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Lernen & KlausurenCoronavirus

Corona- ich kann nicht mehr

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Ich weiß absolut nicht wie ich das noch weiter aushalten soll.
Meine Konzentration fürs lernen/studieren ist einfach absolut weg. Befind mich im ersten Master Semester. Ich habe keine Balance mehr im Leben und ich weiß, dass es der Mehrheit so geht. Habe Angst um meine Noten. Mittlerweile bin ich am überlegen, ob ich das ganze abbreche und im Herbst nochmal anfange, wenn das ganze vorbei ist.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Ich mache gerade absolut nichts für die Uni. Einfach null Motivation seitdem alles auf Online umgestellt wurde. Gammel seit Monaten auf Netflix und YouTube rum und zocke ab und zu.
Mach mir da aber jetzt auch keinen Stress mit dem Abschluss. Momentan ist sowieso tote Hose bei den meisten Unternehmen. Für Absolventen sieht’s aktuell einfach mies aus. Daher kann ich meinen Abschluss auch gut und gerne hinauszögern und bin am Ende vermutlich sogar besser gestellt beim Einstieg, als wenn ich jetzt was suchen würde.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Kann ich gut nachvollziehen. Ich schreibe seit letzten April an meiner BA und bin wie blockiert, ich bringe das schei* Ding einfach nicht fertig und es ist wie verhext

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Voice of Reason

Corona- ich kann nicht mehr

Darf ich fragen, was Corona mit dem Studium und eurer Konzentrationsfähigkeit zu tun hat?

No hate - ernstgemeinte Frage.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Mir geht es ähnlich, wollte eigentlich gerade im Gap Year sein und Praktika machen aber ich habe es letztes Jahr nicht geschafft den Bachelor zu beenden, weil ich sehr unproduktiv wurde und mir sämtliche Strukuturen abhanden kamen. Mich würde auch mal interessieren wie vielen es ähnlich geht und wer wirklich seine Produktivität/Noten/Praktika etc. alles hochhalten und fortsetzen konnte.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Mir geht es ähnlich, wollte eigentlich gerade im Gap Year sein und Praktika machen aber ich habe es letztes Jahr nicht geschafft den Bachelor zu beenden, weil ich sehr unproduktiv wurde und mir sämtliche Strukuturen abhanden kamen. Mich würde auch mal interessieren wie vielen es ähnlich geht und wer wirklich seine Produktivität/Noten/Praktika etc. alles hochhalten und fortsetzen konnte.

Meine Noten sind immernoch top und gutes praktikum hab ich für den Sommer auch bekommen. Aber es hat mich doppelt so viel Anstrengung gekostet wie letztes Jahr und mental health kam auf jeden Fall auch zu kurz.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Geht mir sehr ähnlich.

Das erste Coronasemester letztes Jahr ging, weil man bei uns noch in die Bib gehen konnte und ich somit einen einigermaßen geregelten Tagesablauf haben konnte. Nach der Bib dann noch schön mit den Kommilitonen im Park Spaß gehabt etc.
Dennoch habe ich nicht den ganzen Workload geschafft wie geplant und musste 1 bzw sogar 2 Klausuren, für die ich mich angemeldet hatte und normalerweise auch geschafft hätte schieben.

Jetzt im Winter geht nichts. Bib ist zu, man kann nicht mit Freunden raus. 24h auf den selben 12qm.
Ich habe jetzt meine Lernstrategie von Rechenfächern hin zu soften Fächern gewechselt in denen die Klausurform eine Hausarbeit ist. Da lese ich einfach nur im Internet zum entsprechenden Thema rum und schreibe die Texte.

Geht jetzt besser als irgendwelche DGSE Modelle in Matlab durchlaufen zu lassen. Habe auch meine BA Thesis, die jetzt ansteht von empirisch zu Literaturarbeit gewechselt. Das konnte ich zum Glück machen, weil der Zugang zum Datenraum eingeschränkt ist.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Habe auch massive Probleme mit meiner Leistungsfähigkeit , bin gerade am Ende des Masters. Der Ausgleich (Freunde, Hobbies) fehlt fast komplett.. Da die Job Bewerbungen trotz starkem Profil aktuell schlecht laufen, drückt das zusätzlich auf die Motivation.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 06.02.2021:

Ich weiß absolut nicht wie ich das noch weiter aushalten soll.
Meine Konzentration fürs lernen/studieren ist einfach absolut weg. Befind mich im ersten Master Semester. Ich habe keine Balance mehr im Leben und ich weiß, dass es der Mehrheit so geht. Habe Angst um meine Noten. Mittlerweile bin ich am überlegen, ob ich das ganze abbreche und im Herbst nochmal anfange, wenn das ganze vorbei ist.

Es gibt nur ein Weg. Und zwar mittendurch. Durchziehen Kollege.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Ihr wisst schon, dass es genügend Studierenden vor corona genauso ging? Alles auf Corona zu schieben finde ich etwas einfach. Ich habe damals eine Verlängerung beantragen müssen (7 Tage) weil ich durch Unmotivation nicht fertig wurde. War aber allein meine Schuld.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Kann ich gut nachvollziehen. Ich schreibe seit letzten April an meiner BA und bin wie blockiert, ich bringe das schei* Ding einfach nicht fertig und es ist wie verhext

ernstgemeinte frage: was hat corona damit zutun? hab während meiner Bachelorarbeit tagelang das haus nicht verlassen, weil ich daran gearbeitet habe. mein tag sah nicht viel anders aus als während corona jetzt. treffe tatsächlich jetzt sogar noch öfter / länger freunde als letztes jahr bei der BA

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Ich habe meinen Masterabschluss jetzt gemacht und meine Masterarbeit in ein paar Monaten durchgezogen und habe trotz der aktuellen Lage einen super Berufseinstieg geschafft. Finde es etwas leicht, dass man alles auf die Situation schiebt. Habe ebenfalls Freunde die gute Jobs gefunden haben.

Versteht mich nicht falsch ich kann das nachvollziehen dass es aktuell super schwer ist und es extra Motivation braucht aber ich würde es nicht auf äußere Umstände schieben, weil am Ende ist man selbst verantwortlich. Ich hätte gar keine Lust irgendeinen Virus mein Leben bestimmen zu lassen. Das ist aber vermutlich eine Einstellungssache. Wenn es so schlimm ist wie ihr beschreibt holt euch Hilfe von Leuten die sich auskennen.

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Bwl justus

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Mir geht es ähnlich, wollte eigentlich gerade im Gap Year sein und Praktika machen aber ich habe es letztes Jahr nicht geschafft den Bachelor zu beenden, weil ich sehr unproduktiv wurde und mir sämtliche Strukuturen abhanden kamen. Mich würde auch mal interessieren wie vielen es ähnlich geht und wer wirklich seine Produktivität/Noten/Praktika etc. alles hochhalten und fortsetzen konnte.

Meine Noten sind immernoch top und gutes praktikum hab ich für den Sommer auch bekommen. Aber es hat mich doppelt so viel Anstrengung gekostet wie letztes Jahr und mental health kam auf jeden Fall auch zu kurz.

bei mir genauso. mental health ist auch bei mir das Problem....

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Jede Uni hat spezielle Abteilungen, die in genau solchen Fällen beraten. Teilweise geht das auch beim Studentenwerk. Die haben täglich mit solchen Fällen zu tun, weshalb ich das ganze an Eurer Stelle einfach mal ausprobieren würde ;)

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Voice of Reason schrieb am 07.02.2021:

Darf ich fragen, was Corona mit dem Studium und eurer Konzentrationsfähigkeit zu tun hat?

No hate - ernstgemeinte Frage.

Kaum Ausgleich. Keine richtigen Kontaktmöglichkeiten, Sportmöglichkeiten begrenzt, allgemeine schlechte Stimmung. Das drückt alles auf das Gemüt bzw. konzentrieren fällt schwer, wenn man dann auch eher das Modell Fernstudium hat, worauf die Univorlagen nicht immer gut angepasst sind.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Dank Corona habe ich letztes Jahr im Lockdown, März, April, Mai, meine Doktorarbeit nebenberuflich zu Ende geschrieben. Ansonsten wäre das nichts geworden.

Ja, ich hatte auch im Bachelor 10 Semester gebraucht. Ich verstehe, dass es manchmal aussichtslos aussieht. Aber schiebt es bitte nicht auf Corona. Man konnte schon immer bestimmte Studiengänge durchziehen ohne eine Vorlesung besucht zu haben. Zieht dran und zieht es durch. Ein paar Wochen schlapp machen ist doch OK. Aber redet mit Freunden, Familie, kriegt euren Arsch hoch. Es liegt nicht an Corona, es liegt an euch! Ihr schafft das.

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Voice of Reason

Corona- ich kann nicht mehr

Ok, ich präzisiere noch mal meine Frage, weil mehr und mehr Antworten kommen, die ich nicht nachvollziehen kann.

Was ist es?
Angst krank zu werden?
Angst den Berufseinstieg wegen Corona nicht zu schaffen?
Fehlende persönliche Interaktion mit anderen?
...?

Den Punkt mit „fehlender Struktur“ verstehe ich gar nicht, weil gleichzeitig alle nach Home Office schreien...

Again, no hate, ich verstehe es nur nicht.

Voice of Reason schrieb am 07.02.2021:

Darf ich fragen, was Corona mit dem Studium und eurer Konzentrationsfähigkeit zu tun hat?

No hate - ernstgemeinte Frage.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Voice of Reason schrieb am 07.02.2021:

Darf ich fragen, was Corona mit dem Studium und eurer Konzentrationsfähigkeit zu tun hat?

No hate - ernstgemeinte Frage.

Total viele Leute gehen doch mittlerweile auf dem Zahnfleisch. Soziale Kontakte sind kaum mehr möglich, die meisten Hobbies fallen flach. Bis auf Joggen oder Radfahren ist fast kein Sport mehr möglich.
Dass sich sowas auf die allgemeine Motivation zum studieren und fleißig sein auswirkt ist doch naheliegend.

Geht den berufstätigen Leuten doch nicht anders. Die meisten spaßigen Aktivitäten sind verboten, arbeiten müssen wir trotzdem alle. Klar demotiviert sowas.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Verstehe die Probleme auch nicht ganz.

Ohne Corona: Viele gehen eh kaum in Vorlesungen, sitzen zum Lernen und Bachelorarbeit schreiben den ganzen Tag in der Bib.

Mit Corona: Geht in keine Vorlesung, dafür online (im Idealfall, also eigentlich sogar bessere Situation als vorher), sitzen zum schreiben der Arbeit halt jetzt daheim anstatt in der Bib.

Sehe da keinen großen Unterschied.

Das Problem, das ich hier bei vielen Kommentaren eher sehe, ist die Unfähigkeit sich einen neuen, sinnvollen und strukturen Tagesabschlauf anzugewöhnen. Anstelle des weges zur Bib am Morgen, kann man sich doch auch ein anderes Morgenritual antrainieren. Ansonsten, was noch hilft, am Abend vorher sich immer einen festen, realistischen, Plan dessen machen, was man am nächsten Tag machen will. Aufgeteilt in sinnnvolle Zeitetappen, z.B. in 1.5 h Blöcke etc.... Dann klappt das auch.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Voice of Reason schrieb am 07.02.2021:

Darf ich fragen, was Corona mit dem Studium und eurer Konzentrationsfähigkeit zu tun hat?

No hate - ernstgemeinte Frage.

Total viele Leute gehen doch mittlerweile auf dem Zahnfleisch. Soziale Kontakte sind kaum mehr möglich, die meisten Hobbies fallen flach. Bis auf Joggen oder Radfahren ist fast kein Sport mehr möglich.
Dass sich sowas auf die allgemeine Motivation zum studieren und fleißig sein auswirkt ist doch naheliegend.

Geht den berufstätigen Leuten doch nicht anders. Die meisten spaßigen Aktivitäten sind verboten, arbeiten müssen wir trotzdem alle. Klar demotiviert sowas.

Ehrlich gesagt, bin ich viel motivierter und effizienter beim Arbeiten, seit dem ich von meinen Hobbies nicht mehr abgelenkt werde. Ist halt jeder anders. Mir hätte mit Corona und Home Office nichts besseres passieren können.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 06.02.2021:

Ich weiß absolut nicht wie ich das noch weiter aushalten soll.
Meine Konzentration fürs lernen/studieren ist einfach absolut weg. Befind mich im ersten Master Semester. Ich habe keine Balance mehr im Leben und ich weiß, dass es der Mehrheit so geht. Habe Angst um meine Noten. Mittlerweile bin ich am überlegen, ob ich das ganze abbreche und im Herbst nochmal anfange, wenn das ganze vorbei ist.

Hab zum Glück zur Coronazeit gleich einen Job gefunden, wo man kein (!) home office machen muss und coole Arbeitskollegen hat. Sonst hätte mich das fertig gemacht. Vor allen in der kleinen Studentenwohnung...

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Voice of Reason schrieb am 07.02.2021:

Darf ich fragen, was Corona mit dem Studium und eurer Konzentrationsfähigkeit zu tun hat?

No hate - ernstgemeinte Frage.

Total viele Leute gehen doch mittlerweile auf dem Zahnfleisch. Soziale Kontakte sind kaum mehr möglich, die meisten Hobbies fallen flach. Bis auf Joggen oder Radfahren ist fast kein Sport mehr möglich.
Dass sich sowas auf die allgemeine Motivation zum studieren und fleißig sein auswirkt ist doch naheliegend.

Geht den berufstätigen Leuten doch nicht anders. Die meisten spaßigen Aktivitäten sind verboten, arbeiten müssen wir trotzdem alle. Klar demotiviert sowas.

Ich bin seit Oktober arbeitslos und das war das beste, was mir passieren konnte. Ich war vorher 5 Tage die Woche im home office und wäre das wegen des lockdowns bis heute gewesen, das fand ich derart zum K*tzen, dass ich mir gedacht hab, dann bleibe ich lieber ganz zuhause. Ich habe nicht schlecht verdient und bekomme daher ALG, das reicht zum Leben locker und gut aus. Ich gestalte meinen Tag selbst, schlafe jeden Morgen aus und konnte mal richtig entschleunigen. Im Urlaub war ich auch vier Wochen, wenn es geht, demnächst nochmal. Ich sitze das jetzt aus und hoffe, dass sich die Geschichte im Sommer/Herbst in Luft auflöst.

Du kannst nicht deinen Arbeitsplatz einfach nach Hause verlagern, da fehlt zuviel. In ner halben Stunde oder Stunde Mittagspause bekommste nix gescheites gekocht, wenn man permanent von daheim arbeitet, hat man nur noch das Gefühl, im Arbeitszimmer zu leben, zumal meine Frau auch wochenweise im home office war. Darüber hinaus fehlen einem die Kollegen, der Plausch an der Kaffeemaschine oder einfach nur der Arbeitsweg im Auto oder auf dem Fahrrad, dieses Stück Normalität zu spüren eben. Die meisten wollen gerne ein, zwei Tage die Woche von daheim arbeiten, aber ich kenne keinen, der dauerhaftes home office ohne Kollegen, ohne Mittags was gemeinsam essen gehen oder ohne ein Bier nach Feierabend geil findet.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

Schließe mich an. Die besten Jahre ohne soziale Kontakte, dafür mit Zukunftssorgen verbringen zu müssen ist wirklich hart. Leider interessiert sich die Politik nur für die Generation 50+

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Verstehe die Probleme auch nicht ganz.

Ohne Corona: Viele gehen eh kaum in Vorlesungen, sitzen zum Lernen und Bachelorarbeit schreiben den ganzen Tag in der Bib.

