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Familie will keine Karriere?

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WiWi Gast

Familie will keine Karriere?

Hallo, mein Problem ist, dass ich und meine Familie immer mehr in Streit geraten. Ich komme aus einer Arbeiterfamilie, bin daher der erste mit Abi + Studium. Meine Eltern verdienen beide normal (2k netto), leben vor sich hin, wollen aber auch kein Stück mehr. Gespart wird wenig, haben ein kleines Haus.

Ich möchte allerdings mehr, war damals bereits Jahrgangsbester und bin im 5. Semester aktuell auch unter den Besten des Jahrgangs. Spreche ich dies allerdings zu Hause an, heißt es, ích soll mir ein Job in unserer Kleinstadt suchen mit 35 h und zufrieden sein und nicht so tun, als wäre ich etwas Besseres.
Da meine Eltern mir bereits das Haus übertragen haben als ich 19 war, kann ich auch nicht einfach mal so weg, habe ja Verpflichtungen, was ich mir auch oft anhören darf.
Nun merke ich langsam eine starke nervliche Belastung, da ich nicht mehr glücklich bin, ich weis nicht, was ich tun soll.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen/Probleme als es zu Hause um Karrierewünsche ging, welche nicht akzeptiert wurden? Wie seid ihr damit umgegangen?

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WiWi Gast

Familie will keine Karriere?

Deine Eltern sollten in erster Linie wollen dass du glücklich wirst.
Du kannst ihnen versuchen zu erklären, dass das dein Weg des glücklich seins ist und offen ansprechen, dass du dir mehr Unterstützung wünschen würdest.

Wenn sie das nicht verstehen, ist ihre Meinung auch nicht wichtig. Du hörst bei einem Hausbau ja auch nicht auf deinen Friseur - ganz einfach weil der sich nicht auskennt. So ist das hier auch. Du musst dienen eigenen Weg gehen um glücklich zu sein.

Mit einem Geschenk gehen keine Verpflichtungen einher. Schlimmsten falls verkaufst du es oder gibst es zurück.

WiWi Gast schrieb am 30.05.2020:

Hallo, mein Problem ist, dass ich und meine Familie immer mehr in Streit geraten. Ich komme aus einer Arbeiterfamilie, bin daher der erste mit Abi + Studium. Meine Eltern verdienen beide normal (2k netto), leben vor sich hin, wollen aber auch kein Stück mehr. Gespart wird wenig, haben ein kleines Haus.

Ich möchte allerdings mehr, war damals bereits Jahrgangsbester und bin im 5. Semester aktuell auch unter den Besten des Jahrgangs. Spreche ich dies allerdings zu Hause an, heißt es, ích soll mir ein Job in unserer Kleinstadt suchen mit 35 h und zufrieden sein und nicht so tun, als wäre ich etwas Besseres.
Da meine Eltern mir bereits das Haus übertragen haben als ich 19 war, kann ich auch nicht einfach mal so weg, habe ja Verpflichtungen, was ich mir auch oft anhören darf.
Nun merke ich langsam eine starke nervliche Belastung, da ich nicht mehr glücklich bin, ich weis nicht, was ich tun soll.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen/Probleme als es zu Hause um Karrierewünsche ging, welche nicht akzeptiert wurden? Wie seid ihr damit umgegangen?

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WiWi Gast

Familie will keine Karriere?

Verstehe nicht wie man so unreflektiert antworten kann.
Hallo Lieber TE, ich komme auch aus so einer Familie, und bin ebenfalls (vermutlich Top 5%) im Studium. Meine Eltern verdienen sogar noch etwas weniger als deine und besitzen kein Haus. Von Ihnen muss ich mir immer anhören, dass ich doch Beamter werden soll etc.

Ein familiäres Umfeld, dass so denkt, würde gern mehr verdienen! Deine Eltern sind in gewisser Weise neidisch auf dich! Das glaubst du nicht? Ist aber so. Sie wären gerne an deiner Stelle mit diesen Möglichkeiten und würden ein Leben anfangen, was du dir ermöglichen kannst. Sie mussten vermutlich öfters sparen, hatten nicht so viel Geld für Urlaub , haben sich andauernd über die Leute beschwert die viel Geld hatten etc.

Wenn Ich anschneide, wo Ich später arbeiten möchte ( IB) ist die Resonanz immer negativ. Meine Eltern führen das Thema nicht weiter und als Ich ihnen erzählt habe, was da für Gehälter gezahlt werden, dann gab es keinen Kommentar! Arbeitgeber zahlt für einen Praktikanten Flug nach London?? Unvorstellbar !

