DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
ManagergehälterIT-Gehälter

Gehälter von Führungskräften in IT-Funktionen steigen weiter

Die Grundvergütung der Führungskräfte und Spezialisten in IT-Jobs stieg zwischen 2013 und 2014 um durchschnittlich 2,9 Prozent. Bei den Führungskräften liegt die Gesamtdirektvergütung im Schnitt bei 115.000 Euro. Leiter der Anwendungsentwicklung erhalten mit 118.000 Euro das höchste Gehalt unter den Führungskräften.

Geldscheine 100 Euro und 50 Euro

Gehälter von Führungskräften und Spezialisten in IT-Funktionen steigen weiter
Gummersbach, 19.06.2014 (kb) - Deutsche Unternehmen haben die Gehälter ihrer Mitarbeiter in IT-Funktionen erneut angehoben: Die Grundvergütung der Führungs- und Fachkräfte in IT-Jobs stieg zwischen 2013 und 2014 um durchschnittlich 2,9 Prozent. Die Unternehmen, die ihre Gehaltserhöhungen für 2014 noch nicht durchgeführt haben, planen durchschnittliche Steigerungsraten in Höhe von 3,1 Prozent. Damit setzt sich der positive Trend bei der Vergütung von IT-Mitarbeitern fort: Schon im Vorjahr stiegen deren Gehälter um 3,4 Prozent. Das ergab die aktuelle Vergütungsstudie der Managementberatung Kienbaum zu den Gehältern von Führungskräften und Spezialisten in IT-Funktionen. Für die Studie hat Kienbaum die Vergütungsdaten von rund 4.000 Einzelpositionen aus 435 Unternehmen analysiert.

„Aktuell tun sich die Unternehmen schwer, die vielen offenen IT-Stellen zu besetzen. Anreize bei der Vergütung sollten hier allerdings nicht das einzige Mittel sein, um sich als Arbeitgeber zu positionieren, denn bei zu starken Gehaltssteigerungen einzelner Funktionen kann das interne Lohngefüge aus dem Gleichgewicht geraten. An den moderaten, aber spürbaren Gehaltsteigerungen für IT-Funktionen sehen wir, dass die meisten Unternehmen diesen Spagat recht gut meistern“, sagt Julia Zmítko, Vergütungsexpertin bei Kienbaum.

Führungskräfte unter den Informatikern verzeichnen größten Lohnzuwachs
Die Gehälter für IT-Mitarbeiter steigen positionsübergreifend: Bei den Führungskräften fällt der Lohnzuwachs mit 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr am höchsten aus; die Gehälter von Spezialisten steigen hingegen nur um 2,7 Prozent. Bei den Führungskräften liegt die Gesamtdirektvergütung im Schnitt bei 115.000 Euro, bei den Spezialisten sind es rund 64.000 Euro. IT-Datenbankdesigner sind mit durchschnittlich 80.000 Euro die Spitzenverdiener unter den Fachkräften. Leiter der Anwendungsentwicklung erhalten mit 118.000 Euro das höchste Gehalt unter den Führungskräften.

Gehalt hängt von Unternehmensgröße und Personalverantwortung ab
Die Unternehmensgröße ist ein maßgeblicher Faktor für die Höhe der Vergütung von IT-Mitarbeitern. Die Kienbaum-Studie zeigt, dass diejenigen Führungskräfte und Spezialisten ein höheres Gehalt beziehen, die in Großunternehmen und Konzernen beschäftigt sind. Denn je mehr Mitarbeiterverantwortung eine Führungskraft hat, desto höher ist ihre Vergütung: Wer zum Beispiel fünf bis zehn Mitarbeiter führt, kann mit durchschnittlich 101.000 Euro Gesamtdirektvergütung rechnen. Eine Führungskraft, der mehr als 250 Mitarbeiter unterstellt sind, erhält fast das Doppelte.

„Die höhere Vergütung ist im größeren Verantwortungsumfang und den komplexeren Aufgabenbereichen begründet, die Führungskräfte in größeren Unternehmen bewältigen müssen. Je mehr Personalverantwortung eine Führungskraft hat, desto mehr Einfluss auf den Geschäftserfolg hat sie potenziell“, sagt Julia Zmítko.

