DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
ManagergehälterManagergehälter

Gehaltsranking Westeuropa: Deutsche Manager weiterhin im oberen Feld

Als Reaktion auf die globale Finanzkrise fielen die Gehaltserhöhungen von 2008 auf 2009 in vielen Ländern geringer aus als in den Vorjahren. So verzeichneten Geschäftsführer in Großbritannien Gehaltszuwächse von 2,9 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent), in Deutschland um vier Prozent (Vorjahreswert: 4,9 Prozent).

Zwei Fahrspuren in einem Grasfeld.


Gehaltsranking Westeuropa: Deutsche Manager weiterhin im oberen Feld
Gummersbach, 06.04.2009 (kb) - Als Reaktion auf die globale Finanzkrise fielen die Gehaltserhöhungen von 2008 auf 2009 in vielen Ländern geringer aus als in den Vorjahren. So verzeichneten Geschäftsführer in Großbritannien Gehaltszuwächse von 2,9 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent), in der Schweiz erhöhten sich die Grundgehälter im Top-Management um 4,3 Prozent und in Deutschland um vier Prozent (Vorjahreswerte: 4,5 Prozent beziehungsweise 4,9 Prozent). Es ist jedoch nicht in allen Ländern und Branchen mit einer Reduzierung der Gehaltsbudgets zu rechnen. »Die getrübte Konjunkturentwicklung, insbesondere hervorgerufen durch die Finanzmarktkrise, führt nicht zwingend zu einer Stagnation der Gehaltsentwicklung. Ein Trend zur grundsätzlich restriktiven Verteilung der Budgets kann jedoch festgestellt werden«, sagt Alexander v. Preen, Geschäftsführer der Kienbaum Management Consultants.

Britische und deutsche Vorstandschefs liegen im Gehältervergleich in Westeuropa weiter vorn: Die Jahresgesamtbezüge eines britischen Vorstandschefs in einem Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern betragen 585.000 Euro, sein Kollege in Deutschland verdient 535.000 Euro. Im Mittelfeld liegen Vorstände und Geschäftsführer aus Schweden mit einem Jahresgesamtgehalt von 420.000 Euro. Das untere Ende der Rangfolge bilden niederländische CEOs mit 271.000 Euro und spanische CEOs mit 230.000 Euro Jahresgesamtgehalt. Europaweit verdienen Geschäftsführer in den meisten Ländern aktuell weniger als im Jahr 2007. Dies sind Ergebnisse der Studie »Remuneration in Western Europe 2009«, erstellt von der Managementberatung Kienbaum in Zusammenarbeit mit dem European Compensation Network. Im Rahmen der Studie wurden die Vergütungsangaben von 131.047 Positionen aus insgesamt 4.307 Unternehmen ausgewertet. Die Untersuchung umfasst Ergebnisse aus Belgien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Spanien, Schweden und der Schweiz.

Im Gesamtranking der Gehälter über alle Positionen hinweg bilden Großbritannien, die Schweiz, Deutschland und Österreich die Spitzengruppe, gefolgt von den Niederlanden, Irland und Belgien. Am unteren Ende des Rankings liegen Schweden, Italien, Spanien und Frankreich. So verdient ein Vertriebsleiter in Großbritannien in Unternehmen mit 100 bis 1.000 Beschäftigten 191.000 Euro, in der Schweiz 137.000 Euro und in Österreich 133.000 Euro. In Italien und Frankreich liegen die Gesamtbezüge bei durchschnittlich 122.000 Euro beziehungsweise 109.000 Euro. Im Vergleich zu den Vorjahren konnten Österreich, die Schweiz und Belgien insgesamt ihre Position im europäischen Vergleich verbessern. Dagegen sind Frankreich und Irland im Ranking etwas weiter nach hinten gerückt. Im Vergleich der Funktionsbereiche gibt es ebenfalls Vergütungsunterschiede: Im Finanzbereich lassen sich hohe Gehälter in den meisten Ländern am besten realisieren. In Unternehmen mit 100 bis 1.000 Mitarbeitern beträgt das Gehalt eines Finanzdirektors zum Beispiel in Frankreich 129.000 Euro und in Deutschland 128.000 Euro, während ein Personalleiter auf 106.000 beziehungsweise 117.000 Euro kommt. Generell verdienen Führungskräfte der ersten Ebene unterhalb der Geschäftsführung in den Bereichen Finanzen, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung am besten. In der Produktion werden hingegen geringere Gehälter gezahlt.

»Gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten sind der Aufbau beziehungsweise die Stärkung eines atmenden Vergütungssystems und die Überprüfung der Anreizwirkung bestehender variabler Vergütungsmodelle wichtige Marktanforderungen. So können Kontrolle der Personalkosten (attraktive Gehälter in erfolgreichen Jahren, sinkender Gehaltsaufwand in schwierigen Zeiten) und Nachhaltigkeit der Anreizwirkung gewährleistet werden«, sagt Alexander v. Preen. Leistungsbezogene Zahlungen nehmen bei britischen, deutschen und österreichischen Geschäftsführern einen besonders hohen Stellenwert ein: Deren Jahresgesamtbezüge bestehen im Mittel zu 30 Prozent aus variablen Vergütungsanteilen. In italienischen und französischen Unternehmen beziehen Geschäftsführer lediglich 10 bis 15 Prozent ihres Gehalts als Bonifikationen. Diese Relation bezieht sich auf das Zieleinkommen. Je nach wirtschaftlicher Situation des Unternehmens sowie individueller Leistung der Führungskraft streuen die variablen Zahlungen beträchtlich. Sie können 50 Prozent und mehr der Gesamtvergütung ausmachen - oder völlig wegfallen. Im Zuge der Finanz- und Konjunkturkrise wird die Kurve dieser Vergütungsteile eher nach unten zeigen. 

Im Forum zu Managergehälter

2 Kommentare

Master Arbeit: Begrenzung von Managementgehältern

WiWi Gast

Hallo an die Community, hat jemand ggf. gute Literaturtipps (auch gerne englischsprachig) zum Thema Begrenzung von Managergehältern? Da das Thema ja aktuell mal wieder in der Diskussion ist, möchte ...

10 Kommentare

Medizin oder BWL

WiWi Gast

Hallo, Ich hab mein Abi mit 1,5 gemacht und habe mich für Wiwi und Medizin in Erlangen beworben. Überraschender Weise habe ich jetzt doch noch den Medizinstudienplatz erhalten (hatte ein sehr gutes TM ...

31 Kommentare

Gehaltsvergleiche im privaten Umfeld.

WiWi Gast

Wie geht ihr damit um, wenn ihr euch mit anderen aus dem privaten Umfeld, was das Gehalt angeht, vergleicht? Oder lasst ihr es durch Geheimhaltung gar nicht erst dazu kommen? Ich verdiene schätzungswe ...

52 Kommentare

Werden Pflegeberufe schlecht bezahlt?

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich habe `vor einigen monaten ein dreimonatiges Praktikum in der WP absolviert, bei dem ich im Wesentlichen bei der Prüfung von Pflegeheimen, Behindertenwerkstätten usw. assistiert ha ...

1 Kommentare

Hamburg Wasser - Gehalt, WLB, Erfahrungen?

WiWi Gast

Kann mir jemand berichten, wie dort die Arbeit ist? Bezahlung, Work-Life-Balance, Kollegen?

49 Kommentare

Arzt vs Gymnasiallehrer

WiWi Gast

Wer verdient eurer Meinung nach auf das Berufsleben gerechnet mehr. Ein verbeamteter Gymnasiallehrer in Bayern oder ein Arzt (inklusive Dienste, Notarzt, Bescheinigungen, Pool)?