Wieso ist das so? Ganz einfach, wenn du 30 Jahre gearbeitet hast und das Einstiegsgehalt von deinem Sohn einfach bereits höher ist als dein jetziges .Wie kommst du dir dabei vor?? Für denen ist Arbeit ein Mittel zum Überleben und nicht erstrebenswert. Sie würden eben gerne den IGM Trarif mit 70k Jahresbrutto und 35h/W nehmen.
Das heißt nicht das deine Eltern schlechte Menschen sind, sondern Sie leben nunmal bescheiden und für Sie sind Menschen mit hohen Gehältern nur Verbrecher. Ist nun mal so.

Was machst du jetzt? Das muss man natürlich Im Einzelfall klären, weil Ich die zwischenmenschliche Beziehung nicht kenne.

Zur mir:
Ich schlucke das einfach. Versuche so wenig wie möglich darüber zu reden und gebe Ihnen Zeit , dass zu verdauen. Du kannst natürlich versuchen deine Eltern vom Gegenteil zu überzeugen, Ihnen zeigen, dass es nicht schlecht ist Karriere zu machen. Arbeiten dir spaß macht und hoffen das genügt. Die Beziehung zu der Familie kappen ist bei solchen - belanglosen Sachen- nicht empfehlenswert und wird man zu 90% immer bereuen sobald etwas vorfällt.

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe du kannst das Problem lösen.

LG

Inzwischen hat man sich bei mir daren gewöhnt. Meine Geschwister und Cousinen etc. studieren ebenfalls und

WiWi Gast schrieb am 19.06.2020:

Deine Eltern sollten in erster Linie wollen dass du glücklich wirst.
Du kannst ihnen versuchen zu erklären, dass das dein Weg des glücklich seins ist und offen ansprechen, dass du dir mehr Unterstützung wünschen würdest.

Wenn sie das nicht verstehen, ist ihre Meinung auch nicht wichtig. Du hörst bei einem Hausbau ja auch nicht auf deinen Friseur - ganz einfach weil der sich nicht auskennt. So ist das hier auch. Du musst dienen eigenen Weg gehen um glücklich zu sein.

Mit einem Geschenk gehen keine Verpflichtungen einher. Schlimmsten falls verkaufst du es oder gibst es zurück.

WiWi Gast schrieb am 30.05.2020:

Hallo, mein Problem ist, dass ich und meine Familie immer mehr in Streit geraten. Ich komme aus einer Arbeiterfamilie, bin daher der erste mit Abi + Studium. Meine Eltern verdienen beide normal (2k netto), leben vor sich hin, wollen aber auch kein Stück mehr. Gespart wird wenig, haben ein kleines Haus.

Ich möchte allerdings mehr, war damals bereits Jahrgangsbester und bin im 5. Semester aktuell auch unter den Besten des Jahrgangs. Spreche ich dies allerdings zu Hause an, heißt es, ích soll mir ein Job in unserer Kleinstadt suchen mit 35 h und zufrieden sein und nicht so tun, als wäre ich etwas Besseres.
Da meine Eltern mir bereits das Haus übertragen haben als ich 19 war, kann ich auch nicht einfach mal so weg, habe ja Verpflichtungen, was ich mir auch oft anhören darf.
Nun merke ich langsam eine starke nervliche Belastung, da ich nicht mehr glücklich bin, ich weis nicht, was ich tun soll.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen/Probleme als es zu Hause um Karrierewünsche ging, welche nicht akzeptiert wurden? Wie seid ihr damit umgegangen?

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WiWi Gast

Familie will keine Karriere?

Hör mal nicht auf deine Eltern und auch wenn es schwer fällt aber dann erzähle ihnen auch nichts von deinen Plänen.

Ich kenne die Situation, dass an ''Geschenke'' und ''einen Gefallen tun'' Bedingungen und Erwartungen der Eltern geknüpft sind. Sollte nicht so sein, war bei mir aber leider auch so.
Bedenke dass du sehr wahrscheinlich deine Eltern überleben wirst und nicht was sie von deinem leben wollen ist wichtig sondern was du willst.

Wenn es dich belastet dann versuche so schnell wie möglich unabhängig zu werden. Sprich wenn du noch zu hause wohnst zieh aus. Wenn du finanziell von ihnen abhängig bist besorg dir einen nebenjob und Bafög.

Bitte tu alles um weiterhin der beste zu sein und strebt nach allem was du dir vorstellen kannst - tu es dir zu liebe.

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WiWi Gast

Familie will keine Karriere?

Naja, ich muss sagen ich finde es auch (von der einen Posterstellerin) sehr unsensibel seinen Eltern, die Geringverdiener sind, zu erzählen was man so im IB verdient.

