nicht in den Leistungssport oder in die UB, wenn man keine Lust hat, die erforderliche Zeit und Energie zu investieren. Warum sollte man also das „Projekt“ Kinder starten, wenn man keine Lust hat, die erforderliche Zeit und Energie zu investieren?

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Ein KPMGler

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Da muss ich mich natürlich angegriffen fühlen.

Definiere bitte mal "kaum Zeit" und "erforderliche Zeit".

WiWi Gast schrieb am 28.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

Mal eine andere Meinung dazu. Mein Vater ist zwar kein Berater aber in leitender Position. Und das schon seit ich sehr klein war. Bedeuted er kam auch immer gegen 22-23h nach hause. Und hab ihn dann auch öfter tagelang nicht gesehen, da man als Kind dann natürlich schon im Bett ist. Fande ich es schlimm? Nein, und unserer Beziehung hat es keinen Abbruch getan. Ich kenn es natürlich nicht anders aber hatte nie das Gefühl irgendwas väterlicherseits verpasst zu haben. Außerdem hat er immer mal wieder von reisen oder Tagungen Kleinigkeiten mitgebracht was einen als Kind natürlich besonders freut. Wie die Situation für ihn war kann ich natürlich nicht beurteilen.

Was man nicht kennt kann man natürlich schlecht vermissen. Würdest du deine Kinder genauso großziehen? Man könnte ja auch Karriere und Kinder aufeinander abstimmen.

Ja ich würde es genauso machen, weil Arbeit und Karriere bei mir auch den selben Stellenwert hat. Man kann es hier aber ganz sicher nicht verallgemeinern, weil es Typenabhängig ist. Es ist wie beim Leistungssport. Nicht jeder ist dafür geboren, da man nicht Bereit ist andere Sachen dafür aufzugeben. Andererseits gibt es auch Leute für die ist ein bisschen Sport nur just for fun nichts und die würden in einer Spaßtruppe nicht klar kommen, weil sie das Streben das Leistung und Anerkennung brauchen.
Was habe ich von einem Vater der unzufrieden ist, weil er sich nie beruflich verwirklichen konnte? Dann lieber jemanden der weniger Zeit hat aber zufrieden ist, das auch ausstrahlt und die verbrachte Zeit für beide mehr Qualität hat.

Ich finde du hast recht mit dem was du schreibst. Ich wäre allerdings in einem Punkt noch etwas extremer als du. Wer so an seiner Arbeit hängt, dass er kaum Zeit für seine Kinder hat, der sollte besser keine Kinder bekommen. Man geht ja auch nicht in den Leistungssport oder in die UB, wenn man keine Lust hat, die erforderliche Zeit und Energie zu investieren. Warum sollte man also das „Projekt“ Kinder starten, wenn man keine Lust hat, die erforderliche Zeit und Energie zu investieren?

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Oh, das überrascht mich. Von dem was du bisher geschrieben hattest, hatte ich dich eher als role model angesehen. Warum fühlst du dich denn angesprochen?

Ich hatte mit meiner Aussage, dass manche Väter besser keine geworden wären eigentlich an einige Negativ-Beispiele aus meinem Umfeld gedacht. Diese Väter ziehen sich möglichst aus allen unangenehmen Aspekten als Elternteil raus. Arbeitszeiten und Freizeitaktivitäten werden so gelegt, dass man möglichst wenig Zeit mit dem quengelnden Kind verbringen muss. Wenn man sich Zeit fürs Kind nimmt dann möglichst für die schönen Stunden (Spielen, Ausflüge, Events) und die ganzen unschönen Sachen werden delegiert (Windeln wechseln, schreiendes Kind trösten, Kinderarzt, Kind zurechtweisen/erziehen, Nachts auch mal aufstehen, etc.), ebenso wie der Alltag, den das Kind ebenfalls erfahren sollte (gemeinsame Hausarbeit, Gartenarbeit, Einkaufen, etc.).