3 Kommentare

ERA Bewertung Stelle <-> ERA Einstufung

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich hätte eine Frage an euch bezüglich der Einstufung im IG Metall Tarif Bayern. Zu mir: Ende Zwanzig Master (Uni) IT-Consultant (SAP) 4 Jahre BE Raum München Möchte mich aus dem Cons ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Managergehälter

Der Berliner Fernsehturm spiegelt sich in den Fenstern eines Hochhauses.

Managergehälter: Top-Manager in 2015 stärker aktienkursbasiert vergütet

Die Gehälter der Top-Manager und Vorstände der DAX- und MDAX-Unternehmen orientierten sich im Jahr 2015 stärker an der Entwicklung des Aktienkurses. Den Top-Verdiener stellt erstmals der MDAX. Mit 9,6 Millionen Euro erhielt Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner das höchste Gehalt unter den deutschen Top-Managern. Während die Gehälter der Dax-Vorstände leicht fielen, legten die Vorstandsgehälter im MDAX um 10 Prozent zu, so das Ergebnis der Vorstandsvergütungsstudie 2016 der Deutschen Schutzvereinigung Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität München (TUM).

Ein kleiner, roter Reisewecker mit einem Kreuz und der Innschrift Switzerland.

Kadersalär-Studie 2017: Bonus im Topmanagement von 85.000 CHF

Die Managersaläre in der Schweiz stagnieren. Vorsitzende der Geschäftsführung verdienen durchschnittlich 398.000 Schweizer Franken. Die Topverdiener unter den Schweizer Führungskräften sind dabei die Vorsitzenden von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden. Ihr Salär beträgt im Schnitt 552.000 Schweizer Franken. Das Topmanagement erhält 2017 einen Bonus von durchschnittlich 85.000 Schweizer Franken.

Vergütungsstudie 2016: Gehälter von Führungskräften steigen um 3,2 Prozent

Die Führungskräfte-Gehälter sind in Deutschland um 3,2 Prozent gestiegen und liegen im Jahr 2016 durchschnittlich bei 122.000 Euro. Vor allem das Managementlevel einer Führungskraft ist dabei für das Gehalt entscheidend. Während Führungskräfte im mittleren Management 105.000 Euro verdienen, erhalten Top-Manager mit 166.000 Euro rund die Hälfte mehr. Die operative Führungsebene verdient mit 76.000 Euro hingegen im Schnitt etwa 30 Prozent weniger.

Weiteres zum Thema Managergehälter

Der Berliner Fernsehturm spiegelt sich in den Fenstern eines Hochhauses.

Managergehälter: Top-Manager in 2015 stärker aktienkursbasiert vergütet

Die Gehälter der Top-Manager und Vorstände der DAX- und MDAX-Unternehmen orientierten sich im Jahr 2015 stärker an der Entwicklung des Aktienkurses. Den Top-Verdiener stellt erstmals der MDAX. Mit 9,6 Millionen Euro erhielt Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner das höchste Gehalt unter den deutschen Top-Managern. Während die Gehälter der Dax-Vorstände leicht fielen, legten die Vorstandsgehälter im MDAX um 10 Prozent zu, so das Ergebnis der Vorstandsvergütungsstudie 2016 der Deutschen Schutzvereinigung Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität München (TUM).

Mobiles Arbeiten zuhause am macbook mit Kaffee.

Gehaltsreport 2016: Digital-Firmen zahlen Innovationsmanagern am meisten

Innovationsmanager mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung sind mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 100.000 Euro die Top-Verdiener unter den Fachkräften in der digitalen Wirtschaft. Ihnen folgen die Business Development Manager und die Sales Manager mit je 80.000 Euro Jahresgehalt. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse einer Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und der Beratungsgesellschaft Kienbaum.

Buchstabenwürfel ergeben das Wort: Gehälter, welches sich auf einer roten, glatten Oberfläche wiederspiegelt.