Mit Corona: Geht in keine Vorlesung, dafür online (im Idealfall, also eigentlich sogar bessere Situation als vorher), sitzen zum schreiben der Arbeit halt jetzt daheim anstatt in der Bib.

Sehe da keinen großen Unterschied.

Das Problem, das ich hier bei vielen Kommentaren eher sehe, ist die Unfähigkeit sich einen neuen, sinnvollen und strukturen Tagesabschlauf anzugewöhnen. Anstelle des weges zur Bib am Morgen, kann man sich doch auch ein anderes Morgenritual antrainieren. Ansonsten, was noch hilft, am Abend vorher sich immer einen festen, realistischen, Plan dessen machen, was man am nächsten Tag machen will. Aufgeteilt in sinnnvolle Zeitetappen, z.B. in 1.5 h Blöcke etc.... Dann klappt das auch.

nicht jeder ist so ein sozialer einsiedler wie du.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Ich finde es wirklich erschreckend, dass viele der Posts über Studienprobleme durch Corona nicht ernst genommen werden und so Kommentare wie ‚Einfach durchziehen/durchhalten‘ kommen. Ihr seid wahrscheinlich auch die Leute, die jemanden mit einer Depression sagen, dass er sich nicht so anstellen soll oder einfach mal was mit Freunden unternehmen soll/rausgehen soll etc.

Ich bin nicht mehr im Studium aber kann die Probleme absolut nachvollziehen denn mir geht’s auf der Arbeit ähnlich. Ich bin den ganzen Tag zu Hause und hab null Trennung zwischen Privatleben und Arbeit dank Home Office. Daher schlafe ich auch schlecht. Ich kann meinen Hobbies nicht mehr nachgehen (Handball, Theater, Reisen) und hab dadurch keinen Ausgleich. Ich bin sehr extrovertiert und gesellig daher tanke ich Kraft durch seit mit anderen. Und als Bonus wohne ich seit kurzem in einer neuen Stadt ... und als Student kommen dann gegebenenfalls noch finanzielle Sorgen dazu oder die Angst später einen Job zu finden. Im Zweifel wohnt man noch beengter (WG Zimmer/Studio) und die räumliche Trennung ist noch schwieriger. Dann noch das Gefühl, dass es den Politikern egal ist wie die jüngeren Generationen durch die Pandemie kommen ...

Tip: Sich mit einem Mitstudenten treffen und gemeinsam Vorlesungen anschauen oder zu festen Zeiten an MA/BA arbeiten. Soziale Kontakte sind wichtig für den Menschen und wenn es euch schlecht geht, müsst ihr euch nicht rechtfertigen, dass ihr euch mal mit einer anderen Person trefft.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Verstehe die Probleme auch nicht ganz.

Ohne Corona: Viele gehen eh kaum in Vorlesungen, sitzen zum Lernen und Bachelorarbeit schreiben den ganzen Tag in der Bib.

Mit Corona: Geht in keine Vorlesung, dafür online (im Idealfall, also eigentlich sogar bessere Situation als vorher), sitzen zum schreiben der Arbeit halt jetzt daheim anstatt in der Bib.

Sehe da keinen großen Unterschied.

Das Problem, das ich hier bei vielen Kommentaren eher sehe, ist die Unfähigkeit sich einen neuen, sinnvollen und strukturen Tagesabschlauf anzugewöhnen. Anstelle des weges zur Bib am Morgen, kann man sich doch auch ein anderes Morgenritual antrainieren. Ansonsten, was noch hilft, am Abend vorher sich immer einen festen, realistischen, Plan dessen machen, was man am nächsten Tag machen will. Aufgeteilt in sinnnvolle Zeitetappen, z.B. in 1.5 h Blöcke etc.... Dann klappt das auch.

nicht jeder ist so ein sozialer einsiedler wie du.

Gelungene Selbstorganization im Home Office hat nichts mit Einsiedlertum zu tun.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

Schließe mich an. Die besten Jahre ohne soziale Kontakte, dafür mit Zukunftssorgen verbringen zu müssen ist wirklich hart. Leider interessiert sich die Politik nur für die Generation 50+

Ich finde nicht das es so ist und die Generation 50+ hat durch harte Arbeit dazu beigetragen was wir heute alles an Privilegien genießen dürfen.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

Schließe mich an. Die besten Jahre ohne soziale Kontakte, dafür mit Zukunftssorgen verbringen zu müssen ist wirklich hart. Leider interessiert sich die Politik nur für die Generation 50+

Ich finde nicht das es so ist und die Generation 50+ hat durch harte Arbeit dazu beigetragen was wir heute alles an Privilegien genießen dürfen.

Aber reicht das als Begründung, warum jetzt nur Politik für diese Generation gemacht wird?

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

Schließe mich an. Die besten Jahre ohne soziale Kontakte, dafür mit Zukunftssorgen verbringen zu müssen ist wirklich hart. Leider interessiert sich die Politik nur für die Generation 50+

Ich finde nicht das es so ist und die Generation 50+ hat durch harte Arbeit dazu beigetragen was wir heute alles an Privilegien genießen dürfen

2/10

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

Schließe mich an. Die besten Jahre ohne soziale Kontakte, dafür mit Zukunftssorgen verbringen zu müssen ist wirklich hart. Leider interessiert sich die Politik nur für die Generation 50+

"Die besten Jahre ohne soziale Kontakte"
Jetzt bitte mal nicht übertreiben. Zum einen sprechen wir bei Corona von vermutlich 1-2 Jahren, nicht von einem Jahrzent und zum anderen hat man durchaus immer noch Kontakte, auch wenn die vielleicht nicht so eng und innig ausfallen wie sonst. Es ist immer noch "nur" Corona und kein Weltkrieg.

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Voice of Reason

Corona- ich kann nicht mehr

"Die besten Jahre"...
Grüne Güte. Wir haben jetzt genau 1 (!!) Jahr mit recht belastbarer Aussicht eine überwiegende Rückkehr in eine sozialere Welt innerhalb der nächsten 6-9 Monate (!!! - nicht JAHRE!) passieren wird.

Also kommt mal echt klar. Redet mal mit den Generationen 80+, wie deren "beste Jahre" ausgesehen haben. Oder in Amerika 60+.

Das Bild passt sehr gut überein mit dem Bild einer Generation, das in der Probezeit Burn-out erleidet.

Sorry - aber man kann sich Pessimismus und Selbstmitleid auch antrainieren.

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

Schließe mich an. Die besten Jahre ohne soziale Kontakte, dafür mit Zukunftssorgen verbringen zu müssen ist wirklich hart. Leider interessiert sich die Politik nur für die Generation 50+

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Vielleicht geht es Euch besser wenn Ihr Euch folgendes vor Augen führt: Ihr habt Glück gehabt, dass Euch Corona im Studium erwischt und nicht im Job (Kurzarbeit, ggf. Kündigung, Einkommenseinbußen).

Meine Generation, die nun mitten im Job ist, hat Kredite für Immobilien am Laufen, in den meisten Fällen (Klein-) Kinder im Haushalt, die ebenfalls seit Monaten auf dem Zahnfleisch gehen und non-stop brüllen und soll dabei Home-Office machen und hat Existenzsorgen.

Dagegen ist Netflix auf dem Sofa gucken in der Studi-WG echt ein hartes Laben..

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Verstehe die Probleme auch nicht ganz.

Ohne Corona: Viele gehen eh kaum in Vorlesungen, sitzen zum Lernen und Bachelorarbeit schreiben den ganzen Tag in der Bib.

Mit Corona: Geht in keine Vorlesung, dafür online (im Idealfall, also eigentlich sogar bessere Situation als vorher), sitzen zum schreiben der Arbeit halt jetzt daheim anstatt in der Bib.

Sehe da keinen großen Unterschied.

Das Problem, das ich hier bei vielen Kommentaren eher sehe, ist die Unfähigkeit sich einen neuen, sinnvollen und strukturen Tagesabschlauf anzugewöhnen. Anstelle des weges zur Bib am Morgen, kann man sich doch auch ein anderes Morgenritual antrainieren. Ansonsten, was noch hilft, am Abend vorher sich immer einen festen, realistischen, Plan dessen machen, was man am nächsten Tag machen will. Aufgeteilt in sinnnvolle Zeitetappen, z.B. in 1.5 h Blöcke etc.... Dann klappt das auch.

nicht jeder ist so ein sozialer einsiedler wie du.

+1
Ich schreibe gerade meine Masterarbeit und merke auch wie wahnsinnig unproduktiv ich bin ohne soziale Kontakte und Sport. Wenn ich dran denke, dass es im Beruf erstmal so weitergeht, dann läuft es mir echt kalt den Rücken runter...

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Das Problem, das ich hier bei vielen Kommentaren eher sehe, ist die Unfähigkeit sich einen neuen, sinnvollen und strukturen Tagesabschlauf anzugewöhnen. Anstelle des weges zur Bib am Morgen, kann man sich doch auch ein anderes Morgenritual antrainieren. Ansonsten, was noch hilft, am Abend vorher sich immer einen festen, realistischen, Plan dessen machen, was man am nächsten Tag machen will. Aufgeteilt in sinnnvolle Zeitetappen, z.B. in 1.5 h Blöcke etc.... Dann klappt das auch.

Das hat nix mit Tagesablauf zu tun.

Ich habe einen sehr geregelten Tagesablauf aber wenn man seit 10 Monaten faktisch nur noch arbeitet weil jede relevante Freizeitaktivität verboten ist, dann ist man irgendwann einfach im Eimer. Gerade jetzt über die dunkle Winterzeit wo die Stimmung eh schon schlechter ist.

Inzwischen hänge ich bei der Arbeit im Homeoffice auch nur noch geistig halb anwesend vor dem Rechner. Und das hat nix mit Homeoffice zu tun, das wäre im Büro genau das Gleiche. Nur Arbeit ohne Ausgleich funktioniert auf Dauer einfach nicht. Und zuhause vor der Glotze hocken zählt für mich nicht als Ausgleich.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

Schließe mich an. Die besten Jahre ohne soziale Kontakte, dafür mit Zukunftssorgen verbringen zu müssen ist wirklich hart. Leider interessiert sich die Politik nur für die Generation 50+

Ich finde nicht das es so ist und die Generation 50+ hat durch harte Arbeit dazu beigetragen was wir heute alles an Privilegien genießen dürfen.

Sagt der Boomer....

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

Schließe mich an. Die besten Jahre ohne soziale Kontakte, dafür mit Zukunftssorgen verbringen zu müssen ist wirklich hart. Leider interessiert sich die Politik nur für die Generation 50+

Ich finde nicht das es so ist und die Generation 50+ hat durch harte Arbeit dazu beigetragen was wir heute alles an Privilegien genießen dürfen.

Und wir dürfen schön für die Rente einbezahlen und bekommen später bestimmt nicht die Realrente wieder raus.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Wieso abbrechen? Das aktuelle Semester zählt doch auch nicht zur Regelstudienzeit oder?
Insofern würde ich mich einfach auf 1-2 Prüfungen konzentrieren und dann eben den Rest nachholen, indem du 1-2 Semester dranhängst.

WiWi Gast schrieb am 06.02.2021:

Ich weiß absolut nicht wie ich das noch weiter aushalten soll.
Meine Konzentration fürs lernen/studieren ist einfach absolut weg. Befind mich im ersten Master Semester. Ich habe keine Balance mehr im Leben und ich weiß, dass es der Mehrheit so geht. Habe Angst um meine Noten. Mittlerweile bin ich am überlegen, ob ich das ganze abbreche und im Herbst nochmal anfange, wenn das ganze vorbei ist.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Sorry, aber besonders jede sportliche Einrichtung komplett monatelang zu sperren (speziell im Winter) ist ziemlich irre. Selbst Sportarten mit Abstand wie Tennis sind verboten und auch Fitnessstudios könnten besser überleben, wenn man eine Person auf 10qm zulassen würde.

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Ich finde nicht das es so ist und die Generation 50+ hat durch harte Arbeit dazu beigetragen was wir heute alles an Privilegien genießen dürfen.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

Schließe mich an. Die besten Jahre ohne soziale Kontakte, dafür mit Zukunftssorgen verbringen zu müssen ist wirklich hart. Leider interessiert sich die Politik nur für die Generation 50+

Ich finde nicht das es so ist und die Generation 50+ hat durch harte Arbeit dazu beigetragen was wir heute alles an Privilegien genießen dürfen.

Ich finde den obigen Kommentar auch total unangebracht. Zumal er schlicht nicht der Wahrheit entspricht. Keiner Ü50 wünscht sich den Ökosozialismus, viele Ü50 wünschen sich (besseren) Schutz der Althenheime statt immer restriktiveren Beschränkungen, es sind die KMU der Ü50, auf die die Insolvenzwelle zurollt uswusf.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Ich persönlich merke auch selbst so langsam die Auswirkungen der Pandemie auf meine Psyche. Bin definitiv angespannter & fühle mich auch ein wenig zermürbt, da jeder Tag wie der andere ist. Nichts ändert sich wirklich & man lebt in einem richtigen Trott, dadurch das bei mir an der Uni auch die Bib geschlossen ist, komme ich gar nicht mehr wirklich raus. Ich denke so geht es aber auch einem Großteil der Bevölkerung.

Durch diese Angespanntheit merke ich aber auch, dass es mir deutlich schwerer fällt zu lernen & mich zum lernen zu motivieren. Klar, man muss die Arschbacken zusammenkneifen & einfach mal machen. Gelingt mir auch mehr oder weniger gut, aber dennoch kann ich hier vieles im Thread geposteten Nachempfinden.
Mir fehlt auch einfach diese Uni-Erfahrung, die ich im Bachelor gemacht habe jetzt im Master. Grade in eine neue Stadt gezogen & kurz darauf ging es wieder mit den Restriktionen los.
Aber jot, wat will man machen?

Voice of Reason schrieb am 07.02.2021:

Ok, ich präzisiere noch mal meine Frage, weil mehr und mehr Antworten kommen, die ich nicht nachvollziehen kann.

Was ist es?
Angst krank zu werden?
Angst den Berufseinstieg wegen Corona nicht zu schaffen?
Fehlende persönliche Interaktion mit anderen?
...?

Den Punkt mit „fehlender Struktur“ verstehe ich gar nicht, weil gleichzeitig alle nach Home Office schreien...

Again, no hate, ich verstehe es nur nicht.

Voice of Reason schrieb am 07.02.2021:

Darf ich fragen, was Corona mit dem Studium und eurer Konzentrationsfähigkeit zu tun hat?

No hate - ernstgemeinte Frage.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Das stimmt so einfach nicht. Schon vor Corona gab es viele Studenten die sich richtig in ihr Studium reinhängen, aber natürlich auch einen faulen Teil.

Aktuell sind einerseits alle sozialen Treffpunkte von jungen Menschen gesperrt. Man kann nicht in die Uni, Sportvereine, Bars, Bibliotheken, Fitnessstudios, Cafes oder sich einfach mal spontan mit Freunden irgendwo verabreden. Alle Aktivitäten finden jetzt im eigenen 12qm Studentenzimmer statt. Da kann man nicht zwischen Arbeit und Entspannung trennen, was für Konzentrationsprobleme sorgt.

Zusätzlich fällt es vielen Unternehmen schwer sich über Wasser zu halten. Da können die natürlich keinen Praktikanten oder Werkstudenten brauchen der noch grün hinter den Ohren ist. Es bestehen also für junge Leute auch kaum Möglichkeiten den Weg ins Arbeitsleben zu finden oder sich finanziell abzusichern. Das verstärkt die Zukunftsunsicherheit vieler Studenten.

Dein Vorschlag mit dem geplanten Tagesablauf ist gut und richtig, aber hilft nicht gegen den ******* mit dem viele Studenten aktuell konfrontiert sind.