Ich würde die Frage nach „ausreichend Zeit“ also nicht an der Stundenzahl festmachen sondern an der Qualität der Zeit, die man miteinander verbringt und daran welche Intensität der Bindung daraus erwächst. Und natürlich – darauf bist du gar nicht eingegangen – an der Bereitschaft, Zeit mit den Kindern zu verbringen. Die Negativbeispiele aus meinem Bekanntenkreis könnten durchaus mehr und anstrengendere Zeit mit ihren Kindern verbringen, wollen und tun das aber nicht.

Wenn du also auch Alltag und schwere Stunden mit deinen Kindern verbringst und nicht nur ausgewählte schöne Stunden („quality time“), wenn deine Kinder dich genauso vermissen wie deine Frau und nicht nur wie die KiTa-Betreuerin, dann ist doch alles in Ordnung.

Ein KPMGler schrieb am 28.08.2018:

Da muss ich mich natürlich angegriffen fühlen.

Definiere bitte mal "kaum Zeit" und "erforderliche Zeit".

WiWi Gast schrieb am 28.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

WiWi Gast schrieb am 27.08.2018:

Mal eine andere Meinung dazu. Mein Vater ist zwar kein Berater aber in leitender Position. Und das schon seit ich sehr klein war. Bedeuted er kam auch immer gegen 22-23h nach hause. Und hab ihn dann auch öfter tagelang nicht gesehen, da man als Kind dann natürlich schon im Bett ist. Fande ich es schlimm? Nein, und unserer Beziehung hat es keinen Abbruch getan. Ich kenn es natürlich nicht anders aber hatte nie das Gefühl irgendwas väterlicherseits verpasst zu haben. Außerdem hat er immer mal wieder von reisen oder Tagungen Kleinigkeiten mitgebracht was einen als Kind natürlich besonders freut. Wie die Situation für ihn war kann ich natürlich nicht beurteilen.

Was man nicht kennt kann man natürlich schlecht vermissen. Würdest du deine Kinder genauso großziehen? Man könnte ja auch Karriere und Kinder aufeinander abstimmen.

Ja ich würde es genauso machen, weil Arbeit und Karriere bei mir auch den selben Stellenwert hat. Man kann es hier aber ganz sicher nicht verallgemeinern, weil es Typenabhängig ist. Es ist wie beim Leistungssport. Nicht jeder ist dafür geboren, da man nicht Bereit ist andere Sachen dafür aufzugeben. Andererseits gibt es auch Leute für die ist ein bisschen Sport nur just for fun nichts und die würden in einer Spaßtruppe nicht klar kommen, weil sie das Streben das Leistung und Anerkennung brauchen.
Was habe ich von einem Vater der unzufrieden ist, weil er sich nie beruflich verwirklichen konnte? Dann lieber jemanden der weniger Zeit hat aber zufrieden ist, das auch ausstrahlt und die verbrachte Zeit für beide mehr Qualität hat.

Ich finde du hast recht mit dem was du schreibst. Ich wäre allerdings in einem Punkt noch etwas extremer als du. Wer so an seiner Arbeit hängt, dass er kaum Zeit für seine Kinder hat, der sollte besser keine Kinder bekommen. Man geht ja auch nicht in den Leistungssport oder in die UB, wenn man keine Lust hat, die erforderliche Zeit und Energie zu investieren. Warum sollte man also das „Projekt“ Kinder starten, wenn man keine Lust hat, die erforderliche Zeit und Energie zu investieren?

