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Wann Jobwechsel bekanntgeben?

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WiWi Gast

Wann Jobwechsel bekanntgeben?

Hallo,

mein erster Jobwechsel steht an. Ich arbeite seit einem Jahr bei meinem aktuellen AG. Die neue Stelle beginnt allerdings auch erst im August. Ich wurde eingearbeitet, war in einem 3er Team, sind nur noch zu zweit... kein neuer Teamler in Sicht. Ich frage mich, wie und vor allem wann ich von meinem neuen Job reden soll. Es wäre noch etwas Zeit, ich habe nur einen Monat Kündigungsfrist. Aber im Juni erst davon zu sprechen käme mir unfair vor. Ich weiß schließlich heute schon, dass man bald ohne mich auskommen muss. Wenn ich heute schon Bescheid gebe, wie könnte sich das auf mein restliches halbes Jahr auswirken? Doch zu früh? Dass mich das gedanklich so mitnimmt, nervt mich, schließlich geht es hier um einen normalen Jobwechsel. Aber ich fürchte, ich lasse meinen Kollegen und Chef mit Problemen zurück.. Hat jemand ein paar Worte für mich?

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WiWi Gast

Wann Jobwechsel bekanntgeben?

Es kann nicht dein Problem sein, wie das Unternehmen sich organisiert, wenn du weg bist. Das Unternehmen hat die Kündigungsfrist ja selber so kurzfristig festgelegt. Solange du in den verbleibenden 1-2 Monaten eine ordentliche Übergabe machst, sehe ich da kein Problem, zumal es dein erster Job ist und du nur 1 Jahr da warst.
Wenn du gekündigt werden solltest, würde das Unternehmen auch nicht so fair sein und vorab mit dir sprechen.

Gibt es ein besonderes Vertrauensverhältnis mit dem Kollegen / Chef oder habt ihr privat Kontakt? In dem Fall könnte es für die Einschätzung relevant sein.

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WiWi Gast

Wann Jobwechsel bekanntgeben?

Sehe ich genauso, deshalb vereinbaren Branchen mit dünner Personaldecke und berufsspezifischer Einlernzeit regelmäßig lange Kündigungsfristen.

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WiWi Gast

Wann Jobwechsel bekanntgeben?

Privat kein Kontakt, aber dennoch innerhalb des Unternehmens sehr familiär eingestellt. Klar, selbst Schuld bei der gegebenen Frist. Aber hier und da höre ich, es findet sich kein neuer fürs Team, der andere Kollege ist innerhalb umgestiegen. Mein Kollege hat nur mich, vor allem für den täglichen Support; die "großen" Sachen könnte er durchaus alleine hinkriegen (macht er ja heute noch, wenn ich im Urlaub oder anderweitig beschäftigt bin). Aber Mensch, wieso fühlt man sich so schlecht? Im Bewerbungsgespräch habe ich gesagt, ich möchte etwas Langfristiges. So ist es noch. Nur habe ich zum einen mehr als 6 Monate gebraucht, um sagen zu können, dass es das nicht ist und 2. war ich gar nicht darauf aus, jetzt sofort etwas anderes zu finden; hat sich halt ergeben und ich will das nicht ausschlagen! Also wohl kurz und schmerzlos 2-34 Monate vorher? Darf nur nicht rauskommen, dass ich es seit Anfang des Jahres weiß....

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feli

Wann Jobwechsel bekanntgeben?

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Privat kein Kontakt, aber dennoch innerhalb des Unternehmens sehr familiär eingestellt. Klar, selbst Schuld bei der gegebenen Frist. Aber hier und da höre ich, es findet sich kein neuer fürs Team, der andere Kollege ist innerhalb umgestiegen. Mein Kollege hat nur mich, vor allem für den täglichen Support; die "großen" Sachen könnte er durchaus alleine hinkriegen (macht er ja heute noch, wenn ich im Urlaub oder anderweitig beschäftigt bin). Aber Mensch, wieso fühlt man sich so schlecht? Im Bewerbungsgespräch habe ich gesagt, ich möchte etwas Langfristiges. So ist es noch. Nur habe ich zum einen mehr als 6 Monate gebraucht, um sagen zu können, dass es das nicht ist und 2. war ich gar nicht darauf aus, jetzt sofort etwas anderes zu finden; hat sich halt ergeben und ich will das nicht ausschlagen! Also wohl kurz und schmerzlos 2-34 Monate vorher? Darf nur nicht rauskommen, dass ich es seit Anfang des Jahres weiß....

Ich würde es relativ früh sagen, unter diesen Umständen. Vielleicht finden sie noch jemanden, den du einweisen kannst.