Was mich am meisten aufregt ist, dass es in der Politik nur wenige Menschen zu interessieren scheint, was mit Studenten passiert. Bei Artikeln zu Änderungen der Coronaschutzverordnungen werden Universitäten und Studenten mit keiner Silbe erwähnt. Es wird einfach so vorausgesetzt, dass die Studenten weiter zu Hause bleiben. Auch wenn schon 7000 Fußballfans in Stadion dürfen...

WiWi Gast schrieb am 07.02.2021:

Verstehe die Probleme auch nicht ganz.

Ohne Corona: Viele gehen eh kaum in Vorlesungen, sitzen zum Lernen und Bachelorarbeit schreiben den ganzen Tag in der Bib.

Mit Corona: Geht in keine Vorlesung, dafür online (im Idealfall, also eigentlich sogar bessere Situation als vorher), sitzen zum schreiben der Arbeit halt jetzt daheim anstatt in der Bib.

Sehe da keinen großen Unterschied.

Das Problem, das ich hier bei vielen Kommentaren eher sehe, ist die Unfähigkeit sich einen neuen, sinnvollen und strukturen Tagesabschlauf anzugewöhnen. Anstelle des weges zur Bib am Morgen, kann man sich doch auch ein anderes Morgenritual antrainieren. Ansonsten, was noch hilft, am Abend vorher sich immer einen festen, realistischen, Plan dessen machen, was man am nächsten Tag machen will. Aufgeteilt in sinnnvolle Zeitetappen, z.B. in 1.5 h Blöcke etc.... Dann klappt das auch.

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ExBerater

Corona- ich kann nicht mehr

Die allermeiste Zeit davon (Sommer) war praktisch normales Leben.

Also ich war seit Beginn Corona fast jeden Tag 1 oder 2 mal in einem Cafe oder Restaurant. Im Sommer sowieso, jetzt zumindest um einen Kaffee abzuholen Ich war sogar zwei mal im Urlaub auf griechischen Inseln und habe die relative Ruhe genossen.

Man kann jeden Tag Video-Chatten, ich treffe mich regelmäßig mit einem guten Freund und seiner Familie,...

Jetzt freue ich mich aber, das wir so in ca. 6 Monaten auch die fehlenden Parties nachholen werden

Voice of Reason schrieb am 08.02.2021:

"Die besten Jahre"...
Grüne Güte. Wir haben jetzt genau 1 (!!) Jahr mit recht belastbarer Aussicht eine überwiegende Rückkehr in eine sozialere Welt innerhalb der nächsten 6-9 Monate (!!! - nicht JAHRE!) passieren wird.

Also kommt mal echt klar. Redet mal mit den Generationen 80+, wie deren "beste Jahre" ausgesehen haben. Oder in Amerika 60+.

Das Bild passt sehr gut überein mit dem Bild einer Generation, das in der Probezeit Burn-out erleidet.

Sorry - aber man kann sich Pessimismus und Selbstmitleid auch antrainieren.

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

Schließe mich an. Die besten Jahre ohne soziale Kontakte, dafür mit Zukunftssorgen verbringen zu müssen ist wirklich hart. Leider interessiert sich die Politik nur für die Generation 50+

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

Schließe mich an. Die besten Jahre ohne soziale Kontakte, dafür mit Zukunftssorgen verbringen zu müssen ist wirklich hart. Leider interessiert sich die Politik nur für die Generation 50+

Ich finde nicht das es so ist und die Generation 50+ hat durch harte Arbeit dazu beigetragen was wir heute alles an Privilegien genießen dürfen.

Die heutige Generation 50+ hat selbst auf gar nichts verzichten müssen. Die sind in den 80ern aufgewachsen bzw waren dort jung, als Benzin nichts kostete, es keine Blitzer gab, aber jeder sein eigenes Auto hatte. Unsere Eltern haben genauso wenig Kriege, Hunger oder Armut erleben müssen wie wir. Die haben überhaupt keine Berechtigung, sich heute hinzustellen und für sich selbst Rücksichtnahme einzufordern.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 06.02.2021:

Ich weiß absolut nicht wie ich das noch weiter aushalten soll.
Meine Konzentration fürs lernen/studieren ist einfach absolut weg. Befind mich im ersten Master Semester. Ich habe keine Balance mehr im Leben und ich weiß, dass es der Mehrheit so geht. Habe Angst um meine Noten. Mittlerweile bin ich am überlegen, ob ich das ganze abbreche und im Herbst nochmal anfange, wenn das ganze vorbei ist.

Grüß dich,
befinde mich auch im ersten Master Semester & kann das auch ein wenig nachvollziehen was du da schreibst. Du hast Recht, zur Zeit ist es schon ein wenig härter, besonders wenn man in eine neue Stadt zieht & Corona voll reinkickt. Mir persönlich machen auch einige Dinge deshalb zu schaffen, grade das man nicht so einfach Anschluss findet. Mir fehlt auch der Uni-Alltag, in dem man gemeinsam in den VLs/Übungen sitzt, danach in die Mensa geht & dann gemeinsam in die Bib.

Leider können wir das nicht ändern... Was wäre denn deine Alternative, wenn du den Master abbrichst & im Herbst wieder einsteigst? Persönlich finde ich es keine gute Idee, vor einer großen Herausforderung wegzulaufen, aber das muss jeder für sich selber einschätzen. Wäre es denn eine Alternative für dich, einfach weniger Klausuren zu schreiben & dich dafür voll auf diese zu konzentrieren?

Lass den Kopf nicht hängen, so wie dir geht es hier ja einigen wie du siehst! Wir müssen da jetzt nun mal leider durch, toll finde ich es auch nicht, aber wir schaffen das :)

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

Schließe mich an. Die besten Jahre ohne soziale Kontakte, dafür mit Zukunftssorgen verbringen zu müssen ist wirklich hart. Leider interessiert sich die Politik nur für die Generation 50+

Ich finde nicht das es so ist und die Generation 50+ hat durch harte Arbeit dazu beigetragen was wir heute alles an Privilegien genießen dürfen.

Und wir dürfen schön für die Rente einbezahlen und bekommen später bestimmt nicht die Realrente wieder raus.

Solidaritätsprinzip sagt dir etwas? Ich bin auch nicht happy, dass staatliche Rente bei uns nicht ankommen wird. Aber bin trotzdem dankbar, dass ich quasi für umsonst studieren konnte und in längster Friedenszeit seit Jahrhunderten aufwachsen konnte.
Ich finde es erschreckend, dass die ältere Generation für alle Probleme verantwortlich gemacht wird. Sicherlich war Nachhaltigkeit damals kein Thema.
Dennoch ist den meisten nicht bewusst welchen Wohlstand sie hier leben können. Wir sind ja grad dabei die ganze Industrie + "Boomer" Generation zu verbannen.

Habe da schon echt Angst, dass wir in 25 Jahren als verlängerte Werkbank mit Niedriglohn Jobs für Asien zu enden, während wir Sprache gendern und uns gegenseitig zerfleischen.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

An alle die "die Probleme nicht verstehen". Also es tut mir leid, aber ich saß trotz drei Uni Abschlüssen NIE die ganze Zeit daheim. Ich war auch mal zwischendrin auf nem Rave, auf ner Kneipentour, etc. Und ganz ehrlich. Das tut dann auch verdamt gut, wenn man sich mal zwischendurch die Birne ausknipst.

Ich bin im Beruf. Die ersten 10 Monate waren für mich easy. Ich hatte soviel zu tun. Derzeit gehe auch ich auf dem Zahnfleisch. Die Motivation ist weg. Ich pack es kaum vor 9 Uhr aus dem Bett.

Liebe Studis, es geht rum. Es ist Winter, was nochmal die Stimmung drückt. Versucht viel an die frische Luft zu gehen und positiv zu denken!

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Ich bin zwar schon im Job aber kann es total nachvollziehen...ohne das bekannte Studentenleben mit Parties, Sport etc. würde ich es auch schwer haben. Respekt an euch!

Schließe mich an. Die besten Jahre ohne soziale Kontakte, dafür mit Zukunftssorgen verbringen zu müssen ist wirklich hart. Leider interessiert sich die Politik nur für die Generation 50+

Ich finde nicht das es so ist und die Generation 50+ hat durch harte Arbeit dazu beigetragen was wir heute alles an Privilegien genießen dürfen.

Die heutige Generation 50+ hat niemals auf irgendwas verzichten müssen. Die sind im Wohlstand der 80er Jahre aufgewachsen, als jeder ein eigenes Auto hatte, es keine Blitzer gab, kaum jemand 18-Stunden-Tage hatte und Benzin bzw. Mieten in begehrten Innenstadtlagen nichts kosteten. Die Boomer haben nicht ansatzweise die Armut unserer Großeltern oder deren Leid im und nach dem Krieg miterlebt, aber stellen sich nun mit einer Selbstverständlichkeit hin und meinen, dass die nichtsnutzige Jugend ja mal einen Teil ihrer besten Jahre auf alles verzichten kann, damit sie selbst nicht gefährdet werden. Sie selbst, die genau diese Jahre genießen durften und heute zum Großteil sowieso nur noch daheim sitzen und daher aktuell kaum signifikanten Verzicht spüren. Diese Einstellung stinkt mir auch bis zum Hals.

Da aber die aktuellen Politiker genau dieser Generation angehören, erwarte ich keine wirkliche Änderung. Man wird den Stiefel weiter durchziehen bis zum bitteren Ende, und wenn es noch viele Monate lang lockdown bedeutet. Wir sind aller Voraussicht nach auf der Zielgeraden der Pandemie und jetzt wäre jede Richtungsänderung politischer Selbstmord, weil man sich eingestehen würde, dass alles Handeln des letzten Jahres auf völliger Fehleinschätzung beruhte.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Geht mir auch so. Von den Unis kommen halt auch keine Lösungsansätze

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Das Problem, das ich hier bei vielen Kommentaren eher sehe, ist die Unfähigkeit sich einen neuen, sinnvollen und strukturen Tagesabschlauf anzugewöhnen. Anstelle des weges zur Bib am Morgen, kann man sich doch auch ein anderes Morgenritual antrainieren. Ansonsten, was noch hilft, am Abend vorher sich immer einen festen, realistischen, Plan dessen machen, was man am nächsten Tag machen will. Aufgeteilt in sinnnvolle Zeitetappen, z.B. in 1.5 h Blöcke etc.... Dann klappt das auch.

Das hat nix mit Tagesablauf zu tun.

Ich habe einen sehr geregelten Tagesablauf aber wenn man seit 10 Monaten faktisch nur noch arbeitet weil jede relevante Freizeitaktivität verboten ist, dann ist man irgendwann einfach im Eimer. Gerade jetzt über die dunkle Winterzeit wo die Stimmung eh schon schlechter ist.

Inzwischen hänge ich bei der Arbeit im Homeoffice auch nur noch geistig halb anwesend vor dem Rechner. Und das hat nix mit Homeoffice zu tun, das wäre im Büro genau das Gleiche. Nur Arbeit ohne Ausgleich funktioniert auf Dauer einfach nicht. Und zuhause vor der Glotze hocken zählt für mich nicht als Ausgleich.

Ganz genau so geht es mir auch.
Meine Arbeit macht mir Spaß, ist aber in erster Linie bloße Erwerbstätigkeit und nicht die totale Erfüllung für mich.
Was mir wirklich Erfüllung im Leben bringt sind meine sportlichen Aktivitäten, Vereinsleben und mein Ehrenamt. Alles Dinge, die mehr oder weniger seit einem Jahr nicht statt finden.

Freut mich ehrlich für euch, wenn euch eure 60h Woche reicht, um happy zu sein und das Bisschen Freizeit für euch keinen großen Unterschied macht. Bedenkt dann aber bitte, dass es genug Leute gibt, bei denen es genau anders herum aussieht. Und die leiden halt unter Corona umso mehr.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Das Problem, das ich hier bei vielen Kommentaren eher sehe, ist die Unfähigkeit sich einen neuen, sinnvollen und strukturen Tagesabschlauf anzugewöhnen. Anstelle des weges zur Bib am Morgen, kann man sich doch auch ein anderes Morgenritual antrainieren. Ansonsten, was noch hilft, am Abend vorher sich immer einen festen, realistischen, Plan dessen machen, was man am nächsten Tag machen will. Aufgeteilt in sinnnvolle Zeitetappen, z.B. in 1.5 h Blöcke etc.... Dann klappt das auch.

Das hat nix mit Tagesablauf zu tun.

Ich habe einen sehr geregelten Tagesablauf aber wenn man seit 10 Monaten faktisch nur noch arbeitet weil jede relevante Freizeitaktivität verboten ist, dann ist man irgendwann einfach im Eimer. Gerade jetzt über die dunkle Winterzeit wo die Stimmung eh schon schlechter ist.

Inzwischen hänge ich bei der Arbeit im Homeoffice auch nur noch geistig halb anwesend vor dem Rechner. Und das hat nix mit Homeoffice zu tun, das wäre im Büro genau das Gleiche. Nur Arbeit ohne Ausgleich funktioniert auf Dauer einfach nicht. Und zuhause vor der Glotze hocken zählt für mich nicht als Ausgleich.

Ganz genau so geht es mir auch.
Meine Arbeit macht mir Spaß, ist aber in erster Linie bloße Erwerbstätigkeit und nicht die totale Erfüllung für mich.
Was mir wirklich Erfüllung im Leben bringt sind meine sportlichen Aktivitäten, Vereinsleben und mein Ehrenamt. Alles Dinge, die mehr oder weniger seit einem Jahr nicht statt finden.

Ich weiß zwar, dass es viele Menschen gibt, bei denen es genauso ist, also Beruf fürs Geld und Erfüllung in der Freizeit. Ich persönlich könnte das aber nicht. Entweder ein Beruf, der meine Erfüllung ist, oder nix.

Diejenigen, die jetzt in der Pandemie, erheblich Probleme haben sich für ihren Job zu motivieren, sollten das vielleicht als Zeichen sehen, ihre Berufswahl zu überdenken und ihr Leben noch mal umkrempeln. Glaubt mir, das würde euch glücklicher machen.

Freut mich ehrlich für euch, wenn euch eure 60h Woche reicht, um happy zu sein und das Bisschen Freizeit für euch keinen großen Unterschied macht. Bedenkt dann aber bitte, dass es genug Leute gibt, bei denen es genau anders herum aussieht. Und die leiden halt unter Corona umso mehr.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

An alle die "die Probleme nicht verstehen". Also es tut mir leid, aber ich saß trotz drei Uni Abschlüssen NIE die ganze Zeit daheim. Ich war auch mal zwischendrin auf nem Rave, auf ner Kneipentour, etc. Und ganz ehrlich. Das tut dann auch verdamt gut, wenn man sich mal zwischendurch die Birne ausknipst.

Ich bin im Beruf. Die ersten 10 Monate waren für mich easy. Ich hatte soviel zu tun. Derzeit gehe auch ich auf dem Zahnfleisch. Die Motivation ist weg. Ich pack es kaum vor 9 Uhr aus dem Bett.

Liebe Studis, es geht rum. Es ist Winter, was nochmal die Stimmung drückt. Versucht viel an die frische Luft zu gehen und positiv zu denken!

100% Zustimmung.

