DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Kinder & KarriereManagerinnen

Frauen in Führungspositionen mit Kindern setzen auf Haushaltshilfen

Frauen in höheren Positionen, in deren Haushalt Kinder bis 16 Jahre leben, kompensieren die Mehrfachbelastung durch Beruf und Familie immer häufiger durch den Einsatz von Haushaltshilfen. Nahmen 2001 nur 19 Prozent dieser Führungskräfte eine Haushaltshilfe in Anspruch, waren es 2010 bereits 29 Prozent.

Frauen in Führungspositionen mit Kindern setzen auf Haushaltshilfen
Berlin, 20.02.2012 (diw) - Frauen in höheren Positionen, in deren Haushalt Kinder bis 16 Jahre leben, kompensieren die Mehrfachbelastung durch Beruf und Familie immer häufiger durch den Einsatz von Haushaltshilfen. Nahmen 2001 nur 19 Prozent dieser Führungskräfte eine Haushaltshilfe in Anspruch, waren es 2010 bereits 29 Prozent, so das Ergebnis von Berechnungen auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin. „Offenbar ist es immer mehr verbreitet, dass Mütter - wenn sie es sich leisten können - fremde Hilfe im Haushalt in Anspruch nehmen“ sagt DIW-Forschungsdirektorin Elke Holst. Die wichtigste Erklärung hierfür dürfte die Tatsache sein, dass eine Haushaltshilfe Geld kostet und Frauen mit einem durchschnittlichen oder geringen Einkommen sich diese gewöhnlich nicht leisten können.

Dagegen beschäftigen nur 11 Prozent der Männer in höheren Positionen Haushaltshilfen und damit in weit geringerem Ausmaß als Frauen in vergleichbaren Positionen, obwohl sie häufiger und im Durchschnitt mehr Kinder haben. „Viele Frauen halten auch heute noch ihren Männern den Rücken frei, damit sie Karriere machen und ein gutes Einkommen erzielen können, umgekehrt ist dies kaum der Fall“ erklärt Elke Holst. Hintergrund ist die traditionelle Aufgabenteilung im Haushalt, wonach der Frau die Verantwortung für die unbezahlte Haus- und Familienarbeit und dem Mann die Verantwortung für die bezahlte Arbeit und damit das Haushaltseinkommen zugeschrieben wird. Obwohl heute die meisten Frauen erwerbstätig sind und viele von ihnen hochqualifizierten Tätigkeiten nachgehen, wirken die traditionellen Muster noch fort: „Zum Nachteil von Frauen“, so Elke Holst, „denn an sie werden selbst in Vollzeitjobs deutlich höhere Ansprüche zur Vereinbarung von Beruf, Haushalt und Familie gestellt als an Männer“. Haushaltshilfen können diesen Erwartungen nur teilweise gerecht werden. Mehr Engagement der Männer in Haushalt und Familie ist daher notwendig und trägt auch zu mehr Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt bei.

Im Forum zu Managerinnen

5 Kommentare

Lebensplanung

WiWi Gast

Bist du denn mit deiner jetzigen WLB unzufrieden? Grade in der IT-Beratung kommst du sicherlich bis zur Rente, auch wenn vllt. nicht in deiner aktuellen. Wenn du prinzipiell mit Reisen keinen Stres ...

87 Kommentare

32 und keine kinder

WiWi Gast

Du hast die Aussage missverstanden. Es geht darum, was die Hausfrau macht, wenn der Mann abhaut und der Unterhalt nicht reicht. Da sind Ehrenamtliche Tätigkeiten und Weltreisen vielleicht nicht die ...

5 Kommentare

Vater der besten Freundin gestorben

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 09.10.2018: IB ist nicht nur M&A. ...

25 Kommentare

Big 4 + Papa sein eure Meinung und Erfahrung

WiWi Gast

Also ich bin kein Mann aber auch ein schwank aus meiner Kindheit. Mein Vater war lange angestellt und hat das Haus bereits morgens gegen 6 Uhr verlassen. Wenn er dann nach Hause gekommen ist, ist er s ...

5 Kommentare

Umzug und Familienplanung

WiWi Gast

Mensch Meier, ich versuche ja hier wirklich nach Kräften zu helfen, aber hier... Das ist doch mindestens schon dein zweiter thread dazu?! LINK ...