Das habe ich nichtmal meinen Eltern (beide Gym-Lehrer, jeder so 4k Netto) gesagt.

Trotzdem auch meine Message ist: Es ist dein Leben und nicht das deiner Eltern. Also folge deinen Wünschen! Du machst dich sonst noch sehr unglücklich!

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WiWi Gast

Familie will keine Karriere?

Ich kann deine psychische Belastung verstehen. Deine Eltern bürden dir viel auf und du willst ja, dass sie stolz sind auf dich. Aber GANZ GANZ ehrlich es ist DEIN Leben. Nochmal es ist DEIN LEBEN!!! Du lebst es und nicht sie. Ihre Aufgabe ist es, dass du sicher und gehütet aufwachsen kannst und dir moralische Grundzüge nahe legen. Was du dann am Ende wirst, liegt alleine bei dir.

Wenn du wirklich so gut im Studium bist, werden dir sicherlich viele Türen offen stehen. Das ist eine Welt die für deine Eltern (leider) unvorstellbar ist. Stell dir vor deine Eltern haben normale Sachberbeiterjobs und ihr Sohn steigt in einer Unternehmensberatung an. Das ist für sie absolut glamourös. Und sie befürchten evtl. dass du in diese Welt nicht rein passt und scheitern wirst. Aber rate mal: das sind auch nur Menschen in diesen Buden. So wie du und ich und deine Eltern auch.

Lass dir nicht rein reden, auch wenn sie dir das Haus übertragen haben. Dann sollen sie da wohnen bleiben und du ziehst woanders hin. Du musst da an dich denken. Wenn du auf deine Eltern hörst, wirst du es dein Leben lang bereuen und früher oder später wirst du dich übelst mit deinen Eltern zerstreiten, weil du ihnen die Schuld gibst, dass sie die dir alle Möglichkeiten zerschlagen haben.

Behalt deine Leistungen bei und bewerbe dich. Nehme das was DU willst an und zeige deinen Eltern, dass es da draußen eine große Welt gibt und nicht nur ihren kleinen Mikrokosmos.

Ich gebe dir ein Beispiel: Mein Vater wollte immer, dass ich Beamter werde (Lehrer/Polizist) sonst was. Er hat mir weder Abitur noch Studuim zugetraut (ok ich war bei weitem nicht so Leistungsstark wie du es beschreibst). Ich hatte aber keinen Bock darauf, bin nach dem Studium in einer Beratung eingestiegen und bereits ein paar mal gewechselt. Er versteht immer noch nicht genau was ich mache (ist für ihn eine völlig andere Welt), er sieht aber, dass es mir gefällt und ich mehr verdiene als meine Eltern damals beide zusammen

Ich wiederhole es geht um DICH und deine Eltern sollen dich unterstützen. Nur weil sie sich Wünsche und Träume nicht erfüllen konnten, heißt das nicht, dass sie dieses Denken an dich übertragen sollen. Sie sollen stolz sein auf das was du erreichen kannst.

Also mache das was du dir in den Kopf setzt und zeige es ihnen.

Und wenn du es nicht machst und auf deine Eltern hörst und später mal deinen verpassten Möglichkeiten hinterher weinst, dann komm ich vorbei und klatsch dir eine :)

Sorry, man hört raus, dass du noch sehr jung und unsicher bist.

Viel Erfolg!

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WiWi Gast

Familie will keine Karriere?

Geh nicht trotz des Gemeckers der Familie sondern DESWEGEN.
Später werden sie es dir danken. Haus fair an einfache Leute langfristig vermieten und ab die Post. (wie alt bist du?)

antworten
WiWi Gast

Familie will keine Karriere?

Klingt alles nicht sehr glaubwürdig, von daher nur eine 2/10

antworten
WiWi Gast

Familie will keine Karriere?

Das war keine gute Idee von Deinen Eltern. Wenn Sie das Haus behalten hätten und Du es irgendwann geerbt hättest, wäre fast keine Erbschaftssteuer angefallen, weil Du als das Kind einen sehr hohen Freibetrag hast (400k). Im umgekehrten Fall, wenn Dir etwas passieren würde, müssten Sie viel Erbschaftssteuer für das Haus bezahlen. Im Extremfall könnten sie es sich dann nicht mehr leisten, dort wohnen zu bleiben, weil sie nur 100k Freibetrag hätten.

WiWi Gast schrieb am 30.05.2020:

Da meine Eltern mir bereits das Haus übertragen haben als ich 19 war, kann ich auch nicht einfach mal so weg, habe ja Verpflichtungen, was ich mir auch oft anhören darf.

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