Man könnte noch hinzufügen, dass diese Generation praktisch alles versaut hat, was unserer Generation den Wohlstand raubt, angefangen beim Rentensystem.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Ich habe im letzten "tollen" Jahre meine Masterarbeit verfasst, abgegeben (somit meinen Abschluss gemacht) und Jobs gesucht. Es war furchtbar. Ich konnte dieses Lebenskapitel nicht ordentlich zelebrieren und abschließen. Die Behauptung dass im Sommer alles normal war, finde ich frech. Denn es war nicht so. Das sollten alle sehen, für die Freizeit mehr ist als mal im Restaurant was zu essen.
Die Jobsuche war ähnlich sch... Ich steige jetzt bei einer kleinen Firma in meiner Heimatstadt ein. 1. Weil ich keinen Bock auf eine neue Stadt habe wenn man sowieso nichts machen kann und 2. weil es kaum bessere Angebote gab, trotz super Profil. Immerhin ist die Einarbeitung vor Ort mit Maske. Besser als im HO einen neuen Job zu lernen...

Ich bin aktuell einfach nur gefrustet, einsam und wütend auf die Politik. Es werden so oft Eltern, Arbeitnehmer und Schüler erwähnt... aber mit keiner einzigen Silbe Studenten.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Lächerlich, wie manche hier die offensichtlichen Probleme kleinreden wollen. "Stell dich nicht so an" ist und bleibt eben ein typisch deutsches Problem. Die diversen Punkte wurden hier inzwischen ja schon mehrfach aufgezeigt:

Wer sich verantwortungsvoll verhält, sitzt seit knapp einem Jahr zuhause. Bei den meisten Studenten ist das leider nicht das 140qm Haus mit Garten sondern eher das 12qm WG-Zimmer welches über Monate nun Schlafzimmer, Büro, Wohnzimmer in einem ist. Auch ich hatte während meines Studiums "harte Phasen" in denen ich Wochen nur zuhause saß, lernte, etc. Diese konnte ich aber immer wieder auflockern durch Treffen mit Freunden in Bars, Clubs und Restaurants; durch WG-Partys; einen Abend im Kino, eine anstrengende Gym-Session, usw. Das alles ist seit Beginn der Pandemie nicht oder nur noch eingeschränkt möglich. Dazu fällt das gesamte Campusleben aus, was meiner Meinung das Studium doch überhaupt erst ausmacht. In einer fremden Stadt ankommend, erste Freundschaften schließend. usw. reifen junge Menschen und werden erst richtig "Erwachsen". Dies ist nicht über Zoom & Co. nachzuholen. Wir haben inzwischen Studenten, welche in das dritte Semester starten ohne jemals ihren Campus gesehen zu haben.

Dazu kommen bereits aufgeführte finanzielle Lasten: Ein großer Teil der typischen Studentenjobs ist innerhalb kürzester Zeit eliminiert worden. Dazu kommt ein schwieriger Arbeitsmarkt – Praktika werden zurückgezogen, Jobs nicht ausgeschrieben, etc. Es gibt keine vernünftige finanzielle Unterstützung, keine Anpassungen im BAföG, usw. Seit fast einem Jahr ist hier Stillstand! Wäre das alles in wenigen Wochen vorbei – geschenkt. Tatsächlich werden uns die Folgen der Pandemie aber noch auf Jahre verfolgen. Der große Einbruch auf dem Arbeitsmarkt kommt erst noch. Wie sich die Krise langfristig auf Psychologie und Gesellschaft auswirkt wird man noch sehen. Mit derart bescheidenen Aussichten kann man doch nun wirklich nicht argumentieren, dass das alles nun einmal "nicht so schlimm sein würde".

Last but not least: Für mich waren die Jahre zwischen 16-25 die Ereignissreichsten, besten Jahre meines Lebens. Ich bin in der Welt herumgekommen, konnte mich ausprobieren, war stets unter Menschen, usw. Das ist aktuell nicht möglich. Und nein – ein Auslandssemester, eine Reise zwischen Abitur und Studium, einen gemeinsamen Bachelorabschluss, etc. kann man nicht zwingend nachholen. Der Zug ist abgefahren.

Kann man nichts machen, einverstanden. Man darf doch aber entsprechend Verständnis erwarten. Ich sitze bequem in meinem Job, habe geregeltes Einkommen, bestelle regelmäßig Essen als Restaurant-Ersatz und sitze die Pandemie wie die meisten Menschen über 30 gemütlich aus. Ich habe Mitleid mit den Jüngeren.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 09.02.2021:

Lächerlich, wie manche hier die offensichtlichen Probleme kleinreden wollen. "Stell dich nicht so an" ist und bleibt eben ein typisch deutsches Problem. Die diversen Punkte wurden hier inzwischen ja schon mehrfach aufgezeigt:

Wer sich verantwortungsvoll verhält, sitzt seit knapp einem Jahr zuhause. Bei den meisten Studenten ist das leider nicht das 140qm Haus mit Garten sondern eher das 12qm WG-Zimmer welches über Monate nun Schlafzimmer, Büro, Wohnzimmer in einem ist. Auch ich hatte während meines Studiums "harte Phasen" in denen ich Wochen nur zuhause saß, lernte, etc. Diese konnte ich aber immer wieder auflockern durch Treffen mit Freunden in Bars, Clubs und Restaurants; durch WG-Partys; einen Abend im Kino, eine anstrengende Gym-Session, usw. Das alles ist seit Beginn der Pandemie nicht oder nur noch eingeschränkt möglich. Dazu fällt das gesamte Campusleben aus, was meiner Meinung das Studium doch überhaupt erst ausmacht. In einer fremden Stadt ankommend, erste Freundschaften schließend. usw. reifen junge Menschen und werden erst richtig "Erwachsen". Dies ist nicht über Zoom & Co. nachzuholen. Wir haben inzwischen Studenten, welche in das dritte Semester starten ohne jemals ihren Campus gesehen zu haben.

Dazu kommen bereits aufgeführte finanzielle Lasten: Ein großer Teil der typischen Studentenjobs ist innerhalb kürzester Zeit eliminiert worden. Dazu kommt ein schwieriger Arbeitsmarkt – Praktika werden zurückgezogen, Jobs nicht ausgeschrieben, etc. Es gibt keine vernünftige finanzielle Unterstützung, keine Anpassungen im BAföG, usw. Seit fast einem Jahr ist hier Stillstand! Wäre das alles in wenigen Wochen vorbei – geschenkt. Tatsächlich werden uns die Folgen der Pandemie aber noch auf Jahre verfolgen. Der große Einbruch auf dem Arbeitsmarkt kommt erst noch. Wie sich die Krise langfristig auf Psychologie und Gesellschaft auswirkt wird man noch sehen. Mit derart bescheidenen Aussichten kann man doch nun wirklich nicht argumentieren, dass das alles nun einmal "nicht so schlimm sein würde".

Last but not least: Für mich waren die Jahre zwischen 16-25 die Ereignissreichsten, besten Jahre meines Lebens.

Als gäbe es das, was du da beschreibst, nur zwischen 16-25. Wenn man sich danach natürlich für den Rest seines Lebens in einen Job mit engem Korsett drücken lässt, dann ja. Das trifft aber nur auf einen Prozentsatz zu. Ich z.B. bin nach dem Studium aufgeblüht, weil das Studium selbst halt mittel zum Zweck war, um da hinn zu kommen, wo ich wollte. Von der Tatsache, dass mein Arbeitstunden mit Nebenjobs deutlich! über dem lagen, was ich jetzt habe plus viel mehr Freiheiten, weil den Wisch, der sich Studienabschluss nennt. Ist alles relativ.

Ich bin in der Welt herumgekommen, konnte mich ausprobieren, war stets unter Menschen, usw. Das ist aktuell nicht möglich. Und nein – ein Auslandssemester, eine Reise zwischen Abitur und Studium, einen gemeinsamen Bachelorabschluss, etc. kann man nicht zwingend nachholen. Der Zug ist abgefahren.

Kann man nichts machen, einverstanden.

Man darf doch aber entsprechend Verständnis erwarten. Ich sitze bequem in meinem Job, habe geregeltes Einkommen, bestelle regelmäßig Essen als Restaurant-Ersatz und sitze die Pandemie wie die meisten Menschen über 30 gemütlich aus. Ich habe Mitleid mit den Jüngeren.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Wieso sitzt du seit knapp 1 Jahr zu Hause?
Wenn ich mich richtig erinnere hatte im Sommer ab Mitte Mai alles - selbst Shishabars - bis Ende Oktober auf.

WiWi Gast schrieb am 09.02.2021:

Lächerlich, wie manche hier die offensichtlichen Probleme kleinreden wollen. "Stell dich nicht so an" ist und bleibt eben ein typisch deutsches Problem. Die diversen Punkte wurden hier inzwischen ja schon mehrfach aufgezeigt:

Wer sich verantwortungsvoll verhält, sitzt seit knapp einem Jahr zuhause. Bei den meisten Studenten ist das leider nicht das 140qm Haus mit Garten sondern eher das 12qm WG-Zimmer welches über Monate nun Schlafzimmer, Büro, Wohnzimmer in einem ist. Auch ich hatte während meines Studiums "harte Phasen" in denen ich Wochen nur zuhause saß, lernte, etc. Diese konnte ich aber immer wieder auflockern durch Treffen mit Freunden in Bars, Clubs und Restaurants; durch WG-Partys; einen Abend im Kino, eine anstrengende Gym-Session, usw. Das alles ist seit Beginn der Pandemie nicht oder nur noch eingeschränkt möglich. Dazu fällt das gesamte Campusleben aus, was meiner Meinung das Studium doch überhaupt erst ausmacht. In einer fremden Stadt ankommend, erste Freundschaften schließend. usw. reifen junge Menschen und werden erst richtig "Erwachsen". Dies ist nicht über Zoom & Co. nachzuholen. Wir haben inzwischen Studenten, welche in das dritte Semester starten ohne jemals ihren Campus gesehen zu haben.

Dazu kommen bereits aufgeführte finanzielle Lasten: Ein großer Teil der typischen Studentenjobs ist innerhalb kürzester Zeit eliminiert worden. Dazu kommt ein schwieriger Arbeitsmarkt – Praktika werden zurückgezogen, Jobs nicht ausgeschrieben, etc. Es gibt keine vernünftige finanzielle Unterstützung, keine Anpassungen im BAföG, usw. Seit fast einem Jahr ist hier Stillstand! Wäre das alles in wenigen Wochen vorbei – geschenkt. Tatsächlich werden uns die Folgen der Pandemie aber noch auf Jahre verfolgen. Der große Einbruch auf dem Arbeitsmarkt kommt erst noch. Wie sich die Krise langfristig auf Psychologie und Gesellschaft auswirkt wird man noch sehen. Mit derart bescheidenen Aussichten kann man doch nun wirklich nicht argumentieren, dass das alles nun einmal "nicht so schlimm sein würde".

Last but not least: Für mich waren die Jahre zwischen 16-25 die Ereignissreichsten, besten Jahre meines Lebens. Ich bin in der Welt herumgekommen, konnte mich ausprobieren, war stets unter Menschen, usw. Das ist aktuell nicht möglich. Und nein – ein Auslandssemester, eine Reise zwischen Abitur und Studium, einen gemeinsamen Bachelorabschluss, etc. kann man nicht zwingend nachholen. Der Zug ist abgefahren.

Kann man nichts machen, einverstanden. Man darf doch aber entsprechend Verständnis erwarten. Ich sitze bequem in meinem Job, habe geregeltes Einkommen, bestelle regelmäßig Essen als Restaurant-Ersatz und sitze die Pandemie wie die meisten Menschen über 30 gemütlich aus. Ich habe Mitleid mit den Jüngeren.

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ExBerater

Corona- ich kann nicht mehr

Also noch mal: Toll ist es nicht aber es ist auch kein Weltuntergang. Bisher reden wir von 10 Monaten (!!!) von denen mindestens aber die Hälfte (Sommer 2020) relativ normal waren. Außerdem ist das Ende absehbar. Ich glaube auch, wir werden alle verdammt viel nachholen was Parties, clubs,... angeht ab dem Spätsommer.

Dennoch ein paar Anmerkungen im Detail:
Also niemand musste auch nur einen einzigen Tag zuhause rumsitzen. Wer das getan hat, hat einfach die Corona Regeln nicht verstanden.

Frische Lust jeden Tag, Sport draußen jeden Tag, Freunde treffen (war die meiste Zeit möglich, auch jetzt noch ein Freund), Familie treffen jederzeit, Restaurants, Cafes, Shops im Sommer, Urlaub,.. alles ging. Kino ging übrigens auch fast die ganze Zeit. Ist aber keiner rein. Selbst Schuld!

Studentenjobs: Schönes Thema. Wir suchen seit Wochen nach studentischen Mitarbeitern in Düsseldorf. KEINE EINZIGE BEWERBUNG von deutschen Studenten! Also, so schlimm kann es manchen nicht gehen

WiWi Gast schrieb am 09.02.2021:

Lächerlich, wie manche hier die offensichtlichen Probleme kleinreden wollen. "Stell dich nicht so an" ist und bleibt eben ein typisch deutsches Problem. Die diversen Punkte wurden hier inzwischen ja schon mehrfach aufgezeigt:

Wer sich verantwortungsvoll verhält, sitzt seit knapp einem Jahr zuhause. Bei den meisten Studenten ist das leider nicht das 140qm Haus mit Garten sondern eher das 12qm WG-Zimmer welches über Monate nun Schlafzimmer, Büro, Wohnzimmer in einem ist. Auch ich hatte während meines Studiums "harte Phasen" in denen ich Wochen nur zuhause saß, lernte, etc. Diese konnte ich aber immer wieder auflockern durch Treffen mit Freunden in Bars, Clubs und Restaurants; durch WG-Partys; einen Abend im Kino, eine anstrengende Gym-Session, usw. Das alles ist seit Beginn der Pandemie nicht oder nur noch eingeschränkt möglich. Dazu fällt das gesamte Campusleben aus, was meiner Meinung das Studium doch überhaupt erst ausmacht. In einer fremden Stadt ankommend, erste Freundschaften schließend. usw. reifen junge Menschen und werden erst richtig "Erwachsen". Dies ist nicht über Zoom & Co. nachzuholen. Wir haben inzwischen Studenten, welche in das dritte Semester starten ohne jemals ihren Campus gesehen zu haben.

Dazu kommen bereits aufgeführte finanzielle Lasten: Ein großer Teil der typischen Studentenjobs ist innerhalb kürzester Zeit eliminiert worden. Dazu kommt ein schwieriger Arbeitsmarkt – Praktika werden zurückgezogen, Jobs nicht ausgeschrieben, etc. Es gibt keine vernünftige finanzielle Unterstützung, keine Anpassungen im BAföG, usw. Seit fast einem Jahr ist hier Stillstand! Wäre das alles in wenigen Wochen vorbei – geschenkt. Tatsächlich werden uns die Folgen der Pandemie aber noch auf Jahre verfolgen. Der große Einbruch auf dem Arbeitsmarkt kommt erst noch. Wie sich die Krise langfristig auf Psychologie und Gesellschaft auswirkt wird man noch sehen. Mit derart bescheidenen Aussichten kann man doch nun wirklich nicht argumentieren, dass das alles nun einmal "nicht so schlimm sein würde".

Last but not least: Für mich waren die Jahre zwischen 16-25 die Ereignissreichsten, besten Jahre meines Lebens. Ich bin in der Welt herumgekommen, konnte mich ausprobieren, war stets unter Menschen, usw. Das ist aktuell nicht möglich. Und nein – ein Auslandssemester, eine Reise zwischen Abitur und Studium, einen gemeinsamen Bachelorabschluss, etc. kann man nicht zwingend nachholen. Der Zug ist abgefahren.