Unternehmensstandort ist wichtiger Gehaltsfaktor
Der Standort eines Unternehmens hat großen Einfluss auf die Vergütungshöhe: In Unternehmen, die in den Ballungsräumen um die Großstädte Frankfurt, München, Düsseldorf oder Köln angesiedelt sind, fällt die Vergütung im bundesweiten Vergleich am höchsten aus. Schlusslicht bildet der Raum Dresden/Leipzig/Halle: Eine Führungskraft erhält hier beispielsweise im Schnitt 22 Prozent weniger, als sie in Köln verdienen würde.

„Historisch bedingt sind im Ost-West-Vergleich die Gehälter in den östlichen Regionen auf einem geringeren Niveau. Dennoch erkennen wir eine stete Annäherung der Gehälter im Osten. Das zeigt sich auch bei den IT-Mitarbeitern“, sagt die Leiterin von Kienbaum Data-Management Julia Zmítko.

Boni-Auszahlungen bleiben konstant
Die variable Vergütung ist ein wichtiger Bestandteil der Gesamtvergütung: 85 Prozent der Führungskräfte und zwei Drittel der Spezialisten erhalten eine variable Vergütung. Im Durchschnitt beziehen Führungskräfte Boni in Höhe von 19.000 Euro; das sind 15 Prozent ihres Gesamtgehalts. Spezialisten erzielen einen Bonus von 6.000 Euro, was neun Prozent ihrer Gesamtvergütung ausmacht.

Zielorientiere variable Vergütung steigert das Engagement
Die Mehrheit der Unternehmen setzt auf eine variable Vergütung, die auf festen Zielvereinbarungen basiert. Laut der Kienbaum-Studie vertrauen 68 Prozent der befragten Unternehmen auf dieses System; neun Prozent planen oder entwickeln dessen Einführung für Führungspositionen und zehn Prozent für die Fachpositionen.

„Zielorientierte variable Vergütungssysteme bieten den Unternehmen viele Vorteile, denn sie unterstützen die Umsetzung von Unternehmensstrategie und -zielen. Es werden primär die erzielten Resultate honoriert und nicht die bloße Leistungsbemühung. Die Kopplung  der Vergütung an den  Unternehmenserfolg fördert die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen und ihrer Aufgabenstellung. Das motiviert zusätzlich, sich zu engagieren. Die Vergütung ist in diesem Modell ein ziel- und strategiebezogener Umsetzungshebel, der zum Erreichen der Unternehmensziele beiträgt“, sagt Julia Zmítko.

 

Im Forum zu IT-Gehälter

10 Kommentare

Medizin oder BWL

WiWi Gast

Hallo, Ich hab mein Abi mit 1,5 gemacht und habe mich für Wiwi und Medizin in Erlangen beworben. Überraschender Weise habe ich jetzt doch noch den Medizinstudienplatz erhalten (hatte ein sehr gutes TM ...

31 Kommentare

Gehaltsvergleiche im privaten Umfeld.

WiWi Gast

Wie geht ihr damit um, wenn ihr euch mit anderen aus dem privaten Umfeld, was das Gehalt angeht, vergleicht? Oder lasst ihr es durch Geheimhaltung gar nicht erst dazu kommen? Ich verdiene schätzungswe ...

52 Kommentare

Werden Pflegeberufe schlecht bezahlt?

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich habe `vor einigen monaten ein dreimonatiges Praktikum in der WP absolviert, bei dem ich im Wesentlichen bei der Prüfung von Pflegeheimen, Behindertenwerkstätten usw. assistiert ha ...

1 Kommentare

Hamburg Wasser - Gehalt, WLB, Erfahrungen?

WiWi Gast

Kann mir jemand berichten, wie dort die Arbeit ist? Bezahlung, Work-Life-Balance, Kollegen?

49 Kommentare

Arzt vs Gymnasiallehrer

WiWi Gast

Wer verdient eurer Meinung nach auf das Berufsleben gerechnet mehr. Ein verbeamteter Gymnasiallehrer in Bayern oder ein Arzt (inklusive Dienste, Notarzt, Bescheinigungen, Pool)?

3 Kommentare

ERA Bewertung Stelle <-> ERA Einstufung

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich hätte eine Frage an euch bezüglich der Einstufung im IG Metall Tarif Bayern. Zu mir: Ende Zwanzig Master (Uni) IT-Consultant (SAP) 4 Jahre BE Raum München Möchte mich aus dem Cons ...

