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Wie und wann Chef Kündigung berichten?

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WiWi Gast

Wie und wann Chef Kündigung berichten?

Hallo,

ich habe bereits ein neues Jobangebot unterzeichnet und muss meinen neuen Chef davon berichten. Allerdings ist der neue Job noch ein halbes Jahr entfernt und die Kündigungsfrist beträgt 2 Monate, daher möchte ich es ihm gerne eher später berichten. Jetzt habe ich folgendes Problem das mein Chef mich (Sprung-)befördern will und schon die nächsten 12 Monate plant. Auf der einen Seite ist es für ihn doof wenn ich das Spiel mitspiele und total begeistert von der Beförderung usw bin und auf der anderen Seite möchte ich ungern ein halbes Jahr vor Austrittsdatum meine Kündigung kundgeben. Was tu ich? Weiß gerade nicht wie ich ich für alle Beteiligten optimal verhalten soll.

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Ceterum censeo

Wie und wann Chef Kündigung berichten?

Ich persönlich würde möglichst früh präferieren und bin dankbar für jeden Mitarbeiter, der mich recht zeitnah informiert. Bei uns ist der Wechsel jedoch auch kein Tabu-Thema und wird offen kommuniziert, es bestehen keine Beschäftigungs- oder Abwerbeverbote bei Mitbewerbern/Mandanten (lediglich die Mitnahme von Mandanten ist bei unseren Berufsträgern verboten), es wird kein Mitarbeiter schikaniert oder benachteiligt, wenn er wechseln möchte. Man darf so etwas auch nicht persönlich nehmen als Vorgesetzter.

Mir ist jedoch auch bewusst, dass es Führungskräfte gibt, die hier Probleme haben und sich durch eine Mitarbeiterkündigung das restliche Beschäftigungsverhältnis als unangenehm für alle Parteien gestaltet hat. An dieser Stelle musst du deinen Vorgesetzen einmal selbst einschätzen und dementsprechend reagieren.

Liebe Grüße

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WiWi Gast

Wie und wann Chef Kündigung berichten?

Das klingt lobenswert. Beim TE sehe ich allerdings weniger das Problem potentieller Schikane durch gekränkte/verärgerte Vorgesetzte oder Mitarbeiter. Bei 2 Monaten Kündigungsfrist und Einstieg in den neuen Job zum 01.07. (oder 01.06.) würde der TE mit seiner frühen Ehrlichkeit 2-3 Monate kein Gehalt beziehen....

Ceterum censeo schrieb am 21.01.2020:

Ich persönlich würde möglichst früh präferieren und bin dankbar für jeden Mitarbeiter, der mich recht zeitnah informiert. Bei uns ist der Wechsel jedoch auch kein Tabu-Thema und wird offen kommuniziert, es bestehen keine Beschäftigungs- oder Abwerbeverbote bei Mitbewerbern/Mandanten (lediglich die Mitnahme von Mandanten ist bei unseren Berufsträgern verboten), es wird kein Mitarbeiter schikaniert oder benachteiligt, wenn er wechseln möchte. Man darf so etwas auch nicht persönlich nehmen als Vorgesetzter.

Mir ist jedoch auch bewusst, dass es Führungskräfte gibt, die hier Probleme haben und sich durch eine Mitarbeiterkündigung das restliche Beschäftigungsverhältnis als unangenehm für alle Parteien gestaltet hat. An dieser Stelle musst du deinen Vorgesetzen einmal selbst einschätzen und dementsprechend reagieren.

Liebe Grüße

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Ceterum censeo

Wie und wann Chef Kündigung berichten?

WiWi Gast schrieb am 21.01.2020:

Das klingt lobenswert. Beim TE sehe ich allerdings weniger das Problem potentieller Schikane durch gekränkte/verärgerte Vorgesetzte oder Mitarbeiter. Bei 2 Monaten Kündigungsfrist und Einstieg in den neuen Job zum 01.07. (oder 01.06.) würde der TE mit seiner frühen Ehrlichkeit 2-3 Monate kein Gehalt beziehen....