Kann man nichts machen, einverstanden. Man darf doch aber entsprechend Verständnis erwarten. Ich sitze bequem in meinem Job, habe geregeltes Einkommen, bestelle regelmäßig Essen als Restaurant-Ersatz und sitze die Pandemie wie die meisten Menschen über 30 gemütlich aus. Ich habe Mitleid mit den Jüngeren.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

An alle Boomer, die meinen, dass die Einschränkungen ja nicht so wild seien - unterhaltet euch gerne mal mit meinem Bruder, der bald ins 4. Semester kommt. Was der bislang an klassischem Studentenleben hatte, war ein Semester (das vor dem Lockdown im März). So wie er sich den letzten Sommer abschmieren konnte, kann er sich den kommenden abschmieren. Im Herbst würde er ins Auslandssemester gehen (Asien), was zu 99% nicht on site stattfinden wird. Stattdessen sieht er das Studentenleben an seinen 15qm vorbeiziehen, von dem alle sagen es sei die geilste Zeit des Lebens und alles was danach kommt, kommt da nicht ran.

Er steckt den Kopf nicht in den Sand und bewirbt sich auf Praktika, um Alternativen zu haben und die Zeit bestmöglich zu nutzen. Der Markt ist momentan aber natürlich hoffnungslos überlaufen und er kassiert nur Absagen. Zum Glück kennt er dieses Forum und seine Target-Profile nicht, sonst würde er sich hinsichtlich Berufseinstieg später noch mehr unter Druck setzen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich bitte um etwas mehr Verständnis für die junge Generation, diese Unsicherheiten gehen nicht spurlos daran vorbei.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Ich bin jetzt seit drei Jahren aus der Uni raus, und kann durchaus viele Punkte die hier angebracht werden verstehen. Und ich stimme allen zu die sagen, dass es kein Zuckerschlecken ist. Das ist das aktuelle Homeoffice bei mir übrigens auch nicht. Und viele leiden bestimmt auch unter der Situation. Aber die wird vorüber gehen.

Einiges wird hier aber auch übertrieben oder zeugt von einer sehr einseitigen und egoistische Weltanschauung (sorry, wird ein längerer Text):

  • Es wird keine Politik aktiv gegen Studenten gemacht. Jeder muss seinen Teil beitragen. Natürlich leidet die Studentengeneration unter den Maßnahmen. Aber alle anderen leiden auch. Meint ihr für die Kinder ist es schön alleine Zuhause mit halbgaren Lösungen lernen zu müssen und weder Freunde treffen toben und sich abreagieren zu können? Und die haben altersbedingt weniger Selbstbeherrschung als Studenten. Oder die Eltern die neben der Arbeit noch ihre Kinder ganztägig betreuen und mit unterrichten müssen. Die nicht mal mehr wissen wann sie die Hausarbeit erledigen sollen, geschweige denn mal etwas Freizeit haben?
    Die hier so viel gescholtene Generation 50+ muss, wie auch viele der Jüngeren, um ihren Job bangen, während sie vielleicht parallel noch das Studium ihrer Kinder finanzieren und jetzt eigentlich die Altersvorsorge angegangen werden sollte. Und sobald es dann auf den Ruhestand zugeht zählt man ganz schnell zu den Risikogruppen die besonders gefährdet sind. Und wird vielleicht gleichzeitig, genau wie die Studenten, um die Möglichkeit gebracht die geplanten Reisen um die Welt zu machen, und das nicht in den besten, aber in den letzten Jahren, die man dafür hat.
    Ich will niemandem absprechen, dass er leiden muss, aber es betrifft alle und weder ausschließlich noch in besonderer Härte die Studenten.

  • Viele scheinen hier so unflexibel zu sein, dass ich mich frage wie sie später in der Berufswelt überleben wollen. Klar beeinflusst Corona den Alltag und vieles geht nicht mehr wie vorher. Aber es gibt doch nicht nur schwarz und weiß, normales Leben oder gar keins. Und auch an die aktuelle Situation kann man sich anpassen. Es wird nicht so toll sein wie vorher, aber besser als nichts. Kneipen, Restaurants und co haben zu? Ich kann mich trotzdem mit einer weiteren Person privat treffen. Oder ich nutze Zoom, Skype etc. Nicht das gleiche wie in der Kneipe, aber besser als nichts. Das gleiche gilt für die Bib und Lerngruppen. Zu zweit am WG-Küchentisch oder digital ist nicht das gleiche, aber besser als nichts. Fitnesstudio und Sporteinrichtungen haben zu? Joggen und Fahrradfahren geht immer noch, oder ein Fitnessprogramm in der eigenen Wohnung. Wenn man will auch mit einem Partner.

  • Es ist nicht alles so wichtig, wie es euch jetzt vorkommt. Klar ist es schei*e um seine Abschlussfeier gebracht worden zu sein. Oder die Masterarbeit vor Ort. Aber so wichtig wie einem das in diesem Moment vorkommt ist es dann doch nicht.
    Klar war meine Abschlussfeier schön, aber rückblickend würde mir nicht viel fehlen, wenn ich sie nicht gehabt hätte. Das mag euch jetzt nicht so vorkommen, aber es dauert nicht lange bis es so ist.

  • Ja, die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist nicht rosig. Das ist aber auch nicht zum ersten Mal so, und wird nicht zum letzten Mal so sein. Und auch vor Corona hatte man, auch als Top-Absolven, keine Garantie für den Traumjob. Es mag vielleicht etwas länger dauern, und es mag eine Firma mit weniger Prestige und kleinerem Gehalt sein, aber die meisten werden trotzdem einen Job kriegen. Um so wichtiger ist es dafür aber, dass die Wirtschaft gut durch die Krise kommt. Und in ein paar Jahren werden die Karten wieder neu gemischt und ihr könnt wieder versuchen zu eurem Traumarbeitgeber zu kommen. Niemand kann etwas dafür, und ihr könnt es auch nicht beeinflussen, macht also das bestmögliche draus.

Die Moral von der Geschichte: Ja es ist schei*e, aber das für jeden. Steckt den Kopf nicht in den Sand, es wird auch wieder besser werden. Und ihr lebt noch, und im Gegensatz zu einigen die von Corona erwischt wurden, werdet ihr es auch überleben. Stellt euch auf die Situation ein und macht das beste draus. Und wenn ihr doch nur noch schwarz seht und ernsthafte Probleme habt, habt keine Schau euch professionelle Hilfe zu holen.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

An alle Boomer, die meinen, dass die Einschränkungen ja nicht so wild seien - unterhaltet euch gerne mal mit meinem Bruder, der bald ins 4. Semester kommt. Was der bislang an klassischem Studentenleben hatte, war ein Semester (das vor dem Lockdown im März). So wie er sich den letzten Sommer abschmieren konnte, kann er sich den kommenden abschmieren. Im Herbst würde er ins Auslandssemester gehen (Asien), was zu 99% nicht on site stattfinden wird. Stattdessen sieht er das Studentenleben an seinen 15qm vorbei-ziehen, von dem alle sagen es sei die geilste Zeit des Lebens und alles was danach kommt, kommt da nicht ran.

Er steckt den Kopf nicht in den Sand und bewirbt sich auf Praktika, um Alternativen zu haben und die Zeit bestmöglich zu nutzen. Der Markt ist momentan aber natürlich hoff-nungslos überlaufen und er kassiert nur Absagen. Zum Glück kennt er dieses Forum und seine Target-Profile nicht, sonst würde er sich hinsichtlich Berufseinstieg später noch mehr unter Druck setzen. Lange Rede kurzer Sinn, ich bitte um etwas mehr Verständnis für die junge Generation, diese Unsicherheiten gehen nicht spurlos daran vorbei.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Der Titel klingt wie eine schlechte Serien.

Kann nur sagen, dass 2020 das beste Jahr meines Lebens war. Bin aber auch nach Asien ausgewandert und bekomme hier fast nichts mit von Corona. No risk - no fun

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 09.02.2021:

An alle Boomer, die meinen, dass die Einschränkungen ja nicht so wild seien - unterhaltet euch gerne mal mit meinem Bruder, der bald ins 4. Semester kommt. Was der bislang an klassischem Studentenleben hatte, war ein Semester (das vor dem Lockdown im März). So wie er sich den letzten Sommer abschmieren konnte, kann er sich den kommenden abschmieren. Im Herbst würde er ins Auslandssemester gehen (Asien), was zu 99% nicht on site stattfinden wird. Stattdessen sieht er das Studentenleben an seinen 15qm vorbei-ziehen, von dem alle sagen es sei die geilste Zeit des Lebens und alles was danach kommt, kommt da nicht ran.

Er steckt den Kopf nicht in den Sand und bewirbt sich auf Praktika, um Alternativen zu haben und die Zeit bestmöglich zu nutzen. Der Markt ist momentan aber natürlich hoff-nungslos überlaufen und er kassiert nur Absagen. Zum Glück kennt er dieses Forum und seine Target-Profile nicht, sonst würde er sich hinsichtlich Berufseinstieg später noch mehr unter Druck setzen. Lange Rede kurzer Sinn, ich bitte um etwas mehr Verständnis für die junge Generation, diese Unsicherheiten gehen nicht spurlos daran vorbei.

Ich fand mein Studium schrecklich. Inhaltlich ok, aber das ganze Konzept Studium ist für mich auch nur ne etwas selbstständigere Schule. Ich lerne gerne neue Dinge, aber eben für mich. Gleichzeitig hatte ICH mit 10 bis 20h Werkstudent auch kaum Zeit für anderes außer lernen.

Mein Berufsleben ist dagegen - auch während corona - phantastisch. Also tut nicht alle so als müsse man als Student seine Studienzeit lieben. Klar ist mein backpacking nach dem Studium ausgefallen aber so what. für irgendwas gibt es Kündigungsfristen oder Aufhebungsverträge

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Hier nochmals der Threadersteller.
Erstmal vielen Dank für die verschiedenen Ansichten und für die teilweise aufmunternde Worte. Eure Ansichten und eigenen Erfahrungen durchzulesen, hat mir einige Ängste genommen.

Den Beitrag habe ich verfasst an einem Tag wo mir das ganze Corona Thema zu viel geworden ist. Natürlich habe ich, wie jeder andere auch, gute und schlechte Tage während des Lockdowns. Grundsätzlich bin ich auch ein Optimist und bemühe mich stets, meine Motivation aufrecht zu erhalten und meinen Alltag möglichst strukturiert zu gestalten. Letzter Zeit bemerkte ich allerdings, dass meine mentale Gesundheit nachlässt, was den derzeitigen Umständen zuzuordnen ist. An der Situation kann man jetzt nichts ändern, aber an meiner Einstellung, dem ganzen Thema gegenüber, arbeite ich. Natürlich ist mir auch bewusst, dass das ganze durchaus schlimmer sein könnte. Das kann es natürlich immer sein, egal um was es geht. Trotzdem finde ich es super, dass man hier einmal offen darüber reden kann und Erfahrungen/Ansichten teilt.

Habe mich dazu entschieden das Semester durchzuziehen so gut es geht. Wie es weiter geht, wird sich dann noch herausstellen.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

ExBerater schrieb am 09.02.2021:

Also noch mal: Toll ist es nicht aber es ist auch kein Weltuntergang. Bisher reden wir von 10 Monaten (!!!) von denen mindestens aber die Hälfte (Sommer 2020) relativ normal waren. Außerdem ist das Ende absehbar. Ich glaube auch, wir werden alle verdammt viel nachholen was Parties, clubs,... angeht ab dem Spätsommer.

Hmm, also Lockdown hat Mitte März begonnen, jetzt haben wir Mitte Februar = 11 Monate.

Männertag 2020 war Ende Mai, da war noch nichts normal. Ich kann mich noch erinnern, dass wir das damals quasi illegal gemacht haben (also draußen an der frischen Luft mit Abstand wandern, war damals offiziell verboten).

Im Juni wurde dann wirklich gelockert, also es waren wieder private Treffen erlaubt und das bis in den Oktober. Das waren also 5 normale Monate.

Jetzt sieht es nun so aus, als würde der Lockdown mindestens bis Mitte März verlängert werden. So wie die aktuelle Großwetterlage ist, wird es dann maximal einige Erleichterungen für die Wirtschaft geben, aber nicht für das soziale Miteinander (private Treffen in der eigenen Wohnung/WG usw. werden wohl verboten bleiben bzw. maximal eine Person oder ein Haushalt - kein Treffen mit 3-4 Freunden aus 3-4 Haushalten).

Sagen wir mal, es geht bis Mitte Mai, also etwas eher als letztes Jahr. Dann hatten wir 14 Monate, davon 5 normale Monate und 9 Monate sozialer Lockdown.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Bin schon seit einer Weile durch mit dem Studium. Aktuell im Home Office geht bei mir auch nichts, ich underperforme ganz klar, aber immerhin gibt es Geld dafür.

Wenn ich mein bisheriges Leben durchgehe, wäre ein Lockdown während des Studiums ganz klar am härtesten gewesen. Es tut mir wirklich Leid für alle, die es aktuell betrifft.

Während der Schulzeit wäre das auch nicht toll gewesen, aber in der Studienzeit war wirklich jedes Jahr ein Quantensprung. Mein einziger Rat wäre, macht trotzdem alles was ihr machen wollt (Ausland z.B.), verschiebt es zur Not auf nach Corona, aber überspringt nichts. Ihr werdet es nie wieder zurückbekommen und mit der Karriere kann man auch 2 Jahre später anfangen.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Ich bin fassungslos über die Ignoranz vieler Antworten.

Grundsätzlich stimme ich zu, dass die momentane Situation, verglichen mit beispielsweise dem Krieg, noch immer "besser" ist, als manche es in dunklen Momenten manchmal selbst sehen. Meiner Meinung nach stellen derartige Argumente aber auch keine ernsthafte Diskussionsbasis dar, denn nach gleicher Logik wird quasi jedes Argument egalisiert, da es immer Zweifel irgendwo auf der Welt immer schlimmer sein könnte. Ich denke auch nicht, dass die (meisten) Studenten sich ernsthaft als größtes Opfer der Pandemie o. Ä. sehen. So viel Verstand rechne ich Menschen mit Hochschulzugangsberechtigung dann doch zu.

Dennoch sollte man an dieser Stelle die schwierige Lage vieler (der meisten) Studenten anerkennen. Aus Perspektive mit Ende 20 bis Mitte 30, fester Job, gefestigte soziales Umfeld lässt sich eine Pandemie momentan nun einmal einfacher "ertragen", als mit 18-23. Natürlich durfte man im Hochsommer mehr Leute treffen (wohlgemerkt "durfte", aus Vernunftsgründen hätte man auch hier Kontakte beschränken sollen), selbstverständlich gibt es auch weiterhin noch offene Positionen als Werkstudent, etc. Das ändert aber doch nichts an der Tatsache, dass seit März 2020, d. h. seit bald einem ganzen Jahr, das "gewohnte" wie erhoffte Leben zu großen Teilen auf dem Kopf steht.

Dies ist tatsächlich nicht exklusiv für Studenten sondern trifft alle Gruppen in gleichen Teilen – es hat auch nie jemand etwas anderes behauptet. Meiner persönlichen Meinung nach ist der unmittelbare "Verlust" an <Lebenszeit> in jenen Phasen nun aber einmal für die meisten (nicht alle) jungen Menschen schwerwiegender als mit 30+ (Ausnahmen bestätigen die Regel). Im Prozess des Erwachsenwerdens gehören soziale Kontakte, Gruppenstrukturen, sich Ausprobieren, Ausleben einfach dazu. Ich erinnere mich an meine eigene Studentenzeit zurück: Mir kann niemand erzählen, dass wilde WG-Feiern, spontan-nächtliche Ausflüge in die Bar um die Ecke, große Semesterparties, verkatert um 08:00 Uhr in der Vorlesung sitzen, Abhängen mit Freunden auf dem Campus, gemeinsames Essen in der Mensa, größere Ausflüge bis hin zu Reisen mit den neugewonnen Freunden keine besondere Zeit waren. Ich für meinen Teil bin sehr dankbar für diese Jahre, da ich mich hier noch einmal deutlich entwickelt habe. Erst in meinem Studium bin ich wirklich "Erwachsen" geworden. Dazu kommt das Auslandssemester: Neben zahlreichen Freundschaften und einer allgemein guten Zeit habe ich hier meine Frau kennengelernt. All jene Erfahrungen sind momentan nun einmal nicht vorhanden und werden – mit Blick auf die derzeitige Lage – auch nicht in absehbarer Zeit zurückkehren. Ich bin seit Kindesalter mit den Erzählungen meiner Eltern groß geworden, dass die Studienzeit die rundum besten Jahre für sie waren. Dazu kam das erste Mal "schnuppern" am Studentenleben, heimlich als Abiturient mit 18 auf den Parties von Bekannten. Ich konnte meinen Auszug in die erste eigene WG kaum erwarten. Stellt euch vor, ihr haut zwei Jahre in der Abiphase richtig rein, freut euch auf den neuen Lebensabschnitt und dann sind große Teile der lang erhofften Zukunft mit einem Schlag egalisiert.