90 Kommentare

Frau Lehrerin vs. Mann mit Promotion

WiWi Gast

Meine Frau ist Lehrerin, verbeamtet A12 Stufe 6. Sie verdient Netto 3.130 EUR. Ich bin Anfang 30, einschlägig promoviert (mit Auszeichnung) und in der Finanzbranche tätig. Ich verdiene über 60k Brutto ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema IT-Gehälter

Ein kleiner, roter Reisewecker mit einem Kreuz und der Innschrift Switzerland.

Kadersalär-Studie 2017: Bonus im Topmanagement von 85.000 CHF

Die Managersaläre in der Schweiz stagnieren. Vorsitzende der Geschäftsführung verdienen durchschnittlich 398.000 Schweizer Franken. Die Topverdiener unter den Schweizer Führungskräften sind dabei die Vorsitzenden von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden. Ihr Salär beträgt im Schnitt 552.000 Schweizer Franken. Das Topmanagement erhält 2017 einen Bonus von durchschnittlich 85.000 Schweizer Franken.

Vergütungsstudie 2016: Gehälter von Führungskräften steigen um 3,2 Prozent

Die Führungskräfte-Gehälter sind in Deutschland um 3,2 Prozent gestiegen und liegen im Jahr 2016 durchschnittlich bei 122.000 Euro. Vor allem das Managementlevel einer Führungskraft ist dabei für das Gehalt entscheidend. Während Führungskräfte im mittleren Management 105.000 Euro verdienen, erhalten Top-Manager mit 166.000 Euro rund die Hälfte mehr. Die operative Führungsebene verdient mit 76.000 Euro hingegen im Schnitt etwa 30 Prozent weniger.

Ein Werbeplakat der Allianz mit einem Mann auf einem Roller auf einem Feldweg, der Aufschrift: Lösungen für jede Lebenslage, steht im Grünen von Gräsern und Büschen umgeben.

Gehälter 2016: Kaufmännische Führungskräfte verdienen 3,5 Prozent mehr und am besten bei Versicherungen

Der aktuelle Vergütungsreport „Führungskräfte und Spezialisten in kaufmännischen Funktionen 2016“ der Personalberatung Kienbaum zeigt, dass insbesondere kaufmännische Führungskräfte bei Versicherungen am besten verdienen. Das durchschnittliche Jahresgehalt liegt dort bei 173.000 Euro. Es folgen pharmazeutische Führungskräfte mit 167.000 Euro. Insgesamt betrachtet sind die Gehälter im kaufmännischen Bereich um 3,3 Prozent gestiegen.

Geldscheine 100 Euro und 50 Euro

Gehälter: Kaufmännische Fach- und Führungskräfte verdienen 3,5 Prozent mehr

Die Firmen haben die Gehälter ihrer kaufmännischen Führungskräfte im Schnitt um 3,5 Prozent erhöht. Im Schnitt beträgt die Gesamtvergütung der kaufmännischen Führungskräfte 123.000 Euro im Jahr, während Spezialisten 62.000 Euro und Sachbearbeiter 47.000 Euro verdienen. Das ergibt der aktuelle Kienbaum-Vergütungsreport „Führungskräfte & Spezialisten in kaufmännischen Funktionen“.

Weiteres zum Thema Managergehälter

Der Berliner Fernsehturm spiegelt sich in den Fenstern eines Hochhauses.

Managergehälter: Top-Manager in 2015 stärker aktienkursbasiert vergütet

Die Gehälter der Top-Manager und Vorstände der DAX- und MDAX-Unternehmen orientierten sich im Jahr 2015 stärker an der Entwicklung des Aktienkurses. Den Top-Verdiener stellt erstmals der MDAX. Mit 9,6 Millionen Euro erhielt Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner das höchste Gehalt unter den deutschen Top-Managern. Während die Gehälter der Dax-Vorstände leicht fielen, legten die Vorstandsgehälter im MDAX um 10 Prozent zu, so das Ergebnis der Vorstandsvergütungsstudie 2016 der Deutschen Schutzvereinigung Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität München (TUM).

Mobiles Arbeiten zuhause am macbook mit Kaffee.

Gehaltsreport 2016: Digital-Firmen zahlen Innovationsmanagern am meisten

Innovationsmanager mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung sind mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 100.000 Euro die Top-Verdiener unter den Fachkräften in der digitalen Wirtschaft. Ihnen folgen die Business Development Manager und die Sales Manager mit je 80.000 Euro Jahresgehalt. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse einer Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und der Beratungsgesellschaft Kienbaum.