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Also ich bin kein Mann aber auch ein schwank aus meiner Kindheit. Mein Vater war lange angestellt und hat das Haus bereits morgens gegen 6 Uhr verlassen. Wenn er dann nach Hause gekommen ist, ist er seiner Nebentätigkeit nachgegangen mit der er sich später Selbständig gemacht hat. Sprich meine Geschwister und ich haben ihn während der Zeit als Angestellter oft auch nur abends kurz oder gar nicht gesehen. Dafür hat mein Papa sich immer am Wochenende Zeit für uns genommen oder wir sind mit ihm mit und haben im Familienbetrieb dann "geholfen". Auch heute ist es noch so, dass mein Papa viel arbeitet und je nach Saison auch oft erst um 22 Uhr abends Feierabend macht. Da er aber selbständig ist seit ich ca 9 bin habe ich meinen Papa zwar abends nicht so häufig gesehen, allerdings hat er fast jeden Tag mit uns Mittag gegessen. Klar das kann jemand der 3 bis 4 Tage dauerhaft weg ist nicht machen/ leisten aber was ich sagen will, ich finde es ist wichtig die Zeit die man gemeinsam hat zu nutzen und für sein Kind einfach immer erreichbar zu sein! Selbst wenn das nur abends ein Anruf ist wenn man vielleicht noch bei der Arbeit ist aber das Kind einem gute Nacht sagen möchte. Meine Geschwister und ich haben alle ein super Verhältnis zu unseren Eltern und klar es gibt Väter die haben deutlich mehr gearbeitet als mein Vater und waren weniger zu Hause aber das wichtigste finde ich ist immer noch, dass man als Vater (und auch als Mutter) für sein Kind jederzeit erreichbar ist! Ich kann auch heute noch (wohne schon länger nicht mehr zu Hause und auch nicht in der Reichweite) mich darauf verlassen, dass ich meine Eltern jederzeit anrufen kann wenn ich sie brauche und sie sich Zeit für mich nehmen und ich glaube das ist es worauf es im Endeffekt ankommt, egal ob man 3 Jahre alt ist, 17 Jahre oder 25 Jahre :)

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Ich finde den Begriff "Quality time" an sich schon seltsam.
Um für Kinder Bezugs- und Vertrauensperson zu sein ist doch nicht ursächlich, mit Ihnen "tolle Sachen" wie Zoo, Kirmes o.ä. zu unternehmen. Existentiell ist es, da zu sein, wenn es drauf ankommt- wenn das Kind Nachts wach wird und schlecht geträumt hat, krank ist, einen schlechten Tag in der KiTa hatte etc... gute-Laune-Ausflüge können zumeist auch Oma und Opa.
"Quality time" hört sich schrecklich an, wie jemand, der kontiert. Für Kinder ist es wichtig, dass man da ist. Und zweitrangig, was man in der Zeit mit ihnen macht.

Das ist meine Meinung und Erfahrung mit zwei Kleinen.

antworten
WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

WiWi Gast schrieb am 29.10.2018:

Ich finde den Begriff "Quality time" an sich schon seltsam.
Um für Kinder Bezugs- und Vertrauensperson zu sein ist doch nicht ursächlich, mit Ihnen "tolle Sachen" wie Zoo, Kirmes o.ä. zu unternehmen. Existentiell ist es, da zu sein, wenn es drauf ankommt- wenn das Kind Nachts wach wird und schlecht geträumt hat, krank ist, einen schlechten Tag in der KiTa hatte etc... gute-Laune-Ausflüge können zumeist auch Oma und Opa.
"Quality time" hört sich schrecklich an, wie jemand, der kontiert. Für Kinder ist es wichtig, dass man da ist. Und zweitrangig, was man in der Zeit mit ihnen macht.

Das ist meine Meinung und Erfahrung mit zwei Kleinen.

Quality time ist wohl ein bisschen wie Umgangsrecht alle 2 Wochen am Wochenende... auf den ersten Blick toll (Eis, Kino, Pferdehof, Kartfahren, was weiß ich). Aber doch oberflächlich und durch materielles geprägt. Mein Kleiner strahlt jeden Abend, wenn ich nach hause komme, sobald er mich hört. Quality time jeden abend

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

"Quality Time" ist eine Wortkreation für Menschen, die viel arbeiten und ihre Kinder outsourcen. Für mich ein absolutes Unwort. Entweder man hat eben Zeit für seine Kinder oder man hat keine.

Jeder, der sein Arbeitsleben so taktet, dass nur noch "Quality Time" übrig bleibt, sollte hinterfragen, welchen Stellenwert Dinge in seinem Leben haben. Für solche Menschen steht eben der Job an 1. Stelle und die Kinder/Familie an 2. Stelle.