Stichwort Perspektive: Diese wird im Rahmen der Diskussion zu häufig vernachlässigt. Auch ich musste alleine in 2020 zahlreiche Events, Reisen, usw. absagen. Der Unterschied? Den Trip nach Dänemark kann ich problemlos auch in zwei, drei Jahren nachholen. Die Einweihung mit den Kollegen gibt's dann eben im Sommer 2022. Den Studienstart aber, den gibt es kein zweites Mal. Den Umzug weg von zuhause in die neue Unistadt werden sich viele zwei Mal überlegen, wenn die Hälfte der Studienzeit doch sowieso schon gelaufen ist. Eine Freundin hat sich den Hintern abgearbeitet um dank guter Noten und Stipendium im Frühjahr 2021 für ein Jahr in das Auslandssemester an der Ivy-Uni in den USA gehen zu dürfen. Das ist jetzt ersatzlos gestrichen (respektive virtuell) und nachzuholen gibt's hier nichts mehr. Der Abschluss folgt vor Ende der Pandemie und dann geht es in den Job. Das ist eine verlorene Chance und exakt so ergeht es, wie von einem Vorposter angemerkt, zurzeit Millionen von Menschen zwischen 16-25 die allemöglichen Pläne hatten, welche nun einmal nicht umzusetzen sind und – darum geht es mir insbesondere – eben nicht ohne weiteres nachgeholt werden.

Ich für meinen Teil kann die Pandemie gut wegstecken:
Ich sitze mit üppigen Gehalt im Haus, wechsel drei Mal am Tag den Arbeitsplatz, setze mich Mittags in die Sonne in den Garten. Auch vor Covid ging es nicht mehr jeden Abend vor die Tür. Insofern kann ich ein Jahr kürzer treten, kein Problem. Wie sieht es aber bei 19 jährigen aus, welche nun gezwungenermaßen weiter bei den Eltern hocken, welche in 12qm Zimmer von 08:00 bis 22:00 ihren gesamten Alltag verbringen müssen, die eine so prägende Zeit nur virtuell vor dem Bildschirm an sich vorbeifliegen sehen und das alles aufgrund eines Virus, der für sie statistisch gesehen nicht einmal ernsthaft eine Gefahr darstellt? (Mir geht es nicht um Sinn der Maßnahmen – das ist alles gut und richtig. Ich versuche nur einmal die Perspektive zu verstehen). Danach wartet auf viele Absolventen ein beschissener Arbeitsmarkt auf welchem die Folgen von Covid noch überhaupt nicht zu sehen sind, Stichwort ausgesetzte Insolvenzen, zinslose Kredite, usw. Mit dem nicht vorhandenen Job dürfen sie dann die Schulden abbezahlen, welche die Regierung "großzügig" in Form von Krediten anbietet und sich dafür auch noch feiern lässt.

Mir geht es nicht um "wer hat es am schlimmsten". Mir ist ebenso bewusst, dass es zurzeit noch immer zahlreiche Wege gibt das Beste aus der Situation zu machen. Es ändert nichts an der Tatsache, dass die aktuelle Situation aber ordentlich bescheiden ist – für junge Menschen eben ganz besonders.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

tl;dr?
Anyone?

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Extrem guter Beitrag, vielen Dank!

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Voice of Reason schrieb am 07.02.2021:

Ok, ich präzisiere noch mal meine Frage, weil mehr und mehr Antworten kommen, die ich nicht nachvollziehen kann.

Was ist es?
Angst krank zu werden?
Angst den Berufseinstieg wegen Corona nicht zu schaffen?
Fehlende persönliche Interaktion mit anderen?
...?

Den Punkt mit „fehlender Struktur“ verstehe ich gar nicht, weil gleichzeitig alle nach Home Office schreien...

Again, no hate, ich verstehe es nur nicht.

Voice of Reason schrieb am 07.02.2021:

Darf ich fragen, was Corona mit dem Studium und eurer Konzentrationsfähigkeit zu tun hat?

No hate - ernstgemeinte Frage.

Das Problem ist nicht die Angst sondern der eintönige Alltag man steht auf klappt den Laptop auf hört dem Prof zu der verpixelt ist das für 1.5 Stunden klappt den Laptop wieder zu und ist alleine man hat keine sozialen Interaktionen keine Abwechslung zum "Uni Stress" Dadurch dass der Ausgleich weg ist fühlt sich alles so viel schwerer an. Highlight des Tages ist dann wenn man spazieren geht und Mal seine Gedanken abschalten kann.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Danke für deinen Beitrag, ich verstehe die Ignoranz einiger Beiträge hier auch nicht. Mir als Student Anfang 20 hat Corona womöglich die Erfahrung meines Lebens genommen, das Praktikum in New York. Stattdessen? Leichtes Alkoholproblem, grauenvolle Tinder Dates und Zoom Vorlesungen auf 25qm

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 10.02.2021:

An alle Boomer, die meinen, dass die Einschränkungen ja nicht so wild seien - unterhaltet euch gerne mal mit meinem Bruder, der bald ins 4. Semester kommt. Was der bislang an klassischem Studentenleben hatte, war ein Semester (das vor dem Lockdown im März). So wie er sich den letzten Sommer abschmieren konnte, kann er sich den kommenden abschmieren. Im Herbst würde er ins Auslandssemester gehen (Asien), was zu 99% nicht on site stattfinden wird. Stattdessen sieht er das Studentenleben an seinen 15qm vorbei-ziehen, von dem alle sagen es sei die geilste Zeit des Lebens und alles was danach kommt, kommt da nicht ran.

Er steckt den Kopf nicht in den Sand und bewirbt sich auf Praktika, um Alternativen zu haben und die Zeit bestmöglich zu nutzen. Der Markt ist momentan aber natürlich hoff-nungslos überlaufen und er kassiert nur Absagen. Zum Glück kennt er dieses Forum und seine Target-Profile nicht, sonst würde er sich hinsichtlich Berufseinstieg später noch mehr unter Druck setzen. Lange Rede kurzer Sinn, ich bitte um etwas mehr Verständnis für die junge Generation, diese Unsicherheiten gehen nicht spurlos daran vorbei.

Ich fand mein Studium schrecklich. Inhaltlich ok, aber das ganze Konzept Studium ist für mich auch nur ne etwas selbstständigere Schule. Ich lerne gerne neue Dinge, aber eben für mich. Gleichzeitig hatte ICH mit 10 bis 20h Werkstudent auch kaum Zeit für anderes außer lernen.

Mein Berufsleben ist dagegen - auch während corona - phantastisch. Also tut nicht alle so als müsse man als Student seine Studienzeit lieben. Klar ist mein backpacking nach dem Studium ausgefallen aber so what. für irgendwas gibt es Kündigungsfristen oder Aufhebungsverträge

Volle Zustimmung. Ich kann dieses "Die Studienzeit ist (muss) die beste Zeit im Leben (sein)" nicht mehr hören. Ja, das mag für einige so gewesen sein. Vielleicht auch für die knappe Mehrheit. Aber dieses stumpfe Pauschalisieren nervt einfach nur noch. Für sehr viele ist/war die Studienzeit nicht die glorifizierte "beste Zeit im Leben". Find's persönlich auch lächerlich, sich daran aufzuhängen, wie das Studentenleben doch zu sein hat ("klassisches Studentenleben" – nach wessen Definition?) und dass uns das nun alles genommen wurde und wird. That's life, shit happens, deal with it.

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WiWi Gast

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Ich erlebe meine erste Krise und komme nicht damit klar.

WiWi Gast schrieb am 18.02.2021:

tl;dr?
Anyone?

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Denkt immer dran liebe Freunde, irgendwann ist Corona um und dann werdet ihr alles nachholen was ihr jetzt verpasst habt. Viel Spaß übrigens mit den ganzen Modulen, die ihr jetzt verpasst habt

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Spannendes Thema. Es tut mir auch für die jüngeren Leid die um ihre Erfahrungen gebracht wurden.
Ich würde nur nicht den Boomern Ignoranz unterstellen. Die haben halt schon einige Krisen durchlebt und wissen es geht auch wieder weiter.
Die Generation U25 kennt halt fast nur aufstrebendes Wirtschaftswachstum und high life (2009-2019).
Das ist ja auch per se etwas schönes. Nur lernt man halt immer weniger die einfachen Dinge des Lebens schätzen.

Wichtig ist: haltet durch! Es geht auch wieder bergauf. Reisen/Auslandserfahrung lässt sich nachholen. Lasst euch nicht von dogmatischen Stempeln der Unizeit beeinflussen.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Voice of Reason schrieb am 08.02.2021:

"Die besten Jahre"...
Grüne Güte. Wir haben jetzt genau 1 (!!) Jahr mit recht belastbarer Aussicht eine überwiegende Rückkehr in eine sozialere Welt innerhalb der nächsten 6-9 Monate (!!! - nicht JAHRE!) passieren wird.

Also kommt mal echt klar. Redet mal mit den Generationen 80+, wie deren "beste Jahre" ausgesehen haben. Oder in Amerika 60+.

Das Bild passt sehr gut überein mit dem Bild einer Generation, das in der Probezeit Burn-out erleidet.

Sorry - aber man kann sich Pessimismus und Selbstmitleid auch antrainieren.

Was ein ignoranter Beitrag. Dich tangiert die derzeitige Lage womöglich nicht, aber was bringt es dir, die Probleme anderer kleinzureden, nur weil andere Generationen womöglich größere Probleme hatten? Wenn's danach geht dürften wir uns nie beschweren. Es hat schon seinen Grund, warum Psychotherapeuten auf Monate ausgebucht sind und die Suizidraten in die Höhe schnellen. Die Gründe für die Probleme der Menschen wurden hier schon ausreichend zusammengefasst und die muss ich nicht wiederholen. Aber wenn man nichts sinnvolles beizutragen hat außer Whataboutism, sollte man sich evtl. mit Kommentaren zurückhalten.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Respekt sehr guter differenzierter Beitrag! Danke!

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 18.02.2021:

Danke für deinen Beitrag, ich verstehe die Ignoranz einiger Beiträge hier auch nicht. Mir als Student Anfang 20 hat Corona womöglich die Erfahrung meines Lebens genommen, das Praktikum in New York. Stattdessen? Leichtes Alkoholproblem, grauenvolle Tinder Dates und Zoom Vorlesungen auf 25qm

Wir können gerne mal tauschen. Ich nehme Dein 25qm Zimmer und Deine Tinder Dates. Du bekommst mein 250qm Haus (einschließlich 3k monatlicher Kreditrate), meine Frau und meine 2 und 4 Jahre alten Kinder die Dir 24 Stunden an Tag auf die Nerven gehen. Ich wette spätestens nach drei Tagen willst Du zurücktauschen.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Als mittlerweile 40-Jähriger finde ich recht amüsant, dass sich hier über Dinge beschwert wird, die später im Berufsleben teils normal sind. Sprich, eingeschränktes Sozialleben, außer Job und Couch am Abend nicht mehr viel machen, vieles über Skype, etc., das sind alles Dinge, die werden in ein paar Jahren schlicht Alltag sein, weil dass das Berufsleben so mit sich bringt. Evtl. fällt dann der Praxisschock bei den jetzigen Studenten nicht mehr so groß aus, wie es bei unserer Generation war.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 18.02.2021:

Ich bin fassungslos über die Ignoranz vieler Antworten.

Grundsätzlich stimme ich zu, dass die momentane Situation, verglichen mit beispielsweise dem Krieg, noch immer "besser" ist, als manche es in dunklen Momenten manchmal selbst sehen. Meiner Meinung nach stellen derartige Argumente aber auch keine ernsthafte Diskussionsbasis dar, denn nach gleicher Logik wird quasi jedes Argument egalisiert, da es immer Zweifel irgendwo auf der Welt immer schlimmer sein könnte. Ich denke auch nicht, dass die (meisten) Studenten sich ernsthaft als größtes Opfer der Pandemie o. Ä. sehen. So viel Verstand rechne ich Menschen mit Hochschulzugangsberechtigung dann doch zu.

Dennoch sollte man an dieser Stelle die schwierige Lage vieler (der meisten) Studenten anerkennen. Aus Perspektive mit Ende 20 bis Mitte 30, fester Job, gefestigte soziales Umfeld lässt sich eine Pandemie momentan nun einmal einfacher "ertragen", als mit 18-23. Natürlich durfte man im Hochsommer mehr Leute treffen (wohlgemerkt "durfte", aus Vernunftsgründen hätte man auch hier Kontakte beschränken sollen), selbstverständlich gibt es auch weiterhin noch offene Positionen als Werkstudent, etc. Das ändert aber doch nichts an der Tatsache, dass seit März 2020, d. h. seit bald einem ganzen Jahr, das "gewohnte" wie erhoffte Leben zu großen Teilen auf dem Kopf steht.

Dies ist tatsächlich nicht exklusiv für Studenten sondern trifft alle Gruppen in gleichen Teilen – es hat auch nie jemand etwas anderes behauptet. Meiner persönlichen Meinung nach ist der unmittelbare "Verlust" an <Lebenszeit> in jenen Phasen nun aber einmal für die meisten (nicht alle) jungen Menschen schwerwiegender als mit 30+ (Ausnahmen bestätigen die Regel). Im Prozess des Erwachsenwerdens gehören soziale Kontakte, Gruppenstrukturen, sich Ausprobieren, Ausleben einfach dazu. Ich erinnere mich an meine eigene Studentenzeit zurück: Mir kann niemand erzählen, dass wilde WG-Feiern, spontan-nächtliche Ausflüge in die Bar um die Ecke, große Semesterparties, verkatert um 08:00 Uhr in der Vorlesung sitzen, Abhängen mit Freunden auf dem Campus, gemeinsames Essen in der Mensa, größere Ausflüge bis hin zu Reisen mit den neugewonnen Freunden keine besondere Zeit waren. Ich für meinen Teil bin sehr dankbar für diese Jahre, da ich mich hier noch einmal deutlich entwickelt habe. Erst in meinem Studium bin ich wirklich "Erwachsen" geworden. Dazu kommt das Auslandssemester: Neben zahlreichen Freundschaften und einer allgemein guten Zeit habe ich hier meine Frau kennengelernt. All jene Erfahrungen sind momentan nun einmal nicht vorhanden und werden – mit Blick auf die derzeitige Lage – auch nicht in absehbarer Zeit zurückkehren. Ich bin seit Kindesalter mit den Erzählungen meiner Eltern groß geworden, dass die Studienzeit die rundum besten Jahre für sie waren. Dazu kam das erste Mal "schnuppern" am Studentenleben, heimlich als Abiturient mit 18 auf den Parties von Bekannten. Ich konnte meinen Auszug in die erste eigene WG kaum erwarten. Stellt euch vor, ihr haut zwei Jahre in der Abiphase richtig rein, freut euch auf den neuen Lebensabschnitt und dann sind große Teile der lang erhofften Zukunft mit einem Schlag egalisiert.