Buchstabenwürfel ergeben das Wort: Gehälter, welches sich auf einer roten, glatten Oberfläche wiederspiegelt.

Spitzengehälter: Hohe Einkommenskonzentration durch Top-Verdiener in Deutschland

Der Einkommensanteil der Spitzenverdiener in Deutschland ist im Jahr 2011 Jahren auf 13 Prozent angestiegen. Zu diesem Top-Ein-Prozent der Gesamteinkommen zählen Verdiener mit einem Bruttojahreseinkommen ab 150.000 Euro. Die Einkommenskonzentration liegt damit auf einem historisch hohen Niveau, so lautet das Ergebnis einer Studie des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin.

Vergütungsstudien 2015: Geschäftsführer, Führungskräfte und Spezialisten in Deutschland

Die deutschen Unternehmen erhöhen die Gehälter ihrer Spezialisten stärker als die Vergütung ihrer Führungskräfte: Spezialisten verdienen im Schnitt 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr, bei den Führungskräften sind es rund 3,6 Prozent. Die Gehälter der Geschäftsführer steigen mit durchschnittlich drei Prozent etwas langsamer. Unternehmen vergüten ihre Mitarbeiter dabei je nach Branche sehr unterschiedlich. Je höher die Hierarchieebene, desto höher ist jedoch der Bonus.

Chefs in öffentlichen Unternehmen verdienen 2015 rund zwei Prozent mehr

Öffentliche Unternehmen erhöhen 2015 die Gehälter ihrer Geschäftsführer und Vorstände um rund zwei Prozent: Die Grundbezüge steigen im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 1,8 Prozent, die Gesamtbezüge inklusive Bonuszahlungen um 2,4 Prozent. 64 Prozent der Unternehmen zahlen ihren Vorständen und Geschäftsführern zwischen 100.000 Euro und 300.000 Euro.

Beliebtes zum Thema Gehalt

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

StepStone Gehaltsreport 2017: Was Fach- und Führungskräfte mit Wirtschaftsstudium verdienen

In Deutschland verdienen Fachkräfte und Führungskräfte durchschnittlich 57.100 Euro. Akademiker verdienen im Schnitt 37 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Brutto-Jahresgehalt inklusive variablem Anteil in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 65.404 Euro, in Wirtschaftsinformatik 68.133 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen sogar 70.288 Euro.

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

Absolventen-Gehaltsreport 2017: Wirtschaftsingenieure mit 48.200 Euro die Spitzenverdiener

Die Wirtschaftsingenieure verdienen unter den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften mit durchschnittlich 48.238 Euro am meisten. Auch bei den Einstiegsgehältern aller Studiengänge liegen die Wirtschaftsingenieure hinter den Medizinern auf Rang zwei im StepStone Gehaltsreport für Absolventen 2017. Wirtschaftsinformatiker erhalten 45.449 Euro, Absolventen der BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften steigen mit 42.265 Euro ein.

Ein aufgeschlagener Atlas, alte Bücher und eine Tasse.

Gehaltsatlas 2016: Berufseinsteiger mit BWL-Abschluss verdienen durchschnittlich 43.788 Euro

Akademische Berufseinsteiger mit einem Abschluss in Betriebswirtschaftslehre verdienen aktuell rund 43.800 Euro im Jahr. Das ist knapp unter dem deutschen Durchschnittsgehalt junger Akademiker mit 45.397 Euro im Jahr. Am besten verdienen BWL-Absolventen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. In welchen Städten akademischen Berufseinsteigern am meisten gezahlt wird, zeigt der diesjährige Gehaltsatlas 2016 von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) und Gehalt.de.

OECD-Datenbank zu Wohnkosten in Deutschland

Die Deutschen geben rund 20 Prozent ihres Einkommens für die Miete oder Hypotheken aus. Damit liegen die Wohnkosten in Deutschland im OECD-Schnitt. Schwerer belastet sind einkommensschwache Haushalte, die rund 27 Prozent ihres Einkommens für Mieten aufwenden müssen. Die interaktive OECD-Datenbank zu Wohnkosten veranschaulicht im Ländervergleich die Unterschiede in Eigentum vs. Miete, Wohnverhältnisse, Wohngeld und sozialer Wohnungsbau.

Feedback +/-

Feedback