Die ersten Jahre der Kinder sind wunderschön und kommen nie wieder, wie vieles im Leben. Wenn du später, alt und grau, auf der Veranda sitzt und über dein Leben nachdenkst, an was wirst du zurückdenken? Die unzähligen Stunden im Büro oder die Augenblicke mit deinen Kindern?

Think about it!

WiWi Gast schrieb am 29.10.2018:

WiWi Gast schrieb am 29.10.2018:

Ich finde den Begriff "Quality time" an sich schon seltsam.
Um für Kinder Bezugs- und Vertrauensperson zu sein ist doch nicht ursächlich, mit Ihnen "tolle Sachen" wie Zoo, Kirmes o.ä. zu unternehmen. Existentiell ist es, da zu sein, wenn es drauf ankommt- wenn das Kind Nachts wach wird und schlecht geträumt hat, krank ist, einen schlechten Tag in der KiTa hatte etc... gute-Laune-Ausflüge können zumeist auch Oma und Opa.
"Quality time" hört sich schrecklich an, wie jemand, der kontiert. Für Kinder ist es wichtig, dass man da ist. Und zweitrangig, was man in der Zeit mit ihnen macht.

Das ist meine Meinung und Erfahrung mit zwei Kleinen.

Quality time ist wohl ein bisschen wie Umgangsrecht alle 2 Wochen am Wochenende... auf den ersten Blick toll (Eis, Kino, Pferdehof, Kartfahren, was weiß ich). Aber doch oberflächlich und durch materielles geprägt. Mein Kleiner strahlt jeden Abend, wenn ich nach hause komme, sobald er mich hört. Quality time jeden abend

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

WiWi Gast schrieb am 29.10.2018:

"Quality Time" ist eine Wortkreation für Menschen, die viel arbeiten und ihre Kinder outsourcen. Für mich ein absolutes Unwort. Entweder man hat eben Zeit für seine Kinder oder man hat keine.

Jeder, der sein Arbeitsleben so taktet, dass nur noch "Quality Time" übrig bleibt, sollte hinterfragen, welchen Stellenwert Dinge in seinem Leben haben. Für solche Menschen steht eben der Job an 1. Stelle und die Kinder/Familie an 2. Stelle.

Die ersten Jahre der Kinder sind wunderschön und kommen nie wieder, wie vieles im Leben. Wenn du später, alt und grau, auf der Veranda sitzt und über dein Leben nachdenkst, an was wirst du zurückdenken? Die unzähligen Stunden im Büro oder die Augenblicke mit deinen Kindern?

Think about it!

WiWi Gast schrieb am 29.10.2018:

WiWi Gast schrieb am 29.10.2018:

Ich finde den Begriff "Quality time" an sich schon seltsam.
Um für Kinder Bezugs- und Vertrauensperson zu sein ist doch nicht ursächlich, mit Ihnen "tolle Sachen" wie Zoo, Kirmes o.ä. zu unternehmen. Existentiell ist es, da zu sein, wenn es drauf ankommt- wenn das Kind Nachts wach wird und schlecht geträumt hat, krank ist, einen schlechten Tag in der KiTa hatte etc... gute-Laune-Ausflüge können zumeist auch Oma und Opa.
"Quality time" hört sich schrecklich an, wie jemand, der kontiert. Für Kinder ist es wichtig, dass man da ist. Und zweitrangig, was man in der Zeit mit ihnen macht.

Das ist meine Meinung und Erfahrung mit zwei Kleinen.

Quality time ist wohl ein bisschen wie Umgangsrecht alle 2 Wochen am Wochenende... auf den ersten Blick toll (Eis, Kino, Pferdehof, Kartfahren, was weiß ich). Aber doch oberflächlich und durch materielles geprägt. Mein Kleiner strahlt jeden Abend, wenn ich nach hause komme, sobald er mich hört. Quality time jeden abend

Na wenn die Veranda Teil eines 500m2 Anwesen ist und ich Immortelle den Luxus gönnen kann meine Kinder und Enkel im hohen Alter zu verwöhnen, dann wegen der vielen Stunden im Office und der fetten Kohle,

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Die ersten Jahre der Kinder sind wunderschön und kommen nie wieder, wie vieles im Leben. Wenn du später, alt und grau, auf der Veranda sitzt und über dein Leben nachdenkst, an was wirst du zurückdenken? Die unzähligen Stunden im Büro oder die Augenblicke mit deinen Kindern?