Ich wollte es ja vorhin noch erwähnen, aber ist dann etwas entfallen: Diese "Rachekündigungen" durch den AG nach vorheriger AN-Kündigung sind ja - wie kürzlich vom BAG wieder entschieden - nicht zulässig.
Liebe Grüße

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WiWi Gast

Wie und wann Chef Kündigung berichten?

WiWi Gast schrieb am 21.01.2020:

Das klingt lobenswert. Beim TE sehe ich allerdings weniger das Problem potentieller Schikane durch gekränkte/verärgerte Vorgesetzte oder Mitarbeiter. Bei 2 Monaten Kündigungsfrist und Einstieg in den neuen Job zum 01.07. (oder 01.06.) würde der TE mit seiner frühen Ehrlichkeit 2-3 Monate kein Gehalt beziehen....

Aktuell herrscht hier Personalmangel und es gibt massig Arbeit, vor einer vorzeitigen Kündigung habe ich tatsächlich keine Angst. Aber dennoch, ein guter Einwand. Möglich ist alles.

Im Allgemeinen habe ich zu allen meinen Vorgesetzten ein hervorragendes Verhältnis und ich denke nicht, dass mir einer etwas böses will - auch bei Kündigung. Dennoch will das gute Verhältnis nicht allzu früh gefährden. Ich denke ich werde gegen Mitte/Ende Februar damit zum Chef gehen. Sind ja immerhin noch >4 Monate dann um die Planung anzupassen.

Vielen Dank für eure Antworten

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WiWi Gast

Wie und wann Chef Kündigung berichten?

Ich würde damit nicht warten. Du weißt nicht, mit wem dein Chef aktuell schon die Planung bespricht und ggf hellauf begeistert von dir berichtet oder sich ins Zeug legt, um das für dich möglich zu machen. Vielleicht sagt er auch anderen potentiellen Kandidaten für die Stelle, dass es nicht geht deswegen.
Du lässt ihn damit ggf auflaufen und dumm dastehen. Sicher ist eine Kündigung nicht persönlich zu nehmen, aber wenn der MA das schon weiß und sieht, dass ich etwas für ihn plane und mir das nicht sagt, würde ich ihm das übel nehmen. Sag es ihm jetzt einfach, was bitte soll denn passieren, gerade wenn ihr ein gutes Verhältnis habt.

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WiWi Gast

Wie und wann Chef Kündigung berichten?

Rein interessehalber - wieso willst du eigentlich gehen, wenn die Chefs so begeistert sind und dich fördern wollen?

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WiWi Gast

Wie und wann Chef Kündigung berichten?

WiWi Gast schrieb am 22.01.2020:

Ich würde damit nicht warten. Du weißt nicht, mit wem dein Chef aktuell schon die Planung bespricht und ggf hellauf begeistert von dir berichtet oder sich ins Zeug legt, um das für dich möglich zu machen. Vielleicht sagt er auch anderen potentiellen Kandidaten für die Stelle, dass es nicht geht deswegen.

Immer wieder lustig wie naiv manche Menschen zu sein scheinen. Wieso sollte das den Mitarbeiter kümmern, was der Chef vielleicht für Probleme bekommt? Und glaubst du ernsthaft, das Unternehmen würde sich umgekehrt auch so ehrlich verhalten und den Mitarbeiter vorzeitig von einem geplanten Stellenabbau informieren, damit er sich schon mal neu orientieren kann?

Du lässt ihn damit ggf auflaufen und dumm dastehen.

Na und? Er ist dann ja nicht mehr sein Chef. Kann ihm also egal sein. Und bevor jemand damit ankommt: mit dem Zeugnis dem Mitarbeiter aus Rache dafür einen reindrücken geht auch nicht so leicht und zieht womöglich einen langwierigen Rechtsstreit nach sich. Das riskiert kein Unternehmen leichtfertig, nur damit der gekränkte Chef dem Mitarbeiter eins auswischen kann.