Stichwort Perspektive: Diese wird im Rahmen der Diskussion zu häufig vernachlässigt. Auch ich musste alleine in 2020 zahlreiche Events, Reisen, usw. absagen. Der Unterschied? Den Trip nach Dänemark kann ich problemlos auch in zwei, drei Jahren nachholen. Die Einweihung mit den Kollegen gibt's dann eben im Sommer 2022. Den Studienstart aber, den gibt es kein zweites Mal. Den Umzug weg von zuhause in die neue Unistadt werden sich viele zwei Mal überlegen, wenn die Hälfte der Studienzeit doch sowieso schon gelaufen ist. Eine Freundin hat sich den Hintern abgearbeitet um dank guter Noten und Stipendium im Frühjahr 2021 für ein Jahr in das Auslandssemester an der Ivy-Uni in den USA gehen zu dürfen. Das ist jetzt ersatzlos gestrichen (respektive virtuell) und nachzuholen gibt's hier nichts mehr. Der Abschluss folgt vor Ende der Pandemie und dann geht es in den Job. Das ist eine verlorene Chance und exakt so ergeht es, wie von einem Vorposter angemerkt, zurzeit Millionen von Menschen zwischen 16-25 die allemöglichen Pläne hatten, welche nun einmal nicht umzusetzen sind und – darum geht es mir insbesondere – eben nicht ohne weiteres nachgeholt werden.

Ich für meinen Teil kann die Pandemie gut wegstecken:
Ich sitze mit üppigen Gehalt im Haus, wechsel drei Mal am Tag den Arbeitsplatz, setze mich Mittags in die Sonne in den Garten. Auch vor Covid ging es nicht mehr jeden Abend vor die Tür. Insofern kann ich ein Jahr kürzer treten, kein Problem. Wie sieht es aber bei 19 jährigen aus, welche nun gezwungenermaßen weiter bei den Eltern hocken, welche in 12qm Zimmer von 08:00 bis 22:00 ihren gesamten Alltag verbringen müssen, die eine so prägende Zeit nur virtuell vor dem Bildschirm an sich vorbeifliegen sehen und das alles aufgrund eines Virus, der für sie statistisch gesehen nicht einmal ernsthaft eine Gefahr darstellt? (Mir geht es nicht um Sinn der Maßnahmen – das ist alles gut und richtig. Ich versuche nur einmal die Perspektive zu verstehen). Danach wartet auf viele Absolventen ein beschissener Arbeitsmarkt auf welchem die Folgen von Covid noch überhaupt nicht zu sehen sind, Stichwort ausgesetzte Insolvenzen, zinslose Kredite, usw. Mit dem nicht vorhandenen Job dürfen sie dann die Schulden abbezahlen, welche die Regierung "großzügig" in Form von Krediten anbietet und sich dafür auch noch feiern lässt.

Mir geht es nicht um "wer hat es am schlimmsten". Mir ist ebenso bewusst, dass es zurzeit noch immer zahlreiche Wege gibt das Beste aus der Situation zu machen. Es ändert nichts an der Tatsache, dass die aktuelle Situation aber ordentlich bescheiden ist – für junge Menschen eben ganz besonders.

Der beste Kommentar im Thread!

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 18.02.2021:

Danke für deinen Beitrag, ich verstehe die Ignoranz einiger Beiträge hier auch nicht. Mir als Student Anfang 20 hat Corona womöglich die Erfahrung meines Lebens genommen, das Praktikum in New York. Stattdessen? Leichtes Alkoholproblem, grauenvolle Tinder Dates und Zoom Vorlesungen auf 25qm

Wir können gerne mal tauschen. Ich nehme Dein 25qm Zimmer und Deine Tinder Dates. Du bekommst mein 250qm Haus (einschließlich 3k monatlicher Kreditrate), meine Frau und meine 2 und 4 Jahre alten Kinder die Dir 24 Stunden an Tag auf die Nerven gehen. Ich wette spätestens nach drei Tagen willst Du zurücktauschen.

10/10

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 18.02.2021:

Als mittlerweile 40-Jähriger finde ich recht amüsant, dass sich hier über Dinge beschwert wird, die später im Berufsleben teils normal sind. Sprich, eingeschränktes Sozialleben, außer Job und Couch am Abend nicht mehr viel machen, vieles über Skype, etc., das sind alles Dinge, die werden in ein paar Jahren schlicht Alltag sein, weil dass das Berufsleben so mit sich bringt. Evtl. fällt dann der Praxisschock bei den jetzigen Studenten nicht mehr so groß aus, wie es bei unserer Generation war.

Das mag vllt stimmen wenn du im IB deine 90 Stunden kloppst, in "normalen" Berufen hast du aber durchaus Zeit für mehr als nur die Couch am Abend. Darüber hinaus hinkt der Vergleich noch in unzähligen anderen Punkten.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 18.02.2021:

Als mittlerweile 40-Jähriger finde ich recht amüsant, dass sich hier über Dinge beschwert wird, die später im Berufsleben teils normal sind. Sprich, eingeschränktes Sozialleben, außer Job und Couch am Abend nicht mehr viel machen, vieles über Skype, etc., das sind alles Dinge, die werden in ein paar Jahren schlicht Alltag sein, weil dass das Berufsleben so mit sich bringt. Evtl. fällt dann der Praxisschock bei den jetzigen Studenten nicht mehr so groß aus, wie es bei unserer Generation war.

Das mag vllt stimmen wenn du im IB deine 90 Stunden kloppst, in "normalen" Berufen hast du aber durchaus Zeit für mehr als nur die Couch am Abend. Darüber hinaus hinkt der Vergleich noch in unzähligen anderen Punkten.

Und genau so ist es eben nicht. Die Bude will geputzt werden, es wird eingekauft, gekocht, man ist vielleicht mal einfach so platt. Vielleicht hat man gar Kinder, die einen beschäftigen. Dementsprechend reißt du an vier einhalb von fünf Werktagen ohnehin nichts mehr, auch mit normalojob. Aber wie der Kollege oben schreibt, vielleicht wird der Realitätsschock nach dem Studium dafür nicht so hart

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 18.02.2021:

Das mag vllt stimmen wenn du im IB deine 90 Stunden kloppst, in "normalen" Berufen hast du aber durchaus Zeit für mehr als nur die Couch am Abend. Darüber hinaus hinkt der Vergleich noch in unzähligen anderen Punkten.

Sicher war das überspitzt und ich schrieb ja auch, teilweise sind solche Themen später im Beruf normal. Es ändert aber trotzdem nichts daran, dass die Tendenz richtig ist. Die überwiegende Mehrheit wird bis ~ 18:00 im Büro oder Homeoffice sitzen, vielleicht noch Einkaufen gehen oder zum Sport und dann war es das. Der große Vorteil des Studentenlebens, relative zeitliche Freiheit zu haben, sich beliebig mit Leuten zu treffen, hier mal ein Stündchen in der Mensa, da mal bei zwei Freistunden in Sonne legen, usw., sowas entfällt einfach generell.

Darüber hinaus bin ich übrigens der Meinung, dass das Studium bei weitem nicht die beste Zeit des Lebens ist. Für mich gab es da genug Themen, die mich gestört haben, alleine schon dauernder Druck im Hinterkopf (ja, das war auch Anfang der 2000er schon so). Ich kann im Beruf deutlich besser abschalten, Feierabend ist Feierabend, da sagt kein schlechtes Gewissen, eigentlich müsstest du noch lernen.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 08.02.2021:

Ich bin im Beruf. Die ersten 10 Monate waren für mich easy. Ich hatte soviel zu tun. Derzeit gehe auch ich auf dem Zahnfleisch. Die Motivation ist weg. Ich pack es kaum vor 9 Uhr aus dem Bett.

Liebe Studis, es geht rum. Es ist Winter, was nochmal die Stimmung drückt. Versucht viel an die frische Luft zu gehen und positiv zu denken!

Bruder, ich stehe jeden Morgen um 4 Uhr auf, jogge eine Runde um den Block und gehe ggf. dann ins Büro oder klemm mich hinter den Laptop im Homeoffice.

Klar gibt's Tage, da lutscht die Motivation. Solche Tage trennen die Spreu vom Weizen.

Jeder von euch hat die Wahl: in der Ecke rumliegen und jammern oder Lösungen finden und dafür sorgen, dass es einem gut geht.

Btw für Sport braucht man kein Studio, das kann man auch auf seinen 12qm machen. Gibt genug Eigengewichtsübungen. Und es gibt zahlreiche Hobbys, denen man Zuhause oder in der Natur nachgehen kann.

Spart euch Kommentare wie "du hast keine Ahnung". Ich hatte in meiner Jugend eine tiefe Depression und habs alleine rausgeschafft.

Euer Leben, euer Glück und eure mentale Gesundheit liegt in eurer Hand. Punkt.

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ExBerater

Corona- ich kann nicht mehr

Die einen vermissen die Saufgelage im Studentenleben, die anderen beschweren sich, dass sie dank Corona ein Alkoholproblem bekommen...

Vielleicht sehe ich das einseitig, da für mich das Studium vor allem extrem hartes Lernen war und kaum Parties. Daher wäre mir Corona damals wohl sogar entgegen gekommen, da ich schnell gemerkt hatte: Vorlesungen zu besuchen macht keinen SInn, Mensaessen ist nicht so meins, und Studi-Parties brauche ich auch nicht mehr als eine pro Semester.

Aber warum kann man nicht versuchen das Beste aus der Lage zu machen? Richtig viel Zeit zum Lernen und gute Noten einheimsen in diesen 2 Semestern, und dann alles nachholen wenn die Welt bald wieder normal ist?

Glaube fest daran, dass 2022 das größte Partyjahr der Menschheitsgeschichte wird.

(und noch mal: Die meiste Zeit über im 2020er Sommer war die Welt zumindest für mich recht normal incl. Restaurants/Cafes/Bars, draußen sitzen mit Freunden, Urlaub und Reisen...)

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Ich habe das Gefühl, dass hier viele in einer Schwarz-Weiß-Welt leben. Entweder alles so wie man es sich erträumt hat oder gar nicht. Normale Kontakte oder gar keine. Normales Praktikum oder gar keins. Und so weiter. Sorgen gehören zum Leben dazu.

Klar wäre das schöner ohne, aber es ist utopisch, schon vor Corona. Sich an Gegebenheiten anpassen zu können ist eine wichtige Fähigkeit. Vor allem für den Job später. Deshalb auch wenn es abgedroschen klingt: Wir müssen das beste aus der Situation machen die wir haben.
Soziale Kontakte online sind besser als keine, oder halt mit einem anderen im real life.
Ein Praktikum im Homeoffice ist besser als keins. Und so weiter und so fort.

Klar ist es keine schöne Zeit, aber wir sind auch nicht bei 0 von 100. Und einiges wird man auch nachholen können.

Ein Vorposter hat es schön zusammengefasst: Shit happens, deal with it.

Das heißt nicht, dass es einem in der aktuellen Situation nicht schlecht gehen darf. Und wenn es das tut, spricht nichts dagegen sich Hilfe zu holen. Aber ich bin mir sicher, dass man auch aus der aktuellen Situation etwas machen kann, und in 5 Jahren schauen wir zurück und sehen es als Erfahrung.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 18.02.2021:

Als mittlerweile 40-Jähriger finde ich recht amüsant, dass sich hier über Dinge beschwert wird, die später im Berufsleben teils normal sind. Sprich, eingeschränktes Sozialleben, außer Job und Couch am Abend nicht mehr viel machen, vieles über Skype, etc., das sind alles Dinge, die werden in ein paar Jahren schlicht Alltag sein, weil dass das Berufsleben so mit sich bringt. Evtl. fällt dann der Praxisschock bei den jetzigen Studenten nicht mehr so groß aus, wie es bei unserer Generation war.

Das mag vllt stimmen wenn du im IB deine 90 Stunden kloppst, in "normalen" Berufen hast du aber durchaus Zeit für mehr als nur die Couch am Abend. Darüber hinaus hinkt der Vergleich noch in unzähligen anderen Punkten.

Und genau so ist es eben nicht. Die Bude will geputzt werden, es wird eingekauft, gekocht, man ist vielleicht mal einfach so platt. Vielleicht hat man gar Kinder, die einen beschäftigen. Dementsprechend reißt du an vier einhalb von fünf Werktagen ohnehin nichts mehr, auch mit normalojob. Aber wie der Kollege oben schreibt, vielleicht wird der Realitätsschock nach dem Studium dafür nicht so hart

Und du gehst jeden Tag einkaufen? Lebst in einer 300qm2 Wohnung, sodass der Haushalt ein halber fulltime Job ist? Nichts für Ungut, aber die von dir genannten Sachen (mit Ausnahme von Kindern, aber dessen ist man sich davor auch bewusst) nehmen dir vllt 45-60mins am Tag weg.

Natürlich gibt es auch bei "normalen" Jobs Tage/Wochen an denen man einfach fertig mit der Welt ist, das sind aber einzelne Phasen und nicht die Regel. Wenn das deine Realität ist tuts mir leid für dich, komm mir hier aber bitte nicht mit "Realitätsschock" für "naive Studenten".

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Big4 Auditor

Corona- ich kann nicht mehr

ExBerater schrieb am 18.02.2021:

Die einen vermissen die Saufgelage im Studentenleben, die anderen beschweren sich, dass sie dank Corona ein Alkoholproblem bekommen...

Danke.

Wenn man hier im Forum liest, bekommt man regelmäßig den Eindruck, die einzigen Freizeitaktivitäten, die sich der Wiwi-Nachwuchs vorstellen kann, sind:

  • Saufgelage
  • Sport
  • Aktien-Trading
  • Saufgelage
  • Tindern
  • nebenher ein Unternehmen gründen und
  • Saufgelage

Ich frage mich dann regelmäßig, ob ich die Idole dieser Schreiberlinge eher in "Wolf of Wallstreet" oder "American Psycho" finde, und wundere mich ein wenig darüber, dass man so eine Lebensweise als über 16-jähriger tatsächlich erstrebenswert findet.

Aber jeder, wie er mag. Es sollte nur klar sein:
Alternativlos ist diese Art der Lebensführung sicherlich nicht.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 18.02.2021:

Als mittlerweile 40-Jähriger finde ich recht amüsant, dass sich hier über Dinge beschwert wird, die später im Berufsleben teils normal sind. Sprich, eingeschränktes Sozialleben, außer Job und Couch am Abend nicht mehr viel machen, vieles über Skype, etc., das sind alles Dinge, die werden in ein paar Jahren schlicht Alltag sein, weil dass das Berufsleben so mit sich bringt. Evtl. fällt dann der Praxisschock bei den jetzigen Studenten nicht mehr so groß aus, wie es bei unserer Generation war.

Der Unterschied ist, dass man später dafür entlohnt wird. Heute darfste mit deinem Bafög einkaufen gehen, weil alle Kellner Jobs nicht da sind.

Nach dem Kredo dürfte man sich während der Abizeit auch nicht beschweren - in 20 Jahren ist ja sowieso alles anders. Warum nicht direkt mit 14 ins kalte Wasser und leben wie mit 40?! Ziemlich eindimensional.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Big4 Auditor schrieb am 18.02.2021:

ExBerater schrieb am 18.02.2021:

Die einen vermissen die Saufgelage im Studentenleben, die anderen beschweren sich, dass sie dank Corona ein Alkoholproblem bekommen...

Danke.