Think about it!

WiWi Gast schrieb am 29.10.2018:

Na wenn die Veranda Teil eines 500m2 Anwesen ist und ich Immortelle den Luxus gönnen kann meine Kinder und Enkel im hohen Alter zu verwöhnen, dann wegen der vielen Stunden im Office und der fetten Kohle,

Und wann meinst Du, haben Kinder es nötiger "verwöhnt" zu werden. Wenn sie 2 Jahre oder 32 Jahre alt sind?

Verwöhnt in ", da ich Zeit mit Kindern zu verbringen nicht als verwöhnen dieser ansehe, sondern als unbedingte Selbstverständlichkeit.

Aber Dein Kind würde sicherlich gerne darauf verzichten, nachts bei schlechten Träumen in Dein Bett zu krabbeln, wenn er dafür als Erwachsener an Papas Wohlstand teilhaben darf.

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Quality Time heißt doch nicht, dass man irgendwelche Ausflüge macht, sondern, dass man die gemeinsame Zeit optimal ausnutzt.

Das bedeutet, dass ich mich eben nicht auf die Couch fläze und nach der Arbeit erst einmal Zeit für mich brauche, sondern die verfügbare Zeit voll dem Kind widme und den Stress der Arbeit vor der Tür ablege.

Ebenso am Wochenende: Dann wird konsequent jede Minute genutzt, um auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen. Es soll Leute geben, die am Wochenende und unter der Woche erst mal die Glotze anmachen und das Kind alleine spielen lassen.

Quality Time ist ein Kompromiss und kein Idealzustand. Einen goldenen Weg gibt es nicht, wenn man nicht bereits vermögend ist.

Ich komme bspw. aus einer sehr armen Familie. Meine Eltern hatten super viel Zeit für mich während der Kindheit. Im Nachhinein finde ich es jedoch schade, dass ich nie die Gelegenheit hatte, andere Kulturen kennenzulernen (Schüleraustausch oder Reisen), ein Instrument spielen zu lernen (Unterricht war nicht erschwinglich und damals gab es deutlich weniger Förderangebote) und umso höheren Leistungsdruck hatte, mir ein höheren Lebensstandard ermöglichen zu wollen.

Ich werfe es meinen Eltern keinesfalls vor, aber neben emotionalen Bedürfnissen gibt es halt definitiv im späteren Alter Bedürfnisse, wo das nötige Kleingeld sehr hilfreich ist.

Außerdem sind meine Eltern nach dem Auszug ihrer Kinder in ein Loch gefallen, da sie der Beruf absolut nicht erfüllt. Das ist jetzt auch anstrengend, da ich manchmal mehr bespaßen muss als ich möchte.

Wo Licht ist, ist auch Schatten - lasst das mal ruhig jeden Einzelnen entscheiden...

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Hier mal mein Senf zu dem Thema:

Ich bin selber im T2 Consulting tätig und derzeit EM. Ich habe selber zwei Kinder und möchte ehrlich sein. Ich stimme aus meiner Erfahrung eher dem Tenor zu, dass "Quality Time" eine Modeerfindung ist und letztendlich ein Euphemismus für wenig Zeit mit seinen Liebsten. Wenn ich meine Kinder am Wochenende sehe, dann merke ich immer wieder, dass das "Papa sein" zu kurz kommt. Es ist einfach nicht dasselbe wie ein Vollzeit Papa, der seine Kinder auch unter der Woche abends sieht oder seiner Frau morgens beim wickeln hilft. Die Beziehung zu den Kindern ist toll, sie lieben mich und ich kann nichts tolleres beschreiben, als mit seinen Kindern auf dem Spielplatz zu toben. Aber es ist einfach vom eigenen Wohlbefinden ein Unterschied, wenn ich unter der Woche auf Projekt in London bin.