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WiWi Gast

Wann Jobwechsel bekanntgeben?

Du fühlst dich schlecht, weil du so etwas wie Loyalität besitzt. Das ist auch grundsätzlich nichts schlechtes, hat aber zumindest gegenüber der Firma im Joballtag leider wenig verloren.
Mir ging es bei meinem ersten Wechsel (nach 5 Jahren) auch so. Hab mich super mies gefühlt, obwohl ich schon länger wusste, dass ich da nicht bleiben will. Man hat halt immer das Gefühl, die Kollegen im Stich zu lassen.
Du solltest dir aber folgende Dinge verinnerlichen:

  1. Niemand ist unersetzbar. Du bist nicht der erste, der eine Stelle kündigt und solange du nicht der Chef bist oder in einem absoluten Minibetrieb arbeitest, muss das Unternehmen das irgendwie abfedern können.
  2. Unternehmen sind i.d.R. auch nicht loyal. Wenn die Leistungen nicht stimmen oder das Unternehmen Probleme hat, wirft man dich auch raus. Erzählen wird man es dir auch nicht früher als nötig.
  3. Du hast ne kurze Kündigungsfrist, also nehme ich an, das Unternehmen hat die auch. Je nachdem, wie die drauf sind, setzen die dich auch vielleicht direkt vor die Tür, sobald sie davon erfahren. Es gibt so rachsüchtige Chefs. Die schmeißen dich raus, egal ob das jetzt gut ist für das Unternehmen. Geht natürlich nicht, sofern du Kündigungsschutz genießt.

WiWi Gast schrieb am 29.01.2020:

Privat kein Kontakt, aber dennoch innerhalb des Unternehmens sehr familiär eingestellt. Klar, selbst Schuld bei der gegebenen Frist. Aber hier und da höre ich, es findet sich kein neuer fürs Team, der andere Kollege ist innerhalb umgestiegen. Mein Kollege hat nur mich, vor allem für den täglichen Support; die "großen" Sachen könnte er durchaus alleine hinkriegen (macht er ja heute noch, wenn ich im Urlaub oder anderweitig beschäftigt bin). Aber Mensch, wieso fühlt man sich so schlecht? Im Bewerbungsgespräch habe ich gesagt, ich möchte etwas Langfristiges. So ist es noch. Nur habe ich zum einen mehr als 6 Monate gebraucht, um sagen zu können, dass es das nicht ist und 2. war ich gar nicht darauf aus, jetzt sofort etwas anderes zu finden; hat sich halt ergeben und ich will das nicht ausschlagen! Also wohl kurz und schmerzlos 2-34 Monate vorher? Darf nur nicht rauskommen, dass ich es seit Anfang des Jahres weiß....

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WiWi Gast

Wann Jobwechsel bekanntgeben?

. Aber Mensch, wieso fühlt man sich so schlecht? Im Bewerbungsgespräch habe ich gesagt, ich möchte etwas Langfristiges.

Brother, I feel you. Exakt so ging es mir die letzten Wochen. Start up, sehr familiär und super motivierte Leute. Aber ich käme hier einfach nicht weiter. Also schweren Herzens was neues gesucht und gefunden.

Ich hab dann gestern bescheid gesagt, sobald ich den neuen unterschrieben hatte. So früh wie möglich. Und auch persönlich. Alles andere hätte ich persönlich unfair gefunden. Aber schlechtes geehoch drei. Frag mich aber, warum. Am Ende des Tages ist es Business und niemand ist unersetzlich.

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WiWi Gast

Wann Jobwechsel bekanntgeben?

Auch wenn du es vorher sagst, kann der Arbeitgeber dich nicht einfach kündigen.

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WiWi Gast

Wann Jobwechsel bekanntgeben?

Ich habe meinen letzten Jobwechsel auch recht früh angekündigt. Wechsel war zum 1.10. und ich habe im Mai gekündigt.
Ich war bei einer Big 4 im Audit und konnte nur quartalsweise kündigen. Der Arbeitgeber konnte mich daher auch nicht früher rauswerfen wegen Kündigungsschutz.
Ich habe so früh Bescheid gesagt, weil die personellen Planungen für die nächste Season i.d.R. im Juni laufen. Da fand ich es nur fair, die Partner frühzeitig zu informieren, damit mein Team (war Prüfungsleiter auf einem Großmandat) auch Ersatz bekommt.
Böses Blut gibt's bei den Big 4 wegen Kündigungen auch nicht, da es einfach Alltag ist.
Es kommt also immer auf die persönliche Situation an.

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WiWi Gast

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geehoch drei

Sollte "Gewissen hoch drei" heißen - Handy-Tastatur...

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