58 Kommentare

?Partnerwahl: Mann muss "besser" sein als die Frau

WiWi Gast

Reichere schon, die sind aber weit von den normalen Dax30-Akademikern entfernt. Und auch die haben oft nut Realschule. WiWi Gast schrieb am 17.08.2018: ...

25 Kommentare

Schwierige Entscheidung - Familie oder Karriere

WiWi Gast

Ich hätte mich für ein gemeinsames Leben mit deiner Familie (Frau + Kinder) und deine Karriere entschieden. 80 k + 40 k ist eine solide Basis und wenn dir im Süden 95 k geboten werden, wieso ablehnen? ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Managerinnen

Karrierekiller Teilzeit: Hohe Führungspositionen meist Männern vorbehalten

Die Aufstiegschancen sind für Männer in Deutschland weiterhin deutlich besser. Obwohl fast die Hälfte der abhängig Beschäftigten Frauen sind, beträgt ihr Anteil in hohen Führungspositionen nur 31 Prozent. Der Gender Leadership Gap variiert jedoch nach Branchen stark. Fast gleichwertige Karrierechancen haben Frauen im Bereich Information und Kommunikation. Die Finanzbranche bietet dagegen zwar viele hohe Führungspositionen – davon profitieren allerdings überwiegend Männer. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Zwei asiatische Kinder auf einem Spielplatz.

Kinder bremsen Frauen-Karrieren

45 Prozent der befragten berufstätigen Frauen in Deutschland sagen, dass ihr berufliches Fortkommen gelitten hat, seit sie Mütter sind. Das ist ein Ergebnis der aktuelle Studie, die der Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture jedes Jahr zum Internationalen Frauentag veröffentlicht.

Weiteres zum Thema Kinder & Karriere

Eine traurige Frau in einem roten Kleid lehnt sich an bei ihrem Freund im dunklen Anzug.

Führungskräfte: Das Leiden der Lebenspartner

Manager sind es gewohnt, die Dinge im Griff zu haben. Beruf, Gesundheit, Freundschaften, die Entwicklung der Kinder – oft bleibt dabei jedoch eine Beziehung auf der Strecke: die zum Lebenspartner. Viele Ehen von besonders erfolgreichen Unternehmern und Führungskräften sind kaputt.

Vater, Kind, Rente, Familie,

vaeter.de - Plattform für Männer mit Kind und Karriere

Die Internetplattform vaeter.de richtet sich an Männer, die Familie und Beruf besser vereinbaren möchten.

Ein Kleinkind mit einem Sonnenhut mit Blumen in rosa geht an einer Hand mit Uhr und Ring spazieren.

Elternzeit-Rechner - Anspruch auf Erziehungsgeld berechnen

Ob und wie der Anspruch auf Elternzeit genutzt werden kann, hängt nicht zuletzt von der Einkommenssituation der Familie ab. Mit dem Elternzeitrechner vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend findet jede Familie für sich die beste Lösung in der Elternzeit.

Cover des E-Book-Ratgebers "Familie UND Führungsposition" der Initative Erfolgsfaktor Familie

E-Book: Familie UND Führungsposition

Der Leitfaden richtet sich an Beschäftigte mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen, die in einer Führungsposition sind und mehr Freiraum für die Familie brauchen. Er zeigt, wie sich Führungsaufgaben und Familie vereinbaren lassen und welche Arbeitsmodelle und Maßnahmen im Berufsalltag dabei helfen, Familie und berufliches Fortkommen unter einen Hut zu bringen.

Kind und Karriere: Ein Mädchen mit pinker Sonnenbrille und einem Hello Kitty-Kleid in einem Kinderwagen.

Studie: Hochschulabsolventinnen zwischen Kind und Karriere

Eine neue Studie des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF) untersucht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen.

Familie: Der Hinterkopf eines kleinen Mädchens mit Zöpfen.

Internet-Portal www.mittelstand-und-familie.de

Das Portal für mehr Familienfreundlichkeit in Deutschland richtet sich vornehmlich an Entscheider und Personalverantwortliche des Mittelstands und kann als eine Art virtuelle Personalabteilung genutzt werden.

Gender-Forschung: Berufstätigkeit von Frauen und Männern

WSI-GenderDatenPortal zur Berufstätigkeit von Frauen und Männern

Die Arbeitszeiten in Deutschland haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich polarisiert. Einerseits haben im Vergleich zum Anfang der 1990er Jahre lange Arbeitszeiten jenseits von 41 Wochenstunden zugenommen, andererseits sind sehr kurze Arbeitszeiten unter 15 Stunden weiter verbreitet.