Als ich noch jünger (und unerfahrener) war, habe ich auch das Wohlstandsargument häufig als "Rechtfertigung" für die Karriereambitionen und den Ehrgeiz angeführt. Was ich sehr interessant dabei finde: Viele Ex-Kommilitonen und Freunde, die ähnlich denken, kommen aus Arbeiterfamilien. Während mir selber immer Empathie als Große Stärke ausgelegt wurde, fehlt diese bei solchen Kollegen mit diesen Ambitionen irgendwie immer. Häufig habe ich auch das Gefühl, dass es in Wirklichkeit nicht um das (finanzielle) Wohl der Familie geht, sondern diese nur für den eigenen Geltungsdrang und das defizitäre Selbstbewusstsein vorgeschoben werden, um die eigentlichen und nur materialistisch motivierten Ambitionen zu verbergen. Das ist natürlich pauschalisierend. Viele möchten tatsächlich einfach nur ein sehr gutes Leben für sich und ihre Familie durch finanzielle Errungenschaften konstruieren, aber verlieren sich in der eigenen Karriere.

Dagegen sind diejenigen, die nach so etwas überhaupt nicht streben, aus sehr guten wirtschaftlichen Verhältnissen. Oft beklagen diese Leute sich über das (emotional) schlechte Verhältnis zu ihren Eltern. In zwei Fällen herrscht sogar seit dem Abitur eine große Distanz zur Familie, da man die Kinder ebenfalls in diese Leistungsgesellschaft drücken wollte und die Erfolge dieser nur als eigene Trophäen ansah.. Dort kommt die Empathie der Kinder übrigens häufig noch schlechter weg.

Naja, was soll mein philosophisches Gerede? Vor 5 Jahren wäre ich mit so etwas nicht durch meinen Case gekommen.. was ich aber damit sagen möchte: Belügt euch nicht selber, um euren materiellen Anspruch zu rechtfertigen. Ich denke, Kinder benötigen in ihrer Erziehung beide Elternteile. Was ich aber auch denke: in den Anfangsjahren kann man als Vater auch am Wochenende funktionieren. Sobald die Kinder jedoch in Richtung Einschulung gehen, sollte die Vaterrolle doch präsenter werden. Sonst kann der Draht eventuell verloren gehen..

antworten
WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Exzellenter Beitrag, vielen Dank dafür. Du erhälst meine 100%ige Zustimmung. Ich lebe im Vordertaunus, also im Speckgürtel von Frankfurt am Main. Ich halte das Argument, dass es der Familie finanziell sehr gut gehen muss, für eine Ausrede.

Kleine Kinder interessiert es soviel, als ob in China ein Sack Reis umfällt, ob diese in einer 4 Zimmer Wohnung oder in einer Villa wohnen. Aber 4 Urlaube, 2 prollige SUV's und die Rolex sollte es dann schon sein. Alles natürlich zum Wohle der Familie. Dafür strampelt der Vater, immer unfreier werdend, dann im Hamsterrad und kennt seine Kinder nur vom Namen her.

Natürlich geht es vordergründig um ganz andere Themen. Geltungsdrang, Macht, Ehrgeiz, man möchte eben zeigen was man hat. Dieses Muster finde ich immer wieder. Psychologisch ist das hoch interessant. Diese Menschen kaufen Dinge, die sie nicht brauchen, um Menschen zu beeindrucken, die sie nicht mögen. Nach Macht strebt, wer Ohnmacht spürt. Man kann also immer einen Mangel vorfinden. Mangelnde Anerkennung, fehlendes Selbstbewusstsein oder auch fehlende Resillienz gegenüber der Werbeindustrie.

Bedenke auch, dass ein Vater oder eine Mutter nach einem 10-12 Stunden Tag überhaupt nicht mehr in der Lage ist, sich voll auf die Kinder zu konzentrieren. Kinder spüren das.

Meiner Meinung nach laufen solche Leute den völlig falschen Idealen hinterher. Anstatt die wertvolle, begrenzte Lebenszeit den Kindern, Hobbies, Freunden oder Ehrenamt zu widmen, verbringen sie lieber diese Zeit mit Erwerbsarbeit. Von dem Geld werden dann schwachsinnige, sinnfreie Dinge gekauft.