Spitzengehälter: Hohe Einkommenskonzentration durch Top-Verdiener in Deutschland

Der Einkommensanteil der Spitzenverdiener in Deutschland ist im Jahr 2011 Jahren auf 13 Prozent angestiegen. Zu diesem Top-Ein-Prozent der Gesamteinkommen zählen Verdiener mit einem Bruttojahreseinkommen ab 150.000 Euro. Die Einkommenskonzentration liegt damit auf einem historisch hohen Niveau, so lautet das Ergebnis einer Studie des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin.

Vergütungsstudien 2015: Geschäftsführer, Führungskräfte und Spezialisten in Deutschland

Die deutschen Unternehmen erhöhen die Gehälter ihrer Spezialisten stärker als die Vergütung ihrer Führungskräfte: Spezialisten verdienen im Schnitt 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr, bei den Führungskräften sind es rund 3,6 Prozent. Die Gehälter der Geschäftsführer steigen mit durchschnittlich drei Prozent etwas langsamer. Unternehmen vergüten ihre Mitarbeiter dabei je nach Branche sehr unterschiedlich. Je höher die Hierarchieebene, desto höher ist jedoch der Bonus.

Chefs in öffentlichen Unternehmen verdienen 2015 rund zwei Prozent mehr

Öffentliche Unternehmen erhöhen 2015 die Gehälter ihrer Geschäftsführer und Vorstände um rund zwei Prozent: Die Grundbezüge steigen im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 1,8 Prozent, die Gesamtbezüge inklusive Bonuszahlungen um 2,4 Prozent. 64 Prozent der Unternehmen zahlen ihren Vorständen und Geschäftsführern zwischen 100.000 Euro und 300.000 Euro.

Beliebtes zum Thema Gehalt

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

StepStone Gehaltsreport 2017: Was Fach- und Führungskräfte mit Wirtschaftsstudium verdienen

In Deutschland verdienen Fachkräfte und Führungskräfte durchschnittlich 57.100 Euro. Akademiker verdienen im Schnitt 37 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Brutto-Jahresgehalt inklusive variablem Anteil in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 65.404 Euro, in Wirtschaftsinformatik 68.133 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen sogar 70.288 Euro.

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

Absolventen-Gehaltsreport 2017: Wirtschaftsingenieure mit 48.200 Euro die Spitzenverdiener

Die Wirtschaftsingenieure verdienen unter den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften mit durchschnittlich 48.238 Euro am meisten. Auch bei den Einstiegsgehältern aller Studiengänge liegen die Wirtschaftsingenieure hinter den Medizinern auf Rang zwei im StepStone Gehaltsreport für Absolventen 2017. Wirtschaftsinformatiker erhalten 45.449 Euro, Absolventen der BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften steigen mit 42.265 Euro ein.

Ein aufgeschlagener Atlas, alte Bücher und eine Tasse.

Gehaltsatlas 2016: Berufseinsteiger mit BWL-Abschluss verdienen durchschnittlich 43.788 Euro

Akademische Berufseinsteiger mit einem Abschluss in Betriebswirtschaftslehre verdienen aktuell rund 43.800 Euro im Jahr. Das ist knapp unter dem deutschen Durchschnittsgehalt junger Akademiker mit 45.397 Euro im Jahr. Am besten verdienen BWL-Absolventen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. In welchen Städten akademischen Berufseinsteigern am meisten gezahlt wird, zeigt der diesjährige Gehaltsatlas 2016 von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) und Gehalt.de.

OECD-Datenbank zu Wohnkosten in Deutschland

Die Deutschen geben rund 20 Prozent ihres Einkommens für die Miete oder Hypotheken aus. Damit liegen die Wohnkosten in Deutschland im OECD-Schnitt. Schwerer belastet sind einkommensschwache Haushalte, die rund 27 Prozent ihres Einkommens für Mieten aufwenden müssen. Die interaktive OECD-Datenbank zu Wohnkosten veranschaulicht im Ländervergleich die Unterschiede in Eigentum vs. Miete, Wohnverhältnisse, Wohngeld und sozialer Wohnungsbau.

Feedback +/-

Feedback