@TS: Mitnehmen was geht und zum spätesten Zeitpunkt kündigen. Weiß doch keiner wie lange du schon die Zusage hattest. Und du würdest dich der Chance berauben, vielleicht schon mal eine Gehaltserhöhung im alten Unternehmen zu bekommen, wenn du jetzt schon mit offenen Karten spielst. Und gibt es nicht irgendwelche Schulungen, die dir was bringen und die du dir wegen deiner Beförderung nun genehmigen (und bezahlen) lassen könntest?

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WiWi Gast

Wie und wann Chef Kündigung berichten?

Gefangenendilemma, buddy, Gefangenendilemma: Manchmal muss man uneigennützig in Vorleistung gehen, um die Situation für alle zu verbessern. Denke es doch mal andersherum: warum sollte dein Chef auf dich Rücksicht nehmen, wo doch die Erfahrung zeigt, dass die Mitarbeiter skrupellos sind? Also, gib ihm keinen Grund für einen solchen Gedanken, sondern lass ihn wenigstens ein schlechtes Gewissen haben. Der ein oder andere Chef wird vielleicht an das Wohl seiner Mitarbeiter denken.

WiWi Gast schrieb am 22.01.2020:

Ich würde damit nicht warten. Du weißt nicht, mit wem dein Chef aktuell schon die Planung bespricht und ggf hellauf begeistert von dir berichtet oder sich ins Zeug legt, um das für dich möglich zu machen. Vielleicht sagt er auch anderen potentiellen Kandidaten für die Stelle, dass es nicht geht deswegen.

Immer wieder lustig wie naiv manche Menschen zu sein scheinen. Wieso sollte das den Mitarbeiter kümmern, was der Chef vielleicht für Probleme bekommt? Und glaubst du ernsthaft, das Unternehmen würde sich umgekehrt auch so ehrlich verhalten und den Mitarbeiter vorzeitig von einem geplanten Stellenabbau informieren, damit er sich schon mal neu orientieren kann?

Du lässt ihn damit ggf auflaufen und dumm dastehen.

Na und? Er ist dann ja nicht mehr sein Chef. Kann ihm also egal sein. Und bevor jemand damit ankommt: mit dem Zeugnis dem Mitarbeiter aus Rache dafür einen reindrücken geht auch nicht so leicht und zieht womöglich einen langwierigen Rechtsstreit nach sich. Das riskiert kein Unternehmen leichtfertig, nur damit der gekränkte Chef dem Mitarbeiter eins auswischen kann.

@TS: Mitnehmen was geht und zum spätesten Zeitpunkt kündigen. Weiß doch keiner wie lange du schon die Zusage hattest. Und du würdest dich der Chance berauben, vielleicht schon mal eine Gehaltserhöhung im alten Unternehmen zu bekommen, wenn du jetzt schon mit offenen Karten spielst. Und gibt es nicht irgendwelche Schulungen, die dir was bringen und die du dir wegen deiner Beförderung nun genehmigen (und bezahlen) lassen könntest?

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WiWi Gast

Wie und wann Chef Kündigung berichten?

WiWi Gast schrieb am 22.01.2020:

Gefangenendilemma, buddy, Gefangenendilemma: Manchmal muss man uneigennützig in Vorleistung gehen, um die Situation für alle zu verbessern. Denke es doch mal andersherum: warum sollte dein Chef auf dich Rücksicht nehmen, wo doch die Erfahrung zeigt, dass die Mitarbeiter skrupellos sind?

Und was hat der Mitarbeiter, der das Unternehmen verlässt, davon wie der Chef zukünftig die anderen behandelt?
Einzig wenn man sich irgendwie die Option offen halten will später wieder zurückzuwechseln sind solche Überlegungen sinnvoll und relevant.

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