Im Grunde genommen ist das asozial und so wird es auch in den skandinavischem Ländern gesehen. Ein Zitat von Reinhold Messner finde ich passend:"Wir sollten uns bewusst sein, dass wir ab der 1. Sekunde unseres Lebens als Sterbende geboren werden."

Wir haben nur dieses eine Leben.

WiWi Gast schrieb am 30.10.2018:

Hier mal mein Senf zu dem Thema:

Ich bin selber im T2 Consulting tätig und derzeit EM. Ich habe selber zwei Kinder und möchte ehrlich sein. Ich stimme aus meiner Erfahrung eher dem Tenor zu, dass "Quality Time" eine Modeerfindung ist und letztendlich ein Euphemismus für wenig Zeit mit seinen Liebsten. Wenn ich meine Kinder am Wochenende sehe, dann merke ich immer wieder, dass das "Papa sein" zu kurz kommt. Es ist einfach nicht dasselbe wie ein Vollzeit Papa, der seine Kinder auch unter der Woche abends sieht oder seiner Frau morgens beim wickeln hilft. Die Beziehung zu den Kindern ist toll, sie lieben mich und ich kann nichts tolleres beschreiben, als mit seinen Kindern auf dem Spielplatz zu toben. Aber es ist einfach vom eigenen Wohlbefinden ein Unterschied, wenn ich unter der Woche auf Projekt in London bin.

Als ich noch jünger (und unerfahrener) war, habe ich auch das Wohlstandsargument häufig als "Rechtfertigung" für die Karriereambitionen und den Ehrgeiz angeführt. Was ich sehr interessant dabei finde: Viele Ex-Kommilitonen und Freunde, die ähnlich denken, kommen aus Arbeiterfamilien. Während mir selber immer Empathie als Große Stärke ausgelegt wurde, fehlt diese bei solchen Kollegen mit diesen Ambitionen irgendwie immer. Häufig habe ich auch das Gefühl, dass es in Wirklichkeit nicht um das (finanzielle) Wohl der Familie geht, sondern diese nur für den eigenen Geltungsdrang und das defizitäre Selbstbewusstsein vorgeschoben werden, um die eigentlichen und nur materialistisch motivierten Ambitionen zu verbergen. Das ist natürlich pauschalisierend. Viele möchten tatsächlich einfach nur ein sehr gutes Leben für sich und ihre Familie durch finanzielle Errungenschaften konstruieren, aber verlieren sich in der eigenen Karriere.

Dagegen sind diejenigen, die nach so etwas überhaupt nicht streben, aus sehr guten wirtschaftlichen Verhältnissen. Oft beklagen diese Leute sich über das (emotional) schlechte Verhältnis zu ihren Eltern. In zwei Fällen herrscht sogar seit dem Abitur eine große Distanz zur Familie, da man die Kinder ebenfalls in diese Leistungsgesellschaft drücken wollte und die Erfolge dieser nur als eigene Trophäen ansah.. Dort kommt die Empathie der Kinder übrigens häufig noch schlechter weg.

Naja, was soll mein philosophisches Gerede? Vor 5 Jahren wäre ich mit so etwas nicht durch meinen Case gekommen.. was ich aber damit sagen möchte: Belügt euch nicht selber, um euren materiellen Anspruch zu rechtfertigen. Ich denke, Kinder benötigen in ihrer Erziehung beide Elternteile. Was ich aber auch denke: in den Anfangsjahren kann man als Vater auch am Wochenende funktionieren. Sobald die Kinder jedoch in Richtung Einschulung gehen, sollte die Vaterrolle doch präsenter werden. Sonst kann der Draht eventuell verloren gehen..

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Wenn ich das lese...
Für Kinder gibt es keine Qualitiy time. Darüber gibt's genug Studien. Entweder ihr verbringt Zeit oder nicht.
Du kannst kein Imperium aufbauen und halbtags arbeiten. Man muss wissen was man will.

