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Gehälter im Europavergleich - Deutsche Manager in der Spitzengruppe

Kienbaum-Studie: Der Geschäftsführer (CEO) eines Unternehmens mit bis zu 100 Mitarbeitern erhält in Deutschland mit 274.000 Euro europaweit das höchste Gehalt.

Die Flagge der Europäischen Union flattert vor blauem Himmel bei Sonnenschein im Wind.

Gehälter im Europavergleich - Deutsche Manager in der Spitzengruppe
Gummersbach, 21.05.2007 (kb) - Der Geschäftsführer (CEO) eines Unternehmens mit bis zu 100 Mitarbeitern erhält in Deutschland mit 274.000 Euro europaweit das höchste Gehalt. 202.000 Euro sind noch in Großbritannien möglich. Deutlich niedriger ist die Vergütung in dieser Kategorie im rangletzten Land Irland (131.000 Euro), gefolgt von Italien (145.000 Euro) und Schweden (153.000 Euro). Auch in mittleren Unternehmen, die 100 bis 1000 Mitarbeiter beschäftigen, haben deutsche Geschäftsführer die Nase vorn. Sie verdienen durchschnittlich 349.000 Euro, gefolgt von Großbritannien mit 339.000 Euro und Irland mit 304.000 Euro.

Im Gesamtranking über alle Kategorien hinweg bilden Großbritannien und Deutschland die Spitzengruppe, gefolgt von der Schweiz, Österreich und Irland. In den Führungsebenen darunter ergibt sich ein ähnliches Bild: So verdient der Leiter/Director Finance in Großbritannien in Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten 116.000 Euro, in Deutschland 98.000 Euro, in Frankreich 97.000 Euro und in der Schweiz 94.000 Euro. Hier nimmt in allen Kategorien Großbritannien die Spitzenposition ein, gefolgt von Deutschland, der Schweiz und Irland. Dagegen liegen auf dieser Führungsebene Länder wie beispielsweise Spanien und Belgien am unteren Rand der europaweiten Gehaltsbandbreite.

Dies sind Ergebnisse der Studie »Remuneration in Western Europe 2007«, durchgeführt von der Managementberatung Kienbaum in Zusammenarbeit mit dem European Compensation Network. »Top-Arbeitskräfte sind europaweit eine stark umworbene Ressource. Unternehmen müssen daher ihren wichtigsten Leistungsträgern ein optimales und wettbewerbsfähiges Vergütungsmodell bieten. Dies orientiert sich stark an der Internationalität, Größe, Heterogenität und Komplexität eines Unternehmens. Je größer, internationaler und komplexer eine Unternehmensstruktur und der damit verbundene Verantwortungsumfang ist, desto höher sollte das Gehalt sein«, sagt Alexander v. Preen, Geschäftsführer der Managementberatung Kienbaum. Im Rahmen der Studie wurden die Vergütungsangaben von 73.943 Positionen aus insgesamt 3.671 Unternehmen ausgewertet. Die Untersuchung beinhaltetet elf Länder: Belgien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Spanien, Schweden und die Schweiz.

In europäischen Unternehmen haben sich die variablen Vergütungsbestandteile als Führungs- und Steuerungsinstrument prozentual und absolut deutlich nach oben entwickelt. Das Gehalt wird noch stärker als bislang an den Unternehmenserfolg gekoppelt und dient zur Steigerung der Leistungsmotivation. »Dabei wird die Leistung nicht nur am Erreichen von Unternehmenszielen festgemacht, sondern auch an Kennzahlen aus dem Bereich des Managers, die er unmittelbar beeinflussen kann«, so Alexander v. Preen. Der deutliche Anstieg der variablen Bezüge ist unter anderem durch das Wirtschaftswachstum und die deutlich anziehenden Unternehmensgewinne begründet.In Deutschland und Österreich erhalten 93 Prozent der Geschäftsführer Bonifikationen, in Italien 92 Prozent, in Großbritannien 84 Prozent, in Schweden 83 Prozent und in der Schweiz 81 Prozent. In Spanien hingegen werden nur 71 Prozent der Geschäftsführer leistungsbezogen vergütet, in Belgien sind es sogar nur 64 Prozent. »Leistungs- und erfolgsorientierte Vergütungskomponenten sind für die Unternehmen wesentliche Stellgrößen für die erfolgreiche Durchsetzung strategischer Ziele. Um eine entsprechende Anreizwirkung zu entfalten, sollte die Zielgröße möglichst objektiv feststellbar und überprüfbar sein und in enger Verbindung mit der Leistung der Führungskraft stehen. Wir gehen davon aus, dass leistungsabhängige Komponenten künftig noch stärker in die Gesamtvergütung einbezogen werden«, sagt Alexander v. Preen.

Neben der monetären Vergütung spielen auf der Top-Managementebene Zusatzleistungen wie ein Firmenwagen und die Betriebliche Altersvorsorge eine wichtige Rolle. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass diese betrieblichen Zusatzleistungen europaweit zur Standardleistung zählen. Den Firmenwagen erhalten mit 98 Prozent am häufigsten die deutschen Geschäftsführer. In Österreich und den Niederlanden fahren 96 Prozent einen Dienstwagen, während in der Schweiz lediglich 48 Prozent und in Irland 61 Prozent in diesen Genuss kommen.

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