Wenn man hier im Forum liest, bekommt man regelmäßig den Eindruck, die einzigen Freizeitaktivitäten, die sich der Wiwi-Nachwuchs vorstellen kann, sind:

  • Saufgelage
  • Sport
  • Aktien-Trading
  • Saufgelage
  • Tindern
  • nebenher ein Unternehmen gründen und
  • Saufgelage

Ich frage mich dann regelmäßig, ob ich die Idole dieser Schreiberlinge eher in "Wolf of Wallstreet" oder "American Psycho" finde, und wundere mich ein wenig darüber, dass man so eine Lebensweise als über 16-jähriger tatsächlich erstrebenswert findet.

Aber jeder, wie er mag. Es sollte nur klar sein:
Alternativlos ist diese Art der Lebensführung sicherlich nicht.

nur weil du kein Spaß im Leben hast, brauchst du hier nicht andere runterputzen.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

ExBerater schrieb am 18.02.2021:

Die einen vermissen die Saufgelage im Studentenleben, die anderen beschweren sich, dass sie dank Corona ein Alkoholproblem bekommen...

Vielleicht sehe ich das einseitig, da für mich das Studium vor allem extrem hartes Lernen war und kaum Parties. Daher wäre mir Corona damals wohl sogar entgegen gekommen, da ich schnell gemerkt hatte: Vorlesungen zu besuchen macht keinen SInn, Mensaessen ist nicht so meins, und Studi-Parties brauche ich auch nicht mehr als eine pro Semester.

Aber warum kann man nicht versuchen das Beste aus der Lage zu machen? Richtig viel Zeit zum Lernen und gute Noten einheimsen in diesen 2 Semestern, und dann alles nachholen wenn die Welt bald wieder normal ist?

Glaube fest daran, dass 2022 das größte Partyjahr der Menschheitsgeschichte wird.

(und noch mal: Die meiste Zeit über im 2020er Sommer war die Welt zumindest für mich recht normal incl. Restaurants/Cafes/Bars, draußen sitzen mit Freunden, Urlaub und Reisen...)

Gewisse Dinge kann man eben nicht nachholen. Hättest du den Beitrag vom Vorposter richtig gelesen, dann hättest du dir das Argument auch sparen können

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 18.02.2021:

Als mittlerweile 40-Jähriger finde ich recht amüsant, dass sich hier über Dinge beschwert wird, die später im Berufsleben teils normal sind. Sprich, eingeschränktes Sozialleben, außer Job und Couch am Abend nicht mehr viel machen, vieles über Skype, etc., das sind alles Dinge, die werden in ein paar Jahren schlicht Alltag sein, weil dass das Berufsleben so mit sich bringt. Evtl. fällt dann der Praxisschock bei den jetzigen Studenten nicht mehr so groß aus, wie es bei unserer Generation war.

Vorallem das mit der Couch am Abend hat mir sehr gefallen. Ich bin dein Alter, stehe um 6.30 Uhr auf und bin um 20 Uhr zuhause. Dann mache ich noch 1-2 Stunden Sport, kümmere mich um mein Kind und Haushalt mit meiner Frau zusammen. Du kannst dich ja gerne der Bequemlichkeit hergeben aber für mich ist das nichts.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Wirklich unfassbar mit wie wenig Empathie und sozialer Intelligenz hier viele argumentieren, vor allem wenn man bedenkt, dass diese zum Teil Führungskräfte in der Wirtschaft sind (KPMGler, Ex-Berater...)

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

WiWi Gast schrieb am 11.02.2021:

Wenn ich mein bisheriges Leben durchgehe, wäre ein Lockdown während des Studiums ganz klar am härtesten gewesen. Es tut mir wirklich Leid für alle, die es aktuell betrifft.

Mit Abstand am schlimmsten ist der Lockdown für kleine Kinder und Grundschüler. Danach kommen ältere Schüler bis hin zum Alter von 18/19. Je jünger, desto plastischer ist das Gehirn und desto schlimmer sind die Kontaktbeschränkungen für die langfristige psychische Entwicklung von Kindergartenkindern, welche monatelange ihre Freude nicht sehen dürfen oder die Großeltern oder andere wichtige Kontaktpersonen.

Jemand im Alter von 14, 15 kann dann wenigstens verstehen, warum es den Lockdown gibt. Und er kann sich virtuell mit seinen Freunden treffen. Machen die Leute in diesem Alter eh.

Ein Student sollte weitestgehend in der Lage sein, selbständig zu lernen und sich virtuell mit Freunden zu organisieren.

Schlimmer als Studenten haben es noch die Leute, die gerade ihre Existenzen verlieren.

Als Student sollte es meist noch möglich sein, wieder in das Kinderzimmer zu ziehen (mit 18, 19, 20, 21 Jahren). Das Geld ist vielleicht knapp, aber man ist auch noch am Anfang des Berufslebens. Nicht 45, pleite, ehemals selbständig ohne Einzahlung in die Rentenkasse und Altersarmut ist nicht mehr abwendbar in 20 Jahren Berufsleben nach der Privatinsolvenz.

Aber nochmal, das alles ist nichts dagegen, welcher Schaden der Lockdown bei kleinen Kindern anrichtet. Die Studentenleben im Lockdown damit auch nur zu vergleichen, ist schon extrem vermessen.

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Voice of Reason

Corona- ich kann nicht mehr

Das tut aber keinen Abbruch daran, dass die Gen Z (also der Großteil von euch) eine Generation seid, die ein wahnsinniges Talent darin hat, sich selbst Krisen herbeizureden, sich in Selbstzweifeln zu ergeben (ohne ernsthafte Gründe) und einfach grundsätzlich sehr fragil seid.

Und das schlimme: das zieht sich leider durch. Ich gehöre zu der Generation der Millenials, habe wie viele andere kleine Kinder und wenn ich sehe, wie andere Eltern mit ihren Kinder im Alter von 4-8 umgehen, wird mir übel.

Schaut euch mal Simon Sineks Video zu Millenials an.

Es gibt einfach zu viele Leute, die in einer Bubble aufgezogen wurden und nun beim kleinsten Wellengang zusammenbrechen wie ein Kartenhaus.
Und leider wird das auf die nächste Generation weitergegeben, wenn die Bubble-Leute selbst Eltern werden.
Werden kleine Kinder wirklich depressiv, weil sie Masken in der Schule tragen? Nein, sie werden depressiv, weil ihre Eltern ihnen die ganze Zeit erzählen, dass man von Masken depressiv wird.
Ist es ernsthaft eine Lebenskrise, weil das aktuell geplante Praktikum in NYC flachfällt?
Echt?

Wie jemand ein paar Posts gerade geschrieben hat:
"Als mittlerweile 40-Jähriger finde ich recht amüsant, dass sich hier über Dinge beschwert wird, die später im Berufsleben teils normal sind."

Und das ist absolut korrekt.

Und der Post etwas später, der ja auch mich persönlich direkt anspricht:
"Wirklich unfassbar mit wie wenig Empathie und sozialer Intelligenz hier viele argumentieren, vor allem wenn man bedenkt, dass diese zum Teil Führungskräfte in der Wirtschaft sind (KPMGler, Ex-Berater...)"

Das hat nichts mit sozialer Intelligenz oder fehlender Empathie zu tun, sondern damit, dass ich täglich mit genau dieser Zerbrechlichkeit der jungen Kollegen konfrontiert werde und mich ernsthaft dafür interessiere (und ernsthaft verstehen will), wo das auf einmal herkommt?!?

Ist es das tatsächlich, weil so wie Simon Sinek ja sagt, die Kombination während der Erziehungsphase aus "Selbstverwirklichung ist das A und O" bei gleichzeitigem Abgeschottet-werden von der wirklich Realität und dem Konfrontieren mit Erfolgen und Niederlagen?!?
Ich fand Simon Sineks Beispiel sehr gut mit dem Erhalten von Medallien als Teilnehmer in einem Wettbewerb obwohl man verloren hat.
Das nimmt den Wert des Gewinnens vom Gewinner weg und die Lernerfahrung für die Nicht-Gewinner.
Und es wird einem die Erkenntnis der Realität genommen, dass man nicht immer gewinnt und das Leben manchmal andere Pläne hat.
So wie z.B. gelegentlich eine Pandemie einem ein Praktikum in NYC zersägt.
So wie z.B. eine Einstellung von außen einem die eigentlich zugesagte Beförderung zum Partner bei einer Big4 nimmt

That's life! Get used to it!

Und jetzt darf gerne jemand ein tl;dr von meinem Post machen. :)

WiWi Gast schrieb am 18.02.2021:

Voice of Reason schrieb am 08.02.2021:

"Die besten Jahre"...
Grüne Güte. Wir haben jetzt genau 1 (!!) Jahr mit recht belastbarer Aussicht eine überwiegende Rückkehr in eine sozialere Welt innerhalb der nächsten 6-9 Monate (!!! - nicht JAHRE!) passieren wird.

Also kommt mal echt klar. Redet mal mit den Generationen 80+, wie deren "beste Jahre" ausgesehen haben. Oder in Amerika 60+.

Das Bild passt sehr gut überein mit dem Bild einer Generation, das in der Probezeit Burn-out erleidet.

Sorry - aber man kann sich Pessimismus und Selbstmitleid auch antrainieren.

Was ein ignoranter Beitrag. Dich tangiert die derzeitige Lage womöglich nicht, aber was bringt es dir, die Probleme anderer kleinzureden, nur weil andere Generationen womöglich größere Probleme hatten? Wenn's danach geht dürften wir uns nie beschweren. Es hat schon seinen Grund, warum Psychotherapeuten auf Monate ausgebucht sind und die Suizidraten in die Höhe schnellen. Die Gründe für die Probleme der Menschen wurden hier schon ausreichend zusammengefasst und die muss ich nicht wiederholen. Aber wenn man nichts sinnvolles beizutragen hat außer Whataboutism, sollte man sich evtl. mit Kommentaren zurückhalten.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Leute die beste Zeit eures Lebens soll das Studium sein?

Bei mir und meinem Freudeskreis war es 14-18, da wurden die wildestens Parties gefeiert und Alkohl floss in Strömen. Muskelkater vor lachen, Schei*e gebaut ohne Ende. Wir fühlten uns wie Könige!

Im Studium hingegen ist alles schon auf Spiesser Erwachsenen Leben getrimmt und der Spass wohldosidert. Die nachhechelei nach Praktikum, Ausland, Noten, etc. Von Freiheit und go for it im ggs. Zu 14-18 keine Spur.

Das wird dann mit dem Job noch krasser. Aber die Studentenzeit als beste des Lebens... da habt ihr eure Adoleszenz nicht richtig ausgelebt oder halt eure Eltern.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Na da haben sie aber eine Menge widersprüchlicher Argumente hervorgebracht, herzlichen Glückwunsch dazu Mr. Millenial.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Gen Z ist eine Generation, die noch keine Krise erlebt hat (in D). Dass die Pandemie da Spuren hinterlässt ist ja normal. Das Problem sind eben die hohen Erwartungen der Generation auf dem extremen Wohlstandniveau. Weil eben alles relativ ist, ist dann eben das Wegfallen des Auslandspraktikums so schlimm, dass die Welt zusammenbricht. Und natürlich haben auch alle anderen mit der Pandemie zu kämpfen, nur wer eben sein Leben lang umsorgt wurde und praktisch nur den wirtschaftlichen Boom und damit einhergehend Wohlstandsprobleme ala Genderdiskussionen kennt, hat mit einer echten Krise eben Probleme.

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Voice of Reason schrieb am 18.02.2021:

Das tut aber keinen Abbruch daran, dass die Gen Z (also der Großteil von euch) eine Generation seid, die ein wahnsinniges Talent darin hat, sich selbst Krisen herbeizureden, sich in Selbstzweifeln zu ergeben (ohne ernsthafte Gründe) und einfach grundsätzlich sehr fragil seid.

Wow, es gibt wirklich noch Leute, die diese Generations-Pauschalisierungen (Boomer, Gen X/Y/Z) für voll nehmen und Millionen junge Menschen bezüglich Leistungsbereitschaft, Konfliktfähigkeit, Stressresistenz, Fähigkeiten etc. in eine Schublade stecken?

Denkst du echt, dass du mit solchen Verallgemeinerungen junge Leute motivierst, die sich oft genug von älteren anhören dürfen, dass "damals ja alles so viel schwerer" war und "wir uns ja glücklich schätzen sollen".

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WiWi Gast

Corona- ich kann nicht mehr

Voice of Reason schrieb am 18.02.2021:

Das tut aber keinen Abbruch daran, dass die Gen Z (also der Großteil von euch) eine Generation seid, die ein wahnsinniges Talent darin hat, sich selbst Krisen herbeizureden, sich in Selbstzweifeln zu ergeben (ohne ernsthafte Gründe) und einfach grundsätzlich sehr fragil seid.

Und das schlimme: das zieht sich leider durch. Ich gehöre zu der Generation der Millenials, habe wie viele andere kleine Kinder und wenn ich sehe, wie andere Eltern mit ihren Kinder im Alter von 4-8 umgehen, wird mir übel.

Schaut euch mal Simon Sineks Video zu Millenials an.

Es gibt einfach zu viele Leute, die in einer Bubble aufgezogen wurden und nun beim kleinsten Wellengang zusammenbrechen wie ein Kartenhaus.
Und leider wird das auf die nächste Generation weitergegeben, wenn die Bubble-Leute selbst Eltern werden.
Werden kleine Kinder wirklich depressiv, weil sie Masken in der Schule tragen? Nein, sie werden depressiv, weil ihre Eltern ihnen die ganze Zeit erzählen, dass man von Masken depressiv wird.
Ist es ernsthaft eine Lebenskrise, weil das aktuell geplante Praktikum in NYC flachfällt?
Echt?

Wie jemand ein paar Posts gerade geschrieben hat:
"Als mittlerweile 40-Jähriger finde ich recht amüsant, dass sich hier über Dinge beschwert wird, die später im Berufsleben teils normal sind."

Und das ist absolut korrekt.

Und der Post etwas später, der ja auch mich persönlich direkt anspricht:
"Wirklich unfassbar mit wie wenig Empathie und sozialer Intelligenz hier viele argumentieren, vor allem wenn man bedenkt, dass diese zum Teil Führungskräfte in der Wirtschaft sind (KPMGler, Ex-Berater...)"

Das hat nichts mit sozialer Intelligenz oder fehlender Empathie zu tun, sondern damit, dass ich täglich mit genau dieser Zerbrechlichkeit der jungen Kollegen konfrontiert werde und mich ernsthaft dafür interessiere (und ernsthaft verstehen will), wo das auf einmal herkommt?!?

Ist es das tatsächlich, weil so wie Simon Sinek ja sagt, die Kombination während der Erziehungsphase aus "Selbstverwirklichung ist das A und O" bei gleichzeitigem Abgeschottet-werden von der wirklich Realität und dem Konfrontieren mit Erfolgen und Niederlagen?!?
Ich fand Simon Sineks Beispiel sehr gut mit dem Erhalten von Medallien als Teilnehmer in einem Wettbewerb obwohl man verloren hat.
Das nimmt den Wert des Gewinnens vom Gewinner weg und die Lernerfahrung für die Nicht-Gewinner.
Und es wird einem die Erkenntnis der Realität genommen, dass man nicht immer gewinnt und das Leben manchmal andere Pläne hat.
So wie z.B. gelegentlich eine Pandemie einem ein Praktikum in NYC zersägt.
So wie z.B. eine Einstellung von außen einem die eigentlich zugesagte Beförderung zum Partner bei einer Big4 nimmt

That's life! Get used to it!

Und jetzt darf gerne jemand ein tl;dr von meinem Post machen. :)

Amen! Kurzgesagt: Lasst euch Fell wachsen und hört auf, rumzuheulen.

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