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Gehälter der Führungskräfte steigen 2013 in Deutschland moderat

Laut dem Kienbaum Vergütungsreport „Führungskräfte 2013“ sind die Gehälter der Führungskräfte in Deutschland im Jahr 2013 im Schnitt um 2,4 Prozent gestiegen. Führungskräfte verdienen durchschnittlich 119.000 Euro und der Großteil erhält auch eine variable Vergütung.

Buchstabenwürfel ergeben das Wort: Gehälter, welches sich auf einer roten, glatten Oberfläche wiederspiegelt.

Gehälter der Führungskräfte steigen 2013 in Deutschland moderat
Gummersbach, 12.11.2013 (kb) - Die Gehälter der Führungskräfte in Deutschland sind binnen Jahresfrist im Schnitt um 2,4 Prozent gestiegen. Von 2011 auf 2012 betrug die Steigerungsrate hingegen noch 3,3 Prozent. Das ergab eine aktuelle Studie der Managementberatung Kienbaum zur Vergütung von Führungskräften in Deutschland. Die Studie basiert auf Daten von 8.403 Einzelpositionen aus 912 Unternehmen. Je nach Führungsebene unterscheiden sich die Gehaltssteigerungen teils erheblich: Die mittlere Führungsebene verbucht mit 3,1 Prozent den höchsten Gehaltszuwachs, während es auf der operativen Führungsebene lediglich 2,1 Prozent sind. Auf der oberen Führungsebene fällt die Gehaltssteigerung im Vergleich zum Vorjahr mit 1,9 Prozent am geringsten aus.

Hierarchieebene hat großen Einfluss auf die Höhe des Gehalts
Das Managementlevel einer Führungskraft und der damit verbundene Verantwortungsumfang im Unternehmen beeinflussen die Höhe des Gehalts maßgeblich: Während Führungskräfte durchschnittlich 119.000 Euro verdienen, erhalten sie auf der oberen Führungsebene mit 155.000 Euro rund ein Drittel mehr. Hingegen verdienen sie auf der operativen Führungsebene mit 74.000 Euro circa 40 Prozent weniger. Auf mittlerer Führungsebene beträgt die Vergütung im Durchschnitt 102.000 Euro. „Mit zunehmendem Managementlevel steigt auch die Verantwortung des einzelnen Mitarbeiters und damit dessen Vergütung. Grundsätzlich kann man also sagen: je höher eine Position in der Hierarchie angesiedelt ist, desto höher die Vergütung der Führungskraft“, sagt Julia Zmítko, Vergütungsexpertin bei Kienbaum.

Die Unternehmensgröße bestimmt die Höhe der Vergütung
Die Größe des Unternehmens spielt vor allem bei Führungspositionen eine Rolle bei deren Vergütung: Führungskräfte in einem Unternehmen mit 250 bis 500 Mitarbeitern werden mit durchschnittlich 104.000 Euro vergütet. Im Vergleich dazu erhält eine Führungskraft in einer Firma mit 1.000 bis 2.000 Mitarbeitern 132.000 Euro Gesamtdirektvergütung. Das ist knapp die Hälfte mehr als das durchschnittliche Gehalt von Führungskräften in Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, die im Schnitt lediglich 89.000 Euro im Jahr verdienen. „Führungspositionen in größeren Unternehmen beinhalten komplexere Aufgaben und stellen höhere Anforderungen an die Fähigkeiten und das Engagement ihrer Mitarbeiter. Das wirkt sich auch auf das Gehalt aus. Andererseits tragen Führungskräfte in kleineren Unternehmen auf Grund flacherer Hierarchien häufig mehr unmittelbare Verantwortung“, sagt Julia Zmítko.

Führungskräfte in der chemischen Industrie verdienen am meisten
Je nach Branche können die Gehälter der Führungskräfte deutlich variieren. Spitzenverdiener sind die Führungskräfte in der chemischen Industrie: Das Gehaltsniveau ist mit 151.000 Euro Gesamtdirektvergütung fast ein Drittel höher als der Durchschnitt aller Branchen. Eine Führungskraft im Baugewerbe verdient mit einem durchschnittlichen Gehalt von 103.000 Euro 32 Prozent weniger als ein Manager in der chemischen Industrie; in Krankenhäusern sind es mit 84.000 Euro sogar 44 Prozent weniger.

Variable Vergütung wird immer wichtiger
Ein Großteil der Führungskräfte in Deutschland erhält inzwischen eine variable Vergütung: Während 94 Prozent der Mitarbeiter auf der oberen Führungsebene solch einen Bonus beziehen, sind es auf der mittleren Führungsebene 85 Prozent und auf der operativen Ebene noch drei Viertel. Die Höhe der jahresbezogenen variablen Vergütung entspricht auf der oberen Führungsebene mit durchschnittlich 31.500 Euro rund 18 Prozent des Gesamtgehalts. Führungskräfte auf der mittleren Ebene erhalten mit 17.000 Euro einen Anteil in Höhe von 14 Prozent ihrer Gesamtdirektvergütung als Bonus. Und auf der operativen Ebene beträgt der variable Vergütungsbestandteil durchschnittlich 9.000 Euro; das entspricht zehn Prozent des Gesamtgehalts.

„Durch die Bindung des Unternehmenserfolgs an die Vergütung wird die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen und ihren Aufgaben gesteigert. Variable Vergütung bietet für Firmen eine wirkungsvolle Maßnahme um Führungskräfte zu besonderen Leistungen zu motivieren“, sagt  Kienbaum-Expertin Julia Zmítko.

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