Beliebtes zum Thema Karriere

Karriere zum DAX-CEO: Eine junger Manager im Anzug läuft eine lange Treppe hoch.

Fast jeder zweite DAX-Chef ist Wirtschaftswissenschaftler

Die Wirtschaftswissenschaftler dominieren das Topmanagement der DAX-Unternehmen. 56 Prozent der Vorstände in MDAX-Unternehmen und 47 Prozent der Vorstände im DAX und SDAX sind Wirtschaftswissenschaftler. Von den CEOs der TecDAX-Unternehmen hat dagegen lediglich jeder dritte Wirtschaftswissenschaften studiert. Jeder fünfte Vorstandschef, der erstmals ein Unternehmen führte, war zuvor Finanzvorstand. Die CEOs waren vorher am häufigsten Unternehmensberater, wie die Lebensläufe von 170 DAX-Vorständen laut dem "Headhunter" Korn Ferry zeigen.

Jobzufriedenheit: Eine weibliche Führungskraft lacht beim Telefonieren.

Jobzufriedenheit von Führungskräften am höchsten

Führungskräfte sind häufig sehr glücklich in ihrem Job. 41,7 Prozent der Führungskräfte bezeichnen sich als "sehr zufrieden" mit ihrer Arbeit. Akademikerinnen und Akademiker sind mit 39,5 Prozent generell überdurchschnittlich zufrieden im Job. Jeder dritte Erwerbstätige ist laut Statistischem Bundesamt in Deutschland mit seiner Tätigkeit "sehr zufrieden".

Das Bild zeigt passend zur Manpower-Studie "Karriereziele" einen Kompass und das Wort "Karriere"

Karriereziele 2018: Jeder Zweite wünscht sich mehr Gehalt

Aktuell machen die Deutschen ihren Job vorwiegend wegen des Geldes. Mehr Gehalt ist entsprechend der zentrale Karrierewunsch von jedem Zweiten für 2018. Wie wichtig es ist, Kenntnisse rund um die Digitalisierung aufzubauen, haben nur wenige Arbeitnehmer erkannt. 18 Prozent der Deutschen sind karrieremüde und möchten weniger arbeiten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Manpower-Studie „Karriereziele 2018“.

Lernstress: Buchcover "Kein Stress mit dem Stress"

Broschüre: Kein Stress mit dem Stress

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt Betriebe im Rahmen des Projekts „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ mit Informationen und Handlungshilfen. Neu im Angebot ist der Sammelordner „Kein Stress mit dem Stress – Lösungen und Tipps für Führungskräfte und Unternehmen“.

Managerinnen-Barometer 2018: Erfolge mit Frauenquote

Die Frauenquote für Aufsichtsräte wirkt. Der Frauenanteil ist auf 30 Prozent gestiegen. Dennoch sind Frauen in Spitzengremien großer Unternehmen noch immer deutlich in der Minderheit. Die Vorstände sind weiterhin eine Männerdomäne. Besonderen Aufholbedarf haben Banken und Versicherungen. Das ergibt das aktuelle Managerinnen-Barometer 2018 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Die gesunde Karriere: Portraitbild vom Autor Günter F. Gross

Die gesunde Karriere: Teil 5 - Bestimmen Sie Ihre Stimmung selbst!

In dieser neuen Serie liefert der Erfolgstratege und Bestsellerautor Günter F. Gross zusammen mit WiWi-TReFF Tipps und Sofortprogramme für eine gesunde Karriere und den Erfolg von Anfang an. Gross rät: »Bestimmen Sie Ihre Stimmung selbst! Überlassen Sie das nicht den Verhältnissen.«

Business: Bain-Studie zu Managementtechniken in Deutschland und weltweit.

Deutsche Führungskräfte schätzen bewährte Managementtechniken

Die aktuellen Managementtechniken sind meist langfristige Wachstumsstrategien. In Deutschland sind Benchmarking, strategische Planung und Change Management die meistgenutzten Managementinstrumente. Neue innovative Werkzeuge wie Agile Management und Advanced Analytics werden von deutschen Managern seltener als in anderen Ländern eingesetzt. Weltweit rücken Kundenmanagement und Kundenzufriedenheitsanalysen in den Fokus. Eine wachsende Komplexität und abnehmende Kundenloyalität sind die weltweit größen Herausforderungen.