Ich habe zwei Kinder und arbeite stark gesplittet. Morgen wenn alle schalten 5 Uhr in der Bahn zur Arbeit und manchmal abends. Dafür gehe ich 17:00 jeden Tag und mache Mittwochs Homeoffice. Bin in der Firma 500 MA im Management und hab es einfach so umstrukturiert. Würde in keine Firma mehr wechseln wo meine Arbeitsweise nicht toleriert wird.
Hatte ich Jeff Betos nacheifern wollen, hatte ich meiner Frau gesagt, dass ich keine Kinder haben möchte.

Ich habe einen Japaner letztes Jahr kennengelernt der bei einer bank in China gearbeitet hat und seine Familie in Japan lebt. Sei es Tochter wurde geboren als er in China war und er sah sie erst ein paar Monate später. Sie hatte ihn nicht erkannt, da über Skype das Bild ja nur in 2d ist ..

Mein Fazit: es zählt für das Kind nicht die Qualität. Es geht nur und die Quantität. Daher commitment auch zur Familie und nicht nur zum Job.

WiWi Gast schrieb am 25.08.2018:

Jeff Bezos hatte dazu mal eine Antwort im Interview gegeben. O-Ton: es ist nicht wichtig immer 24/7 für deine Kinder physisch präsent zu sein, sondern die Zeit, die du mit ihnen verbringst, eben bewusst und positiv zu nutzen.

Wenn du also nach 4 Tagen beim Kunden nach Hause kommst, nicht den Stress vom Beruf auf die Kids übertragen. Dir Zeit mit ihnen nehmen, sodass sie sich freuen, wenn du wieder da bist.

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WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Vielleicht sollte man aus der Sicht von sich selbst als Kind denken.

Ich z.B. komme aus keiner Akademiker-Familie. Meine Eltern hatte normale Jobs. Papa im Vollzeit 40 hrs und meine Mutter Teilzeit seit dem ich und mein Bruder alt genug sind. Für mich ist es aus heutiger Sicht das beste überhaupt gewesen, dass meine Eltern (hier geht es mehr um den Vater deshalb kann der hier gerne alleine gesehen werden) immer viel Zeit für mich hatten. Dabei geht es gar nicht um Zeit im Zoo etc. Es geht viel mehr um ganz einfach Dinge wie vorgelesen bekommen, Fußball mit meinem Papa und Bruder zu spielen etc. pp. Und genau das möchte ich meinen späteren Kindern auch bieten können.

Das ist einer der Hauptgründe, warum eine Consulting-Tätigkeit für mich nicht in Frage kommt. Aber letztlich ist es ein Prio-Thema eines jeden Vaters selbst. Wenn Geld und Positions, gepaart mit den Eigenschaften des Berufs selbst (hier außerhäusige Übernachtung unter der Woche) sehr wichtig sind, dann ist das eine Sache. Hier dann zu meinen, dass "quality Time" am Wochenende den Missstand der fehlenden Zeit unter Woche heilen kann, ist ein Trugschluss. Bedeutet aber auch nicht, dass deshalb gleich die Bindung zum Kind schlecht sein muss. Es könnte aber eben durchaus zu dem weiter oben aufgeführten Phänomen kommen, dass man als Vater fühlt, dass etwas doch fehlt/nicht ganz richtig ist.

Dennoch glaube ich, dass man dazu neigt (wie der KPMGler oben) Dinge anders warzunehmen und die Zeit anders zu werten, die man mit den Kindern verbringen kann. Dann treten die Alltagsprobleme mit den Kids vielleicht eher in den Hintergrund.

antworten
WiWi Gast

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

Ich kann nur von mir selbst und meiner eigenen Erfahrung als Kind eines nicht präsenten Vaters zu sein, da er 80% auf Dienstreise war. Eine Entfremdung findet definitiv statt, und als Kind ist man vor allem verwirrt, wenn der Vater, der sonst nie da ist, sich um einen kümmern möchte. Er war eine Person die halt manchmal da war, aber für das Leben zu Hause keine große Rolle gespielt hat.
Vor drei Jahren ist er gestorben (auf Dienstreise) und ic wünschte wir hätten mehr Zeit miteinander gehabt.
Also überleg dir gut was dir im Leben wichtig sein soll.

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